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Salmonellosen werden beim Geflügel sowohl durch an Geflügel adaptierte Arten (Serovare) wie Salmonella (S.) gallinarum/pullorum und S. arizona als auch durch nicht Tierart-adaptierte Serovare wie S. enteritidis und S. typhimurium verursacht (Methner 2005).

Ihre serologische Einteilung erfolgt nach dem Kaufmann-White-Schema. Bislang sind mehr als 2500 Serovare bekannt.

Tabelle: Einteilung von Salmonellen in Serovare

Die Vermehrungs- bzw. Generationszeit von Salmonellen beträgt etwa 30 Minuten. Also werden aus 1 Salmonelle unter günstigen Bedingungen (37°C) nach

  • 6 Stunden 4.096

  • 12 Stunden 1.677.216 und

  • 15 Stunden > 1 Milliarde Salmonellen.

S. gallinarum / pullorum ist Tierart-adaptiert und wird transovariell übertragen. Es verursacht vor allem bei Hühnern Embryosterblichkeit und häufig auch septikämisch verlaufende, perakute bis chronische Erkrankungen. Auf Grund von erfolgreich durchgeführten Eradikationsprogrammen sind Wirtschaftsgeflügelbestände heute frei von S. gallinarium pullorum. Dagegen sind vor allem kleine, extensiv gehaltene Bestände in erheblichem Umfang infiziert. Sie stellen potentielle Infektionsquellen dar.

Die Serovare S. enteritidis und S. typhimurium kommen zwar beim Geflügel weitaus am häufigsten vor, verursachen bei diesem aber nur selten klinische Erkrankungen. Für den Menschen haben diese invasiven, nicht Tierart-adaptierten Keime dagegen eine weitaus größere Bedeutung als Krankheitserreger.