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Wurmbefall bei adulten Hunden

Infektionen mit Endoparasiten rufen in Abhängigkeit von Spezies und Befallsdichte unterschiedliche klinische Symptome bei ihren Wirten hervor. Diese können von geringgradigen Magen-Darm-Störungen mit Appetitlosigkeit und Fressunlust und verminderter Gewichtszunahme über Gewichtsverlust, Blutarmut, Eiweißmangel, starkem Wasserverlust, Verstopfung und blutig-schleimigem Durchfall bis zur Darmruptur und damit zum Tode führen.

Wurmbefall wird durch Faktoren wie geographische Lage, den klimatischen Verhältnissen, die Jahreszeit und vor allem auch von den Lebensbedingungen der Tiere beeinflusst. Einer Studie von Barutzki (2003) zufolge, sind ein Drittel aller Hunde in Deutschland mit Endoparasiten infiziert. Aufgrund der Häufigkeit ihres Vorkommens oder ihres zoonotischen Potenzials sind folgende Darmparasiten des erwachsenen Hundes bedeutend:

Art der Parasiten

Spezies

Rundwürmer (Nematoden)

Toxocara canis, Toxascaris leonina

(Spulwürmer)

Ancylostoma caninum, Uncinaria stenocephala (Hakenwürmer)

Trichuris vulpis (Peitschenwürmer)

Bandwürmer (Zestoden)

Taenia spp.

Dipylidium caninum (Gurkenkernbandwurm)

Echinococcus spp.

Einzeller (Protozoen)

Giardien


In verschiedenen Studien konnte eine Abhängigkeit der Infektionshäufigkeit bei Hunden von der städtischen oder ländlichen Umgebung festgestellt werden. So sind Hunde aus ländlichen Gegenden signifikant häufiger mit Haken- und Bandwürmern infiziert als Hunde aus der Stadt (Sager et al. 2006). Ergebnisse von Rubel et al. (2003) zeigten eine höhere Befallsintensität mit T. canis bei Hunden, die in sozial schwachen Haushalten wohnten als bei Hunden, die in Haushalten mit einem höherem monatlichem Einkommen lebten.

Deplazes et al. (1995) untersuchten in der Schweiz Kotproben von streunenden Hunden und wiesen bei 17 % dieser Hunde Stadien von T. canis nach. Sager et al. 2006 fand dagegen nur eine Befallshäufigkeit von 7,1 Prozent bei Hunden in der Schweiz. Eine deutlich höhere Befallsrate mit T. canis (75 %) bei streunenden Hunden in der Slowakei wurde von Dubinskiy et al. (1995) berichtet. In Deutschland fand Barutzki (2003) bei 22,4 Prozent von mit Endoparasiten infizierten Hunden einen Befall mit Toxocara canis.