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27.12.2011

Geflügelpest in Hong Kong

Auf einem Großmarkt in Hong Kong ist bei einem toten Huhn eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. 17.000 Hühner mussten daraufhin gekeult werden. Wie lid berichtet, wurde außerdem der Großmarkt bis Mitte Januar 2012 geschlossen und ein Importverbot für Lebendgeflügel verhängt.
lid


15.12.2011

Geflügelpest vom Typ H5N1 in China

Um die Geflügelpest ist es ruhig geworden. Trotzdem ist die Erkrankung noch vorhanden, wie ein aktueller Fall aus China belegt. Dort wurde erstmals seit Mai 2010 wieder der hochpathogene Erreger vom Typ H5N1 beim Geflügel nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Auffällig an diesem Fall ist die hohe Sterblichkeit. Alle der 290 betroffenen Tiere des Bestandes verendeten. Die übrigen Tiere des Bestandes wurde getötet, um eine weitere Ausbreitung des Erregers einzudämmen.
OIE


02.09.2011

WHO sieht keine zusätzliche Gefahr durch neuen H5N1 - Subtyp

Der in Asien sich offenbar ausbreitende neue Subtyp H5N1 - 2.3.2.1 der aviären Influenza stellt nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang kein zusätzliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Die WHO hält das Auftauchen eines neuen Subtypen auch nicht für ungewöhnlich. Dies gilt insbesondere für Gegenden, in denen das Influenzavirus beim Geflügel im Umlauf ist. Die WHO weist zudem daraufhin, dass Infektionen des Menschen mit dem Virus vom Typ H5N1 weiterhin sehr selten vorkommen. Zumeist ist dies der Fall in Regionen, in denen das Virus beim Geflügel verbreitet ist. Seit 2003 wurden weltweit 565 Fälle der Infektion beim Menschen nachgewiesen, 331 davon endeten tödlich.
WHO
WHO - Übersicht humaner H5N1-Fälle


06.07.2011

Niederländische Geflügelhalter fordern Aufstallungspflicht aus Angst vor Geflügelpest

Der niederländische Fachverband der Geflügelhalter (NVP) fordert eine sofortige nationale Aufstallpflicht für alle gewerblichen Geflügelhaltungen wegen mehrfacher Infektionen mit einem schwach pathogenen aviären Influenzavirus in Geflügelbetrieben. In den Niederlanden ist das Virus in diesem Jahr bereits in drei Geflügelbetrieben mit Freilandhaltung in den Provinzen Zeeland, Gelderland und Flevoland nachgewiesen worden. Der jüngste Ausbruch des Erregers wurde vorige Woche auf einem Betrieb in Creil am Ijsselmeer festgestellt. Die 47.000 Hennen des Betriebes wurden vernichtet, wie Agrarheute.com berichtet. Demnach ordnete das Landwirtschaftsministerium eine Untersuchung an, inwieweit die Freilandhaltung die Einschleppung des Vogelgrippe-Erregers begünstigt. Bis das Ergebnis dieser Untersuchung vorliegt, fordert der NVP eine nationale Aufstallpflicht, um einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung vorzubeugen. Die Geflügelhalter fürchten um ihre Exportmärkte, falls weitere Fälle auftreten.
Agrarheute.com


28.06.2011

Geflügelpest erreicht Bayern

Auch im bayerischen Landkreis Hof wurde ein Fall der Geflügelpest mit einen schwach pathogen Virus nachgewiesen, wie die "Frankenpost" berichtet. Demnach wurden auf dem betroffenen Betrieb Untersuchungen eingeleitet, da es Handelskontakte zu betroffenen Betrieben in Nordrhein-Westfalen gab. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurde das Virus bei einer Wachtel nachgewiesen. Ein akutes Krankheitsgeschehen lag aber nicht vor. Die 500 Tiere des Bestandes - Enten, Gänse und Hühner - werden getötet. Zudem wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Betrieb im Ort Gösmes eingerichtet. Dieser reicht über die Kreisgrenze hinaus, so dass davon auch der Kreis Kulmbach betroffen ist.
Frankenpost


22.06.2011

Keine weiteren Geflügelpestfälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind keine weiteren Fälle der Geflügelpest mit einem gering pathogenen Influenza-Virus vom Typ H7 nachgewiesen worden, wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) mitteilt. Insgesamt standen 18 Betriebe im Zentrum der Untersuchungen. Alle Betriebe hatten in letzter Zeit Geflügel aus den nordrhein-westfälischen Landkreisen Paderborn und Gütersloh erhalten, wo der Erreger in mehreren Betrieben nachgewiesen worden war. In einem der baden-württembergischen Betriebe konnte das Virus ebenfalls nachgewiesen werden. Für die weiteren 17 Betriebe konnte mittlerweile Entwarnung gegeben werden. Die Betriebe waren zunächst gesperrt worden, um eine mögliche Erregerverbreitung zu verhindern. Mittlerweile sind die Betriebe wieder freigegeben worden.
MLR Baden-Württemberg


16.06.2011

Geflgelpest in NRW: Virus könnte schon länger unerkannt in der Region sein

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat an den epidemiologischen Untersuchungen des aktuellen Geflügelpestausbruchs mit einem Erreger vom Typ H7 in Nordrhein-Westfalen mitgewirkt. Dabei fielen nach Angaben des FLI einige Besonderheiten auf. So wurden respiratorische Symptome, Leistungsabfälle und auch eine erhöhte Mortalitätsrate beobachtet, obwohl es sich um ein niedrigpathogenes Virus handelt. Zudem war auch der Anteil der Tiere, die virologisch positiv getestet wurden, relativ hoch. Weiterhin ergaben genetische Untersuchungen eine Verwandtschaft mit Viren, die im März 2011 in den Niederlanden und im Juli 2010 im Zoo von Hannover nachgewiesen worden waren. Aus diesen Ergebnissen wird gefolgert, dass die Möglichkeit besteht, dass das Virus bereits länger in der Region vorkommt und nur auf Grund seiner geringen Virulenz bisher nicht erkannt wurde.
FLI


15.06.2011

Geflügelpest in Baden-Württemberg

Nachdem im Mai die Geflügelpest mit einem schwach pathogenen Virus vom Typ H7 im nordrhein-westfälischen Landkreis Gütersloh ausgebrochen war, ist die Erkrankung mittlerweile in Baden-Württemberg angekommen. Wie der SWR unter Berufung auf das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium berichtet, habe sich auf einem Betrieb in Südbaden ein Verdachtsfall bestätigt. Die rund 2.000 Tiere des Bestandes werden getötet und es wurde ein Sperrgebiet eingerichtet, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Zwischen dem betroffenen Betrieb und Betrieben in Nordrhein-Westfalen hat es Handelsbeziehungen gegeben, so dass der Erreger vermutlich von dort nach Baden-Württemberg gelangte.
SWR


31.05.2011

Geflügelpest in Nordrhein-Westfalen breitet sich aus

Seit dem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H7 im Kreis Gütersloh sind bereits mehr als 55.000 Stück Geflügel getötet worden. Knapp weitere 9.300 Legehennen sollen noch folgen. Außerdem wurden weitere Betriebe wegen des Verdachts auf die Geflügelpest gesperrt, wie RP-Online berichtet. Nach Angaben der Kreisverwaltung ist die Tierseuche bislang in vier Betrieben mit fünf Standorten nachgewiesen worden. Die Höfe liegen in Rheda-Wiedenbrück und Rietberg. Trotz der getroffenen Schutzmaßnahmen übte Niedersachsen Kritik am Umgang von Nordrhein-Westfalen mit der Geflügelpest. Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) wirft Tierärzten aus NRW vor, die Behörden nicht rechtzeitig über den Ausbruch der Tierseuche informiert zu haben. Er forderte seinen NRW-Amtskollegen Johannes Remmel (Grüne) am Rande eines Auftritts in Cloppenburg auf, Sanktionen für die Veterinäre zu prüfen, schließlich handle es sich um eine meldepflichtige Krankheit. Mitarbeiter seines Ministeriums hätten Informationen darüber, dass Tierärzte in Ostwestfalen seit Wochen Tiere mit dem Verdacht auf die Vogelgrippe behandelt hätten, sagte Lindemann einer Nachrichtenagentur. Das sei bei der Schweinegrippe genauso gewesen.
RP-Online


13.05.2011

Geflügelpest in den Niederlanden

In den Niederlanden ist die Geflügelpest mit einem Erreger vom Typ H7 nachgewiesen worden, wie das zuständige Landwirtschaftsministerium der Niederlande mitteilt. In dem betroffenen Betrieb mussten rund 8.800 Stück Geflügel getötet werden. Ein Geflügelpesterreger vom Typ H7 war zuletzt im Jahr 2007 in den Niederlanden nachgewiesen worden.
Landwirtschaftsministerium der Niederlande


26.04.2011

Ausrottung von H5N1 in betroffenen Ländern kann noch lange dauern

Um die Aviäre Influenza vom Typ H5N1 ist es ruhig geworden. Zumindest bei uns wird kaum noch in den Medien darüber berichtet. Aber nach Angaben der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zirkuliert der Erreger in sechs Ländern auf der Welt und stellt dort ein großes Problem dar. Die Ausrottung des Erreges in Ägypten, Bangladesh, China, Indien, Indonesien und Vietnam kann nach einem aktuellen Report der FAO noch mehr als zehn Jahre in Anspruch nehmen. Die FAO macht hauptsächlich drei Faktoren dafür verantwortlich, dass der Erreger in diesen Ländern endemisch zirkuliert und die Bekämpfung so schwierig ist. Dies sind Produktions- und Handelsbedingungen, ein schwaches öffentliches und privates Veterinärwesen sowie der Faktor, dass die Angst vor dem Erreger nicht zwingend zu greifenden Bekämpfungsmaßnahmen geführt hat. Die FAO nennt in ihrem Bericht auch konkrete Maßnahmen, die - abgestimmt auf das jeweilige Land - zur Bekämpfung des Erregers ergriffen werden sollten.
FAO


28.03.2011

Geflügelpest in den Niederlanden

In den Niederlanden ist die Gelügelpest ausgebrochen, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Nachgewiesen wurde jedoch nur ein gering pathogenes Virus der Aviären Influenza vom Typ H7N1. Betroffen ist ein Betrieb mit insgesamt 127.500 Legehennen, die in Freilandhaltung gehalten wurden sowie Zuchthennen. Die gesamten Tiere des Bestandes wurden getötet, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern.
OIE


24.02.2011

FLI legt neue Risikobewertung zur Einschleppung der Geflügelpest vor

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat seine Riskobewertung zur erneuten Einschleppung des Erregers der hochpathogen aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 erneuert. Das FLI verweist darauf, dass seit der letzten Bewertung im Februar 2010 kein Fall in Deutschland festgestellt wurde. In Europa wurden seitdem insgesamt nur zwei Fälle - in Bulgarien und Rumänien - nachgewiesen. Während sich die Situation in Europa als günstig darstellt, gibt es in anderen Regionen weiterhin massive Probleme mit dem Erreger. In Ägypten und auch in Indonesien gilt das Virus als endemisch. Auch in anderen Ländern Asiens wurden Fälle bei Hausgeflügel und Wildvögeln beobachtet. Aus dieser Situation heraus schätzt das FLI, dass die höchste Gefahr für die Einschleppung nach Deutschland von der illegalen Einfuhr aus Drittländern ausgeht. Für die legale Einfuhr aus Drittländern und der EU wird das Risiko als vernachlässigbar eingestuft. Auch das Risiko der Einschleppung durch Wildvögel sowie Personen- und Fahrzeugverkehr wird als gering bewertet.
FLI


14.01.2011

Wissenschaftler "züchten" für Menschen unbedenkliche Hühner

Britischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Hühner gentechnisch so zu verändern, dass sie das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 nicht mehr auf den Menschen übertragen können. Jedoch sind diese Tiere nicht für den Verzehr geeignet, so dass die Methode noch weiter modifiziert werden muss. Doch seien diese Forschungsergebnisse sehr vielversprechend, erklärte Helen Sang von der Universität Edinburgh in dem Fachmagazin Science.
Science


27.12.2010

Mädchen in Ägypten stirbt an Vogelgrippe

In Ägypten ist ein elf Jahre altes Mädchen an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben. Das gab das ägyptische Gesundheitsministerium bekannt. Das Mädchen stammte aus Luxor Governorate, 660 Kilometer südlich von Kairo. Damit sind in Ägypten seit 2006 insgesamt 38 Menschen an der "Vogelgrippe" gestorben. Weltweit sind 511 Fälle beim Menschen bekannt, von denen 304 fatal ausgegangen sind.
promedmail
WHO


21.12.2010

Weiterer Geflügelpesterreger in Südkorea

In Bezug auf Tierseuchen kommt Südkorea momentan nicht zur Ruhe. Nachdem die Maul- und Klauenseuche (MKS) mittlerweile auf mehr als 30 Betrieben ausgebrochen ist und die Geflügelpest mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N1 bei Wildvögeln nachgewiesen wurde, ist ein weiterer Erregertyp der Aviären Influenza in einem Geflügelbetrieb nachgewiesen worden. Es handelt sich um ein gering pathogenes Virus vom Typ H7N2, das im Rahmen eines Überwachungsprogramms identifiziert wurde. Die 110 Enten und Hühner des Betriebes wurden mittlerweile getötet.
OIE


15.11.2010

Aviäre Influenza in Mecklenburg-Vorpommern: Erreger vom Subtyp H5N2

Bei dem in der vergangenen Woche in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen niedrig pathogenen Erreger der Aviären Influenza (AI) handelt es sich um ein Virus vom Subtyp H5N2, wie das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Die gering ausgeprägte, krankmachende Wirkung des Virus wird laut Landestierärztin Dr. Maria Dayen auch dadurch dokumentiert, dass die Tiere keine Krankheitsanzeichen zeigten. Mit der Tötung der rund 17.000 Enten und Gänse wurde ein Spezialunternehmen beauftragt. Dem Landwirt wird der Wert des Geflügels von der Tierseuchenkasse ersetzt. Die Entsorgungskosten trägt der Landkreis.
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern


29.10.2010

Stallpflicht für Geflügel soll aufgehoben werden

Nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" plant das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) die Aufhebung der generellen Stallhaltungspflicht für Geflügel, die im Zuge des Ausbruchs der Aviären Influenza eingeführt wordenm war. Damit soll auch die Freilandhaltung von Hühner, Enten und Gänsen wieder als Regelhaltung zugelassen werden. Der Zeitung liegt der Entwurf der entsprechenden Verordnung vor. Begründet wird die geplante Aufhebung damit, dass der letzte Fall der Geflügelpest im Frühjahr 2009 in Deutschland nachgewiesen wurde. In der überarbeiteten Verordnung wird den Behörden aber die Möglichkeit eingeräumt, im Gefährdungsfall ein Stallhaltungsgebot zu verhängen.
ots


17.05.2010

Geflügelpest in den Niederlanden

In den Niederlanden ist nach Angaben des zuständigen Landwirtschaftsministeriums die Aviäre Influenza in einem Betrieb mit 28.000 Tieren nachgewiesen worden. Bei dem Erreger handelt es sich um ein gering pathogenes Virus der Aviären Influenza vom Typ H7. Die Tiere des Betriebes werden getötet, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Die in der eingerichteten Überwachungszone vorhandenen Geflügelbetriebe werden zudem auf den Erreger untersucht und es wurden Transportbeschränkungen erhoben.
Promedmail


31.03.2010

Geflügelpest bei einem Bussard in Bulgarien

In Bulgarien wurde bei einem Bussard der Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen, wie Medien unter Berufung auf die bulgarischen Veterinärbehörden berichten. Zur Bestätigung der ersten Untersuchungsergebnisse wurde Proben des tot aufgefundenen Tieres in ein weiteres Labor geschickt.
Promedmail


17.03.2010

Geflügelpest vom Typ H5N1 in Rumänien

In Rumänien ist erneut die Geflügelpest vom Typ H5N1 ausgebrochen. Das hat Rumäniens Landeslabor am 15. März 2010 bestätigt, wie die EU-Kommission mitteilte. Betroffen ist demnach ein Hühnerhof im Donaudelta, nahe der ukrainischen Grenze. Es sei denkbar, dass sich die Tiere bei durchziehenden Wildvögeln angesteckt haben, erklärte die Kommission. Alle notwendigen Schutzmaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Seuche und damit Massentötungen zu verhindern, seien ergriffen worden. Dazu gehören u.a. die Tötung aller Tiere des Betriebes und die Einrichtung einer Überwachungszone mit einem Radius von 20 km.
ISID


26.02.2010

Erster Fall von Geflügelpest in Vietnam

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 grassiert auch im Jahr 2010 weiter. In einigen Ländern in Südostasien ist sie inzwischen endemisch, so auch in Vietnam. Daher infizieren sich auch immer wieder Menschen mit dem aviären Influenzavirus. Der jüngste Fall betrifft ein 3-jähriges Mädchen aus der Provinz Khanh Hoa, wie das Gesundheitsministerium in Hanoi mitteilte. Insgesamt haben sich seit dem Ausbruch der Geflügelpest in 2003 in Vietnam 112 Personen nachweislich mit dem Virus infiziert, bei 57 von ihnen nahm die Infektion ein fatales Ende.
Promedmail


01.09.2009

Aviäre Influenza weiter ein Problem in Ägypten

Die Berichterstattung über die Influenza vom Typ A/H1N1 hat die Aviäre Influenza mit einem Virus vom Typ H5N1 in den Hintergrund gedrängt. Die Erkrankung ist aber weiterhin aktiv. Insbesondere in Ägypten treten regelmäßig Fälle auf. Mittlerweile wurden dort 85 Fälle der Erkrankung beim Menschen bestätigt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Allein 34 Fälle wurden in diesem Jahr festgestellt. Weltweit wurden im Jahr 2009 bereits 45 Fälle der Erkrankung nachgewiesen. Insgesamt ist die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen seit dem Jahr 2003 auf 440 angestiegen. 262 davon endeten tödlich.
WHO


25.08.2009

Geflügelpest könnte Parkinson-Krankheit fördern

Jahrzehnte nach dem verheerenden Ausbruch der Spanischen Grippe im Jahr 1918 wurde eine Zunahme von Erkrankungen, die der Parkinson-Krankheit ähnelten, beobachtet. Es wurde kontrovers diskutiert, ob das Infleunzavirus der Spanischen Grippe dafür eine Mitverantwortung trug. Wissenschaftler aus den USA konnten diese These jetzt mit neuen Untersuchungen untermauern. Sie infizierten Mäuse mit dem Virus der Geflügelpest vom Typ H5N1. Dabei beobachteten sie im Nervensystem der Tiere eine Verringerung der Neuronen, die sich auch bei einer Parkinson-Krankheit verringert, wie sie in den "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) berichteten.
PNAS


22.07.2009

Heimische Greifvögel bei der Übertragung der Geflügelpest unbeteiligt

Eine Frage, die sich im Rahmen des Ausbruchs der Geflügelpest mit einem Virus vom Typ H5N1 stellte, war, inwieweit heimische Greifvögel sich infizieren und den Erreger weiterverbreiten können. Wissenschaftler der Universität Ulm gehen davon aus, dass die heimischen Greifvögel bei der Übertragung der hochpathogenen Viren eher eine untergeordnete Rolle spielen. Die Annahme basiert auf Forschungsergebnissen, die im Rahmen des Forschungsprogramms "Wildvögel und Vogelgrippe" erhoben wurden. Demnach spielen bei der Verbreitung der Viren eher Wasservögel eine Rolle. Im Rahmen des Projektes wurden mit Hilfe von Satellitentelemetrie Bewegungsprofile der Tiere erstellt. Mittels Radiotelemetrie konnten in heimischen Gefilden die Aufenthaltsorte der Tiere festgestellt werden. Auch auf mögliche Infektionen wurden Milane mittels Rachenabstrichen und Blutproben untersucht. Insgesamt wurden im Rahmen des Projektes 280 Milane, Mäusebussarde, Turmfalken, Habichte und Sperber untersucht. Bei keinem der Greifvögel konnte ein Vogelgrippe-Virus nachgewiesen werden.
idw


10.06.2009

Vogelgrippe am Bodensee - Ergebnisse länderübergreifender Forschung

Nachdem im Winter 2005/6 die Aviäre Influenza mit einem Virus vom Typ H5N1 in Mitteleuropa nachgewiesen worden war, wurden länderübergreifende Forschungsprojekte ins Leben gerufen, um die Situation am Bodensee zu bewerten. Demnach wurde das Virus vom Typ H5N1 in der Bodenseeregion nicht mehr nachgewiesen. Untersuchungen zeigten aber, dass wenig gefährliche Virustypen der Geflügelpest ständig unter den Wildvögeln am Bodensee zirkulieren. In den vergangenen drei Jahren wurden rund 2.100 Proben von Wildvögeln untersucht. Ein Geflügelpestvirus wurde dabei nur in 50 Proben nachgewiesen. Eine genauere Untersuchung der rund 550 Proben von Höckerschwänen zeigte aber, dass in einigen Gruppen rund 80 Prozent der Tiere Kontakt mit einem Geflügelpestvirus hatten. Um die Übertragung von Vogelgrippeviren auf Hausgeflügelbestände zu verhindern, ist die Mitarbeit der Geflügelhalter besonders wichtig. Eine unter gewerblichen Geflügelhaltern und Hobbyhaltern in der Schweiz durchgeführte Umfrage zeigte aber, dass es bei den Haltern offenbar noch erhebliche Informationsdefizite gibt. Nur zwei Prozent der Befragten wussten demnach, dass Enten und Gänse Geflügelpestviren verbreiten können. 23 Prozent der Befragten hatten totes Geflügel auch Wildtieren zum Fraß vorgelegt. Um den Kenntnisstand über die Verbreitung der Geflügelpest zu verbessern, wurde eine Informations-DVD produziert, die breit verteilt wurde und wird.
BVET Schweiz
Forschungsprojekt Constanze zur Geflügelpest
Landesforschungsprogramm


19.05.2009

Geflügelpestviren ist die menschliche Nase zu kalt

Seit Jahren wird befürchtet, dass ein Virus der Aviären Influenza zu einer Influenza-Pandemie beim Menschen führen kann. Wissenschaftler des Imperial College in London (Großbritannien) haben nun einen Aspekt gefunden, der möglicherweise dazu beitragen kann, dass die Viren des Geflügels den Menschen nicht so leicht infizieren können. In der menschlichen Nase herrscht nur eine Temperatur von 32 Grad Celsius. In der Nase des Geflügels dagegen liegt die Temperatur bei ca. 40 Grad Celsius. Bei den niedrigen Temperaturen in der Menschennase ist es für die Viren bedeutend schwieriger, sich zu vermehren. Versuche mit humanen Influenzaviren zeigten, dass diese sich dagegen auch bei 32 Grad gut vermehren können. Fügten sie diesen Viren jedoch Proteine von aviären Viren hinzu, konnten diese sich bei niedrigen Temperaturen nicht mehr vermehren. Diese Untersuchungen zeigen nach Ansicht der britischen Forscher, dass die aviären Viren noch Anpassungsprozesse durchlaufen müssen, um eine Pandemie beim Menschen zu verursachen.
Imperial College London


12.05.2009

Positive Bilanz des Forschungsprogramms "Wildvögel und Vogelgrippe"

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauck (CDU) hat eine positive Bilanz des Forschungsprogramms "Wildvögel und Vogelgrippe" gezogen. Die Ergebnisse des Programms sind wichtige Grundlagen bei der Beurteilung zukünftiger Vogelgrippefälle und zugleich Basis für eine angemessene Reaktion. Obwohl die Erkrankung seit drei Jahren in Baden-Württemberg nicht mehr nachgewiesen wurde, könne dauerhaft aber immer noch keine Entwarnung gegeben werden, so Hauck. Weiterhin konnte u. a. gezeigt werden, dass scheinbar standorttreue Vogelarten sehr lange Strecken zurücklegen. So flog z.B. eine Stockente vom Bodensee bis nach St. Petersburg (Russland) und zurück. Zudem wurde für 427 Widlvogelarten abgeschätzt, wie sie bei einer Infektion reagieren und welche Gefahr sie für den Menschen darstellen. So stellen Wasservögel eine deutlich größere Gefahr dar, während die von Greifvögeln ausgehende Gefahr eher gering ist. Es konnten aber auch im Bereich der Übertragungswege Erkenntnisse gewonnen werden. So können sowohl Fisch als auch Dreikantmuscheln, Wasserflöhe und andere das Virus aufnehmen und abgeben. Auch zum aktuellen Ausbruch des Influenzavirus vom Typ A/H1N1 bestehen Verbindungen durch das Forschungsprogramm. So kann die erarbeitete Nachweismethodik für Influenzaviren in Oberflächengewässern als Basis für den Nachweis auch dieses Virustyps genutzt werden.
MLR Baden-Württemberg


20.04.2009

Einschleppungsursache für Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg weiterhin unbekannt

Im Dezember 2008 war es im Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) zu einem Ausbruch der Geflügelpest mit einem gering pathogenen Virus vom Typ H5N3 gekommen. Die Erkrankung betraf 31 Betriebe, in denen rund 580.000 Puten getötet werden mussten. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte die Bundesregierung über die Ursachen der Einschleppung des Virus befragt. Nach Auskunft der Bundesregierung ist die Ursache bisher unbekannt. Als mögliche Ursachen käme ein Eintrag über Wildvögel oder über den Handel mit Schlachtputen in Betracht. Auch der Weg der weiteren Verbreitung des Virus ist bisher nicht geklärt. Die enge räumliche Beziehung der betroffenen Betriebe lasse jedoch vermuten, dass das Virus durch Personen- oder Fahrzeugverkehr oder über nicht ausreichend desinfizierte Gerätschaften weiter übertragen worden sein könnte.
Deuitscher Bundestag


08.04.2009

Erstmals H5N1 bei Säugetieren in Japan

In Japan wurden erstmals Infektionen von Säugetieren mit dem Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen. Wissenschaftler der Universitäten von Tokyo und Yamaguchi haben Antikörper, die für eine früher durchlaufene Infektion mit dem Virus sprechen, bei insgesamt 10 Waschbären identifiziert. Die Forscher hatten seit 2005 Blutproben von fast 1.000 Waschbären aus drei Regionen im westlichen Japan und einer in Zentraljapan gesammelt und untersucht. Bei insgesamt 10 Tieren wurden die Antikörper nachgewiesen. Die Tiere stammten aus drei der vier untersuchten Regionen. Wobei in zwei der betroffenen Regionen zuvor keine Infektion von Vögeln mit dem Virus nachgewiesen worden war.
Promedmail


07.04.2009

Geflügelpestverdacht im Kreis Kleve bestätigt

Der Geflügelpestverdacht im Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) hat sich bestätigt, wie der Kreis mitteilt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat ein niedrig pathogenes Virus der Aviären Influenza vom Typ H7 nachgewiesen. Weitere Maßnahmen, wie die Einrichtung von Sperr- und Beobachtungsgebiet, sind nicht notwendig. Ebenso entstehen für die Geflügelwirtschaft keine Handelsbeschränkungen. Die Tötung der 17.000 Tiere des Putenmastbetriebes war bereits zuvor eingeleitet worden. Die Kontaktbetriebe stehen unter behördlicher Beobachtung. Experten des FLI sind momentan damit beschäftigt, die Herkunft des Virus aufzuklären.
Kreis Kleve


06.04.2009

Geflügelpestverdacht im Kreis Kleve

Im Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen) ist in einem Putenmastbetrieb ein Verdacht auf Geflügelpest mit einem Virus vom Typ H7 festgestellt worden. Es handelt sich vermutlich um ein niedrig pathogenes Virus. Um eine mögliche Weiterverbreitung zu verhindern, werden die Tiere des betroffenen Bestandes getötet. Inwieweit weitere Schutzmaßnahmen, wie z. B. Errichtung von Sperr- und Beobachtungszone, ergriffen werden müssen, entscheidet sich nach Abschluß der Untersuchungen, die am nationalen Referenzlabor im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden für Anfang dieser Woche erwartet.
Kreis kleve


30.03.2009

60. H5N1-Fall beim Menschen in Ägypten

In Ägypten wurde der 60. Fall einer Infektion eines Menschen mit dem Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen, wie Medien unter Berufung auf ägyptische Behörden berichten. Betroffen von diesem letzten Fall ist ein zweijähriges Mädchen, das sich momentan in einem Krankhaus befindet, aber in stabiler Verfassung sein soll. Von den bisherigen Fällen in Ägypten endeten 23 Fälle tödlich. Besonders betroffen sind in Ägypten, wo der erste Fall bei einem Menschen im Jahr 2006 nachgewiesen wurde, junge Mädchen und Frauen, da diese in ländlichen Gebieten hauptsächlich für die Versorgung des Geflügels zuständig sind.
Promedmail


11.03.2009

H5N1-Virus bei Ente in Bayern nachgewiesen

Im bayerischen Landkreis Starnberg wurde bereits im Januar bei einer Wildente das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 nachgewiesen. Das Tier war mit anderen Tieren im Rahmen einer Jagd erlegt worden. Im Rahmen des EU-weit abgestimmten Wildvögel-Monitorings wurden die erlegten Tiere, die keinerlei Anzeichen einer Erkrankung aufwiesen, untersucht, wie der Landkreis mitteilt. Experten der bayerischen Regierung halten den Fund nicht für überraschend, da Wildvögel als Reservoir für Influenzaviren gelten, so dass auch weiterhin mit einzelnen Fällen bei Wildvögeln gerechnet wird. Es gibt momentan keine Hinweise darauf, dass das Virus innerhalb der letzten Wochen in Hausvögelbestände eingeschleppt wurde. Die Behörden halten die Einrichtung von Sperrgebiet und Beobachtungszone momentan nicht für erforderlich.
Landkreis Starnberg


05.03.2009

Freilandhaltung von Geflügel im Landkreis Cloppenburg wieder erlaubt

Da die Geflügelpest im Landkreis Cloppenburg erloschen ist, gestattet der Landkreis nun auch wieder die Freilandhaltung von Geflügel. Da die Allgemeinverfügung unmittelbar gilt, müssen Geflügelhalter keinen Antrag auf Freilandhaltung bei den zuständigen Behörden stellen. Allerdings sind die Gemeinden Garrel und Bösel, der Stadteil Staatsforsten der Stadt Cloppenburg, Bereiche von Friesoythe sowie einige andere Gebiete von dieser Verfügung ausgenommen. Der Landkreis verweist nochmals darauf, dass alle Geflügelhaltungen angezeigt werden müssen. Dabei muss auch angegeben werden, ob es sich um Freiland- oder Stallhaltung handelt.
Landkreis Cloppenburg


02.03.2009

Geflügelpest in Tschechien

In der Tschechischen Republik ist die Aviäre Influenza nachgewiesen worden. Es handelt sich dabei um ein gering pathogenes Virus vom Serotyp H7. Die genauere Identifizierung des Virus ist noch nicht abgeschlossen, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Die Fälle wurden im Rahmen eines Monitoring-Programms nachgewiesen. Betroffen ist ein Betrieb in der Nähe zur Grenze der Slowakei, der Zuchtgänse hält.
OIE


27.02.2009

Großbritannien: H6N1-Virus bestätigt

Bei dem in zwei britischen Betrieben festgestellten Virus der Aviären Influenza handelt es sich um den Typ H6N1, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Bisher liegen keine Hinweise vor, dass es sich um einen hoch pathogenen Virustyp handelt. Endgültig kann dies jedoch erst gesagt werden, wenn weitere Laborergebnisse vorliegen.
DEFRA


Geflügelpest in Großbritannien

In zwei Geflügelbetrieben in Großbritannien wurden im Rahmen von Routineuntersuchungen Viren der Aviären Influenza (AI) festgestellt, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Die Klassifizierung des Virustyps steht noch aus, es handelt sich aber nicht um Viren der Typen H5 oder H7.
DEFRA


26.02.2009

Neue Risikobewertung zur Geflügelpest vom Typ H5N1

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat eine neue Risikobewertung zur Einschleppung sowie zum Auftreten der Aviären Influenza vom Typ H5N1 in Hausgeflügelbeständen veröffentlicht. Das FLI weist zunächst daraufhin, dass seit der letzten Risikobewertung vom 22.10.2008 weder in Deutschland noch in Europa ein Fall der Erkrankung bei Wildvögeln oder Hausvögeln aufgetreten ist. Auch in Afrika seien die Zahlen der infizierten Tiere rückläufig gewesen. Neue Fälle beim Menschen wurden dagegen aus Ägypten gemeldet und auch in Asien wurden neue Fälle nachgewiesen. Das Risiko für Deutschland wird deshalb als unverändert bewertet. Die größte Gefahr droht dadurch, dass der Erreger über illegale Einfuhren nach Deutschland eingeschleppt wird. Das Risiko einer Erregereinschleppung über legale Einfuhren ist dagegen vernachlässigbar. Die Geflügelpest vom Typ H5N1 wurde zuletzt im Oktober 2008 bei einer Ente in einem Betrieb im sächsischen Landkreis Görlitz festgestellt.
FLI


20.02.2009

Geflügelpest in Rumänien

In Rumänien ist die Geflügelpest bei 17 Enten und 2 Gänsen nachgewiesen worden. Es handelt sich um ein gering pathogenes Virus vom Typ H5N2, das erstmalig in Rumänien nachgewiesen wurde. Die Tiere waren als Sentinel-Tiere ausgesetzt worden, um durch Kontakt zu Wildtieren Aufschluß über mögliche Vorkommen von Geflügelpestviren in der Wildtierpopulation zu geben, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) meldet.
OIE


19.02.2009

Letztes Sperrgebiet im Landkreis Cloppenburg aufgehoben

Der Landkreis Cloppenburg (Niedersachsen) hebt auch das letzte noch bestehende Sperrgebiet in Friesoythe auf, das auf Grund der Aviären Influenza vom Typ H5N3 eingerichtet worden war. Die Geflügelbestände wurden erneut amtlich untersucht, ohne dass ein neuer Fall nachgewiesen werden konnte. Zudem ist die 21-Tage-Frist nach Abschluß von Reinigung und Desinfektion des zuletzt betroffenen Betriebes abgelaufen. Die Aufhebung des Sperrgebietes soll am Freitag in Kraft treten. Auch die Allgemeinverfügung, die die Einstallung von Puten untersagte, wird gelockert. Sie gilt nur noch in den ehemaligen Sperrgebieten Garrel, Bösel und Friesoythe und dort nur für Puten. Allerdings ist auch dort die Einstallung in Betriebe, die nicht von der Seuche betroffen waren, erlaubt, wenn sie vorher angemeldet wird und Untersuchungsauflagen eingehalten werden. Das Virus vom Typ H5N3 wurde seit Mitte Dezember in 31 Betrieben im Landkreis festgestellt und hat zur Keulung von 57.000 Puten geführt.
Landkreis Cloppenburg


18.02.2009

Geflügelpest in China bereitet Experten Sorgen

Vertreter von Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) zeigten sich vor Pressevertretern besorgt über die Entwicklung der Aviären Influenza vom Typ H5N1 in China, wie aerztezeitung.de berichtet. Demnach ist das Virus in den Geflügelbeständen der Volksrepublik fest verankert. Das Virus habe weiterhin das Potenzial, eine Epidemie auszulösen. Was die Experten besonders beunruhigt, sind die jüngsten Fälle von Erkrankungen beim Menschen in China in diesem Jahr. Bisher wurden dort acht Fälle nachgewiesen, von denen fünf tödlich endeten. Die Fälle waren über das ganze Land verteilt und konnten jeweils nicht in Zusammenhang mit Ausbrüchen beim Geflügel gebracht werden. Seit Jahren befürchten Experten, dass es zu einer neuen Influenza-Epidemie durch das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 kommen kann. Nämlich dann, wenn das Virus die Fähigkeit entwickelt, von Mensch zu Mensch übertragbar zu werden.
Ärztezeitung


16.02.2009

Geflügelpest in Kanada in zweiten Betrieb

In Kanada ist die Geflügelpest vom Typ H5 in einem zweiten Betrieb im Bundesstaat British Columbia nachgewiesen worden, wie die Canadian Food Inspection Agency (CFIA) mitteilt. Die Infektion in dem zweiten Betrieb wurde im Rahmen der Routineüberwachung festgestellt. Der Betrieb liegt innerhalb einer Drei-Kilometer-Zone um den zuerst betroffenen Betrieb. Im ersten Betrieb war ein gering pathogenes Virus vom Typ H5N2 nachgewiesen worden. Weitere Untersuchungen sollen genauen Aufschluß über den Erreger im zweiten Betrieb erbringen, dessen Tiere jetzt vorsorglich werden getötet.
CFIA


13.02.2009

Mehr als 400 Fälle von H5N1 beim Menschen

Die Zahl der Fälle von Erkrankungen des Menschen an dem Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 ist auf über 400 gestiegen. Bis zum 11. Februar 2008 vermeldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 407 Fälle. Davon endeten 254 Fälle tödlich. Die meisten Fälle sind in Indonesien mit 141, gefolgt von Vietnam mit 108 Fällen aufgetreten. An dritter Stelle folgt mit 55 Fällen bereits Ägypten. Die meisten Fälle weltweit wurden 2006 mit 115 Fällen nachgewiesen. Im Jahr 2008 waren es noch 44 Fälle. In diesem Jahr wurden bereits 12 Fälle an die WHO gemeldet. Davon traten sieben in China auf.
WHO


12.02.2009

Neuer Geflügelpestverdachtsfall im Landkreis Cloppenburg

Drei Wochen lang wurden keine Ausbrüche der Aviären Influenza vom Typ H5N3 aus dem Landkreis Cloppenburg mehr vermeldet. Jetzt besteht in einem Betrieb in Friesoythe-Kamperfehn erneut der Verdacht auf einen Ausbruch der Tierseuche. Proben aus dem Bestand mit rund 5.000 Puten sind von einem Privatlabor positiv auf den Erreger untersucht worden. Die Ergebnisse der amtlichen Untersuchungen werden für heute erwartet. Da der Betrieb außerhalb des letzten Sperrgebietes im Landkreis liegt, müsste bei Bestätigung des Verdachtes ein neues Sperrgebiet eingerichtet werden. Innerhalb dieses Gebietes würden sich aber keine weiteren landwirtschaftlichen Geflügelhaltungen befinden.
Landkreis Cloppenburg


11.02.2009

Keine Ausnahmen vom Aufstallungsgebot im Landkreis Cloppenburg

Im Landkreis Clopppenburg wird es keine Ausnahmen vom grundsätzlichen Aufstallungsgebot für Geflügel geben, wie der Landkreis mitteilte. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte zuvor gemeldet, dass außerhalb von Risikogebieten wieder Ausnahmen vom Aufstallungsgebot möglich seien. Der Landkreis Cloppenburg will auf Grund der Fälle von Aviärer Influenza vom Typ H5N3 in den letzten Monaten jedoch zunächst keine Ausnahmen genehmigen. Sollten bei weiteren Untersuchungen der Geflügelbestände in den kommenden Wochen keine neuen Infektionen festgestellt werden, wird im Hinblick auf die Freilandhaltung eine neue Risikobewertung vorgenommen.
Landkreis Cloppenburg


10.02.2009

Geflügelpest: Vorletztes Sperrgebiet im Landkreis Cloppenburg aufgehoben

Im Landkreis Cloppenburg besteht auf Grund der Geflügelpest vom Typ H5N3 nur noch ein Sperrgebiet in Friesoythe. Das vorletzte Sperrgebiet in Bösel wurde aufgehoben, nachdem dort alle Geflügelbestände nochmals amtlich untersucht wurden. Ab heute dürfen dort daher wieder alle Geflügelarten eingestallt werden, wie der Landkreis Cloppenburg mitteilt. Allerdings müssen dabei noch Auflagen eingehalten werden. So muss die Einstallung dem Veterinäramt angezeigt werden und die Halter müssen sich verpflichten, die Tiere untersuchen zu lassen. Bei Betrieben, in denen das Virus aufgetreten war, kann für die erneute Einstallung im Einzelfall noch eine Genehmigung des Veterinäramtes notwendig sein.
Landkreis Cloppenburg


05.02.2009

Geflügelpest in Frankreich

In Frankreich ist ein niedrig pathogenes Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N3 nachgewiesen worden, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) berichtet. Betroffen ist ein Betrieb an der französischen Atlantikküste, der rund 5.000 Enten hielt, die alle mittlerweile getötet wurden. Der Verdacht auf die Erkrankung war entstandenen, nachdem an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen jeweils zwischen 15 und 50 tote Tiere aufgefunden worden sind.
OIE


04.02.2009

Zwei Sperregebiete im Landkreis Cloppenburg aufgehoben

Im Landkreis Cloppenburg sind zwei Sperrgebiete aufgehoben worden, die auf Grund der Aviären Influenza vom Typ H5N3 eingerichtet worden waren, nachdem die Aufhebungsuntersuchungen abgeschlossen und keine weiteren Fälle der Erkrankung nachgewiesen worden sind. Bei den betroffenen Sperrgebieten handelt es sich um die Gemeinde Garrel und die Ortschaft Staatsforsten, die zur Gemeinde Cloppenburg gehört. Die Aufhebung soll heute amtlich bekannt gemacht werden und am 5. Februar 2009 in Kraft treten.
Landkreis Cloppenburg


29.01.2009

Aviäre Influenza in Kanada

Im kanadischen Bundesstaat British Columbia ist die Aviäre Influenza in einer kommerziellen Geflügelhaltung nachgewiesen worden. Es handelt sich dabei um einen Erreger vom Typ H5. Bisher vorliegende Testergebnisse deuten daraufhin, dass es sich um ein niedrig pathogenes Virus handelt, wie die Canadian Food Inspections Agency (CFIA) mitteilt. Die 60.000 Tiere des betroffenen Betriebes werden aber dennoch getötet, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.
CFIA


21.01.2009

H5N1: Keine Anzeichen für Mutation

Es gibt keine Anzeichen für eine Mutation des aviären Influenzavirus vom Typ H5N1. Das gab das Friedrich-Löffler-Institutes (FLI), Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, auf der Ostseeinsel Riems kekannt, wie Agrarheute.com berichtet. Pressesprecherin des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, Elke Reinking, erklärt, die in den letzten Wochen aufgetretenen Fälle in China sind vor allem auf die in Südostasien vorherrschenden Haltungsformen zurückzuführen. So gebe es zwar auch größere Betriebe, doch sei die private Hinterhofhaltung mit engem Kontakt zu den Menschen in diesem Gebiet eher die Regel. Es seien jedoch in letzter Zeit keine Veränderungen in der Übertragbarkeit des Erregers auf den Menschen festgestellt worden.
Agrarheute.com


Erneut Geflügelpestfall in Friesoythe

Im Landkreis Cloppenburg ist ein weiterer Fall der Geflügelpest mit einem niedrig pathogen Virus vom Typ H5N3 nachgewiesen worden, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Betroffen ist ein Betrieb in Friesoythe-Ikenbrügge. Auf dem betroffenen Betrieb und einem Kontaktbetrieb mussten rund 15.000 Puten getötet werden. Damit wurde das Virus seit Dezember 2008 in 31 Betrieben im Landkreis Cloppenburg nachgewiesen. Deshalb wurden bislang rund 560.000 Puten gekeult.
Landkreis Cloppenburg


20.01.2009

Aviäre Influenza vom Typ H5N1 in Nepal

In Nepal ist erstmals seit 1996 wieder der Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 nachgewiesen worden, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Der Erreger wurde im südöstlichen Teil des Landes in unmittelbarer Nähe zur indischen Grenze nachgewiesen. Auch auf indischer Seite der Grenze wurde der Erreger in jüngster Zeit beim Geflügel nachgewiesen.
OIE


19.01.2009

Neue Fälle der Vogelgrippe beim Menschen in China

In China ist der zweite Fall von Vogelgrippe binnen eines Monats aufgetreten. Während Anfang Januar in Peking eine junge Frau an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben ist, befindet sich ein zweijähriges Mädchen derzeit im Krankenhaus. Sein Zustand sei ernst, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.Das Mädchen sei am vergangenen Mittwoch ins Krankenhaus gebracht worden. Menschen, die engen Kontakt zu ihr hatten, seien unter medizinische Beobachtung gestellt worden, doch sei bislang niemand weiter erkrankt. Seit 2003 wurden bislang weltweit 393 bestätigte Infektionen von Menschen mit dem Virus vom Typ H5N1 registriert. 248 sind daran gestorben. China meldete bisher 32 Erkrankungen und 21 Tote.
Agrarheute.com


Aviäre Influenza in Bösel

In der Gemeinde Bösel im Landkreis Cloppenburg ist erneut ein Fall der Geflügelpest mit einem Virus vom Typ H5N3 aufgetreten, wie der Landkreis mitteilt. In dem betroffenen Betrieb wurden 16.000 Puten getötet. In einem Kontaktbetrieb mussten weitere 16.000 Tiere getötet werden. Nach Ansicht des Leiters des Veterinäramtes, Dr. Karl-Wilhelm Paschertz, zeigen die Fälle der letzten Tage, dass das Virus weiterhin in der Region vorhanden ist. Deshalb müssten die Bekämpfungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt werden. Da zuletzt auch immer wieder Tiere in Kontaktbetrieben getötet werden mussten, appelliert Dr. Paschertz an die Landwirte, Personen- und Maschinenkontakte möglichst zu vermeiden.
Landkreis Cloppenburg


16.01.2009

Weiterer Geflügelpestfall im Landkreis Cloppenburg

Im Landkreis Cloppenburg ist ein weiterer Fall der Geflügelpest mit einem niedrig pathogenen Virus vom Typ H5N3 nachgewiesen worden, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Betroffen ist ein Betrieb in Friesoythe-Ikenbrügge. In dem Bestand wurden 14.700 Puten getötet. Zusätzlich wurden in zwei Kontaktbeständen weitere 23.000 Tiere getötet. In der Stadt Friesoythe wurde um den neu betroffenen Betrieb ein neues Sperrgebiet eingerichtet.
Landkreis Cloppenburg


15.01.2009

Entwarnung bei Geflügelpestverdacht bei Puten in Mecklenburg-Vorpommern

Nach dem im Norden Mecklenburg-Vorpommerns rund 70 Puten verendet sind, hat sich der Verdacht eines Ausbruchs der Geflügelpest jedoch nicht bestätigt. Nach Laboruntersuchungen im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz seien keine Influenza-Viren in den Tieren nachgewiesen worden, sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Donnerstag. Wie die Rostocker "Ostseezeitung" in ihrer Donnerstagausgabe berichtete, waren die Puten in der Nacht zum Mittwoch in einer Mastanlage in Mannhagen verendet. Insgesamt werden dort rund 2800 Tiere gehalten. Erst am Dienstag waren aus dem Landkreis Cloppenburg neue Fälle der Tierseuche gemeldet worden.
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz


14.01.2009

42 Fälle der Aviären Influenza beim Menschen im Jahr 2008

Im Jahr 2008 sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO weltweit 42 Fälle der Aviären Influenza (AI) beim Menschen aufgetreten. 31 dieser Fälle endeten tödlich. Die meisten Fälle traten davon mit 22 in Indonesien auf. In Ägypten wurden 8 Fälle registriert, von denen 4 tödlich endeten. Seit 2003 hat die WHO weltweit 393 Fälle registriert, von denen 248 tödlich verliefen. Die Zahl der Fälle im Jahr 2008 bedeutet einen deutlichen Rückgang gegenüber den Vorjahren. Im Jahr 2006 wurden 115 Fälle registriert. Im Jahr 2007 sank die Zahl bereits auf 88.
WHO


Erneut Geflügelpestfall im Landkreis Cloppenburg

Im Landkreis Cloppenburg ist erneut das niedrigpathogene Virus der Geflügelpest vom Typ H5N3 nachgewiesen worden, wie der Landkreis mitteilt. Zuvor war der letzte Fall Ende Dezember 2008 aufgetreten. Aktuell ist ein Betrieb in der Gemeinde Bösel betroffen, der am Rande eines bestehenden Sperrgebietes liegt. Am Dienstag wurden bereits 19.800 Puten in dem Betriebe gekeult. Aus Prophylaxegründen werden in einer weiteren Stallanlage 4.800 Tiere getötet, da Maschinen- und Personenkontakte bestanden haben. Seit Ausbruch der Tierseuche wurde der Erreger in 28 Betrieben nachgewiesen. Insgesamt mussten rund 460.000 Tiere getötet werden. Unterdessen soll bereits heute die Aufhebung des Sperrgebietes Friesoythe-Neulorup bekannt gegeben werden. Dort ist die Frist von 21 Tagen nach Abschluß der Reinigungs- und Desinfektionsarbeiten verstrichen, ohne dass ein weiterer Fall aufgetreten ist.
Landkreis Cloppenburg


12.01.2009

Geflügeleinstallung außerhalb der Sperrgebiete im Landkreis Cloppenburg wieder möglich

Der letzte Fall der Aviären Influenza mit einem Virus vom Typ H5N3 im Landkreis Cloppenburg war am 27. Dezember vergangenen Jahres nachgewiesen worden. Der Landkreis lockert jetzt das Geflügeleinstallungsverbot. Die Betriebe müssen dazu außerhalb der Sperrgebiete liegen und die Tiere müssen virologisch sowie serologisch untersucht werden. Zudem muss die beabsichtigte Einstallung dem Veterinäramt des Landkreises angezeigt werden.
Landkreis Cloppenburg


09.01.2009

Gefügelpest-Verdachtsfall in Cloppenburg entkräftet

Der zuletzt entstandene Verdachtsfall auf Vorliegen der Geflügelpest mit einem Virus vom Typ H5N3 in Friesoythe-Neulorup (Landkreis Cloppenburg) hat sich nicht bestätigt. Das Friedrich-Loeffler-Institut konnte in den Proben kein Virus nachweisen. Nachdem zu Beginn der Woche der Verdacht in einem Putenbestand entstanden war, wurden dort bereits 4.800 Puten gekeult.
Landkreis Cloppenburg


08.01.2009

Niederlande und Niedersachen fordern Impfung gegen Geflügelpest

Niedersachsen und die Niederlande planen einen gemeinsamen Vorstoß für die Impfung von Geflügel gegen die Geflügelpest. Anlass ist der neue Verdachtsfall im Kreis Cloppenburg. Da in Niedersachen und den Niederlanden zusammen ein Drittel des europäischen Geflügelbestandes zu Hause ist, würde ein Ausbruch die Massenkeulung mehrerer Millionen Tiere zur Folge haben. Das erklärte der Sprecher des Agrarministeriums, Gert Hahne, am Mittwoch in Hannover, wie Agrarheute.com meldet. Dies wollen beide Länder in Zukunft durch die Impfung verhindern.
Agrarheute.com


Erneut Geflügelpestverdacht in Cloppenburg

Nachdem seit Ende Dezember kein Fall der Geflügelpest mit einem Virus vom Typ H5N3 mehr im Landkreis Cloppenburg aufgetreten war, besteht jetzt der Verdacht auf einen neuen Fall in einem Betrieb in Friesoythe-Neulorup. Laboruntersuchungen hatten ein fragliches Ergebnis in einem Betrieb aufgedeckt, der in der Nähe zu einem Betrieb liegt, in dem die Erkrankung vor drei Wochen aufgetreten war. Die in dem Betrieb vorhandenen 4.800 Puten wurden jetzt vorsorglich getötet. Zur Abklärung wurden Proben an das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems geschickt. Mit den Ergebnissen der Untersuchungen wird heute gerechnet.
Landkreis Cloppenburg


06.01.2009

Keine weiteren H5N3-Fälle im Landkreis Cloppenburg

Im Landkreis Cloppenburg wurde der letzte Fall der Geflügelpest mit einem Virus vom Typ H5N3 am 27. Dezember nachgewiesen, wie das Veterinäramt des Kreises mitteilt. Die Behörden geben allerdings noch keine Entwarnung. Momentan werden noch umfangreiche Beprobungen der Geflügelbetriebe innerhalb und außerhalb der Sperrgebiete durchgeführt. Unterdessen werden die Beschränkungen außerhalb der Sperrgebiete gelockert. Nachdem zunächst Hähnchenmästern die Einstallung wieder gestattet worden war, dürfen ab Mittwoch auch Entenhalter wieder Tiere einstallen. Das Infektionsrisiko wird für Entenbestände deutlich geringer eingeschätzt als für Putenbestände.
Landkreis Cloppenburg


23.12.2008

Geflügelpest jetzt auch in Sachsen-Anhalt

Außer in Niedersachensen ist jetzt auch in Sachsen-Anhalt die aviäre Influenza ausgebrochen. Ebenso wie in Niedersachsen handelt es sich bei den Fällen im Harzkreis um einen niedrig pathogenen Typ. In dem betroffenen Geflügelbestand in Quedlinburg wurden inzwischen alle 170 Gänse, Enten und Hühner vorsorglich getötet worden, wie das Landratsamt des Harzkreises am Montag in Halberstadt mitteilte. Ein Sperrgebiet mit einem Radius von lediglich einem Kilometer sei festgelegt worden. Andere in dem Sperrgebiet gelegene Betriebe werden vorsorglich untersucht. Um welche Virusvariante es sich in Quedlinburg genau handelt, steht nach Behördenangaben noch nicht fest. Die weitere Abklärung hat das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Ostsee-Insel Riems übernommen. Unterdessen hat der in Niedersachen betroffene Landkreis Cloppenburg die Schutzmaßnahmen gegen die aviäre Influenza ein wenig gelockert. So wurde für einen Teil des Kreisgebiete das geltende Neueinstallungsverbot für Geflügel teilweise aufgehoben. Ab Dienstag dürfen Hähnchenmäster im Gebiet zwischen dem Küstenkanal im Norden und der B 213/L836 im Süden wieder Tiere einstallen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sie nicht im Geltungsbereich von bestehenden Sperrgebieten liegen. Die Gefahr der Infizierung von Masthähnchen sei geringer, weil diese in geschlossenen Ställen bei einer Raumtemperatur von über 20 Grad Celsius gehalten würden. Außerdem sei das Virus bislang nicht bei Hühnern aufgetreten. Voraussetzung sei jedoch, dass der Tierhalter die beabsichtigte Neueinstallung mindestens zwei Werktage vorher dem Veterinäramt anzeige und sich gleichzeitig verpflichte, den Tierbestand vor der Schlachtung durch ein akkreditiertes Labor virologisch untersuchen zu lassen.
Harzkreis


22.12.2008

Geflügelpest in Niedersachen weitet sich weiter aus

Bislang ist es nicht gelungen, die Geflügelpest des schwach pathogenen Typs H5N3 in Niedersachen einzudämmen. Stattdessen greift das Virus weiter um sich. Wie der Landkreis Cloppenburg mitteilte, seien am vergangenen Samstag 17.500 Puten getötet worde. Das Sperrgebiet wurde entsprechnd erweitert. Insgesamt wurden bislang etwa 300.000 Tiere von 20 Betrieben getötet. Das Virus war am 11.12.2008 bei einer Routineuntersuchung in einem Mastputenbestand festgestellt worden.
Landkreis Cloppenburg


18.12.2008

Geflügelpest auch bei Enten nachgewiesen

In Landkreis Cloppenburg sind mittlerweile 15 Betriebe von der Geflügelpest mit dem niedrig pathogenen Erreger vom Typ H5N3 betroffen, wie der Landkreis mitteilte. Neben Puten ist jetzt erstmals auch eine andere Geflügelart betroffen. Wie die Nordwestzeitung unter Berufung auf den Landkreis berichtet, ist jetzt auch ein Enten haltender Betrieb mit rund 1000 Tieren betroffen. Doch sinkt momentan die Zahl der Verdachtsmeldungen, die beim Landkreis eingehen. Trotzdem rechnen die Behörden noch mit weiteren Fällen. Momentan werden noch rund 200 Geflügelbetriebe auf den Erreger untersucht. Vier Verdachtsfälle warten derzeit auf ihre endgültige Klärung.
Landkreis Cloppenburg
Nordwestzeitung


17.12.2008

Landkreis Cloppenburg: Geflügelpest in 14 Betrieben

Das Virus der Geflügelpest vom niedrig pathogenen Typ H5N3 wurde im Landkreis Cloppenburg mittlerweile in 14 Putenmastbeständen amtlich festgestellt. In positiv getesteten Betrieben, sowohl in amtlich festgestellten Fällen als auch in Betrieben, in denen der positive Test zunächst durch ein Privatlabor vorlag, seien alle Tiere bereits getötet worden. Insgesamt wurden rund 200.000 Tiere getötet. Momentan gibt es noch neun Verdachtsfälle oder Kontaktbetriebe, die noch amtlich untersucht werden.
Landkreis Cloppenburg


NRW verschärft vorsorglich Schutzmaßnahmen gegen Geflügelpest

Nachdem in Niedersachsen die Geflügelpest mit einem niedrig pathogen Virus vom Typ H5N3 ausgebrochen ist, hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV NRW) vorsorglich Maßnahmen eingeleitet, um eine mögliche Ausbreitung des Virus nach Nordrhein-Westfalen zu verhindern. Ab sofort dürfen Geflügelmärkte, Geflügelbörsen und Geflügelausstellungen nicht mehr durchgeführt würden. Diese Anordnung gilt zunächst bis zum 31. Januar 2009. Veranstaltungen mit Tauben sind jedoch davon ausgenommen. Es gilt die Aufstallungspflicht. Vorliegende Ausnahmegenehmigungen in den Regierungsbezirken Detmold und Münster werden außer Kraft gesetzt. Zudem müssen Betriebe mit Freilandhaltung in den Regierungsbezirken Köln, Düsseldorf und Arnsberg vorsorglich Aufstallungsmöglichkeiten vorbereiten.
LANUV NRW


16.12.2008

Bisher 180.000 Puten im Landkreis Cloppenburg getötet

Auf Grund des Ausbruchs der Aviären Influenza im Landkreis Cloppenburg sind bis Montagabend rund 180.000 Puten gekeult worden. Bis dahin lagen keine neuen Fälle vor. Allerdings würden noch einige Verdachtsfälle untersucht. Der Landrat des Landkreises Cloppenburg informierte am Montag den Lenkungsstab des Tierseuchenkrisenzentrums in Hannover über den Stand der Bekämpfungsmaßnahmen. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium gab dem Landkreis Rückendeckung für ein Neueinstallungsverbot, das alle Geflügelarten betrifft. Momentan reichen die in Niedersachsen vorhandenen Kapazitäten zur Entsorgung der getöteten Tier aus. Das Land will sich vorsorglich über die Möglichkeiten der Entsorgung in anderen Bundesländern informieren, um für den Fall einer Ausweitung der Erkrankung, gewappnet zu sein.
Landkreis Cloppenburg


15.12.2008

Geflügelpestvirus in vier weiteren Betrieben

Das niedrig pathogene Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N3 ist im Landkreis Cloppenburg in vier weiteren Putenbeständen nachgewiesen worden. Für vier Betriebe konnnte Entwarnung gegeben werden. Zwei der betroffenen Betriebe liegen innerhalb des bereits eingerichteten Sperrbezirks. Ein Betrieb liegt in unmittelbarer Nähe zu diesem und ein Betrieb findet sich 12 Kilometer entfernt. In den vier Betrieben sollen ca. 58.000 Puten betroffen sein, die allesamt unverzüglich getötet und unschädlich beseitigt werden sollen. In den bisher betroffenen Betrieben wurden rund 43.000 Tiere getötet. Unklar ist noch, wie das Virus in die Betriebe gelangte. Um bei der Aufklärung zu helfen, sind mittlerweile Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) im Landkreis Cloppenburg eingetroffen.
Landkreis Cloppenburg


Niedersachsen: Ausnahmen vom Aufstallungsgebot für Geflügel werden ausgesetzt

Die Freilandhaltung von Geflügel ist momentan nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, die vom jeweiligen Landkreis ausgestellt werden muss. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hat angesichts der akuten Geflügelpestproblematik im Landkreis Cloppenburg darauf hingewiesen, dass alle diesbezüglichen Ausnahmegenehmigungen vom Aufstallungsgebot zunächst widerrufen werden. Im Landkreis Cloppenburg wurde in der letzten Woche ein niedrig pathogenes Virus der aviären Influenza vom Typ H5N2 in Putenmastbetrieben nachgewiesen. Der Widerruf der Ausnahmegenehmigungen soll dabei helfen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Niedersachsen ist ein bedeutender Standort der Geflügelwirtschaft in Deutschland. Dort werden rund 22 Millionen Legehennen, 48 Millionen Masthühner, 250.000 Gänse, 1,5 Millionen Enten und 5 Millionen Mastputen gehalten.
ML Niedersachsen


12.12.2008

Erster H5N1-Fall in Kambodscha im Jahr 2008

In Kambodscha ist der erste Fall einer Erkrankung eines Menschen am Virus der Aviären influenza (AI) vom Typ H5N1 im Jahr 2008 von den Behörden des Landes bestätigt worden. Es handelt sich um den insgesamten 8. Fall, der seit 2005 in Kambodscha registriert wurde. Betroffen ist ein 19-jähriger Mann, der Ende November diesen Jahres erkrankte. Um eventuelle weitere Fälle aufzudecken, wollen die Behörden in der Heimat des Patienten eine großflächige Untersuchung starten. Neben Erkrankungen beim Menschen soll dabei auch nach Kontakt mit krankem oder verendetem Geflügel gefahndet werden.
Promedmail


Zweiter Betrieb in Niedersachsen von Geflügelpest betroffen

Im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg ist ein zweiter Betrieb von der Aviären Influenza betroffen. Der Putenmastbetrieb, auf dem ebenfalls das niedrig pathogene Virus vom Typ H5 gefunden wurde, liegt im Sperrgebiet, das um den ersten Betrieb eingerichtet wurde, wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Neben den 9.000 Puten, die auf dem ersten Betrieb getötet wurden, sollen nun weitere 20.000 Tiere getötet werden, wie die "Oldenburgische Volkszeitung" zu berichten weiss. Nachdem das Sperrgebiet erweitert wurde, umfasst dieser jetzt 12 Putenställe mit fast 200.000 Tieren.
ML Niedersachsen
Oldenburgische Volkszeitung


11.12.2008

Aviäre Influenza in Niedersachsen

In Niedersachsen ist in einem Mastputenbestand ein niedrig pathogenes Virus der Aviären Influenza (AI) des Subtyps H5 nachgewiesen worden, wie das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung gestern mitteilte. Es handelt sich nicht um das hoch pathogene und auch für den Menschen gefährliche Virus vom Typ H5N1. Der gefundene Erreger ist für den Menschen ungefährlich. Der betroffene Betrieb in der Gemeinde Garrel (Landkreis Cloppenburg) wurde bereits geräumt und es wurde ein Sperrgebiet mit einem Radius von 1.000 Metern um den betroffenen Betrieb vorbereitet. Im Sperrgebiet befindet sich ein weiterer Putenmastbestand. Die Proben, die zum Virusnachweis führten, waren auf Grund von Verdachtsmomenten von einem Privatlabor untersucht worden.
ML Niedersachsen


01.12.2008

Teilnehmer für Vogelgrippe-Impfstudie gesucht.

Die Uniklinik Köln sucht Freiwillige, die an einer Vogelgrippe-Impfstudie teilnehmen wollen. Gesucht werden Personen, die älter als 18 Jahre sind und sich im Rahmen der Studie gegen dieVogelgrippeimpfen lassen möchten. Die Impfung ist kostenlos und es wird eine angemessene Entschädigung für Reisekosten/Zeitaufwand gezahlt.Weitere Informationen über die Impfstudie und die Teilnahmevoraussetzungen erhalten Sie von der Uniklinik Köln, Med. Klinik I, Infektiologie,Univ.-Prof. Gerd Fätkenheuer, Kerpener Str. 62, Haus 16 a, Tel. 0221-478-5860 / 86007 / 3324 oder via Email überinfektionsambulanz@uk-koeln.de.
Uniklinik Köln


10.11.2008

Geflügelpest zurück in Thailand

In Thailand gibt es nach einem Dreivierteljahr wieder einen Fall der Geflügelpest. In einer privaten Hühnerhaltung in der Provinz Sukhothai im Norden Thailands waren vor kurzem mehrere Tiere verendet, wie die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf das thailändische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Wie anschließende Untersuchungen zeigten, sind die Tiere an dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 verendet. Zuletzt war der erstmals Ende 2003 aufgetretende und inzwischen im gesamten Südostasiatischen Raum und darüber hinaus grassierende Erreger im Januar 2008 in Thailand aufgetreten.
AP


27.10.2008

Weitere Enten in Sachsen positiv auf H5N1 getestet

Im Landkreis Görlitz ist bei weiteren 9 Enten des Betriebes in Markersdorf das aviäre Influenza-Virus vom Typ H5N1 festgestellt worden. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems laut einem Bericht des Internetportals Lungenärzte im Netz mitteilte, konnte bei 15 weiteren Enten zwar das aviäre Influenza-Virus nachgewiesen werden, aber der Virustyp noch nicht bestimmt werden. Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass alle positiv getesteten Enten mit dem gleichen Erreger infiziert waren, sagte Dr. Timm Harder vom Referenzlabor Aviäre Influenza des FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Alle 1.400 Enten und Gänse des betroffenen Geflügelbestandes in Markersdorf waren bereits kurz nach dem Virusnachweis am 9. Oktober 2008 vorsorglich getötet worden. Gebäude, Einrichtungen und Fahrzeuge auf dem Hof wurden sorgfältig desinfiziert. Experten des Landes Sachsen und des FLI haben mittlerweile ihre Untersuchungen vor Ort abgeschlossen. Bislang können wir noch nicht sagen, wie das Virus in den Geflügelbetrieb gelangt ist. Mit ersten Ergebnissen rechnen wir innerhalb eines Monats, erklärte Harder. In angrenzenden Geflügelhöfen konnte das Virus nicht nachgewiesen werden. Der vom Landkreis Görlitz eingerichtete Sperrbezirk im Umkreis von 3 Kilometern um den infizierten Betrieb herum bleibt bis auf weiteres bestehen. In diesem Gebiet ist der Transport von Geflügel verboten und es gilt ein Freilaufverbot für Nutzvögel. Das erweiterte Beobachtungsgebiet hat einen Radius von 10 Kilometern und reicht bis über die polnische Grenze.
Lungenärzte im Netz


23.10.2008

Geflügelpest in Sachsen: Erreger erst kürzlich in Betrieb gelangt

Anfang Oktober 2008 war bei Enten in Sachsen das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Die Enten zeigten keine klinischen Anzeichen für eine Erkrankung. Am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems wurden weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Herkunft des Virus zu klären. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass das Virus zu einer Linie gehören könnte, die im Frühjahr 2006 in Süddeutschland nachgewiesen worden war. Ein Virus, das ebenfalls 2006 nur 40 Kilometer vom jetzigen Ausbruchsherd entfernt gefunden worden war, scheint eng verwandt mit diesem Virus zu sein. Nach Mai 2006 wurde dieses Virus in Deutschland nicht mehr nachgewiesen. Die erhobenen Daten des FLI legen nahe, dass das Virus erst kürzlich in den betroffenen Betrieb gelangt sein könnte. Zur Infektionsquelle können bisher keine Angaben gemacht werden.
Promedmail


22.10.2008

Zahl der Geflügelpestfälle geht weltweit zurück

Die Fälle von Geflügelpest vom Typ H5N1 sind weltweit zurückgegangen. Das berichtet Agrarheute.com unter Berufung auf den zuständigen UN-Koordinator David Nabarro anlässlich eines neuen UN-Berichts am Dienstag in New York. Demnach meldeten 20 Länder, in denen es bereits Fälle mit dem H5N1-Virus gegeben hat, in den ersten neun Monaten diesen Jahres erneut Ausbrüche. Im vergangenen Jahr seien es im gleichen Zeitraum 25 Länder gewesen. Dem UN-Bericht zufolge, grassiert das aviäre Influenzavirus vor allem noch in Ägypten und Indonesien. Doch tauche es u.a. auch in Pakistan, Teilen von China, Bangladesch, Thailand und Korea auf.
Agrarheute.com
UNO


21.10.2008

Geflügelpest-Überwachung unzureichend

Nach dem jüngsten Fall von Geflügelpest im sächsischen Landkreis Görlitz hat das Wissenschaftsforum Aviäre Influenza (WAI) die staatlichen Kontrollen als unzureichend kritisiert. Wie das WAI in einer Presseinformation erklärte, seien die Routinekontrollen der Behörden unzureichend, um die Zirkulation der Viren zuverlässig und rechtzeitig zu erkennen. Auch im aktuellen Fall sei es nur dem Zufall zu verdanken gewesen, dass sich in der untersuchten Stichprobe von 60 Vögeln eine einzige infizierte Ente gefunden habe. Es sei seit langem bekannt, dass H5N1-Viren in Geflügelbeständen unauffällig wochenlang zirkulieren könnten, ohne dass es zu einem Seuchenausbruch komme. Die bekannten Lücken in der Überwachung des Geflügelhandels würden jedoch nicht geschlossen. Stattdessen greife man auf das bewährte Alibi "Virenverbreitende Wildvögel" zurück. Das WAI verlangte eine Intensivierung und Optimierung der Suche nach Geflügelpestviren. Weiterhin fordert das WAI "Quarantäne statt vorsorglicher Tötungen", da die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass H5N1-Asia-Viren unter Feldbedingungen keinesfalls hochansteckend seien.
WAI


Geflügelpestimpfstoff für Geflügel, Katzen und Menschen

Wissenschaftler der University of Maryland (USA) haben Mäuse erfolgreich mit einem Impfstoff auf Basis des Geflügelpesterregers vom Typ H9N2 geimpft. Die Tiere zeigten danach auch eine Immunität gegenüber dem Erreger vom Typ H1N1 sowie dem aktuellen Erreger vom Typ H5N1. Die Veterinärmediziner hoffen, mit ihren Untersuchungen einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Impfstoffen leisten zu können. Denn insbesondere das H5N1-Virus wird als einer der möglichen Pandemieerreger beim Menschen gehandelt. Neben Geflügel und Menschen waren auch Katzen bereits von dem Virus betroffen. Deshalb wäre es wünschenswert, einen Impfstoff zu entwicklen, mit dem mehrere Spezies geimpft werden können. Der entwickelte Impfstoff wurde auch erfolgreich beim Geflügel eingesetzt. Die Eier wurden bereits geimpft, bevor die Küken schlüpften.
Sciencedaily


15.10.2008

Niedrigpathogenes Geflügelpestvirus im Leipziger Zoo

Im Leipziger Zoo wurde bei Enten und einer Gans im Rahmen von Routineuntersuchungen ein Geflügelpestvirus nachgewiesen, wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales (SMS) mitteilt. Es handelt sich um ein niedrigpathogenes Virus vom Typ H5N3. Es wird vermutet, dass das Virus durch Wildvögel in den Zoo eingeschleppt wurde. Deshalb wurden die Vögel im Zoo vorsorglich aufgestallt. Das Virus ist für den Menschen ungefährlich. Erst in der vergangenen Woche war das hochpathogene Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 im Landkreis Görlitz nachgewiesen worden.
SMS


14.10.2008

Geflügelpest in Görlitz: Untersuchungen bei Menschen negativ

Nach dem Geflügelpestfall im Landkreis Görlitz wurden auch Personen, die Kontakt zu dem Geflügel hatten, auf den Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 untersucht. Wie der Amtsarzt des Kreises Görlitz mitteilt, wurden bei den Untersuchungen keinerlei Hinweise auf eine Infektion gefunden. Unterdessen sind die tierärztlichen Untersuchungen bei den 55 Geflügelhaltern im Sperrbezirk abgeschlossen worden. Das Verbringungsverbot und die Aufstallungspflicht, die für den gesamten Landkreis gilt, werden durch die örtlichen Polizeibehörden kontrolliert.
Landkreis Görlitz


10.10.2008

H5N1 in einem Nutzgeflügelbestand in Sachsen nachgewiesen

Im Landkreis Görlitz (Sachsen) ist bei einer Ente eines Nutzgeflügelbestandes das Geflügelpestvirus vom Subtyp H5N1 festgestellt worden. Bislang sei jedoch nicht klar, ob es sich um die hochansteckende H5N1-Variante handele. Vorsorglich wurden die rund 1.400 Tiere des betroffenen Bestandes jedoch getötet. Das teilte das sächsische Sozialministerium am Donnerstag mit. Außerdem wurde der Betrieb gesperrt, wie Ministeriumssprecher Ralph Schreiber erklärte. Das Virus sei im Rahmen einer Routineuntersuchung festgestellt worden, die Ente habe keine Krankheitssymptome gezeigt. Weitere 150 Proben wurden entnommen und werden derzeit im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems analysiert.
Sächsisches Staatsministerium für Soziales


10.09.2008

Indonesien meledet zwei weitere Vogelgrippe-Opfer

Das indonesische Gesundheitsministerium meldet zwei weitere Vogelgrippe-Opfer. Damit ist die Zahl der Personen, die weltweit seit 2003 an einer Infektion mit dem H5N1-Virus gestorben sind, auf 243 Tote gestiegen. In Indonesien sind mit 112 am meisten Opfer zu beklagen, gefolgt von Vietnam mit 52, Ägyten mit 22 und China mit 20 Toten.Bei den jüngsten Opfern aus Indonesien handelt es sich um einen 20-jährigen und einen 38-jährigen Mann. Beide Männer stammen aus der Stadt Tangerang in der Provinz Banten.
Promedmail
WHO


18.08.2008

Portabeler Vogelgrippe-Schnelltest soll mögliche Pandemie eindämmen

Britische Wissenschaftler arbeiten auf Hochtouren an der Entwicklung eines portabelen Vogelgrippe-Schnelltests, der eine Diagnose innerhalb weniger Stunden vor Ort ermöglichen und so mehr Menschenleben retten soll. Das schreibt Agrarheute.com. Demnach gehen die Wissenschaftler der Nottingham Trent University davon aus, dass die Entwicklung besserer Diagnosemethoden und eine damit verbundene schnellere Versorgung der Patienten ihre Überlebenschancen deutlich verbessern würde. Wird eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus innerhalb weniger Tage festgestellt, könnten antivirale Medikamente eingesetzt und die Prognose entscheidend verbessert werden. Für den Test sei nur ein Abstrich mit Speichel aus dem Mund des Patienten erforderlich, wie der leitende Wissenschaftler Alan McNally erklärt. "Die Möglichkeit das Virus sofort zu entdecken und zu identifizieren, spielt eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung einer möglichen Pandemie." Derzeit dauert der Nachweis einer Infektion mit dem aviären Influenzavirus noch etwa eine Woche.
Agrarheute.com


31.07.2008

H5N1 in Nigeria ausgebrochen

In Nigeria sind im Juli 2008 zwei Ausbrüche der aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) in Paris mitteilte, wurde das Virus sowohl auf einer kleineren Farm im Bundesstaat Katsina entdeckt, nachdem rund 30 Tiere verendet waren, sowie auf einem Betrieb im Bundesstaat Kano. Insgesamt verendeten an dem Virus mehr als 1.500 Stück Geflügel. Weitere rund 2.800 Stück wurden aus Gründen der Seuchenbekämpfung getötet. Zuletzt war das H5N1-Virus im Oktober 2007 in Nigeria nachgewiesen worden.
OIE


30.07.2008

Katze als erstes Säugetier in Südkorea an Geflügelpest verstorben

In Südkorea war Ende April eine Katze in der Region tot aufgefunden worden, in der zu dieser Zeit auch das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 beim Geflügel grassierte. Nach Untersuchungen der südkoreanischen Behörden, ist die Katze ebenfalls an dem Virus verstorben. Das Virus ist identisch mit dem Stamm, der beim Geflügel nachgewiesen wurde. Die Katze ist damit das erste Säugetier in Südkorea, das am H5N1-Virus verstorben ist. Die Behörden sehen aber keine Gefahr, dass Katzen das Virus auf den Menschen übertragen könnten. Darüber sei auch weltweit kein Fall dokumentiert.
Promedmail


21.07.2008

Geflügelpest in Vietnam trotz Impfung

In Vietnam sind mehrere Hundert Hühner eines Betriebes im Juni an der Geflügelpest vom Typ H5N1 verstorben. Nach Angaben des Landwirtes waren die Tiere - wie in Vietnam üblich - gegen den Erreger geimpft worden. Die Behörden können sich zwei Szenarien vorstellen, warum die Tiere trotzdem erkrankten. Einerseits könnte die Meldung des Bauern über die Impfung nicht korrekt gewesen sein und andererseits könnte ein Impfstoff minderer Qualität benutzt worden sein. Die Behörden werden den Fall nun genauer untersuchen.
Promedmail


14.07.2008

Geflügelpestimpfstoff in Hong Kong scheint Wirksamkeit zu verlieren

In Hong Kong scheint ein seit Jahren eingesetzter Impfstoff gegen die Geflügelpest vom Typ H5N1 langsam seine Wirksamkeit zu verlieren. Bereits im Jahr 2005 durchgeführte Untersuchungen zeigten, dass die geimpften Tiere nur noch rund ein Viertel der Antikörper gegen das Virus bildeten, wie noch im Jahr 2001. Demnach entfernt sich das in Hong Kong zirkulierende Virus immer weiter vom so genannten Fujian-Stamm, gegen den der Impfstoff einst entwickelt worden war. Im Juni 2008 war das Virus auch im Kot von Tieren auf Märkten entdeckt worden. Dabei ist allerdings noch unklar, ob Kot erkrankter oder verendeter Tiere untersucht worden war. Um auf die neuerliche Gefährdung zu reagieren, haben die Behörden den Aufenthalt von Tieren auf Märkten über Nacht sowie nachfolgend alles lebende Geflügel von Märkten verboten.
Promedmail


23.06.2008

Indonesien meldet zwei weitere Geflügelpesttote

In Indonesien sind zwei weitere Opfer der Geflügelpest vom Typ H5N1 zu beklagen. Wie das Gesundheitsministerium in Jakarta am Freitag mitteilte, seien erneut zwei Frauen im Alter von 16 und 34 Jahren an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus gestorben. Beide Opfer hatten Kontakt zu krankem Geflügel. Weltweit starben bislang 234 Menschen an dem Virus. Die Zahl der Opfer ist mit 110 Toten in Indonesien damit mit Abstand am höchsten.
dpa


13.06.2008

Hongkong befürchtet Ausbruch der Geflügelpest

Hongkongs Behörden haben am Mittwoch die Tötung alles in der Stadt zum Verkauf stehenden Geflügels angeordnet. Damit soll ein Ausbrechen der Geflügelpest verhindert werden. Zuvor waren mehrere positive Proben aufgetaucht. Bereits am Samstag waren deshalb 2.700 Hühner vorsorglich getötet worden. Aufzuchtbetriebe waren nicht betroffen. Wie viele Tiere jedoch insgesamt getötet werden müssten, bleibt unklar. Am Dienstagabend wurden Berichten zufolge rund 3.500 Tiere auf den Märkten angeboten. Der letzte große Ausbruch der Vogelgrippe in Hongkong war im Jahr 1997. Damals infizierten sich mehrere Menschen mit dem gefährlichen Virus H5N1, sechs von ihnen kamen ums Leben.
AP


Einschleppung des Geflügelpestvirus durch Wildvögel eher die Ausnahme

Die Geflügelpest wird entgegen der bisherigen Annahmen nur selten von Wildvögeln auf Hausgeflügel übertragen. Das ist ein Ergebnis des grenzüberschreitenden Forschungsprogramms "Constanze" am Bodensee. "Zwischen wildlebenden Enten und gehaltenen Hühnern, Enten und anderem Hausgeflügel gibt es kaum direkte Kontakte", hieß es in einer "Constanze"-Mitteilung vom Donnerstag im österreichischen Bregenz. Dort diskutierten in dieser Woche rund 80 Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über die neu gewonnenen Erkenntnisse. Forscher der Vogelwarte Radolfzell am Max-Planck-Institut für Ornithologie hatten von Oktober 2007 bis Januar 2008 die Kontakte zwischen Wild- und Hausgeflügel in 12 Geflügelbetrieben rund um den Bodensee beobachtet. Das Ergebnis: Anstatt wie angenommen, gab es keine Kontakte zu Wassergeflügel, sondern es konnten nur Haussperlinge, Buchfinken oder Aaskrähen ausgemacht werden. Zugleich fand das Schweizer Tropeninstitut bei Befragungen von knapp 4.000 Haltern von Freilandgeflügel heraus, dass nur in jedem sechsten Betrieb Wasservögel eingeflogen waren. Die Kontakte waren im Winter nicht häufiger als im Sommer, obwohl im Winter zehnmal mehr Wasservögel auf dem Bodensee leben.
dpa


10.06.2008

Geflügelpestausbruch in Großbritannien

In der vergangenen Woche ist auf einem Legehennenbetrieb im englischen Oxfordshire das hochansteckende Geflügelpestvirus vom Typ H7N7 nachgewiesen worden. Laut Angaben der OIE ist der Betrieb durch eine ungewöhnlich hohe Sterblichkeitsrate in dem Bestand von 25.000 Hühnern aufgefallen. Nähere Untersuchungen bestätigten den Seuchenverdacht. Die Keulung der Tiere wurde veranlasst. Außerdem ist eine Schutz- und Kontrollzone im Radius von drei km beziehungsweise zehn km um den Seuchenherd eingerichtet worden.
OIE


28.05.2008

Nordamerikanische Geflügelpeststämme adaptieren sich besser an den Menschen

In der Diskussion um den nächsten Erreger einer Influenza-Pandemie wird immer wieder der Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 genannt. Aber auch andere beim Geflügel zirkulierende Erreger könnten mehr Bedeutung für den Menschen erlangen, wie Untersuchungen der Centers for Disease Control (CDC) der USA zeigen. Die Untersuchungen wurden in den Proceedings der National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. Die Forscher hatten Geflügelpeststämme der Typen H7 aus Europa und Nordamerika untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass offenbar nordamerikanische Stämme sich so verändern, dass ihre Fähigkeit, sich an Zellen des Respirationstraktes des Menschen zu binden, steigt. Bei den europäischen Stämmen wurde dies nicht beobachtet. Die Fähigkeit, an die Zellen des menschlichen Respirationstraktes zu binden, gilt als Grundvoraussetzung für eine Infektion und damit auch für eine mögliche Pandemie.
PNAS


26.05.2008

Kampf gegen Geflügelpest soll international verbessert werden

Der Kampf gegen die Geflügelpest muss international verstärkt und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern verbessert werden. Das forderte der internationale Arbeitsstab zur Geflügelpest am vergangenen Freitag nach einem Treffen im Rahmen der UN- Naturschutzkonferenz in Bonn. Die Teilnehmer aus internationalen und auch regierungsunabhängigen Organisationen stellten eine wissenschaftliche Bewertung von Maßnahmen gegen Ausbrüche des Virus H5N1 vor. Sie kamen zu dem Schluss, dass auf Regierungsebene mehr fachliche Kompetenz nötig sei. Außerdem empfehlen sie dringend den Aufbau eines Frühwarnsystems mit Daten- und Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern und Entscheidungsträgern.
Greenpeace Magazin


23.05.2008

EU lässt 1. Prä-Pandemie-Impfstoff zu

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat nach Angaben des pharmazeutischen Unternehmens GlaxoSmithKline den ersten Prä-Pandemie-Impfstoff gegen den Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 beim Menschen zugelassen. Nach Herstellerangaben kann der Impfstoff bereits vor Ausbruch einer Pandemie gegen das Virus vom Typ H5N1 eingesetzt werden. Experten erwarten irgendwann in der Zukunft eine grosse Influenzapandemie. Eines der Viren, dass dafür als Erreger in Betracht kommt, ist das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1. Als Ausgangsstamm für die Entwicklung setzte das Unternehmen den Stamm H5N1-Vietnam ein. Der Impfstoff soll aber auch gegen drei weitere Stämme des Virus wirksam sein. Diese Kreuzprotektion ist eine Voraussetzung für einen prä-pandemischen Impfstoff, der der auch die Immunität gegen ein noch nicht bekanntes Virus ermöglichen muss.
GlaxoSmithKline


01.05.2008

Indonesien meldet 108. Geflügelpest-Opfer

Indonesien hat ein weiteres Geflügelpest-Opfer zu beklagen. Jüngst ist ein erst dreijähriger Junge an der Vogelgrippe vom Typ H5N1 gestorben. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch erklärte, habe der Junge am 17. April grippeähnliche Symptome gezeigt und sei fünf Tage später im Krankenhaus gestorben. Der Junge hatte nach Angaben des Ministeriums Kontakt zu totem Geflügel. Damit ist die Zahl der Geflügelpest-Opfer in Indonesien bereits auf 108 Menschen gestiegen.
AP


30.04.2008

Neue Risikobewertung des FLI zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat die Risikobewertung zur Geflügelpest vom Typ H5N1 aktualisiert. Das FLI weist darauf hin, dass seit August 2007 kein Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 im Rahmen des passiven Wildvogel-Monitorings mehr nachgewiesen wurde. Da aber weiterhin davon ausgegangen werden muss, dass das Virus in der Wildvogelpopulation in Europa vorhanden ist, wird das Risiko einer Einschleppung des Virus über Wildvögel in Hausgeflügelbestände als mäßig eingestuft. Die größte Gefahr geht demnach von der illegalen Einfuhr aus Ausbruchsländern nach Deutschland aus. Hier wird das Risiko weiterhin als hoch eingestuft. Das Risiko, dass das Virus über legale Einfuhren eingeschleppt wird, wird dagegen als vernachlässigbar eingestuft.
FLI


Geflügelpest in Dänemark

In Dänemark ist die Geflügelpest ausgebrochen, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) meldet. Es handelt sich allerdings nicht um den hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N1. Nachgewiesen wurde ein schwach pathogener Erreger vom Typ H7. Betroffen war ein Betrieb mit mehr als 2.000 Enten und Gänsen, die mittlerweile getötet wurden.
OIE


29.04.2008

USA kaufen 38,5 Millionen Dosen Impfstoff gegen Aviäre Influenza

Die USA haben bei dem Impfstoffhersteller Sanofi Pasteur bis zu 38,5 Millionen Dosen Impfstoff gegen den Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 gekauft. Der Impfstoff ist Teil des Pandemieplans der USA und soll im Fall eines Seuchenausbruchs beim Menschen eingesetzt werden. Der Impfstoff wird in einer lagerfähigen Form geliefert und die Dosierung wird erst unmittelbar vor dem Einsatz festgelegt und kann bis zu 38,5 Millionen Impfstoffdosen ergeben. Der Auftrag hat einen Wert von rund 192 Millionen US-Dollar (ca. 123 Millionen Euro).
Sanofi Pasteur


17.04.2008

50. Geflügelpest-Fall in Ägypten

In Ägypten ist die Zahl der Fälle von an aviärer Influenza vom Typ H5N1 erkrankter Menschen vermutlich auf 50 gestiegen, wie Reuters berichtet. Demnach soll es sich bei dem neuen Fall um einen erst zweijährigen Jungen handeln. Von den H5N1-Fällen in Ägypten endeten 22 tödlich. In Ägypten wird in mehr als fünf Millionen Haushalten Geflügel als Nahrungs- und Einkommensquelle gehalten. Deshalb gestaltet sich nach Ansicht der zuständigen Behörden die Eradikation der Erkrankung schwierig.
Reuters


09.04.2008

Bereits 21 Geflügelpest-Tote in Ägypten

Das Hauptaugenmerk bei der Aviären Influenza richtet sich vielfach auf Asien und die wenigen Fälle bei Wildtieren, die in letzter Zeit in Mitteleuropa aufgetreten sind. Ein bedeutender Fokus der Erkrankung ist aber weiterhin Ägypten. Dort wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt der 21. Todesfall eines Menschen bestätigt. Insgesamt sind damit 48 Fälle der Aviären Influenza vom Typ H5N1 beim Menschen in Ägypten nachgewiesen worden. Ägypten steht damit in der Statistik weltweit an dritter Stelle hinter Indonesien (132 Fälle) und Vietnam (106 Fälle).
WHO


01.04.2008

Aufstallungspflicht für Geflügel in NRW kann gelockert werden

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalens hat eine flächendeckende Untersuchung von Kotproben in Risikogebieten ausgewertet und ist zu dem Schluß gekommen, dass das Geflügelpestrisiko deutlich gesunken ist und die strengen Aufstallungsregelungen gelockert werden können. Insgesamt wurden 1.200 Kotproben von Wildvögeln untersucht. Nur in 41 Proben wurden Influenza-A-Viren gefunden. Dabei handelte es aber weder um den Erreger vom Typ H5N1 noch um Erreger vom Typ H7. Die Landkreise in NRW können jetzt wieder Ausnahmen von der Aufstallungspflicht auch in Risikogebieten zulassen.
LANUV NRW


27.03.2008

Erstmals seit zwei Jahren Vogelgrippe in der Schweiz

In der Schweiz ist erstmals seit zwei Jahren wieder ein Fall der Aviären Influenza vom Typ H5N1 bei einem Wildvogel nachgewiesen worden. Betroffen ist eine Tafelente vom Sempachersee (Kanton Luzern). Das Tier, das keine Krankheitsanzeichen zeigte, wurde im Rahmen des Influenza-Monitoringprogramms der Schweiz untersucht, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) mitteilt. Das jetzt nachgewiesene Virus ist nach den Analysen fast identisch mit dem Virus, das im Jahr 2007 in Europa auftrat. Mit dem jetzt nachgewiesenen Fall wurde in der Schweiz insgesamt 33 Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen. Bei den übrigen 32 Fällen handelte es sich um tot aufgefundene Wildvögel.
BVET


19.03.2008

Experten sehen Gefahr einer Vogelgrippe-Pandemie von Indonesien ausgehen

Angesichts der aktuelle Geflügelpestsituation in Indonesien sieht die Welternährungsorganisation (FAO) die Gefahr einer Vogelgrippe-Pandemie durch eine Mutation des dort grassierenden Virus vom Typ H5N1. Alle nationalen und internationalen Bemühungen hätten die hoch kontagiöse Seuche in dem Land nicht eindämmen können, warnte FAO-Chefveterinär Joseph Domenech am Dienstag in Rom. Inzwischen sei das Virus in 31 der 33 Provinzen des Landes nachgewiesen worden. Die weite Verbreitung könne Bedingungen schafften, unter denen sich der Erreger in ein Pandemievirus wandeln könne, sagte Domenech. Bisher sei ein solches Virus jedoch nicht nachgewiesen worden. Er appelierte gleichzeitig an die Behörden des Landes, in der Eindämmung der Seuche oberste Priorität zu sehen. Indonesien ist das am stärksten von der Geflügelpest betroffene Land der Welt, in dem mit 105 Toten auch die meisten Opfer zu beklagen sind.
FAO


13.03.2008

Mecklenburg-Vorpommern lockert Freilandhaltungsverbot für Geflügel

Nachdem in Mecklenburg-Vorpommern seit zwei Jahren das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 weder bei Wildvögeln noch bei Hausgeflügel nachgewiesen wurde, wird das Land zum 20. März 2008 das immer noch in den Risikogebieten bestehende Freilandhaltungsverbot lockern. Dies teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) mit. Auf Grund des milden Winters hat der Vogelzug in diesem Jahr sehr früh eingesetzt und ist nach Ansicht von Ornitholgen nahezu abgeschlossen. Es werden aber Risikogebiete bestehen bleiben, in denen das Aufstallungsgebot weiterhin ohne Ausnahmen gilt. Die neue Festlegung der Risikogebiete wird von den Behörden umgehend erstellt und bekannt gegeben.
MLUV Mecklenburg-Vorpommern


Positive Halbzeitbilanz des baden-württembergischen Vogelgrippe-Forschungsprogramms

Baden-Württemberg hatte im Jahr 2006 ein eigenes Forschungsprogramm zur Aviären Influenza vom Typ H5N1 auf den Weg gebracht, nachdem im Frühjahr 2006 Fälle auch in Baden-Württemberg - insgesamt 19 Stück , zumeist bei Wasservöglen am Bodensee - aufgetreten waren. Baden-Württembergs Minister für Ernährung und ländlichen Raum, Peter Hauck, zog nun bei der Vorstellung des Halbzeitberichts eine positive Zwischenbilanz. So sind seit Beginn des Programms, das mit intensivierter Überwachung einherging, keine weiteren Fällen in Baden-Württemberg aufgetreten. Aus dem Programm wurden bisher z. T. überraschende Erkenntnisse gewonnen. So ist der Aktionsradius der Tiere erheblich größer als bisher angenommen. Eine mit einem Sender markierte Stockente flog überraschend während der Brutzeit nach Russland und wieder zurück. Bisherige Daten hätten eine solche Flugroute unwahrscheinlich erscheinen lassen. Dem Landesgesundheitsamt ist es zudem gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem das Virus auch in größen Wassermengen nachgewiesen werden kann. Der Abschlussbericht des Forschungsprojekts "Wildvögel und Vogelgrippe" wird für die zweite Jahreshälfte 2009 erwartet.
MLR Baden-Württemberg


06.03.2008

Mittlerweile 20 Geflügelpestopfer in Ägypten

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat einen neuen Fall der Aviären Influenza vom Typ H5N1 in Ägypten bestätigt. Damit sind in Ägypten mittlerweile 46 Fälle der Erkrankung nachgewiesen worden, von denen 20 tödlich endeten. Die ersten Fälle traten in Ägypten bereits im Jahr 2006 auf. Weltweit wurden mittlerweile 371 Krankheitsfälle beim Menschen nachgewiesen, von denen 235 tödlich endeten.
WHO


29.02.2008

Erstmals Tamiflu-resistente Influenzaviren in Japan

Die japanische Stadt Yokohama - mit mehr als 3,5 Millionen Einwohner die zweitgrößte Stadt des Landes - hat den Fund eines gegenüber dem Wirkstoff Tamiflu resistenten Influenzavirus gemeldet. Dies ist der erste Bericht über eine solche Resistenz aus Japan. Bei dem resistenten Virus handele es sich um ein Influenzavirus vom Typ H1N1. Erst in den letzten Wochen waren auch in Europa Berichte über vermehrte Resistenzen eines Influenzavirus vom Typ H1N1 veröffentlicht worden. Die größte Aufmerksamkeit galt dabei Berichten aus Norwegen.
Promedmail


26.02.2008

Zwei Mutationen für Spanische Grippe von 1918 verantwortlich

Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben den Erreger der Spansichen Grippe von 1918, dessen Seuchenzug rund 50 Millionen Menschen das Leben kostete, untersucht. Sie fanden dabei heraus, wie das Virus vom Typ H1N1 den Sprung vom Geflügel auf den Menschen vollzog. Dabei fanden sie zwei Mutationen an einem Oberflächenmolekül, dem Hämagglutinin (H), das dem Virus die Bindung an Zellen des menschlichen Respirationstraktes ermöglicht. Dabei sind besonders Glykan-Rezeptoren auf der Oberfläche der menschlichen Zellen von Bedeutung. Die Fähigkeit an diese zu binden, könnte der Schlüssel für Fähigkeit zur Infektion des Menschen sein.
MIT


25.02.2008

Zulassung von präpandemischem H5N1-Impfstoff beantragt

Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat sich für eine Zulassung eines präpandemischen H5N1-Impfstoffes ausgesprochen. Bei dem Produkt Prepandrix handelt es sich um einen präpandemischen Impfstoff, der Antigene eines H5N1-Virusstamms aus Vietnam enthält. Er ist zur Anwendung vor oder zu Beginn einer möglichen Grippepandemie gedacht und soll einen gewissen Schutz gegen das Pandemievirus bieten, so dass Geimpfte zumindest nicht so schwer erkranken. Die Europäische Kommission muss der EMEA- Empfehlung jetzt noch formal zustimmen.
Pharmabiz


01.02.2008

Indonesien stellt Plan zur Eindämmung der Aviären Influenza beim Menschen auf

Kurz nachdem die Zahl der Todesopfer, die an der Aviären Influenza vom Typ H5N1 verstorben sind, die Zahl von 100 überschritten hat, kündigt Indonesien einen Dreijahresplan zur Eindämmung der Erkrankung an. Der Plan wird mit 20 Millionen US-Dollar von der EU unterstützt. In Indonesien wird das Virus in 31 von 33 Provinzen als endemisch angesehen. Dadurch ist das Risiko, dass Menschen mit dem Virus in Kontakt kommen sehr hoch. Die drei Kernpunkte des Plans sind die Verhinderung neuer Infektionen, die bessere Überwachung der Ausbreitung des Virus sowie verstärkte Forschung. Insbesondere soll die Hygiene auf Märkten verbessert werden und die Bevölkerung soll durch Aufklärungskampagnen für das Thema sensibilisiert werden.
Yahoo.com


30.01.2008

Resistenzen bei Influenzaviren gegen Oseltamivir

Bei Untersuchungen der European Centers for Disease Control (ECDC) wurden bei aktuell in Europa zirkulierenden Influenzaviren Resistenzen gegen den Wirkstoff Oseltamivir (Tamiflu) nachgewiesen. Insgesamt wurden 148 Stämme des Influenzavirus vom Typ H1N1 aus 10 europäischen Ländern untersucht. Bei 19 Stämmen konnten Resistenzen gegen den Wirkstoff nachgewiesen werden. 12 der Stämme kamen aus Norwegen. Von dort wurden insgesamt 16 Stämme zur Untersuchung eingesandt. Die ECDC weisen daraufhin, dass zu diesem Zeitpunkt keine genauen Aussagen über die Resistenzlage in Europa gemacht werden können. Aus den vorliegenden, begrenzten Daten kann allerdings geschlossen werden, dass signifikante Resistenzen vorhanden sind, die allerdings nicht so hoch, wie die jetzt in Norwegen beobachteten, sein müssen.
ECDC


29.01.2008

100. Geflügelpestopfer in Indonesien

In Indonesien ist die Zahl der an der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 verstorbenen Personen auf 100 gestiegen, wie verschiedene Medien unter Berufung auf indonesische Behörden berichten. Bei den letzten beiden Fällen handelt es sich um eine 23-jährige Frau und einen 9-jährigen Jungen. Indonesien ist das Land mit den meisten Personen, die an dem Erreger erkrankt und verstorben sind. Die Weltgesundheitsorganisation hat die beiden letzten Fälle auf ihrer Internetseite noch nicht veröffentlicht.
Promedmail


25.01.2008

Schutzmaßnahmen nach Geflügelpest in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben

In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden heute die besonderen Schutzmaßnahmen, die nach dem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 in der Nähe von Wittstock (Brandenburg) im Dezember 2007 getroffen worden waren, aufgehoben, wie das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns mitteilt. Auch die Aufstallungsgebote, die erlassen worden waren, werden wieder aufgehoben. Minister Dr. Backhaus (SPD) sprach aber auch davon, dass bzgl. der Geflügelpest noch keine Entwarnung gegeben werden könne und verweist auch darauf, dass bei den letzten Fälle noch keine gesicherten Erkenntnisse über den Weg der Einschleppung in die Betriebe vorliegen.
Minsterium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern


Erstmals wieder Geflügelpestausbruch in Thailand

In Asien scheint es eine neue Infektionswelle der aviären Influenza zu geben. Wurden in den vergangenen Tagen erst mehrere Neuausbrüche aus Indien, Indonesien und Vietnam gemeldet, hat auch Thailand nun seit fast einem Jahr wieder einen Ausbruch gemeldet. Rund 220 Kilometer nördlich von Bangkok seien 1000 Hühner an dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 verendet, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Derzeit würden rund 50.000 Tiere in insgesamt vier Betrieben der Region getötet, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, wie Agrarheute.com berichtet. Inzwischen sind weltweit bereits auch 219 Menschen der Infektion mit dem Virus erlegen, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO angibt. Die meisten Opfer haben dabei Indonesien mit 97 und Vietnam mit 48 zu beklagen.
Agrarheute.com


24.01.2008

Geflügelpest in der Ukraine zurück

Nach 18 Monaten ist die Geflügelpest zurück in der Ukraine, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Betroffen sind Legehennen auf der Krim. Insgesamt sind 25.000 Tiere von dem Ausbruch der Gelügelpest vom Typ H5N1 betroffen. 15.000 Tiere wurden bereits getötet.
OIE


23.01.2008

Geflügelpest zurück in der Türkei

In der Türkei ist der erste Fall der aviären Influenza vom Typ H5N1 seit April 2007 aufgetreten, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Betroffen ist eine so genannte Hinterhofhaltung. 13 Tiere sind an der Erkrankung verendet. Die Behörden haben Maßnahmen eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Als Infektionsquelle wird der Kontakt mit infizierten Wildvögeln angegeben. Der Ausbruch der Erkrankung in der Türkei hatte im Jahr 2006 nicht nur große Teile der Geflügelwirtschaft schwer getroffen, sondern auch vier Menschen das Leben gekostet.
OIE


17.01.2008

Weiteres Geflügelpestopfer in Indonesien

In Indonesien ist ein 16-jähriges Mädchen an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben und damit das insgesamt 96. Opfer, das in Indonesien auf Grund dieses Virus zu beklagen ist. Das Mädchen, das bereits seit dem 4. Januar 2008 in einem Krankenhaus behandelt wurde, hatte sich durch den Verzehr von Fleisch und Eiern infizierter Hühner angesteckt.
ISID


15.01.2008

Schutzmaßnahmen wegen Geflügelpestfall in Brandenburg werden teilweise aufgehoben

Die Geflügelpestschutzmaßnahmen inMecklenburg-Strelitz, Neubrandenburg und Uecker-Randow werden aufgehoben. Das teilt das Ministerium für Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommerns am Dienstag mit. Auch im Bundesland Brandenburg wurden heute die auf Grund des am 15. Dezember 2007 in Alt Globsow (Landkreis Oberhavel) aufgetretenen Geflügelpestfalls in einer privaten Geflügelhaltung getroffenen tierseuchenrechtlichen Schutzmaßnahmen aufgehoben. Weitere Aufhebungen zum 25. Januar 2008 haben die Brandenburger Behörden bezüglich des Geflügelpestfalls vom 25. Dezember des Vorjahres in der Nähe von Wittstock angekündigt.Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sagte dazu: "In Abstimmung mit den Landkreisen, die geografisch direkt oder indirekt vom Geflügelpestfall in Alt Globsow berührt waren, werden dort unverzüglich im Anschluss an die im Land Brandenburg getroffenen Regelungen sämtliche Schutzmaßnahmen, einschließlich der verfügten Aufstallung, aufgehoben. Dabei handelt es sich zunächst um Mecklenburg-Strelitz und Uecker-Randow sowie die kreisfreie Stadt Neubrandenburg." Die Wiedererteilung der Ausnahmen vom Aufstallungsgebot entsprechend der im Herbst 2007 verfügten Gebietskulisse wird in den genannten Kreisen zum nächstmöglichen Zeitpunkt durch Allgemeinverfügung bekannt gemacht, so der Minister. Entsprechend soll zum 25. Januar 2008 in den Landkreisen Ludwigslust, Parchim und Müritz verfahren werden, wenn die Fristen für die Sperrmaßnahmen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin abgelaufen sind.
MV-Net


11.01.2008

Geflügelpest bei Wildvögeln in Großbritannien

In Großbritannien ist bei drei Schwänen die Geflügelpest vom Typ H5N1 festgestellt worden. Wie das britische Landwirtschaftsministerium (Defra) am 10. Januar 2008 bestätigt hat, wurden die Tiere tot in der Chesil Strandarea in Dorset gefunden. In anschließenden Laboruntersuchungen konnte das Virus dann nachgewiesen werden. Es wurde eine Wildvogelüberwachungszone eingerichtet. Innerhalb dieser Zone, müssen Geflügelhalter ihre Tiere unverzüglich und bis auf Weiteres aufstallen. Außerdem wurden alle Geflügelhalter eindringlich aufgefordert, etwaige Symptome, die auf eine Infektion ihres Geflügeles hindeuteten, unverzüglich den Behörden zu melden.
Defra


07.01.2008

Portugal und die Dominikanische Republik melden Geflügelpest vom Typ H5

Etwa 40 Kilometer entfernt von der Stadt Lissabon in Portugal ist bereits im Dezember 2007 auf einer Geflügelfarm die Geflügelpest vom Typ H5 nachgewiesen worden. Informationen der zuständigen Behörde zufolge, soll es sich jedoch nicht um den Subtyp H5N1 handeln. Die 16.000 Hühner des Betriebes wurden gekeult und eine Sicherheitszone ausgerufen. Auch in der Dominikanischen Republik wurden inzwischen zwei Fälle der Geflügelpest vom Typ H5 nachgewiesen. Betroffen ist eine Haltung nahe der Hauptstadt Santo Domingo und eine knapp 150 Kilometer entferne Haltung in Higuey. In beiden Fällen handelt es sich um das schwach pathogene Virus vom Typ H5N2.
ISID 1
ISID 2


04.01.2008

Infektionsweg der Geflügelpest in Brandenburg weiter rätselhaft

Nachdem im Dezember in Brandenburg in drei privaten Geflügelhaltungen die Aviäre Influenza vom Typ H5N1 ausgebrochen war, versuchten die Behörden zu klären, wie es zu den Infektionen kommen konnte. Bisher blieben die Bemühungen erfolglos, wie die Postdamer Neuesten Nachrichten (PNN) unter Berufung auf das brandenburgische Landwirtschaftsministerium berichten. Zunächst war man dem Verdacht nachgegangen, dass die Infektion über Tiefkühlenten erfolgt war , da in allen Familien diese verzehrt und Reste an die Hühner verfüttert wurden. Hier blieben die Untersuchungsergebnisse allerdings negativ. Auch wurden Eierschalen als mögliche Infektionsquelle untersucht. Das Agrarministerium sieht jedoch auch hier keinen Zusammenhang zu in Polen verkauften Eiern. Dort war nach Medienberichten in einer Supermarktkette eine große Menge möglicherweise kontaminierter Eier verkauft worden. Diese könnten so nach Deutschland gekommen sein.
PNN


H5N1 in israelischem Streichelzoo

In dem Streichelzoo eines israelischen Kindergartens ist die Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen worden, wie verschiedene Medien unter Berufung auf die Behörden Israels berichten. In dem Zoo waren 18 Hühner verendet. Daraufhin waren Untersuchungen veranlasst worden. Mittlerweile wurden das übrige Geflügel der Einrichtung getötet. Die Behörden haben die Eltern gebeten, besonders auf fieberhafte Erkrankungen bei ihren Kindern zu achten.
Yahoo


28.12.2007

Geflügelpest: Infektionsquelle möglicherweise TK-Enten und -Gänse

In den Fokus der epidemiologischen Untersuchungen zum Viruseintrag in die drei privaten Hühnerhaltungen in Brandenburg sind tiefgefrorene Enten und Gänse geraten. "Da alle drei in den vergangenen zwei Wochen aufgetretenen Fälle private Tierhalter im Berliner Umland betrafen, spricht viel für eine Übertragung des Virus auf diesem Weg", sagte dazu der Amtstierarzt des brandenburgischen Landkreises Ostprignitz-Ruppin, Matthias Rott, dem "Tagesspiegel". So hätten Hühnerhalter Entenabfälle nach dem Auftauen auf den Kompost geworfen, so dass die Hühner damit in Kontakt kommen konnten, erläuterte Rott, der die Untersuchung der brandenburgischen Geflügelpest-Fälle koordiniert. Auch der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems, Thomas Mettenleiter, kann die Möglichkeit eines solchen Übertragungsweges nicht ausschließen. "Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, weil der Erreger bei Enten und Gänsen nicht wie bei Hühnern schnell zum Tod führt und deshalb unentdeckt bleiben könnte", sagte der dem Berliner "Tagesspiegel". Er warnte deswegen vor dem achtlosen Wegwerfen oder gar Verfüttern roher Geflügelabfälle. Für Menschen bestehe beim Verzehr aber dann kaum Gefahr, wenn das Geflügel gut durchgebraten werde.
Der Tagesspiegel


27.12.2007

Zwei neue Geflügelpestopfer in Indonesien und Ägypten

In Indonesien und Ägypten gibt es jeweils ein weiteres Geflügelpestopfer zu beklagen. In Indonesien starb eine 24-jährige Frau nach sechs Tagen Krankheit an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1. Das teilte das Gesundheitsministerium in Jakarta mit. Die Zahl der Todesopfer stieg damit in dem asiatischen Land seit 2003 auf 94. Das ist nach den Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO fast die Hälfte der weltweit registrierten Todesfälle. In Ägypten erlag eine 25 Jahre alte Frau den Folgen einer Infektion mit dem Subtyp H5N1, wie der Gesundheitsminister des Landes am 26. Dezember 2007 mitteilte. Bei der Frau handelt es sich den Angaben zu Folge um das insgesamt 16. Todesopfer. Weltweit sind damit 211 Personen nachweislich an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus gestorben. Unterdessen sind auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Südrussland wegen des Ausbruchs der Geflügelpest vom Typ H5N1 über Weihnachten mehr als 600.000 Hühner gekeult worden. Der betroffene Betrieb liegt in der Region Rostow am Don, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums mitteilte.
promedmail
Novosti


Dritter Fall von Geflügelpest in Brandenburg

In Brandenburg ist der dritte Fall von Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Nutzgeflügel nachgewiesen worden. Wie der zuständige Veterinär Matthias Rott mitteilte, sei eine private Hühnerhaltung mit 15 Tieren im Ortsteil Horst der Gemeinde Heiligengrabe-Blumenthal im Landkreis Ostprignitz-Ruppin betroffen. Der Halter habe den Verdacht auf Geflügelpest am Sonntag den Behörden gemeldet. Über Weihnachten sei dieser dann vom Referenzlabor, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems, bestätigt worden. Die Hühner sowie 31 Tiere in der Nähe, die vom Besitzer des betroffenen Bestandes über die Feiertage betreut worden waren, wurden getötet. Außerdem wurde eine Sperrzone von 3 km und eine Beobachtungszone von 10 km errichtet. Allein in der Beobachtungszone werden rund 150.000 Stück Nutzgeflügel gehalten. Mecklenburg-Vorpommern erklärte unterdessen die Landkreise Ludwigslust, Parchim, Müritz, Mecklenburg-Strelitz und Uecker-Randow sowie die Stadt Neubrandenburg zur Schutzzone mit Aufstallungspflicht. In Brandenburg war die Geflügelpest außer im Landkreis Ostprignitz-Ruppin bereits in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Oberhavel aufgetreten.
AFP
MLUV Brandenburg


24.12.2007

Erneut H5N1 in Polen nachgewiesen

Im Norden Polens sind weitere Fälle der Geflügelpest nachgewiesen worden. Wie das Landwirtschaftsministerium in Warschau mitteilte, wies das staatliche Labor das Virus H5N1 in Proben von sechs Geflügelzuchtbetrieben im Dorf Sadlowo Parcele nach. Das Dorf befindet sich jedoch bereits innerhalb einer Sicherheitszone, die nach dem Virusnachweis auf einer Hühnerfarm im nahe gelegenen Zuromin eingerichtet worden war. Dem Ministerium zufolge sollen nun in der Region 200.000 Hühner aus vier Betrieben gekeult werden. Zuvor wurden bereits auf Grund der Geflügelpest bereits mehr als eine halbe Million Vögel gekeult.
AFP


Geflügel muss umgehend aufgestallt werden

Im Umkreis von 50 Kilometern um die von der Geflügelpest betroffenen Hühnerhaltung in Altglobsow in Brandenburg ist eine Aufstallung allen Geflügel erforderlich. "Im Zusammenhang mit dem am 15. Dezember 2007 im Brandenburgischen Oberhavelkreis festgestellten Geflügelpestfall in einer Hausgeflügelhaltung darf im Umkreis von 50 Kilometern zunächst keine Ausnahme vom Aufstallungsgebot mehr erteilt werden." Dies ergebe sich aus der neuen Geflügelpest-Verordnung des Bundes, wie der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern Dr. Till Backhaus am Freitag mitteilte. In den hiervon berührten Gebieten der Landkreise Mecklenburg-Strelitz, Müritz und Demmin sowie der kreisfreien Stadt Neubrandenburg muss das Geflügel ab sofort aufgestallt werden. "Die Festlegung gilt bis zur Aufhebung der Schutzmaßregeln in den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Oberhavel und wird voraussichtlich bis zum 15. Januar 2008 andauern.
Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern


21.12.2007

Weiterer Geflügelpestverdacht in Brandenburg

Im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark besteht der dringende Verdacht, dass in einer privaten Hühnerhaltung die Geflügelpest ausgebrochen ist. Dies berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ). Nach ersten Untersuchungen des Landeslabors Brandenburg sprach der Kreisveterinär Hans-Georg Hurttig den Verdacht aus. Mit den Ergebnissen der amtlichen Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wird heute gerechnet. Der Hühnerhalter in Altbensdorf hatte nach dem Tod von Tieren das Veterinäramt benachrichtigt, dass dann die weiteren Untersuchungen unter den 30 Tieren einleitete. Mittlerweile wurde die gesamte Gemeinde zum Geflügelpestsperrbezirk erklärt. Sofern der Fall bestätigt wird, handelt es sich bereits um den zweiten Geflügelpestfall in einer privaten Hühnerhaltung in Brandenburg in diesem Monat. Der erste Fall war am vergangenen Wochenende im Landkreis Oberhavel aufgetreten.
MAZ
Landkreis Potsdam-Mittelmark


20.12.2007

Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommen veröffentlicht Geflügelpestalarmplan

Auf Grund des jüngsten Ausbruchs der Geflügelpest vom Typ H5N1 in einer Hühnerhaltung in Brandenburg hat das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern im Internet neue bzw. überarbeitete Merkblätter zur Geflügelpest bereit gestellt. Außerdem wurde ein aktualisierter Geflügelpestalarmplan veröffentlicht. Weiterhin sind auf den Internetseiten des Ministeriums Ausführungen zu Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen für spezielle Zielgruppen wie beispielsweise Eltern und Erzieher oder Halter von Haustieren sowie Links zu weiterführenden Informationsangeboten veröffentlicht, wie Minister Dr. Till Backhaus am Mittwoch mitteilte.
Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V


Erstmals H5N1 in Benin nachgewiesen

In Benin ist erstmals das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Bereits Anfang Dezember hatte Benin zwei Verdachtsfälle an das Internationale Tierseuchenamt (OIE) gemeldet. Damals waren 100 Stück Geflügel verendet und 245 weitere Tiere getötet worden. Benin ist von Nigeria, Niger, Togo und Burkina Faso umgeben. In allen diesen Ländern wurde der Erreger in den vergangenen zwei Jahren nachgewiesen.
Promedmail


17.12.2007

Mayanmar meldet erste H5N1-Infektion beim Menschen

Nachdem in der letzten Woche Pakistan die erste Infektion eines Menschen mit dem Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 gemeldet hatte, hat jetzt auch Maynmar einen Fall offiziell bestätigt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet. Betroffen sei ein siebenjähriges Mädchen, das im Rahmen von Routineuntersuchungen nach einem Ausbruch der Erkrankung beim Geflügel untersucht wurde. Das Mädchen entwickelte Fieber und Kopfschmerzen am 21. November. Sie wurde am 27. November in einem Krankenhaus aufgenommen. Mittlerweile ist das Mädchen wieder gesund.
WHO


Weitere Untersuchungen auf Geflügelpest in Brandenburg ergebnislos

Das Landeslabor Brandenburg hat weitere Proben untersucht, um Aufschluß über eine mögliche Ausbreitung der Geflügelpest vom Typ H5N1 zu gewinnen, die am Wochenende im Landkreis Oberhavel (Brandenburg) bei einer privaten Hühnerhaltung nachgewiesen worden war. Alle bisher untersuchten Proben erbrachten nach Angaben des Landeslabors keine weiteren Fälle.
Märkische Allgemeine Zeitung


16.12.2007

Geflügelpest in Brandenburg

In dem Betrieb eines privaten Halters im brandenburgischen Landkreis Oberhavel wurde das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen. Die elf Hühner des Betriebes wurden umgehend getötet und um den Betrieb wurde ein Sperrzone mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems hat den Befund des brandenburgischen Landeslabors mittlerweile bestätigt. Dem Besitzer war der plötzliche Tod von fünf Tieren aufgefallen. Er hatte darufhin den Amtsttierarzt benachrichtigt, der die weiteren Maßnahmen einleitete.
Märkische Allgemeine Zeitung


14.12.2007

Erstmals Menschen in Pakistan an H5N1 erkrankt

In Pakistan sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes erstmals Menschen am Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 erkrankt. Die beiden betroffenen Personen waren Brüder und verstarben am Montag an der Infektion. Die beiden arbeiteten auf einer Geflügelfarm. Informationen zur Geflügelpestsituation auf dem Betrieb liegen allerdings bislang nicht vor.
Promedmail


12.12.2007

Drei Varianten des Geflügelpest-Virus erreichten Deutschland

Wissenschaftler des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) haben verschiedene Isolate des in Deutschland gefundenen Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 genauer untersucht und dabei drei verschiedene Varianten gefunden. Daraus folgern sie, dass das Virus über drei verschiedene Wege nach Deutschland kam. Zwei Varianten wurden im Jahr 2006 nach Deutschland gebracht. Dabei handelt es sich um einen "nördlichen" und einen "südlichen" Subtyp. Diese Bezeichnungen richten sich nach dem vorwiegenden Auftreten der jeweiligen Variante in Deutschland. Diese beiden Varianten zeigen eine deutliche Verwandschaft zu den im südlichen und zentralen Russland vorgefunden Typen. Die dritte Variante ist erst in diesem Jahr nach Deutschland gekommen. Über ihren Ursprung ist bisher nichts bekannt, wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Veterinary Microbiolgy" berichten.
Sciencedirect


11.12.2007

Geflügelpest breitet sich in Polen aus

Polen meldet einen weiteren Geflügelpestfall bei Nutzgeflügel. Die aviäre Influenza vom Typ H5N1 ist nun auch auf einer Hühnerfarm in der Gemeinde Biezun nordwestlich von Warschau nachgewiesen worden, wie die polnische Chefveterinärin Ewa Lech am Sonntag in Warschau mitteilte. Rund 110.000 Legehennen müssen nun gekeult werden. Zudem seien 100.000 Eier sichergestellt worden. Einige Produkte aus dem Betrieb seien jedoch bereits in den Handel gelangt. Das Gebiet gilt als bedeutsames Geflügelzuchtrevier. Um den betroffenen Aufzuchtbetrieb bei Zuromin sei eine Schutz- und Überwachungszone eingerichtet worden. Vor einer Woche war die Geflügelpest erstmals in Polen bei Nutzgeflügel auf zwei Höfen bei Plock nachgewiesen worden. Dort mussten rund 4.000 Puten gekeult werden.
AFP
Polnisches Landwirtschaftsministerium


03.12.2007

Patient verstirbt in China an H5N1 ohne Kontakt zu Geflügel

In China ist ein Patient an dem hochpathogenen Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 gestorben, wie die chinesische Agentur Xinhua berichtet. Nach Angaben der Behörden hatte der Mann keinerlei Kontakt zu totem Geflügel. Auch sei in der Region der Erreger momentan nicht aktiv. Die Behörden haben alle Personen, die mit dem Verstorbenen Kontakt hatten, mittlerweile unter medizinischer Beobachtung. Jetzt soll die Quelle der Infektion abgeklärt werden.
Xinhua


Geflügelpest in Polen

In Polen ist die Geflügelpest vom Typ H5N1 auf zwei Putenfarmen nachgewiesen worden, wie Vertreter der Behörden gegenüber Vertretern der Medien berichteten. Zunächst bestand der Verdacht, dass auch ein dritter Betrieb betroffen sei. Dieser Verdacht hat sich aber nicht bestätigt. Die betroffenen Betriebe befinden sich nordwestlich der Hauptstadt Warschau. Insgesamt sollen rund 4.000 Stück Geflügel getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.
Alertnet


29.11.2007

Geflügelpest zurück in Rumänien

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 ist zurück in Rumänien. Zuletzt war sie dort im Sommer 2006 nachgewiesen worden, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Aktuell betroffen ist eine Hinterhofhaltung mit 80 Stück Geflügel, von denen 31 Tiere verendet sind. Die übrigen Tiere des Bestandes wurden getötet.
OIE


22.11.2007

Weiterer Geflügelbetrieb in Großbritannien wird gekeult

In Großbritannien wurde ein fünfter Betrieb als "gefährdeter Betrieb" deklariert, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Die Einstufung des Betriebes erfolgte nach epidemiologischen Untersuchungen, die nach dem Ausbruch der Geflügelüpest vom Typ H5N1 durchgeführt wurden. Das Geflügel auf dem Betrieb - rund 68.000 Tiere - wird umgehend gekeult. Der Betrieb liegt innerhalb der bereits ausgewiesenen Überwachungszone.
DEFRA


20.11.2007

2. Geflügelpestfall in Großbritannien

In Großbritannien ist ein zweiter Fall der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 nachgewiesen worden, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Betroffen ist einer der vier Betriebe, auf denen alle Tiere getötet werden sollten, da dort auch Personal tätig war, das auf dem zuerst betroffenen Betrieb arbeitete. Dort wurden die Keulungen bereits am vergangenen Sonnabend abgeschlossen. Klinische Anzeichen für eine Erkrankung lagen auf dem Betrieb nicht vor, so dass die Behörden davon ausgehen, dass sich die Infektion noch in einem frühen Stadium befand.
DEFRA


16.11.2007

Geflügelpest in Großbritannien erfordert weitere Keulungen

Wie das britische Landwirtschaftsminsiterium (DEFRA) mitteilt wird in vier weiteren Betrieben innerhalb der Restriktionszone alles Geflügel getötet, nachdem in einem benachbarten Betrieb die Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen worden war. Nach Angaben des DEFRA wurde der Erreger auf den vier Betrieben bisher nicht nachgewiesen. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme, da nach Angaben des Betreibers auf allen Betrieben auch Personal des betroffenen Betriebes eingesetzt wurde. Auf den vier Betrieben werden insgesamt 22.000 Puten aus Freilandhaltung getötet.
DEFRA
BBC


14.11.2007

H5N1 in Großbritannien bestätigt

Weitere Laboruntersuchungen haben das Vorhandensein des Erregers der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 in einem Putenbetrieb bestätigt, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Weitere Untersuchungen sollen möglicherweise Aufschluss über die Herkunft des Erregers bringen. Unterdessen wurden um den betroffenen Betrieb die Sicherheits- und Überwachungszone mit einem Radius von drei bzw. zehn Kilometern eingerichtet. Eine weitere Zone, in der Beschränkungen gelten und die den gesamten Bereich Suffolk sowie weite Bereiche von Norfolk umfassen, wird von den Behörden eingerichtet.
DEFRA


13.11.2007

Gefügelpest vom Typ H5 in England

In Großbritannien wurde auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, der rund 5.000 Puten hält, die Geflügelpest vom Typ H5 nachgewiesen, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Ob es sich um den Subtyp H5N1 handelt, muss durch weitere Laboruntersuchungen abgeklärt werden. Die Behörden haben um den betroffenen Betrieb in Suffolk Sperr- und Überwachungszone mit einem Radius von drei bzw. zehn Kilometern eingerichtet.
DEFRA


12.11.2007

Weiteres Vogelgrippe-Opfer in Indonesien

In Indonesien gibt es ein weiteres Opfer der Vogelgrippe zu beklagen. Wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, ist ein 31 Jahre alter Mann aus der Provinz Sumatra an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben. Damit stieg die Zahl der "Vogelgrippe-Opfer" in Indonesien auf 91 an. Weltweit sind damit 206 Tote zu beklagen. Seit 2003 wurden insgesamt 335 Vogelgrippe-Fälle von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt. Bislang ist noch unklar, ob der jüngste Verstorbene ebenfalls Kontakt zu krankem Geflügel hatte.
promedmail


15.10.2007

Neuer Fall von H5N1 in Indonesien

In Indonesien ist ein neuer Fall der Vogelgrippe beim Menschen bestätigt worden. Betroffen ist ein 12-jähriger Junge aus dem Tangerang Distrikt der Provinz Banten, der sich gegenwärtig im Krankenhaus befindet. Der Junge hatte wenige Tage zuvor direkten Kontakt zu totem Geflügel. Dies ist der 109. bestätigte Vogelgrippe-Fall in Indonesien. 87 der infizierten Personen haben die Infektion nicht überlebt. Weltweit sind bislang 201 Menschen an der Infektion mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 gestorben.
WHO


10.10.2007

Stallhaltungspflicht in Risikogebieten beachten

Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Back-haus (SPD), hat nochmals aus gegebenem Anlass an alle Geflügelhalter appelliert, ab 1. Oktober die Stallhaltungspflicht für Geflügel in Risikogebieten strikt einzuhalten. Das Friedrich-Loeffler-Institut schätzt auf Grund des Seuchengeschehens der letzten Monate in Deutschland und verschiedenen Nachbarländern sowie der dabei aufgetretenen weiten geografischen Verbreitung des Erregers das Risiko des Eintrags von HPAIV H5N1 über Wildvögel in Hausgeflügelbestände als hoch ein. Die rechtlichen Vorgaben zur Bekämpfung der Geflügelpest sehen ein generelles Aufstallungsgebot für Deutschland vor. Ausnahmen davon sind möglich, jedoch nur dann, wenn es sich nicht um Risikogebiete handelt. Dies sind insbesondere Küsten- und Binnengewässerbereiche, in denen auf Grund der Erfahrungen und Beobachtungen der letzten Jahre Wildvögel in hoher Konzentration vorkommen. Backhaus weist darauf hin, dass die Haltung in "Großvolieren" (nach oben dichte Abdeckung, seitlicher Schutz gegen Vogeleinflug) oder vergleichbaren Schutzvorrichtungen auch in Risikogebieten weiterhin erlaubt sei.
Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MPV


02.10.2007

Schneller Geflügelpestnachweis

Der schnelle Nachweis der Aviären Influenza beim Geflügel ist einer der wichtigsten Punkte, um schnell die richtigen Maßnahmen zur Eindämmung der Erkrankung ergreifen zu können. Bei herkömmlichen Untersuchungen dauert es mehrere Tage, bis endgültige Ergebnisse vorliegen. Wissenschaftler des Georgia Institute of Technology (USA) haben jetzt einen Biosensor entwickelt, der den Nachweis bereits innerhalb weniger Minuten ermöglicht. Das Prinzip des Biosensors beruht darauf, dass die Oberfläche mit Antikörpern beschichtet ist, die spezifisch sind für Proteine, die auf der Oberfläche der Viren lokalisiert sind. Der Biosensor ermöglicht auch eine Unterscheidung einzelner Virustypen. Er wurde an den Viren der Typen H7N2 und H7N3, die bereits für Erkrankungen beim Geflügel verantwortlich waren, getestet. Ein drittes Virus wurde als Kontrollstamm verwendet. Nachdem die Oberfläche des Sensors so modifiziert worden war, dass nur die beiden gewünschten Typen identifizierbar waren, wurde das Vorhandensein des Kontrollvirus auch dann nicht angezeigt, wenn es in großen Mengen im Untersuchungsmaterial vorhanden war. Momentan ist der Biosensor noch nicht reif für den Feldeinsatz. Erste Feldtests sollen in ca. zwei Jahren durchgeführt werden. Bis dahin soll die Größe des Prototyps auf die einer Brotbüchse reduziert werden und die Analysesoftware soll benutzerfreundlicher gestaltet werden.
Georgia Institute of Technology


28.09.2007

Geflügelpest vom Typ H7N3 in Kanada

In Saskatchewan (Kanada) ist auf einem Geflügelbetrieb die hoch pathogene aviäre Influenza (HPAI) vom Typ H7N3 nachgewiesen worden. Wie die Canadian Food Inspection Agency (CFIA) mitteilte, werden alle Tiere des Betriebes getötet. Üblicherweise wird auch alles Geflügel im Umkreis von einem Kilometer um den betroffenen Betrieb getötet. Allerdings scheint in diesem Fall in diesem Umkreis kein weiteres Geflügel vorhanden zu sein. Der Erreger des Typs H7N3 verursacht normalerweise keine schwerwiegenden Erkrankungen beim Menschen.
CFIA


19.09.2007

Geflügelpest vom Typ H5N2 in Portugal

In Portugal ist erstmals der Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N2 beim Geflügel nachgewiesen worden, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Der Erreger gehört zu den gering pathogenen Influenza-Erregern. Betroffen sind fast 70.000 Stück Geflügel, die bis zum 23. September 2007 getötet werden sollen.
OIE


12.09.2007

EU sieht Entwicklung eines Geflügelpestimpfstoffes optimistisch

Die EU sieht sich bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Aviäre Influenza vom Typ H7N1 auf einem guten Weg. Erste Tests an Freiwilligen haben gezeigt, dass der Impfstoff sicher ist und von den Probanden gut toleriert wird. Bei dem hier verwendeten Erreger handelt es sich nicht um das Virus vom Typ H5N1, das momentan in Asien grassiert und zuletzt in Bayern zur Keulung von mehr als 300.000 Enten führte. Es handelt sich um den Erreger vom Typ H7N1, der in der Vergangenheit beim Geflügel auftrat. Bei diesem Virus besteht die Gefahr, dass es auf den Menschen übertragen und unter Menschen weitergegeben wird. Für die Arbeit im Labor war der Erreger daher zu gefährlich. Deshalb wurde er gentechnisch modifiziert und in Zelllinien und nicht wie sonst üblich in Eiern vermehrt. Die Wissenschaftler aus Großbritannien, Italien, Norwegen und Frankreich wollen jetzt daran arbeiten, die Immunantwort auf den Impfstoff zu verstärken. Zudem hat die EU-Kommission bekanntgegeben, dass mit 11 Projekten Vertragsverhandlungen aufgenommen werden sollen. Diese 11 Projekte waren aus 44 eingereichten Projekten zur weiteren Forschung an der Influenza ausgewählt worden und sollen mit insgesamt 27 Millionen Euro gefördert werden.
EU-Kommission


11.09.2007

Schon 200 Vogelgrippe-Opfer

Mittlerweile sind weltweit 200 Menschen an der Infektion mit dem Aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben. Dabei hat Indonesien die meisten Opfer zu beklagen. Das letzte Opfer und gleichzeitig der 200. Tote war ein 33-jähriger Indonesier, der am 6. September verstorben ist. Das gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt. Damit sind alleine in Indonesien 85 Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Vietnam hat bislang 46, Thailand 17, China 16 und Ägypten 15 Toten zu beklagen. Aus der Türkei sind bislang vier offizielle Todesfälle bekannt.
WHO


Geflügelpest im Landkreis Schwandorf amtlich festgestellt

Im Landkreis Schwandorf (Bayern), in dem über das Wochenende bereits mehr als 200.000 Enten getötet wurden, ist die Geflügelpest jetzt amtlich festgestellt worden. Wie der Landkreis am Montagabend mitteilte, haben weitere Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems das Vorhandensein des Erregers der Aviären Influenza vom Typ H5N1 eindeutig bestätigt. Der Landkreis hat eine Allgemeinverfügung erlassen, durch die um die vermutlichen Ausbruchsbereiche in Nittenau und Bruck ein Sperrgebiet mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet wird. Zudem werden ein Beobachtungsbereich und eine Kontrollzone mit einem Radius von zehn bzw. dreizehn Kilometern ausgewiesen. Im gesamten Sperrbezirk gilt eine umfassende Stallhaltungspflicht. Der Landkreis weist ferner daraufhin, dass die Feststellung der Erkrankung keinerlei Auswirkung auf die Keulungen in den Betrieben in Trumling und Hofing hat. Die Keulungen sollen dort bis Montag abend um 22:00 Uhr abgeschlossen werden.
Landkreis Schwandorf


10.09.2007

Keulung von 205.000 Enten in der Oberpfalz

Nachdem in Bayern in Landkreis Erlangen-Hoechstadt nach dem Nachweis der Aviären Influenza vom Typ H5N1 bereits 160.000 Stück Geflügel getötet wurden, mussten die Tötungsaktionen in der Oberpfalz fortgesetzt werden. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) sollten dort rund 205.000 Enten in zwei Betrieben getötet werden. Wie der BR berichtet, wurde die Erkrankung in keinem der Betriebe, die 25.000 bzw. 180.000 Enten hielten, eindeutig nachgewiesen. Die Tötungen sollen heute abgeschlossen werden. Die beiden Betriebe sind Zweigstellen des Betriebes aus Wachenroth, wo die Erkrankung zuerst nachgewiesen wurde. In den Proben der Betriebe wurden bei einigen Tieren Antikörper gegen das Virus der Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen.
BR


05.09.2007

Erneut Geflügelpestverdacht bei Wildenten in Bayern

Am Ismaninger Speichersee im Landkreis Erding in Bayern sind am Wochenende erneut zehn tote Enten gefunden worden. Es besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Geflügelpest-Virus vom Typ H5N1. Die Kadaver wurden zur Untersuchung in das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Erding gebracht, wie das Landratsamt am Dienstag mitteilte. Die Ergebnisse sollen noch diese Woche vorliegen. Bereits Anfang August war am gleichen See der Erreger bei drei toten Enten festgestellt worden.
AP


Untersuchungen in Erlangen-Höchstadt brachten keine weiteren Geflügelpestfälle

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt teilt mit, dass die Untersuchungen des Nutzgeflügels im 3-km-Sperrgebiet um den von der Geflügelpest vom Typ H5N1 betroffenen Betrieb abgeschlossen wurden. Insgesamt wurden in rund 90 Betrieben 1.300 Tiere untersucht. Zusätzlich wurden von Tieren in reinen Wassergeflügel-Haltungen Proben entnommen. Bisher ergaben die Untersuchungen keine weiteren positiven Fälle. Im betroffenen Entenzuchtbetrieb wurde unterdessen die Grobdesinfektion der Räumlichkeiten abgeschlossen und mit der Feindesinfektion begonnen. Die betroffene Firma hat darüber hinaus Desinfektionsmaßnahmen eingeleitet, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen.
Landkreis Erlangen-Höchstadt


31.08.2007

Weitere Keulungen wegen Geflügelpest

In Bayern sind wegen des Ausbruchs der Geflügelpest knapp 500 weitere Tiere zweier Kontaktbetriebe innerhalb der epidemiologischen Einheit gekeult worden. Das teilte das Landratsamt Erlangen-Höchstadt am Donnerstag mit. Proben der gekeulten 460 Tiere werden jetzt vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems untersucht. Mit den Ergebnissen ist jedoch erst in ein paar Tagen zu rechnen. Nach den EU-Richtlinien ist ein Umkreis bis zu 500 Metern als epidemiologische Einheit mit dem betroffenen Betrieb zu betrachten, wodurch eine Keulung der Tiere unvermeidbar sei, so ein Sprecher des Landratsamtes.
Kreis Erlangen-Höchstadt


30.08.2007

Entenfleisch aus Bayern in Hessen beschlagnahmt

In Hessen sind mehr als 1,5 Tonnen Fleisch aus dem von Geflügelpest betroffenen Entenmastbetrieb im bayerischen Erlangen beschlagnahmt worden. Wie der Landkreis Darmstadt-Dieburg am Donnerstag berichtete, hatte der betroffene Betrieb aus dem Raum Erlangen tief gekühlte Enten an einen Fleisch verarbeitenden Betrieb in den Landkreis geliefert. Die Ware sei noch komplett vorhanden, es sei nichts verzehrt worden oder in den Handel gelangt. Die Behörden ordneten an, das Entenfleisch in der Tierkörperbeseitigungsanstalt zu vernichten. Die Kosten muss der Betrieb tragen.
Landkreis Darmstadt-Dieburg


28.08.2007

Aviäre Influenza im Fokus des Journals of Wildlife Diseases

Das Fachjournal Wildlife Diseases (JWD) hat seine Juli-Ausgabe ganz der Aviären Influenza bei Wildvögeln und Nutzgeflügel gewidmet. Insgesamt informieren 14 Artikeln namhafter Wissenschaftler unter anderem über das Virus, seine Verbreitung und Pathogenität sowie über Epidemiologie und Diagnostik der aviären Influenza. Weiterhin werden die Gefahren des Eintrags des hochpathogenen Virus in Nutzgeflügelbestände besprochen und über in der EU durchgeführten Überwachungsprogramme, Präventionsmaßnahmen und das Seuchenmanagement berichtet.
JWD


328 Fälle von Aviärer Influenza bei Wildvögeln in den letzten zwei Monaten

Zwischen dem 24. Juni und dem 27. August diesen Jahres wurde in Deutschland bei insgesamt 328 Wildvögeln der Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen, wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mitteilte. Besonders viele Nachweise ergaben sich bei Tieren, die an einem Stausee gefunden wurden, der in den Ländern Sachsen-Anhalt und Thüringen liegt. Hier wurden 290 Fälle nachgewiesen. Auch auf Grund der neuen Fälle bei Wildvögeln wird das Risiko einer Übertragung von Wildvögeln auf Hausgeflügel vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems als hoch eingeschätzt. Eine Übersichtskarte mit den letzten Fällen bei Wildvögeln und Hausgeflügel steht auf den Internetseiten des BMELV zur Verfügung.
BMELV


27.08.2007

Geflügelpest in Entenbetrieb in Bayern

In einem Geflügelzuchtbetrieb in Wachenroth (Landkreis Erlangen Höchstadt) ist am Sonnabend das Virus der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Umgehend wurden um den Betrieb Sperrbezirk (Radius 3 Kilometer), Beobachtungsgebiet (10 km) umd Kontrollzone (13 km) eingerichtet. Alle 160.000 Enten des Betriebes werden gekeult. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) unter Berufung auf das bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (STMUGV) berichtet, handelt es sich um die bislang größte in Deutschland durchgeführte Keulungsaktion. Unterdessen läuft die Suche nach der Infektionsquelle auf Hochtouren. Der Leiter des zuständigen Kreisveterinäramtes nannte als eine mögliche Infektionsquelle verunreinigtes Stroh. Das im Betrieb benutzte Stroh stammte von umliegenden Flächen und könnte mit Kot infizierter Wildvögel verunreinigt worden sein. Der betroffene Betrieb lag in einem Risikogebiet. Hier hat die 2006 erlassene Stallhaltungspflicht durchgängig gegolten.
Landkreis Erlangen-Höchstadt
BR
STMUGV Bayern


17.08.2007

Immer noch Geflügelpestfälle bei Wildvögeln in Deutschland

An der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt ist die Geflügelpest mittlerweile bei mehr als 300 toten Wildvögeln nachgewiesen worden. Wie ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums mitteilte, seien auf der Thüringer Seite des Stausees Kelbra am Kyffhäuser-Gebirge bislang 106 tote Vögel positiv auf das Virus H5N1 getestet worden. Auf dem zu Sachsen-Anhalt gehörenden Seegebiet wurden bereits mehr als 200 H5N1-infizierte Vogelkadaver gefunden. Der erste Geflügelpestfall war in der Talsperre Kelbra Anfang Juli diesen Jahres festgestellt worden. Auch in Frankreich wurde ein neuer Fall der Geflügelpest bei Wildvögeln nahe der deutschen Grenze gefunden. In der Gemeinde Diane-Capelle seien vier Enten an dem Erreger H5N1 verendet, wie die Präfektur in Metz mitteilte. Ende Juli waren in derselben Gemeinde bereits zwei Schwäne an Vogelgrippe gestorben. Die Präfektur wies darauf hin, dass es sich um vereinzelte Fälle bei wild lebenden Vögeln handele, wie Agrarheute.com berichtet.
Agrarheute.com


14.08.2007

Deutsche nur wenig besorgt wegen Geflügelpest

Die Deutschen haben vor der Geflügelpest weniger Angst als andere Nationen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Forschungsgruppe Ipsos. Daraus geht hervor, dass "nur" etwa die Hälfte (49%) der Deutschen wegen der Geflügelpest besorgt ist. In den USA sind es 58 Prozent, in Großbritannien 77 Prozent, in Thailand (77%), in Ägypten (84%) und in Saudi Arabien sogar 85 Prozent der Befragten. Doch obgleich die Deutschen nicht sonderlich besorgt wegen der Geflügelpest sind, haben doch viele Verbraucher auch in Deutschland ihr Essverhalten geändert. So würden 13 Prozent der Konsumenten weniger Putenfleisch und weniger Eier essen. Auch hätten sie den Konsum von Hähnchenfleisch eingeschränkt. Auf der anderen Seite hält sich in Deutschland auch die Sorge um das Erkranken von Familienmitgliedern am H5N1-Virus in Grenzen. Nur gut jeder Dritte (38%) äußert seine Besorgnis in dieser Richtung. Auch in den anderen westeuropäischen Befragungsländern, sowie in Kanada und den USA, fühlt man sich und seine Familie in dieser Hinsicht relativ sicher. Für die repräsentative Studie im Mai und Juni 2007 wurden 8.366 Menschen in acht Ländern befragt.
Ipsos


07.08.2007

Wildvogel-Monitoring: positiver Verlauf, negative Ergebnisse

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im ersten Halbjahr 2007 bereits 3.553 Wildvögel auf eine Infektion mit dem aviären Influenza-Virus untersucht. Alle Untersuchungsergebnisse fielen negativ aus. Das teilte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus am Dienstag in Schwerin mit. Mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben stammten aus Rügen, Ostvorpommern, Greifswald, Stralsund und Nordvorpommern sowie aus der Wismarbucht mit ihren Vogelinseln - Regionen, die während der Geflügelpestepidemie 2006 noch Sperrbezirke einrichten mussten. Im Rahmen der Überwachung von Nutzgeflügel wurden seit Jahresbeginn 2.869 Proben aus 214 Hausgeflügelbeständen untersucht. "Auch hier fielen die Untersuchungen auf H5N1 erfreulicherweise sämtlich negativ aus. Trotz dieser Ergebnisse bleibt dennoch ein Einschleppungsrisiko durch Wildvögel im Lande bestehen. Dies belegt unter anderem der jüngste Fall von Geflügelpest am Ismaninger Stausee bei München, bei dem es sich um ein wichtiges Durchzugs- und Rastgebiet für zahlreiche Wasservögel handelt", stellte der Minister heraus.Zu Beginn des Herbstvogelzuges werde das Monitoring noch intensiver fortgesetzt. "Im Mittelpunkt stehen die Beprobung der jagdbaren Enten- und Gänsearten sowie die Lebendbeprobung von Krähenarten aus dem östlichen bzw. nordöstlichen Raum. Insbesondere die Untersuchung der zuletzt genannten Arten ist wichtig, da diese Vögel über Risikogebiete fliegen oder sogar aus diesen stammen können", unterstrich Backhaus.
MV-Net


03.08.2007

Geflügelpest bei Schwänen in Frankreich bestätigt

Der Verdacht auf eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 bei zwei tot aufgefundenen Schwänen im Osten Frankreichs hat sich bestätigt. Bei beiden Tieren konnte die Geflügelpest inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen werden, wie das französische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Die Schwäne waren Ende der vergangenen Woche in Lothringen in der Ortschaft Diane Capelle unweit von Metz gefunden worden. In der Region nahe der deutschen Grenze waren bereits Anfang Juli diesen Jahres drei Schwäne an der Geflügelpest verendet. Die Maßnahmen zum Schutz von Nutzgeflügel wurden daraufhin ausgeweitet. In Thüringen werden die vor sechs Wochen wegen ebenfalls tot aufgefundener Wildvögel mit H5N1 in der Region Frohburg eingerichteten Sperrbezirke dagegen am Wochenende wieder aufgelöst. Es habe in den vergangenen Wochen keinen Neufund eines infizierten Tieres gegeben, sagte Kreisveterinär Frank Vogel am Donnerstag.
AP
ddp


31.07.2007

Erneut Verdacht auf Geflügelpest in Ostfrankreich

Im Osten Frankreichs sind erneut zwei tote Schwäne gefunden worden. Es wird befürchtet, dass die Tiere an der Geflügelpest verendet sind. Das teilte die Präfektur im lothringischen Metz am Montagabend nach Angaben der Nachrichtenagentur AP mit. Erste Untersuchungen der Tiere, die am Sonntag in der Ortschaft Diane Capelle gefunden worden sind, legten einen Verdacht auf eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus nahe. Ein entsprechendes Referenzlabor überprüft jetzt den Verdacht. Die Ergebnisse sollen Mittwoch vorliegen. Bereits Anfang Juli waren in der Gegend um den Fundort drei Schwäne gefunden worden, die an dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 verendet waren.
AP


27.07.2007

H5N1 nach über einem Jahr in Indien zurück

In Indien ist eine Infektion von Geflügel mit dem Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Dies ist der erste Fall in Indien seit April 2006, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Der Ausbruch wurde in der östlichen Region des Landes bei so genanntem Hinterhofgeflügel festgestellt. In einer 5-km-Zone um den Ausbruchsherd wird jetzt alles Geflügel getötet. In einer 10-km-Zone werden zudem intensive Überwachungsmaßnahmen durchgeführt.
OIE


26.07.2007

Mittlerweile 38 Fälle von Aviärer Influenza bei Menschen in Ägypten

In Ägypten steigt die Zahl der Menschen, die sich mit dem Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 infiziert haben, weiter an. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden mittlerweile 38 Fälle nachgewiesen, von denen 15 tödlich endeten. Weltweit wurden nach Angaben der WHO inzwischen 319 Fälle nachgewiesen. 192 davon endeten für die Betroffenen tödlich. Die meisten Fälle (102) wurden in Indonesien nachgewiesen.
WHO


17.07.2007

Großbritannien sieht steigendes Geflügelpestrisiko

Die Veterinärbehörden Großbritanniens sehen für die nächsten Wochen ein steigendes Risiko des Eintrags der Geflügelpest vom Typ H5N1 auf die britischen Inseln, wie die Times berichtet. Die Behörden verweisen auf die letzten Fälle in Deutschland, Frankreich und der Tschechischen Republik und darauf, dass Experten weitere Fälle in den nächsten Monaten erwarten. Die größte Gefahr für Großbritannien gehe dabei von den Lachmöwen aus. Zwischen 50.000 und 100.000 Paare dieser Vögel brüten in der Tschechischen Republik, bevor sie diese in Richtung Westeuropa inklusive Großbritannien verlassen. Die Tiere könnten noch im Juli das Vereinigte Königreich erreichen. Eine weitere Gefahr geht von Wildenten aus, die im August nach Großbritannien zurückkehren könnten. Es wird geschätzt, dass in der Tschechischen Republik 25.000 bis 45.000 und in Deutschland 200.000 bis 400.000 Paare brüten. Momentan ist noch nicht klar, welche Vogelspezies das Virus verbreiten. An den Flughäfen werden auch verstärkt Kontrollen vorgenommen. Suchhunde sollen dabei illegale Importe von Geflügelfleisch und anderen Geflügelprodukten sowie Eiern aus betroffenen Regionen aufdecken.
The Times


12.07.2007

Neue Fälle von Geflügelpest in Nürnberg bestätigt

Die Zahl der an Geflügelpest verendeten Wasservögel im Nürnberger Stadtgebiet ist auf 16 angestiegen. Wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 bei einem Schwan und einer Stockente. Die beiden Tiere waren bereits vor drei Wochen tot am Wöhrder See gefunden worden. Damit wurde das Virus im Nürnberger Stadtgebiet bislang bei 13 Schwänen, zwei Wildgänsen und einer Ente nachgewiesen.
dpa


11.07.2007

Zahl der Geflügelpest-Fälle in Nürnberg auf 13 gestiegen

Die Zahl der mit der Geflügelpest vom Typ H5N1 infizierten Wildvögel ist bis gestern auf 13 gestiegen, wie die Stadt Nürnberg mitteilte. Zuletzt hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems die Infektion von zwei Höckerschwänen bestätigt. Die beiden Tiere waren am 3. bzw. 5. Juli geborgen worden. Bei einem weiteren, am 8. Juli tot geborgenen Schwan hat das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) einen Virus vom Typ H5N1 nachgewiesen und diesen zur weiteren Typisierung an das FLI übermittelt.
Nürnberg


10.07.2007

Japan verhängt Importverbot gegen deutsches Geflügel

Japan hat wegen des Ausbruchs der Geflügelpest die Einfuhr von Geflügel aus Deutschland gestoppt. Deutschland ist nach Frankreich und Großbritannien der drittgrößte Exporteur von jungen Hühnern nach Japan. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums importierte Japan im vergangenen Jahr rund 114.000 Hühner aus deutschen Geflügelfarmen, wie Der Tagesspiegel am Dienstag berichtete. Im April 2006 war die Einfuhr von Geflügel aus Deutschland schon einmal wegen des Ausbruchs der Geflügelpest für vier Monate verboten worden.
Der Tagesspiegel


09.07.2007

Neue Geflügelpest-Fälle

In Sachsen wurde bei zwei weiteren, tot aufgefundenen Wildvögeln eine Infektion mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 nachgewiesen. Infiziert war ein Haubentaucher im Muldentalkreis (Machern) und einen Schwan im Landkreis Torgau-Oschatz (Stadt Torgau). In beiden Fällen wurden jeweils ein Sperrbezirk (3-km-Radius) und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet und per Allgemeinverfügung bekannt gegeben. Darüber hinaus gab es am Wochenende auch in Bayern, Sachsen-Anhalt und Frankreich neue bestätigte Fälle in der Wildvogelpopulation, während aus Thüringen der erste Fall bei einer Hausgans gemeldet wurde. Die Untersuchung der daraufhin getöteten 1200 Stück Nutzgeflügel in einem 3-Kilometer-Radius um die betroffene Geflügelhaltung hat jedoch keine Anzeichen für weitere Infektionen mit dem H5N1-Virus ergeben, wie die Ärztezeitung berichtet. Zum Schutz vor einer Ausbreitung der Geflügelpest waren in Thüringen 1200 Hühner, Gänse und Enten vorsorglich getötet worden. Die Behörden reagierten damit auf das deutschlandweit seit einem Jahr erste Auftreten des aggressiven Virustyps H5N1 bei Nutzgeflügel. "Die ausführlichen Untersuchungen werden bis Mittwoch dauern, aber es gibt keine Anhaltspunkte für eine weitere Ausbreitung", so der Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums, Thomas Schulz. Die Stallpflicht wurde unterdessen auf den gesamten Landkreis Saalfeld- Rudolstadt ausgeweitet.
Medienservice Sachsen
Ärztezeitung


Geflügelpest bei einer Hausgans in Thüringen

Nachdem am vergangenen Freitag in Thüringen bei einer Hausgans die Geflügelpest vom Typ H5N1 durch das Friedrich-Loeffler-Institut festgestellt worden war, wurde noch am gleichen Abend mit der Tötung von weiteren rund 1.000 Stück Geflügel begonnen, wie das thüringische Gesundheitsministerium bekannt gab. Betroffen ist ein Betrieb in Wickersdorf im Landkreis Saalfeld/Rudolstadt. Die Tötung des Geflügels wurde in einem Radius von drei Kilometern mittels Injektion durchgeführt. Da viele Kleintierhalter ihre Bestände nicht angemeldet hatten, mussten Ortskundige von Haus zu Haus gehen, damit auch alles Geflügel im Sperrbezirk gekeult werden konnte. "Wir hoffen, dass wir alle Tiere erwischt haben", erklärte ein Ministeriumssprecher. Die an der Geflügelpest erkrankte Hausgans sei vor vier Wochen von einer Farm in Schorba bei Jena gekauft worden. Umfangreiche Tests in dem dortigen Bestand hätten keine Anzeichen der Vogelgrippe ergeben. Daher sei es sehr wahrscheinlich, dass sich die Gans in Thüringen durch Wildvögel mit dem Virus angesteckt habe.
Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit


06.07.2007

Minister Backhaus ruft zu erhöhter Wachsamkeit wegen Geflügelpest auf

Dr. Till Backhaus (SPD), Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz von Mecklenburg-Vorpommern, warnt anlässlich der Ausbreitung der Wildvogelgeflügelpest in Deutschland und Mitteleuropa vor einer Einschleppung des Virus in die Nutzgeflügelbestände. Der bestätigte Fall aus Frankreich und der zusätzliche Verdachtsfall in Thüringen sprächen für eine erhebliche Ausbreitungstendenz. Gleichzeitig mahnte der Minister zu erhöhter Wachsamkeit. Es müsse alles darangesetzt werden, einen möglichen Erregereintrag in die Region so früh wie möglich zu erkennen. "Gehen Sie mit offenen Augen durch das Land und zeigen Sie Auffälligkeiten in der Wildvogelpopulation, aber auch beim Hausgeflügel unverzüglich bei den Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämtern der Landkreise und kreisfreien Städte an", so der dringende Appell des Ministers an die Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns. Weil höhere Mortalitätsraten bei Vögeln im Sommer eher die Ausnahme seien, müsse man jetzt beim Auffinden toter Wildvögel von auffälligen Ereignissen ausgehen, die unbedingt einer Klärung zuzuführen sind, so der Minister weiter. "Früherkennung der Geflügelpest - sowohl bei Wildvögeln als auch bei Hausgeflügel - schützt vor gravierenden Auswirkungen einer Viruseinschleppung." Die Geflügelhalter - unabhängig von der Anzahl oder der Art der gehaltenen Tiere - forderte Backhaus auf, unbedingt die Biosicherheitsmaßnahmen wie Beschränkung des Tier- und Personenverkehrs, Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen einzuhalten und dafür zu sorgen, dass ein Kontakt zwischen Wild- und Hausgeflügel ausgeschlossen werde.
MVnet


FLI ändert Risikoeinschätzung hinsichtlich Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat wie bereits angekündigt seine Bewertung für die Einschleppung des Geflügelpestvirus in Nutzgeflügelbestände geändert. Das Risiko wurde von "mäßig" auf "hoch" hochgestuft. Der Grund sind die vermehrten Funde toter, an dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 verendeter Wildvögel in inzwischen bereits vier Bundesländern.Darüber hinaus sind in der letzten Tagen auch in der tschechischen Republik und in Frankreich Fälle bei Wildvögeln nachgewiesen worden. Die genaue geographische Ausbreitung des Virus könne derzeit nicht abgeschätzt werden, so Prof. Thomas Mettenleiter, Präsident des FLI. Die Wissenschaftler des Instituts gehen jedoch von einem lokalen epidemischen Geschehen bei Wildvögeln am Stausee Kelbra an der Grenze von Thüringen zu Sachsen-Anhalt aus. Dort wurde das Virus bisher bei 39 der über 100 verendeten Schwarz- und Haubentauchern nachgewiesen. Die vollständige Risikobewertung und der aktuelle Lagebericht stellt das FLI in Kürze auf seiner Website bereit.
FLI


05.07.2007

H5N1-Verdacht in Geflügelbestand in Thüringen

In thüringischen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt besteht nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit in einem kleinen Geflügelbestand der Verdacht auf eine Infektion mit dem hoch pathogenen Geflügelpestvirus vom Typ H5N1. Bei einer verendeten Gans des Bestandes - der noch aus 4 Gänsen und 5 Enten besteht - wurde ein Virus vom Typ H5 nachgewiesen. Ob es sich um den gefährlichen Erreger vom Typ H5N1 handelt, wird jetzt am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems abgeklärt. Ergebnisse werden für Freitag erwartet.
Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit


Zweiter H5N1-Fall in Thüringen

In Thüringen ist bei einem zweiten Wildvogel eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Bei dem zweiten Tier handelt es sich um einen Höckerschwan, der in der Talsperre Windischleuba im Kreis Altenburger Land tot aufgefunden worden ist. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Erfurt mit. Um den Fundort sei ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern ausgewiesen worden. Es gelte absolute Stallpflicht für Nutzgeflügel und ein Verbringungsverbot für Geflügel und Geflügelprodukte. Tierhalter im Sperrbezirk sind darüber hinaus verpflichtet, an Ein- und Ausgängen von Geflügelställen Matten auszulegen und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel zu tränken. Anfang der Woche war bereits ein mit dem Virus infizierter Wildvogel an der Talsperre Kelbra im Grenzgebiet zu Sachsen-Anhalt gefunden worden.
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit


04.07.2007

H5N1-Verdacht bei Wildvögeln in Frankreich

Im Osten Frankreichs sind drei tote Schwäne gefunden worden, die jetzt auf eine Infektion mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 getestet werden. Das teilte das französische Agrarministerium am Dienstag mit. Erste Testergebnisse hätten einen Geflügelpestverdacht ergeben. Sicherheitshalber seien bereits entsprechende Seuchenschutzmaßnahmen rund um den Fundort in der Gemeinde Assenoncourt im Departement Moselle ergriffen worden. Die endgültigen Ergebnisse des nationalen Referenzlabors AFSSA werden am Donnerstag erwartet.
ISID


03.07.2007

Geflügelpest in Thüringen bestätigt

Nach Bayern und Sachsen hat die Geflügelpest nun auch Thüringen erreicht. Bei einem toten Wildvogel ist das Virus H5N1 festgestellt worden, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Erfurt mitteilte. Um den Fundort an der Talsperre Kelbra im Kyffhäuserkreis ist ein Sperrgebiet mit drei Kilometern Radius eingerichtet worden, in dem eine absolute Stallpflicht für Geflügel gilt. Hunde und Katzen dürfen dort nicht frei umherlaufen. Geflügelbetriebe werden regelmäßig kontrolliert. Darüber hinaus gilt in den nächsten drei Wochen ein Verbringungsverbot von Geflügel und Geflügelprodukten. Tierhalter im Sperrbezirk sind verpflichtet, dass an den Ein- und Ausgängen von Geflügelställen Matten ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt werden. Betriebsfremde Personen dürfen Geflügelställe im Sperrgebiet nicht betreten. Feuchtgebiete, an denen sich Wildvögel sammeln, werden verstärkt nach verendeten Tieren abgesucht.Des Weiteren wurde eine Beobachtungszone mit einem Zehn-Kilometer-Radius eingerichtet. Bei dem toten Vogel handelt es sich um einen Schwarzhalstaucher, den ein Ornithologe am vergangenen Donnerstag an der Talsperre Kelbra entdeckt hatte. Da der Stausee ein von Vögeln dicht besiedeltes Rückzugsgebiet sei, müsse mit weiteren Fällen gerechnet werden, betonte das Erfurter Ministerium.
Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit


29.06.2007

FLI veröffentlicht neue Risikoeinschätzung zur Gefügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat eine neue Risikoeinschätzung zur Einschleppung des Erregers der Aviären Influenza vom Typ H5N1 in die Hausgeflügelbestände veröffentlicht. Darin wird bestätigt, was Prof. Mettenleiter, der Präsident des FLI, bereits vor einigen Tagen gesagt hatte. Trotz des neuerlichen Nachweises des Virus bei Wildvögeln in Bayern und Sachsen hält das FLI daran fest, dass das Risiko eines Eintrages in Hausgeflügelbestände durch Wildvögel als mäßig einzuschätzen ist. Diese Einschätzung beruht darauf, dass momentan keine Anzeichen für eine ähnliche epidemiologische Verbreitung des Virus bei Wildvögeln vorliegt wie im vergangenen Jahr. Als hoch wird dagegen das Risiko einer Einschleppung durch illegalen Handel aus Ausbruchsländern eingestuft. Diese Einstufung wird vorgenommen, weil das Risiko der Höhe nach nicht einschätzbar ist. Das Risiko eines Eintrags über den legalen Handel wird dagegen auf Grund bestehender Handelsbeschränkungen als vernachlässigbar eingestuft und das Risiko einer Einschleppung durch Personen- und Fahrzeugverkehr wird als gering eingestuft. Die ausführliche Risikoeinschätzung ist auf den Seiten des FLI nachlesbar.
FLI


28.06.2007

Risikoeinschätzung des FLI zur Geflügelpest bleibt unverändert

Trotz des Auftretens der Geflügelpest vom Typ H5N1 in Bayern und Sachsen sieht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems momentan keinen Grund, die Risikoeinschätzung zu ändern. Das Risiko einer Übertragung von Wildvögel auf Nutzgeflügel wird weiterhin als mäßig eingeschätzt. Anhand der jetzt aufgetretenen Fälle kann nocht nicht abgeschätzt werden, ob es wie im Jahr 2006 zu einem verstärkten Auftreten der Erkrankung kommt. Um Informationen über den Eintragsweg des Erregers zu erhalten, soll das Erbgut der in Bayern und Sachsen gefundenen Erreger genauer untersucht und mit den Erregern aus Tschechien und Ungarn verglichen werden. Das FLI weist daraufhin, dass das Monitoring verendet aufgefundener Wildvögel konsequent weitergeführt werden muss, um die Entwicklung der Situation weiter zu beobachten.
FLI


27.06.2007

Geflügelpest: Hinweise zum Umgang mit toten oder verendeten Tieren

Nachdem die Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Wildvögeln in Bayern und Sachsen wieder aufgetreten ist, haben Experten des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e. V. (bpt) Hinweise zum Umgang mit toten oder verendeten Tieren veröffentlicht. Kranke oder verletzte Wildvögel dürfen auf keinen Fall mit den bloßen Händen angefasst werden. Mitleid mit dem Tier sollte hier nicht in Unvorsichtigkeit münden. Zudem sollte das zuständige Veterinäramt benachrichtigt werden, wenn tote oder verendete Vögel gefunden werden. In potentiellen Seuchengebieten sollte Hunde und Katzen kein Freilauf gewährt werden. Der bpt erneuert zudem die Kritik an der deutschen Seuchenbekämpfung. Die jetzt aufgetretenen Fälle würden zeigen, dass ein Eintrag des Virus in die Nutzgeflügelbestände nicht ausgeschlossen werden könne. Der bpt zeigt sich zudem überrascht, dass in den letzten Monaten die Einbindung der praktizierenden Tierärzte vor Ort in die Seuchenbekämpfung nicht erfolgt ist.
bpt


26.06.2007

Geflügelpest in Sachsen bestätigt

Der Geflügelpest in Sachsen im Landkreis Leipziger Land hat sich bestätigt, wie das Sächsische Ministerium für Soziales (SMS) mitteilte. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat bei den drei in Frohburg tot aufgefundenen Schwänen das Virus der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 festgestellt. Es wird jetzt ein Restriktionsgebiet mit einem Radius von drei Kilometern um den Fundort eingerichtet. Aus diesem Gebiet dürfen für die nächsten 21 Tage kein Geflügel, keine Vögel, keine Eier oder Geflügelfleisch ein- oder ausgeführt werden. Katzen und Hunde dürfen zudem nicht freilaufen.
Sachsen.de


Geflügelpestverdacht in Sachsen bei Leipzig

Nachdem sich der Verdacht auf eine Infektion mit dem gefährlichen aviären Influenza-Viren vom Typ H5N1 in Nürnberg bei Wildvögeln am Sonntag bestätigt hat, besteht nun auch in Sachsen ein Geflügelpestverdacht. Wie das sächsische Sozialministerium am Dienstag in Dresden mitteilte, sind in der Nähe von Leipzig drei tote Schwäne entdeckt worden. Sollte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), in dem die verendeten Vögel derzeit untersucht werden, den Verdacht bestätigen, würde das aber vorerst nichts an der bisherigen Einschätzung der Gefahrenlage ändern. Mit dem Ergebnis wird für Dienstagabend gerechnet. Die Schwäne wurden den Angaben zufolge in der Gemeinde Frohburg in einem Teich gefunden. Auch in Nürnberg, wo in den vergangenen Tagen bei sechs Wildvögeln die ersten Geflügelpestfälle seit fast einem Jahr nachgewiesen worden waren, barg die Feuerwehr heute am Wöhrder See erneut einen toten Wildvogel. Auch hier besteht der Verdacht auf eine Infektion mit dem Geflügelpestvirus. Das tote Tier sei umgehend ins Labor des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nach Erlangen gebracht worden, sagte die Sprecherin der Stadt Nürnberg am Dienstag.
Sachsen.de


NRW fordert Impfung gegen Geflügelpest - Dauerhafte Stallpflicht ist keine Lösung

Nachdem sich bereits die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag Bärbel Höhn (Grüne) für eine Schutzimpfung von Geflügel gegen die Vogelgrippe ausgesprochen hatte, bekräftigte nun auch Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Montag in Düsseldorf diese Forderung. Derzeit werde eine solche Impfung bei 3000 Tieren aus zwei ostwestfälischen Beständen getestet. "Die Ergebnisse des Tests sind ermutigend", so Uhlenberg. Schon jetzt zeige sich, dass bei geimpftem Geflügel die Vogelgrippe deutlich seltener ausbreche als bei ungeimpften Tieren. Die Tests wurden in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für Tiergesundheit auf der Ostsee-Insel Riems durchgeführt. Zu einer abschließenden Bewertung sei es zwar zu früh, da der Versuch noch ein Jahr laufe, die Tiere immer wieder in den Stall zu sperren, könne jedoch keine dauerhafte Lösung sein. Gleichzeitig warnte Uhlenberg vor Panikmache. Das H5N1-Virus sei bisher in keinem Fall in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen worden. "Dennoch kann uns die Vogelgrippe auch hier ereilen." Im Nürnberger Stadtgebiet waren bis zum Sonntag insgesamt 14 verendete Vögel entdeckt worden. Bei sechs von ihnen konnte das H5N1- Virus nachgewiesen werden.
MUNLV-NRW


25.06.2007

Höhn fordert Schutzimpfung für Geflügel

Die Grünen haben anlässlich der aktuell in Nürnberg festgestellten Fälle der Geflügelpest bei Wildvögeln vom hoch pathogenen Typ H5N1 eine prophylaktische Impfung für Geflügel gefordert. "Die neuen Vogelgrippe-Fälle rufen in Erinnerung, dass das Virus noch lange eine Bedrohung bleiben wird", erklärte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag, Bärbel Höhn, in Berlin. Entweder man gehe zur Impfung der Tiere über oder die Stallpflicht werde zum Dauerphänomen. Sie forderte die Bundesregierung auf, endlich den Weg frei zu machen für Impfungen, wie sie in Frankreich und den Niederlanden längst möglich wären. Es müsse jetzt schnell geklärt werden, woher das Virus stammt und wie es außerhalb der Vogelflug-Zeiten übertragen werden konnte.
Die Grünen
AP


Erstmals Geflügelpest vom Typ H5N1 in Togo

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 wurde nach Medienberichten erstmals bei Geflügel in Togo nachgewiesen. Togo liegt in direkter Nachbarschaft zu Ghana, wo das Virus in diesem Jahr ebenfalls erstmals nachgewiesen wurde. Zudem liegt es in der Nähe zu Nigeria, wo sich das Virus seit dem letzten Jahr weit verbreitet hatte. Die betroffene Farm in Togo liegt 45 Kilometer östlich der Hauptstadt Lome. Dort waren rund 2.000 Stück Geflügel verendet.
Alertnet


Geflügelpest in Nürnberg

In Nürnberg ist die Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hatte am Sonntag bestätigt, dass bei insgesamt sechs tot aufgefundenen Wildvögeln das hochpathogene Virus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden ist. Betroffen sind fünf Höckerschwäne und eine Kanadagans. Prof. Dr. Thomas C. Mettenleiter, Präsident des FLI, erklärte, dass die jetzt nachgewiesenen Fälle nicht unbedingt überraschend gekommen sind. Bereits die Fälle, die in der vergangenen Woche in einem Putenbestand in der Tschechischen Republik nachgewiesen wurden, deuteten auf eine erhöhte Virusaktivität hin. Warum das Virus jetzt im Sommer aktiv ist, lasse sich allerdings nicht eindeutig klären. Bei den jetzt untersuchten Tieren wurden ähnliche Virusmengen gefunden wie bei den Schwänen, die im letzten Jahr auf Rügen gefunden wurden. Die Stadt Nürnberg hat unterdessen bereits am Sonnabend Sperr- und Beobachtungsbezirk eingerichtet. Im gesamten Stadtgebiet von Nürnberg gilt jetzt ein Stallhaltungsgebot für Geflügel. Im Sperrgebiet dürfen Hunde und Katzen nicht frei herumlaufen.
Stadt Nürnberg
FLI


22.06.2007

Resistenzen bei Influenzaviren können auch zufällig entstehen

Ein internationales Wissenschaftlerteam ist der Frage nachgegangen, warum Influenzaviren gegen bestimmte Medikamente resistent werden. Sie nahmen dazu einen humanen Erreger vom Typ H3N2 als Beispiel. Zunächst waren nur zwei Prozent der gefundenen Stämme gegen Adamantane resistent. Adamantane werden heute nicht mehr gegen die Influenza eingesetzt, sind aber in einigen Pandemieplänen noch als Reservemedikamente enthalten. Innerhalb weniger Jahre konnten aber Resistenzen von bis zu 90 Prozent beobachtet werden. Als erste Vermutung liegt nah, dass nur die Erreger überlebten, die gegen die Medikamente resistent waren. Da die Medikamente aber in unterschiedlichen Ländern verschieden häufig eingesetzt wurden und sich keine Unterschiede bei den Resistenzen feststellen liessen, gehen die Wissenschaftler jetzt davon aus, dass auch andere Mechansismen als der Selektionsdruck durch die Medikamente zu Resistenzen von Influenzaviren führen können. Sie gehen davon aus, dass es sich um eine zufällige Begeiterscheinung einer anderen Mutation handelt, die den Viren einen Überelebensvorteil sichert, wie sie in der Zeitschrift Molecular Biology and Evolution berichten.
Molecular Biology and Evolution


Geflügelpest in Tschechien bestätigt

In der Tschechischen Republik ist ein Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 offiziell bestätigt worden, wie die EU-Kommission mitteilt. Betroffen ist demnach ein Betrieb, der rund 6.000 Puten hält und in der zentralen Region Pardubicky liegt. Nachdem dort rund 1.800 Tiere verendet waren, wurde nach Untersuchungen die Diagnose bestätigt. Die Behörden richten jetzt Schutz- und Überwachungszone mit einem Radius von drei bzw. zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb ein.
Eu-Kommission


18.06.2007

100. Geflügelpestfall in Indonesien

In Indonesien wurde jetzt der 100. Fall der Aviären Influenza vom Typ H5N1 beim Menschen bestätigt, wie die Weltgesundheitsorganissation (WHO) mitteilt. Von den 100 Fällen endeten 80 tödlich. Bei dem jüngsten Fall war eine 26-jährige Frau betroffen, die am 12. Juni verstarb. Der erste Fall in Indonesien wurde im Jahr 2005 nachgewiesen. In dem Jahr wurden insgesamt 20 Erkrankungen beim Menschen nachgewiesen. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl auf 55 Fälle. Im Jahr 2007 wurden bislang 25 Fälle der Aviären Influenza vom Typ H5N1 beim Menschen in Indonesien nachgewiesen.
WHO


12.06.2007

Erneut Geflügelpest in Großbritannien

Nachdem im Mai diesen Jahres in Wales die Geflügelpest mit dem schwach pathogenen Erreger vom Typ H7N2 nachgewiesen wurde, ist Ende vergangener Woche erneut ein Fall beim Geflügel nachgewiesen worden. Diesmal wurde das Virus im Nordwesten Englands nachgewiesen, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Die Tests wurde im Rahmen eines intensivierten Überwachungsprogramms nach dem Fall in Wales durchgeführt. Um den betroffenen Betrieb wurde eine Sperrzone eingerichtet. Zudem werden alle Tiere des Hofes getötet.
DEFRA


11.06.2007

35. Geflügelpestfall beim Menschen in Ägypten

Ägypten hat den mittlerweile 35. Fall einer Infektion eines Menschen mit einem Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 gemeldet. Betroffen ist ein 10-jähriges Mädchen, das am vergangenen Donnerstag mit hohem Fieber und Symptomen einer Atemwegserkrankung in ein Krankhaus eingeliefert worden war und schließlich am Samstag dort verstarb. Ägypten ist das Land außerhalb Asien, in dem die meisten Fälle der Erkrankung beim Menschen nachgewiesen wurden. Bei den meisten der erkrankten Personen konnte Kontakt zu erkranktem oder gestorbenem Geflügel nachgewiesen werden.
Promedmail


08.06.2007

Änderungen des H5N1-Virus ermöglichen einfachere Infektion des Menschen

Mitglieder des Indonesia National Committee for Avian Influenza Control and Pandemic Influenza Preparedness - KOMNAS FBPI - haben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass sie bei dem in Indonesien grassierenden Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 graduelle Änderungen festgestellt haben. Diese können zu einer einfacheren Infektion des Menschen führen. Angaben, welcher Art diese Änderungen sind, machten die Wissenschaftler allerdings nicht. Wissenschaftliche Veröffentlichungen über die Veränderungen liegen bisher ebenfalls noch nicht vor. Momentan ist eine hohe Menge an Virus erforderlich, damit es beim Menschen zu einer Infektion kommt. Dies liegt u. a. daran, dass menschliche und aviäre Zellen unterschiedliche Rezeptoren besitzen, an die das Virus binden muss, um in die Zellen zu gelangen. Indonesien ist das am stärksten von der Geflügelpest vom Typ H5N1 beim Menschen betroffene Land. Von den 310 Fällen, die die WHO bisher auflistete, wurden allein 99 in Indonesien nachgewiesen.
Alertnet
WHO


07.06.2007

Geflügelpest nach über einem Jahr in Malaysia zurück

In Malaysia ist nach Medienberichten die Geflügelpest vom Typ H5N1 nach über einem Jahr wieder beim Geflügel aufgetreten. Nach Behördenangaben wurde das Vorhandensein des Erregers durch zwei Labore bestätigt. Insgesamt werden in dem betroffenen Gebiet nun rund 2.000 Stück Geflügel getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Zudem werden in einem Umkreis von 10 Kilometern um die betroffenen Dörfer in den nächsten drei Monaten Überwachungsmaßnahmen durchgeführt. Betroffen sind so genannte Hinterhofhaltungen. Im Februar und März 2006 waren insgesamt vier Ausbrüche der Erkrankung beim Geflügel aus Malaysia gemeldet worden.
Promedmail


06.06.2007

Immun gegen Geflügelpest - Gentechnik macht's möglich

Mit Hilfe von Gentechnik wollen australische Wissenschafter Geflügel gegen die Geflügelpest immunisieren. Durch die Inaktivierung von Genen, dem so genannten "gene silencing", soll das körpereigene Abwehrsystem der Tiere aufgerüstet werden, wie der LID unter Berufung auf Informationen des österreichischen Agrarpressedienstes AIZ berichtet. Das molekularbiologische Verfahren, die so genannte RNA-Interferenz, soll den Abwehrmechanismus von Geflügel gegen das aviäre Influenza-Virus stärken. Parallel dazu untersuchen die Wissenschaftler aber auch Verfahren für eine therapeutische Immunisierung von Geflügel mittels Aerosolen oder über das Trinkwasser.
LID


05.06.2007

Höheres Infektionsrisiko für Tierärzte durch Aviäre Influenza-Viren

Für Tierärzte, die mit Vögeln arbeiten, ist das Risiko höher, sich mit Viren der Aviären Influenza (AI) zu infizieren. Dies geht aus einer Studie hervor, die am University of Iowa College of Public Health (USA) durchgeführt wurde und im Juli im Journal Clinical Infectious Diseases veröffentlicht wird. Die Wissenschaftler sammelten Blutproben von Tierärzten aus den USA, die alle Kontakt mit Hühnern, Enten, Gänsen, Puten und Wachteln hatten. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe hatten die Tierärzte, die mit Vögeln arbeiteten, deutliche höhere Antikörperlevel gegenüber Virusstämmen der Aviären Influenza der Typen H5, H6 und H7. Dies deutet auf frühere Infektionen mit den Viren hin. Die Wissenschaftler schliessen daraus, dass Tierärzte und andere Personen, die häufig Kontakt mit infizierten Vögeln haben, zu den ersten gehören, die sich mit einem Pandemievirus infizieren können. Deshalb ist hier auch die Gefahr groß, dass sie die Viren innerhalb ihrer Familien und anderer Kontaktgruppen weiterverbreiten. Deshalb sollten Tierärzte zu den Ersten gehören, die Zugang zu Impfstoffen gegen Pandemie-Viren und antiviralen Medikamenten bekommen.
University of Iowa College of Public Health


04.06.2007

Geflügelpest greift in Vietnam weiter um sich

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 breitet sich in Vietnam immer weiter aus. Medienberichten vom 31. Mai 2007 zufolge ist die Geflügelpest jetzt auch in der Provinz Quang Nam in Zentralvietnam aufgetreten. Zuvor wurde ein Ausbruch aus dem Mekong Delta in der Stadt Can Tho gemeldet. Damit sind jetzt bereits 16 vietnamesische Provinzen betroffen. Landesweit wurden allein im Monat Mai mehr als 50.000 Stück Geflügel wegen der Geflügelpest getötet oder sind verendet. Außerdem ist erstmals wieder nach eineinhalb Jahren in Vietnam ein Mensch der Infektion mit dem H5N1-Virus zum Opfer gefallen. Der 30-jährige Mann, der in einem Schlachtbetrieb arbeitete, war Ende Mai in der Provinz Vinh Phuc in der Nähe von Hanoi gestorben. Seit 2003 sind damit allein in Vietnam 43 Personen dem Virus zum Opfer gefallen. Weltweit sind bereits 187 Menschen in zwölf Ländern an der Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben.
ISID


30.05.2007

Antikörper gegen Geflügelpest-Epidemie

Die Länder treffen weltweit Vorkehrungen, um sich gegen eine mögliche Influenza-Epidemie beim Menschen zu wappnen. Zu einem der möglichen Kandidaten, der als Erreger in Frage kommt, gehört das Virus der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1. Neben den eingelagerten antiviralen Medikamenten und Impfstoffen könnten Antikörper eine weitere Option bei der Behandlung werden. Wissenschaftlern aus der Schweiz, den USA und Vietnam ist es nach eigenen Angaben gelungen, Antikörper von Personen zu isolieren, die eine Infektion mit dem H5N1-Erreger überlebt haben. Im Versuch mit Mäusen hätten diese bereits ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Die Wissenschaftler hoffen, die Antikörper bald in großem Stil herstellen zu können und mit Testreihen an Menschen beginnen zu können.
pte


25.05.2007

Geflügelpest in Wales

In Wales (Großbritannien) ist ein Fall der Aviären Influenza beim Geflügel festgestellt worden. Es handelt sich dabei um einen Erreger vom Typ H7N2, der schwach pathogen und nicht mit dem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N1 identisch ist. Die betroffene Farm wurde abgesperrt und um den Betrieb wurde eine Sperrzone mit einen Radius von einem Kilometer errichtet, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilte. Die 30 verbliebenen Vögel des Betriebs wurden gestern getötet.
DEFRA


22.05.2007

Schleswig-Holstein lockert Stallpflicht für Geflügel

Schleswig-Holstein hat die Stallpflicht für Geflügel weiter gelockert, wie das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mitteilt. Damit fallen jetzt nur noch zwei Prozent statt bisher 20 Prozent der Landesfläche unter die Stallhaltungspflicht. Die Stallhaltung ist weiterhin notwendig an den Küstensäumen von Nord- und Ostsee, den Ufersäumen der großen Inseln, in ausgewiesenen Naturschutzzonen sowie in Gebieten im Binnenland, in denen im Jahr 2006 die Aviäre Influenza (AI) vom Typ H5N1 gehäuft festgestellt wurde. Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher (CDU) begründete die Lockerung der Stallhaltungspflicht mit der aktuellen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems. In diesem war die allgemeine Gefährdungslage von hoch auf mäßig heruntergestuft worden.
Schleswig-Holstein


16.05.2007

Warnung vor gefälschtem Tamiflu aus dem Internet

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bekannt gegeben, dass in zwei Fällen Fälschungen des Medikaments Tamiflu, das zur Behandlung der Influenza eingesetzt wird, aufgedeckt wurden. In beiden Fällen wurden die Produkte in Südkorea sichergestellt. In einem Fall war es über das Internet bezogen worden. Ein Produkt enthielt überhaupt keinen Wirkstoff, während das andere Produkt statt des eigentlichen Wirkstoffs Oseltamivir den Wirkstoff Metronidazol enthielt. Das BfArM nimmt diese Fälle zum Anlass, davor zu warnen, Arzneimittel aus unsicheren Quellen über das Internet zu bestellen. Prof. Dr. Reinhard Kurth, Leiter des BfArM: "Für den Patienten sind die geschickten Fälschungen in der Regel nicht zu erkennen. Die Einnahme von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ohne die vorherige Konsultation eines Arztes kann zudem wegen der fehlenden ärztlichen Kontrolle mit hohen Risiken für die Gesundheit verbunden sein."
BfArM


07.05.2007

Wieder Geflügelpest in Vietnam

In Zentralvietnam ist erneut die Geflügelpest ausgebrochen. Auf einem Bauernhof in der Provinz Nghe An verendeten fast 200 Enten, wie der Direktor der Behörde für Tiergesundheit, Nguyen Xuan Yem, am Sonntag mitteilte. Untersuchungen bestätigten den Verdacht einer H5N1-Infektion. Daher seien die übrigen 400 Enten des Bauernhofs getötet und der Hof gesperrt worden. Erst im April war in Vietnam wieder ein Ausbruch der Geflügelpest vom gleichen Virustyp gemeldet worden. Davor war die Krankheit ein Jahr lang nicht aufgetreten.
AP


04.05.2007

Peramivir als Option bei H5N1-Pandemie

Der Wirkstoff Peramivir könnte eine weitere Option beim Auftreten einer Pandemie mit dem Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 sein. Wissenschaftler des St. Jude Childrens Research Hospital in Memphis (Tennesse, USA) haben den Wirkstoff an Mäusen getestet, die sie mit einem vietnamesichen Stamm des H5N1-Erregers infiziert hatten. Peramivir ist wie Oseltamivir (Tamiflu) ein Neuraminidase-Hemmer. Bei Mäusen, die über acht Tage mit dem Wirkstoff behandelt wurden, konnten sie eine Überlebensrate von 100 Prozent beobachten. Dazu wurde auch die Vermehrung des Erregers in der Lunge, im Gehirn und der Milz verhindert. Die Wissenschaftler sehen den Schlüssel für die gute Wirksamkeit in der möglichst frühen Behandlung. So sollte diese innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Infektion erfolgen. Zudem sollte die Behandlung über acht Tage durchgeführt werden. Diese Ergebisse geben Anlaß zu der Hoffnung, dass Peramivir auch beim Menschen ähnlich gute Erfolge erzielt.
St. Jude Childrens Research Hospital


03.05.2007

Erstmals H5N1 beim Geflügel in Ghana

In Ghana wurde erstmals eine Infektion von Geflügel mit dem Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen, wie Alertnet unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Der Erreger wurde auf einer Hühnerfarm nachgewiesen, die 20 Kilometer östlich der Hauptstadt Accra liegt. Dort waren in den letzten drei bis vier Tagen jeweils rund 100 Stück Geflügel pro Tag gestorben. Die rund 1.600 Tiere des Betriebes werden getötet. Neben Ghana wurde die Erkrankung in Afrika südlich der Sahara auch bei den direkten Nachbarn Elfenbeinküste und Burkina Faso nachgewiesen. Ebenso sind Nigeria, Niger und Kamerun betroffen.
Promedmail


16.04.2007

Stallpflicht in Mecklenburg-Vorpommern weitestgehend aufgehoben

Seit Sonntag, den 15.April darf Nutzgeflügel auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder nahezu überall ins Freie. Das teilte das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz am Donnerstag mit. Ausschlaggebend für die Entscheidung war die Tatsache, dass seit mehr als einem Jahr keine weiteren Fälle des Geflügelpestvirus H5N1 mehr nachgewiesen worden sind. Trotz umfangreicher Überwachungsuntersuchungen bei Wildvögeln und Hausgeflügel sind keine Hinweise auf die Gegenwart des Virus in der Region aufgetreten, so Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD). Der letzte Nachweis in Deutschland wurde am 3. August 2006 bei einem Schwan im Dresdner Zoo geführt. Jedoch müsse das für ausgewiesene Risikogebiete bestehende Aufstallungsgebot auch in den Sommermonaten eingehalten werden, so das Ministerium. Dabei handele es sich um Küsten- und Binnengewässerbereiche, in denen erfahrungsgemäß hohe Konzentrationen von Wildvögeln vorkommen. Backhaus appellierte gleichzeitig an alle Geflügelhalter, mit Umsicht und Verantwortung die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. "Obgleich es in Deutschland derzeit eine entspannte Seuchenlage im Hinblick auf Geflügelpest gibt, kann daraus nicht absolut geschlussfolgert werden, dass es kein Risiko der Einschleppung des Geflügelpestvirus in Nutzgeflügelbestände mehr gibt", betonte Minister Dr. Backhaus. Ich muss die Halter von Geflügel, die die Tiere nicht ausschließlich in Ställen halten, deshalb auf ihre hohe Verantwortung bei der Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen hinweisen. Hierzu gehört insbesondere, dass unklare Krankheits- bzw. Todesfälle von Geflügel durch eine schnellstmögliche Untersuchung auf Geflügelpest abgeklärt werden müssen, Wildvögel keinen Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen haben und Tiere nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Zugvögel Zugang haben. Bei Verdachtsfällen ist in jedem Fall das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu informieren."
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V


04.04.2007

H5N2 in den USA

In den USA ist ein schwach patogener Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N2 nachgewiesen worden, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Betroffen ist ein Betrieb mit mehr als 25.000 Stück Geflügel im Bundesstaat West Virginia. Die Tiere werden getötet. Die Tiere zeigten keine Krankheitszeichen. Die Infektion wurde im Rahmen von Routineuntersuchungen diagnostiziert, die vor der Schlachtung durchgeführt wurden.
OIE


02.04.2007

Geflügelpest in Kuwait weiter auf dem Vormarsch

In Kuwait wurden fünf weitere Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 beim Geflügel festgestellt. Damit wurden jetzt insgesamt 101 Fälle der Erkrankung festgestellt, die auf insgesamt vier Betrieben auftraten, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern, wurden mittlerweile rund 1,5 Millionen Stück Geflügel getötet. Nach Angaben des Ministeriums wurde bisher keine Infektion bei Menschen nachgewiesen, nachdem rund 500 Personen, die Kontakt zu den erkrankten Tieren hatten, untersucht worden sind.
Promedmail


Baden-Württemberg: Lockerung der Stallpflicht für Geflügel

Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum (MLR) Baden-Württemberg weist daraufhin, dass ab heute das Freilandhaltungsverbot für Nutzgeflügel in so genannten Risikogebieten wieder gelockert werden kann. In Baden-Württemberg ist seit fast einem Jahr kein Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 festgestellt worden. Zudem hat der Vogelrückzug in diesem Jahr frühzeitig eingesetzt. Deshalb werden die Risikogebiete von bisher 1.000 auf 500 Meter Abstand zu den entsprechenden Gewässern reduziert. In der Schweiz war die Stallhaltungspflicht grundsätzlich aufgehoben worden. In Abstimmung mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems wird dies in Baden-Württemberg nicht erfolgen. Minister Peter Hauck wies zudem daraufhin, dass die Geflügelhalter weiterhin aufgefordert sind, die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Auch wird das intensive Monitoring weitergeführt. Im Jahr 2006 wurden in Baden-Württemberg mehr als 7.200 Wildvögel auf das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 untersucht. Dabei wurde das Virus in 19 Fällen nachgewiesen. Bei den mehr als 5.800 untersuchten Stück Nutzgeflügel konnte das Virus nicht nachgewiesen werden. Der letzte Fall bei Wildvögeln wurde am 19. April 2006 diagnostiziert.
MLR Baden-Württemberg


29.03.2007

Weiteres Todesopfer durch H5N1 in China

In China ist ein weiterer Mensch an der Vogelgrippe gestorben. Wie das Gesundheitsministerium bekannt gab, ist am Dienstag ein 16-jähriger Schüler aus der westchinesischen Provinz Anhui an dem H5N1-Virus gestorben. Laut Angaben der staatlichen Medien sei die Infektionsquelle jedoch bislang unklar. Alle Personen, die engen Kontakt zu dem Jungen gehabt hätten, seien vorsorglich unter medizinische Beobachtung gestellt worden, wiesen aber keine Symptome auf. Die Zahl der seit 2003 offiziell bestätigten Todesfälle durch das H5N1-Virus ist in China damit auf 15 angestiegen. Seit 2003 sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit nachweislich 169 Personen in zwölf Ländern Asiens und Afrikas an dem Erreger gestorben.
dpa


28.03.2007

Schweiz hebt Freilandhaltungsverbot für Geflügel auf

Die Schweiz hat gestern das Freilandhaltungsverbot für Geflügel, das als Schutzmaßnahme vor der Geflügelpest vom Typ H5N1 erlassen worden ist, aufgehoben. In diesem Winter galt das Verbot nur um größere Gewässer und war ursprünglich bis Ende April gültig. Als Grund für die vorzeitige Aufhebung des Verbots nennt das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) den milden Winter, der dazu geführt habe, dass viele Zugvögel, die in der Schweiz überwintert haben, bereits Richtung Norden weitergezogen sind. Zudem weist das BVET auf die entspannte Geflügelpestsituation in Europa hin. Über den Erlass eines Freilandhaltungsverbots im kommenden Winter wird auf Basis der Geflügelpestsituation und des Wissensstandes im Frühherbst entschieden.
BVET


26.03.2007

Kein Grund für Impfung gegen Geflügelpest in Europa

In Europa besteht nach Auffassung des obersten Veterinärs der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) kein Grund, Geflügel gegen die Geflügelpest vom Typ H5N1 zu impfen. Joseph Domenech widersprach damit der immer wieder geforderten Einführung einer Routine-Impfung gegen das Virus, um das Risiko der Ausbreitung der Erkrankung zu minimieren. Die Impfung sei kostenintensiv und zudem logistisch aufwendig. Europa habe es außerdem gelernt, schnell und effektiv auf die Ausbrüche der Erkrankung zu reagieren. Die Impfung ist zwar ein wirksames Werkzeug zur Kontrolle der Erkrankung, muss aber nach Ansicht Domenechs dort eingesetzt werden, wo ein hohes Risiko der Ausbreitung und der Übertragung auf den Menschen besteht. Sind in einem Land keine oder nur wenige Ausbrüche vorhanden, besteht keine Indikation für eine Impfung.
Alertnet


23.03.2007

Erstmals Geflügelpest vom Typ H5N1 in Saudi-Arabien

Die Behörden Saudi-Arabiens haben einen ersten Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 bekannt gegeben. Der betroffene Betrieb liegt im Osten des Landes. Dort sollen Pfauen, Straußen, Papageien und Puten von der Erkrankung betroffen sein. Zur Anzahl der betroffenen Tiere liegen bislang keine Angaben vor. Aus Kuwait - dem östlichen Nachbarn Saudi-Arabiens - wurden in der letzten Zeit wiederholt Fälle der Erkrankung gemeldet. Die meisten davon wurden im östlichen Teil des Landes in der Nähe zur Grenze zu Saudi-Arabien nachgewiesen.
Promedmail
Saudi Press Agency


H5N1 erstmals in Bangladesch

Nach Medienberichten haben die Behörden von Bangladesch den landesweit ersten Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 beim Geflügel bestätigt. Betroffen ist ein Betrieb in der Nähe der Hauptstadt Dhaka. Der betroffene Betrieb gehört der nationalen Fluglinie Biman Bangladesh Airlines. Dort wurden in den letzten Tagen rund 30.000 Stück Geflügel getötet. Firmenvertreter dementierten jedoch, dass die Tötungen im Zusammenhang mit einem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 stünden. Das Informationsministerium hatte jedoch bekannt gegeben, dass zwei staatliche Labore das Virus nachgewiesen haben. Nach Angaben des Verbandes der Geflügelindustrie in Bangladesh, erzeugen rund 125.000 Firmen jährlich 250 Millionen Hähnchen sowie sechs Milliarden Eier. Damit wäre Bangladesh das 61. Mitgliedsland des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE), in dem das Virus seit Ende 2003 festgestellt wurde.


21.03.2007

Tragbares Labor soll Geflügelpest-Diagnostik revolutionieren

Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) stellten für ein Forschungsprojekt 500.000 US-Dollar zur Verfügung, mit dem die Diagnostik der Geflügelpest deutlich verbessert werden soll. Ziel ist es, eine tragbare und möglichst kleine Diagnostikeinheit zu entwickeln. Das Gerät soll ca. 1.000 US-Dollar kosten und nicht größer als ein kleiner tragbarer Fernseher werden. Damit könnten dann sogar die Landwirte selbst die Tests durchführen. Die Ergebnisse könnten dann direkt an eine Zentrale übermittelt werden. So könnten sofort die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden. Das Gerät soll in ca. zwei Jahren einsatzfähig sein.
FAO


16.03.2007

Zahl der Geflügelpest-Fälle in Ägypten steigt auf 25

In Ägypten wurden mit einem jüngst bestätigten Fall bereits 25 Fälle von Infektionen mit dem Virus der Aviären influenza (AI) vom Typ H5N1 beim Menschen festgestellt. Bei dem letzten Fall handelt es sich um ein 10-jähriges Mädchen, das rund 450 Kilometer südlich von Kairo lebt. Das Mädchen wurde am Dienstag mit grippeähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus eingeliefert. Sie wird momentan mit antiviralen Medikamenten behandelt und befindet sich in einem stabilen Zustand. Die Familie des Mädchens steht zudem unter Beobachtung.
Alertnet


15.03.2007

Geflügelpest-Gefährdungspotential weiterhin hoch

In Deutschland ist zwar seit über einem halben Jahr kein Fall der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 aufgetreten. Trotzdem schätzt das niedersächsische Landwirtschaftsministerium das Gefährdungspotential weiterhin als hoch ein. Das Ministerium verweist auf die Ausbrüche in China, Indonesien, Japan, Korea, Pakistan, Thailand, Vietnam, Ägypten und Nigeria sowie die Ausbrüche in Europa in Russland, Ungarn und Großbritannien, die alle in diesem Jahr aufgetreten sind. Deshalb wurde in Deutschland das Aufstallungsgebot für Geflügel bis zum 31. Oktober 2007 verlängert. In Niedersachsen werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt, mit denen die Einhaltung der Vorschriften überprüft wird. Seit Oktober 2006 wurden 2.730 Kontrollen zür Überprüfung der Einhaltung der Geflügelpest-Verordnung durchgeführt. Dabei kam es in 44 Fällen zu Beanstandungen. Dies bestätigt nach Ansicht des Ministeriums das hohe Verantwortungsbewusstsein der Geflügelhalter. In den Regionen mit besonders hoher Tierdichte wie Emsland, Vechta, Cloppenburg, die Grafschaft Bentheim und Osnabrück, wo rund 75 Prozent der 83 Millionen niedersächsischen Tiere gehalten werden, wurden gar keine Beanstandungen festgestellt.
Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft u. Verbraucherschutz


13.03.2007

Ungarn wieder frei von Geflügelpest

Ungarn hat es geschafft, die Geflügelpest zu tilgen. Das Land sei wieder frei von dem Virus, wie der Chefveterinär des Landes Miklos Süth versichert. Der Ausbruch sei auf den Fund in einem Gänsemastbetrieb mit 3.300 Tieren beschränkt geblieben, erklärte Süth am Montag. Wie der Ernährungsdienst unter Berufung auf das Budapest Business Journal berichtet, sind in den kommenden Wochen landesweite Inspektionen im Lebensmitteleinzelhandel, Fleischverarbeitungsunternehmen und Geflügelmastbetrieben geplant.
Ernährungsdienst


Schutzzonen in Großbritannien nach Geflügelpest aufgehoben

Nachdem im Februar ein Ausbruch der Aviären Influenza (AI) von Typ H5N1 in einem Geflügelbetrieb in Großbritannien nachgewiesen worden war, sind die Zonen, die zur Überwachung eingerichtet worden waren, gestern aufgehoben worden. Wie das Britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilte, wurde der Sperrbezirk mit einem Radius von 3 Kilometern um den Seuchenherd bereits am 1. März 2007 aufgehoben. Nachdem keine neuen Fälle aufgetreten sind, folgen jetzt das Beobachtungsgebiet mit einem Radius von 10 Kilometern sowie eine so genannte "Restricted Zone". Der Ausbruch in Großbritannien hatte rund 160.000 Puten das Leben gekostet. Wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) berichtet, ist die Infektionsquelle bislang jedoch weiterhin unklar.
DEFRA
OIE


09.03.2007

Indonesien: Untersuchungen sollen Aufschluß über Rolle von Katzen bei der Geflügelpest spielen

Im April sollen in Indonesien verstärkt Proben von streunenden Katzen genommen werden, um Aufschluß über die Rolle der Katzen bei der Verbreitung des Geflügelpesterregers vom Typ H5N1 zu gewinnen. Andrew Jeremijenko von der Naval American Medical Research Unit in Indonesien berichtet, dass Katzen tote Vögel fressen würden und sich so mit dem Erreger infizieren könnten. Evtl. spielten Katzen eine Rolle bei der Verbreitung des Virus, die bisher nicht verstanden wurde. In den nächsten drei Monaten werden jetzt Blutproben von Katzen genommen und auf das H5N1-Virus untersucht werden. Die Untersuchungen stehen unter Leitung von Wissenschaftlern der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Peter Roeder von der FAO sieht momentan keinen Anhaltspunkte, dass Katzen auf besondere Weise an der Verbreitung des Geflügelpestvirus beteiligt sind. Sollten sich an Hand der Studie jedoch Anhaltspunkte dafür finden, will die FAO die Untersuchung auf weitere Länder ausdehnen.
Promedmail
FAO


08.03.2007

China plant Massenimpfung gegen Geflügelpest

Die chinesische Regierung hat sich entschlossen, alle Geflügelbestände des Landes vorbeugend gegen die Geflügelpest zu impfen. Mit der Massenimpfung soll am 15. März begonnen werden und Ende April abgeschlossen sein, meldet der "Ernährungsdienst" unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die ordnungsgemäße Dokumentation der Impfungen soll durch die örtlichen Behörden überwacht werden. Zusätzlich sollen Wildvögel künftig verstärkt beobachtet werden. Im vergangenen Jahr meldete die chinesische Regierung zehn Fälle der Geflügelpest, wobei rund 47.000 Stück Geflügel starben. Daraufhin wurden drei Millionen Tiere gekeult, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. Vor wenigen Tagen hatten US-amerikanische Forscher im Fachjournal PNAS ihre Vermutung geäußert, dass das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 seinen Ursprung in China und sich von dort fast über die ganze Welt verbreitet hat.
Ernährungsdienst


07.03.2007

H5N1 stammt aus China

Wissenschaftler der University of California (Irvine, USA) haben mittels genetischer und geographischer Daten die Entwicklung des Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 rekonstruiert. Demnach stammt ein Großteil der Stämme aus der chinesischen Provinz Guangdong. Die Wissenschaftler hatten die Daten von 192 Stämmen untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass ein Teil der Stämme größtenteils nicht in der Lage war, sich weiter zu verbreiten. Parallel erfolgte aber eine zweite Entwicklung. Das Virus infizierte in einer Region verschiedene Wirte und suchte sich faktisch den besten Wirt, um sich weiterzubverbreiten. Diese Anpassungsfähigkeit bedingte, dass sich das Virus dann relativ schnell in weitere Gebiete ausbreiten konnte. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass das Wissen über die Herkunft des Virus genutzt werden kann, um bei der Bekämpfung der Ausbreitung zu helfen.
University of California, Irvine


05.03.2007

1. Geflügelpestfall beim Menschen in Laos

In Laos ist der erste Fall einer Infektion eines Menschen mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 offiziell bestätigt worden, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berichtet. Betroffen war ein 15-jähriges Mädchen aus Vientiane. Dort wurde sie auch in ein Krankenhaus eingeliefert. Anschließend wurde sie in ein Krankenhaus in Thailand verlegt. Die Patientin befindet sich in stabiler Verfassung. Am nationalen Gesundheitsinstitut Thailands wurden auch die Proben positiv auf den Erreger untersucht. Laos stellt die Proben jetzt auch der WHO zur Verfügung.
WHO


26.02.2007

Geflügelpest in Kuwait

In Kuwait ist bei 20 Falken, Hühnern und Truthähnen das Geflügelpestvirus entdeckt worden. Die betroffenen Tiere stammten aus einem Zoo, von Bauernhöfen und einer Tierklinik, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollen Zoos und Geflügelmärkte vorläufig geschlossen sowie der Im- und Export von Vögeln gestoppt werden. Außerdem wurden von allen Personen, die Kontakt mit dem infizierten Geflügel hatten, Blutproben genommen. Ergebnisse legen jedoch noch nicht vor. Der letzte Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 war in Kuwait im November 2005 bei einem Flamingo entdeckt worden.
promedmail
AP


20.02.2007

Schweiz rechnet im Frühjahr mit Geflügelpestfällen

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) der Schweiz rechnet auch für das Jahr 2007 mit neuen Geflügelpestfällen. Denn auch im letzten Winter habe es in der Schweiz erst lange Zeit keine Fälle von Geflügelpest gegeben, sagte BVET-Sprecher Marcel Falk gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, wie LID berichtet. Die 32 infizierten Vögel wurden im Vorjahr dann aber alle zwischen Ende Februar und Ende März gefunden. Außerdem sei das anhaltend milde Wetter in diesem Winter auch dafür verantwortlich, dass noch keine Geflügelpestfälle aufgetreten seien, erklärte Falk. Einerseits habe das dazu geführt, dass eher weniger Zugvögel in die Schweiz gekommen seien. Andererseits verbreite sich das Virus generell weniger schnell, wenn es wärmer sei. Wenn dieses etwa mit dem Kot ausgeschieden werde, überlebe es bei kalten Temperaturen länger als bei mildem Wetter. Da aber nach wie vor ein Risiko bestehe, werde auch die Ende September vom Bundesrat verordnete Stallpflicht weiter gelten. Im Gegensatz zu den Vorjahren sei die Stallpflicht diesmal jedoch eingeschränkt. Es seien im Mittelland lediglich Betriebe im Umkreis von einem Kilometer um die größeren Seen und Flüsse von dem Freilandhaltungsverbot betroffen.
LID
BVET


Geflügelpest zurück in Laos

In Laos ist nach Monaten erneut die Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen worden, wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt. Betroffen sind zwei Betriebe in der Nähe der Hauptstadt Vientiane. Bei dem einen Betrieb handelte es sich um eine kommerziell betriebene Entenfarm mit rund 1.000 Tieren. Bei dem anderen Betrieb handelt es sich um eine kleine Hinterhofhaltung mit 54 Hühnern, Enten, Gänsen und Tauben. Die Erkrankung war in Laos zuletzt im Juli 2006 aufgetreten.
OIE


19.02.2007

Geflügelpest im Raum Moskau

Als Reaktion auf die ersten bestätigten Geflügelpestfälle vom Typ H5N1 am vergangenen Samstag im Raum Moskau sind von den russischen Behörden strenge Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden. So seien die zwei betroffenen Betriebe in Domodedowo und in Swenigorod auf dem Hauptgeflügelmarkt in Moskau gekauft worden. Zwei weitere Farmen im Süden und Norden der Hauptstadt stehen unter Verdacht. Die betroffenen Farmen seien inzwischen desinfiziert und alle Tiere dort gekeult worden. Die Lage sei unter Kontrolle, erklärte der leitende Veterinärmediziner der Landwirtschaftsagentur Rosselchosnadsor, Nikolai Wlasow. Ein Teil des Geflügelmarktes, auf dem ein Großteil der infizierten Tiere verkauft worden waren, sei ebenfalls geschlossen worden. Bislang seien aber keine Erkrankungsfälle bei Menschen aufgetreten. Außerdem würden die Zuchtbetriebe in der Region ein Jahr lang unter strenge Kontrollen gestellt werden, so Wlasow.
AFP


Bundesrat stimmt Verlängerung der Stallpflicht zu

Der Bundesrat hat am Freitag der Verlängerung der Aufstallungspflicht für Geflügel über den 28. Februar 2007 hinaus zugestimmt. Mit der Zustimmung des Bundesrats zur "Zweiten Verordnung zur Änderung der Geflügel-Aufstallungsverordnung" wird die Aufstallungspflicht zunächst bis zum 31. Oktober 2007 verlängert. Begründet wird die Verlängerung mit der weiter bestehenden Gefahr der Einschleppung eines Erregers der Geflügelpest vom Typ H5N1.
Deutscher Bundesrat


15.02.2007

Ungarisches und britisches H5N1-Virus fast hundertprozentig identisch

Das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) gab jetzt die anschliessenden Untersuchungsergebnisse über das in Suffolk gefundene Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 bekannt. Demzufolge ist es zu 99,96 Prozent mit dem zuletzt in Ungarn gefundenen Virus identisch. Dies lässt darauf schliessen, dass die beiden Viren identisch sind. Eine so hohe genetische Übereinstimmung, wie zwischen diesen beiden Viren, konnte mit keinem anderen europäischen Stamm des Virus vom Typ H5N1 gefunden werden.
DEFRA


13.02.2007

Erneut Geflügelpestverdacht in der Türkei

Nachdem erst in der letzten Woche die Geflügelpest vom Typ H5N1 in der Türkei von den Behörden offiziell bestätigt worden war, liegt jetzt nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums ein weiterer Verdachtsfall vor. Erste Tests bei drei verendeten Hühnern in der Provinz Diyarbakir haben positive Ergebnisse gezeigt. Die endgültigen Untersuchungsergebnisse stehen jedoch noch aus. Das betroffene Dorf wurde unter Quarantäne gestellt.
Yahoo


Britische Firma will Geflügelschlachtung wieder aufnehmen

Die britische Firma Bernard Matthews will auf der von der Geflügelpest vom Typ H5N1 betroffenen Putenfarm in Suffolk die Schlachtung und Verarbeitung wieder aufnehmen, wie die BBC berichtet. Alle 160.000 Puten des Betriebes waren nach dem Nachweis des Virus getötet worden. Bereits heute sollen die ersten Puten von einer der 50 Geflügelfarmen, die das Unternehmen in Großbritannien betreibt, in dem Schlachthof eintreffen. Das britische Landwirtschaftsministerium hatte die Sondergenehmigung zur Wiederaufnahme des Betriebes erteilt, nachdem die Einrichtung gereinigt und desinfiziert worden war.
BBC


12.02.2007

Großbritannien: Geflügelpest vermutlich über importierte Geflügelprodukte

In Großbritannien laufen die Untersuchungen, mit denen geklärt werden sollen, wie es zu der Infektion der Puten in Suffolk mit der Geflügelpest vom Typ H5N1 kam, weiter auf Hochtouren. Da die bisherigen Untersuchungen enge Beziehungen zwischen dem englischen und dem zuletzt in Ungarn gefundenen Virus gezeigt haben, gehen die Arbeitshypothesen u. a. davon aus, dass der Erreger über Geflügelbetriebe aus Ungarn nach England gekommen sein könnte, wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilt. Die Hypothese beruht auch auf der Tatsache, dass der Betreiber der britischen Farm Anlagen in Ungarn betreibt und von hier infiziertes Geflügelfleisch in den britischen Betrieb verbracht worden sein könnte.
DEFRA


Südkorea tötet zwei Millionen Stück Geflügel zur Eindämmung der Geflügelpest

In Südkorea ist die Geflügelpest mittlerweile auf einem sechsten Betrieb ausgebrochen. Ob es sich um einen Erreger vom Typ H5N1 handelt ist noch nicht klar. Der betroffene Betrieb mit rund 133.000 Stück Zuchtgeflügel liegt ca. 90 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Nachdem im November 2006 erstmals nach fast drei Jahren wieder die Aviäre Influenza vom Typ H5N1 un Südkorea nachgewiesen worden war, wurden in dem Land mittlerweile rund 2,3 Millionen Stück Geflügel getötet, um die weitere Verbreitung der Erkrankung einzudämmen.
Promedmail


09.02.2007

Geflügelpest in der Türkei

Das Landwirtschaftsministerium der Türkei hat gestern einen Ausbruch der Geflügelpest im Südosten des Landes bestätigt. 170 Stück Geflügel in der Provinz Botman waren verendet. Das Ministerium teilte mit, dass rund 1.500 Hühner, Enten und Puten getötet wurden, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Ob es sich um den Erreger vom Typ H5N1 handelt ist noch nicht klar. Dies soll durch Laboruntersuchungen abgeklärt werden. Vorsorglich wurden zudem drei Kinder aus dem betroffenen Dorf mit Grippe-ähnlichen Symptomen zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingeliefert. Dabei handelt es sich nach Aussage der Behörden um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Der Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 im Jahr 2006 hatte für die Türkei empfindliche Folgen. Einerseits wurden rund 1,3 Millionen Stück Geflügel getötet. Andererseits wird der Ausbruch der Erkrankung auch für Einbußen im Tourismus verantwortlich gemacht.
Alertnet


08.02.2007

EU hält Importverbote für britisches Geflügel für überzogen

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 in einem großen Putenmastbetrieb in Großbritannien haben u. a. Hongkong, Japan, Rußland, Südkorea und auch das EU-Mitglied Irland den Import britischen Geflügels gestoppt. Die EU-Kommission hält diese Maßnahmen jedoch nicht für gerechtfertigt, wie ein Sprecher der Kommission mitteilte. Die Kommission sei mit den Maßnahmen, die Großbritannien eingeleitet hat, vollauf zufrieden. Er teilte zudem mit, dass die britischen Behörden keinen groß angelegten Plan zur Impfung aufstellen würden.
Promedmail


Geflügelpest nach einem Jahr zurück in Pakistan

Nach rund einem Jahr ist erstmals wieder die Geflügelpest vom Typ H5N1 in Pakistan nachgewiesen worden. Betroffen ist einmal ein kleiner Betrieb mit 40 Hühnern in Rawalpindi in der Nähe der Stadt Islamabad. Hier sind einige größere Geflügelfarmen beheimatet. Die Behörden glauben aber im Moment, dass es sich um einen Einzelfall handelt. Ein weiterer Ausbruch betrifft Pfauen im Nordwesten des Landes. Hier starben 18 Tiere. Die übrigen Pfauen des Betriebes wurden getötet.
Promedmail


06.02.2007

Schutzmaßnahmen gegen Geflügelpest in Holland

Das niederländische Landwirtschaftsministerium hat eine generelle Stallhaltungspflicht für Geflügel eingeführt. Dies folgt als Schutzmaßnahme nach dem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 in Großbritannien. Die generelle Stallhaltungspflicht war in den Niederlanden erst im Herbst 2006 wieder aufgehoben worden.
Promedmail


Mettenleiter: Generelle Stallpflicht momentan nicht notwendig

Auch angesichts der aktuellen Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 in Ungarn und Großbritannien hält Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems, eine generelle Stallpflicht in Deutschland nicht unbedingt für notwendig. Wichtig sei, dass vor allem in Risikogebieten - z. B. in der Nähe von Zugvogelsammelplätzen - die Stallhaltung gelte und die Geflügelhalter grundsätzlich höchste Aufmerksamkeit auf die Hygienemaßnahmen legen. Mettenleiter bestätigte in einem Interview mit der "Berliner Zeitung", dass sich der in Großbritannien und der in Ungarn gefundene Erreger sehr ähnlich sind. Beide sind zudem dem Erreger aus dem vergangenen Winter sehr ähnlich, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es irgendwo in Europa ein Erregerreservoir geben müsse. In Frage kommen hier Wildenten. Allerdings könne es sich dabei nur um ein paar Tiere handeln, da man das Reservoir auf Grund der starken Überwachungsmaßnahmen sonst schon entdeckt haben müsste. In Deutschland wurden in diesem Winter noch keine Infektionen mit dem Erreger vom Typ H5N1 beim Geflügel nachgewiesen. Mettenleiter macht hierfür u. a. das milde Wetter verantwortlich. Dadurch seien die Tiere in besserem körperlichem Zustand. Zudem leben sie verstreuter und die gegenseitige Ansteckungsgefahr sinkt. Auch können die Viren bei höheren Temperaturen in der Umwelt nur kurz überleben.
Berliner Zeitung


05.02.2007

4. Geflügelpestfall in Japan im Jahr 2007

Die japanischen Behörden haben einen weiteren Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 bestätigt. Es handelt sich bereits um den vierten Fall in diesem Jahr. In Japan waren zuvor vier Fälle im Jahr 2004 nachgewiesen worden. In den Jahren 2005 und 2006 wurde keine weiteren Fälle bestätigt.
Promedmail


H5N1-Erreger in Großbritannien ähnelt dem ungarischen Erreger

Nachdem in Großbritannien der Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 am Wochenende nachgewiesen worden war, nähert sich die Keulung der rund 160.000 Puten des betroffenen Betriebs dem Ende. Die BBC berichtet unter Berufung auf Behördenkreise, dass der gefundene Erreger dem ähnelt, der erst im Januar diesen Jahres in Ungarn nachgewiesen worden war. Neben den Schutzzonen mit einem Radius von drei und zehn Kilometern haben die Behörden zudem eine weitere Zone eingerichtet, die rund 2.100 Quadratkilometer umfasst. In dieser Zone muss Geflügel von Wildvögeln getrennt werden und der Transport von Geflügel ist nur unter Auflagen möglich. Auf dem betroffenen Putenmastbetrieb wurde das Virus vom Typ H5N1 bisher erst in einem der 22 Stallgebäude nachgewiesen. Um die Arbeiter zu schützen, die möglicherweise mit infizierten Tieren in Kontakt gekommen sind, wurden bisher 100 der 2.000 Mitarbeiter des Betriebs mit antiviralen Medikamenten versorgt.
BBC


03.02.2007

H5N1 bei Puten in Großbritannien

Das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) hat den Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 in Suffolk bestätigt. Erste Tests haben das Vorhandensein des Erregers bestätigt. Die britischen Behörden haben weitere Untersuchungen eingeleitet. Betroffen ist ein Betrieb, der rund 160.000 Puten hält. Rund 2.600 Tiere sollen an der Erkrankung verendet sein. Die übrigen Tiere sollen getötet werden. Zudem haben die Behörden die von der EU vorgeschriebenen Zonen mit einem Radius von drei und zehn Kilometern eingerichtet. Es handelt sich um den ersten Ausbruch der Erkrankung bei Nutzgeflügel in Großbritannien. Zuvor war im Herbst 2005 der Erreger bei einem Papagei in Großbritannien nachgewiesen worden. Das Tier war aus Surinam importiert worden und hielt sich noch in einer Quarantänestation auf.
DEFRA
BBC


02.02.2007

Hämagglutinin entscheidend für Ausbreitung von Grippeviren

Das rekonstruierte Virus der Spanischen Grippe, die im Jahr 1918 weltweit wütetete, scheint Wissenschaftlern weiter wichtige Informationen über die Verbreitung von Grippevirus zu liefern. Wissenschaftler der US-amerikanischen Centers of Disease Control and Prevention (CDC) tauschten an dem Oberflächenprotein Hämagglutinin (H) zwei Aminosäuren aus. Damit ähnelte es eher einem Errreger der Geflügelpest als einem für Menschen gefährlichen Erreger. Mit diesem veränderten Virus wurden dann Frettchen infiziert. Die Tiere erkrankten zwar ähnlich schwer wie Menschen, allerdings konnte das Virus nicht auf andere, nicht infizierte Tiere übertragen werden, die man in die Nähe der infizierten Tiere brachte. Das Hämagglutinin wird auch für die Benennung der Influenzaviren eingesetzt. Aus dem jeweiligen Typ des Hämagglutinins (H) und dem des Oberflächenproteins Neuraminidase (N) ergibt sich die jeweilige Bennung des Erregers wie zum Beispiel H5N1 für den derzeit vor allem in Asien grassierenden Typ der Geflügelpest.
Science


Indonesien will Geflügelpest zur "nationalen Katastrophe" erklären

In Indonesien wurden mittlerweile 63 Todesopfer durch die Geflügelpest vom Typ H5N1 registriert. Die Regierung des Landes plant jetzt, die Erkrankung zur "nationalen Katastrophe" zu erklären, wie lid berichtet. Dadurch kann mittels eines Nachtragshaushaltes ein Sonderfonds eingerichtet werden, mit dem die Bekämpfung der Erkrankung unterstützt werden soll. Die Regierung befürchtet, die Kontrolle über die Erkrankung zu verlieren. Seit Wochen wird massenhaft Geflügel gekeult, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.
lid


Geflügelpest in Thailand breitet sich aus

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 breitet sich in Thailand weiter aus. Aktuell wurde ein weiterer Fall bestätigt, so dass jetzt insgesamt drei Provinzen von der Erkrankung betroffen sind. Die Behörden haben Maßnahmen getroffen, um die weitere Verbreitung der Erkrankung einzudämmen. Die thailändischen Behörden haben landesweit ein umfangreiches Überwachungsprogramm gestartet, um Erkenntnisse über die Verbreitung der Erkrankung zu gewinnen. So wartet man im Moment noch auf die Untersuchungsergebnisse von mehr als 12.000 Proben. Insgesamt wurden mehr als 56.000 Proben genommen. Bisher wurden drei positive Ergebnisse erzielt.
Promedmail


01.02.2007

Erstes Geflügelpestopfer in Nigeria

In Nigeria ist nach einem Bericht der BBC erstmals ein Mensch an einer Infektion durch das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 gestorben. Die BBC beruft sich dabei auf Verlautbarungen der nigerianischen Behörden. Die Weltgesundheitsorgansisation (WHO) gab bezüglich des Falls gestern auf ihrer Website bekannt, dass erste Tests eine Infektion mit einem Influenzavirus vom Typ H5 bestätigten. Zur weiteren Untersuchung wurden Proben an das WHO-Referenzlabor übersand. Mit Ergebnissen werde in Kürze gerechnet. Die betroffene 22-jährige Frau starb am 16. Januar. Dies wäre überhaupt der erste bestätigte Fall einer Erkrankung eines Menschen mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 in Nigeria.
BBC
WHO


31.01.2007

Ungarischer H5N1-Stamm zu 99,4 Prozent identisch mit Stamm aus 2006

Das jetzt in Ungarn nachgewiesene Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 ist zu 99,4 Prozent mit dem Virus identisch, das im Jahr 2006 in mehreren europäischen Ländern nachgewiesen wurde. Dies gab das Internationale Tierseuchenamt (OIE) unter Berufung auf die Untersuchungsergebnisse des EU-Referenzlabors im britischen Weybridge bekannt. Laut OIE-Generaldirektor Bernard Vallat hat sich damit gezeigt, dass das Virus nicht signifikant mutiert sei. Die OIE weist daraufhin, dass die Veröffentlichung der genetischen Sequenzen der untersuchten Virusstämme einer der Schlüssel bei der Beobachtung der genetischen Entwicklung des Virus ist.
OIE


30.01.2007

Geflügelpest in Rußland und Ungarn

In Rußland haben die Behörden den ersten Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 beim Nutzgeflügel in diesem Jahr offiziell bestätigt. Betroffen sind drei Orte in der Region Krasnodar im Süden des Landes. In Ungarn wurde mittlerweile von der EU-Kommission bestätigt, dass es sich bei dem in der letzten Woche bekannt gewordenen Fall um den Erreger vom Typ H5N1 handelt. Zudem wurde ein zweiter Ausbruch bestätigt, bei dem ebenfalls Gänse betroffen sind. Die mehr als 9.300 Tiere werden vorsorglich getötet.
Promedmail


29.01.2007

Vorbeugung gegen Geflügelpest weiter wichtig

Die vorbeugenden Maßnahmen gegen die Geflügelpest vom Typ H5N1 bleiben nach Ansicht von Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), weiter wichtig, wie der "Ernährungsdienst" berichtet. Mettenleiter warnte angesichts der in diesem Winter bisher fehlenden Fälle in Deutschland davor, sich in Sicherheit zu wiegen. Er bekräftigte, dass der Erreger in der Wildvögelpopulation Europas verbreitet ist. Als wichtigste Maßnahme, um den Eintrag in die Nutzgeflügelbestände zu verhindern, komme nur die Stallpflicht in Frage. Weiterhin stellt sich Mettenleiter gegen eine Impfung des Geflügels, da geimpfte Tiere sich weiterhin mit dem Virus infizieren können und dann eventuell unbemerkt das Virus ausscheiden.
Ernährungsdienst


25.01.2007

Indonesien: jede 5. Katze trägt Antikörper gegen H5N1-Virus

In Indonesien könnte ein Großteil der Katzen mit dem Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 infiziert sein. Ein Wissenschaftler der Airlangga University in Surabaya (Indonesien) hatte Blutproben von 500 Katzen in der Nähe von Geflügelmärkten auf der Insel Java, in der Hauptstadt Jakarta sowie auf Sumatra auf Antkörper gegen den Erreger untersucht. Demnach trugen 20 Prozent der untersuchten Tiere Antikörper in sich. Dies bedeutet, dass die Tiere zumindest eine Infektion mit den H5N1-Erreger durchgemacht haben müssen. Allerdings wurden die Untersuchungen bisher noch nicht von anderen Wissenschaftlern überprüft, da die Ergebnisse bisher nur der Presse bekannt gemacht wurden. Das Forschungsministerium Indonesiens bestätigte die Ergebnisse und wies daraufhin, dass ähnliche Ergebnisse auf der Insel Bali erhoben wurden. Albert Osterhaus von der Universität Rotterdam (Niederlande), der 2004 eine H5N1-Infektion bei Katzen entdeckt hatte, zeigte sich gegenüber "The New Scientist" nicht überrascht von den Ergebnissen, wies aber daraufhin, dass sie überprüft werden müssen. Osterhaus sieht durch eine hohe Infektionsrate bei den Katzen zunächst keine größere Gefahr, dass der Mensch von den Katzen angesteckt wird. Die größte Gefahr sieht er darin, dass sich das Virus weiter an Säugetiere anpasst und es den Sprung von Mensch zu Mensch schaffen könnte. Auch bei der Grippeepidemie im Jahr 1918 hatte sich das Virus zunächst in Tieren - evtl. Schweinen - weiter verändert, bevor es die Fähigkeit, eine Pandemie auszulösen, erlangte.
New Scientist


Geflügelpesterreger in Úngarn

Offenbar kehrt die Geflügelpest nach Europa zurück. In einer ungarischen Gänsezucht wurde ein Erreger vom Typ H5 nachgewiesen, wie der MDR unter Berufung auf die EU-Kommission berichtet. Ob es sich um einen Erreger vom Typ H5N1 handelt,sollen jetzt weitere Untersuchungen am EU-Referenzlabor im britischen Weybridge klären. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies der erste Fall seit dem Sommer 2006. Damals war der Dresdener Zoo betroffen.
MDR


24.01.2007

FAO: H5N1-Virus weiter in Afrika und Asien

Die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigt sich angesichts der neuen Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 in China, Ägypten, Indonesien, Japan, Nigeria, Südkorea, Thailand and Vietnam besorgt, weist aber gleichzeitig daraufhin, dass die Zahl der Ausbrüche zu Beginn des Jahres 2007 deutlich geringer ist als während der Infektionswellen im Jahr 2006. Nach Ansicht der FAO könnten weitere Länder betroffen sein, auch wenn bisher keine Meldungen vorliegen. Damit weist die Organisation auf die Problematik von nicht gemeldeten Ausbrüchen hin. Nur wenn Verdachtsfälle gemeldet würden, könnten die notwendigen Maßnahmen ergriffen werden. Die FAO selbst habe aber meist nicht die Möglichkeit, den vorliegenden unbestätigten Verdachtsfällen nachzugehen. Zudem wird auf die Problematik des Verbots von sogenannten Hinterhofhaltungen hingewiesen. Dies könnte dazu führen, dass die betroffenen Landwirte aus wirtschaftlichen Gründen ihre Tiere verstecken. Diese sind dann aber nicht in Impf- und Überwachungsprogramme einbezogen und könnten so zu einer Weiterverbreitung des Virus beitragen.
FAO


23.01.2007

Südkorea keult 273.00 Stück Geflügel nach Aviärer Influenza

Nachdem dem 5. Ausbruch der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 seit November 2006 haben die südkoreanischen Behörden entschieden, 273.000 Stück Geflügel in einem Umkreis von 500 Meter um den zuletzt betroffenen Betrieb zu keulen. Betroffen ist ein Betrieb 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Seoul. Zudem überlegen die Behörden, ob sie weitere 368.000 Stück Geflügel töten lassen, die sich in einem Radius von sechs Meilen um den Betrieb befinden. In dieser Zone befinden sich insgesamt 2,18 Millionen Stück Geflügel in 90 landwirtschaftlichen Betrieben. Südkorea war bereits 2003 von der Geflügelpest vom Typ H5N1 betroffen und hatte damals rund 5,3 Millionen Stück Geflügel töten lassen, um der Seuche Herr zu werden. Die Erkrankung konnte im Jahr 2004 schnell unter Kontrolle gebracht werden und erst im November 2006 trat sie wieder auf.
Promedmail


16.01.2007

EU verhängt dauerhaftes Importverbot für Wildvögel

Die Europäische Kommission hat am 11. Januar 2007 ein dauerhaftes Importverbot für Wildvögel in die EU beschlossen. Der Grund für das Importverbot ist ein Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde, in dem große Gesundheitsrisiken durch Wildvogelimporte betont werden. Darüber hinaus bestätigt es massive Tierschutzprobleme, die aus dem internationalen Handel resultieren. "Mit dieser Entscheidung rettet die Europäische Kommission Millionen von Vögeln das Leben und erfüllt eine wichtige Forderung aus unserem aktuellen EU-Memorandum," erklärt Dr. Marlene Wartenberg, Geschäftsführerin der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Zuvor war im Oktober 2005 wegen der Geflügelpest ein vorläufiges Einfuhrverbot von Wildvögeln erlassen worden, da der weltweite Wildvogelhandel als potentieller Risiko-Faktor identifiziert worden war. Bis dahin war die EU mit knapp 87 Prozent der weltweit erfassten Wildvögel-Transporte und zwei Millionen Vögel jährlich der weltweit größte Importeur exotischer Vögel.
ots
Vier Pfoten


15.01.2007

1. Geflügelpestfall in Thailand nach sechs Monaten

In Thailand ist nach fast sechs Monaten erstmals wieder ein Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 beim Geflügel aufgetreten, wie "alertnet.org" meldet. Betroffen sind nach Angaben des thailändischen Landwirtschaftsministeriums Enten im nördlichen Teil des Landes. Mittlerweile wurden rund 1.900 Enten in der Gegend getötet, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Der letzte Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 war Ende Juli 2006 in Thailand aufgetreten.
alertnet.org


Geflügelpest: Japan meldet Ausbruch - Zwei neue Opfer in Indonesien

Japan meldet den Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5. Knapp 2.500 Hühner seien auf einer Geflügelfarm in der Präfektur Miyazaki bereits an dem Virus verendet, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete. Ob es sich bei dem Erreger um das H5N1-Virus handelt, das zur Zeit in zahlreichen anderen asiatischen Ländern grassiert, steht bis jetzt aber nicht fest. Das Landwirtschaftsministerium ordnete die landesweite Überprüfung von Geflügelfarmen an. Das H5N1-Virus hat nach Angaben der WHO seit 2003 weltweit mindestens 157 Menschen das Leben gekostet. Erst am vergangenen Samstag meldete Indonesien weitere Todesopfer. Demnach sollen im Persahabatan-Krankenhaus in Jakarta am Freitag zwei Frauen im Alter von 22 und 27 Jahren an einer Infektion mit dem Virus gestorben seien. Damit erhöht sich die Zahl der Vogelgrippe-Toten in Indonesien auf 61.
AP
AFP


12.01.2007

Erste Geflügelpestfälle in Nigeria in 2007

In Nigeria ist auf zwei Betrieben im Nordwesten des Landes die Geflügelpest nachgewiesen worden, wie die BBC berichtet. Es handelt sich um die ersten Fälle in diesem Jahr. Mehr als 1000 Stück Geflügel wurden getötet, um eine weitere Verbreitung der Erkrankung zu verhindern. Zudem besteht noch bei zwei weiteren Betrieben der Verdacht auf den Ausbruch der Erkrankung. Die Behörden haben ihre Überwachungsteams ausgesandt, um die Fälle zu überprüfen. In Nigeria war die erkrankung erstmals im Frühjahr 2006 ausgebrochen.
BBC


11.01.2007

Geflügelpest in Vietnam breitet sich weiter aus

Nachdem im Dezember erstmals nach über einem Jahr wieder Fälle der Aviären Influenza vom Typ H5N1 beim Geflügel nachgewiesen worden waren, breitet sich die Erkrankung im Land weiter aus. Mittlerweile sind bereits vier Provinzen von der Erkrankung betroffen. Wie Vietnam an das Internationale Tierseuchenamt (OIE) meldet, wurden zur Eindämmung der Erkrankung in den drei zuerst betroffenen Provinzen bereits rund 800.000 Tiere gegen die Erkrankung geimpft.
OIE
Promedmail


10.01.2007

Erfreulicher Antikörperstatus nach Geflügelpestimpfungen in Schweizer Zoos

In der Schweiz ist die Impfung gegen die Geflügelpest ebenso untersagt wie in der EU. Nachdem im Herbst 2005 die Aviäre Influenza (AI) vom Typ H5N1 bis zum Schwarzen Meer vorgedrungen war, hatte das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) der Schweiz den Zoologischen Gärten in Basel, Bern, Goldau und Zürich gestattet, ihre z.T. äußerst wertvollen Geflügelbestände gegen die Erkrankung zu impfen. Ende 2005 wurden insgesamt 365 Tiere zweimal im Abstand von fünf Wochen geimpft, wie die Universität Zürich mitteilte. Die Wirksamkeit der Impfung wurde mittels Blutproben nach 10 bzw. 26 Wochen überprüft. Über 80 Prozent der Vögel besaßen Antikörper in einer Menge, die für einen Schutz ausreichen dürfte. Die Untersuchungen zeigten jedoch auch ein schnelles Absinken der Antikörper, so dass die Universität Zürich jährliche Wiederholungsimpfungen empfiehlt. Bei Humboldtpinguinen konnten nach 26 Wochen z. B. keine Antikörper mehr nachgewiesen werden. Die Studie wird auch in diesem Winter weitergeführt, wobei ein besonderes Augenmerk auf der weiteren Messung der Antikörper liegt.
Universität Zürich


09.01.2007

China kündigt Geflügelpestimpfstoff gegen H5N1 für den Menschen an

Wissenschaftler aus China und den USA ist die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 gelungen. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, werde an der Entwicklung von Impfstoffen für Menschen derzeit gearbeitet. Bei der Entwicklung des neuen Impfstoffes hatten laut Xinhua das chinesische Gesundheitsamt sowie die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC zusammengearbeitet.
dpa


04.01.2007

Tierpark in Sachsen-Anhalt impft gegen Geflügelpest

Der Tierpark Thale in Sachsen-Anhalt wird seinen gesamten Vogelbestand gegen die Geflügelpest impfen. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" vorab in ihrer Donnerstagausgabe berichtete, sei dazu eine Ausnahmegenehmigung unter Auflagen erteilt worden. Dabei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklärte Tierparkdirektor Uwe Köhler der Zeitung. "Wir wollen aber im Fall eines Ausbruchs vorbereitet sein", auch wenn die Geflügelpest im Moment "kein Thema" sei.
Tierpark Thale
MZ


28.12.2006

Schweine in Südkorea wegen Geflügelpest gekeult

Im Kampf gegen die Geflügelpest werden in Südkorea auch zahlreiche Säugetiere getötet. Wie "ISN" unter Berufung des "MDR" berichtete, sind auf einem betroffenen Betrieb in Asan nicht nur die 25.000 Hühner, sondern auch die knapp 4.000 Schweine des Betriebes wegen des Geflügelpestvirus getötet worden. Auch bei früheren Fällen hätten die Behörden nicht nur das Töten von Geflügel, sondern auch von Schweinen, Hunden und anderen Tierarten angeordnet.
ISN


Ägypten meldet drei Geflügelpestopfer

In Ägypten sind drei Mitglieder einer Großfamilie an einer Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 gestorben. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann einer Großfamilie aus der Provinz Gharbia im Nildelta. Alle drei Opfer, die während der Weihnachtsfeiertage verstorben sind, hatten Kontakt mit Hausgeflügel, wie die ägyptische Presse am Dienstag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Kairo mitteilte. In Ägypten sind damit seit dem Ausbruch der Seuche im Februar 2006 zehn Opfer der Geflügelpest zu beklagen. Weltweit sind inzwischen mehr als 150 Personen an der Infektion mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 gestorben. Die meisten Opfer hat Indonesien, Vietnam und Thailand zu beklagen. In diesen Ländern ist der Kontakt mit Geflügel auf Grund der vielfach großen Armut besonders intensiv.
promedmail


22.12.2006

Geflügelpestpandemie könnte 62 Millionen Tote fordern

Wissenschaftler der Universität Harvard (USA), der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health und der Universität Queensland (Australien)haben errechnet, dass eine Geflügelpestpandemie weltweit 62 Millionen Todesopfer fordern könnte. Für diese Berechnung zogen sie die Daten der "Spanischen Grippe" heran, die zwischen 1918 und 1920 wütete. Ihren Berechnungen zu Folge, in die sie auch das Pro-Kopf-Einkommen der Länder mit einbezogen, würden 96 Prozent der Todesfälle in weniger entwickelten Länder auftreten. Sollten alle Todesfälle in einem Jahr auftreten, würde die weltweite Sterblichkeitsrate im betreffenden Jahr um 114 Prozent steigen.
The Lancet


20.12.2006

Wieder Geflügelpestfälle in Vietnam

In Vietnam gibt es zum ersten Mal seit einem Jahr wieder Fälle der Geflügelpest. Ausbrüche werden aus den Provinzen Bac Lieu und Ca Mau im Süden des Landes gemeldet. Tausende Hühner seien verendet und sechs Proben seien positiv auf den Virusstamm H5 getestet worden, teilte das zuständige Institut für Tiergesundheit in der Region mit. Unklar ist noch, ob es sich auch diesmal um das auch für den Menschen gefährliche H5N1-Virus handelt, an dem seit Ende 2003 allein in Vietnam 42 Menschen starben. In den betroffenen Provinzen wurden bereits 7.000 Stück Geflügel gekeult, um ein weiteres Ausbreiten der Seuche zu verhindern. Außerdem seien in Vietnam zuvor mehr als 125 Millionen Stück Geflügel geimpft worden.
AFP


12.12.2006

3. Geflügelpestfall in Südkorea

Nachdem im November erstmals nach fast drei Jahren wieder zwei Fälle der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 in Südkorea festgestellt worden sind, ist jetzt ein dritter Fall vom Landwirtschaftsministerium des Landes offiziell bestätigt worden. Die Behörden rätseln im Moment noch, wie es zu dem neuen Fall kommen konnte. Sie sehen aber keinen Zusammenhang mit den beiden vorherigen Fällen. Auf dem jetzt betroffenen Betrieb werden 290.000 Wachteln gehalten, von denen rund 3.000 in den letzten vier Tagen verendeten. Da alle drei betroffenen Betriebe auf einer Route von Zugvögeln liegen, befürchten die Behörden, dass es zu weiteren Ausbrüchen kommen könnte.
Alertnet


05.12.2006

EU verlängert Importsperre für lebend gefangene Vögel

Der ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit bei der EU-Kommission hat zugestimmt, das Importverbot für alle lebend gefangenen Vögel in die EU um drei Monate, bis zum 31. März 2007 zu verlängern. Das Verbot trat im Oktober 2005 in Kraft und soll verhindern, dass die Aviäre Influenza vom Typ H5N1 in die EU verbracht wird. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte zwar im Oktober Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Import unter Minimierung des Risikos wieder zugelassen werden könnte. Die Kommission benötigt jedoch mehr Zeit, bevor sie die Maßnahmen festlegen kann, die für den Import notwendig sind. Daher wurde das Verbot zunächst verlängert.
EU-Kommission


04.12.2006

FLI: Kontakt zwischen Haus- und Wildvögeln weiterhin unterbinden

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat eine aktuelle Risikobewertung zur aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 veröffentlicht. Das FLI weist daraufhin, dass im Juli und August nur zwei Fälle der Erkrankung bei Wildvögeln in Europa nachgewiesen wurden. Dabei handelte es sich um einen Haubentaucher in Spanien und einen Schwan im Dresdener Zoo. Das FLI macht darauf aufmerksam, dass diese Fälle entweder lange nach dem letzten Nachweis auftraten (Deutschland) oder ein vorheriger Nachweis bisher gänzlich fehlt (Spanien). Demzufolge muss davon ausgegangen werden, dass das Virus weiterhin in Europa präsent ist. Das FLI stufte deshalb das Risiko einer Infektion von Nutzgeflügelbeständen mit dem Virus weiterhin als hoch ein und weist daraufhin, dass die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung solcher Fälle die Unterbindung des Kontaktes von Wild- und Nutzgeflügel bleibt. Angesichts des bestehenden Herbstzuges der Wildvögel sollten die bestehenden Risiko- und Restriktionsgebiete überprüft und ggf. angepasst werden. Auch das Risiko der Einschleppung des Erregers durch illegalen Handel aus Ausbruchsländern wird weiterhin als hoch eingestuft.
FLI (PDF-Dokument)


30.11.2006

Sibirisches Eis als Reservoir für Influenza-Viren

Das sibirische Eis stellt ein Reservoir für Influenza-A-Viren dar. Diese Viren gehören zu den Viren, die u. a. die Virusinfluenza beim Menschen sowie Erkrankungen bei Tieren verursachen können. Wissenschaftler der Bowling Green State University (Ohio, USA) haben herausgefunden, dass Zugvögel im Herbst Viren in sibirischen Seen hinterlassen. Durch den Frost werden die Viren im Eis konserviert. Durch den Beginn des Tauwetters werden die Viren dann im Frühjahr wieder freigesetzt und können so die zurückkehrenden Zugvögel infizieren. Die sibirischen Seen werden von Zugvögeln auf ihrem Weg nach Nordamerika, Europa, Asien und Afrika passiert. Neben der reinen Neuinfektion der Zugvögel im Frühjahr besteht auch die Gefahr, dass sich die Viren mit solchen Viren vermischen, die die Zugvögel neu mitbringen. Da das Eis manchmal über Jahre nicht auftaut, können Viren auch erst Jahre später wieder freigesetzt werden.
Journal of Virology
Bowling Green State University, Department of Biological Sciences


26.11.2006

Geflügelpestausbruch in Südkorea bestätigt

In Südkorea ist erneut die Geflügelpest vom Typ H5N1 ausgebrochen. Das bestätigten die südkoreanischen Behörden am Samstag in Seoul. Der Verdacht war aufgekommen, als 6.000 von 13.000 Hühnern in dem Zuchtbetrieb innerhalb weniger Tage verendet waren. Inzwischen sind bereits alle Tiere der betroffenen Geflügelhaltung in der südwestlichen Stadt Iksan getötet und vergraben worden. Um den Betrieb wurde eine Schutzzone im Umkreis von mehreren Kilometern eingerichtet. Iksan gilt mit mehr als 400 Zuchtfarmen als Zentrum der Geflügelindustrie von Südkorea. In Südkorea waren zwischen Dezember 2003 und März 2004 etwa 400.000 Tiere aus Geflügelbetrieben mit dem Geflügelpestvirus infiziert. Nach dem Ausbruch der Seuche wurden 5,3 Millionen Vögel gekeult.
dpa


24.11.2006

Geflügelpestverdacht in Südkorea

In Südkorea besteht der Verdacht, dass die Geflügelpest in einem Betrieb im Südwesten des Landes ausgebrochen ist. Der Betrieb wurde gesperrt. Vorsorglich wurden zudem zwei Brütereien im Umkreis geschlossen. Ob es sich tatsächlich um die Geflügelpest und den Erreger vom Typ H5N1 handelt, sollen Untersuchungen zeigen, deren Ergebnisse für Samstag erwartet werden. Der Ausbruch der Erkrankung könnte für Südkorea weitreichende Folgen haben, da das Land auf der koreanischen Halbinsel eines der wenigen Länder war, das es geschafft hatte, nach einem Ausbruch der Erkrankung im Jahr 2003 den Status der Geflügelpestfreiheit zurück zu erlangen. Damals waren in Südkorea rund 5,3 Millionen Hühner und Enten innerhalb von vier Monaten getötet worden.
Promedmail


17.11.2006

Zwei Mutationen des Geflügelpestvirus besitzen Bedeutung für eine Pandemie

Eine Pandemie durch das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 kommt momentan nicht zu Stande, da das Virus zwar einfach an Zellen von Vögeln aber nur bedingt an Zellen von Menschen binden kann. Forscher aus Japan, Indonesien, Vietnam, Großbritannien und den USA haben 21 Isolate des H5N1-Virus, das Menschen infiziert hat, genauer untersucht. Dabei fanden sie drei Isolate, die besonders leicht an menschliche Zellen binden konnten. Eine genauere Untersuchung des Genoms zeigte mehrere Mutationen. Zwei davon erscheinen den Forschern besonders bedeutsam, wie sie in "Nature" berichten. Denn diese beiden Mutationen führten zu einer Veränderung des Oberflächen-Antigens Hämagglutinin (H), das diesem eine deutlich verbesserte Bindung an menschliche Zellen ermöglicht. Einer der beteiligten Wissenschaftler warnte aber gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters" vor einer Überbewertung dieser beiden Mutationen. Er erklärte, dass diese Mutationen zwar wichtig sind, es aber auch eine Reihe anderer Mutationen gibt, die für das pandemische Potential des Erregers ebenso von Bedeutung sind.
Reuters
Nature


15.11.2006

Verbesserter Test zum Nachweis von H5N1

Wissenschaftler der University of Colorado (USA) haben mit Unterstützung der Centers for Disease Control (CDC) einen neuen Test zur Untersuchung auf das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 entwickelt. Dabei wurde ein so genannter "Gen-Chip" entwickelt, der kostengünstig ist und auf ein Gensegment des Virus abzielt. Dieses Gensegment mutiert nicht so häufig wie andere Untersuchungsziele. Zu denen gehören z.B. das Hämagglutinin (H) oder die Neuraminidase (N). Die Ergebnisse verschiedener Tests scheinen den Wissenschaftlern Recht zu geben. Sie untersuchten 24 H5N1-Virusisolate von Menschen und Tieren, die drei Jahre lang an verschiedenen Orten gesammelt worden waren. Dabei konnte mittels des Tests bei 21 Isolaten die komplette Information über Virustyp und Subtyp korrekt dargestellt werden. Zudem wurden keine falsch positiven Ergebnisse geliefert. Die Entwickler sehen einen möglichen Vorteil darin, dass mit diesem Test nur noch eine Untersuchung einer Probe notwendig sein könnte. Bisher wird ein initialer Test durchgeführt, mit dem der Typ des Virus identifiziert wird. Um Informationen über den Subtyp zu gewinnen, müssen aber noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Sciencedaily
CDC
University of Colorado


14.11.2006

Geflügelpest sorgt für weniger Weihnachtsgänse

Durch die Geflügelpestfälle bei Wildvögeln und das daraus resultierende Aufstallungsgebot im vergangenen Winter und Frühjahr fällt das diesjährige Angebot an Gänsen aus "Deutschen Landen" geringer aus als im Vorjahr. Das geht aus einem Bericht der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) hervor. Dies gehe aus der Schlupfstatistik hervor. Danach schlüpften von Januar bis August - ab September schlüpfen in der Regel keine Gänseküken mehr - 803.000 Küken, das waren fast 16 % weniger als im Jahr 2005. Die Bruttoeigenerzeugung von Gänsen wird für dieses Jahr von der ZMP und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) auf 4.000 Tonnen geschätzt. Der Rückgang wird auf das Auftreten der Geflügelpest und das daraus resultierende, zunächst bundesweite und im Anschluss regional gelockerte Aufstallungsgebot für Geflügel zurückgeführt. Daraus resultierten nicht unerhebliche produktionstechnische Schwierigkeiten in der Gänsemast, insbesondere deshalb, weil Gänse in Deutschland in der Regel als Weidemastgänse im Freiland gemästet werden. Auf Grund der erheblichen veterinärmedizinischen Auflagen scheuten vor allem kleinere Mäster den Aufand und gaben die Mast auf. Dementsprechend zeichnen sich etwas höhere Preise für die deutschen Gänse ab. Aber auch die importierte Ware dürfte aufgrund eines kleineren Angebotes von den Verbrauchern nicht mehr so günstig zu bekommen sein wie vor einem Jahr.
ZMP


06.11.2006

Geflügelpest in Italien

In Italien ist im Rahmen eines Überwachungsprogrammes die Geflügelpest in einem Betrieb nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um einen schwach pathogenen Erreger vom Typ H5 und nicht um den hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N1. Der Erreger wurde bei Routineuntersuchungen nachgewiesen. Keines der Tiere des Betriebes zeigte klinische Anzeichen einer Geflügelpesterkrankung. In dem Betrieb wurden fast 10.000 Enten gehalten. Der größte Teil wurde gezüchtet, um sie auszuwildern.
Promedmail


01.11.2006

H5N1-Variante hat vorherige Variante in Asien verdrängt

Wissenschaftler aus Hongkong und den USA haben zwischen Juli 2005 und Juni 2006 umfangreiche Untersuchungen an Geflügel auf Märkten in China durchgeführt. Sie kommen zu dem Schluss, dass eine neue Variante des Geflügelpesterregers vom Typ H5N1, die vorherige Variante in Teilen Asiens innerhalb kürzester Zeit verdrängt hat. Von den untersuchten und infizierten Tieren trugen zwei Drittel die neue Variante. An dieser Variante sind bereits Menschen in China und Thailand erkrankt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese neue Variante sich auch nach Europa ausbreiten wird. Obwohl die Entstehungsmechanismen noch nicht genau bekannt sind, befürchten die Wissenschaftler, dass die Impfungen von Geflügel in China, die seit Ende 2003 durchgeführt werden, daran beteiligt sein könnten. Von 76 geimpten und untersuchten Tieren besaßen 55 keine oder nur sehr wenige Antikörper gegen die neue Variante. Dies deutet darauf hin, dass der in China bei den Pflichtimpfungen eingesetzte Impfstoff, nicht gegen die neue Variante wirksam ist und so zur Selektion beigetragen haben könnte.
Proccedings of the National Academy of Sciences


31.10.2006

FLI warnt vor Geflügelpest-Panik

Die kältere Jahreszeit steht bevor und damit werden vermutlich auch wieder mehr Fälle der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 bei Wildvögeln auftreten. Denn bei niedrigeren Temperaturen ist der Erreger länger überlebensfähig. Zudem ist das Virus noch in Deutschland im Umlauf, wie der Fall bei einem Schwan im Dresdener Zoo im August gezeigt hat. Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems, sieht allerdings nur eine geringe Gefahr für die Bevölkerung und warnt in der Ärztezeitung vor einer Panik. In Deutschland ist nach den Erfahrungen des letzten Winters der vorbeugende Schutz verbessert worden. Mettenleiter gibt an, dass in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und am Bodensee Projekte durchgeführt werden, bei denen Enten verstärkt auf den Erreger untersucht werden. Diese Tiere werden als sogenannte Wächtervögel eingesetzt. Das FLI habe zudem seine Nachweisverfahren verbessert und könnte den Verdacht auf Vorliegen des Virus jetzt innerhalb von zwei Tagen be- oder widerlegen. Mettenleiter wies zudem darauf hin ,dass für die Verbraucher keine Gefahr beim Verzehr von Eiern oder Geflügelfleisch bestehe, da das Virus bei Temperaturen ab 70 Grad abgetötet werde.
Ärztezeitung
FLI


30.10.2006

Ist der Erfolg Vietnams in der Bekämpfung der Geflügelpest reproduzierbar?

Vietnam war eines der ersten und am härtesten von der Geflügelpestepidemie betroffenen Länder. Bereits im Dezember 2003 wurde die ersten Infektionen von Menschen mit dem Erreger vom Typ H5N1 nachgewiesen. Insgesamt wurden bis heute 93 Infektionen nachgewiesen. Insgesamt wurden 66 Millionen Stück Geflügel getötet, um die Ausbreitung der Seuche einzudämmen. Trotzdem ist es Vietnam gelungen, die Krankheit in den Griff zu bekommen. Der letzte Fall bei einem Menschen wurde im November 2005 nachgewiesen und in diesem Jahr ist die Erkrankung erst bei einer Handvoll Vögeln aufgetreten. Wissenschaftler fragen sich deshalb, ob es nicht möglich sei, den Erfolg Vietnams in der Bekämpfung der Geflügelpest auf andere Länder zu übertragen. Eine der Hauptfragen dabei ist aber, welche der ergriffenen Maßnahmen zu diesem Erfolg beigetragen haben oder ob es sich um eine spezielle Situation in Vietnam handelt, die den Erfolg möglich machte. Richard Brown von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht dass Ausbleiben menschlicher Fälle als direkte Folge der Reduzierung der Fälle beim Geflügel an. Er berichtet aber auch, dass noch offen ist, welche Maßnahmen den Erfolg gebracht haben, denn in der zweiten Hälfte des Jahres 2005 wurden verschieden Maßnahmen beim Geflügel ergriffen. So war Vietnam das erste Land, dass obligatorische Impfungen des Geflügels im Jahr 2005 einführte. Zudem wurde nahezu gleichzeitig die Geflügelhaltung in Städten und der Verkauf von lebenden Tieren auf Märkten unterbunden. Die Geflügeltransporte wurden streng kontrolliert und eine massive Aufklärungskampagne über Radio und Fernsehen wurde durchgeführt. Auch über Lautsprecher wurde die Bevölkerung informiert. Mittlerweile erhalten die Landwirte für jedes Tier, dass getötet werden muss, 75 Prozent des Marktwertes. Mitarbeiter der Kontrollorgane in Vietnam führen die Erfolge auch auf die gute Unterstützung der Bevölkerung zurück.


27.10.2006

Dauerhafter Importstopp für Wildvögel gefordert

Heute vor einem Jahr wurde ein Importverbot von Wildvögeln in die EU verhängt. Anlaß war damals die Erkrankung von Papageien in britischen Quarantänestationen an der Aviären Influenza (AI) Damit sollte eine Einschleppung des Erregers in die EU verhindert werden. Laut Angaben des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU) und von Pro Wildlife bewahrte dieses Verbot bis jetzt rund 3,5 Millionen Vögel davor, eingefangen und in die EU importiert zu werden. Die Verbände fordern, dieses Verbot dauerhaft umzusetzen. Es helfe nicht nur dabei, die Einschleppung von Tierseuchen zu verhindern. Daneben ist dies auch tierschützerisch relevant, da z. B. rund zwei Drittel der wild gefangenen Afrikanischen Graupapageien bereits vor dem Export sterben würden.
NABU


24.10.2006

FLI liefert neue Erkenntnisse zur Herstellung von 'Vogelgrippe-Medikament'

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ist in der Entwicklung eines wirksamen Medikamentes gegen das aviäre Influenzavirus vom Typ H5N1 einen weiteren Schritt vorangekommen. Wie der Forschungsleiter des Instituts, Oliver Planz mitteilte, habe sich der bereits an Zellkulturen erfolgreich getestete pflanzliche Wirkstoff Cystus 052, der auch in Hustenbonbons enthalten ist, inzwischen auch im Tierversuch an Mäusen als wirksam erwiesen. Demnach hätten die mit Cystus 052 behandelten Mäuse eine experimentell erzeugte Infektion mit Influenzaviren deutlich besser als nicht behandelte Kontrolltiere vertragen. Während die unbehandelten Tiere stark erkrankten und zu einem Großteil starben, hätten die mit Cystus 052 behandelten Mäuse keinerlei klinische Symptome gezeigt. Wie Planz erklärte, besitzen die Inhaltsstoffe von Cystus 052 "eine antivirale Aktivität gegenüber Influenzaviren". Vermutlich könnte Cystus 052 sogar gegen verschiedene Erregertypen wirken. Cystus 052 ummantelt dabei den Erreger derart, dass er keinen Zugang zur Wirtszelle mehr findet, also eine Infektion verhindert.
ddp
FLI


20.10.2006

Startschuss für trinationales Forschungsprojekt zur Geflügelpest am Bodensee

Am Donnerstag wurde am Bodensee ein gemeinsames Forschungsprojekt Deutschlands, die Schweiz und Österreichs zur Aviären Influenza bei Wildvögeln gestartet. Das in Europa bislang einzigartige Forschungsprojekt trägt den Namen "Constanze" und wurde am Donnerstag in Radolfzell vorgestellt.Der Schweizer Projektleiter Christian Griot sagte, bei der Infizierung und Übertragung des auch für den Menschen gefährlichen H5N1-Virus durch Wildvögel seien viele wichtige Fragen ungeklärt. Das trinationale Forschungsprojekt untersucht in den nächsten drei Jahren das Auftreten der geflügelpest am Bodensee. Laut Griot ist der Bodensee mit rund 250.000 Wasservögeln eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete für Zugvögel. Im Februar und März dieses Jahres wurden in der Bodensee- und Hochrheinregion 87 positive H5N1-Befunde bei Wildvögeln registriert. An dem Forschungsprojekt sind auf deutscher Seite das Friedrich-Löffler-Institut und die Vogelwarte Radolfzell am Max-Planck-Institut für Ornithologie vertreten.
AP


18.10.2006

EU stellt 28 Millionen Euro zur Influenzaforschung bereit

Die EU-Kommission hat gestern die 17 Projekte bekanntgegeben, denen Mittel zur Erforschung der Aviären Influenza sowie der pandemischen Influenza zur Verfügung gestellt werden. Insgesamt stellt die EU hierfür rund 28 Millionen Euro zur Verfügung. Die Projekte wurden in einem speziellen Auswahlverfahren ausgesucht. Dabei wurden die Ziele berücksichtigt, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Internationale Tierseuchenamt (OIE) und die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) für wichtig erachten. Für den Bereich der Humanmedizin wurden Projekte ausgewählt, die sich mit der weiteren Erforschung des Virus und der klinischen Impfstoffherstellung beschäftigen. Für die Tiergesundheit wurden Projekte ausgewählt, die auf Impfstoffentwicklung, Entwicklung von Diagnostika sowie die Entwicklung von Frühwarnsystemen und den Technologietransfer in Drittländer abzielen. Neben Ländern aus der EU sind auch China, Kanada, die USA, Vietnam, Australien, Russland und Kroatien an den Projekten beteiligt.
EU-Kommission


17.10.2006

Baden-Württemberg startet Projekt zu "Wildvögel und Vogelgrippe"

In Baden-Württemberg wurden jetzt Finanzmittel für ein erstes Forschungsprojekt "Wildvögel und Vogelgrippe" genehmigt. In dem Projekt soll die Vogelwarte Radolfzell die Prävalenz und Pathogenität von Erregern der Aviären Influenza in Wassergeflügel am Bodensee untersuchen. Der Bodensee gilt als besonderes Risikogebiet. Insbesondere soll mit dem Projekt die Frage geklärt werden, welche Vogelarten in welchem Ausmaß Träger des Erregers sind. Zudem soll geklärt werden, ob es zu saisonalen Einträgen des Erregers kommt oder ob ganzjährig ein Reservoir von Erregern der Aviären Influenza - sowohl hoch als auch niedrig pathogenen - am Bodensee vorhanden ist.
Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg


16.10.2006

In der Schweiz tritt Verbot der Geflügelfreilandhaltung in Kraft

In der Schweiz ist am Sonntag erneut die Freilandhaltung von Geflügel verboten worden. Von dem Freilandhaltungsverbot sind rund 5.000 Geflügelbetriebe in praktisch allen Schweizer Kantonen betroffen, die im Umkreis von einem Kilometer rund um größere Seen und Flüsse gelegen sind. Das Verbot wird voraussichtlich bis zum Frühjahr 2007 in Kraft bleiben. Die Nutztierschutzorganisation Kagfreiland schätzt, dass rund 50.000 Tiere im Stall bleiben müssen. Untersagt sind fortan auch Geflügelmärkte und -ausstellungen. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) erklärte, man sei in erhöhter Alarmbereitschaft, weil sich im Winter rund zehn Mal mehr Wasservögel in der Schweiz aufhielten als im Sommer.
BVET


09.10.2006

Bayern bereitet sich auf neue Geflügelpestfälle vor

Bayern hat sich mit dem Beginn des Vogelzuges auf neue Fälle der Geflügelpest bei Wildvögeln eingestellt. Mit Beginn des Vogelzugs wachse in Bayern wieder die Geflügelpest-Gefahr, erklärte Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) am Sonntag in München. Die bevorstehende starke Vogelzugbewegung bringe vorübergehend mehr Wasservögel in die Rastgebiete des Feistaats, wodurch eine Virusübertragung wahrscheinlicher werde, warnte Schnappauf. Daher sei die Wachsamkeit bei der Früherkennung der Geflügelpest erneut erhöht worden. Nach Angaben des Ministers werden vorwiegend die für Geflügelpest anfälligen Wasservögel auf das H5N1-Virus untersucht. Besonders stark überwacht werden in den kommenden Wochen die 16 großen Rast- und Sammelgebiete sowie auf die Landkreise mit früheren positiven H5N1-Befunden, betonte der Minister. Mehr als 90 Prozent der Landesfläche Bayerns seien jedoch als Nicht-Risiko-Gebiet eingestuft worden. Neben einem verstärkten Wildvogel-Monitoring ist die bayerische Jägerschaft aufgerufen, rund 3000 Tupferproben von erlegten Wildvögeln zur Untersuchung auf das H5N1-Virus einzuschicken. Darüber hinaus seien rund 200 ehrenamtliche Vogelbeobachter gebeten worden, wieder verstärkt nach toten Wasservögeln Ausschau zu halten.
STMUGV


05.10.2006

Neue Geflügelpestausbrüche in China

In China gibt es einen zweiten Ausbruch der Geflügelpest binnen einer Woche. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Demnach seien im Nordwesten des Landes etwa 1.000 Tiere an der Geflügelpest verendet. Weitere 73.000 Vögel in der Provinz Ningxia seien vorsorglich getötet worden, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Erst vor einigen Tagen war die Krankheit in der Inneren Mongolei aufgetreten.
AP


02.10.2006

Schweiz trifft Vorsorgemaßnahmen gegen Geflügelpest

Die Schweiz hat vorbeugende Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest vom Typ H5N1 getroffen, wie das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) mitteilt. Ab dem 15. Oktober ist die Freilandhaltung von Geflügel im Umkreis von einem Kilometer um größere Seen und Flüsse im Schweizer Mittelland nicht mehr gestattet. In diesen Regionen dürfen auch Geflügelmärkte und -ausstellungen nicht mehr länger durchgeführt werden. Die Behörden behalten sich vor, die Maßnahmen, die bis zum 30. April 2007 gelten, bei Bedarf zu verschärfen. Die Schweiz hat die Maßnahmen angesichts des wieder einsetzenden Vogelzugs und der damit steigenden Gefährdung durch die Geflügelpest getroffen.
BVET


28.09.2006

Influenza von 1918: Extreme Immunreaktion führte zum Zelltod

Wissenschaftler der University of Washington (USA) haben Mäuse mit dem rekonstruierten Influenza-Virus infiziert, dem 1918 und 1919 rund 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Bei den jetzt infizierten Mäusne mit dem Virus vom Typ H1N1 kam es zu einer extrem heftigen Reaktion des Immunsystems der Mäuse, das bis zum Tod der Tiere aktiv blieb. Die Wissenschftler gehen davon aus, dass dies für den Tod der Zellen der Mäuse und letztlich für den Tod der Tiere verantwortlich war. Dabei wird die entzündliche Reaktion des Wirtes wahrscheinlich in extrem hohem Maß aktiviert und macht das Virus für den Wirt so gefährlich. Durch diese Überreaktion dürfen zu viele körpereigene Zellen abgetötet worden sein. Die Wissenschaftler hoffen, diese Erkenntnisse für die Prophylaxe und die Bekämpfung zukünftiger Influenzaepidemien nutzen zu können.
pte


27.09.2006

Thailand meldet weiteres Geflügelpestopfer

Thailand hat ein weiteres Geflügelpestopfer zu beklagen. Wie die zuständigen Behörden bekannt gaben, starb der 59 Jahre alte Mann aus dem Nordosten des Landes bereits am 10. August 2006 an der Infektion mit dem Geflügelpestvirus vom Typ H5N1. Er erkrankte bereits am 14. Juli 2006, nachdem er seine kranken Kampfhähne betreut und behandelt hatte. Das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 hat weltweit bereits 146 Menschen das Leben gekostet.
promedmail


20.09.2006

Niedersachsen übt Tierseuchenbekämpfung

In Niedersachsen finden am 20. sowie am 27. September 2006 zwei Übungen im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung statt. Die Veterinärbehörden der niedersächsischen Landkreise, der kreisfreien Städte sowie der Region Hannover werden den Geflügelpest-Ernstfall proben. Verantwortlich für die Übungen ist die Task-Force Veterinärwesen des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), die die Übungen im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durchführt. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung im Zusammenhang mit Geflügelpest-Ausbrüchen bei Tieren in Deutschland wird deutlich, wie notwendig gemeinsame Tierseuchenübungen sind, um für einen Krisenfall gewappnet zu sein", sagt Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des LAVES. Anhand eines fiktiven Falles müssen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Veterinärbehörden ihr Können für den Ernstfall unter Beweis stellen. Dazu zählen z. B. die Schätzung des Tierbestandes, Vorgaben über die Tötung und die Beseitigung der getöteten Tiere. Zudem wird es darauf ankommen, spezielle EDV-Programme richtig anzuwenden. Das Tierseuchen-Nachrichten-System (TSN) bietet die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit in das gesamte Bundesgebiet zu übermitteln, wo die Seuche ausgebrochen ist, wie viele Tiere betroffen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden. Das LAVES dient während der Übungen als Informationszentrale.
LAVES


11.09.2006

EU lässt zwei Geflügelpest-Impfstoffe zu

Die Europäische Kommission hat zwei Impfstoffe gegen die Geflügelpest für die Europäische Gemeinschaft zugelassen. Damit soll sichergestellt werden, dass wirksame Impfstoffe für alle EU-Staaten während der Herbst- und Wintermonate zur Verfügung stehen, in denen das größte Risiko für eine Geflügelpestepidemie besteht. Das teilte die EU-Kommission am Montag mit. EU-Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen, zuständig für Unternehmen und Industrie, sagte dazu: "Ich bin erfreut, dass die pharmazeutische Industrie der EU in der Lage ist, Impfstoffe in so kurzer Zeit zu entwickeln und damit auf dringenden Bedarf so schnell zu reagieren." Bei den zugelassenen Impfstoffe handelt es sich um Nobilis Influenza H5N2 und Poulvac FluFend H5N3 RG, die beide die Sterblichkeit der geimpften Hühner und die Ausscheidung des Virus senken. Beide Präparate werden aus inaktiven aviären Influenzaviren hergestelt und werden als Injektion verabreicht. Nobilis Influenza H5N2 ist für Hühner, Poulvac FluFend H5N3 RG für Hühnern und Pekingenten zugelassen. Die Impfstoffe können nur von den zuständigen Verwaltungen der Mitgliedstaaten im Rahmen von Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung und nach Maßgabe der EU-Vorschriften zur Bekämpfung der Geflügelpest eingesetzt werden. Die EU-Kommission hat bereits Italien, Frankreich, die Niederlande und vor kurzem Deutschland berechtigt, Impfungen gegen die Geflügelpest durchzuführen.
EU-Kommission


06.09.2006

EU genehmigt Geflügelpest-Impfprogramm auf drei Höfen in NRW

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkontrolle und die Tiergesundheit bei der EU-Kommission hat das von der EU-Kommission vorgeschlagene, wissenschaftlich basierte Impfprogramm gegen die Geflügelpest auf drei Höfen in Nordrhein-Westfalen genehmigt. Die deutschen Behörden dürfen die Impfungen für zunächst zwei Jahre vornehmen. Das Impfprogramm dient rein wissenschaftlichen Zwecken. Produkte der geimpften Tiere dürfen nicht auf den Markt kommen.
EU-Kommission


04.09.2006

Ägypten meldet Geflügelpest

In Ägypten ist es nach einigen Monate Ruhe wieder zu einem Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 in einem Nutztierbestand gekommen, wie Promedmail berichtet. Die Tiere des betroffenen Bestandes, der sich 490 Kilometer südlich von Kairo befindet, wurden getötet. Neben den Fällen beim Geflügel verzeichnete Ägypten auch 14 Fälle von Erkrankungen beim Menschen. Acht davon endeten tödlich. Der letzte Fall wurde im Mai 2006 nachgewiesen.
Promedmail


Nordrhein-Westfalen will Impfversuch zur Geflügelpest durchführen

Nordrhein-Westfalen will in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems einen Impfversuch zur Geflügelpest durchführen, wie Landwirtschaftsminister Uhlenberg (CDU) mitteilte. Das zuständige Bundesministerium hat sich an die EU-Kommission gewandt, um die notwendigen Ausnahmegenehmigungen einzuholen. Uhlenberg forderte, dass Schutzimpfungen in der Tierseuchenbekämpfung in Europa wieder einen festen Platz einnehmen.
MUNLV Nordrhein-Westfalen


01.09.2006

Russland meldet erneut Geflügelpest

In Zentralsibirien (Russland) sind Zugvögel gefunden worden, die mit dem Geflügelpest-Virus vom Typ H5N1 infiziert waren. Laut den Angaben der russischen Bundesagrarbehörde vom vergangenen Mittwoch seien an 14 verschiedenen Seen in der Region Omsk sowie an einem weiteren See in der sibirischen Region Tyva Vögel gefunden worden. Dagegen konnte die Seuche in den Regionen Altai, Kransojarsk, Nowosibirsk, Tomsk und auch Tyva, in den zuvor infizierte Vögel gefunden worden waren, ausgerottet werden. Der gefährdete Geflügelbestand wird auf rund acht Millionen geschätzt.
lid


30.08.2006

Geflügelpest: 220 Millionen tote Vögel und anhaltende Virusausbreitung

Dem Geflügelpestvirus von Typ H5N1 oder seiner Bekämpfung sind bereits mehr als 220 Millionen Stück Geflügel zum Opfer gefallen. Außerdem breitet sich das Virus in immer mehr Ländern der Erde aus und bedroht die Nationen. Wie aus einem aktuellen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hervorgeht, ist das Virus mittlerweile in etwa 55 Staaten Asiens, Afrikas und Europas festgestellt worden. Die Zahl der betroffenen Länder ist allein seit April dieses Jahres um zehn gestiegen. Der aggressive Geflügelpesterreger breitet sich jetzt aber in den meisten Staaten offenbar langsamer aus, was die FAO auch auf eine verschärfte Überwachung und die Stärkung von Veterinärdiensten zurückführt. "Wir sind der Auffassung, dass in Europa der südliche Balkan und der Kaukasus Hochrisikogebiete für H5N1 sind", erklärte der Leiter des FAO-Netzwerkes für grenzübergreifende Tierseuchen, Juan Lubroth. Dies sei dadurch zu erklären, dass die Region ein bevorzugtes Rastgebiet für viele Zugvogelarten sei. Außerdem sei dort die Geflügelproduktion durch kleine Haltungen auf dem Lande geprägt, was sich negativ auf die Biosicherheit auswirke. Darüber hinaus breite sich das Virus aber auch in Asien immer weiter aus, insbesondere in Indonesien.
FAO


24.08.2006

Ab 1.9. muss Geflügel in den Niederlanden wieder in den Stall

Ab dem 1. September muss Geflügel in den Niederlanden wieder im Stall gehalten werden. Diese Entscheidung gab das niederländische Landwirtschaftsministerium am vergangenen Dienstag bekannt. Durch diese Maßnahmen sollen die Geflügelbestände vor einem Eintrag des Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 geschützt werden. Das Risiko eines Eintrages steigt mit dem Beginn des Herbstvogelzuges wieder an. Alternativ zum Stallhaltungsgebot, können Ausläufe auch so abgeschirmt werden, dass sie jeglichen Kontakt zu Wildvögeln sicher verhindern. Die Niederlande ist nach Frankreich Europas zweitgrößter Geflügelproduzent.
Promedmail
Niederländisches Landwirtschaftsministerium


22.08.2006

Indonesien meldet 59. Geflügelpestopfer

Am Montag hat das indonesische Gesundheitsministerium einen weiteren Todesfall durch das Geflügelpestvirus H5N1 gemeldet. Damit hat das Virus allein in Indonesien bereits 59 Menschen das Leben gekostet. Bei dem jüngsten Opfer handelt es sich um eine 35-jährige Frau aus der Region Cikelet in der Provinz West Java. Sie wurde am 17. August 2006 in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie kurz darauf starb. Dies ist bereits der dritte gemeldete Fall innerhalb kurzer Zeit aus dieser Region, so dass nun eine Untersuchungskommisson vor Ort ist, um unter anderem die Infektionsquelle ausfindig zu machen.
Promedmail


17.08.2006

Mecklenburg-Vorpommern legt Aufstallungsgebiete neu fest

Das Risiko einer Infektion mit dem aviären Influenza-Virus vom Typ H5N1 von Nutzgeflügelbeständen in Risikogebieten sowie in geflügeldichten Gebieten wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Das teilte der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus (SPD), am Mittwoch in Schwerin mit. In Mecklenburg-Vorpommern sei zwar seit dem 10. April diesen Jahres kein Nachweis von Geflügelpest mehr erfolgt, jedoch würden die stichprobenartigen Untersuchungen bei Wildvögeln nur eine begrenzte Aussagefähigkeit hinsichtlich einer möglichen Erregerfreiheit besitzen. Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf den beginnenden Herbstvogelzug werde vom Land derzeit eine Allgemeinverfügung erarbeitet, in der die Aufstallungsgebiete neu festgelegt werden. "In den von uns festgelegten Risikogebieten sind dann keine Ausnahmen vom Aufstallungsgebot mehr möglich", betonte Backhaus. In anderen Gebieten, die nicht als Risikogebiete ausgewiesen werden, soll Freilandhaltung weiter möglich sein. Diese Strategie sei jedoch immer von der aktuellen Seuchenlage abhängig. Voraussichtlich soll die Verfügung zum 1. September 2006 in Kraft treten. Derzeit gilt nach wie vor die Geflügel-Aufstallungsverordnung vom 9. Mai 2006. Diese sieht zwar eine grundsätzliche Aufstallung vor, lässt aber auch unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen davon zu.
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei


15.08.2006

Aufstallungsgebot für Geflügel verlängert

Die geltende Geflügel-Aufstallungsverordnung vom 9. Mai 2006 wurde bis zum 28. Februar 2007 verlängert. Damit gelten die derzeit bestehenden Schutzmaßnahmen für das Haus- und Wirtschaftsgeflügel vor einem Eintrag des H5N1-Geflügelpestvirus durch Wildvögel auch über die Zeit des jetzt beginnenden Herbstvogelzuges fort. Darauf wies am Dienstag das sächsische Sozialministerium hin. Ursprünglich war die Geflügel-Aufstallungsverordnung bis zum 15.08.2006 befristet. Auskünfte zu betroffenen Risikogbieten und zu den zu erfüllenden Bedingungen erteilen die zuständigen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämter der Landkreise oder der kreisfreien Städte.
Sozialministerium Sachsen


14.08.2006

H5N1-Verdacht in Rotterdamer Zoo

Im Rotterdamer Zoo besteht bei zwei Sperbereulen der Verdacht auf eine H5N1-Infektion. Abklärende Untersuchungen wurden eingeleitet und entsprechende Seuchenschutzmaßnahmen angeordnet. Die zwei nicht geimpften Tiere waren zuvor verendet. Wie das niederländische Landwirtschaftsministerium am Samstag in Den Haag mitteilte, waren die Jungvögel bereits Ende Juli erkrankt und dann binnen weniger Tage verendet. Der Zoo bleibt jedoch vorerst für den Publikumsverkehr geöffnet.
promedmail
Landwirtschaftsministerium Niederlande


09.08.2006

China bestätigt ersten Geflügelpesttoten im Jahr 2003

Das chinesische Gesundheitsministerium hat die Berichte von Wissenschaftlern, dass es bereits im Jahr 2003 einen Todesfall durch das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 gegeben hat, nun offiziell bestätigt, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilt. Betroffen war ein 24-jähriger Soldat, der im November 2003 erkrankte und am 3. Dezember an der Erkrankung verstarb. Dieser Fall trat somit vor dem bisher ersten Fall im Dezember 2003 in Vietnam auf. Díe chinesischen Behörden gaben gegenüber der WHO an, dass sie erst durch die jetzigen Berichte der Wissenschaftler von den positiven Tests erfahren haben. In Zusammenarbeit mit der WHO wurden dann Proben des Erkrankten untersucht, so dass jetzt die offizielle Bestätigung für den Fall vorliegt. Der erste Fall einer Erkrankung eines Menschen in China mit dem Virus vom Typ H5N1 war bisher auf Oktober 2005 datiert.
WHO


08.08.2006

Dresdner Reiherente ist H5N1-negativ

Die im Dresdner Zoo tot aufgefundene Reiherente ist nicht an einer Infektion mit dem aviären Influenzavirus H5N1 verendet. Zu diesem Ergebnis kam das Friedrich-Loeffler-Institut, das Nationale Referenzlabor, auf der Insel Riems, wie das sächsische Sozialministerium am Montag mitteilte. Darüber hinaus hätten auch weitere Untersuchungen von Vogelproben aus dem Tierpark bislang keine Hinweise auf Infektionen mit dem Erreger ergeben. Die Analysen dauerten jedoch noch an. Mit einem abschließenden Ergebnis rechnete das Ministerium erst für Ende der Woche.
Sozialministerium Sachsen


Neues H5N1-Opfer in Indonesien

In Indonesien ist ein weiteres Opfer der Geflügelpest vom Typ H5N1 zu beklagen. Insgesamt ist Indonesien mit nun mehr 43 Opfern am schwersten betroffen. Wie das indonesische Gesundheitsministerium mitteilte, haben Tests die Infektion mit dem hoch pathogenen aviären Influenzavirus bei einem 16- Jährigen bestätigt. Ähnlich hoch wie in Indonesien ist auch die Zahl der Geflügelpest-Opfer in Vietnam. Hier sind bislang 42 Todesfälle durch die Infektion mit dem H5N1-Virus registriert worden. Weltweit wird die Zahl der Todesfälle durch das Virus seit Ende 2003 mit mehr als 130 Toten angegeben.
AP


07.08.2006

Ergebnisse für die Reiherente aus Dresdner Zoo erwartet

Das Sächsische Sozialministerium (SMS) erwartet für heute die Ergebnisse der Untersuchung auf das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 von einer Reiherente aus dem Dresdner Zoo. Nach ersten Untersuchungen am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems konnte zum Ende der letzten Woche der Verdacht noch nicht ausgeräumt werden. In der letzten Woche war bei einem tot aufgefundenen Schwan im Dresdner Zoo das hochpathogene Virus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Daraufhin wurde ein Untersuchungsprogramm eingeleitet, in dem auch die tot aufgefundene Reiherente untersucht wurde.
SMS
Zoo Dresden


04.08.2006

H5N1-Virus in Dresden nachgewiesen

Im Stadtgebiet von Dresden wurde das Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 bei einem toten Schwan nachgewiesen, wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales (SMS) mitteilt. Die Untersuchungen am Friedrich-Loeffler- Institut (FLI) auf der insel Riems haben bestätigt, dass es sich um den weltweit verbreiteten hochpathogenen Virustyp handelt. Die Behörden haben einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einen Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Weiterhin wird Geflügel im Sperrbezirk auf den Erreger untersucht und das Verbringen von Geflügel aus dem Sperrbezirk hinaus wurde untersagt. Das Ministerium bittet Hunde- und Katzenhalter außerdem sicherzustellen, dass ihre Tiere nicht frei herumlaufen.
SMS
FLI


02.08.2006

Kombination aus Geflügelpestvirus und humanem Grippevirus scheint die Schlagkraft zu fehlen

Die Befürchtungen, dass aus dem Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 eine große Grippepandemie unter Menschen entstehen können, stehen seit mehreren Jahren im Raum. Ein Mechanismus, über den das Virus für den Menschen gefährlich werden könnte, ist der Austausch von Genen mit menschlichen Grippeviren, so dass es leicht von Mensch zu Mensch übertragbar wird. Wissenschaftler der US-Centers for Disease Control (CDC) haben jetzt ein Virus aus dem aviären H5N1-Typ und einem humanen H3N2-Typ hergestellt, um diese Hypothese zu überprüfen. Anschließend infizierten sie Frettchen mit diesem Virus. Normalerweise wird das H3N2-Virus zwischen Tieren in benachbarten Käfigen leicht übertragen. Allerdings zeigte das neue Virus - ebenso wie ein H5N1-Virus - diese Eigenschaft nicht. Die neuen Viren waren zudem weniger pathogen als die H5N1-Viren. Die Wissenschaftler vermuten deshalb, dass es noch weiterer Faktoren als eines reinen Gentausches bedarf, damit das H5N1-Virus wirklich eine Grippepandemie beim Menschen auslösen kann. Sie vermuten, dass das Virus der Spanischen Grippe, das 1918 mehr als 40 Millionen Menschen das Leben kostete, eher durch eine Mutation seine Gefährlichkeit für den Menschen erlangte, als durch einen Genaustausch.
pte
CDC
Proceedings of the National Academy of Sciences


01.08.2006

Geflügelpest vom Typ H7 in den Niederlanden

In den Niederlanden ist ein Virus der Aviären Influenza vom Typ H7 nachgewiesen worden, wie das niederländische Landwirtschaftsministerium mitteilte. Bei dem Virus handelt es sich um ein gering pathogenes Virus, das nicht identisch ist mit dem hoch pathogenen Virus vom Typ H7N7 ist, das im Jahr 2003 zu einem verheerenden Ausbruch in den Niederlanden geführt hatte. Das jetzige Virus wurde auf einem Geflügelbetrieb in Gelderse Vallei nachgewiesen.
Promedmail


31.07.2006

Geflügelpestausbruch in Thailand fordert 310.000 Stück Geflügel

Ein neuer Geflügelpestausbruch in Thailand fallen rund 310.000 Stück Geflügel zum Opfer. Diese sollen getötet werden, nachdem in der Grenzregion zu Laos im Nordosten des Landes das Virus nachgewiesen wurde. Das teilte das thailändische Landwirtschaftsministerium mit. Insgesamt sind 78 Farmen betroffen. Vermutet wird, dass die Krankheit aus Laos erneut nach Thailand eingeschleppt wurde.
Alertnet


11.07.2006

Bundesrat stimmt Verlängerung der Aufstallungspflicht bis Februar 2007 zu

Der Deutsche Bundesrat hat auf seiner Sitzung am Freitag, den 7. Juli 2006, einer Verlängerung der Verordnung zur Geflügelaufstallung zugestimmt. Der Bundesrat beschloss eine Verlängerung der Aufstallungspflicht bis Februar 2007. Begründet wird die Zustimmung mit der aktuellen Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems. Zudem würde damit zeitlichen Abläufen in der Rechtsprechung Rechnung getragen. Nach der Entschliessung des Bundestages bietet sich als nächster Termin für die Überprüfung der Aufstallungspflicht das Jahresende an, da dann der Herbstvogelzug und weitere Daten aus dem Wildvogel-Monitoring in die Entscheidung mit einbezogen werden können.
Deutscher Bundesrat


10.07.2006

Geflügelpest hat Nigeria auf drei verschiedenen Wegen erreicht

Wissenschaftler aus Luxemburg und den Niederlanden haben verschiedene Isolate des Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 aus Nigeria untersucht und dabei so deutliche Unterschiede festgestellt, dass sie davon ausgehen, dass das Virus das afrikanische Land über drei verschiedene Wege erreicht hat. Dabei könnten Wildvögel eine besondere Rolle gespielt haben. Albert Osterhaus vom Erasmus MedicalCentre in Rotterdam (Niederlande) glaubt, dass die Unterschiede so groß sind, dass sich die drei verschiedenen Stämme nicht innerhalb der kurzen Zeit, in der das Virus in Nigeria vorhanden ist, entwickelt haben können. Osterhaus widerspricht auch der These der nigerianischen Behörden, die davon ausgehen, dass das Virus durch den Import von Wirtschaftsgeflügel in das Land gelangte. In diesem Fall dürften die Unterschiede ebenfalls geringer sein. Einer der Stämme ist eng verwandt mit dem Stamm, der bei einem Bussard in Dänemark und Schwänen in Deutschland gefunden wurde.
New Scientist


07.07.2006

Weiterhin unterschiedliche Meinungen zu Geflügelpest-Bekämpfungsstrategien

Die Experten sind sich weiterhin nicht einig, ob eine Keulung oder eine vorsorgliche Impfung die beste Strategie zur Bekämpfung der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 ist. Experten erörterten gestern ihre Standpunkte vor dem Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zu der Anhörung waren auch Referenten aus den Niederlanden eingeladen, in denen die EU die vorbeugende Impfung gestattet hat. Nach Angaben des niederländischen Landwirtschaftsministeriums haben bisher rund 1.000 Hobbygeflügelhalter die Möglichkeit der Impfung genutzt. Bei den kommerziellen Haltern besteht noch eine Zurückhaltung, da sie Restriktionen im Handel mit ihren Produkten befürchten. Der Ministeriumssprecher geht aber davon aus, dass die vorbeugende Impfung auf Dauer günstiger sein könnte als die Keulung. Der deutsche Bauernverband (DBV) bewertet die Keulungsstrategie als nicht zukunftsfähig. Als Voraussetzungen für eine Impfstrategie sieht Michael Starp vom DBV die Akzeptanz bei Handel und Verbrauchern sowie die Verfügbarkeit geeigneter Impfstoffe. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) fordert die EU zur Änderung ihrer Politik auf, so dass Fleisch notgeimpfter Tiere frei gehandelt werden kann. Gegen eine Impfung zum jetzigen Zeitpunkt sprach sich Matthias Voss vom Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft aus, da keine Impfstoffe mit ausreichender Wirksamkeit zur Verfügung stehen. Einen ganz anderen Gedanken zur Impfung warf Prof. Dr. Kaleta vom Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität in Gießen auf. Der Erreger könne nicht aus der Wildvogelpoulation verdrängt werden. Deshalb sei Immunität reines Wunschdenken. Zudem müsse die Unterschiedlichkeit der Viren berücksichtigt werden. Auch der Tierarzt Manfred Pöppel sieht momentan keine "vernünfige Impfstrategie". Er plädiert allerdings für Notimpfungen für den Fall, dass die derzeitige Bekämpfung der Geflügelpest durch Keulen "uns überrollen würde".
heute im bundestag


05.07.2006

EU verlängert Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest

Die EU hat mehrere Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest, die bereits in Kraft waren, verlängert und diese teilweise verändert. So wurden die Importrestriktionen für lebende gefangene Wildvögel bis zum 31.12.2006 verlängert. Ausnahmen werden hier für Bruteier von Vögeln, die nicht zum Wirtschaftsgeflügel zählen sowie für Zoovögel gelten. Ebenso wurden die Restriktionen für das Einführen von Ziervögeln durch die Tierhalter aus Drittländern bis zum Jahresende verlängert. Hier dürfen jetzt fünf Tiere pro Halter eingeführt werden. Es gelten zudem strenge Quarantänemaßnahmen. Die Importbeschränkungen für China, Malaysia und Thailand wurden bis zum 31.12.2007 verlängert, da in diesen Ländern weiterhin Fälle der Aviären Influenza vom Typ H5N1 auftreten. Die für die Türkei bestehenden Beschränkungen wurden bis Ende 2006 verlängert. Für Kroatien wurde entschieden, dass, sollte ein Fall bei Wildvögeln auftreten, Maßnahmen auf die betroffene Region des Landes beschränkt bleiben. Auch über das holländische Impfprogramm wurde beraten. Das Programm wird unter Berücksichtigung verschiedener Auflagen verlängert. So soll es auch auf weitere Spezies - z. B. Gänse - ausgedehnt werden und Änderungen sollen das Programm für Hobbyhalter kostengünstiger und einfacher gestalten.
EU-Kommission


04.07.2006

Vogelgrippe bedroht vor allem Jüngere

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine epidemiologische Auswertung aller menschlichen Infektionen mit dem Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 veröffentlicht. Demnach sind vor allem jüngere Personen von der Erkrankung bedroht. Mehr als die Hälfte aller Fälle betraf Personen, die jünger als 20 Jahre waren. In 90 Prozent aller Fälle waren Personen, die jünger als 40 Jahre waren, betroffen. 59 Prozent aller Fälle endete tödlich. Interessant ist, dass sich verschiedene Parameter, wie das Zeitintervall zwischen dem ersten Auftreten der Symptome und dem Versterben der Patienten über die letzten drei Jahre kaum geändert haben. Die meisten Fälle wurden jeweils dann beobachtet, wenn auf der Nordhalbkugel Winter oder Frühling herrschte. Deshalb erwartet die WHO, dass es zwischen Ende 2006 und Anfang 2007 wieder zu einem Ansteigen der Fälle kommen kann.
WHO


Stellungnahme der ISN zur Impfstrategie zur Bekämpfung der Geflügelpest

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) e.V. hat eine schriftliche Stellungnahme zur "Impfstrategie zur Bekämpfung der Geflügelpest" als Sachverständige im Rahmen einer öffentlichen Anhörung zu diesem Thema vor dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestages abgegeben. Diese Stellungnahme kann jetzt im Internet auf der Internetseite des Bundestages eingesehen werden.
Bundestag


30.06.2006

Erster Geflügelpestfall beim Menschen in China bereits im Jahr 2003

China hatte den ersten Fall einer Erkrankung eines Menschen mit dem Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N1 im Jahr 2005 gemeldet. Es könnte aber durchaus sein, dass der erste Fall bereits zwei Jahre früher im bevölkerungsreichsten Land der Erde aufgetreten ist. Wie chinesische Wissenschaftler im New England Journal of Medicine (NEJM) berichteten, konnten sie bereits bei einem Patienten aus dem Jahr 2003 den Erreger nachweisen. Die chinesischen Behörden wollen jetzt in eigenen Untersuchungen klären, ob die Ergebnisse der Veröffentlichung korrekt sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wundert sich unterdessen, dass der Fall nicht an die Behörden gemeldet wurde. Das chinesische Gesundheitsministerium gibt an, erst durch die jetzige Veröffentlichung von dem Fall erfahren zu haben. Unterdessen gibt es weitere Konfusionen um die Veröffentlichung. Das NEJM gibt an, dass die Autoren um die Rücknahme des Artikels gebeten hatten. Allerdings sei das zu dem Zeitpunkt der Bitte nicht mehr möglich gewesen. Eine Autorin gibt dagegen an, dass keiner der Autoren um die Rücknahme gebeten hatte und alle Autoren weiterhin hinter der Veröffentlichung stünden.
Promedmail


27.06.2006

Frankreich erlangt wieder den Status "geflügelpestfrei"

Frankreich hatte im Februar den Ausbruch der Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Puten gemeldet. Nachdem seitdem keine weiteren Fälle der Erkrankung bei Nutzgeflügel aufgetreten sind, besitzt das Land in Übereinstimmung mit den Regularien des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE) seit dem 18. Juni 2006 wieder den Status "geflügelpestfrei". Dieser Status wird erlangt, wenn drei Monate nach Abschluss der Maßnahmen wie endgültiger Reinigung und Desinfektion der betroffenen Anlagen keine neuen Fälle nachgewiesen werden. Die abschließenden Maßnahmen in Frankreich wurden am 18. März 2006 durchgeführt.
OIE


25.06.2006

Mensch-zu-Mensch-Übertragung von mutiertem H5N1 Virus festgestellt

Die Weltgesundheitsorganisation WHO meldet die Mutation des Geflügelpestvirus H5N1. Außerdem sei die Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Erregers innerhalb einer indonesischen Familie nachgewiesen worden. Acht Mitglieder einer Familie auf Sumatra hatten sich im vergangenen Monat mit dem Virus infiziert, sieben von ihnen starben. Die Mutation des Erregers habe bei einem zehnjährigen Jungen stattgefunden, der anschließend seinen Vater angesteckt habe. Das geht aus einem Bericht hervor, der am Freitag auf einer nicht-öffentlichen Sitzung von Geflügelpest-Experten in Jakarta verteilt wurde. Dies sei der erste Beweis für eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Erregers, sagte der Epidemiologe Tim Uyeki vom US-Zentrum zur Seuchenkontrolle (CDC). Dennoch gebe es angesichts der Mutation keinen Grund zur Panik, da Viren häufig mutierten.
AP
WHO


22.06.2006

EU-Stützungsmaßnahmen für den Geflügelfleischmarkt

Der Verwaltungsausschuss für Eier und Geflügel hat gestern dem Vorschlag der EU-Kommission über Stützungsmaßnahmen für den Geflügelfleischmarkt im Zuge der Absatzeinbrüche durch die Geflügelpest zugestimmt. Die EU-Kommission will dabei nur Stützungsmaßnahmen kofinanzieren, die auf eine vorübergehende Verringerung der Produktion und nicht auf die Lagerung hergestellter Produkte abzielen. Zu den stützungswürdigen Maßnahmen zählen u. a. die Vernichtung von Bruteiern, die Keulung von Küken, die vorzeitige Schlachtung von Zuchttieren, die freiwillige Produktionsdrosselung sowie die vorzeitige Schlachtung legereifer Hennen. Solche Maßnahmen können aus dem EU-Haushalt zu 50 Prozent von der EU kofinanziert werden. Insgesamt haben 14 Mitgliedsländer - darunter auch Deutschland - einen Antrag auf Beihilfen gestellt. Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Maßnahmen den EU-Haushalt mit 50 bis 65 Millionen Euro belasten werden.
EU-Kommission


15.06.2006

Feldversuche mit Impfstoffen gegen H5N1 für 2006 geplant

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für Tiergesundheit plant noch im Jahr 2006 Feldversuche mit den momentan zur Verfügung stehenden Impfstoffen gegen den H5N1-Erreger der Geflügelpest, um diese besser bewerten zu können. Des Weiteren kündigte der FLI-Präsident Prof. Thomas Mettenleiter in einem Expertengespräch, zu dem der Deutsche Bauernverband (DBV) eingeladen hatte, einen Markerimpfstoff gegen die Geflügelpest an. Dadurch sollen künftig geimpfte und infizierte Tiere unterschieden werden können. Der Markerimpfstoff soll jedoch erst im kommenden Jahr in Feldversuchen getestet werden. Allerdings werde die formale Zulassung des Impfstoffes auf Grund des strengen Zulassungsverfahrens vermutlich aber noch mehrere Jahre dauern. Mettenleiter lehnt den Einsatz von herkömmlichen Impfstoffen nach wie vor ab. Die Impfung stelle lediglich ein Instrument im Kampf gegen die Geflügelpest dar, um im Fall eines Seuchenausbruchs unterstützend zu den notwendigen Keulungen infizierter Bestände die weitere Verbreitung zu verhindern. Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Stallpflicht in Verbindung mit den vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen beim Betriebsmanagement das wirksamste Instrument zur Risikominimierung, betonte Mettenleiter.
DBV


12.06.2006

Geflügelpestausbruch in Ungarn

Wie die EU-Kommission mitteilte, ist es in Ungarn zu einem Ausbruch der Aviären Influenza vom Typ H5 gekommen. Ob es sich um den Erreger vom Typ H5N1 handelt, wird derzeit im Referenzlabor der EU im britischen Weybridge untersucht. Betroffen ist eine Gänsefarm, die in einer Region liegt, in der es früher in diesem Jahr auch zu Erkrankungen von Wildvögeln durch die Geflügelpest vom Typ H5N1 gekommen ist. Die 2.300 Gänse des Betriebes wurden umgehend nach Auftreten des Verdachts getötet. Sollte es sich tatsächlich um den Erreger vom Typ H5N1 handeln, wäre es der fünfte Ausbruch der Erkrankung bei Wirtschaftsgeflügel innerhalb der EU.
EU-Kommission


09.06.2006

H5N1-Infektionsrisiko beim Baden und durch Trinkwasser vernachlässigbar

Nachdem in diesem Jahr in Europa einige Hundert Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Wildvögeln - zumeist Wassergeflügel - nachgewiesen worden war, hatten sich teilweise Befürchtungen breit gemacht, dass für Menschen ein Infektionsrisiko durch verunreinigtes Trinkwasser oder Badegewässer bestehe. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) der EU hat dieses Risiko als äusserst gering und zu vernachlässigen eingestuft. Zur Begründung gab das ECDC an, dass der Erreger weiterhin schlecht an den Menschen angepasst ist und hohe Mengen des Virus nötig sind, um beim Menschen eine Infektion auszulösen. Sollte Badegewässer durch Kot infizierter Tiere verunreinigt sein, würde sich das Virus im Wasser verteilen und nicht die zur Infektion notwendigen Dosen erreichen. Auch bezüglich Trinkwasser wird das Risiko als äusserst gering eingeschätzt, da die üblichen Methoden der Trinkwasseraufbereitung das Virus zerstören. Das ECDC warnt dagegen vor anderen Erkrankungen, die über das Wasser verbreitet werden können, wie Salmonellose oder Campylobacteriose.
Eurosurveillance


08.06.2006

Deutschland engagiert sich auch weiterhin im Kampf gegen die Geflügelpest

Deutschland hat sich im internationalen Kampf gegen die Geflügelpest vom Typ H5N1 bereits stark engagiert und wird dieses Engagement auch weiterhin fortsetzen. Darauf weist das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) am Rande einer großen internationalen Konferenz zur Geflügelpest in Wien hin. Diese wird von der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft organisiert. Das BMELV verweist darauf, dass Deutschland bereits auf der internationalen Geberkonferenz im Januar diesen Jahres in Peking Zusagen über Mittel in Höhe von 23 Millionen Euro gemacht hat. Diese Mittel kommen hauptsächlich den betroffenen Ländern Südostasiens sowie FAO und WHO zu Gute. Das BMELV wird weitere Projektmittel zur Verfügung stellen, mit denen die FAO einerseits ein Krisenzentrum aufbauen soll und andererseits Produktionssysteme entwickelt werden sollen, die den Landwirten in den betroffenen Regionen die Sicherstellung der Nahrungsmittelproduktion auch trotz der ständigen Bedrohung durch die Geflügelpest gewährleisten. Auch das Bundesentwicklungsministerium ist an Projekten zur Geflügelpest beteiligt. Es engagiert sich insbesondere in Afrika, wo die Behörden mit den Folgen von Ausbrüchen überfordert sind.
BMELV


EU-Kommission lehnt gemeinsame Bevorratung von Grippemedikamenten ab

Die EU-Gesundheitsminister haben sich nicht auf den Aufbau eines europäischen Vorrats für Medikamente zur Bekämpfung einer Grippepandemie einigen können. Dies teilte am Mittwoch der EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, Markos Kyprianou, bedauernd mit. Kommissar Kyprianou sagte: "Ich bedaure sehr, dass die Mitgliedsstaaten sich nicht auf eine EU-weite Medikamentenbevorratung einigen konnten. Die Kommission hat sehr viel Arbeit in dieses Konzept gesteckt. Nach meiner Ansicht hätte ein solcher Vorrat unsere Möglichkeiten zur Eindämmung einer Pandemie sehr verbessert. Nun ist es umso wichtiger, dass die Mitgliedsstaaten ihre nationalen Vorräte pflegen. Die Verantwortung für die Vorsorge für den Ausbruch einer Grippepandemie liegt nun vollständig bei den nationalen Behörden." Das Anlegen eines Vorrats, der bei Bedarf in der EU verteilt worden wäre, war zur EU-weiten Vorsorge für eine mögliche Pandemie monatelang unter den Gesundheitsexperten der Mitgliedstaaten diskutiert worden.
EU-Kommission


07.06.2006

Geflügelpest vom Typ H5N3 in Dänemark

Wie das Internationale Tierseuchenamt (OIE) mitteilt, ist in Dänemark ein gering pathogener Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N3 nachgewiesen worden. Betroffen ist ein Betrieb mit rund 22.000 Enten und Gänsen. Die Diagnose wurde im Rahmen eines Überwachungsprogramms für die Aviäre Influenza bei Geflügel gestellt. Als Maßnahmen wurden von den Behörden Tötung, Quarantäne und Einschränkung der Transporte angeordnet.
OIE


Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Kosten der Geflügelpest

Um die Landkreise und Kommunen zu entlasten und vor weiterer Verschuldung zu bewahren, hat die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns gestern entschieden, sich an den Kosten der Geflügelpest zu beteiligen. So sollen 50 Prozent der Kosten für die Beauftragung von Fremdfirmen sowie für Sachkosten durch das Land übernommen werden. Dem Landkreis Rügen würde dadurch eine neue Schuldenlast von 500.000 Euro erspart, wie Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) gestern mitteilte. Er wies ferner daraufhin, dass sich diese Maßnahme in die unterstützenden Hilfen von Bund und Ländern einreihe. Das Landwirtschaftsministerium des Landes hat u. a. Spezialtechnik bereitgestellt, das Innenministerium Polizei und Katastrophenschutz, das Wirtschaftsministerium Personal und Technik der Straßenmeistereien und das Arbeitsministerium zur Abfederung arbeitsmarktpolitischer Probleme 760.000 Euro. Zudem verzichtet das Land auf die Kosten für Untersuchungen am Landesuntersuchungsamt. Von Seite des Bundes wurde die Bundeswehr kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern


06.06.2006

FLI sieht noch keine Entspannung bei Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems sieht trotz der momentan zurückgehenden Fälle von Geflügelpest vom Typ H5N1 noch keine Entspannung der Lage. Das FLI hält es weiterhin für möglich, dass das Virus von Wildvögeln in Nutztierbestände eingebracht wird. Dies geht aus der aktuellen Risikobewertung des FLI zur Geflügelpest hervor. Verdeutlicht werde die weiterhin hohe Gefahr durch einen Fall in einer Freilandhaltung in Dänemark und die Fälle in Rumänien. Das FLI plädiert deshalb dafür, die momentan gültigen Maßnahmen fortzuführen. Dazu gehören die Stallpflicht für Geflügel sowie das intensive Monitoring von Wildvögeln.
FLI


02.06.2006

Bedeutung von Wildvögeln für Aviäre Influenza bestätigt

Wildvögel spielen bei der Verbreitung der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 eine wichtige Rolle. Dies ist eines der Ergebnisse einer von FAO und OIE ausgerichteten Konferenz, an der mehr als 300 Wissenschaftler aus mehr als 100 Ländern teilnahmen. Wildvögeln kam demnach eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung des Virus über lange Strecken zu. Dies wird auch in Zukunft so sein. Aber auch die Bedeutung des Geflügelhandels - sowohl legal als auch illegal - wurde von den Wissenschaftlern herausgestellt. Die Bedeutung der Wildvögel wurde von mehreren Beiträgen auf der Konferenz herausgestellt. Untermauert wird diese Erkenntnis noch durch verschiedene wissenschaftliche Artikel. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die Ausbrüche der Erkrankung in acht afrikanischen Ländern mit den Handel von Geflügel für den menschlichen Verzehr zusammenhängen. Um die genauen Verbreitungswege hierbei zu identifizieren, seien allerdings noch weitere Analysen notwendig. Die OIE forderte die internationalen Geberländer zudem auf, mehr Geld in die Entwicklung der Veterinärbehörden in Entwicklungsländern Asiens und Afrikas zu investieren.
OIE
Vetion Gesetze: Geflügelpest-Schutzverordnung u.a.


01.06.2006

Österreich hebt Stallpflicht generell auf

In Österreich endet heute, am 1. Juni 2006, überall die Stallpflicht. Damit darf Geflügel auch in den letzten zuvor noch als Risikogebiete eingestuften Regionen in Österreich wieder draußen gehalten werden. "Diese Entscheidung habe ich nach Beratungen mit meinen Experten getroffen", erklärte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat am Mittwoch (31. Mai), wie das Agrarische Informationszentrum (AIZ) berichtet. Der bisher letzte positive Nachweis des auch für Menschen gefährlichen H5N1-Virus bei einem Wildvogel erfolgte in Österreich am 26. April 2006.
AIZ


EU stellt Ergebnisse der Gefügelpestüberwachung vor

Die EU-Kommission hat gestern im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung von FAO und OIE die Ergebnisse der europaweiten Überwachung auf die Aväre Influenza vorgestellt. Demnach sind im Zeitraum von Juli 2005 bis Mai 2006 rund 100.000 Wildvögel auf das Virus getestet worden. Rund 60.000 Tests fanden allein im Zeitraum Januar bis Mai 2006 statt. Zwischen Februar und 21. Mai 2006 wurden in der EU 741 Fälle der Aviären Influenza vom Typ H5N1 bei Wildvögeln festgestellt. Die Verteilung auf die einzelnen Länder war dabei sehr unterschiedlich. Mit 326 Fällen stand Deutschland an der Spitze. Die meisten Fälle wurden in Europa mit 362 Fällen im März 2006 festgestellt. Über 162 Fälle im April sank die Zahl im Mai (bis 21.) auf 17 Fälle. 62,8 Prozent der betroffenenen Tiere waren Schwäne. 16,8 Prozent der Fälle betraf Enten, 4,5 Prozent Gänse und 3,9 Prozent Raubvögel. Die übrigen 13 Prozent verteilten sich auf andere Vögel. In der Geflügelhaltung wurden im gesamten Zeitraum nur vier Fälle - einer davon in Deutschland - nachgewiesen.
EU-Kommission


28.05.2006

WHO versetzt Roche in Alarmbereitschaft

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach der Häufung tödlicher Vogelgrippefälle in Indonesien den Hersteller des antiviralen Mittels Tamiflu Roche in Alarmbereitschaft versetzt. Wie ein Sprecher mitteilte, sei dieser erste Schritt Teil der Vorsichtsmaßnahmen bei einem Verdacht, dass es zu einer Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch gekommen sein könnte. Für die nächsten beiden Wochen solle sich Roche desshalb in Alarmbereitschaft halten, da dieser Zeitraum der doppelten Inkubationszeit nach dem letzten gemeldeten Fall entspreche. In Indonesien waren mehrere Menschen aus einer Familie an der Vogelgrippe gestorben, weswegen eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht ausgeschlossen werden kann. Vorsichtshalber hatte die WHO schon 9.500 Dosen Tamiflu nach Indonesien fliegen lassen. Die indonesischen Behörden hatten am Samstag drei weitere durch ein WHO-Referenzlabor in Hongkong bestätigte Todesfälle bekannt gegeben. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen in Indonesien auf 48, die der Todesfälle auf 36.
Yahoo


27.05.2006

Seehofer spricht sich gegen zu große Lockerung der Stallpflicht aus

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer hat sich gegen eine zu große Lockerung der Stallpflicht ausgesprochen. In einem Interview mit der «Wirtschaftswoche» warnte der Minister die Bundesländer davor, im Kampf gegen die Vogelgrippe die Stallpflicht zu weitgehend zu lockern. Gerade in der Nähe von Flüssen und Seen sei die Gefahr noch zu groß. Aus diesem Grund werde er die Bundesländer explizit in die Verantwortung nehmen, die auch dort die Stallpflicht gelockert hätten. In vielen Bundesländern wollen die Landesminister nach der Lockerung der Stallpflicht eine großflächige Freilandhaltung wieder erlauben.
Yahoo


Neuer Impfstoff gegen Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI) auf der Insel Riems hat einen neuen Impfstoff gegen die Geflügelpest vorgestellt. Mit dem zweiten Prototyp eines Markerimpfstoffes können im Gegensatz zu bisherigen Impfstoffen geimpfte von ungeimpften Tieren unterschieden werden. In ersten Versuchen hatte der Impfstoff einen sehr guten Schutz der Hühner vor der Geflügelpest und der atypischen Geflügelpest (Newcastle Disease) gezeigt. Bereits im nächsten Jahr sollen die Feldversuche in großen Tierbeständen starten. Eine Massenimpfung ist sehr gut möglich, da der Impfstoff über Aerosol und Trinkwasser verabreicht werden kann. Durch einen einfachen Bluttest können dann geimpfte von ungeimpften Tieren unterschieden werden. Im Sommer 2005 entwickelte das FLI bereits einen ähnlichen Prototyp eines Markerimpfstoffes. Jedoch ist der Vorteil des neuen, dass er auch bei anderen Geflügelarten eingesetzt werden kann.
Handelsblatt


23.05.2006

Rentenbank stellt günstige Kredite für von der Geflügelpest betroffene Betriebe bereit

Die Rentenbank wird günstige Kredite für die von der Geflügelpest betroffenen Betriebe in ganz Deutschland bereitstellen. Darauf weist das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hin. Die Landwirte können besonders günstige Kredite aus dem "Junglandwirteprogramm" erhalten. Die Rentenbank verweist darauf, dass diese Regelung auch für die von der Schweinepest betroffenen Schweinehalter gilt, bei denen es zu Liquiditätsengpässen gekommen ist.
Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium
Rentenbank


21.05.2006

Geflügelpest in Rumäniens Haupstadt

In Rumänien ist erneut die Geflügelpest mit einem Virus vom H5-Typ festgetsellt worden. Betroffen ist diesmal sogar laut dem Bürgermeister Adriean Videanu ein Bezirk in der Hauptstadt Bukarest. In der Gegend werden rund 4.400 Hühner gehalten. Auch in einem weiteren Stadtteil besteht der Verdacht auf die Geflügelpest. Nun sollen die Untersuchung zeigen, ob es sich um den auch für den Menschen gefährlichen Erreger H5N1 handelt. Die Behörden haben mit der Keulung der Tiere begonnen und an die Anwohner vorsorglich das Grippemedikament Tamiflu ausgegeben.
Yahoo


20.05.2006

Neuer Geflügelpest-Impfstoff in Sicht

Der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Thomas Mettenleiter, hat einen neuen Impfstoff gegen die aviäre Influenza angekündigt. Nach seinen Aussagen sind die Ergebnisse der ersten gerade begonnenen Tierversuche sehr vielversprechend. So wird gehofft, dass bei einem weiter so guten Versuchsverlauf im nächsten Jahr bereits mit den Feldversuchen gestartet werden kann. Doch dann würde es bis zu einer formalen Zulassung immer noch fünf Jahre dauern. Laut Mettenleiter ist auch 100 Tage nach dem Ausbruch des ersten Falls von H5N1 auf Rügen noch nicht geklärt, wie das Virus nach Deutschland gelangt ist. Man wird dies wohl auch nicht mit Gewissheit klären können, anzunehmen ist jedoch ein Einschleppen durch Zugvögel. Inzwischen hat sich auch die Diagnostik weiter entwickelt, denn innerhalb von zwölf Stunden kann das Virus bereits nachgewiesen werden und sogar bestimmt werden, ob es sich um die hochpathogene Asia-Variante handelt. Beim ersten Ausbruch vor 100 Tagen hat diese Diagnostik noch eine Woche gedauert.
Yahoo
Die Welt


Neue Fälle von aviärer Influenza

Nach Angaben der Weltgedunheitsorganisation WHO sind in Indonesien zwei weitere Kinder an den Folgen der Infektion mit dem Geflügelpestvirus gestorben. Bei den infizierten Personen lassen sich inzwischen auch familiäre Häufungen feststellen. So sind dem H5N1-Virus bereits vier weitere Personen aus der Familie des zehnjährigen Jungen zum Opfer gefallen. Unterdessen hat die Regierung in Dänemark den ersten Fall von H5N1 bei zwei Perlhühnern und einem Pfau auf der Insel Fünen bestätigt. Auch in Rumänien breitet sich die Geflügelpest weiter aus. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Gheorghe Flutur hat sich die Zahl der H5N1-Herde bei Geflügel inzwischen auf 18 erhöht. Über 23 weitere Orte wurden ebenfalls Sperrmaßnahmen verhängt, da hier der Verdacht auf Geflügelpest ausgesprochen wurde.
Frankfurter Rundschau


16.05.2006

Geflügelpest kehrt mit dem Herbst zurück

Mit dem Herbst wird auch die Geflügelpest wieder nach Europa zurückkehren. Der derzeit zu beobachtende Rückgang der Zahl der Geflügelpest-Fälle gebe keinen Anlass zur Entwarnung, meinen Experten. Man müsse mit der Situation umzugehen lernen, dass Zugvögel mit Vogelgrippe im Frühjahr und im Herbst kommen, wird Zsuzsanna Jakab, die Leiterin des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten im schwedischen Uppsala, zitiert. Dort berieten sich Experten aus der EU, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und weiteren 48 Ländern auf einer dreitägigen Konferenz. Ein Blick auf die Landkarte zeige, dass die Flugbahn der Zugvögel die gleiche sei wie der Verlauf der Ausbreitung der Vogelgrippe, sagte WHO-Europadirektor Marc Danzon. Unterdessen ist in Rumänien die Geflügelpest erstmals auf einem großen kommerziellen Geflügelhof ausgebrochen. Mehrere hunderttausend Tiere müssen nun getötet werden. Am Montag bestätigte sich der Verdacht auf zwei neue H5N1-Ausbrüche in der siebenbürgischen Region Brasov, wie das Landwirtschaftsministerium in Bukarest mitteilte.
lid


RKI stellt übererabeitete Influenza-Seiten bereit

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Internetseiten zur Influenza überarbeitet und veröffentlicht. Damit soll der Zugang zu den Seiten allen Interessierten erleichtert werden. Um dies zu erreichen, wurden die Seiten nach Interessengruppen geordnet. Die Überarbeitung der Seiten gehen auch auf Erfahrungen mit der Lungenerkrankung SARS zurück. "Die Erfahrungen beim SARS-Ausbruch 2003 haben gezeigt, dass rasche und verlässliche Informationen zur Situation und zu Schutzmaßnahmen einen wesentlichen Anteil daran haben können, eine solche Situation zu bewältigen", sagte Reinhard Kurth, Präsident des RKI. Das Interesse am Internetangebot des RKI ist im letzten Jahr deutlich gewachsen. Wurden die Seiten im März 2005 noch 1,1 Millionen-mal aufgerufen, so stieg der Zugriff auf 3,2 Millionen im März 2006. Allein die Seiten zur Vogelgrippe wurden 750.000-mal aufgerufen.
RKI


15.05.2006

Bekämpfung der Geflügelpest in Asien mit unterschiedlichen Strategien erfolgreich

In Asien scheinen sich erste Erfolge bei der Bekämpfung der Geflügelpest bemerkbar zu machen, wie die New York Times berichtet. Sowohl Thailand als auch Vietnam ist es offenbar gelungen, die Erkrankung erfolgreich einzudämmen. In beiden Ländern, die besonders stark betroffen waren, sind seit einiger Zeit kaum noch Fälle bei Geflügel und Mensch aufgetreten. Die WHO warnt jedoch davor, zu früh den Sieg über die Erkrankung zu erklären. Sie weist vielmehr daraufhin, dass die Verbreitung des Erregers nach Afrika und Europa weiterhin Anlass zur Besorgnis gebe. Auch die Regierungen Thailands und Vietnams sind sich bewusst, dass die Erkrankung jederzeit wieder ausbrechen kann. Interessant dabei ist, dass die Länder unterschiedliche Strategien zur Eindämmung der Seuche angewendet haben. Vietnam hat im letzten Sommer begonnen, 220 Millionen Stück Geflügel gegen den Erreger vom Typ H5N1 zu impfen. Für Thailand als bedeutenden Geflügelexporteur kam dies nicht in Frage, da es zu Exportbeschränkungen gekommen wäre. Stattdessen wurde hier auf die Keulung um die betroffenen Betriebe gesetzt. Zudem wurden die davon betroffenen Landwirte entschädigt. Außerdem wurde in jedem Dorf ein Beobachter bestellt, der über erkranktes Geflügel berichtet. Ganz auf die Impfung hat Thailand jedoch nicht verzichtet. Kampfhähne, die hohe Werte darstellen, wurde geimpft. Die Besitzer erhielten dann Pässe, die sie bei Reisen mit den Tieren vorweisen konnten. Beide Länder haben zudem auch entlegenste Krankenhäuser mit dem antiviralen Präparat Tamiflu ausgestattet und die Ärzte angewiesen, Menschen bei Verdacht damit zu behandeln, bereits bevor eine offizielle Labordiagnose vorliegt.


12.05.2006

Länder setzen Geflügelpest-Aufstallungs-VO um

Die neue Verordnung zur Aufstallung von Geflügel zum Schutz vor der Geflügelpest vom Typ H5N1, gibt den Bundesländern die Möglichlkeit, Regionen zu definieren, in denen keine Stallhaltung notwendig ist. Die Bundesländer haben mit der Umsetzung begonnen und geben jetzt nach und nach die Gebiete bekannt, in denen keine Aufstallung mehr notwendig ist. In Bayern werden diese Gebiete von den Landratsämtern festgelegt. Zudem sah man sich dort vor dem Problem, dass die Freilandhaltung praktisch zum Erliegen gekommen wäre, wenn man die Verordnung bezüglich der Gewässerauflagen 1:1 umgesetzt hätte. Deshalb konzentriert man sich jetzt auf die größeren Flüsse und Seen mit einer Ausdehnung von mehr als 50 Hektar. Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden die Landkreise die Ausnahmen von der Stallhaltungspflicht festlegen. In Nordrhein-Westfalen wird der Großteil des Geflügels wieder den Auslauf geniessen dürfen. Auch hier sind die Landkreise für die Festlegung der Gebiete zuständig.
MUNLV Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern
STMUGV Bayern


Fernsehtipp: Arte - Der Geflügelpest auf der Spur

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 hat weite Teile der Welt in Beschlag genommen. Die Suche nach den Ursprüngen des Virus geht unterdessen weiter. Der Fernsehsender "Arte" zeigt heute Abend um 19:00 Uhr eine Dokumentation über den schwedischen Mediziner und Ornithologen Björn Olsen. Olsen vermutet den Ursprung des Virus in der arktischen Region der Behringstrasse zwischen Alaska und Sibirien. Arte hat den Wissenschaftler bei seiner Spurensuche begleitet. Olsen startete sein Projekt bereits 1999, lange bevor die Geflügelpest die Welt in Angst und Schrecken versetzte. 2005 brach er mit seinem Team in die Tundra auf, um dort Proben zu sammeln. Wissenschaftler mutmaßen, dass diese Region ein Reservoir für Geflügelpestviren ist.
Arte


11.05.2006

Niedersachsen unterstützt Gänsehalter wegen Geflügelpestmaßnahmen

Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium plant, Gänsehalter zu unterstützen. Insbesondere bei Gänsehaltern sei es durch die Stallhaltungspflicht, die zum Schutz vor der Geflügelpest erlassen wurde, zu wirtschaftlichen Einbußen gekommen. Daneben ist es auch zu Problemen beim Raumangebot durch schnellwachsende Tiere gekommen. Das Land Niedersachsen plant deshalb, den Gänsehalter durch Stützungskäufe zu helfen. Dabei soll angeboten werden, in begrenztem Umfang Küken, Bruteier und Elterntiere aufzukaufen. Nach Gesprächen mit betroffenen Tierhaltern könnte der Ankauf von 10.000 erwachsenen Tieren, 15.000 Jungtieren und etwa einer halben Million Bruteier zur deutlichen Entschärfung des Tierschutzproblems, zur Marktstützung und zur wirtschaftlichen Entlastung der Betriebe führen.
Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium


EU verlängert Maßnahmen zur Geflügelpest bis Ende des Jahres.

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit hat bereits in der letzten Woche entschieden, dass ein Grossteil der Schutzmaßnahmen vor der Geflügelpest vom Typ H5N1 bis Ende 2006 verlängert werden. Dazu gehört u. a., dass in Hochrisikogebieten weiterhin Stallpflicht für Geflügel besteht oder Geflügel zumindest nur noch in Ställen gefüttert werden darf. Ebenso werden die Importverbote für Geflügel aus Bulgarien und Rumänien bis Ende des Jahres verlängert. Der Import von Geflügelfleisch war aus diesen Ländern bisher bereits nur für einige Regionen der Länder verboten. Für den Import von lebendem Geflügel galt ein genereller Einfuhrstopp. Dafür werden jetzt ebenso die regionalisierten Kriterien angewendet. Nachdem Österreich einen Plan für die Impfung von Zootieren vorgelegt hatte, wurde dieser jetzt vom Ausschuss genehmigt. Frankreich wurde zudem gestattet, sein Impfprogramm für Enten und Gänse zu verlängern.
EU-Kommission


Geflügel-Aufstallungsverordnung in Kraft

Gestern ist die Verordnung zur Aufstallung des Geflügels zum Schutz vor der Klassischen Geflügelpest in Deutschland in Kraft getreten. Weiterhin gilt in Deutschland die generelle Aufstallungspflicht, von der Ausnahmen möglich sind. Die Ausnahmen sind dann möglich, wenn sich Geflügel nicht in der Nähe eines Geflügelpest-Sperr-, Beobachtungs- oder Kontrollgebietes oder nicht in der Nähe von Rast- oder Sammelplätzen von Zugvögeln befindet. Außerdem darf eine bestimmte Besatzdichte in einem Radius von 1.000 Metern um die Geflügelhaltung nicht überschritten werden. Auf Grundlage dieser Vorlage können die zuständigen Behörden Gebiete festlegen, in denen die Freilandhaltung zulässig ist. Grundlage der Verordnung ist die neueste Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems. Durch die fortgesetzten Funde von Geflügelpest bei Wildvögeln - das FLI meldete Anfang Mai bisher 337 Funde - habe sich die Gefährdungslage gegenüber dem letzten Herbst deutlich verschärft. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) betonte, dass man angesichts der neuen Risikoeinschätzung kein Risiko eingehen dürfe.
BMELV
FLI


09.05.2006

LMU München startet Vorlesungsreihe zur 'Vogelgrippe'

Die Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat eine Vorlesungsreihe zum Thema Aviäre Influenza H5N1 ins Leben gerufen. Die Vorträge, die am 17. Mai 2006 beginnen, richten sich an Studierende sowie an Fachpublikum. Unter dem Titel "Vogelgrippe - Tierseuche und Zoonose" widmen sich insgesamtsieben Vorträge den unterschiedlichen Aspekten dieser Tierseuche. Den ersten Vortrag hält Dr. Ortrud Werner am 17. Mai um 18.00 Uhr im Hörsaal der Chirurgischen Tierklinik, Königinstr. 14. Frau Werner war bis zu ihrer Pensionierung vor wenigen Wochen Leiterin des mit der Erforschung der Geflügelpest betrauten Nationalen Referenzlabors für Aviäre Influenza des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems. Inhalt ihres Vortrages ist unter anderem die Entstehung und Verbreitung des Virus von Asien bis nach Europa. Die sechs weiteren Vorlesungen werden von Fachwissenschaftlern des FLI, desRobert-Koch-Instituts in Berlin sowie von der LMU gehalten. Es werden darin die klinischen Aspekte der klassischen Geflügelpest, die molekulare Struktur des aviären Influenza-Virus sowie zoonotische Gesichtspunkte, die die Übertragung der Geflügelseuche auf Säugetiere betreffen, behandelt. Darüber hinaus werden auch die Ansätze zum Einsatz der Impfung in der Bekämpfung der Geflügelpest thematisiert.
idw
LMU München


08.05.2006

BTK begrüßt neue Geflügel-Aufstallungsverordnung

Die Bundestierärztekammer (BTK) reagierte erfreut auf die Möglichkeit der Freilandhaltunghaltung in bestimmten Gebieten Deutschlands, die von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) in der neuen Geflügel-Aufstallungsverordnung festgelegt wurde. Die Geflügel-Aufstallungsverordnung sieht die Möglichkeit der Freilandhaltung in festgelegten Gebieten vor. Die BTK forderte die Behörden auf, aus der Kann-Bestimmung eine Soll-Bestimmung zu machen und die geeigneten Gebiete entsprechend auszuweisen. In Gebieten, in denen kein erkennbares Seuchenrisiko bestehe, müsse Freilandhaltung möglich sein, wobei zwischen kleinbäuerlichen und Rassegeflügelhaltungen einerseits und kommerziellen Geflügelbeständen andererseits deutlicher unterschieden werden müsse. Die Stallpflicht sollte nicht langfristig als zentrale Maßnahme der Seuchenbekämpfung eingesetzt werden, da sie nicht geeignet ist, um den Infektionsdruck aus Wildvogelbeständen zu senken, und die bisherigen Fälle bei Nutzgeflügel in Frankreich und Deutschland traten in geschlossenen Haltungen auf. Eine dauerhafte Stallpflicht bedroht die Existenz vieler privater und kommerzieller Geflügelhaltungen und widerspricht zumindest bei einigen Geflügelarten einer art- und tierschutzgerechten Haltung, so die BTK. Darüber hinaus forderte sie ein EU-weit einheitliches Vorgehen bei der Bekämpfung der Geflügelpest.
BTK


05.05.2006

Vogelgrippe-Vor-Impfstoff wird im Großversuch getestet

In einem groß angelegten Versuch, an dem sich rund 5.200 Freiwillige aus sieben europäischen Ländern beteiligen, wird ein Vorimpfstoff gegen die Vogelgrippe getestet. Das berichtete "Schweizerbauer" unter Berufung auf einen Bericht der spanischen Zeitung "El País" vom Donnerstag. Zu den Versuchspersonen zählen 1500 Spanier, 1000 Deutsche, 700 Niederländer sowie je 500 Franzosen, Russen, Schweden und Esten. Getestet wird ein Mittel, das bei einer Pandemie die Entwicklung eines Impfstoffs gegen die Vogelgrippe beschleunigen soll. Die Probanden werden auf Nebenwirkungen untersucht. Für sie besteht nach Angaben spanischer Mediziner keine Gefahr, mit dem H5N1-Virus der Vogelgrippe infiziert zu werden.
Schweizerbauer


04.05.2006

EU-Kommission teilt Gelder für den Kampf gegen die Geflügelpest auf

Die Europäische Kommission hat zur Bekämpfung der Geflügelpest 100 Millionen Euro zugesagt. Wie "Schweizerbauer" unter Berufung auf das Agrarische Informationszentrum AIZ schreibt, Die Kommission beabsichtigt, soll der gesamte zugesagte Betrag bereits Anfang Juni 2006 bereitgestellt werden. "Wir müssen umgehend handeln und die bedürftigsten Länder bei der Bekämpfung der Vogelgrippe unterstützen. Dabei ist ein rasches Vorgehen angezeigt, um das Risiko einer Pandemie einzudämmen und wirtschaftliche Verluste zu reduzieren", sagte Benita Ferrero-Waldner, die für Aussenbeziehungen und Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissarin. Das Geld soll folgendermaßen aufgeteilt werden: 50 Millionen Euro werden die betroffenen Länder in Asien, Mittelasien, dem Mittelmeerraum und in Osteuropa erhalten. Weitere 30 Millionen Euro erhalten die Staaten Afrikas, Karibik und Pazifik. Die übrigen 20 Millionen Euro werden für Forschungsprojekte verwendet.
Schweizerbauer
AIZ


Stallpflicht für Geflügel bleibt bestehen

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) hat die Stallpflicht für Geflügel grundsätzlich verlängert. Der Grund ist, dass Wissenschaftler vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) das Risiko der Verbreitung der Geflügelpest in Deutschland derzeit deutlich höher einschätzen als bei der ersten Stallpflicht im vergangenen Herbst. Die entsprechende Eilverordnung, die die Stallpflicht über den 15. Mai hinaus vorschreibt, werde spätestens Ende nächster Woche in Kraft treten, so Seehofer. Die Lage werde fortan monatlich durch Experten neu bewertet. Vielen Geflügelzüchtern mißfällt die Entscheidung, da sie nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) den finanziellen Ruin fürchten, weil sie ihre im Stall gehaltenen Tiere nicht mehr oder nur schlecht verkaufen können. Die Geflügelzüchter forderten daher die grundsätzliche Erlaubnis der Freilandhaltung. Seehofer stellte den betroffenen Geflügelhaltern stattdessen finanzielle Hilfe in Aussicht.
BMELV


02.05.2006

EU stellt 100 Millionen Euro zur Bekämpfung der Geflügelpest bereit

Die EU steht kurz davor, ihre Zusagen über die Bereitsellung von Geldern zur Bekämpfung der Geflügelpest frühzeitig anzuschliessen. Die EU hatte auf der internationalen Gberkonferenz, die im Januar in Peking stattfand, 100 Millionen Euro zugesagt. Vor Ostern wurde bereits grünes Licht für die Bereitstellung von 50 Millionen Euro für die betroffenen Ländern in Asien, Mittelasien, dem Mittelmeerraum und in Osteuropa gegeben. Diese Gelder werden über einen Treuhandfond der Weltbank verwaltet. Weitere 30 Millionen Euro sollen in einem Hilfspaket Afrika, Asien und Ländern des Pazifikraums zur Verfügung gestellt werden. Zudem werden 20 Millionen Euro für die Forschung innerhalb der EU zur Verfügung gestellt.
EU-Kommission


FLI erhält 10 Millionen Euro aus Sofortprogramm "Aviäre Influenza"

Die Bundesregierung hatte im März beschlossen, 60 Millionen Euro für die Forschung zu Zoonosen bereitzustellen. Darin integriert ist auch das Sofortprogramm "Aviäre Influenza" (AI). Aus diesen Mitteln wurden dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) jetzt 10 Millionen Euro zugesichert. Das FLI, das sowohl nationales als auch internationales AI-Referenzlabor ist, will diese Mittel in den nächsten drei Jahren für die Erforschung der Diagnostik, die Entwicklung neuer Impfstoffe, die Erforschung der Pathogenese und der Epidemiologie der Geflügelpest einsetzen. Im Bereich der Diagnostik will man verstärkt auf moderne molekularbiologische Methoden setzen. Bei den Impfstoffen wird weiter an der Entwicklung sogenannter "Markerimpstoffe" gearbeitet. Auch die Anpassung vorhandener Impfstoffe für Katzen soll gefördert werden. Einen Überblick über die Forschungsprojekte des FLI zur Geflügelpest werden Wissenschaftler am 8. Mai an der FU Berlin geben.
FLI


01.05.2006

Stallpflicht in den Niederlanden beendet

Nach Aussagen des Landwirtschaftsministeriums in Den Haag ist in den Niederlanden die Stallpflicht für Geflügel beendet. Die wegen der aviären Influenza verhängte Stallpflicht ist damit aufgehoben und die Bauern dürfen die Hühner wieder ins Freie lassen. Allerdings müssen die Tiere zum Füttern weiterhin in den Stall. Das Ministerium begründete die Entscheidung mit dem Ende des Vogelzuges und somit der geringen Gefahr für die Tiere sich mit der auch für den Menschen gefährlichen Geflügelpest-Variante H5N1 zu infizieren. Nach Schätzungen gibt es in den Niederlanden fünf Millionen Tiere in Geflügelfarmen und weitere Millionen in privater Hand.
Yahoo


30.04.2006

Neubeginn nach Geflügelpest

Auf der Insel Rügen hat der Bauernhof Kliewe in Mursewiek elf Wochen nach Beginn der Geflügelpest einen Neubeginn gewagt. Hofbesitzer Holger Kliewe hat den Handel mit Geflügel wieder aufgenommen und wieder 2000 Jungtiere aus dem Großhandel aufgestallt. Schon in den ersten Stunden habe er mehrere Hundert Tiere abgesetzt. Die Gössel, Kücken und Hähnchen werden hauptsächlich an private Geflügelhalter verkauft. Im Februar war der Hof in die Schlagzeilen geraten, da zehn Kilometer entfernt zahlreiche verendete Schwäne gefunden wurden, bei denen das Geflügelpestvirus H5N1 festgestellt werden konnte. Die Behörden hatten daraufhin die Keulung des 1200 Tiere umfassenden Bestandes angeordnet. Das Sperrgebiet war am Donnerstag vom Landkreis Rügen in eine Beobachtungszone umgewandelt worden. Der letzte Tierkadaver mit dem gefährlichen Virus H5N1 war auf Rügen am 05. April gefunden worden.
Yahoo


Geflügelpestverbreitung durch Ratten möglich

Nach Ansicht von Hans-Joachim Pelz, Nagetierexperte an der Biologischen Bundesanstalt in Münster, besteht die Gefahr, dass Ratten und andere Nagetiere den gefährlichen Geflügelpesterreger H5N1 von Geflügelhof zu Geflügelhof schleppen. Mit dieser Gefahr müsse gerechnet werden und so ist allen Haltern von Geflügel und Landwirten zu empfehlen, die Nagetierbekämpfung mit größter Sorgfalt zu betreiben. Es gibt zwar bisher keine Untersuchungen wie konkret die Gefahr ist und ob Vogelgrippeviren an Extremitäten und im Fell der Ratten für ein Verschleppen lange genug überlebten, aber vor allem die Wanderratte sei "prädestiniert" dafür den Erreger weiterzutragen, da sie weite Strecken zurücklegt. Bisher gelten Kotverunreinigungen von infizierten Wildvögeln in frei gehaltenen Nutzgeflügelbeständen als wahrscheinlichste Infektionswege für das Geflügelpestvirus. Als Überträger gelten der Mensch durch mangelnde Hygiene, aber auch verunreinigtes Futter oder Stroh.
RP online


29.04.2006

Neue Fälle von Geflügelpest in Bayern

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in München sind in dieser Woche acht neue Fälle von Geflügelpest in Bayern hinzugekommen. Es sind hinzugekommen vier Schwäne in Stephansposching im Kreis Deggendorf, in den Gemeinden Kirchroth, Steinach und Parkstetten im Kreis Straubing-Bogen, ein Haubentaucher in Lindau, zwei Enten in Olching im Kreis Fürstenfeldbruck sowie ein Gänsesäger in Epfach im Kreis Landsberg am Lech. Damit wurden bereits in diesem Jahr in Bayern 71 Fälle von Geflügelpest bestätigt. An das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurden in diesem Jahr 6843 Wildvögel zur Untersuchung eingeschickt. Bei 71 von ihnen wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut das Vogelgrippe-Virus H5N1 bestätigt. Es wurden auch 287 Marder, Füchse und Katzen zur Untersuchung eingeschickt, bei denen jedoch kein H5N1-Virus nachgewiesen werden konnte.
Yahoo


Weiterer Storch an Geflügelpest verendet

Nach Angaben des Landesumweltministerium ist in Brandenburg der zweite Storch an dem Geflügelpestvirus H5N1 verendet. Vor wenigen Tagen war bereits im Landkreis Märkisch-Oderland der erste tote Storch gefunden worden, bei dem das H5N1-Virus nachgewiesen werden konnte. Es muss allerdings noch untersucht werden, ob es sich bei den beiden Tieren auch um die gefährliche Asia-Variante des Virus handelt. Laut dem Landesumweltministerium handelt es sich bei den beiden Weißstörchen in Letschin um den 19. und 20. Fall von Vogelgrippe in Brandenburg.
Yahoo


28.04.2006

Stallpflicht für Geflügel zunächst nur bis zum 12. Mai verlängert

Die Stallpflicht für Geflügel zum Schutz vor der Geflügelpest vom Typ H5N1 in Deutschland ist zunächst nur bis zum 12. Mai verlängert worden. Darauf weist das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalens (MUNLV) hin, das eine Einberufung des nationalen Krisenstabs gefordert hatte. Der Krisenstab hat daraufhin die Änderung der Frist beschlossen. Damit erhalten Bund und Länder mehr Zeit, um sich über Ausnahmeregelungen von der Stallpflicht zu einigen. Eigentlich sollte die Stallpflicht ab dem 1. Mai ohne weitere Ausnahmen verlängert werden. Die Länder sehen darin aber Gefahren für die wirtschaftliche Existenz von Kleinbetrieben, bei der Freilandhaltung und auf Biobetrieben.
MUNLV Nordrhein-Westfalen


Alle Sperrbezirke auf Rügen aufgehoben

Mit Wirkung vom gestrigen Tag wurden alle Sperrbezirke auf Grund der Geflügelpest auf der Insel Rügen aufgehoben. Diese wurden jetzt in Beobachtungsgebiete umgewandelt, wie der Landkreis mitteilt. Auch die Beobachtungsgebiete werden teilweise aufgehoben. Ab morgen gibt auf dem nördlichen Teil der Insel kein Beobachtungsgebiet mehr. Damit wird hier der Zukauf von Tieren und der Zugang zu bisher gesperrten Stränden wieder möglich. Im südlichen Teil der Ostseeinsel bleiben noch vier Beobachtungsgebiete bestehen. Auf Rügen war im Februar der erste Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Wildvögeln in Deutschland festgestellt worden. Mittlerweile ist der Erreger in Deutschland in weiten Teilen nachgewiesen worden. Betroffen waren auch Katzen, ein Steinmarder sowie ein Geflügelzuchtbetrieb in Sachsen. Die jetztige Enstpannung der Situation kommt nicht unerwartet, denn Experten haben immer auf die dann abnehmende Aktivität des Erregers bei ansteigenden Temperaturen hingewiesen.
Landkreis Rügen


27.04.2006

Intervet unterstützt Geflügelpest-Impfungen in deutschen Zoos

Die EU hat Deutschland die Zustimmung zur Impfung wertvoller Vögebestände in Zoologischen Gärten gegen die Geflügelpest erteilt. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen soll - nach Zustimmung durch die nationalen Behörden - mit Impfungen wertvoller und seltener Vögel begonnen werden. Intervet Deutschland stellt den an den Impfprogrammen teilnehmenden Zoologischen Gärten den notwendigen Impfstoff kostenfrei zur Verfügung und will damit einen Beitrag zum Schutz seltener Vogelarten leisten. Der bereitgestellte Impfstoff basiert auf einem Erreger vom Typ H5N2. Damit lassen sich die geimpften Tiere eindeutig von solchen unterscheiden, die mit dem Feldvirus vom Typ H5N1 infiziert sind. Der Impfstoff wird bereits seit einigen Jahren im Feld eingesetzt und verhindert die Virusausscheidung vollständig oder zumindest soweit, dass kein Feldvirus mehr auf andere Tiere übertragen werden kann. Er hat sich beim Einsatz in Hongkong als Teil des staatlichen Bekämpfungsprogramms, in Frankreich bei der Impfung von Freilandenten und -gänsen sowie bei Zoologischen Gärten in Belgien und den Niederlanden bewährt.


Erstmals Storch in Brandenburg von Vogelgrippe betroffen

In Brandenburg ist erstmals ein Weißstorch im Landkreis Märkisch-Oderland an der Geflügelpest vom Typ H5N1 verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems untersucht momentan noch, ob es sich um den hochpathogenen Erreger vom Typ Asia handelt. Störche besitzen in Brandenburg auch grosse Bedeutung als touristische Attraktion.
Märkische Oderzeitung


26.04.2006

EU unterstützt Geflügelhalter wegen Vogelgrippe

Die Agrarminister der EU haben gestern entschieden, dass Marktstützungsmaßnahmen für Geflügelhalter auch aus EU-Mitteln finanziert werden. Die EU wird die Hälfte der entstehenden Kosten tragen, die für Marktstützungsmaßnahmen entstehen, die auf Grund des Rückgangs der Nachfrage und der Preise für Geflügel und Eier durch die Geflügelpest entstanden sind. Nach Veröffentlichung der Entscheidung im Amtsblatt der EU können die Mitgliedsstaaten ihre Vorschläge für Marktstützungsmaßnahmen unterbreiten. Die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel begrüsste die Entscheidung der Minister und wies daraufhin, dass den Mitgliedstaaten jetzt die Möglichkeit zur Verfügung stünde, speziell auf die eigene Situation abgestimmte Stützungsmaßnahmen zu entwickeln.
EU-Kommission


25.04.2006

Gefahr von Vogelgrippepandemie gestiegen

Die Gefahr einer Vogelgrippepandemie ist in den letzten Monaten gestiegen. Zumindest ist das die Meinung des Leiters des Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth, wie die Nachrichtenagentur AP mitteilt. Denn die in den vergangenen Monaten entdeckten Stämme des H5N1-Virus seien erheblich bösartiger als die ersten im Jahr 1997 entdeckten Viren, erklärt Kurth am Dienstag auf dem deutschen Internistenkongress in Wiesbaden. Daher sei der Ausbruch einer weltweiten Vogelgrippepandemie vermutlich nur noch eine Frage der Zeit. Sollte es tatsächlich zu einer Pandemie kommen, geht der nationale Pandemieplan von einer Erkrankung von rund 30 Prozent der deutschen Bevölkerung aus. Knapp 100.000 Menschen werden voraussichtlich an der Infektion mit dem Virus sterben. Jedoch sei Deutschland heute erheblich besser auf eine Pandemie vorbereitet als noch vor einem Jahr, so Kurth weiter.
AP


24.04.2006

Frankreich probt Vorgehen gegen Vogelgrippe-Epidemie

In Frankreich wird eine zweitägige Stabsübung durchgeführt, um auf den Ernstfall einer Vogelgrippe-Epidemie vorbereitet zu sein. Am Montag sollen zunächst die Möglichkeiten zur Eindämmung einer beginnenden Vogelgrippen-Epidemie durchgespielt werden. Am Dienstag werden dann die Maßnahmen zum Umgang mit einer landesweiten Pandemie getestet. In der Stabsübung soll vor allem die Zusammenarbeit der Behörden und Ministerien im Kampf gegen die Krankheit getestet werden. Geleitet wird die Übung durch das dem Premierminister unterstellte Generalsekretariat für nationale Verteidigung (SGDN).
AFP


22.04.2006

Zwei neue Fälle von H5N1 in Frankreich

Nach Behördenangaben wurden in Frankreich zwei Schwäne gefunden, bei denen das Geflügelpestvirus H5N1 nachgewiesen werden konnte. Die beiden Tiere waren in der Region Ain unweit von Lyon gefunden worden. Um den Fundort ist nun eine zehn Kilometer große Beobachtungszone eingerichtet worden, die einen Monat lang in Kraft bleiben soll. Bisher sind in der Region Ain 65 der 66 registrierten Vogelgrippefälle, bei denen das H5N1-Virus nachgewiesen werden konnte, in Frankreich aufgetreten.
Yahoo


20.04.2006

Bessere Zusammenarbeit gegen Vogelgrippe-Pandemie gefordert

In 21 Ländern sind die Vorbereitungen gegen eine Vogelgrippe-Pandemie überprüft worden. Das Ergebnis: Die Zusammenarbeit der Länder muss verbessert werden. Das ergab die Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Zwar beurteilten die Wissenschaftler die Vorbereitungen Europas als allgemein gut, jedoch bestünden noch wichtige Lücken, wie sie im Fachjournal "The Lancet" schreiben. Die Aufrechterhaltung entscheidender Dienstleistungen und die Verteilung von Impfstoffen und anderen medizinischen Artikeln müsse besser geplant werden. Zusätzlich sei eine bessere Überwachung jener Personen erforderlich, die mit Tieren in Kontakt kommen. "Die Überwachung von Tieren und den Menschen, die mit ihnen arbeiten, sollte mittels einer effektiven Zusammenarbeit und Koordination zwischen beiden Bereichen eng aufeinander abgestimmt werden," heißt es. Darüber hinaus gäbe es keine gemeinsamen Richtlinien für die Gesundheits- und Veterinärbehörden gibt.
The Lancet
London School of Hygiene and Tropical Medicine
pte


15.04.2006

Verdacht in Dänemark nicht bestätigt

Laut einem Sprecher des Reichskrankenhauses in Kopenhagen konnte der Verdacht auf eine Infektion mit der aviären Influenza bei einem Patienten nicht bestätigt werden. Die Untersuchung des 25-jährigen durch Spezialisten hatte keinen Anhalt für eine Infektion mit dem gefährlichen Virus ergeben. Der Mann war mit den entsprechenden Grippesymptomen in das Krankenhaus eingeliefert worden. Der Verdacht auf eine Infektion mit der aviären Influenza hatte sich ergeben, da er bei der Arbeit mit Exkrementen von Vögeln in Berührung kommt.
Yahoo


OIE hält Indonesien für "Zeitbombe"

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hält Indonesien für die Region Südostasien für eine Geflügelpest-"Zeitbombe". Nach Aussagen von OIE-Chef Bernard Vallat zählt der Inselstaat Indonesien zu den wenigen Ländern mit einer großen Zahl von Infektionsherden mit dem asiatischen Stamm des Vogelgrippe-Virus H5N1. Dies bereite ihm große Sorgen, da es einen zahlenmäßigen Zusammenhang zwischen infiziertem Geflügel und Erkrankungen beim Menschen gibt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO haben sich in Indonesien 33 Menschen mit dem gefährlichen Virus infiziert und 24 davon erlagen der Krankheit.
Yahoo


12.04.2006

Infektionsweg der Geflügelpest in Sachsen eingegrenzt

Nach Meinung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) ist der erste Geflügelpestfall in einem Nutzgeflügelbestand in Sachsen auf Wildvögel zurückzuführen. Das teilte der Sprecher des sächsischen Sozialministeriums, Ralph Schreiber, am Montag mit, wobei er sich auf einen Zwischenbericht des FLI berief. Demnach erscheint es wahrscheinlich, dass das Virus von Wildvögeln stammte, die durch ein geöffnetes Fenster in die Stallanlage des betroffenen Mutzschener Geflügelhofes hineinflogen sind. Ebenfalls denkbar wäre jedoch, dass der H5N1-Erreger an Schuhen der Mitarbeiter oder mit kontaminierten Rädern eines Radladers in die Stallanlagen hineingekommen sei, erklärte Schreiber.
Sachsen.de
AP


11.04.2006

Geflügelpest: bpt-Präsident kritisiert Seuchenbekämpfung

Angesichts des ersten Geflügelpestfalls mit einem Erreger vom Typ H5N1 in einem deutschen Nutztierbestand hat Hans-Joachim Götz, Präsident des "Bundesverband Praktizierender Tierärzte" (bpt), massive Kritik an der Seuchenbekämpfung in Deutschland geübt. Götz kritisierte insbesondere die Ausnahmegenehmigung von der Stallpflicht für den betroffenen Betrieb im sächsischen Wermsdorf. Dies hätte die angeordneten Maßnahmen des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) unterlaufen und könnte für den Ausbruch der Erkrankung im Betrieb verantwortlich sein. Götz betonte, dass man keine Nachlässigkeiten dulden könne, solange keine sicheren Erkenntnisse über die Infektionswege und die Seuchendynamik vorlägen. Zudem weist Götz darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit von Mutationen bei dem rasanten Seuchengeschehen in Massenbeständen höher sein könnte als in der freien Natur. Damit könnte sich dann auch das Risiko erhöhen, dass der Erreger sich an den Menschen adaptieren könne. Götz lobte aber auch die eindeutigen Vorgaben hinsichtlich der Seuchenbekämpfung sowie die verstärkten Anstrengungen zur Erforschung der Aviären Inflluenza, die von der Bundesregierung in die Wege geleitet wurden.
bpt


10.04.2006

Russland: Bereits Millionen Tiere gegen Geflügelpest geimpft

Russland hat bereits mehr als 12,1 Millionen Stück Geflügel gegen die Geflügelpest geimpft. Mit den Impfungen wurde am 10. März 2006 begonnen, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) einen Bericht des österreichischen Agrarpressedienstes (AIZ) zitiert. Insgesamt stünden 22,2 Mio. Dosen Impfstoff zur Verfügung. Bislang sei die Geflügelpest in 67 Ortschaften in zehn südlichen Provinzen im europäischen Teil des Landes aufgetreten. Jedoch sei die Quarantäne in mehr als 50 Ortschaften inzwischen aufgehoben worden.
LID


09.04.2006

Tierärzte unter Polizeischutz bereiten weitere Keulung vor

Zwei Tierarzt-Teams bereiten unter Polizeischutz in dem Drei-Kilometer-Sperrgebiet um den betroffenen Zuchtbetrieb in Wermsdorf bei Leipzig die weiteren Keulungen vor. 14.000 Tiere werden derzeit in Sachsen auf Grund der Geflügelpestinfektion getötet. Betroffen von diesen Maßnahmen sind insgesamt 90 Bauernhöfe und Kleintierhalter. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU)ist sogar der Ansicht, dass die Geflügelpest mit dem H5N1-Erreger noch Jahre in Deutschland grassieren könnte und es immer wieder zu Einzelfällen kommen wird. Unterdessen ziehen Tierärzteteams mit ihren Helfern unter Polizeischutz von Bauernhof zu Bauernhof im Sperrgebiet und sichten die Bestände auf erkrankte Tiere und katalogisieren die Tiere. Um bei drohenden Eskalation gewappnet zu sein, werden die Tierärzteteams von Polizei und Helfern des psychologischen Dienstes begleitet.
RP online


Ministerium rät zur Vorsicht im Umgang mit Grippemitteln

Gesundheitsministerin Dagmar Ziegler (SPD)rät der Bevölkerung, von einer privaten Bevorratung von Grippemitteln Abstand zu nehmen. Aus fachlicher Sicht sei eine unkontrollierte Einnahme unbedingt abzulehnen, da das Virus so Resistenzen ausbilden könnte. Aus diesem Grund erfolgt bei einer Erkrankung auch die Einnahme unter medizinischer Kontrolle. Brandenburg will die Bestände dieser antiviralen Medikamente aufstocken. Derzeit stehen für rund sieben Prozent der insgesamt 2,5 Millionen Brandenburger Medikamente zur Verfügung. Trotzdem geht die Ministerin davon aus, dass es keine Engpässe geben wird. Wer dann im Ernstfall diese Medikamente bekommt, liegt dann in der Entscheidung der Gesundheitsämter. Auch die Entwicklung eines Impfstoffes geht weiter. Die Bundesregierung hat 20 Millionen Euro Zuschüsse bewilligt, um im Pandemiefall schnell handeln zu können. Es wird damit gerechnet, dass von der Feststellung eines neuen für den Menschen gefährlichen Virustyps bis zur Produktion eines wirksamen Impfstoffs in ausreichender Menge bis zu sechs Monate vergehen werden.
Yahoo


08.04.2006

Geflügelpest in Sachsen nicht durch Wildvögel verursacht

Die Geflügelpest in Sachsen wurde nicht durch die in der Umgebung tot aufgefundenen Vögel ausgelöst. So sind ein Schwan und ein Blesshuhn negativ auf die Tierseuche getestet worden. Beide waren kurz nach dem Ausbruch der Geflügelpest auf einer Geflügelfarm bei Leipzig in der Nähe der Ställe gefunden worden. Somit ist in ganz Sachsen bisher kein Fall von Aviärer Influenza bei Wildvögeln festgestellt worden. Damit bleibt weiter unklar, wie sich die Puten mit dem hochansteckenden H5N1-Asia-Virus infizieren konnten. Niedersachsen hat unterdessen gefordert, dass jegliche Ausnahmen von der Stallpflicht aufgehoben werden. Die Infektion auf dem Hof in Wermsdorf ist das erste Übergreifen der Aviären Influenza auf Nutzgeflügel in Deutschland. Inzwischen wurde eine Sperrzone und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet und insgesamt 30.000 Stück Nutzgeflügel getötet.
Reuters


07.04.2006

Geflügelpest: Kaum Einfluss auf Verbraucher

Anlässlich des Ausbruchs der Geflügelpest in einem Nutzgeflügelbestand in Sachsen hat ARD-DeutschlandTrends für die Tagesthemen eine Blitzumfrage durchgeführt. Die Befragung von 1000 Wahlberechtigten ergab, dass 75 Prozent der Bundesbürger nicht auf den Verzehr von Geflügelprodukten verzichten wollen. So werde die Geflügelpest keinen Einfluss auf die persönlichen Essgewohnheiten haben. Nur 19 Prozent der Befragten wollen fortan weniger Geflügelprodukte essen. Lediglich drei Prozent hat die Absicht, den Verzehr dieser Produkte nun ganz einzustellen. Die Umfrage ergab weiterhin, dass 56 Prozent der Befragten auf die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Geflügelpest vertrauen. Elf Prozent waren hier gegenteiliger Meinung, während 28 Prozent der Meinung sind, dass sich eine massenhafte Ausbreitung des Virus gar nicht vermeiden ließe. Allerdings sind 62 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass der Bund mehr Kompetenzen bei der Seuchenbekämpfung erhalten sollte. Nur 32 Prozent finden, die Bundesländer und Landkreise sollten weiterhin für die Bekämpfung der Vogelgrippe zuständig sein. Außerdem halten 46 Prozent Horst Seehofer für einen guten Krisenmanager, 22 Prozent dagegen nicht.
pte


Weitere Maßnahmen gegen die Geflügelpest in Sachsen

Nachdem im sächsischen Muldentalkreis die hochpathogene Asia-Variante des Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 nachgewiesen wurde, haben die sächsischen Landesbehörden in Abstimmung mit den Behörden vor Ort weitere Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung der Tierseuche bei Nutzgeflügel zu verhindern. Demnach werden alle Geflügelbestände innerhalb des Sperrbezirks (3-km-Radius) getötet. Neben den 16.000 Tieren des betroffenen Bestandes werden dann rund 14.000 weitere Tiere getötet. Außerdem sollen alle in Sachsen erteilten Ausnahmegenehmigungen von der Stallpflicht zurückgenommen werden. Auch der betroffene Betrieb in Wermsdorf besaß eine solche Ausnahmegenehmigung. Nur die Ausnahmegenehmigungen für Laufvögel und Zoos sollen weiterhin bestehen bleiben.
Pressemitteilung des Sächsischen Sozialministeriums


06.04.2006

Höhn fordert umfassende Impfstrategie gegen Geflügelpest

Die Vorsitzende im Verbraucherausschuss des Bundestages, Bärbel Höhn (Bündnis 90 / Die Grünen), fordert eine umfassende Impfstrategie. Man könne das deutsche Geflügel nicht jahrelang einsperren und damit die Freilandhaltung von Geflügel kaputt machen, erklärte sie gegenüber der "Berliner Zeitung". Der Präsident des Deutschen Bauerverbandes, Gerd Sonnleitner, rief dagegen zur Besonnenheit auf. Es sei immer zu befürchten gewesen, dass der Erreger eines Tages von den Wildtieren auch auf Zuchttiere übergreifen würde. Allerdings sei bisher nicht klar, wie die Übertragung in diesem speziellen Fall stattgefunden habe. Unterdessen hat das Virus vom Typ H5 auch Großbritannien erreicht. Es sei bei einem toten Schwan in Schottland entdeckt worden, teilte die schottische Regionalverwaltung mit.
Berliner Zeitung


EU beschliesst Änderungen bei Geflügelpestimpfungen von Zoovögeln

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit hat gestern einige Maßnahmen bezüglich der Geflügelpest gebilligt. Dazu gehören u. a. Änderungen bei den Impfungen von Zoovögeln gegen den Erreger vom Typ H5N1. Bevor ein Mitgliedsstaat Zoovögel impfen kann, müssen jetzt die Impfpläne an die EU-Kommission übermittelt werden. Diese werden überprüft und im Internet veröffentlicht. Die Impfungen in einem Zoo müssen, nachdem sie begonnen wurden, innerhalb einer Woche abgeschlossen werden. Ein Amtstierarzt muss die Impfungen überprüfen. Zudem müssen die geimpften Tiere eindeutig identifizierbar sein und bei der Verbringung in einen anderen Zoo müssen sie eine Gesundheitsbescheinigung mitführen. Außerdem wurde beschlossen, die Importrestriktionen auf Grund der Geflügelpest gegen Rumänien, die Türkei und Teile Kroatiens bis zum 31. Juli zu verlängern.
EU-Kommission


Hochpathogenes Geflügelpestvirus in Sachsen bestätigt

Nachdem am Mittwoch zunächst vom Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems das H5N1-Virus bei einem Geflügelbestand im sächsischen Muldentalkreis bestätigt worden war, wurde jetzt bekanntgegeben, dass es sich um einen hochpathogenen Virustyp (Typ Rügen) handelt. Derweil wird weiter nach dem Grund gesucht, wie es zu der Infektion in dem Betrieb kommen konnte. Eine mögliche Ursache wird in dem nahen Gewässer gesehen, dass auch Zugvögeln als Rastplatz dient. Der Betrieb hatte eine Ausnahmegenehmigung, die einem Teil der Betriebstiere den Freilauf gestattete. Dies war mit Auflagen verbunden.
Pressemitteilung des Sächsischen Sozialministeriums


05.04.2006

Bauernverband hält Eindämmung der Geflügelpest für möglich

Der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) sind zuversichtlich, dass ein Übergreifen des Erregers der Geflügelpest vom Typ H5N1 von dem jetzt betroffenen Bestand in Sachsen auf andere Nutzgeflügelbestände verhindert werden kann. Diese Zuversicht wird durch mehrere Gründe gespeist. Der betroffene Betrieb liegt sehr abgelegen. In der näheren Umgebung befinden sich keine weiteren Geflügelbestände. Außerdem würden die ergriffenen Schutzmaßnahmen ebenso dazu beitragen. Die Verbände weisen zudem darauf hin, dass durch diesen Fall die Sicherheit von Geflügelprodukten nicht beeinträchtigt wird. "Es gibt auf allen Erzeugungsstufen umfassende Eigenkontrollen und amtliche Kontrollen durch die Tierärzte. Alle Geflügelprodukte aus heimischer Erzeugung, die in den Handel gelangen, können deshalb bedenkenlos verzehrt werden", so ZDG-Präsident Gerhard Wagner.
DBV


H5N1 auf Geflügelbetrieb in Sachsen bestätigt

Der Verdacht auf die Infektion mit dem Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 in einem sächsischen Geflügelbetrieb hat sich nach Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Riems bestätigt, wie das Sächsische Sozialministerium (SMS) mitteilt. Nachdem das Virus nach Angaben des FLI bei 274 Wildvögeln, drei Hauskatzen und einen Steinmarder festgestellt wurde, handelt es sich um den ersten nachgewiesenen Fall einer Infektion von Wirtschaftsgeflügel in Deutschland. Unklar ist allerdings noch, ob es sich um die hoch pathogene Virusvariante Asia handelt. Im Muldentalkreis, in dem der betroffene Ort Wermsdorf liegt, wurde die Einrichtung einer Sperrzone (3-km-Radius), eines Beobachtungsgebietes (10-km-Radius) und einer Kontrollzone (13-km-Radius) angeordnet. Unterdessen wird die Tötung aller 16.000 Tiere - 8.000 Puten, 5.000 Gänse sowie 3.000 Enten - des Betriebes weiter vorbereitet und zeitnah umgesetzt. Für Donnerstag wurde das Sächsische Krisenzentrum ins SMS einberufen.
Pressemitteiling des Sächsischen Sozialministeriums
Muldentalkreis
FLI


Geflügelpestverdacht bei Nutzgeflügel in Sachsen

In Deutschland besteht derzeit der Verdacht auf den Ausbruch der Geflügelpest in einem Nutzgeflügelbestand. Unter Verdacht steht ein Gänse haltender Betrieb im sächsischen Wermsdorf. Es seien mehrere verendete Vögel gefunden worden, berichtet die "Leipziger Volkszeitung". Erste Tests in der Landesuntersuchungsanstalt hätten den Hinweis auf ein H5-Virus erhärtet, zitierte das Blatt einen Sprecher des sächsischen Sozialministeriums. Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems wird nun weitere Untersuchungen durchführen. Der Kreis hat unterdessen in Abstimmung mit der Polizeidirektion Westsachsen und der örtlichen Feuerwehr alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
LVZ
Pressemitteilung des Sächsischen Sozialministeriums


04.04.2006

H5N1-Gene vollständig entschlüsselt

In Bayern ist es gelungen, die H5N1-Gene des Geflügelpest-Virus vollständig zu entschlüsseln. Wie der bayerische Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf am Dienstag in München mitteilte, ist die Entschlüssellung Wissenschaftlern des Molekularbiologie-Labors des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gelungen. Die Daten wurden der internationalen Forschergemeinschaft über die digitale Datenbank "GenBank" zugänglich gemacht. Die deutschlandweit erste veröffentlichte H5N1-Geflügelpest-Virussequenz stammt von der verendeten Stockente aus Sachsenkam (Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen), die vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) am 28.2. H5N1-positiv befunden wurde. Der internationalen Nomenklatur folgend wurde das Isolat als A/mallard/Bavaria/1/2006 (H5N1) bezeichnet. "Durch die Entschlüsselung der Gen-Sequenz können die H5N1-Viren der verendeten Wildvögel und Aasfresser miteinander verglichen werden. Denn bis heute ist nicht bekannt, ob die Virus-Typen in Rügen und Bayern identisch sind," erklärte Schnappauf. Die Gensequenzierung sei ein wichtiger Schritt zur epidemiologischen Aufklärung der Vogelgrippe-Ausbrüche. Um nachzuvollziehen, wie sich das Virus ausbreitet und dabei möglicherweise mutiert, seien möglichst viele entschlüsselte H5N1-Viren aus allen Regionen und Ländern notwendig.
STMUGV


01.04.2006

Bei Mannheimer Wildvogel wurde Typ Asia nachgewiesen

Nach Angaben des baden-württembergischen Agrarministeriums in Stuttgart wurde bei dem in Mannheim gefundenen Wildvogel das H5N1-Virus vom Typ Asia nachgewiesen. Bei dem tot aufgefundenen Tier handelt es sich um ein Blesshuhn, bei dem sich bereits am 17. März der Verdacht auf Geflügelpest bestätigt hatte. Es handelt sich dabei um den zweiten Fall in Mannheim. Im ersten Fall konnte jedoch nicht mehr festgestellt werden, ob die tote Wildente auch den gefährlichen Asia-Typ in sich trug. Mannheim war die erste Großstadt in Deutschland, in der am 3. März das erste Mal die Geflügelpest festgestellt werden konnte.
Yahoo


Nachweis von Asia-Typ bei Berliner Bussard

Wie die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit mitteilte, wurde bei dem in Berlin gefundenen Bussard die hochpathogene Asia-Variante des H5N1-Geflügelpesterregers nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems hatte den Verdacht und die auch für den Menschen gefährliche Asia-Variante bestätigt. Da es eine Panne gab und der genaue Fundort des Bussards unbekannt ist, bleibt nun ganz Berlin bis mindestens zum 27. April Beobachtungsgebiet. Eigentlich wird im Normalfall nur das Gebiet im zehn Kilometer Radius um den Fundort zum Beobachtungsgebiet erklärt.
Yahoo


31.03.2006

Seehofer will Änderungen an Legehennenhaltungsverordnung

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat sich in der gestrigen Ausprache über seinen Etat im Bundestag für Änderungen an der geltenden Rechtslage bei der Legehennenhaltungsverordnung ausgesprochen. Die Legehennnenhaltungsverordnung sieht vor, dass die Käfighaltung ab 2007 - abweichend vom EU-Recht, das ein Verbot ab 2012 vorsieht - in Deutschland verboten wird. Laut Seehofer seien hier unbedingt Änderungen notwendig, da es sonst keine nenenswerte Form der Legehennenhaltung in Deutschland mehr geben würde. Etwaige Investitionen in die Eierproduktion würden dann im Ausland - vornehmlich in Osteuropa - getätigt werden.
NGO online
Legehennenhaltungsverordnung


30.03.2006

Geflügelfleischkonsum wieder gestiegen

In den Deutschland ist der Verbrauch von Geflügelfleisch wieder angestiegen. Das schreibt "LZ-Net" unter Berufung auf Angaben der Geflügelwirtschaft. Wie das Landwirtschaftsportal "Agrimanager" das "LZ-Net" zitiert, sagte der Vizepräsident des Zentralverbandes der deutschen Geflügelwirtschaft, Wilhelm Hoffrogge dazu in Bremen: "Wir gehen davon aus, dass sich das Geschäft mit Geflügel in den kommenden Wochen wieder völlig normalisiert. Das ist unter anderem das Ergebnis einer zunehmend sachkundigen Erörterung des Themas in der Öffentlichkeit." Nach dem Bekanntwerden der ersten Geflügelpestfälle bei Wildvögeln auf der Insel Rügen sei der Geflügelfleischkonsum merklich zurückgegangen, während der Eierkonsum unbeeinflusst geblieben sei.
Agrimanager
LZ-Net


29.03.2006

Präventiver Schutz vor H5N1 durch passive Immunisierung

Chinesische Veterinärmediziner haben eine neue Möglichkeit zur Behandlung der aviären Influenza evaluiert. Dabei handelt es sich um eine passive Immuntherapie mit Pferde-Seren. Mäuse würden durch diese Methode im Tierversuch vor einer tödlichen Erkrankung geschützt, wie die Forscher laut "Deutsches Ärzteblatt" in Respiratory Research berichten. Zwar sei die Gewinnung des Serums aufwendig, sie habe sich aber u.a. bei der Behandlung von Vergiftungen bewährt. Darüber hinaus kommen auch bei Verdacht auf eine Tollwutinfektion Antiseren zum Einsatz, wenn für eine aktive Immunisierung keine Zeit mehr bleibt.Für die Gewinnung der Seren gegen das H5N1-Virus impften die Forscher der Universität in Guangzhou Pferde mit inaktivierten H5N1-Viren. Anschließend wurden die Seren Mäusen injiziert, die zuvor mit einer tödlichen Dosis des H5N1-Virus infiziert worden waren. Bei einer Dosis von 100µg sollen alle Mäuse überlebt haben, während alle Kontrolltiere innerhalb weniger Stunden an der Infektion mit H5N1 starben. Die chinesischen Forscher glauben, dass die passive Immunisierung ein gangbarer Weg zur Behandlung der H5N1-Erkrankung ist. Jedoch müssten die Patienten vor dem Ausbruch der Erkrankung behandelt werden. Die passive Immunisierung käme also als präventive Maßnahme bei Kontaktpersonen von Erkrankten in Frage.
Deutsches Ärzteblatt
Respiratory Research


27.03.2006

Verwirrung und Pannen um Geflügelpest in Berlin

Nachdem am Wochenende die Geflügelpest vom Typ H5N1 in der Bundeshauptstadt nachgewiesen wurde, kommen jetzt einige Pannen und Verwirrungen an das Licht der Öffentlichkeit. Zunächst musste man feststellen, dass man den Fundort des Vogels nicht mehr zuordnen konnte. Warum das so ist, kann man sich in Berlin nicht erklären. Die Tiere werden eigentlich in Tüten verpackt, die dann mit einem Band markiert werden, auf dem der Fundort verzeichnet ist. Dies hat bei dem jetztigen Fall offenbar nicht wie gewünscht funktioniert mit der Folge, dass die gesamte Bundeshauptstadt jetzt Beobachtungsgebiet ist. Für die Bewohner des zunächst angegebenen Fundortes hat dies allerdings positive Folgen. Hier wurde der Sperrbezirk aufgehoben. Der Leinenzwang für Hunde gilt somit nicht mehr und Katzen dürfen auch wieder die freie Wildbahn geniessen. Zudem gab die Senatsverwaltung bekannt, dass es sich bei dem betroffenen Vogel doch nicht um einen Mäusebussard handelt. Weitere Untersuchungen hätten ergeben, dass es sich um einen Eichelhäher handelt.
Der Tagesspiegel
Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz


26.03.2006

Ganz Berlin zum Beobachtungsgebiet erklärt

Die Berliner Senatsverwaltung hat mit Wirkung vom 27. März das gesammte Stadtgebiet von Berlin zum Geflügelpest-Beobachtungsgebiet erklärt. Dies sei eine Reaktion auf den Fund eines mit dem H5N1-Virus infizierten Mäusebussards. Diese weitergehende Maßnahme wurde nötig, da der Fundort des Tieres nicht eindeutig zuzuordnen sei. Als siebtes Bundesland hatte Berlin gestern einen H5N1-Fall gemeldet. In einem Beobachtungsgebiet gelten gesonderte Vorschriften für Geflügelhalter und Geflügelprodukte.
Yahoo


25.03.2006

H5N1 hat Berlin erreicht

Laut der Senatsverwaltung für Gesundheit ist nun auch in Berlin der erste Fall des Geflügelpesterregers H5N1 nachgewiesen worden. Das Friedrich-Loeffler-Institutes auf der Insel Riems hatte am Abend den Verdacht bestätigt. Bei dem betroffenen Tier handelt es sich um einen Mäusebussard, der im Marzahn-Hellersdorfer Ortsteil Biesdorf gefunden worden war. Sofort nach Bekanntwerden des Testergebnisses wurde um den Fundort ein im Durchmesser sechs Kilometer großer Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet von 20 Kilometern Durchmesser eingerichtet, das sich neben Marzahn-Hellersdorf auch auf Teile der Bezirke Pankow, Lichtenberg, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und die Brandenburger Gebiete Barnim und Märkisch-Oderland erstreckt. Für drei Wochen besteht nun in beiden Gebieten Leinenpflicht für Hunde. Ein Verstoß dagegen kann mit bis zu 25 000 Euro geahndet werden. Weitere Tests müssen un zeigen, ob bei dem toten Raubvogel auch die gefährliche asiatische Variante des H5N1-Virus vorliegt. Mit einem Ergebnis ist aber erst Ende der kommenden Woche zu rechnen.
Die Welt


24.03.2006

Konzept der WHO zur Eindämmung einer Influenza-Pandemie

Das weltweit grassierende Virus der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 beflügelt die Furcht vor einer Influenza-Pandemie, die entsteht, wenn es dem Virus gelingt sich an den Menschen zu adaptieren. Bisher gibt es noch keine konkreten Anzeichen, dass es dem Virus gelungen ist, leicht von Mensch zu Mensch übertragen zu werden. Die WHO hat angesichts dieser Befürchtungen ihre Protokolle zur Bekämpfung einer Pandemie ergänzt. Auf der Basis von Computersimulationen besteht innerhalb der ersten drei Wochen nach Änderung des Virus die Möglichkeit, die weitere Verbreitung einzudämmen. Dazu müssten verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Neben Quarantänemaßnahmen gehört dazu der massive Einsatz antiviraler Medikamente. Die WHO hat mittlerweile für solche Notfälle rund drei Millionen Dosen des Wirkstoffs Oseltamivir eingelagert. Die WHO hat ausserdem vier Kiterien dafür angegeben, dass eine Pandemie bevorsteht und ein schnelles Handeln notwendig ist. Dazu gehört das Auftreten von leichten bis schweren Atemwegserkrankungen bei mindestens drei Personen, die Kontakt zu dem H5N1-Virus hatten. Ferner muss das Virus nachgewiesen werden. Ein anderes Kriterium wäre Erkrankung oder Tod von 5 bis 10 Personen und der Nachweis der Mensch-zu-Mensch-Übertragung sowie der Nachweis des H5N1-Virus bei mindestens zwei Personen. Auch der Nachweis eines Virus mit Genen menschlicher und aviärer Viren oder eines aviären Virus mit einer erhöhten Zahl zuvor nicht beobachteter Mutationen bei Personen mit Atemwegserkrankungen gilt als Kriterium.
Promedmail


23.03.2006

Verbreitung der Geflügelpest beim Menschen durch Infektion der unteren Atemwege behindert

Grippeviren, die auf den Menschen abzielen, infizieren zumeist die oberen Atemwege. Dies ermöglicht eine schnelle Verbreitung von Mensch zu Mensch durch Husten oder Niesen. Wissenschaftler der University of Wisconsin (USA) haben jetzt untersucht, warum der Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 sich beim Menschen nicht über diesen Weg verbreitet, obwohl er in der Lage ist, den Menschen zu infizieren und sich zu replizieren. Ein Unterschied liegt nach den Untersuchungen in dem Molekül, dass der Erreger nutzt, um die Zellen zu infizieren. Dieses Molekül kommt eher in den unteren Atemwegen - den Lungenbläschen - vor. Damit ist es deutlich schwieriger, dass das Virus über Husten oder Niesen weiterverbreitet wird, wie die Wissenschaftler in Nature berichten.
ots


22.03.2006

Geflügelpestvirus hat sich in zwei Stämme geteilt

Nach Untersuchungen des U.S. Centers for Disease Control (CDC) haben sich mittlerweile zwei Stämme des Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 entwickelt, die für den Menschen potentiell gefährlich sind. Die beiden Stämme lassen sich genetisch voneinander unterscheiden. Einer der Stämme ist demnach für menschliche Erkrankungen in Vietnam, Thailand und Kambodscha in den Jahren 2003 und 2004 verantwortlich. Der andere Stamm führte zu Erkrankungen in Indonesien im Jahr 2005. Auch der zweite Stamm ist nach Angaben der CDC nicht einfacher in der Lage von Mensch zu Mensch übertragen zu werden. Deshalb ist dieser zweite Stamm kein Schritt, der dichter zu der befürchteten Pandemie führt. Allerdings könnte die Aufteilung in zwei Stämme die Entwicklung eines Impfstoffes erschweren.
Promedmail


21.03.2006

EU will Geflügelproduzenten unterstützen

Angesichts der teilweise immensen Einbrüche beim Konsum von Geflügelfleisch in der EU nach den ersten Fällen der Geflügelpest vom Typ H5N1 hat EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel angekündigt, Hilfen für die betroffenen Geflügelproduzenten auf den Weg zu bringen. "Es ist klar, dass eine Krise von diesem Ausmaß nicht innerhalb des Rahmens der EU-Marktordnung für Geflügel bewältigt werden kann", sagte Fischer Boel gestern in Brüssel. Die EU-Kommission will demnächst einen Vorschlag zur Änderung der Marktordnung für Geflügel vorlegen. Auch über die von Frankreich und Italien ins Gespräch gebrachten nationalen Hilfe will die Kommission schnell und unbürokratisch entscheiden.
EU-Kommission


20.03.2006

Geflügelpest belastet Geflügelfleischkonsum

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 belastet den Konsum von Geflügelfleisch in der EU schwer. In Europa ist es nach Schätzungen der EU zu einem Rückgang des Geflügelfleischkonsums um rund 10 Prozent gekommen. Besonders betroffen sind Italien und Frankreich, wo Einbrüche von 50 bzw. 30 Prozent verzeichnet werden. Dies hat Folgen für die Geflügelhalter, die ihr schlachtreifes Geflügel nicht mehr loswerden. So gibt es im Moment rund 264.000 Tonnen schlachtreifes Geflügel zuviel. Aber auch Produzenten ausserhalb der EU sind betroffen. Brasilien als grösster Geflügelfleischexporteur der Welt musste im Februar Einfuhreinbußen von sieben Prozent hinnehmen. Dies ist insbesondere auf die sinkende Nachfrage aus Europa zurückzuführen.
lid


19.03.2006

Neuer Fall von Geflügelpest bei Augsburg

Nach Angaben der Stadt Augsburg ist bei einem weiteren Wildvogel das H5N1-Viurs festgestellt worden. Ein in der Nähe von Haunstetten-Süd aufgefundener toter Schwan wurde positiv auf das Virus getestet. Wie im Tierseuchengesetz und der Wildvogel-Geflügelpestschutzverordnung gefordert wurde sofort ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet, von dem nun auch die Stadt Augsburg betroffen ist. Damit erhöht sich die Zahl der mit dem H5N1-Virus infizierten Wildvögel in Bayern auf 20 Tiere.
Yahoo


17.03.2006

Geflügelpest kostet Rügen eine Million Euro

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Geflügelpest haben den Landkreis Rügen bisher knapp eine Million Euro gekostet, wie Landrätin Kerstin Kassner (PDS) der "Netzeitung" mitteilte. Dies ist aber noch nicht die endgültige Summe der entstandenen Kosten, denn die Bundeswehr konnte bisher noch keine Kostenrechnung für ihren Einsatz erstellen. Unterdessen wehrt sich Kassner dagegen, dass der Landkreis die Kosten allein tragen soll, denn "es ist auf keinen Fall gerecht, dass wir als Landkreis für ein globales Problem bezahlen müssen, das unglücklicherweise so stark in Rügen auftrat." Hintergrund dürfte dabei allerdings auch die angespannte Finanzlage des Landkreises sein. Ohne die zusätzlichen Kosten für die Geflügelpest besteht für den Haushalt bereits eine Finanzlücke von sieben Millionen Euro. Ob die Kosten des Bundeswehreinsatzes in Rechnung gestellt werden, ist im Bundesverteidigungsministerium noch nicht entschieden worden.
Netzeitung


Geflügelpest in Afghanistan und Mayanmar bestätigt

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 in Afghanistan und Mayanmar beim Geflügel wurde durch Laboruntersuchungen bestätigt. In Myanmar wurden zur Eindämmung der Erkrankung rund 5.000 Stück Geflügel getötet. In Afghanistan betreffen die Fälle die Hauptstadt Kabul und die an Pakistan grenzende Provinz Nangarhar. In den betroffenen Regionen wird unverzüglich mit der vorsorglichen Tötung von Geflügel begonnen. Allerdings zeigen die Befürchtungen von Offiziellen auch die Probleme, die in ärmeren Ländern der Welt bei der Bekämpfung der Erkrankung bestehen. Neben den fehlenden finanziellen Mitteln für die Bekämpfung kommt in Afghanistan noch der noch nicht richtig funktionierende Veterinärsektor hinzu. Afghanistan wurde Jahrzehnte vom Krieg geschüttelt und in der Entwicklung schlagkräftiger Strukturen behindert.
Promedmail


H5N1 ähnelt Grippeerreger von 1918

Wissenschaftler des Scripps Research Institute in La Jolla (Kalifornien, USA) haben die Sruktur des Virus der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 weiter untersucht und herausgefunden, dass das Hämaglutinin (H) des Virus stärker menschlichen Grippeerregern - speziell dem Erreger der spanischen Grippe aus dem Jahr 1918 - ähnelt als dem H5-Virus, das 1997 erstmals bei Geflügel nachgewiesen wurde. Allerdings bezieht sich die Untersuchung nur auf einen Stamm des H5N1-Virus, der von einem vietnamesischen Jungen stammt, der 2004 an dem Virus verstarb. Das Hämaglutinin ist für das Eindringen des Virus in die Wirtszelle verantwortlich. Da menschliche und aviäre Viren anderen Oberflächenstrukturen der Wirtszellen zur Bindung benutzen, hat das Virus bisher nur rund 180 Menschen befallen können. Welche weiteren Veränderungen an dem Virus notwendig sind, damit es einfach zu einer Infektion beim Menschen kommen kann ist bislang noch nicht klar.
Science
Scripps Research Institute


16.03.2006

Geflügelpest weitet sich nach Skandinavien aus

Auch aus Skandinavien werden jetzt Fälle der Geflügelpest gemeldet. Verschiedene Medien berichten, dass nach Angaben der schwedischen Veterinärbehörden das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 bei mehreren Wildvögeln nachgewiesen wurde. Dies hätte das Referenzlabor der EU im britischen Weybridge bestätigt. Dänemark hat die EU darüber unterichtet, dass ein Virus vom Typ H5 bei einem Wildvogel auf der Insel Seeland nachgewiesen wurde. Naestved ist ungefähr 90 Kilometer von der deutschen Insel Fehmarn entfernt. Ob es sich hier um ein Virus vom Typ H5N1 handelt, steht noch nicht fest.
Frankfurter Rundschau
EU-Kommission


15.03.2006

Massentötung von Geflügel in Frankreich begonnen

In Frankreich ist im Département Ain mit der Tötung von rund einer Millionen Stück Geflügel begonnen worden. Zwar seien die Tiere nicht mit dem Virus infiziert, jedoch stammten sie aus dem Sperrgebiet nordöstlich von Lyon, so dass sie nicht in den Handel gelangen dürften. Die 140 Züchter aus 70 Gemeinden sollen für den Verlust entschädigt werden. Die Züchter sind über diese Maßnahme zwar empört, haben aber aus wirtschaftlicher Sicht keine andere Wahl, da sie sonst auf ihrem Geflügel sitzen blieben, wie der betroffene Züchter Jean-Claude Bouvier erklärt. "Unsere Tiere sind gesund. Ich würde sie sogar roh essen! Das macht mich krank." Aber auf Grund der Angst der Verbraucher vor der Geflügelpest ist nicht nur in Frankreich der Absatz stark zurückgegangen, so dass viele keine andere Möglichkeit hätten, als ihre Tiere töten zu lassen und die Entschädigung zu erhalten. Das Töten werde voraussichtlich innerhalb von fünf Wochen abgeschlossen sein, wenn die Tötungskapazität von rund 28.600 Tiere pro Tag ausgenutzt werde, erklärte der Sprecher der Agrargewerkschaft FDSEA, Gérard Mucke. Die Kosten würden sich auf etwa vier Millionen Euro belaufen.
Tagesspiegel
Blick


Bereits mehr als 100 Geflügelpestopfer

An der Geflügelpest vom Typ H5N1 sind bereits mehr als 100 Menschen weltweit gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab am vergangenen Dienstag den Tod von drei Azerbaijanern bekannt, die ebenfalls Opfer der Geflügelpest vom Typ H5 geworden sind. Auch diese drei Opfer hatten sehr engen Kontakt mit infiziertem Geflügel. In Vietnam sind bislang mit 42 die meisten Todesopfer zu beklagen, gefolgt von Indonesien mit 21 Opfern. Aus Thailand wurden bislang 14 Todesfälle auf Grund der Infektion mit dem aviären Influenzavirus gemeldet und aus China elf. Vier weitere Personen sind in der Türkei und in Kambodia gestorben, zwei im Irak und nun drei in Azerbaijan. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt.
WHO
Newscientist


14.03.2006

Geflügelpest lässt heftigen Streit entbrennen

Die Geflügelpest hat zu einem offenen Streit zwischen Bayerns Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) und seinem Bundeskollegen Horst Seehofer (CSU) geführt. Ursache für Seehofers Verstimmung ist das bayerische Vorgehen beim jüngsten Geflügelpestverdachtsfall in einem Nutzgeflügelbetrieb in Bayern. Seehofer wirft dem Landkreis Lichtenfels vor, überreagiert zu haben. "Wir sollten sehr darauf achten, dass wir nicht jeden Verdacht oder jedes tote Geflügel zum Gegenstand von großen öffentlichen Verlautbarungen machen", sagte Seehofer in der PHOENIX-Sendung "Unter den Linden". "Wir hatten vereinbart, dass man zunächst einmal abklärt, ob der Verdacht auf die Tierseuche besteht." Er sei "überrascht", dass "man die Öffentlichkeit hier so gesucht hat." Schnappauf wies diese Vorwürfe scharf zurück: "Die Kritik ist auch in der Sache unberechtigt, in der Form unverständlich, und am Ende lässt sie eine klare Linie des Bundesministers vermissen." Mit Blick auf Seehofers Kritik betonte Schnappauf: "Auf Rügen war es ihm ein bisschen zu wenig, was die örtliche Behörde geleistet hat, in Lichtenfels war es ihm ein bisschen zu viel. Also frage ich mich, was jetzt gelten soll." Dem Sender N24 sagte Schnappauf, er stehe "voll und ganz" zu der Entscheidung im Kreis Lichtenfels. Die Kreisverwaltungsbehörde habe die Geflügelpestverordnung einwandfrei vollzogen. Der Bund werde sich daran gewöhnen müssen, dass es örtlich und sachlich zuständige Behörden gebe, die ihre Arbeit machten. Und wenn der Bund etwas anderes wolle, dann müsse er die Bundes-Geflügelpestverordnung ändern.
Tagesschau
Phoenix


Gefügelpest: Entwarnung in Bayern

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat Entwarnung bezüglich des Geflügelpestverdachts in einem Nutztierbestand im bayerischen Landkreis Lichtenfels gegeben. Das FLI gab bekannt, dass es weder Viren der Aviären Influenza vom Typ H5 noch vom Typ H7 bei den unter Verdacht stehenden Enten nachweisen konnte. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (STMUGV) hat daraufhin die Sperrmaßnahmen wieder aufgehoben. Der betroffene Betrieb hatte rund 200 Enten aus dem Landkreis Vechta (Niedersachsen) in der letzten Woche erhalten. Auf Grund einer erhöhten Sterblichkeit unter den Tieren waren die zuständigen Behörden informiert worden und hatten entsprechende Maßnahmen eingeleitet. U. a. waren alle Tiere des Bestandes vorsorglich getötet worden.
STMUGV Bayern
FLI


13.03.2006

Verdachtsfall auf Geflügelpest bei Nutzgeflügel in Bayern

In Bayern besteht ein Verdacht auf die Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Nutzgeflügel. Im bayerischen Landkreis Lichtenfels hat ein Schnelltest auf Influenza-A-Viren bei sieben verendeten Jungenten positiv reagiert. Der gesamte Bestand wurde noch in der Nacht gekeult. Das bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (STMUGV) will im Laufe des Tages ausführlich über den Fall informieren.
STMUGV Bayern


12.03.2006

Entspannung bei Vogelgrippe erwartet

Nach Aussagen vom für Vogelgrippe zuständigen Direktor der Welternährungsorganisation (FAO) in Rom, Samuel Jutzi, wird mit dem Frühling eine Entspannung bei der Vogelgrippe kommen. Grund für diese Annahme ist die Überlebenszeit des Virus, die mit steigenden Temperaturen abfällt. So überlebt es bei 20 Grad nur einen Tag, während es bei Kälte bis zu dreißig Tage überleben kann. Jedoch sei mit einer dauerhaften Entspannung nicht zu rechnen. Viel mehr wird es zu einer weitreichenden Verbreitung kommen, die sich in ihren Ausmaßen erst im Herbst zeigen wird. Der Leiter der Vogelwarte am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell beschrieb den Vogelzug nur als eine Möglichkeit der Ausbreitung der Seuche. Eine weitere nicht unbedeutende Möglichkeit stelle der internationale illegale Vogelhandel dar, der stark floriert. Unterdessen steigt die Zahl der gemeldeten Vogelgrippe Fälle in Deutschland und Europa fast täglich weiter an. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister, Otto Ebnet (SPD) und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel versuchen unterdess die Verbraucher zu beschwichtigen. Mecklenburg-Vorpommern und Rügen im speziellen sind nach ihrer Ansicht weiterhin sichere Reiseländer. Nach Umfrageergebnissen sind die Verbraucher jedoch vorsichtig. So hat ein Viertel der Befragten angegeben, weniger Geflügelfleisch zu essen und fünf Prozent verzichten sogar ganz auf Geflügelprodukte.
Spiegel


11.03.2006

Neue Fälle von Vogelgrippe in Europa

In verschiedenen Teilen Europas wurden weitere verendete Vögel gefunden, die mit dem Vogelgrippevirus infiziert waren. Nach Angaben des griechischen Agrarministeriums wurden in der Nähe der griechischen Hafenstadt Thessaloniki vier infizierte Schwäne gefunden. Bei Untersuchungen konnte das gefährlichen H5N1-Virus nachgewiesen werden. In der Schweiz wurde bei Schaffhausen eine tote Ente gefunden, bei der ein Virus vom H5-Typ festgestellt werden konnte. In einem Nationalpark an der Oder in der Nähe des polnischen Dorf Warniki wurde ein toter Schwan gefunden, der an der Geflügelpest verendet ist. Jedoch ist in den beiden letzten Fällen noch nicht klar, ob es sich auch um den gefährlichen Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 handelt.
Yahoo


Vogelgrippe weitet sich aus

Die Zahl der H5N1-Fälle in Deutschland ist auf inzwischen 182 angestiegen. Allein am Freitag wurden sechs neue Fälle aus drei Bundesländern bekannt. So gab es allein in Bayern vier neue Fälle und in Baden-Württemberg und Brandenburg jeweils einen. Nach Aussagen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) liegt damit die Zahl der positiv getesteten Tiere bei 182 Wildvögel, drei Katzen und einen Steinmarder. Auf Riems befindet sich das zehnköpfige Expertenteam derzeit im Dauereinsatz, um alle Verdachtsfälle, die von den Landesgesundheitsämtern ermittelten worden sind, untersuchen zu können. Unterdessen ging in Mainz die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern zu Ende. Es wurde beschlossen, weiterhin keine generelle Impfung einzuführen. Außerdem solle der Bund bei der Impfstoffentwicklung eine Koordinierungsfunktion übernehmen.
n-tv


10.03.2006

Geflügelpest breitet sich in Bayern aus

Die Zahl der H5N1-Infektionen bei Wildvögeln in Bayern ist von acht auf zwölf gestiegen. Wie Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf am Freitag in München mitteilte, ist das Virus zum ersten Mal auch in Mittelfranken und Oberfranken festgestellt worden. "Nach den drei südbayerischen Regierungsbezirken Schwaben, Oberbayern und Niederbayern hat sich die Tierseuche damit auf fünf der sieben bayerischen Regierungsbezirke ausgeweitet," so Schnappauf. Betroffen waren drei Höckerschwäne und eine Wildente. Die betroffenen Landkreise haben mit Unterstützung des Mobilen Veterinärdienstes einen Sperrbezirk mit 3 Kilometer Radius und ein Beobachtungsgebiet mit 10 Kilometer Radius um den Fundort eingerichtet. Alle Geflügelhalter in den Schutzzonen werden derzeit benachrichtigt. In den Schutzzonen gelten neben den Restriktionen für Hausgeflügelbestände auch Hauspflicht für Katzen und Leinenzwang für Hunde.
STMUGV Bayern


Bodensee-Anrainerländer kämpfen gemeinsam gegen Geflügelpest

Die Bodensee-Anrainerländer haben ein gemeinsames Vorgehen gegen die Geflügelpest beschlossen. Auf einer Konferenz im baden-württembergischen Singen einigten sich die zuständigen Fachminister auf 5 Schwerpunkte. 1. Gemeinsame Definition/Handhabe der Schutz- und Überwachungszonen. 2. Einheitliche Handhabe der Aufstallpflicht. 3. Risikobasiertes und systematisches Einsammeln toter Wasservögel in Schutz- und Überwachungszonen in und um den Bodensee. 4. Risikobasierte und konsequente Überwachung der Hausgeflügelbestände durch regelmäßige klinische und labordiagnostische Untersuchungen. 5. Konsequentes Verbot von Geflügelschauen und -märkten, Vogelbörsen während der Aufstallpflicht.Zur Weiterentwicklung und ständigen Koordinierung der seuchenrechtlichen Maßnahmen haben die Minister eine gemeinsame Veterinärkommission unter Leitung des Kantonstierarztes des kantonalen Veterinäramts St. Gallen eingerichtet. In der weiteren Bodensee-Region wurden bisher 19 Fälle von Vogelgrippe gezählt.
STMUGV
LID


09.03.2006

Steinmarder auf Rügen mit H5N1 infiziert

Auf Rügen wurde ein mit H5N1 infizierter Steinmarder gefunden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für Tiergesundheit hat die Infektion des Tieres inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen. Der Steinmarder war am2. März 2006 mit klinischen Symptomen, aber noch lebend in Schaprode gefunden worden. Er wurde gefangen und eingeschläfert. Der Präsident des FLI, Prof. Dr. Thomas Mettenleiter, sagte dazu: "Obwohl mit diesem Fund eine weitere Säugetierart erstmals betroffen ist, ändert sich die grundsätzliche Einschätzung der Seuchensituation nicht." Der Steinmarderstamme wie die drei Katzen, bei denen eine Infektion mit H5N1 festgestellt wurde, aus dem Zentrum des Seuchengeschehens auf der Insel Rügen. Es ist daher auch davon auszugehen, dass es sich bei dem Virus um die hoch pathogene Variante handelt, so Mettenleiter. Es seiaber schon bemerkenswert, dass sich das Spektrum der von H5N1 infizierten Säugetierarten damit ausgeweitet habe. Weltweit war bisher keine Infektion von Marderartigen mit H5N1-Virus beschrieben worden.
idw
FLI


08.03.2006

Geflügelpestvirus bei zwei weiteren Katzen auf Rügen nachgewiesen

Auf Rügen ist das Virus der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 bei zwei weiteren Katzen nachgewiesen worden, wie "tagesschau.de" unter Berufung auf das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) berichtet. Ob es sich um die hochansteckende Variante vom Typ Asia handelt, ist noch offen. Die beiden Tiere wurden wie schon die erste Katze in der Nähe der Wittower Fähre gefunden. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) sagte dazu im Bayerischen Rundfunk: "das heißt, dass das Virus diese Schranke zum Säugetier jetzt nicht nur in einem Einzelfall, sondern mehrfach überwunden hat. Damit ist die Vogelgrippe deutlich näher an den Menschen gerückt." Seehofer stellte außerdem heraus, dass diese Fälle zeigten, dass die jüngst angeordneten Schutzmaßnahmen für Hund und Katze "bitter notwendig" gewesen sind. Neben den drei Katzen wurde die Geflügelpest vom Typ H5N1 in Mecklenburg-Vorpommern bis gestern bei 146 Wildvögeln nachgewiesen.
tagesschau.de
Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern


07.03.2006

Interaktive Karte über Geflügelpestverbreitung in Europa online

Die Bonner Firma terrestris stellt seit Dienstag eine interaktive Geflügelpestkarte Europa im Internet zur Verfügung. Auf einen Blick erhält man so einen Überblick über die aktuelle Verbreitung des Virus. Registrierte Benutzer sind aufgefordert, selbst neue Fälle einzutragen. Aufgerufen sind dazu vor allem Mitarbeiter von zuständigen Behörden und Universitäten. Die Firma terrestris hofft, dass auf diesem Wege eine Datenbank entsteht, die weltweit Wissen über die Ausbreitung der VGeflügelpest in Europa sammelt. Die Nutzung ist kostenlos.
Interaktive Geflügelpestkarte


EU-Bürger reagieren unterschiedlich auf Geflügelpest

Die Verbraucher der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten reagieren unterschiedlich auf die Geflügelpest. Während in Italien der Geflügelabsatz im Februar um 40 Prozent gesunken ist, sank er in Frankreich nur um 20 Prozent. Jedoch brach in Folge von Importverboten der Export hier nahezu zusammen. Über 40 Länder ausserhalb der EU haben bereits Importbeschränkungen für französische Geflügelprodukte eingeführt, wie das Landwirtschaftsportal LID die Angaben des österreichischen Agrarpressedienstes AIZ zitiert. Gründe dafür seien nicht nur die Übertragung des H5N1-Virus auf eine französische Putenfarm, sondern auch die Entscheidung, gesunde Tiere prophylaktisch zu impfen. Dieses Vorgehen werde von zahlreichen Ländern abgelehnt. Den Deutschen, Ungarn, Tschechen, Schweden und den Niederländern sei eine Verunsicherung durch die Geflügelpest -zumindest was den Geflügelfleischkonsum angehe- dagegen bislang nicht anzumerken. Die Verkaufszahlen hätten sich nach dem deutlichen Rückgang im Herbst 2005 sogar wieder erhöht, heisst es. Wie hoch der wirtschaftliche Schaden für die europäische Geflügelwirtschaft jedoch letztlich sein wird, ist nach Einschätzung von Experten und Analysten kaum vorauszusagen.
lid


06.03.2006

ARD verstärkt bewusst Angst vor Vogelgrippe und Haustieren

Die ARD plant, am morgigen Dienstag um 21.05 eine weitere Folge "In aller Freundschaft" auszustrahlen. Aus aktuellem Anlass steht das Thema Vogelgrippe in der Folge "Ausnahmezustand" im Mittelpunkt und wird vermutlich dazu Beitragen, dass noch mehr Verbraucher und Tierhalter hysterisch reagieren. In der ARD-Pressemappe zu "Ausnahmezustand" heißt es: "Jonas Heilmann wird mit Grippesymptomen in die Sachsenklinik eingeliefert. Dr. Martin Stein übernimmt die Behandlung. Als er erfährt, dass Roland seinem Enkelsohn Papageien geschenkt hat, bekommt er einen schrecklichen Verdacht, der sich bestätigt: Jonas hat die Vogelgrippe und kommtauf die Isolierstation. Auch Dr. Roland Heilmann, Dr. Kathrin Globisch und Dr. Martin Stein müssen isoliert werden." Das Ausstrahlen der Folge wird vermutlich dazu führen, dass noch mehr Vogel- und Katzenhalter ihre Tiere aus Sorge vor einer möglichen Infektion "abgeschaffen" wollen. Diese Tendenz ist ohnehin schon zu beobachten. Zahlreiche Kollegen haben bereits ihrem Ärger darüber bei der Programmdirektion (089-59003344 oder info@daserste.de) Luft gemacht mit der Hoffnung, eine Ausstrahlung dieser Folge zu verhindern. Auch die Bundestierärztekammer übt Kritik an dieser Entscheidung der ARD und mahnt Tierhalter zur Besonnenheit. Katzen beim Tierheim oder beim Tierarzt abzugeben, auszusetzen oder möglicherweise sogar zu töten, kritisiert der Tierärzteverband als völlig unangemessene, tierschutzwidrige Reaktion.
BTK


05.03.2006

H5N1 erreicht Polen

Laut dem polnischen Fernsehsender TVP3 hat der gefährliche Geflügelpesterreger H5N1 jetzt auch Polen erreicht. In Torun in Nordpolen ist ein toter Wildschwan gefunden worden. Bei Untersuchungen brachten die Proben des Tieres ein positives Ergebnis auf das Virus. Um den Fundort wurde sofort in einem Umkreis von drei Kilometern eine Sperrzone eingerichtet.
Yahoo


04.03.2006

Erster Fall von Vogelgrippe in Niedersachsen

Laut einem Sprecher des Landwirtschaftsministeriums gibt es nun auch in Niedersachsen den ersten Fall von Vogelgrippe. Bereits am vergangenen Sonntag war auf einem Feld im Kreis Soltau-Fallingbostel eine Wildgans tot aufgefunden worden. Bei Untersuchungen konnte dann das H5N1-Virus nachgewiesen werden. Damit sind nun sechs Bundesländer von der Vogelgrippe betroffen.
Yahoo


Fall von Vogelgrippe in Potsdam-Mittelmark

Nach Aussagen eines Sprechers des Agrarministeriums in Potsdam wurde in der Nähe von Brück (Potsdam-Mittelmark) ein toter Turmfalke mit Verdacht auf Vogelgrippe geborgen. Untersuchungen im Friedrich-Loeffler-Institut haben ergeben, dass "einen schwach positiven Befund" auf den Erreger H5N1 vorliegt. Schon vorher war bekannt geworden, dass Fälle von Vogelgrippe nach den Fällen in der Uckermark nun auch in den Kreisen Barnim und Märkisch-Oderland nachgewiesen worden sind. In allen drei Fällen muss jedoch noch untersucht werden, ob es sich um das hochpathogene asiatische Virus handelt. Unterdessen wurde an den Fundorten im Umkreis von drei Kilometern Sperrbezirke und im Zehn-Kilometer-Radius Beobachtungszonen für Nutzgeflügel eingerichtet. Die betroffenen Bestände werden intensiv tiermedizinisch betreut. Außerdem dürfen keine Tiere transportiert werden, Fremden ist der Zutritt zu Ställen verboten und Haustiere haben Freilaufverbot.
rbb online
Netzeitung


Freilaufverbot für Hunde und Katzen tritt in Kraft

Die Bundesländer haben in einer Eilverordnung die Maßnahmen gegen die Vogelgrippe zu diesem Wochenende noch einmal verschärft. Ab heute gilt ein Freilaufverbot für Hunde und Katzen im Umkreis von zehn Kilometern um Vogelgrippe-Fundorte, im Umkreis von drei Kilometern haben Fremde Stallverbot. Dies betrifft vorerst Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Brandenburg und Bayern, wo Fälle von Vogelgrippe nachgewiesen worden sind. Bayern hat die Schutzmaßnahmen noch weiter verschärft. So werden in den Schutzzonen Wildtiere wie Marder oder Füchse, die das Fleisch verendeter Tiere fressen, ab sofort auf das H5N1-Virus untersucht und das Freilaufverbot für Hunde und Katze wurde auf das Zehn-Kilometer-Beobachtungsgebiet ausgeweitet. Unterdessen gibt es in Asien neue Todesfälle durch die Vogelgrippe beim Menschen. Nach ersten Untersuchungen starb in Indonesien ein dreijähriger Junge an H5N1 und auch aus China wurde ein weiterer Todesfall gemeldet.
ZDF


03.03.2006

Geflügelpestfälle im Berliner Umland

In Brandenburg sind zwei weitere Fälle von Geflügelpest mit dem H5N1-Virus bei tot aufgefundenen Wildvögeln bestätigt worden. Betroffen ist ein Blesshuhn aus dem Landkreis Barnim und ein Schwan aus Märkisch-Oderland. Das teilte das Friedrich-Löffler-Institut für Tiergesundheit in Riems Donnerstagabend mit. Um die Fundorte wurden Sperr- und Beobachtungszonen eingerichtet. In den Sperrbezirken müssen Hunde angeleint sein. Katzen dürfen hier nicht frei herumlaufen. Sowohl in den Sperrbezirken als auch in den Beobachtungsgebieten werden Geflügelbestände ab sofort intensiv beobachtet. Sie dürfen ohne Genehmigung der Amtstierärzte weder transportiert noch geschlachtet werden. Seit gestern ist hier allen betriebsfremden Personen der Zutritt zu Geflügelställen verboten. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Erreger in den nächsten Tagen auch die Hauptsadt Berlin "erreichen" wird, ist nach Meinung von Berlins Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner hoch. Die Sperrmaßnahmen auf Rügen wurden unterdessen größtenteils aufgehoben. Die deutsche Geflügelwirtschaft klagt bereits über einen drastischen Absatz-Einbruch. Verbandssprecher Janning bezifferte die Verluste auf bis zu 20 Prozent. Dies entspreche bislang Mindereinnahmen von über 140 Millionen Euro. Er forderte die Bundesregierung und die EU zu Entschädigungszahlungen auf.
MLUR Brandenburg
Inforadio


Neues Betätigungfeld für Ein-Euro-Jobber: Geflügelpestbekämpfung

Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern, hat vorgeschlagen, die so genannten "Ein-Euro-Jobber" in der Bekämpfung der Geflügelpest einzusetzen. Er fordert die Landkreise auf, verstärkt auf diese Option zurückzugreifen, nachdem erste Gespräche mit der Arbeitsagentur positiv verlaufen waren. Dabei sollten die Ein-Euro-Jobber vorrangig dafür eingesetzt werden, Strände und andere Gelände nach toten Vögeln abzusuchen. Backhaus hält dies für eine Arbeit, die auch ohne spezielle Fähigkeiten ausgeführt werden kann und ungefährlich ist, da die Tätigkeit mit dem Markieren und Melden der Fundstellen endet.
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern


Schweine wenig empfänglich für Geflügelpest

Die Gefahr einer Infektion mit dem Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N1 ist für Schweine gering. Darauf weist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems in einem Brief an die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e. V. (ISN) hin. Das FLI verweist dabei auf Untersuchungen in Vietnam sowie eigene Infektionsversuche. So wurden in Vietnam rund 3.000 Schweine auf den Erreger untersucht. Bei acht Tieren konnten Hinweise auf eine Infektion gefunden werden, ohne dass das Virus direkt nachgewiesen werden konnte oder ein Schwein eine klinische Erkrankung zeigte. In Infektionsversuchen des FLI zeigten sich Schweine wenig empfänglich für das Virus. Sie konnten das Virus weder vermehren noch die Infektion verbreiten. Menschen und Säugetriere müssen laut FLI eine erhebliche Menge des Virus aufnehmen, um sich zu infizieren. Sollte es doch zu einer Infektion kommen, scheidet der Mensch nur geringe Virusmengen aus.
ISN
FLI


Verängstigte Katzenhalter trennen sich von ihren Tieren

Nach dem bei einer toten Katze auf Rügen die Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 Asia festgestellt worden ist, haben zahlreiche verängstigte Tierbesitzer ihre Katzen in Tierheimen abgegeben. Aus Angst, sie könnten sich durch ihre Tiere mit dem Virus infizieren, hätten Katzenbesitzer ihre Tiere gleich massenweise abgegeben, wie das Deutsche Tierhilfswerk (DTHW) am Donnerstag in Berlin mitteilte. In den Augen der Tierärztin Dr. Tina Kugler ist diese Sorge jedoch völlig unbegründet. "Weltweit ist bisher kein einziger Fall einer Virusübertragung von der Katze auf den Menschen bekannt," so Kugler. Das DTHW appelliert daher an alle Katzenbesitzer, Ruhe zu bewahren und nicht so verantwortungslos zu handeln.
DTHW


02.03.2006

Seehofer will Impfstrategie gegen Geflügelpest

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat heute die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Geflügelpest und die geplanten Maßnahmen informiert. Demnach sind auf der Insel Rügen bisher 115 Fälle, an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns 11 Fälle und in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg und Schleswig-Holstein weitere 14 Fälle nachgewiesen worden. Neben den bereits vorher bekannten Maßnahmen, plant Seehofer die Entwicklung einer Impfstrategie, "die die Sicherheit von Mensch und Tier garantiert und nicht Gefühle bedient". Eine flächendeckende Schutzimpfung ist auch weiterhin nicht geplant. Seehofer will allerdings die Forschung nach einem geeigneten Impfstoff beschleunigen und fordert einen verbesserten Austausch zwischen den Mitgliedsstaaten der EU-Kommission, deren Forschungseinrichtungen und der EU-Kommission. Eine flächendeckende Impfung sei auch deshalb nicht sinnvoll, da Konzeptionen für die Durchführung der Impfungen und deren Erfolgskontrolle fehle.
BMELV


Restriktionen für Hunde und Katzen in Sperrzonen

Nach dem ersten Nachweis des Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 bei einer Katze auf Rügen haben sich Bund und Länder auf zusätzliche Maßnahmen geeinigt. In den Sperrzonen (Radius von 3 Kilometern um den Fundort) sind Katzen ab sofort im Haus zu halten. Für Hunde besteht Leinenzwang. Dazu soll eine Bundesverordnung erlassen werden. Die Bundesländer, in denen bereits Sperrzonen bestehen, haben die Maßnahme gestern sofort erlassen. Neben dem Wildvögelmonitoring sollen in den Sperrzonen tot aufgefundene oder auffällige Säugetiere ebenfalls auf das Geflügelpestvirus vom Typ H5N1 untersucht werden. Auch die Frage einer Impfung von Katzen gegen das Virus wurde diskutiert. Allerdings wurde diese Frage wieder verworfen, da momentan kein Impfstoff zur Verfügung steht.
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Weitere Maßnahmen gegen die Geflügelpest geplant

Am Donnerstag findet in Berlin ein Expertengespräch über weitere mögliche Maßnahmen gegen die Geflügelpest statt. Dabei soll unter anderem darüber beraten werden, ob eine prophylaktische Impfung von Nutzgeflügel sinnvoll ist. Außerdem sei geplant, Fremden generell das Betreten von Geflügelställen zu verbieten, wie Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auf einer Veranstaltung am Mittwochabend verriet. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, forderte wegen der Geflügelpest Überwachungsmaßnahmen für Badegewässer, da der Erreger H5N1 über Tierausscheidungen ins Wasser gelangen könne. Die beschlossenen Maßnahmen werden im Anschluss an das Beratungsgespräch bekannt gegeben werden, kündigte Seehofer an.
dpa


01.03.2006

Zwei weitere Geflügelpestfälle in Bayern

Wie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (STMUGV) mitteilte, wurden am Mittwoch vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems zwei weitere Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Wildvögeln in Bayern bestätigt. Bei dem einen Fall handelt es sich um eine Reiherente, die in Lindau (Landkreis Lindau) gefunden wurde. Ob es sich um den hochansteckenden Typ des Virus handelt, steht noch nicht fest. Bei dem zweiten Fall handelt es sich um einen Höckerschwan aus Merching (Landkreis Aichach-Friedberg). Auch hier steht die Klassifizierung des Virus noch aus.
STMUGV Bayern


Rund 30 Länder reagieren mit Handelsbeschränkungen auf Geflügelpestausbruch in Frankreich

Auf den Geflügelpestausbruch in einer Zuchtanlage für Puten in Frankreich haben etwa 30 Länder mit Handelsbeschränkungen reagiert. Importe von französischem Geflügel und Geflügelprodukten wie Stopfleber (foie gras) wurden teilweise stark eingeschränkt. Laut Angaben des französischen Außenhandelsministeriums seien zwölf Prozent der üblichen Exporte betroffen. Frankreich ist der größte Geflügelexporteur Europas. Seine Einnahmen aus dem Ausfuhrgeschäft beliefen sich zuletzt auf rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr.
AFP


Geflügelpest breitet sich so schnell aus wie nie zuvor

Die Geflügelpest vom Typ H5N1 breitet sich in diesem Jahr so schnell aus wie nie zuvor. Das berichtet "lid" unter Berufung auf den österreichischen Agrarpressedienst "AIZ". Waren im Jahr 2004 nur neun Staaten, die alle in Südostasien liegen, von dem Virus betroffen, kamen im Jahr 2005 sieben weitere hinzu. Im Jahr 2006 ist schon jetzt eine massive Ausbreitung des Virus zu verzeichnen. Allein in den letzten 28 Tagen haben bereits 15 Länder das Vorkommen des Virus nachgewiesen. Allerdings sind in Europa - im Gegensatz zu Südostasien - vorwiegend Wildvögel betroffen. Das Übergreifen auf die Nutztierbestände konnte bisher weitestgehend verhindert werden. Das Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) rechnet aber mit einer weiteren Ausbreitung der Erkrankung durch Zugvögel, sieht die Nutztierbestände aber "gut geschützt".
lid


Bundesländer reagieren auf Geflügelpestnachweis bei einer Katze

Bayern und Baden-Württemberg haben auf den Nachweis des Geflügelpesterregers bei einer toten Katze mit einer Verschärfung ihrer Schutzmaßnahmen reagiert. In den von der Geflügelpest betroffenen Gebieten wurde ein Leinenzwang für Hunde und eine Hauspflicht für Katzen verhängt. Diese Vorschriften gelten innerhalb der Drei-Kilometer-Sperrzone.Innerhalb des Zehn-Kilometer-Beobachtungsbereichs werden diese Maßnahmen empfohlen, wie die zuständigen Ministerien in München und Stuttgart mitteilten. Es wurde jedoch auch noch einmal betont, dass nach bisherigem Wissen keine Infektionsgefahr des Menschen durch Katzen und Hunde bestehe. Es sollten die üblichen Hygienemaßnahmen im Umgang mit den Tieren und insbesondere mit deren Ausscheidungen eingehalten werden. Sollten die Tiere Anzeichen einer Erkrankung zeigen, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
STMUGV Bayern
MLR Baden-Württemberg


28.02.2006

H5N1 bei toter Katze auf Rügen nachgewiesen

Das Virus H5N1 ist erstmals bei einer Katze auf Rügen nachgewiesen worden. Das tote Tier wurde nach Angaben des Krisenstabs des Landes Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende auf der Insel Rügen nahe der Wittower Fähre gefunden. Dort waren zuvor eine große Zahl Wildvögel verendet. Ob die Katze mit der asiatischen Variante des Subtyps H5N1 infiziert war, steht noch nicht fest. "Dass Katzen sich mit dem Virus infizieren können, wenn sie infizierte Vögel fressen, ist seit längerem aus Asien bekannt", so der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Thomas Mettenleiter. Das FLI rät Katzenbesitzern, ihre Tiere besonders im Bereich des Zentrums der Infektionen um die Wittower Fähre nicht frei laufen zu lassen. "Obwohl die Kadaver weitgehend abgeräumt sind, sterben weiterhin Tiere an einer H5N1-Infektion, die dann als Infektionsquelle dienen können", erläutert Mettenleiter. Todesfälle durch die Geflügelpest sind bei Großkatzen aus Asien bekannt. Dort starben im vergangenen Jahr mehrere Großkatzen, die in Zoos mit H5N1-infiziertem Geflügel gefüttert wurden. Hauskatzen seien ebenso empfänglich für den Erreger. Eine Ansteckung von Menschen durch infizierte Katzen wurde aber bisher noch nicht nachgewiesen. Jedoch rät das FLI Katzenbesitzern zu besonderer Hygiene. "Eine theoretisch nicht auszuschließende Ansteckung des Menschen kann vermutlich nur bei sehr innigem Kontakt mit infizierten Tieren erfolgen", so Mettenleiter. Bei Anzeichen von schweren Erkältungen bei Katzen, die Freilauf in Gebieten hatten, in denen H5N1 infizierte Vogelkadaver gefunden wurden, sollte der Tierarzt aufgesucht werden. Das FLI hat Empfehlungen für Tierärzte erstellt, die auf der Homepage des FLI (www.fli.bund.de) abgerufen werden können.
FLI


Zwei Geflügelpestfälle in Bayern

Wie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz mitteilt, sind jetzt auch in Bayern erstmalig Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Wildvögeln nachgewiesen worden. Betroffen sind ein Höckerschwan in der Gemeinde Schwabstadl (Landkreis Landsberg am Lech) und eine Stockente in der Gemeinde Sachsenkam (Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen). Die Landkreise haben Sperr- und Schutzzonen mit einem Radius von 3 bzw. 10 Kilometern um die Fundorte eingerichtet. Die genaue Ausdehnung der Zonen sind auf den Internetseiten des STMUGV nachzulesen. Verbraucherschutzminister Werner Schnappauf (CSU) wies daraufhin, "dass der Freistaat für den Fall vorbereitet war, denn bei der Dynamik des Geflügelpesterregers war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Bayern den ersten Fall hat." Jetzt gelte es, die Einschleppung des Virus in die Nutzgeflügelbestände zu verhindern, da das Virus ansonsten enorme wirtschaftliche Schäden anrichten könne. Bayern ist nach Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein das vierte Bundesland, in dem Infektionen mit dem Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen wurden.
STMUGV Bayern


BMELV denkt über Verlängerung der Stallpflicht nach

Momentan bestimmen die aktuellen Geschehnisse und die Diskussionen über die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern die Nachrichten. Im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) denkt man bereits etwas weiter. Urprünglich war die Stallpflicht für Geflügel für den Zeitraum von Anfang März bis Ende April geplant. Nachdem auf Rügen dann erste Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 nachgewiesen wurden, wurde sie bereits Mitte Februar in Kraft gesetzt. Im BMELV denkt man jetzt bereits über die Zeit nach April nach. Wie eine Sprecherin des BMELV der "Süddeutschen Zeitung" mitteilte, könnte es zu einer Verlängerung des Aufstallungsgebotes kommen, wenn die Geflügelpest Ende April noch aktuell ist.
Inforadio


27.02.2006

Experten raten dringend von der prophylaktischen Einnahme von Tamiflu ab

Der Direktor des Friedrich-Loeffler-Institutes für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Greifswald, Prof. Lutz Gürtler, warnt dringend vor einer vorbeugenden Einnahme des Medikaments Tamiflu oder ähnlichen Arzneimitteln. "Das istabsolut überflüssig und ohne Nutzeffekt. Jedoch kann die massenhafte Einnahme von Tamiflu zur Ausbildung von Resistenzen führen und die wenigen zur Verfügung stehenden Arzneimittel könnten unwirksam werden. Außerdem bestehe aus mehreren Gründen kein Anlass zur Aufregung und Panik,versicherte Gürtler, obgleich er davon ausgeht, dass sich die Geflügelpest in ganz Deutschland und Europa ausweiten wird. Das vereinzelte Auffinden von toten Vögeln mit H5N1- Virus stelle keine Gefahr für den Menschen dar. Hoch infektiöse Influenzaviren und neue Stämme in der Vogelpopulation gehörten seit Jahrzehnten zum Alltag, so Gürtler. Nach der bisherigen Entwicklung des seit 1992 in Südostasienerstmalig aufgetretenen H5N1-Virus zu urteilen, sei eine Mutation wenig realistisch. Durch das Vermeiden von Kontakten, die Schließungvon Kitas und Schulen, die Einschränkung von öffentlichen Veranstaltungen und Reisebewegungen könnte der Ausbreitung dennoch sehr schnell Einhalt geboten werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sieht Gürtler jedoch weder die Fußball-WM noch die Badesaison an der Ostseeküste gefährdet.
idw


Geflügelpest: Unterstützung für die Politik von Berliner Experten

Michael F. G. Schmidt, Professor am Institut für Immunologie und Molekularbiologie an Fachbereich Veterinärmedizin der FU Berlin, hat das Handeln der Politik nach dem Auftreten der Geflügelpest auf Rügen im Chat unter "tagesschau.de" gelobt. Schmidt betonte, dass die Politik richtig gehandelt habe. Dies werde dadurch dokumentiert, dass es bisher gelungen ist, das Übergreifen der Geflügelpest vom Typ H5N1 auf Nutzgeflügelbestände in Deutschland zu verhindern. Wie bereits von Landwirtschaftsminister Seehofer (CSU) geäußert, vertritt auch Schmidt die Meinung, dass Deutschland sich auf ein Leben mit dem Virus in den nächsten Jahren einstellen müsste, da es sich nicht so einfach auslöschen lasse. Bei der Erkrankung handele es sich jedoch weiterhin um eine Tierseuche. Schmidt warnte vor einer prophylaktischen Einnahme von Tamiflu. Dies könnte unter Umständen zu einer Resistenzbildung beitragen.
tagesschau.de


26.02.2006

Neue Fälle von Vogelgrippe in Frankreich

Nach Angaben des französischen Landwirtschaftsministers Dominique Bussereau ist bei 15 toten Schwänen das Vogelgrippevirus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. Die Tiere waren tot in der Region um Lyon aufgefunden worden. Der Fundort befindet sich in der Nähe des Zuchtbetriebes, in dem erstmals in der vergangenen Woche das Virus nachgewiesen worden war. Insgesammt wurden in Frankreich bisher 50 Schwäne und Wildenten auf den gefährlichen Virustyp H5N1 untersucht.
Yahoo


Zwei neue Verdachtsfälle von Vogelgrippe am Bodensee

Laut einer Sprecherin des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums gibt es am Bodensee zwei weitere Verdachtsfälle von Vogelgrippe. Bei den beiden toten Tieren handelt es sich um eine Tafelente, die bei der Ortschaft Öhningen gefunden wurde, und um eine Wildente nahe der Stadt Singen. Beide Orte gehören zum Landkreis Konstanz. Beide Tieren wurde positiv auf den Erreger H5N1 getestet. Endgültige Ergebnisse welche Variante vorliegt, stehen noch aus. Wie schon nach dem Fund einer infizierten Ente im nahegelegenen Überlingen wurden um den Fundort Sperr- und Beobachtungszonen eingerichtet.
Yahoo


Erstmals synthetische Herstellung von Tamiflu

Japanischen Wissenschaftlern haben ein neues Verfahren entwickelt, um das Grippemedikament Tamiflu auf synthetische Weise herzustellen. Bisher wurde der begrenzte Wirkstoff Oseltamivir aus einer besonderen Art der Frucht Sternanis, die oft als Gewürz in chinesischen Gerichten dient, gewonnen. Wie viele andere Länder versucht auch Japan, größere Vorräte von Tamiflu anzulegen, um für eine eventuelle Vogelgrippe-Pandemie vorbereitet zu sein.
MDR


25.02.2006

Erster Fall von H5N1 bei Nutzgeflügel in Frankreich

Nach Angaben des französischen Landwirtschaftsministeriums in Paris, hat das tödliche Vogelgrippevirus H5N1 erstmals einen Nutzgeflügelbetrieb in der EU erreicht. In einem Putenzuchtbetrieb im Osten des Landes wurde das Virus nachgewiesen. Alle Tiere aus dem Betrieb in Versailleux wurden sofort getötet und die Räumlichkeiten desinfiziert. Japan reagierte sofort mit einem Importstopp. Am Donnerstag waren 400 tote Tiere im Département Ain nördlich von Lyon gefunden worden. Wegen des Verdachts auf Geflügelpest waren sofort alle 11.000 Puten vorsorglich getötet worden. Außerdem waren 160 Gemeinden unter Beobachtung gestellt worden. Nun wird untersucht, wie sich die Tiere, die nur im Stall gehalten wurden, infiziert haben. Versailleux ist in unmittelbarer Nähe des Fundortes der Ente, bei der zuvor das Virus H5N1 gefunden wurde.
Yahoo


24.02.2006

Europaweite Informationskampagne zur Eindämmung der Geflügelpest beschlossen

Die EU-Agrarminister haben bei ihrem Treffen in Wien am Freitag beschlossen, eine europaweite Informationskampagne zur Eindämmung der Geflügelpest zu starten. Das sagte die österreichische Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat im Anschluss an das Treffen. Inzwischen wurde der H5N1-Erreger auch bei einer Wildente in Baden-Württemberg und zwei Wildenten im Osten Schleswig-Holsteins nachgewiesen. Ob es sich dabei um den gleichen Erreger wie in Mecklenburg-Vorpommern handelt, steht noch nicht fest. Auch in Frankreich besteht der dringende Verdacht auf einen Ausbruch der Geflügelpest in einer Putenzuchtanlage.
dpa


Dringender Geflügelpestverdacht bei Puten in Frankreich

In Frankreich besteht in einem Putenzuchtbetrieb der dringende Verdacht der Geflügelpest. Unter den 11.000 Puten des im südöstlichen Departement Ain liegenden Zuchtbetriebes sei eine hohe Sterblichkeit aufgetreten, wie Landwirtschaftsminister Dominique Bussereau am Donnerstag mitteilte. In der Nähe des Betriebes war zuvor der erste Geflügelpestfall in Frankreich nachgewiesen worden. Die zuständigen Behörden haben die Keulung aller Puten angeordnet. Das abschließende Untersuchungsergebnis wird für Freitag erwartet.
AP


Geflügelpest am Bodensee

Wie der Südwestrundfunk (SWR) unter Berufung auf Friedrich-Loeffler-Institut(FLI) auf der Insel Riems meldet, ist auch am Bodensee ein Fall der Geflügelpest vom Typ H5N1 festgestellt worden. Betroffen ist demzufolge eine Tafelente. Geklärt werden muss nach Angaben des FLI noch, ob es sich um die hochpathogene Variante des Erregers handelt.
SWR


Geflügelpest erreicht Schleswig-Holstein

Nach Medienberichten hat das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium zwei Geflügelpestfälle vom Typ H5N1 bei Enten bestätigt. Die Tiere wurden in den Städten Neustadt und Timmendorfer Strand im Landkreis Ostholstein gefunden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat bei beiden Tieren den Erreger der Aviären Influenza (AI) vom Typ H5N1 nachgewiesen.
Yahoo (AFP)
Schleswig-Holstein


Geflügelpestfall in Nordwestmecklenburg

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der bestätigten Geflügelpestfälle auf 110 gestiegen. Der Großteil davon - 107 Fälle - wurde auf der Insel Rügen nachgewiesen. Neben den Fällen in den Landkreisen Ost- und Nordvorpommern wurde ein weiterer Fall nachgewiesen, der außerhalb der Insel Rügen auftrat. Betroffen ist eine Ente im Landkreis Nordwestmecklenburg. Das Tier wurde auf der Insel Walfisch gefunden. Um den Fundort wurde eine Schutzzone eingerichtet. Die Insel Walfisch liegt vor der Stadt Wismar. Unterdessen gehen auf Rügen die Untersuchungen der Geflügelbestände weiter. Insgesamt wurden bisher fast 1.200 Betriebe untersucht. Ein positives Ergebnis konnte dabei nicht festgestellt werden.
Mecklenburg-Vorpommern


23.02.2006

Nutzgeflügel bislang frei von Geflügelpest

Der Verdacht auf Geflügelpest bei einer Ente eines Hausgeflügelbestandes auf der Insel Rügen hat sich nicht bestätigt. Wie Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag mitteilte, hätte der abschließende Test, der im Friedrich-Loeffler-Institut durchgeführt wurde, keinen Nachweis des aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 ergeben.
BMELV


RKI: Pandemierisiko durch Geflügelpest auf Rügen nicht gestiegen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat eine aktuelle Risikoeinschätzung zum Auftreten einer Influenza-Pandemie veröffentlicht. Das RKI weist daraufhin, dass sich das Risiko einer Pandemie durch die Fälle der Geflügelpest vom Typ H5N1 bei Wildvögeln in Deutschland nicht grundsätzlich geändert hat. Entscheidender für die Risikoeinschätzung sei das Auftreten bei Nutzgeflügel. In Deutschland steht hier noch die Bestätigung eines Verdachtsfalles auf der Insel Rügen aus. Allerdings hat das Virus bei Nutztieren in Asien bereits seit einiger Zeit massive Schäden verursacht. Bisher gibt es weiterhin keine Anzeichen dafür, dass das Virus von Mensch-zu-Mensch übetragbar ist. Für die Risikoeinschätzung ist die grundsätzliche Verbreitung des Virus allerdings bedeutsam, sodass jeder Fall beim Geflügel - auch bei Wildvögeln - für die Risikoeinschätzung von Bedeutung ist. Das RKI weist aber auch daraufhin, dass das Risiko für die Entstehung einer neuen Pandemie momentan so hoch ist wie seit Jahrzehnten nicht.
RKI


Geflügelpestverdacht bei Nutzgeflügel auf Rügen

Auf Rügen gibt es den ersten Geflügelpestverdacht bei Nutztieren. Im Süden der Insel ist bei einer Ente eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus festgestellt worden. Ob es sich um den dort bereits bei Wildvögeln grassierenden Subtyp H5N1 handelt, wird derzeit im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems untersucht. Das teilte der Krisenstab am Donnerstagmorgen in Schwerin mit. Jedoch rechne man erst für den Abend mit einem Ergebnis. Bestätigt sich der Verdacht, wäre es die erste H5N1-Infektion in einem Nutztierbestand in Deutschland. Unterdessen wurden auf Rügen sechs weitere tote Wildvögel gefunden, die mit dem Virus infiziert waren. Damit erhöhte sich die Zahl der auf der Insel positiv getesteten Tiere auf insgesamt 107.
Ministerium für Ernährung, Lanwirtschaft, Forsten und Fischerei
dpa


Geflügelpest kann immense wirtschaftliche Schäden anrichten

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, ist wegen der Geflügelpest stark besorgt und befürchtet "immense wirtschaftliche Schäden", falls das Virus sich in den Nutztierbeständen ausbreitet. Es müsse alles unternommen werden, um dies zu verhindern, sagte Sonnleitner in eine