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Bedeutung der Chlamydiose als Zoonose

Zoonosen sind Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden können. Sie gewinnen auch für Katzenhalter zunehmend an Bedeutung – zumal die Katze den Hund als beliebtestes Haustier in Deutschland bereits abgelöst hat.

Für den Menschen spielen unter den Erregern des Katzenschnupfens vor allem Chlamydophila felis und Bordetella bronchiseptica eine Rolle (Hartmann, Hein 2002).

Die Chlamydiose des Menschen wird in den meisten Fällen durch C. psittaci und C. pneumoniae verursacht. Für C. pneumoniae wird in der Bevölkerung ein Durchseuchungsgrad von 60% angenommen. Dabei ist noch nicht geklärt, in wieweit Katzen bei der Übertragung dieser Stämme eine Rolle spielen (Anonymus 2007).

Es gibt Hinweise, dass der bei Katzen weit verbreitete Erreger C. felis, auch beim Menschen Infektionen hervorrufen kann. Ebenso wie bei der Katze, kann er auch beim Menschen Bindehautentzündungen verursachen. Diese können ohne weitere erkennbare Symptome verlaufen oder aber mit einer leichten grippalen Infektion einhergehen.
Es sind aber auch Fälle von weit aus schwereren Erkrankungen beim Menschen beschrieben worden, die auf eine Infektion mit C. felis zurückgeführt (Sachse, Großmann 2002 und Sykes 2005).

Für eine Schädigung von Embryonen bei Infektionen von schwangeren Frauen gibt es keinen Hinweis (Anonymus 2008, Hartmann 2008).

Um das Risiko der Übertragung von C. felis auf den Menschen so niedrig wie möglich zu halten, sollten im Umgang mit Katzen hygienische Bedingungen gewahrt werden (Hände waschen, Gesichtskontakt vermeiden) und betroffene Katzen umgehend behandelt werden. Darüber hinaus sind weitere Untersuchungen über das zoonotische Potential von C. felis notwendig. Die Einhaltung von Richtlinien für immundefiziente Menschen zur Reduzierung des Risikos durch Haustiere für die öffentliche Gesundheit sollte außerdem das Risiko einer Infektion mit C. felis minimieren (Sykes 2005).