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Häufig gestellte Fragen
1. Welche Erreger können bei respiratorischen Erkrankungen beim Pferd am häufigsten isoliert werden?
S. equi subsp. zooepidemicus und S. equi subsp. equi sind die Erreger, die am häufigsten aus Proben (Nasentupfer, Trachealspülproben, Probenentnahme per Endoskop) von Pferden mit Atemwegserkrankungen isoliert werden. In der Regel handelt es sich bei bakteriellen Atemwegserkrankungen jedoch um eine Mischinfektion, an der neben diesen Streptokokken auch noch weitere grampositive wie gramnegative Keime beteiligt sind.
2. Welche Erreger spielen bei der Fohlenseptikämie die größte Rolle?
Bei der Fohlenseptikämie spielt Escherichia coli die bedeutenste Rolle. E. coli gehört zur Familie der Enterobacteriaceae und ist als natürliches Darmbakterium von Mensch und Tier ubiquitär verbreitetet. Das stäbchenförmige, gramnegative Bakterium ist jedoch außerhalb des Darms fakultativ pathogen und kann schwere Infektionen und Septikämien hervorrufen. Prädisponierend für eine E. coli-Infektion der Neugeborenen sind schlechte Hygiene und eine ungenügende Versorgung mit Kolostrum.
3. Gegen welche Erreger hilft Cefquinom beim Pferd?
Cefquinom ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Gruppe der ß-Lactam-Antibiotika. Es wirkt zuverlässig gegen die wichtigsten sowohl grampositiven (Streptokokken, Staphylokokken, Actinobacillus equuli) als auch gramnegativen (E. coli, Klebsiellen, Pasteurellen) pferdepathogenen Erreger.
4. Ist Cefquinom beim Pferd gut verträglich?
Ja. Die in Deutschland für Pferde zugelassene Cefquinom-Formulierung ist sowohl bei intravenöser als auch bei intramuskulärer Verabreichung sehr gut verträglich. In keiner der durchgeführten Arzneimittelstudien wurden Nebenwirkungen wie Durchfall beobachtet, weder bei adulten Pferden noch bei Fohlen. Nur in sehr vereinzelten Fällen trat nach einer intramuskulären Injektion eine milde, vorübergehende Reaktion an der Injektionsstelle auf.
5. Worin liegen die Vorteil von Cefquinom gegenüber anderen Breitspektrum-Antibiotika?
Cefquinom ist ein Cephalosporin der 4. Generation, das sich durch seine gute Verträglichkeit, seine hohe Bioverfügbarkeit und seine geringen Minimalen Hemmstoffkonzentrationen (MHK) [engl.: Minimum Inhibitory Concentrations, MIC] gegen alle relevanten pferdepathogenen Erreger auszeichnet (< 0.008 bis 2 μg/ml). Bei der empfohlenen Dosierung wird eine maximale Plasmakonzentration von 2.5 μg/ml erreicht. Bei den Erregern S. equi subsp. zooepidemicus, S. equi subsp. equi und E.coli bewirkt aber auch eine absinkende Konzentration - sogar unter den MHK-Wert - noch eine mehrere Stunden lang andauernde Wachstumshemmung (PA SME).
Bislang wurde bei Erregern, die aus Pferden isoliert wurden, keine Resistenzen gegen Cefquinom nachgewiesen. Durch seine hohe Stabilität gegenüber ß-Lactamasen ist das Resistenzrisiko ohnehin gering.