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Erfahrungen von Tierärzten mit Cefquinom

Eine Umfrage in deutschen Tierarztpraxen im Jahr 2004 zum Einsatz von Antibiotika ergab, dass eine für Rinder und Schweine zugelassene Cefquinom-Formulierung gegen respiratorische Erkrankungen im Rahmen der Umwidmung häufig auch gegen Atemwegserkrankungen, Septikämien und Huferkrankungen beim Pferd eingesetzt wird. Die Hälfte der befragten 18 Tierarztpraxen gab an, Cefquinom dabei als Wirkstoff zweiter Wahl bei Versagen anderer Mittel zu verwenden. Als Mittel erster Wahl wendeten 36 Prozent die Cefquinom-Formulierung an, wohingegen die übrigen 14 Prozent Cefquinom ausschließlich als Reserveantibiotikum einsetzten. In 52 Prozent der Fälle konnte mit Cefquinom ein totaler Therapieerfolg erzielt werden, wobei dieser in mehr als 90 Prozent als gut oder sehr gut beurteilt wurde. Bei weiteren 38 Prozent der Behandlungen trat zwar eine Besserung des Patienten ein, jedoch war eine weitere Therapie erforderlich. Cefquinom wurde zur Behandlung von Infektionen mit grampositiven wie gramnegativen Keimen eingesetzt (Lohr et al. 2004).

Inzwischen ist Cefquinom zur Behandlung von Atemwegserkrankungen beim Pferd und Septikämien zugelassen.