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Begriff

Erläuterung

adult

ausgewachsen, erwachsen

akut

Bezeichnung für einen Krankheitsverlauf infolge stark ausgeprägter Noxe mit deutlich ausgeprägten klinischen Symptomen bei einer Dauer von 2-14 Tagen.

Akutes Abdomen

Klinische Bezeichnung für eine meist akut einsetzende Symptomatik bei häufig lebensbedrohlichen Erkrankungen im Bereich der Bauchhöhle.

Alveoläre Echinokokkose

Eine schwerwiegende und lebensbedrohliche Erkrankung der inneren Organe der Menschen, bevorzugt der Leber. Hervorgerufen durch die Finnen des Fuchsbandwurms Echinococcus multilocularis. Der Mensch stellt für den Parasiten einen Fehlwirt dar.

Anthelminthikum

Wurmmittel

Chemotherapeutikum zur Bekämpfung des Befalls mit Helminthen (Nematoden, Zestoden, Trematoden).

Bandwurmfinnen

Larvenstadium der Zestoda, das auch als Metazestode bezeichnet wird. Es werden verschiedene Formen bzw. Typen unterschieden.

Ruptur

Zerrreißung, Durchbruch, spontane oder traumatische Organ- oder Gewebszerreißung.

Echinokkokose

Infektion des Dünndarms von Fleischfressern mit geschlechtsreifen oder heranwachsenden Bandwürmern der Gattung Echinococcus oder extraintestinaler Befall von Säugetieren und dem Menschen mit deren Finnen (Metazestoden).

Ekzem

Entzündliche, oberflächliche Hauterkrankung, die anfangs erythematös, papulovesikulär, nässend und krustenbildend ist, später purpurrot, schuppig und evtl. auch pigmentiert.

Endemisch

Im Vorkommen auf ein bestimmtes, relativ eng umschriebenes Gebiet beschränkt. Regelmäßig in einer bestimmten Population auftretende Krankheiten, die weder zu einer Epi- noch zu einer Pandemie führen, sondern auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt bleiben, nennt man endemisch.

Endoparasit

Innenschmarotzer;
Parasit der im Inneren seines Wirtes lebt und dort schmarotzt. Er steht nur über seinen Wirt mit der Außenwelt in Verbindung. Nach ihrer Lokalisation werden u.a. Blut-, Darm- und Gewebeparasiten unterschieden.

Endwirt

Wirt, in dem Parasiten die Geschlechtsreife erlangen und Fortpflanzungsprodukte (Eier, Larven, Oozysten) erzeugen.

Enteropathien

Allgemeine Bezeichnung für Darmerkrankungen.

Enzystierung

Entwicklungsschritt im Lebenszyklus eines Parasiten zur widerstandsfähigen Dauerform, der Zyste.

Eosinophilen Granulozyten

Azidophile Leukozyten;
Granulozyten, die nach Färbung mit Eosinfarbstoffen rotgefärbte Granula aufweisen. Sie werden im roten Knochenmark gebildet und befinden sich vorwiegend im Bindegewebe, insbesondere bei allergischen Erkrankungen und Parasitenbefall. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit zur Phagozytose.

Epidemiologie

Wissenschaftszweig, der sich mit der Verbreitung von Krankheiten befasst. Hierbei werden besonders die Verteilung und die Häufigkeit der Erkrankung, Ursache, Risikofaktoren, Pathogenese und die Übertragungswege berücksichtigt.

Epsiprantel

Ein Anthelminthikum zur Bekämpfung von Bandwürmern aus der Gruppe der Quinolinderivate.

Exposition

Als Exposition bezeichnet man den beabsichtigten oder unbeabsichtigten Kontakt bzw. das Ausgesetztsein des Organismus oder seiner Teilstrukturen (Gewebe, Zellen, Moleküle) gegenüber externen Einflüssen, z.B.:
- biologische
- physikalische
- chemische
- psychische oder
- andere Einflüsse der Umgebung.

extraintestinal

Außerhalb des Darmes, des Verdauungstraktes

Exzystierung

Entwicklungsschritt im Lebenszyklus eines Parasiten von der Zyste (widerstandsfähige Dauerform) zur Larve.

fäkal

zum Kot, zu den Fäzes gehörig

Fehlwirt

Aberranter Wirt;

Wirtsform, in der der Lebenszyklus eines Parasiten nur bis zu einer bestimmten Stufe der Entwicklung abläuft. Die Geschlechtsreife erreicht der Parasit in diesem Wirt jedoch nicht. Der Parasit kann klinisch manifeste Krankheitssymptome beim Fehlwirt verursachen.

Fenbendazol

Anthelminthischer Wirkstoff aus der Gruppe der Benzimidazole. Wirkt gegen Rund- und Hakenwürmer sowie gegen Taenien. Außerdem gibt es ein Präparat mit dem Wirkstoff Fenbendazol, das zur Behandlung der Giardiose beim Hund zugelassen ist.

Filariose (Filariidose)

Erkrankung in Folge einer Infektion mit Filarien (Fadenwürmern).

Foetus (Fetus)

Frucht;
Bezeichnung für den sich entwickelnden Keim nach der Anlage der Organe.

galaktogen

milchbildend, milchtreibend, über die Milchdrüse

Giardien

Giardien sind einzellige Dünndarmparasiten. Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von Säugetieren, Amphibien, Reptilien und Vögeln vor.

Giardiose

Erkrankung in Folge einer Infektion mit Giardien, die mit schleimigem, teilweise auch mit blutigem und fettreichem Durchfall einhergehen kann.

Helminthen

Würmer;

Sammelbezeichnung für Vertreter der Trematoda, Zestoda, Nematoda und Acanthocephala.

Helminthose

Wurmkrankheit

Eine durch den Befall mit Würmern (Helminthen) verursachte Erkrankung.

Hepatomegalie

Vergrößerung der Leber

Hypobiose

Bezeichnet eine Entwicklungshemmung bzw. eine Entwicklungspause bei Helminthen in verschiedenen Entwicklungsstadien.

hypobiotisch

in der Entwicklung gehemmt, in einer Wachstumspause steckend

Ikterus

Gelbsucht

Immunkompetenz

Fähigkeit des Organismus bzw. dessen Immunzellen, auf einen Antigenreiz spezifisch zu antworten. Die Immunkompetenz ist an die langlebigen Lymphozyten gebunden.

Immunstatus

Immunreaktivität, Immunprofil;

Zustand des Immunsystems zu einem gegebenen Zeitpunkt, der sich mit physiologischen Daten wie Immunglobulinkonzentration, Anzahl der Leukozyten und Lymphozyten, Verhältnis von B- zu T-Zellen und funktionelle Aussagen über die Stimulierbarkeit des Immunsystems beschreiben lässt.

Infektion

Eindringen, Haften und Vermehren eines infektiösen Agens in einen Wirtsorganismus unter Auslösung einer Reaktion.

Infektionsdosis

Die zum Angehen einer Infektion notwendige Dosis.

Infektionsweg

Weg des Erregers von der Eintrittspforte zu seinem definitiven Siedlungsort bzw. der Weg der Ausbreitung über den gesamten Organismus, z.B. hämatogen, lymphogen usw.

infiltrativ

In die Umgebung eindringend

Inkubationszeit

Zeitspanne zwischen der Ansteckung (Infektion) des Wirts mit dem Erreger und dem Auftreten der ersten klinischen Krankheitserscheinungen. Bei den verschiedenen Infektionskrankheiten unterschiedlich lang (zwischen wenigen Stunden bis mehrere Wochen, in Ausnahmefällen Monate bis Jahre). Sie ist abhängig vom Wirt und seiner Disposition, der spezifischen und unspezifischen Abwehr, Art und Virulenz des Erregers und der Befallsstärke.

intermittierend

unterbrochen, zeitweilig aussetzend bzw. nachlassend

intestinal

zum Darm gehörend

Inzidenz

Krankheitshäufigkeit

Anzahl neuer Krankheitsfälle in einer Population in einem festgelegten Zeitraum.

Kontamination

Verunreinigung

Kopro-Antigen-Nachweis

Nachweis von Antigenen über den Kot

Laktation

Milchproduktion
Umfasst die Milchsynthese und –sekretion in der Milchdrüse von Säugetieren.

Larva migrans cutanea

Die Larva migrans cutanea wird durch Larven unterschiedlicher Hakenwürmer verursacht, die in den obersten Schichten der Haut wandern. Die infektiösen Larven halten sich im Erdreich auf und bohren sich bei Kontakt durch die Haut. Sie verursachen rote, bizarr geformte fadenförmige Streifen in der Haut sowie Juckreiz.

Larva migrans visceralis

Eine durch die Infektion mit Spulwürmern von Hund und Katze hervorgerufene Erkrankung des Menschen. Die Manifestation der klinischen Symptome hängt vom Ort und dem Umfang der Organschädigung durch die Körperwanderung der Larven ab.

Malabsorption

Gestörte enterale Resorption, z.B. in Folge von Epitheldefekten oder Virusinfektionen.#

Mesocestoides

Bandwurmgattung.

Kommen bei Säugetieren und Vögeln vor. Die Entwicklung erfolgt über 2 Zwischenwirte.

Metastasen

Tochtergeschwulst, Absiedlung;
Sekundäres Auftreten desselben Krankheitsprozesses vom Primärherd entfernt. Ursache ist eine Verschleppung lebender, unbelebter, gelöster oder ungelöster Materie (Tumorzellen, Mikroben, infizierter Embolus, Parasiten usw.) durch mechanischen Kontakt oder auf kanalikulärem Wege (z.B. hämatogen, lymphogen, aerogen).

Metazestoden

Larvenstadium der Zestoda, das auch als Finne bezeichnet wird. Es werden verschiedene Formen bzw. Typen unterschieden.

Metronidazol

Antibiotischer Wirkstoff aus der Gruppe der Nitroimidazole, der zur Behandlung von Infektionen mit Anaerobiern und Protozoen eingesetzt wird.

Mikrovilli

Mikrozotten der Darmschleimhaut

Onkosphäre

Sechshakenlarve

Infektiöses Larvenstadium von Echinococcus spp.

nutritiv

ernährend, nahrhaft, der Ernährung dienend

oral

Zum Munde (zur Mundhöhle) gehörig, mündlich, durch den Mund, vom Mund her, zum Mund hin.

ovizid

wirkt abtötend auf die Eier von Parasiten

parasitieren

schmarotzen

Parasitose

Eine manifeste oder klinisch inapparente Erkrankung in Folge einer Infektion mit Parasiten.

Paratenischer Wirt

Additionalwirt, Sammelwirt, Nebenwirt;

Fakultativ in den Lebenszyklus von Parasiten eingeschaltete Wirte, in denen sich ein Parasit aufhalten und überleben, aber nicht vermehren kann. Durch Mehrfachinfektion können jedoch verschiedene Stadien des Parasiten angehäuft werden.

Patente Infektion

Befall eines Organismus mit Parasiten, der mit dem Auftreten ihrer Fortpflanzungsprodukte in den Körperausscheidungen des Wirtes einhergeht.

perkutan

durch die Haut hindurch

plazentar

über die Plazenta, sich auf die Plazenta beziehend

Pneumonie

Lungenentzündung; Erkrankung des Lungenparenchyms; Es gibt verschiedene Formen der Pneumonie, die entweder durch ihre Lokalisation oder ihre Ursache klassifiziert werden.

präadult

unreif

pränatal

vor der Geburt

Präpatenz

Die Präpatenz beschreibt bei der Infektion durch einen Parasiten die Zeitdauer von der Aufnahme der infektiösen Parasiten-Stadien bis zum Auftreten von ersten Geschlechtsprodukten (Eier, Larven u.a.) im Stuhl, Urin oder Blut. Die Präpatenz kann mit der Inkubationszeit (Auftreten von ersten Krankheitssymptomen) zusammenfallen, es können jedoch auch asymptomatische Geschlechtsprodukte ausgeschieden werden.

Prävalenz

Häufigkeit, mit dem eine bestimmte Krankheit (oder ein bestimmtes Merkmal) in einer bestimmten Bevölkerung (Population) zu einem definierten Zeitpunkt vorkommt.

Praziquantel

Ein gegen verschiedene Trematoden und Zestoden wirksames Anthelminthikum aus der Gruppe der Quinolinderivate.

Proglottide

Bandwurmglied

Protozoen

Urtiere;

Einzellige, tierische Organismen.

Reinfektion

Erneute Ansteckung mit dem/den selben Erreger(n) nach erfolgter Eliminierung des/der Erreger(s) einer vorangegangenen Infektion.

Schmierinfektion

Direkte Übertragung von Krankheitserregern durch Berührung eines Objektes oder Lebewesens.

Seroprävalenz

Häufigkeit, mit der seropositive Tiere in einer Population vorkommen.

Somatische Larvenstadien

Sich im Wirtsorganismus befindende Larvenstadien

Strobila

Kette aus Bandwurmgliedern

Taenien

Sammelbezeichnung für die Bandwürmer der Familie Taeniidae insbesondere für die Vertreter der Gattung Taenia und Echinococcus.

Toxocariasis / Toxocarose

Es handelt sich um eine Zoonose, hervorgerufen durch die Infektion mit Spulwürmern von Hund und Katze.

Trophozoit

Bezeichnung für die vegetative Lebensform von Protozoen.

Zoonose

Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann.

Zoonotisches Potenzial

Krankheitserreger, die auf den Menschen übertragen werden können und dort Erkrankungen (Zoonosen) hervorrufen können, besitzen ein zoonotisches Potenzial.

Zwischenwirt

Intermediärwirt

Lebewesen, die bestimmte Entwicklungsstadien heteroxener Parasiten beherbergen, in denen die Parasiten jedoch nicht zur Geschlechtsreife gelangen oder sich fortpflanzen können. Einige Parasiten befallen im Laufe ihres Entwicklungszyklus mehrere solcher Zwischenwirte. Ohne sie kann der vollständige Entwicklungszyklus der Parasiten nicht ablaufen.

Zyste

Ein- oder mehrkammerige, durch eine Kapsel abgeschlossene sackartige Geschwulst, mit dick- oder dünnflüssigem Inhalt. Es werden 3 Arten von Zysten unterschieden:
1. Echte Zysten (mit Epithel ausgekleidet)
2. Pseudozysten ( nur von Bindegewebe umgeben)
3. Hautzysten

Zystische Echinokokkose

Eine durch die Infektion mit dem kleinen Hundebandwurms (E. granulosus) hervorgerufene zystische Organveränderung (Leber, Lunge, Gehirn) des Menschen durch Ausbildung von Finnen (Metazestoden).