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Die Kokzidiose ist die wichtigste parasitäre Erkrankung des Geflügels weltweit und gehört zu den ökonomisch bedeutendsten Erkrankungen der modernen Tierproduktion. Sie verursacht weltweit mehrere hundert Millionen Dollar Kosten pro Jahr oder mehr.

Bei der Kokzidiose handelt es sich um eine komplexe Darmerkrankung, die von so genannten Eimeria verursacht wird. Es sind 7 für das Huhn pathogene Arten bekannt. Durch die Vermehrung des Parasiten in für ihn charakteristischen Darmabschnitten kommt es zu einer je nach Pathogenität der Eimeriaart mehr oder weniger schweren Schädigung der Darmschleimhaut. Die Folge sind eine schlechtere Futterverwertung, geringe Gewichtszunahmen oder gar Gewichtsverluste. Klinische Symptome sind außerdem schleimiger oder blutiger Durchfall, Mattigkeit, struppiges Gefieder und blasse Ständer und Kämme.

Die Hühner infizieren sich durch Picken oral über Kontakt zu infiziertem Kot mit der sehr widerstandsfähigen Dauerform des Parasiten, der so genannten Oozyste. Oozysten können unter günstigen Bedingungen viele Monate bis hin zu einem Jahr in der Umwelt überleben.

Als Desinfektions- und Reinigungsmittel gegen Kokzidien sind nur so genannte Kresole von der Deutschen veteriärmedizinischen Gesellschaft (DVG) in 4% Lösung zugelassen. Dennoch können Infektionen mit Kokzidien nicht allein durch Hygiene verhindert werden.

Zur Prophylaxe vor klinischen und leistungsmindernden Kokzidiosen können Futterzusatzstoffe mit kokzidiostatischer Wirkung oder eine einmalige Impfung der Tiere eingesetzt werden. Die Impfung hat gegenüber der Kokzidiostatika den Vorteil, dass keine Wartezeiten vor der Schlachtung eingehalten werden müssen. Außerdem bewirkt die Impfung bei den Parasiten nicht die Ausbildung von Resistenzen, während diese auf Betrieben, die Futterzusatzstoffe einsetzen, ein zunehmend größeres Problem sind. Im Gegensatz zu den Futterzusatzstoffen steht die Impfung auch Bio-Betrieben zur Verfügung.