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Vorkommen und Bedeutung

Mit rund 52.500 gemeldeten Fällen und 47 Todesfällen im Jahr 2006 gehört die Salmonellose in Deutschland immer noch zu den am häufigsten registrierten (lebensmittelbedingten) Infektionskrankheiten (RKI). Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz liegt die Salmonellose damit hinter Campylobacter bedingten Erkrankungen auf Platz 2 der häufigsten Infektionskrankheiten (BVET 2005, BfR 2006b). EU-weit sind im Jahr 2005 insgesamt 176.395 Menschen an einer Infektion mit Salmonellen erkrankt. In Deutschland gehören Salmonellosen zu den so genannten meldepflichtigen Erkrankungen (Infektionsschutzgesetz – IfSG).

Beim Menschen führt eine Infektion mit S. enteritidis und S. typhimurium zu plötzlich einsetzender Übelkeit mit Erbrechen, wässrig fauligem Stuhl und Fieber. Im weiteren Verlauf kann es insbesondere bei Säuglingen, alten und immunsupprimierten Menschen zu einem septikämischen Verlauf, Bauchfellentzündung, Harnwegsinfektion und einer Entzündung der blutabführenden Herzklappe (Aortenklappenendokarditis) kommen. Todesfälle sind möglich (Methner 2005).