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Spulwürmer

Spulwurmbefall im Darm, Quelle: Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie

Infektionen von Katzenwelpen mit Darmparasiten sind ein häufiges Problem. Die Infektion mit dem Katzenspulwurm Toxocara mystax (syn. T. cati) kommt weltweit am häufigsten vor. Untersuchungen von Katzen, unabhängig von deren Alter ergaben, dass 24,3 % mit Endoparasiten befallen waren. Hiervon wurden bei 26,2 % der Katzen Spulwürmer und bei 51,6 % Giardien nachgewiesen (Barutzki 2003). Bei Katzenwelpen wird die Infektionshäufigkeit auf über 70 Prozent geschätzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass Katzen unter 3 Monaten am häufigsten mit Spulwürmern infiziert sind. Bis zum sechsten Lebensmonat bleibt die Infektionshäufigkeit jedoch hoch. Anschließend nimmt sie immer mehr ab (Coati 2002).

Infektionswege
Katzenwelpen infizieren sich entweder galaktogen über die Muttermilch oder sie nehmen oral larvenhaltige, infektiöse Wurmeier aus der Umwelt auf. Anschließend kommt es zu einer Larvenwanderung im Körper mit anschließender Ansiedlung der geschlechtsreifen Würmer im Dünndarm. Bei einer Infektion über paratenische Wirte wie Mäuse und Ratten oder die Muttermilch dringen die Larven in die Magen- und Dünndarmwand ein. Dort entwickeln sie sich weiter und kehren dann in das Darmlumen zurück. Einige Larven siedeln sich bei der Körperwanderung auch in verschiedenen Organen und der Muskulatur der Katzen an. Dort kapseln sie sich ab und begeben sich in ein teilweise mehrere Jahre dauerndes Ruhestadium (Hypobiose). Aus diesem erwachsen sie während der Trächtigkeit. Mit dem Einsetzen der Laktation werden sie über die Muttermilch an die Welpen weitergegeben. Eine pränatale Infektion der Welpen konnte bei der Katze bislang nicht nachgewiesen werden (Eckert 2000, Coati 2002, Ribbeck und Rehbein 2005).

Klinische Symptome
Spulwürmer können bei Katzenwelpen einen Mangel an Kalzium, Phosphor, Vitaminen und Spurenelementen sowie Glukose verursachen und so zu Wachstumsstörungen führen. Die Tiere leiden außerdem an einer Darmentzündung, breiigem Kot oder Durchfall, Erbrechen und damit einhergehendem Flüssigkeitsverlust. Es kann auch zu einer Blutarmut bei den Tieren kommen. Das Haarkleid wird struppig und glanzlos, die Tiere magern zunehmend ab.