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Geflügelpest-Ausbruch 2003

An dem Geflügelpest-Ausbruch in der EU im Jahr 2003 lässt sich die wirtschaftliche Bedeutung eines Ausbruchs der Geflügelpest bei Nutzgeflügel gut verdeutlichen. Dabei wurden in den Niederlanden fast 31 Millionen, in Belgien rund 3 Millionen und in Deutschland mehr als 80.000 Vögel getötet, um die Seuche einzudämmen. Im Januar 2004 hatte die EU beschlossen, ihren Anteil an den entstandenen Kosten für Tötung der Tiere, Entschädigung der Landwirte und Vernichtung der Eier, auf rund 43 Millionen Euro zu erhöhen. Da die EU aber nur 50 Prozent der Kosten trägt – die andere Hälfte müssen die Mitgliedsstaaten beisteuern -, liegen die ermittelten Kosten bei rund 86 Millionen Euro. Das Landwirtschaftsministerium der Niederlande hat sogar noch höhere Zahlen veröffentlicht.

Demzufolge haben die Kosten in den Niederlanden (inklusive EU-Anteil) rund 270 Millionen Euro betragen. Die unterschiedlichen Zahlen, die die Niederlande und die EU angeben, beruhen darauf, dass nicht alle entstandenen Kosten beihilfefähig durch die EU sind. Diese Zahlen sagen jedoch noch nichts über die entstandenen wirtschaftlichen Schäden aus, die ohnehin schwer einzuschätzen und durch Einnahmeausfälle entstandenen sind.

„Spiegel-online“ spricht in diesem Zusammenhang in seinem Bericht „51 Euro für ein Huhn“ vom 20. Februar 2006 von einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 500 Millionen Euro.