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Begriff

Erläuterung


Antigen

Substanz, die den Organismus durch bestimmte Strukturen (antigene Komponenten) zur Bildung von Antikörpern anregt. Ein Antigen verfügt in der Regel über mehrere solcher Teilstrukturen.

 

 

Antikörper

Serumproteine, die aufgrund ihrer elektrophoretischen Eigenschaften zu den Gamma-Globulinen (Ig) gezählt werden. Häufig als Immunglobuline bezeichnet. Es gibt fünf Hauptarten: IgG, IgM, IgA, IgD, IgE und speziesspezifische Unterklassen (z.B. IgG1). Sie werden auf einen immunogenen Reiz hin gebildet und reagieren spezifisch mit dem Antigen, das ihre Bildung indiziert hat.


Elektrische Impedanzmessung (EIS)

Vielseitige mikrobiologische Methode, die sowohl für den quantitativen Nachweis von einzelnen Keimgruppen als auch zum qualitativen Nachweis geeignet ist. Dabei bedient man sich der Tatsache, dass Mikroorganismen in flüssigen Nährmedien niedrig oder ungeladener Moleküle spalten, wobei Ionen entstehen. Dies führen zu messbaren Veränderungen der Ladung und des elektrischen Leitwerts des Mediums.


ELISA

Enzymelinked immuno sorbent assay
Mit Hilfe des ELISA können Proteine, Viren aber auch niedermolekulare Verbindungen wie Hormone, Toxine und Pestizide in einer Probe (Blutserum, Milch, Urin, etc.) nachgewiesen werden. Hierbei macht man sich die Eigenschaft spezifischer Antikörper zu Nutze, die an den nachzuweisenden Stoff (Antigen) binden. Antikörper oder Antigen werden zuvor mit einem Enzym markiert. Die durch das Enzym katalysierte Reaktion dient als Nachweis für das Vorhandensein des Antigens.


Endotoxine

Gifte, die beim Zerfall von Bakterien freiwerden. Gelangen Endotoxine in die Blutbahn, wirken sie vor allem auf den Kreislauf (Endotoxämie, Endotoxinschock).


Enteritis

Entzündung der Gedärme, Darmkatarrh. Das häfigste klinische Zeichen ist Durchfall. Die Folge ist Austrocknung und eine verringerte Nahrungsverwertung, wodurch es zur Abmagerung kommen kann.


Enterobacteriaceen

Bakterienarten, die in großen Mengen im menschlichen und tierischen Darm vorkommen. Einige dieser zur Familie der gehörenden Keimarten können Durchfallerkrankungen hervorrufen.


Enterotoxine

Von lebenden Bakterien (Enterobacteriaceen) gebildete und an das Darmlumen abgegebene Gifte. Angriffsort sind die Zellen der Darmschleimhaut.


Epidemiologie

Wissenschaftszweig, der sich mit der Verbreitung von Krankheiten befasst. Hierbei werden besonders die Verteilung und die Häufigkeit der Erkrankung, Ursache, Risikofaktoren, Entstehung und Entwicklung sowie die Übertragungswege berücksichtigt.


Eradikation

Ausmerzung, Ausrottung


Exsikkose

Austrocknung der Gewebe durch Flüssigkeitsverlust, Dehydratation. Die Hautspannung (Tugor) ist herabgesetzt, die Augen fallen ein, die Körpermasse ist verringert.


fibrinös

Bezeichnung für fibrinhaltige Ausschwitzungen oder Ausscheidungen, die gerinnen können. Fibrin ist ein so genannter Blutfaserstoff, der als Endprodukt der Blutgerinnung entsteht.


gramnegativ

In der Gram-Färbung rot gefärbte Bakterien. Die Gram-Färbung ist eine in der Bakterio- und Histologie verwendete Differenzierungsfärbung, die auf der Anwesenheit bestimmter Zellwandkomponenten der Bakterien beruht. Grampositive Keime werden dabei blau dargestellt.


Grundimmunisierung

Besteht in der Regel aus 1-2(3) Impfungen im Abstand von mehreren Wochen. Dabei entspricht die erste Impfung dem ''Priming'', die zweite der ''Booster-Impfung''. Durch die Grundimmunisierung wird eine belastbare Immunität erzielt, die durch regelmäßige Auffrischimpfungen erhalten werden kann.


Immunologische Lücke

Zeitintervall zwischen maternalem Schutz und Impfschutz. Der Organismus verfügt währenddessen noch über eine Restmenge maternaler Antikörper, die aber mehr schützen, gleichzeitig aber auch die Ausbildung einer Impfimmunität verhindern.


Immunstatus

Der aktuelle Zustand des Immunsystems, der Auskunft über die Fähigkeit gibt, Infektionen mit Krankheitserregern abzuwehren. Der Immunstatus lässt sich aufgrund verschiedener klinischer Laborparameter beurteilen. Dazu zählen u.a. Blutbild, Differentialblutbild und Lymphozytensubgruppenbestimmung.

 

Immunsuppression

Unspezifische Unterdrückung der Immunreaktion eines Organismus.
Mögliche Verursacher sind Immunsuppressiva oder andere Maßnahmen bzw. Substanzen, die die Fähigkeit des Organismus zur Immunreaktion aufheben, oder Vergiftungen, Infektionen und Tumoren. Immunsuppressiva haben eine Bedeutung in der Bekämpfung von Autoimmunkrankheiten und der Hemmung der Transplantationsimmunität.


Inaktivatimpfstoff

Ein aus nicht vermehrungsfähigen Erregern hergestellter Impfstoff.

 

Infektionsdruck

Der Infektionsdruck wird durch die Anzahl der Erreger im Kontaktbereich (Umgebung) eines empfängliche Individuums bestimmt.


Inkubationszeit

Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt Ansteckung (Infektion) und dem Auftreten der ersten klinischen Krankheitssymptome. Sie ist bei den verschiedenen Infektionskrankheiten unterschiedlich lang (zwischen wenigen Stunden bis mehrere Wochen, in Ausnahmefällen Monate bis Jahre). Sie ist abhängig vom Wirt, seiner Disposition und der spezifischen und unspezifischen Abwehr sowie von Art und Virulenz des Erregers und der Befallsstärke (Infektionsdosis).

 

interkurrierend

dazwischenliegend, dazwischenlaufend


intermittierend

unterbrochen, zeitweilig aussetzend bzw. nachlassend


invasiv

Eindringen, eindringend;
Die Integrität der Körperoberfläche wird verletzt.


IRP-Technologie

Iron Restricted Protein (IRP) sind Eiweißprodukte, die unter Eisenmangel gebildet werden. Die IRP-Technologie ist ein innovatives, international patentiertes Verfahren, bei dem unter eisenrestriktiven Bedingungen der Keim angezüchtet und vermehrt wird. Die durch diesen Impfstamm erzeugte Immunität ist qualitativ vergleichbar mit dem Schutz, der nach einer überstandenen Infektion induziert wird.

 

Kombinationsimpfstoff

Impfstoffe, die aus den Antigenen verschiedener Erreger zusammengesetzt sind und nicht miteinander konkurrieren.


Kontamination

Verunreinigung

 

Lebendimpfstoff

Impfstoff aus vermehrungsfähigen, jedoch abgeschwächten, nicht infektiösen Keimen.


Lipopolysaccharide

Verbindungen aus fettähnlichen (Lipo-) und Zucker-Bestandteilen (Polysacchariden). Sie sind in der Äußeren Membran gramnegativer Bakterien enthalten. Sie wirken als Antigene und dienen der serologischen Charakterisierung und Identifizierung der Bakterien. Beim Zerfall der Bakterien werden Teile davon frei und wirken toxisch (Endotoxine).


Mekonium

Der erste Stuhl eines Neugeborenen, obwohl es sich dabei im eigentlichen Sinne nicht um ein Verdauungsendprodukt (Stuhl, Kot, Fäzes) handelt. Mekonium ist vielmehr eine im noch funktionslosen Darm angesammelte zähe dunkle Masse aus abgeschilfertem Zellen (Haut, Schleimhaut), eingedickter Galle sowie mit dem Fruchtwasser verschluckten Haare. In der Regel wird das Mekonium in den ersten 24 - 48 Lebensstunden ausgeschieden.

 

Nekrose

Das Absterben von Zellen und Gewebe.


Omphalitis

Nabelentzündung


Parasitose

Eine manifeste oder ohne erkennbare klinische Symptome verlaufende Erkrankung in Folge eines Parasitenbefalls.


Pathogenität

Fähigkeit eines auf den Körper einwirkenden Einflussfaktors, eine Krankheit auszulösen Gesamtheit der krankmachenden Eigenschaften eines Erregers.


PCR

Polymerase chain reaction (Polymerase-Kettenreaktion)
Die PCR ist ein molekulargenetisches Verfahren, bei dem selektiv bestimmte DNA-Abschnitte vermehrt werden. Die DNA-Polymerase synthetisiert DNA-Sequenzen neu, die von zwei Primern (synthetische Oligonukleotiden) eingerahmt werden. Auf diese Weise können auch geringen Mengen DNA, nach mehrmaliger Wiederholung des Vorgangs, nachgewiesen werden. Zum Nachweis von RNA-Abschnitten muss die RNA mittels einer RNA-abhängigen DNA-Polymerase in eine DNA umkopiert werden. Das Verfahren dient dem Nachweis von Viren, Bakterien und Verwandtschaften sowie der Analyse von Erbkrankheiten. In der Kriminologie dient sie der Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks.


perakut

sehr akuter, heftiger Verlauf


Perihepatitis

Entzündung des Bauchfellüberzugs der Leber


Perikarditis

Herzbeutelentzündung


persitierend

Feststehend, fortdauernd, verharrend, unverändert bleibend, stehen bleibend.


Polyarthritis

Entzündung mehrerer Gelenke


Prävalenz

Häufigkeit, mit dem eine bestimmte Krankheit (oder ein bestimmtes Merkmal) in einer bestimmten Bevölkerung (Population) zu einem definierten Zeitpunkt vorkommt.


Primärinfektion

erstmalige Ansteckung und Auseinandersetzung eines Wirtsorganismus mit einem Erreger.

 

Proliferation

Wucherung, Zunahme von Gewebe durch vermehrte Zellteilung (Hyperplasie), Geschwülsten und/oder Entzündungen.


purulent

eitrig


Sekundärinfektion

Zweitinfektion
Zusätzliche Ansteckung eines bereits infizierten Organismus mit einem anderen Erreger. Dabei siedeln sich die Sekundärerreger in den durch Primärinfektion vorgeschädigten Organen und Geweben an.

 

Septikämie

Sepsis, Blutvergiftung.
Schwere Allgemeinerkrankung, hervorgerufen von im Blut befindlichen Mikroorganismen (Bakterien, Toxine, Viren). Häufig existiert ein so genannter Sepsis-Herd, von dem aus es immer wieder zu einer Erregerstreuung ins und über das Blut kommt. Unbehandelt ist eine Septikämie meist tödlich. Mögliche Symptome: Fieber, Herzrasen, starke Erhöhung der Leukozytenzahl (Leukozytose) mit Linksverschiebung, erhöhte Blutsenkungsreaktion und Gerinnungsstörungen.
Pathologisch-anatomische Anzeichen: Gewebeblutungen, Schwellung von Milz, Lymphknoten, Leber, Niere und Herz.


Serovare

Untergruppe einer Bakterien bzw. Virenart, die nur mit immunologischen Methoden erfasst werden kann.

 

 

Sockentupfer

Methode, die der Probenentnahme in Geflügelbetrieben zur Überwachung und zum Nachweis von Salmonellen dient. Es handelt sich dabei um eine Art Schuh- oder Stiefelüberzieher, der vor dem Betreten den Stallungen mit sterilem Wasser befeuchtet wurde.


Tenazität

Allgemeine Widerstandsfähigkeit von Mikroorganismen und Parasiten u.a. gegenüber chemischen und physikalischen Umweltfaktoren (z.B. Temperatur, Trockenheit, Strahlung).


Totimpfstoff

Impfstoff, der aus abgetöteten Krankheitserregern besteht.


transovariell

Über den Eierstock / die Keimzelle


Virulenz

Menge krankheitsauslösender Faktoren eines pathogenen Mikroorganismus . Die Virulenz hängt jeweils vom Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie Infektionsdosis, Infektionsweg, Kontagiosität, Infektiosität und Toxizität ab.
Anmerkung: Im Sprachgebrauch wird die Virulenz häufig mit der Pathogenität gleichgesetzt.