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Aktuelle Meldungen

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Diese aktuellen Meldungen können auch als RSS Feed abonniert werden. 11.01.2018

Aviäre Influenza vom Typ H5N6 in Großbritannien

Der Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N6 ist erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Nachgewiesen wurde das Virus bei drei Schwänen in Dorset im Süden Englands nahe des Ärmelkanals. Aviäre Influenzaviren vom Typ H5N6 sind aktuell auch in anderen Ländern Europas aktiv. So wurden diese Viren erst Anfang Januar 2018 im bayerischen Dachau sowie Ende Dezember 2017 in der Schweiz nachgewiesen.
OIE


08.01.2018

H5N6 bei Ente in Dachau

Bei einer Tafelente aus der bayerischen Stadt Dachau wurde ein Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N6 nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilt. Die Tafelente wurde bereits am 2. Weihnachtsfeiertag in der Stadt Dachau am Rande der Amper gefunden. Das Landratsamt verweist darauf, dass es sich lediglich um einen Einzelbefund handelt, der für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich und damit auch nicht besorgniserregend sei. Nach Abstimmung mit dem zuständigen Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Allerdings wird das Gebiet um die Fundstelle vom Landkreis aktiv beobachtet.
Landkreis Dachau


02.01.2018

Geflügelpest vom Typ H5N2 in Russland

In Russland ist die Aviäre Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N2 nachgewiesen worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, ist der Fall im Verwaltungsbezirk Kostroma nordwestlich der Hauptstadt Moskau nachgewiesen worden. In dem betroffenen Betrieb wurden mehr als 660.000 Stück Geflügel gehalten.
OIE


20.12.2017

Geflügelpestausbruch in den Niederlanden scheinbar gestoppt

Die Geflügelpest vom Typ H5N6 konnte sich in den Niederlanden scheinbar nicht weiter ausbreiten. Bislang konnte das Virus nur in dem betroffenen Entenmastbetrieb mit 16.000 Stück Geflügel in Biddinghuizen nachgewiesen werden. Die Probennahmen auf den Betrieben innerhalb des Sperrbezirks und in den Kontaktbetrieben brachten keinen Nachweis einer Infektion. Die landesweit verfügte Stallpflicht für gewerbliche Geflügelhaltungen gilt allerdings weiter. Die Transportauflagen für das Beobachtungsgebiet im Umkreis von 10 km wurden jedoch gelockert. Der analysierte Virustyp H5N6 weist genetische Ähnlichkeiten mit dem im Jahr 2016 in den Niederlanden aufgetretenen Stamm H5N8 auf.
topagrar.de


14.12.2017

Geflügelpest in den Niederlanden - Tierhalter müssen Einschleppungsrisiken minimieren

Der aktuelle Fall der Geflügelpest in den Niederlanden mit einem hoch pathogenen Virus vom Typ H5N6 sollte den Tierhaltern hierzulande deutlich machen, dass eine Minimierung der Einschleppungsrisiken notwendig ist. Darauf weist Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) angesichts des Falles, dem 16.000 Mastenten zum Opfer fielen, und der sich ergebenden Konsequenzen hin. Denn die Niederlande hatten daraufhin ein landesweites Aufstallungsgebot für Geflügel verfügt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die zunehmend feuchtere und kühlere Witterung sowie die Konzentration von Wildvögeln durch den Herbstzug die Entstehung von Infektketten bei empfänglichen Wildvögeln begünstigt. Bei feuchter und kalter Witterung bleibt das Virus z.B. im Kot infizierter Tiere länger stabil als bei Wärme und Trockenheit. Tierhalter sollten deshalb alles tun, damit sich ihre Tiere nicht infizieren können. Dazu gehört u.a., dass Tiere nicht an Stellen gefüttert werden, zu denen Wildvögel Zugang haben. Auch sollten die Tiere nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden. Neben den vorbeugenden Maßnahmen ist es aber auch wichtig, eine mögliche Erkrankung möglichst frühzeitig zu erkennen. Deshalb sollten die gut beobachtet werden. Beim Auftreten von erhöhtem Verlustgeschehen im Bestand oder deutlichem Absinken der Legeleistung sollte auch eine Ausschlussuntersuchung auf die Viren der Geflügelpest erfolgen.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


11.12.2017

Geflügelpest in den Niederlanden

In den Niederlanden ist in einem Enten haltenden Betrieb ein hoch pathogenes Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N6 nachgewiesen worden. In dem Betrieb in Biddinghuizen in der Provinz Flevoland wurden 16.000 Mastenten gehalten, die alle getötet werden mussten, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu verhindern. Neben der obligatorischen Einrichtung von Sperr- und Beobachtungsgebiet hat das niederländische Landwirtschaftsministerium weitere Maßnahmen erlassen. Das Ministerium hat eine landesweite Stallpflicht für Nutzgeflügel erlassen. In Zoos, Streichelzoos und Hobbyhaltungen müssen Tiere so gehalten werden, dass sie nicht mit Wildvögeln und deren Kot in Berührung kommen können.
Landwirtschaftsministerium der Niederlande
Universität Wageningen


27.11.2017

Niedrig pathogenes Geflügelpestvirus in Niedersachsen

Im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) wurde ein gering pathogenes Virus der Aviären Influenza nachgewiesen. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, handelt es sich um ein Virus vom Typ H5N2. Der Nachweis erfolgte in einem Enten und Gänse haltenden Betrieb. Rund 40 Tiere zeigten milde klinische Krankheitszeichen. Die daraufhin eingeleiteten weiteren Untersuchungen erbrachten den Geflügelpestnachweis. Insgesamt wurden in dem betroffenen Betrieb mehr als 1.000 Tiere gehalten.
OIE


23.11.2017

EU gestattet bei Geflügelpest künftig längere Vermarktung als Freilandeier

Als Reaktion auf den Ausbruch der Geflügelpest und die Bedenken von Hühnerzüchtern an den bestehenden Regelungen, hat die EU Änderungen bezüglich der Vermarktung von Freilandeiern im Falle eines Geflügelpestausbruchs vorgenommen. Wurde auf Grund eines Seuchenausbruchs mit dem aviären Influenzavirus eine Stallpflicht auferlegt, durften Betriebe ihre Eier bisher nur 12 Wochen lang als Freilandeier vermarkten. Diese Frist wird nun auf 16 Wochen verlängert. Die Änderung tritt laut einer Mitteilung der EU-Kommission bereits am 25. November 2017 in Kraft. Die EU-Hühnerzüchter hatten Sorge hinsichtlich der potenziellen wirtschaftlichen Verluste, die ab dem Moment auftreten, ab dem die Eier nicht mehr als Freilandeier vermarktet werden dürfen. Nach Gesprächen mit Vertretern der Mitgliedsländer und Interessenvertretern der Verbände hat man sich auf eine Verlängerung der Frist um vier Wochen geeinigt. In der EU werden mittlerweile 14 Prozent der insgesamt 390 Millionen Hühner im Freiland gehalten.
EU-Kommission


20.11.2017

Backhaus kündigt Überarbeitung der Geflügelpest-Verordnung für das kommende Jahr an

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat eine Überarbeitung der Geflügelpest-Verordnung angekündigt und gleichzeitig Erleichterungen insbesondere für Rassegeflügelzüchter angekündigt. Auf der Hauptsonderschau des Sondervereins der Entenzüchter Deutschlands von 1895 in Wismar am vergangenen Samstag sagte Backhaus: „Die Geflügelpest-Verordnung wird nach dem Vogelgrippe-Seuchenzug des vergangenen Jahres überarbeitet; es wird Erleichterungen insbesondere für Rassegeflügelzüchter geben." Gleichzeitig betonte er die Notwenigkeit, die Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV


09.11.2017

FLI aktualisiert Risikobewertung zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat eine aktualisierte Risikobewertung zum Auftreten der Geflügelpest in Deutschland vorgelegt. Das FLI verweist darauf, dass das hochpathogene Virus vom Typ H5N8 seit dem ersten Auftreten vor rund einem Jahr in Europa nie gänzlich verschwunden war. In Deutschland wurde es zuletzt in Niedersachsen im Oktober bei einer erlegten Wildente nachgewiesen. Dies deutet in Verbindung mit Virusnachweisen in der Schweiz, in Bulgarien und in Italien darauf hin, dass das Virus fortdauernd in der Wildvogelpopulation Europas zirkuliert. Aktuell gibt es einige Umstände, die Infektionen begünstigen können. Dies ist einmal die feuchte und kalte Witterung. Zudem begünstigt die Konzentration von Wildvögeln im Rahmen des Herbstzuges das Entstehen von Infektketten. Das FLI hält es demnach für wahrscheinlich, dass das Virus von Wildvögeln in Hausgeflügelbestände in Deutschland eingetragen wird. Dabei spielt allerdings das jeweilige Gebiet eine Rolle. Dies ist eine Änderung gegenüber der letzten Risikobewertung, als dieses Risiko noch als gering bis mäßig bewertet wurde.
FLI


08.11.2017

H5N8 im Nordwesten Italiens in zwei Geflügelbetrieben nachgewiesen

In der Nähe der italienischen Stadt Asti, die im Nordwesten des Landes liegt, ist das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Typ H5N8 in zwei benachbarten Geflügelbetrieben nachgewiesen worden. Nun müssen rund 50.000 Legehennen getötet werden. Es wurden alle Maßnahmen entsprechend des Tierscheuchenschutzes ergriffen, die Betriebe gesperrt und ein Sperr- sowie Beobachtungsgebiet eingerichtet.
Raiffeisen.com


07.11.2017

Handlungsempfehlungen für Hobbyhalter zum Schutz vor der Geflügelpest

In Schleswig-Holstein hält man auch für diesen Winter weitere Fälle der aviären Influenza für möglich, auch wenn seit rund einem halben Jahr in Schleswig-Holstein kein Fall mehr nachgewiesen wurde. Deshalb müsse man gewappnet bleiben. Größere Geflügelbetriebe müssen strenge Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Zudem findet ein ständiges Monitoring von Hausgeflügel auf die Tierseuche statt. Im Jahr 2017 ist vorgesehen, mindestens 400 Proben zu nehmen. Daneben wurde das Wildvogelmonitoring intensiviert. Das Monitoring findet unabhängig vom konkreten Seuchengeschehen ab. Staatssekretärin Anke Erdmann verweist darauf, dass auch kleine Betriebe und Hobbyhaltungen mit verschiedenen Mitteln einer Infektion vorbeugen und so ihre Tiere schützen können. Dazu gehört, dass die Tiere nur mit Leitungswasser versorgt werden und die Tränken für Wildvögel nicht zugänglich sind. Auch müssen Futter, Einstreu und die im Stall benötigten Geräte geschützt vor Wildvögeln gelagert werden. Sofern neue Tiere in die Haltung verbracht werden, sollten diese für einige Tage einer Quarantäne unterliegen, sofern dies in einem kleinen Betrieb möglich ist. Zu den Hygienemaßnahmen, die durchgeführt werden sollten, gehören das Tragen von spezieller Kleidung nur für den Stall, die dann regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen wird. Erdmann zeigte Verständnis dafür, dass die lange Stallhaltungspflicht für Geflügel während des letzten Seuchenzuges für Halter und Tiere belastend war. Die Staatssekretärin betonte aber auch den Sinn der Maßnahme, den Schutz der Tiere vor einer Infektion. Auch bei Gültigkeit einer Stallpflicht gebe es die Möglichkeit, die Tiere so zu halten, dass die Tiere frische Luft bekommen und Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das Ministerium hat die Handlungsempfehlungen für kleine Geflügelhaltungen und Hobbyhalter in einem Merkblatt zusammengefasst, das zum Download zur Verfügung steht.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


24.10.2017

Risiko eines erneuten Geflügelpestausbruchs nimmt zu - infizierter Wildvogel in Niedersachsen gefunden

Jetzt bei dem nasskalten Wetter und durch den Vogelzug Richtung Süden steigt in Deutschland die Gefahr eines erneuten Ausbruchs der Geflügelpest. Bereits im August 2017 ist das Virus H5N8 erneut bei Wildvögeln in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden, nun in Niedersachsen. Zudem mussten gerade mehr als 800.000 Stück Geflügel wegen der Infektion mit dem Virus in Italien gekeult werden. Zudem traten Fälle in Frankreich und der Schweiz auf. Deshalb ist es um so wichtiger, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Erst im vergangenen November hatte es einen großen Ausbruch der Geflügelpest vom gleichen Typ in Deutschland und Europa gegeben. Allein in Deutschland ist das Virus von November 2016 bis Mai 2017 bei 1150 Wildvögeln und in 107 Nutzgeflügelhaltungen nachgewiesen worden.
Tag24


18.10.2017

Neue wissenschaftliche Empfehlungen der EFSA zur Geflügelpest

Sachverständige der Arbeitsgruppe für Aviäre Influenza bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben neue wissenschaftliche Empfehlungen erstellt, mit denen die Bereitschaft der EU im Falle eines Ausbruchs der hoch ansteckenden Tierseuche erhöht werden sollen. Die Empfehlungen basieren dabei auf der Auswertung der Informationen über die Geflügelpest-Ausbrüche der vergangenen Jahre. Eine der wichtigsten Empfehlungen ist, dass insbesondere in der Grippesaison tot aufgefundene Wasservögel den Veterinärbehörden gemeldet werden sollen. Dann könnten diese auf den Erreger untersucht werden und ggf. die entsprechenden Maßnahmen frühzeitig eingeleitet werden. Auch sollten in Gefangenschaft lebende Wasservögel wie Gänse und Enten auf Influenzaviren untersucht werden, da sie leicht mit Wildvögeln in Berührung kommen und unter Umständen das Virus weiterverbreiten können. Zudem sollten Landwirte Maßnahmen zur Erhöhung der Biosicherheit treffen. Dabei sollte der Kontakt zwischen Geflügel und Wildvögeln unterbunden werden. Dies kann durch Netze erfolgen oder aber auch dadurch, dass die Tiere während der Grippehochsaison im Stall bleiben. Grundsätzlich sind Wildvögel, die von Nordosten oder Osten in die EU kommen, der wahrscheinlichste Weg des Eintrags von Geflügelpestviren in die EU.
EFSA


05.09.2017

Verstöße gegen Biosicherheitsmaßnahmen sollen künftig Folgen haben

Die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen ist essentiell wichtig, um Tierseuchenausbrüche zu vermeiden. Daher hat Nidersachsens Landwirtschaftsminister jetzt Sanktionen bei der späteren finanziellen Schadensregulierung angedacht, sofern gegen die Biosicherheitsmaßnahmen nachweißlich verstoßen wird. Dies regte Christian Meyer (Grüne) beim Auftakt des 2. Tiergesundheitssymposiums in Oldenburg an.
Agrarheute.com


01.09.2017

H5N8 weiterhin in Norditalien aktiv

Der hoch pathogene Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N8 ist weiterhin in Nordtalien aktiv und wurde auch Ende August wieder bei Nutzgeflügel, aber auch bei Wildvögeln nachgewiesen. In der Lombardei wurde das Virus in einer kleinen Hobbyhaltung mit 25 Tieren nachgewiesen. Hier wurde das Virus zudem bei einem tot aufgefundenen Schwan nachgewiesen. Außerdem wurde der Erreger in Venetien in einem Putenmastbetrieb mit fast 11.000 Tieren identifiziert.
OIE


29.08.2017

DELTA-FLU erforscht Mechanismen der Geflügelpest

In dem Forschungsprojekt DELTA-FLU (Dynamics of avian influenza in a changing world) geht ein Konsortium aus insgesamt 10 hochrangigen Forschungsinstitutionen weltweit den Mechanismen des Geflügelpestvirus auf den Grund. DELTA-FLU ist am 1. Juni 2017 gestartet und wird von der Europäischen Union über fünf Jahre gefördert. Projektkoordinator ist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems. Erforscht werden die dynamischen Mechanismen der aviären Influenza-Viren in Geflügel und anderen Wirten sowie die viralen, wirtsbezogenen und umweltbedingten Faktoren, die für die Vermehrung und Ausbreitung entscheidend sind. Erst durch das bessere Verständnis dieser Mechanismen und Faktoren ist die Weiterentwicklung effektiver Diagnose-, Präventions- und Kontrollstrategien möglich. DELTA-FLU forscht weiterhin zu den Schlüsselfragen, wie sich Geflügelpestviren in der Wildvogelpopulation halten und über lange Distanzen verbreiten können, welche Faktoren für das Eindringen aviärer Influenzaviren in Nutzgeflügelbestände relevant sind und welche Rolle Schweine bei der möglichen Übertragung auf den Menschen spielen. Besonders von Bedeutung ist die Aufklärung der Mechanismen, die aus harmlosen Influenzaviren gefährliche Geflügelpesterreger machen.
FLI


28.08.2017

Geflügelpest H5N8 zurück in Deutschland

Im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt ist bei drei tot aufgefundenen Schwänen das Vogelgrippe-Virus H5N8 festgestellt worden. Das bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut als zuständiges Referenzlabor. Um den Fundort wurden Sperr- und Beobachtungsgebiet eingerichtet. Innerhalb des Sperrbezirks mit einem Radius von einem Kilometer gibt es neun Geflügelhalter mit 120 Tieren. Im Beobachtungsgebiet (3 km Radius) sind es 62 Geflügelhalter mit 1.239 Tieren. Diese müssen nun umgehend aufgestallt werden, wie der MDR berichtet. Für Hunde gilt Leinenzwang, Katzen dürfen nicht rausgelassen werden.
MDR


22.08.2017

Zoonosepotential von aviären Influenzaviren ist Mineralschicht der Viren

Mineralisierte Viren sind deutlich infektiöser, robuster und hitzestabiler als die nativen Viren. Chinesische Wissenschaftler führen hingegen die Übertragbarkeit der aviären Influenzaviren auf den Menschen auf die Eierschalen-artige Mineralschicht zurück, die sich das Virus aufgrund der hohen Calcium-Konzentration im Darm von Vögeln aneignet. Dies würde auch erklären, warum sich Menschen durch engen Kontakt zu kranken Vögeln oder deren Ausscheidungen infizieren, Ansteckungen von Mensch zu Mensch dagegen selten sind. Bislang ging man davon aus, dass die Viren in Folge von Mutationen oder einer Rekombination mit anderen Erregern die Artengrenze überschritten haben. Neuere Befunde zeigen aber, dass aviäre Influenzaviren, die aus erkrankten Menschen isoliert wurden, die gleichen Gensequenzen aufweisen wie aus Vögeln isolierte Viren. Anhand von Versuchen mit in einer dem Vogeldarm-Milieu nachempfundenen Lösung konnten die Forscher jetzt zeigen, dass sich um H9N2- und H1N1-Viren 5 bis 6 nm dicke Schalen aus einem Calciumphosphat-Mineral bilden. Diese mineralisierten Viren erwiesen sich sowohl in einer Zellkultur als auch bei Mäusen als deutlich infektiöser und pathogener als native Viren.
idw-online


17.08.2017

Geflügelpest in der Schweiz

In der Schweiz sind zwei neue Fälle der Geflügelpest bei Schwänen aufgetreten. Die Tiere wurden am 10. August 2017 im Westen des Landes nahe des Neuchateler Sees gefunden, wie das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilte. Bei beiden Tieren wurde das Virus vom Typ H5N8 nachgewiesen. Ohnehin scheint sich eine neue Welle der Geflügelpest anzubahnen. Es werden immer mehr Fälle der Tierseuche, auch aus Belgien und Frankreich, gemeldet. In Norditalien ist das Virus jüngst bereits in 13 Beständen nachgewiesen worden.
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)
Agrarheute.com


08.08.2017

Erneut fast 100.000 Puten von Geflügelpest in Italien betroffen

Der hoch pathogene Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N8 ist in Norditalien weiterhin aktiv. Die italienischen Behörden haben drei weitere Fälle der Erkrankung an die Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet. Betroffen sind drei Mastputenhaltungen in der Lombardei mit zusammen fast 100.000 Tieren, die alle getötet werden müssen, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Die drei betroffenen Betriebe liegen alle in der Gemeinde Medole.
OIE


01.08.2017

Geflügelpest in mehreren Betrieben in Italien

In mehreren Betrieben in Norditalien wurde die Geflügelpest festgestellt, wie die Weltorganisation (OIE) für Tiergesundheit mitteilt. Betroffen sind zwei Putenmastbetriebe in Venetien mit mehr als 12.000 bzw. mehr als 17.000 Tieren. In der Lombardei sind zwei Legehennenhaltungen betroffen. Hier wurden in einem Betrieb rund 123.000 und in einem Betrieb rund 460.000 Legehennen gehalten, die alle getötet werden mussten.
OIE


04.07.2017

ZDG bringt konkrete Maßnahmen für eine noch effektivere Biosicherheit auf den Weg

Die Geflügelwirtschaft hat sich angesichts des folgenschwersten jemals dokumentierten Vogelgrippeausbruchs im vergangenen Winter intensiv mit den daraus resultierenden Herausforderungen befasst und konkrete Maßnahmen für eine noch effektivere Biosicherheit in geflügelhaltenden Betrieben auf den Weg gebracht. Ein entsprechendes Positionspapier des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) hat ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke in der vergangenen Woche bei einem Erfahrungsaustausch zum Geflügelpestgeschehen 2016/17 vorgestellt. Wie ernst die Geflügelwirtschaft dieses Ziel und das Thema Vogelgrippe mit Blick auf die Vermeidung möglicher künftiger Seuchenzüge nimmt, zeigt neben der im Frühjahr gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) erarbeiteten "Checkliste zur Vermeidung der Einschleppung der Klassischen Geflügelpest" auch das von Ripke im BMEL vorgestellte weitreichende Positionspapier mit konkreten Maßnahmen zur weiteren Optimierung der kontinuierlich weiterentwickelten Biosicherheitskonzepte zur Vermeidung des Viruseintrags in die Geflügelherden, unter anderem mit Blick auf Einstreu-, Lüftungs- und Hygieneverfahren."
ots
ZDG


19.06.2017

H5N8 in drei Kleinbetrieben in Belgien

Belgien hat in der vergangenen Woche drei Fälle der Aviären Influenza mit einem hoch pathogenen Virus vom Typ H5N8 an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Die drei Betriebe finden sich über das ganze Land verteilt und hatten jeweils zwischen 25 und 43 Tiere. All Tiere der Betriebe wurden mittlerweile getötet, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern.
OIE


06.06.2017

Zahl der Geflügelpestfälle beim Menschen in China steigt weiter

In China gibt es inzwischen insgesamt 1.486 durch ein Labor bestätigte Infektionen von Menschen mit dem aviären Geflügelpestvirus vom Typ H7N9. Mindestens 571 Infektionen verliefen davon tödlich. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervor. Die Endemie verlief bislang in 5 Wellen, wobei die 5. ein größeres Ausmaß zu haben scheint. Das würde bedeuten, dass sich das Virus ausbreitet. Deshalb sind intensive Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen von Mensch und Tier notwendig.
WHO


Neuer Ausbruch von H5N8 in Großbritannien

In South Norfolk in Großbritannien ist in einer kleinen Herde von 35 Hühnern und Gänsen das Virus der aviären Influenza vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Entsprechend der Tierseuchenschutzbestimmungen wurden die Tiere getötet und es wurden eine Sperrzone sowie ein Beobachtungsgebiet um den betroffenen Betrieb eingerichtet. Außerdem wird nach der Eintragsquelle des Virus geforscht. Erst am 15. Mai 2017 waren in Großbritannien die Schutzmaßnahmen wieder gelockert und die Aufstallungspflicht aufgehoben worden, die Monate zuvor wegen der Geflügelpestepidemie mit dem gleichen Erreger verhängt worden war.
Farming UK


19.05.2017

Aktuelle Risikoeinschätzung des FLI zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am Donnerstag eine aktualisierte Risikobewertung zur Einschleppung und zum Auftreten von hoch pathogenen Viren der Aviären Influenza vom Typ H5 vorgelegt. Das FLI verweist darauf, dass in Deutschland zwischen Anfang November 2016 und Mitte Mai 2017 mehr als 1.150 Geflügelpestfälle bei Wildvögeln in Deutschland nachgewiesen wurden. Zudem wurde in 107 Fällen das Virus in Tierhaltungen nachgewiesen. Im April und Mai wurde jeweils ein Fall bei gehaltenen Vögeln nachgewiesen. Außerdem kommt es bei Wildvögeln auch noch sporadisch zu Fällen bei Wildvögeln. Damit scheint nach Ansicht des FLI die Epidemie anzuklingen. Diese war die schwerste und am längsten andauernde Epidemie, die bisher in Europa beobachtet wurde. Insgesamt waren 29 Länder betroffen. Neben H5N8 trat in sieben Staaten auch ein Erreger vom Typ H5N5 sowie in Griechenland ein Erreger vom Typ H5N6 auf. Außerhalb Europas meldeten Russland, Israel, Ägypten, Tunesien, Nigeria, Uganda, Kamerun, Iran, Nepal und Indien Geflügelpestausbrüche mit dem HPAI H5N8 Virus. HPAI H5N1 ist in Asien und einigen Ländern Afrikas endemisch. Darüber hinaus zirkulieren in Asien weitere mit HPAIV H5N1 verwandte H5-Stämme. Obwohl die aktuelle Epidemie abzuklingen scheint, sollten die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben weiterhin oberste Priorität besitzen, um einen Eintrag des Erregers in die Betriebe zu vermeiden. In der aktuellen Bewertung wird das Risiko der Einschleppung von H5-Viren asiatischen Ursprungs nach Deutschland durch die illegale oder die legale Einfuhr sowie innergemeinschaftliches Verbringen und durch Personen- und Fahrzeugverkehr als gering eingeschätzt. Das Risiko durch Wildvögel wurde von den Epidemiologen als gering-mäßig bezeichnet.
FLI


09.05.2017

Zwei H5N8 - Fälle in Großbritannien

Nachdem in Großbritannien mehr als zwei Monate keine Fälle der Aviären Influenza nachgewiesen wurden, sind Anfang Mai gleich zwei Fälle in kleinen Tierhaltungen nachgewiesen worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurden beide Fälle im Ort Thornton in Lancashire nachgewiesen. Ein Betrieb hielt sieben Hühner und zwei Enten. Der andere Betrieb hielt insgesamt 34 Stück Geflügel. In beiden Betrieben wurde die Tötung der Tiere angeordnet und die Einrichtung von Schutzzone und Beobachtungsgebiet um die Betriebe herum eingeleitet.
OIE


05.05.2017

Aktuelle Risikoeinschätzung des FLI zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat eine aktualisierte Risikoeinschätzung zum Auftreten der Aviären Influenza veröffentlicht. Das FLI weist daraufhin, dass seit Mitte März die Anzahl der Neumeldungen von Fällen bei Wildvögeln mit dem Virus vom Typ H5N8 deutlich zurückgegangen ist. Zudem wurde in Deutschland der letzte Fall bei gehaltenen Vögeln am 6. April nachgewiesen. In anderen Ländern Europas erfolgte die letzte Meldung am 25. April aus Schweden. Deshalb geht das FLI davon aus, dass die Epidemie langsam abklingt. Insgesamt kam es in Deutschland zu 91 Nachweisen in Geflügelhaltungen und 15 in Zoos bzw. Tierparks. Ob die Epidemie nicht nur in Deutschland sondern europaweit tatsächlich abklingt, muss aus Sicht des FLI noch abgewartet werden. Als besonders problematisch werden die massiven Ausbruchsserien in Hausgeflügelbeständen mit verschiedenen hoch- und niedrigpathogenen H5-Viren in Frankreich und einigen Balkanländern beurteilt. Hier bestünde die Gefahr, dass das Virus bei Kontakt zwischen infizierten Wassergeflügelbeständen und Wildvögeln jederzeit erneut in die Wildvogelpopulation eingetragen werden könne. Grundsätzlich wird in Deutschland auf Grund zunehmender Temperaturen und UV-Strahlung das Risiko eines Eintrags des Virus in Nutzgeflügelhaltungen und Zoos durch direkten Kontakt mit Wildvögeln abhängig von der Region als gering bis mäßig eingestuft. Das FLI misst dem Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einer Infektion weiterhin oberste Priorität bei. Das Verschleppen des Virus zwischen Geflügelhaltungen muss unbedingt vermieden werden. Eine grundsätzliche Stallhaltungspflicht für Geflügel sieht das FLI aktuell nicht mehr als notwendig an. Das Erlassen einer Stallpflicht sollte stattdessen risikobasiert erfolgen.
FLI


24.04.2017

Baden-Württemberg entwickelt 5-Punkte-Plan für künftige Geflügelpestausbrüche

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat eine Bilanz der Geflügelpest gezogen und einen 5-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem man für künftige Ausbrüche besser gewappnet sein will. Grundsätzlich stellte Hauk fest, dass das das baden-württembergische Vorgehen richtig war. Frühzeitiges und konsequentes Handeln der Veterinärbehörden sowie ein umsichtiges Agieren der Geflügelhalter habe verhindert, dass der Erreger auf Nutzgeflügelbestände übergriff. Zudem entspanne sich die Situation im Land. In Baden-Württemberg wurde der letzte Fall bei einem Wildvogel bereits Ende Februar festgestellt. Dies ermögliche es, die risikoorientierte Stallpflicht aufzuheben. "Ende der Stallpflicht ja, komplette Entwarnung nein. Die Gesunderhaltung unserer Nutztierbestände ist angewandter Tierschutz und eine zentrale Daueraufgabe", erklärte der Minister. Mit einem 5-Punkte-Plan will man sich für künftige Ausbrüche der Aviären Influenza besser wappnen. Diese Punkte sind die Biosicherheitsmaßnahmen als zentrales Element, Erarbeitung von Empfehlungen durch die Task Force Tierseuchenbekämpfung Baden-Württemberg, verstärkte Fortsetzung des Monitorings von Wildvögeln, Einführung verbesserter Regelungen für Kleinst- und Rassegeflügelhalter sowie eine Abstimmung der Vermarktungsregelungen für Eier auf ein länger andauerndes Geflügelpestgeschehen.
MLR Baden-Württemberg