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21.09.2017

DVG-Vet-Congress 2017: Noch bis zum 30. September Frühbucherrabatt sichern

Vom 9.-12. November 2017 findet in Berlin im Estrel Convention Center der DVG-Vet-Congress statt. Die Schwerpunkte der Tagung sind im BereichKleintiere Chirurgie, Lasermedizin, Onkologie, Anästhesie, Tierzahnheilkunde, Verhaltensmedizin und Bissprävention. Bei den Großtieren stehen Antibiotikaresistenz, Fortpflanzung, Tropenveterinärmedizin, Bakteriologie und Mykologie, Virologie, Umwelt- und Tierhygiene im Mittelpunkt. Außerdem finden 20 Seminare und eine Fortbildung für TFAs statt. Wer bis einschließlich 30. September 2017 sein Ticket bucht, kann sich den günstigen Frühbuchertarif sichern.
DVG-Vet-Congress


Welttollwuttag am 28. September

Jährlich am 28. September wird der Welttollwuttag begangen. Der Tag wird von der "Global Alliance for Rabies Control" (GARC) ausgerichtet. Partner der GARC sind Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und aus Deutschland auch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Daneben sind aber auch Unternehmen an der GARC beteiligt. Ziel des Tages ist es, weltweit auf die Bekämpfung der Tollwut aufmerksam zu machen. Dazu werden in vielen Ländern Aktionen durchgeführt. Die GARC hat es sich zum Ziel gesetzt, dass sich ab dem Jahr 2030 kein Mensch mehr bei einem Hund mit derTollwut anstecken soll. Dazu sind massive Aufklärungs- und Impfkampagnen notwendig.
World Rabies Day


Informationskampagne zur Moderhinke

Die Moderhinke stellt in der Schweiz beim Schaf ein nicht unerhebliches Problem dar. Schätzungen zufolge sollen rund 40 Prozent der Haltungen betroffen sein. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat deshalb eine Informationskampagne gestartet. Das BLV veröffentlichte eine Reihe von Fachartikeln zum Thema Moderhinke. Nachdem sich der erste Artikel mit der Moderhinke allgemein beschäftigte, befasste sich der zweite Artikel mit der Behandlung und der Bekämpfung der Erkrankung. Ein erst im September 2017 erschienene Artikel befast sich mit Prophylaxemaßnahmen. Hier stehen das Betriebsmanagement und Hygienemaßnahmen im Zentrum des Interesses.
BLV Schweiz


Tierschutz als Thema im österreichischen Wahlkampf

Nicht nur in Deutschland wird im Herbst 2017 gewählt. Auch in Österreich steht am 15. Oktober die Neuwahl des Parlamentes an. pro-tier, der Verband Österreichischer Tierschutzorganisationen, hat deshalb den Parteien, die zu der Wahl antreten, einen Fragebogen zukommen lassen. Hierin wurden einige Fragen zu tierschutzrelevanten Themen gestellt. Die eingegangenen Antworten der Parteien wurden nun auf der Webseite des Verbandes veröffentlicht. Dabei haben einige Parteien den Fragebogen gar nicht oder nicht direkt beantwortet. Ausführlich geantwortet haben u.a. die Grünen und die FPÖ. Während die SPÖ zwar geantwortet hat, aber nicht direkt auf die Fragen eingegangen ist, liegt von der ÖVP gar keine Antwort vor.
pro-tier


20.09.2017

Interessierte können Pläne zum Management gebietsfremder invasiver Arten einsehen und kommentieren

Das Management gebietsfremder invasiver Arten stellt eine große, aber notwendige Herausforderung dar. Daher darf jeder Interessierte zu den vorliegenden Vorschlägen in Mecklenburg-Vorpommern Stellung beziehen. Die bundesweit abgestimmten Unterlagen für das Management gebietsfremder invasiver Arten liegen bis zum 18. Oktober 2017 im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Geologie (LUNG) sowie in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin, Neubrandenburg, Rostock und Stralsund zu den Geschäftszeiten aus. Zudem sind die Unterlagen auch unter www.anhoerungsportal.de verfügbar. Interessierte können diese einsehen und bis zum 20. November 2017 schriftlich Stellung nehmen. Für Europa sind inzwischen 37 invasive gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten identifiziert worden. 16 von ihnen kommen auch in Deutschland vor. Dies sind beispielsweise Nutria, Waschbär, Kamberkrebs, Signalkrebs, Chinesischer Wollhandkrabbe und Blaubandbärbling.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV


Tierwohl und Umweltschutz dürfen sich nicht ausschließen

Heute geht die wissenschaftliche Tagung an der Universität Hohenheim "Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung“ (BTU) in Stuttgart zu Ende. Hier wurden u.a. Forschungsarbeiten für eine Tierhaltung, die zunehmend Tierwohl, Tiergesundheit UND Umweltschutz genügt, präsentiert und von Experten diskutiert. Mit dabei war Prof. Dr. Thomas Jungbluth, Agrartechniker vom Fachgebiet Verfahrenstechnik der Tierhaltungssysteme an der Universität Hohenheim. "Wir entwickeln und bewerten in dem Pilotprojekt tier- und umweltgerechte Haltungssysteme für Schweine und beraten Bauern, die ihre Anlagen modernisieren möchten.“ Zu beachten ist jedoch. "Tiergesundheit ist nicht gleich Wohlbefinden“, erklärte Prof. Dr. Nicole Kemper von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. "Auch gesunde Tiere können in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt sein. So ist organisches Beschäftigungsmaterial dem Wohlbefinden von Schweinen sehr förderlich, allerdings können anhaftende Mikroorganismen oder Pilzgifte die Tiergesundheit beeinträchtigen.“ Um diese Zielkonflikte auszuloten und zu lösen, werde in einem Forschungsprojekt untersucht, welche Belastungen Beschäftigungsmaterialien aufweisen und wie lange diese vorhanden sind. "Die zukünftige Herausforderung wird sein, praxistaugliche innovative Haltungssysteme zu entwickeln, die den Anforderungen von Tier- und Umweltschutz besser gerecht werden und sich sowohl für Umbaumaßnahmen als auch Neubauten eignen", erklärte Prof. Dr. Eberhard Hartung von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Universität Hohenheim


Hessischer Schulpreis zum Tierschutz vergeben

In Hessen ist auch in diesem Jahr wieder der Hessische Schulpreis zum Tierschutz vergeben worden. Der Preis wird seit 2009 alle zwei Jahre ausgeschrieben und ist für die drei Hauptpreise mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Zusätzlich wurden in diesem Jahr zwei mit je 500 Euro dotierte Sonderpreise vergeben. "Tierschutz ist nicht nur gegenwärtig ein wichtiges Thema, sondern wird auch in der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen. Deswegen freut es mich, wenn sich junge Menschen so engagiert für den Tierschutz einsetzen", sagte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser. Dabei wurden die Schulen in diesem Jahr für ganz unterschiedliche Projekte ausgezeichnet. Schüler aus Rotenburg hatten einen Tierschutzkalender gestaltet, diesen verkauft und die Einnahmen an Tierschutzprojekte gespendet. In Offenbach halfen Schüler Stadttauben, vertieften ihr eigenes Wissen zu diesem Thema und gaben es speziell zur Notwendigkeit betreuter Taubenschlägeweiter. Und in Hünfeld entstand ein Film zum Thema "Artgerecht - nicht ungerecht".
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Auch die Pflege eines kranken Tieres kann belasten

Die Pflege eines chronisch kranken Angehörigen kann belasten und zu starkem Stress führen. Dieser kann sich u.a. auch in Depressionen äußern. Mary Beth Spitznagel, Neuropsychologin an der Kent State University (Ohio, USA) wollte herausfinden, ob dies auch zutrifft, falls es sich bei der zu pflegenden "Person" um ein Haustier handelt. Hierzu waren bisher keine Studien vorhanden und die Forscherin war auf die Idee für die Untersuchung gekommen, nachdem sie ein eigenes Tier über einen längeren Zeitraum gepflegt hatte. Das Ergebnis der Studie ist, dass es um die psychische Situation des Pflegenden relativ ähnlich bestellt ist, unabhängig davon, ob es sich um ein zu pflegendes Tier oder einen Menschen handelt. Einer der Gründe dafür dürfte sein, dass die meisten Tierbesitzer ihr Haustier als Familienmitglied ansehen und daher eine hohe emotionale Bindung zu dem Tier haben.
Kent State University


Therapien können Hund und Katze mit Gelenkerkrankungen unterstützen

Der Herbst steht bevor und älteren Tieren kann es manchmal wie Menschen gehen, sofern sie an Gelenkerkrankungenleiden. Dann ist ihr Zustand im Sommer oftmals noch in Ordnung. Beginnt der Herbst und es wird kälter und feucht, dann machen auch die Arthrosen den Tieren wieder vermehrt zu schaffen. Die Probleme können dabei so stark sein, dass die Tiere ihren Platz am liebsten gar nicht mehr verlassen möchten. Allerdings stehen auch bei Hund und Katze für solche Erkrankungen Therapien zur Verfügung, die die Lebensqualität der Tiere erheblich verbessern können, wie der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) berichtet. Arthrosen können auf vielfältige Art und Weise entstehen. Ursachen können z.B. Verletzungen oder auch bakterielle Infektionen sein. Und natürlich kommt auch die natürliche Abnutzung im Laufe des Lebens als Ursache in Frage. Sind solche Arthrosen chronisch geworden, ist eine Heilung nicht mehr möglich. Aber den Tieren kann Linderung verschafft werden. Hier kommen u.a. schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Aber auch moderne biologische Therapieverfahren wie z.B. die Thrombozytentherapie stehen zur Verfügung und wurden in den letzten Jahren mit Erfolg angewendet. Und neben der Therapie sind natürlich auch die Lebensumstände des Tieres von Bedeutung. So darf durch falsche Fütterung kein Übergewicht entstehen, da dieses die bereits geschädigten Gelenke zusätzlich belastet. Der Tierarzt wird gemeinsam mit dem Halter ein entsprechendes Behandlungsprogramm für das betroffene Tier entwerfen. Dafür muss er möglichst viel über das Tier erfahren. So helfen z.B. regelmäßige Gewichtskontrollen bei der Einschätzung der Situation und der Entscheidung, wie weiter verfahren wird.
BfT
Tierpet.de
eLearning-Kurs Regenerative Therapieoptionen


19.09.2017

Berlin will Sauenhaltung verfassungsrechtlich prüfen lassen

Berlins Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung hat eine Senatsvorlage vorgestellt, mit der die bundesrechtlichen Vorschriften zur Haltung von Schweinen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden sollen. Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt das Vorgehen von Senator Dr. Dirk Behrendt (Bündnis 90 / Die Grünen). Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, erwartet, dass der Berliner Senat der Vorlage zustimmt und möglichst schnell Klage eingereicht wird. "Es braucht endlich Klarheit, was den Schweinen zukünftig angetan werden darf und was eben nicht mehr. Die Zukunft der Schweinehaltung muss eine andere sein. Wir haben alles in Bewegung gesetzt, um dies den Zuständigen im Bund und in den Ländern klarzumachen. Wer aber meint, dass es mit dem Tierschutzgesetz und dem Staatsziel Tierschutz vereinbar ist, dass sich Sauen im Kastenstand kaum bewegen können, aufgrund des geringen Platzes beim Liegen die Beine in den Nachbarkastenstand hineinragen und Mastschweine u.a. in beengten, reizarmen Ställen auf Spaltenböden gehalten werden, dem müssen Grenzen aufgezeigt werden." so Schröder.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


One-Health-Ansatz soll fortgesetzt werden

In der vergangenen Woche haben sich erstmals die nationalen Public-Health- und Veterinary-Public-Health-Einrichtungen der G20-Staaten im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft getroffen. Für Deutschland waren das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert-Koch-Institut (RKI) beteiligt. Das One-Health-Konzept trägt dem Umstand Rechnung, dass die Gesundheit von Mensch und Tier eng miteinander verknüpft ist. Auch bei Themen wie der Antibiotikaresistenz können die Bereiche nur gemeinsam und verknüpft erfolgreich handeln. Die Leiter der vier deutschen Institute betonten, dass das G20-Treffen der Institutsvertreter ein wichtiger Fortschritt für den Gesundheitsschutz sei. Die Teilnehmer waren sich nach dem Treffen einig, dass die gemeinsamen Aktivitäten zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen große Bedeutung besitzen und mit hoher Priorität weiterverfolgt werden müssen.
FLI


18.09.2017

Tierärzte verabschieden Positionspapier für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung

Im Rahmen der Herbst-Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer (BTK) wurde ein Positionspapier "zu notwendigen Weiterentwicklungen der Rechtsetzung zur Verbesserung des Tierschutzes bei Nutztieren" verabschiedet. BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann erläuterte dazu, das man mit dem Positionspapier vor allem aufzeigen solle, wie die gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Nutztiere verbessert werden können und müssen. Es sei nicht ausreichend nur auf freiwillige Vereinbarungen zu setzen. Fünf teilweise schon seit Jahren auf dem Tisch liegende Forderungen der BTK werden aufgegriffen und konkretisiert. So sollen die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung geändert, ein obligatorisches Prüf- und Zulassungsverfahren für Stallsysteme eingeführt, eine Tierdatenbank mit bundeseinheitlicher, standardisierter Datenerfassung und -auswertung erstellt, die Erlaubnispflicht nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes auch für Haltung und Züchtung landwirtschaftlicher Nutztiere und von Gehegewild ausgeweitet und der Ausstieg aus den noch erlaubten nicht-kurativen Amputationen angegangen werden .
BTK


Anmeldung für nächste Förderperiode der Initiative Tierwohl noch bis Ende September möglich

Landwirte, die an der nächsten Förderperiode der Initiative Tierwohl teilnehmen möchten, können noch bis zum 26. September 2017 die Antragsunterlagen bei der Initiative einreichen. Die Initiative verweis darauf, dass in der Förderperiode von 2018 bis 2020 deutlich mehr Betriebe gefördert werden können als zuvor. Dies liege unter anderem daran, dass der Handel seine Förderung deutlich aufstockt und rund 130 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Diese Erhöhung des Budgets führt dazu, dass rechnerisch in der kommenden Förderperiode rund 6.000 statt bisher 3.400 Betriebe gefördert werden können. Allerdings verändert sich in der neuen Förderungsperiode nicht nur das Budget. Auch die Kriterienkataloge wurden "verschärft". So müssen z.B. im Bereich Schwein die Kriterien "10 Prozent mehr Platz" und "zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial" verpflichtend umgesetzt werden. Die Anmeldeunterlagen stehen interessierten Betrieben auf den Internetseiten der Initiative Tierwohl zum Download zur Verfügung.
Initiative Tierwohl


Botulismus in zwei Milchviehbetrieben im Landkreis Rosenheim

In zwei Milchviehbetrieben im bayerischen Landkreis Rosenheim ist es offenbar zum Ausbruch des Botulismus gekommen, wie "OVB online" berichtet. Demnach sind in den beiden Betrieben mittlerweile mehr als 50 Tiere dem Erreger zum Opfer gefallen. Da der Erreger Clostridium botulinum nicht melde- oder anzeigepflichtig ist, werden die Behörden hier nicht tätig. Botulismus in Rinderherden ist selten, kommt aber immer wieder vor. Eine mögliche Eintragsquelle ist mit dem Bakterium bzw. mit seinen Sporenverunreinigtes Futter.
OVB online


15.09.2017

Vielversprechende Ansätze für einen Impfstoff gegen Leishmaniose

In nicht mehr all zu ferner Zukunft könnte es einen Impfstoff gegen die Leishmaniose geben. Forscher am Georgia Institute of Technology konnten sehr vielversprechende Ergebnisse bei gentechnisch veränderten Tieren erzielen. Leishmanien sind einzellige Blutparasiten, die von der Schmetterlingsmücke übertragen werden. Schmetterlingsmücken kommen vor allem in Südeuropa vor, wo die Temperatur nicht unter zehn Grad Celsius fällt. Sie rückt jedoch immer weiter nach Norden vor. Jährlich werden weltweit zwei Mio. Menschen mit Leishmaniose infiziert. Zwölf Mio. leiden darunter. Der potenzielle Impfstoff besteht aus einem gefälschten Virus, der gewissermaßen als Köder für das Immunsystem dient, das dann entsprechend tätig wird. Im Normalfall tarnt sich der Parasit nach einer Infektion mit einer Hülle aus Kohlenhydraten, weshalb er für das Immunsystem harmlos erscheint. Der im Impfstoff verwendete Virus führt hingegen zu einer Stimulation und einer stärkeren Immunantwort gegen den Parasiten.
Georgia Institute of Technology


14.09.2017

ASP in Russland - 15.000 Schweine werden getötet

In Russland mussten wegen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest mehr als15.000 Schweine gekeult werden. Der betroffene Betrieb befindet sich in der viehdichten Region Belgorod nahe der ukrainischen Grenze. Es ist der erste Ausbruch der Schweinepest in der Region.
Agrarheute.com


Campylobacter-Ausbruch in den USA auf Welpen aus Tierhandlung zurückzuführen

In den USA ist es zu einem Ausbruch von Campylobacter beim Menschen gekommen, der offenbar in Verbindung mit Hundewelpen, die aus einer Tierhandlungskette stammen, gebracht werden kann. Wie die Centers for Disease Control an Prevention (CDC) mitteilen, sind insgesamt 39 Personen in sieben Bundesstaaten der USA betroffen. Zwölf der Personen aus insgesamt vier Bundesstaaten, waren dies Mitarbeiter einer Tierhandelskette. Bei den übrigen 27 Personen konnte nachgewiesen werden, dass sie entweder kürzlich bei dem Unternehmen einen Hundewelpen erworben , einen Laden des Unternehmens besucht oder einen Haushalt besucht hatten bzw. in einem lebten, in dem ein Hundewelpe des Unternehmens aufwuchs. Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass die Hundewelpen als mögliche Infektionsquelle in Frage kommen. So zeigte die Genomsequenzierung von Campylobacter von Welpen aus Florida, dass diese sehr eng verwandt waren mit dem Erreger, der bei einer erkrankten Person in Ohio isoliert werden konnte.
CDC


Schmidt sieht Wirkung des Antibiotika-Minimierungskonzeptes

Anlässlich der am Mittwoch vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bekannt gegebenen Mengen von im Jahr 2016 an Tierärzte abgegebenen Antibiotika stellte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fest, dass das Konzept zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes Wirkung zeige. Die Menge der abgegebenen Antibiotika hat sich seit 2011 mehr als halbiert. Auch wenn das Konzept wirke, werde an einer weiteren Minimierung des Antibiotikaeinsatzes gearbeitet. Insbesondere die Anwendung sogenannter Reserveantibiotika müsse restriktiver werden. "Deshalb verfolgen wir in Deutschland den One-Health-Ansatz" (Human- und Tiermedizin). Eine Reduzierung des Einsatzes von Reserveantibiotika wird von uns auch mit dem Verordnungsentwurf zur Änderung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken verfolgt. Der genannte Verordnungsentwurf befindet sich derzeit bei der EU-Kommission in der Notifizierung" sagte Minister Schmidt.
BMEL


13.09.2017

Antibiotikamenge in der Tiermedizin weiter gesunken

Die in der Veterinärmedizin abgegebene Menge an Antibiotika ist in Deutschland im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 742 Tonnen an Tierärzte abgegeben. Im Jahr 2015 waren es noch 895 Tonnen. Verglichen mit demJahr 2011, ist die Menge sogar um 964 Tonnen gesunken. Damals wurden noch 1.706 Tonnen abgegeben. Die Reduktion im Jahr 2016 ist vor allem auf den weiteren Rückgang des Verbrauchs von Penicillinen und Tetracyclinen zurückzuführen. Alleine bei diesen beiden Wirkstoffklassen wurden gegenüber 2015 58 Tonnen weniger abgegeben. Bei den Cephalosporinen der 3. und 4. Generation, die beide als besonders wichtig für die Behandlung des Menschen erachtet werden, ist ein leichter Rückgang von 3,6 auf 3,4 Tonnen zu verzeichnen gewesen. Auch die abgegebene Menge an Fluorchinolonen sank gegenüber dem Jahr 2015. Allerdings liegt hier die Menge immer noch über der Abgabemenge des Jahres 2011. Interessant ist auch die Karte des BVL, die zeigt, wie viele Antibiotika in bestimmten Regionen abgegeben wurden. Die angezeigten Bereiche zeigen die beiden ersten Ziffern der Postleitzahl, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass auch in Regionen mit besonders hoher Tierdichte wie z.B. im Raum Osnabrück, besonders viel Antibiotika abgegeben wurden.
BVL


Forschungsverbund konzentriert sich auf von Nagetieren übertragbare Krankheiten

Infektionen mit Hantaviren und Leptospiren gehören zu den Erkrankungen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können, sogenannte Zoonosen. Beide Erkrankungen, die von Nagetieren wie Feld- oder Rötelmäusen übertragen werden, führen zu Grippe-ähnlichen Symptomen. Bis Anfang August 2017 wurden beim Robert-Koch-Institut (RKI) bereits 1.300 Fälle gemeldet, während es im vergangenen Jahr zu diesem Zeitpunkt nur rund 130 Fälle waren. Im Forschungsverbund "RoBoPub", der vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) koordiniert wird, sollen in den nächsten drei Jahren u.a. Risikobewertungen, Gefahrenkarten, Frühwarnmodule und Gesundheitsempfehlungen zu diesen beiden Infektionskrankheiten erstellt werden. Am Forschungsverbund, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird, sind daneben u.a. auch das Niedersächsische Landesgesundheitsamt, das Bundesinstitut für Risikobewertung, die Charité in Berlin und die Tierhygiene der Universität Leipzig beteiligt. Die Forscher betonen, dass sie als One-Health-Initiative mit interdisziplinärem Ansatz von Human- und Veterinärmedizinern sowie Ökologen zur besseren Bekämpfung von Zoonosen arbeiten.
FLI
Webseite Leptospirose beim Hund


Kommunikation von Bakterien unterbinden

Auf Grund der zunehmenden Resistenzen von Bakterien gegenüber Antibiotika wird weltweit nach neuen Ansatzpunkten bei der Behandlung von bakteriell bedingten Infektionserkrankungen geforscht. Ein möglicher solcher Angriffspunkt ist dabei auch die Kommunikation der Bakterien untereinander, wie Experten des Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung berichten. Sie haben sich für ihre Untersuchungen den Erreger Pseudomas aeruginosa ausgesucht, der durch eine besondere Eigenschaft auffällt. Die Bakterien können sich in sogenannten Biofilmen zusammenschließen und sind dann durch Antibiotika und das Immunsystem kaum noch zu bekämpfen. Deshalb gilt es die Bildung der Biofilme zu unterdrücken. Diese werden durch verschiedene Proteine hervorgerufen, die freigesetzt werden, wenn ein Schwellenwert an Bakterien in der Nähe ist. Die Forscher haben dafür das Protein PqsA genauer untersucht und seine Struktur aufgeklärt, da es an der Bildung der Biofilme beteiligt ist. Dies bietet die Möglichkeit, gezielt Hemmstoffe zu entwickeln, die die Bildung von Biofilmen unterbinden könnten.
idw


12.09.2017

Hunde im Bett führen zu einer geringeren Schlafqualität

Die Liebe von Herrchen und Frauchen zu ihrem Hund drückt sich unterschiedlich aus. Einige schrecken jedoch auch nicht davor zurück, ihren Hund im Bett schlafen zu lassen. Die Begründung: dann schlafe ich besser. Stimmt nicht, sagt jetzt eine Studie der Mayo-Klinik. Sie beobachteten dazu sieben Nächte lang das Schlafverhalten von 40 gesunden Erwachsenen und ihren Hunden. Das Schlaf-/Wachverhalten des Hundehalters wurde dazu mit speziellen Messgeräten aufgezeichnet. Wie sich herausstellte, führt die Anwesenheit des Hundes im Schlafzimmer tatsächlich zu einem guten Schlaf. Schlief der Hund jedoch im Bett, führte dies zu einer geringeren Schlafqualität beim Hundehalter.
Praxisvita


Landvolk Niedersachsen wirbt für Blühstreifen und Wildbienenschutz

Der Landvolk-Pressedienst vom Landesbauernverband Niedersachsen setzt sich für das Anlegen von Blühstreifen ein. Zwar sei dies mit einem zusätzlichen Aufwand sowie mit Kosten verbunden, aber beides lohne sich. Denn so ein Blühstrefen sieht nicht nur schön aus, sondern biete auch Wildbienen das richtige Nahrungsangebot. Im Gegensatz zu Honigbienen können Wildbienen nämlich keine großen Distanzen zur Nahrungssuche überwinden. Um ihr Überleben zu sichern, sind viele kleine Blühinseln sinnvoller als eine große Blühfläche. Gärten, Parks, Balkone, Bäume und auch Friedhöfe können hier ihren Teil dazu beitragen. Zudem schreibt die Reform der Gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) Greening-Vorgaben vor, die auch niedersächsische Landwirte unter anderem zu fünf Prozent ökologischer Vorrangfläche auf ihrem Betrieb verpflichten. Neben den Blühstreifen und -flächen bieten auch Zwischenfrüchte und Gründüngungskulturen, die über den Winter stehen bleiben, Nahrung und Schutz für Wild und Insekten. Restriktiver Pflanzenschutzmitteleinsatz und Rücksichtnahme bei der Ausbringung auf die Flugzeiten der Bienen sind sollten ohnehin selbstverständlich sein.
LPD


EU-Kommission vertagt die Entscheidung zur Weiterzulassung von Glyphosat

Unter anderem wegen der bevorstehenden Bundestagswahl ist die Entscheidung über die Weiterzulassung des heftig umstrittenen Insektizids Glyphosat auf Ende des Jahres vertagt worden, wie topagrar berichtet. Ursprünglich war die Abstimmung für Anfang Oktober 2017 geplant gewesen. Nun sollen die Mitgliedsstaaten jedoch nochmal mehr Zeit bekommen, zu einer abschließenden Meinung und Risikoeinschätzung zu gelangen. Auch in Deutschland ist sich die Politik hinsichtlich dieser Frage uneins. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend und für das Bienensterben mitverantwortlich zu sein.
topagrar.de


Merkblatt zu Entnahme und Versand von Kotproben

Endoparasiten können zu schweren Schäden und Leiden bei Rindern, Schweinen, Schafen oder auch Pferden führen. So sind perakute Todesfälle oder auch Minderungen von Milch- und Mastleistung möglich. Die Untersuchung von Kotproben stellt ein geeignetes Mittel dar, um Endoparasiten zu diagnostizieren. Allerdings ist dabei einiges zu beachten. Dies betrifft sowohl die Entnahme der Proben als auch Verpackung und Versand der Proben, damit diese so im Labor ankommen, dass eine Untersuchung auch ein valides Ergebnis erbringen kann. Das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf (STUA) hat deshalb ein Merkblatt zur Verfügung gestellt. Diese Hinweise sollen helfen, die Proben adäquat zu entnehmen und zu versenden.
STUA Aulendorf


11.09.2017

Verdacht auf Usutu-Virus-Epidemie im Oberrheingebiet

Nach Nordrhein-Westfalen scheint es nun auch im Oberrheingebiet eine neue Usutu-Virus-Epidemie zu geben. In den vergangenen Tagen sind vermehrt tote Amseln in Baden-Baden, Karlsruhe, Mannheim, Oftersheim, Neustadt, Landau und Sinzheim aufgefunden worden. Das ursprünglich aus Afrika stammende Virus wird von Hausmücken übertragen.
Baden online


38 Millionen Euro nicht zur Milchmengenreduktion genutzt

Die für das Programm der Milchmengenreduktion zur Verfügung gestellten Gelder sind nicht ausgenutzt worden. Laut Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) flossen rund 38 Mio. Euro ungenutzt in den EU-Haushalt zurück, wie topagrar berichtet. Insgesamt waren für das Programm 150 Mio. Euro bereitgestellt worden, weshalb der DBV das Programm zur Mengenreduzierung im Nachhinein als ineffizient bezeichnet.
topagrar.de


Professionelles Katzenschnurrgerät wird als Medizinprodukt erstmals in Graz vorgestellt

Katzenschnurren soll sich nachweislich positiv auf die Gesundheit auswirken. Da aber nicht jeder die Zeit oder die Möglichkeit hat, sich eine oder mehrere Katzen zu halten und diese regelmäßig zum Schnurren zu bringen, hat ein österreichisches Unternehmen aus der Steiermark jetzt ein Katzenschnurr-Gerät auf den Markt gebracht. Das Gerät wird vom 29.9. bis 1.10.2017 am Zukunftstechnologien-Kongress in Graz vorgestellt. Das Gerät soll Linderung beiCOPD, Asthma, Bronchitis, Atemprobleme, Durchblutungsstörungen, Gefühllosigkeit, Taubheit in den Gelenken und Bewegungsproblemen in der Wirbelsäule, Muskeln, Sehnen, Arthrose, Osteoporose sowie bei chronischen Schmerzen bringen. Eine weitere Indikation ist eine angegriffene Psyche. Das Besondere daran, das Katzenschnurr-Gerät ist absolut nebenwirkungsfrei.
Katzenschnurr.com


Spanien meldet erste Erfolge im Kampf gegen die Rindertuberkulose

In der spanischen Region Extremadura grassiert seit längerer Zeit die Rindertuberkulose. Nun kann die Region erste Erfolge bei der Bekämpfung vermelden. Demnach ist die Zahl der positiv auf die Tierseuche getesteten Betriebe binnen eines Jahres um 44 Prozent gesunken. Von den 9.700 Rinder haltenden Betrieben wurden in 2017 insgesamt 7,25 Prozent positiv auf die Rindertuberkulose getestet. Im Jahr 2016 waren es noch knapp 13 Prozent. Auch die Zahl der positiv getesteten Tiere der insgesamt 800.000 getesteten Rinder ist um knapp 0,8 Prozent gesunken. Die betroffenen Tiere werden aus den Beständen entfernt und die Betriebe anschließend verstärkt überwacht. Außerdem soll nach Möglichkeit der Kontakt zwischen Nutztieren und Wildtieren vermieden werden. Außer in der Extremadura tritt die Rindertuberkulose auch verstärkt in Andalusien und Kastilien auf.
topagrar.de


Aktionswoche Check meinen Chip gestartet

Die Aktionswoche "Check meinen Chip", die der Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) gemeinsam mit Tasso und dem Deutschen Haustierregister durchführt, startet am heutigen Montag, den 11. September 2017. Die Aktionswoche dauert bis zum 15. September, währenddessen Hunde- und Katzenbesitzer Tierarztpraxen aufsuchen und überprüfen lassen können, ob der eingesetzte Mikrochip des Tieres noch funktioniert und ob er die aktuellen Informationen enthält. Sind die Kontaktdaten veraltet, können diese aktualisiert werden. Zudem können natürlich auch Tierhalter, deren Tiere noch nicht mit einem Mikrochip gekennzeichnet sind, die Tierarztpraxen aufsuchen und die Kennzeichnung vornehmen lassen. Hintergrund der Aktionswoche ist die Tatsache, dass verloren gegangene Tiere anhand von Mikrochips mit aktuellen Daten schneller rückvermittelt werden können.
bpt


08.09.2017

Nach dem Urlaub an die Leishmaniose denken

Die Sommerferien sind vorbei und nachdem man aus dem Urlaub zurückgekehrt ist, sollte man auch beim Hund an Parasiten denken, die aus dem Urlaubsland mitgebracht werden können. Die Bundestierärztekammer (BTK) weist aktuell auf die Leishmaniose hin. An diese Erkrankung ist besonders zu denken, wenn man mit einem Hund im Verbreitungsgebiet des Erregers im Mittelmeerraum in Griechenland, Spanien oder Italien war. Auch sogenannte Tierschutz-Hunde, die aus diesen Ländern importiert wurden, können den Erreger in sich tragen. Besonders tückisch an dem Erreger ist, dass zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Erkrankung vier Wochen bis zu mehrere Jahre vergehen können, so dass kein direkter Zusammenhang mit dem Urlaub hergestellt werden kann. Es besteht zwar die Möglichkeit, die Tiere gegen den Erreger zu impfen. Allerdings verhindert die Impfung nicht die Infektion. Sie führt allerdings zu einer Reduktion der Symptome. Die beste Möglichkeit der Prophylaxe ist, den Hund vor den Sandmücken, die den Erreger übertragen, zu schützen. Treten nach einer Reise nach Südeuropa beim Hund unspezifische Krankheitssymptome auf, ist unbedingt der Tierarzt zu konsultieren, da auch die Leishmaniose dafür verantwortlich sein kann. Die Erkrankung kann in zwei Formen auftreten. Dies ist einmal die Hautleishmaniose und einmal eine Form, bei der die inneren Organe betroffen sind. Ist die Krankheit diagnostiziert worden, wird ein besonderer Therapieplan erstellt. Allerdings ist eine Heilung nicht möglich und es muss eine dauerhafte Überwachung und therapeutische Versorgung erfolgen.
BTK


Im August keine Blauzungenfälle in Italien

Im August wurden in Italien keine neuen Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen, wie aus dem aktuellen Radar Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Auch aus Frankreich wurden nur zwei Fälle mit dem Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) gemeldet. Dagegen wurden auf Korsika 39 Fälle des Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) nachgewiesen. Das FLI rechnet aber damit, dass die Zahl der Fälle im Verlauf des Spätsommers und Herbstes wieder ansteigt. Es kann keine Entwarnung gegeben werden und das Risiko, dass die Erkrankung auch Deutschland erreicht, wird weiterhin als hoch bewertet.
Radar Bulletin August 2017


Preise für tierschutzgerechten Umgang mit Pferden vergeben

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat im Rahmen der Bundeschampionate in Warendorf bereits zum vierten Mal seit 2014 Preise für den besonders tierschutzgerechten Umgang mit Pferden vergeben. Die Preise erhalten Reiterinnen und Reiter, die auf dem Vorbereitungsplatz und in der Prüfung durch besonders pferdefreundliches Verhalten aufgefallen sind. Der Preis, der gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) vergeben wird, wurde in diesem Jahr an 21 Reiterinnen und Reiter vergeben. Der Jury gehören Mitglieder des FN-Fachbeirates Tierschutz, der jeweilige Richter des Vorbereitungsplatzes, Vertreter von Tierschutzorganisationen, Landwirtschaftskammern und Pferdeverbänden sowie niedergelassene Tierärzte und Mitglieder der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) an.
BMEL


07.09.2017

Landwirt muss wegen versuchten Mordes an Amtstierarzt für 7,5 Jahre ins Gefängnis

Ein Landwirt aus Osterbruch-Norderende im Landkreis Cuxhaven muss wegen versuchten Mordes und schwerer Körperverletzung eines Amtstierarztes für 7,5 Jahre ins Gefängnis. Außerdem wurde der 56-Jährige zur Zahlung von 35.000 Euro Schmerzensgeld an den Veterinäramtsleiter verurteilt. Der Tierarzt wurde im Februar durch einen Bauchschuss lebensgefährlich verletzt, als er dem Landwirt auf Anordnung der Behörde wegen wiederholter Tierschutzverstöße mit Hilfe von zwei Polizisten seine Rinder und Pferde wegnehmen wollte.
NDR


Staupe bei Füchsen breitet sich aus

In Rheinland-Pfalz breitet sich die Staupe unter Füchsen weiter aus. Demnach sei die auch für Hunde und andere Carnivoren hoch ansteckende Infektionskrankheit in diesem Jahr bereits bei acht tot aufgefundenen Füchsen vom Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz nachgewiesen worden. Sieben der Tiere wurden im Rhein-Lahn-Kreis, eines im Westerwald gefunden. Laut Aussage des LUA breitet sich die Staupe seit 2008 in Deutschland immer weiter von Ost nach West aus. Daher sollten Hundehalter den Impfstatus ihrer Tiere dringend überprüfen und ggf. auffrischen lassen.
Proplanta


Luchsbestand in Hessen erholt sich

Der hessische Luchsbestand erholt sich. Dies ist das Fazit von Experten. Demnach gebe es vier zweifelsfrei nachgewiesene Tiere, insgesamt wird der Bestand jedoch auf zehn Tiere geschätzt. Das gab Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden bekannt. Zudem seien in diesem Jahr keine Tiere mehr mit Räude gefunden worden. Im Jahr 2016 hatte ihnen diese schwer zugesetzt und den Bestand auch dezimiert. Die Wissenschaftler dokumentieren den Luchs-Bestand unter anderem mit Fotofallen und der Hilfe eines Spürhundes, der gezielt nach dem Kot der Großkatzen sucht.
Umweltministerium Hessen


Karten der ECDC zur Verbreitung von Mücken und Zecken

Verschiedene Mücken, Zecken und Sandfliegen sind als Überträger von Krankheiten bei Mensch und Tier von großer Bedeutung. Das Wissen um die Verbreitung dieser Arten ist deshalb wichtig, um die Risikogefährdung für bestimmte Erkrankungen in bestimmten Regionen abschätzen zu können. Dies trifft insbesondere auch auf invasive Arten zu, die bisher in bestimmten Regionen nicht aufgetrten sind. Die European Centers for Disease Control and Prevention (ECDC) stellen solche Karten, die regelmäßig aktualisiert werden, online zur Verfügung. Dabei ist die Behörde auf die Meldung über Nachweise durch Experten angewiesen. Diese können die Nachweise direkt per Mail an die ECDC schicken oder sich im Tool "VectorNet" registrieren und die Nachweise dann direkt online melden. Die Karten umfassen Zeckenarten wie Ixodes ricinus und Dermacentor reticulatus, verschiedene Mückenarten der Gattung Aedes und verschiedene Sandfliegen.
ECDC


450 Hektar als Lebensraum für den Schreiadler gestaltet

Der Schreiadler gehört zu den bedrohten Greifvögelarten. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat gemeinsam mit den der Land- und Forstwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern dafür gesorgt, dass mittlerweile 450 Hektar Land und Wald im Naturpark Feldberger Seenlandschaft und im Landkreis Rostock im Sinne des Schreiadlers bewirtschaftet werden. Dazu gehört u.a., dass der Schreiadler viel auf kurzrasiges Grün trifft, da er gerne auf frisch gemähten Wiesen jagt. Das Projekt wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Land-Mecklenburg-Vorpommern mit rund einer Million Euro gefördert. Die Landwirte, die sich beteiligen, erhalten für bestimmte Maßnahmen entsprechende Ausgleichszahlungen. So wurden Ackerkulturen nach der Ernte für mehrere Jahre in Grünland umgewandelt. Neben Acker- und Grünland wurden auch im Wald Maßnahmen getroffen. Hier wurde gemeinsam mit der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern eine Richtlinie entwickelt und umgesetzt, durch die Brutwälder des Schreiadlers forstwirtschaftlich genutzt werden können und gleichzeitig den besonderen Ansprüchen desSchreiadlers genügen.
Deutsche Wildtier Stiftung


06.09.2017

Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde tagt in Greifswald

Vom 18. bis 21. September 2017 wird die 91. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde e.V. (DGS) in Greifswald stattfinden. Die Tagung wird gemeinsam vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems, vom Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald, dem Ozeaneum Stralsund, dem Tierpark Greifswald und dem Zoo Stralsund organisiert und verdeutlicht damit die Bandbreite säugetierkundlicher Forschung in Greifswald und dem benachbarten Stralsund. Im Mittelpunkt stehen die Themen “Kleinsäuger und Kleinsäuger-assoziierte Krankheitserreger” sowie “Winterschlaf und Starrezustand”. Im Zusammenhang mit der ersten Thematik wird die Tagung erstmalig mit einem für das breite Publikum offenen One Health-Symposium eröffnet.
FLI
DGS


Hessischer Tierschutzpreis 2017 verliehen

Die hessische Umweltministerin Priska Hinz hat den Hessischen Tierschutzpreis 2017 verliehen. Preisträger in diesem Jahr ist der Verein Tierfreunde Dieburg e.V., der sich seit 25 Jahren auf dem Gebiet des Tierschutzes engagiert. Zu den Schwerpunkten der Arbeit des Vereins, dem aktuell 235 Mitglieder angehören, zählt auch der Kampf gegen das Elend wildlebender Katzen. Deshalb wurden Katzen-Futterstellen eingerichtet, an denen die Katzen eingefangen werden. Dann werden die Tiere ärztlich versorgt, kastriert, gesund gepflegt und gekennzeichnet. Besonders hob Ministerin Hinz auch die Kooperation des Vereins mit einem Zentrum für Menschen mit Behinderung hervor. Die Zusammenarbeit begann vor einigen Jahren bei dem Bau eines Geheges für Lamas, die als Co-Therapeuten auch artgerecht untergebracht werden sollten. Daraus entwickelte sich eine langfristige Zusammenarbeit und es wurden später auch zielgruppengerecht Seminare für Menschen mit und ohne Behinderung zur Haltung von Kaninchen, Katzen, Meerschweinchen oder Mäuse angeboten. "Die Arbeit des Vereins Tierfreunde Dieburg steht beispielhaft für sehr viele Vereine in Hessen, die ehrenamtlich Großes leisten. Die Landesregierung unterstützt dieses Engagement und hat deshalb 2015 die Stiftung Hessischer Tierschutz gegründet", so die Ministerin. Der Stiftung stehen jährlich 150.000 Euro an Mitteln zur Verfügung. Der Hessische Tierschutzpreis wird seit 1997 verliehen und ist mit 3.000 Euro dotiert.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Fipronil in 45 Ländern nachgewiesen

Mit Fipronil belastete Eier und verarbeitete Produkte wurden mittlerweile in 45 Ländern weltweit nachgewiesen. Das Thema Fipronil stand auch auf der Agenda eines informellen Treffens der EU-Landwirtschaftsminister in Tallinn (Estland). In der EU sind 26 Mitgliedsländer von dem Fipronil-Skandal betroffen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte zu dem Thema, dass das Risiko für die menschliche Gesundheit gering sei. Allerdings hätten die Folgen der kriminellen Aktivitäten das Vertrauen der Verbraucher stark beeinträchtigt. Zudem betonte der EU-Kommissar, dass sich das europäische Schnellwarnsystem (RASFF)bewährt habe. In kürzester Zeit seien alle Mitgliedsstaaten über das potentielle Risiko informiert worden und konnten die betroffenen Eier vom Markt nehmen. Grundsätzlich gelte es aber, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Systemen zu verbessern und technische Probleme zu beheben. Ende September 2017 soll detailliert über das Thema Fipronil und Konsequenzen aus dem Skandal beraten werden. Andriukaitis hat dazu für den 26.09.2017 Minister und ranghohe Beamte zu einem Treffen eingeladen. Bis dahin wollen die Minister - speziell der Niederlande und Belgiens - dafür sorgen, dass die Mitgliedsstaaten alle relevanten Informationen zur Verfügung stellen.
EU-Kommission


05.09.2017

Verstöße gegen Biosicherheitsmaßnahmen sollen künftig Folgen haben

Die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen ist essentiell wichtig, um Tierseuchenausbrüche zu vermeiden. Daher hat Nidersachsens Landwirtschaftsminister jetzt Sanktionen bei der späteren finanziellen Schadensregulierung angedacht, sofern gegen die Biosicherheitsmaßnahmen nachweißlich verstoßen wird. Dies regte Christian Meyer (Grüne) beim Auftakt des 2. Tiergesundheitssymposiums in Oldenburg an.
Agrarheute.com


US-Gericht verurteilt Hundehalter zur Stimmband-OP wegen Ruhestörung

In den USA im Bundestaat Oregon hat ein Gericht Hundehalter dazu verurteilt, ihren Hunden wegen zu lautem Bellens einen Teil der Stimmbänder entfernen zu lassen. Dem Urteil geht ein sich bereits über Jahre hinziehender Rechtsstreit mit den Nachbarn voraus, die sich vom Bellen der teilweise bis zu elf Tibetmastiffs massiv gestört fühlen. Bei dem operativen Eingriff, der auch als Debarking bezeichnet wird, werden Teile der Stimmbänder entfernt, wodurch das Bellen des Tieres dumpfer werden soll. In Deutschland und Europa ist diese OP verboten, in den USA gelten von Bundesstaat zu Bundessstaat unterschiedliche Bestimmungen.
Spiegel.de


Abstimmung über Kastenstandhaltung von Sauen im Bundesrat vertagt

In der nächsten Bundesratssitzung am 22. September 2017 wird der von Niedersachsen eingebrachte Entschließungsantrag zur Kastenstandhaltung von Sauen nun doch nicht zur Abstimmung kommen. Der Agrarausschuss der Länderkammer kam überein, die Abstimmung darüber auf mindestens Mitte Oktober zu vertagen, nachdem eine vorangegangenen Probeabstimmung erbracht hat, dass voraussichtlich keine Mehrheit im Plenum erzielt werden könnte.
Raiffeisen.com


Brucellose in Bulgarien

In Bulgarien ist in insgesamt vier Betrieben die Brucellose mit dem Erreger Brucella melitensis nachgewiesen worden. Betroffen sind Schafe und Ziegen. Insgesamt wurden mehr als 1.000 kleine Wiederkäuer in den betroffenen Betrieben gehalten. Zwei der betroffenen Betriebe liegen im Südwesten des Landes im Grenzbereich zu Griechenland und zwei Betriebe im Osten des Landes.
OIE


04.09.2017

Zahl der Wolfsrisse steigt auf 3.500

3.500 Nutztiere sind bereits zur Beute von Wölfen seit ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2000 geworden. Einer Umfrage der Neuen Osnabrücker Zeitung zufolge haben die Landwirte in Brandenburg mit 1.100 und in Sachsen mit 895 toten Tieren die meisten Weidetiere zu beklagen. Aber auch in Niedersachsen (895) und Sachsen-Anhalt (373) ist die Zahl der Rissopfer nicht gering. Splittet man die Beutetiere nach Tierarten auf, wurden am häufigsten Schafe gerissen. Aber auch Rinder, Ziegen, Damwild, Fohlen und Alpakas waren darunter. Die Rückkehr des Wolfs kostete Deutschland bislang rund eine halbe Mio. Euro Entschädigungszahlungen an betroffene Landwirte sowie rund 4,5 Mio. Euro für die Bezuschussung von Schutzmaßnahmen, die Einstellung und Ausbildung von Wolfbeauftragten und Anlaufstellen. Und trotzdem sind die Landwirte inzwischen nachhaltig verärgert. Der Deutsche Bauernverband forderte die Politik auf, endlich zu handeln und eine gezielte Populationskontrolle einzuführen, damit in Deutschland Nutztiere auch weiterhin auf der Weide gehalten werden können. Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, sagte: „Die Weidehaltung darf nicht länger einer falschen Romantik und der ungehemmten Verbreitung des Wolfes untergeordnet werden, genauso wenig wie das Sicherheitsgefühl der Menschen in den ländlichen Räumen. Es ist nicht damit getan, einzelne Problemwölfe zu entnehmen und Zäune zu ziehen. Es bedarf einer Bestandsregulierung und einer Festlegung von Gebieten, die für eine Wiederansiedlung des Wolfes nicht in Frage kommen.“ Auch die rheinland-pfälzischen Weidehalter sehen die Weidetierhaltung gefährdet und wollen darauf mit einem Mahnfeuer aufmerksam machen, das der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau organisiert.
NOZ
Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau


Deutschland und Tschechien wollen bei Bekämpfung der Schweinepest zusammenarbeiten

Deutschland und die Tschechische Republik haben eine länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vereinbart. Dies ist ein Ergebnis der Gespräche zwischen Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) mit seinem tschechischen Amtskollegen Marian Jurečka. Schmidt lobte dabei besonders die Effizienz der tschechischen Behörden bei der Bekämpfung der Tierseuche. Man war sich einig darüber, dass das Auffinden und Beseitigen erkrankter Tiere in der Seuchenregion ein wichtiger Bestandteil der Seuchenbekämpfung sei. Zudem sei es wichtig, die Wildschweinpopulation in der Pufferzone signifikant auszudünnen. Schmidt sieht in den tschechischen Maßnahmen möglicherweise eine Blaupause für die Bekämpfung in Deutschland, falls die Tierseuche auch hier ausbrechen sollte. Deshalb wurde vereinbart, dass eine deutsch-tschechische Arbeitsgruppe zum Thema Afrikanische Schweinepest etabliert wird. Zudem sollen tschechische Experten nach Deutschland reisenund ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung vorstellen.
BMEL


01.09.2017

Neue Leiterin der Klinischen Abteilung Interne Medizin Pferde an der Vetmeduni Wien

Am 1. September 2017 fängt Prof. Dr. Jessika-M. Cavalleri als Leiterin der Klinischen Abteilung für Interne Medizin Pferde an der Vetmeduni Vienna an. Die erfahrene Internistin arbeitete bislang an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, wo sie in ihrem Fachbereich auch habilitierte. Aus wissenschaftlicher Sicht bringt die Fachtierärztin neben ihrer Erfahrung in der Melanomforschung auch eine (noch) große Unbekannte unter den viralen Pferdeerkrankungen als Thema an die Vetmeduni Vienna, die Infektion mit dem equinen Hepacivirus, das eng verwandt mit dem Hepatitis C Virus ist. Cavalleri möchte in Wien über die Lehre die sofortige Einsatzbereitschaft von AbsolventInnen stärken. „Alle Studierenden, die an der Vetmeduni Vienna in Ausbildung waren und mit denen ich arbeiten durfte, lobten das enge Verhältnis zwischen Lehrkörper und Studierenden. Für mich persönlich ist das ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Lehre. Es verstärkt die Aufnahmefähigkeit und den Lerneffekt und erlaubt es, Erfahrung gezielter weiter geben zu können“, so Cavalleri. „Damit komme ich meinem persönlichen Ziel viel näher, den Absolventinnen und Absolventen so viel Rüstzeug mitzugeben, dass sie ab Tag 1 voll in den Praxisbetrieb einsteigen können.“
Vetmeduni Vienna


FAO veröffentlicht Informationsbroschüre zur ASP

Die Welternährungsorganisation FAO hat eine Informationsbroschüre über die Afrikanische Schweinepest (ASP) für Tierärzte herausgegeben. Hierin geht es schwerpunktmäßig um die frühzeitige Erkennung und die Diagnostik. Denn nur so kann schnell gehandelt und eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Tierseuche möglicherweise verhindert werden. Aber auch Schweinehalter, Jäger und Förster können von der Broschüre profitieren.
FAO-Broschüre


Weitere West-Nil-Fälle bei Pferden in Griechenland

Im Juli war das West-Nil-Virus erstmals seit 2014 bei Pferden in Griechenland nachgewiesen worden. Alle sieben im Juli gemeldeten Fälle waren auf dem Peleponnes nachgewiesen worden. Aktuell wurden zwei weitere Nachweise an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Diese beiden Fälle liegen an unterschiedlichen Orten. Einmal erfolgte der Nachweis in Makedonien im Nordosten Griechenlands und einmal auf der Insel Kreta. Das West-Nil-Virus ist in diesem Jahr bereits beim Menschen in Griechenland nachgewiesen worden.
OIE


H5N8 weiterhin in Norditalien aktiv

Der hoch pathogene Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N8 ist weiterhin in Nordtalien aktiv und wurde auch Ende August wieder bei Nutzgeflügel, aber auch bei Wildvögeln nachgewiesen. In der Lombardei wurde das Virus in einer kleinen Hobbyhaltung mit 25 Tieren nachgewiesen. Hier wurde das Virus zudem bei einem tot aufgefundenen Schwan nachgewiesen. Außerdem wurde der Erreger in Venetien in einem Putenmastbetrieb mit fast 11.000 Tieren identifiziert.
OIE


31.08.2017

Adopt a Vet - Organisatorische Hilfe für geflüchtete Kolleginnen und Kollegen

Tierärztinnen und Tierärzte der Freien Universität wollen gemeinsam mit der Organisation Tierärzte ohne Grenzen e.V. bei der Integration von aus ihrer Heimat geflüchteten Kolleginnen und Kollegen helfen. Dafür haben sie die Online-Plattform Support4VETMED ins Leben gerufen. Mit dabei sind u.a. Professorin Mahtab Bahramsoltani und Salah Al Masri, beide vom Institut für Veterinär-Anatomie der Freien Universität Berlin. Denn es ist nicht leicht, im Ausland erworbene Abschlüsse anerkannt zu bekommen. Kolleginnen und Kollegen aus dem Nicht-EU-Ausland müssen in der Regel ihre Prüfungen zur Approbation in Deutschland nachholen. Während es für geflüchtete Human- und Zahnmediziner organisierte Vorbereitungskurse auf die Approbation gibt, sind Tierärztinnen und Tierärzte auf sich allein gestellt. Das betrifft die Recherche des Ablaufs als auch die Vorbereitung auf die meist 15 geforderten Prüfungen. Inzwischen ist die Facebook-Seite „Support4VETMED“ online. Hier gibt es u.a. einen Online-Kurs, der geflüchtete Tierärzte dabei unterstützen soll, in Deutschland die Approbation zu erhalten. Gesucht werden weitere Kolleginnen und Kollegen, die bei der Integration sowie bei der Arbeitssuche helfen möchten.
FU Berlin


Schlachtverbot für hochträchtige Tiere tritt in Kraft

Ab dem 1. September gilt das Verbot der Schlachtung von Tieren im letzten Drittel der Trächtigkeit. Ausgenommen von diesem Verbot sind nur Schafe und Ziegen. Das Gesetz war bereits im Juni im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden. Es war allerdings eine Frist bis zum Inkrafttreten eingeräumt worden. Neben der Ausnahmeregelung für kleine Wiederkäuer gibt es noch weitere Ausnahmen. Einmal kann eine Tötung erfolgen, wenn es die tierseuchenrechtlichen Bestimmungen erforderlich machen. Und zudem kann eine Ausnahme erfolgen, wenn eine entsprechende Tötung nach tierärztlicher Indikation geboten ist und "überwiegende Gründe des Tierschutzes einer Abgabe zur Schlachtung nicht entgegenstehen." In diesem Fall muss der Tierarzt dem Tierhalter eine entsprechende Bescheinigung aushändigen.
Bundesgesetzblatt


Umweltverbände fordern grundlegenden Wechsel in der Agrarpolitik

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie der Naturschutzbund (NABU) haben gemeinsam einen grundlegenden Wechsel in der Agrarpolitik gefordert. Grundsätzlich sollten Fördergelder künftig so verteilt werden, dass die Landwirte Lebensmittel deutlich umweltfreundlicher und tierschutzgerechter erzeugen könnten. Dies entspreche auch dem Wunsch der Verbraucher. Die Verbände fordern dies angesichts gravierender Auswirkungen der Landwirtschaft auf Wasser, Böden, Tierwohl und Artenvielfalt. Die Verbände sehen die aktuellen Regelungen als gescheitert an. Die große Koalition hat es nach Ansicht von BUND-Vorsitzendem Hubert Weiger und NABU-Präsident Olaf Tschimpke in der aktuellen Legislaturperiode versäumt, entscheidende Schritte in Richtung einer naturfreundlicheren Landwirtschaft einzuleiten. Besonders in der Kritik steht dabei Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU). Dieser hat nach Ansicht der Verbände das derzeitige System massiv verteidigt. Der Handlungsdruck sei mittlerweile allerdings groß. Dies zeige sich u.a. dadurch, dass rund 80 Prozent der Singvogelarten auf der Roten Liste stehen und das Grundwasser vielerorts mit Nitrat belastet ist. Die Verbände fordern daher, dass nach der Bundestagswahl mit einem Umbau der Landwirtschaft begonnen wird. Auch eine nationale Nutztierstrategie müsse bis zur Hälfte der Legislaturperiode verabschiedet werden. Grundsätzlich sollten in Deutschland weniger Nutztiere gehalten werden. Dafür sollten die Haltungsbedingungen dann deutlich verbessert werden. Als erste Schritte werden hier die Einführung einer verbindlichen staatlichen Haltungskennzeichnung sowie das Ende der Gabe von Reserveantibiotika im Stall und der Tötung männlicher Eintagsküken gefordert.
BUND


30.08.2017

Fast 800 Blauzungenfälle in Frankreich im Jahr 2017

In Frankreich sind in diesem Jahr bereits 778 Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Dies geht aus Zahlen hervor, die das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) veröffentlicht hat. In Frankreich ist das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) aktiv. Die Zahlen des FLI reichen bis zum 29. August. Demnach wurden im August in Frankreich bereits 56 Fälle nachgewiesen. Dies sind ungefähr so viele Fälle wie im Vormonat. Nachdem im Januar noch 252 Fälle in Frankreich nachgewiesen worden, sank die Zahl bis zum Juni auf nur noch 15 Fälle. In Italien, wo im Norden das Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) aktiv ist, wurden im August noch keine Fälle nachgewiesen.
FLI


Leitmotto des Tierschutzbundes zum Welttierschutztag

Der Deutsche Tierschutzbund hat sein Leitmotto zum Welttierschutztag am 4. Oktober bekannt gegeben. Der Tierschutzbund wird den Tag unter dem Motto "Eine Mehrheit für den Tierschutz - Bundestagswahl ist Tierschutzwahl" begehen. Der Verband fordert, dass von der Bundestagswahl neue Impulse für den Tierschutz ausgehen müssten. Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder betonte, dass in den letzten vier Jahren im Bereich Tierschutz nicht genügend geschehen ist und Versprechen aus dem Koalitionsvertrag nicht eingehalten wurden. Der Verband fordert u.a. weiterhin ein bundesweites Verbandsklagerecht im Tierschutz sowie eine grundlegende Novellierung des Tierschutzgesetzes. Zudem müsse die Finanzierung der Tierheime vor Ort sichergestellt werden und die Politik muss eine konkrete Strategie zum Ausstieg aus den Tierversuchen erstellen. Auch eine Nutztierstrategie inklusive eines Tierschutzlabels wird vom Deutschen Tierschutzbund gefordert.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


29.08.2017

DELTA-FLU erforscht Mechanismen der Geflügelpest

In dem Forschungsprojekt DELTA-FLU (Dynamics of avian influenza in a changing world) geht ein Konsortium aus insgesamt 10 hochrangigen Forschungsinstitutionen weltweit den Mechanismen des Geflügelpestvirus auf den Grund. DELTA-FLU ist am 1. Juni 2017 gestartet und wird von der Europäischen Union über fünf Jahre gefördert. Projektkoordinator ist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems. Erforscht werden die dynamischen Mechanismen der aviären Influenza-Viren in Geflügel und anderen Wirten sowie die viralen, wirtsbezogenen und umweltbedingten Faktoren, die für die Vermehrung und Ausbreitung entscheidend sind. Erst durch das bessere Verständnis dieser Mechanismen und Faktoren ist die Weiterentwicklung effektiver Diagnose-, Präventions- und Kontrollstrategien möglich. DELTA-FLU forscht weiterhin zu den Schlüsselfragen, wie sich Geflügelpestviren in der Wildvogelpopulation halten und über lange Distanzen verbreiten können, welche Faktoren für das Eindringen aviärer Influenzaviren in Nutzgeflügelbestände relevant sind und welche Rolle Schweine bei der möglichen Übertragung auf den Menschen spielen. Besonders von Bedeutung ist die Aufklärung der Mechanismen, die aus harmlosen Influenzaviren gefährliche Geflügelpesterreger machen.
FLI


Projekt zur Reduzierung von Antibiotika in der Schweinebesamung

Ein Bündnis von Partnern hat ein Forschungsprojekt auf den Weg gebracht, mit dem erforscht werden soll, inwieweit der Einsatz von Antibiotika im Rahmen der Konservierung von Schweinesperma reduziert werden kann. Bisher wird Antibiotika dem Schweinesperma im Rahmen der Konservierung zugefügt. Dies soll einerseits die Übertragung von Tierseuchen über das Sperma minimieren und andererseits den Keimgehalt im Sperma grundsätzlich reduzieren und so die Spermaqualität sicherstellen. In dem interdisziplinären Forschungsprojekt soll geprüft werden, ob das gleiche Ergebnis auch mit der Niedrigtemperaturkonservierung erreicht werden kann. Dann könnte der Einsatz von Antibiotika deutlich reduziert oder bestenfalls sogar komplett eingestellt werden. Dabei ist nicht nur die Behandlung des Spermas von Bedeutung. Grundsätzlich sind dafür optimierte Abläufe vom Stall über die Spermaverarbeitung im Labor bis hin zur Auslieferung, Lagerung und Verwendung des Spermas notwendig. All dies wollen die Projekpartner Förderverein Bioökonomieforschung e.V., das Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere Schönow e.V., die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V. sowie die Firma Minitüb im Rahmen von "AMIKOS" überprüfen. Das Projekt wird bis 2020 von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert.
Förderverein Bioökonomieforschung e.V.


Hundehalter haftet nicht für durchgehende Pferde nach Pfiffen auf der Hundepfeife

Ein Hundehalter haftet nicht dafür, dass Pferde durchgehen, wenn er seinen Hund mittels Pfiffen auf einer Hundepfeife zur Ordnung ruft. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichtes (OLG) Karlsruhe hervor. In dem beurteilten Fall hatte ein Hundehalter seinen Hund zu sich rufen wollen, als dieser zwei Reitern folgte. Da der erste Pfiff nicht die erwünschte Wirkung zeigte, erfolgte noch mindestens ein weiterer Pfiff. Der Hund folgte dann diesen Aufforderungen. Allerdings scheuten die Pferde und warfen ihre Reiter ab. Ein Reiter pochte hier auf Schmerzensgeld. Die Haftpflichtversicherung zahlte 1.000 Euro. Doch der Reiter forderte weitere 4.000 Euro und klagte diese vor dem Landgericht Karlsruhe ein. Das Gericht nahm an, dass der Hundehalter für 30 Prozent der Unfallfolgen hafte und nach dem ersten Pfiff nicht mehr hätte pfeifen dürfen. Beide Parteien legten gegen dieses Urteil Berufung ein. Das OLG wies die Klage grundsätzlich ab. Das Pfeifen wurde vom Gericht als nahe liegende Reaktion auf das Verhalten des Hundes eingestuft. Es konnte nicht festgestellt werden, dass die Schreckreaktion der Pferde durch den Hund ausgelöst wurde. Die Reaktion erfolgte durch die Pfiffe, die aber als sozialadäquat in der Situation eingestuft wurden.
OLG Karlsruhe


28.08.2017

Durchschnittlich 68 Hunde pro Quadratmeter Stadtfläche

In Dresden leben pro Quadratkilometer 41 Hunde. Das ergibt sich aus der Zahl der angemeldeten Hunde von rund 13.500, geteilt durch die Fläche der Stadt. Verglichen mit anderen Städten liegt die Anzahl der Hunde pro Quadratkilometer unter dem Bundesdurchschnitt von 68 Hunden. Am meisten Hunde leben mit 113 Tieren pro Quadratkilometer Stadtfläche in Berlin.
Dresdner Neue Nachrichten


MRSA-Sanierungsprogramm für Dänemark nicht erschwinglich

In Dänemark hat eine Expertengruppe errechnet, was es kostet, den dänischen Schweinebestand zu sanieren, um den multiresistenten MRSA-Keim (Methicillin-resistentes Bakterium Staphylococcus aureus) im Land zu tilgen. Die Experten schätzen die Kosten dafür auf mindestens 1,9 Mrd. Euro. Für die Kalkulation wurde ein bereits in Norwegen erfolgreich eingesetztes Sanierungsprogramm verwendet, im Rahmen dessen alle MRSA-positiven Schweinebestände gekeult wurden. Da in Dänemark Schätzungen zufolge jedoch 88 % der Betriebe mit dem MRSA-Erreger besiedelt sind, sind die anfallenden Kosten entsprechend hoch.
topagrar.de


Britische Geflügelhalter haben Antibiotikaeinsatz deutlich reduziert

Der Einsatz von Antibiotika in Geflügelmastbetrieben ist in Großbritannien deutlich zurückgegangen. Wie dem aktuellen Antibiotikabericht der britischen Absatzförderungsorganisation für Geflügel (BPC) zu entnehmen ist, sank die Antibiotikamenge binnen vier Jahren um 71 % auf 23,72 Tonnen. Aber damit nicht genug: im gleichen Zeitraum wurde die Geflügelfleischproduktion um 11 % auf 1,79 Millionen Tonnen gesteigert. Der Grund für den Rückgang der Antibiotikamenge soll in einem selektivern Einsatz liegen.
BPC


Geflügelpest H5N8 zurück in Deutschland

Im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt ist bei drei tot aufgefundenen Schwänen das Vogelgrippe-Virus H5N8 festgestellt worden. Das bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut als zuständiges Referenzlabor. Um den Fundort wurden Sperr- und Beobachtungsgebiet eingerichtet. Innerhalb des Sperrbezirks mit einem Radius von einem Kilometer gibt es neun Geflügelhalter mit 120 Tieren. Im Beobachtungsgebiet (3 km Radius) sind es 62 Geflügelhalter mit 1.239 Tieren. Diese müssen nun umgehend aufgestallt werden, wie der MDR berichtet. Für Hunde gilt Leinenzwang, Katzen dürfen nicht rausgelassen werden.
MDR


25.08.2017

Rentabilität der Schweineproduktion in 2016 gestiegen

In 2016 ist die Schweineproduktion in vielen Ländern wieder rentabeler geworden. Auch der globale Handel mit Schweinefleisch und Nebenprodukten expandiert weiter. "Steigende Ferkel- und Schlachtschweinepreise und konstante bzw. sinkende Futtermittelpreise führten sowohl in der EU als auch global zu einer höheren Rentabilität der Betriebe“, erläutert Dr. Claus Deblitz vom Braunschweiger Thünen-Institut für Betriebswirtschaft auf der diesjährigen Pig-Konferenz im niederländischen Wageningen. Zudem fokussiere sich der weltweite Handel mit Schweinefleisch weiter auf China. So hat auch Deutschland seine Exporte nach China in 2016 verglichen mit dem Vorjahr beinahe verdoppelt. Auch Spanien, Dänemark sowie die USA und Kanada nutzten den expandierenden Markt in China, um ihre Exporte auszuweiten.
Thünen-Institut


In der Schweiz ist Fleisch weltweit am teuersten

Die Verbraucherpreise für Fleisch unterscheiden sich weltweit stark. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, deren Berechnung auf der Kaufkraft basiert. Auf Platz 1 der Rankingliste steht die Schweiz. Hier ist Fleisch weltweit am teuersten. Auf Platz 2 steht Norwegen, gefolgt von Hong Kong. Aber auch Schweden und Finnland befinden sich auf den vorderen Plätzen, während Deutschland Platz 20 der 52 einbezogenen Länder einnimmt. Am wenigsten müssen die Verbraucher in der Ukraine und in Malaysia im weltweiten Vergleich für Fleisch zahlen.
Caterwings


Experten rechnen mit Aufgabe zahlreicher Schweinemäster in der Schweiz

Am 1. September 2018 endet in der Schweiz die Übergangsfrist der Tierschutzverordnung. Fortan gelten dann für die Ställe strengere Regeln und neue Auflagen, die für mehr Tierwohl und Tiergesundheit sorgen sollen. Unter anderem bedeutet dies, dass Vollspaltenböden verboten werden. Zwei Drittel jeder Bucht müssen als Liegefläche mit maximal 5% Schlitzanteil ausgestaltet sein. Außerdem haben Mastschweine fortan Anspruch auf mehr Platz. Experten gehen davon aus, dass zum Herbst 2018 zahlreiche Schweinemäster ihre Tiere abschaffen und die Mast aufgeben werden. Der Schweizerische Viehhändler-Verband rechnet mit netto 60.000 Mastplätzen, die dann in der Schweiz wegfallen werden.
topagrar.de
Schweizerischer Viehhändler Verband


24.08.2017

Rückrufaktionen von Lebensmitteln kommen häufig zu spät

Wichtige Lebensmittelwarnungen kommen bei den Verbrauchern oft nicht oder erst verspätet an, da sich Unternehmen und Behörden zu spät für einen erforderlichen Rückruf entscheiden. Das ist das Ergebnis des Reports "Um Rückruf wird gebeten", den die Verbraucherschutzorganisation foodwatch jetzt vorgestellt hat. Außerdem kritisiert foodwatch das staatliche Internetportal lebensmittelwarnung.de und bezeichnete es als gescheitert. Lena Blanken, Expertin für Lebensmittelhandel bei foodwatch, erklärte: "An allen Ecken fehlt es an Klarheit: Das Lebensmittelrecht lässt zu viele Spielräume, wann ein Rückruf erforderlich ist. Den Behörden sind oftmals die Hände gebunden, weil sowohl die Risikoeinschätzung als auch die öffentliche Warnung in erster Linie Aufgabe der Unternehmen ist."
ots


Zuschuss für Trichinenuntersuchung von Frischlingen soll Wildschweinbejagung fördern

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium hat ein Projekt für eine verstärkte Bejagung von Wildschweinen ins Leben gerufen. Indem das Land einen Großteil der Kosten für die Trichinenschau bei Frischlingen übernimmt, sollen die Jäger motiviert werden, mehr Tiere zu erlegen und so den Bestand zu verringern. Dies sei eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP), heißt es von Seiten des Landwirtschaftsministeriums. Das Pilotprojekt soll zeigen, ob eine Gebührenreduzierung um maximal 10 Euro einen wirksamen Anreiz für eine erhöhte Bejagungsbereitschaft darstellt. Zuletzt wurden im Osten Tschechiens mehr als 80 Fälle der Tierseuche bei Wildschweinen festgestellt.
Landwirtschaftsministerium NRW


23.08.2017

Bestand an Schweinen und Rindern in Österreich rückläufig

In Österreich ist der Schweinebestand innerhalb der vergangenen sechs Monate um 4,4 Prozent gesunken. Der Rinderbestand ging um 0,8 Prozent zurück. Das meldet Statistik Austria. Demnach gab es zum Stichtag 1. Juni 2017 2.669.000 Schweine und 1.938.000 Rinder in Österreich. Während die Anzahl der Ferkel und Jungschweine im Halbjahresvergleich um 0,8% auf 1,41 Millionen Tiere anstieg, sank der Gesamtbestand an Mastschweinen um 11,7% auf 1,01 Millionen Stück. Der Bestand an Zuchtschweinen blieb mit 241.000 Stück nahezu unverändert. Dabei wurden 93,5% der Schweine in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark gehalten. Bei den Rinder haltenden Betrieben sank die Zahl um 0,9% auf 60.000. Durchschnittlich wurden 32 Rinder je Bestand gehalten.
Meldung zum Schweinebestand
Meldung zum Rinderbestand


Große Ähnlichkeiten bei Allergien und Unverträglichkeiten von Mensch und Tier

Nicht nur der Mensch, sondern auch Haustiere leiden häufig an Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien. Das Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna und die Meduni Wien haben nun ein europäisches Positionspapier verfasst, das das Wissen zu Allergien und Intoleranzen gegen Lebensmittel bei Mensch und Tier bündelt. Denn der konsequente Vergleich von Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Mensch und Tier bietet Einblicke in Risikofaktoren für das Krankheitsgeschehen und kann damit zu verbesserten Empfehlungen für Prävention und Behandlung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Tier und Mensch beitragen. Denn u.a. wurde große Ähnlichkeiten bei tierischen und menschlichen Symptomen und Auslösern entdeckt. Allerdings ist bei Hund, Katze oder Pferd neben Magen-Darmbeschwerden zumeist die Haut das leidtragende Organ. „Asthma oder schwere Schockreaktionen wurde bei Tieren nur selten beobachtet“, so Erstautorin Isabella Pali-Schöll.Die genaue Kenntnis der auslösenden Moleküle aus diesen Allergenquellen ermöglicht gerade bei Nahrungsmittelallergien ein besseres Einschätzen des Risikos schwerer Reaktionen. Während die molekulare Allergie-Diagnostik zur besseren Risikoabschätzung für den Menschen schon recht weit ist, ist sie für Tiere bislang noch unausgereift und es besteht großer Forschungsbedarf. Ähnliches gilt für die richtigen Maßnahmen bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dafür ist eine genaue und umfassende Diagnose unumgänglich. Die Basis ist hier eine Eliminationsdiät, wobei alle bis dahin in der Nahrung enthaltenen Eiweißquellen vermieden werden.
Vetmeduni Vienna


Anstieg des Schweinebestandes in Nordrhein-Westfalen

Anfang Mai 2017 sind in Nordrhein-Westfalen 7,24 Millionen Schweine gehalten worden. Wie die amtliche Statistikstelle des Landes mitteilte, ist dies ein Bestandszuwachs gegenüber dem Ergebnis der repräsentativen Schweinezählung im November 2016 von 0,2 Prozent. In die Erhebung gingen alle Betriebe mit einem Mindestbestand von 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen ein. Dies waren rund 7.420 Betriebe. Im November 2016 waren es lediglich 7.380 Betriebe. Demnach ist die Zahl der Schweine haltenden Betriebe nicht wie erwartet gesunken, sondern gestiegen. In 5.990 Betrieben wurden Mastschweine, in 4.100 Betrieben Jungschweine unter 50 kg Lebendgewicht, in 2.420 Betrieben Ferkel, in 2.020 Betrieben Zuchtsauen ab 50 kg Lebendgewicht und in 1.550 Betrieben Eber zur Zucht gehalten.
Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen