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Weitere Änderungen für Tierärzte

Zum einen können auch Tierärzte anstelle des Landwirts die halbjährliche Meldung der Daten zum Antibiotikaeinsatz an die zuständige Behörde übermitteln. Allerdings muss der Landwirt den Tierarzt zuvor bei der zuständigen Behörde schriftlich benennen.

Zum anderen enthält das AMG zahlreiche Ermächtigungen für Rechtsverordnungen, das heißt, die Umsetzung erfolgt erst durch Änderung der Tierärztlichen Hausapotheken-Verordnung (TÄHAV) bzw. der Verordnung über Nachweispflichten der Tierhalter für Arzneimittel, die zur Anwendung bei Tieren bestimmt sind (ANTHV).

Die folgenden Ausführungen betreffen die §§ 56a, 57 und 58 des Arzneimittelgesetzes:

  • Verbindlichkeit, der mit der Zulassung bestimmter Antibiotika in der Packungsbeilage festgelegten Anwendungsbestimmungen für den Tierarzt (Dosierungsanleitung, Art und Weise der Anwendung), vorausgesetzt, dass die Tiere jederzeit die notwendige arzneiliche Versorgung erhalten.
  • Verpflichtendes Antibiogramm (Laboruntersuchung über die Wirksamkeit eines Antibiotikums), z.B. beim Wechsel eines Antibiotikums und bei einer eventuell erforderlichen Umwidmung > Rechtsverbindlichkeit einzelner Vorgaben der „Antibiotika-Leitlinien“ unabhängig ob „Lebensmittel-Tier“ / „Nicht-Lebensmittel-Tier“.
  • Einschränkung des Einsatzes von humanen „Reserveantibiotika“ in Deutschland für die Tierhaltung durch Begrenzung der Umwidmung.

Neben dem Umgang, der Verschreibung und der Anwendung von Arzneimitteln, die zur Anwendung am Tier bestimmt sind, regelt die TÄHAV auch die Nachweispflichten und die Abgabe von Medikamenten. Daher können durch die TÄHAV auch weitere Verpflichtungen zur Nachweisführung, z.B. über Behandlung oder Art und Umfang durchgeführter Untersuchungen, bindend werden.