Finadyne® 16,6 mg/ml Injektionslösung
Zusammensetzung
1 ml enthält:
Wirksame Bestandteile:
Flunixin-Meglumin 16,600 mg
(entspricht 10 mg Flunixin)
Phenol 5,000 mg
Hydroxymethansulfinsäure,
Natriumsalz 2 H2O 2,500 mg
Propylenglykol 207,200 mg
Sonstige Bestandteile:
2,2´Iminodiethanol; Edetinsäure, Dinatriumsalz 2 H2O;; Salzsäure 37%; Wasser für Injektionszwecke
Anwendungsgebiete
- Behandlung von Entzündung und Schmerz bei akuten und chronischen Muskel- und Skeletterkrankungen.
- Zur Linderung leichter bis mäßig starker postoperativer Schmerzen.
- Linderung von Entzündungssymptomen.
- Zusatztherapie zur Behandlung eines endotoxämischen bzw. septikämischen Schocks.
Gegenanzeigen
- Nicht bei trächtigen Hündinnen anwenden.
- Nicht bei Hunden mit Erkrankung des Magen-Darm-Kanals sowie bei Hunden mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen anwenden.
- Bei der Schockbehandlung nicht in den Fällen anwenden, wo eine Magendrehung oder eine andersartige Einschränkung der gastroenteralen Blutzufuhr vorliegt, bzw. wo eine Erosion oder Ulzeration der Magendarmschleimhaut zu vermuten ist.
- Nicht unmittelbar im Anschluss an eine Vorbehandlung mit steroidalen- oder nichtsteroidalen Antiphlogistika anwenden; keine Kombinationsbehandlung mit diesen Mitteln.
- Wegen möglicher starker Schmerzreaktionen an den Injektionsstellen nicht intramuskulär verabreichen.
- Nicht bei Tieren mit nachgewiesenen Blutgerinnungsstörungen oder bekannter individueller Überempfindlichkeit gegenüber Flunixin anwenden.
- Nicht in Kombination mit einer Methoxyfluorannarkose anwenden.
- Nicht bei Hunden mit Erkrankung des Magen-Darm-Kanals sowie bei Hunden mit Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen anwenden.
- Die Anwendung bei dehydrierten, hypovolämischen bzw. hypotonisierten Tieren ist zu vermeiden.
Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Nicht bei Hunden anwenden, die kein Futter aufnehmen.
- Während der Behandlung ist für eine ausreichende Trinkwasserversorgung der Tiere zu sorgen.
- Die Anwendung bei Tieren, die jünger als 6 Wochen sind, oder bei alten Tieren kann erhöhte Nebenwirkungsrisiken zur Folge haben. Wenn die Anwendung erforderlich ist, ist evtl. die Dosis zu verringern und der klinische Verlauf sorgfältig zu beobachten.
- Besonders bei alten Tieren sollte während einer längeren Behandlung eine Laborüberwachung von Leber- und Nierenfunktion durchgeführt werden.
- Nichtsteroidale Antiphlogistika sollten an Tiere, die eine Allgemeinnarkose erhalten haben, erst verabreicht werden, wenn sie das Bewusstsein wiedererlangt haben.
Hinweise für den Fall der Überdosierung
Mit toxischer Wirkung ist zu rechnen, wenn Flunixin in einer höheren Dosierung als 1 mg/kg Körpergewicht und länger als an 3 aufeinenderfolgenden Tagen angewendet wird.
Wechselwirkungen mit anderen Mitteln
- Unter der Wirkung von zuvor oder gleichzeitig verabreichten steroidalen- oder nichtsteroidalen entzündungshemmenden Mitteln, nephrotoxischen Substanzen und die Blutgerinnung beeinflussenden Medikamenten kann eine Verstärkung eventueller Nebenwirkungen erfolgen. Vor Behandlungsbeginn ist daher unbedingt eine von Tierarzt festzulegende behandlungsfreie Periode einzuhalten. Eine gleichzeitige Behandlung mit anderen Medikamenten sollte nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen.
- Im Zusammenhang mit einer Methoxyfluorannarkose wurde eine Nierendysfunktion beobachtet.
Warnhinweise
Keine Angaben
Dosierung, Art und Dauer der Anwendung
1,0 mg Flunixin/kg Körpergewicht (entsprechend 1 ml Lösung/10 kg Körpergewicht).
- Bei Muskel- und Skeletterkrankungen sowie nach Operationen ist die o.g. Dosis einmal täglich (im Abstand von 24 Stunden) über maximal 3 Tage subkutan zu verabreichen.
- Bei Endotoxämischem Schock ist parallel zu einer Kausaltherapie die o.g. Dosis intravenös zu verabreichen und kann bei Bedarf nach je 12 Stunden bis zu maximal 3 Dosen wiederholt werden.
Hinweis für den Fall der Überdosierung
Mit toxischer Wirkung ist zu rechnen, wenn Flunixin in einer höheren Dosierung als 1 mg/kg Körpergewicht und länger als an 3 aufeinenderfolgenden Tagen angewendet wird.
Nebenwirkungen
Es ist mit den typischen Nebenwirkungen der nichtsteroidalen Antiphlogistika wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und teerartigem Kot zu rechnen, die bei Nichtbeachtung in einzelnen Fällen zu lebensbedrohlichen zuständen führen können. Die Hunde sind deshalb während der Behandlung genau zu beobachten. Beim ersten Auftreten von blutigem oder teerartigem Kot sowie von blutigem oder bräunlichen erbrechen und bei anhaltendem Auftreten von Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfall ist die Behandlung sofort abzubrechen und der Hund umgehend dem Tierarzt vorzustellen. Bei postoperativer Anwendung ist mit einer Verzögerung der Wundheilung zu rechnen.
Hinweis
Nicht bei Tieren anwenden, die der Gewinnung von Lebensmittels dienen.
Hinweise und Angaben zur Haltbarkeit des Arzneimittels
Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.
Handelsformen
Packung mit 20 ml