Finadyne® RPS Injektionslösung

RinderPferdeSchweine

Finadyne® RPS Injektionslösung 50 mg/ml

Vetalgin®

 

Zusammensetzung
1 ml Injektionslösung enthält:
Arzneilich wirksamer Bestandteil
Flunixin-Meglumin          83,00 mg
(entsprechend 50 mg Flunixin)
Wirksame Bestandteile
Phenol            5,00 mg
Hydroxymethansulfinsäure, Natriumsalz 2 H2O     3,26 mg
(entsprechend 2,50 mg Hydroxymethansulfin-
säure, Natriumsalz)
Propylenglykol                207,20 mg
Edetinsäure, Dinatriumsalz 2 H2O       0,10 mg
Sonstige Bestandteile
2,2´-Azandiyldiethanol; 37%-ige Salzsäure; Wasser für Injektionszwecke

Anwendungsgebiete
Rind:
Zur Behandlung der Entzündungssymptomatik der akuten Bronchopneumonie in Fällen, bei denen durch verstärkte entzündliche Reaktionen eine Verschlimmerung des Krankheitsbildes zu befürchten ist.

Pferd:
Akute entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates und kolikbedingte Schmerzzustände bei Pferden.

Schwein:
Bei akuten Atemwegsinfektionen in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotika-Therapie zur Reduktion von Fieber und Atembeschwerden.
Zur Unterstützung einer geeigneten Antibiotikatherapie bei der Behandlung der puerperalen Septikämie und Toxämie (Mastitis-Metritis-Agalactia-Syndrom).

Gegenanzeigen
- Nicht bei Tieren mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Flunixin anwenden.
- Nicht bei schweren Herz-, Leber- und Nierenschäden verabreichen.
- Nicht bei Tieren mit Läsionen der Magen-Darm-Schleimhaut (z.B. Ulcera, Magen-Darm-Blutungen verursacht durch Endoparasitenbefall) anwenden.
- Koliken, die Ileus-bedingt sind und bei denen eine Dehydratation vorliegt.
- Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
- Nicht bei trächtigen Stuten einsetzen.
- Trächtige Sauen sind von der Behandlung auszuschließen.

Nebenwirkungen
Es sind nach der Verabreichung anaphylaktische Reaktionen z.T. mit letalem Ausgang aufgetreten.
Wie alle nicht steroidalen Antiphlogistika kann Flunixin besonders bei hypovolämischen und hypotensiven Zuständen, z.B. während der Chirurgie, Nierenschäden hervorrufen.
Nach Verabreichung können Magen-Darm-Störungen und  Ulcerationen der Magenschleimhaut auftreten.
Beim Schwein ist an der Injektionsstelle nach Ablauf der Wartezeit mit makroskopisch sichtbaren braunen Verfärbungen zu rechnen.

Falls Sie eine Nebenwirkung bei Ihrem Tier / Ihren Tieren feststellen, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt ist, teilen Sie diese Ihrem Tierarzt oder Apotheker mit.

Zieltierarten
Rind, Pferd, Schwein

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Rind:
2,2 mg Flunixin pro kg KGW entsprechend 2,2 ml Finadyne® RPS 83 mg/ml Injektionslösung pro 50 kg KGW und Tag intravenös.

Pferd:
1,1 mg Flunixin pro kg KGW entsprechend 1,1 ml Finadyne® RPS 83 mg/ml Injektionslösung pro 50 kg KGW und Tag intravenös.

Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf.
Rind: bis zu maximal 3 Tagen

Pferd: bis zu maximal 5 Tagen

Schwein:
Therapie bei akuten Respirationserkrankungen
2,2 mg Flunixin pro kg KGW entsprechend 2,2 ml Finadyne® RPS
83 mg/ml Injektionslösung pro 50 kg KGW intramuskulär.
Die Anwendung beim Schwein erfolgt einmalig, zusammen mit einem Antibiotikum.

Therapie bei Mastitis-Metritis-Agalactia-Syndrom
Einmalige intramuskuläre Injektion von 2,2 mg Flunixin pro kg KGW,
entsprechend 2,2 ml Finadyne RPS 83 mg/ml Injektionslösung pro 50 kg KGW in Verbindung mit einer Antibiotikatherapie.
Bei Bedarf kann eine zweite Finadyne Gabe nach 24 Stunden verabreicht werden.

Hinweise für die richtige Anwendung
Die vorgeschriebene Dosierung und Anwendungsdauer sollte nicht überschritten werden.
Um lokale Reaktionen möglichst gering zu halten, sollten nicht mehr als 5 ml an einer Injektionsstelle appliziert werden.
Die Behandlung beim Rind sollte mit einer wirksamen Kausaltherapie und Verbesserung der Haltungsbedingungen verbunden werden.

Wartezeit
Rind, Pferd
Essbare Gewebe  10 Tage
 
Schwein
Essbare Gewebe  18 Tage

Rind
Milch       1 Tag

Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.

Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Das Arzneimittel nach Ablauf des auf Behältnis und äußerer Umhüllung angegebenen Verfalldatums nicht mehr anwenden.

Der Inhalt des Behältnisses ist nach dessen Anbruch innerhalb von 28 Tagen zu verbrauchen.

Der nach Ablauf der Haltbarkeitsdauer nach Anbruch verbliebene Rest des Arzneimittels ist zu verwerfen.

Nicht über 25°C lagern
Vor Frost schützen.

Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart
Nicht bei trächtigen Stuten anwenden, weil bisher keine reproduktionstoxikologischen Untersuchungen beim Pferd vorliegen.
Trächtige Sauen sind von der Behandlung auszuschließen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren:
Aufgrund des Gehaltes an Propylenglykol können in seltenen Fällen bei der intravenösen Applikation lebensbedrohliche Schockreaktionen auftreten. Die Injektionslösung sollte daher langsam verabreicht werden und annähernd Körpertemperatur besitzen. Bei den ersten Anzeichen einer Unverträglichkeit ist die Injektion abzubrechen und gegebenenfalls eine Schockbehandlung einzuleiten.
Die Tiere sind während der Behandlung mit Erkrankung des Bewegungsapparates ruhigzustellen. Während dieser Behandlung mit Finadyne® RPS Injektionslösung 83 mg/ml Injektionslösung ist eine ausreichende Trinkwasserversorgung der Tiere sicherzustellen.
Nicht bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates anwenden.
Eine Verschleierung bestehender Resistenzen gegenüber einer Kausaltherapie kann während der Behandlung mit Finadyne® RPS 83 mg/ml Injektionslösung nicht ausgeschlossen werden, da durch ein vorübergehendes Abklingen der Entzündungssymptome ein Therapieerfolg vorgetäuscht werden kann.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt mit der Haut des Anwenders ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung zu vermeiden.

Anwendung während der Trächtigkeit, Laktation oder der Legeperiode:
Nicht bei trächtigen Stuten anwenden, weil bisher keine reproduktions-toxikologischen Untersuchungen beim Pferd vorliegen.
Trächtige Schweine sind von der Behandlung auszuschließen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen
Wird Finadyne® RPS 83 mg/ml Injektionslösung gleichzeitig oder innerhalb von 24 Stunden mit einem anderen nichtsteroidalen Antiphlogistikum  eingesetzt, kann eine unerwünschte Verstärkung der Wirkung nicht ausgeschlossen werden.
Einige nichtsteroidale Antiphlogistika weisen eine hohe Plasma-Eiweißbindung auf und konkurrieren mit anderen hoch an Plasma-Eiweiß gebundenen Arzneimitteln, wodurch toxische Wirkungen auftreten können.
Wegen der Gefahr von Nierenschäden nicht in Kombination mit dem Inhalationsnarkotikum Methoxyfluran anwenden.

Die gleichzeitige Anwendung von potentiell nephrotoxischen Medikamenten sollte vermieden werden.

Inkompatibilitäten
Finadyne® RPS 83 mg/ml Injektionslösung ist nicht zum Mischen mit anderen Arzneimittel vorgesehen

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Arzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.

Genehmigungsdatum der Packungsbeilage
Mai 2009

Weitere Angaben
Packung mit 1 Durchstechflasche mit 50 ml Injektionslösung
Packung mit 1 Durchstechflasche mit 100 ml Injektionslösung

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht. 

Angaben für Österreich:
Entsorgungshinweis
Abgelaufene oder nicht vollständig entleerte Packungen sind als gefährlicher Abfall zu behandeln und gemäß den geltenden Vorschriften einer unschädlichen Beseitigung zuzuführen. Leere Packungen sind mit dem Hausmüll zu entsorgen. Gemäß § 6 Z 5 Tiergesundheitsdienstverordnung sind alle Reste von Injektionspräparaten sowie Leergebinde dem behandelnden Tierarzt zurückzugeben.