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Aktuelle Meldungen zur Blauzungenkrankheit

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06.06.2018

Saisonaler Rückgang der Blauzungenfälle in Frankreich

Wie im Jahr 2017 wird auch in diesem Jahr ein Rückgang der Fälle der Blauzungenkrankheit in Frankreich beobachtet. Dies teilt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im aktuellen Radar Bulletin mit. Diese seit Januar sinkenden Zahlen veranlassen das FLI dazu, ein mittleres Risiko für einen Eintrag des Virus nach Deutschland anzunehmen. Dies bedeutet aber auch, dass weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit angezeigt ist, die besonders den grenzüberschreitenden Tierverkehr betrifft. Insgesamt ist die Blauzungenkrankheit mit verschiedenen Virustypen neben Frankreich auch in Italien und Griechenland im Mai aktiv gewesen.
Radar Bulletin Mai 2018


01.02.2018

Risiko für Eintrag der Blauzungenkrankheit bleibt hoch

Das Risiko, dass die Blauzungenkrankheit nach Deutschland eingeschleppt wird, bleibt weiter hoch, wie aus dem aktuellen Radar-Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. In Frankreich wurden im vergangenen Jahr alleine mehr als 1.700 Fälle mit dem Virus vom Serotyp 8 nachgewiesen (BTV-8). Aber in Südfrankreich treten seit November 2017 auch Fälle von BTV-4 auf. Zunächst war die Ausrottung der Tierseuche in der betroffenen Region angestrebt worden. Nachdem dies gescheitert ist, wurden zu Jahresbeginn die betroffenen Departements als gemeinsame Restriktionszone für BTV-4 und BTV-8 eingerichtet. Neben Frankreich sind aber auch andere Länder Europas von der Blauzungenkrankheit betroffen. In Italien ist BTV-4 weiterhin aktiv. Ende vergangenen Jahres wurde aus Italien aber auch der erste Fall von BTV-3 in Europa überhaupt gemeldet. Der Nachweis erfolgte auf Sizilien. Auf dem europäischen Festland wurde BTV-3 bisher noch nicht nachgewiesen.
Radar Bulletin des FLI


25.01.2018

Baden-Württemberg rät weiter zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

Das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium rät auch im Jahr 2018 weiter dazu, Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. Minister Peter Hauck (CDU) verwies darauf, dass sich in den letzten Monaten in Frankreich in der Nähe der Grenze zur Schweiz und Deutschland neben den Ausbrüchen mit dem Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) ein weiteres Geschehen mit dem Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) ausgebreitet hat. Neben den BTV-8-Ausbrüchen in Frankreich wurden Ende vergangenen Jahres auch zwei Fälle in der Schweiz nachgewiesen. Deshalb habe die Gefahr der Einschleppung von Blauzungenviren dieser beider Serotypen weiter zugenommen und die Tierhalter sollten ihre Tiere gegen beide Serotypen impfen lassen. Durch die Impfung werden nicht nur die Tiere vor der Erkrankung geschützt. Auch ist ein Transport geimpfter Tiere aus einem Restriktionsgebiet unter erleichterten Bedingungen möglich. Im vergangenen Jahr wurden in Baden-Württemberg rund 550.00 Rinder, Schafe und Ziegen geimpft. Um den Impfschutz aufrecht zu erhalten, müssen die Tiere innerhalb von 12 Monaten nachgeimpft werden. Noch nicht geimpfte Tiere können durch zwei Impfungen im Abstand von drei Wochen grundimmunisiert werden. Die Impfung ist freiwillig und Tierhalterinnen und Tierhalter sollten bis Mitte Februar die Impfung beim betreuenden Tierarzt anmelden. Das Land Baden-Württemberg und die Tierseuchenkasse werden die Impfung im Jahr 2018 finanziell unterstützen. Die Tierseuchenkasse wird je Impfung bei Rinder 50 Cent und bei Schafen 25 Cent erstatten. Das Land Baden-Württemberg wird die Impfung mit jeweils 50 Cent bei Rindern und 40 Cent bei Schafen unterstützen.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


13.12.2017

BTV-4 und BTV-16 zurück in der Türkei

In der Türkei wurden aktuell zwei Serotypen des Virus der Blauzungenkrankheit nachgewiesen, über die zuletzt vor zwei Jahren aus der Türkei Meldungen vorlagen. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, handelt es sich um Viren der Serotypen 4 (BTV-4) und 16 (BTV-16). BTV-4 wurde bei Schafen im Süden des Landes nahe der Grenze zu Syrien nachgewiesen. BTV-16 wurde dagegen im Westen des Landes in der Nähe der Ägäis bei Ziegen nachgewiesen.
OIE


28.11.2017

Fragen und Antworten zur Blauzungenkrankheit aktualisiert

Die Blauzungenkrankheit ist und bleibt ein aktuelles Thema und eine aktuelle Bedrohung für die Halter von Rindern, Schafen und Ziegen in Deutschland. Das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt (STUA) Aulendorf in Baden-Württemberg hat deshalb die wichtigsten Fragen und Antworten zu dieser Thematik aktualisiert und online veröffentlicht. So stehen Haltern und Tierärzten immer die aktuellsten Informationen zur Verfügung. Regelmäßig aktualisiert wird auch das Impfbarometer, das anzeigt, wie viele Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg erfolgt sind. In diesem Jahr wurden bis zum 7. Oktober mehr als 342.000 Impfungen gegen BTV8 und fast 280.000 Impfungen gegen BTV4 bei Rindern in Baden-Württemberg durchgeführt. Bei Schaf und Ziege waren es rund 80.000 Impfungen gegen BTV8 und rund 70.000 gegen BTV4.
STUA Aulendorf


08.11.2017

Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 auf französischem Festland

Bisher war auf dem französischem Festland das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) aktiv. Das Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) grassiert hingegenbereits seit Ende 2016 auf Korsika. Aktuell wurde das Virus auch in einem Betrieb auf dem französischen Festland nachgewiesen. Betroffen ist ein Rinder haltender Betrieb im Departement Haute-Savoie, das an die Schweiz grenzt, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt.
OIE


07.11.2017

Blauzungenkrankheit in der Schweiz

In der Schweiz wurden im Oktober zwei Fälle der Blauzungenkrankheit beim Rind nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Nachgewiesen wurde in beiden Betrieben ein Virus vom Serotyp 8 (BTV-8), das auch in Frankreich und dort auch in der Nähe zur deutschen und schweizerischen Grenze aktiv ist. Die Blauzungenkrankheit wurde davor zuletzt im Jahr 2010 in der Schweiz nachgewiesen. Beide Fälle traten nahe zur französischen Grenze auf.
OIE


30.10.2017

Impfung gegen Blauzungenkrankheit bleibt aktuell

Auch jetzt bleibt die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aktuell. Darauf weist das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz hin. Angesichts von Fällen der Erkrankung in Frankreich nahe der deutschen Grenze sowie in Norditalien sollten auch jetzt noch Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. Denn die Insekten, die das Virus übertragen, sind auch noch bei Temeparturen von zehn Grad aktiv. Zudem dauert es sechs bis sieben Wochen, bis nach der Impfung der volle Immunschutz gegen das Virus ausgebildet ist. Deshalb sollten die Tiere möglichst schnell noch geimpft werden, damit sie so bald wie möglich gegen die Blauzungenkrankheit geschützt sind. Die Impfung gegen die Viren der Serotypen 4 und 8 ist freiwillig. Die Kosten tragen die Tierhalter selbst. Da es sich aber um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, sollte man einen Impfschutz bei den eigenen Tieren anstreben, um die Folgen eines Seuchenausbruchs so gering wie möglich zu halten.
LUA Rheinland-Pfalz


09.10.2017

Blauzungenkrankheit in Frankreich wieder auf dem Vormarsch

Die Fälle der Blauzungenkrankheit mit dem Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) sind in Frankreich in den letzten Monaten langsam wieder angestiegen. Dies berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Radar Bulletin vom September 2017. Demnach wurden im Juli vier, im August 21 und im September bereits 48 Fälle gemeldet. Und auch das Virus vom Typ BTV-4 ist weiterhin in Europa aktiv. Auf Korsika wurden im Juli 49, im August 66 und im September 3 Fälle gemeldet. Zudem ist das Virus in Italien aktiv, wo im September 134 Fälle gemeldet wurden. Und auch das Virus vom Serotyp 1 (BTV-1) ist aktiv. Im September wurden in Italien zwei Ausbrüche gemeldet. Allerdings sind im August in Italien 75 und im September 47 Fälle gemeldet worden, von denen bisher keine Typisierung vorliegt. Da seit August 2017 die Zahl der BTV-8-Fälle in Frankreich angestiegen ist und mit einem weiteren Anstieg zu rechnen ist, rät das FLI zu erhöhter Wachsamkeit. Dieser Rat gilt auch angesichts der Tatsache, dass Fälle in weniger als 150 Kilometer Entfernung zur deutschen Grenzen vorgekommen sind.
Radar Bulletin September 2017


26.09.2017

Blauzungenkrankheit in Frankreich weiterhin sehr aktiv

Der Erreger der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) ist in Frankreich aktuell weiterhin äußerst aktiv. Alleine in der letzten Meldung von Ende vergangener Woche haben die französischen Behörden 63 neue Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. In allen Fällen waren Rinder betroffen. Insgesamt werden fast 9.500 Tiere in den betroffenen Betrieben gehalten. Dabei ist ein Ausbruch im Dreiländereck zwischen Frankreich, Deutschland und der Schweiz in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze aufgetreten. Zudem sind auch einige Fälle in der weiteren Grenzregion zwischen Frankreich und der Schweiz nachgewiesen worden.
OIE


08.09.2017

Im August keine Blauzungenfälle in Italien

Im August wurden in Italien keine neuen Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen, wie aus dem aktuellen Radar Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Auch aus Frankreich wurden nur zwei Fälle mit dem Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) gemeldet. Dagegen wurden auf Korsika 39 Fälle des Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) nachgewiesen. Das FLI rechnet aber damit, dass die Zahl der Fälle im Verlauf des Spätsommers und Herbstes wieder ansteigt. Es kann keine Entwarnung gegeben werden und das Risiko, dass die Erkrankung auch Deutschland erreicht, wird weiterhin als hoch bewertet.
Radar Bulletin August 2017


30.08.2017

Fast 800 Blauzungenfälle in Frankreich im Jahr 2017

In Frankreich sind in diesem Jahr bereits 778 Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) veröffentlicht hat. In Frankreich ist das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) aktiv. Die Zahlen des FLI reichen bis zum 29. August. Demnach wurden im August in Frankreich bereits 56 Fälle nachgewiesen. Dies sind ungefähr so viele Fälle wie im Vormonat. Nachdem im Januar noch 252 Fälle in Frankreich nachgewiesen worden, sank die Zahl bis zum Juni auf nur noch 15 Fälle. In Italien, wo im Norden das Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) aktiv ist, wurden im August noch keine Fälle nachgewiesen.
FLI


08.08.2017

Blauzungenvirus auf Korsika weiter aktiv

Nicht nur das französische Festland ist von der Blauzungenkrankheit betroffen. Auch auf der Insel Korsika ist die Krankheit aktiv, allerdings handelt es sich hier um einen anderen Virustyp. Während auf dem Festland BTV-8 im Umlauf ist, ist auf Korsika BTV-4 aktiv. Dieser Virustyp ist auch in Italien aktiv. Aktuell haben die französischen Behörden zwölf neue Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet. Betroffen sind sowohl Schafe als auch Rinder.
OIE


06.07.2017

Schleswig-Holstein rät zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

Angesichts des Ausbruchs der Blauzungenkrankheit in Frankreich rät das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium auch den Haltern von Rindern, Schafen und Ziegen im nördlichsten Bundesland zur Impfung der Tiere gegen das Virus. In Frankreich kommt es weiterhin zum Nachweis der Blauzungenkrankheit. Die Nachweise sind z.T. nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Deshalb wird das Risiko der Einschleppung des Virus nach Deutschland weiterhin als hoch angesehen. Tierhalter sollten deshalb ihre Bestände vor dem Virus schützen. Dies hat auch den Vorteil, dass Tiere, die gegen das Virus geimpft sind, bei Ausbruch der Seuche in Deutschland aus den dann eingerichteten Restriktionszonen heraustransportiert werden dürfen und unterliegen nicht den massiven Handelsbeschränkungen. Da die Impfung in einem solchen Fall mindestens 60 Tage zuvor durchgeführt werden muss, sollte bereits jetzt an die Impfung gedacht werden. Vor der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit muss bei der zuständigen Veterinärbehörde eine Ausnahmegenehmigung eingeholt werden.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung


30.05.2017

Blauzungenkrankheit im Norden Frankreichs angekommen

Das Virus der Blauzungenkrankheit (BTV) ist im Norden Frankreichs in einer bisher Virus-freien Region angekommen. Anfang letzter Woche wurde das Virus in einem Rinderbetrieb nur 150 Kilometer südlich der britischen Küste nachgewiesen. Deshalb sind Farmer besonders im Südosten Englands nun angewiesen, wachsam zu sein, auch wenn ein Übertritt des Virus (wenn, dann wahrscheinlich über den Ärmelkanal) bisher als gering eingeschätzt wird. Der letzte Ausbruch der Blauzungenkrankheit in England war 2007. Das Virus vom Typ BTV-8 kursiert in Frankreich seit 2015, im Herbst 2016 stiegen die Fallzahlen wieder stark an und einige Ausbrüche in diesem Land sind auch von Deutschland weniger als 150 km entfernt. Deutschland ist seit 2011 offiziell frei von der Seuche. Seit 2015 nähert sich das Virus vom Typ BTV-4 auch von Süden her an Deutschland an. Auch wenn die aktuelle Epidemie von BTV-8 und BTV-4 mit wenig erkennbaren Krankheitsanzeichen einhergeht, sei eine Früherkennung sehr wichtig, heißt es vom Friedrich-Loeffler-Institut. Besonderes Augenmerk läge auf dem Erkennen der Anzeichen der Blauzungenkrankheit, die besonders bei Schafen und Ziegen zu schweren Erkrankungen und Todesfällen führt. Diese sind: Fieber, Entzündung der Schleimhäute, Geschwüre und Nekrosen in der Haut und der Maulschleimhaut, an Lippen, Nase, Zitzen und Euter, Ödeme im Kopfbereich und an den Gliedmaßen sowie Atembeschwerden. Eine Impfempfehlung besteht für Deutschland seit 2016 und nun auch für die britsche Insel. Da das Virus über Mücken übertragen wird, ist das Ansteckungsrisiko im Sommer besonders hoch. Ungeimpfte Herden müssten sonst sechs Wochen Mobilitätseinschränkungen in Kauf nehmen bis der Impfschutz aktiviert ist, warnen britische Behörden für den Fall eines Ausbruchs auf der Insel.
FG insight
OiE
FLI


10.05.2017

Blauzungenkrankheit in Frankreich rückt näher an deutsche Grenze heran

Seit Beginn des Jahres rücken die Fälle der Blauzungenkrankheit durch das Blauzungenvirus (BTV) in Frankreich offenbar weiter in Richtung deutscher Grenze vor. Darauf verweist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in der aktuellen Ausgabe des "Radar Bulletin". Demnach wurden in Frankreich im April 2017 insgesamt 33 Ausbrüche mit dem Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) gemeldet. Dies bedeutet ein Rückgang der gemeldeten Fälle, denn im März wurden 136, im Februar 186 und im Januar gar 252 Fälle gemeldet. Von großer Bedeutung für Deutschland ist allerdings, dass sich die Fälle offenbar auf die deutsche Grenze in Richtung Osten zubewegen. Damit betreffen die 150 Kilometer Umkreise auch Gebiete der Schweiz, Belgiens, Luxemburgs sowie der Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Saarland. Die Verantwortlichen dieser Länder haben sich allerdings darauf geeinigt, vorerst keine Restriktionszonen einzurichten, solange die inländischen Tierpopulationen nicht betroffen sind. Neben dem BTV-8 in Frankreich sind in Italien weiterhin BTV-4 und BTV-1 aktiv. Aufgrund der akuten Gefahr der Einschleppung nach Deutschland wird den Tierhaltern weiterhin dringend die Impfung ihrer Tiere gegen BTV-8 und BTV-4 angeraten. Die Impfung ist auf freiwilliger Basis möglich.
Radar Bulletin des FLI


03.05.2017

Meyer wirbt für Schutzimpfung von Rindern und Schafen gegen die Blauzungenkrankheit

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer hat an die Schaf- und Rinderhalter im Land appelliert, ihre Tiere vor dem Start der warmen Jahreszeit und damit der Mückensaison vorsorglich gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. Zwar grassiere das Virus derzeit noch nicht wieder in Deutschland, aber in Nachbarländern. Der Ausbruch, dieser durch Stechmücken übertragenen Tierseuche führt zu erheblichen Handelsbeschränkungen und großem Tierleid. Eine Impfung gewähre einen Schutz vor dem Ausbruch der Krankheit und geimpfte Tiere könnten aus sogenannten Restriktionsgebieten heraus transportiert werden. Voraussetzung ist aber, dass die Impfung 60 Tage zurückliegt. „Ich empfehle den Landwirten unbedingt eine vorbeugende Impfung. Das schützt nicht nur die Tiere, sondern auch die Bauern vor eventuell enormen wirtschaftlichen Verlusten", sagte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer. Die Impfung muss allerdings von der zuständigen Veterinärbehörde genehmigt werden.
Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


21.04.2017

Blauzungenkrankheit weiter in Frankreich aktiv

Das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 ist weiter in Frankreich aktiv. Das geht aus den letzen beiden Berichten der französischen Behörden vom 13. und 20. April 2017 an die Weltorganisation für Tiergesundheit (WHO) hervor. In diesen beiden Berichten wurden 37 neue Fälle der Erkrankung gemeldet. In allen Fällen waren Rinder betroffen. Die meisten traten in Zentralfrankreich auf. Das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 ist bereits seit Herbst 2015 in Frankreich aktiv. Auf dem Balkan und in Italien grassiert dagegen ein Virus vom Serotyp 4. Auch Italien hat in seinem letzten Bericht an die OIE neun neue Fälle gemeldet. Diese Fälle traten alle im Nordosten Italiens in der Nähe zu Slovenien und Österreich auf.
OIE


07.04.2017

Hessen rät dringend zur Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Bündnis 90 / Die Grünen) rät hessichen Landwirten dringend, Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. Dabei empfiehlt sie die Impfung gegen die Serotypen 4 und 8 an. Der Erreger vom Serotyp 8 grassiert seit einiger Zeit in Frankreich und nähert sich weiter Richtung Deutschland. Der Erreger vom Serotyp 4 ist dagegen in Italien und auf dem Balkan aktiv. Eine Ausbreitung des Erregers nach Deutschland ist jederzeit möglich. Deshalb sollten die Landwirte vorbereitet sein und ihre Tiere entsprechend schützen. Seit Mai letzten Jahres ist die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit auch dann möglich, wenn kein Ausbruch der Erkrankung festgestellt wurde. Allerdings ist die Impfung genehmigungspflichtig. Um den Haltern die Impfung zu erleichtern, haben viele Landkreise bereits die Impfung auf Basis einer Allgemeinverfügung pauschal erlaubt. Die Kosten für die Impfung tragen die Landwirte. Sollte es tatsächlich zu einem Ausbruch kommen, haben die Halter geimpfter Tiere allerdings einen Vorteil gegenüber Haltern nicht geimpfter Tiere. Denn aus den Restriktionszonen dürfen Tiere frühestens 60 Tage nach einer Impfung verbracht werden. Zudem weist das Ministerium daraufhin, dass die Impfung aktiver Tierschutz ist, da sie die Tiere vor möglichen Schäden und Leiden durch die Erkrankung schützt.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


06.04.2017

Blauzungenkrankheit bleibt weiterhin Bedrohung

Die Blauzungenkrankheit bleibt weiterhin als Bedrohung auch für die deutschen Tierbestände aktuell. Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des "Radar Bulletin" des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems hervor. Demnach ist besonders das in Frankreich aktive Virus vom Serotyp 8 ein Problem. Im März wurden in Frankreich 68 Fälle gemeldet. Diese Fälle rücken seit Beginn des Jahres immer mehr in Richtung deutsche Grenze vor, was zur Folge hat, dass die 150-Kilometer-Gebiete mittlerweile die Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und das Saarland betreffen. Auch Belgien, Luxemburg und die Schweiz sind betroffen. Unterdessen hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in einem Gutachten festgestellt, dass die Krankheit nur zu tilgen ist, wenn über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren 95 Prozent der Rinder und Schafe gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. In Deutschland erfolgt die Impfung aktuell auf freiwilliger Basis. Da das Eintragsrisiko des Erregers vom Typ 8 aus Frankreich aber auch des vom Typ 4 aus Oberitalien und Oberösterreich hoch ist, wird in Deutschland dringend zurImpfung gegen beide Serotypen angeraten.
FLI


08.03.2017

EFSA bewertet Bekämpfungsmaßnahmen gegen Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit kann in Europa möglicherweise getilgt werden, aber nur, wenn 95% der anfälligen Rinder und Schafe mindestens fünf Jahre in Folge geimpft werden. Im Anschluss an solche Massenimpfkampagnen wären sensible Überwachungssysteme erforderlich, die selbst eine geringe Virusprävalenz – von weniger als 1% der Tiere in einem überwachten Gebiet – erfassen können. Ansonsten könnte die Krankheit einige Jahre nach Abschluss der Impfkampagne wieder auftauchen. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Sie untersuchte im Auftrag der Europäischen Kommission die Maßnahmen zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit („Bluetongue“) sowie Optionen für den sicheren Handel mit Tieren aus infizierten in seuchenfreie Gebiete. Außerdem aktualisierten sie ihre wissenschaftliche Beratung im Hinblick auf epidemiologische Aspekte der Krankheit, insbesondere Übertragungsmuster. Die EFSA wird bis Ende Juni 2017 eine Klassifizierung der verschiedenen Typen der Blauzungenkrankheit nach ihren Eigenschaften vornehmen. Dies soll dazu beitragen, spezifische Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen zu ermitteln.
EFSA


06.03.2017

FLI hält Risiko für Eintrag der Blauzungenkrankheit weiterhin für hoch

Das Friederich-Loeffler-Institut (FLI) hält das Risiko dafür, dass die Blauzungenkrankheit in Deutschland auftritt, weiterhin für hoch. Das FLI veröffentlichte diese Einschätzung im aktuellen "Radar Bulletin" und verweist auf die Lage in Frankreich und Italien. In Frankreich zirkuliert das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8). Seit September 2016 kam es zu einem Anstieg der BTV-8-Fälle in Frankreich. Der Höhepunkt wurde im November 2016 mit mehr als 500 Ausbrüchen verzeichnet. Seitdem sind die Zahlen zwar rückläufig, aber auch im Februar wurden noch mehr als 70 Ausbrüche verzeichnet. In Italien sind das BTV-1- und das BTV-4-Virus aktiv. Während das BTV-1-Virus v.a. in Süditalien auftritt und im Norden bisher nicht über die Toskana hinaus kam, ist das BTV-4-Virus in Venetien aktiv. Dort wurden seit August 2016 mehr als 380 Ausbrüche verzeichnet. Drei davon wurden in diesem Jahr nachgewiesen. Die Situation im Osten Frankreichs sowie in Italien sollte deshalb weiterhin aufmerksam beobachtet werden.
FLI


21.02.2017

Frankreich meldete seit Mitte Januar keine Fälle der Blauzungenkrankheit an die OIE

Seit dem Herbst 2015 ist das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) in Frankreich aktiv. Nachdem seit dieser Zeit eine Vielzahl von Fällen gemeldet wurde, scheint sich die Situation in Frankreich aktuell etwas beruhigt zu haben. Letztmals haben die französischen Behörden in ihrem regelmäßigen Bericht vom 16. Januar 2017 Fälle der Erkrankung an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet.
OIE


16.02.2017

Wiederkäuer jetzt gegen die Blauzungenkrankheit impfen!

In Frankreich, Italien und in einigen Balkanstaaten grassiert seit Monaten die anzeigepflichtige Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 und/oder 8. Deshalb hat nun das Landesuntersuchungsamt (LUA) an die rheinland-pfälzischen Tierhalter appelliert, ihre Rinder, Schafe und Ziegen noch vor dem Frühjahr gegen das Virus impfen zu lassen. Denn die Tiere benötigten nach der Impfung sechs bis sieben Wochen, bis sie eine zuverlässige Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Die Überträgerinsekten sind dagegen bereits ab einer Temperatur von 10 Grad aktiv. In Rheinland-Pfalz ist ein Impfstoff gegen die Serotypen 4 und 8 zugelassen. Ungeimpfte Tiere können schwer erkranken, Schafe sogar sterben. In jedem Fall leiden die Tiere und eine Infektion geht immer mit einer Leistungsminderung einher.
LUA


28.12.2016

Eindeutige Impfempfehlungen für Blauzungenkrankheit gefordert

Der Bundesverband der Berufsschäfer (BVBS) hat Entscheidungshilfen für eine mögliche Impfung von Schafen gegen die Blauzungenkrankheit gefordert. Es fehle an Informationen über die Infektiosität der grassierenden Viren sowie an einer eindeutigen Empfehlung oder gar finanziellen Unterstützung, wie sie in Baden-Württemberg stattfinde, um eine flächendeckende Impfung zu erreichen.
topagrar


27.12.2016

Blauzungenkrankheit in Frankreich weiterhin äußerst aktiv

Das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 ist in Frankreich weiterhin äußerst aktiv. Die französischen Behörden haben in ihrem letzten Bericht vom 23. Dezember 119 neue Ausbrüche berichtet. Betroffen waren nur Rinder. Insgesamt waren Betriebe mit rund 17.500 Rindern von den Ausbrüchen betroffen.
OIE


20.12.2016

StiKo Vet: Impfung gegen Blauzungenkrankheit weiterhin notwendig

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StiKo Vet) weist in einer aktualisierten Stellungnahme daraufhin, dass es weiterhin notwendig ist, Rinder und kleine Wiederkäuer gegen das Virus der Blauzungenkrankheit zu impfen. Bereits im Februar diesen Jahres hatte die StiKo Vet auf Basis einer Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts die Impfung empfohlen. Es bestehen für den Eintrag nach Deutschland zwei Szenarien. Einmal existiert eine Bedrohung durch das Virus vom Serotyp 8 (BTV 8). BTV 8 hat sich in Frankreich kontinuierlich ausgebreitet. Einige Ausbrüche wurden weniger als 150 Kilometer von der deutschen Grenzen entfernt festgestellt. Glücklicherweise hat es in Deutschland - anders als befürchtet - noch keine Fälle gegeben. Das zweite Szenario basiert auf der Ausbreitung des BTV 4 von Griechenland über den Balkan nach Österreich. Hier hat es in Österreich seit Mai 2016 zwar keine neuen Fälle gegeben. Allerdings treten seit August diesen Jahres vermehrt Fälle in Norditalien auf. Auch diese Fälle liegen z.T. weniger als 150 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Auf Grund der bisherigen Erkenntnisse über das Krankheitspotential der Viren, könnten sich die direkten Schäden durch einen Viruseintrag zumindest für Rinder in Grenzen halten. Bedeutender wären die Schäden, die durch Handelsrestriktionen entstehen könnten, wenn das Virus in Deutschland nachgewiesen wird. Aktuell besteht seit der Novellierung der EG-Blauzungenbekämpfungs- Durchführungsverordnung aus dem Mai 2016 die Möglichkeit, dass die zuständigen Behörden unter Berücksichtigung der Risikoeinschätzung des FLI die Impfung gegen BTV genehmigen. Eine Impfung ist also grundsätzlich möglich. Die StiKo Vet hatte bereits im Februar 2016 die flächendeckende Impfung empfohlen. Dieser Empfehlung wurde bisher nicht gefolgt. Nur in Baden-Württemberg wurde ein Impfprogramm aufgelegt. Dies hat zur Folge, dass außer in Baden-Württemberg in keinem anderen Bundesland eine nennenswerte Impfabdeckung vorhanden ist. Deshalb hält die StiKo Vet eine Ausbreitung nach Deutschland und eine Endemisierung der Tierseuche mittelfristig für immer wahrscheinlicher. Die StiKo Vet empfiehlt, falls sich weiterhin die verpflichtende flächendeckende Impfung nicht durchsetzt, eine Impfung auf freiwilliger Basis. Diese schützt die Tiere einerseits vor den klinischen Krankheitserscheinungen und kann dazu beitragen, die Aufstellung von Handelsrestriktionen zu vermeiden. Die Kommission lobt ausdrücklich die Vorgehensweise in Baden-Württemberg. Diese habe gezeigt, wie durch öffentliche Unterstützung einer freiwilligen Impfung eine relativ hohe Impfabdeckung erreicht werden könne. Deshalb sollten Bundesländer mit einem hohen Risiko für einen Ersteintrag des Virus prüfen, inwieweit sie die freiwillige Impfung logistisch oder finanziell fördern können.
StiKo Vet


09.12.2016

LTK Rheinland-Pfalz ruft Landwirte zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit auf

Die anzeigepflichtige Blauzungenkrankheit wird durch Insekten übertragen und nähert sich Deutschland von Frankreich und Südosteuropa aus. Nur durch eine Impfung können die Tiere geschützt werden. Die Delegierten der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz appellieren daher an alle Landwirte, ihre Rinder, Ziegen und Schafe gegen das Virus der Blauzungenkrankheit (BTV) impfen zu lassen. Aktuell sei die Zahl der ungeimpften und damit für das Virus empfänglichen Tiere sehr hoch. Erst kürzlich wurde das BTV-8 in Frankreich in der an Deutschland angrenzenden Restriktionszone nachgewiesen. In Südosteuropa grassiert hingegen das BTV-4. Es besteht ein hohes Risiko, dass schwere wirtschaftliche Schäden mit beträchtlichem Tierleid entstehen, wenn das Virus auf eine ungeschützte Population trifft. „Bricht die Blauzungenkrankheit aus, leiden die Tiere unter teils großen Schmerzen und das Virus an sich ist nicht behandelbar“, sagt Dr. Wolfgang Luft, Präsident der Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz. Für die Impfung stehen zugelassene BTV-8 und BTV-4 - Impfstoffe zur Verfügung.
Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz


23.11.2016

Blauzungenkrankheit in Frankreich und Italien weiter aktiv

Das Virus Blauzungenkrankheit ist in Frankreich und Italien weiterhin äußerst aktiv. Dabei ist in Frankreich das Virus vom Serotyp 8 und in Italien das vom Serotyp 4 aktiv. Frankreich hat in seinem letzten Bericht an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) vom 18. November 71 neue Fälle gemeldet. Betroffen waren nur Rinder. Insgesamt waren in die Ausbrüche fast 10.100 Tiere involviert. Italien hat im letzten Bericht vom 21. November 26 neue Fälle gemeldet. Hier waren überwiegend Rinder aber auch einige Schafe und Damhirsche betroffen. Das Virus vom Serotyp 4 ist allerdings noch in weiteren Ländern Südosteuropas aktiv. So haben jüngst auch wieder Kroatien, Serbien und Slowenien Fälle an die OIE gemeldet.
OIE


08.11.2016

Blauzungenkrankheit in Frankreich weiterhin stark aktiv

Die Blauzungenkrankheit ist auch im Oktober sowie Anfang November 2016 in Frankreich stark aktiv. Alleine für den Zeitraum vom 14.10. bis zum 03.11.2016 wurden im letzten Bericht der französischen Behörden 80 neue Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. In allen Betrieben wurde das Virus der Blauzungenkrankheit vom Typ 8 nachgewiesen. Insgesamt waren fast 10.0000 Rinder in die letzten Ausbrüche involviert. Der Schwerpunkt der Ausbrüche lag in Zentralfrankreich. Allerdings wurden auch Fälle in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze nachgewiesen.
OIE