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Begriff

Erläuterung

abdominal

Zum Bauch (Abdomen) gehörend, bauchseitig, den Bauch betreffen.

Abort

Abgang einer nicht lebensfähigen Frucht vor Erreichen der unteren Grenze der physiologischen Tragezeit.

 

Adjuvans

Unspezifisch wirksame Substanz, die in Kombination mit Antigenen einen verstärkten, schnelleren und länger anhaltenden Immunisierungseffekt bewirkt. Es spielt besonders bei der Applikation von Totvakzinen und Spaltvakzinen eine große Rolle. Der immunstimmulierende Effekt wird durch die langsamere Resorption und die daraus resultierende Verweildauer an der Injektionsstelle begünstigt.

aerogen

Mittels Luft übertragen; über die Luftwege erworben.

Aktive Immunisierung

Vorgang, bei dem durch Applikation eines Antigens (aktive Impfung) ein erworbener Schutz (aktive Immunität) gegen das spezifische Antigen erzielt wird.

anaerob

Ohne Sauerstoff, unter Sauerstoff freien Bedingungen

Anämie

Blutarmut.
Absinken der roten Blutkörperchen und/oder des Hämoglobingehaltes pro Volumeneinheit unter die physiologischen Grenzwerte. Klinisch treten v.a. blasse Schleimhäute, kalte Haut, ein kleiner, schneller Puls, metallisch klingende, pochende Herztöne sowie zentralnervöse und Atmungsstörungen auf. Es werden verschiedene Formen der Anämie unterschieden.

Anamnese

Vorbericht;
Erfragen der Angaben zu Herkunft, Haltung, Fütterung, Nutzung, Verhalten und Besonderheiten, um die Erkrankung des Tieres zu ermitteln, inklusive der Erfragung vorangegangener Behandlungen.

Anthropozoonose

Infektion, bei der die Erreger von einem Wirbeltier auf einen Menschen übertragen werden.

Antigen

Substanz, die den Organismus durch bestimmte Strukturen (antigene Komponenten) zur Bildung von Antikörpern anregt. Ein Antigen verfügt in der Regel über mehrere solcher Teilstrukturen.

Apathie

Teilnahmslosigkeit, geringe Lebhaftigkeit.
Klinische Bezeichnung für mangelnde Reaktion des Tieres auf Umweltreize.

Ataxie

Störung der Bewegungskoordination und Haltungsreflexe, denen ätiologisch und pathogenetisch unterschiedliche degenerative oder entzündliche Veränderungen des Nervensystems oder der Wirbel zugrunde liegen.

Ätiologie

Die Lehre von der Krankheitsursache. Der Begriff wird aber im weitesten Sinne auch für die Ursache selbst gebraucht.

Atrophie

Verminderung lebender Substanz. Vormals normale Gewebeformen erfahren durch exogene oder endogene Mangelernährung einen Schwund, der durch Verminderung der Zahl und/oder durch Verkleinerung der Gewebeelemente verursacht wird.

attenuiert

Gezielte künstliche Abschwächung oder Aufhebung der krankmachenden Wirkung des verwendeten Krankheitserregers unter Erhalt seiner Vermehrungsfähigkeit.

avirulent

Ausdruck für das Fehlen krankmachender Eigenschaften eines bestimmten Mikroorganismus aus einer pathogenen Spezies.

Axon

Zentrifugal leitender Nervenzellfortsatz, der von einer Markscheide, der so genannten Axonscheide, umgeben ist. Beides zusammen bildet die Nervenfaser.

Bilirubinämie

Krankhafte Erhöhung von Bilirubin (Hauptgallenfarbstoff) im Blut.

B-Lymphozyten; B-Zellen

Gehören zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen). Sie sind als einzige Zellen in der Lage Antikörper zu bilden und machen zusammen mit den T-Lymphozyten den entscheidenden Bestandteil der spezifischen Immunabwehr aus. Während T-Zellen an der zellvermittelten Immunantwort beteiligt sind, sind die B-Zellen für die Bildung von Antikörpern verantwortlich. Wenn sie durch körperfremde Antigene aktiviert werden, können sie sich zu Antikörper-produzierenden Plasmazellen oder zu Gedächtniszellen differenzieren.

Booster-Impfungen

Eine im Abstand von einigen Wochen, Monaten oder Jahren nach der ersten Vakzination wiederholte Impfung (Revakzination). Dadurch wird die sekundäre Immunreaktion stimuliert und entsprechend der Immunstatus verstärkt.

Bronchopneumonie

Akute oder chronische Entzündung der Bronchien und Lungenbläschen (Alveolen). Die Ursache sind meist Viren oder Bakterien, seltener handelt es sich um physikalische Einwirkungen. Die Bronchopneumonie entwickelt sich häufig im Anschluss an eine Bronchitis. Bei der Bronchopneumonie ist meist keine klare Begrenzung auf einzelne Lungenlappen erkennbar oder hörbar.

Carnivoren

Fleischfresser

Darmkrypten

Teil der Darmschleimhaut, die sich zwischen zwei Darmzotten an der Zottenbasis befindet.

Dehydratation

Entwässerung, Mangel an Körperwasser.
Tritt als Folge einer Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes auf. Es werden verschiedene Schweregrade (gering-, mittel- und hochgradig) unterschieden, die sich durch entsprechend verminderte Hautelastizität und Verlängerung der Gefäßfüllungszeit darstellen. Auftreten u.a. als Folge von Durchfällen, Erbrechen und vermehrten Harndrang.

Dendritenzellen/Dendritische Zellen

Mit verzweigten Fortsätzen ausgestattete Zellen, die eine Rolle in der Immunabwehr spielen.

diaplazentar

Die Plazentarschranke / den Mutterkuchen durchdringend.

Diarrhoe, osmotisch

Durchfall, der durch Übertritt osmotisch wirksamer Substanzen aus dem Dünndarm in den Dickdarm entsteht.

DNA/DNS

Desoxyribonucleic acid / Desoxyribonukleinsäure.
Sie ist für jedes Individuum spezifisch und damit Träger der genetischen Information. Sie liegt in der Zelle als Doppelhelix vor und besteht aus den Nukleotiden Adenin, Guanin, Thymin und Cytosin.

Endemie

Andauerndes gehäuftes Auftreten einer Krankheit (im engeren Sinne einer Infektionskrankheit), die in einer begrenzten Region oder Population auftritt. Die entsprechende geografische Region wird Endemiegebiet genannt.

Endothel

Geschlossener, einschichtiger Verband von Zellen, die u.a. die Auskleidung von Gefäßen und Hohlorganen bilden.

Endotoxin

Gifte, die beim Zerfall von Bakterien freiwerden. Gelangen Endotoxine in die Blutbahn, wirken sie vor allem auf den Kreislauf (Endotoxämie, Endotoxinschock).

Epidemie

Infektionskrankheit, die zeitlich und territorial begrenzt auftritt und durch eine starke Häufung von Krankheitsfällen gekennzeichnet ist.

Epithelzellen

Zellen, die häufig durch besondere Haftstrukturen mit einander verbunden sind und so das Epithelgewebe bilden. Dabei handelt es sich entsprechend ihrer Leistung um plattenförmige, prismatische oder polygonale Zellen.

Erregerreservoir

Bezeichnung für einen latent infizierten Wirt, der eine ständige Infektionsquelle für andere empfängliche Wirte darstellt.

Exkret

Körpereigene oder körperfremde Ausscheidungen der Lunge, Haut, Nieren, Leber, Darm, Talg- oder Schweißdrüsen.

Exotoxin/Ektotoxin

Bakterielles proteinhaltiges Gift, das während der Wachstumsphase von vielen Bakterien gebildet und ausgeschieden wird.

exsudativ

Mit der Ausschwitzung oder Freisetzung von eiweißreicher, aus den Gefäßen durch Entzündung freigesetzter Flüssigkeit in Geweben und Körperhöhlen (Exsudat) einhergehend.

fibrinös

Bezeichnung für fibrinhaltige Ausschwitzungen oder Ausscheidungen, die gerinnen können. Fibrin ist ein so genannter Blutfaserstoff, der als Endprodukt der Blutgerinnung entsteht.

Fibrosarkom

Bösartige Geschwulst, die den Aufbau von Bindegewebe nachahmt.

Fimbrien

1. Haarähnliches Anhangsgebilde einiger Bakterien

2. Schleimhautfranse am Übergang des Eileiters auf den Eierstock (Fimbria ovarica)

Ganglion

Anhäufung von Nervenzellen bzw. von Nervenzellkörpern (Perikarya), die aufgrund der Einbeziehung von Glia und Bindegewebe zum Teil einen organartigen Charakter haben können.

Genom

Einfacher Chromosomensatz mit der Gesamtheit seiner Erbfaktoren.

Glomerulonephritis

Diffuse, selten herdförmige, primäre Entzündung der Nierenkörperchen.

Glukokortikoide

Hormon der Nebennierenrinde. Die wichtigsten natürlichen Glukokortikoide sind das Kortisol, Kortikosterol und das Kortisolabbauprodukt Kortison.

gramnegativ

In der Gram-Färbung rot gefärbte Bakterien. Die Gram-Färbung ist eine in der Bakterio- und Histologie verwendete Differenzierungsfärbung, die auf der Anwesenheit bestimmter Zellwandkomponenten der Bakterien beruht. Grampositive Keime werden dabei blau dargestellt.

granulomatös

Entzündungsknötchen (-körnchen) beinhaltend, durch das Auftreten von Granulomen gekennzeichnet.

Granulozyten

Zu den Leukozyten gehörende polymorphkernige Zelle mit charakteristischer Zytoplasmagranula.
Sie besitzen die Fähigkeit zur Phagozytose, zur Adhärenz an das vaskuläre Endothel und zur Migration bzw. Diapedese in das Gewebe. Einteilung entsprechende ihrer Anfärbbarkeit in neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten. Sie gehören neben den Lympho- und den Monozyten zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen).

Grundimmunisierung

Besteht in der Regel aus 1-2(3) Impfungen im Abstand von mehreren Wochen. Dabei entspricht die erste Impfung dem „Priming", die zweite der „Booster-Impfung". Durch die Grundimmunisierung wird eine belastbare Immunität erzielt, die durch regelmäßige Auffrischimpfungen erhalten werden kann.

Halbwertszeit, biologische

Zeit, in der die Hälfte einer bestimmten Substanz aus biologischen Systemen unter der Annahme ausgeschieden wird, dass die Ausscheidung exponentiell mit der Zeit verläuft.

hämatopoetisch

Blutbildend

Hämolyse

Austritt von Blutfarbstoff aus den roten Blutkörperchen.

Hämorrhagie

Blutung

heterolog

Fehlende Übereinstimmung oder Abweichung von der Norm oder einer Vorgabe.

Humorale Immunabwehr

Antikörper vermittelte, erworbene Immunabwehr, die innerhalb der Körperflüssigkeiten stattfindet und auch als Antikörperproduktion der B-Lymphozyten bezeichnet werden kann. Sie ist Teil des Immunsystems höherer Lebewesen und hier Teil der adaptiven Immunantwort.

Hyperämie

Gesteigerter Blutgehalt, vermehrte Blutfülle eines Kreislaufabschnitts oder eines Organs.

Immunabwehr

Die Immunabwehr dient dem Schutz eines Organismus gegen Krankheitserreger. Es wird zwischen einer spezifischen und einer unspezifischen Immunabwehr unterschieden.

Immundefizienz

Störung der Abwehrkräfte.

Immunität

Erworbener Schutz eines Organismus gegen Krankheitserreger. Daneben verfügt der Organismus über den unspezifischen, angeborenen Abwehrmechanismus (Resistenz).

Immunologische Lücke

Partielle oder vollständige Ausfälle im Immunitätsspektrum eines Organismus. Bei Welpen kann eine immunologische Lücke z.B. in Folge mangelnder maternaler Antikörper auftreten. Währenddessen sind die Tiere besonders anfällig für die entsprechende Infektionskrankheit

Immunstatus

Der aktuelle Zustand des Immunsystems.

immunsuppremiert

Die Immunreaktion des Organismus ist geschwächt, unterdrückt

Immunsuppression

Unspezifische Unterdrückung der Immunreaktion eines Organismus.
Mögliche Verursacher sind Maßnahmen bzw. Substanzen, die die Fähigkeit des Organismus zur Immunreaktion aufheben (z.B. Röntgenbestrahlung, Kortikosteroide), oder Vergiftungen, Infektionen und Tumoren.

Immunsystem

Gesamtheit der für die spezifischen Abwehrmechanismen des Organismus verantwortlichen funktionellen Gewebe, Zellen und biologisch aktiven Komponenten. Die Funktion des Immunsystems beruht auf der Fähigkeit, zwischen körpereigenen und körperfremden Substanzen zu unterscheiden.

Impfdurchbruch

Erkrankung bei Impflingen, die durch eine mangelnde oder ungenügende Wirksamkeit des Impfstoffes bedingt ist.

Impferkrankungen

Erkrankung, die durch die im Impfstoff enthaltenen vermehrungsfähigen, ungenügend oder nicht inaktivierten bzw. abgetöteten Erreger oder ungenügend entgiftete Toxine hervorgerufen wird.

Impfintervall

Empfohlener Abstand zwischen zwei Impfungen gegen den selben Erreger, um einen wirksamen Impfschutz aufrecht zu erhalten.

Impfschäden

Postvakzinale Gesundheitsschäden, die in ursächlichem oder wahrscheinlichem Zusammenhang mit der Impfung stehen und nicht unter Impferkrankung bzw. -durchbruch fallen.

Inaktivatimpfstoff

Aus nicht vermehrungsfähigen Erregern hergestellter Impfstoff.

inapparent

Nicht erkennbar, ohne Symptome und Verluste einhergehend.

Infektionsdosis

Die zum Angehen einer Infektion notwendige Dosis.

Infektionsdruck

Anzahl der Erreger einer Krankheit im Kontaktbereich (Umgebung) eines empfänglichen Individuums.

Inkubationszeit

Zeitspanne zwischen der Ansteckung (Infektion) und dem Auftreten der ersten klinischen Krankheitserscheinungen. Bei den verschiedenen Infektionskrankheiten unterschiedlich lang (zwischen wenigen Stunden bis mehrere Wochen, in Ausnahmefällen Monate bis Jahre). Von verschiedenen Faktoren abhängig.

Interferenz

Überlagerung, Zusammenspiel

intermittierend

Unterbrochen, zeitweilig aussetzend bzw. nachlassend

intestinal

Zum Darm(kanal) gehörend, den Darm betreffend

intrauterin

Innerhalb des Uterus (Gebärmutter) bzw. in den Uterus hinein

katharrhalisch

Bezeichnung einer exsudativen Entzündung von Schleimhäuten, die mit der Ausschwitzung oder Freisetzung von eiweißreicher, aus den Gefäßen durch Entzündung freigesetzter Flüssigkeit in Geweben und Körperhöhlen (Exsudat) einhergeht.

Kleinhirnhypoplasie

Unterentwicklung des Kleinhirns

Kolostrum

Unmittelbar nach der Geburt von der Milchdrüse abgegebenes Sekret.
Es weist einen hohen Gehalt an Eiweiß (Immunglobuline), verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Leukozyten auf.

Kombinationsvakzinen

Impfstoffe, die aus den Antigenen verschiedener Erreger zusammengesetzt sind und nicht miteinander konkurrieren.

kontaminiert

Verunreinigt

Laktation

Milchproduktion
Umfasst die Milchsynthese und –sekretion in der Milchdrüse von Säugetieren.

Langzeitantibiotika

Antibiotikum mit langsamer Ausscheidung.

latent

Nicht in Erscheinung tretend, nicht wahrnehmbar, verborgen.

Lebendimpfstoff

Impfstoff aus vermehrungsfähigen, jedoch abgeschwächten Keimen.

Leberfibrose

Bindegewebsvermehrung in der Leber, der meist als Vernarbungsvorgang abläuft.

Leberzirrhose

Nicht mehr heilbares Endstadium chronischer Lebererkrankungen, das sich über einen Zeitraum von Jahren bis Jahrzehnten entwickelt. Fast alle chronischen Lebererkrankungen führen im Endstadium zu einer Leberzirrhose. Durch ein Nebeneinander von Gewebeuntergang und Regeneration entsteht eine gestörte Architektur des Lebergewebes mit knotigen Veränderungen. Als Folge ist die Durchblutung der Leber gestört und im Bereich der Pfortader staut sich das Blut vor der Leber .

Leukopenie

Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut unter den Normalwert.

Lymphatische Gewebe/Orte

Es wird zwischen primären und sekundären lymphatischen Geweben/Organen unterschieden. In den primären lymphatischen Organen wie dem Thymus und dem Knochenmark reifen die Lymphozyten. Die sekundären lymphatischen Organen wieLymphknoten, Tonsillen (Mandeln), Lymphfollikel der Schleimhäute und die weiße Milzpulpa sind für die spezifische Abwehr des Körpers verantwortlich.

Lymphopenie

Verminderte Anzahl Lymphozyten.

lymphopoetisch

Lymphe bildend

Lymphosarkom

Bösartige Entartung von Zellen des lymphatischen Systems.

Lymphozyten

Zu den Leukozyten ( weißen Blutkörperchen) gehörende Blutzellen. Man unterscheidet T- und B-Lymphozyten, die unterschiedliche immunologische Aufgaben zu erfüllen haben.

Makrophagen

Wichtige regulatorische Zellen in der Immunität. Auch im Entzündungsgeschehen und bei der Blutgerinnung übernehmen sie wichtige Funktionen. Sie zirkulieren 1-2 Tage als Monozyten im Blut bis sie als Makrophagen in die verschiedenen Gewebe einwandern.

maternal

Mütterlich, zur Mutter gehörend

Mischinfektionen

Zeitgleiche Infektion mit mehreren Erregern.

Monozyten

Zellulärer Bestandteil des Blutes aus der Familie der Leukozyten, der der Immunabwehr dient.

Morbus Paget

Eine lokalisiert auftretende Knochenerkrankung (Osteopathie), die durch einen übermäßigen Knochenumbau gekennzeichnet ist und zu einer abnormen Knochenstruktur führt. Dadurch werden die betroffenen Knochen anfällig für Brüche und Deformationen.

Mortalität

Sterblichkeit

mukopurulent

Schleimig-eitrig

Mutante

Durch Mutation aus dem Wildtyp/Standardtyp entstandenes Merkmal eines Individuums.

Neutrophile Granulozyten

Granulozyten mit neutrophil anfärbbaren Granula im Zytoplasma. Ihre Einteilung erfolgt entsprechend der Kernform in ungekerbte, gekerbte und segmentiert Neutrophile. Die Hauptaufgaben der neutrophilen Granulozyten ist die Abwehr von eingedrungenen Erregern, in dem sie diese in sich aufnehmen und auflösen.

Neutrophilie

Als Neutrophilie bezeichnet man einen Anstieg der Zahl der neutrophilen Granulozyten (kurz: Neutrophile) im Blut. Die Neutrophilie ist die häufigste Form der Leukozytose, also der Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen.

Ödem

(Gewebs)Schwellung, hervorgerufen durch die Einlagerung von Wasser.

oral

Zum Munde (zur Mundhöhle) gehörig, mündlich, durch den Mund, vom Mund her, zum Mund hin.

Paresen

Unvollständige Lähmung.

Passive Immunität

Übertragung bereits gebildeter Antikörper auf einen anderen Organismus durch Applikation von Serum. Die passiv übertragenen Immunglobuline wirken unmittelbar nach Gabe, werden jedoch als Fremdproteine innerhalb weniger Wochen wieder abgebaut.

pathogen

Krankmachend, Eigenschaft, eine Krankheit hervorzurufen

Pathogenität

Gesamtheit der krankmachenden Eigenschaften eines Erregers.

perakut

sehr akuter, heftiger Verlauf

Peritonitis

Entzündung des Bauchfells (Peritoneum).
Diese kann lokal, häufig einhergehend mit Verklebungen und Verwachsungen, oder ausgebreitet bis diffus auftreten.

persistierend

Feststehend, fortdauernd, verharrend, unverändert bleibend, stehen bleibend.

Peyer’sche Plaques

Lymphknötchen, die sich in den oberen Krummdarmabschnitten befinden.

Plazenta

Selektive permeable Barriere zwischen fetalem und mütterlichem Kreislauf, Stoffaustauschorganen sowie zwischen Mutter und Frucht. Die Plazenta verhindert in Abhängigkeit von der Art der Plazentation den Übertritt von Makromolekülen. Die Plazenta setzt sich aus einem fetalen Anteil mit Zotten (Chorionzotten) und dem maternalen Endometrium zusammen.

postvakzinal

Nach einer Impfung

Prädisposition

Krankheitsbereitschaft

Prognose

Vorhersage

Proliferation

Wucherung, Zunahme von Gewebe durch Zellteilung.

Refraktärzeit

Vorübergehende passive Immunität in den ersten Lebenswochen. Die Refraktärzeit entspricht der Zeitspanne, in der eine aktive Immunisierung auf Grund von maternalen Antikörpern nicht durchgeführt werden kann, obgleich der Titer keinen ausreichenden passiven Schutz mehr gewährt.

Reinfektion

Erneute Ansteckung mit dem/den selben Erreger(n) nach erfolgter Eliminierung des/der Erreger(s) einer vorangegangenen Infektion.

Reservoirwirt

Reservewirt, erkrankt selber nicht bzw. nicht stark, stellt aber eine ständige Ansteckungsquelle für andere empfängliche Wirte dar. So stellen Nagetiere das bedeutendste Erregerreservoir der Babesien dar, erkranken jedoch selbst nicht. Zecken(nymphen) können jedoch die Babesien aus dem Blut des Reservoirwirtes aufnehmen und auf andere, empfängliche Wirte, wie z. B. en Hund übertragen.

resistent

Unempfindlich

RNA/RNS

Kettenmoleküle, die an der Übertragung der auf der DNA gespeicherten genetischen Information aus dem Zellkern in den Zellraum beteiligt sind.

Sekret

Von Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen abgegebene körpereigene chemische Stoffe.

Sekundärinfektion

Zweitinfektion
Zusätzliche Ansteckung eines bereits infizierten Organismus mit einem anderen Erreger. Dabei siedeln sich die Sekundärerreger in den durch Primärinfektion vorgeschädigten Organen und Geweben an.

seronegativ

Kurzbezeichnung für eine mangelnde serologische Reaktion.

serös

Aus Serum bestehend, auf Serum bezogen

Serovar

Untergruppe einer Bakterien bzw. Virenart, die nur mit immunologischen Methoden erfasst werden kann. Taxonomische Stellung unterhalb der Spezies.

subklinisch

Mit klinischen Untersuchungsmethoden nicht erfassbare Erkrankungen.

subkutan

Unter die Haut, unter der Haut

Subunitvakzine

Impfstoff auf der Basis gentechnisch produzierter immunogen-wirksamer viraler und bakterieller Antigenstrukturen. Es wird nicht der gesamte Erreger als Impfstoffgrundlage verwendet, dafür aber deutlich höhere Konzentrationen solcher Strukturen, durch die eine stärker ausgeprägte Immunantwort erzielt wird.

Thrombozytopenie

Abfallen der Zahl der Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut unter den Normalwert.

Titer

Maß für die Konzentration eines Antikörpers, der durch die fortlaufende Verdünnung einer Probe ermittelt wird. Die weitestgehende Verdünnung, bei der noch eine Reaktion nachweisbar ist, wird als Titer angegeben.

tonisch

Maximal gestreckt

Totimpfstoff

Impfstoff, der aus abgetöteten Krankheitserregern besteht.

Toxoid-Impfstoff

Impfstoff, der ein Gift enthält, das durch eine physikalische Behandlung seine krankmachende Wirkung verloren hat, dadurch aber nicht an Immunogenität und Antigenität einbüßt hat.

Trigeminusganglion

Halbmondförmiger Knoten des V. Gehirnnervs (Nervus trigeminus). Er enthält die Zellen für den Ursprung der meisten Trigeminusfasern.

ulzerativ

Tiefreichende, umschriebene Defekte (Geschwüre) der Haut oder der Schleimhaut.

Vakzine

Impfstoff zur Erzeugung einer aktiven Immunität. Unterscheidung in Lebend- und Totvakzine
Sie werden hergestellt aus lebenden, abgeschwächten Krankheitserregern bzw. aus inaktivierten (entgifteten) Toxinen oder aus Teilstücken der Oberflächenstruktur von Erregern.

Virämie

Vorkommen von Virus im Blut.

Virulenz

Menge krankheitsauslösender Faktoren eines bestimmten Mikroorganismus aus einer pathogenen Spezies.
Anmerkung: Im Sprachgebrauch wird die Virulenz häufig mit der Pathogenität gleichgesetzt.

Zelluläre Immunantwort

Von den T-Lymphozyten abhängige spezifische Immunität gegen virale, bakterielle und parasitäre Antigene sowie gegen körperfremdes Gewebe.

Zilien

Histologisch: Mit Transportaufgaben betraute Kinozilie bestimmter Schleimhautepithelien.

ZNS

Zentrales Nervensystem (Gehirn + Rückenmark)

Zoonose

Infektionskrankheit, die vom Tier auf den Menschen sowie vom Mensch auf das Tier übertragen werden kann.