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Abort
Fehlgeburt
Abgang der Frucht vor Erreichen der unteren Grenze der physiologischen Tragezeit.

Acyclovir
Wirkstoff gegen Herpesviren. Häufig verwendet in Arzneimitteln gegen Lippenherpes (Herpes simplex) beim Menschen.


Adsorbens

Wasserunlösliche poröse Materialien, die aufgrund ihrer großen Oberfläche Wasser oder andere Moleküle durch physikalische Kräfte an sich binden. Die Mittel werden zur Adsorption eingesetzt.


Aerosol

Gemisch aus festen oder/und flüssigen Schwebeteilchen und Luft. In seltenen Fällen dienen auch andere Gase als Träger.


Alveolarlumen
Die Größe (Fassungsvermögen) der Lungenalveolen, die für den Gasaustausch bei der Atmung zur Verfügung steht.

Anastomose

Verbindung von zwei Blutgefäßen arteriovenös, arterioarteriell oder venovenös.

Auf diese Weise werden zwei Gefäßgebiete miteinander verbunden, die wahlweise über einen der beiden Gefäßstämme versorgt werden können. Das Häufigkeit von Anastomosen nimmt mit der Entfernung vom Herzen zu.


Antibiotika
Sammelbegriff für bestimmte Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen, Streptomyzeten oder Bakterien und deren (semi)synthetischer Derivate mit bakteriostatischer oder bakterizider Wirkung.

Antikoagulans
Gerinnungshemmende Substanzen

Antikörper
Serumproteine, die aufgrund ihrer elektrophoretischen Eigenschaften zu den Gamma-Globulinen (Ig) gezählt werden, häufig aber als Immunglobuline bezeichnet werden. Es gibt fünf Hauptarten: IgG, IgM, IgA, IgD, IgE und speziesspezifische Unterklassen (z.B. IgG1). Sie werden auf einen immunogenen Reiz hin gebildet und reagieren spezifisch mit dem Antigen, das ihre Bildung indiziert hat.


Antipyretika
Fiebersenkendes Mittel, das die Prostaglandinsynthese im hypothalamischen Temperaturregulationszentrum herabsetzt und den Temperatursollwert normalisiert.


Apoptose

Physiologischer und vorprogrammierter Zelltod.


Astrozyten

Astrozyten sind sternförmige oder verzweigte Gliazellen, die zur Makroglia gehören. Gliazellen sind Zellen des Nervengewebes, die mit mechanischen und trophischen Aufgaben betraut sind. Sie sind teilweise zur Phagozytose (Neuronophagie) und zur Narbenbildung befähigt. Sie weisen entsprechend ihrer vielfältigen Funktionen entsprechend unterschiedliche Erscheinungsformen auf. Zu den Gliazellen gehören Astrozyten (Kurz- und Langstrahler), Oligodendrozyten und Hortegazellen und ferner die Schwann´Zellen sowie die den peripheren neuronalen Perikarya anliegenden Hüll- oder Mantelzellen (Satellitenzellen). Bis auf die Hortega-Zellen lassen sich die Gliazellen auf dem Neuroektoderm entstammende Glioblasten zurückführen.


Ataxie

Störung der Bewegungskoordination und Haltungsreflexe, denen ätiologisch und pathogenetisch unterschiedliche degenerative oder entzündliche Veränderungen des Nervensystems oder der Wirbel zugrunde liegen.


Attenuierung
Gezielte künstliche Abschwächung oder Aufhebung der Virulenz eines vermehrungsfähigen, pathogenen Mikroorganismus für einen bestimmten Wirt oder eine bestimmte Zellart unter Erhalt der Vermehrungsfähigkeit.


Axon

Zentrifugal leitender Nervenzellfortsatz, der von einer Markscheide, der so genannten Axonscheide, umgeben ist. Beides zusammen bildet die Nervenfaser.


Bivalenz
Bindungsmöglichkeit von Antikörpern mit zwei Bindungsstellen.


Breitspektrumantibiotikum

Antibiotikum mit großem Wirkungsspektrum gegen grampositive und gramnegative Keime.


Bronchopneumonie
Akute oder chronische Entzündung des Epithels der Bronchien und Alveolen. Die Ursache sind meist Viren oder Bakterien, seltener handelt es sich um physikalische Einwirkungen. Die Bronchopneumonie entwickelt sich häufig im Anschluss an eine Bronchitis oder Bronchiolitis. Bei der Bronchopneumonie ist meist keine klare Begrenzung auf einzelne Lungenlappen gewährleistet.


Chronisch obstruktiven Bronchitis (COB) / Chronisch obstructive pulmonary disease (COPD)

Chronische-obstruktive Bronchiolitis allergischer Genese, z.B. durch aerogene Sensibilisierung mit Pollen, Pilzsporen, Futtermilben aus Heu und Stroh. Es kommt zur Bildung humoraler und zellulärer Antikörper.


Core-Impfung

Pflichtimpfung. Dagegen sollte jedes Tier zu jeder Zeit ausreichend geimpft sein. 


Degenerationen (hypoxische)
Reversible oder irreversible Verringerung der Leistungsfähigkeit von Zellen oder Geweben, die auf einem Sauerstoffmangel beruht.


Detergentien

Allgemeine Bezeichnung für synthetische, organische, grenzflächenaktive Substanzen.


DMSO
Medizinische Anwendung wegen der schnellen Resorption bei perkutaner und oraler Applikation (Resorptionsvermittler, Synergist).
Farblose, visköse, glyzerinähnliche, stark hygroskopische Flüssigkeit, die mit Wasser und organischen Lösungsmitteln (außer Paraffin) vermischt werden kann.


EDTA
Salz der Editinsäure. Sehr schwer wasserlösliches weißes Pulver, der als Komplexbildner verwendet wird.


ELISA, Enzyme linked immunsorbent assay
Sehr sensitiver Enzym-Immuntest zum Nachweis der Reaktanten: Antikörper, Antigen und Enzym.


Endotheliotrop

Endothel bevorzugend, Endothel liebend.


Endothel

Geschlossener, einschichtiger Verband von Endothelzellen, die u.a. die Auskleidung von Gefäßen und Hohlorganen bilden. Endothelzellen entspringen dem mittleren Keimblatt.


Enzephalomyelitis
Entzündung von Strukturen des Gehirns und des Rückenmarks.


Epithelgewebe
Geschlossene Zellverbände, die
1. als Oberflächen- oder Deckepithel die Körperoberfläche und alle inneren Oberflächen auskleiden,
2. als Drüsenepithel im Dienste der Sekretion oder 

3. als Sinnesepithel der Reizaufnahme dienen.
Sie gehen aus allen drei Keimblättern hervor.
Das Oberflächenepithel wird nach morphologischen Kriterien eingeteilt in
1. einschichtiges Epithel
2. mehrstufiges Epithel
3. mehrschichtiges Epithel.


Epizootisch

Begriff der Seuchenlehre. Epizootisch steht für eine grenzüberschreitende Ausbreitung einer Infektionskrankheit, die gleichzeitig auch in den bereits betroffenen Gebieten fortbesteht.


Exsudat

Ausschwitzung

Eiweißreiche, aus den Gefäßen durch Entzündung freigesetzte Flüssigkeit in Geweben und Körperhöhlen. Die ausgeschwitzte Flüssigkeit zeigt einen wechselnden Gehalt an Eiweißen wie Albuminen, Globulinen und Fibrinogen.


Föten, Fetus
Frucht
Bezeichnung für den sich entwickelnden Keim nach der Anlage der Organe.


Fruchthüllen, Eihüllen, Eihäute
Gesamtheit der den Feten umgebenden Hüllen (Amnion, Chorion, Allantois). Bilden Hohlräume (Amnionhöhle, Allantoishöhle) und dienen als Fruchthüllen dem Schutz und der Ernährung (Plazenta) des Embryos. Werden bei der Geburt mit als Nachgeburt ausgestoßen.


Gefäßpermeabilität
Durchlässigkeit der Gefäßmembranen. Sie wird einerseits durch die passive Durchlässigkeit der Membran bestimmt, zum anderen bestehen für bestimmte Substanzen Energie verbrauchende Transportsysteme, um die Membran zu passieren.


Grundimmunisierung

Besteht in der Regel aus 1-2(3) Impfungen im Abstand von mehreren Wochen. Dabei entspricht die erste Impfung dem ''Priming'', die zweite der ''Booster-Impfung''. Durch die Grundimmunisierung wird eine belastbare Immunität erzielt, die durch regelmäßige Auffrischimpfungen erhalten werden kann.


Gruppennekrosen
Das Absterben (Nekrose) von Zellgruppen oder Zellverbänden.


Hämorrhagie

Blutung


Histologie

Biologische Gewebelehre in Form der allg. und der speziellen Histologie oder mikroskopische Anatomie.


Hyperämie, hyperämisch
Blutreichtum, Blutandrang. Gesteigerter Blutgehalt, vermehrte Blutfülle eines Kreislaufabschnittes oder eines Organs. Eine Hyperämie kann arteriell oder venös bedingt sein.


Hypoxie
Sauerstoffmangel. Verminderung des Sauerstoffpartialdruckes in Blut und Gewebe.


Ikosaedrisch

Wie ein Ikosaeder geformt. Ein Ikosaeder ist eine geometrische Form, bestehend aus 20 gleichseitigen Dreiecken.


Ikterus

Gelbsucht

Sklera, Schleimhäute und äußere Haut sind gelb gefärbt infolge vermehrten Auftretens von Bilirubin in Blut und Gewebe.


Immunglobuline

Antikörper


Immunität
Erworbener Schutz eines Organismus gegen Krankheitserreger, der durch das Vorhandensein spezifischer Antikörper und spezifischen T-Lymphozyten gekennzeichnet ist. Daneben verfügt der Organismus über den unspezifischen, angeborenen Abwehrmechanismus (Resistenz).


Immunogenität

Die spezielle Fähigkeit eines Antigens eine Immunreaktion auszulösen, die zu einer Immunität (auch vorübergehend) führt.


Immunologischen Lücke
Zeitintervall zwischen dem von der Mutter mitgegebenen (maternalem) Schutz und Impfschutz. Der Organismus verfügt währenddessen noch über eine Restmenge maternaler Antikörper, die i.d.R. zwar nicht mehr ausreichend schützen, jedoch die Ausbildung einer Impfimmunität verhindern.

Immunprophylaxe

Vorbeugender immunologischer Schutz eines Organismus oder einer in sich geschlossenen Herde gegen eine oder mehrere Infektionen durch Vakzination oder vorbeugende Immunserumapplikation.


Immunsuppression

Unspezifische Unterdrückung der Immunreaktion eines Organismus.

Mögliche Verursacher sind Immunsuppressiva oder Maßnahmen bzw. Substanzen, die die Fähigkeit des Organismus zur Immunreaktion aufheben (z.B. Röntgenbestrahlung, Corticosteroide), oder Vergiftungen, Infektionen und Tumoren. Immunsuppressiva haben eine Bedeutung in der Bekämpfung von Autoimmunkrankheiten und der Hemmung der Transplantationsimmunität.


Immunsystem
Gesamtheit der für die spezifischen Abwehrmechanismen des Organismus verantwortlichen funktionellen Gewebe, Zellen und biologisch aktiven Komponenten. Die Funktion des Immunsystems beruht auf der Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körperfremden Substanzen zu unterscheiden.

Infektionsdruck

Der Infektionsdruck wird durch die Anzahl der Erreger im Kontaktbereich (Umgebung) eines empfänglichen Individuums bestimmt.


Infektiosität

Fähigkeit eines Erregers, einen Wirt zu infizieren. Sie ist somit abhängig von den Virulenz- und Pathogenitätsfaktoren und damit von der Fähigkeit eines Erregers zur Adhäsion, Invasion und Infektion eines Wirtes.


Interferone
Interferone (IFN) sind Proteine, die von Zellen im Rahmen einer viralen Infektion oder aufgrund von antigenen und krebserregenden Reizen gebildet werden. IFN haben antivirale, antiproliferierende und immunmodulierende Wirkungen. Es wird zwischen den Interferonen alpha, beta, gamma und tau unterschieden.

Interstitiell
dazwischenliegend


Intranukleär

Innerhalb des Zellkerns


Katarrh

Oberflächliche Entzündung der Schleimhaut, geht mit einer Flüssigkeitsabsonderung einher.


Kolostrum

Unmittelbar nach der Geburt von der Milchdrüse abgegebenes Sekret.

Es weist einen hohen Gehalt an Eiweiß (Immunglobuline), verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Leukozyten auf.


Kombinationsvakzine

Impfstoffe, die aus den Antigenen verschiedener Erreger zusammengesetzt sind und nicht miteinander konkurrieren.


Komplementbindungsreaktion

Ein serologischer Test, der einen Nachweis von viralen, bakteriellen und protozoären Antigenen sowie Antikörpern ermöglicht.


Konjunktivitis
Bindehautentzündung
Entzündung der Konjunktiva durch endogene oder exogene Ursachen. Man unterscheidet zwischen einer primären, sekundären und symptomatischen Konjunktivitis oder nach der Absonderung der Bindehaut (serös, katarrhalisch, fibrinös, pseudomembranös, diphtheroid oder follikulär).


Kortikosteroide

Sammelbegriff für Steroidhormone der Nebennierenrinde (NNR) mit 21 C-Atomen. Sie sind von den Gluko- und Mineralokortikoiden abzugrenzen.


Kreuzreaktivität

Fähigkeit der Antikörper, neben den homologen Antigenen auch heterologe, ähnliche Strukturen zu binden. Die Intensität der Kreuzreaktivität lässt Rückschlüsse über den immunologischen Verwandtschaftsgrad von Erregern zu.


Latent
Nicht in Erscheinung tretend, nicht wahrnehmbar, verborgen.


Lebendimpfstoff

Impfstoff aus vermehrungsfähigen, jedoch abgeschwächten Keimen.


Lymphatisches Gewebe

Setzt sich aus Leukozyten unterschiedlicher Größe zusammen, die im Bindegewebe eingebettet liegen und durch Netze von retikulären Fasern (kollagene Faserbündel mit Retikulumzellen) gestützt werden.


Lymphoretikuläres System

Das lymphoretikuläre System besteht aus dem lymphatischen Gewebe verschiedener Standorte und den Zellen des Monozyten- Makrophagen-Systems, die als funktionelle Einheit betrachtet werden kann.


Maternale Antikörper
Vom Muttertier gebildete Antikörper, die bei der Geburt oder durch das Kolostrum auf den Nachwuchs übertragen wird, um diesen einen vorübergehenden, passiven Schutz zu verleihen. 

Mikrogliazellen
= Mesogliazellen, Hortegazellen
Mikrogliazellen kommen im gesamten ZNS vor. Es sind potentielle Makrophagen, die von Monozyten abstammen. Im Ruhezustand sind sie verhältnismäßig klein mit bizarren Fortsätzen und einem kleinen heterochromatinreichen Zellkern. Unter dem Einfluss antigener Reize erfahren sie kurzfristig eine Aktivierung und Umwandlung zu phagozytierenden Makrophagen (Körnchenzellen).

Mikrokotyledonen

Zottig-buschige Auswüchse der Plazenta, die der Oberflächenvergrößerung dienen.


Mischinfektionen, Polyinfektion

Zeitgleiche Infektion mit mehreren Erregern.


Morphologie

Wissenschaft vom Bau und von der Gestalt der Tiere und ihrer Organe.


Mukosal

Die Schleimhaut betreffend


Myeloencephalitis

Rückenmark- und Gehirnentzündung


Nekrose

Absterben von Zellen und Gewebe


Neuroparenchym

Nervengewebe


NSAID

Die nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAID) sind Entzündungshemmer (Antiphlogistika). Sie beeinflussen die Bildung und die Freisetzung von Entzündungsmediatoren (Zyklooxygenase, Prostaglandinsynthese).


Okkult

versteckt, verborgen


Paralyse

Nervenlähmung

Vollständiger, peripherer oder zentraler Ausfall der nervalen Versorgung


Paraplegie

Vollständige Querlähmung zweier symmetrischer Gliedmaßen infolge Läsionen oder raumgreifender Prozesse im Bereich der absteigenden Pyramidenbahnen des Rückenmarks.


Parenteral

Zufuhr von Arzneimitteln oder Nährlösungen unter Umgehung des Verdauungstraktes.


Parese

Unvollständige Lähmung, die sich in einer Einschränkung der Motorik und/oder der Herabsetzung der Sensibilität äußert.


Pathogenese

Entstehung und Entwicklung einer Krankheit.


Pathohistologisch

Teilgebiet der Pathologie, das sich mit der mikroskopischen Krankheitsdiagnostik an gefärbten Gewebeschnitten befasst. 

Synonym: Histopathologie


PCR, Polymerasekettenreaktion, polymerase chain reaction, PCR
In-vitro-Methode, um spezifische DNA-Frequenzen zu vervielfältigen.


Perforine

Zytolytische Proteine


Perinatal

Mit der Geburt unmittelbar zeitlich und sachlich im Zusammenhang stehend.


Permeabilität

Durchlässigkeit, Passierbarkeit von Materie für andere Atome, Moleküle oder Ionen.


Persistierend
Feststehend, fortdauernd, verharrend, unverändert bleibend, stehen bleibend.

Petechial

punkförmig


Phänotyp

Erscheinungsbild, Erscheinungstyp


Plazenta

Selektive permeable Barriere zwischen fetalem und maternalem Kreislauf, Stoffaustauschorganen sowie zwischen Mutter und Frucht. Die Plazenta verhindert in Abhängigkeit von der Art der Plazentation den Übertritt von Makromolekülen. Die Plazenta setzt sich aus einem fetalen Anteil mit Zotten (Chorionzotten) und dem maternalen Endometrium zusammen.


Plazentitis

Entzündung der Plazenta.


Reinfektion

Erneute Ansteckung mit dem/den selben Erreger(n) nach erfolgter Eliminierung des/der Erreger(s) einer vorangegangenen Infektion.


Respirationstrakt

Atmungssystem


Restriktionsanalyse

Enzyme (Restriktionsenzyme), die in der DNA sequenzspezifische Phosphodiesterbindungen in beiden Strängen an einer ganz spezifischen Erkennungsstelle (Restriktionsstelle) um 4 Nukleotide getrennt zerlegen. Sie werden u.a. zur Auftrennung des Genoms und zur Gewinnung von Proteinen in Bakterien eingesetzt.


Rhinopharyngitis

Entzündung der Schleimhaut von Nasenhöhlen und Rachen.


Sekundärinfektionen

Zweitinfektion

Zusätzliche Ansteckung eines bereits infizierten Organismus mit einem anderen Erreger. Dabei siedeln sich die Sekundärerreger durch die durch Primärinfektion vorgeschädigten Organen und Geweben an.


Seroprävalenz

Häufigkeit, mit der seropositive Tiere in einer Population vorkommen.


Serum

Die nach der Blutgerinnung durch Retraktion der Blutgerinnsel abgepresste gelbliche Flüssigkeit. Blutserum enthält keine Blutzellen und im Gegensatz zum Blutplasma kein Prothrombin und kein Fibrinogen, aber Thrombin.


Serumneutralisationstest
Der Serumneutralisationstest wird zum Nachweis und zur Quantifizierung neutralisierender Antikörper aus Seren verwendet. Meist werden dafür Virusstämme eingesetzt, die einen zytopathischen Effekt hervorrufen, so dass der Test direkt mikroskopisch ablesbar ist. Zuerst wird eine Serumverdünnungsreihe hergestellt und mit einer definierten Virusdosis für eine bestimmte Zeit inkubiert. Nach Zugabe eines Indikatorsystems (z. B. Zellkultur) folgt eine Inkubationszeit von ca. 2-8 Tagen. Anschließend kann mit Hilfe statistischer Verfahren der Titer an neutralisierenden Antikörpern errechnet werden. Eine Aussage über den Verlauf einer Infektion kann nur mittels gepaarter Serumproben getroffen werden. Eine Unterscheidung zwischen Impftiter und Infektionstiter kann mit diesem Test (auch bei Markerimpfstoffen) nicht durchgeführt werden. Angaben, ob die Titerhöhe vor einer Erkrankung schützt, können in der Regel nicht gemacht werden.

Sporadisch

Begriff aus der Seuchenlehre. Sporadisch steht für das vereinzelte Auftreten einer Infektionskrankheit.


sub-

Unter, unterhalb, unten, etwas, fast.


Subklinisch

Nur mit geringgradigen Symptomen verlaufende Erkrankung, so dass die Tiere ein nahezu ''normales'' Verhalten zeigen und die vorhandenen Symptome leicht übersehen werden können.


Subpleural

Unter der Pleura befindlich


Synzytien

Durch Zellverschmelzung entstandener Zellverbände ohne Zellgrenzen (z.B. Riesenzellen).


Thorax

Brustkorb


Trigeminalganglion

Halbmondförmiger Knoten des V. Gehirnnervs (Nervus trigeminus). Er enthält die Zellen für den Ursprung der meisten Trigeminusfasern.


Tröpfcheninfektion

Infektion, bei der der Erreger über kleinste Tröpfchen, meist Körperflüssigkeiten, auf den Wirt übertragen wurde.


Uterus

Implantations- und Entwicklungsort der befruchteten Eizelle. Die Haussäugetiere besitzen einen Uterus bicornis, der das Cavum uteri umgibt.


Vaskulitis

Entzündung von Blut- und Lymphgefäßen.


Virämie

Vorkommen von Viren im Blut (Virusseptikämie). Stadium in der Pathogenese generalisierter Virusinfektionen. Nach einer lokalen Virusvermehrung in primäraffinen Organen und regionalmen Lymphknoten verbreitet sich das Virus unter anderem hämatogen (primäre Virämie), in Parenchyme und andere Prädilektionsstellen. Auf die dortige Organmanifestation folgt häufig eine sekundäre Virämie. Das Virus wird dabei entweder frei im Plasma transportiert oder ist mit Blutzellen assoziiert.


Zytokine

Substanzen, die als interzelluläre Mediatoren zur Aktivierung von Zellen beitragen (Steuerung der immunologischen Zellkooperation).

Sie werden von zahlreichen immunologisch aktiven Zellen gebildet. Zu dieser Gruppe gehören die Lymphokine, Interleukine, Monokine und Wachstumsfaktoren.


Zytopathisch

Zellschädigend


Zytotoxizität

Gesamtheit der toxischen Einflüsse auf Zellen.