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05.12.2019
In Dänemark werden Hausschlachtungen von Rindern, Schweinen, Schafen oder anderen Tiere ab dem 1. Januar 2020 legal. Das bedeutet, diese Tiere dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auf dem eigenen Hof anstatt im Schlachthof geschlachtet werden. Vorausgesetzt wird ein geeigneter Bereich, in welchem ein zugelassener Schlachthof die Tiere töten und entbluten kann. Anschließend werden die Schlachtkörper dann zur Verarbeitung in den Schlachtbetrieb verbracht. Der Schlachthof ist dann entsprechend für die Einhaltung von Tierschutz- und Hygienevorschriften verantwortlich. Die Schlachtung unterliegt auch in diesem Fall der Kontrolle der dänischen Veterinär- und Lebensmittelbehörde.
topagrar.de
03.12.2019
Beim diesjährigen Strategischen Forum der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) haben sich mehr als 100 Experten aus Politik, Forschung und Verbänden zusammengefunden, um ein Bild der Landwirtschaft in 30 Jahren zu entwickeln. Die Perspektive 2049 zeigt eine nachhaltige Landwirtschaft mit starken regionalem Bezug, mit verringertem Antibiotikaeinsatz sowie besseren Ställen. Diesem Zielbild zu Folge, setzt sich die Landwirtschaft für den Schutz des Klimas und der Biodiversität ein und wird dafür mit angemessenen Preisen belohnt. Um dieses Bild Realität werden zu lassen, muss neben einer angepassten Agrarpolitik auch ein Umdenken in der Ernährung stattfinden. Verbraucher müssen bereit sein, mehr Geld für die Umsetzung dieser Ziele zu zahlen, Unterstützung muss aber auch von Seiten der Politik kommen. Außerdem sieht diese Perspektive vor, dass die landwirtschaftliche Praxis, die Lebensmittelverarbeitung und der Handel in den Prozess einbezogen werden müssen, denn eine hohe Wertschätzung der Produkte passt nicht zum Wettbewerb um den niedrigsten Preis. Der Sprecher des DAFA-Vorstands, Hubert Wiggering, fordert: „Die Lebensmittelpreise an der Ladentheke müssen die wahren Kosten der Produktion widerspiegeln“. Dafür muss der Verbraucher die Vorteile eines neuen Ernährungssystems erkennen und erleben. Gemeinsam mit allen interessierten Gruppen will die DAFA die Zielbilder weiter entwickeln und Wege zu ihrer Erreichung aufzeigen.
Deutsche Agrarforschungsallianz
02.12.2019
Die Veterinärmedizinische Universität Wien hat zusammen mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Außenstelle in Tirol als Teil der Universitätsklinik für Wiederkäuer eröffnet. Hier soll ein Kompetenzzentrum für Wiederkäuer im Alpenraum entstehen. „Wir verstehen die Gründung unserer neuen Universitäts-Außenstelle in Innsbruck als wichtigen Beitrag, um die tierärztliche Versorgung in ländlichen Regionen langfristig sicherzustellen und unsere Studierenden bereits während des Studiums mit den relevanten regionalen Stakeholdern zu vernetzen“, beschreibt Rektorin Petra Winter Hintergrund und Zielsetzung. Thomas Kickinger, Geschäftsführer der AGES, fügt hinzu: „Mit dem Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Innsbruck spielt die AGES seit langem eine wesentliche Rolle im Bereich Tiergesundheit gerade in Westösterreich. Für uns ist es daher naheliegend, unsere Expertise in diese Kooperation einzubringen, um angehenden Tierärztinnen und Tierärzten die bestmögliche Ausbildung zu bieten.“ Ziel der neuen Außenstelle ist neben der Stärkung des Standortes auch, nachhaltige Kooperationen mit Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen und lokalen Tierarztpraxen zu bilden. Somit sollen die VeterinärstudentInnen praxisnah auf die besonderen Anforderungen im alpinen Bereich vorbereitet werden.
Veterinärmedizinische Universität Wien
26.11.2019
Am heutigen Dienstag werden in Berlin rund 10.000 Bauern aus dem gesamten Bundesgebiet mit mehr als 5.000 Traktoren zu einer erneuten Großkundgebung gegen das geplante Agrarpaket der Regierung erwartet. Unter anderem geht es gegen die schärferen Düngevorschriften, das Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund "Mercosur" und Verunglimpfung von Bauern, das sogenannte Bauern-Bashing. „Landwirtschaft in Deutschland braucht Unterstützung und eine Zukunftsperspektive ohne Überregulierung und Verbotspolitik. Notwendig ist eine grundlegende Überarbeitung des Aktionsprogramms Insektenschutz. Es ist nicht die Frage, ob wir Insektenschutz machen, sondern nur wie: Kooperativer Naturschutz muss der Weg sein. Das heißt Landwirte, Politik und Gesellschaft müssen gemeinsam Lösungen finden, wie sich Natur- und Artenschutz weiter verbessern lassen, unter Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Wir wollen den Dialog und wir benötigen konkrete, praxistaugliche Ergebnisse“, fassen Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Eberhart Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd und Umweltbeauftragter des DBV, die Forderungen zusammen. Unterstützung erhalten die Landwirte unter anderem von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), die auf mehr Wertschätzung für deren Arbeit hofft: „Pauschale Vorwürfe sind oft und schnell zur Hand - von Ackergiften, von Tierquälern, von Umweltverschmutzern ist die Rede“, sagte die Ministerin gegenüber dem Tagesspiegel. Doch auch Gegner der Proteste meldeten sich zu Wort: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert von der Landwirtschaft mehr Engagement gegen die Nitratbelastung im Grundwasser. „Anstatt Demonstrationen zu organisieren, sollten die Landwirte sich lieber konstruktiv in die Lösung des Problems einbringen", erklärte der BDEW. Die Bundesregierung müsse den EU- Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter im Grundwasser national festschreiben, um Strafzahlungen und Düngeverbote zu vermeiden.
DBV Merkur
22.11.2019
Am vergangenen Mittwoch (20.11.19) hat das Bundeskartellamt grünes Licht für die Fusion der Unternehmensgruppen Reinert und Kemper gegeben. Unter dem künftigen Firmennamen „The Family Butchers“ werden die beiden Unternehmen zum zweitgrößten Fleischverarbeiter nach der Tönnies Gruppe. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, erklärt nach der Entscheidung für die Großfusion: „Auch nach der Fusion gibt es für Abnehmer und Lieferanten noch hinreichende Alternativen. Trotz der seit einigen Jahren fortschreitenden Konzentration der Branche gibt es in Deutschland weiterhin eine ganze Reihe mittelständischer Fleisch- und Wurstwarenhersteller. Die gemeinsamen Marktanteile von Kemper und Reinert sind auf den verschiedenen Märkten der Fleischverarbeitung nicht höher als zehn bis 20 Prozent. Die Lebensmitteleinzelhandelskonzerne verfügen außerdem über eine hohe Nachfragemacht und haben zum Teil auch eigene Fleischwerke.“ Zusammen werden die beiden Gruppen nach ihrem Zusammenschluss "ein breites Sortiment von Preiseinstiegsprodukten bis hin zu Premium-Herstellermarken" anbieten und einen Umsatz von mehr als 700 Millionen Euro einfahren. Marktführer Tönnies könnte durch den Zusammenschluss im harten Wettbewerb mit Wurstprodukten also mehr Konkurrenz bekommen.
Bundeskartellamt
21.11.2019
Die Ergebnisse des Zoonose-Monitorings sind beinahe durchweg unerfreulich und fallen schlecher aus als im Vorjahr. So liegen die Nachweisraten von Campylobacter spp. bei Masthähnchen unverändert auf einen hohem Niveau. Das ist eines der Ergebnisse des Zoonosen-Monitorings 2018. Demnach wurden knapp die Hälfte der Halshautproben von Masthähnchenschlachtkörpern (46,3 %) und der Proben von frischem Hähnchenfleisch (47,8 %) positiv auf Campylobacter getestet. Knapp ein Viertel der Schlachtkörper wies Campylobacter-Keimzahlen von über 1.000 KbE/g auf. Das zum vergangenen Jahr eingeführte Prozesshygienekriterium habe somit noch nicht zu einer nennenswerten Senkung der Campylobacter-Belastung bei Masthähnchen geführt, erklärte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin. Im Jahr 2017, vor Einführung des Prozesshygienekriteriums, hatten 22,7 % der Schlachtkörper den besagten Wert überschritten. Betrachtet man das Salmonellen-Monitoring, fällt das Ergebnis für 2018 noch deutlich unerfreulicher aus: In Halshautproben von Mastputenschlachtkörpern wurden in 22,7 % der untersuchten Proben Salmonellen nachgewiesen und damit fast doppelt so häufig nachgewiesen wie im Zoonosen-Monitoring 2016 (11,9 %). Die Tiere selbst waren dagegen nur selten Träger von Salmonellen (0,2 % positive Proben von Blinddarminhalt). Die Nachweisrate von Salmonellen in Proben von frischem konventionell erzeugtem Putenfleisch lag bei 4,0 % und damit ebenfalls etwas höher als im vorherigen Untersuchungsjahr (2,6 %). Steigende Kontaminationsraten von Schlachtkörpern bei geringer Belastung der Tiere verdeutlichen, dass Verbesserungen der Hygienepraktiken bei der Geflügelschlachtung notwendig sind, da es offenbar zu Kreuzkontaminationen bzw. einer Verschleppung von Keimen aus der Schlachtumgebung auf die Schlachtkörper kommt. ESBL/AmpC-bildende E. coli wurden in etwa der Hälfte der untersuchten Kotproben aus konventionellen Mastputenbetrieben (51,8 % positive Proben) und in 37,6 % der Proben von konventionell erzeugtem Putenfleisch nachgewiesen. Im Vergleich hierzu waren Kotproben aus ökologisch wirtschaftenden Mastputenbetrieben und insbesondere Proben von ökologisch erzeugtem Putenfleisch mit Nachweisraten von 36,8 % bzw. 12,2 % deutlich seltener positiv für ESBL/AmpC-bildende E. coli. Die Ergebnisse der Antibiotikaresistenzuntersuchungen zeigen zudem, dass die Resistenzraten in den Lebensmittelketten Masthähnchen und Mastpute unter den Nutztieren am höchsten sind, was den im Vergleich zu Rindern und Schweinen häufigeren Einsatz von Antibiotika bei dieser Tiergruppe widerspiegelt. Auffallend ist, dass E.-coli-Isolate aus ökologischen Mastputenbetrieben und aus ökologisch erzeugtem Putenfleisch insgesamt deutlich niedrigere Resistenzraten (48,2 %) aufwiesen als die entsprechenden Isolate aus der konventionellen Produktion (77,3 %). Außerdem traten bei Isolaten aus der ökologischen Produktion seltener Multiresistenzen gegen drei oder mehr Substanzklassen auf als bei Isolaten aus Mastputenbetrieben und Putenfleisch der konventionellen Produktionsform (17,7 % vs. 42,9 %). Diese Unterschiede stehen vermutlich mit der im Vergleich zu konventionellen Tierhaltungen geringeren Therapiehäufigkeit mit Antibiotika in ökologischen Betrieben im Zusammenhang.
BVL
20.11.2019
Die Autobahnpolizei Sittensen hat bei gezielten Verkehrskontrollen auf der Autobahn A1 in Niedersachsen verschiedene Mängel festgestellt. Insgesamt wurden 125 Transporte kontrolliert. Dabei wurden insgesamt 37 Fahrzeuge beanstandet. U.a. wurde bei einem Fahrzeug bemängelt, dass rund 200 Ferkel zuviel geladen waren, da eine Überladung der zulässigen Gesamtmasse vorlag. Zudem wurde auch mehrfach eine Überschreitung der zulässigen Gruppengrößen bemängelt. Die vorgegebenen Größen dienen dazu, dass die Verletzungsgefahr für die Tiere reduziert wird. Auch wurde festgestellt, dass bei einem Rindertransport Fäkalien am Kontrollort vom Transporter liefen. Ein Fahrer wurde zudem ohne gültigen Führerschein erwischt. Die Polizei verweist aber auch darauf, dass es neben den Beanstandungen viele Transporte gab, die einwandfrei waren. Hier wurden die Fahrer von den Polizisten nach einem lobenden Gespräch aus der Kontrolle entlassen.
ots
18.11.2019
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet, gab es in den ersten neun Monaten in Deutschland weniger Schlachtungen von Schweinen und Rindern als in den ersten drei Quartalen 2018. Demnach wurden insgesamt 41,05 Millionen Schweine (-1,33 Millionen) geschlachtet. Das sind die niedrigsten Zahlen seit elf Jahren. Um mehr als 100.000 Stück ist die Anzahl von ausländischen Schlachtschweinen angewachsen, wie Proplanta berichtet. Bei den Rinderschlachtungen ist der Rückgang nicht ganz so auffällig wie bei den Schweinen. Von Januar bis September 2019 zählte das Statistische Bundesamt mehr als 2,5 Millionen Schlachtrinder, was einen Rückgang von rund 13.700 Tieren bzw. 0,5 % bedeutet. Die Zahl der angelieferten Bullen und Ochsen stieg um 945.120 Tiere (+0,2%), bei Färsen war ein Anstieg um 4,6 Prozent auf 427.070 Tiere zu verzeichnen und bei Kälbern gab es ein Plus von 1,0 Prozent auf 252.590 Stück. Die Rindfleischerzeugung nahm trotz des Rückgangs der Schlachtzahl insgesamt um 1,4 % auf fast 826.100 t zu. Der Grund dafür war, dass in allen Tierkategorien die Rinder mit einem höheren Gewicht ins Schlachthaus geliefert wurden.
Proplanta
18.11.2019
Österreichs Gesundheitsministerin Brigitte Zarfl hat im Rahmen des Europäischen Antibiotikatages 2019 einen noch sorgsameren Umgang mit Antibiotika gefordert: „Antibiotikaresistenzen sind eine Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier, die global bekämpft werden muss. Um weiteren Resistenzen vorzubeugen, sind eine korrekte Diagnose und darauf aufbauend die Auswahl des richtigen Antibiotikums, in der richtigen Arzneiform und Dosierung über den richtigen Zeitraum von wesentlicher Bedeutung. Das heutige Symposium, an dem namhafte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland teilnehmen, ist ein wesentlicher Beitrag, um Medizinerinnen und Mediziner, Apothekerinnen und Apotheker und Pflegekräfte weiter für einen verantwortungsvollen, zielgerichteten Einsatz von Antibiotika zu sensibilisieren und das Bewusstsein der Bevölkerung für einen noch sorgsameren Gebrauch von antimikrobiellen Substanzen zu schärfen.“ „Österreich hat im internationalen Vergleich eine gute Position bei Antibiotikaresistenzen. Trotzdem ist unser aktives Handeln notwendig, um die Situation nicht zu verschlechtern. Lösungsansätze zur Verminderung der Resistenzproblematik müssen Maßnahmen sowohl im niedergelassenen Bereich, als auch in den Krankenanstalten beinhalten. Auch der Veterinärbereich sowie der Lebensmittelsektor müssen mitbetrachtet werden. Die Zusammenarbeit der Sektoren Human-und Veterinärmedizin sowie der Lebensmittel- und Umweltbereich sind wesentliche Faktoren. Österreich hat durch die Bündelung dieser Sektoren im BMASGK einen großen Vorteil“, erklärte die Gesundheitsministerin weiter. Der jährlich stattfindende Europäische Antibiotikatag (EAAD) ist eine Initiative des Europäischen Parlaments und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC). Ziel dieses Aktionstages ist die Bewusstseinsbildung in den betroffenen Fachgruppen sowie in der Bevölkerung hinsichtlich des umsichtigen Gebrauchs von Antibiotika.
OTS
13.11.2019
Methanemissionen aus der Rinderhaltung könnten dank dänischer Forscher bald Geschichte sein. Medienberichten zufolge ist es Forschern um Prof. Mette Olaf Nielsen von der Universität Aarhus zumindest schon mal in Laborversuchen gelungen, die Methanfreisetzung bei Rindern zu unterbinden. Dies soll durch einen bislang noch geheimen Futterzusatz gelingen, der sowohl für die Rindern als auch für den Menschen unbedenklich ist. Nun folgen Tests an lebenden Kühen.
Agrarheute.com