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2 Mai 2013

Schweine

Atemwegs-Behandlung 3.0

 

Atemwegsinfektionen stellen neben den Durchfallerkrankungen den wichtigsten Krankheitskomplex („Porcine Respiratory Disease Complex, PRDC“) beim Schwein dar, nicht nur aufgrund der Häufigkeit, sondern vor allem wegen der weltweiten ökonomischen Verluste, die dieser Krankheitskomplex verursacht. Zum Beispiel konnte der Zusammenhang zwischen der Schwere einer Lungenentzündung und dem Einbruch der täglichen Zunahmen in einer Langzeitstudie eindrucksvoll gezeigt werden (Pagot et al., 2007).

 

Meistens wirken verschiedene Atemwegserreger zusammen und verstärken sich sogar gegenseitig. Zahlreiche Wissenschaftler weltweit widmen sich der Erforschung dieser Wechselwirkungen.
Aber auch andere Faktoren wie Hygiene, Lüftung, Belegdichte, Entwurmung und Immunstatus (Impfungen!) spielen eine immens wichtige Rolle!

 

MSD Tiergesundheit widmet sich der Erforschung und Herstellung von Impfstoffen zur vorbeugenden Immunprophlaxe, sowie der Entwicklung von neuen Molekülen zur Behandlung von Atemwegsinfektionen.


Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist das Molekül Tildipirosin, das Ende 2011 auf den Markt gekommen ist und ganz besondere Fähigkeiten mit sich bringt, die unter dem Begriff „Atemwegs-Behandlung 3.0“ zusammengefasst werden können.

 

Finanzielle und arbeitsökonomische Vorteile:

  • Die wichtigste Eigenschaft ist die sehr lange Wirkdauer von mindestens 2 Wochen (Konzentrationen des Wirkstoffes oberhalb der MHK90 der Zielerreger von mindestens 14 Tagen). Das gibt Ihnen die Sicherheit, dass die Erkrankung vollständig ausheilen kann. Die Rückfallquote ist sehr gering.
  • Das Präparat muß nur einmal verabreicht werden (keine Wiederholungsinjektionen).
  • Die gezielte Verabreichung per Injektion stellt sicher, dass jedes Tier die richtige Dosis zum richtigen Zeitpunkt erhält.
 
Wie wirkt Tildipirosin auf Bakterien?
  • Das Molekül reichert sich dort an, wo Atemwegserreger in den Körper eindringen und ihre schadbringende Wirkung entfalten: im Bronchialsekret und  in der Lunge
  • Der Wirkstoff durchdringt leicht die Zellwand bestimmter Bakterien
  • Die Bakterien können sich des Wirkstoffs nicht mehr entledigen. Daher wirkt Tildipirosin bei Haemophilus parasuis und Actinobacillus pleuropneumoniae sogar keimabtötend, bei Pasteurella multocida und Bordetella bronchiseptica keimhemmend.