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KatzenHunde

Produktgruppe

Dimazon® Tabletten 10 mg/40 mg

Tabletten zum Eingeben für Hunde und Katzen - Schleifendiuretikum (Furosemid)

Dimazon® Tabletten 10 mg und 40 mg

Zusammensetzung

1 Tablette (Dimazon® Tabletten 10 mg) enthält:

Wirkstoff:
Furosemid 10,0 mg

1 Tablette (Dimazon® Tabletten 40 mg) enthält:

Wirkstoff:
Furosemid 40,0 mg

Anwendungsgebiet(e)

Unterstützende Therapie in Fällen, in denen durch erhöhte Diurese/Salurese Flüssigkeitsansammlungen infolge Erkrankungen des Herzens, der Leber, der Niere oder sonstiger Ursachen aus Geweben, Leibeshöhlen, Gelenken, Sehnenscheiden usw. schneller resorbiert werden sollen.

Nichtentzündliche Ödeme:
Unphysiologisches akutes Gesäugeödem vor und nach Geburten,
kardiale Ödeme,
Lungenödem,
Gehirnödem,
Präputial- und Skrotalödem,
Gliedmaßen- und Wundödem nach Verletzungen oder Operationen,
parasitär bedingtes Ödem.

Flüssigkeitsansammlungen in Körperhöhlen:
Aszites,
Hydrothorax,
Hydroperikard.

Weitere Indikationen:
Unterstützung einer forcierten Diurese bei Vergiftungen, Anregung der Diurese nach Auffüllen des Blutvolumens bei Oligurie infolge eines Schocksyndrom oder einer akuten Niereninsuffizienz.

Bei der Anwendung von Diuretika handelt es sich vorwiegend um eine symptomatische Therapie. Dabei darf eine Behandlung spezifischer Krankheitsursachen nicht vernachlässigt werden.

Gegenanzeigen

Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion (Anurie),
akute Glomerulonephritis,
schwerer Kaliummangel (Hypokaliämie),
Natriummangel-Zustand und/oder Zustände verminderten Blutvolumens (Hyponatriämie, Hypovolämie) mit oder ohne begleitende Blutdruckerniedrigung (Hypotonie),
schwere Leberfunktionsstörung,
Leberkoma,
Dehydratation,
Sulfonamid-Allergie.

Nicht bei Hunden und Katzen mit einem Körpergewicht unter 4 kg Körpergewicht anwenden.
Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen in therapeutischen Dosierungen sind im Allgemeinen die Folge der diuretischen Hauptwirkung:
Es kann zu Hämokonzentration und zu adaptiven Veränderungen des Kreislaufs kommen (herabgesetzter Druck im kleinen Kreislauf, erhöhter peripherer Widerstand und erhöhte Herzfrequenz).
Bei längerer Behandlung können Hypokaliämie, Hyponatriämie und extrazelluläre Dehydratation auftreten.
Kreuzallergien mit Sulfonamiden sind möglich.
Bei Hunden und Katzen wurde über vorübergehende ototoxische Effekte berichtet.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier / Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben

Hunde, Katzen:
Dimazon® Tabletten 10mg:
1,0 - 2,0 mg Furosemid/kg Körpergewicht (KGW), entsprechend 1 Tablette pro 5 bis 10 kg KGW

Dimazon® Tabletten 40mg:
1,0 - 2,0 mg Furosemid/kg Körpergewicht (KGW), entsprechend 1 Tablette pro 20 bis 40 kg KGW.

Zur genaueren Dosisanpassung können auch halbe Tabletten verwendet werden.

In besonders schweren Fällen oder wenn die Salurese dem gewünschten Therapieziel nicht entspricht, kann die Einzeldosis bis auf das Doppelte erhöht werden.
Eine Dosiserhöhung auf bis zu 10 mg Furosemid/kg KGW kann insbesondere bei schweren lebensbedrohenden Lungenödemen notwendig sein.

Die angegebene Einzeldosis wird im Abstand von 6 - 8 Stunden 1- oder 2mal täglich verabreicht.
Das Behandlungsziel ist im Allgemeinen nach 1 bis maximal 3 Tagen erreicht.
Sobald sich der Patient stabilisiert hat, ist eine Reduktion der Dosis und der Verabreichungshäufigkeit empfehlenswert.
Bei längeren Behandlungen ist eine Kontrolle der Serumelektrolytwerte angezeigt.

Hinweise für die richtige Anwendung

Keine

Wartezeit

Entfällt

Besondere Lagerungshinweise

Vor Licht schützen. Nicht über +25 °C lagern.
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr verwenden.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Bei kardial bedingtem Lungenödem ist eine gleichzeitige Behandlung der Herzinsuffizienz angeraten.
Bei gleichzeitiger Gabe von Herzglykosiden sollte Furosemid nur während der ersten 1 - 3 Tage und dann intermittierend zur Ausschwemmung vorhandener Ödeme eingesetzt werden.
Eine Kontrolle des Kaliumhaushalts ist nur bei längerer Anwendung erforderlich.
Gegebenenfalls muss zusätzlich Kalium zugeführt werden.
Hunde mit Nierenfunktionsstörungen (z. B. Stenosen) sollten keine Schleifendiuretika in Kombination mit ACE-Hemmern erhalten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Nach Berührung der Tabletten sofort die Hände waschen.
Sollte versehentlich eine Tablette verschluckt worden sein, sofort den Arzt aufsuchen und die Schachtel oder den Beipackzettel vorlegen.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:
Dimazon® Tabletten können bei trächtigen und säugenden Tieren angewendet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
- Angiotensin-Converting-Enzyme (ACE)-Hemmer: Verstärkung der hypotensiven Wirkung
- Aminoglykosid-Antibiotika: Verstärkung der ototoxischen Wirkung
- Sulfonamide: Sulfonamid-Allergie
- Cephalosporine: Verstärkung der nephrotoxischen Wirkung
- Herzglykoside: Erhöhung der Toxizität der Herzglykoside und Anstieg der Herzglykosid-Konzentration im Plasma
- Nicht-steroidale Antiphlogistika und andere Hemmstoffe der Prostaglandin-Synthese: Abschwächung des diuretischen Effektes von Furosemid
- Die Wirksamkeit von Schleifendiuretika kann in Fällen verringert sein, in denen bereits große Mengen Mannitol infundiert wurden.

Überdosierungen (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel), falls erforderlich:
Eine akute Überdosierung mit Dimazon® Tabletten kann zu vorübergehender Taubheit, Störungen des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes, ZNS-Symptomen (Lethargie, Koma oder Krämpfe) oder zu einem kardiovaskulären Kollaps führen.
Die Therapie erfolgt unterstützend und symptomatisch.

Inkompatibilitäten:
Keine Angaben

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendeten Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben.  
Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann.
Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Handelsformen

Faltschachtel mit 2 Blisterpackungen mit Deckfolie aus Aluminium und Bodenfolie aus PVC mit je 10 Tabletten.
Faltschachtel mit 10 Blisterpackungen mit Deckfolie aus Aluminium und Bodenfolie aus PVC mit je 10 Tabletten.

Verschreibungspflichtig

Stand

Oktober 2006

Zusätzliche Informationen

Es empfiehlt sich, die Behandlung durch die i.v. oder i.m. Applikation von Dimazon® Lösung zu beginnen und je nach Indikation und Krankheitsverlauf mit der oralen Gabe von Dimazon® Tabletten 1 - 2 mal täglich im Abstand von 6 - 8 Stunden weiterzuführen.
Eine Fortsetzung der Behandlung durch parenterale Applikation sowie eine ausschließlich orale Anwendung sind ebenfalls möglich.

Die besonderen Vorteile des Wirkstoffes bestehen in der schnell einsetzenden intensiven und trotzdem schonenden Wirkung, der Steigerung der gewünschten Na+- und Wasserausscheidung unter weitestgehender Vermeidung eines unerwünschten K+-Verlustes, der guten Steuerbarkeit der Diurese und der guten Verträglichkeit.

Beim Hund beginnt die Diurese je nach Applikationsart innerhalb von 30 Minuten bis etwa 2 Stunden und dauert ca. 3 Stunden (i.v.) bzw. 6 Stunden (oral).

Bei der Katze tritt innerhalb von 1 - 6 Stunden nach i.m. Applikation verstärkte Diurese ein.

Durch Applikationsart und unterschiedliche Dosierung können Zeitpunkt, Dauer und Ausmaß des diuretischen Effektes beeinflusst und gesteuert werden.
Der rasche Wirkungseintritt und die relativ kurze Wirkungsdauer erlauben eine gute Vorhersage und Kontrolle der Diurese.
Dies ist insbesondere bei der Behandlung von Kleintier-Patienten von Vorteil.

Der Behandlungseffekt kann durch vermehrte Trinkwasseraufnahme beeinträchtigt werden.
Soweit es der Krankheitszustand des Patienten erlaubt, sollte deshalb die Trinkwassermenge für die Dauer der Behandlung weitgehend eingeschränkt werden.