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22.01.2018

Dänemark ermöglicht Landwirten die Kastration von Ferkeln mit Lokalanästhesie

Seit Jahresbeginn ist es Schweinezüchtern in Dänemark erlaubt, männliche Ferkel unter Lokalanästhesie zu kastrieren. Die Lokalanästhesie darf in Dänemark fortan ebenso wie die Kastration selbst vom Landwirt durchgeführt werden. „In den kommenden Monaten werden wir allen Landwirten und Mitarbeitern in Lehrgängen das entsprechende Rüstzeug vermitteln, sodass ab 2019 alle männlichen Ferkel ordnungsgemäß betäubt und kastriert werden können“, schreibt der Dänische Fachverband der Land- und Ernährungswirtschaft. Dazu gehören von der zuständigen Behörde genehmigte Fortbildungskurse, in denen den Landwirten das tierärztliche Fachwissen in Theorie und Praxis vermittelt werden soll. Der Einsatz von schmerzstillenden Mitteln ist nur dann vorgeschrieben, wenn die Wunde anschließend nicht erwartungsgemäß heilt. Desweiteren wurde festgelegt, dass das Herausreißen von Gewebe und Organen bei der Kastration künftig verboten ist. Verstöße werden zuerst mit einer Geldstrafe belegt, können im Wiederholungsfalle jedoch auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Monaten geahndet werden.
topagrar.de


Experten diskutieren die Zukunft der Nutztierhaltung

Auf dem 10. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin ist in der vergangenen Woche intensiv von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Haltung von Nutztieren in der Zukunft diskutiert worden. In der Auftaktveranstaltung verteidigte der Generaldirektor des International Livestock Research Institute (ILRI), Jimmy Smith, die intensive Nutztierhaltung, denn sie sichere weltweit die wirtschaftliche Existenz von 1,3 Milliarden Menschen. Er warnte davor, den Verzehr tierischer Produkte und die Tierhaltung generell zu verteufeln. Tierische Proteine besitzen für die menschliche Ernährung eine große Bedeutung, betonte auch der Generaldirektor der UN-Landwirtschafts-und Ernährungsorganisation, José Graziano da Silva. In vielen Ländern der Welt nimmt ein Großteil der Menschen zu wenig Eiweiß auf. Insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sei das hochwertige tierische Protein jedoch essenziell, weshalb Nutztiere gerade für die Ärmsten der Welt überlebenswichtig seien. Allerdings ist Tierhaltung auch mit erheblichen Umweltauswirkungen verbunden, da sie Treibhausgase produziert. Global beträgt der Anteil an Treibhausgas-Emissionen rund 14 Prozent. Eine Möglichkeit, Verbesserungen für Tier und Umwelt zu erreichen, ist in den Augen von EU-Agrarminister Phil Hogan vor allem das Schaffen von finanziellen Anreizen für die Landwirte, bestimmte Umwelt- und Klimaziele erreichen zu wollen.
topagrar.de


Leipziger Tierärztekongress 2018: Trotz stürmischer Bedingungen volles Haus

Auf dem 9. Leipziger Tierärztekongress herrschte großer Andrang und buntes Treiben. Das vielfältige Programm zog die Tierärztinnen und Tierärzte an. Bereits am Donnerstag waren die Säle des Leipziger Messezentrums im Rahmen des 9. Leipziger Tierärztekongresses bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Nachfrage war so groß, dass am Donnerstag an der Tageskasse keine Karten mehr zu haben waren. Insgesamt besuchten 5.400 Tierärztinnen und Tierärzte dieses Jahr Deutschlands größte Fortbildungsveranstaltung in der Tiermedizin. „Der konstant wachsende Zuspruch unserer Kollegen zeigt uns, dass wir mit dem Leipziger Tierärztekongress genau die richtigen Themen beleuchten und wir ihnen viele wichtige Impulse für die eigene Arbeit mitgeben können“, so Prof. Dr. Gotthold Gäbel, Kongresspräsident und Leiter des Veterinär-Physiologischen Instituts der Universität Leipzig. Das Programm war vielfältig und und aktuell. Berufspolitisch standen Perspektiven des tiermedizinischen Nachwuchses, Tierwohl und Veterinäry Public Health im Fokus. „Für mich ist es immer wieder faszinierend, dass nicht nur Theorie und Praxis beim Leipziger Tierärztekongress und der vetexpo perfekt ineinandergreifen, sondern auch der Austausch zwischen den veterinärmedizinischen Kollegen von zentraler Bedeutung ist“, erklärt der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. Auf einer ausgebuchten Fläche präsentierten 241 Aussteller aus 16 Ländern ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Arzneimittel, Medizintechnik, Tierernährung oder moderne Praxiseinrichtung. Außerdem wurden auch Auszeichnungen verliehen. So erhielt Dr. Hans-Georg Möckel die Verdienstmedaille der Sächsischen Landestierärztekammer. Der Fritz-Rupert-Ungemach-Preis ging in disem Jahr an den Palästinenser Ahmed Thabet, der für seine Dissertation zur Resistenzentwicklung in Protozoen prämiert wurde.Der erstmals verliehene Heinz-Georg-Klös-Preis wurde an Dr. Carolin Horstmeier für ihre Dissertation zur Anwendung von Stammzellen beim Pferd verliehen. Aufgrund des großen Andrangs, hier schon das Datum für den 10. Leipziger Tierärztekongress in zwei Jahren: 16. bis 18. Januar 2020.
LTK
Eine Zusammenfassung von S. Neukirchner


Bioeier aus Brandenburg stammen vorwiegend aus Massentierhaltungsanlagen

Nach Recherchen des Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) werden die sogenannten Bio-Eier mehrheitlich von Legehennen gelegt, die in Stallanlagen mit 30.000 Tieren und mehr gehalten werden. Den Angaben zu Folge sind rund 90% der Tiere betroffen. Rechtlich ermöglicht wird dies durch eine Aufweichung der EU-Bioverordnung durch die Länderbehörden in Deutschland, so der rbb-Bericht. "Das durchschnittliche deutsche Biohuhn kommt inzwischen aus einem Großbetrieb", sagt Luise Molling von foodwatch. Aktuell sind in Oranienburg zwei weitere Ställe mit insgesamt 42.000 Legehennen in ökologischer Haltung geplant. Eine Bürgerinitiative versucht, den Bau der Massenproduktionsanlagen zu verhindern. Unterstützt wird die Bürgerinitiative durch den Bund für Umwelt und Naturschutz. Die Reportage über die Bioeier aus Massentierhaltung, teilweise sogar ohne Freigang, wird am Montag um 20:15 Uhr in der Sendereihe Super.Markt im rbb-Fernsehen ausgestrahlt.
ots


19.01.2018

Vielversprechender Malaria-Wirkstoff erprobt

Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Tübingen hat in einer Phase II-Studie einen Malaria-Wirkstoff getestet. Das Medikament führte bei 83 Patienten, denen das Präparat über drei Tage verabreicht wurde, zur vollständigen Heilung. Verabreicht wurde eine Kombination der Wirkstoffe Fosmidomycin und Piperaquin. Auch war die Behandlung gut verträglich und führte schnell zum Abklingen der klinischen Symptome bei den Patienten. Der Tübinger Tropenmediziner Peter Kremsner sieht in der Studie einen Meilenstein in der Entwicklung von Fosmidomycin. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben weltweit jährlich rund eine Million Menschen an der Malaria. Etwa die Hälfte der Opfer sind Kinder, die jünger als fünf Jahre sind. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts sind weltweit bis zu 500 Millionen Menschen an der Malaria erkrankt.
idw


Afrikanische Schweinepest stellt keine Gefahr für die Verbraucher dar

Aktuell wird über das Thema Afrikanische Schweinepest (ASP) in den Medien häufig berichtet. Dies nimmt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass das Virus für den Menschen keine Gefahr darstellt. BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel verwies darauf, dass das Virus nicht auf den Menschen übertragbar ist. "Weder vom direkten Kontakt mit kranken Tieren noch vom Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Haus- oder Wildschweinen stammen, geht ein Risiko für die Gesundheit aus," so Hensel weiter. Dem Menschen kommt im Rahmen der Erkrankung allerdings eine wichtige Rolle zu. Denn er kann das Virus weiterverbreiten. Dies kann durch Tiertransporte oder auch über infizierte Lebensmittel erfolgen.
BfR


18.01.2018

Mecklenburg-Vorpommern will Zahlungen für freiwillige ökologische Leistungen

Mecklenburg-Vorpommern will die bisherigen Direktzahlungen der EU an die Landwirte reformieren und stattdessen an tatsächlich freiwillig erbrachte ökologische Leistungen koppeln. Die Direktzahlungen sollen bis auf eine Grundprämie von 100 Euro je Hektar gekürzt werden. Das Honorar für ökologische Leistungen soll dagegen um 15 bis 30 Prozent gegenüber dem jetzigen Niveau angehoben werden. „Das übergreifende Prinzip unseres Modells lautet: Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“, erklärte Landwirtschaft- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Wir wollen das durch eine echte Honorierung der Teilnahme an Umwelt- und Klimamaßnahmen erreichen.“ Nach dem Modell Mecklenburg-Vorpommerns könnten konventionell wirtschaftende Landwirte 95 Prozent des derzeitigen Prämienniveaus erreichen. Biobauern könnten sogar auf 98 Prozent kommen.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Nationale Nutztierstrategie bietet Chancen für Tierschutz

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) hat eine "deutsche Zukunftsallianz für nachhaltigen und praktikablen Tierschutz" gefordert. Schließlich sei der Tierschutz seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Allerdings müsse auch der globale Wettbewerbsdruck berücksichtigt werden. Deshalb bräuchten die Nutztierhalter die Unterstützung der Gesellschaft, die sich an der Finanzierung des Mehraufwandes beim Tierwohl beteiligen müsse. Dies sei bei der EEG-Abgabe für den Klimaschutz eine inzwischen gesetzlich erzwungene Selbstverständlichkeit. Bei Lebensmitteln weichen die Umfragewerte jedoch nach wie vor gewaltig vom realen Kaufverhalten ab. Die nationale Nutztierstrategie kann eine Basis für Bund, Länder, Tierschutz- und Tierhaltungs-, Bauern- und Verbraucherverbände zusammen mit Naturschutz-, Wissenschafts- und Kirchenvertretern auf eine Allianz zur Verständigung schaffen und der Branche gleichzeitig zu 15 Jahren Planungssicherheit verhelfen.
ZDG


17.01.2018

Tierschutzbund setzt sich für Gründung eines Tierschutzministeriums ein

Der Deutsche Tierschutzbund hat im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche erneut gefordert, dass der Tierschutz künftig einen größeren Stellenwert in Politik und Gesellschaft einnehmen muss. Dies könne durch eine Umstrukturierung des Landwirtschaftsministeriums erreicht werden, in dem es künftig ein eigenständiges Ministerium für Tierschutz oder zumindest einen Tierschutzbeauftragten der Bundesregierung gibt. Denn die Themenpalette des Tierschutzes müsse übergreifend gebündelt und bearbeitet werden.
topagrar.de


Leipziger Tierärztekongress von Donnerstag bis Sonntag

Am kommenden Donnerstag (18.1.2018) beginnt in den Leipziger Messehallen Deutschlands größtes Tierärzte-Treffen und die beliebteste Fortbildungsveranstaltung, der 9. Leipziger Tierärztekongress. Auf dem Programm stehen knapp 500 Referenten und mehr als 470 Vorträge, Kurse und Seminare. Aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen in der Veterinärmedizin stehen dabei genauso auf dem Programm wie moderne Behandlungsmöglichkeiten. Das Themenspektrum reicht von allen Tierarten bis zu Auseinandersetzungen mit ethischen Problemstellungen in der Tiermedizin, Toxikologie oder dem Zusammenspiel von Mensch und Tier. Berufspolitische Highlights sind die Eröffnungsveranstaltung am Donnerstag um 9:30 Uhr zum Thema "Tiermedizinischer Nachwuchs: Lust, Frust, Perspektiven". Der Dessauer Zukunftskreis veranstaltet seinerseits am Freitag von 14:00 bis 16:00 Uhr ein interaktives Seminar zum Thema berufliche Perspektiven für selbstständige Tierärzte oder solche, die es werden wollen. Hier steht die Partnerschaft als Erfolgsmodell im Fokus. "Der hohe Zuspruch, den wir erhalten, zeigt uns, dass unsere Bemühungen gesehen und gewürdigt werden", freut sich Prof. Dr. Gotthold Gäbel, Kongresspräsident.
LTK 2018
Blog zum LTK


16.01.2018

Surfer viel häufiger mit resistenten Keimen belastet

Surfen ist nicht ungefährlich. Das ergab jetzt auch eine Studie der University of Exeter an Strandbesuchern und Surfern in England und Wales. Denn sie fanden heraus, dass Surfer drei Mal so häufig mit antibiotikaresistenten E. coli-Bakterien belastet sind. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies mit dem Wasserschlucken bei den Surfern zusammenhängt. Das Meerwasser ist nämlich seinerseits mit resistenten Bakterien belastet. Diese gelangen mit den Abwässern aus der Kanalisation und anderweitig verschmutztem Wasser in die Ozeane.
University of Exeter


Motto des bpt auf der Grünen Woche: Tierschutz ist Tiergesundheit

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) präsentiert sich auf der internationalen Grünen Woche in Berlin in diesem Jahr unter dem Motto "Tierschutz ist Tiergesundheit". Die Grüne Woche findet vom 19. bis 28. Januar in Berlin statt und der bpt hat seinen Messeauftritt im ErlebnisBauernhof. Dort soll die grundlegende Bedeutung der Tiergesundheit für die tiergerechte Haltung und das tierische Wohlbefinden in den Vordergrund gestellt werden. Der bpt will dabei einige Bereiche, die für den Tierschutz von Bedeutung sind, besonders in den Fokus stellen. Dazu gehören die Prophylaxe, die tiergerechte Haltung, die Bestandsbetreuung von Nutztieren und auch die gezielte Therapie.
bpt e.V.


Tierschutzbund gegen Massenabschuss von Wildschweinen

Der Deutsche Tierschutzbund hat sich gegen den vom Deutschen Bauernverband geforderten Massenabschuss von Wildschweinen ausgesprochen. Der Bauernverband hatte aus Sorge um eine Ausbreitung der Afrikanischen Scwheinepest eine Reduzierung der Wildschweinebestände gefordert und den Abschuss von bis zu 70 Prozent aller Wildschweine in die Diskussion gebracht. Der Deutsche Tierschutzbund hält einen solchen Massenabschuss ohne wissenschaftliche Grundlage aus Tierschutzsicht für inakzeptabel. Der Tierschutzbund fordert statt Panikmache faktenbasierte Strategien im Umgang mit Seuchenszenarien. Auch wird darauf hingewiesen, dass weniger Wildschweine nicht zwingend bedeuten, dass die Seuche nicht ausbricht. Als größtes Problem identifiziert der Tierschutzbund den Menschen, der einerseits Schweine zu Tausenden in Hallen zusammengepfercht halte und so der Krankheitsausbreitung Vorschub leiste, und andererseits das Virus per Grenzverkehr über weite Strecken verbreiten könne.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


15.01.2018

Milchleistung niedersächsischer Kühe leicht gesunken

Die durchschnittliche Leistung niedersächsischer Milchkühe ist im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Dies geht aus den Ergebnissen der Milchleistungs- und Qualitätsprüfung (MLP) im Kontrolljahr 2017 hervor, wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mitteilt. Demnach betrug die Milchleistung 8.995 Kilogramm pro Tier und Jahr. Dies entspricht einem Rückgang um 27 Kilogramm gegenüber dem Vorjahr. Weiter ging dagegen der Strukturwandel bei den niedersächsischen Milchbauern. Während die Zahl der Milchkühe nur um 0,4 Prozent auf noch 773.000 sank, ging die Zahl der Milchviehbetriebe deutlich um 6,3 Prozent auf noch 7.662 zurück. Damit stieg die Zahl der pro Betrieb gehaltenen Milchkühe auf 101.
Landwirtschaftskammer Niedersachsen


Auch Brandenburg lobt Abschussprämie für Wildschweine aus

Aus Sorge vor der nach Westen vordringenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) will auch Brandenburg die Reduzierung der Wildschweinebestände mit einer Abschussprämie fördern. Die Prämie soll 50 Euro betragen, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilt. Die Prämie wird gezahlt für jedes Schwein, das zusätzlich zur Jagdstrecke des Jahres 2015/16 erlegt wird. Mit einer weiteren Maßnahme will das Verbraucherschutzministerium erreichen, dass mehr tot aufgefundene Wildschweine auf die ASP untersucht werden. Die Jäger wurden bereits mit Sets zur Probennahme bei tot aufgefundenen Wildschweinen ausgestattet. Ab diesem Jahr erhalten die Jäger pro Probennahme und tot aufgefundenem Wildschwein 30 Euro. Damit soll die Mitwirkung der Jäger am Monitoring-Programm zur Früherkennung der ASP verbessert werden.
Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg
Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg


12.01.2018

Gericht stoppt Verabschiedeung neuer Borreliose-Leitlinie

In der Humanmedizin schwelt ein Streit um die von Zecken übertragene Erkrankung Borreliose. Nun wurde per Einstweiliger Verfügung durch das Landgericht Berlin die Verabschiedung und Verbreitung der S3-Leitlinie "Neuroborreliose" durch die Patientenorganisation BFBD und die ärztliche Deutsche Borreliose-Gesellschaft (DBG) gestoppt. Die Begründung: bestehende wissenschaftliche Erkenntnisse wurden in der Studie nicht berücksichtigt, obwohl die weltweit größte Studie mit 52.795 Teilnehmern aus dem Jahr 2015 herausfand, dass nach üblicher Therapie 63,1 Prozent der Patienten weiterhin über Beschwerden klagten. Das Deutsche Ärzteblatt berichtete im Dezember 2017 von einer Studie mit Primaten, die nach Standardbehandlung zu 60 Prozent noch lebende Bakterien aufwiesen. Viele Neurologen sind jedoch der Meinung, dass Patienten, die nicht spätestens nach drei Wochen Therapie wieder gesund sind, keine Borreliose hätten. In Deutschland erkranken laut Robert-Koch-Institut jährlich 100.000 Erwachsene und Kinder. Krankenkassen-Schätzungen gehen von fünffach höheren Zahlen aus. Wird eine Borreliose nicht richtig oder zu spät behandelt, wird die Erkrankung chronisch, wodurch es zu einem vielgesichtigen Leiden der Patienten kommt, die häufig nur in der Selbsttötung einen Ausweg sehen, da die Borreliose nicht sicher diagnostiziert werden kann.
ots


Schweden gibt 22 Wölfe zur Bejagung frei

Während Wölfe in Deutschland nicht gejagt werden werden dürfen, ist in Schweden die Jagdsaison auf Wölfe eröffnet worden. Insgesamt dürfen zwischen dem 2. Januar und 15. Februar 2018 landesweit 22 Tiere entnommen werden. 11 von 22 Tieren sind bereits in den ersten beiden Tagen im Rahmen der sogenannten Lizenzjagd geschossen worden. Durch die festgelegte Abschussrate soll der Bestand auf einem Niveau gehalten werden, das es ein "friedliches Miteinander" von Wolf, Beutetieren und Mensch geben kann. Die schwedische Wolfspopulation wird auf insgesamt rund 340 Tiere geschätzt.
Bauernzeitung.ch


Wildschweinepopulation um 70 Prozent reduzieren

Aus Sorge vor einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland ist bereits in verschiedenen Bundesländern die Bejagung der Wildschweine verstärkt worden. Dem Deutschen Bauernverband (DBV) reichen diese Maßnahmen nicht aus. DBV-Vizepräsident Werner Schwarz forderte gegenüber der "Rheinischen Post" den Abschuss von 70 Prozent aller Wildschweine. Dazu müssten auch die Schonzeiten geändert werden und es müsste gestattet werden, dass auch Bachen mit Frischlingen geschossen werden. Um wie viele Tiere es sich handeln würde, die insgesamt geschossen werden müssten, um das Ziel von Schwarz zu erreichen, konnte der DBV-Vizepräsident nicht sagen. Allerdings reicht der bloße Abschuss der Tiere zur Bestandsreduzierung nicht als nachhaltige Maßnahme aus. Denn James Brückner vom BUND verwies darauf, dass die Lebenssituation für Wildschweine in Deutschland hervorragend ist. Die Tiere würden ausreichend Futter und Unterschlupf finden. Brückner forderte deshalb auch eine Abkehr vom Maisanbau, der aktuell auf rund 2,5 Millionen Hektar angebaut wird.
Rheinische Post


11.01.2018

Diplomarbeit über Bovine Virusdiarrhoe wird mehrfach ausgezeichnet

Veronika Richter vom Institut für Öffentliches Veterinärwesen der Vetmeduni Vienna ist in 2017 für ihre Diplomarbeit mit drei Preisen ausgezeichnet worden. Richter untersuchte den Stand der ökonomischen Bewertung von Produktionsverlusten in der Rinderhaltung durch die Bovine Virusdiarrhoe sowie die möglichen Auswirkungen und Einflussfaktoren. Für ihre kumulativ verfasste Arbeit erhielt sie von der Fachzeitschrift „The Veterinary Journal“ den Preis für die beste Publikation 2017 sowie von der Tierärztliche Hochschule Hannover den Konrad-Bögel-Preis 2018 für veterinärmedizinische Epidemiologie und Veterinary Public Health. Als drittes zeichnete sie die Österreichische Buiatrische Gesellschaft aus.
Vetmeduni Vienna


Klimawandel führt zu starken Überflutungen weltweit - auch in Deutschland

Durch die globale Erwärmung vergrößert sich das Risiko von Überschwemmungen. So auch in Brandenburg. Hier soll das Risiko für starke Überschwemmungen um das 8-fache zunehmen, wie Wissenschaftler des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mitteilten. Daher ist hier und in anderen Teilen der Welt eine Erhöhung des Hochwasserschutzes notwendig. Die Wissenschaftler stellen fest, dass der Anpassungsbedarf in den USA, in Teilen Indiens und Afrikas, in Indonesien und in Mitteleuropa einschließlich Deutschlands am größten ist. Ohne Gegenmaßnahmen wären viele Millionen Menschen von schweren Überschwemmungen bedroht. Die realen Zahlen betroffener Menschen könnten in Zukunft sogar noch höher ausfallen, als jetzt berechnet, da in der Studie das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Urbanisierung nicht berücksichtigt werden. Die Ursache für die Zunahme der Hochwasserrisiken in den nächsten zwei bis drei Jahrzehnten wird durch die Menge an Treibhausgasen verursacht, die bereits in die Atmosphäre gebracht wurden. "Wenn wir allerdings die vom Menschen verursachtee Erwärmung nicht auf deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzen, dann werden bis zum Ende unseres Jahrhunderts die Hochwasserrisiken vielerorts in einem solchen Maße ansteigen, dass Anpassung schwierig wird", erklärt Levermann. "Die Ergebnisse sollten eine Warnung für die Entschheidungsträger sein."
idw-online
Märkische Allgemeine
PIK


Fleischatlas 2018 veröffentlicht

Die Umweltschutzorganisation BUND und die Heinrich-Böll-Stiftung haben bereits zum vierten Mal den "Fleischatlas" vorgelegt. Der Atlas 2018 wird unter dem Titel "Fleischatlas 2018 – Rezepte für eine bessere Tierhaltung" geführt und enthält vielfältiges Material zur Fleischproduktion und die aus Sicht der Organisationen notwendigen Lösungsansätze zur Verbesserung der Tierhaltung. Die Organisationen weisen darauf hin, dass ein ökolgischer Wandel in der Tierhaltung nur mit neuen politischen Strategien und einem geschärften Bewusstsein der Verbraucher möglich sei. Allerdings werfen die Verbände hier der noch regierenden Bundesregierung Handlungsunwilligkeit vor. Zum dringend benötigten Umbau der Nutztierhaltung gehöre auch eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch, wie sie bei Eiern bereits seit Jahren erfolgt. Auch auf globaler Ebene und insbesondere in den Industrieländern muss ein Wandel in der Tierhaltung hin zu einer besseren ökologischen Verträglichkeit erfolgen. Gerade, da erwartet wird, dass die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahr 2050 um bis zu 85 Prozent steigen könnte, muss ein Umsteuern erfolgen, da sonst ein weiteres Aufheizen der Atmosphäre befürchtet wird. Die Organisationen fordern, dass die EU die 60 Milliarden Euro, die sie jährlich für agrarpolitische Maßnahmen ausgibt, in eine ökologischere und tiergerechtere Landwirtschaft umsteuert. Sie verweisen darauf, dass der Fleischatlas konkrete Lösungsstrategien für Deutschland aufzeige.
BUND


Aviäre Influenza vom Typ H5N6 in Großbritannien

Der Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N6 ist erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Nachgewiesen wurde das Virus bei drei Schwänen in Dorset im Süden Englands nahe des Ärmelkanals. Aviäre Influenzaviren vom Typ H5N6 sind aktuell auch in anderen Ländern Europas aktiv. So wurden diese Viren erst Anfang Januar 2018 im bayerischen Dachau sowie Ende Dezember 2017 in der Schweiz nachgewiesen.
OIE


Niedersachsen startet Katzenkastrationsprojekt

Das Land Niedersachsen will dem Problem der verwilderten Hauskatzen begegnen und hat dazu ein Katzenkastrationsprojekt in Zusammenarbeit mit der Landestierärztekammer, dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte und zwei Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen. In Deutschland leben geschätzt rund zwei Millionen verwilderte Hauskatzen, davon alleine 200.000 in Niedersachsen. "Die Katzen sind oftmals abgemagert und scheu, leiden unter Wurmbefall, Parasiten und Verletzungen durch Rangkämpfe. Infektionskrankheiten können sich bei den geschwächten Tieren schnell ausbreiten", so die Landestierschutzbeauftragte Michaela Dämmrich. Die Aktion startet am 15. Januar und geht bis zum 15. März diesen Jahres. Während dieses Zeitraums können Tierschutzvereine, Tierheime und Betreuer von kontrollierten Katzenfutterstellen Katzen, die keinem Besitzer oder Halter zugeordnet werden können, kostenlos in einer teilnehmenden Tierarztpraxis kastrieren lassen. Die Tierarztpraxis kann sich die Kosten dann erstatten lassen. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium stellt für diese Aktion 200.000 Euro zur Verfügung. Die Abwicklung des Projektes und die Abrechnung mit den Tierarztpraxen wird von der Landestierärztekammer Niedersachsen übernommen. Tierärztekammer-Präsident Dr. Uwe Tiedemann verweist darauf, dass Katzen zweimal pro Jahr bis zu sieben Junge bekommen können und bei unkontrollierter Vermehrung schnell Populationen mit mehreren hundert Katzen heranwachsen können. Die Kastration ist hier das einzige Mittel zur Begrenzung der Populationen und damit dem Tierleid. Aber auch die teilnehmenden praktizierenden Tierärzte beteiligen sich an den Kosten. Denn nach Angaben des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt)verzichten die Tierärzte auf 25 Euro des anfallenden Honorars. Im Rahmen der Aktion werden die Tiere aber nicht nur kastriert, sondern auch mittels Mikrochip gekennzeichnet und in das Haustierregister eingetragen. Ziel ist es, dass im Rahmen des Aktionszeitraums in Niedersachsen 2.600 Katzen kastriert werden. Im Ausland hat sich inzwischen eine offensichtlichere Kennzeichnung kastrierter Katzen durchgesetzt. Den Tieren wird im Rahmen der Kastration eine, meist die linke Ohrspitze abgeschnitten.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


10.01.2018

Revision verschiedener Verordnungen im Veterinärbereich in der Schweiz

In der Schweiz haben sich verschiedene Revisionen im Veterinärbereich ergeben. Diese treten am 1. März 2018 in Kraft. Es werden u.a. die Tierschutzverordnung angepasst sowie weitere Verordnung, die den schonenden Umgang mit Tieren fördern sollen. Fortan müssen Organisatoren von Veranstaltungen mit Tieren dafür sorgen, dass die Tiere von fachkundigen Personen betreut werden. Die Verantwortung für das Wohlergehen der Tiere liegt jedoch weiterhin in erster Linie bei ihren Halterinnen oder Haltern. Der Veranstalter ist jedoch verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, wenn Teilnehmende ihren Pflichten gegenüber den mitgebrachten Tieren nicht nachkommen. Außerdem müssen Tiere, die bei einer Veranstaltung Stressreaktionen zeigen, aus den Veranstaltungsräumen entfernt und schonend untergebracht werden. Weiterhin sind fortan Streichelgehege mit Kaninchen, Kleinnagern oder Küken im Rahmen von Veranstaltungen verboten. Ebenfalls wird das Ausstellen von Tieren, die zuchtbedingt mittlere oder schwere Belastungen zeigen, verboten. Um den illegalen Welpenhandel einzudämmen, müssen Anbieter von Hunden künftig in Verkaufsinseraten ihre Adresse sowie die Herkunft der Hunde angeben. Zudem werden alle Bellstopp-Geräte in der Schweiz verboten. Die Revisionen sind im einzelnen einsehbar auf der Webseite des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
BVL


Europäischer Rechnungshof überprüft EU-Tierschutzmaßnahmen

Der Europäische Rechnungshof prüft aktuell die Wirksamkeit der EU-Tierschutzmaßnahmen. Die EU hat für den Zeitraum 2014-2010 rund 1,5 Milliarden Euro für "Zahlungen für Tierschutzmaßnahmen" bereitgestellt. Diese Maßnahmen sollen zu einem hohen Maß an Tierschutz in der EU beitragen. Der Rechnungshof prüft nun, ob die Mittel einerseits zweckmäßig eingesetzt wurden und inwieweit die Maßnahmen erfolgreich waren. Die Prüfung beschränkt sich dabei auf die landwirtschaftlichen Nutztiere in der EU. Der Prüfbericht soll Ende 2018 vorliegen. Im Rahmen der Prüfung werden auch Besuche in fünf Mitgliedsstaaten durchgeführt. Dabei handelt es sich um Rumänien, Polen, Frankreich, Italien und Deutschland.
Europäischer Rechnungshof


Norwegen will Wegwerfen von Lebensmitteln stoppen und ändert Angaben zum Mindesthaltbarkeitsdatum

Im Kampf gegen das Wegwerfen von Lebensmitteln macht Norwegen jetzt einen Schritt nach vorn und ändert die Angaben zum Mindesthaltbarkeitsdatum auf Milch, Sahne, Joghurt und Saft von "Mindestens haltbar bis, aber nicht schlecht nach". Das Ziel ist es, den Verbrauchern auf diesem Wege klar zu machen, dass diese Lebensmittel in aller Regel auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums gefahrlos verzehrt werden können. Anstatt die Lebensmittel ungeprüft nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum wegzuwerfen, sollten die Verbraucher im Einzelfall prüfen, ob das Lebensmittel noch genießbar ist.
Proplanta


Erstmals Influenza mit H3N2 bei Hunden in Kanada nachgewiesen

In Kanada ist erstmals der Erreger der caninen Influenza vom Typ H3N2 nachgewiesen worden. Betroffen sind zwei Hunde aus dem Bundesstaat Ontario. Bei diesem Erreger handelt es sich um ein Influenzavirus, das nicht mit dem humanen H3N2-Virus identisch ist. Dieses Virus ist erstmals im Jahr 2015 in Nordamerika in den USA aufgetaucht. Ursprünglich stammt es aus Asien und wurde vermutlich mit einem Hund in die USA verbracht. Von dort gelangte es nach Kanada. Aktuell bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass das Virus eine Gefahr für den Menschen birgt. Da erkrankte Hunde nicht immer schwer erkranken, wird die Erkrankung oftmals nicht als solche erkannt. Hunde können dann aber das Virus ausscheiden und damit weiter verbreiten.
Worms & Germs Blog (University of Guelph)


09.01.2018

Tierzahlen müssen Tiereuchenkasse bis 17. Januar gemeldet werden

In Niedersachsen fallen die Beiträge zur Tierseuchenkasse für Ziegen-, Schaf- und Schweinehalter in diesem Jahr geringer aus als im Vorjahr. Für Rinderhalter bleiben sie weitestgehend unverändert, während Geflügelhalter aufgrund des Ausbruchs der Geflügelpest im Winter 2016/17 in diesem Jahr höhere Beiträge zahlen müssen. Am schlechtesten dran sind in 2018 die Putenhalter, für sie werden die Beiträge wegen der Geflügelpestepidemie im vergangenen Jahr nun richtig teuer, wie der Landvolk Pressedienst (LPD) mitteilt. Um von der Tierseuchenkasse im Seuchenfall zu profitieren, müssen die Tierhalter jedoch schleunigst ihre Bestandsmeldungen abgeben, erinnert der LPD. Am 17. Januar 2018 muss der Niedersächsischen Tierseuchenkasse die Zahl der am 3.1.2018 gehaltenen Tiere vorliegen. Lediglich Rinderhalter sind davon ausgenommen, da die Tierseuchenkasse die Rinderbestandszahlen der HIT-Datenbank entnimmt.
Landvolk Niedersachsen


NRW hat Vorsitz der Agrarministerkonferenz übernommen

Seit 1. Januar 2018 führt Nordrhein-Westfalen turnusgemäß den Vorsitz der Agrarministerkonferenz (AMK). An der Spitze steht die nordrhein-westfälische Agrarministerin Christina Schulze Föcking. "Das gemeinsame Ziel der AMK ist eine umweltverträgliche, zukunfts- und wettbewerbsfähige Landwirtschaft“, so Schulze Föcking. „Unsere agrarpolitischen Schwerpunkte für 2018 sehe ich in der künftigen Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 und in der nachhaltigen Nutztierhaltung.“ Außerdem stehe die Biodiversität in diesem Jahr im Fokus. "Wir wollen deshalb die Förderung freiwilliger Agrarumweltmaßnahmen unter Ausschöpfung der Mittel von Bund und EU weiterentwickeln. Förderung darf es aber nicht nur in extensiven Regionen geben, wir brauchen auch Angebote für die intensiven Regionen“, erklärte die Vorsitzende.
Agrarministerkonferenz.de


Ameisenkolonie reagiert bei der Bekämpfung von Krankheitserregern ähnlich wie Immunsystem

Ist in einer Ameisenkolonie ein Mitglied mit einem Krankheitserreger infiziert, wird dieses von den Koloniemitgliedern getötet, um den Staat zu schützen. So soll ein Ausbruch einer Epidemie mit verheerenden Folgen für die ganze Kolonie verhindert werden. Zuvor werden die infizierten Ameisen jedoch intensiv gereinigt und gepflegt. Wenn das nichts hilft, werden sie getötet, wie ein Forscherteam des Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) im Falle von Infektionen mit dem Pilz Metarhizium herausfanden. Diese Form der Krankheitsbekämpfung zeigt nach Meinung der Forscher starke Ähnlichkeit mit der Art, wie das Immunsystem Krankheitserreger bekämpft. "Die Fähigkeit, schädliche Elemente zu entdecken und zu zerstören, war wahrscheinlich für die Evolution von mehrzelligen aus einzelligen Organismen sowie von Superorganismen aus einzelnen Tieren nötig“, erklärt Professorin Sylvia Cremer die Beobachtungen.
Institute of Science and Technology Austria


Baden-Württemberg verbessert Tierheimförderung

Das Land Baden-Württemberg hat eine Verwaltungsvorschrift erlassen, mit der die Tierheimförderung deutlich verbessert wird. Konkret bedeutet dies, dass der Förderanteil des Landes von einem Drittel auf 40 Prozent erhöht wird. Der maximale Förderbetrag wird zudem von 100.000 auf 150.000 Euro erhöht. „Anträge auf Förderung für 2018 können ab sofort durch den Tierheimbetreiber bei der jeweils zuständigen Gemeinde oder dem Landkreis gestellt werden, diese wiederum stellen bis zum 30. Juni 2018 einen Antrag beim jeweiligen Regierungspräsidium“, erklärte Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Gefördert werden können neben dem Neubau von Tierheimen auch bauliche sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Für dieses Jahr hat das Land bereits Fördermittel in Höhe von 230.000 Euro für fünf Projekte zugesagt.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Salmonellen in weiterem Futtermittel gefunden

Bisher hatte die Kieler Ölmühle nur den Nachweis von Salmonellen in Rapspellets gemeldet. Am vergangenen Freitag gab das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung bekannt, dass ein weiterer Nachweis dazugekommen ist. Demnach wurden auch in dem Produkt "RaPass" Salmonellen nachgewiesen. Bei "RaPass" handelt es sich um ein Einzelfuttermittel auf der Grundlage von Rapsexpeller. Dieses wurde einer besonderen Hitzebehandlung unterzogen. So soll die Proteinverdauung im Wiederkäuervormagen vermindert werden. Entsprechend wird "PaPass" auch vorrangig an Wiederkäuer verfüttert. "RaPass" wurde offenbar in Mischfuttermitteln eingesetzt und seit dem 1. November 2017 an fast 300 Betriebe geliefert. Zudem wurde es als Einzelfuttermittel an 14 Landwirte direkt ausgeliefert. Außerdem hat ein schleswig-holsteinischer Mineralfutterhersteller mehrere Lieferungen erhalten und zu Mischfuttermitteln verarbeitet. Auch an Futtermittelunternehmen in anderen Bundesländern sowie in Slowenien, Ungarn und Finnland wurde "RaPass" offenbar geliefert.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


An Tiermeldungen an die HI-Datenbank denken

Am 15. Januar 2018 müssen die Halter von Schweinen, Schafen und Ziegen die Anzahl ihrer Tiere an die HI-Tierdatenbank zum Stichtag 1. Janaur 2018 übermittelt haben. Die Sortierung der Tiere erfolgt nach Altersklassen. Nähere Informationen zu den einzelnen Tierdatenbanken und den Fristen finden Sie auf der Webseite der Hi Tierdatenbank.
HI Tier


08.01.2018

Fipronil-Skandal führt zu steigenden Eierpreisen

Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier hat noch jetzt Auswirkungen. So führt das verknappte Angebot zu einem Anstieg der Eierpreise. Für Verbraucher steigen die Preise für Eier aus Bodenhaltung um jeweils 2 Cent pro Ei und aus Freilandhaltung um 1 Cent. Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet, ist dies der Fall, obwohl in Deutschland relativ wenig Legehennenbetriebe betroffen waren. Die meisten betroffenen Betriebe kamen aus Belgien und den Niederlanden. Da Deutschland aber einen recht hohen Importanteil an Eiern aufweist, führt das verknappte Angebot aus diesen Ländern auch hierzulande zu Verknappungen.
AMI


H5N6 bei Ente in Dachau

Bei einer Tafelente aus der bayerischen Stadt Dachau wurde ein Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N6 nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilt. Die Tafelente wurde bereits am 2. Weihnachtsfeiertag in der Stadt Dachau am Rande der Amper gefunden. Das Landratsamt verweist darauf, dass es sich lediglich um einen Einzelbefund handelt, der für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich und damit auch nicht besorgniserregend sei. Nach Abstimmung mit dem zuständigen Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Allerdings wird das Gebiet um die Fundstelle vom Landkreis aktiv beobachtet.
Landkreis Dachau


05.01.2018

Tag der offenen Tür für Schüler an der Universität Leipzig

Am Donnerstag, 11. Januar 2018, öffnet die Universität Leipzig ihre Tore für Schüler, damit diese in den studentischen Alltag hineinschnuppern können. Die Schüler haben die Gelegenheit, sich über verschiedenste Studienrichtungen, Studienfinanzierung und das Studentenleben zu informieren sowie an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen. Alle 14 Fakultäten der Universität Leipzig beteiligen sich am Tag der offenen Tür, so auch die veterinärmedizinische Fakultät. Von 10:00-11:00 Uhr gibt es hier eine Präsentation aktueller Patienten (Hund, Katze) –Diagnostik und Therapieansätze, anschließend werden histologische Präparate vorgestellt und erklärt, dann steht eine Vorlesung zur Tollwut bei Tier und Mensch auf dem Programm, gefolgt von Einblicken in die anatomische Lehre und Forschung. Am Nachmittag erfolgt eine Führung durch das Veterinär-Physiologische Institut und den Abschluss bildet ein Seminar über die aktuellen Fütterungstrends beim Hund.Auf der Webseite findet sich das vollständige Programm vom Tag der offenen Tür sowie eine Checkliste zur Vorbereitung.
Tag der offenen Tür Universität Leipzig
Programm
Beruftierarzt.de


Bayern gibt 720.000 Euro für den Erhalt gefährdeter Nutztierrassen aus

Nutztierrassen in Deutschland sind z.T. vom Aussterben bedroht. Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (GEH) hat hierzu extra ein Rote Liste angefertigt, die ständig aktualisiert wird. Das Land Bayern unterstützt bereits seit 1975 Erhaltungs- und Fördermaßnahmen für die Zucht solcher Rassen. Im Jahr 2017 hat das Land insgesamt 720.000 Euro dafür an rund 700 Zuchtbetriebe ausbezahlt, wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) mitteilt. Die bayerische Landesregierung sieht durch die Maßnahmen auch einige Erfolge und verweist darauf, dass seit 2014 der Bestand bei allen gefährdeten Rassen zugenommen hat. Besonders wird die Entwicklung beim Roten Höhenvieh hervorgehoben. Hier stieg die Zahl der Zuchtkühe in den letzten vier Jahren von 222 auf 339 an. Seit 2009 hat sich der Bestand aller gefährdeten Rinderrassen in Bayern mehr als verdoppelt.
StMELF Bayern


Weitreichende Folgen eines Brucellose-Ausbruchs in Panama

Ein Ausbruch der Brucellose an der Asunción University Veterinary School in Panama hat für die Hochschule weitreichende Folgen. Denn die Handelsorganisation Mercosur hat der Universität ihre Zertifizierung entzogen. Im Oktober 2017 war die Brucellose an der Universität bei Menschen nachgewiesen worden. Insgesamt sollen 15 Personen betroffen sein und eine Person soll an der Erkrankung gestorben sein. Allerdings soll nach Medienberichten die Erkrankung bei der verstorbenen Person nicht vor dem Tod diagnostiziert worden sein. Die Erkrankung wurde offenbar von Ziegen, die an der Universität gehalten werden, auf die Menschen übertragen. Auch der Dekan der Fakultät musste seinen Posten räumen.
MercoPress
Promedmail


Tierschutzbund will weniger Tierarten in Zoos

Der Deutsche Tierschutzbund will, dass in Zoologischen Gärten weniger Tierarten gehalten werden. Insbesondere die Zucht und Haltung von Tierarten wie Eisbären, Giraffen, Delphinen, Löwen oder Menschenaffen sollte nicht mehr stattfinden. Gerade bei diesen Tierarten könnten die Zoos den Bildungsgedanken, dass den Besuchern gezeigt wird, wie Wildtiere leben, nicht erfüllt werden. Dies sagte James Brückner, Abteilungsleiter für Arten- und Naturschutz beim Deutschen Tierschutzbund, in einem Interview mit der badischen Zeitung. Auch dem Gedanken, dass es Zoos gelungen sei, viele Arten vor dem Aussterben zu retten, widersprach Brückner. Dies sei insgesamt nur bei wenigen Tierarten wie z.B. dem Przewalski-Pferd gelungen. Auch fordert Brückner die Aufgabe der Haltung von Flagschifftieren, die besonders als Besuchermagneten dienen. Das Dilemma, dass die Zoolgischen Gärten dann allerdings Einnahmen durch Besucherrückgänge hinnehmen müssen, ist Brückner bewusst. Er fordert trotzdem eine Änderung und regt an, dass besonders auf die Haltung und Zucht von bedrohten Vogel- oder Reptilienarten gesetzt werden sollte.
Badische Zeitung


04.01.2018

Umfrage zur Antibiotikaminimierung im Stall

Zunehmende Resistenzen von Bakterien gegenüber Antibiotika bereiten Ärzten, Politikern und anderen Experten große Sorge. Daher soll der Antibiotikaeinsatz in der Human- und Veterinärmedizin reduziert und strikter gehandhabt werden. Dazu wurde das Arzneimittelgesetzt (AMG) in der 16. Novelle geändert und die Erstellung sogenannter Maßnahmenpläne für Landwirte eingeführt, die im bundesdeutschen Vergleich besonders viel Antibiotika bei Masttieren einsetzen. VetMAB hat zum Ziel, den Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung durch Wissensvermittlung und Fortbildung von Tierärzten und Landwirten zu reduzieren und Hilfestellung bei der Erstellung und Beurteilung von Maßnahmenplänen zu geben. Dazu sollen der Bedarf sowie bereits aufgetretene Probleme/Erfahrungen mit Hilfe einer Online-Umfrage ermittelt werden. Die Ergebnisse werden dann bei der Entwicklung des Fortbildungsangebotes berücksichtigt. Zur Teilnahme aufgefordert sind sowohl bestandsbetreuende TierärztInnen und TierärztInnen im öffentlichen Dienst als auch Landwirte. Die Teilnahme erfolgt anonym und ist bis zum 28. Februar 2018 möglich. Unter allen TeilnehmerInnen werden attraktive Dankeschön-Gewinne verlost.Beteiligte Projektpartner an VetMAB II sind das Institut für Mikrobiologie des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin, die Akademie für tierärztliche Fortbildung der Bundestierärztekammer und das Portal für Tiermedizin und Tiergesundheit Vetion.de.
Zur Umfrage bei VetMAB


Behörde untersucht Salmonellenbelastung von Fleisch durch Verwendung verunreinigter Futtermittel

In Dänemark und Schleswig-Holstein ist vermutlich mit Salmonellen belastetes Futter an Nutztiere verfüttert worden. Das Fleisch dieser Tiere sei in den Handel gelangt, teilte jetzt eine Sprecherin des Kieler Agrarministerium mit. Ob das Fleisch der Tiere auch mit den Lebensmittelkeimen verunreinigt war, konnte bislang jedoch nicht geklärt werden. Allerdings sei im letzten Quartal die Zahl der Salmonellen-Infektionen im Land nicht gestiegen, wie NDR berichtet. Zudem würden die Erreger bei der Zubereitung durch Braten oder Garen abgetötet.
NDR


Konsequenzen aus Studie der TiHo

In Niedersachsen hat sich die Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) mit Vertretern des Landvolks Niedersachsen sowie Vertretern der Schweinehalter (ISN) getroffen, um über Konsequenzen aus einer Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu beraten. Diese Studie hatte im November 2017 hohe Wellen geschlagen, da gezeigt werden konnte, dass bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tierkörpern Veränderungen auftraten, die darauf hinwiesen, dass die Tiere vor dem Tod länger anhaltenden Schmerzen oder Leiden ausgesetzt waren. Sowohl die Ministerin als auch die Vertreter der Landwirtschaft erklärten, dass dies nicht hinnehmbar sei und dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nicht geduldet werden dürften. Um mehr Tierschutz in Schweinehaltungen zu erreichen, sollen die Tierhalter durch zusätzliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen für einen angemessenen und rechtskonformen Umgang mit kranken und verletzten Tieren sensibilisiert werden. Auch sollten die bestandsbetreuenden Tierärzte mit ins Boot geholt werden. So hält man es für denkbar, dass Tierhalter und Tierärzte bei Nottötungen von Tieren „durch wissenschaftlich abgesicherte und umsetzbare Handlungsempfehlungen unterstützt werden". Wissenschaft, Tierhalter, Überwachungsbehörden und die Politik könnten gemeinsam einen Katalog mit krankheitsspezifischen Kriterien für Nottötungen entwerfen.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
TiHo Hannover


Die gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2018 - Das Altwürttemberger Pferd

Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) hat das Altwürttemberger Pferd zur gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2018 erklärt. Diese Rasse zeichnet sich besonders durch ihre Vielseitigkeit aus. Denn werktags wurden die Tiere vor den Pflug oder den Wagen gespannt. Sonn- und Feiertags wurden sie dann vor die Kutsche gespannt oder auch geritten. Dafür war ein kräftiges, ruhiges, ausdauerndes und anspruchsloses Warmblutpferd notwendig. Mit der Technisierung der Landwirtschaft sank dann ab ungefähr 1950 die Nachfrage nach Arbeitspferden. Dies betraf auch das Altwürttemberger Pferd. Im Jahr 1988 wurde deshalb zur Rettung der Rasse der „Verein zur Erhaltung des Altwürttemberger Pferdes e.V.“ gegründet. Aktuell gibt es 45 Zuchtstuten und 10 Hengste bei 24 aktiven Züchtern. Die GEH ernennt bereits seit 1984 jedes Jahr eine gefährdete Nutztierrasse zur Rasse des Jahres. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass neben Wildpflanzen und Wildtieren auch landwirtschaftliche Rassen bedroht sind. Besonders vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen und dem Verlust der Biodiversität dürften keine Nutztierrassen mehr verloren gehen. Das Altwürttemberger Pferd wird offiziell im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin am 20. Januar 2018 geehrt.
GEH


03.01.2018

Verbundprojekt zur Bekämpfung des tödlichen Hautpilzes bei Feuersalamandern gestartet

Nachdem der "Salamanderfresser-Pilz“ Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) die Population der Feuersalamander in Belgien und den Niederlanden bereits zu einer gefährdeten Art gemacht hat, bedroht er jetzt auch die in Deutschland beheimateten Feuersalamander. Bsal wurde hier in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen. In einem Verbundprojekt werden jetzt das Phänomen untersucht und Maßnahmen zur Eindämmung seiner Ausbreitung erarbeitet. In dem Vorhaben werden Larven und ausgewachsene Tiere von bereits mit Bsal infizierten wie auch bisher Bsal-freien Salamandern und Molchen detailliert überwacht und deren Bestandsentwicklung beobachtet. Im Vordergrund steht dabei der Feuersalamander. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde der Pilz vermutlich mit infizierten Salamandern oder Molchen über den Tierhandel aus Asien eingeschleppt, und könnte sich nun in wildlebenden Salamanderpopulationen weiter ausbreiten. Damit stellt Bsal eine zunehmende akute Bedrohung für die Salamanderbestände in Deutschland dar. Bei Bsal handelt es sich um einen Hautpilz. Eine Infektion führt binnen weniger Tage zum Tod der befallenen Tiere. Neben Feuersalamandern befällt der Pilz auch andere Salamander- und Molcharten und bedroht so das Ökosystem.
BfN


EIA bei einem Pferd in Frankreich

Am 17. Dezember 2017 kam bei einem Pferd in Frankreich in der Nähe von Contes der Verdacht auf eine Infektion mit dem Equinen infektiösen Anämie-Virus auf. Dieser Verdacht wurde Ende des Jahres vom Referenzlabor bestätigt. Das betroffene Rennpferd wurde getötet. Die anderen beiden Pferde des Stalls werden nun ebenfalls untersucht und im Falle eines positiven Ergebnisses müssen auch sie aus Seuchenschutzgründen getötet werden. Das Virus der EIA wird durch Stechmücken übertragen.
OIE


Dänisches System kann Ebergeruch am Schlachtband erkennen

Ebergeruch soll mit Hilfe eines vom dänischen Institut für Fleischforschung (DMRI) entwickelten Systems automatisch am Schlachtband erkannt werden können. Wie SuS berichtet, handelt es sich dabei um ein Massenspektrometer. Dieses kann die geruchsrelevanten Stoffe Androstenon und Skatol in einer 1 Gramm großen Rückenspeckprobe erkennen, nachdem diese automatisiert entnommen, aufgearbeitet und erhitzt worden ist. Die Testkosten werden mit etwa 70 Cent je Schlachtkörper angegeben, der Durchsatz in der Stunde mit bis zu 360.
SuS


Initiative Tierwohl will Kennzeichnung von Geflügelfleisch einführen

Voraussichtlich ab April 2018 können Verbraucher mit einer Kennzeichnung von Geflügelfleisch rechnen, das im Rahmen der Initiative Tierwohl erzeugt wurde. Die Initiative Tierwohl geht davon aus, dass es künftig deutlich mehr Hähnchenhalter geben wird, die sich an der Initiative beteiligen. Es wird in der 2. Phase mit 510 Millionen Puten und 1.900 teilnehmenden Hähnchenmästern gerechnet. Außerdem werden voraussichtlich 4.200 Schweine haltende Betriebe mit insgesamt 26,4 Millionen Schweinen teilnehmen.
topagrar.de


Hydrocephalus bei einer Robbe operiert

Einige Behandlungs- und Operationsmethoden, die für weit verbreitete Haustiere zum Teil Routineeingriffe darstellen, sind bei Wildtieren ungewöhnlich und stellen die Tierärzte auf Grund der geringen oder gar nicht vorhandenen Erfahrungen bei der Spezies vor größere Herausforderungen. Im November 2017 war in München erstmals einem Waschbären ein Herzschrittmacher eingepflanzt worden. In den USA wurde Ende des vergangenen Jahres erstmals ein Hydrocephalus bei einer Robbe chirurgisch behandelt. Es handelte sich um einen Nördlichen Seebären, der in Conneticut in einem Aquarium gehalten wird und dort bereits seit einigen Jahren einen fortschreitenden Krankheitsverlauf zeigte. Im November 2017 wurde das Tier dann an der Tufts University von einem Team tierärztlicher Neurochirurgen erfolgreich operiert. Die Genesung des Patienten verläuft planmäßig und die Chirurgen sind guter Hoffnung, dass sie das Fortschreiten der Erkrankung bei "Ziggy Star" dauerhaft aufhalten konnten.
Tuifts University


02.01.2018

Sorge vor Afrikanischer Schweinepest stimmt Schweinehalter pessimistisch

Schweinehalter in Deutschland machen sich zunehmend Sorgen wegen der näher rückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP). Durch eine intensivierte Bejagung von Wildschweinen soll die Gefahr verringert werden. Einige Bundesländer haben dafür bereits Abschussprämien für Jäger vorgesehen. Viele Experten gehen dennoch davon aus, dass die weitere Ausbreitung der hoch ansteckenden Viruskrankheit nicht aufzuhalten ist. Vor allem für Deutschland hätte ein Ausbruch verheerende Konsequenzen. Deutschland weist eine weit über 100 % betragende Selbstversorgung mit Schweinefleisch auf, weshalb es um so mehr auf einen funktionierenden Export angewiesen ist. Im Falle eines Ausbruchs ist jedoch mit einem Exportverbot zu rechnen. In der Folge würde das Schweinefleisch verstärkt auf den europäischen Markt drängen. Dies würde den Erlös drastisch senken. Zudem müssten hunderttausende Tiere aus Seuchenbekämpfungsmaßnahmen getötet werden.
AMI


Afrikanische Schweinepest in Polen weiter auf dem Vormarsch

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) befindet sich in Polen weiter auf dem Vormarsch und breitet sich offenbar weiter Richtung Westen aus. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurde das Virus in Masuren nachgewiesen. Betroffen war demnach ein Wildschwein. Es bewegt sich damit von der Grenze zu den baltischen Ländern weg Richtung Westen. Zuletzt war das Virus auch bei Wildschweinen westlich der Hauptstadt Warschau nachgewiesen worden. In Deutschland ist man angesichts dieser Entwicklung besorgt und setzt in einigen Bundesländern besonders auf die Verringerung der Wildschweinpopulation als eine Vorbeugemaßnahme.
OIE


Geflügelpest vom Typ H5N2 in Russland

In Russland ist die Aviäre Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N2 nachgewiesen worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, ist der Fall im Verwaltungsbezirk Kostroma nordwestlich der Hauptstadt Moskau nachgewiesen worden. In dem betroffenen Betrieb wurden mehr als 660.000 Stück Geflügel gehalten.
OIE


29.12.2017

Guten Rutsch

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende. Die MSD Tiergesundheit sagt Dankeschön und wünscht einen guten Rutsch! Für 2018 wünschen wir Ihnen Gesundheit und viel Erfolg.


Neue Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen nimmt in Bayern ihre Arbeit auf

Am 1. Januar 2018 nimmt Bayerns neue Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) ihre Arbeit in Kulmbach auf. Der Bayerische Landtag hat im Juli den Gesetzentwurf zur Reform der staatlichen Lebensmittelüberwachung und Veterinärverwaltung beschlossen. Die neue Behörde übernimmt von den Landratsämtern und den elf kreisfreien Städten ohne eigenes Veterinäramt die Zuständigkeit für die Überwachung komplexer Betriebe inklusive Vollzug. 70 neue Stellen wurden dafür geschaffen und 20 Stellen zusätzlich aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur neuen Behörde verlagert. Die Bayerische Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf betonte dazu heute in München: "Die Zukunft der Lebensmittelüberwachung in Bayern beginnt. Dafür haben wir rund 4 Millionen Euro in die Hand genommen." Durch die Reform werden bayernweit knapp 600 Betriebe unter die Zuständigkeit der neuen Kontrollbehörde gestellt. Auch alle Geflügelgroßbetriebe mit mehr als 40.000 Plätzen werden der neuen Kontrollbehörde unterstellt. Damit bleiben die Kreisverwaltungsbehörden für die ganz überwiegende Zahl der Betriebe zuständig, darunter lokal und regional tätige Metzgereien oder Hofläden. "Unser Ziel ist, die Lebensmittelsicherheit in Bayern weiter zu verbessern", sagt die Leiterin der KBLV, Dr. Claudia Thielen. Die Kontrollen erfolgen grundsätzlich unangemeldet. Der Hauptsitz in Kulmbach wird am 8. Januar im Rahmen einer Festveranstaltung offiziell eingeweiht.
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz


Schweizer stehen mehrheitlich hinter Landwirten

Im Gegensatz zu den Deutschen sind die Schweizer mehrheitlich mit der heimischen Landwirtschaft zufrieden. Wie aus der Studie "Gesellschaftliche Wünsche hinsichtlich landwirtschaftlicher Wirtschaftsweisen und Strukturen" des Schweizer Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) hervorgeht, äußerten sich 86 Prozent der Schweizer Bevölkerung über die Landwirtschaft positiv und mit Wohlwollen. Dies gilt auch für die Art und Weise der Produktion. Der Wunsch nach einer Agrarreform existiere nicht, so das BLW in seiner Zusammenfassung.
BLW


NABU zeichnet Bauernpräsident mit peinlichstem Umweltpreis aus

Den peinlichsten Umweltpreis des Jahres 2017, den Dinosaurier, hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, erhalten. In der Begründung gab die verleihende Umweltschutzorganisation Naturschutzbund Deutschland (NABU) an, als Bauernvertreter blockiere er systematisch eine umweltfreundliche Agrarreform. „Der DBV-Präsident streitet die Hauptverantwortung der industriellen Landwirtschaft für das Artensterben ab, verteidigt ein Subventionssystem, das nachweislich zulasten von Natur, Landwirten und Steuerzahlern geht und bekämpft regelmäßig alle Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz der Agrarpolitik“, erklärte der NABU am Donnerstag. Auch die Wiederzulassung und der weitere Einsatz des umstrittenen Insektizids Glyphosat sei nicht entschuldbar. Rukwied halte aber „unbeirrt an seiner Linie fest, das System der Agrarpolitik mit milliardenschweren Blankoschecks vom Steuerzahler ohne Wenn und Aber zu verteidigen", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der NABU hatte bereits 2001 Rukwieds Vorgänger an der DBV-Spitze, Gerhard Sonnleitner, mit dem Dinosaurier-Preis für seine konsequente Bremsleistung in Sachen Agrarwende bedacht. Seither habe sich jedoch nichts verbessert, im Gegenteil.
NABU


28.12.2017

Neue Kontrollbehörde in Bayern steht in den Startlöchern

Die Vorbereitungen bei der Errichtung der neuen bayerischen Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) sind abgeschlossen und die Behörde kann damit am 1. Januar 2018 ihre Arbeit aufnehmen, wie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mitteilt. Die zuständige Ministerin Ulrike Scharf sieht darin einen echten Quantensprung für ein sicheres und gutes Leben in Bayern. Die neue Behörde übernimmt von den Landratsämtern und den elf kreisfreien Städten ohne eigenes Veterinäramt die Zuständigkeit für die Überwachung komplexer Betriebe inklusive Vollzug. Dafür wurden 70 Stellen neu geschaffen und 20 Stellen aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an das KBLV verlagert. Rund 600 Betriebe fallen ab Januar unter die Zuständigkeit der neuen Behörde, die ihren Hauptsitz in Kulmbach und einen weiteren Dienstsitz in Erding bei München hat. Die neue Behörde kontrolliert insbesondere große und überregional tätige Unternehmen aus dem Lebensmittelsektor. So fallen Schlachtbetrieb unter die Kontrolle der KBLV, aber auch alle Geflügelgroßbetriebe mit mehr als 40.000 Plätzen.
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz


Weniger Milchviehbetriebe aber mehr Milchkühe in Nordrhein-Westfalen

Im November 2017 gab es in Nordrhein-Westfalen mehr Milchkühe, aber weniger Milchviehbetriebe als noch im November 2016. Die Zahl der Milchkühe stieg um 374 auf 417.214 Tiere. Die Zahl der Betriebe sank dagegen um 5,4 Prozent auf noch 5.848. Diese Entwicklungen hatten zur Folge, dass die durchschnittlich pro Milchviehbetrieb gehaltene Zahl an Milchkühen um drei Tiere auf 71 anstieg. Die dominierende Rasse war dabei mit 71,3 Prozent "Holstein-Schwarzbunte" vor "Holstein-Rotbunt" mit 17,5 Prozent und "Fleckvieh" mit 3,8 Prozent.
IT.NRW


27.12.2017

Zahl der bedrohten Tier- und Pflanzenarten auf Rekordniveau

Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten hat in diesem Jahr ein Rekordniveau erreicht. Dies teilt die Umweltschutzorganisation WWF mit, die zugleich auch einige Verlierer und Gewinner des Jahres 2017 vorstellt. Dabei weist der Verband darauf hin, dass es nicht nur um exotische Tier- und Pflanzenarten geht. Auch bei uns sind zahlreiche Arten bedroht. Zu den Verlierern des Jahres gehören die Schuppentiere. Bei ihnen handelt es sich um die meistgeschmuggelten Säugetiere der Welt. Obwohl der internationale Handel mit diesen Tieren seit diesem Jahr verboten ist, werden in Afrika und Asien weiterhin tonnenweise Schuppen beschlagnahmt. Auch die Situation der zentralafrikanischen Waldelefanten hat sich weiter verschlechter. Ein Wildtierzensus des WWF, der in Kamerun, der Republik Kongo, der Zentralafrikanischen Republik und Gabun durchgeführt wurde, zeigte, dass die Zahl der Tiere zwischen 2008 und 2016 um 66 Prozent auf weniger als 10.000 Tiere gesunken ist. Und auch die Koalabären in Australien verlieren zunehmend an Populationsgröße. Hierfür sind Straßen- und Siedlungsbau und der damit verbundene Verlust der Eukalyptuswälder als Nahrungsgrundlage verantwortlich. Allerdings verweist der WWF auch auf einige Lichtblicke, die es im vergangenen Jahr gegebenen hat. So ist die Zahl der Meeresschildkröten in vielen Gebieten angestiegen. Dies führt aber noch zu einer Entwarnung. Von den sieben Arten gelten weiterhin sechs als bedroht. Für die siebte Art liegen nicht genügend Daten für eine Einstufung vor. Eine gute Nachricht kommt auch aus Deutschland. Denn die Bestände des in Deutschland lange vor dem Aussterben stehenden Fischotters erholen sich weiter.
WWF


Langfristig positive Aussichten am Milchmarkt

Die EU-Kommission sieht auf dem Milchmarkt bis 2030 trotz der vergangenen schwierigen Jahre positive Aussichten auf dem europäischen Milchmarkt. Dies berichtet aiz.info unter Berufung auf den "EU Agricultural Outlook 2017 - 2030". Demnach dürfte die weltweite Milchproduktion bis zum Jahr 2030 auf mehr als eine Milliarde Tonnen ansteigen. Aus den Prognosen für den internationalen Handel ergibt sich, dass die EU-Exporte in den nächsten Jahren pro Jahr jeweils um eine halbe Million Tonnen zunehmen könnten. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass in der EU jedes Jahr rund 900.000 Tonnen Milch jährlich zusätzlich benötigt werden, um den steigenden Konsum von Molkereiprodukten abzudecken. Zusammen mit der Exportsteigerung würde dies eine jährliche Steigerung der EU-Milchproduktion um 1,4 Millionen Tonnen bedeuten.
aiz.info
EU-Kommission