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Aktuelle Meldungen zur Blauzungenkrankheit

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28.05.2019

Deutschland erzielt Abkommen mit Spanien zum Kälberhandel aus Restriktionsgebieten

Ebenso wie mit den Niederlanden und Italien hat sich Deutschland nun auch mit Spanien auf Kriterien zum Handel mit Rindern aus Blauzungen-Restriktionsgebieten geeinigt. Wie dasBundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitteilte, tritt das entsprechende Abkommen am 03. Juni 2019 in Kraft und regelt den Handel mit unter 70 Tage alten Kälbern. Es wurde vereinbart, dass fortan Kälber auch ohne vorherige PCR-Untersuchung nach Spanien verbracht werden können, sofern das Muttertier aus einem geimpften Bestand kommt und vor der Belegung geimpft wurde. Wurde die Impfung der Mutterkuh erst während der Trächtigkeit durchgeführt, muss das Kalb innerhalb von sieben Tagen vor dem Export nach Spanien mittels PCR auf das Blauzungenvirus getestet werden. Stammt das Kalb von einer ungeimpften Kuh ab, muss das Kalb mindestens 14 Tage vor dem Handel mittels PCR negativ getestet werden. Außerdem muss das Kalb von der Untersuchung bis zur Verbringung zusätzlich durch ein Insektizid gegen Neuinfektionen geschützt werden.
BMEL


17.05.2019

Bayern stellt kurzfristig große Mengen an Impfstoff gegen Blauzungenkrankheit bereit

Zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit hat das Land Bayern mehrere zehntausend Impfstoffdosen (BTV-8-Impfstoff) zum kurzfristigen Einsatz zur Verfügung gestellt. Ab Juni können zudem bayerische Tierärzte mehr als eine Million weitere Impfdosen beziehen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber erklärte dazu: „Die Staatsregierung lässt die Landwirte nicht allein. Der Schutz vor der Blauzungenkrankheit hat große Bedeutung. Ziel ist es, den Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Bayern zu verhindern. Im Zentrum steht hierbei die Impfung der Tiere. Der Freistaat gibt mit den Sofortmaßnahmen Rückenwind dafür, die Impfrate für ganz Bayern deutlich zu steigern. Wir setzen auf die Mitverantwortung der Tierhalter, ihre Bestände mit den vorgesehenen Maßnahmen bestmöglich zu schützen." Nach einer aktualisierten Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurden die von den Ländern für Ende Juni vorgesehenen Verbringungsregelungen auf den 18. Mai gelegt. Demnach dürfen ab dem Zeitpunkt nur noch Kälber aus Restriktionszonen innerhalb Deutschlands verbracht werden, wenn sie von Muttertieren stammen, die gegen die Blauzungenkrankheit geimpft sind. „Jetzt gilt es, schnell und wirksam Lösungen für die Tierhalter zu finden. Gefordert ist dabei vor allem auch der Bund: Er muss unter anderem nach Möglichkeiten suchen, wie die Landwirte Kälber nicht geimpfter Muttertiere vermarkten können, beispielsweise auch in andere Mitgliedstaaten. Der Schutz vor der Tierseuche muss mit den Belangen der Landwirte in Einklang gebracht werden“, so Minister Glauber weiter. Seit dem größeren Ausbruch der Blauzungenkrankheit zwischen 2006 und 2009 wissen Experten, dass es einer Impfabdeckung von über 80 Prozent bedarf, um die Ausbreitung des Virus grundsätzlich zu verhindern.
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz


09.05.2019

Transportregeln wegen Blauzungenkrankheit werden verschärft

Bund und Länder haben sich auf eine Verschärfung der Regeln zum Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und Gatterwild aus Baden-Württemberg in Gebiete, die frei vom Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) sind, geeinigt. Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mitteilt, laufen die bisherigen Sonderregelungen am 17. Mai 2019 aus. Ab dem 18. Mai 2019 dürfen dann nur noch Tiere mit einem wirksamen Impfschutz oder einem Antikörpernachweis in BTV-8-freie Regionen anderer Bundesländer verbracht werden. Kälber dürfen weiterhin mit einer Tierhaltererklärung verbracht werden, sofern die Muttertiere geimpft wurden. Wurden die Muttertiere nicht bereits vor Beginn der Trächtigkeit geimpft, muss zusätzlich eine Blutproben entnommen und im Labor auf BTV untersucht werden. Der Handel von Tieren ohne Impfschutz oder Antikörpernachweis ist dagegen innerhalb von Deutschland in BTV-8-freie Regionen nicht mehr möglich. Dies gilt auch für Kälber von nicht geimpften Muttertieren.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


03.05.2019

Eintragsrisiko von Tierseuchen weiter hoch

Die Schweizer Landwirte sind zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber Tierseuchen aufgerufen. Nach wie vor ist das Einschleppungsrisiko für die Afrikanische Schweinepest (ASP) in die Schweiz hoch. Das geht aus dem Radar Bulletin April 2019 des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hervor. Denn das ASP-Virus ist in der Umwelt extrem widerstandsfähig und somit lange überlebensfähig. Vor allem in Blut, Fleischprodukten und Kadavern infizierter Haus- und Wildschweine kann das Virus lange überleben. Deshalb geht die größte Gefahr auch von der Einfuhr und Entsorgung bzw. Verfütterung von kontaminierten Schweine- oder Wildschweinefleischprodukten aus. Schweinehalter müssen daher unbedingt die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Dazu gehört, dass keine Speiseabfälle an Schweine verfüttert werden und es auf den Betrieben Zutrittskontrollen, Hygieneschleusen und sichere Umzäunungen gibt. Weiterhin rechnet das BLV mit steigenden Blauzungenfällen, da mit steigenden Temperaturen auch die übertragenden Gnitzen wieder aktiv werden. Das Blauzungenvirus vom Serotyp 8 (BTV8) gilt in der Schweiz als endemisch.
BLV Radar Bulletin
Interview zur Blauzungenkrankheit mit Dr. Iris Fuchs


02.05.2019

FLI aktualisiert Risikobewertung zur Blauzungenkrankheit

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat die Risikobewertung zur saisonalen Übertragung der Blauzungenkrankheit und deren Verschleppung aus betroffenen Gebieten aktualisiert. Die Erkrankung mit einem Virus vom Serotyp 8 tritt seit Ende 2018 im Südwesten Deutschlands wieder auf, nachdem Deutschland mehrere Jahre frei von dem Virus war. Das FLI bewertet das Risiko, dass das Virus von den Gnitzen auf die empfänglichen Tiere übertragen wird, aktuell als hoch ein. Dies gilt jeweils für die vektoraktive Zeit, die von Mai bis Oktober gilt. Innerhalb Deutschlands kann das Risiko dabei variieren. Grundsätzlich kann das Virus auch durch das Verbringen infizierter Tiere in bisher nicht betroffene Gebiete eingetragen werden. Allerdings verweist das FLI darauf, dass für die Weiterverbreitung dann aktive Vektoren vorhanden sein müssen. Zur Risikominimierung hat die EU Verbringungsregeln erlassen. Werden die entsprechenden Regeln eingehalten, wird das Risiko für das Verbringen als vernachlässigbar eingeschätzt. Zudem hat das FLI eine Risikoeinschätzung für die nationalen Regelungen durchgeführt. Das Verbringen zur Schlachtung und das Verbringen von Tieren mit ausreichendem Impfschutz sowohl in der vektorarmen als auch in der vektoraktiven Zeit wird als vernachlässigbar eingeschätzt. Für das Verbringen infizierter Kälber in freie Gebiete wird das Risiko sowohl in der vektorfreien als auch in der vektoraktiven Zeit als gering eingeschätzt. Dafür werden zwei Gründe angeführt. In den letzten Monaten wurden vermehrt virämische Kälber geboren, was eine unerkannte Verschleppung des Erregers möglich macht. Die dafür verantwortliche intrauterine Infektion kann aufgrund der neunmonatigen Trächtigkeitsdauer praktisch ganzjährig zur Geburt virämischer Kälber führen.
FLI


26.04.2019

Kälber dürfen trotz Blauzungenkrankheit in die Niederlande exportiert werden

Durch das Auftreten den anzeigepflichtigen Blauzungenkrankheit in Deutschland ist der Handel mit lebenden Wiederkäuern aus Restriktionsgebieten erschwert. Dies wirkt sich auch auf den Verkauf von Kälbern in die Niederlande aus, wo viele in Deutschland unerwünschte Bullenkälber gemästet werden. Ein neues Abkommen sorgt jetzt jedoch wieder für einen reibungslosen Grenzübertritt von unter 90 Tage alten Kälbern trotz aktuell weiter grassierender Tierseuche. Dafür müssen die Kälber, die exportiert werden sollen, auf das Virus getestet worden und mit einem äußerlich anzuwendenden Vektorschutz behandelt worden sein. Mehr über die Blauzungenkrankheit und den aktuellen Stand finden Sie im gleichnamigen Fokusthema und in unserem Interview mit Dr. Iris Fuchs, der Leiterin des Fachbereiches Veterinärwesen und Verbraucherschutz am Landratsamt Bayreuth und Vizepräsidentin der Bundestierärztekammer und Bayerischen Landestierärztekammer.
topagrar.de
Interview mit Dr. Iris Fuchs


09.04.2019

Mehr als 50 Fälle der Blauzungenkrankheit

In Deutschland sind seit Dezember mehr als 50 Fälle der Blauzungenkrankheit bei Rindern nachgewiesen worden, wie aus dem aktuellen Radar Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Neben Baden-Württemberg waren auch Rheinland-Pfalz mit fünf und das Saarland mit drei Fällen betroffen. Zudem ist Ende März die Blauzungenkrankheit auch in Belgien nachgewiesen worden. Dort wurde wie auch in das Deutschland das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) festgestellt. Das FLI verweist darauf, dass momentan in Nordeuropa vermutlich kein Virus zirkuliert, da die als Überträger dienenden Gnitzen bisher nicht aktiv sind. Das FLI berichtet zudem von Auffälligkeiten aus Frankreich. Dort werden seit Mitte Dezember Kälber gemeldet, die innerhalb wenigerTage erblinden, sterben oder lebensschwach geboren wurden. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist seit Januar noch stark angestiegen. Untersuchungen von mehr als 400 Blutproben konnten das Schmallenbergvirus ausschließen. In 94 Prozent der untersuchten Proben konnte dagegen mittels PCR BTV-8 nachgewiesen werden.
Radar Bulletin 03 / 2019


03.04.2019

Befristung für die Verbringungsregelungen in Hinblick auf die Blauzungenkrankheit wird verlängert

Das Hessische Umweltministerium (HMUKLV) hat mitgeteilt, dass die Befristung für die erleichterten Verbringungsregelungen in Hinblick auf die Blauzungenkrankheit bis zum 30. April 2019 verlängert wird. Nach Ostern wird dann das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Risikobewertung aktualisieren, wie die Landestierärztekammer Hessen berichtet. In dieser ist dann die Beurteilung des Risikos der Verschleppung des Blauzungenviirus vom Serotyp 8 (BTV8) unter besonderer Berücksichtigung des Gnitzenaufkommens und intrauteriner BTV8-Infektionen enthalten. Wie das HMUKLV mitteilte, werden zukünftige Regelungen von dieser Risikobewertung abhängen. Für Kälber, die aus Hessen über eine Sammelstelle in Niedersachsen in die Niederlande verbracht werden sollen, müssen auf der Sammelstelle die im Memorandum geforderten Gesundheitsbescheinigungen ausgestellt werden. Die Kälber müssen dafür von der vollständig ausgefüllten Tierhaltererklärung begleitet werden. Andernfalls ist ein Verbringen in die Niederlande über eine Sammelstelle in Niedersachsen nicht möglich. Die Untersuchungen auf BTV8 sind seit dem 01. April 2019 für den Landwirt wieder kostenpflichtig. Kostenfrei für den Einsender sind weiterhin Untersuchungen im Falle des Verdachts auf Blauzungenkrankheit sowie die Monitoring-Untersuchungen.
Landestierärztekammer Hessen


29.03.2019

Blauzungenkrankheit in Belgien

In Belgien ist erstmals seit 2008 wieder die Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Der erste Fall wurde bereits Mitte Februar in der Provinz Luxemburg in einem Rinder haltenden Betrieb nachgewiesen. Im März wurde das Virus dann in drei weiteren Rinder haltenden Betrieben ebenfalls in der Provinz Luxemburg festgestellt. In allen Fällen wurde das Virus Serotyp 8 (BTV-8) diagnostiziert. Dieser Serotyp ist aktuell auch für die Fälle in diesem Jahr in Süddeutschland verantwortlich.
OIE


26.03.2019

Australien lässt Schnelltest für Blauzungenvirus zu

In Australien ist ein neuer Schnelltest für Infektionen mit dem Blauzungenvirus bei Wiederkäuern zugelassen worden. Mit Hilfe des Tests können Infektionen festgestellt und Virenstämme bestimmt werden und das alles in nur wenigen Stunden. Bislang waren nur PCR-Tests zugelassen, die mehrere Wochen für das Ergebnis benötigten und hohe Kosten pro Tier verursachten. Landwirtschaftsminister David Littleproud nannte den Test einen großen Vorteil für die Industrie und die Landwirte sowie für den internationalen Marktzugang. Darüber hinaus werde der Test auch das Monitoring der Tierseuche in Australien verbessern. Bisher wurden in Australien nur im Norden und in Teilen Ostaustraliens Stämme des Blauzungenvirus nachgewiesen, darunter jedoch kein pathogener Stamm.
Agrarheute.com


15.03.2019

Keine Entwarnung bei Blauzungenkrankheit

Hinsichtlich der Blauzungenkrankheit in Deutschland kann es aktuell keine Entwarnung geben, wie das aus dem aktuellen Radar Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Bis Mitte Februar wurden an das FLI 49 Fälle der Erkrankung gemeldet. Im März wurden mittlerweile drei Fälle gemeldet. Zwei dieser Fälle lagen im Saarland im Landkreis Neunkirchen sowie im Saar-Pfalz-Kreis. Weiterhin wurde die überwiegende Zahl aller Fälle in Baden-Württemberg nachgewiesen. Daneben wurden auch Fälle in Rheinland-Pfalz diagnostiziert. Bei allen in Deutschland nachgewiesenen Fällen handelt es sich um das Virus vom Serotyp 8. Das FLI empfiehlt weiterhin die Impfung empfänglicher Tiere gegen die Blauzungenkrankheit. Allerdings ist eine Impfabdeckung von mindestens 80 Prozent notwendig, um eine flächendeckende Ausbreitung des Virus zu verhindern. Dies sei mit einer freiwilligen Impfkampagne nicht zu erreichen.
Radar Bulletin 02 / 2019
TSIS - TierSeuchenInformationsSystem


28.02.2019

Blauzungenkrankheit: Landkreis Gießen informiert über Einschränkungen

Im Landkreis Gießen ist die Blauzungenkrankheit zwar noch nicht ausgebrochen, trotzdem ist die gesamte Region zum Sperrbezirk erklärt worden. Welche Einschränkungen sich daraus für die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen ergeben, hat der Landkreis Gießen auf seiner Internetseite aufgeführt. So dürfen Rinder in der Übergangszeit bis zum 31. März 2019 noch aus dem Sperrgebiet herausgebracht werden, ohne dass diese gegen das verursachende Bluetongue-Virus (Blauzungen-Virus, BTV) geimpft sind. Das ist aber nur innerhalb Deutschlands und unter Erfüllung bestimmter Auflagen möglich. Nach dieser Übergangsfrist dürfen nur noch nachweislich geimpfte Tiere herausgebracht werden. Die ständige Impfkommission Veterinär (StiKo Vet) empfiehlt die Impfung von Schafen, Ziegen und Rindern gegen die Serotypen BTV-4 und BTV-8. Durch die Impfung werden die Tiere sicher geschützt, ohne Nebenwirkungen. Transport und Handel von Rindern, Schafen und Ziegen, aber auch der Handel mit Sperma, Eizellen und Embryonen von Tieren, sind mindestens für zwei Jahre eingeschränkt. Inzwischen gehören Baden-Württemberg, das Saarland, Rheinland-Pfalz, einzelne an Baden-Württemberg angrenzende Landkreise Bayerns sowie weite Teile von Hessen und Nordrhein-Westfalen zum Sperrgebiet.
Landkreis Gießen


25.02.2019

Restriktionszone wegen Blauzungenkrankheit in Bayern ausgeweitet

Nachdem in Baden-Württemberg ein weiterer Landkreis von der Blauzungenkrankheit betroffen ist, wurde die Restriktionszone erweitert. Diese umfasst 150 Kilometer, und es wurden weitere Landkreise in Bayern in diese Zone aufgenommen, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitteilte. Der letzte Fall in Baden-Württemberg mit Auswirkungen auf Bayern wurde im Rems-Murr-Kreis nachgewiesen. Waren zuvor durch den Ausbruch der Blauzungenkrankheit im Landkreis Calw (BaWü) Landkreise und Städte in drei Regierungsbezirken in Bayern umfasst, sind nun mit Ausnahme von Niederbayern Gebiete in allen bayerischen Regierungsbezirken von Restriktionsmaßnahmen umfasst. Die genaue Abgrenzung der Restriktionszonen erfolgt durch die Kreisverwaltungsbehörden mittels Allgemeinverfügungen. Beim Handel mit Tieren aus der Restriktionszone gelten bestimmte unionsrechtliche Bestimmungen: Das Verbringen von Wiederkäuern in Mitgliedstaaten und Gebiete, die offiziell als frei von Blauzungenkrankheit anerkannt sind, ist zum Beispiel bei bestehendem Impfschutz gegen die Blauzungenkrankheit möglich.
LGL Bayern


08.02.2019

Bundesverband Rind und Schwein empfiehlt Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) empfiehlt den Haltern von Rindern die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit. Der Verband folgt damit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut. Die Empfehlung bezieht sich auf den seit Dezember vergangenen Jahres in Deutschland aktiven Erreger vom Serotyp 8 (BTV-8) sowie den Erreger vom Serotyp 4 (BTV-4). Der BRS schließt sich dieser Auffassung an und verweist darauf, dass bei einer entsprechenden Impfdecke sogar die Tilgung des Erregers im Rahmen des Möglichen ist. Der BRS verweist zudem darauf, dass die Impfung die Tierhalter vor wirtschaftlichen Einbußen schützen kann.
BRS


04.02.2019

Hinweise zum Impfen gegen die Blauzungenkrankheit

Erfreulicherweise haben die Impfaktivitäten gegen die Blauzungenkrankheit (BTV) in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. In diesem Zusammenhang berichtet Baden-Württemberg, dass im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung leider auch immer mehr BTV-Nachweise festgestellt werden, denen nachweislich oder vermutet Kontaminationen der Blutproben mit Impfstoff zugrunde liegen. Problematisch seien insbesondere Konstellationen, bei denen zunächst BTV-Impfungen im Bestand und anschließend Blutprobenentnahmen bei zu verbringenden Tieren durchgeführt werden. Eine Verschleppung des Impfstoffes über den Hautkontakt mit Impfstoffresten und damit des Impfvirus in die Blutproben sei aber auch durch Verbringungstiere, in der Regel Kälber, möglich, die nicht selbst geimpft wurden. Der Nachweis von BTV mittels PCR ist ein hochsensitives Verfahren, das auch kleinste Spuren des Blauzungenvirus feststellen kann. Impfvirus kann dabei nicht von Feldvirus unterschieden werden. Um falsch positive Nachweise zu vermeiden,sollten Impfung und Probenahme nach Möglichkeit nicht am selben Tag durchgeführt werden. Zudem ist immer zuerst die Probenahme und dann erst die Impfung vorzunehmen. Bei der Impfung sollten Handschuhe getragen werden und es ist auf die Einhaltung der Hygienevorschriften zu achten. Im Falle von positiven/reaktiven BTV-Befunden in Beständen, in denen am selben Tag geimpft worden ist, sollte das zuständige Veterinäramt sowie das Untersuchungsamt informiert werden. Die Abklärung von BTV-Nachweisen, die auf eine Kontamination der Blutproben mit Impfstoff hindeuten, erfolgt mittels Nachproben der betroffenen Tiere im Abstand von etwa sieben Tagen nach der ersten Probenahme. Darauf weist die Landestierärztekasse Hessen in seinem Newsletter hin.


31.01.2019

Mitllerweile 37 Fälle der Blauzungenkrankheit in Deutschland

Bis zum 30. Januar sind in Deutschland seit dem ersten Auftreten im Dezember 2018 insgesamt 37 Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Wie aus dem TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts hervorgeht, handelt es sich dabei ausnahmslos um Nachweise des Virus vom Serotyp 8 (BTV-8). Nur ein Fall wurde im Dezember 2018 nachgewiesen werden. Alle anderen Fälle traten im Januar 2019 auf. Betroffen sind weiterhin die Bundesländer Baden-Württemberg mit 30, Rheinland-Pfalz mit sechs und das Saarland mit einem Fall. Bisher wurde das Virus ausnahmslos bei Rindern nachgewiesen.
TSIS


30.01.2019

StIKo Vet empfiehlt Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) weist in einer aktualisierten Stellungnahme zur Blauzungenkrankheit auf die anhaltende Notwendigkeit hin, Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. Anlass für die Aktualisierung war der Ausbruch der Blauzungenkrankheit Ende vergangenen Jahres in Baden-Württemberg. Hier wurde der Serotyp BTV-8 nachgewiesen. Mittlerweile sind neben Baden-Württemberg auch Rheinland-Pfalz und das Saarland betroffen. Die Durchführung der Impfung gilt dabei nicht nur dem Schutz noch nicht betroffener Bestände. Die Impfung hilft auch, Handelserschwernisse zu vermeiden. Denn innerhalb des Restriktionsgebietes, das jeweils im Umkreis von 150 Kilometer um den Ausbruchsort eingerichtet werden muss, sind Tierbewegungen nureingeschränkt möglich. Tiere dürfen die Restriktionszonen nur verlassen, wenn sie gegen den in der Region vorkommenden Serotyp geimpft sind. Die StiKo Vet hatte bereits im Jahr 2016 die flächendeckende Impfung in Deutschland gegen die Blauzungenkrankheit empfohlen. In Baden-Württemberg wurde daraufhin ein freiwilliges Impfprogramm aufgelegt, bei dem die Landwirte finanziell vom Land unterstützt wurden. So konnte erreicht werden, dass dort ein Viertel der Rinder und rund ein Achtel der Schafe gegen BTV-8 geimpft wurden. Die StIko Vet geht davon aus, dass es mittelfristig auch zum Eintrag von BTV-4 nach Deutschland kommt. Deshalb sollte die Impfung gegen die Serotypen 4 und 8 erfolgen. Dies ist allerdings nicht ganz einfach, da die verfügbaren Impfstoffe bereits weitestgehend vergriffen sind.
StIKo Vet


28.01.2019

Rheinland-pfälzische Nutztierärzte fordern Pflichtimpfung gegen Blauzungenkrankheit

40 rheinland-pfälzische Nutztierärzte haben gefordert, eine verpflichtende, flächendeckende Impfung aller für das Virus der Blauzungenkrankheit empfänglichen Nutztierbestände einzuführen. Darauf haben sich die Tierärzte anlässlich einer tierärztlichen Versammlung zum weiteren Vorgehen bezgl. der Erkrankung geeinigt, wie die Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz mitteilt. Aus fachlicher Sicht wird eine Tierseuchenbekämpfung in der jetzigen Form mit mangelnder Beihilfe der Landesregierung und der Tierseuchenkasse bei der Seuchenbekämpfung von der Nutztierärzteschaft nicht befürwortet und kann auch im Hinblick auf die noch drohenden Tierseuchen so nicht mitgetragen werden. Die Forderung wird u.a. damit begründet, dass laut Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) die Bekämpfung nur mittels flächendeckender Impfung funktioniere. Dabei wird auf die letzte entsprechend erfolgreiche Bekämpfung vor rund zehn Jahren verwiesen, die zu einer Freiheit der Bestände bis Ende 2018 geführt habe. Außerdem liegen aktuell sowohl die Verantwortung für die Impfung als auch die wirtschaftlichen Schäden alleine beim Landwirt. Und es wird auf die möglichen Handelshemmnisse hingewiesen, die entstehen können, wenn der Erreger nicht vollständig getilgt werden kann.
Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz


23.01.2019

Restriktionsgebiet zur Blauzungenkrankheit ausgeweitet

Nachdem in Rheinland-Pfalz weitere Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden sind, musste in Hessen das Restriktionsgebiet erweitert werden, wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilte. Demnach umfasst dieses Gebiet mittlerweile mehr als die Hälfte der Flächedes Bundeslandes Hessen. Das Restriktionsgebiet wird in einem Umkreis von 150 Kilometern um jeden Ausbruch der Erkrankung eingerichtet. Nach dem Tierseucheninformationssystem TSIS, das vom Friedrich-Loeffler-Institut betrieben wird, wurden am 18. Januar 2019 vier neue Fälle der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Bad Kreuznach, Kaiserslautern und Südpfalz. Seit dem 12. Dezember 2018 wurden inzwischen mehr als 30 Fälle der von Stechmücken übertragenen Viruskrankheit in Deutschland nachgewiesen. Mit 24 Nachweisen lag der Schwerpunkt bisher in Baden-Württemberg. In Rheinland-Pfalz gibt es bisher sechs und im Saarland einen Fall.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
TSIS


17.01.2019

Blauzungenkrankheit auch im Saarland

Nachdem die Blauzungenkrankheit auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz nachgewiesen wurde, musste auch das Sperrgebiet mit einem Radius von 150 Kilometern um jeden Ausbruchsbetrieb erweitert werden. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Tierseucheninformationssystem TSIS mitteilt, ist die Krankheit im Saarland am 14. Januar im Saar-Pfalz-Kreis nachgewiesen worden. Bis zum 16.01. wurden in Deutschland 19 Nachweise der Blauzungenkrankheit geführt. 16 erfolgten in Baden-Württemberg, zwei in Rheinland-Pfalz und einer im Saarland. In allen Fällen wurde das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen. Wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilt, haben diese neuen Nachweise auch Auswirkungen auf die Restriktionszone, die erweitert werden musste. Damit weitet sich das bereits bestehende Sperrgebiet auch auf die hessischen Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Offenbach sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden aus. Die vier südhessischen Landkreise Bergstraße, Odenwaldkreis, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie die Stadt Darmstadt lagen bereits, in Folge des am 12. Dezember 2018 in einem Rinderbetrieb im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg festgestellten Ausbruchs der Blauzungenkrankheit, im eingerichteten Sperrgebiet.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
TSIS


15.01.2019

Blauzungenkrankheit mittlerweile in 14 baden-württembergischen Betrieben

Die Blauzungenkrankheit ist mittlerweile in 14 baden-württembergischen Betrieben nachgewiesen, wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) mitteilt. Betroffen sind Rinderhaltungen in den Landkreisen Rastatt, Breisgau-Hochschwarzwald, Freiburg Stadt und Lörrach. In den Ausbruchbetrieben werden alle Rinder auf Blauzungenkrankheit untersucht und die Tiere geimpft. In allen Fällen wurde das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen. Dabei zeigten die Tiere in den Betrieben allerdings keine Krankheitsanzeichen. Die Nachweise erfolgten im Rahmen von Monitoringprogrammen bzw. von Untersuchungen, die durchgeführt wurden, falls die Tiere die Restriktionszone verlassen sollten.
MLR Baden-Württemberg


14.01.2019

Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz nachgewiesen

Die Blauzungenkrankheit wurde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pflaz nachgewiesen, wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) mitteilt. Betroffen ist ein Rinderbestand, in dem ein Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen wurde, wie das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte. Das BTV-8 war erst im Dezember in Baden- Württemberg nachgewiesen worden. Daraufhin war eine Restriktionszone eingerichtet worden, die ganz Baden-Württemberg und auch Teile von Rheinland-Pfalz umfasste. Der neue Nachweis erfordert jetzt eine Ausweitung dieser Zone, die mindestens zwei Jahre aufrecht erhalten werden muss.
LUA Rheinland-Pfalz


11.01.2019

Landwirte in Baden-Württemberg werden erneut zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aufgefordert

Der Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Peter Hauk, hat Landwirten erneut geraten, ihre Wiederkäuer gegen die Blauzungenkrankheit der Serotypen 4 und 8 impfen zu lassen. „Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Baden-Württemberg weiter aus. Bisher wurde das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) in 14 Rinderhaltungsbetrieben in den Landkreisen Rastatt, Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach festgestellt. Der Schwerpunkt des Geschehens liegt derzeit in Südbaden“, sagte Hauk am Freitag in Stuttgart. Die Ansteckung der Kälber und Rinder wurde bei Blutuntersuchungen der Tiere zum Zweck des Verbringens aus dem Sperrgebiet in freie Bundesländer sowie bei Monitoringuntersuchungen durch das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf – Diagnostikzentrum festgestellt. Die betroffenen Betriebe stehen unter amtlicher Beobachtung. Die Tiere in allen betroffenen Betrieben zeigten keine Erkrankungserscheinungen, die auf Blauzungenkrankheit hinweisen. Dennoch werden nun in den Ausbruchbetrieben alle Rinder auf Blauzungenkrankheit untersucht und die Tiere geimpft. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen und kann sich daher auch während der kalten Jahreszeit im Land weiter ausbreiten. Bei der Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen die Blauzungenkrankheit gebe es bereits Engpässe. „Daher ist es wichtig, die Impfungen zeitnah bei den betreuenden Tierarztpraxen anzumelden. So können diese ihren Impfstoffbedarf bei den Impfstoffherstellern frühzeitig anmelden“, so Hauk. Sind die Impfvorräte aufgebraucht, muss bis zur Lieferung von neu produziertem Impfstoff mit einer Zeitdauer von drei bis vier Monaten gerechnet werden.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


20.12.2018

LUA Rheinland-Pfalz rät zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg rät das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz Tierhaltern dazu, ihre Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Erkrankung impfen zu lassen. In Rheinland-Pfalz ist die Impfung gegen die Serotypen 4 und 8 gestattet. Damit wird durch die Impfung auch ein Schutz gegen das Virus aus Baden-Württemberg, wo der Serotyp 8 nachgewiesen worden war. Einerseits kann man durch die Impfung die eigenen Tiere vor einer Erkrankung schützen. Und andererseits kann man sich damit einen wirtschaftlichen Vorteil verschaffen, denn im eingerichteten Restriktionsgebiet gelten Einschränkungen für Handel und Transport mit Tieren. Nur nachweislich geimpfte Tiere dürfen das Restriktionsgebiet verlassen. Damit Tiere als geimpft gelten, muss die Impfung unter Angabe der Registriernummer im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HI-Tier) dokumentiert werden. Dabei sind das Impfdatum, der verwendete Impfstoff, die eingesetzte Charge sowie die Tierart anzugeben. Schafe und Ziegen werden bestandsbezogen erfasst, Rinder einzeln unter Angabe der individuellen Ohrmarkennummer.
LUA Rheinland-Pfalz


14.12.2018

Ohne Pflichtimpfung ist weiterhin mit Blauzungenkrankheit in Deutschland zu rechnen

Solange in Deutschland die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit nicht verpflichtend eingeführt wird, ist weiterhin mit Neuinfektionen zu rechnen. Dies teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) nach dem Auftreten des aktuellen Falles in Baden-Württemberg mit. Auch wenn in den letzten Jahren in Baden-Württemberg in erheblichem Umfang gegen die Erkrankung geimpft wurde, konnte nur eine Impfabdeckung von rund 25 Prozent erreicht werden. Um flächendeckend die Vermeidung neuer Ausbrüche zu erreichen, ist eine Abdeckung von 80 Prozent notwendig. Unterdessen teilten Hessen und Rheinland-Pfalz mit, dass fünf bzw.zwölf Landkreise im Sperrgebiet liegen. Dieses muss nach dem Ausbruch der Erkrankung eingerichtet werden und einen Radius von mindestens 150 Kilometern um den Ausbruchsherd betragen.
FLI
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz


13.12.2018

Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurde der Ausbruch der Blauzungenkrankheit in einem Rinderbestand in Ottersweiler im Landkreis Rastatt offiziell bestätigt. Nachgewiesen wurde ein Virus vom Serotyp 8 (BTV-8), das auch aktuell in Frankreich und der benachbarten Schweiz aktiv ist. Der betroffene Betrieb besteht unter behördlicher Aufsicht. Zudem wird um das Ausbruchsgebiet ein Restriktionsgebiet mit einem Radius von mindestens 150 Kilometern eingerichtet. Dies bedeutet, dass das gesamte Land Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt wird. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden. Erst danach kann die Bundesrepublik Deutschland sich wieder als frei von Blauzungenkrankheit (bluetongue disease - BT) erklären. Dies hat zur Folge, dass in Baden-Württemberg alle Haltungen von Rindern, Schafen und Ziegen, aber auch von Wildwiederkäuern, den jeweiligen Kreisbehörden gemeldet werden müssen. Innerhalb des Landes sowie in Sperrgebiete in anderen Ländern dürfen Tiere verbracht werden, sofern sie keine Krankheitssymptome aufweisen oder der Bestand nicht wegen der Blauzungenkrankheit gesperrt ist. Minister Peter Hauk stellte heraus, dass es besonders wichtig ist, dass so viele Tiere wie möglich gegen die Blauzungenkrankheit geimpft sind. Die sollte gegen die Serotypen BTV-8 und BTV-4 erfolgen. Hauk sieht dies als einen entscheidenden Bestandteil auf dem Weg zur Tilgung der Seuche an.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


04.12.2018

Impfung gegen Blauzungenkrankheit wird in Baden-Württemberg weiter unterstützt

Auch im kommenden Jahr unterstützten das Land Baden-Württemberg und die Tierseuchenkasse die freiwillige Impfung gegen die Blauzungenkrankheit finanziell. Darauf weist das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hin. Minister Peter Hauck erinnerte daran, dass auch für das kommende Jahr die Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen dringend empfohlen werde. Neben Ausbrüchen in Frankreich und Italien in diesem Jahr ist es seit September 2018 zu mehreren Ausbrüchen in der Westschweiz gekommen. "Das Risiko der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nach Baden-Württemberg ist somit weiterhin hoch. Durch eine Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit können die Tiere wirksam dagegen geschützt und ein Seuchengeschehen mit seinen nachteiligen Auswirkungen auf die Tiergesundheit sowie den Handel mit Tieren und tierischen Erzeugnissen verhindert werden", betonte der Minister. Dabei sollten die Tiere gegen die Viren vom Serotyp 4 und 8 geimpft werden. In diesem Jahr wurden rund 240.000 Rinder, Schafe und Ziegen in Baden-Württemberg geimpft. Die Landwirte sollten die Zahl der zu impfenden Tiere rechtzeitig ihrem bestandsbetreuenden Tierarzt mitteilen. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Impfung mit jeweils 50 Cent pro Rind und 40 Cent pro Schaf bzw. Ziege. Dazu kommt noch die Unterstützung durch die Tierseuchenkasse, die sich mit 50 Cent je Rind und 0,25 Cent pro Schaf beteiligt.
MLR Baden-Württemberg


08.11.2018

Blauzungenkrankheit in der Schweiz

Im Oktober hat die Schweiz 14 Ausbrüche der Blauzungenkrankheit mit einem Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) an die Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet (OIE). Betroffen waren sowohl Rinder als auch Schafe in verschiedenen Kantonen im Nordwesten der Schweiz. Einige Ausbrüche waren dabei sehr nah an der Grenze zu Deutschland lokalisiert. Auch in Frankreich ist das Virus der Blauzungenkrankheit weiterhin aktiv und es besteht die Gefahr, dass das Virus nach Deutschland eingebracht wird.


21.09.2018

Blauzungenkrankheit in der Schweiz

Bereits zu Beginn des Septembers wurde im Kanton Jura in der Schweiz bei drei Rindern die Blauzungenkrankheit festgestellt, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Nachgewiesen wurde ein Virus vom Serotyp 8 (BTV-8), das zuletzt Ende vergangenen Jahres in der Schweiz aufgetreten war. BTV-8 ist auch im benachbarten Frankreich aktiv. Allerdings wurde dort im August nur ein Fall registriert, wie das Friedrich-Loeffler-Institut im aktuellen Radar Bulletin berichtet. Dieser Rückgang der Fälle ist saisonal bedingt und wurde in Frankreich bereits im Jahr 2017 beobachtet.
OIE
FLI


09.07.2018

Im Juni nur ein Fall der Blauzungenkrankheit in Frankreich

Die Situation bei der Blauzungenkrankheit hat sich aktuell entspannt. Im Juni wurde aus Frankreich nur ein Fall der Erkrankung gemeldet, wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im aktuellen Radar-Bulletin mitteilt. Bei dem Fall handelte es sich um den Nachweis einer Infektion mit dem Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8). Aus Italien, wo auch BTV-Restriktionsgebiete bestehen, wurden im Juni keine Fälle gemeldet. Dabei handelt es sich grundsätzlich um eine erwartete saisonale Entwicklung, die auch im Jahr 2017 beobachtet werden konnte. Deshalb wird für die kommenden Monate ein mittleres Risiko für den Eintrag des Virus nach Deutschland angenommen. Allerdings ist weiterhin - besonders beim grenzüberschreitenden Verkehr - erhöhte Aufmerksamkeit angezeigt.
Radar Bulletin Juni 2018