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Begriff

Erläuterung

Abdomen

Bauch, Wanst.
Abschnitt des Rumpfes der durch den von der Linea terminalis umrahmten Beckeneingang und durch den Rippenbogen begrenzt wird.

ACE

Angiotensin converting enzyme.

ACE-Hemmer

Hemmer des Angiotensin-Converting-Enzymes, Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer.
Das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) ist für die Regulation des Blutdrucks, des Blutvolumens und der Natriumkonzentration im Körper sehr wichtig. ACE-Hemmer hemmen die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II. Angiotensin II wirkt gefäßverengend (vasokonstriktiv), den Blutdruck erhöhend (hypertensiv), hemmt die Ausscheidung von Kochsalz und Wasser über die Niere (antidiuretisch) und stimuliert die Sekretion von Aldosteron, was wiederum zu einem Blutdruckanstieg führt.
Am Herzmuskel wirken sich ACE-Hemmer positiv auf die Schlagkraft des Herzens aus und erhöhen somit das Herzzeitvolumen. Sie werden als Gefäßerweiterer (Vasodilatatoren) und als Mittel gegen Bluthochdruck (Antihypertonika) eingesetzt. Zur Gruppe der ACE-Hemmer gehören z.B. Ramipril, Enalapril und Captopril.

ADH

Antidiuretisches Hormon (Vaspressin, Adiuretin).

Adipös

fettleibig

Adipositas

Fettsucht, Verfettung, Fettleibigkeit.

Adspektion

Optische Überprüfung im Rahmen der Allgemeinuntersuchung.

Akromegalie

Hormonelle Erkrankung, die durch eine Überproduktion des Wachstumshormons Somatotropin (STH) verursacht wird. Es kommt zu einer ausgeprägten Vergrößerung der Körperendglieder oder vorspringenden Teile des Körpers (Akren).

Aldosteron

Steroid-Hormon der Nebennierenrinde (NNR).
Es wird in der Zona glomerulosa der NNR synthetisiert und zeigt fast ausschließlich eine mineralocorticoide Wirkung. Synthese und Freisetzung werden vom Renin-Angiotensin-Aldosteron System (RAAS) gesteuert, das bei Natriummangel (Hyponatriämie) und bei Abfall des Blutdrucks und des Plasmavolumens aktiviert wird. Aldosteron reguliert das Volumen und die Kationen-Zusammensetzung der intra- und extrazellulären Flüssigkeiten.

Anämie

Blutarmut.
Absinken der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und/oder des Gehalts an rotem Blutfarbstoffs (Hämoglobin) pro Volumeneinheit unter die physiologischen Grenzwerte. Klinisch treten v.a. blasse Schleimhäute, kalte Haut, ein kleiner, schneller Puls, metallisch klingende, pochende Herztöne sowie zentralnervöse und Atmungsstörungen auf. Es werden verschiedene Formen der Anämie unterschieden. Diese lassen sich in regenerative und nicht regenerative (aplastische) Anämien einteilen.

Anamnese

Vorbericht über ein Krankheitsgeschehen und dessen Begleitumstände. Teil einer systematischen Untersuchung.

Antidiuretische Hormon (ADH, Vasopressin)

Adiuretin, Tonephin, Pitressin.
Neben den Mineralokortikoiden ist Vasopressin das wichtigste Hormon für die Regulation des Wasserhaushaltes. Vasopressin hemmt die Harnausscheidung über die Niere (Diurese) durch eine Steigerung der Rückresorption des Wassers. Es führt damit zu einer Konzentrierung des Harns und ruft in verschiedenen Organen eine Gefäßverengung (Vasokonstriktion) hervor. Die Sekretion von Vasopressin wird durch die Erhöhung des osmotischen Druckes im Blutplasma bzw. durch die Reduzierung des extrazellulären Flüssigkeitsvolumens stimuliert. Vasopressin wird vorwiegend im Hypothalamus gebildet und in der Neurohypophyse gespeichert

Aortensystole

Einengung der Blutausflussbahn aus der linken Herzkammer (Aorta) meist als Folge einer Entzündung.

Apathie

Teilnahmslosigkeit, geringe Lebhaftigkeit.
Klinische Bezeichnung für mangelnde Reaktion des Tieres auf Umweltreize.

Arrhythmie

Unregelmäßigkeit im normalen Herzrhythmus.

Aszites

Bauchwassersucht.

Eine pathologische (krankhafte) Flüssigkeitsansammlung in der freien Bauchhöhle.

Ätiologie

Die Lehre von der Krankheitsursache.

Der Begriff wird aber im weitesten Sinne auch für die Ursache selbst gebraucht.

Atriales natriuretisches Peptid (ANP)

ANP wird in den Herzzellen des Vorhofes synthetisiert. Es wird auf einen Dehnungsreiz der Vorhöfe hin in das Blut freigesetzt. Es führt zu einer Steigerung der Harn- und Natriumausscheidung über die Niere (Diurese und Natriurese) sowie zu einer Weitstellung der Gefäße (Vasodilatation).

Atrioventrikulärer Block (AV-Block)

Häufige Herzrhythmusstörung, bei der die Erregungsleitung zwischen den Vorhöfen und den Herzkammern am Atrioventrikularknoten (AV-Knoten) des Herzens verzögert, zeitweise oder dauerhaft unterbrochen ist.

Atrium

Vorhof, Vorkammer, Herzvorkammer

Auskultation

Horchen, Abhorchen, Behorchen der im Körper durch Herz- und Verdauungstätigkeit und anderer Aktivität entstehender Töne mit Hilfe eines Steto- oder Phonendoskops.

Azidose

Säurung des Körpers mit Belastung der Puffersysteme bis hin zu klinischen Erscheinungen.
Eine Azidose kann durch eine verminderte Ausscheidung oder eine vermehrte Bildung von H+-Ionen oder einen erhöhten Basenverlust entstehen. Unterschieden werden respiratorische und metabolische Formen. Eine Azidose geht häufig einher mit einer Hyperphosphatämie und –urie und ist stets durch eine erhöhte Atemfrequenz gekennzeichnet.

Beta-Blocker

Beta-Rezeptorenblocker, Adrenorezeptorenblocker.
Wirkstoffe, die Adrenorezeptoren reversibel oder irreversibel blockieren und die Wirkung von den Sympathikus stimulierenden Arzneimitteln (Sympathomimetika) an den Zielorganen hemmen, werden als Adrenolytika bezeichnet. Sie werden nach dem Angriffsort in Alpha- und Beta-Adrenolytika eingeteilt.

Zu den Beta-Rezeptorblockern gehören z.B. Propanolol und Carazolol (Wirkung: ß1 = ß2), die als Antiarrhythmika, zur Minderung von kardialen Stresssymptomen sowie zur Blutdrucksenkung (human) eingesetzt werden. Atenolol dagegen weist eine kardioselektive Wirkung auf (Wirkung: ß1 > ß2).

Bifurcatio Tracheae

Übergang der Luftröhre in die Hauptbronchien.

Biliär

Die Galle betreffend.

Bradyarrhthmie

Bradykarde Rhythmusstörung.

Bradykardie

Abnahme der Herzfrequenz unter die Schlagfrequenz des physiologischen Bereiches.
Mögliche Ursachen sind: Angst, infektiöser, neurogener (Hirndrucksteigerung), medikamenteller (Digitalis, Betarezeptorenblocker), toxischer Ursprung und Unterkühlung.

Bradykinin

Potentes Kinin mit stark vasodilatatorischer Wirkung.

Bronchospasmus

Verkrampfen der Muskeln, welche die Atemwege umspannen.

Chronotrop

Eine Substanz, die die Herzfrequenz beeinflusst:
positiv chronotrop = frequenzsteigernd,
negativ chronotrop = frequenzsenkend.

Circulus vitiosus

Teufelskreis bzw. fehlerhafter Kreislauf.
Es handelt sich um einen Regelkreis mit positiver Rückkopplung, durch die die Höhe der geregelten Größe weiter gesteigert wird. Eine Normalisierung ist erst möglich, wenn der Kreislauf unterbrochen wird.

Diastole

Phase der Herzkammererschlaffung und Herzkammerfüllung (Füllungsphase), die auf die Kontraktion des Herzmuskels (Systole) folgt.

Diastolische Geräusche

Geräusche die während der Füllungsphase des Herzens auftreten.

Digitalisglykoside

Wirkstoffgruppe, die die Schlagkraft des Herzen (Kontraktionskraft) erhöhen
(positiv inotrop).

Digitalisierung

Digitalis (z.B. D. purpurea, Roter Fingerhut) ist eine seit vielen Jahrhunderten bekannte Arzneipflanze, die in ihren Blättern oder Samen verschiedene herzwirksame Glycoside enthält.

Wirkung: Durch die Vertiefung und Verlängerung der Diastole (Füllungsphase) erfolgt eine bessere Füllung des Herzens. Durch die Zunahme an Kraft, Stärke und Schnelligkeit der Systole (Austreibungsphase) ergeben sich eine Vergrößerung des Schlagvolumens und ein Druckanstieg in der Aorta. Dieser führt seinerseits reflektorisch zur Erregung des Vaguszentrums.

Dilatation

Erweiterung (eines Hohlorgans).
Eine Dilatation kann physiologisch durch Muskeln, mechanisch durch Instrumente oder medikamentell durch Pharmaka stattfinden.
Herzdilatation = Erweiterung des Herzens.
Dies kommt vor als Erweiterung einer oder beider Vorkammern und/oder einer oder beider Herzkammern (Links-, Rechtsdilatation).

Dilatative Kardiomyopathie

Eine Erkrankung des Herzmuskels, die mit einer Erweiterung des Hohlorgans einhergeht.

Diuretikum

Harntreibende Arzneimittel (z.B. Furosemid).

Diuretisch

Harntreibend wirkend.

DKM

Dilatative Kardiomyopathie

Dorsoventral

Vom Rücken zum Bauch.

Dromotrop

Eine dromotrope Substanz beeinflusst die Erregungsleitung des Herzen.
negativ dromotrop = Verzögerung der Erregungsleitung,
positiv dromotrop = Beschleunigung der Erregungsleitung

Dysfunktion

Fehlerhaft ablaufende Funktion, Funktionsstörung.

Dyspnoe

Atemnot

Echokardiographie (EKG)

Methode der Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall. Echokardiographie eignet sich u.a. zur Beurteilung der Herzklappenfunktion, zu quantitativen Messungen verschiedener Herzstrukturen, Diagnose von Herztumoren und –thromben, Perikardergüssen und Funktionsanalysen des Myokards.

EKG

Elektrokardiogramm.
Das EKG zeichnet die während der Herztätigkeit entstehenden elektrischen Potentialänderungen zwischen 2 Ableitungspunkten auf. Ausgemessen werden Zacken und Strecken, die bestimmten Vorgängen im Herzen zugeordnet werden.

Embolie

Teilweiser oder vollständiger Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material.

Emphysem

Aufblähung, das Aufgeblasen- oder Ausgedehntsein.

Enddiastolischer Druck

In der Diastole füllt sich das Herz unmittelbar vor dem Pumpvorgang (Systole) mit Blut. Die Enddiastole ist die Phase am Ende der Füllungsphase, also das Ende der Diastole. Während sich das Herz mit Blut füllt, entsteht im Herzen ein zunehmender Füllungsdruck. Dieser Druck ist am Ende der Füllungsphase am größten und wird als enddiastolischer Druck bezeichnet.

Endokardiose

Als Endokardose bezeichnet man eine grauweiße Verdickung der Herzklappen mit wulstförmig-kleinknotiger Deformation der Klappenränder.
Diese entsteht durch eine subendotheliale Bindegewebsfaser- und Grundsubstanzvermehrung. Betroffen sind insbesondere die Atrioventrikularklappen.

Endothel

Geschlossener, einschichtiger Verband von Zellen, die u.a. die Auskleidung von Gefäßen und Hohlorganen bilden.

Exspiration

Ausatmung

Extrasystolen

Einzelne oder gehäufte Herzaktionen, die vorzeitig außerhalb des normalen Herzrhythmus auftreten.
Einteilung nach Ursprung des auslösenden Reizes in supraventrikuläre (Sinus-, Vorhof-, AV-ES) und ventrikuläre Extrasystolen (VES). Das Auftreten von Extrasystolen wird als Extrasystolie, die Folgen mehrere Extrasystolen dicht aufeinander als Salvenextrasystolie bezeichnet. Folgen dem Normalschlag in konstantem Abstand mehrere Extrasystolen, besteht eine fixe Koppelung (Bigeminie, Trigeminie, Polygeminie).

Fibrose

Starke Bindegewebsvermehrung in Organen oder Geweben, meist als Vernarbungsvorgang mit starker Bindegewebsbildung nach interstitiellen Zellinfiltrationen, hervorgerufen durch Entzündungen. Histologisch ist dieses Gewebe zellarm und straff-faserig.

Frank-Starlin-Mechanismus

Autonomer Regelkreis des Herzens, der im Zusammenhang mit Füllung und Auswurfleistung steht. Je größer das Volumen während der Diastole (Füllungsphase) einströmenden Blutes ist, desto größer ist auch das bei der folgenden Systole (Auswurfphase) ausgeworfene Volumen.

Galopprhythmus

Herzrhythmus mit 3 Herztönen, der bei hohen Herzschlagfrequenzen auftritt. Er weist auf ein drohendes Versagen der Herzmuskulatur, eine Vorhofvergrößerung oder auf manche Formen der Mitralstenosen hin.

Genese

Entstehung, Entwicklung.

Hämatokrit

Der Anteil des Volumens aller geformten Blutelemente am Blutvolumen. In praxi der Anteil des Erythrozytenvolumens am Blutvolumen.

Der Hämatokritwert wird in Prozent oder als SI-Einheit in Teilen von Eins (% x 0,01) ausgedrückt.

Hämodynamik

Lehre von der Blutbewegung im Organismus.
Gesteuert wird sie überwiegend durch das vegetative Nervensystem und zu einem geringen Anteil über das endokrine System. Über die Hämodynamik wird die Durchblutung eines Organs so geregelt, dass trotz des relativ geringen Blutvolumens des Organismus der Bedarf aller Organe gedeckt wird.

Hepatomegalie

Vergrößerung der Leber

Hepatorenal

Leber und Niere betreffend, zu Leber und Niere gehörend.

Herzglykosid

Die herzwirksamen Glykoside kommen in der Natur in verschiedenen Pflanzenfamilien sowie in Hautsekreten von Kröten vor. Besondere Bedeutung haben die Digitalisglykoside.

Herzinsuffizienz

Symptomkomplex, der durch die Unfähigkeit des Herzen verursacht wird, trotz ausreichendem venösem Blutangebot und Einsatz von kardialen Kompensationsmechanismen für eine ausreichende Durchblutung des Organismus zu sorgen. Die Herzinsuffizienz kann das ganze Herz oder nur eine Herzhälfte betreffen (Links-, Rechtsinsuffizienz). Außerdem kann sie erst bei Leistungsanforderung (Arbeitsinsuff.) oder bereits in Ruhe (Ruheinsuff.) auftreten.

Herzminutenvolumen (HMV)

Das HZV bezeichnet das von den Herzkammern pro Zeiteinheit (z.B. Minute, HMV) beförderte Blutvolumen. Es ergibt sich aus der Herzfrequenz (HF) und dem Herzschlagvolumen (SV).

Herzspitzenstoß

Fühlbarer Anstoß der Herzspitze an die vordere Brustwand während der Systole (Füllungsphase des Herzens).

Herzzeitvolumen

Siehe Herzminutenvolumen

HKM

Hypertrophe Kardiomyopathie.

Hydrostatischer Druck

Druck, der sich innerhalb einer ruhenden Flüssigkeit unter dem Einfluss der Gravitationskraft einstellt.

Hydrothorax

Ansammlung seröser Flüssigkeit im Brustraum.

Hyperkinetisch

Mit gesteigerter Muskelaktivität einhergehend.

Hypertonie

Bluthochdruck.

Hyperthyreose

Schilddrüsenüberfunktion.
Die Schilddrüse produziert zu viele Schilddrüsenhormone, so dass im Organismus ein Überangebot entsteht. Infolgedessen kann es zu einer Vielzahl von Krankheitserscheinungen wie beschleunigtem Herzschlag, Gewichtsverlust, Nervosität und Zittern kommen.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HKM)

Herzerkrankung, die mit einer Massenzunahme (Muskulatur) einhergeht.

Hypertrophie

Masse- und Volumenzunahme eines Gewebes oder Organs durch Zellvergrößerung bei gleichbleibender Zellzahl.

Hypotension

Zusammenfassende Bezeichnung für einen verringerten Blutdruck (Hypotonie).

Hypothermie

Untertemperatur, Unterkühlung
Senkung der Körperkerntemperatur unter den physiologischen Schwankungsbereich.

Hypovolämie

Abfall der sich im Blutkreislauf befindlichen Menge Blut unter den physiologischen Normalwert. Blutverluste nach außen und in Gewebe oder in Körperhöhlen sowie Plasma- oder Flüssigkeitsverluste können die Ursache sein.

Hypoxie

Sauerstoffmangel.
Verminderung des Sauerstoffpartialdruckes in Blut und Gewebe.

Idiopathisch

Bezeichnung für eine Krankheit oder Anomalie, die nicht sekundär als Folge anderer Krankheiten oder Funktionsstörungen auftritt, sondern selbstständig und ohne erkennbare Ursache.

Ikterus

Gelbsucht.
Sklera, Schleimhäute und äußere Haut sind gelb gefärbt infolge vermehrten Auftretens von Bilirubin in Blut und Gewebe.

Inappetenz

Appetitlosigkeit.

Inodilator

Als Inodilatoren werden Substanzen bezeichnet, die sowohl die Kontraktionskraft des Herzen beeinflussen (inotrop) als auch gefäßerweiternd (vasodilatatorisch) wirken.

Inotrop

Die Schlagstärke oder Kontraktionskraft des Herzmuskels betreffend.
Eine die Kontraktionskraft verstärkende Wirkung wird als positiv inotrop, eine die Kontraktionskraft vermindernde Wirkung als negativ inotrop bezeichnet. Dies kann durch den Einfluss von vegetativen Nerven oder durch Substanzen verursacht werden. Positiv inotrope Pharmaka sind beispielsweise Herzglykoside, Katecholamine und Methylxanthine. Negativ inotrop wirken z.B. Betarezeptorenblocker und bestimmte Calciumantagonisten.

Inspiration

Das Einatmen.

Dehnen des Lungengewebes durch Füllen mit Sauerstoff reicher Luft.

Interkostalraum

Zwischenrippenraum, Platz zwischen zwei Rippen.

ISACHC-Klassifizierung

Die Schwere einer Herzinsuffizienz wird in unterschiedliche Dekompensationsgrade eingeteilt. Diese Einteilung ermöglicht die korrekte Dokumentation einer Herzinsuffizienz und die Auswahl der geeigneten Therapie. Die Schweregrade werden überwiegend entsprechend dem humanmedizinischen Schema der New York Heart Association in 4 Stadien eingeteilt (NYHA). Als Alternative existiert außerdem die Einteilung gemäß dem Schema des International Small Animal Cardiac Health Council (ISACHC) in 3 Stadien.

Ischämie

Blutleere, Blutmangel.
Die Ischämie ist Folge einer ungenügenden Blutzufuhr.

Kachexie

Abmagerung, Auszehrung, Magersucht mit Kräfteverfall;
kachektisch = abgemagert

Kallikrein

Kinin, das zum Kinin-Kallikrein-System gehört und eine Gefäß erweiternde Wirkung besitzt.

Kapillarfüllungszeit

Methode zur Orientierung über den bestehenden Blutdruck v.a. im peripheren Kreislauf (Kapillarkreislauf).
Bestimmt wird die Zeit in der eine, durch mäßigen Fingerdruck erzeugte, lokale Anämie verschwindet. Durchgeführt wird dieser Test an gut zugänglicher, unpigmentierter Schleimhaut (z.B. Gingiva). Die Kapillarfüllungszeit verlängert sich bei verringertem Blutvolumen (z.B. bei Hypotonie, Schock) eine Verkürzung kann bei Hypertonie auftreten.

Kardiomegalie

Vergrößerung des Herzens.

Kardiomyopathie

Als Kardiomyopathie bezeichnet man eine genetisch festgelegte oder erworbene, unspezifische Herzmuskelerkrankung. Diese bleibt klinisch lange inapparent, später werden Anzeichen der kardialen Insuffizienz (kongestive K.) deutlich.

Kardiopathien

Herzerkrankungen

Katabol

Abbauend (bezogen auf Stoffwechselvorgänge)

Katecholamine

Klasse von körpereigenen und künstlichen Stoffen, die an den sympathischen Alpha- und Beta-Rezeptoren des Herz-Kreislaufsystems eine anregende Wirkung haben. Sie fungieren als Hormone, die pharmazeutisch zu den Sympathomimetika zählen. Darunter fallen die Hormone und Neurotransmitter Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, sowie die Arzneistoffe Isoprenalin, Dobutamin und Dopexamin.

Kaudal

Schwanzwärts, Richtung Schwanz.

Kinine

Gewebshormone, die zum Kinin-Kallikrein-System (Kininsystem) gehören und u.a. eine Rolle bei Entzündungen und der Blutdruckregulation spielen. Die bedeutendsten Kinine sind die Vasodilatatoren Bradykinin und Kallidin.

Kontraktilität

Als Kontraktilität wird die Fähigkeit bezeichnet, sich auf bestimmte Reize (i.d.R. nervös) aktiv zusammenzuziehen. Diese Fähigkeit ist vor allem an Aktin und Myosin gebunden.

kranial

Kopfwärts, Richtung Kopf.

Kreatinin

Anhydrit des Kreatins, dessen Übergang in Kreatinin nicht umkehrbar ist. Der Umfang seiner Ausscheidung im Harn ist von der Höhe des Anteils an Muskulatur im Körper abhängig. Bei Muskeldystrophie ist die Ausscheidung von Kreatinin und Kreatin erhöht. Ist neben der Plasmakonzentration von 517Kreatinin auch die Konzentration von Harnstoff erhöht, spricht dies für eine Nierendysfunktion.

Laktatazidose

Übersäuerung (Azidose) des Blutes. Anstieg des Laktatwertes im Blut mit gleichzeitigem Abfall pH-Wertes des Blutes, da der die Milchsäure ausgleichende Blutpuffer diese Mengen nicht mehr kompensieren kann.

Linksherzinsuffizienz

Eine Linksherzinsuffizienz liegt bei einer ungenügenden Leistung der linken Herzhälfte vor. Die Linksinsuffizienz ist Folge eines Fehlers der Mitralis- (Insuffizienz) oder der Aortenklappen (Stenose), zu starker Widerstände im großen Kreislauf oder einer Leistungsunfähigkeit der Muskulatur der linken Herzkammer (z.B. durch Degeneration oder Entzündung).

Links-Rechts-Shunt

Kurzschlussverbindungen zwischen der von der rechten Herzhälfte ausgehenden Lungenkreislauf und dem von der linken Herzhälfte ausgehenden Körperkreislauf, so dass Blut aus dem arteriellen Körperkreislauf direkt wieder in den Lungenkreislauf gelangt. Ursache sind angeborene Herzfehler oder Entwicklungsstörungen. Durch die damit einhergehende Dauerbelastung des rechten Herzens kommt es zur strukturellen Veränderung desselben mit Herzinsuffizienzproblematik.

Lungenembolie

Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge meistens durch einen Blutpfropfen (Blutgerinnsel), dem sogenannten Thrombus, oder durch Gasbläschen, beispielsweise bei einem Tauchunfall.

Lungenödem

Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge. Umgangssprachlich auch als Wasser- oder Stauungslunge bezeichnet.

metabolisch

Im Stoffwechsel entstanden; auf den Stoffwechsel beziehend.

Mitralinsuffizienz

Durch einen ungenügenden Schluss der Mitralklappen strömt während der Systole Blut aus der linken Hauptkammer in die linke Vorkammer zurück. Ursache ist ein Klappenfehler, der angeboren ist oder als Folge einer Endokarditis oder einer Erweiterung des Klappenringes auftritt.

Mitralstenose

Stenose der Mitralklappe.

Morphologie

Wissenschaft vom Bau und von der Gestalt der Tiere und ihrer Organe.

Mortalitätsrate

Maß(zahl) für die auftretenden Todesfälle, bezogen auf eine festgelegte Gesamtzahl (z.B. Wurfgröße, Bestandsgröße, Zahl erkrankter Tiere).

Mydriasis

Ein- oder beidseitig auftretende Erweiterung der Pupille.

Myokard

Herzmuskel.
Das Myokard bildet die mittlere, zwischen Endo- und Epikard gelegene Herzwandschicht. Es handelt sich um einen raumgitterartigen, von gefäßführendem (Koronarien) Bindegewebe durchzogenen Hohlmuskel.

Myokarditis

Entzündung des Herzmuskels.

Nachlast

Afterload, Nachbelastung.
Als Nachlast wird in der Herzphysiologie der Widerstand bezeichnet, den die Ventrikelmuskulatur bei der Kammerentleerung zu überwinden hat. Die Nachlast wird v.a. vom diastolischen Druck in der Aorta (oder A. pulmonalis) bestimmt.

Neoplastisch

Aus „neuem" Gewebe (Neoplasie) bestehend.

Neuroendokrin

Das „neuroendokrine System" (Nervensystem) betreffend.

Niereninsuffizienz

Nierenfunktionsstörung

NNR

Nebennierenrinde

NYHA-Klassifizierung

Die Schwere einer Herzinsuffizienz wird in unterschiedliche Dekompensationsgrade eingeteilt. Diese Einteilung ermöglicht die korrekte Dokumentation einer Herzinsuffizienz und die Auswahl der geeigneten Therapie. Die Schweregrade werden überwiegend entsprechend dem humanmedizinischen Schema der New York Heart Association in 4 Stadien eingeteilt (NYHA). Als Alternative existiert außerdem die Einteilung gemäß dem Schema des International Small Animal Cardiac Health Council (ISACHC) in 3 Stadien.

Ödem

1. Gewebsschwellung, hervorgerufen durch die Einlagerung von Wasser in das Gewebe bei erhöhtem hydrostatischen Druck (Stauungsödem) oder erniedrigtem kolloidosmotischen Druck.
2. Zellödem durch vermehrte Wasseraufnahme nach Membranschäden.

Orthopnoe

Sehr starke Dyspnoe (Atemnot), die einen Einsatz der Atemhilfsmuskulatur in aufrechter Haltung nötig macht.

Parasympathikotonus

Erregungszustand des parasympathischen Nervensystems.

Parenteral

Zufuhr von Arzneimitteln oder Nährlösungen unter Umgehung des Verdauungstraktes.

Pathologisch

Krankhaft, Gegenteil zu physiologisch

Perikard

Herzbeutel

Perikardiozentese

Perikardpunktion.

Diagnostische oder therapeutische Punktion des Herzbeutels (Perikard).

Perkussion

Beklopfen der Körperoberfläche in bestimmten Körperregionen mit dem Ziel, bestimmte Rückschlüsse auf Lage, Ausdehnung und Beschaffenheit von darunterliegenden Organen oder Geweben ziehen zu können.

Persistierender Ductus arteriosus Botalli

Fortbestehender Ductus arteriosus (fetale Verbindung zwischen Aorta und Lungenarterie), der drei Monate nach der Geburt noch nicht verschlossen hat. Er schließt sich normalerweise in den ersten Lebenstagen. Der persistierende Ductus arteriosus stellt keinen Herzfehler, sondern ein Gefäßproblem dar, welches sich jedoch auf die Herz-Kreislauf-Funktion auswirkt.

Ein kleiner PDA verursacht keinerlei Symptome und fällt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen nur durch ein Geräusch (Maschinengeräusch) auf. Ein größerer PDA bedeutet einen Links-Rechts-Shunt.

Phosphodiesterase

Phosphorsäurediester-Hydrolase.
Die Phosphodiesterase sind eine Untergruppe der Hydrolasen. Sie spalten Diester der Phosphorsäure auf hydrolytischem Wege.

Pimobendan

Inodilator.

Calcium-Sensitizer für Tiere, der eine Erhöhung der Kontraktionsfähigkeit der Herzmuskelfasern bewirkt, gefäßerweiternd und positiv inotrop wirkt.

Pleura

Brustfell (Tunica serosa)
Es wird eine Pars visceralis (Lungenfell) und eine P. parietalis (Rippenfell) unterschieden.

Prädisposition

Krankheitsbereitschaft.
Verfassung des Körpers, bei einer entsprechenden Exposition mit schädigenden oder krankmachenden Einflüssen durch Ausbildung einer Krankheit zu reagieren. Es wird zwischen ererbter, angeborener und erworbener Disposition unterschieden.

Präkordial

Vor dem Herzen gelegen

Prognose

Vorhersage.
Vorzunehmende Einschätzung des (Tier)Arztes über den voraussichtlichen weiteren Verlauf einer Krankheit, z.B. hinsichtlich Dauer, Heilungsaussichten, Wiederherstellung, Behandlungskosten.

Progredient

Fortschreitend

Progressiv

Stufenweise fortschreitend

Prostaglandine

Fettsäuren aus der Gruppe der Eicosanoide. Fettsäuren aus der Gruppe der Eicosanoide. Sie entstehen durch Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2) und nachfolgenden verschiedenen Prostaglandin-Synthasen. Prostaglandinen aus der Arachidonsäure sind u.a. für Schmerz, Blutgerinnung und Entzündungen verantwortlich.

Pulmonal

Zur Lunge gehörend, die Lunge betreffend.

Punctum Maximum

Punkt an der seitlichen Brustwand, an dem ein Herzton oder ein Herzgeräusch am deutlichsten zu hören ist.
Das punctum maximum gibt Hinweis auf die Lokalisation der Geräuschentstehung, z.B. bei Herzklappenfehlern.

Regurgitation

1. Zurückströmen des Blutes bei Herzklappeninsuffizienz.
2. Wiederherauswürgen von Futter, Wasser oder Speichel sofort nach der Aufnahme über Mund oder Nase.
3. Beförderung von Nährstoffen von einem Abschnitt des Verdauungskanals in eine anderen entgegen der normalen Richtung ohne Antiperistaltik.

Renal

Die Niere betreffend, zur Niere gehörend.

Renin-Angiotensin-Aldosteron Systems (RAAS)

Renin wird vom juxtaglomerulärem Apparat, der am Vas afferens des Glomerulum sitzt, ausgeschüttet, wenn Na-Mangel, zu geringes Volumen (Hypovolämie) oder/und ein zu geringer Blutdruck (Hypotonie) registriert werden. Renin ist verantwortlich für den Abbau des in der Leber synthetisierten inaktiven Peptids Angiotensinogen zum Dekapeptid Angiotensin I. Das Angiotensin-Konversions-Enzym (Angiotensin-Converting-Enzym) katalysiert den Abbau von Angiotensin I zum Oktapeptid Angiotensin II (Aldosteron-stimulierendes Hormon, ASH). Dieses stimuliert in der Zona glomerulosa der Nebennierenrinde die Aldosteronsynthese.

Retention

(Zu)Rückhaltung bestimmter Stoffe oder Flüssigkeiten. Im engeren Sinne kann darunter eine Funktionsstörung verstanden werden, die bewirkt, dass die jeweils interessierende Substanz nicht in ausreichendem Maß ausgeschieden werden kann.

Rezidiv

Rückfall.
Wiederauftreten einer Krankheit nach der Abheilung bzw. offensichtlicher klinischer Gesundung. Der Grund kann eine nicht vollständige Beseitigung des verursachenden Agens sein.

Ruptur

Zerrreissung, Durchbruch, spontane oder traumatische Organ- oder Gewebszerreißung.

Schleifendiuretika

Gruppe von harntreibenden Medikamenten (Diuretika), die an der Henleschen Schleife, einem Teil des harnbildenden Systems der Nieren, wirken. Da sie über kurze Zeit stark wirksam sind, werden sie auch mit dem englischen Fachbegriff high ceiling diuretics bezeichnet.

Shunt

Querverbindung, Nebenschluss.
Ein durch pathologische Öffnungen oder Verbindungen bedingter Blutfluss von einer Herzhälfte in die andere oder vom großen in den kleinen Kreislauf.

Sinusarrhythmie

Eine vom Sinusknoten ausgehende Arrhythmie.

Sonographie

Echografie, Ultraschall.

Sich der Ultraschalltechnik bedienendes bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe.

Splenomegalie

Milzvergrößerung.
Diese wird verursacht durch eine Überfüllung der Milzpulpa mit Blut oder pathologischen Zellansammlungen, Ablagerungen fremder Stoffe in der Milz oder neoplastischen Milzgewebsveränderungen.

Stauungsinsuffizienz

Als Stauungsinsuffizienz bezeichnet man eine Erweiterung der Herzkammern (Dilatation) mit Stauung von Blut durch eine ungenügende Herzleistung. Die betroffene Kammer oder Vorkammer ist nicht mehr in der Lage das ihr zugeführte Blut in der Systole weiter zu pumpen. Blut staut sich vor dem Herzen, die im Herzen zurückbleibende Blutmenge ist vergrößert. Der Blutdruck vorwärts im Kreislauf ist erniedrigt, nach rückwärts dagegen erhöht. Eine Stauungsinsuffizienz kann in einzelnen Vorkammern oder Kammern, aber auch am gesamten Herzen auftreten.

Sternum

Brustbein

Stethoskop

Medizinisches Diagnosewerkzeug zur Beurteilung vonSchallphänomenenim Brust- und Bauchraum (Auskultation).

Stickstoffmonoxid (NO)

Farbloses und giftiges Gas, das aus den Elementen Stickstoff und Sauerstoff aufgebaut ist und zur Gruppe der Stickoxide gehört.

Subaortenstenose

Einengung der Aortenausflussbahn aus der linken Herzkammer unterhalb der Aortenklappen durch diaphragmaartig angeordnetes, fibrös-membranöses Gewebe oder durch hypertrophe Muskelzüge als angeborene Missbildung.

Supplementierung

Gezielte und ergänzende Aufnahme einzelner Nährstoffe neben der gewöhnlichen Nahrung.

Sympathikotonus

Erregungslage des vegetativen Nervensystems durch Überwiegen des Sympathikus (Nerv, der gewisse Körperprozesse – wie z.B. Herzschlag, Schwitzen, Körpertemperatur etc. aktiviert).

Sympathikus

Teil des vegetativen Nervensystems. Gegenspieler des Parasympathikus mit Leistungsbereitschaft steigernder (ergotroper) Wirkung.

Synkope

Kollaps, Collapsus, Zusammenfallen.
1. Kardial bedingte Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, wodurch es zu mit Umfallen und Bewusstlosigkeit kommen kann, jedoch amotorisch ohne Krampfcharakter.
Ursache: Weitstellung der Gefäße in der Peripherie (v.a. Splanchnikusgebiet) durch Blutverlust oder Gefäßkrise im Verlauf eines Schocks.
2. Zusammenfallen von Organen,
Beispiel: Lunge bei Eröffnung der Brusthöhle

Systole

Zusammenziehen, Kontraktion eines muskulären Hohlorgans.
Die Systole des Herzens ist die Zusammenziehung (Kontraktion) der Herzkammermuskulatur, wodurch es zur Austreibung des Blutes aus der Kammer bzw. Vorkammer kommt.

Systolische Geräusche

Herzgeräusche, die während der Kontraktion des Herzens, also während der Auswurfphase entstehen.

Tachyarrhythmie

Kombination aus Arrhythmie (Herzrhythmusstörung) und Tachykardie (schneller Herzschlag).

Tachykardie

Beschleunigte Herzschlagfrequenz. Die physiologische Herzschlagfrequenz ist von Tierart zu Tierart unterschiedlich.

Tachypnoe

Beschleunigte Atmung.

Tamponade

Das Ausfüllen von natürlichen oder künstlichen Hohlräumen oder Öffnungen durch natürliche (Blut, Lymphe) oder künstliche Füllstoffe wie z.B. Verbandstoffen (Gaze). Letzteres dient zumeist der Blutstillung. Der Füllstoff wird ebenfalls Tamponade genannt.

Taurin

2-Aminoethansulfonsäure.

Eine vom Körper synthetisierte (Ausnahme Katzen) organische Säure, die eine kontraktilitätsfördernde und antiarrhythmische Wirkung am Herzen hat. Weiterhin ist es ein starkes Antioxidans.

Tetralogie Fallot

Angeborene Herzfehlbildung, die aus vier Komponenten (daher Tetralogie) besteht:

1. Pulmonalstenose

2. Ventrikelseptumdefekt,

3. Über der Herzscheidewand reitenden Aorta und

4. Nachfolgender Rechtsherzhypertrophie

Thorakozentese

Durchbohren der Brustwand bis zur Brusthöhle mit einer Hohlnadel bzw. einem Trokar. Ziel ist das Entfernen von Flüssigkeit, die sich auf Grund eines krankhaften Prozesses in der Brusthöhle angesammelt hat.

Thorax

Brustkorb

Thromboembolie

Eine Thromboembolie entsteht, wenn sich ein Thrombus von der Stelle, an der er gebildet worden ist, ablöst. Er wird vom Blutstrom mitgespült und setzt sich in einem anderen, zumeist kleineren Blutgefäß als Embolus fest. Dadurch wird das Lumen dieses Gefäßes verschlossen.

Thrombose

Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) in einem Gefäß bildet. Thrombosen können in allen Gefäßen auftreten kommen aber vor allem in Venen vor.

Thyreotoxikose

Überschießende, exogene Versorgung des Organismus mit Schilddrüsenhormonen .

Trokar

Chirurgisches Instrument, das dazu dient, einen Zugang zu einer Körperhöhle (z. B. Bauchraum, Brustraum) zu schaffen und ihn durch ein Rohr (= Tubus) offenzuhalten.

Undulation

Wellenförmige Ausbreitung von Flüssigkeit im Bauchraum.

Undulationsprobe

Untersuchungsmethode, um Flüssigkeit im Bauchraum (Aszites) zu diagnostizieren. Dazu wird mit einer Hand an einer Seite des Abdomens eine Welle in Richtung der anderen Seite auslöst und diese mit der anderen Hand dort versucht wahrzunehmen. Wenn sich die ausgelöste Welle im Abdomen schnell fortsetzt bzw. ausbreitet, d. h. eben wie eine Welle imponiert, liegt sehr wahrscheinlich Aszites im Abdomen vor.

Vasodilatatoren

Substanzen oder Nerven mit gefäßerweiternder Wirkung.
Sie werden nach ihrem Angriffspunkt eingeteilt in arterielle, venöse oder gemischte Vasodilatatoren.

Vasokonstriktion

Gefäßverengung
Die Vasokonstriktion erhöht den Strömungswiderstand des arteriellen Systems und damit bei ubiquitärem (überall/gehäuftem) Auftreten den Blutdruck (arterielle Hypertonie). Lokale Vasokonstriktion und Vasodilatation (Erweiterung der Gefäße) dienen der Regulierung der Organdurchblutung.

Ventrikel

Ventriculus = Herzkammer aber auch kleiner Bauch, Magen, Gehirnkammer.
Ventriculus dexter (Rechte Herzkammer) = rechter Teil der Ventrikelmasse, formt den kranialen Herzrand und erreicht die Herzspitze nicht.
Ventriculus sinister (Linke Herzkammer) = linker Anteil der Ventrikelmasse, formt die kaudale Herzkontur. Seine Wand ist dicker als die des rechten Ventrikels.

Ventrikelseptumdefekt

= Defectus septi interventricularis.
Defekt in der Kammerscheidewand des Herzens durch den bei der Systole ein Teil des Blutes von der linken in die rechte Kammer fließt.
Ursache: angeboren oder erworben (sehr selten) durch einen Riss infolge von Muskelerweichung (Myomalazie), Infarkt oder Narbe.

Vorlast

Preload, Vorbelastung.
Als Vorlast wird die Kraft bezeichnet, die eine Vordehnung der Myokardfasern des linken Ventrikels vor der Kontraktion bewirkt. Sie hängt eng mit dem enddiastolischen Füllungsdruck zusammen.

Zyanose

Rotblauverfärbung von Haut und Schleimhaut durch mangelhafte Sauerstoffsättigung des Blutes.