Wirtschaftliche Bedeutung



Das Ausmaß des wirtschaftlichen Schadens bei einem Ausbruch der Geflügelpest in Deutschland hängt ab von

  • Betroffener Region

  • Anzahl und Größe der betroffenen Betriebe

  • Angewendeten Bekämpfungsstrategien

  • Berichterstattung und

  • Verhalten der Verbraucher

So würde ein Ausbruch eines hoch pathogenen Geflügelpest-Erregers in Niedersachen, wo mit 21.000 Geflügelbetrieben (1.500 Großbetriebe) mit mehr als 70 Millionen Stück Geflügel mehr als 60 % des bundesdeutschen Geflügelbestandes angesiedelt sind, wirtschaftlich viel schwerer wiegen, als ein Ausbruch in einer Region, in der es nur wenige, kleine Geflügelbetriebe gibt. Jedoch ergeben sich die wirtschaftlichen Verluste eines Ausbruchs der Geflügelpest nicht nur aus dem Verlust der Tiere und den Bekämpfungsmaßnahmen, sondern sie sind zu einem großen Teil auch von der damit einhergehenden Verunsicherung und dem weiteren Verhalten der Verbraucher abhängig. Beides wird wiederum erheblich durch die Berichterstattung der Medien beeinflusst. 

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 in Italien im Jahr 2006 ging der Geflügelabsatz im Februar dort um 40 Prozent zurück. In Frankreich wurde nach dem Ausbruch ein Rückgang um 20 Prozent vermerkt. Sehr große Verluste ergeben sich außerdem durch die gegen das betroffene Land verhängten Importverbote für Geflügel und Geflügelprodukte.