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Fokusthema "Relevantes zur 16. AMG-Novelle"

Am 1. April 2014 ist nach vielen Diskussionen und langem Ringen die 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) in Kraft getreten. Damit wird der rechtliche Rahmen für den Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin weiter verschärft. Die AMG-Novelle zielt darauf ab, den Einsatz von Antibiotika auf das zur Behandlung von Tierkrankheiten absolut notwendige Maß (=therapeutisches Mindestmaß) zu beschränken und die Befugnisse der zuständigen Kontroll- und Überwachungsbehörden der Bundesländer nochmals deutlich zu erweitern.

Zudem ist sie Teil des Antibiotika-Minimierungskonzeptes des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das dazu führen soll, das Risiko der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen zu begrenzen.

Durch die neuen Regelungen wird

  • die Antibiotika-Minimierung als permanente Aufgabe des Tierhalters etabliert,
  • dem Tierhalter ermöglicht, den Einsatz von Antibiotika und dessen Ursachen in seinem Betrieb besser zu überprüfen,
  • der Tierarzneimittelüberwachung ermöglicht, sich aktiv und vor Ort ein Bild über den Antibiotikaeinsatz zu machen und angemessene Maßnahmen ergreifen zu können.

Das Antibiotika-Minimierungskonzept des BMEL berücksichtigt

  • die Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen,
  • die Verschärfung der Regelungen im Tierarzneimittelrecht und
  • die Förderung von Alternativen zum Antibiotikaeinsatz.