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Fokusthema "Herzerkrankungen beim Hund"

Einleitung

Etwa 10 Prozent aller als Haustiere gehaltenen Hunde leiden an einer Herzerkrankung. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um erworbene Herzfehler, was erklärt, dass vor allem ältere und übergewichtige Hunde betroffen sind.

Nachfolgend sind die häufigsten angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen aufgeführt:

 

AngeborenErworben

Subaortenstenose

Mitralklappenendokardiose

Pulmonalstenose

Dilatative Kardiomyopathie

Ventrikelseptumdefekt

Perikarderguss

Persistierender Ductus arteriosus Botalli

Herzneoplasie

Trikuspidaldysplasie



Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie längerfristig das Syndrom Herzinsuffizienz hervorrufen, auch wenn dies oft unauffällig und während der ersten Zeit auch unerkannt verläuft, da der Körper über verschiedene Kompensationsmechanismen verfügt, die bei sinkendem Herzzeitvolumen aktiviert werden. Diese Kompensationsmechanismen sind zwar kurzfristig sehr sinnvoll und haben zum Ziel, eine ausreichende Sauerstoffversorgung aller Organe aufrecht zu erhalten. Mittelfristig führen sie jedoch in einen Circulus vitiosus, der zu einem zunehmend progressiven Verlauf führt (Details siehe Kapitel 6: Kompensationsmechanismen). Daher ist es wichtig, Herzerkrankungen sowie die Anzeichen einer beginnenden Herzinsuffizienz möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. Ist wie in den meisten Fällen eine ätiologische Behandlung nicht möglich, muss die Herzinsuffizienz behandelt werden, um den progressiven Verlauf zu verlangsamen, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern bzw. zu erhalten und seine Überlebenszeit zu verlängern.

Hier haben sich ACE-Hemmer wie Ramipril und in schwereren Fällen der Insuffizienz die Kombination mit dem Schleifendiuretikum Furosemid bewährt.

Mehr zu Herzerkrankungen und Herzinsuffizienz beim Hund sowie zu Verfügung stehende Behandlungsmethoden, finden Sie in diesem Fokusthema.