Anmelden (Login) Registrierung

Aktuelle Meldungen

Die aktuellen Meldungen können auch als RSS Feed* abonniert werden.

*RSS-Feeds können einfach mit vielen aktuellen Browsern (z.B. Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer ab Version 7) sowie über verschiedene Email-Programme (z.B. Mozilla Thunderbird, Microsoft Outlook) und spezielle RSS-Reader abonniert werden und halten Sie so immer auf dem Laufenden.
Weitere Information über RSS-Feeds finden Sie hier: http://www.techfacts.net/rss-was-genau-ist-das-eigentlich

RSS button

Weitere aktuelle Meldungen zur Geflügelpest finden Sie hier.

23.05.2017

Backhaus übergibt Tierheimen Förderbescheide in Höhe von 307.000 Euro

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstütz elf Tierschutzvereine mit mehr als 307.000 Euro. Die Gelder müssen in Sanierungsmaßnahmen investiert werden, hieß es von Seiten des Landwirtschaftsministeriums. Im vergangenen Jahr wurden bereits 600.000 € vom Land an Fördermitteln investiert. Außerdem wird das Land die Umsetzung des Projektes zur Kastration von freilaufenden Katzen wieder mit 20.000 € fördern. „Die Arbeit des Tierschutzes ist stark auf ehrenamtliche Helfer, Spenden und auch auf öffentliche Gelder angewiesen. Der Staat ist für die tierschutzrechtlichen Rahmenbedingungen sowie deren Umsetzung und Weiterentwicklung verantwortlich. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat in der Koalitionsvereinbarung die besondere Bedeutung des Tierschutzes hervorgehoben. Sie möchte insbesondere die Überwachung der Einhaltung der Tierschutzvorgaben verbessern und verlassenen und gequälten Tieren ein artgerechtes, sicheres Umfeld garantieren“, betonte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV


22.05.2017

Jede zweite Zecke in Österreich ist Überträger von Krankheitserregern

In Österreich ist fast jede zweite Zecke mit Krankheitserregern infiziert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Hygiene und Angewandte Immunologie und Zentrum für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie der MedUni Wien. Demnach sind rund 30 Prozent aller Zecken in Österreich mit Borrelien, etwa 16 Prozent mit Rickettsien und vier Prozent mit dem Bakterium Candidatus Neoehrlichia mikurensis infiziert. Insgesamt wurden 554 Zecken von Wien bis Vorarlberg auf die von ihnen übertragenen Krankheitserreger untersucht. Die Studie ergab weiterhin, dass die Zecken im Vorarlberg am häufigsten mit Borrelien infiziert sind (33,9 %), gefolgt von Oberösterreich (28,3) und Tirol (27,9). Am niedrigsten ist das Risiko in Niederösterreich, hier ist nur etwa jede fünfte Zecke ein möglicher Überträger. Rickettsien waren dagegen vorwiegend in Zecken im Raum Wien nachzuweisen, etwa jede zweite Zecke ist hier damit infiziert. Auch bei Candidatus Neoehrlichia mikurensis waren die Zecken in Wien und Tirol mit knapp über 8 Prozent am häufigsten betroffen.
MedUni Wien


Schmidt spricht sich für Lokalanästhesie bei der Ferkelkastration aus

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat sich auf der Gründungsveranstaltung des neuen Bundesverbandes Rind und Schwein e.V. (BRS) für die Lokalanästhesie als weitere Alternative zur betäubungslosen Kastration ausgesprochen, die ab 2019 in Deutschland verboten sein wird. Weitere Alternativen sind die Kastration unter Narkose, die Immunokastration und die Jungebermast. Die Lokalanästhesie würde mit Procain oder Lidocain durchgeführt werden. Diese Wirkstoffe dürfen aber bislang nicht durch den Tierhalter eingesetzt werden. Daher fordern die Unterzeichner der sogenannten "Herriedener Erklärung", dass klinische Studien für den Einsatz von Procain zur Anwendung der örtlichen Schmerzausschaltung durch den Tierhalter durchgeführt werden. Hinzu kommt, dass Lidocain bislang nicht für das Schwein und die Indikation Ferkelkastration zugelassen ist. Dies müsse so schnell wie möglich erfolgen.
topagrar.de


BTK begrüßt Gesetzentwurf zum Verbot der Schlachtung hochträchtiger Tiere

Die Bundestierärztekammer (BTK) wertet den Gesetzentwurf der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD zum Verbot der Tötung hochträchtiger Tiere als Schritt in die richtige Richtung. Neben dem Verbot der Schlachtung hochträchtiger Tiere werden darin auch Mindestanforderungen für die Haltung von Pelztieren gesetzlich festgeschrieben. BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann zeigte sich erleichtert, dass die Bundestagsabgeordneten sich für den Tierschutz ausgesprochen haben, auch wenn es noch einige Kritikpunkte an dem Gesetzentwurf gebe. Die Delegiertenversammlung der BTK hatte bereits im April 2016 eine Resolution zur Schlachtung hochträchtiger Tiere verabschiedet. Es wurde seinerzeit betont, dass Feten zumindest im letzten Drittel der Trächtigkeit schmerzempfindlich sind und leiden, wenn sie aufgrund von Sauerstoffmangel bei der Schlachtung des Muttertieres langsam ersticken. Laut BTK könnte dies weiterhin passieren, wenn der aktuelle Gesetzentwurf angenommen wird. Denn der Entwurf sieht eine Ausnahme vom Schlachtverbot im letzten Drittel der Trächtigkeit vor, wenn Muttertiere die Feten aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zum Ende der Trächtigkeit austragen können. Die BTK hatte deshalb die Tötung solcher Muttertiere mittels eines hochdosierten Narkosemittels gefordert. Dieses würde über den mütterlichen Kreislauf auch das Ungeborene erreichen und so zu einer schmerzlosen Einschläferung auch des Fetus führen. Kritisiert wird von der BTK die Entscheidung, dass das Schlachtverbot zunächst nicht für Schafe und Ziegen vorgesehen ist. Diese Ausnahme wird von den Fraktionen mit dem mangelnden Kenntnisstand zu diesem Thema und der überwiegend extensiven Haltung begründet. Damit sei eine Feststellung des Decktermins schwieriger. Trotz der Kritikpunkte wertet es die BTK aber als Erfolg, dass endlich - die Diskussion wurde bereits im Jahr 2011 angestoßen - eine Regelung für mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung auf den Weg gebracht wurde.
BTK


19.05.2017

Milchviehhalter gehen von weiter steigenden Erzeugerpreisen aus

Der Milchmarkt zeigt sich aktuell in deutlich besserer Verfassung als vor einem Jahr. Das Angebot wichtiger Milchprodukte wie Butter oder Käse ist relativ knapp, die Nachfrage zieht an. Zugleich liefern die deutschen Milchviehhalter deutlich weniger Milch als in den Vorjahren an die Verarbeitungsunternehmen. Das stimmt die Milchviehhalter optimistisch, dass die Erzeugerpreise weiter steigen, erklärt das Landvolk Niedersachsen. Gleichzeitig warnte der Präsident des Landvolkes die Milchviehhalter, diese Tendenzen nicht erneut durch eine höhere Milchanlieferung zu gefährden. Der Markt brauche diese Phase der Erholung und Konsolidierung. Die niedersächsischen Milcherzeuger haben im vergangenen Jahr gerade einmal gut 25 Cent je Kilogramm Milch erhalten, nach Einschätzung des Landvolkes ein deutlich zu geringer Preis. Derzeit bewegt sich der Auszahlungspreis auf einem Niveau von 31 bis 33 Cent je Kilogramm.
Landvolk Niedersachsen


Aktuelle Risikoeinschätzung des FLI zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am Donnerstag eine aktualisierte Risikobewertung zur Einschleppung und zum Auftreten von hoch pathogenen Viren der Aviären Influenza vom Typ H5 vorgelegt. Das FLI verweist darauf, dass in Deutschland zwischen Anfang November 2016 und Mitte Mai 2017 mehr als 1.150 Geflügelpestfälle bei Wildvögeln in Deutschland nachgewiesen wurden. Zudem wurde in 107 Fällen das Virus in Tierhaltungen nachgewiesen. Im April und Mai wurde jeweils ein Fall bei gehaltenen Vögeln nachgewiesen. Außerdem kommt es bei Wildvögeln auch noch sporadisch zu Fällen bei Wildvögeln. Damit scheint nach Ansicht des FLI die Epidemie anzuklingen. Diese war die schwerste und am längsten andauernde Epidemie, die bisher in Europa beobachtet wurde. Insgesamt waren 29 Länder betroffen. Neben H5N8 trat in sieben Staaten auch ein Erreger vom Typ H5N5 sowie in Griechenland ein Erreger vom Typ H5N6 auf. Außerhalb Europas meldeten Russland, Israel, Ägypten, Tunesien, Nigeria, Uganda, Kamerun, Iran, Nepal und Indien Geflügelpestausbrüche mit dem HPAI H5N8 Virus. HPAI H5N1 ist in Asien und einigen Ländern Afrikas endemisch. Darüber hinaus zirkulieren in Asien weitere mit HPAIV H5N1 verwandte H5-Stämme. Obwohl die aktuelle Epidemie abzuklingen scheint, sollten die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben weiterhin oberste Priorität besitzen, um einen Eintrag des Erregers in die Betriebe zu vermeiden. In der aktuellen Bewertung wird das Risiko der Einschleppung von H5-Viren asiatischen Ursprungs nach Deutschland durch die illegale oder die legale Einfuhr sowie innergemeinschaftliches Verbringen und durch Personen- und Fahrzeugverkehr als gering eingeschätzt. Das Risiko durch Wildvögel wurde von den Epidemiologen als gering-mäßig bezeichnet.
FLI


18.05.2017

Abgeordnete sprechen sich für Schlachtverbot trächtiger Tiere aus

Der Agrarausschuss hat sich für ein Verbot der Schlachtung trächtiger Tiere im letzten Drittel der Trächtigkeit ausgesprochen. Die Tötungen trächtiger Tiere aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung und auch Notschlachtungen sollen jedoch weiterhin möglich sein. Von dem Schlachtungsverbot ausgenommen sind jedoch Schafe und Ziegen, da hier eine Trächtigkeit nur sehr schwer festgestellt werden könne. Die SPD stellte jedoch fest, dass perspektivisch das Verbot auf Schafe und Ziegen ausgeweitet werden soll.
topagrar.de


Nestzerstörung für den Bau von Windkraftanlagen keine Seltenheit

In Planungsgebieten für Windkraftanlagen kommt es immer wieder zu illegalen Nest- oder Brutbaumzerstörungen von Brutplätzen streng geschützter Arten wie Rotmilanen, Seeadlern, Schwarzstörchen, Baumfalken, Schreiadlern und Uhus. Jäger und Falkner sehen die Ursache in den erhöhten Auflagen, die sich für Grundbesitzer und Betreiber aus dem Vorkommen von geschützten Arten auf die Zulassung der Anlagen ergeben. Bei der mutwilligen Zerstörung von Nestern handelt es sich um eine Straftat, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Allerdings liegt die Aufklärungsquote bei nahezu Null. Der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Deutsche Falkenorden (DFO) fordern daher einen besseren Schutz der gefährdeten Horste und konsequente Strafverfolgung. „Es kann nicht sein, dass die Energiewende auf dem Rücken der heimischen Artenvielfalt ausgetragen wird“, kritisierte DJV-Präsident Hartwig Fischer. „Schreiadler und Rotmilane sind ebenso schützenswerte Arten wie der Wolf“, gibt DFO-Bundesvorsitzender Hans-Albrecht Hewicker zu bedenken. „Das Zerstören von Nestern ist keine Ordnungswidrigkeit, es ist eine Straftat, und diese Straftat muss härter verfolgt werden.“
DJV


BMEL sucht Praktiker für mehr praxisnahe Rechtsetzung

Dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) liegt eine praxisnahe Rechtsetzung am Herzen. Deshalb soll ein Netzwerk aus Praktikern aus Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft und Fischerei aufgebaut werden, um praxisnahen Input zu ausgewählten, aktuellen Fragen zu erhalten. Denn tagtäglich verrichten die Bäuerinnen und Bauern wertvolle Arbeit, die auf einem oft über Generationen weitergegebenen Erfahrungsschatz beruht, den das BMEL nutzen möchte, erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die Idee. Interessierte Praktiker können sich bis zum 5. Juni 2017 um einen Platz im in diesem Netzwerk bewerben. Bewerben können sich Einzelperson, die nicht Vertreter eines Verbandes und unabhängig von Verbandsmeinungen sind.
BMEL


17.05.2017

Biber in Deutschland wieder weit verbreitet - Jäger fordern Überarbeitung der Schutzrichtlinie

Es gab Zeiten, da galt der Biber in Europa als nahezu ausgerottet. Wie Jäger und Naturschützer berichten, konnten sich die Bestände jedoch wieder erholen. Sichtungen zwischen 2006 und 2015 in Deutschland zeigen, dass beispielsweise in Brandenburg in 41 Prozent der Reviere Biber leben. Das Kerngebiet des Bibers liegt nach Angaben der WILD-Experten im Nordosten Deutschlands mit Schwerpunkten entlang der Flüsse Elbe, Havel, Spree, Oder, Peene, Recknitz, Elde und Uecker sowie ihren Nebenarmen. Weitere Biber-Kerngebiete gibt es im Osten und Südosten Baden-Württembergs entlang der Donau und den Ausläufern der Regnitz. Ausgehend von großen Fließgewässern breitet sich der Biber ins Umland aus, ist anpassungsfähig und hat wenig Scheu vor dem Menschen. Auf der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow bescheinigten auch die Minister dem possierlichen Tier das Erreichen eines günstigen Erhaltungszustandes. Bei der nächsten Umweltministerkonferenz im Herbst soll es daher einen Erfahrungsaustausch zum Bibermanagement in Deutschland geben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert in diesem Zusammenhang mehr Handlungsspielraum für Jäger. Nur so könne die Akzeptanz für den Artenschutz in der Bevölkerung der ländlichen Räume gewahrt werden, sagte DJV-Vizepräsident Dr. Volker Böhning in Anspielung auf die Eigenart der Biber, Deiche zu unterhöhlen und Flutgräben zu stauen. Gleichzeitig forderte der Verband die Überarbeitung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie).
DJV


Kakadus können mit Werkzeug umgehen

In der Tierwelt gibt es nur wenige Tierarten, die Werkzeuge benutzen können. Dazu gehören Neukaledonische Krähen und einige Primaten. Aber noch weniger Tierarten können Werkzeuge selbst herstellen. An der Vetmeduni Vienna fanden Wissenschaftler heraus, dass der indonesische Goffin-Kakadu dazu imstande ist. Darüber hinaus kann er sogar auf sein Werkzeug aufpassen, falls er es erneut benötigt. Üblicherweise werden diese Fähigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben. Dem Kakadu gelang es dagegen, sich diese Fähigkeiten selbst beizubringen, ohne dass er dafür Erbanlagen besitzt. Die Forscher hatten für ihren Versuchsaufbau fünf Belohnungen so verpackt, dass sie nur mit Hilfe eines Stöckchens zu erhalten waren. Nach einer kurzen Lernphase gelang dies den Tieren. Und zusätzlich sorgten sie sich noch um ihr Werkzeug, falls sie es erneut benötigen sollten. Waren die fünf Belohnungen angebracht, sicherten die Tiere das Werkzeug oft einfach dadurch, dass sie es in den Krallen hielten. Waren die Belohnungen höher verpackt, ließen sie das Werkzeug in der vorherigen Box stecken und sicherten es mit dem Fuß. "Den schlauen Papageien war nach wenigen Versuchen klar, dass sie das Werkzeug vor allem dann wiederverwenden sollten, wenn sie schneller an die Belohnungen in den höheren Boxen kommen wollten", sagt Alice Auersperg vom Messerli Forschungsinstitut der Vetmeduni Vienna. Auch die Bewegungsmuster mussten die Tiere von Box zu Box verändern und dies gelang den Tieren ebenfalls.
Vetmeduni Vienna


16.05.2017

Hessischer Tierschutzpreis erneut ausgeschrieben

Vor 21 Jahren wurde der hessische Tierschutzpreis erstmals ausgeschrieben. Mittlerweile ist dies laut Umweltministerin Priska Hinz zur guten Tradition geworden. Mit dem Preis sollen Personen oder Organisationen ausgezeichnet werden, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für den Tierschutz engagiert haben. Dabei wurden in den letzten Jahren verschiedenste Organisationen ausgezeichnet. Hinz verweist auf das vergangene Jahr, als das Tierheim Beuern ausgezeichnet wurde. Dort konnte gezeigt werden, wie sich illegal importierte Welpen unter strengen Quarantänebedingungen tierschutzgerecht entwickeln können, wenn sie intensive und fachkundige Betreuung erfahren. Auch auf die Auszeichnung des Vereins Meerschweinchen in Not e.V. verweist die Ministerin, da dieser Verein sich besonders um Tiere verdient gemacht hat, die im Tierschutz sonst keine ausreichende Beachtung finden. Der Hessische Tierschutzpreis ist mit 3.000 Euro dotiert. Bewerbungen können noch bis zum 31. Mai beim Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingereicht werden.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Pelztierhaltung und Schlachtung trächtiger Rinder im Bundestag

Der Deutsche Bundestag wird sich am 18. Mai in seiner Sitzung mit einem Gesetzentwurf der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD beschäftigen, mit denen die Pelztierhaltung geregelt sowie die Schlachtung hochträchtiger Tiere verboten werden soll. Die Pelztierhaltung soll mit dem Gesetz grundsätzlich mit einem Erlaubnisvorbehalt untersagt werden. Dafür sollen die bisher in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung festgelegten Regelungen als gesetzliche Mindestanforderungen übernommen werden. Damit wird eine Haltung von Pelztieren grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Die Fraktionen gehen aber davon aus, dass eine Pelztierthaltung dann nicht mehr wirtschaftlich möglich ist, wenn diese Mindestanforderungen eingehalten werden müssen. Bestehende Nerzhaltungen würden mit Inkrafttreten des Gesetzes statt der bisherigen Erlaubnis eine vorläufige Erlaubnis erhalten. Diese würde erlöschen, wenn nicht innerhalb von fünf Jahren eine Erlaubnis beantragt wird. Bezüglich der Schlachtung hochträchtiger Tiere verweisen die Fraktionen darauf, dass es bisher keine rechtsverbindlichen Regelungen zu diesem Thema gibt. Deshalb soll ein Verbot der Abgabe trächtiger Tiere im letzten Drittel der Trächtigkeit zur Schlachtung eingeführt werden. Ausnahmen sollen gelten für die Nottötungen sowie Tötungen im Rahmen von Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen. Zudem soll die Regelung, die eine Verfütterung von tierischen Fetten an Wiederkäuer untersagt, aufgehoben werden. Die gesetzlichen Regelungen könnten bereits am Donnerstag zur Abstimmung gelangen.
Deutscher Bundestag


15.05.2017

Neuer Bundesverband Rind und Schwein soll noch diese Woche als Verein eingetragen werden

In dieser Woche soll es zur offiziellen Verschmelzung der Interessenverbände der deutschen Rinderzüchter und Schweineproduzenten zum „Bundesverband Rind und Schwein“ kommen. Zeitgleich mit der Eintragung ins Vereinsregister werden sich die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR), der Bundesverband Deutscher Fleischrinderzüchter und -halter (BDF), der Deutsche Holstein Verband (DHV) und der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) auflösen. Diesen Schritt begründen die beteiligten Verbände mit dem Wandel, dem die Nutztierhaltung und die Landwirtschaft in Deutschland unterliegen. Durch einen gemeinsamen Verband und ein geeintes Vorgehen soll die Nutztierhaltung in Deutschland gesichert und zukunftsfähig gestaltet werden. Das berichtet topagrar unter Berufung auf Agra Europe. In Berlin soll in dieser Woche bereits die erste Mitgliederversammlung des neuen Bundesverbandes stattfinden.
topagrar.de


12.05.2017

Interaktive Storymaps zu von Vektoren übertragenen Krankheiten

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sogenannte "Storymaps" zu 36 von Vektoren übertragenen Krankheiten veröffentlicht. Mit diesen Storymaps sollen auf anschauliche Weise Informationen über diese Erkrankungen vermittelt werden. Dabei werden Informationen zu Verbreitung und dem Risiko der Einschleppung in die EU und auch zu Präventions- und Kontrollmaßnahmen anschaulich dargestellt. Die dargestellten Krankheiten betreffen sowohl Menschen als auch Tiere. Z.B. sind Informationen zur Blauzungenkrankheit, der Afrikanischen Schweinepest oder dem West Nil-Virus enthalten. Entwickelt wurden die Storymaps im Rahmen eines wissenschaftlichen Gutachtens. Dieses soll Risikomanager bei der Priorisierung von Kontrollmaßnahmen unterstützen. Das Tool ist öffentlich zugänglich. Dabei wurde besonderer Wert auf Transparenz gelegt. Die Daten und Informationen, die von den Sachverständigen genutzt wurden, sind deshalb aufgeführt.
EFSA


Brandenburgs Tierschutzbeauftragter hat Amt angetreten

Bereits Ende April hat der Tierschutzbeauftragte des Landes Brandenburg sein Amt angetreten. Die Einrichtung der Stelle des Tierschutzbeauftragten ist ein Ergebnis der "Volksinitiative gegen Massentierhaltung", wie das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) mitteilt. „Die Anbindung des Landestierschutzbeauftragen erfolgt als Stabstelle bei der für den Verbraucherschutz zuständigen Staatssekretärin des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz, um seine Unabhängigkeit zu gewährleisten. Dies entspricht dem Willen der Volksinitiative und dem Beschluss des Landtages“, so Minister Stefan Ludwig. Berufen auf die Stelle wurde der Tierarzt Dr. Stefan Heidrich, der Fachtierarzt für das öffentliche Veterinärwesen ist.
MdJEV


Startschuss für Errichtung des Referenzzentrums für die Echtheit und Integrität der Lebensmittelkette

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat die Einrichtung eines Nationalen Referenzzentrums für der Echtheit und Integrität der Lebensmittelkette (NRZ-EIL) beschlossen. Das Zentrum soll am Standort Kulmbach des Max-Rubner-Instituts (MRI) errichtet werden. Schmidt sagte dazu, dass die wesentliche Aufgabe des Referenzzentrums sein wird, die in Deutschland vorhandenen Untersuchungsmethoden und Untersuchungsergebnisse zur Echtheit und Integrität der Lebensmittelkette weiterzuentwickeln, zusammenzutragen, zu bündeln und auszuwerten. Zudem wird es als nationale Kontaktstelle eng mit dem geplanten europäischen Referenzzentrum zusammenarbeiten.
BMEL


11.05.2017

West Nil - Risiko in Österreich noch gering

Aktuell ist das Risiko, sich in Österreich mit dem West Nil-Virus zu infizieren und daran zu erkranken, noch gering. Darauf weist die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) in einer aktuellen Übersicht hin. Demnach wurde erstmals im Jahr 2012 festgestellt, dass es auch in Österreich möglich ist, sich mit dem Virus zu infizieren. Die damals nachgewiesenen Fälle stammten aus den Jahren 2009 und 2010. Seitdem ist die Anzahl der West Nil-Fälle in Österreich beim Menschen weiterhin sehr niedrig. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise sechs Fälle dokumentiert. Allerdings ist mittlerweile bekannt, dass das Virus auch in Tierpopulationen vorkommt. So wurde erstmals im Jahr 2008 das Virus bei Greifvögeln in Österreich nachgewiesen. In 2016 wurde dann erstmals eine durch West Nil verursachte Enzephalomyelitis bei einem Pferd diagnostiziert. Im Stall des betroffenen Tieres wurden dann auch mit dem Virus infizierte Stechmücken nachgewiesen, die das Virus übertragen. Da es für den Menschen keinen Impfstoff gibt, liegt das Hauptaugenmerk auf der Prophylaxe: der Vermeidung von Mückenstichen. Dies gilt auch für Hunde und Katzen, bei denen die Erkrankung in der Regel symptomlos verläuft.
AGES


Verbraucher sorgen sich um Milchpreise und sind skeptisch gegenüber der Haltung

Die deutschen Verbraucher sorgen sich einerseits um die Existenz der Milchbauern, sind aber andererseits skeptisch, ob die Landwirte sich ausreichend um das Wohlergehen der Tiere kümmern. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa in Zusammenarbeit mit den Landesvereinigungen der Milchwirtschaft in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchgeführt hat. In der vorhergehenden Umfrage aus dem Jahr 2015 machte sich noch kaum einer der Befragten Sorgen über die Existenzprobleme der Milchbauern. In der aktuellen Umfrage sagten dies immerhin zehn Prozent der Befragten explizit und spontan. Bei der Frage, wer die Interessen der Milchbauern am besten in der Öffentlichkeit vertrete, kam die Politik schlecht weg. Nur 19 Prozent der Befragten gaben hier die Politik an. 66 Prozent sagten, dass die Milchbauern dies selbst am besten machen würden. Auf dem nächsten Platz folgte mit 57 Prozent der Deutsche Bauernverband. Und selbst die Verbraucherschutzverbände kamen hier auf 52 Prozent. Gesunken ist das Vertrauen der Verbraucher darin, dass sich die Milchwirtschaft stark für Wohlergehen der Tiere einsetzt und es den Tieren in modernen Milchviehbetrieben gut geht. 55 Prozent glaubten dies nicht. Dieser Wert ist gegenüber 2015 sogar noch um acht Prozent gestiegen. Das wichtigste Thema in der Umfrage war, wie bereits in der Umfrage 2015, der Milchpreis. Dieser beschäftigte 2017 74 Prozent der Befragten am stärksten. Im Jahr 2015 sagten dies allerdings noch 85 Prozent.
ots


Ciguatera-Fischvergiftungen in Europa

Vergiftungen mit dem Ciguatoxin kommen eigentlich in Europa nicht vor, trotzdem werden sie in Europa in den letzten Jahren vermehrt beobachtet, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtet. Das Ciguatera-Toxin wird eigentlich von Algen gebildet, die in tropischen und subtropischen Ländern vorkommen. Diese Algen werden von pflanzenfressenden Fischen aufgenommen. Über Raubfische, die wiederum diese Fische fressen, kann das Toxin dann in die Nahrungskette gelangen. Seit 2008 beobachten Spanien und Portugal Ausbrüche von Ciguatoxin-Vergiftungen auf den Kanaren und auf Madeira. Und auch in Deutschland gab es seit 2012 jedes Jahr mindestens einen Ausbruch mit bis zu 20 betroffenen Personen. Auf Grund dieser Entwicklung haben europäische Wissenschaftler das Projekt EuroCigua ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Risiken von Ciguatoxin in Europa zu charakterisieren und darüber hinaus verlässliche Methoden zur Identifizierung und Quantifizierung von Ciguatoxin in Fisch und Mikroalgen in europäischen Gewässern zu erarbeiten. Problematisch hierbei ist, dass Ciguatoxine in sehr niedrigen Konzentrationen wirksam sind und in vielen verschiedenen chemischen Strukturen vorliegen. Eine Methode zur routinemäßigen Analyse liegt bisher nicht vor. Weiterer Hintergrund des Projektes ist, dass vermutet wird, dass die Toxine zunehmend im Mittelmeer vorkommen.
BfR


10.05.2017

Tierschutzorganisationen fordern Verbot von gewerblichen Tierbörsen

Anlässlich der Bundestagswahl 2017 hat der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) gemeinsam mit verschiedenen Tierschutzorganisationen an die Bundestagsabgeordneten appelliert, den Handel mit Tieren auf gewerblichen Tierbörsen zu verbieten. Denn für eine tierschutzgerechte Heimtierhaltung und eine gelungene Mensch-Tier-Beziehung ist es wichtig, dass Tierhalter die Bedürfnisse ihrer Tiere kennen und artgerecht mit ihnen umgehen können. Eine solch notwendige, sachgerechte Beratung kann beim Kauf von Heim- und Wildtieren über das Internet und andere gewerbliche Tierbörsen in der Regel nicht sichergestellt werden. Zudem besteht die Gefahr der Beeinträchtigung des Tierwohls bei wiederholtem Transport, Lagerung und Präsentation der Tiere. Deshalb fordern der ZZF und andere, dass gewerbliche und überregionale Tierbörsen verboten werden. Tierbörsen von Züchterverbänden, auf denen Privatpersonen in kleinem Umfang Nachwuchs aus eigener Tierhaltung verkaufen oder tauschen, können unter verbindlichen Auflagen von diesem Verbot ausgenommen werden.
ZZF


Blauzungenkrankheit in Frankreich rückt näher an deutsche Grenze heran

Seit Beginn des Jahres rücken die Fälle der Blauzungenkrankheit durch das Blauzungenvirus (BTV) in Frankreich offenbar weiter in Richtung deutscher Grenze vor. Darauf verweist das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in der aktuellen Ausgabe des "Radar Bulletin". Demnach wurden in Frankreich im April 2017 insgesamt 33 Ausbrüche mit dem Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) gemeldet. Dies bedeutet ein Rückgang der gemeldeten Fälle, denn im März wurden 136, im Februar 186 und im Januar gar 252 Fälle gemeldet. Von großer Bedeutung für Deutschland ist allerdings, dass sich die Fälle offenbar auf die deutsche Grenze in Richtung Osten zubewegen. Damit betreffen die 150 Kilometer Umkreise auch Gebiete der Schweiz, Belgiens, Luxemburgs sowie der Bundesländer Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Saarland. Die Verantwortlichen dieser Länder haben sich allerdings darauf geeinigt, vorerst keine Restriktionszonen einzurichten, solange die inländischen Tierpopulationen nicht betroffen sind. Neben dem BTV-8 in Frankreich sind in Italien weiterhin BTV-4 und BTV-1 aktiv. Aufgrund der akuten Gefahr der Einschleppung nach Deutschland wird den Tierhaltern weiterhin dringend die Impfung ihrer Tiere gegen BTV-8 und BTV-4 angeraten. Die Impfung ist auf freiwilliger Basis möglich.
Radar Bulletin des FLI


09.05.2017

Zwei H5N8 - Fälle in Großbritannien

Nachdem in Großbritannien mehr als zwei Monate keine Fälle der Aviären Influenza nachgewiesen wurden, sind Anfang Mai gleich zwei Fälle in kleinen Tierhaltungen nachgewiesen worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurden beide Fälle im Ort Thornton in Lancashire nachgewiesen. Ein Betrieb hielt sieben Hühner und zwei Enten. Der andere Betrieb hielt insgesamt 34 Stück Geflügel. In beiden Betrieben wurde die Tötung der Tiere angeordnet und die Einrichtung von Schutzzone und Beobachtungsgebiet um die Betriebe herum eingeleitet.
OIE


Erstmals seit 1997 wieder Milzbrand in der Schweiz

In der Schweiz ist erstmals nach 20 Jahren wieder ein Fall von Milzbrand aufgetreten, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit mitteilt. Betroffen ist ein Rind aus dem Jura, das aus einer insgesamt 80 Tiere zählenden Herde stammt. Das betroffene Tier ist verstorben. Der letzte Fall von Milzbrand war in der Schweiz im Jahr 1997 aufgetreten.
OIE


08.05.2017

Bundesregierung lehnt Videoüberwachung des Schlachtvorgangs ab

In Schlachthöfen in Deutschland dürfen nur Tiere geschlachtet werden, die bewusstlos sind. Aber immer wieder wird von Schlachtungen von Tieren berichtet, bei denen die Betäubung nicht ausreichend wirksam war. Um dies künftig zu verhindern, war die Einführung einer Kamerapflicht in Schlachthöfen im Gespräch. Jedoch gibt es hierbei erhebliche arbeits- und datenschutzrechtliche Bedenken, so die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Maria Flachsbarth. Daher habe sich die Bundesregierung nach einer ministeriellen Prüfung dagegen entschieden, auch wenn mit Hilfe von Videoüberwachungssystemen, die im Falle einer unwirksamen Betäubung die sofortige Einleitung erforderlicher Maßnahmen gewährleisteten könnten, die tierschutzrechtlichen Anforderungen besser einzuhalten seien.
topagrar.de


Neuer Typ des Caninen Parvovirus in Australien nachgewiesen

In Australien wurde erstmals der Stamm 2c des Caninen Parvovirus (CPV-2c) nachgewiesen, wie die University of Adelaide berichtet. Der Stamm wurde erstmals im Jahr 2000 in Italien nachgewiesen und hat sich seitdem auf der Welt verbreitet. Auch in Deutschland ist der Stamm aktiv. In den USA wurde der Stamm erstmals im Jahr 2006 nachgewiesen. Australien war bisher von diesem Virusstamm verschont geblieben. Die australischen Forscher belegen nun, dass der Stamm in den letzten zwei Jahren in South Australia und Victoria nachgewiesen worden war. Zudem habe es noch Verdachtsfälle in Queensland und im Northern Territory gegeben. Da allerdings keine erhöhte Sterblichkeit von Hunden in Australien erkennbar ist, glauben die Forscher, dass ein Alarm nicht notwendig ist. Allerdings müsse man wachsam sein und den neuen Erreger und die Entwicklung beobachten.
Univbersity of Adelaide


05.05.2017

Aktuelle Risikoeinschätzung des FLI zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat eine aktualisierte Risikoeinschätzung zum Auftreten der Aviären Influenza veröffentlicht. Das FLI weist daraufhin, dass seit Mitte März die Anzahl der Neumeldungen von Fällen bei Wildvögeln mit dem Virus vom Typ H5N8 deutlich zurückgegangen ist. Zudem wurde in Deutschland der letzte Fall bei gehaltenen Vögeln am 6. April nachgewiesen. In anderen Ländern Europas erfolgte die letzte Meldung am 25. April aus Schweden. Deshalb geht das FLI davon aus, dass die Epidemie langsam abklingt. Insgesamt kam es in Deutschland zu 91 Nachweisen in Geflügelhaltungen und 15 in Zoos bzw. Tierparks. Ob die Epidemie nicht nur in Deutschland sondern europaweit tatsächlich abklingt, muss aus Sicht des FLI noch abgewartet werden. Als besonders problematisch werden die massiven Ausbruchsserien in Hausgeflügelbeständen mit verschiedenen hoch- und niedrigpathogenen H5-Viren in Frankreich und einigen Balkanländern beurteilt. Hier bestünde die Gefahr, dass das Virus bei Kontakt zwischen infizierten Wassergeflügelbeständen und Wildvögeln jederzeit erneut in die Wildvogelpopulation eingetragen werden könne. Grundsätzlich wird in Deutschland auf Grund zunehmender Temperaturen und UV-Strahlung das Risiko eines Eintrags des Virus in Nutzgeflügelhaltungen und Zoos durch direkten Kontakt mit Wildvögeln abhängig von der Region als gering bis mäßig eingestuft. Das FLI misst dem Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einer Infektion weiterhin oberste Priorität bei. Das Verschleppen des Virus zwischen Geflügelhaltungen muss unbedingt vermieden werden. Eine grundsätzliche Stallhaltungspflicht für Geflügel sieht das FLI aktuell nicht mehr als notwendig an. Das Erlassen einer Stallpflicht sollte stattdessen risikobasiert erfolgen.
FLI


04.05.2017

Verbraucherschutzminister wollen Ausweitung der Kennzeichnungspflicht für tierische Produkte

Auf der Jahreskonferenz in Dresden Ende vergangener Woche haben sich die Verbraucherminister von Bund und Ländern darauf geeinigt, die Kennzeichnungspflicht für tierische Lebensmittel ausweiten zu wollen. So sollen künftig auch die Legehennenhaltung und das Ursprungsland von verarbeiteten Eiern angegeben sowie eine Herkunfts- und Haltungskennzeichnung für Fleisch und Fleischprodukte eingeführt werden.
topagrar.de


Neue Erkenntnisse zum Elefanten-Herpesvirus Typ 1

Wissenschaftler der Universität Zürich (Schweiz) haben neue Erkenntnisse zur Verbreitung der Herpesviren vom Typ 1 bei Elefanten gewonnen. Dieses Virus kommt beim asiatischen Elefanten vor und ist besonders für Jungtiere eine Bedrohung. Auch in der Schweiz waren in den letzten Jahren drei Tiere am Elefanten-Herpes verstorben. Seit einiger Zeit steht die Möglichkeit der Diagnostik mit Hilfe sogenannter Rüsselspülproben zur Verfügung. Damit kann diagnostiziert werden, ob ein Tier mit dem Virus infiziert ist. Dabei fanden die Forscher heraus, dass die Tiere in verschiedene Ausscheidertypen eingeteilt werden können. Es gibt solche Tiere, die das Virus nicht oder nur selten ausscheiden und solche, die das Virus häufig ausscheiden. Diese letztgenannten werden als sogenannte "Superspreader" bezeichnet und sind für die Mehrzahl der Infektionen verantwortlich. Dies konnten die Forscher auch für die drei in der Schweiz verstorbenen Jungtiere nachweisen. Diese standen in engem Kontakt zu einer Elefanten-Kuh, die als Superspreader identifiziert wurde. Alle drei Tiere starben am Virus vom Subtyp 1A. Die verstorbenen Tiere stammten von Nicht-Ausscheidern ab, während die Nachkommen der Superspreaderin verschont blieben. Mathias Ackermann weist daraufhin, dass Herpesviren nicht nur bei Zootieren ein Problem sind. Auch in den Ursprungsländern der Elefanten sind die Viren weit verbreitet und Erkrankungsfälle sind sowohl aus der asiatischen als auch der afrikanischen Wildnis bekannt.
Universität Zürich


03.05.2017

Meyer wirbt für Schutzimpfung von Rindern und Schafen gegen die Blauzungenkrankheit

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer hat an die Schaf- und Rinderhalter im Land appelliert, ihre Tiere vor dem Start der warmen Jahreszeit und damit der Mückensaison vorsorglich gegen die Blauzungenkrankheit impfen zu lassen. Zwar grassiere das Virus derzeit noch nicht wieder in Deutschland, aber in Nachbarländern. Der Ausbruch, dieser durch Stechmücken übertragenen Tierseuche führt zu erheblichen Handelsbeschränkungen und großem Tierleid. Eine Impfung gewähre einen Schutz vor dem Ausbruch der Krankheit und geimpfte Tiere könnten aus sogenannten Restriktionsgebieten heraus transportiert werden. Voraussetzung ist aber, dass die Impfung 60 Tage zurückliegt. „Ich empfehle den Landwirten unbedingt eine vorbeugende Impfung. Das schützt nicht nur die Tiere, sondern auch die Bauern vor eventuell enormen wirtschaftlichen Verlusten", sagte Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer. Die Impfung muss allerdings von der zuständigen Veterinärbehörde genehmigt werden.
Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Preise für Milch und Butter steigen

Der 1. Mai ist der Stichtag für neue Halbjahresverträge zwischen Molkereien und Handelskonzernen für Trinkmilch sowie eine Reihe von Milchprodukten. Diesmal konnten die Molkereien höhere Preise für Milch mit den Konzernen vereinbaren. In der Folge führt dies zu steigenden Preisen für Milch und Butter bei den Discountern Aldi Nord und Aldi Süd. Daher wird der Preis für Milch um bis zu fünf Prozent steigen, der für Butter um bis zu 8,4 Prozent. Es wird erwartet, dass sich andere Discounter an den Aldi-Preisen orientieren. Dennoch ist die Milchkrise des vergangenen Jahres für die Milchviehhalter noch nicht überwunden, da die Milchbauern nach wie vor an den Folgen des über viele Monate hinweg ruinösen Milchpreises zu knabbern haben. Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) sind aber weitere Preisanhebungen erforderlich. Für einen Liter Rohmilch bekämen die Bauern derzeit im Schnitt etwa 30 Cent, für ein kostendeckendes und nachhaltiges Wirtschaften bräuchten die Milchbauern jedoch mehr als 40 Cent je Liter. Die aktuellen leichten Preissteigerungen für Milch sind in den Augen des BDM die Folge der noch verhaltenen Milchanlieferung. Die mit dem 2. EU-Hilfspaket verknüpfte zeitlich befristete Mengendisziplin hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die ab dem 2. Halbjahr abzeichnende Markterholung stabilisieren konnte. "Angesichts der immer noch äußerst angespannten Situation auf den Milchbetrieben müssen die aktuellen Preissteigerungen sofort und unmittelbar an die Milchviehhalter weitergegeben werden", fordert BDM-Vorsitzender Romuald Schaber.
BDM
Proplanta


02.05.2017

Bürokratie kann Milchtankstellenbetreibern zum Verhängnis werden

Im Zuge der Milchkrise sind viele Milchtankstellen entstanden, die sich bei den Verbrauchern auch großer Beliebtheit erfreuen. Doch nun droht die Bürokratie das Fortbestehen der Milchtankstellen. Der Grund: sie fallen unter das Mess- und Eichgesetz. Dieses schreibt vor, dass der Käufer eine Quittung für seine gekaufte Ware verlangen kann. Dafür sind die meisten Milchspender jedoch nicht ausgerüstet und eine Nachrüstung ist teuer. Die Partei Freie Wähler Bayern hat jetzt von der bayerischen Staatsregierung eine Ausnahmegenehmigung für Milchtankstellen vom Mess- und Eichgesetz gefordert, damit der Verkauf von Milch auch künftig in bewährter Weise ohne Kassenbeleg erfolgen kann. "Wir brauchen dringend einen Umsetzungsstopp durch eine Übergangsregelung. In der Zwischenzeit muss auf Bundesebene die Gesetzesanpassung erfolgen", erklärte Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler im bayerischen Landtag.
Finanzen.net


Streunerkatzen brauchen Hilfe- so können Sie helfen!

Allein in Deutschland leben rund zwei Millionen herrenlose Katzen. Dieses Leben ist alles andere als leicht, im Gegenteil, diese Katzen kämpfen tagein, taugaus ums Überleben. Der Grund für das viele Elend sind eine unkontrollierte Vermehrung durch unkastrierte Hauskatzen, die verantwortungslose Halter ins Freie lassen. Aber nur wenn jeder seine Katze kastriert, bevor er sie ins Freie lässt, kann dieses Elend wenigstens langfristig gestoppt werden. Der Deutsche Tierschutzbund möchte nun das Katzenelend mit einer Kampagne sichtbar machen, um mehr Bewusstsein für diese Verantwortung zu schaffen. Jeder kann sich durch einen Aufkleber und ein gepostetes Foto dieses angebrachten Aufklebers an der Kampgagne beteiligen. Der Aufkleber, der sich u.a. super für das Wartezimmer der Tierarztpraxis eignet, kann beim Deutschen Tierschutzbund kostenfrei angefordert werden. Der Deutsche Tierschutzbund fordert zudem seit langer Zeit die Einführung einer flächendeckenden, möglichst bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten (Umsetzung von §13b Tierschutzgesetz). Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, sammeln die Tierschützer Unterschriften von Unterstützung über ein Online-Formular. Außerdem möchten sie das Leid der Streunerkatzen auch kurzfristig lindern und haben eine Bauanleitung für eine Schlafbox für Straßenkatzen inkl. Video veröffentlicht, die leicht nachzubauen ist.
Kastrationskampagne und Bauanleitung
Abstimmen für Kastrationspflicht


BMEL dotiert Tierschutz-Forschungspreis erneut 2017 mit 25.000 Euro

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat den 36. Tierschutz-Forschungspreis ausgeschrieben. Dieser ist seit 2016 mit 25.000 Euro dotiert. Gesucht werden Forschungsarbeiten, die dazu beitragen, Tierversuche zu ersetzen oder ihre Anzahl zu verringern. Denn Tierversuche dürfen grundsätzlich nur dann durchgeführt werden, wenn keine alternativen Methoden zur Verfügung stehen. Es können aber neben wissenschaftlichen Arbeiten, die helfen, Tierversuche zu ersetzen und zu verringern, auch Arbeiten eingereicht werden, die zur Verbesserung der Haltungsbedingungen für Versuchstiere beitragen. Die Bewerbungsunterlagen müssen dem BMEL bis zum 31. Mai 2017 vorliegen.
BMEL


Tierschutz-Festival Berlin

Am 6. Mai 2017 findet in Berlin im Hof der KulturBrauerei wieder das Tierschutz-Festival statt. Es wird vom Deutschen Tierschutzbund zusammen mit dem Tierschutzverein für Berlin organisiert. Von 13 bis 19 Uhr stehen Talks und Infos rund um das Thema Tierschutz, vegan-vegetarische Foodstände, ein Kinderprogramm der Tierschutzjugend und viel Musik auf dem Programm. Der Eintritt ist frei.
Deutscher Tierschutzbund


28.04.2017

Polizei rettet mehr als 60 Tiere aus der Obhut einer Tierärztin in Landau

Eine 50-jährige Tierärztin aus dem Kreis Südliche Weinstraße in Landau hat mehr als 60 Tiere unter grausigen Umständen gehalten. Dies teilte die Polizeidirektion Landau mit. Zuvor hatte die Polizei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Landau die Wohn- und Geschäftsräume der Tatverdächtigen durchsucht. Dabei fanden die Beamten 44 Hunde und 18 Katzen, die vollkommen verwahrlost in Räumen eingesperrt waren, die massiv mit Schmutz und Fäkalien verdreckt waren. Die Begehung der Räumlichkeiten war den Einsatzkräften nur mit entsprechenden Schutzanzügen möglich. Die aufgefundenen Tiere der Tatverdächtigen wurden von dem Veterinäramt mit Hilfe von verschiedenen Tierschutzorganisationen in Tierheimen untergebracht. Außerdem wurden von der Polizei auch drei Kängurus sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Tierärztin wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und des Abrechnungsbetruges. Außerdem steht die Frau im Verdacht, Hunde und Katzen nicht artgerecht gehalten und unzureichend versorgt zu haben. Darüber hinaus wird sie verdächtigt, tierärztliche Leistungen abgerechnet zu haben, die sie tatsächlich nicht erbracht haben soll.
ots


Fledermaus-Tollwut im Landkreis Borken

Im nordrhein-westfälischen Landkreis Borken ist bei einer aufgefundenen Fledermaus das Virus der Fledermaus-Tollwut nachgewiesen worden, wie der Landkreis mitteilte. Die Amtstierärzte des Kreises warnen ausdrücklich davor, Fledermäuse, die womöglich geschwächt am Boden liegen, ohne dicke Handschuhe anzufassen, da eine Übertragung des Virus auf Menschen und andere Säugetiere möglich ist. Im vorliegenden Fall war zunächst versucht worden, das Tier wieder aufzupäppeln. Als dies nicht gelang, zogen die Betreuer einen Tierarzt zu rate, der dann die Behörden einschaltete, da er einen Tollwut-Verdacht hatte. Die Fledermaus-Tollwut ist in Deutschland endemisch und wird immer wieder nachgewiesen. Im Kreis Borken wurde der letzte Fall vor rund zwei Jahren festgestellt.
Kreis Borken


Koalitionsfraktionen wollen Pelztierhaltung und Schlachtung trächtiger Tiere verhindern

Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben einen Gesetzentwurf vorgelegt, wodurch die Pelztierhaltung in Deutschland verboten werden soll. Dabei handelt es sich um ein Pelztierhaltungsverbot mit Erlaubnisvorbehalt. Dies würde dann zwar grundsätzlich eine Haltung erlauben, jedoch wären Mindestanforderungen an die Haltung definiert, die so hoch sind, dass eine Haltung unter Berücksichtigung dieser Voraussetzungen und der wirtschaftlichen Notwendigkeiten faktisch nicht möglich wäre. Zudem fordern die Fraktionen das Verbot der Schlachtung von Säugetieren im letzten Drittel der Trächtigkeit. Ausnahmen sollen hier für Schafe und Ziegen gelten. Zudem sollen Tötungen im Rahmen von Maßnahmen zur Tierseuchenbekämpfung sowie Notschlachtungen weiterhin möglich sein. Nachdem das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) festgestellt hat, dass eine Verfütterung von tierischen Fetten an Wiederkäuer kein erhöhtes BSE-Risiko für die Verbraucher erwarten lässt, wollen die Fraktionen zudem das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch ändern. Die Verfütterung von Fetten aus Geweben warmblütiger Landtiere und von Fischen sowie von Mischfuttermitteln an Nutztiere wie Wiederkäuer soll dann wieder zulässig sein.
Deutscher Bunbdestag


27.04.2017

Katze nach wie vor beliebtestes Haustier der Deutschen

Die Deutschen lieben Haus- und Heimtiere. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 31,6 Millionen Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel gehalten. Hinzu kamen zahlreiche Zierfische und Terrarientiere. Insgesamt gab es in 44 Prozent aller Haushalte in Deutschland Heimtiere. Dabei sind Heimtiere vor allen bei Familien mit Kindern beliebt. 61 Prozent aller Familien mit Kindern hatten ein Heimtier und 19 Prozent aller Haushalte mit Tieren besaßen mindestens zwei Heimtiere. Aber auch bei den Singles oder in den Paarbeziehungen erfreuen sich Haustiere immer größerer Beliebtheit. Dies sind die Ergebnis einer repräsentativen Erhebung, die der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) beim Marktforschungsinstitut Skopos in Auftrag gegeben hat. Am beliebtesten unter den Haustieren ist die Katze (13,4 Millionen Katzen in 22 Prozent der Haushalte), gefolgt vom Hund (8,6 Millionen Hunde in 17 Prozent der Haushalte) und den Kleintieren (5 Millionen Kleintiere in 6 Prozent der Haushalte). Die Zahl der Ziervögel betrug im Jahr 2016 4,6 Millionen in 4 Prozent der Haushalte. Zudem gab es im selben Zeitraum 2 Millionen Aquarien sowie 1,6 Millionen Gartenteiche mit Zierfischen in jeweils 4 Prozent der Haushalte in Deutschland. Die Zahl der Terrarien wurde mit 700.000 in 1 Prozent der Haushalte angegeben.
ZZF


Schmidts Tierwohllabel stößt nicht auf viel Gegenliebe

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat nun die lang ersehnten Kernelemente des staatlichen Tierwohllabels vorgestellt. Demnach wird das Label zwei Stufen umfassen, eine Eingangs- und eine Premiumstufe. Die Kriterien der Eingangsstufe sollen deutlich über dem gesetzlichen Mindeststandard und den Anforderungen der Brancheninitiative Tierwohl liegen. So versetze das Tierwohllabel die Verbraucher in die Lage, unter Berücksichtigung des Tierwohls hergestellte tierische Produkte zu erkennen und in ihre Kaufentscheidung miteinzubeziehen. Voraussichtlich müssen sie für solche Produkte mit einem Preiszuschlag von etwa 20 Prozent rechnen. Dadurch würden der zusätzliche Aufwand und die zusätzlichen Kosten des Landwirts beglichen. Derzeit arbeitet das BMEL am begleitenden Gesetzentwurf zur Einführung des Tierwohllabels. Das Gesetz wird die wesentlichen Eckpunkte und den Rahmen für die Verordnung, in der die Details geregelt werden sollen, vorgeben. Jedoch können die ersten Betriebe frühestens 2018 zertifiziert werden. Zu welchem Zeitpunkt die Produkte jedoch letztlich in den Regalen liegen werden, hängt auch von den Umstellungsprozessen ab. Inzwischen hagelte es jedoch harsche Kritik an den Plänen Schmidts von Seiten der Tierschützer, die die Vorgaben als zu lasch einstuften, während die Landwirte die Pläne für ambitioniert halten. Bauernpräsident Joachim Rukwied erklärte, die Bauern gingen bei den Plänen zwar grundsätzlich mit, jedoch sei eine Verzahnung mit der bestehenden Initiative von Landwirtschaft und Handel zwingend notwendig. Dabei zahlen Supermarktketten in einen Fonds ein, aus dem freiwillig teilnehmende Bauern für Tierwohl-Investitionen honoriert werden.
BMEL
Proplanta


Amtstierärzte beklagen Personaldefizit

Die Mandatsträger des Bundesverbandes der beamteten Tierärzten (BbT) haben im Rahmen ihrer Frühjahrstagung in Bad Staffelstein auf ein erhebliches Personaldefizit in der Veterinärverwaltung hingewiesen. Der aktuelle Ausbruch der Geflügelpest und die Zunahme von Tierschutzproblemen würden dies belegen. Die Personalverantwortlichen in den Ländern, Landkreisen und kreisfreien Städten hätten bisher nicht die notwendigen Schritte eingeleitet, um die Personalsituation zu verbessern. Der BbT hat deshalb ein eigenes Projekt gestartet, um zu einer konkreten Bedarfsermittlung zu kommen. "Nach unserer Ansicht ist es zwingend erforderlich, die bewährten Strukturen der integrierten Ämterin den unteren Verwaltungsbehörden massiv zu stärken," erläutert BbT-Präsident Dr. Holger Vogel. "Wir sind der Auffassung, dass diese Organisationsform die beste ist, um den vielfältigen Anforderungenan unseren Beruf gerecht zu werden."
BbT


26.04.2017

Höchste Zeit für einen nationalen Bienenaktionsplan

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Aurelia Stiftung haben umfassende Maßnahmen zum Schutz bestäubender Insekten wie Bienen und Hummeln gefordert. Es sei höchste Zeit für einen nationalen Bienenaktionsplan. Angesichts schwindender Bestände bei den zur Befruchtung von Nutz- und Wildpflanzen wie Obstbäumen, verschiedenen Gemüsesorten, Kräutern und Blumen unverzichtbaren Bestäuberinsekten müsse Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt endlich seine Zusagen für mehr Bienenschutz umsetzen. Die Umweltschützer machen vor allem die industrielle Landwirtschaft für den Rückgang der Bienen verantwortlich. "Pestizide, Monokulturen und die reduzierte Pflanzenvielfalt gefährden Bestäuber wie Honigbienen, Wildbienen und Hummeln. Wird der Artenverlust bei den Insekten nicht gestoppt, gefährdet dies nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch die Nahrungsmittelproduktion", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Außerdem müssten Unkrautvernichter wie Neonikotinoide und Glyphosat verboten werden. "Pestizide sind mitverantwortlich für das Bienenvölkersterben. Es geht nicht an, dass die EU-Kommission von den Imkern fordert, ihre Bienenvölker andernorts aufzustellen, wenn mit einer erhöhten Pestizidbelastung zu rechnen ist. Die Tatsache, dass im Honig erhebliche Rückstände von Pestiziden nachweisbar sind, ist höchst beunruhigend für Imker und Verbraucher", sagte Thomas Radetzki, Vorsitzender der Aurelia Stiftung. Dies bestätigen auch umfangreiche wissenschaftliche Belege. "Wissenschaftliche Untersuchungen haben die massive Schädigung von Bienen durch zugelassene Mittel wie Neonikotinoide und Glyphosat bewiesen", sagte Werner Kratz, Ökotoxikologe und Privatdozent an der Freien Universität Berlin. Neben einem Verbot und schärferen Zulassungsbedingungen von Pestiziden bedarf es laut Meinung der Umweltschutzverbänden jedoch auch der Erhaltung und der Wiederherstellung vielfältiger Lebensräume, einer ökologisch ausgerichteten Landwirtschaft sowie der Einführung eines Langzeit-Monitorings der Insektenbestände.
BUND
Nationaler Bienenaktionsplan


TÄHAV-Entwurf trifft auf Ablehnung

Der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegte Entwurf zur Novellierung der Tierärztlichen Hausapothekenverordnung (TÄHAV) wird von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) abgelehnt. Dies stellte der Minister im Rahmen des 36. Internationalen Veterinärkongresses des Bundesverbandes der beamteten Tierärzte (BbT) klar, wie der bpt berichtet. Backhaus verwies demnach darauf, dass der Entwurf rechtsunsichere Bestimmungen enthalte. Deshalb will Backhaus eine Bundesratsinitiative starten. Ziel soll es sein, eine neue TÄHAV erst im Jahr 2019 vorzulegen. Dabei könnten dann die geplante Novelle des Arzneimittelgesetzes sowie die neuen Regelungen der EU zu Tierarzneimitteln berücksichtigt werden. In der Zwischenzeit sollten gemeinsam mit den beamteten und praktizierenden Tierärzten Lösungen entwickelt werden.
bpt


25.04.2017

Niedersachsen startet Label Pro Weideland

Niedersachsen hat ein neues Label für Milch auf den Markt platziert, das für garantierte Weidehaltung der Kühe bürgen soll. Das Label "Pro Weideland - Deutsche Weidecharta" wird seit Beginn dieser Woche vermarktet. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90 / Die Grünen) geht sogar soweit, dass er in dem neuen Label den Beginn eines neuen Zeitalters für die niedersächsischen Milchbauern sieht. "Endlich kann ihre Leistung für Grünland und Tierwohl entlohnt werden", freute sich Meyer. Niedersachsen hat das Weidemilchprogramm mit einer halben Million Euro unterstützt. Für das neue Label haben sich die Landwirte mit den Umweltschutzverbänden NABU und BUND mit Vertretern von Molkereien, Wissenschaft und Tierschutz auf gemeinsame Kriterien geeinigt. Meyer sieht darin eine außergewöhnliche Versöhnung von Landwirtschaft und Umweltschutz. Auch Schleswig-Holstein und Bremen sind der zugrunde liegenden Charta "Pro Weideland" beigetreten. Zu den Kriterien, die die teilnehmenden Milcherzeuger einhalten müssen, gehört u.a., dass die Tiere an mindestens 120 Tagen im Jahr für mindestens sechs Stunden pro Tag auf der Weide gehalten werden müssen und ihnen dort ausreichend Platz und frisches Gras zur Verfügung steht. Zudem darf nur gentechnikfreies Futter verwendet werden.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


BMEL prüft Wildtierhaltungsverbot in Zirkussen

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) prüft das vom Bundesrat geforderte Verbot einer Haltung von Wildtieren im Zirkus. Wie der Deutsche Bundestag berichtet, stellt sich diese Prüfung als nicht ganz einfach dar. Denn die Regelungen, wie sie der Bundesrat fordert, würden in die Grundrechte von Tierlehrern und Zirkusunternehmen eingreifen. Deshalb muss eine umfassende Folgenabschätzung vorgenommen werden, wie aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hervorgeht. Die Bundesregierung will demnach Stellung nehmen, sobald die Prüfung über das Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen für den Erlass entsprechender Regelungen abgeschlossen ist. Der Bundesrat fordert u.a., dass die Haltung von Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörnernund Flusspferden in Zirkusunternehmen untersagt wird.
Deutscher Bundestag


Heimtiermarkt weiter auf Wachstumskurs

Die deutsche Heimtierbranche war auch im vergangenen Jahr auf Wachstumskurs, wie der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) mitteilt. Demnach stieg der Umsatz im Fach- und Lebensmitteleinzelhandel gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro an. Dazu kommen noch mehr als 500 Millionen Euro Umsatz aus dem Onlinehandel. Der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung stieg dabei leicht um 0,4 Prozent auf 3,17 Milliarden Euro. Hier zeichnete sich für unterschiedliche Tierarten ein unterschiedliches Bild. Demnach setzte der Markt für Hundefutter seinen Wachstumstrend der vergangenen Jahr fort. Der Umsatz stieg gegenüber 2015 um 2,3 Prozent auf 1,354 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren hier besonders die Segmente Feuchtfutter und Snacks mit einem Wachstum von 4,1 bzw. 3,3 Prozent. Der Markt für Katzenfutter musste dagegen leichte Einbußen hinnehmen. Hier sanken die Umsätze um 0,4 Prozent auf noch 1,6 Milliarden Euro. Einbußen gab es auch bei den Segmenten Kleintier-, Zierfisch- und Ziervogelfutter. Hier sanken die Umsätze um 4,2, 6,7 bzw. 2,3 Prozent auf noch 115 Millionen, 56 Millionen bzw. 43 Millionen Euro. Wachstum zeigte dagegen der Bereich Bedarfsartikel und Zubehör. Hier stiegen die Umsätze gegenüber 2015 um 2,5 Prozent auf 977 Millionen Euro.
ZZF


Europas Landwirte gewinnen Zuversicht zurück

Nach den Ergebnissen des DLG-Trendmonitors aus dem Frühjahr 2017 haben die europäischen Landwirte ihr Stimmungstief überwunden und schauen wieder mit Zuversicht auf die aktuelle und die zukünftige Geschäftsentwicklung. Noch im vergangenen Jaht waren die Landwirte Europas im Stimmungstief. Aktuell wird die Geschäftslage wieder deutlich positiver bewertet und auch die Investitionsbereitschaft steigt wieder an. Grund für die Verbesserung der Stimmungslage ist die aktuelle Besserung der Preise an den Märkten für Getreide, Milch und Schweinefleisch. So haben sich die Getreidepreise stabilisiert, auch wenn sie im Vergleich der letzten Jahre noch auf einem moderaten Niveau liegen. Im Bereich der Schweine steht ein gegenüber dem Vorjahr knapperes Angebot einer anhaltend hohen Nachfrage gegenüber. Insbesondere der Export entwickelt sich hier positiv. Neben den gestiegenen Erzeugerpreisen sind zudem die Kosten für Eiweißfuttermittel und weiterhin moderate Preise für Futtergetreide für ein verbessertes Preis-Kostenverhältnis verantwortlich. Den Milcherzeugern kommt nicht nur entgegen, dass die Milchanlieferungen EU-weit unter dem Vorjahresniveau liegen. Auch wichtige globale Milchexporteure bieten weniger Milch an als noch im vergangenen Jahr. Für den Trendmonitor wurden 700 Landwirte in Deutschland, 700 in Frankreich, 500 in Polen und 350 in Großbritannien befragt.
DLG


24.04.2017

Baden-Württemberg entwickelt 5-Punkte-Plan für künftige Geflügelpestausbrüche

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat eine Bilanz der Geflügelpest gezogen und einen 5-Punkte-Plan vorgestellt, mit dem man für künftige Ausbrüche besser gewappnet sein will. Grundsätzlich stellte Hauk fest, dass das das baden-württembergische Vorgehen richtig war. Frühzeitiges und konsequentes Handeln der Veterinärbehörden sowie ein umsichtiges Agieren der Geflügelhalter habe verhindert, dass der Erreger auf Nutzgeflügelbestände übergriff. Zudem entspanne sich die Situation im Land. In Baden-Württemberg wurde der letzte Fall bei einem Wildvogel bereits Ende Februar festgestellt. Dies ermögliche es, die risikoorientierte Stallpflicht aufzuheben. "Ende der Stallpflicht ja, komplette Entwarnung nein. Die Gesunderhaltung unserer Nutztierbestände ist angewandter Tierschutz und eine zentrale Daueraufgabe", erklärte der Minister. Mit einem 5-Punkte-Plan will man sich für künftige Ausbrüche der Aviären Influenza besser wappnen. Diese Punkte sind die Biosicherheitsmaßnahmen als zentrales Element, Erarbeitung von Empfehlungen durch die Task Force Tierseuchenbekämpfung Baden-Württemberg, verstärkte Fortsetzung des Monitorings von Wildvögeln, Einführung verbesserter Regelungen für Kleinst- und Rassegeflügelhalter sowie eine Abstimmung der Vermarktungsregelungen für Eier auf ein länger andauerndes Geflügelpestgeschehen.
MLR Baden-Württemberg