Anmelden (Login) Registrierung

Fokusthema "Salmonellosen beim Geflügel"

Hinweis:
Durch Klicken auf das Symbol erhalten Sie ergänzende Informationen zu einigen Textstellen.

In Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern gehören Infektionen mit Salmonellen auch heute noch zu den wichtigsten (lebensmittelbedingten) Infektionskrankheiten (RKI) des Menschen. EU-weit sind im Jahr 2005 insgesamt 176.395 Menschen an einer Infektion mit Salmonellen erkrankt. Für den Menschen sind als Krankheitserreger vor allem die Serovare S. enteritidis und S. typhimurium von Bedeutung. Infektionsquellen sind kontaminierte und unzureichend erhitzte Lebensmittel. Besonders häufig können Salmonellosen des Menschen mit dem Genuss von Eiern, Eierspeisen oder Geflügelfleisch in Zusammenhang gebracht werden. Bei Untersuchungen zur Salmonellenprävalenz in den Mitgliedsstaaten der EU konnten in 30,7 % der Legehennenbetriebe Salmonellen nachgewiesen werden. Jedoch war die festgestellte Salmonellen-Prävalenz in den einzelnen Mitgliedsstaaten sehr unterschiedlich und bewegte sich im Bereich von 0 Prozent bis 79,5 Prozent.

Ziel ist eine stetige Reduktion der Salmonellen-Prävalenz auf unter 1 Prozent, wie sie in der Verordnung zur Bekämpfung von Salmonellen und bestimmten anderen durch Lebensmittel übertragbaren Zoonoseerregern (EG 2160/2003) vorgeschrieben ist.

In der EU wird die Salmonellenprävalenz von Eiern und Geflügelfleisch durch die Zoonoserichtlinie im Produktionsprozess verringert. Deshalb ist es wichtig, die Verbraucher umfangreich vor allem über allgemeine Hygienemaßnahmen, spezielle Maßnahmen zur Verhinderung einer Primär- bzw. Sekundärinfektion und die Möglichkeiten der Abtötung bzw. Vermehrungshemmung aufzuklären.

Neben Fehlern im Produktionsprozess kommen aber auch Fehler in der Behandlung der Lebensmittel sowie in der Hygiene in Großküchen und im Haushalt (z.B. zu lange Warmhaltezeiten, unzureichende Wiedererwärmung oder mangelhafte Kühlung) in Frage.