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Vorsicht vor transienter Infektion

Vorsicht vor transienter Infektion

Durch das rechtzeitige Erkennen und Entfernen der Dauerausscheider  im Bestand wird zwar das Infektionsrisiko gesenkt, eine Erregerfreiheit  ist alleine dadurch aber nicht zu erreichen. Es muss auch die Entstehung von neuen Dauerausscheidern in den Herden verhindert und ein Viruseintrag  in nicht betroffene Herden unterbunden werden.

In diesem Zusammenhang hat die transiente (vorübergehende) Infektion eine besondere Bedeutung. Diese Tiere tragen zum Beispiel beim Zukauf das Virus unerkannt in freie Herden. Denn auch vorübergehend infizierte Tiere (transiente Infektion) scheiden das Virus aus und können andere Tiere anstecken. Das Risiko ist hier zwar geringer (1 g Nasensekret kann etwa 30 Tiere infizieren), jedoch stellen diese Tiere einen wichtigen Baustein bei der Virusübertragung dar. Die Tiere zeigen – wie bereits erwähnt – keine oder nur sehr milde Krankheitssymptome und bleiben für den Tierhalter unerkannt.

 

image: transiente Infektion

Abb.: Rindergrippe als Folge einer BVD-Infektion

 

Der Erreger kann sich im Bestand ausbreiten und durch Infektion von frühtragenden Tieren erneut zur Entstehung von Dauerausscheidern führen.