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Vorteile der Impfung gegenüber Futterzusatzstoffen

Beide Impfstoffe haben in Belastungsversuchen mit virulenten Kokzidien ihre zuverlässige Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit bewiesen. Dies ist der Größte Vorteil der Impfung verglichen mit dem Einsatz von Futterzusatzstoffen und der Grund, warum vor allem Elterntiere und Legehennen vorwiegend geimpft werden. Der Impfstoff besitzt keinerlei Toxizität oder unerwünschte Nebenwirkungen für die Hühner.

Nähere Informationen hierzu finden Sie in Kapitel "Bekämpfungsmaßnahmen furch Kokzidiostatika".

Dies gilt auch für eine etwaige Überdosierung. Untersuchungen zeigen, dass selbst eine 10-fach höhere als die empfohlene Impfstoffdosierung keine negativen Folgen für die Tiere oder auf ihre Gewichtszunahme bzw. ihre Futterverwertung hat, wie dies beispielsweise bei einer Überdosierung von Antikokzidia zu befürchten wäre (Williams 1992). Auch ist die Wirksamkeit des Impfstoffes unabhängig von der verwendeten Futterbasis, während die Pathogenität von Kokzidien durch die Futterbasis verändert werden kann. Dies kann wiederum zu Schwankungen bei der Wirksamkeit von Antikokzidia führen. Während die Impfung eine konstante Wirksamkeit garantiert, schwankt der Gehalt an Kokzidiostatika mit der Gleich- oder Ungleichmäßigkeit der Fütterung und der Aufnahme der Kokzidiostatika. Da gerade Elterntieren das Futter relativ ungleichmäßig angeboten wird, werden die allermeisten Elterntiere bereits seit ca. 10 Jahren gegen Kokzidiose geimpft. Weiterhin enthält der Impfstoff keine Substanzen, die zu einer Rückstandsproblematik führen. Daher entfällt sowohl die Wartezeit vor der Schlachtung von Mastgeflügel als auch die zeitlich limitierte Anwendung von max. 16 Wochen bei Legehennen. Außerdem fördert der Impfstoff nicht wie die prophylaktische Beimischung von Antikokzidia die Ausbildung von Resistenzen. Im Gegenteil, Untersuchungen ergaben sogar eine signifikant höhere Sensitivität der Kokzidien gegenüber Antikokzidia, in Betrieben, in denen die Tiere regelmäßig gegen Kokzidiose geimpft werden (Peek und Landman 2005, Paganini 2005). Dieser Tatsache sollte gerade in Betrieben mit einer anhaltenden Resistenzproblematik bei der Bekämpfung der Kokzidiose Rechnung getragen werden (Peek und Landman 2005).



Bei Rassegeflügel hat die Impfung den Vorteil, dass keine Kokzidiose (auch keine chronische) auftritt. Das Wachstum der Tiere ist gleichmäßiger, die Ständerfarbe sowie die Befiederung sind besser, was für Ausstellungstiere von besonderer Bedeutung ist. (Guillot 2004)