Fokusthema: Neues Langzeitantibiotikum gegen bakterielle Atemwegserreger beim Rind



von H.P. Heckert, Berlin

Bei dem Wirkstoff Cefquinom handelt es sich um ein halbsynthetisches Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine der 4. Generation. Es zeichnet sich durch ein breites therapeutisches Wirkungsspektrum aus und ist stabil gegenüber Penicillinase und ß-Lactamase. Die bakterizide Wirkung entfaltet Cefquinom durch hohe Penetration der Zellwand und Hemmung der Zellwandsynthese. Auf Grund des breiten Spektrums umfasst seine Wirkung sowohl die wichtigsten gramnegativen als auch grampositiven Keime. In vitro konnte auch eine Wirksamkeit gegen folgende Erreger nachgewiesen werden: Escherichia coli, Citrobacter spp., Klebsiella spp., Mannheimia haemolytica, Pasteurella multocida, Proteus spp., Salmonella spp., Serratia marcescens, Histophilus somni, Arcanobacterium pyogenes, Bacillus spp., Corynebacterium spp, Staphylococcus spp., Streptococcus spp., Bacteroides spp., Clostridium spp., Fusobacterium spp., Prevotella spp., Actinobacillus spp. und Erysipelothrix rhusiopathiae. 

Nach der Verabreichung einer intramuskulären Injektion von 1 mg/Kg KGW erreicht Cefquinom als 2,5 %ige Injektionssuspension beim Rind die maximale Serumkonzentration nach 1,5 – 2 Stunden. Die Halbwertszeit im Blutplasma ist relativ kurz und beträgt ca. 2,5 Stunden. Dabei werden weniger als 5 % des Wirkstoffes an Plasmaproteine gebunden und unverändert über den Harn ausgeschieden. 

Bei Schweinen und Ferkeln wird bei der Dosis von 2 mg/kg des gleichen Präparates die maximale Serumkonzentration nach 15 – 60 Minuten erreicht und die Halbwertszeit beträgt bei dieser Tierart ca. 9 Stunden.