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Otitis externa acuta

Klinische Anzeichen einer akuten Otitis externa sind:

  • Rötung der Ohrmuschel oder des Gehörgangs

  • Exzessives Kratzen und Pföteln an Ohr und Kopf

  • Ständiges Neigen und Schütteln des Kopfes

  • Othämatom „Blutohr“ (Blutansammlung zwischen Knorpel und Haut) durch das viele Schütteln

  • Berührungsempfindlichkeit, häufig verbunden mit Schmerzen

  • Verhaltensveränderungen wie Lustlosigkeit, Depression oder Reizbarkeit

  • Anschwellen der Ohrmuschel oder des Ohrkanals

  • Unangenehmer Geruch

  • Ansammlung von dunkelbraunem Ohrenschmalz (Zerumen)

  • Schwarzer oder gelblicher Ausfluss

  • Blutungen oder kaffeesatzähnliche Absonderungen

  • Gleichgewichts- oder Hörstörungen sowie Desorientiertheit


Der erste diskrete Hinweis auf das Vorliegen einer O. e. ist die Vaskularisation des Gehörganges, die jedoch nur mittels otoskopischer Untersuchung erkannt werden kann. Weiterhin deutet eine Proliferation der Talg- und Zeruminaldrüsen durch das Einwandern von Entzündungszellen bereits in einem sehr frühen Stadium auf eine beginnende O. e. hin (Cole 2004). Histologisch zeigt sich eine Verdickung der Dermis und im Frühstadium eine überwiegend neutrophile Zellinfiltrate (Roth 1988).
Das wiederum führt zu einer Lumeneinengung (Stenose) des Gehörganges, wodurch es in der Folge zu einer schlechteren Belüftung und einer höheren Luftfeuchtigkeit kommt. Eine höhere Luftfeuchtigkeit verbessert wiederum die Lebens- und Vermehrungsbedingungen der opportunistischen Keime des Gehörgangs (Osthold und Wagner 2008).