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Weitere aktuelle Meldungen zur Geflügelpest finden Sie hier:
10.01.2012Aigner will Antibiotikaeinsatz reduzieren und Verstöße schärfer ahnden
Im Zuge der aktuellen Diskussionen um Antiobiotikaeinsatz und Resistenzen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) angekündigt, Maßnahmen zu ergreifen, um den Einsatz weiter zu reduzieren. Gegenüber der "Passauer Neuen Presse" (PNP) gab Aigner an, dass der Antibiotikaeinsatz auf ein absolut notwendiges Maß reduziert werden soll. Allerdings wies Aigner gegenüber der PNP auch daraufhin, dass jedes Gesetz immer nur so gut sei, wie die Kontrolle. Deshalb sollten die Bundesländer verstärkt dafür Sorge tragen, dass die Regelungen auch umgesetzt werden.
PNP
27.12.2011Schmallenberg Virus jetzt auch bei Lämmern in Belgien festgestellt
Nach Deutschland und den Niederlanden ist das Schmallenberg Virus nun auch bei Lämmern in Belgien nachgewiesen worden. Seit Anfang Dezember 2011 konnte eine ansteigende Zahl Aborte und Geburten missgebildeter Lämmer im Norden des Landes beobachtet werden. Das Tiergesundheitszentrum von DGZ Vlaanderen hat die betroffenen Tiere untersucht und bei einigen Wasserköpfe und Anzeichen einer mangelhaften Entwicklung sowie Gliedmaßendeformationen festgestellt. Außerdem konnte das belgische Referenzlabor für Tierseuchen (CODA-CERVA) bei drei Lämmern das Schmallenberg Virus im Thymus nachweisen. Die betroffenen Lämmer stammten aus einem Betrieb nahe der niederländischen Grenze.
ISID
2012 treten zahlreiche Änderungen in Kraft
Im kommenden Jahr treten zahlreiche Änderungen in Kraft, u.a in den Bereichen Lebensmittelkennzeichnung, Verbesserungen beim Tierschutz, Umstellungen in der Agrarförderung, höhere Standards zum Schutz der Fischbestände u.v.m. So sind Eier aus konventioneller Käfighaltung dann EU-weit verboten. Die letzten an die Produktion gekoppelten EU-Beihilfen fallen weg. Das Tierschutzrecht wird geändert und der Einsatz erneuerbarer Energien wird gesteigert. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) informiert auf seiner Webseite über die wichtigsten Änderungen 2012 im Detail.
BMELV
Geflügelpest in Hong Kong
Auf einem Großmarkt in Hong Kong ist bei einem toten Huhn eine Infektion mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H5N1 nachgewiesen worden. 17.000 Hühner mussten daraufhin gekeult werden. Wie lid berichtet, wurde außerdem der Großmarkt bis Mitte Januar 2012 geschlossen und ein Importverbot für Lebendgeflügel verhängt.
lid
23.12.2011Weihnachtsgeschenke für Tiere sollten artgerecht sein
Viele Tierhalter möchten zu Weihnachten auch ihren Vierbeiner etwas verwöhnen und beschenken. Das Angebot der Zoofachläden und Supermärkte bietet dafür allerhand Auswahl. Allerdings sollten Tierhalter bei der Wahl des Spielzeuges darauf achten, dass es auch artgerecht ist, appelliert der Deutsche Tierschutzbund e.V. Entscheidend sollten nicht Eigenschaften wie "bunt, dekorativ und pflegeleicht", sondern vielmehr, ob es dem angeborenen Spieltrieb des Tieres ausreichend gerecht wird. Außerdem muss gewährleistet sein, dass keine Verletzungsgefahr besteht. Zu kleine Spielzeuge oder die Innenteile von quietschenden Gegenständen können im Eifer des Spiels verschluckt werden. Spielsachen, die beim Zerkauen splittern, können Verletzungen verursachen. Von folgenden Spielzeugen rät der Tierschutzbund generell ab: Tennisbälle für Hunde, Röhrensysteme aus Plastik für Hamster sowie Hamsterautos oder Hamsterkugeln. Aber auchSpiegel oder Plastikvögel für Wellensittich- oder Kanarienvögel sind kein Ersatz für einen zwingend notwendigen Partner.
Deutscher Tierschutzbund e.V.
BfR legt Abschlussbericht zum EHEC-Ausbruch 2011 vor
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat seinen Abschlussbericht zum EHEC-Ausbruch 2011veröffentlicht. Der Wissenschaftsband gibt einen chronologischen Überblick zum Ausbruchsgeschehen und den BfR-Risikobewertungen sowie auch Empfehlungen zum Schutz vor zukünftigen Ausbrüchen. Bei dem EHEC-Ausbruch von Mai bis Juli 2011 handelte es sich um den größten Ausbruch mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) seit dem Zweiten Weltkrieg. In Deutschland verstarben 53 Menschen und 3.842 Menschen erkrankten zum Teil sehr schwer. Als Infektionsquelle konnten nach langer Ungewissheit schließlich importierte Bockshornkleesamen aus Ägypten identifiziert werden.
BfR
22.12.2011Achtung: Zecken lauern im Weihnachtsbaum
Aufgrund der weiterhin recht milden Temperaturen warnt Judith Brettmeister von der aktion tier-Geschäftsstelle München vor Zecken im Weihnachtsbaum. Erst wenn die Temperaturen dauerhaft auf unter sieben Grad fallen, begeben sich Zecken in die sogenannte Winterruhe. "Steigen die Temperaturen wieder, dann werden die Zecken sofort wieder aktiv und hungrig", so Brettmeister. Sie begeben sich an erhöhte Plätze wie Gräser, Büsche und auch Tannenbäume, um dort auf einen vorüberziehenden Wirt zu lauern. Im warmen Wohnzimmer erwachen sie dann zu neuem Leben. So könne es beim Schmücken schon mal zu einem Zeckenbiss kommen. Daher ist es ratsam, den Baum vor dem Aufstellen draußen noch einmal kräftig zu schütteln. Im Haus kann man dann ein weißes Leintuch unter dem Baumständer ausbreiten und den Baum noch einmal kräftig auf dem Boden stoßen. Nach einiger Zeit sollte dann das Leintuch auf Zecken kontrolliert werden, die auf dem weißen Tuch gut zu erkennen sind. Hunde und Katzen sollten solange fern gehalten werden.
Aktion Tier e.V.
Wildtierhaltungsverbot in Östereich vom Verfassungsgerichtshof bestätigt
Der Österreichische Verfassungsgerichtshof hat seine Entscheidung veröffentlicht, mit der er das im Tierschutzgesetz geregelte Haltungsverbot von Wildtieren bestätigt. Gegen dieses generelle Verbot hatte das deutsche Zirkusunternehmen Crone geklagt. Es hatte sich dabei darauf berufen, dass es zu einer Einschränkung seiner Erwerbsausübung kommt und eine Regelung gefordert, die ein Antragsverfahren vorsieht. Das Unternehmen hatte darauf verwiesen, dass ein in Deutschland noch erlaubtes Programm mit Wildtieren in Österreich nicht durchführbar ist. Der Verfassungsgerichtshof bestätigte in seinem Urteil den Passus des Tierschutzgesetzes und verwies darauf, dass dem Gesetzgeber weitgehende Rechte zur Einschränkung der freien Berufsausübung zustehen, wenn dies begründet werden kann. In diesem Fall wird der Tierschutz höher bewertet, auch weil es im Zirkus nur sehr schwer möglich sei, die Haltungsanforderungen von Wildtieren zu erfüllen.
VFGH Österreich
21.12.2011Salmonellen-Bekämpfung zeigt Erfolg
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat den Rückgang der Salmonellenbelastung bestätigt. Das hat die Auswertung der bundesweit erhobenen Daten für den nationale Zustandsbericht 2010 im Rahmen des EU-weiten Salmonellen-Bekämpfungsprogramms bestätigt. In Deutschland wurden dafür von den zuständigen Behörden der Länder sowie die Lebensmittelunternehmer Proben in den landwirtschaftlichen Betrieben genommen, die vom BfR auswertete. Demnach wurden im Jahr 2010 bei 0,3 % der Herden von Zuchthühnern und 0,2 % der Herden von Masthähnchen bekämpfungsrelevante Salmonellen nachgewiesen. Im Vorjahr lag diese Rate noch bei 0,9 % bzw. 0,4 %. "Damit verstetigt sich der Trend, der sich bereits in den Vorjahren abzeichnete. Immer weniger Geflügelherden sind mit Salmonellen belastet", so BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, "die Maßnahmen zur Bekämpfung greifen." Bei Legehennen lag die Nachweisrate bei 1,9 % und ist damit ebenfalls niedriger als in den Vorjahren. 2009 wurden bei 4,8 % bzw. 2008 bei 2,7 % der beprobten Legehennenherden bekämpfungsrelevante Salmonellen nachgewiesen. Bei Zuchtputen wurden wie bereits in der Grundlagenstudie keine Salmonellenbefunde berichtet, bei Mastputen sind in geringem Maße (0,6 %) Salmonellen ermittelt worden. Das festgesetzte Gemeinschaftsziel ist damit eingehalten bzw. erreicht worden. Dieses sieht vor, dass höchstens 1 % der beprobten Zuchthühner-, Masthähnchen- und Putenherden mit bekämpfungsrelevanten Salmonellen kontaminiert sind, für Legehennenherden gilt eine Reduktion der Rate aus dem Vorjahr um mindestens 10 % (also z.B. von 4,8 % auf 4,3 %). Das Salmonellen-Bekämpfungsprogramm gemäß der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 beinhaltet neben Maßnahmen zum Schutz vor Salmonellen, wie z.B. einer Impfpflicht für Legehennenherden in Ländern mit hohen Salmonellenraten und strenge Regeln für das Futter, auch ein Überwachungsprogramm.
BfR
NRW will neue Vorschriften für Pelztierfarmen streng überprüfen
Das nordrhein-westfälische Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz will die seit dem 12. Dezember 2011 geltenden neuen Vorschriften für Pelztierfarmen streng überprüfen. Die neuen Vorschriften, die auf einem Bundesgesetz beruhen, sehen vor, dass Pelztieren wie Nerz, Iltis, Fuchs, Marderhund, Sumpfbiber und Chinchilla ab dem 12. Dezember 2011 mehr Raum zur Verfügung gestellt werden muss. Die betroffenen Unternehmen hatten fünf Jahre Zeit, die Vorschriften umzusetzen. Nach Angaben des Ministerium müssen in Nordrhein-Westfalen noch sechs Unternehmen die Vorschriften sofort umsetzen. Sollten sie dem nicht nachkommen, sollen Bußgelder festgesetzt und die Pelztierhaltung untersagt werden.
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen
Bundestagsabgeordneter Priesmeier fordert Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Tierarzt Dr. Wilhelm Priesmeier fordert eine drastische Senkung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung. Priesmeier teilte mit, dass jede unsachgemäße Anwendung von Antibiotika das Risiko der Entstehung resistenter Keime erhöhe und bereits multiresistente Keime vorliegen, denen Antibiotika nichts mehr anhaben können. Um mehr Transparenz zu schaffen, fordert Priesmeier die Speicherung der Daten der verabreichten Antibiotika für jeden landwirtschaftlichen Betrieb und jedes Tier in einer zentralen Datenbank. Priesmeier fordert, umgehend die rechtlichen Grundlagen für dieses Monitoring zu schaffen. Zudem sollten Landwirte und die betreuenden Tierärzte zukünftig Gegenmaßnahmen einleiten, sobald in einem Betrieb hohe Antibiotikamengen eingesetzt werden, und ein Konzept zur Verbesserung des Hygiene- und Gesundheitsstatus entwickeln. Werden diese Maßnahmen nicht ergriffen oder zeigen sie keinen Erfolg, sollen die Kontrollbehörden einen zwingend einzuhaltenden Sanierungsplan vorschreiben und in letzter Konsequenz - falls alle Maßnahmen erfolglos bleiben - die Produktion untersagen. Priesmeier kritiserte auch das von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) vorgestellte Modell zur Antibiotikamengenerfassung. Dieses sieht vor, dass die pharmazeutische Industrie die abgegebenen Antibiotikmengen nach Postleitzahlen erfasst. Dieses sei nicht ausreichend, um den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren. Priesmeier kritisiert zudem, dass Deutschland im Gegensatz zu Dänemark und den Niederlanden keine effiziente Strategie zur Senkung des Antibiotikaverbrauches in der Landwirtschaft vorweisen könne. Die Bundesregierung wird aufgefordert, umgehend zu handeln.
SPD Bundestagsfraktion
20.12.2011Situationsbericht 2011/12 des Deutschen Bauernverbandes erschienen
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat den aktuellen Situationsbericht 2011/12 herausgegeben. Er umfasst 296 Seiten und 309 Grafiken, die die wirtschaftliche Entwicklung der Land- und Agrarwirtschaft wiedergeben. In diese aufgearbeitete Analyse sind die aktuellen Daten der Landwirtschaftszählung 2010 eingegangen. Darüber hinaus greift der Situationsbericht viele aktuelle Themen auf, darunter die Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013, die Bioenergie und den Flächenschutz. Weiterhin werden die aktuellen Buchführungsergebnisse der landwirtschaftlichen Betriebe argestellt. Der Situationsbericht 2011/12 des Deutschen Bauernverbandes kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro je Stück plus Versandkosten beim Deutschen Bauernverband bestellt werden oder online abrufbar unter www.situationsbericht.de
DBV
Schmallenberg-Virus bei Schafen und Rindern in den Niederlanden nachgewiesen
Das erst im November diesen Jahres in Deutschland entdecke und nach seinem Entdeckungsort benannte Schmallenberg-Virus ist nun erstmals auch auf rinder- und schafhaltenden Betrieben in den Niederlanden nachgewiesen worden. Einem Bericht von Agrarheute.com zufolge, sollen bei zwei Schaflämmern und im Blut von 18 der getesteten 50 Rindern das Virus nachgewiesen worden sein. Seit August 2011 konnten in Nordwestdeutschland sowie in den Niederlanden bei Milchrindern hohes Fieber, Leistungsrückgang und Lahmheiten beobachtet werden. Schafe gebaren dagegen vermehrt missgebildete und totgeborene Lämmer. Aufgrund der bislang milden Witterung wird mit weiteren Fällen gerechnet. Das Schmallenberg-Virus ähnelt Viren der Orthobunyaviren, die durch Gnitzen auf ihre Wirte übertragen werden.
Agrarheute.com
Schweinebestand in Baden-Württemberg sinkt auf Nivaeu der 1960er Jahre
In Baden-Württemberg sind die Schweinebestände im Jahr 2011 weiter gesunken. Im Land wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes noch 2,02 Millionen Schweine gehalten. Dies entspricht einem Rückgang um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings sind in dieser Zahl noch knapp 60.000 Schweine enthalten, die auf Grund der Aktualisierung des Berichtskreises erstmalig erfasst wurden. Ohne diesen Einmaleffekt wäre die Zahl der Schweine um 5,7 Prozent auf unter zwei Millionen Stück gefallen. Damit fiel die Zahl der gehaltenen Schweine auf einen Wert, der zuletzt 1966 in Baden-Württemberg erreichte wurde. Dies war das Jahr, in dem zuletzt weniger als zwei Millionen Schweine in Baden-Württemberg gehalten wurden.
Statistischen Landesamt Baden-Württemberg
19.12.2011Hunde keinen Schnee fressen lassen
Hundehalter sollten ihre Tiere keinen Schnee fressen lassen. All zu groß ist das Risiko einer sogenannten Schneegastritis, warnt der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) e.V. Eine solche Entzündung der Magenschleimhaut äußert sich durch Erbrechen bis hin zum Durchfall. Symptome beziehungsweise erste Anzeichen können ein lautes Gurgeln im Bauch, Bauchschmerzen und ein verminderter Appetit sein. Der BfT rät, dem Hund vor dem Spaziergang ausreichend frisches Wasser anzubieten. Auch auf das Werfen von Schneebällen sollte verzichtet werden. Weiterhin sollten Hundehalter im Winter auch auf eine besondere Pfotenpflege achten. Feuchtigkeit, Streusalz, hartgefrorener oder vereister Untergrund strapazieren das Ballenhorn enorm. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten mit lauwarmem Wasser gründlich gereinigt und Splitsteinchen entfernt werden. Zusätzlich kann eine pflegende Pfotenschutzcreme aufgetragen werden.
BfT
ots
QS beschließt Einführung eines Antibiotika-Monitorings
Das deutsche Qualitätssicherungssystem QS hat die Einführung eines Antibiotika-Monitorings beschlossen. Auf diesem Wege soll die eingesetzte Antibiotika-Menge sowie die Anzahl der behandelten Tiere in einer zentralen Datenbank erfasst und die eingesetzte Menge schlussendlich reduziert werden. Es soll Landwirte und Tierärzte gleichermaßen einbinden. Wann genau mit dem Antibiotika-Monitoring begonnen werden soll, steht jedoch noch nicht fest.
QS
Hessische SPD will neues Hundegesetz
Die hessische SPD-Fraktion spricht sich für ein neues Hundegesetz aus. Es sollte wie in Niedersachsen für jeden Neuhundehalter einen theoretischen und praktischen Sachkundenachweis vorschreiben. Mit dem Gesetzentwurf sollen die vorhandene Hundeverordnung Hessens weiterentwickelt werden und Aspekte des Tierschutzes, der öffentlichen Sicherheit und der Halterverantwortung miteinander vereint werden. Neben dem Sachkundenachweis sollen Chip- und Registrierungspflicht sowie der Abschluß einer Haftpflichtversicherung obligatorisch eingeführt werden. Inwieweit die SPD ihre Forderungen im von CDU und FDP regierten Bundesland Hessen durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.
SPD Hessen
Fangquote von Hering, Scholle und Schellfisch in der Nordsee angehoben
Die EU-Fischereiminister haben sich aufgrund einer Erholung der Bestände auf eine Erhöhung der Fangquote für Hering, Scholle und Schellfisch in der Nordsee für das kommende Jahr geeinigt. So hoben sie die Fangquote für den Hering für die deutschen Gebiete um 140 Prozent auf eine Gesamtmenge von 41.000 t an. Um 63 Prozent wurde die Fangquote für Schellfisch (1.400 t) erhöht und bei der Scholle beträgt die Steigerung der Fanguote 15 Prozent auf 4.600 t. Die Fangquote für den stark bedrohten Kabeljau blieb mit einer Fangmenge von knapp 3.000 t unverändert. Bei allen anderen Fischarten wurden die Fangmengen jedoch reduziert. Dennoch halten die Fischereiminister die EU-Fischereipolitik für erfolgreich, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.
Abendblatt
EU-Kommission, Fischerei
Keimbelasteter Räucherlachs in Discounter-Regalen
In den Regalen deutscher Discounter scheint es um die mikrobiologische Qualität von Räucherlachs nicht gut bestellt zu sein. Das geht aus Untersuchungen hervor, die das Magazin "markt" des NDR an Räucherlachs aus den Regalen von zehn deutschen Discountern durchführen liess. Das Magazin ließ die Proben vom schleswig- holsteinischen KIN Lebensmittelinstitut untersuchen. Dieses kam zu dem Ergebnis, dass neun der zehn untersuchten Proben den zulässigen Höchstwert für Keime von einer Million Keime pro Gramm überschritten. Über die Untersuchungen berichtet das NDR-Magazin am 19.12. um 20:15 Uhr.
NDR
16.12.2011EIA im Wartburgkreis
Bei einem Pferd aus dem Wartburgkreis an der thüringisch-hessischen Grenze ist die anzeigepflichtige Equine Infektiöse Anämie (EIA) diagnostiziert worden. Untersuchungen des kranken Pferdes an der Klinik für Pferde der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor sowie des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) konnten das Virus zweifelsfrei nachweisen. Das Pferd wurde den Vorschriften entsprechend inzwischen eingeschläfert. Nach Angaben des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit werden im betroffenen Tierbestand keine weiteren Einhufer gehalten. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Wartburgkreises hat außerdem einen Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um die betroffene Tierhaltung eingerichtet. In diesem Sperrbezirk müssen nun alle Einhufer klinisch untersucht und Proben zur labordiagnostischen Untersuchung auf Infektiöse Anämie genommen werden. Außerdem müssen alle Einhufer, die möglicherweise Kontakt zu dem erkrankten Tier hatten, untersucht werden. Von den Sperrmaßnahmen sind insgesamt zehn Pferdehaltungen betroffen, wovon eine Haltung auf hessischem Gebiet liegt.
Thueringen.de
Arzneimittel für den Menschen oft nicht für Tiere geeignet
Die Versuchung ist oft groß, Hund oder Katze bei kleineren Wehwechen einfach ein Medikament aus der menschlichen Hausapotheke zu geben. Dies stellt aber für die Tiere oftmals ein bedeutendes Gesundheitsrisiko dar, wie die "Apotheken Umschau" berichtet. Denn zum einen sind die Wirkstoffe für die Tiere wahrscheinlich gar nicht zugelassen und zum anderen können sie bei den Tieren zu Schäden führen. So kann Acetylsalicysäure (ASS) z.B. bei Hunden und Katzen zu Schäden an Organen führen. Auch das Schmerzmittel Paracetamol ist nicht ungefährlich. Baldrian erzeugt bei Katzen einen Rausch, während es beim Menschen als Beruhigungsmittel eingesetzt wird. Deshalb rät die "Apotheken Umschau" dazu, auch bei leichteren Erkrankungen von Hund und Katze immer erst einen Tierarzt zu Rate zu ziehen.
ots
Apotheken Umschau
Rotwild drosselt Angebot unabhängig vom Nahrungsangebot
Dass große Säugetiere ihren Stoffwechsel im Winter drosseln, ist seit Längerem bekannt. Wissenschaftler der Vetmeduni Vienna (VUW) sind dabei der Frage nachgegangen, ob diese Einschränkung eine Folge des sinkenden Nahrungsangebotes ist. Sie sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Drosselung beim Rotwild unabhängig vom Nahrungsangebot stattfindet. Untersucht wurde dies an 15 Rothirschkühen, denen Miniatursender in den Netzmagen eingepflanzt wurden. Der Sender registrierte die Herzfrequenz, die als guter Indikator für die Stoffwechselrate angesehen wird, sowie die Temperatur im Körperinnern. Die Aufzeichnung erfolgte über 18 Monate. Dabei konnten sie feststellen, dass die Herzschlagrate im Herbst unabhängig vom Futterangebot sank und im Frühjahr unabhängig davon wieder anstieg. Durch die gleichzeitige Aufzeichnung der Temperatur konnte gezeigt werden, dass die Stoffwechseldrosselung hauptsächlich durch das Absenken der Körperkerntemperatur zustande kam.
VUW
Aigner will Anbauverbot für gentechnisch veränderten Mais beibehalten
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will an dem bestehenden Anbauverbot für den gentechnisch veränderten Mais der Sorte MON 810 festhalten. Dies stellte die Ministerin während eines Gedankenaustausches zu Problemen in der Bienenzucht mit dem Deutschen Imkerbund e.V. fest. Auch gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Raps sprach sich die Ministerin aus. Genau dieses Problem ist auch für die Imker von Bedeutung. Denn nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes ist Honig, der Pollen gentechnisch veränderter Organismen enthält, nicht als Lebensmittel zugelassen und damit auch nicht verkehrsfähig. Durch die bestehenden Anbauverbote ist diese Problematik in Deutschland momentan auf den Anbau auf Forschungsflächen beschränkt. Daneben stellt die Bienengesundheit für die Imker ein weiteres bedeutendes Problem dar. Die Imker bedauern, dass es, auch 30 Jahre nachdem die Varroa-Milbe nach Deutschland gelangte, noch keine einfache und effektive Behandlung gebe. Im kommenden Frühjahr ist nach Prognosen eine Verlustrate von ca. 30 Prozent zu erwarten.
Deutscher Imkerbund e.V.
15.12.2011Geflügelpest vom Typ H5N1 in China
Um die Geflügelpest ist es ruhig geworden. Trotzdem ist die Erkrankung noch vorhanden, wie ein aktueller Fall aus China belegt. Dort wurde erstmals seit Mai 2010 wieder der hochpathogene Erreger vom Typ H5N1 beim Geflügel nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Auffällig an diesem Fall ist die hohe Sterblichkeit. Alle der 290 betroffenen Tiere des Bestandes verendeten. Die übrigen Tiere des Bestandes wurde getötet, um eine weitere Ausbreitung des Erregers einzudämmen.
OIE
Greenpeace-Supermarktranking sieht Fortschritte beim Fischeinkauf
Greenpeace nimmt bereits zum fünften Mal die deutschen Supermärkte bezüglich ihres Fischeinkaufs unter die Lupe und erstellt daraus ein Ranking, aus dem hervorgeht, wie die Märkte die Überfischung der Meere bei ihrem Wareneinkauf berücksichtigen. Insgesamt sieht Greenpeace Fortschritte bei den Märkten. Mittlerweile haben sich alle Unternehmen Richtlinien für den nachhaltigen Einkauf von Fisch auferlegt. Auch wenn kein Unternehmen mehr eine rote Gesamtnote erhält, erreichte auch keines eine grüne Gesamtnote. Die erreichten Punkte lagen zwischen 45 und 61 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl. Allerdings ist dies ein deutlicher Fortschritt gegenüber 2007, als alle Unternehmen noch eine rote Gesamtnote erzielten. Greenpeace weist auf die Bedeutung des Engagements der Handelsunternehmen für die nachhaltige Fischerei hin und wirft in diesem Zusammenhang der EU-Politik Versagen vor.
Greenpeace
Dringend gesucht: Das Zweinutzungshuhn
Die Spezialisierung in der Geflügelproduktion ist sehr stark vorangeschritten. Dies hat dazu geführt, dass es praktisch kein Zweinutzungshuhn - ein Huhn, das genug Eier legt und als Hähnchen genügend Fleisch ansetzt - mehr gibt. Deshalb haben sich in Berlin und Brandenburg einige Partner zusammen getan und die Aktion "ei care" ins Leben gerufen. Hier soll für den Biomarkt ein Huhn gezüchtet werden, das sowohl genug Eier legt als auch genügend Fleisch in der Mast ansetzt. Als Rasse wurde dafür das französische Zweinutzungshuhn "Les Bleus" ausgewählt. Erste Produkte der Partner sollen im kommenden Jahr in den Handel gelangen. Damit soll letzten Endes auch verhindert werden, dass Küken einer Einnutzungsrasse getötet werden müssen, da sie wirtschaftlich nicht aufgezogen werden können.
ei care
14.12.2011Weitere Einsichten in die Maul- und Klauenseuche
Wissenschaftlern der University of Leeds (Großbritannien) ist ein weiterer Einblick in die Grundlagen der Vermehrung des Virus der Maul- und Klauenseuche (MKS) gelungen. Ihnen gelang es, ein Enzym zu identifizieren, das für die Virusvermehrung von Bedeutung ist. Das Enzym 3D bildet im Verlauf der Replikation Fibrillen, die offenbar für diesen Prozess unerlässlich sind. Zudem haben sie ein Molekül gefunden, das die Fähigkeit besitzt, das Enzym zu blockieren. Die britischen Forscher würden aber noch nicht davon sprechen, ein potentielles Medikament gegen die MKS gefunden zu haben, da noch zu viele Fragen ungeklärt sind.
University of Leeds
Tierschutzforschungspreis 2011 verliehen
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat den Tierschutzforschungspreis 2011 verliehen. Mit dem Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, sollen Projekte gefördert werden, die dazu beitragen, Tierversuche zu reduzieren oder komplett überflüssig zu machen. Im Jahr 2011 ging der Preis an Wissenschaftler der Universität des Saarlandes und der Beiersdorf AG. Ausgezeichnet wurde einmal eine Arbeit, die helfen kann, das Allergie auslösende Potential von Stoffen ohne Tiere zu testen. Die zweite ausgezeichnete Arbeit befasste sich mit der Etablierung eines In-vitro-Modells der entzündeten menschlichen Darmschleimhaut. Auch mit diesem Modell könnte Tierversuche im Rahmen der biomedizinischen Forschung und der Medikamentenentwicklung eingeschränkt werden.
BMELV
Schweizer Nationalrat billigt Revision des Tierseuchengesetzes
Der Schweizer Nationalrat hat der Revision des Tierseuchengesetzes einstimmig zugestimmt. Wie lid unter Berufung auf die Nachrichtenagentur SDA berichtet, soll durch die Revision vor allem die Tierseuchenprävention verbessert werden, da durch die zunehmende Globalisierung die Gefahr von weltweiten Tierseuchen zunimmt. So soll der Bund künftig Früherkennungsprogramme implementieren, Impfstoffe einsetzen und Impfstoffdatenbanken betreiben können. Außerdem sollen Programme zur Bekämpfung vor Seuchen finanziert werden.
lid
Durchschnittliche Milchleistung auf 8.173 kg gestiegen
Die Milchleistung der in Deutschland der Milchleistungsprüfung (MLP) angeschlossen Kühe konnte im Prüfungsjahr 2010/11 im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Mit einer durchschnittlichen Milchmenge von 8.173 Kilo Milch pro Kuh und Jahr nahm die durchschnittliche Milchleistung gegenüber dem Vorjahr um 82 Kilogramm (kg) zu. Dabei konnte die durchschnittliche Fettmenge pro Kuh um 1 kg auf 336 kg und die Eiweissmenge um 2 kg auf 279 kg gesteigert werden, wie einer Mitteilung des Deutschen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfungen zu entnehmen ist.
DLQ
Backhaus: Geflügelfleischnachfrage kann nicht durch Kleinbetriebe gedeckt werden
Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns weist daraufhin, dass die Nachfrage nach Geflügelfleisch weltweit weiter steigen werde. Auch in Deutschland sei dies der Fall, zumal der Pro-Kopf-Verbrauch hier mit 19,3 Kilogramm pro Jahr noch unter dem EU-Durchschnitt von 23,2 Kilogramm liege. Backhaus begrüßt dies grundsätzlich, da Geflügelfleisch zu einer gesunden Ernährung beiträgt. Allerdings weist der Minister auch daraufhin, dass die steigende Nachfrage alleine mit der Mast in Klein- und Kleinstbetrieben nicht befriedigt werden könne. Backhaus fordert die Personen, die ständig gegen die Geflügelmast protestieren auf, hierauf eine Antwort zu liefern. Grundsätzlich will das Land Mecklenburg-Vorpommern künftig im Geflügelbereich die Kriterien Gesundheitsmanagement und Antibiotika-Einsatz stärker berücksichtigen. Backhaus verweist darauf, dass dabei die Hygiene in Tierhaltungen eine bedeutende Rolle spiele und ein zielgerichteter Antibiotika-Einsatz zur Vermeidung der Resistenzentstehung notwendig ist.
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
01.12.2011Schweiz: Direktzahlungen an Tierschutzbestimmungen koppeln
Der Schweizer Bundesrat plant, Landwirten, die gegen Tierschutzbestimmungen verstoßen, künftig keine Direktzahlungen mehr zu gewähren bzw. diese zumindest zu kürzen. Wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst meldet, soll eine entsprechende Gesetzes-Änderung im Rahmen der Agrarpolitik 2014/17 vorgeschlagen werden. Verstösst heute ein Bauer gegen die Tierschutzvorschriften, dürfen ihm nur diejenigen Direktzahlungen gestrichen werden, die in Zusammenhang mit der Tierhaltung stehen.
lid
Österreich: Katzen dürfen weiter streunen
Der Oberste Gerichtshof Österreichs (OGH) hat in einem Urteil klargestellt, dass Katzen weiterhin streunen dürfen. Hintergrund des Urteils war ein Rechtsstreit, bei dem der Kläger die Beklagte dazu verpflichten wollte, zu unterbinden, dass ihre Katzen auf sein Grundstück eindringen und dieses verschmutzen. Der Kläger machte sein absolutes Eigentumsrecht geltend, welches durch die Verschmutzung der Katzen eingeschränkt sei. Die Beklagte wand dagegen ein, dass die Verschmutzung unter dem Aspekt des Immissionsschutzes zu betrachten sei. Der OGH gab der Beklagten recht und verwies zudem darauf, dass eine Anbindehaltung von Katzen auch aus tierschutzrechtlicher Sicht nicht gestattet ist. Auch bestehe kein gesetzliches Gebot, Katzen ausschließlich in der Wohnung zu halten. Außerdem könne nicht mit zumutbaren Maßnahmen verhindert werden, dass Katzen die Grundstücksgrenzen überschreiten und die Verschmutzung durch die zwei Katzen überschreite nicht die Ortsüblichkeit, weshalb sie hingenommen werden muss.
OGH
Abgeschlossenes Wirtschaftsjahr für Landwirte überwiegend erfolgreich
Das zu Ende gegangene Wirtschaftsjahr 2010/11 war für die deutschen Landwirte überwiegend erfolgreich. Dies geht aus der Auswertung der ersten Buchführungsergebnisse hervor, wie der Verband der Landwirtschaftskammern (VLK) mitteilte. Allerdings stellten sich die Ergebnisse in den einzelnen Produktionszweigen unterschiedlich dar. Während sich die Situation der Ackerbauern und der Milchviehhalter positiv entwickelte, blieb die Situation in der Veredelung - insbesondere in der Sauenhaltung - schwierig. Nach dem Tiefstand von 2009 entwickelte sich der Milchpreis kontinuierlich positiv. Der ermittelte durchschnittliche Auszahlungspreis lag bei 33,5 Cent (netto). Während die Erlöse für Schweinefleisch im Schnitt um rund fünf Prozent stiegen, bleibt die Situation für Ferkelerzeuger weiter angespannt. Hier sanken die Ferkelpreise nach bereits schlechten Vorjahren nochmals um zehn Prozent. Eine Erholung ist dabei nicht absehbar.
VLK
30.11.2011Retinsäure für Regeneration amputierter Körperteile essentiell
Im Tierreich ist die Fähigkeit, amputierte Körperteile nachwachsen zu lassen, weit verbreitet. Als Modell hierfür gilt der Zebrafisch, bei dem nicht nur amputierte Flossen sondern z.B. auch der Herzmuskel regenerieren kann. Wissenschaftler der Universität Konstanz konnten nachweisen, dass die Retinsäure dabei für diesen Prozess unerlässlich ist. Retinsäure wird aus Vitamin A produziert. Normalerweise läuft der Vorgang der Regeneration so ab, dass nach der Amputation zunächst die Wundfläche durch ein mehrschichtiges Epithel verschlossen wird. Gleichzeitig verlieren die darunterliegenden Zellen ihre Identität als ausdifferenzierte Zellen und beginnen, sich sehr schnell zu teilen. Der entstehende Zellverband - das Blastema - entsteht ausschliesslich in sich regenerienden Organen. Die Wissenschaftler aus Konstanz konnten zeigen, dass bei Zebrafischen, die keine Retinsäure bilden konnten, auch kein Blastema entsteht, nachdem eine Schwanzflosse amputiert worden war.
Universität Konstanz
29.11.2011Baden-Württemberg will Tierheime fördern und Tierschutzbeauftragten ernennen
Wiolfgang Reimer, Ministerialdirektor im baden-württembergischen Ministerium für den Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), nahm die letzte Sitzung des Landestierschutzbeirates zum Anlass, über die Umsetzung der Ziele der baden-württembergischen Koalition zum Bereich Tierschutz zu berichten. Reimer verwies darauf, dass es gelungen sei, die Stelle eines Landestierschutzbeauftragten im Haushalt durchzusetzen. Dieser soll vermutlich im Frühjahr 2012 seinen Dienst antreten. Zudem soll im nächsten Jahr der Ausbau sowie die Sanierung von Tierheimen mit rund einer halben Million Euro gefördert werden. Diese Summe steht allerdings noch unter Vorbehalt, da sie vom Parlament noch nicht genehmigt wurde.
MLR Baden-Württemberg
Gutachten empfiehlt Tierschutzorganisationen Klage bei Forderung nach Tierhandelserlaubnis
Nach Angaben der Tierschutzorganisation TASSO verlangen in letzter Zeit Behörden vermehrt von Tierschutzorganisationen, eine Genehmigung für den gewerblichen Handel mit Tieren zu beantragen, wenn sie Hunde aus Tierheimen oder dem Ausland vermitteln. Die Organisationen TASSO, bmt und ETN haben dazu ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Dieses kommt zu dem Schluss, das Tierschutzorganisationen eine solche Genehmigung nicht benötigen, da sie als gemeinnützige Organisationen keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen. Das Gutachten empfiehlt den Organisationen weiterhin, Klage gegen die Behörden einzureichen, sollte eine solche Genehmigung gefordert werden.
TASSO
28.11.2011Bundesrat will grundsätzliche Kennzeichnung von Hunden
Der Bundesrat hat in einer Entschließung den von der Bundesregierung vorgelegten Tierschutzbericht begrüßt und gleichzeitig einige weitergehende Maßnahmen zum Schutz von Tieren angemahnt. So fordert die Ländervertretung von der Bundesregierung, eine allgemeine Kennzeichungspflicht mittels Chip für Hunde einzuführen. Damit soll das Problem herrenloser Hunde eingedämmt werden. Zugleich soll geprüft werden, ob eine allgemeine Kennzeichnungspflicht auch für Katzen zu realisieren wäre.
Deutscher Bundesrat
Bundesrat fordert vom Bund Wildtierverbot im Zirkus
Der Deutsche Bundesrat hat am Freitag eine Entschließung gefasst, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, mehr für den Schutz vonm Wildtierarten zu unternehmen. Konkret fordert die Ländervertretung von der Bundesregierung, dass ein Haltungsverbot bestimmter Tierarten erlassen wird. Bei den Tierarten, die künftig nicht mehr in Zirkussen gehalten werden sollen, handelt es sich insbesondere um Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde. Für Tiere dieser Arten, die momentan in Zirkussen gehalten werden, sollen Übergangsfristen aufgestellt werden, die sich an der Lebenserwartung der Tiere orientieren. Der Bundesrat begründet die Forderung damit, dass ein angemessener Schutz dieser Tiere in Zirkussen auf Grund der besonderen Belastungen unmöglich ist. Der Bundesrat verweist darauf, dass ein solches Wildtierhaltungsverbot bereits in 13 Ländern der EU umgesetzt wurde.
Deutscher Bundesrat
24.11.2011Drei Viertel aller Kühe werden in Laufställen gehalten
Die Haltung von Milchkühen in modernen Laufställen ist auf dem Vormarsch. Mittlerweile werden drei Viertel aller Kühe in Deutschland in solchen Ställen gehalten. Das entspricht rund drei Millionen Kühe, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt (destatis) und das Kuratorium für Technik, Bau und Landwirtschaft (KTBL) berichtet. In den letzten sechs Jahren sind in Deutschland Laufställe für rund eine Million Kühe gebaut worden. Während es in einigen Bundesländern im Osten und Norden Deutschlands bereits eine fast vollständige Laufstallhaltung gibt, wurden aus Bayern und Baden-Württemberg, wo es eher kleinere Betriebsstrukturen gibt, starke Zuwächse gemeldet.
DBV
Die ersten Hunde kamen aus Ostasien
Bisher ging man davon aus, dass die Domestifikation des Wolfes im Nahen Osten vonstatten ging. Aktuelle Ergebnisse einer Studie, die am KTH Royal Institute of Technology in Stockholm (Schweden) durchgeführt wurden, deuten nun jedoch darauf hin, dass die Domestifikation eher in Ostasien südlich des Flusses Yangtse stattgefunden hat. Die Wissenschaftler hatten dazu das Y-Chromosom untersucht. Der Theorie, dass der Wiolf im Nahen Osten domestiziert wurde, wird von den schwedischen Forschern widersprochen, da keine der dazu durchgeführten Studien die ostasiatische Region berücksichtigte. Die schwedischen Wissenschaftler haben für ihre Studie Genmaterial von Hunden aus der ganzen Welt untersucht. Ungefähr die Hälfte des nachgewiesenen Genpools wurde weltweit gefunden, während nur in der ostasiatischen Region die komplette genetische Vielfalt gefunden werden konnte. Auf Grund dieser Tatsache gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die Domestifikation dort stattgefunden haben muss.
KTH Royal Institute of Technology
Antibiotikaresistenzen: Tiere eventuell nicht Hauptquelle
Die EU hat gerade einen Aktionsplan zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen aufgelegt und in der Diskussion wird der Antibiotikaeinsatz bei Tieren immer wieder an den Pranger gestellt. Eine Studie aus Schottland deutet daraufhin, dass Tiere eventuell nicht die Hauptquelle für resistente Keime sind, die beim Menschen auftreten. Die Wissenschaftler hatten dazu mehr als 5.200 Isolate von Salmonella Typhimurium DT104 (DT104) von Menschen und Tieren untersucht. Dabei fanden sie 65 resistente Stämme. Von diesen 65 Isolaten stammten 30 vom Menschen, 13 von Tieren und 22 von beiden Gruppen. Von diesen 22 Isolaten wurden elf erstmals beim Menschen und fünf erstmals bei Tieren identifiziert. Die Wissenschaftler schliessen aus diesen Ergebnissen, dass Tierpopulationen nicht die Hauptquelle für resistente Salmonellen beim Menschen sein könnten. Obwohl die Untersuchungen sich nur auf Schottland beziehen, könnte dieses Modell auch für andere Bereiche gültig sein.
Proceedings of the Royal Society
23.11.2011Rumäniens Regierung ermöglicht den Gemeinden die Massentötung von Streunerhunden
Die rumänische Regierung bzw. das Parlament hat sich zu einem drastischen Vorgehen gegen streunende Hunde entschieden. So sollen künftig die Bürgermeister im Einvernehmen mit den Bürgern über Leben und Tod der herrenlosen Hunde entscheiden können. Bevor eine Massentötung der Streunertiere angeordnet werden kann, muss zuvor eine Meinungsumfrage, ein Referendum oder eine Bürgerversammlung zu diesem Thema durchgeführt werden. Außerdem werden die Gemeinden dazu verpflichtet, Tierheime einzurichten und die streunenden Hunde dort nach dem Einfangen mindestens sieben Tage lang zur Adoption anzubieten. Allein in der Hauptstadt Bukarest wurden im vergangenen Jahr 13.200 Menschen von Straßenhunden gebissen. Aber auch andernorts im Land sind die meist in Rudeln lebenden Streunerhund zu einer echten Gefahr geworden, da sie häufig mit dem Tollwutvirus infiziert sind oder auch Menschen als Beute ansehen.
Presse.com
Möglicherweise neuer BSE-Typ bei Schweizer Rindern entdeckt
Bei zwei Rindern in der Schweiz, bei denen der BSE-Test im Jahr 2010 positiv ausgefallen war, ist möglicherweise eine neue BSE-Variante festgestellt worden. Ob und wie infektiös die von Schweizer Forschern der Universität Bern und des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) entdeckte Variante ist, wird derzeit noch in Versuchen an Mäusen und Rindern getestet. Die neu gefundene Form weise jedoch Parallelen zu den bisher bekannten atypischen Formen auf, die nicht infektiös ist, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Emerging Infectious Diseases schreiben.
toppharm
Emerging Infectious Diseases
BMELV hat 2012 mehr als 5 Milliarden Euro zur Verfügung
Der Bundestag billigt dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in 2012 einen Etat von rund 5,28 Milliarden Euro zu. Allein 3,7 Milliarden Euro davon werden für die soziale Absicherung der Landwirtinnen und Landwirte beritgestellt, wie der Bundestag am vergangenen Dienstag beschlossen hat. Für die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) sind wie im Vorjahr 600 Millionen Euro vorgesehen. Damit wird die GAK auch weiterhin ihrer Aufgabe als wichtigstes nationales Förderinstrument zur Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume gerecht. In der Verbraucherpolitik sind Ausgaben von rund 148 Millionen Euro vorgesehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erhält 65,7 Millionen Euro und das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) 37,5 Millionen Euro, wodurch die organisatorischen und gesetzgeberischen Maßnahmen zur Stärkung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes abgesichert werden sollen. Für die Bereiche Forschung und Innovation stehen im Jahr 2012 insgesamt 307 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem werden die Ansätze für Innovationsförderung und für die Förderung nachwachsender Rohstoffe um jeweils 6 Millionen Euro gegenüber 2011 erhöht.
BMELV
Tierschutzbund stellt Strafanzeige gegen Schlachtbetrieb
Der Deutsche Tierschutzbund hat wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz Anzeige gegen einen niedersächsischen Schlachbetrieb gestellt. Dem Tierschtuzbund waren verdeckt erstellte Filmaufnahmen zugespielt worden, auf denen die Verstöße dokumentiert gewesen sein sollen. Nach Angaben des Tierschutzbundes war auf den Videos zu erkennen, wie verletzte Rinder und Schweine bei Transport und Schlachtung misshandelt wurden. Demnach sollen Schweine mit Elektrotreibern malträtiert und gewaltsam auf den Hänger befördert worden sein. Rinder sollen mittels Seilwinde auf die Transportfahrzeuge gezogen worden sein. Zudem blieben die verletzten Tiere im Schlachtbetrieb stundenlang ohne Versorgung. Der Tierschutzbund fordert die zügige Aufklärung und dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Deutscher Tierschtuzbund
Mecklenburg-Vorpommern setzt Strategiegruppe zur Antibiotikaminimierung ein
Mecklenburg-Vorpormmerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) hat anlässlich der Studie zum Antibiotikaeinsatz in der Gelügelmast in Nordrhein-Westfalen über die Kontrollmaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern informiert und eine Strategiegruppe eingesetzt, die zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in Tierhaltungen beitragen soll. Backhaus verweist darauf, dass in Mecklenburg-Vorpommern momentan 378 Tierärztliche Hausapotheken gemeldet sind. In diesem Jahr wurden bisher 121 Kontrollen vorgenommen. Dabei wurden in fünf Fällen Verstöße gegen die gesetzliche Nachweispflicht festgestellt. Zudem wurden 324 Kontrollen in Tierhaltungen durchgeführt. Dabei wurden 50 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und sieben Strafanzeigen gestellt. Stichprobenartige Auswertunegn ergaben, dass die Behandlungshäufigkeit mit Antibiotika in Mastgeflügelhaltungen deutlich über zwei Behandlungen je Mastdurchgang lag, z.T. wurden bis zu sieben unterschiedliche Medikamente mit unterschiedlichen antibiotischen Wirkstoffen eingesetzt. Da Minister Backhaus ausgehend von den Untersuchungen Handlungsbedarf sieht, wurde eine Strategiegruppe eingesetzt, die unter Mitwirkung von Landwirtschaft, Tierärzten, Tierschutzbeirat und Futtermittelindustrie Lösungswege für eine Minimierung des Antibiokaeinsatzes in Tierhaltungen aufzeigen soll.
MLUV Mecklenburg-Vorpommern
22.11.2011Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe weiter rückläufig
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ist in Deutschland unter die Marke von 300.000 gefallen. Gegenüber 2007 ist sie um 22.500 gesunken. Das geht aus den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2010 hervor, wie Agrarheute unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet. Demnach waren im März 2010 bundesweit noch rund 299.100 landwirtschaftliche Betriebe tätig, darunter Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) von mindestens 5 Hektar (ha) oder einer Sonderkulturfläche von wenigsten 0,5 ha beziehungsweise Höfe mit mindestens zehn Rindern oder 50 Schweinen bzw. zehn Zuchtsauen oder auch jeweils 20 Schafen bzw. Ziegen oder 1.000 Stück Geflügel. Bei der Interpretation der Ergebnisse ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Erfassungsschwellen, die eine Auskunftspflicht begründeten, für die letzte Zählung heraufgesetzt worden sind, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit sind von den ursprünglich 375.000 Betrieben der Agrarstrukturerhebung im Jahr 2007 etwa 53.000 Betriebe unter die neuen Erfassungsgrenzen gefallen. Allerdings haben sich dadurch die erfassten Produktionsgrundlagen, die LF und die Viehbestände nur um weniger als 1 Prozent (%) verringert. Im Schnitt wurden auf den betrieben 87 Rinder und 459 Schweine von den insgesamt 216.100 Landwirten in Deutschland gehalten. Auf 144.900 der Betriebe wurden Rinder gehalten, auf 60.100 Schweine. Der Gesamtbestand belief sich auf 27,6 Millionen Schweine. Die Zahl der Geflügel haltenden Betriebe betrug 60.500, ihre durchschnittliche Tieranzahl lag bei 2.100 Stück.
Statistisches Bundesamt
Agrarheute.com
Sozial schwache Tierhalter können ihre Tiere jetzt kostenlos kastrieren lassen
Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und die Tiertafel Deutschland e.V. haben sich zusammengetan, um die stetig wachsende Population heimatloser Heimtiere einzudämmen. Tierhalter in finanzieller Not, die bei der Tiertafel registriert sind, haben fortan die Möglichkeit, ihre Tiere kostenlos kastrieren zu lassen. Den von Vier Pfoten finanzierten Gutschein erhalten sozial schwache Menschen an den Ausgabestellen der Tiertafeln. "Rentner, Hartz IV-Empfänger und Alleinerziehende können oft nicht die Mittel aufbringen, um ihre Tiere kastrieren zu lassen", erklärt Sandra Hönisch von der Tierschutzorganisation. Doch sobald diese Junge bekommen, wird es für sozial Bedürftige noch schwieriger, für Futter und die medizinische Versorgung aufzukommen. Viele wissen nicht, wohin mit dem ungewollten Nachwuchs: Die Tiere landen im Tierheim oder werden schlimmstenfalls ausgesetzt. Bundesweit sind die Tierheime bereits hoffnungslos überfüllt, für Katzen haben viele sogar schon einen Aufnahmestopp verhängt.
Vier Pfoten
Tiertafel Deutschland e.V.
West-Nile-Virus weiter auf dem Vormarsch
Das West-Nile-Virus ist in Europa weiter auf dem Vormarsch. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilte, wurde die Erkrankung erstmals in der Republik Mazedonien bei Pferden und Vögeln nachgewiesen. Insgesamt wurden fünf Ausbrüche vermeldet. Bei zwei der Ausbrüche waren nur Pferde betroffen. In einem Ausbruch wurde das Virus nur bei Vögeln nachgewiesen und in zwei Fällen waren sowohl Pferde als auch Vögel betroffen.
OIE
21.11.2011Vögel im Winter durch spezielle Fütterung unterstützen
Im Sinne des Erhalts der Artenvielfalt appelliert der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), Vögeln einen möglichst naturnahen Lebensraum mit einheimischen Hecken, Sträuchern und hohen Obstbäumen zu bieten und sie während des Winters durch eine spezielle Fütterung zu unterstützen. Die Fütterung von Wildvögeln kann vor allem bei Dauerfrost oder einer geschlossenen Schneedecke eine Überlebenshilfe sein. Von der Fütterung profitieren zahlreiche überwinternde Vogelarten wie Amseln, Rotkehlchen, Meisen und Finken. Entsprechend ist bei der Fütterung darauf zu achten, dass sowohl Futter für Weich- als auch Körnerfresser angeboten wird, da sonst nur bestimmte Arten gefördert werden und eine Verschiebung des natürlichen Gleichgewichts zwischen den verschiedenen Arten droht. Wichtig ist auch, die Futterstellen täglich zu reinigen und Futterreste vom Vortag zu beseitigen. Die Futterstellen sollten spätestens im Herbst angebracht und täglich mit zunächst noch kleinen Futtermengen befüllt werden, damit sich die Vögel mit ihnen vertraut machen können. In kalten Nächten verlieren die Vögel viel Energie. Um diesen Energieverlust auszugleichen, ist es sinnvoll, die Tiere am frühen Morgen und vor Einbruch der Dämmerung zu füttern.
ZZF
Virus des AKABANE-Komplex als Abortursache im deutsch-niederländischen Grenzgebiet identifiziert
In den vergangenen Monaten ist es im deutsch-niederländischen Grenzgebiet vermehrt zu Totgeburten oder Geburten lebensschwacher Kälber sowie zu Milchverlust, hohem Fieber, Lahmheiten und vereinzelten Durchfällen gekommen. Dem Veterinäruntersuchungsamt in Arnsberg und dem Tiergesundheitsdienst (TGD) der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ist es nun in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gelungen, bei den betroffenen Tieren ein Virus zu isolieren, das Ähnlichkeit mit Viren aus dem AKABANE-Komplex (Genus: Orthobunyavirus) besitzt. Es wurde vorläufig nach der Herkunft der Blutproben"Schmallenberg Virus" genannt. Infektionen von Wiederkäuern mit Viren aus dem AKABANE-Komplex sind vor allem durch fetale Schäden gekennzeichnet, während Infektionen bei adulten Tieren in der Regel ohne klinische Symptome verlaufen. Tragende Tiere abortieren jedoch häufig oder es kommt zu Totgeburten bzw. die Kälber weisen Missbildungen von Hirn und/oder Gliedmaßen auf. Viren des AKABANE-Komplexes werden ebenso wie das Virus der Blauzungenkrankheit durch Gnitzen und andere Stechinsekten übertragen. Das bisherige Verbreitungsgebiet dieser Erkrankung war bislang Asien von Japan bis zur Türkei, Israel, Australien und Afrika. Eine Impfung steht zurzeit in Deutschland nicht zur Verfügung. Wie der TGD befürchtet, ist damit zu rechnen, dass tragende Tiere, die sich im Spätsommer/Herbst unbemerkt mit dem "Schmallenbergvirus" infiziert haben,spontan abortieren oder 3-4 Monate nach der Infektion Kälber mit Sehnenverkürzungen bzw.steifen Gelenken zur Welt bringen. Aufgrund der Gliedmaßendeformationen ist mit einer Zunahmevon Schwergeburten und Kaiserschnitten zu rechnen. Weiterhin können Kälber blind geborenwerden oder aufgrund einer Hirnmissbildung nicht selbständig trinken. Der Zusammenhang mit den Symptomen Milchverlust, hohes Fieber, Lahmheiten und vereinzelt Durchfall, die in der Vergangenheit in den Herden beobachteten worden sind, ist dagegen noch nicht zweifelsfrei geklärt.
TGD NRW
18.11.2011EU-Kommission legt Aktionsplan zur Abwehr von Antibiotikaresistenzen vor
Die EU-Kommission hat einen AKtionsplan zur Abwehr von Antibiotikaresistenzen vorgelegt und darin 12 konkrete Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre aufgeführt. Die EU sieht in den Antibiotikaresistenzen ein zunehmendes Gesundheitsproblem. Allein in der EU sterben jedes Jahr rund 25.000 Personen an Infektionen durch Antibiotika resistente Keime. Diese Infektionen verursachen jährlich Kosten von 1,5 Milliarden Euro für die Gesundheitssysteme und Produktivitätsausfälle. EU-Gesundheitskommissar John Dalli fordert daher ein schnelles Handeln, damit die Möglichkeit, bakterielle Infektionen bei Mensch und Tier zu behandeln, nicht verloren geht. Der vorgelegte Aktionsplan sieht deshalb vor, für einen angemessenen Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier zu sorgen. Zudem soll die Prävention bakterieller Erkrankungen forciert werden. Weiterhin sollen neue Antibiotika entwickelt sowie das Monitoring - sowohl in der Human- als auch der Tiermedizin - verbessert werden.
EU-Kommission
4. Europäischer Antibiotikatag
Am heutigen 18. November wird der 4. Europäische Antibiotikatag begangen. Mit diesem Tag soll auf die Problematik zunehmender Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika hingewiesen werden. Rechtzeitig zu diesem Tag haben die European Centers for Disease Control and Prevention (ECDC) aktuelle Daten zur Resistenzlage vorgestellt. Diese enthalten nach Angaben von ECDC-Direktor Marc Sprenger sowohl gute wie auch schlechte Nachrichten. Die aktuelle Datenlage zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) zeigt im Jahr 2010 verglichen mit dem Vorjahr zwar in einigen europäischen Ländern eine Zunahme, in Großbritannien und Irland dagegen sank die Zahl der isolierten MRSA. Daraus folgert Sprenger, dass es möglich ist, tatsächlich den negativen Trend zu stoppen. Was Sprenger Sorgen bereitet, sind die Daten zu Klebsiellen. Hier wurden in mehreren Ländern hohe Raten gegen Carbapeneme resistenter Stämme isoliert. Es zeigt sich, verglichen mit dem Vorjahr, eine klare Zunahme. Carbapeneme stellen als Reserveantibiotika oftmals die letzten Mittel im Kampf gegen Klebsiellen dar.
ECDC
17.11.2011Backhaus lehnt Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände auf Länderebene ab
Der Landwirtschafts- und Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus (SPD), hat in der heutigen Landtagsdebatte den Antrag der Fraktion DIE LINKE, per Gesetz auf Landesebene ein Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände einzuführen, zurückgewiesen. Eine Gesetzesinitiative auf Bundesebene würde er jedoch unterstützen. Zwar habe ein solches Verbandsklagerecht eine Verbesserung des Umgangs mit Tieren zum Ziel, doch ermöglicht es z.B. auch, behördliche Entscheidungen zu Genehmigungen von Tierversuchen oder andere Einzelfallentscheidungen gerichtlich zu hinterfragt und ggf. ändern zu können. Backhaus lehnt ein solches Verbandsklagerecht auf Länderebene jedoch ab, da solche gerichtlichen Überprüfungen für alle Beteiligten zeit- und kostenaufwendig seien. Außerdem müssten sich diejenigen, die so etwas fordern, auch fragen, welche tatsächlichen Verbesserungen mit so einem Verfahren erreicht werden können. Man dürfe nicht vergessen, dass im Klageverfahren immer nur zu dem jeweiligen konkreten Einzelfall entschieden wird. Auswirkungen auf allgemeingültige Tierschutzvorgaben durch gerichtliche Präzedenzentscheidungen dürften daher eher selten vorkommen, so der Minister. Das eigentliche Ziel "mehr Tierschutz" einzubringen, werde damit nicht erreicht. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern bezieht stattdessen die Tierschutzverbände von Anfang an in alle Fragen des Tierschutzes und vor allem in die Rechtssetzung mit ein. Über den Tierschutzbeirat des Ministeriums werden sie an allen wichtigen Entscheidungen beteiligt. Dennoch hält Backhaus eine Überarbeitung des Tierschutzgesetzes und der darauf beruhenden Verordnungen für notwendig. "Wir brauchen klare Festlegungen bezüglich der Verantwortung der Tierhalter für das Wohlbefinden der Tiere - und zwar unabhängig von der Größe der Tierhaltungsanlage - und wir brauchen vor allem noch bessere Kontrollmechanismen", betonte Dr. Backhaus.
Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MVP
Kennzeichnungspflicht für Hund und Katze in der EU geplant
Der EU-Kommissar für das Ressort Gesundheit und Verbraucherschutz, John Dalli, plant eine generelle Kennzeichnungspflicht für Hunde und Katzen in der EU. Dadurch soll dem illegalen Tierhandel ein Riegel vorgeschoben werden, da Tierhalter die Herkunft von ihnen angebotenen Tieren nachvollziehen könnten. Nach Angaben von Bild.de will er noch im Dezember einen Vorschlag dazu vorlegen.
Bild.de
Zahl der Seehunde im Wattenmeer erreicht Rekordzahl
Die Zahl der Seehunde im Wattenmeer der Nordsee vor den Küsten Deutschlands, Dänemarks und der Niederlande ist in diesem Jahr auf einen noch nie zuvor gezählten Höchststand gestiegen. Wie das Internationale Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mitteilte, wurden in diesem Jahr 24.118 Seehunde gezählt. Damit ist die Zahl gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent gestiegen. Auch die Zahl der gezählten Jungtiere ist um acht Prozent, auf mehr als 7.000 Tiere gestiegen.
Internationales Wattenmeersekretariat
16.11.2011EU-Parlament fordern mehr Engagement im Bienenschutz
Das EU-Parlament sieht dringenden Bedarf an mehr Schutz für Bienen und fordert von den zuständigen Stellen und Mitgliedsländern u.a. die Erhöhung der Investitionen für die Erforschung neuer Arzneimittel sowie Gelder zur Schulung von Landwirten über die Verwendung von bienenfreundlichen Pflanzenschutzmitteln. So müssten Pharma-Konzerne motiviert werden, neue Medikamente zu entwickeln, beispielsweise für die Behandlung von Varroatose, so die Parlamentarier. Weiterhin forderten sie die Einrichtung nationaler Kontrollsysteme und harmonisierte Standards für Datensammlung auf EU-Ebene. Zudem solle die Kommission objektive Forschungen über die möglichen negativen Auswirkungen von GVO-Kulturen auf die Gesundheit von Honigbienen durchführen. Sie warnten davor, dass sich ein zunehmendes Bienensterben schwerwiegend auf Europas Lebensmittelproduktion und die Umweltstabilität auswirken könnte. Insgesamt seien 76% der Lebensmittelproduktion in Europa von der Bestäubung durch Bienen abhängig. Die Mehrzahl der Pflanzen, schätzungsweise 84%, werde durch Bienen bestäubt.
SPD
15.11.2011Bundestierärztekammer gegen Vermarktung von Käfigeiern ab 2012
Die Bundestierärztekammer (BTK) hat sich klar gegen eine vorübergehende Vermarktung klassischer Käfigeier innerhalb der EU über den 1. Januar 2012 hinaus ausgesprochen. BTK-Präsident Prof. Dr. Mantel sagte dazu: "Es kann nicht sein, dass tierschutzwidrige Produktionsformen auch noch den Segen der EU erhalten. Das ist keine Lösung des Problems und wir lehnen das vehement ab. Der Tierschutz gilt europaweit." Die BTK verweist besonders darauf, dass der Beschluss zum Verbot der konventionellen Käfighaltung ab 2012 bereits im Jahr 1999 getroffen wurde.
BTK
EU-Kommission sieht weiteren Handlungsbedarf bei Tiertransporten
Die EU-Kommission hat einen Bericht veroffentlicht, der zwar seit 2007 Verbesserungen beim Schutz von Tieren während Transporten aufzeigt, aber auch noch Handlungsbedarf für weitere Verbesserungen anmerkt. In dem Bericht wurde ein Vergleich der Auswirkungen des Inkrafttretens der entsprechenden Verordnung mit der Situation vor dem Inkrafttreten vorgenommen. Demnach ergab sich eine Verbesserung der Gesamtqualität der Tiertransporte, die auf die Verbesserungen bei den Transportfahrzeugen sowie die Sensibilisierung des Personals zurückzuführen sind. Dennoch zeigt der Bericht auch einige Probleme auf, die abgestellt werden sollten. Zu den genannten drei schwerwiegenden Mängel zählen die lückenhafte Durchsetzung des geltenden rechts, Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedliche Auslegungen der Verordnung sowie die unzureichende Nutzung des Navigationssystems. Bei der Beseitigung der Mängel steht für die die Kommunikation und der Informationsaustausch im Mittelpunkt. Da die Durchsetzuung des Rechts in die Zuständigkeit der Mitgliedsländer fällt, will die EU-Kommission dafür sorgen, dass die Kontrollen durch die Behörden optimiert werden. Außerdem will die Kommission die Inspektionsbesuche in den Mitgliedsländern ausweiten.
EU-Kommission
BTK legt Konzept zum Arzneimittelverbrauch vor
Angesichts der weltweiten Zunahme von resistenten Keimen will die Bundestierärztekammer (BTK) einen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage über den Arzneimitteleinsatz in der Tierhaltung leisten. Die BTK hat auf ihrer Delegiertenversammlung am 5. November 2011 einstimmig ein Konzept zur Erfassung, Auswertung und Regulierung des Arzneimittelverbrauchs beschlossen. Darin wird u.a. die Aufgabe der Anonymität und der stichprobenartigen Prüfung zugunsten der standardmäßigen Erfassung des verordnenden Tierarztes, des behandelten Tierbestandes und der Mengen der Arzneimittel gefordert. Damit werdenvergleichende Auswertungen verschiedener Tierärzte, Bestände, Wirkstoffe, Einsatzmengenetc. möglich. Die Tierärzteschaft fordert seit vielen Jahren mehr Transparenz im Arzneimittelverkehr und engagiert sich für die Entwicklung nachhaltiger Tiergesundheitskonzepte in der Nutztierhaltung. Das Konzept der BTK zum Arzneimittelverbrauch finden Sie auf der Webseite der BTK.
BTK
EU stellt mehr als 200 Millionen Euro zur Seuchen- und Zoonosebekämpfung bereit
Die EU-Kommission hat in der vergangenen Woche beschlossen, 203 Millionen Euro im Jahr 2012 zur Tilgung, Bekämpfung und Überwachung von Tierseuchen und Zoonosen bereitzustellen. Zusätzlich sollen 11,5 Millionen Euro bereitgestellt werden, mit denen sich die EU an Dringlichkeitsmaßnahmen und Impfplänen beteiligt, mit denen in den vergangenen Jahren bereits einige Tierseuchen bekämpft wurden. Der zuständige EU-Kommissar John Dalli sagte, dass es sehr erfreulich sei, die Erfolge zu sehen, die die Anstrengungen bei der Tierseuchenbekämpfung in den letzten Jahren gezeigt haben. Insgesamt fließen die Gelder in 138 Jahres- oder Mehrjahresprogramme der Mitgliedsländer. Den Löwenanteil mit 65 Millionen Euro macht dabei die Bekämpfung der Rindertuberkulose in fünf Mitgliedsländern aus. Erfreulich wird die Situation bei den transmissiblen spongiformen Enzephalopathien eingeschätzt. Hier sind die Fälle gegenüber den Vorjahren um 30 Prozent gesunken. Zur Fortführung der Bekämpfungsmaßnahmen werden 54 Millionen Euro bereitgestellt. Die aufgewendeten Mittel für die Blauzungenkrankheit werden im kommenden Jahr auf sieben Millionen Euro sinken, da die Mitgliedsländer zur freiwilligen Bekämpfung übergegangen sind. Weiterhin hoch sind mit 16 Millionen Euro die für die Bekämpfung der Salmonellose aufgewendeten Mittel.
EU-Kommission
Aigner besteht auf sofortiger Umsetzung des EU-weiten Käfighaltungsverbots
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) machte bei der jüngsten Agrarministertagung in Brüssel deutlich, dass sich alle EU-Mitgliedsländer an den Beschluss, die konventionelle Käfighaltung von Legehennen mit Beginn des neuen Jahres vereinbarungsgemäß zu verbieten, halten müssten. "Alle EU-Mitgliedstaaten müssen den Ausstieg aus der konventionellen Legehennenhaltung fristgerecht bis Ende 2011 vollziehen. So war es von Anfang an vereinbart. Es darf im europäischen Tierschutz keine Rolle rückwärts geben. Betriebe, die wie vorgegeben die herkömmliche Käfighaltung abgeschafft haben, dürfen nicht wirtschaftlich benachteiligt werden", sagte die Ministerin. Die deutschen Länderagrarminister sind sich einig, dass ab 2012 die Bestimmungen über die Vermarktung von Eiern in der gesamten EU einheitlich angewendet werden müssen. Bundesministerin Aigner macht in diesem Zusammenhang deutlich: "Dazu gehört, dass ab 2012 Eier von Legehennen, die in konventionellen Käfigen gehalten werden, auch EU-weit national nicht vermarktet werden dürfen, auch nicht in verarbeiteten Lebensmitteln. Da darf es keine Ausnahmen geben. Das Verbot, Legehennen in konventionellen Käfigen zu halten, ist ein großer Fortschritt für den Tierschutz. Deutschland hat die Batterie-Käfighaltung bereits zwei Jahre früher abgeschafft als es nach EU-Recht erforderlich gewesen wäre. Die anderen Mitgliedstaaten müssen jetzt folgen - und zwar ohne Ausnahme", so Aigner.
BMELV
14.11.2011Bei der Gewöhnung von Katzen an Kinder ist einiges zu beachten
Bei der Gewöhnung einer Katze an Kinder sollte einiges beachtet werden. So sollten kleine Kinder nur langsam, ruhig und unter Aufsicht mit dem Tier vertraut gemacht werden. Zu vermeiden sind Hektik, Lärm und schnelle Bewegungen, so der Rat von Experten des Informationsdienst Heimtierbedarf (IVH). Eltern sollten den Kindern zeigen, wo und wie die Katze gestreichelt werden möchte. Griffe nach Ohren, Augen und Schwanz sollten dagegen energisch verneint werden, ebenso der Versuch, die Katze gegen ihren Willen festzuhalten. Die Katze sollte stets die Möglichkeit haben, sich zurück zu ziehen, wenn es ihr zu viel wird. Dazu kann beitragen, ihre Schlaf- und Fressecke mit einem Babygitter abzusperren und die Katzentoilette außer Reichweite zu stellen, so der Rat des IVH.
IVH
Katzen beim Fellwechsel unterstützen
Momentan befinden sich viele Tiere im Fellwechsel. Daher ist es vollkommen normal, wenn insbesondere Freigänger-Katzen momentan sehr stark haaren, weiss Tierarzt Dr. Wolfgang vom Hove. Aber auch reine Wohnungskatzen wechseln ihr Fell. Er rät, die Tiere im Fellwechsel durch tägliches Bürsten zu unterstützen. Besonders wichtig sei dies bei Langhaarkatzen, denn durch Putzen und Lecken nehmen Katzen bei ihrer Fellpflege jetzt vermehrt Haare auf. Verschlucken sie diese, können Fellknäule zu einem Darmverschluss führen. Vom Hove rät Haltern von Langhaarkatzen außerdem dazu, sich von ihrem Tierarzt Malzpaste verschreiben zu lassen. Sie beschleunigt den Abgang der verschluckten Haare.
BZ
UN-Dekade der Biologische Vielfalt eröffnet
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat anlässlich der Eröffnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt vor einem "nie da gewesene Tempo" des weltweiten Artensterbens von Pflanzen und Tieren gewarnt. Gleichzeitig forderte er auch zu Zeiten der Finanzkrise mehr Engagement und Durchhaltevermögen im Bereich Artenschutz. Die von den Vereinten Nationen beschlossene UN-Dekade von 2011 bis 2020 soll entscheidend dazu beitragen, globale Biodiversitätsziele umzusetzen.
BMU
BfN
10.11.2011RKI legt Rangfolge von Infektionserregern fest
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bedeutendsten Infektionserreger aufgelistet. Insgesamt umfasst die Liste 127 Erreger, die vom RKI in vier Prioritätsgruppen aufgrund von zehn Bewertungskriterien u.a. wie Sterblichkeit, Häufigkeit, Krankheitslast und Therapiemöglichkeit eingeteilt wurden. Die Gruppe mit der höchsten Priorität umfasst 26 Erreger. Darunter sind solche, die seit Jahren bereits einen großen Raum im Öffentlichen Gesundheitsdienst und im Infektionsschutz einnehmen, wie HIV, Influenza, Legionellen, Masern oder Tuberkulose. In dieser Gruppe finden sich auch Erreger, die häufig im Krankenhaus übertragen werden oder aufgrund von Resistenzen mit Antibiotika schwer zu behandeln sind, etwa Klebsiella oder Staphylococcus aureus (einschließlich der multiresistenten S. aureus, MRSA). Auch Erreger, die in der Öffentlichkeit bislang eher weniger wahrgenommen wurden wie Campylobacter, Helicobacter pylori oder das Respiratorische Synzytial Virus (RSV) erhielten die höchste Priorität. "Es ist auch im internationalen Vergleich die erste Priorisierung dieser Art mit einer derart systematischen und transparenten Evidenzbasis", unterstreicht Gérard Krause, Leiter der Abteilung für Infektionsepidemiologie.
RKI
09.11.2011Diskussion um Arzneimittelanwendungen bei Nutztieren irreführend
Der Deutsche Bauernverband (DBV) reagiert mit Verwunderung auf die aktuell von Bund und Länder geführte Diskussion um den Einsatz von Arzneimitteln in der Nutztierhaltung. Dies erwecke den Eindruck, dass die Behandlung kranker Tiere derzeit weder transparent und noch rückverfolgbar sei, erklärte der DBV. Dabei seien nach dem Gesetz Landwirte und Tierärzte seit nunmehr 10 Jahren verpflichtet, die Anwendung von Arzneimitteln - insbesondere von Antibiotika - bei den Nutztieren zu dokumentieren und jederzeit zur Verfügung zu stellen. Dass Bund und Länder diese Datengrundlage erst jetzt nutzen wollen, sei zwar die richtige - wenn auch späte - Erkenntnis, betonte der DBV.
DBV
Aigner will Antibiotikaeinsatz in der Tiermast neu regeln
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will den Antibiotikaeinsatz in der Tiermast neu regeln und den Verbrauch minimieren, wie der Radiosender "NDR Info" mitteilt. Dazu hat die Ministerin ein Maßnahmenpaket entwickelt, das dem Radiosender nach eigenen Angaben vorliegt. Ein wichtiger Baustein ist die Änderung der Regeln zur Dokumentation des Antibiotikaverbrauchs. Bisher besteht hier für Geflügel eine Ausnahme, so dass keine konkreten Daten über den Antibiotikaeinsatz beim Geflügel vorliegen. Diese Ausnahme soll nach dem Willen Aigners fallen. Diese Maßnahme kann auch als Reaktion auf Berichte gewertet werden, nach denen in der Geflügelmast deutlich mehr Antibiotika verwendet werden, als bisher vermutet wurde. Daneben soll auch die Tierärztliche Hausapothekenverordnung (TÄHAV) verschärft werden. Welche konkreten Änderungen hier geplant sind, wurde bisher nicht berichtet.
ots
Gescheckte Pferden der Höhlenmalerei gab es tatsächlich
Archäolgen diskutieren bereits seit Jahren darüber, ob es die auf Höhlenmalereien abgebildeten gescheckten Pferde tatsächlich gab oder ob sie der Phantasie der frühzeitlichen Künstler entsprangen. Ein besonders bekanntes Beispiel sind die 25.000 Jahre alten Malereien im französischen Pech-Merle. Ein internationales Forscherteam unter Führung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo und Wildtierforschung (IZW) ist dieser Frage nachgegangen und hat dazu Genmaterial von Pferden untersucht, das bis zu 35.000 Jahre alt war und aus 15 verschiedenen Ländern stammte. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Farbvariabilität gelegt. Und an Hand dieser Untersuchungen gehen die Forscher davon aus, dass die gescheckten Pferde - auch Tigerschecken genannt - nicht der Phantasie der frühen Künstler entsprangen. Dabei konnte bei den Pferden der Genkomplex gefunden werden, der für Scheckung verantwortlich ist. Mit diesen Ergebnissen wird die These gestützt, dass die frühen Höhlenmaler ein naturgetreues Abbild ihrer Umgebung zeichneten.
idw
Leinen- und Maulkorbpflicht in Niederösterreich verfassungskonform
Der Österreichische Verfassungsgerichtshof (VFGH) musste sich damit beschäftigen, ob eine Leinen- und Maulkorbpflicht für bestimmte Hunderassen in Niederösterreich mit der Verfassung des Landes konform ist. Der Unabhängige Verwaltungssenat Niederösterreichs (UVS) hatte diese Frage an das Gericht gestellt, nachdem dort einige Verfahren anhängig waren. Der UVS war der Meinung, dass es dem Gleichheitsgrundsatz widerspreche, wenn für bestimmte Hunderassen eine Leinen- und Maulkorbpflicht an öffentlichen Orten festgelegt werde, ohne dabei die spezielle Gefährdung durch den einzelnen Hund zu berücksichtigen. Das Verfassungsgericht konnte dieser Auffassung nicht folgen und gestattet dem Gesetzgeber, Hunden, denen auf Grund einer Liste erhöhtes Gefahrenpotential zugeschrieben wird, gleichzeitig eine Leinen- und Maulkorbpflicht aufzuerlegen.
VFGH Österreich
08.11.2011Katzenklappe bedarf einer Genehmigung
Der Einbau einer Katzenklappe in die Wohnungstür ohne die Zustimmung des Vermieters kann die fristlose Kündigung zur Folge haben. Außerdem kann so eine Katzenklappe auch Streitigkeiten mit der Versicherung, z.B. im Falle eines Einbruchs nach sich ziehen, zumindest wenn dem Einbrecher der Einbruch durch Zuhilfenahme der Katzenklappe gelingt, weiss der Tierschutzverein Tasso e.V.
Tasso e.V.
Niedersachen probt MKS-Krisenfall
Um im Falle eines Ausbruchs einer Tierseuche schnell und effektiv handeln zu können, probt Niedersachsen heute den Ernstfall anhand eines fiktiven Verdachts auf Maul- und Klauenseuche (MKS) in einem Milchviehbetrieb aus dem Landkreis Schaumburg. In diesem Jahr steht erstmalig das Tierseuchen-Koordinierungszentrum des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) im Mittelpunkt der im Auftrag des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums durchgeführten Übung. Zudem nehmen die Landkreise Schaumburg, Peine, Cloppenburg und Vechta teil. Es werden die entsprechenden Sperr- und Kontrollzonen im Rahmen der Übung durch den betroffenen Landkreis eingerichtet und im LAVES tritt der Krisenstab zusammen, um die weiteren Maßnahmen einzuleiten. Getestet wird in diesem Jahr vor allem, ob die Koordinierungsfunktionen des LAVES reibungslos funktionieren. "Die Arbeit, die im Krisenfall zu bewältigen ist, unterscheidet sich enorm von der Arbeit im Normalbetrieb, so dass nur durch solche Übungen die ausreichende Vorbereitung auf eine Krise erreicht werden kann" erläutert Dr. Ursula Gerdes, Leiterin der Task-Force Veterinärwesen und der Abteilung Tiergesundheit des LAVES. "Mit der diesjährigen Übung möchten wir in besonderem Maße die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im LAVES vorbereiten, die im Normalfall mit anderen Aufgaben betraut sind."
LAVES
Bundesratsinitiative soll zu Wildtierverbot in Zirkussen führen
Wildtiere sollen in Zukunft nicht mehr ihr Dasein in Zirkussen fristen müssen. Dafür hat sich der Agrarausschuss des Bundesrats klar ausgesprochen, wie die Hannoversche Allgemeine berichtet. Am 25. November 2011 soll das Plenum der Länderkammer das Wildtierverbot in Zirkussen auch gegen den Widerstand von Union und FDP beschliessen. Die Union befürchtet unter anderem, dass ein solches Verbot gegen die Verfassung verstoßen könne, weil es die Freiheit der Berufsausübung der Dompteure sowie das Eigentumsrecht unverhältnismäßig einschränken würde. Andererseits ist die nicht artgerechte Haltung von Wildtieren in Zirkussen mit dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz unvereinbar. Darüber hinaus wird auch die Haltung von Wildtieren in der EU kritisch beäugt. Bereits 13 europäische Ländern haben die Haltung von Wildtieren bereits ganz oder teilweise verboten.
Hannoversche Allgemeine
07.11.2011Prof. Theo Mantel weiter Vorsitzender der BTK
Der amtierende Präsident der Bundestierärztekammer (BTK) Prof. Dr. Theo Mantel ist am 4. November 2011 auf der Delegiertenversammlung mit 95 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt worden. Prof. Mantel steht ein für wissenschaftlichen Tierschutz, gesundheitlichen Verbraucherschutz und andere Belage der Tierärzteschaft auf deutscher und europäischer Ebene, in Politik und Öffentlichkeit. Ihm ist es wichtig, mit seinem Präsidium und Gremien tierärztliche Problemfelder zunächst fachlich anzugehen und anschließend Lösungen zu erarbeiten, so die Pressestelle der BTK. Außerdem wählte die Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer Herrn Prof. Dr. Axel Wehrend zum neuen Vorsitzenden der Akademie für tierärztliche Fortbildung (ATF). Prof. Wehrend ist langjähriges Vorstandsmitglied der ATF und leitet die Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz der Justus-Liebig-Universität Giessen. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Hartwig Bostedt an, der nach 12 Jahren an der Spitze der ATF nicht mehr für den Vorsitz kandidieren wollte aber der ATF als Vorstandsmitglied erhalten bleibt. Als stellvertretenden Vorsitzenden bestätigten die Delegierten einstimmig Prof. Dr. Volker Moennig im Amt, Vorsitzender der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG).
BTK
Deutsche geben für Lebensmittel kaum Geld aus
Die Deutschen geben nur knapp zehn Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit den durchschnittlichen 9,8 Prozent damit im unteren Drittel. Nur in Irland (8,6 Prozent) und Großbritannien (8,5 Prozent) muss die Bevölkerung noch weniger für Lebensmittel bezahlen. Die höchsten Preise zahlen dagegen im europaweiten Vergleich die Rumänen (26,6 Prozent). Noch in den 1970er Jahren mussten auch die Deutschen mit rund 33 Prozent deutlich mehr für Lebensmittel zahlen. In den 1950er Jahren waren es sogar noch rund 44 Prozent, wie LID unter Berufung auf AgE mitteilt.
LID
Zahl der Rinder und Rinderhalter in Österreich rückläufig
Auch in anderen europäischen Ländern geht die Zahl der Rinder und Rinderhalter immer weiter zurück. So auch im benachbarten Österreich. Am Stichtag - 1. September 2011 - wurden in Österreich offiziell 1,982 Millionen Rinder gehalten. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Wie Agrarheute.com unter Berufung auf eine Meldung von aiz berichtet, war der größte Rückgang mit minus fünf Prozent bei der Zahl der Kalbinnen zu vermerken gewesen. Dies wird in erster Linie auf die hohe Nachfrage nach österreichischen Zuchttieren aus dem Ausland zurückgeführt. Gleichzeitig verringerte sich auch die Zahl der Rinderhalter um 2,8 Prozent. Den stärksten Rückgang meldete das Burgenland (minus 4,4 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (minus 3,5 Prozent) und der Steiermark (minus 3,4 Prozent), so die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR).
Agrarheute.com
04.11.2011Impfen mit Parasiten
Wissenschaftler der University of Edingburgh (Großbritannien) haben erfolgreich den Einzeller Trypanosma theileri eingesetzt, um mit seiner Hilfe Rinder gegen andere Erkrankungen zu impfen. Dies könnte einen neuen Weg für Impfungen aufzeigen. Trypanosoma theileri kommt weltweit vor und findet sich als ungefährlicher Darmbewohner bei den meisten Rindern. Der Einzeller wurde so verändert, dass er über einen längeren Zeitraum eine Immunität gegen Babesia divergens erzeugte. Die Wissenschaftler sehen diesen Weg als Möglichkeit an, auch gegen andere Erreger wie z.B. Salmonellen oder Mykoplasmen einen effektiven Impfschutz kostengünstig herstellen zu können.
University of Edinburgh
PLOS Pathogens
03.11.2011Hirschkäfer ist Insekt des Jahres 2012
Der in Deutschland vom Aussterben bedrohte Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist zum Insekt des Jahres 2012 in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewählt worden. Der Hirschkäfer wird bis zu 9 cm groß und somit sind sie die größten Käfer inMitteleuropa. Ihren Namen verdanken sie den Männchen, die ein "Geweih" tragen. Den längsten Teil ihres Lebens verbringen die Käfer jedoch viele Zentimeter unter der Erde. Das Weibchen gräbt sich nach der Begattung 30 bis 50 cm tief in die Erde ein, um im Laufe von zwei Wochen 50 bis 100 Eier zu legen. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Larven, die sich anschließend zweimal häuten und schließlich eine Länge von 10 bis 12 cm erreichen. Unter der Erde ernähren sich die Larven von morschem, feuchtem und verpilztem Holz. Nach fünf, manchmal auch erst nach sechsoder acht Jahren, bauen sich die Larven in 15 bis 20 cm Tiefe eine Puppenwiege aus Erde und Mulm. In diesem Kokon machen sie dann in etwa sechs Wochen die Metamorphose zum adulten Käfer durch. Im Frühjahr graben sie sich dann an die Oberfläche, wo sie jedoch nur wenige Wochen leben, um sich fortzupflanzen.
Julius-Kühn-Institut
Mehr Schutz auch für wirbellose Tiere geplant
Das Tierschutzgesetzt schütz derzeit nur Wirbeltiere. Sogenannte Wirbellose, wie zum Beispiel der Hummer, sind derzeit noch "ohne Rechte". Das soll sich jetzt ändern, nach dem sich die Anzeigen wegen Tierquälerei und nicht artgerechter Haltung gehäuft haben. Die zuständigen Behörden der Bundesländer arbeiten laut einem Bericht des Soester-Anzeiger an einer gemeinsamen "Hummerhaltungs-Richtlinien". Darin soll auch die Haltung der Tiere in den Verkaufsbecken geregelt werden. Tierschützer beklagen seit Jahren das Zusammenbinden der Scheren der Tiere. Dadurch würde ein artgerechtes verhalten der Tiere unmöglich. So steht es auch in einem Merkblatt des bayerischen Landesamtes für Gesundheit: "Das regelmäßige Zusammenbinden der Scheren verhindert zwar Kannibalismus, macht aber auch ein artgemäßes Verhalten unmöglich." Dagegen soll nun mehr Platz Abhilfe schaffen. Jedoch ist davon auszugehen, dass dadurch auch die Preise steigen werden.
Soest-Anzeiger
02.11.2011Versuchstierzahlen in 2010 erneut gestiegen
Im Jahr 2010 wurden insgesamt 2,86 Millionen Tiere in Deutschland für Tierversuche verwendet. Dies ist der höchste Stand seit zehn Jahren, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl demnach um rund 70.000 Tiere gestiegen. Das Ministerium begründete den Trend mit dem Ausbau des Forschungsstandortes Deutschland und dem steigenden Interesse an der Gentechnik. Die Zahl der Versuchstiere ist aber nicht nur bei den "klassischen Versuchstieren" Nagern, Heimtiere, Fischen und Vögeln gestiegen, sondern es wurden auch mehr Pferde, Esel, Maultiere und Affen zu Versuchen herangezogen. Die Zahl der Katzen blieb dagegen konstant bei 800 Tieren und die der Hunde ging sogar auf 3.000 zurück. Tierschützer reagierten empört und forderten eine Verschärfung des Genehmigungsverfahrens.
BMELV
Tieren die Angst vor dem Tierarzt nehmen
Ein Tierarztbesuch kann für Tiere großen Stress bedeuten. Dies führt dann aber nicht nur für das Tier sondern auch für den Tierarzt und den Halter zu Problemen. Deshalb gibt der österreichische Verein "Pfotenhilfe" Tipps, wie man den Stress für Tiere vermeiden kann. Dazu gehört es, möglichst bereits mit den Welpen verschiedene Maßnahmen zu üben, wie sie später beim Tierarzt durchgeführt werden. Dazu gehören z.B. das Hochheben oder die Kontrolle der Ohren. Beim ersten Tierarztbesuch sollten dann möglichst keine schmerzhaften Behandlungen oder Impfungen durchgeführt werden. So erhält das Tier die Möglichkeit, eine vertrauensvolle Beziehung zum Tierarzt aufzubauen. Katzen sollte möglichst früh die Angst vor Transportboxen genommen werden bzw. sollte vermieden werden, dass diese überhaupt entsteht. Dazu kann die Transportbox dauerhaft aufgestellt werden, so dass die Katze sie als normalen Teil ihrer Umgebung wahrnimmt. Wird sie mit einer Decke oder einem Leckerli bestückt, wird die Katze die Transportbox sicher öfter besuchen.
Verein Pfotenhilfe.
MKS-Entwarnung in Südkorea
Der zunächst in Südkorea geäußerte Verdacht auf einen erneuten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) hat sich nicht bestätigt. Unter Bezug auf das zuständige Landwirtschaftsministerium wird berichtet, dass die durchgeführten Tests bei dem unter Verdacht stehenden Tier negativ ausfielen.
Promedmail
01.11.2011BASF stellt Zulassungsantrag für gentechnisch veränderte Speisekartoffel
Der Chemiekonzern BASF hat einen europäischen Antrag auf Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffelsorte "Fortuna" gestellt. Laut Antrag soll die Kartoffel kommerziell angebaut sowie als Lebens- und Futtermittel eingesetzt werden. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Kartoffel 2014 oder 2015 auf den Markt kommt. Die Kartoffel "Fortuna" wurde gentechnisch so verändert, dass sie einen natürlichen Schutz gegen die sogenannte Kraut- und Knollenfäule, die durch einen pilzartigen Erreger verursacht wird, besitzt. Es handelt sich nicht um den ersten Antrag auf Zulassung einer gentechnischen veränderten Kartoffel durch BASF. Im letzten Jahr hatte die EU den Anbau der Kartoffelsorte "Amflora" gestattet. Diese besitzt einen hohen Stärkegehalt und kann deswegen z.B. in der Papierproduktion eingesetzt werden.
BASF
Neue Wege im Kampf gegen Viren - auf dem Weg zum Breitbandpräparat
Der Kampf gegen virale Erkrankungen ist problematisch. Anders als gegen Bakterien, existieren keine Medikamente, die als sogenannte Breitband-Präparate gegen verschiedene Viren wirken. An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn hat man jetzt eine Weg aufgezeigt, der in der Zukunft zu breit wirksamen Präparaten gegen Viren führen könnte. Als Ziel haben die Wissenschaftler dabei den Stoffwechsel ausgemacht und erforscht, an welche Proteine des Wirtsorganismus die Proteine des SARS-Erregers anküpfen. Dabei fanden sie heraus, dass der Stoffwechselweg, den das Virus benutzt, bei vielen verwandten Viren ähnlich ist. Im Laborversuch konnten sie nachweisen, dass dadurch die Virusvermehrung gehemmt werden kann. Da dies SARS-Viren mit Viren verwandt sind, die weitere Erkrankungen bei Menschen und Tieren verursachen, könnte so zukünftig ein breit wirksames Medikament gegen diese Viren geschaffen werden. Allerdings werden noch einige Jahren vergehen, bevor hier Produkte auf den Markt kommen können.
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
31.10.2011Bio-Schweinehalter wollen Schweine künftig nur noch unter Betäubung kastrieren
Das Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschlands (ABD) setzen sich dafür ein, dass männliche Ferkel künftig nur noch unter Betäubung mit anschließender Schmerzbehandlung kastriert werden sollen. Ein entsprechender Beschluss wurde Mitte Oktober auf der diesjährigen ABD-Mitgliederversammlung in Fulda mit großer Mehrheit angenommen, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN) unter Berufung auf Agra Europe schreibt. Um die Kosten zu reduzieren, müsste der Landwirt jedoch - nach Vorbild der Schweiz - in Zukunft nach entsprechender Unterweisung selbst die Betäubung vornehmen dürfen, da ein nicht unerheblicher Teil der Kastrationskosten Tierarztkosten wären, wie der Vereinsvorsitzende Heinrich Rülfing erklärte.
ISN
ABD
Bundesregierung legalisiert Langstreckentiertransporte in die Türkei
Der Deutsche Tierschutzbund hat gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Animals' Angels gravierende Missstände bei Tiertransporten durch Europa in die Türkei aufgedeckt. Betroffen von diesen illegalen Transporten, an denen auch deutsche Speditionen beteiligt sind, sind neben Schlachtrindern auch sogenannte Zuchtrinder. Wie die Tierschutzorganisation mitteilt, liegen ihr Beweise vor, nach dem die Bundesregierung ein so genanntes Zertifikat freigegeben hat, mit dem die Transporte deutscher "Zuchtrinder" in die Türkei offiziell erlaubt sind. Außerdem würden solche Transporte noch subventioniert. "Die Transportumstände sind schon innerhalb der EU inakzeptabel, die Wege bis in die Türkei sind für die Tiere pure Qual. Die bittere Bilanz: Tierschutzverstöße sind bei den derzeitigen, ungenügenden gesetzlichen Vorgaben und Kontrollen systemimmanent", erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Allein im ersten Halbjahr 2011 waren es mehr als 100.000 Rinder und 600.000 Schafe, die unter grausigen Bedingungen in die Türkei geschafft wurden. Christa Blanke, Geschäftsführerin Animals' Angels: "Nach langen Wegen durch die EU-Staaten kommt es dann auch noch zu tagelangen Wartezeiten an der türkischen Grenze. Die Tiere stehen in der Sonne, werden nicht versorgt. An diesen internationalen Transporten beteiligen sich auch deutsche Firmen." Im Oktober 2011 wandte sich der Deutsche Tierschutzbund nun direkt an die zuständige Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) und forderte sie auf, den bevorstehenden Export deutscher Tiere - wie im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP verankert - zu stoppen und solche Transporte durch Zertifikate nicht noch zu legalisieren und zu subventionieren. Gleichzeitig rufen die Tierschützer alle Tierfreunde dazu auf, die 8hours-Kampagne durch das Unterzeichnen der Petition zu unterstützen!
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Animal' Angels 8 hours-kampagne
28.10.2011Altersgerechte Vorsorge unterstützt die Gesundheit der Katze
Die Katze ist mit rund acht Millionen Hauskatzen des Deutschen liebstes Tier. Katzen werden von ihren Haltern vor allem für ihre Individualität und ihren Eigensinn geliebt. Weniger individuell sind die typischen Katzenkrankheiten, die zum einen vom Alter, zum anderen von den Haltungsbedingungen mitbestimmt werden, wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) weiss. Wichtig ist deshalb eine Gesundheitsvorsorge nach Maß. So müssen Welpen vor allem vor Infektionskrankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose oder Tollwut geschützt werden. Diese Impfungen sollten jedoch zeitlebens in regelmäßigen Abständen fortgesetzt werden. Außerdem müssem die Tiere regelmäßig entwurmt werden. Mit zunehmenden Lebensjahren kommen dann häufig noch altersbedingte Erkrankungen inneren Organe wie Herz, Nieren oder Schilddrüse sowie der Gelenke hinzu. Tierärzte empfehlen etwa ab dem 7. Lebensjahr mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zu beginnen. Denn je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung.
BfT
27.10.2011Meldungen für EU-Schnellwarnsystem für Lebensmittel weiter gestiegen
Die Zahl der Meldungen an das EU-Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF) ist im Jahr 2010 im dritten Jahr in Folge gesteigen, wie die EU-Kommission mitteilt. Laut dem vorgelegten Jahresbericht für das Jahr 2010 gingen mehr als 8.500 Meldungen im System ein. Zu den häufigsten Gefahren in Informationsmeldungen zählten krankheitserregende Mikroorganismen, Pestizidrückstände, Schwermetalle und Verstöße hinsichtlich Lebensmittelzusatzstoffen. Etwa die Hälfte der Meldungen betraf Erzeugnisse aus Drittländern.
EU-Kommission
Titel: Mängel in der Betriebshygiene und im Hygienemanagement die Hauptursachen für Beanstandungen
Auch im Jahr 2010 bleiben Mängel in der Betriebshygiene und im Hygienemanagement die Hauptursachen für Beanstandungen. Insgesamt liegt die Zahl der Beanstandungen aber weiterhin konstant auf einem niedrigen Niveau. Das geht aus den Zahlen der amtlichen Lebensmittelüberwachung hervor, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte. Demnach wurden 921.000 Inspektionen in rund 538.000 deutschen Betrieben durchgeführt und 408.000 Proben untersucht. Bei rund 139.000 Betrieben (26%) stellten die Kontrolleure Verstöße fest. Die meisten waren Fehler in der Betriebshygiene und Mängel im Hygienemanagement, wie Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, Präsident des BVL mitteilte. Ebenfalls häufig wurden Mängeln bei der Kennzeichnung und Aufmachung der Lebensmittel registriert.
BVL
26.10.2011Java-Nashorn auf dem asiatischen Festland entgültig ausgestorben
Nun ist es wahr geworden. Das letzte noch lebende Java-Nashorn auf dem asiatischen Festland ist tot. Das Tier wurde im April vergangenen Jahres im Cat-Tien-Nationalpark in Vietnam von Wilderern erschossen. Dies konnte jetzt anhand von Gen-Analysen von Kotproben bestätigt werden, wie der Umweltschutzverband WWF und die International Rhino Foundation (IRF) in Hanoi mitteilten. Weltweit gibt es damit nur noch rund 50 Tiere, die nun alle in einem kleinen Nationalpark der indonesischen Insel Java leben. Das Java-Nashorn gehört zu den bedrohtesten Tierarten der Welt. Der Handel mit seinem Horn ist zwar in den meisten asiatischen Ländern verboten, doch wird sein Pulver in der traditionellen ostasiatischen Medizin nach wie vor gegen Malaria, Epilepsie, Vergiftungen und Abszesse eingesetzt.
WWF
Weltweite Fleischproduktion wächst stetig
Weltweit ist mit einem starken Anstieg der Produktion tierischer Erzeugnisse aufgrund gestiegener Nachfrage zu rechnen. Das Worldwatch-Institute in Washington beziffert den Pro-Kopf-Verbrauch in den Industriestaaten auf durchschnittlich 80 kg, während es in den Entwicklungs- und Schwellenländern lediglich 32 kg betragen soll. Entsprechend der steigender Nachfrage ist die globale Fleischproduktion im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent auf insgesamt 290,6 Mio Tonnen gestiegen. Seit den siebziger Jahren hat sich die Fleischproduktion weltweit bereits etwa verdreifacht, seit der Jahrtausendwende hat sie rund ein Fünftel zugelegt. Vor allem die Produktion von Hähnchenfleisch legte stark zu. Die Rindfleischerzeugung blieb dagegen mit einem weltweiten Aufkommen von rund 65 Mio Tonnen konstant. Am bedeutendsten ist jedoch nach wie vor die Schweinfleischproduktion mit 109 Mio Tonnen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Produktion um drei Prozent. Die Hälfte aller Schweine weltweit werden in China gehalten.
Worldwatch-Institute
Niedersachen kündigt Initiative gegen Importverbot illegaler Eier an
Die konventionelle Käfighaltung ist in der gesamten EU ab dem 1. Januar EU-weit offiziell verboten. Doch werden sich voraussichtlich zwölf Länder nicht an diese durch EU-Recht geregelte Vereinbarung aus dem Jahre 1999 halten. Was dann mit den illegal produzierten Eiern geschehen soll, ist noch unklar. Klar ist jedoch, dass Niedersachsen sich für ein Importverbot solcher Eier stark machen wird. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) kündigte am Montag eine entsprechende Initiative bei der Herbstkonferenz der Agrarminister in dieser Woche in Suhl an, wie Agrarheute.com berichtet.
Agrarheute.com
25.10.2011Brandenburgs Tierärzte üben für den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) stellt auch für heimische Schweinebestände eine potentielle Bedrohung dar. Die Erkrankung ist vor allem in Russland aktiv und eine weitere Ausbreitung Richtung Westeuropa wird befürchtet. Da im Krisenfall schnell gehandelt werden muss, üben Brandeburgs Tierärzte am 24. und 25. Oktober 2011 den Ernstfall. Im Mittelpunkt der Übung stehen die Alarmierung des Krisenstabes, die Aktivierung des Krisenzentrums, die Gestaltung und Einrichtung von Restriktionszonen, die Planung personeller und materieller Ressourcen sowie Sperrverfügungen und die Öffentlichkeitsarbeit. Nachdem die Übung auf Kreisebene durchgeführt wurde, soll noch eine Auswertung vorgenommen werden.
MUGV Brandenburg
24.10.2011Alle Lebensmittelwarnungen in zentralem Protal
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat im Auftrag der Bundesländer das Portal lebensmittelwarnung.de erstellt, in dem die Bundesländer zentral alle Lebensmittelwarnungen einstellen. Veröffentlicht werden Warnungen der Behörden vor im Handel befindlichen Lebensmitteln, die gesundheitsgefährdend oder dazu geeignet sind, Verbraucher zu täuschen. Auch über Rückrufaktionen einzelner Hersteller wird dort informiert. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) lobte bei der Vorstellung die dadurch entstehende Transparenz für Verbraucher und betonte, dass es ihr wichtig sei, dass die Verbraucher noch schneller und umfassender informiert werden als bisher.
BVL
www.lebensmittelwarnung.de
Besorgnis über zunehmende Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest
Im Rahmen der Anfang Oktober 2011 in Bonn abgehaltenen Weltkonferenz für Schweinefleisch zeigten sich verschiedene Experten besorgt über eine mögliche Ausbreitung der in Russland vorkommenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Europa und besonders die baltischen Staaten, wie thepigsite.com berichtet. Neben Verantwortlichen Russlands zeigte sich auch die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) besorgt über eine mögliche Ausbreitung des Virus. Das Virus könnte außer Kontrolle geraten und auf die Wildschweinepopulation in Europa übergreifen. In einigen Anrainerstaaten der Ostsee trifft man mittlerweile Vorsorge, um auf ein Übergreifen des Virus vorbereitet zu sein. So wurde in Dänemark kürzlich eine Notfallübung abgehalten. Ein besonderes Problem besteht darin, dass bisher kein Impfstoff gegen die ASP zur Verfügung steht, mit dem die Schweinebestände geschützt und eine Ausbreitung eingedämmt werden könnte.
thepigsite.com
Ebola-ähnliches Virus in Spanien gefunden
In Spanien wurden Todesfälle bei Fledermäusen untersucht. Überraschend wurde dabei ein Ebola-ähnliches Filovirus gefunden, das Lloviu Virus (LLOV) genannt wurde. Das Virus unterscheidet sich von anderen Marburg- und Ebola-Viren und stellt damit den ersten Nachweis eines Filovirus in Europa dar, das nicht aus einem Endemiegebiet Afrikas nach Europa importiert wurde.
PLOS
21.10.2011An der Universität Leipzig entsteht ein Klauentierzentrum
Am Fachbereich Veterinärmedizin der Universität Leipzig ist die Einrichtung einer Funktionseinheit Klauentiermedizin beschlossen worden. Sinn und Zweck der neuen Funktionseinheit ist die Bündelung und die Optimierung der Behandlung aller Klauentiere, wie der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Uwe Truyen, sagte. Ein einstimmiger Beschluss des Fakultätsrates zur Gründung einer solchen Funktionseinheit sei bereits gefasst worden. Im Frühjahr 2012 solle die inhaltliche Arbeit beginnen, erklärte Truyen.Ziel ist mittelfristig ein eigenständiges Klauentierzentrum, in dem drei Professoren und zehn wissenschaftlich Assistenten beschäftigt sein werden. Behandelt werden neben Rindern, Schafen und Schweinen auch Ziegen, Lamas und Alpakas. Bisher sind die Tiere je nach Krankheit in verschiedenen Kliniken auf dem Fakultätsgelände behandelt worden. Künftig sollen alle Kompetenzen in dem Zentrum vereint werden, da sich von Spezialisten für Geburtshilfe, Innere Medizin bis hin zu Chirurgen alle Profis zur Behandlung von Klauentieren unter einem Dach befinden. Die Gründung dieser neuen Funktionseinheit sei gleichzeitig der Beginn eines Strukturwandels in der Fakultät: weg von den Disziplinenkliniken, hin zu Tierart-spezifischen Kliniken, gab Prof. Dr. Heinz-Adolf Schoon, der Direktor des Instituts für Veterinär-Pathologie an der Universität Leipzig und gleichzeitig Vorsitzender der Entwicklungs- und Planungskommission, bekannt. Innerhalb von sechs Jahren sollen auch die vorhandenen Ressourcen im Bereich Pferde in einer entsprechenden Einheit gebündelt werden. So sieht es der Zwei-Stufen-Plan aus dem Fakultätsratsbeschluss vor. Die Funktionseinheit Klauentiermedizin könnte schon Ende 2011 etabliert sein, wie Schoon sagt. "Sobald die Professur für Krankheiten der Wiederkäuer, Schwerpunkt Rind, besetzt ist, geht es los", berichtet er. Das Berufungsverfahren stehe kurz vor dem Abschluss. Zum Klauentierzentrum sollen außerdem eine Professur für Bestandsbetreuung und eine Professur speziell für Krankheiten der Schweine gehören.
Universität Leipzig
EU-Kommission droht mit rechtlichen Schritten bei Nichteinhaltung des Legebatterienverbots
Die EU-Kommission wird auf die Einhaltung des Verbots der Haltung von Legehennen in herkömmlichen Käfigen in der EU pochen. EU-Kommissar John Dalli drohte den Mitgliedsländern, in denen die Verordnung ab dem 1. Januar 2012 nicht eingehalten wird, mit rechtlichen Schritten. Dalli verwies darauf, dass die Verbotsentscheidung bereits im Jahr 1999 getroffen wurde, aber die Situation in einigen Mitgliedsländern immer noch unbefriedigend sei. Dies habe Folgen für den Tierschutz und es bestehe die Gefahr von Marktverzerrungen. Neben der Gefährdung bereits getätigter Investitionen werde auch das Verbrauchervertrauen beschädigt, wenn die Verordnung nicht in allen Ländern eingehalten werde. Umgesetzt wurden die neuen Vorschriften nach Angaben der EU-Kommission bisher in Deutschland, Schweden, Luxemburg und Österreich.
EU-Kommission
20.10.2011Impfung von Hühnern- und Truthühnern gegen die Newcastle Disease nicht vergessen!
In Deutschland besteht eine Impfpflicht für Hühner- und Truthühner gegen die anzeigepflichtige Newcastle Disease (ND), auch atypische Geflügelpest genannt. Daran erinnert der Fachbereich Veterinärdienst und Verbraucherschutz des Landratsamtes Sigmaringen. Die ND ist eine hochansteckende Viruskrankheit von Hühnern und Truthühnern (Puten). Aber auch andere Vogelarten sind für ND empfänglich und können das Virus in sich tragen, verbreiten und unter Umständen auch selbst erkranken. Vorbeugend müssen deshalb alle Geflügelhalter - auch Hobbytierhalter - ihre Tiere regelmäßig durch einen Tierarzt gegen die Newcastle-Krankheit impfen lassen. Die Impfung ist in solchen Abständen zu wiederholen, dass im gesamten Bestand eine ausreichende Immunität aller Tiere gewährleistet wird. Die Impfhäufigkeit wird vom Impfstoffhersteller vorgegeben. Über die durchgeführten Impfungen ist ein Nachweis zu führen. Zuwiderhandlungen gegen die Impfpflicht und fehlende Nachweisführung können als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße geahndet werden. Darüber hinaus können bei Auftreten eines Tierseuchenausbruchs auch Regressforderungen anfallen, wenn die Tierhalter ihrer Impfpflicht nicht ordnungsgemäß nachgekommen sind. Die Infektion eines gesunden Geflügelbestandes mit dem Virus erfolgt meist über den direkten Kontakt mit infizierten Tieren, beispielsweise beim Zukauf von Tieren mit unbekanntem Gesundheits- beziehungsweise Impfstatus. Weitere Übertragungsmöglichkeiten bestehen beim Kontakt mit Geflügelabfälle, Geräte, Futter, Einstreu und Menschen. Ergänzend weist das Landratsamt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Haltung von Hühnern, Puten und Tauben auch Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Wachteln und Laufvögeln beim Fachbereich Veterinärdienst und Verbraucherschutz registriert werden muss.
Landkreis Sigmaringen
verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest und Newcastle Disease
Mehr als die Hälfte der Masthänchen wird in Niedersachsen produziert
Mehr als die Hälfte aller Masthähnchen werden in Niedersachsen produziert. Wie Agrarheute.com unter Berufung auf das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden dort nach einer Zählung vom 1. März 2010 insgesamt 36.504.651 Tiere in 1.040 Betrieben gehalten. Das entspricht 54 Prozent des gesamten Hähnchenbestandes in Deutschland, wie Marktinfo Eier und Geflügel angibt. Die durchschnittliche Bestandsgröße lag dabei bei 35.101 Masthähnchen. Verglichen mit der Zählung im Jahr 2007 hat sich die Zahl der Hähnchen haltenden Betriebe von 1.845 Betrieben somit deutlich verringert. Auf dem zweiten Rang rangiert Mecklenburg-Vorpommern mit 8,5 Prozent der gehaltenen Hähnchen. Insgesamt wurden am Zähltag 2010 in Deutschland 67,53 Millionen Masthähnchen in 4.532 Betrieben gehalten.
Agrarheute.com
19.10.2011Tumorimpfstoff beim Hund zeigt Wirkung
An der University of Pennsylvania (USA) haben Versuche mit einem experimentellen Impfstoff gegen Non-Hodgkin-Lymphome gezeigt, dass mittels des Impfstoffes die Überlebenszeit der Hunde verlängert werden kann. Nach Angaben der Wissenschaftler ist dies ein erstmaliger Erfolg beim Hund. Mit dem Impfstoff wurden Hunde behandelt, bei denen der Tumor diagnostiziert worden war und die anschließend eine Chemotherapie erhalten hatte. Anschließend wurden die Tiere über mehrere Jahre beobachtet. Die Ergebnisse dieser Beobachtungen zeigen, dass die Tiere sehr wohl wieder einen klinischen Tumor entwickeln können, aber dass die Überlebenszeit im Vergleich zu einer ungeimpften Kontrollgruppe signifikant erhöht ist. Für die Impfung wurden B-Zellen von an dem Tumor erkrankten Hunden verwendet. Diese Zellen wurden kultiviert und anschliessend mit Tumor-RNA des jeweiligen Patienten bestückt.
University of Pennsylvania
EU verlängert Einfuhrverbot für Saaten aus Ägypten
Im Zuge des EHEC-Ausbruchs in diesem Jahr hatte die EU die Einfuhr von Saatgut aus Ägypten, aus dem Sprossen produziert werden kann, zunächst bis zum 31. Oktober 2011 untersagt. Hintergrund des Verbotes war ein Zusammenhang zwischen dem Ausbruch und aus Ägypten eingeführten Saaten. Dieses Verbot wurde von der EU bis zum 31. März 2012 verlängert, da eine von den EU-Veterinärbehörden durchgeführte Untersuchung erbrachte, dass die in Ägypten eingeführten Maßnahmen nicht ausreichen, um die bekannten Risiken auszuschalten.
EU-Kommission
Aigner verurteilt Anschläge auf landwirtschaftliche Betriebe
Angesichts der sich in Deutschland momentan mehrenden Berichte über Anschläge auf landwirtschaftliche Einrichtungen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) diese sowie die auch in anderen Ländern Europas zunehmenden Anschläge als besorgniserregend bezeichnet und verurteilt. Unter den Taten in Deutschland wurden auch Brandanschläge auf Großstallungen verzeichnet. Der Schwerpunkt liegt dabei bisher in Nord- und Ostdeutschland. Aigner zeigte sich besorgt, dass kleine Gruppen sogenannter Tierschutz-Aktivisten offenbar vor nichts zurückschrecken würden. "Wenn Höfe attackiert, Gebäude angezündet oder Maschinen beschädigt werden, dann hat das mit Tierschutz nichts mehr zu tun." so Aigner weiter. Die Ministerin forderte Justiz und Polizei auf, hart und konsequent durchzugreifen.
BMELV
Ermutigende Ergebnisse mit Impfstoffkandidaten gegen Malaria
Die Malaria, verursacht durch Plasmodium falciparum, ist eine der Infektionskrankheiten mit der weltweit größten Bedeutung. Jährlich fallen der Krankheit rund 800.000 Menschen zum Opfer. Eine im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie gibt zur Hoffnung Anlass, dass evtl. bald ein Impfstoff zur Verfügung steht, mit dem die Krankheit zurückgedrängt werden kann. In einer sogenannten Phase-III-Studie mit dem Impfstoff RTS,S wurden in Afrika mehr als 6.000 Kinder geimpft und über einen Zeitraum von zwölf Monaten beobachtet. Das Risiko mit RTS,S geimpfter Kinder, an Malaria zu erkranken, sank um 56 Prozent gegenüber nicht geimpften Kindern. Das Risiko an einer schweren Malaria zu erkranken sank um 47 Prozent. In der Studie wurden zusätzlich weitere Schutzmaßnahmen durchgeführt. So wurden bei 75 Prozent der Patienten auch mit Insektiziden behandelte Moskitonetze verwendet. In der weiter andauernden Langzeitbeobachtung der Impflinge soll überprüft werden, wie sich der Schutz 30 Monate nach der Impfung entwickelt.
ots
14.10.2011EFSA veröffentlicht erstes Gutachten zur EU-weiten Modernisierung der Fleischbeschau
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in der vergangenen Woche das erste Gutachten zur EU-weiten Modernisierung der Fleischbeschau veröffentlicht. Dieses erste Gutachten beschäftigt sich mit der Tierart Schwein. Fünf weitere Gutachten zu Geflügel, Rindern im Alter von über sechs Wochen, Rindern im Alter von bis zu sechs Wochen, Hausschafen und -ziegen, Zuchtwild und Einhufern, die als Haustiere gehalten werden, werden demnächst folgen. In dem Gutachten zum Schwein gibt die EFSA einige Empfehlungen zur Fleischbeschau insbesondere in Hinsicht auf Erreger wie Salmonellen, Yersinien und Toxoplasmen an. Hier gehen die Empfehlungen vor allem der Frage nach, wie eine Kreuzkontamination zwischen den Schlachtkörpern vermieden werden kann. So empfiehlt die EFSA, das Anscheiden bzw. Abtasten bei der Post-mortem-Beschau auf Grund der Gefahr der Kreuzkontamination nicht mehr durchzuführen. Dies könnte zwar dazu führen, dass einige Krankheiten, seltener erkannt würden. Allerdings käme dies nicht zum Tragen bei Krankheiten, die mehrere Organe betreffen würden. Deshalb sollte Anschneiden oder Abtasten nur durchgeführt werden, wenn bei der Besichtigung Auffälligkeiten festgestellt wurden. Die EFSA stellt - auch in Bezug zum MKS-Ausbruch in Großbritannien 2001 - fest, dass sowohl Lebend- als auch Post-mortem-Beschau weiterhin von Bedeutung sind, die gewonnenen Informationen allerdings zu wenig genützt würden. Zudem sollte die Bekämpfung der wichtigsten Gefahren in integrierter Art und Weise sowohl im Schlachthof als auch im landwirtschaftlichen Betrieb durchgeführt werden.
EFSA
Bundespatentgericht klärt Frage zur Bezeichnung "Schwarzwälder Schinken"
Die Frage, wann sich ein Produkt mit einer regionalen Bezeichnung schmücken darf, stellt sich immer wieder. Das Bundespatentgericht in München hat diese Frage jetzt zumindest für den "Schwarzwälder Schinken" geklärt. Dieser muss nach Ansicht des Gerichtes nicht nur im Schwarzwald produziert, sondern auch dort geschnitten und verpackt werden. Hintergrund war, dass die Schutzgemeinschaft Schwarzwälder Schinken beantragt hatte, die geschützte regionale Bezeichnung "Schwarzwälder Schinken" so zu verändern, dass auch Verarbeitung und Verpackung im Schwarzwald stattgefunden haben müssen.Dagegen hatten mehrere Firmen Einspruch erhoben. Eine der Firmen hatte Schinken zwar im Schwarzwald produziert, ihn aber neben anderen Produkten in Norddeutschland geschnitten und verpackt. Das Deutsche Patent- und Markenamt hatte den Antrag der Schutzgemeinschaft zunächst zurückgewiesen. Das Gericht stellte aber fest, dass die Echtneit nur gewährleistet werden kann, wenn das Produkt auch im Schwarzwald verarbeitet und verpackt wurde.
Bundespatentgericht
Kontinuierliche Blutzuckerbestimmung für Diabetes-Therapie wichtig
Für Diabetiker - sowohl Tiere als auch Menschen - ist es wichtig, dass der Blutzuckerspiegel möglichst nah am normalen Blutzuckerspiegel gehalten wird. Deshalb ist eine kontinuierliche Überwachung des Blutzuckerspiegels von großer Bedeutung, um die Patienten korrekt einstellen zu können. Wissenschaftler der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW) haben ein für Menschen entwickeltes Gerät zur kontinuierlichen Bestimmung des Blutzuckerspiegels erfolgreich bei Hunden getestet. An insgesamt zehn Hunden wurde das Gerät ausprobiert. Dazu wurde das Gerät für einige Zeit befestigt. Ein Gerät ging während einer Rauferei verloren und zwei Geräte fielen vor Ende der Testperiode aus. Trotz dieser Rückschläge konnten die Forscher wertvolle Aufschlüsse aus den gespeicherten Daten gewinnen. So zeigte sich, dass keiner der Hunde bisher optimal behandelt wurde und Verbesserungen der Behandlungen vorzunehmen sind. Die Wissenschaftler zogen insgesamt ein positives Fazit der Tests, denn die gewonnen Daten waren einfach zu verwerten und können so zu einer Optimierung der Diabetesbehandlung führen.
VUW
www.caninsulin.de - Management des Diabetes mellitus bei Hunden und Katzen
13.10.2011Deutsche Eierwirtschaft: Illegale Käfigeier dürfen nicht in die Verarbeitung wandern
Die Deutsche Eierwirtschaft hat mit massiver Kritik auf eine Ankündigung von EU-Kommissar John Dalli reagiert. Dalli will die Verabeitung von in Legebatterien produzierten Eiern in der EU auch über den 1. Januar 2012 hinaus zulassen. Eigentlich gilt ab dem 1. Januar 2012 in der EU ein Verbot der Haltung von Legehennen in sogenannten Legebatterien. In Deutschland gilt das Verbot der konventionellen Käfighaltung bereits seit dem 1. Januar 2010. Dr. Bernd Diekmann, Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsches Ei (BDE), hält diese Haltung der EU-Kommission für absolut inakzeptabel und sieht darin einen massiven Wettbewerbsnachteil für die deutschen Eiererzeuger. Diekmann verweist darauf, dass der Ausstieg aus der Käfighaltung bereits 1999 beschlossen wurde. Es gab also eine genügend lange Übergangszeit. Diekamnn sieht aber nicht nur die EU-Kommission sondern auch die deutsche Politik in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass in der EU ab 2012 keine Eier aus konventioneller Käfighaltung mehr in den Handel oder in die Verarbeitung gelangen. Sollten solche Eier doch in die Lebensmittelkette gelangen, sieht der ZDG darin ein Höchstmaß an Verbrauchertäuschung. EU-Kommissar Dalli hatte angekündigt, dass einige Mitgliedsländer wie Belgien, Bulgarien, Frankreich, Polen, Portugal, Rumänien und Zypern das Ziel zur Umsetzung des Käfighaltungverbotes verfehlen würden. Italien, Griechenland, Lettland, Spanien und Ungarn hatten nicht einmal ausreichende Daten über die Umsetzung zur Verfügung gestellt.
ZDG
11.10.2011Wissenschaftlicher Nachweis des "Chronischen Botulismus" bisher nicht erbracht
In Fachkreisen wird momentan intensiv über den sogenannten "Chronischen Botulismus" bei Rindern diskutiert. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) weist daraufhin, dass bisher kein wissenschaftlicher Nachweis dafür vorliegt, dass die Erkrankung auch tatsächlich durch das Bakterium Clostridium botulinum verursacht wird. Die Hypothese, dass Rinder das Bakterium mit dem Futter aufnehmen und es dann zu einer Toxinfreisetzung kommt, ist bisher ebensowenig gesichert wie die Hypothese, dass es sich um eine Faktorenerkrankung handelt. DAS BMELV weist weiter daraufhin, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nach aktuellem wissenschaftlichem Stand keine Gefährdung der Verbraucher sieht. Um dem unter "Chronischen Botulismus" bekannten Krankheitsbild auf den Grund zu gehen, gibt es intensive Forschungsbemühungen von Bund und Ländern. Besonders problematisch ist, dass die bisherigen Ergebnisse der Forschungsarbeiten nicht miteinander vergleichbar sind, wie aus einem Ringversuch des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Daher besteht erheblicher Forschungsbedarf hinsichtlich der Laboruntersuchungen. Das BMELV hat deshalb weitere Mittel zur Untersuchung des "Chronischen Botulismus" feigegeben. Ein 24 Monate dauerndes Projekt soll Anfang 2012 starten.
BMELV
Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Buiatrix
Welternährungsbericht erscheinen
Das UN-Welternährungsprogramm (WFP), der Internationale Fond für Agrarentwicklung (IFAD) und die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben den Welternährungsbericht 2011 vorgestellt. Als besonders problematisch werden in dem Bericht die aktuell hohen Lebensmittelpreise angesehen. Befürchtungen von Experten gehen davon aus, dass diese sogar noch weiter steigen könnten. Dies hätte Auswirkungen auf ärmere Landwirte, Verbraucher und Länder, die besonders für Armut und Versorgungsunsicherheit anfällig sind. Besonders bedroht sind demnach Länder in Afrika, die immer noch an den Folgen der Ernährungs- und Wirtschaftskrise der Jahre 2006 bis 2008 leiden. Dies bedrohe die Umsetzung der sogenannten Milleniumsziele, die vorsahen, den Hunger auf der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Selbst wenn die Milleniumsziele umgesetzt werden könnten, würde dies bedeuten, dass immer noch 600 Millionen Menschen weltweit an Unterernährung leiden würden. Dies wäre eine Zahl, die nach Ansicht der Organisationen auf keinen Fall akzeptabel ist. Sie fordern deshalb die internationale Gemeinschaft auf, umgehend zu handeln, um den Hunger von der Erde zu verbannen.
FAO
10.10.2011Europa soll zentrale Rolle bei Bewältigung globaler Nahrungsmittelkrise einnehmen
Eine Gruppe von europäischen Wissenschaftlern hat dem polnischen Landwirtschaftsminister eine Erklärung übergeben, in der gefordert wird, dass Europa bei der Bewältigung der globalen Nahrungsmittelkrise eine zentrale Rolle einnimmt. Die Erklärung wurde dem polnischen Minister nach einer zweitägigen Tagung in Warschau übergeben, da Polen momentan dem Rat der EU vorsitzt. Von deutscher Seite war auch das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig beteiligt. UFZ-Mitarbeiter Josef Settele wies daraufhin, dass die globale Nahrungsmittelsicherheit nur dadurch sichergestellt werden könne, indem Disziplinen-übergreifende Ansätze u.a. landwirtschaftliche Produktion, Umweltschutz und Gesundheitsvorsorge verbinden. Settele wies zudem daraufhin, dass Biotechnologie in diesem Kontext zwar eine Rolle spiele, aber sicher nicht die zentrale Lösung darstelle. Die Erklärung der Wissenschaftler ist im Internet verfügbar.
idw
Warschauer Erklärung (PDF)
Novellierung des Tierschutzgesetzes für 2012 geplant
Die Bundesregierung plant, Anfang des kommenden Jahres einen Regierungsentwurf für ein neues Tierschutzgesetz vorzulegen und vom Kabinett beschließen zu lassen. Nach den Plänen der Regierung soll das Gesetz dann noch vor der Sommerpause 2012 verabschiedet werden. Das berichtet AgE unter Berufung auf Koalitionskreise, wie der Industrieverband Agrar (IVA) schreibt.
IVA
07.10.2011Internationale Konferenz zur Zukunft der Ferkelkastration in den Niederlanden
Anlässlich der bei Verbrauchern und Tierschützern immer mehr in die Kritik geratenen betäubungslosen Ferkelkastration, findet vom 30. November bis 1. Dezember 2011 in den Niederlanden eine internationale Konferenz zum Thema Generelles Verbot der Ferkelkastration in Europa statt (Boars Heading for 2018). Die Ziele dieser Konferenz sind der Austausch von Know-how und Fakten, das Identifizieren von Herausforderungen und das Finden möglicher Lösungen in den verschiedenen Ländern Europas. Das Endziel ist die europaweite vollständige Einstellung der Kastration im Jahr 2018. Darauf weist der Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion e.V. (ZDS) hin.
ZDS
Boars 2018
Zustimmung für neue EU-Tiergesundheitsstrategie und Überarbeitung der EU-Tierarzneimittelrichtlinie
Tierarzneimittel sind neben Managementmaßnahmen und der Verbesserung der Biosicherheit ein Schlüssel, um die Zielsetzung der Kommission "Prävention ist besser als Keulen" zu erreichen. Darauf wies EU-Gesundheitskommissar John Dalli auf der IFAH-Europe Jahreskonferenz in Brüssel hin. Wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) berichtet, hätte man bei den gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit bewiesen, dass die Tiergesundheitsindustrie effektiv und innovativ sei. Durch die neue EU-Tiergesundheitsstrategie und der Überarbeitung der europäischen Tierarzneimittel-Richtlinie werde die EU für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sein, so Dalli. Als zentrale Elemente sieht er die Verbesserung der Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln und den Abbau von Bürokratie. Patricia Brunko von der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz, befasst sich auf der Jahresversammlung mit dem aktuellen Stand zum Tierarzneimittel-Review. Unstrittig sei, dass der Unterlagenschutz insbesondere für seltenere und wirtschaftlich weniger bedeutende Tierarten (minor species) verbessert werden müsse. Für unabdingbar hält sie eine Vereinfachung der Verfahren und die Reduktion administrativer Belastungen. Auf breite Zustimmung bei den Beteiligten stieß dabei das von der europäischen Tiergesundheitsindustrie entwickelte 1-1-1 Konzept. 1-1-1 steht für einen Binnenmarkt, ein Zulassungsdossier und eine europaweit gültige Zulassung. Trotz der Vorbehalte seitens einzelner Behörden gegen eine grundlegende Überarbeitung des Zulassungsrechts, zeichnete sich auf der Konferenz eine breite Mehrheit für diesen Ansatz ab. Auch die Vorschläge für einen erweiterten Unterlagenschutz fanden große Unterstützung. Die Frage, wie bereits bestehende Produkte in ein künftiges neues EU-weites Zulassungssystem einbezogen werden können, wird weiter diskutiert.
BfT
06.10.2011Neues bpt-Präsidium gewählt
Auf dem bpt-Kongress in Mainz ist im Rahmen der Mitgliederversammlung die bpt-Führungsspitze neu gewählt worden. Dr. Hans-Joachim Götz wurde in seinem Amt als Präsident des Verbands für weitere 4 Jahre bestätigt. Als 1. Vizepräsident steht ihm weiterhin Dr. Rainer Schneichel und als 2. Vizepräsidentin die neu gewählte Tierärztin Inge Böhne zur Seite. Komplettiert wird das Führungsteam durch die Präsidiumsbeisitzer Dres. Bernhard Alscher, Klaus Kutschmann, Dirk Neuhaus, Petra Sindern und Tierarzt Rolf Herzel. Des Weiteren wurde als neue Schatzmeisterin Tierärztin Anna Lam gewählt.
bpt
Knapp 1.300 Tierärztinnen und Tierärzte besuchten den bpt-Kongress in Mainz
Am diesjährigen Jahreskongress des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte (bpt) vom 22. bis 25. September in Mainz haben insgesamt 1295 Tierärztinnen und Tierärzte sowie 150 Tiermedizinische Fachangestellte teilgenommen. Nicht alle von Ihnen konnten am diesjährigen, stimmungsvollen Gettogether auf dem Rhein, das gleichzeitig auch die Party zum 60. Geburtstag des bpt war, teilnehmen, da die Kapazitäten des riesigen Dampfers mit 1000 Leuten aufgebraucht waren. Ähnlich groß war auch der Andrag der Aussteller für die diesjährige Industrieausstellung "Marktplatz der Möglichkeiten", so dass kurzfristig noch neue Ausstellungsflächen in Zelten geschaffen werden mussten. Außer den tierartspezifischen Fort- und Weiterbildungsangeboten gab es auch ein betriebswirtschaftlich orientiertes Programm, ein Seminar zur Existenzgründung sowie Veranstaltungen zu den Themenfeldern ökologische Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Nicht zu vergessen das berufspolitische Symposium. "Als Aufgabenschwerpunkte stehen für uns, neben der Tierärztlichen Bestandsbetreuung, tiergerechtere Haltungssysteme, der verantwortungsvolle Umgang mit Arzneimitteln und verbesserte Strategien der Tierseuchenbekämpfung auf der Agenda", so ein Statement des bpt-Präsidenten Dr. Hans-Joachim Götz. Abschließend sagte Götz: "Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf den nächsten Kongress, der vom 15. bis 18. November 2012 in Hannover erneut teilparallel zur EuroTier stattfindet." Bis dahin können sich die Kleintierpraktiker u.a. bei der 20. bpt-Intensivfortbildung Kleintierpraxis vom 23. 26. Februar 2012 in Bielefeld die Zeit vertreiben: Schwerpunktthema in 2012 ist Das Blut als Organ.
bpt
ZZF wehrt sich gegen das vom Deutschen Tierschutzverbund geforderte Heimtierverbot
Der Deutscher Tierschutzbund (DTB) hat in seiner Pressemitteilungen zum Welttierschutztag 2011 die Novellierung des Tierschutzgesetzes gefordert. Dieses soll dann u.a. auch die nicht artgerechte Haltung von Tieren "in Wohnzimmern und Vorgärten" verbieten. Das kommt für den Präsidenten des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF), Norbert Holthenrich, einem Heimtierhaltungsverbot gleich. Der ZZF kritisiert die Forderung des DTB und spricht sich für eine noch intensivere Aufklärung aus. Das Verbot würde weder der Bedeutung des Gesetzes noch der Realität der Mehrzahl der vielen Millionen geglückter Mensch-Tier-Beziehungen gerecht. Es ist unverhältnismäßig und demütigt die Millionen Tierfreunde in Deutschland, die verantwortungsvoll mit ihren Heimtieren umgehen, so Holthenrich. Das in der Heimtierhaltung leider gelegentlich feststellbare Fehlverhalten von Menschen an Tieren darf nicht dazu instrumentalisiert werden, diese vielfältigen positiven Wirkungen des Zusammenlebens von Tier und Mensch durch zu weitgehende Gesetze abzuschaffen, hieß es weiter. Im Kern ziele der DTB mit seiner Forderung nach einem Verbot von exotischen und anspruchsvollen Heimtieren auf ein Verbot von fast allen Heimtieren, da in Deutschland aktuell in etwas mehr als einem Drittel aller Haushalte Heimtiere gehalten, dadrunter auch Exoten wie Meerschweinchen, Katzen oder Wellensittiche.
ZZF
05.10.2011Belgien ist offiziell frei von Aujeszky
Die EU-Kommission hat Belgien mit der Verleihung des Artikel-10-Status als offiziell frei von Aujeszky-Krankheit erklärt. Das berichtet SUS unter Berufung auf das belgische Informationszentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT). Nun könnten belgische Ferkel auch ohne die vorangehende Entnahme einer Blutprobe exportiert werden. Die Vereinigung der Schweinehalter (VEVA) erhofft sich dadurch eine Entspannung der inländischen Ferkelpreise. Der neue Status soll außerdem den Export nach Deutschland erleichtern und die Kosten um bis zu fünf Euro je Ferkel verringern.
SUS
Klauenprobleme auch bei Sauen nicht unterschätzen
Klauenprobleme bei Sauen werden häufig unterschätzt. Dabei leiden 85 Prozent der lahmenden Sauen an Klauenläsionen wie Rissen in Klauenwand und Klauensohle oder Veränderungen der weißen Linie wie aid unter Berufung auf Untersuchungen berichtet. Sauen mit schmerzhaften Klauenproblemen nehmen weniger Futter auf und ihre Fruchtbarkeit nimmt ab. Meist müssen die Sauen vorzeitig geschlachtet werden. Daher ist auch bei Sauen eine regelmäßige funktionelle Klauenpflege unerlässig. Das aid-Heft "Klauengesundheit beim Schwein" erklärt, wie es geht und woran Klauenprobleme bei Sauen zu erkennen sind.
aid
04.10.2011100 Jahre Veterinärinfektiologie am Paul-Ehrlich-Institut
Bereits vor 100 Jahren wurde die Abteilung Veterinärmedizin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) gegründet. Das PEI nimmt heute als moderne Zulassungsbehörde und anerkanntes Forschungsinstitut eine führende Rolle im Netzwerk europäischer Behörden und Prüflaboratorien ein. Seit 100 Jahren werden Impfstoffe und andere immunologische Arzneimittel für Tiere in Deutschland beim PEI "staatlich geprüft". "Bei der Entwicklung von DNA- und Vektorimpfstoffen ist die Veterinärmedizin und hier insbesondere die Veterinärinfektiologie der Humanmedizin voraus", lobte der Präsident des PEI, Prof. Klaus Cichutek, die Forschungsleistung in der Veterinärmedizin. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das PEI ab dem 7.10.2011 auch für Impfstoffe gegen exotische Krankheiten zuständig sein wird. Bislang fiel diese Aufgabe in den Zuständigkeitsbereich des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI).
PEI
Aktionstag Hund in Österreich
Hunde am Arbeitsplatz senken den Stresspegel und steigern das Betriebsklima, außerdem fördert der Dogwalk in der Mittagspause Konzentration, Gesundheit und Fitness der Angestellten. Daher möchte der Wiener Tierschutzverein nun auch in Österreich für diese Win-Win-Sitaution werben und hat nach dem Vorbild Deutschlands und anderer Länder den ersten Aktionstag "Unternehmen Hund" eingeführt. Ziel ist es, Hunde in den Büroalltag zu integrieren, da sie dann nicht alleine zu Hause sein müssen. Am ersten Aktionstag, am heutigen Welttierschutztag, nehmen bereits 30 Betriebe und 95 Hunde teil. Die übrigen 614.005 Hunde Österreichs sollen als "Kollegen" folgen.
ots
Wiener Tierschutzverein
Moderne Leistungszucht schließt Merkmale wie Fitness und Gesundheit mit ein
Ohne die Erfolge im Bereich Tierzucht, wäre eine ausreichende Versorgung vieler Menschen mit hochwertigen Nahrungsmitteln nicht möglich. In der modernen Leistungszucht haben aber auch die Tiergesundheit und die Fitness einen hohen Stellenwert, betont die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) in ihren aktuellen Green facts vom 4.10.2011. So wird neben den Leistungsmerkmalen auch auf qualitative Merkmale wie Fitness, Robustheit, Gesundheit und Sozialverhalten Wert gelegt. Bei den Holstein-Rindern bezögen sich sogar 55 % des Gesamtzuchtwertes auf solche qualitativen Merkmale. Ähnlich verhalte es sich auch bei anderen Rinderrassen wie Fleckvieh und Braunvieh. Aber nicht nur in der Rinderzucht werde Wert auf Gesundheit und Fitness gelegt. Die Schweine- und Geflügelzucht stehe der Rinderzucht in nichts nach. Darüber hinaus fänden auch bei den "Leistungskriterien" interessante Entwicklungen statt. So leistet die Zucht auf eine bessere Futterverwertung einen wesentlichen Beitrag zur effizienten Nutzung von Futterressourcen und zur Reduktion klimarelevanter Gase. In den USA wurde errechnet, dass die Menge an klimaschädlichem Methan in den letzten 50 Jahren von rund 62 g auf 27 g je kg Milch gesenkt werden konnte, und zwar sowohl durch die Steigerung der Milchleistung als auch durch die Verbesserung der Futterverwertung. Die Züchtung robuster und gesunder Tiere ist die Grundlage für die landwirtschaftliche Tierhaltung in Deutschland. Die ständige Optimierung von Fütterung, Stallklima, Einstreumanagement und die veterinärmedizinische Bestandsbetreuung sind weitere wichtige Aspekte verantwortungsvoller Nutztierhaltung.
FNL
30.09.2011EU verdoppelt Rindfleischexport
Die EU-Staaten haben in den ersten sieben Monaten 2011 beinahe doppelt so viel Rindfleisch exportiert wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Wie lid unter Berufung auf AgE berichtet, exportierten die EU-Staaten von Januar bis Ende Juli 2011 insgsamt 373.100 Tonnen Rindfleisch (Schlachtgewicht). Das entspricht einer Steigerung von 96 Prozent. Hier ist jedoch der Export von lebenden Tieren inbegriffen. Grund für den enormen Anstieg ist vor allem die starke Nachfrage aus der Türkei und Russland.
lid
Zu lange Wartezeiten auf einen Studienplatz sind verfassungswidrig
Bezüglich der Studienplatzvergabe im Fach Medizin über die Stiftung für Hochschulzulassung mit Schwerpunkt Numerus Clausus haben vier Studienbewerber einen Teilerfolg erzielt. Sie klagten vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, da sie auch nach sechs Jahren Wartezeit zum Wintersemester 2011/12 (früher ZVS) keinen Studienplatz bekommen hatten, berichtet die Kölnische Rundschau. Das Verwaltungsgericht entschied, dass die Vergabepraxis für Studienplätze im Fach Medizin zumindest teilweise verfassungswidrig ist. Per einstweiliger Anordnung wies die 6. Kammer die Stiftung nun an, ihnen vorläufig einen Studienplatz zuzuteilen. Das Verwaltungsgericht beanstandete zwar nicht die Vergabepraxis von Medizinstudienplätzen anhand der Abiturnote ansich, doch bei einer Wartezeit von sechs oder mehr Jahren sei jedoch "vor dem Hintergrund entsprechender Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum Numerus Clausus aus den siebziger Jahren die Grenze des verfassungsrechtlich Zulässigen überschritten", urteilten die Richter. So müssten auch Bewerber mit schwächeren Abiturnoten "zumindest eine realistische Chance auf Zulassung" haben. Das Bundesverfassungsgericht hat nach Aussage einer der Rechtsanwältinnen bereits in den 70er Jahren festgestellt, dass jeder Studienbewerber eine Chance auf Zulassung haben muss. Weiterhin gehe eine Wartezeit von sechs jahren oder mehr mit der Berufsfreiheit nicht konform.
Kölnische Rundschau
EU-Ministerrat beschießt Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel
Der Ministerrat der Europäischen Union hat neue Kennzeichnungsregeln für Lebensmittel beschlossen, wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilt. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sieht in den neuen Regeln einen Schritt hin zu einer modernen, verbraucherfreundlichen Lebensmittelkennzeichnung. Zu den beschlossenen Kennzeichnungsregeln gehört u.a., dass sogenannter Analogkäse auch als solcher gekennzeichnet werden muss und zwar in der Nähe des Produktnames. Bei Verwendung von sogenanntem "Klebefleisch" muss der Hinweis "aus Fleischstücken zusammengefügt" sichtbar sein. Damit soll der Täuschung der Verbraucher vorgebeugt werden. Zudem müssen künftig Stoffe, die Allergien auslösen können, farblich gekennzeichnet in der Zutatenliste ausgewiesen werden. Den Herstellern bleiben jedoch noch einige Übergangsjahre, um die neuen Regeln umzusetzen.
BMELV
29.09.2011Deutscher Ethikrat für eine Erweiterung des Embryonenschutzgesetzes
Die biomedizinische Forschung läuft auf Hochtouren und macht auch vor Mensch-Tier-Wesen, sogenannten Chimären, nicht Halt. Angesichts dieser rasanten Entwicklung empfiehlt der Deutsche Ethikrat eine Erweiterung des Embryonenschutzgesetzes. Das schon bestehende Verbot, menschliche Embryonen auf ein Tier zu übertragen oder Chimären zu erzeugen, sollte um ein Verbot der Übertragung tierischer Embryonen auf den Menschen ausgeweitet werden, heißt es in der am Dienstag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme. Auch Versuche, aus menschlichen Stammzellen gewonnene Nerven-Vorläuferzellen in das Gehirn von Versuchstieren zu übertragen, um z.B. Alzheimer-Demenz und Morbus Parkinson zu erforschen und ggf. behandeln zu können, haben Einfluss auf die Empfehlung gehabt. Die biologische Artgrenze zwischen Mensch und Tier werde immer mehr infrage gestellt.
Deutscher Ethikrat
28.09.2011Verwaltungsgericht bestätigt Auffassung der Verwaltung in einem Fall des Hundehandels
Die Verwaltung des Kreises Ahrweiler (Rheinland Pfalz) hatte bei Kontrollen zwischen Juli 2010 und August 2011 bei einer Halterin bis zu 14 Hunde aus Slowenien, Kroatien und Rumänien gefunden. Die Kreisverwaltung untersagte der betreffenden Halterin mit Wirkung vom 9. August den gewerbsmäßigen Hundehandel mit aus EG-Ländern und auch aus Drittländern verbrachten Tieren. Die vorhandenen Tiere mussten umgehend abgegeben werden. Alleine im Juli 2010 hat die Halterin nach Angaben der Verwaltung 39 Hunde in verschiedenen Anzeigeportalen zu Preisen von 150 bis 350 Euro angeboten. Die Behörden gingen deshalb von einem gewerbsmäßigen Hundehandel aus, für den die Halterin keine Erlaubnis besaß. Die Halterin hatte gegen den Beschluß Widerspruch eingelegt und beim Verwaltungsgericht Koblenz in einem Eilantrag die aufschiebende Wirkung gegen die Wirksamkeit des Bescheides beantragt. Zur Begründung gab sie an, dass sie keinen gewerbsmäßigen Hundehandel betreibe und die Tiere aus Tierheimen und von Dritten beziehe, die die Tiere aus Tierschutzaspekten nach Deutschland verbringen würden. Die erhobene Schutzgebühr sei nicht kostendeckend und es bestehe keine Gewinnerzielungsabsicht. Das Verwaltungsgericht Koblenz hat dies zurückgewiesen und festgestellt, dass der von der Verwaltung ergangene Bescheid offensichtlich rechtmäßig war. Das Gericht sieht allein den Umfang der angebotenen Tiere und das Angebot in Online-Portalen als Hinweis auf einen gewerbsmäßigen Handel an. Daher sei der Handel auch zu untersagen, weil der Betroffenen für einen gewerbsmäßigen Handel die tierschutzrechtliche Genehmigung fehlte. Die Abgabe der Hunde soll zudem den unkonrollierten Durchlauf von Tieren unterbinden.
27.09.2011EU-Kommission will Fangquote um elf Prozent reduzieren
Vielen Fischarten geht es schlecht, da sie stark unter der allgemeinen Überfischung der Weltmeere leiden. Daher soll die Fangquote nun in Nordsee und Atlantik um elf Prozent gesenkt werden, um die Fischbestände zu schützen und so die Erträge der Fischer langfristig zu sichern. Das sieht der erste von zwei Vorschlägen der EU-Kommission vor, der am Dienstag in Brüssel vorgestellt wurde. "Die Reform stellt die Weichen für eine zukunftsfähige Fischereipolitik, die regelmäßig nachwachsende Bestände gewährleistet und Fischern ein anständiges Einkommen garantiert", so EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki. Darüber hinaus plädiert die EU-Kommissionen in einigen Regionen für Fischarten wie Kabeljau sogar für einen Fangstopp, um das Überleben dieser Art zu sichern. Der Vorschlag wird von den EU-Staaten auf der Tagung der Fischereiminister im November beraten. Am 15. September hatte die Kommission bereits Fangmengen für die Ostsee-Bestände empfohlen. Sie wird im Herbst einen weiteren Vorschlag für die Bestände in Nordsee und Atlantik vorlegen, die gemeinsam mit Drittländern bewirtschaftet werden. Alle vorgeschlagenen Fangmengen beruhen auf den wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) und des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses für Fischerei (STECF). Endgültiges Ziel der Kommission ist es, bis 2015 eine Befischung aller Bestände auf nachhaltigem Niveau durchzusetzen, dem so genannten höchstmöglichen Dauerertrag (Maximum Sustainable Yield - MSY).
EU-Kommission
Ausreichend Nahrung durch effizientere Wassernutzung
Nicht Wassermangel ist der Hauptgrund, dass heute in vielen Regionen der Erde nicht genügend Nahrungsmittel angebaut werden können, sondern die ineffiziente Nutzung und die ungleiche Verteilung des vorhandenen Wassers. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam nach Analyse der Lage in mehreren großen Flusseinzugsgebieten der Erde. Damit seien viele Wasserprobleme letztlich eine politische Herausforderung und beruhten nicht auf einem Mangel an Ressourcen. Die Ergebnisse der Analyse zeigten, dass vor allem in Afrika ein Großteil der Vegetation über Regenwasser versorgt werden könnte. Doch nur vier Prozent dieser Ressource würden aufgefangen und für die Bewässerung und zum Tränken des Viehs genutzt, so die Forscher des internationalen Challenge Program on Water and Food (CPWF). "Wenn wir uns mehr bemühen, die Regenwasser-Landwirtschaft zu intensivieren, könnten wir die Welt ernähren, ohne den Druck auf die Flusssysteme noch zu verstärken", sagt Studienleiter Simon Cook vom International Center for Tropical Agriculture (CIAT). Die Nahrungsmenge könnte dann auch für die rund 9,5 Milliarden Menschen reichen, die den Bevölkerungsprognosen nach bis zum Jahr 2050 auf der Erde leben sollen.
CGIAR
Preise für Stroh und Heu steigen empfindlich
Pferdehalter müssen damit rechnen, dass die Preise für Stroh und Heu um bis zu 50% steigen. Grund ist der viele Regen und die entsprechend schlechte Ernte dieses Jahr. Das berichtete WDR-Aktuell am 25.09.2011. Demnach kostet ein Radballen Stroh anstatt wie im vergangenen Jahr 90 Euro, in dieser Saison etwa 150 Euro. Auch die Heuernte ist aufgrund der feuchten Witterung schlecht ausgefallen. Entsprechend steigen die Preise. Werden Alternativen zur Langstroheinstreu wie Späne, Torf, Leinstroh, Strohhäcksel und Strohpellets in Betracht gezogen, muss der steigende Rohfaserbedarf entsprechend durch Heu ausgeglichen werden.
WDR-Aktuell
26.09.2011Bundesrat lehnt Übergangsfrist für Kleingruppenkäfige für Legehennen bis 2035 ab
Die Duldung der umstrittenen Kleingruppenkäfige für Legehennen bis ins Jahr 2035 hat im Bundesrat keine Mehrheit gefunden. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) lobte die Entscheidung und sprach von einem "guten Tag für den Tierschutz in Deutschland". Auch der Deutsche Tierschutzbund begrüßte den Stopp der vorgesehenen langen Übergangszeit als "Lichtblick für die Hühner in den Käfigen". Der Vorsitzende des Bundestags-Agrarausschusses, Hans-Michael Goldmann (FDP), sprach dagegen von einem "niederschmetternden Ergebnis für Geflügelhalter". Der Staat habe Bestandsschutz versprochen. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Haltung in Gruppenkäfigen nach einer Klage von Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr aus formalen Gründen für nichtig erklärt. Das Bundesagrarministerium legte daraufhin eine neue Verordnung vor, die für bestehende Anlagen aber Übergangsfristen bis 2035 vorsah. Nun muss bis Ende März 2012 eine neue Regelung gefunden werden, wie Sueddeutsche.de berichtet.
Sueddeutsche.de
Russland ruft Notstand wegen ASP aus
In der russischen Region Krasnodar gibt es einen neuen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Betroffen ist ein Betrieb im Herzen der Schweineproduktionsregion, in der rund 20.000 Schweine gehalten werden, wie ISN meldet. Bislang konnt der Infektionsherd jedoch noch nicht gefunden werden und es häufen sich die Verdachtsfälle in den Schweinebetrieben der Umgebung. Die zuständigen Behörden und Tierseuchenexperten sind daher in großer Sorge, dass wenn man die Ausbreitung des Virus dort nicht stoppen könnte, er überhaupt nicht mehr aufzuhalten sei. Es wurde der Notstand ausgerufen. Das Ministerium für Notfallsituation und alle Veterinärdienste sind alarmiert.
ISN
Überarbeiteter EU-Almanach Lebensmittelsicherheit erschienen
Das Bundesinstitut für Lebensmittelsicherheit (BfR) hat die zweite, komplett überarbeitete Auflage des EU-Almanachs Lebensmittelsicherheit veröffentlicht. In dem Almanach, der auch zum Download im Internet zur Verfügung steht, sind die zuständigen Stellen von 33 Ländern Europas und die zuständigen Stellen auf europäischer Ebene in übersichtlicher Form enthalten. BfR-Präsident Andreas Hensel wies daraufhin, dass eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den offiziellen Akteuren in Europa die Lebensmittelsicherheit stärke. Sind die zuständigen Stellen bekannt, könne die Zusammenarbeit effizienter gestaltet werden. Der Almanach enthält für jedes der 33 Länder eine graphische Übersicht der Behördenstruktur. Die Zuständigkeitsbereiche werden jeweils graphisch durch ein Bild veranschaulicht.
BfR
22.09.2011Im Herbst sind Flöhe auf Winterquartiersuche
Flöhe vermehren sich schnell und in großer Zahl. Ein einziges Weibchen ist in der Lage, unzählige neue Flohgenerationen das Leben zu schenken. Dabei befinden sich nur etwa fünf Prozent auf dem Wirtstier. Der Rest befindet sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien wie Eier, Larven und Puppen in der unmittelbaren Umgebung des Tieres. Die Gefahr eines dauerhaften Flohbefalls ist im Herbst für die Tiere am größten, da es die Parasiten warm und mollig lieben und auf der Suche nach einem geeigneten Winterquartier sind. Das Fell von Hund und Katze ist ihre Eintrittpforte in ihr neues Winterquartier. Dort vermehren sich die Flöhe hemmungslos und machen sich in der ganzen Wohnung breit. Eine umfassende und wirksame Flohbekämpfung muss daher sowohl die erwachsenen Flöhe als auch Eier und Larven erfassen, also sowohl das Tier selbst als auch die Wohnung einschließen. Dafür stehen verschiedene geeignete Flohpräparate zur Verfügung. Eine dauerhaft flohfreie Zone kann aber nur über eine kontinuierliche Flohprophylaxe erreicht werden, weiss der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) e.V.
BfT
21.09.2011Lebensmittelpreise steigen weiter
Auch künftig muss mit steigenden Lebensmittelpreisen gerechnet werden. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungswirtschaft (BVE) mitteilt, ist mit einem Preisanstieg von 3-3,5% zu rechnen. Bereits in den ersten 9 Monaten diesen Jahres konnte ein Preisanstieg um 3% für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beobachtet werden. Gleichzeitig wird aber auch mit einem einem leichten Umsatzzuwachs um 2,4% gerechnet. Besonders die Nachfrage nach Fleisch- und Milchprodukte sowie Süßwaren "made in Germany" wächst laut BVE vor allem in Russland, den USA und China. Dagegen waren Umsatzrückgänge durch den verregneten Sommer im Bereich Grillfleisch oder Erfrischungsgetränke auszumachen.
n-tv
BVE
Genvariante sorgt für mehr Muskeln und weniger Fett
Forscher des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie (FBN) in Dummersdorf ist es gelungen, bei Kreuzungsrindern aus Deutsche Charolais und Deutsche Holstein das Gen zu identifiziert, das für stärkeres Wachstum vor und nach der Geburt verantwortlich ist. Die Rinder mit der Variante 442, die Methionin im NCAPG-Gen besitzen, produzieren demnach in großen Mengen die Aminosäure Arginin. Dies führe außer zu verstärktem Muskelaufbau und zu weniger Fetteinlagerungen, wie die Leiterin der Arbeitsgruppe, Christa Kühn, erklärt. Die Kälber wiegen bereits bei der Geburt etwa 3 kg mehr als andere. Im Alter von 18 Monaten sind es dann rund 25 kg. Laut Kühn könnte ein Test des Erbmaterials vor der Belegung zu einem effizienten Umgang mit Futterressourcen führen, da man keine Tiere mehr züchten müsste, die aus ihrem Futter hauptsächlich Fett produzieren, wie n-tv schreibt.
n-tv
20.09.2011Schweizer Bundesrat lehnt Verbot der Enthornung von Rindern ab
Der Schweizer Bundesrat sieht in dem Enthornen von Kälbern und ausgewachsenen Rindern keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz bzw. wiege die Verletzungsgefahr von Mensch und Tier durch behornte Tiere schwerer. Das berichtet lid. "Der Bundesrat plant nicht, dem Gesetzgeber ein Verbot des Enthornens nahezulegen
" Sofern gewisse Bedingungen wie ein anerkannter Sachkundeausweis und ein schmerzfreier Eingriff erbracht werden, sei das Enthornen zulässig und keine Missachtung der Tierwürde, so die Anwtort des Bundesrats auf die von SP-Nationalrat Daniel Jositsch eingereichte Interpellation zum Thema Enthornung von Rindern.
Usutu-Virus: Neues Virus bei Wildvögeln in Deutschland
Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurde in Deutschland erstmals das Usutu-Virus (USUV) nachgewiesen, das in der vergangenen Woche bei der Untersuchung einer toten Amsel aus Südhessen sowie von vier toten Amseln aus dem Raum Mannheim identifiziert werden konnte. Derzeit wird untersucht, ob das Virus mit der erhöhten Sterblichkeit von Amseln in der Region zusammenhängt. Das USUV wurde bereits im Jahr 2002 in Österreich festgestellt und war dort verantwortlich für eine erhöhte Sterblichkeit dieser Wildvögel. Seitdem sind die Todesfälle dort jedoch deutlich zurückgegangen. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen. Hauptwirte sind Wildvögel, die i.d.R. nicht erkranken. Allerdings sind einige Arten wie Amseln stärker für das Virus empfänglich. Das Virus ist u.a. eng verwandt mit dem West-Nil-Virus (WNV), weshalb das FLI weitere Untersuchungen über die Ausbreitung des USUV auch als bedeutsam für das WNV hält. Antikörper gegen das Virus wurden bei Wildvögeln in Deutschland erstmals im Jahr 2007 bei Zugvögeln nachgewiesen. Dem Virus wird zwar grundsätzlich auch das Potential zugeschrieben, Menschen infizieren zu können, allerdings gibt es nur sehr wenige Fallberichte. Ein Bericht stammt aus Afrika aus dem Jahr 1982 und ein weiterer von zwei Patienten aus dem Jahr 2009 aus Italien. Derzeit wird dem Virus eine jährliche Ausbreitungsgeschwindigkeit von rund 50 Kilometern zugeschrieben.
FLI
Schweiz diskutiert über Aufhebung des Verfütterungsverbotes tierischer Eiweisse an Nutztiere
In der letzten Woche hatte sich die EU mit einer Aufhebung des totalen Verfütterungsverbotes tierischer Eiweisse an Nutztiere beschäftigt. Auch in der Schweiz bestehen entsprechende Überlegungen. Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat hierzu seinen Standpunkt in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Zunächst wird klar gestellt, dass es nur um die Verfütterung tierischer Eiweisse an Rinder und Hühner geht. Wiederkäuer sind von den Überlegungen ausgeschlossen. Dabei soll auch Kannibalismus ausgeschlossen werden, so dass Hühner nur tierische Eiweisse von Schweinen und Schweine nur tierische Eiweisse von Hühnern erhalten sollen. Zudem sollen nur Eiweisse von gesundheitlich unbedenklichen Produkten verfüttert werden. Ein großer Vorteil der Zulassung dieser Verfütterung wäre nach Ansicht des BVET, dass man sich unabhängiger vom Import von Futtereiweissen machen könnte. Europaweit stünden jährlich rund drei bis fünf Millionen Tonnen solcher Eiweisse zur Verfügung. Entsprechende Fragen zur Wiedereinführung sollen bis Ende 2011 geklärt werden. So muss z. B. noch geklärt werden, wie die Vermischung mit Rinderfutter auf allen Ebenen der Produktion verhindert werden kann.
BVET
19.09.2011Konsequenzen aus der EHEC-Krise
Der Ausbruch der EHEC-Epidemie im Mai 2011 hat Informationen des Robert-Koch-Instituts nach allein in Deutschland 53 Menschen das Leben gekostet. 2.987 Personen erkrankten mehr oder weniger schwer. Viele von ihnen haben nun mit lebenslangen Folgeschäden insbesondere der Nieren zu kämpfen. Als Konsequenzen aus der Bekämpfung der EHEC-Epidemie stellte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) nun bei der Verbraucherministerkonferenz (VSMK) in Bremerhaven am 15. und 16. September 2011 fünf Maßnahmen vor, von denen sich zwei bereits in der Umsetzung befinden. Dazu gehört die Bund-Länder-Taskforce mit Sitz am Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin, die während der EHEC-Epidemie erstmals kurzfristig ins Leben gerufen wurde. Sie soll künftig ein fester Bestandteil des Krisenmanagements sein und gewährleisten, dass Experten der Bundesinstitute, Länderbehörden, der EU-Behörden und der betroffenen Ministerien schnell und effizient die Ursachen von Lebensmittelkrisen aufklären können. Die zweite Maßnahme ist die weitere Verbesserung der internen und externen Krisenkommunikation. Ziel ist es, die Öffentlichkeit und die Medien schnell und umfassend mit einheitlichen Botschaften zu informieren. Die dritte Maßnahme befasst sich mit neuen Meldepflichten und kurzen Meldewegen. So ist unter anderem eine Beschleunigung des Meldeweges für Infektionskrankheiten von Ärzten an das Gesundheitsamt innerhalb von 24 Stunden angedacht. Zusätzlich wird es künftig eine Unterrichtungspflicht für die Gesundheitsämter an die Lebensmittelüberwachungsbehörden geben, sobald der Verdacht besteht, dass Lebensmittel die Ursache für den Infektionsausbruch sein könnten. Weitere Punkte sind die verbesserte Aufklärung des Personals sowie ein verbesserter Schutz vor Lebensmittelinfektionen.
BMELV
15.09.2011Milzbrand in Süditalien
In Süditalien sind Rinder an Milzbrand erkrankt, wie das Landwirtschaftsportal Agrarheute.com unter Berufung auf das Internationale Tierseuchenamt (OIE) in Paris mitteilt. Sieben der insgesamt 210 Tiere der drei betroffenen Betriebe in der Provinz Salerno (Kampanien) sind demnach bereits an der Infektion mit Bacillus anthracis gestorben.Nach Angaben des OIE wurde der Anthrax-Erreger durch zugekaufte Tiere in die Bestände eingeschleppt.
Agrarheute.com
14.09.2011Tiere haben eine breite therapeutische Wirkung
Die tiergestützte Therapie hilft den Patienten, grundlegende emotionale Bedürfnisse wie das Gefühl von Nähe, Zuwendung und Angenommensein zu befriedigen. Daher setzen auch immer mehr Einrichtungen auf diese Therapieform, wie auch der Senioren Wohnpark Langen. Hier wurden jüngst zwei Zwergkaninchen zur Unterstützung angeschafft.Erste Erfahrungen mit therapiebegleitenden Tieren gehen bereits auf die 60er Jahre in den USA zurück. Seit den 80er Jahren gewinnt diese Therapieform auch in Europa zunehmend an Bedeutung, wie einem Bericht in der Nordsee-Zeitung zu entnehmen ist. Inzwischen gibt es gesicherte Erkenntnisse, dass der Umgang mit Tieren unter anderem Depressionen lindern, den Blutdruck senken, beruhigen und Spannungen lösen kann. Weiterhin werden durch den Umgang mit den Tieren auch Wahrnehmungssinne wie Fühlen, Riechen, Sehen und Hören geschult. Dies kommt vor allem im Bereich der Physiotherapie mit Hilfe von Tieren (Pferde, Kamele) zum Einsatz.
Nordsee-Zeitung
Veränderung der Weltmeere hat drastische Folgen
Die Weltmeere verändern sich und mit ihnen das Klima auf der Erde. Das wiederum hat hohe ökologische, finanzielle und soziale Kosten zur Folge. Das zeigen die Ergenisse von über 100 Projekten der EU-Meersforschungs-Initiative "CLAMER", die am heutigen Mittwoch in Brüssel präsentiert werden. "Die ganze Menschheit ist vom Wandel der Meere betroffen. Viele Systeme wie etwa das Wetter werden von den Ozeanen gesteuert", erklärt Carlo Heip, CLAMER-Projektkoordinator und Direktor des Niederländischen Instituts für Meeresforschung. Die größten Auswirkungen werden demnach durch den Anstieg des Meeresspiegels hervorgerufen werden. Dieser beträgt global zwei bis drei Millimeter pro Jahr, in manchen Regionen jedoch mehr. "Alle küstennahen Gebiete in Meereshöhe sind bedroht," so Heip. Weiter erwarten die Forscher eine zunehmende Erosion der Küsten, Änderungen der Meeresströmungen, eine Fortschreiten von Versauerung, Sauerstoffentzug und Eisschmelze, mehr und stärkere Stürme sowie biologische Wandel. Aber auch die Tierwelt ist betroffen. So wandern in der Nordsee viele Arten wie etwa der Schellfisch aufgrund des sich erwärmenden Wassers nordwärts und machen Platz für nachrückende Arten aus dem Süden. Dieselbe Tendenz ist auch im Mittelmeer zu finden - nur dass dort die Fische nicht nach Norden entweichen können und deshalb etwa in der Adria gefangen bleiben. Schon heute gilt das Mittelmeer auch deshalb als das am meisten gefährdete Meer weltweit. Dieser Wandel werde weitreichende Folgen für den Menschen haben, warnt Heip.
pte
CLAMER
Schweiz: Schlachtviehtransportverbot wird nicht gesetzlich verankert
Der Ständerat der Schweiz hat sieben Standesinitiativen zur gesetzlichen Verankerung des Verbots von Schlachtviehtransporten auf der Straße zurückgewiesen. Der Ständerat hält eine Verankerung auf Verordnungsstufe, wie sie aktuell besteht, für ausreichend, wie lid unter Berufung auf die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Der Bundesrat habe die Tierschutzverordnung bereits entsprechend ergänzt. Damit sind sechs von sieben gleichlautenden Standesinitiativen definitiv gescheitert. Eine weiterew aus dem Kanton Basel-Stadt muss noch vom Nationalrat behandelt werden.
lid
13.09.2011Fachforum Nutztiere ins Leben gerufen
Die Deutsche Agrarforschungsallianz (DAFA) hat ein "Fachforum Nutztiere" ins Leben gerufen. Der Konzeptentwurf wird am 4./5. Oktober 2011 von DAFA-Mitglieder und unter Beteiligung von Wirtschaft und Verbrauchern in Hannover diskutiert. Ziel des Fachforums ist es, die moderne Nutztierhaltung messbar zu verbessern und stärker mit den gesellschaftlichen Erwartungen in Einklang zu bringen, da die Akzeptanz für Massentierhaltung und Hochleistungstiere bei den Verbrauchern zunehmend sinkt. Die Entwicklung in der Landwirtschaft geht hingegen dennoch hin zu hohen Tierleistungen und rationellen Tierhaltungssystemen, wodurch sich Verbrauchererwartungen und Realität in der Nutztierhaltung immer weiter von einander entfernen werden. Unabdingbare Grundlage für den gesellschaftlichen Dialog ist daher die neutrale, unabhängige und kontinuierlichen Bestandsaufnahme des Zustandes der Tierhaltung in Deutschland.
DAFA
Pfizer verzichtet auf Impfstoff-Zulassung wegen Blutschwitzens
Bereits im März 2010 hatte das Unternehmen Pfizer den Impfstoff PregSure BVD in Deutschland vom Markt genommen, nachdem er in Zusammenhang mit dem sogenannten Blutschwitzen bei Kälbern gebracht worden war. Im Oktober 2010 hatte die Europäische Kommission dann das Ruhen der Zulassung für Europa angeordnet. In dieser Entscheidung hatte die Kommission bestimmte wissenschaftliche Nachweise gefordert, um das Ruhen der Zulassung rückgängig zu machen. Wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilt, nimmt das Unternehmen auf diese Entscheidung nun Bezug. Da es die geforderten Nachweise bisher nicht liefern konnte, sieht das Unternehmen den freiwilligen Verzicht auf die Zulassung zum 30. August 2011 als angemessene Maßnahme an. Das PEI begrüßt den Verzicht als verantwortungsvoll. Inzwischen haben verschiedene Untersuchungen den Verdacht erhärtet, dass die für den Impfstoff verwendete Rinderzelllinie zur Bildung von Antikörpern führen kann, die über das Kolostrum auf Kälber übertragen werden. Bei den Kälbern können diese Antikörper dann die Zellen des Blut- und Knochenmarks zerstören. Mittlerweile sind auch erste Fälle des Blutschwitzens in Neuseeland aufgetreten. Das Unternehmen hat daraufhin die Vermarktung dort gestoppt und bereits ausgelieferte Impfstoffchargen zurückgerufen.
PEI
09.09.2011Verfalldatum von Arzneimitteln ernst nehmen
Das Verfalldatum von Arzneimitteln ist keine Empfehlung, sondern ein dringender Rat, da die Einnahme abgelaufener Arzneimittel gesundheitliche Risiken birgt. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit. "Diese Angabe ist Teil der Zulassung des Arzneimittels, und sie basiert auf umfangreichen experimentellen Daten," erklärt Apotheker Prof. Dr. Theo Dingermann, Mitglied der Chefredaktion der Pharmazeutischen Zeitung. Die Relevanz und Verbindlichkeit dieser Angabe ist daran erkennbar, dass nach dem Arzneimittelgesetz ein Arzneimittel die Verkehrsfähigkeit unter anderem dann verliert, wenn das Verfalldatum überschritten ist.
ABDA
08.09.2011FLI warnt vor Einschleppungsrisiken der ASP aus Osteuropa
In Osteuropa sind bislang alle Maßnahmen, die dort grassierende Afrikanische Schweinepest (ASP) sicher einzudämmen, gescheitert. Stattdessen breitet sich die hoch ansteckende Seuche weiter aus. Seit 2007 werden immer wieder Fälle aus Georgien, Armenien, Aserbaidschan und der Kaukasusregion gemeldet. Seit 2011 wurden nun auch mehrere Ausbrüche der ASP an den Außengrenzen der EU gemeldet. Wie aid berichtet, ruft das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems daher u.a. in der Fachzeitschrift "Tierärztlichen Umschau" zu mehr Achtsamkeit auf. Es wird vor allem auf das Einschleppungsrisiko des Virus durch kontaminierte Lebensmittel und Speiseabfälle im Personen- und Güterverkehr hingewiesen. Auch kontaminierte und unzureichend desinfizierte Transportfahrzeuge könnten ein erhöhtes Einschleppungsrisiko darstellen. In Hausschweinebeständen verbreitet sich das Virus vor allem durch direkten und indirekten Kontakt mit infizierten Tieren. Blut und Ausscheidungen kommen dabei eine besondere Bedeutung zu. Das Virus bleibt im Kot zwischen 60 bis 100 Tage infektiös.
aid
NRW geht mit "Pflanzenschutzhunden" gegen gefährlichen Laubholzschädling vor
Die Landwirtschaftskammer (LWK) Nordrhein-Westfalen hat drei neue Mitarbeiter im Bereich Pflanzenschutz. Dabei handelt es sich um Mischlingshunde, die auf das Auffinden des gefährlichen Asiatischen Laubholzbockkäfers spezialisiert sind. Zusammen mit ihrem Herrchen haben sie in Österreich eine Spezialausbildung absolviert, wo sie lernten, Käfer und Maden dieses aus China eingeschleppten Schädlings am Geruch zu erkennen. Der Asiatische Laubholzbockkäfer war 2005 erstmals im nordrhein-westfälischen Bornheim entdeckt worden. Trotz umfangreicher Bekämpfungsmaßnahmen gab es 2008 und 2009 weitere Funde in der näheren Umgebung. Die 3 bis 4 Zentimeter großen, schwarzen und mit weißen Flecken versehenen Käfer mit ihren bis zu 10 Zentimeter langen Fühlern, fressen bevorzugt kerngesunde Laubbäume wie Ahorn, Pappel, Ulme oder Apfel. Sie fressen sich in den Stamm und verursachen mit ihren bis zu 3 Zentimeter dicken Bohrgängen das Absterben der Bäume. Die EU hat daher strenge Quarantäne-Vorschriften erlassen, die im Ernstfall von den Pflanzenschutzbehörden in den jeweiligen Ländern umzusetzen sind. Allein in Nordrhein-Westfalen fallen durch die Quarantäne-Maßnahmen rund 200.000 Euro pro Jahr an. Die Hunde sollen nun helfen, diese zu reduzieren. Umfangreiche Tests der Landwirtschaftskammer NRW haben gezeigt, dass die Spürhunde ausgewachsene Käfer ebenso wie Maden im lebenden und toten Holz zuverlässig erkennen können. Außerdem reagieren die Hunde ausschließlich auf den Asiatischen Laubholzbockkäfer.
Landwirtschaftskammer NRW
07.09.2011Laut EuGH müssen Honig und Nahrungsergänzungsmittel mit GVO-Pollen zugelassen werden
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Rechtsstreit zwischen einem bayerischen Hobbyimker und dem Freistaat Bayern entschieden, dass Honig und Nahrungsergänzungsmittel, die aus Pollen hergestellt wurden, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten, zunächst zugelassen werden müssen, bevor sie in Verkehr gebracht werden dürfen. Hintergrund der Entscheidung war, dass der betroffene Imker Honig und Pollen in der Nähe von Feldern produzierte, auf denen der gentechnisch veränderte Mais der Sorte MON 810 angebaut wurde. Untersuchungen im Jahr 2005 ergaben, dass die dort produzierten Pollen Genanteile des Mais sowie gentechnisch veränderte Proteine enthielt. Der EuGH stellte in seiner Entscheidung fest, dass es sich beim dem Pollen selbst nicht um ein GVO handelt, da er keine vermehrungsfähigen Anteile enthalte. Allerdings stellen Honig und Nahrungsergänzungsmittel, die aus diesem Pollen hergestellt wurden, Lebensmittel dar, die Zutaten enthalten, die aus GVOs hergestellt wurden. Deshalb benötigen diese Produkte eine Zulassung, die es bisher nicht gibt. Diese Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben, denn die Zeitschrift Ökotest hatte bereits im Jahr 2009 festgestellt, dass in fast jedem zweiten untersuchten Honigglas Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen nachzuweisen waren.
EuGH
06.09.2011Tollwütige Fledermaus in Berlin - Kontaktpersonen gesucht
Am Sonnabend, dem 3. September 2011, ist am Berliner Lietzensee eine verletzte Fledermaus gefunden worden, die inzwischen verendet ist. Wie die Berliner Gesundheitsverwaltung mitteilt, war das Tier sehr wahrscheinlich mit dem Tollwut-Virus infiziert. Es besteht die Gefahr, dass sich Menschen, die die Fledermaus retten wollten, mit Tollwut infiziert haben könnten. Da die Krankheit auch beim Menschen tödlich verläuft, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird, sucht das Gesundheitsamt jetzt die Personen, die mit dem Tier Kontkt hatten. Das Virus wird in der Regel durch Biss oder Kratzverletzungen übertragen. Daher muss möglichst schnell bei Kontakt mit tollwutverdächtigen Tieren mit Schutzimpfungen begonnen werden. Gefährdete Personen werden gebeten, sich in der Impfstelle des Tropeninstituts (Tollwutambulanz) vorzustellen. Sollten Besitzerinnen und Besitzer von Hunden oder freilaufenden Katzen beobachtet haben, dass ihre Tiere Kontakt zu der Fledermaus hatten, so berät das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt unter der Nummer: 9029-29100 zu entsprechenden Risiken und Vorbeugemaßnahmen für Haustiere.
Senatsverwaltung Berlin
Wegwerf-Wahnsinn am Pranger
Aktuell im Kino angelaufen ist der Film "Taste The Waste". Er zeigt, dass genauso viele Lebensmittel weggeworfen wie gegessen werden. Sie machen in Deutschland 10% vom Haushaltsmüll aus, weltweit wird jedes dritte Lebensmittel ungenutzt vernichtet. Deutschland vernichtet 20 Mio. Tonnen und die EU 90 Mio. Tonnen Lebensmittel pro Jahr. Mit dem Thema Wegwerf-Wahnsinn beschäftigt sich der Macher des Films, Valentin Thurn, auch in seinem Begleitbuch "Die Essensvernichter". Denn nicht zuletzt wirkt sich der Wegwerf-Wahnsinn gravierend auf das Klima und die Welternährung aus. So gehen etwa 31 Prozent der Treibhausemissionen laut Weltklimarat auf die Landwirtschaft zurück. "Wird ein Drittel der Lebensmittel vernichtet, so ist dieser Müll an zehn Prozent aller Treibhausgas-Emissionen schuld. Das ist annähernd so viel wie der gesamte Transportsektor. Würde man die Essensabfälle auf die Hälfte reduzieren, wäre der Klimaschutzeffekt ähnlich wie die Stilllegung jedes zweiten Autos. Bisher übersieht man das in der Öffentlichkeit jedoch völlig", verdeutlicht der Filmemacher. Mehr dazu sowie Tipps und Tricks, bewusster mit lebensmitteln umzugehen in Film und Buch.
Taste the waste
Essensvernichter
pte
10 Jahre Bio-Siegel
Nunmehr 10 Jahre ist es inzwischen her, dass in Deutschland das Bio-Siegel eingeführt wurde. Erst kürzlich wurde der Markenschutz um weitere 10 Jahre verlängert. Inzwischen gibt es im Handel über 62.000 Produkte, die mit dem Label gekennzeichnet sind, das mit dem Slogan "Wo Bio drauf steht, ist auch Bio drin" wirbt. Auch die Vertreter der Bio-Landwirtschaft ziehen nach 10 Jahren eine positive Bilanz. "Bio" ist zu einem wichtigen Standbein der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft geworden. "Ich bin mir sicher, dass dieses Siegel seinen Erfolgskurs fortsetzen wird", so Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Ein Erfolgsfaktor ist die hohe Bekanntheit: Rund 87 Prozent der Konsumenten kennen das Bio-Label. Wer auf Bioprodukte Wert legt, achtet beim Einkauf auf das Siegel. Es schafft Klarheit, Sicherheit und Transparenz, unabhängig vom Verkaufsort oder der jeweiligen Marke. Das staatliche Bio-Siegel ist eine wichtige Orientierungshilfe für Verbraucher, es ist vertrauenswürdig und verlässlich", betonte Aigner. EU-weit gültige Rechtsvorschriften garantieren einheitliche Standards für den ökologischen Landbau. Das Bio-Siegel steht für eine ökologische Produktion und besonders artgerechte Tierhaltung.
BMELV
Bio-Siegel
05.09.2011Einkommen in der Landwirtschaft EU-weit gestiegen
In der EU ist das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahr 2010 um 12,6 Pozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Vor allem in Dänemark, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland war eine überdurchschnittlich Entwicklung auszumachen, wie Agrarheute.com unter Berufung auf Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) in der vergangenen Woche bekannt gab. Insgesamt entwickelte sich die Lage in 21 Staaten positiv, wobei der Zuwachs von plus 4,3 % in der Slowakei, über 13,1 % in Österreich, 22,4 % in Deutschland, bis hin zu 34,4 % in Frankreich, 39,0 % in den Niederlanden und 56,6 % in Dänemark reichte. Nur sechs Mitgliedsländer profitierten nicht. Dies waren Großbritannien, Rumänien, Griechenland, Italien, Finnland und Zypern. Maßgeblich verantwortlich für die überwiegend positive Entwicklung in der EU war die Pflanzenproduktion. Der Wert der Pflanzenproduktion erhöhte sich im EU-Durchschnitt um 5,9 %. Im Bereich tierischer Erzeugnisse war diesmal der Milchmarkt der Entwicklungsmotor. Durch den gestiegenen Milchpreis um insgesamt 10,5 % im Jahresvergleich, konnte insgesamt noch ein Plus von 1,9 % verbucht werden. In der Fleischproduktion wurden dagegen Abschläge verbucht: 2,8 % für Schweine-, 1,3 % für Geflügel-, 0,7 % für Schaf- und Ziegenfleisch sowie 0,4 % für Rindfleisch. Gleichzeitig wurde jedoch mehr Fleisch erzeugt. Bei den Eiern war der Einbruch mit einem Preisabfall von 7,1 % und einem Produktionsrückgang um 2,4 % besonders deutlich. Durch diese unterschiedlichen Tendenzen erhöhte sich der Wert der tierischen Erzeugung im Jahresvergleich unter dem Strich um 2,0 %. In Deutschland legte die tierische Erzeugung insgesamt allerdings um 8,7 % zu. Sie wuchs damit schneller als die Pflanzenproduktion, wo hierzulande ein Plus von 3,9 % verbucht wurde.
Agrarheute.com
Eurostat
02.09.2011Vor der Anschaffung eines Haustieres Unterhaltskosten berechnen
Die Haltung und Pflege eines Heimtieres sollte immer artgerecht sein. Voraussetzung dafür ist die Fachkunde des Halters. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) rät daher, sich vor der Anschaffung von Hund, Katze und Co. über die Bedürfnisse, den Pflegeaufwand und die Kosten der Heimtierhaltung zu informieren. So hängt z.B. die Höhe der Anschaffungskosten davon ab, ob das Tier aus dem Tierheim kommt oder vom Züchter stammt. Hinzukommt die Erstausstattung wie Transportbox, Kratzbaum und Zubehör im Wert von 150 bis 200 Euro. Weitere 40 Euro pro Monat sollten Katzenhalter für das Futter einplanen. Darüber hinaus sollte regelmäßig Geld für eventuelle Tierarztbesuche und Impfungen zurückgelegt werden. Für Hundehalter entstehen zum einen die Anschaffungskosten für das Tier. Weiterhin müssen die Kosten für Transportbox und -gurt, Leine, Halsband, Näpfe, Körbchen, Decke und ggf. eine Hundehütte eingerechnet werden. Die anfallenden Futterkosten ergeben sich aus der Größe des Tieres und belaufen sich zwischen 50 und 90 Euro im Monat. Der ZZF rät außerdem, die Kosten für Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Hundeschule und Tierarztbesuche nicht außer Acht lassen. Diese könne im Jahr mehrere hundert Euro betragen. Bei der Anschaffung eines Hundes ist aber außerdem zu beachten, dass die Hunde etwa drei Stunden Aufmerksamkeit pro Tag zum Spielen, Toben und Gassi gehen benötigen und zwar bei jedem Wetter. Deutlich preiswerter im Unterhalt sind dagegen Kleinsäuger wie Meerschweinchen und Kaninchen. Sie sollten jedoch nur mit anderen Artgenossen gehalten werden. Für ihre Pflege sind bei Meerschweinchen bis zu 30 Euro und bei Kaninchen bis zu 40 Euro pro Monat einzuplanen. Die Grundausstattung liegt bei rund 150 Euro, hinzu kommen ggf. Tierarztkosten.
ZZF
01.09.2011Wieder mehr Eier von deutschen Hühnern
Der vorzeitige Ausstieg aus der klassischen Käfighaltung von Legehennen in Deutschland hatte eine rückläufige Eierproduktion zur Folge. Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) am 26.8.2011 berichtet, sank die deutsche Erzeugung von 2008 bis 2010 um 18 % auf nur noch 9,7 Mrd. Stück. Inzwischen ist jedoch wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Demnach wurden in den ersten fünf Monaten 2011 laut Angaben des Deutschen Statistischen Bundesamtes DESTATIS 26 % mehr Eier erzeugt als im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht aber immer noch einem Defizit von 5 % gegenüber 2008. Entsprechend ist auch der Importbedarf nun leicht gesunken. Mit 2,752 Mrd. Schaleneiern wurden im ersten Halbjahr 2011 rund 33 % weniger eingeführt als in den ersten sechs Monaten 2010. Allerdings waren die Zulieferungen in den beiden Vorjahren wie die MEG (Marktinfo Eier & Geflügel) ermittelte, aufgrund des zeitweisen Einbruchs der deutschen Eierproduktion auch sehr hoch. Das Einfuhrvolumen des Jahres 2008 wurde dagegen nur um knapp 4 % unterschritten. Hauptlieferant für Schaleneier bleiben die Niederlande.
AMI
Krebs mit einfach injizierbaren Viren bekämpfen
Versuche, Tumorerkrankungen mittels Viren zu bekämpfen, werden bereits seit einiger Zeit vorgenommen. Problematisch an den bisherigen Versuchen war, dass man die Viren direkt in die Tumoren einbringen musste, da sie ansonsten von der körpereigenen Immunabwehr zerstört werden können. Wissenschaftler der University of Ottawa (Kanada) berichten nun in Nature über erfolgreiche Versuche, modifizierte Viren einfach in das Blut zu injizieren. Über den Blutweg erreichen die Viren dann die Tumoren. Die verwendeten, veränderten Vacciniaviren, die bereits früher für Pockenimpfstoffe genutzt wurden, werden sozusagen erst im Tumor aktiviert, da sie auf dessen Stoffwechsel zur Vermehrung angewiesen sind. Diese erste Studie hatte noch nicht zum Ziel, Aussagen über den Therapieerfolg zu treffen. Zunächst wollte man die Sicherheit überprüfen. Trotzdem konnte man bei sechs der acht Patienten, die die höchste Virusdosis erhalten hatten, vorübergehend das Tumorwachstum stoppen. Die Wissenschaftler glauben, dass der Einsatz von Viren und anderen biologischen Stoffen zukünftig die Krebstherapie grundlegend verändern wird.
pte
31.08.2011Gefahr der Seuchenausbreitung durch den Menschen neu berechnet
Die zunehmende Globalisierung und die große Reiselust fördern die kontinentübergreifende Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Um auf diese Gefahr gezielter reagieren zu können, versuchen Wissenschaftler, Ausbreitungswege und -geschwindigkeit solcher so genannter Pandemien vorherzusagen. Forschern des Max-Planck-Instituts (MPI), der Universität Göttingen, der Northwestern University und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA ist es nun erstmals gelungen, das individuelle Bewegungs- und Reiseverhalten einzelner Personen in ihren mathematischen Modellen zu berücksichtigen. Das Ergebnis: in den älteren Modelle wurden die Ausbreitungsgeschwindigkeit deutlich überschätzt und die bisher bekannten Kriterien für den globalen Ausbruch einer Krankheit müssen erweitert werden. Weiterhin wurde der Mensch als wichtigste und zugleich komplexeste Unbekannte bei Vorhersagen über die Ausbreitung einer Seuche identifiziert. Denn alles hängt davon ab, welche Wege eine infizierte Person zurücklegt; wo sie auf weitere Menschen trifft, die sie anstecken könnte. Tritt eine erkrankte Person beispielsweise einen Langstreckenflug an, ergibt sich ein völlig anderes Bild, als wenn sie lediglich ins Nachbardorf fährt. In ihren Modellen setzten die Forscher im Gegensatz zu älteren Modellen ein individuelles sternförmiges Netzwerken an. Ausgangspunkt war stets die eigenen Wohnung und es wurde bei jeder Reise vor der Rückkehr nur ein Ziel angesteuert.
MPI
FLI ist Referenzzentrum der FAO für Influenza und Newcastle Disease
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) wurde von der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zum Referenzzentrum für Influenza bei Tieren und die Newcastle Disease beim Geflügel ernannt. Damit steht das FLI bei Ausbrüchen dieser Erkrankungen in der Diagnostik in vorderster Front. Bricht eine der Krankheiten aus, übernimmt das FLI als Referenzlabor auf Bitten der betroffenen Länder hin die Erstdiagnostik und Typisierung der Erreger. Die Vereinbarung ist zunächst auf vier Jahre geschlossen worden und kann bei entsprechend positiver Bewertung verlängert werden. Für das FLI sind es nicht die ersten Tätigkeiten auf internationaler Ebene. Es ist bereits Referenzlabor der Weltorganisation für Tiergesundheit (FLI) für die aviäre Influenza und die Newcastle Disease.
FLI
Agrarexporte im 1. Halbjahr deutlich gestiegen
Die Exporte der deutschen Agrarwirtschaft konnten im 1. Halbjahr 2011 deutlich zulegen. Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mitteilt, stiegen sie gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 2,7 Milliarden Euro oder 11,1 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro an. Besonders erfreulich ist nach Ansicht des BMELV die Entwicklung bei Milchprodukten. Hier stieg der Export sowohl in der Menge als auch im Wert auf 4,1 Milliarden Euro an. Der Export von Fleisch und Fleischwaren legte um 5,3 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu.
BMELV
30.08.2011Auch Tiere können jetzt Freunde im Netz finden
Tiere stehen den Menschen in immer weniger Dingen nach. So auch in der virtuellen Welt. Natürlich darf da auch ein soziales Netzwerk ähnlich wie Facebook nicht fehlen. Das dachte auch die Mediengruppe Klambt und rief mit My Social Petwork auch ein soziales Netzwerk für Tiere ins Leben. Dort können Halter alle Spezies ihrem vierbeinigen Freund ein persönliches Profil einrichten, Freunde gewinnen, Nachrichten verschicken, Bilder hochladen und vieles mehr.
My Social Petwork
EU-Kommission legt Vorschlag für freiwillige elektronische Kennzeichnung von Rindern vor
Künftig sollen auch Rinder elektronisch gekennzeichnet werden, um ihre Rückverfolgung und die von Lebensmitteln zu verbessern und zu beschleunigen. Nun hat die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine freiwillige Einführung einer solchen Kennzeichnung vorgelegt. John Dalli, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, sagte: "Sobald der Vorschlag in Kraft ist, wird er die Meldung von Tierverbringungen an die zentrale Datenbank erleichtern. Das bedeutet bessere und schnellere Rückverfolgung infizierter Tiere und/oder infizierter Lebensmittel. Somit können wir rasch reagieren und in Zukunft mögliche Risiken für die Lebensmittelkette abwehren." Derzeit werden Rinder bereits in mehreren Mitgliedstaaten zu privaten Betriebsführungszwecken elektronisch gekennzeichnet. Mit der breiter angelegten Anwendung wird das bestehende Verfahren zur Rückverfolgung genauer ausgerichtet und der Verwaltungsaufwand für die Landwirte verringert. Zwar handelt es sich um eine freiwillige Maßnahme, der Kommissionsvorschlag bietet den Mitgliedstaaten jedoch die Möglichkeit, auf nationaler Ebene eine verbindliche Regelung einzuführen. Außerdem werden mit dem Kommissionsvorschlag Änderungen bei der Kennzeichnung durch die Aufhebung der geltenden Bestimmungen über die freiwillige Etikettierung von Rindfleisch eingeführt. Hauptziel dabei ist es, unnötigen Verwaltungsaufwand zu verringern.
EU-Kommission
29.08.2011Australien: Landwirte können mit Methan-Emissionen handeln
Ab Dezember 2011 können australische Landwirte mit Gutschriften für vermiedene Methanemissionen und die Bindung von Kohlendioxid handeln. Das beschloss das australische Parlament in einem entsprechenden Gesetzesentwurf. Demnach können die Landwirte für vermiedene Methanemissionen aus der Tierhaltung oder für die Bindung von Kohlendioxid im Boden sowie durch Aufforstungen sogenannte Verschmutzungsrechte an die Industrie verkaufen, die für die Abdeckung der eigenen Emissionen CO2-Zertifikate benötigt.
Agrarheute.com
Milchpreis in 2010 deutlich über Vorjahresniveau
Deutsche Milchproduzenten haben im Jahr 2010 rund 6 Cent mehr pro Kilogramm Milch erhalten als im Vorjahr. So lag der Preis durchschnittlich bei 31,1 Cent, wie Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) mbH berichtet. Doch muss hier auch der sehr tiefe Milchpreis im Jahr 2009 betrachtet werden. Zudem gebe es regional auch einen sehr unterschiedlichen Anstieg des Milchpreises. Während dieser im Norden und Osten der Republik überdurchschnittlich stieg, war der Anstieg im Süden und Westen deutlich geringer. Die Vergleichspreise bewegten sich zwischen 29,3 Cent/kg und 34,0 Cent/kg.
AMI
Blutschwitzen der Kälber auch in Neuseeland
Auch in Neuseeland sind mittlerweile Fälle des sogenannten Blutschwitzens (Bovine neonatale Pancytopenie) bei Kälbern nachgewiesen worden, wie neuseeländische Medien berichten. Demnach sind seit dem 18. August fünf bestätigte Fälle sowie zwei Verdachtsfälle aufgetreten. Da es Hinweise darauf gibt, dass der PregSure BVD - Impfstoff der Firma Pfizer in Zuammenhang mit den Erkrankungen steht, hat das Unternehmen den Impfstoff am 24. August 2011 in Neusseland vom Markt genommen. In Europa wurde der Impfstoff bereits im Juni 2010 vom Markt genommen.
Promedmail