Nobilis® Rismavac + CA126
Marek'sche Krankheit-Lebendimpfstoff (Stamm Rispens CVI-988 und Stamm FC-126), zellgebunden, tiefgefroren, für Hühner.
Wässrige Suspension zur subkutanen oder intramuskulären Injektion oder zur in-ovo Applikation nach Verdünnung in Diluent Cell Associated.
Zusammensetzung
ARZNEILICH WIRKSAME(R) BESTANDTEIL(E) UND SONSTIGE BESTANDTEILE
Eine Dosis enthält:
Putenherpesvirus (Stamm CA-126) mind. 3,0 log10 PBE
Hühnerherpesvirus (Stamm CVI-988) mind. 3,0 log10 PBE.
Wirtssystem: HEF
ANWENDUNGSGEBIET(E)
Aktive Immunisierung gegen die Marek'sche Krankheit (MD), insbesondere in Gegenwart von hoch virulenten MD-Feldstämmen (vvMDV).
GEGENANZEIGEN
Klinisch erkrankte oder geschwächte Tiere sind von der Impfung auszuschließen.
NEBENWIRKUNGEN
Nicht bekannt.
ZIELTIERART(EN)
Huhn
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Zubereitung des Impfstoffes:
In-ovo-Impfung:
Zur Verdünnung sind 50 ml Diluent Cell Associated pro 1000 Impfstoffdosen Nobilis® Rismavac + CA126 zu verwenden.
Impfung von Eintagsküken:
Zur Verdünnung sind 200 ml Diluent Cell Associated pro 1000 Impfstoffdosen Nobilis® Rismavac + CA126 zu verwenden.
Unter Beachtung der Warnhinweise unmittelbar vor der Impfung die benötigte Anzahl von Ampullen aus dem Flüssigstickstoffbehälter entnehmen. Den Inhalt der Ampullen zügig (innerhalb von einer Minute) in einem Wasserbad von + 20° C bis + 25° C auftauen. VORSICHT: Ampullen können bei plötzlichen Temperaturveränderungen zerplatzen! Ampullen sofort nach dem Auftauen abtrocknen, vorsichtig aufschütteln und am Flaschenhals aufbrechen (Sollbruchstelle). Den Inhalt einer Impfstoffampulle mit einer sterilen Injektionsspritze (5 bzw. 10 ml) mit mittelstarker Kanüle (Durchmesser 1 mm) aufnehmen und sofort mit Diluent Cell Associated in der Spritze verdünnen. WICHTIG: Das Verdünnungsmittel sollte dabei eine Temperatur von + 15° C bis + 25° C aufweisen und langsam aufgezogen werden! Den Inhalt der Spritze langsam und vorsichtig in die Gesamtmenge des Verdünnungsmittels geben und sorgfältig schütteln. Den Vorgang wiederholen, um verbliebene Impfstoffreste aufzunehmen. Nur sauberes, steriles Impfgerät verwenden!
Dosierung:
In-ovo-Impfung:
Die Impfung 18 Tage alter Hühnerembryonen erfolgt mittels In-ovo-Injektion von 0,05 ml des zubereiteten Impfstoffes.
Impfung von Eintagsküken:
Jedem Küken werden unmittelbar nach dem Schlupf 0,2 ml des zubereiteten Impfstoffes sukutan unter die Nackenhaut oder intramuskulär in die Schenkelmuskulatur injiziert.
WARTEZEIT
Null Tage
BESONDERE LAGERUNGSHINWEISE
Die Impfstoffampullen sind ohne Unterbrechung in Flüssigstickstoff zu lagern und zu transportieren (siehe auch " Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender "!).
Das Verdünnungsmittel Diluent Cell Associated ist frostfrei, aber nicht über + 20° C zu lagern.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
BESONDERE WARNHINWEISE
Die Impfung von Zier- und Rassegeflügel mit diesem Impfstoff ist nicht vorgesehen und sollte daher unterbleiben.
Während des Impfvorganges ist der Impfstoff wiederholt zu schütteln (u.U. Magnetrührer).
Impfung von Eintagsküken:
Die Impfnadeln sind während des Impfprozesses des Öfteren zu wechseln.
Nur soviel Impfstoff zubereiten, wie innerhalb von 2 Stunden verbraucht wird.
Impfstoff vor Sonnenbestrahlung schützen.
In-ovo Impfung:
Vor jeder in-ovo Applikation muss der Erfolg der Impftechnik durch Verwendung einer Farbstofflösung überprüft werden. Der Impfstoff muss in die Amnionhöhle oder den Embryo direkt inokuliert werden.
Zur in-ovo Impfung kann ein Impfautomat verwendet werden. Das Gerät muss zuverlässig die erforderliche Impfdosis in die Amnionhöhle oder den Embryo verabreichen. Desweiteren sind die Herstellerangaben zu beachten, insbesondere hinsichtlich Nadellänge und Luftdruck. Zur Reinigung des Gerätes dürfen nur die vom Hersteller des Impfautomaten empfohlenen Mittel verwendet werden.
Bei Anwendung unter Laborbedingungen, insbesondere bei einer hohen Infektionsdosis, kann die Schutzrate nach in-ovo Applikation im Vergleich zur intramuskulären oder subkutanen Verabreichung geringer ausfallen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
1. Bei der Entnahme der Ampullen aus dem Stickstoffbehälter sind Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Gefahr von Erfrierung der Finger und des möglichen Zerplatzens einer Ampulle. Vorsicht Lebendimpfstoff - Augen schützen.
2. Es ist dringend darauf zu achten, dass die Impfstoffampullen in Flüssigstickstoff gelagert und transportiert werden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass der Behälter jeweils entsprechend aufgefüllt ist. Die Kühlkette darf nie unterbrochen werden, da sonst die Wirksamkeit des Impfstoffes verloren geht.
Nicht mit anderen Impfstoffen oder immunologischen Produkten mischen, ausgenommen dem mitgelieferten Lösungsmittel.
Handelsformen
1000 Impfstoffdosen (+Verdünnungsmittel)
Stand der Information: März 2007