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Begriff

Erläuterung

adenomatös

Eine gutartige, meist von Drüsenepithel ausgehende Geschwulst (Adenom) beschreibend

Agranulozytose

Starke Verminderung der Granulozyten, einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen.

Azotämie

Eine Vermehrung von stickstoffhaltigen Verbindungen aus dem Eiweiß-Stoffwechsel (Eiweißabbau) im Blut. Ursachen sind im Wesentlichen entweder ein gestörter Eiweiß-Stoffwechsel (z. B. bei Morbus Cushing) oder schwere Erkrankungen der Nieren.

Carbimazol

Bei Carbimazol handelt es sich um ein cyclisches Thioharnstoff-Derivat und wird als Thyreostatikum zur Behandlung von Hyperthyreose eingesetzt.

chronotrop

Eine Substanz, die die Herzfrequenz beeinflusst:
positiv chronotrop = frequenzsteigernd,
negativ chronotrop = frequenzsenkend

Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit.
Sammelbegriff für verschiedene Störungen des Stoffwechsels mit dem Leitsymptom einer Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie). Mechanismen, welche zur Überzuckerung führen, setzen überwiegend am Hormon Insulin an. Es wird zwischen einem absoluten Insulinmangel (gestörte Synthese) und einem relativen Insulinmangel durch eine abgeschwächte Wirksamkeit des Insulins (Insulinresistenz) unterschieden.

Dilatation

Erweiterung (eines Hohlorgans)
Eine Dilatation kann physiologisch durch Muskeln, mechanisch durch Instrumente oder medikamentell durch Pharmaka stattfinden.
Herzdilatation = Erweiterung des Herzens.
Dies kommt vor als Erweiterung einer oder beider Vorkammern und/oder einer oder beider Herzkammern (Links-, Rechtsdilatation).

Echokardiografie

Methode der Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall. Echokardiographie eignet sich u.a. zur Beurteilung der Herzklappenfunktion, zu quantitativen Messungen verschiedener Herzstrukturen, Diagnose von Herztumoren und –thromben, Perikardergüssen und Funktionsanalysen des Myokards.

Endokrinopathien

Oberbegriff für Erkrankungen einer Hormon produzierenden (endokrinen) Drüse mit resultierender Störung der Hormonproduktion u. –regulation mit unterschiedlich starker Auswirkung auf den Gesamtorganismus (abhängig vom betroffenen Hormon).

Euthyreot

Eine normale Schilddrüsenfunktion aufweisend

Glomerulären Filtration

Im Glomerulus wird das Plasma einer Filtration unterzogen. Der Anteil des Plasmas, der filtriert wird, liegt tierartenspezifisch zwischen 15-30 % des effektiven renalen Plasmaflusses (ERPF). Die Menge des Ultrafiltrats (glomeruläre Filtrationsrate, GFR) ist abhängig vom effektiven Filtrationsdruck, der wiederum bestimmt wird durch
1. Blutdruck in den Glomeruluskapillaren
2. Druck im Bowman-Kapselraum
3. kolloidosmotischer Druck der Plasmaproteine.
Die GFR kann durch die Inulin-Clearance erfasst werden.

Halbwertszeit

Eliminationszeit
Zeit, in der die Hälfte einer bestimmten Substanz aus biologischen Systemen unter der Annahme ausgeschieden wird, dass die Ausscheidung exponentiell mit der Zeit verläuft.

Hämatokrit

Der Anteil des Volumens aller geformten Blutelemente am Blutvolumen. In praxi der Anteil des Erythrozytenvolumens am Blutvolumen. Der Hämatokritwert wird in Prozent oder als SI-Einheit in Teilen von Eins (%x0,01) ausgedrückt.

Herzminutenvolumen

Das HZV bezeichnet das von den Herzkammern pro Zeiteinheit (z.B. Minute, HMV) beförderte Blutvolumen. Es ergibt sich aus der Herzfrequenz (HF) und dem Herzschlagvolumen (SV).

Horner Syndrom

Spezifische Form einer Nervenschädigung, die durch den Ausfall des Sympathikuskopfteilsverursacht wird. Es weist einen meist einseitig vorkommenden, dreiteiligen Symptomkomplex auf. Dieser äußert sich in einer Pupillenverengung (Miosis), einem Herabhängen des Oberlids (Ptosis) und einem geringfügig in die Augenhöhle eingesunkenem Augapfel (Enophthalmus).

Hypermetabol

Gesteigerter Stoffwechsel

Hyperplasie

Vergrößerung eines Gewebes oder Organs durch vermehrte Zellteilung. Sie ist deutlich von der Hypertrophie zu unterscheiden, bei welcher das Organ durch Vergrößerung seiner einzelnen Zellen an Größe zunimmt.

Hypertrophie (kardial)

Eine Vergrößerung der einzelnen Herzmuskelzellen führt zu einer Zunahme der Muskelmasse und damit zu einer Vergrößerung des Herzens. Ursache dafür ist vermehrte Arbeit oder eine Erhöhung der im Kreislauf zu überwindenden Widerstände und der dadurch zu leistenden Mehrarbeit. Unterschieden wird eine Links- und Rechts-Hypertrophie ebenso wie eine Arbeits- und pathologische Hypertrophie.

Hyperthyreose

Schilddrüsenüberfunktion.
Die Schilddrüse produziert zu viele Schilddrüsenhormone, so dass im Organismus ein Überangebot entsteht. Infolgedessen kann es zu einer Vielzahl von Krankheitserscheinungen wie beschleunigtem Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern kommen.

Hypokalzämie

Verminderung der Ca-Konzentration im Blutplasma unter die Normwerte.
Auftreten bei Unterfunktion der Nebenschilddrüse (Parathyreoidea), im Hungerzustand und v.a. beim Rind im Zusammenhang mit der Geburt.

Hypoparathyreoidismus

Unterfunktion der Nebenschilddrüse. Dadurch wird zu wenig oder kein Parathormon produziert, wodurch wiederum der Kalziumspiegel im Blut absinkt. Die Folge: das Blut ist übersäuert. Daraus resultieren  Krampfanfällen (Tetanien).  Die häufigste Ursache eines  Hypoparathyreoidismus sind operative Eingriffe an der Schilddrüse, wobei mindestens Teile der Nebenschilddrüse (unbeabsichtigt)  entfernt werden.

Hypothyreose

Mangelzustand, der durch eine unzureichende Sekretion der Schilddrüsen entsteht.

Inappetenz

Appetitlosigkeit

Inotrop

Die Kontraktionskraft des Herzens beeinflussend

Kardiomyopathie

Als Kardiomyopathie bezeichnet man eine genetisch festgelegte oder erworbene, unspezifische Herzmuskelerkrankung. Diese bleibt klinisch lange inapparent, später werden Anzeichen der kardialen Insuffizienz (kongestive K.) deutlich.

Karzinom

Bösartige, unreife Geschwulst vom Typ des Epithelgewebes. Karzinome zeigen ein schnelles und infiltratives Wachstum und haben eine ausgeprägte Neigung zur Metastasenbildung.

Leukopenie

Verminderung der Anzahl der Leukozyten im peripheren Blut unter den physiologischen Wert. Ursache kann ein erhöhter Verbrauch oder eine herabgesetzte Knochenmarkfunktion sein.

Leukozyten

Sammelbegriff für die weißen Blut- und Lymphzellen, die den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gegenübergestellt werden. Ihre relative Anzahl weist artspezifische Unterschiede auf. Außerdem ist die Zahl der Leukozyten bei Jungtieren höher. Die Anzahl weißer Blutkörperchen nimmt mit fortschreitendem Alter ab. Man unterscheidet bei den Leukozyten zwischen den Lymphozyten, den Monozyten und den Granulozyten.

linksventrikulär

den linken Ventrikel/ die linke Herzkammer betreffend

Malabsorption

Gestörte enterale Resorption, z.B. in Folge von Epitheldefekten oder Virusinfektionen.

Maldigestion

Störung der (enzymatischen) Aufspaltung der Nahrung.

Metabolisch

Im Stoffwechsel entstanden; auf den Stoffwechsel beziehend.

Neoplasie

Neubildung von Gewebe, Geschwulst

Palliativ

Nur gegen die Symptome, aber nicht gegen die Ursache einer Erkrankung gerichtete Therapie.

Polyurie

Absatz großer Mengen Urin, die die physiologische Menge übersteigt.
Kann physiologisch nach Aufnahme großer Flüssigkeitsmengen auftreten oder therapeutisch (z.B. Diuretika) bzw. krankhaft (z.B. Diabetes insipidus) bedingt sein.

Rezidiv

Rückfall
Wiederauftreten einer Krankheit nach der Abheilung bzw. offensichtlicher klinischer Gesundung. Der Grund kann eine nicht vollständige Beseitigung des verursachenden Agens sein.

sympathomimetisch

stimulierend auf den Sympathikus wirkend; Dadurch wird vor allem eine Erhöhung des Blutdruckes und der Herzfrequenz, eine Erweiterung der Atemwege, eine allgemeine Leistungssteigerung und ein erhöhter Energieverbrauch bewirkt.

Herzgeräusch, systolisch

Herzgeräusche, die während der Austreibungsphase auftreten.

T3-Suppressionstest

Test zur Bestätigung der Hyperthyreose bei Katzen, wenn die Schilddrüsenhormone trotz charakteristischem klinischen Bildes einer Hyperthyreose noch im Normbereich liegen.

Tachykardie

Beschleunigte Herzschlagfrequenz. Die physiologische Herzschlagfrequenz ist von Tierart zu Tierart unterschiedlich.

Thrombozyten

Blutplättchen;
Im Blut rundliche oder scheibchenförmige, relativ kleine Zellfragmente, die von Knochenmarkriesenzellen (Megakaryozoten) abstammen. Sie enthalten zahlreiche bei der Blutgerinnung wirksame Faktoren sowie vasoaktive Substanzen, die für die Hämostase wichtig sind. Ihre Oberfläche ist meist in relativ hoher Konzentration mit plasmatischen Blutgerinnungsfaktoren besetzt. Sie treten auch außerhalb der Blutbahn auf, wo sie polymorph geformt sind.

Thrombozytopenie

Abfallen der Thrombozytenzahl (Blutplättchen) im Blut unter den Normalwert.
Folgende Ursachen kommen in Frage: verkürzte Lebensdauer der Thrombozyten (Blutplättchen) oder Bildungsstörungen (z.B. bei Entzündungen, Tumoren, Knochenmarkserkrankungen, Verbrauchskoagulopathie).

Thyreoidektomie

Operative Entfernung der Schilddrüse.

Thyreostatika

Medikamente, die bei Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt werden, da sie die Synthese der Schilddrüsenhormone in der Schilddrüse hemmen.

Thyreotoxikose

Überschießende Versorgung des Organismus mit Schilddrüsenhormonen.

Thyreotrop

Die Schilddrüse beeinflussend

Traceruntersuchung

Untersuchung mit Hilfe von metabolisch unwirksamen Markierstoffen, um z.B. die richtige Dosis für den jeweiligen Patienten zu ermitteln.

TRH-Stimulationstest

Schilddrüsenfunktionstest mit Prüfung der TSH-Konzentration (Thyroidea-stimulierendes-Hormon) im Serum vor und 30 Minuten nach Gabe von TRH (Thyreotropin-releasing-Hormon). Dabei steigt bei einer normal funktionierenden Schilddrüse die TSH-Konzentration nach TRH-Injektion deutlich an, bei Schilddrüsenüberfunktion findet sich ein geringerer oder gar kein Anstieg aufgrund der Suppression der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Im Falle einer Schilddrüsenunterfunktion ist die TSH-Konzentration vor der Stimulation bereits erhöht.

Urämie

Hyperurinämie, Harnvergiftung
Klinisches Syndrom, das auf einer unzureichenden Ausscheidung von harnpflichtigen Stoffen beruht. Je nach Ausprägung volle Kompensation, kompensierte oder dekompensierte Retention (reverrsibel/irreversibel).

Ventrikelseptum

Kammerscheidewand des Herzens

Ventrikelseptumdefekt

Defectus septi interventricularis.
Defekt in der Kammerscheidewand des Herzens durch den bei der Systole ein Teil des Blutes von der linken in die rechte Kammer fließt.
Ursache: angeboren oder erworben (sehr selten) durch einen Riss infolge Muskelerweichung (Myomalazie), Infarkt oder Narbe.