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RinderKaninchen

Produktgruppe

Fertagyl® 0,1 mg/ml

Injektionslösung für Rinder und Kaninchen - Gonadodotropin-Releasinghormon (Gonadorelin)

Fertagyl

Zusammensetzung

1 ml enthält:

Wirkstoff:
Gonadorelin 0,1 mg

Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckgemäße Verabreichung des Mittels erforderlich ist:
Benzylalkohol 10,0 mg (Konservierungsmittel)

Anwendungsgebiet(e)

Rind:
Zystische Follikeldegeneration, Verbesserung des Besamungsergebnisses bei Verdacht auf verzögerte Ovulationen, insbesondere auch beim Umrindern (Ovulationsinduktion nach Ovulationsverzögerung), Brunstinduktion in der post-partum-Phase bei gestörtem Puerperalverlauf, insbesondere nach Nachgeburtsverhaltungen sowie nach Azyklie aufgrund mangelhafter Follikelbildung.

Hinweis:
Die Behandlung mit GnRH hat lediglich symptomatischen Charakter; die einer Fruchtbarkeitsstörung zugrunde liegenden Ursachen werden durch sie nicht beseitigt.

Kaninchen:
Auslösung der Ovulation.

Gegenanzeigen

Anwendung ab 12. Tag nach der Geburt bei Kühen mit ovulationsreifem Tertiärfollikel.
Infektionskrankheiten und andere wesentliche Störungen des Gesundheitszustandes.

Nebenwirkungen

Zyklusstörungen.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier / Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären Injektion.

Rind:
Die Dosierung beträgt 0,5 mg Gonadorelin (= 5 ml Fertagyl®) pro Tier, intramuskulär als einmalige Injektion.
Zur Verbesserung des Besamungsergebnisses bei Verdacht auf verzögerte Ovulationen, insbesondere auch beim Umrindern erwiesen sich 0,25 mg Gonadorelin (= 2,5 ml Fertagyl®) pro Tier als ausreichend.
Bei der Behandlung der zystischen Follikeldegeneration ist ein Abdrücken der Zysten nicht erforderlich.
Der Behandlungserfolg ist nach 10 bis 14 Tagen zu überprüfen.
Ist kein Funktionsgebilde wie Follikel oder Gelbkörper nachweisbar, ist eine Nachbehandlung zu empfehlen.
Die Belegung bzw. Besamung kann anlässlich der 1. auftretenden Brunst durchgeführt werden.
Zur Verbesserung des Besamungsergebnisses erfolgt die Anwendung anlässlich der Besamung bzw. Belegung.
Wird Fertagyl® während der p.p.-Phase eingesetzt, sollte eine Kontrolluntersuchung 10 bis 14 Tage nach der Applikation erfolgen.
Werden weder Follikel noch Gelbkörper an den Eierstöcken nachgewiesen, ist eine Nachbehandlung durchzuführen.

Kaninchen:
Die Dosierung beträgt 0,02 mg Gonadorelin (= 0,2 ml Fertagyl®) pro Tier, intramuskulär, als einmalige Injektion.
Die Anwendung erfolgt zum Zeitpunkt der Besamung bzw. Belegung.

Hinweise für die richtige Anwendung

Die Injektion erfolgt intramuskulär.
Fertagyl® wird beim Kaninchen und beim Rind zur Verbesserung des Besamungsergebnisses einmalig angewendet.
Bei der Behandlung von Rindern mit zystischer Follikeldegeneration oder in der p.p.-Phase kann gegebenenfalls eine Nachbehandlung nach 10 bis 14 Tagen zum Zeitpunkt der Kontrolluntersuchung erforderlich sein.

Wartezeit

Rind:
Essbare Gewebe: Null Tage
Milch: Null Tage

Kaninchen:
Essbare Gewebe: Null Tage

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.

Im Kühlschrank lagern (2 °C - 8 °C).

Vor Licht schützen.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 24 Stunden bei 2-8 °C.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Keine.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Die Anwendung sollte mit Sorgfalt erfolgen, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.
Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion ziehen Sie sofort einen Arzt zu Rate und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage.
Versehentliche Spritzer auf die Haut oder in die Augen sollten mit viel Wasser ausgewaschen werden.
Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen gehandhabt werden.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber GnRH sollten dieses Präparat nicht anwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Synergistische Wirkung tritt bei kombinierter Anwendung mit FSH insbesondere bei gestörtem Puerperalverlauf auf.
Die gleichzeitige Anwendung von humanem oder equinem Choriongonadotropin kann zu ovariellen Überreaktionen führen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Handelsformen

Packungsgrößen:
Karton zu 5 x 5 ml Injektionslösung
Karton zu 10 x 5 ml Injektionslösung

Möglicherweise befinden sich nicht alle Packungsgrößen im Handel.

Verschreibungspflichtig

Stand

26. Juli 2016