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Neuinfektion verhindern

Neuinfektionen verhindern

Da es neben dem Tierverkehr eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten gibt, das Virus zu verschleppen, ist auch ein hohes Maß an Hygiene kein vollständiger Schutz vor der Erkrankung.
 
Hier kommt die dritte Säule der Bekämpfung zum Tragen, die Impfung.

Diese ist nach BVDV-Verordnung weiterhin möglich und wird auch als sinnvoll angesehen.

Durch die seit 2011 deutschlandweit durchgeführten Bekämpfungsmaßnahmen ist die Zahl der in den Betrieben gefundenen Dauerausscheider deutlich reduziert worden. So wurden in Deutschland im Jahr 2016 nur noch etwas mehr als 1000 Pi-Tiere gemeldet. Hierdurch steigt die Zahl der Betriebe, in denen die Tiere keine Schutzstoffe (Antikörper) mehr gegen BVD aufweisen. Bei einem jederzeit möglichen Neueintrag in die Herde ist diese dann dem raffinierten Virus schutzlos ausgeliefert und es kommt zu hohen Erkrankungsraten und großen wirtschaftlichen Verlusten. 

Diese bestehen auf der einen Seite aus Tierverlusten und reduzierter Leistung, auf der anderen Seite kommt es auch durch die Verschärfung der BVDV-Verordnung im Juni 2016 zu Handelshemmnissen, da nach Auffinden eines Pi-Tieres in einem ungeimpften Bestand für 40 Tage keine Tiere aus dem Bestand (außer zur unmittelbaren Schlachtung) verbracht werden dürfen. Tiere, die zum Zeitpunkt des Auffindens des Pi-Tieres, tragend sind, müssen bis nach der Abkalbung im Bestand verbleiben.