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Begriff

Erläuterung

akut

Bezeichnung für einen Krankheitsverlauf infolge stark ausgeprägter Noxe mit deutlich ausgeprägten klinischen Symptomen bei einer Dauer von 2-14 Tagen.

Antibiotikum

Sammelbegriff für bestimmte Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, Streptomyzeten oder Bakterien und deren (semi)synthetischer Derivate. Diese haben eine bakteriostatische oder bakterizide Wirkung.

Antibiogramm

Verschiedene Testverfahren zur Bestimmung der Empfindlichkeit von Mikroorganismen gegenüber Antiinfektiva.

Arthritiden

Aseptische oder septische Gelenksentzündungen

Auskultation

Horchen, Abhorchen oder Behorchen der im Körper durch Herz-, Lungen- und Verdauungstätigkeit und anderer Aktivität entstehender Töne mit Hilfe eines Steto- oder Phonendoskops.

Bakteriostase

Hemmung des Bakterienwachstums

bakteriostatisch

Das Bakterienwachstum hemmend.

bakterizid

Bakterien tötend

Bakterizidie

Abtötung/Absterben von Bakterien

Biosynthese

Aufbau von Verbindungen in den Zellen des lebenden Organismus. Für die Biosynthese in Säugetierzellen werden mit der Nahrung aufgenommenen Bestandteile herangezogen.

Breitspektrum-Antibiotikum

Antibiotikum mit großem Wirkungsspektrum gegen grampositive und gramnegative Keime.

Bronchiolitis

Entzündung der Bronchioli

Bronchitis

Entzündung der Bronchien, Bronchialkatarrh.
Sie tritt akut oder chronisch auf. Beschränkt sich die Entzündung auf die Bronchialschleimhaut aller Bronchien, so handelt es sich um eine Makrobronchitis. Bei einer Mikrobronchitis sind hingegen nur bestimmte Bereiche betroffen.

Bronchodilatatoren

Wirkstoffe, die die Bronchien weitstellen.

Bronchopneumonie

Akute oder chronische Entzündung des Epithels der Bronchien und Alveolen. Die Ursache sind meist Viren oder Bakterien. Seltener handelt es sich um physikalische Einwirkungen. Die Bronchopneumonie entwickelt sich häufig im Anschluss an eine Bronchitis oder Bronchiolitis. Bei der Bronchopneumonie ist meist keine klare Begrenzung auf einzelne Lungenlappen gewährleistet.

Cefquinom

Neueres, nur in der Veterinärmedizin zugelassenes Cephalosporin-Derivat der 4. Generation zur Behandlung von Infektionen mit grampositiven sowie gramnegativen Keimen. Zeichnet sich durch eine erhöhte Beta-Lactamasestabilität aus. Für verschiedene Tierarten und Indikationen zugelassen.

Ceftiofur

Cephalosporin der 3. Generation

Cephalosporin

Antibiotika-Gruppe, gebildet von Cephalosporium acremonium. Das Wirkungsspektrum umfasst grampositive und gramnegative Bakterien sowie Treponemen. Wirkungsweise entspricht der von Beta-Lactam-Antibiotika (Hemmung der Transpeptidase im Mureinaufbau der Zellwand).

Cephalosporinasen

Enzyme, die von Bakterien zur Hydrolyse und damit Unschädlichmachung von Cephalosporinen produziert werden. Diese Bakterien sind gegenüber Cephalosporinen u.U. resistent.

Chromosomen

Chromatin enthaltende Differenzierungen des Zellkerns. Ein Chromosom besteht aus der Grundsubstanz (Matrix), 1-2 oder mehr Chromonemata (Chromosomenfäden) und den Chromomeren (Chromosomenkörnchen). Diese gelten als Träger der wichtigsten Erbfaktoren.

chronisch

Sich langsam entwickelnder bzw. verlaufender Prozess; über lange Zeit bestehend und anhaltend.

Diarrhoe

Durchfall
Der Kot ist dünnbreiig bis wässrig, es können Schleim und Blut beigemengt sein. Er wird oft im Strahl abgesetzt und führt zu Verklebungen in der Analregion. Mögliche Ursachen sind Motilitätssteigerung, Sekretionserhöhung oder Malabsorption auf entzündlicher oder nicht entzündlicher Basis.

empirisch

Auf bloße Erfahrung begründet, erfahrungsgemäß, durch Erfahrung ermittelt

enzymatisch

Vorgang, bei dem ein Enzym beteiligt ist.

Erworbene Resistenz

Die erworbene Resistenz entsteht bei bis dahin empfindlichen Erregern während der Behandlung mit einem Antibiotikum.

exogen

Von außen, durch äußere Ursachen bewirkt, außerhalb

Expektorantien

Schleimlösendes und auswurfförderndes Mittel für die Atemwege.

Exsudat

Ausschwitzung
Eiweißreiche, aus den Gefäßen durch Entzündung freigesetzte Flüssigkeit in Geweben und Körperhöhlen. Die ausgeschwitzte Flüssigkeit zeigt einen wechselnden Gehalt an Eiweißen wie Albuminen, Globulinen und Fibrinogen.

fakultativ

Freiwillig, unverbindlich, nicht unbedingt, nicht zwangsläufig

humorale Immunabwehr

Antikörper vermittelte Immunabwehr

hydrolytische Spaltung

Zerlegung einer Substanz unter Beteiligung von Wasser. Bedeutsamer Vorgang, bei dem organische Verbindungen durch Anlagerung von Wasser unter Mitbeteiligung von Enzymen (Hydrolasen) oder spontan unter Wirkung von Säuren und Basen zerlegt werden (z.B. Esterspaltungen).

i.m.

intramuskulär

i.v.

intravenös

Immunsuppression

Unspezifische Unterdrückung der Immunreaktion eines Organismus.
Mögliche Verursacher sind Immunsuppressiva oder Maßnahmen bzw. Substanzen, die die Fähigkeit des Organismus zur Immunreaktion aufheben (z.B. Stress, Röntgenbestrahlung, Corticosteroide) oder Vergiftungen, Infektionen und Tumoren. Immunsuppressiva haben eine Bedeutung in der Bekämpfung von Autoimmunkrankheiten und der Hemmung der Transplantationsimmunität.

Immunsystem

Gesamtheit der für die spezifischen Abwehrmechanismen des Organismus verantwortlichen funktionellen Gewebe, Zellen und biologisch aktiven Komponenten. Die Funktion des Immunsystems beruht auf der Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körperfremden Substanzen zu unterscheiden.

Infektion

Eindringen, Haften und Vermehren eines infektiösen Agens in einen Wirtsorganismus unter Auslösung einer Reaktion.

intermittierend

Unterbrochen, zeitweilig aussetzend bzw. nachlassend

internistisch

innere

Intestinum

Darm, Eingeweide

Kardinalsymptom

Hauptsymptom, Leitsymptom einer Erkrankung

Kolostrum

Unmittelbar nach der Geburt von der Milchdrüse abgegebenes Sekret.
Es weist einen hohen Gehalt an Eiweiß (Immunglobuline), verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Leukozyten auf.

kommensale Keime

Bakterien, die in „Eintracht" mit dem Wirtsorganismus leben und diesen nicht schädigen. Diese sind jedoch für diesen im Gegensatz zu Symbionten nicht lebensnotwendig.

kompetitiv

Abgeleitet von competeo = etwas gemeinsam oder zugleich anstreben.

Kompetitive Hemmung

Biochemischer Vorgang, bei dem ein Agonist und ein Antagonist um die Besetzung eines Rezeptors konkurrieren. Dabei hat der Antagonist keine biochemische Wirkung.

Kortikosteroide

Sammelbegriff für Steroidhormone der Nebennierenrinde (NNR) mit 21 C-Atomen. Sie sind von den Gluko- und Mineralokortikoiden abzugrenzen.

Kovalente Bindung

Chemische Bindung (Atombindung), die durch die elektrostatische Anziehung zwischen zwei Atomen entsteht und für den festen Zusammenhalt von Atomen in chemischen Stoffen verantwortlich ist.

Latenzperiode

(v. lat.: latens = verborgen) Zeit eines Entwicklungsstadiums ; Zeitraum zwischen einer Aktion und dem Eintreten einer Reaktion

maternal

Mütterlich, zur Mutter gehörend

meningeal

Zur Hirnhaut gehörend

MHK

Minimale Hemmstoffkonzentration

Niedrigste Konzentration eines Antiinfektivums, bei der unter in-vitro Bedingungen die Zellteilung in einer festgesetzten Zeitspanne verhindert wird.

MIC

Minimum Inhibitory Concentration (= MHK, s. dort)

Mischinfektion

Zeitgleiche Infektion mit mehreren Erregern.

mukös

schleimig

Mukolytika

schleimlösende Medikamente

Natürliche Resistenz

„Angeborene" Resistenz von Bakterien. Sie umfasst in der Regel alle Spezies einer Gattung

neonatal

neugeboren

Opportunistische Erreger

Mikroorganismen, die nur nach Einschränkung oder Zusammenbruch der Wirtsabwehr eine Erkrankung hervorrufen können.

Osteomyelitis

Entzündung des Knochenmarks

PAE

Post-Antibiotic Effect

Der Zeitraum, in dem Bakterien auf Grund einer vorangegangenen Antibiotikabehandlung in definierter Konzentration ihr Wachstum auch dann noch nicht wieder aufnehmen können, nachdem das Antibiotikum entfernt wurde.

PA SME

Post-Antibiotic Sub-MIC Effect

Der Zeitraum, in dem das Bakterienwachstum auch bei einem Absinken der Konzentration des Antibiotikums unterhalb des MIC-Wertes eine Wachstumshemmung zeigen.

pathogen

krankmachend
Eigenschaft, eine Krankheit hervorzurufen

pathologisch

krankhaft
Gegenteil zu physiologisch

Penetration

Eindringen oder Anreichern eines Stoffes in einem anderen oder in ein Körperkompartiment.

Penicillinasen

Bei der Penicillinase handelt es sich um ein von verschiedenen Bakterien produziertes Enzym, welches in der Lage ist, Penicillin unschädlich zu machen. Die Penicillinase spaltet dabei den β-Lactam-Ring des Penicillins und macht das Antibiotikum so unschädlich. Es ist möglich, halbsynthetische Penicilline herzustellen, die gegen die Penicillinase resistent sind.

perakut

sehr akut , heftig

peribronchiolär

In der Umgebung der Bronchien

Perkussion

Beklopfen der Körperoberfläche in bestimmten Körperregionen mit dem Ziel, bestimmte Rückschlüsse auf Lage, Ausdehnung und Beschaffenheit von darunterliegenden Organen oder Geweben ziehen zu können.

perinatal

Mit der Geburt unmittelbar zeitlich und sachlich im Zusammenhang stehend.

Persistenz

Fortbestehen, Bestehenbleiben
Charakteristische Merkmale durchschnittlich empfindlicher Keime, sich durch bestimmte Eigenschaften der für sie schädlichen Wirkung der Desinfektion zu entziehen.

petichiale Blutungen

Punkförmige Blutungen

Pharmakodynamik

Die Pharmakodynamik befasst sich mit der Wirkung von Arzneistoffen auf den Organismus. Sie gibt Auskunft über den Angriffsort, die Wirkungsweise und das Wirkungsspektrum von Arzneimitteln. Gleichzeitig erfasst sie aber auch Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen.

Pharmakokinetik

Teilgebiet der Pharmakologie, der sich mit dem Einfluss des Organismus auf Arzneimittel (Resorption, Verteilung, Metabolisierung und Ausscheidung) befasst.

Plasmide

Plasmide sind extrachromosomal organisierte, unterschiedlich große DNA-Ringe, die sich im Zytoplasma von Mikroorganismen befinden. Sie besitzen eine Vielzahl von Funktionen, u.a. auch die Fähigkeit zur Resistenz. Pro Zelle können 1-2 große oder 10-100 kleinere Plasmide auftreten. Plasmide kopieren sich selbst unabhängig von der Zellteilung und sind nicht wirtsspezifisch.

Pleuropneumonie

Pneumonie mit begleitender Pleuritis (Brustfellentzündung)

Pneumonie

Lungenentzündung; Erkrankung des Lungenparenchyms. Es gibt verschiedene Formen der Pneumonie, die entweder durch ihre Lokalisation oder ihre Ursache klassifiziert werden.

Polyarthritis

Entzündung mehrerer Gelenke

Polyserositis

Entzündung mehrerer seröser Häute

Porine

Porenbildende Proteine, die von bestimmten Bakterien- und Pilzarten gebildet werden. Sie lösen in der Membran von anderen Zellen durch Zusammenlagerung zu Oligomeren Porenbildung aus.

postpartal

Nach der Geburt

präpartal

Vor der Geburt

Resistenz

Unempfindlichkeit
Bezogen auf Mikroorganismen, bedeutet R. die Eigenschaft gegen eine am Infektionsort erreichbare Konzentration der Antiinfektiva unempfindlich zu sein und ungestört ihren Stoffwechsel fortzusetzen. Eine Resistenz kann primär oder sekundär (erworben) sein.

Respirationstrakt

Atmungssystem

Ribosom

Protein-RNA-Komplexe, die im Cytoplasma der Zellen vorkommen. Ihre Aufgabe ist es, aus der Sequenzinformation der DNA - vermittelt durch mRNA - Proteine herzustellen. Der Prozess der Umwandlung der in der mRNA gespeicherten Information in eine Abfolge von verknüpften Aminosäuren (Proteinen) wird als Translation (lat. für Übersetzung) bezeichnet. Die Translation der mRNA am Ribosom ist ein zentraler Bestandteil der Proteinbiosynthese.

Rückstände

Stoffe mit pharmakologischer Wirkung oder deren Umwandlungsprodukte nach Applikation im Gewebe bei landwirtschaftlichen Nutztieren.

Sekundärinfektion

Zweitinfektion
Zusätzliche Ansteckung eines bereits infizierten Organismus mit einem anderen Erreger. Dabei siedeln sich die Sekundärerreger in den durch Primärinfektion vorgeschädigten Organen und Geweben an.

Septikämie

Blutvergiftung
Schwere Allgemeinerkrankung durch konstante oder periodische Anwesenheit von Mikroorganismen (Bakterien, Toxine, Viren) im Blut. Häufig ausgehend von einem Sepsis-Herd. Unbehandelt führt sie in der Regel zum Exitus.
Mögliche Symptome: Fieber, Tachykardie, Leukozytose mit Linksverschiebung, erhöhte Blutsenkungsreaktion und Gerinnungsstörungen.
Pathologisch-anatomische Anzeichen: Gewebeblutungen, Schwellung von Milz, Lymphknoten, Leber, Niere und Herz.

Sklera

Lederhaut (auch "weiße Augenhaut" genannt) des Auges. Sie umschließt den Augapfel fast vollständig. und schützt das Auge. Zusammen mit der Cornea (Hornhaut) gehört sie zur äußeren Augenhaut.

ß-Lactam-Antibiotika

Antibiotika-Gruppe mit einem Beta-Lactamring wie Benzyl-Penicilline, Cephalosporine.

ß-Lactamasen

Enzyme, die bei fast allen Bakterien oder Pilzen gefunden werden und die Wirkung der ß-Laktam-Antibiotika inaktivieren können.

subakut

Klinisch kaum oder gar nicht wahrnehmbarer Krankheitsverlauf, weniger heftig als akut (s. dort).

Superinfektionen

Bei noch bestehender Primärinfektion und unvollständiger Immunität neuerliche Infektion mit dem gleichen Erreger.

Therapeutische Breite

Konzentrationsspanne von der erforderlichen therapeutischen Dosis bis zum Auftreten unerwünschter Wirkungen auf lebenswichtige Körperfunktionen, Organe und Sekretionssysteme. Sie ist definiert als der Quotient LD50/ED50. Je größer die therapeutische Breite eines Arzneimittels ist, desto sicherer ist dieses.

Toxämie

Ansammlung von Giftstoffen im Blut über die Toleranzgrenze hinaus;
Giftwirkung verschiedenartiger Substanzen für den Makroorganismus. Die Toxizität wird durch die Bestimmung der toxischen Dosen festgelegt.

Trachea

Luftröhre

Tracheitis

Entzündung der Trachea (Luftröhre).

Transposon

Mobile DNA-Sequenzen von Mikroorganismen, die die Fähigkeit besitzen, ein DNA-Molekül (Donor) auf einen anderen Mikroorganismus (Rezipienten) zu übertragen. Sie brauchen für ihre Replikation funktionelle Hilfen in Form von Plasmiden oder Chromosomen.

Umwidmung

Als Umwidmung wird die Anwendung eines Arzneimittels bei einem anderen Anwendungsgebiet oder einer anderen Tierart als nach der Zulassung bestimmt bezeichnet.

Zelluläre Immunabwehr

Von den T-Lymphozyten abhängige spezifische Immunität gegen virale, bakterielle und parasitäre Antigene sowie gegen körperfremdes Gewebe.

Zervix (Cervix) uteri

Uterushals

Dickwandiger, muskulärer und an elastischen Fasern reicher Abschnitt des Uterus.

Zwitterion

Molekül, das eine positive und eine negative Ladung besitzt.

zyanotisch

durch Sauerstoffmangel hervorgerufene rot-blaue Verfärbung

Zytotoxizität

Gesamtheit der toxischen Einflüsse auf Zellen.