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Weitere aktuelle Meldungen zur Geflügelpest finden Sie hier.

23.11.2017

Imkern in Bayern im Trend

In Bayern sind in den letzten fünf Jahren 4.000 Imkerinnen und Imker neu in die Bienenhaltung eingestiegen. Damit ist die Zahl der aktiven Imker in Bayern auf rund 35.000 angewachsen, wie das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (STMELF) mitteilt. Die bayerischen Imker betreuten damit rund 300.000 Bienenvölker. Jedes dieser Völker erzeugte im Schnitt 27 Kilogramm Honig pro Jahr. Der zuständige Minister Helmut Brunner (CSU) führt das zunehmende Interesse auch auf die gezielte Förderung durch den Freistaat sowie die intensive Nachwuchsarbeit der Imkerverbände zurück. Das Ministerium weist darauf hin, dass für die Neuanschaffung von Imkergeräten eine Förderung von 30 Prozent der Kosten gezahlt wird. Zudem soll das Institut für Bienenkunde und Imkerei in Veitshöchheim einen Neubau erhalten und so Aus- und Fortbildung sowie die Forschung zur Bienengesundheit gestärkt werden.
STMELF Bayern


Usutu-Virus hat Auswirkungen auf Amselpopulationen

Wissenschaftler verschiedener Einrichtungen konnten zeigen, dass das Usutu-Virus zu einer Verringerung der Amselpopulation im jeweiligen Ausbruchsgebiet führt. Dies haben Forscher des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNTIM) berichtet. Seit 2010 zirkuliert das Virus auch in Deutschland. Bisher war aber keine Abschätzung der Auswirkungen auf die Populationen möglich. Man hat sich hier auch der Datengrundlage aus der Aktion "Stunde der Gartenvögel", bei der Vogelfreunde die Zahl der beobachteten Vögel melden, bedient. Aus diesen Daten konnten dann die aktuellen Erkenntnisse gewonnen werden. Und diese zeigten, dass obwohl nachweislich über 30 Vogelarten an dem Virus sterben können, von den 15 häufigsten deutschen Gartenvögeln jedoch nur der Amselbestand betroffen war. "In Gebieten, wo das Usutu-Virus auftrat, gingen die Amselpopulationen von 2011 bis 2016 im Durchschnitt um 16 Prozent stärker zurück als im Rest Deutschlands," so Dr. Renke Lühken, der Ökologe vom BNITM. Zudem wurde im vergangenen Jahr eine deutliche Ausbreitung des Virus in Richtung Norden bis nach Bremen und Hamburg festgestellt.
idw


EU gestattet bei Geflügelpest künftig längere Vermarktung als Freilandeier

Als Reaktion auf den Ausbruch der Geflügelpest und die Bedenken von Hühnerzüchtern an den bestehenden Regelungen, hat die EU Änderungen bezüglich der Vermarktung von Freilandeiern im Falle eines Geflügelpestausbruchs vorgenommen. Wurde auf Grund eines Seuchenausbruchs mit dem aviären Influenzavirus eine Stallpflicht auferlegt, durften Betriebe ihre Eier bisher nur 12 Wochen lang als Freilandeier vermarkten. Diese Frist wird nun auf 16 Wochen verlängert. Die Änderung tritt laut einer Mitteilung der EU-Kommission bereits am 25. November 2017 in Kraft. Die EU-Hühnerzüchter hatten Sorge hinsichtlich der potenziellen wirtschaftlichen Verluste, die ab dem Moment auftreten, ab dem die Eier nicht mehr als Freilandeier vermarktet werden dürfen. Nach Gesprächen mit Vertretern der Mitgliedsländer und Interessenvertretern der Verbände hat man sich auf eine Verlängerung der Frist um vier Wochen geeinigt. In der EU werden mittlerweile 14 Prozent der insgesamt 390 Millionen Hühner im Freiland gehalten.
EU-Kommission


22.11.2017

Lebendtiertransporte in Drittländer - Reportage enthüllt unfassbares Grauen

Am Dienstagabend (21.11.2017) hat das ZDF in der Dokumentationsreihe "37 Grad" über die "Geheimsache Tiertransporte - Wenn Gesetze nicht schützen" über den Lebendviehexport in Drittländer berichtet. Die Bilder der auf vielerlei Art von Menschen willkürlich gequälten und absolut rücksichtslos behandelten Rinder und Schafe dürften empathische Menschen noch eine Weile verfolgen. Das von der Tierrechtsorganisation Animal Wellfare Foundation gesammelte Videomaterial zeigte außerdem die zum Teil katastrophalen Transportbedingungen der Tiere, insbesondere wenn sie die Grenzen der EU verlassen und beispielsweise in die Türkei, den Libanon oder Ägypten verbracht werden. Die Animal Wellfare Foundation wollte mit diesem Beitrag vor dem Hintergrund massiv steigender Lebendtiertransporte in Drittländer darauf aufmerksam machen, dass der Tierschutz für die Transporttiere spätestens nach dem Verlassen der EU-Grenzen endet, obgleich der Europäische Gerichtshof in einem Urteil festgehalten hat, dass der Tierschutz bis zur Ankunft am Bestimmungsort eingehalten werden muss.Damit gibt er den Veterinärämtern die Möglichkeit, Lebendtiertransporte in Drittländern u.U. zu untersagen. Eine Möglichkeit, von der vor allem in den Sommermonaten sehr viel mehr Gebrauch gemacht werden sollte! Denn hier reihen sich bei Temperaturen von 40°C und mehr nicht selten ein Viehtransporter nach dem anderen am Grenzübergang von Bulgarien in die Türkei aneinander. Die Tiere können hier häufig über mehrere Tage nicht versorgt werden, viele verenden. In Anbetracht der gezeigten Bilder, ist dies jedoch möglicherweise noch humaner als lebendig bis zu einem Schlachthof in der Türkei oder dem Libanon zu gelangen. Hier werden die Tiere mit Krähnen abgeladen und kopflos geschlagen. Einige Videos zeigten Männer, die den Tieren kaltblütig die Augen ausstechen oder und die Sehnen durchschneiden. Anschließend prügelten sie die Tiere weiter, bevor sie ihnen bei vollen Bewusstsein ohne Narkose die Halsschlagader aufschlitzen und johlend zusehen, wie die Tiere qualvoll verbluten. Die Tierschützer haben versucht, die Zuständigen in der EU dazu zu befragen. Dort heißt es Einzelfälle. Die Videos zeigen jedoch, keine Einzelfälle sondern unvorstellbar grausame Routine.Inzwischen hat der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) ein Ende des Transports von Schlachttieren aus der EU in die Türkei und den Nahen Osten gefordert. In einer Pressemitteilung kritisiert der Verband die dokumentierten unhaltbaren Zustände auf Transportschiffen und LKW. "Ich appelliere daher an die Politik, den Bund und die Europäische Union, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die den Transport von Schlachttieren nach Drittländern gänzlich verbieten“, so WLV-Präsident Johannes Röring. Auch das Bündnisses für Tierschutzpolitik hat ein Positionspapier verfasst, in dem sie die Politiker auffordern, endlich zu handeln und diesen grausamen und unsinnigen Lebendtiertransporten in Drittländer über tausende Kilometern ein Ende zu setzen.
Reportage von 37°C
WLV
Positionspapier des Bündnisses für Tierschutzpolitik


Wolfspopulation in Deutschland weiter gestiegen

Aktuell leben in Deutschland 60 Wolfsrudel. Das geht aus einer neuen Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor. Die Wolfs-Vorkommen konzentrieren sich derzeit weiterhin vor allem auf das norddeutsche Tiefland, das sich von der sächsischen Lausitz in nordwestlicher Richtung über Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen bis nach Niedersachsen erstreckt. Die Zahl der 60 von den Bundesländern bestätigten Rudel des aktuellen Monitoringjahres 2016/2017 in Deutschland ist im Vergleich zum vorherigen um 13 gestiegen. Allerdings ist die Zahl der Wolfspaare im selben Zeitraum von 21 auf 13 und die Zahl der sesshaften Einzelwölfe ist von vier auf drei gesunken. Die meisten Tiere leben heute in Brandenburg und in Sachsen. Allerdings kommen trotz des Naturschutzstatus des Wolfs immer wieder Tiere ums Leben. Vor allem durch Verkehrsunfälle, aber auch durch illegale Abschüsse. Von den in Deutschland seit dem Jahr 2000 insgesamt 201 tot aufgefundenen Wölfen sind 140 durch den Straßenverkehr ums Leben gekommen und 26 illegal getötet worden. "Die Rückkehr des Wolfes stellt uns in unserer heutigen Kulturlandschaft vor eine besondere gesellschaftliche Herausforderung. Die Angst der Menschen vor direkten Begegnungen und die Sorgen der Weidetierhalter müssen wir sehr ernst nehmen. Wir unterstützen mit wissenschaftlich fundierten Beiträgen und Handlungsempfehlungen zum Wolf und informieren so die Bundesländer, bei denen in Sachen Wolf die Vollzugshoheit liegt. Ein flächendeckender Herdenschutz, der sich an den vom BfN empfohlenen Schutzstandards orientiert, ist essentiell, um in weiteren potenziellen Ausbreitungsgebieten für die Ankunft des Wolfes gewappnet zu sein. Um Übergriffe auf Weidetiere weitgehend zu reduzieren, müssen Herdenschutzmaßnahmen konsequent umgesetzt und dafür auch ausreichend finanziert werden“, sagt die BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.
BfN


Häufige vorschnelle Schlussfolgerungen beim Thema Antibiotikaresistenzen

Im Rahmen der internationalen Antibiotika-Awareness-Woche organisierte die Schweizer Geflügelbranche am 17. November 2017 eine Pressekonferenz zur Situation bezüglich Antibiotikaresistenzen in der Geflügelfleischproduktion. Dort präsentierte u.a. Prof. Dr. Roger Stephan vom Institut für Lebensmittelsicherheit der Universität Zürich wissenschaftliche Fakten, die die oft negativen Pauschalurteile der Medien und der Öffentlichkeit widerlegen. Er selbst leitete mehrere Untersuchungen zur Resistenz-Problematik bei Geflügel und Geflügelfleisch. Auf der Pressekonferenz beleuchtete er die Problematik aus wissenschaftlicher Sicht und erläuterte eingangs die verschiedenen Wirkmechanismen der Antibiotika und der Resistenzen. Er kritiserte zugleich, dass in den Medien und in der öffentlichen Meinung häufig vorschnelle Schlussfolgerungen gezogen werden, wie z.B., dass die Situation auf einen übermäßigen Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion zurückzuführen sei oder dass das Geflügel hauptverantwortlich für die Resistenzen beim Menschen sei sowie dass auf Geflügelfleisch große Mengen multiresistenter Keime vorzufinden seien. Alle drei Behauptungen seien aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar, wie Stephan mit entsprechenden Studienresultaten, teils aus seinem Institut, belegen konnte.
Landwirtschaftlicher Informationsdienst


Sichergestellte Kleintiere können jetzt vermittelt werden

Im Oktober sind in Bayern mehr als 7.000 Kleintiere beschlagnahmt und zur Versorgung zunächst auf verschiedene Tierheime aufgeteilt worden. Mittlerweile sind die Tiere in den Besitz der Tierheime übergegangen, nachdem der Eigentümer auf seinen Anspruch verzichtet hat. Mit dieser Klärung der Besitzverhältnisse ist es den Tierheimen jetzt möglich, die Tiere in liebevolle Hände zu vermitteln, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt. Ob allerdings eine so große Zahl an Tieren auch tatsächlich vermittelt werden kann, stellt selbst der Tierschutzbund in Frage. Der beschlagnahmte Tiertransport hatte alle bisher bekannten Dimensionen gesprengt. Die Mäuse, Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen sollten offenbar in Belgien und auch in Deutschland als Futtertiere verkauft werden. Daneben waren aber auch Exoten wie über 100 Axolotl beschlagnahmt worden. Die Tiere waren ohne ausreichende Versorgung und Platz in einem Kastenwagen aus Tschechien gefunden worden.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Enstehung und Verbreitungswege multiresistenter Keime aufgeklärt

Ein internationales Forscherteam hat den Entwicklungs- und Verbreitungsweg des multiresistenten Stapylococcus aureus (MRSA) "USA300" aufgeklärt. Dieser Erreger, der seit dem Jahr 2000 in den USA zirkuliert und auch in Europa und der Pazifikregion Asiens nachgewiesen wurde, ist von besonderem Interesse, da er nicht nur multiresistent ist, sondern auch sehr stark krankmachende Eigenschaften aufweist. Die Forscher verglichen in ihrer Studie die Genome von 224 zeitlich und räumlich verschieden auftretenden Isolaten. Die Ergebnisse widerlegten die Vermutung über den Ursprung des Erregers. Denn die Forscher vermuteten, dass der Erreger in Afrika entstanden ist. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten aber, dass der "USA300" vermutlich aus einem weniger virulenten Vorläufer in Europa bereits Mitte des 19. Jahrhunderts hervorgegangen ist. Von dort aus gelangte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Nordamerika, entwickelte dort seine heutige Charakteristik und gelangte erst dann nach Afrika. Die Studienergebnisse der Wissenschaftler bilden die Grundlage für eine fortlaufende Überwachung der Verbreitungswege des multiresistenten Keims. Diese zu kennen ist entscheidend, um eine weitere Ausbreitung verhindern und mögliche Ausbrüche besser kontrollieren zu können.
idw


Vorschlag zur Zertifizierung der Trophäenjagd in Afrika

Die Jagd auf Löwen, Elefanten und anderes Großwild in Afrika wird seit Jahrzehnten stark polarisiernd diskutiert. Forscher unter Leitung der Universität Göttingen haben ein Zertifizierungssystem für die Trophäenjagd in Afrika vorgeschlagen, mit dem sichergestellt werden soll, dass ethische Kriterien bei der Jagd eingehalten werden. Die Forscher erhoffen sich möglicherweise sogar Vorteile für die Großwildpopulationen, die Bevölkerung vor Ort und die nachhaltige Finanzierung des Naturschutzes in Afrika. Dabei müssten drei grundsätzliche Prinzipien eingehalten werden. Die Landbesitzer oder die lokale Bevölkerung müsste angemessen entschädigt werden. Zudem müssten klare artenspezifische Quoten erstellt und strenge Begrenzungen des Alters der Tiere eingehalten werden. Zudem müssten klare ethische Regeln für die Jagd gelten. Als Basis für die Implementierung eines solchen Systems könnten die Regeln des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES dienen. „Ein solches Zertifizierungssystem auf Landschaftsebene anzuwenden, würde die Kosten für die Zertifizierung senken, Ökosysteme schützen und einen großen Nutzen für die lokale Bevölkerung darstellen“, so Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen und Ko-Autor der Studie. Die Forscher wollen zudem mit einer Online-Befragung ein besseres Verständnis dafür entwickeln, ob und inwieweit die Öffentlichkeit bereit ist, die Finanzierung afrikanischer Naturschutzbemühungen zu unterstützen.
idw


21.11.2017

Groß angelegte Studie bescheinigt Glyphosat keine krebserregenden Eigenschaften

In einer groß angelegten Studie in den USA, in die die Daten von mehr als 50.000 in der Landwirtschaft tätigen Personen einbezogen wurden, konnte kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Glyphosat und der Ausbildung von Tumoren gefunden werden. Allerdings stammt die Studie, die im Rahmen der Agricultural Health Study (AHS) durchgeführt wurde, bereits aus dem Jahr 2013. Sie wurde jedoch erst jetzt im Journal of the National Cancer Institute (JNCI) veröffentlicht. Am 27.11.2017 wird ein neuer Versuch gestartet, über die befristete Wiederzulassung des umstrittenen Insektizids in der EU abzustimmen.
JNCI


Internationaler Dialog zur Tierhaltung auf der Berliner Welternährungskonferenz 2018

Im Jahr 2018 findet das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA), auch als Berliner Welternährungskonferenz bekannt, im Rahmen der Internationalen Grünen Woche statt. Im kommenden Jahr liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Tierhaltung, die im Spannungsfeld zwischen steigender Nachfrage und Nachhaltigkeit steht. Denn durch das Wachstum der Weltbevölkerung sowie die Zunahme des Wohlstands wird die Nachfrage nach Lebensmitteln aus tierischer Erzeugung weltweit steigen. Um diese Nachfrage zu decken, wird die Produktion deutlich ausgeweitet werden müssen, und auch der Handel mit diesen Produkten wird stark anwachsen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an eine umwelt- und klimafreundliche Produktion tierischer Lebensmittel. Dieses Problemfeld soll auf dem GFFA diskutiert werden. Themenschwerpunkte dabei sind die weltweite Marktentwicklung unter Berücksichtigung von Ernährungs- und Verbrauchertrends, die Bedeutung der Tierhaltung für die Ernährungssicherung und als Wirtschaftsfaktor in ländlichen Räumen, dieFörderung von Tierwohl und Tiergesundheit sowieFragen einer nachhaltigen Erzeugung.
BMEL


Umweltverträgliche Antibiotika zum Patent angemeldet

An der Universität Lüneburg ist es Wissenschaftlern gelungen, die Struktur des Antibiotikums Ciprofloxacin so zu verändern, dass es in der Umwelt zerfällt, im Tier oder Menschen aber stabil bleibt. Damit wollen sie helfen, das Problem zu lösen, dass beim Menschen oder bei Tieren angewendete Antibiotika in die Umwelt gelangen. Sind sie dort lange stabil, so können sie dort zur Resistenzbildung beitragen. Die Lüneburger Forscher hatten Ciprofloxacin ganz bewusst für ihre Forschung ausgewählt, da es häufig angewendet wird und in der Umwelt lange stabil ist. Die Forscher, deren Arbeiten von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 460.000 Euro unterstützt wurden, haben das veränderte Molekül zum Patent angewendet. Bis zum fertigen Medikament ist es allerdings noch ein weiter Weg, der weitere Forschung erfordert. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass die Forscher die Umweltverträglichkeit eines Arzneimittelwirkstoffs verbessern konnten. Bereits 2015 gelang es ihnen, die biologische Abbaubarkeit von Propanolol, das beim Menschen häufig gegen Bluthochdruck eingesetzt wird, zu verbessern.
idw


Erstmals Waschbär mit Herzschrittmacher ausgestattet

In München ist in der vergangenen Woche erstmals ein Waschbär mit einem Herzschrittmacher ausgestattet worden. Bei der an Medizinischen Kleintierklinik an der LMU München durchgeführten Operation handelt es sich um eine Weltpremiere und insgesamt um einen ungewöhnlichen Patienten. Bei dem Waschbären Jacky handelt es sich um eine Handaufzucht, der auf Grund von Ohnmachtsanfällen in der Klinik bei Professor Gerhard Wess vorgestellt wurde. Als Diagnose steht eine Herzrhythmusstörung- genauer ein atrioventrikulärer Block, bei dem die Herzimpulse verzögert oder gar nicht mehr aus dem Vorhof in die Hauptkammer übergeleitet werden. Jacky wies nur noch eine Herzfrequenz von 60 Schlägen pro Minute gegenüber der normalen Frequenz von rund 200 Schlägen. Die einzig mögliche Therapie war das Einsetzen eines Herzschrittmachers. Die Münchener Klinik gehört zu den wenigen Einrichtungen in Europa, die überhaupt Eingriffe am Herzen von Tieren durchführen. „Ob Hunde, Katzen, Wasch- oder Eisbär – das Herz ist im Prinzip dasselbe“, erklärt Wess. „Aber als Herzspezialist für Tiere bereitet es mir natürlich besondere Freude, wenn wir auch einmal einem ungewöhnlichen Tier helfen können.“ Wess setzt rund 30 Herzschrittmacher bei Tieren pro Jahr ein. Überwiegend erfolgt dies bei Hunden. Jacky hat den Eingriff gut überstanden und erholt sich mittlerweile schnell von der Operation.
LMU München


20.11.2017

Thüringer Bauernverband schätzt die Kosten für die Rückkehr des Wolfes auf 13 Millionen Euro jährlich

Der Thüringer Bauernverband (TBV) und die Berufsverbände der Thüringer Schaf- und Ziegenzüchter schätzen, dass die Rückkehr des Wolfes nach Thüringen und die damit verbundenen Rissschäden sowie Präventionsmaßnahmen den Steuerzahler etwa 13 Millionen Euro pro Jahr kosten. Die Berufsverbände fordern das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und die Landesregierung auf, die Wolfskosten als festen Bestandteil im Doppelhaushalt 2018/2019 und auch darüber hinaus zu berücksichtigen. Nur so kann die Schaf- und Ziegenzucht in Thüringen erhalten werden. „Es kann nicht sein, dass Schaf- und Ziegenhalter ihre Existenz opfern. Wenn man sich für die Rückkehr des Wolfes entscheidet, muss man auch bereit sein, die anfallenden Kosten zu tragen“, so Wagner. Die entstehenden Kosten ergeben sich zu einem großen Teil aus der sogenannten Verlammung, zu der es infolge eines Wolfsangriffes kommen kann. Dabei fallen die Muttertiere in einen traumatischen Schock, der dazu führt, dass sie ihre ungeborenen Lämmer verlieren und diese tot zur Welt kommen. Die Kosten hierfür lassen sich auf rund 7,4 Millionen Euro beziffern. Hinzu kommen die jährlichen Kosten für den Unterhalt von Herdenschutzhunden (5,5 Millionen Euro). Insgesamt sehen die Berufsverbände das Wolfsmanagement von Thüringens Regierung kritisch. Der Schutz des Wolfes gehe zulasten anderer, vom Aussterben bedrohten Tierrassen. Bislang sieht der Managementplan für den Wolf in Thüringen nur die Kosten für die Entschädigung des Wertes der gerissen Tiere vor.
Thüringer Bauernverband


Entwurf für Tierschutzplan Brandenburg befindet sich auf der Ziellinie

Die Fertigstellung des Entwurfes des Tierschutzplanes Brandenburg nähert sich seinem Ende. Mit der Erstellung des Tierschutzplanes wurden das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) und die Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung e.V. (LVAT) beauftragt. Die Institutionen werden die Ergebnisse am 30. November bzw. 1. Dezember 2017 vorstellen, bevor der Entwurf abschließend am 15. Dezember 2017 der Landesregierung übergeben wird. Am 30. November stehen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen Legehennen, Masthühner, Puten sowie Arzneimitteleinsatz und Umweltwirkung auf der Agenda, am 1. Dezember die Ergebnisse der Arbeitsgruppen Rind, Schwein und Pferd. Praxisbeispiele zur Umsetzung der Empfehlungen erläutern deren Praktikabilität und ökonomische Auswirkungen. Aktionsbündnis und Berufsstand berichten über den Arbeitsprozess und die Entwicklung des Tierschutzplanentwurfs aus ihrer Sicht. Abschließend findet eine Podiumsdiskussion statt, an der u.a. die Staatssekretäre aus den zuständigen Ministerien sowie der Tierschutzbeauftragte des Landes Brandenburg teilnehmen.
idw


Backhaus kündigt Überarbeitung der Geflügelpest-Verordnung für das kommende Jahr an

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat eine Überarbeitung der Geflügelpest-Verordnung angekündigt und gleichzeitig Erleichterungen insbesondere für Rassegeflügelzüchter angekündigt. Auf der Hauptsonderschau des Sondervereins der Entenzüchter Deutschlands von 1895 in Wismar am vergangenen Samstag sagte Backhaus: „Die Geflügelpest-Verordnung wird nach dem Vogelgrippe-Seuchenzug des vergangenen Jahres überarbeitet; es wird Erleichterungen insbesondere für Rassegeflügelzüchter geben." Gleichzeitig betonte er die Notwenigkeit, die Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV


Hundehaltung kann Leben verlängern

Die Haltung von Hunden kann offenbar besonders in Single-Haushalten dazu beitragen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Dies geht aus einer groß angelegten Studie der Universität Uppsala hervor. In Schweden werden alle Arztbesuche sowie die erhobenen Befunde zentral gespeichert und sind für Forscher anonymisiert abrufbar. Auch die seit 2001 verpflichtende Anmeldung von Hunden wird zentral gespeichert. Die Forscher wollten herausfinden, inwieweit sich die Hundehaltung bei 40- bis 80-jährigen Personen auf die Gesundheit auswirkt und setzten die Daten zueinander in Beziehung. Und offenbar profitieren besonders Personen in Single-Haushalten von der Hundehaltung. Denn in dem 12-jährigen Beobachtungszeitraum zeigte sich, dass diese Personen ein um 33 Prozent verringertesSterberisiko an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zeigten und ein um rund 11 Prozent erniedrigtes Risiko für einen Herzinfarkt. In die Studie gingen rund 3,4 Millionen Personen ein, die zu Beginn des Beobachtungszeitraums keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen.
Universität Uppsala


Newcastle Disease erstmals seit 2011 in der Schweiz

Die Newcastle Disease beim Geflügel ist erstmals seit 2011 wieder in der Schweiz nachgewiesen worden. Wie das Bundeamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mitteilt, ist ein Legehennenbetrieb im Südtessin betroffen. Die Tiere des betreffenden Bestandes müssen nach der Tierseuchenverordnung (TSV) der Schweiz getötet werden, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Zudem werden Schutz- und Überwachungszone um den Betrieb herum eingerichtet. Das BLV hebt hervor, dass dieser aktuelle Fall dieser hochansteckenden Viruskrankheit zeige, dass trotz mehrjähriger Freiheit des Landes von dem Virus immer mit dem Auftreten der Erkrankung gerechnet werden müsse.
BLV Schweiz


17.11.2017

Tierschutzbund wertet schleswig-holsteinisches Katzenkastrationsprojekt als Erfolg

Das Problem der frei lebenden Straßenkatzen geht für die Tiere oftmals mit vermehrtem Tierleid durch verschiedene Erkrankungen einher. Um die Zahl der Straßenkatzen nicht noch zu vergrößern, sollten alle Katzenhalter, deren Tiere Freigang haben, ihre Tiere kastrieren lassen - unabhängig davon, ob es sich um ein männliches oder ein weibliches Tier handelt. Daneben sieht der Deutsche Tierschutzbund aber auch die Politik in der Pflicht und lobt hier ausdrücklich das schleswig-holsteinische Kastrationsprojekt. Dort konnten in Kooperation von Land, Kommunen, Tierschützern und Tierarztpraxen seit 2014 rund 10.000 Katzen kastriert werden. Alleine im Rahmen der in der letzten Woche zu Ende gegangenen Aktion waren es mehr als 1.000 Tiere. Dafür stellte der Deutsche Tierschutzbund 55.000 Euro zur Verfügung. Das Land steuerte 180.000 Euro bei und die Tierärzte verzichteten pro Kastration auf 25 Euro ihres Honorars. Diese Aktion soll im Frühjahr fortgesetzt werden. Von den dieses Jahr zur Verfügung stehenden Mitteln sind noch 20.000 Euro verfügbar, die dann in die nächste Frühjahrsaktion übertragen werden sollen.
Deutscher Tierschutzbund


Krisenübung zur Afrikanischen Schweinepest

In dieser Woche wurde in Deutschland eine Krisenübung zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) durchgeführt, wie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mitteilt. Sollte die ASP nach Deutschland gelangen, trifft sie hier auf völlig unvorbereitete Tierbestände. Deshalb ist es um so wichtiger, dass im Falle eines Ausbruchs umgehend reagiert werden kann. Bund und Länder haben deshalb in dieser Woche eine gemeinsame Krisenübung durchgeführt, um die Abläufe im falle eines Nachweises und insbesondere auch die Kommunikation zwischen den beteiligten stellen zu testen und gegebenenfalls Verbesserungspotenzial aufzuzeigen .
BMEL


Untersuchungen an verendeten Schweinen deuten auf Tierschutzprobleme hin

An der Außenstelle für Epidemiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) in Bakum wurden Untersuchungen an Schweinekadavern durchgeführt, die von vier Tierkörperbeseitigungsanlagen (TBA) stammen. Nachdem die Neue Osnabrücker Zeitung über diese Studie berichtet hatte, hat die TiHo eine Zusammenfassung dieser Studie, die unter der Leitung von Prof. Elisabeth grosse Beilage durchgeführt wurde, veröffentlicht. Von Januar bis April 2016 wurden in vier TBAs an insgesamt 19 Untersuchungstagen Schweine aus sechs Bundesländern untersucht. Dabei wurden insgesamt 485 Mastschweine und 128 Zuchtschweine auf tierschutzrelevante Befunde untersucht. Bei 13,2 Prozent dieser Mastschweine und 11,6 Prozent der Zuchtschweine waren Befunde zu erheben, bei denen davon auszugehen war, dass sie mit länger anhaltenden erheblichen Schmerzen und/oder Leiden verbunden waren. Zu den Befunden, die als Ursache für die länger anhaltenden Schmerzen und/oder Leiden angesehen wurden, gehörten u.a. Abmagerung, Gelenksentzündungen, tiefgehende Bissverletzungen am Schwanz und Hautläsionen. Die Verfasser schließen aus den Befunden, dass es sich bei mehr als zehn Prozent der angelieferten Tiere, die über einen längeren Zeitraum Schmerzen und/oder Leiden ausgesetzt waren, nicht mehr um Einzelfälle handelt. Deshalb müssten schnellstmöglich Maßnahmen ergriffen werden, um diese Umstände abzustellen. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören eine entsprechende Schulung und Sensibilisierung der Tierhalter. Auch die bestandsbetreuenden Tierärzte sollten stärker als bisher dafür sensibilisiert werden, den Umgang mit erkrankten bzw. verletzten Tieren zu thematisieren. Zudem müsse der Gesetzgeber den Erfolg der genannten Maßnahmen durch entsprechende Kontrollen überprüfen.
TiHo Hannover


Die Bundestierärztekammer zur World Antibiotic Awareness Week

Anlässlich der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführten World Antibiotic Awareness Week weist die Bundestierärztekammer (WAAW) darauf hin, dass jeder Tierhalter mithelfen kann, den Antibiotikaeinsatz zu verringern. Hintergrund ist, dass durch den übermäßigen und teilweise unsachgemäßen Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier Resistenzen entstanden sind und die Antibiotika teilweise nicht mehr wirksam sind. Um die Entstehung weiter Resistenzen zu vermeiden und den Einsatz von Antibiotika möglichst gering zu halten, können alle Tierhalter ihren Beitrag leisten. "Ein gesundes Tier braucht kein Antibiotikum. GutePflege, regelmäßige Impfungen, Wurmkuren und ein jährlicher Gesundheitscheck beim Tierarztsollten darum selbstverständlich sein", erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der BTK. Sind Hund, Katze, Pferd oder Kaninchen trotz aller Fürsorge erkrankt, kann eine Antibiotikagabe unabdingbar sein. Die BTK gibt dabei einige Hinweise, was zu beachten ist. So sollten sich Tierhalter unbedingt an die Behandlungsanweisung des Tierarztes halten und dem Tierarzt vertrauen, wenn er einen Resistenztest für erforderlich hält, um die Wirksamkeit der Antibiotika zu überprüfen. Auf keinen Fall sollten eigenmächtig Humanarzneimittel eingesetzt werden. Diese können dem Tier im schlimmsten Fall sogar schaden. Um die Übertragung von Infektionserregern zu vermeiden, sollten nach dem Streicheln die Hände gewaschen werden.
BTK


16.11.2017

Krankenhäuser können Antibiotika-Verbrauch vergleichen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) anlässlich des Europäischen Antibiotikatages am 18.11. darauf hin, dass in dieser Woche die Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance (AVS) freigeschaltet wurde. Diese bietet Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen erstmals die Möglichkeit, den eigenen Antibiotikaverbrauch mit Referenzdaten zu vergleichen. Die AVS wurde gemeinsam mit dem Nationalen Referenz­zentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) für den stationären Sektor aufgebaut. Seit 2015 läuft AVS im Routinebetrieb. Bisher haben sich mehr als 300 Krankenhäuser angemeldet. 190 Einrichtungen liefern Daten für die Datenbank. Neben der AVS führt das RKI auch eine Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) durch. Hierbei können Kliniken und niedergelassene Ärzte die Resistenzentwicklung vor Ort verfolgen und entsprechend ihre Verordnungen anpassen.
RKI


Wildvögel richtig füttern

Der Winter steht vor der Tür und viele Menschen möchten Wildvögeln über diese Zeit hinweghelfen und ihnen Futter anbieten. Allerdings ist nicht alles Futter auch wirklich geeignet. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) hat deshalb einige Tipps sowohl zum Standort eines Futterhauses für Wildvögel als auch zur Art des Futters veröffentlicht. So sollten Futterhäuser sicher vor Katzen und anderen Raubtieren aufgestellt werden, damit die Vögel in Ruhe fressen können. Dazu können die Häuser auf Metallrohren oder glatt polierten Holzstäben aufgestellt werden, um es den Räubern zu erschweren, diese zu erklimmen. Gut geeignet zum Aufstellen sind Rasenflächen in der Nähe von Hecken, die Aufstellung in der Nähe von Fensterscheiben sollte vermieden werden. Wichtig ist zudem, dass der Futterplatz täglich gereinigt und übrig gebliebenes Futter täglich entfernt wird. Bezüglich des Futters sollte dieses sowohl für Weichfresser wie Zaunkönige und Amseln als auch für Körnerfresser wie Finken oder Sperlinge geeignet sein. Die Weichfresser verzehren z.B. Beeren, Rosinen und auch Insekten. Die Körnerfresser nehmen u.a. Sonnenblumenkere oder Hanfsamen zu sich.
ZZF


Tierschutz-Forschungspreis des BMEL verliehen

Der Tierschutz-Forschungspreis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geht im Jahr 2017 an die Uniklinik Jena. Dort wurden Biochips entwickelt, die komplexe Organfunktionen wie die der Leber oder der Blut-Hirn-Schranke nachbilden. Diese Modelle konnten bei der Untersuchung von Entzündungsprozessen und in der Charakterisierung von Wirkstoffen bereits erfolgreich eingesetzt werden und führten dazu, dass bei diesen Versuchen keine Tierversuche durchgeführt werden mussten. An den Gewebemodellen menschlicher Organe können gezielt Aspekte von Organfunktionen untersucht werden. Etwas, was bisher nur im Tierversuch möglich war. Dazu wurden kleine Biochips entwickelt, die im Beispiel der Leber alle relevanten Zelltypen des Organs strukturell korrekt angeordnet enthalten. Die Zellen erfüllen auch ihre normalen Stoffwechsel- und Gewebefunktionen. Dazu wurde ein Mikroflusssystem geschaffen, mit dem die korrekten Perfusionsverhältnisse geschaffen werden. „Wir konnten unsere Organchip-Systeme bereits mehrfach anstelle von Tierversuchen einsetzen und damit einen Beitrag zur Reduktion und Vermeidung von Tierversuchen zu leisten“, betont Alexander Mosig. Der Tierschutz-Forschungspreis des BMEL ist mit 25.000 Euro dotiert und wird jährlich für Arbeiten zur Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen verliehen.
Uniklinikum Jena


15.11.2017

Deutsches Haustierregister heißt jetzt FINDEFIX

Der Deutsche Tierschutzbund hat das von ihm betriebene Deutsche Haustierregister in FINDEFIX umbenannt. Mit der Umbennung soll auch eine Verbesserung und Erweiterung des seit mittlerweile 35 Jahren bestehenden Service einhergehen. Einerseits sollte die Registrierung vereinfacht werden. Andererseits stehen auch komplett neue Funktionen zur Verfügung. Bisher mussten Tierhalter ein vermisstes Tier telefonisch oder über die Webseite melden. Ab sofort können sie auf der Webseite direkt eine Suchmeldung erstellen. Dazu können sie auch zusammen mit einem Bild des Tieres ein Suchplakat erzeugen, das ausgedruckt und aufgehängt werden kann. Zudem kann auf der Webseite eine Online-Umkreissuche für vermisste Tiere gestartet werden.
FINDEFIX


Nationaler Bericht zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen

Das Bundesamt für Verbraucherschutz (BVL) und das Robert-Koch-Institut (RKI) haben den gemeinsamen nationalen Bericht zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen in Deutschland im Jahr 2016 veröffentlicht. Die Daten zu solchen Krankheitsausbrüchen werden von den Gesundheits- und Lebensmittelüberwachungsbehörden vor Ort erfasst und an die beiden Institute weitergemeldet. RKI und BVL führen die Daten dann zusammen. Seit 2015 wird durch die Institute ein gemeinsamer nationaler Bericht verfasst. Im Jahr 2016 wurden insgesamt 397 lebensmittelbedingte Krankeitsausbrüche an RKI bzw. BVL gemeldet. Dabei wurden über 2.500 Erkrankungen, 256 Einlieferungen in Krankenhäuser sowie 4 Todesfälle gemeldet. Der bedeutendste Erreger ist dabei Campylobacter, der offenbar für rund die Hälfte der Fälle verantwortlich war. 23 Prozent der Ausbrüche wurden durch Salmonellen verursacht. Der komplette Bericht steht zum Download auf den Internetseiten des BVL zur Verfügung.
BVL


Neue QS-Leitfäden ab 2018

Ab 2018 gelten neue QS-Leitfäden für Rinderhaltung, Schweinehaltung und Geflügelhaltung. Die Leitfäden werden Anfang Dezember veröffentlicht. agrarheute.com hat vorab die wichtigsten Änderungen zusammengefasst und veröffentlicht. Dies betrifft u.a. Tränken, die oberhalb des Troges angebracht sind. Diese können ab 2018 unter bestimmten Voraussetzungen als alleinige Tränkestelle anerkannt werden. Auch ist eine Änderung der Bewertungsmöglichkeit im Betreuungsvertrag mit dem Hoftierarzt kein Ausschlusskriterium mehr. Grundsätzlich werden in den neuen Leitfäden auch Präzisierungen vorgenommen über die Dinge, die umzusetzen sind und von QS kontrolliert werden, und die Dinge, die "nur" Hinweise und Erläuterungen darstellen.
agrarheute.com


Experten fordern von Politik Maßnahmen im Kampf gegen multiresistente Erreger

Eine breite Koalition von Experten aus dem Bereich der Infektionsmedizin unter Führung der Leibniz-Gemeinschaft hat die Politik zum weiteren Handeln im Kampf gegen multiresistente Erreger aufgerufen. Dabei stehen zwei Themenbereiche im Vordergrund des Interesses, für die die Wissenschaftler verstärkte öffentliche Unterstützung fordern. Einmal ist dies der Bereich der Diagnostik. Denn mit den gängigen Diagnoseverfahren dauert es bis zu 72 Stunden, bis die Informationen, die für eine therapeutische Entscheidung notwendig sind, vorliegen. Dies bedeutet dann aber, dass z.B. bei einer lebensbedrohlichen Sepsis bereits mit einer Blindbehandlung mit einem Breitspektrumantibiotikum begonnen werden muss. Dabei kann es vorkommen, dass "mit Kanonen auf Spatzen geschossen werde", was aber wiederum die Entstehung weiterer Resistenzen begünstigen könne. Deshalb sollte die Erforschung und Entwicklung schneller Diagnoseverfahren intensiv vorangetrieben werden. Auf der anderen Seite müssen neuartige therapeutische Lösungen und experimentelle Therapieansätze erforscht und klinisch getestet werden. Hierzu zählen unter anderem die Behandlung mit neuen Kombinationen vorhandener Wirkstoffe, der Einsatz von Nanopartikeln als Wirkstoffträger, Immunzell-basierte Therapien oder völlig neuartige Therapien, die eine Resistenzbildung seitens der Mikroorganismen vermeiden oder zumindest verzögern. Die Unterzeichner fordern von der Bundesregierung, dass interdisziplinäre Forschungsstrukturen geschaffen werden, in denen neue Lösungen im Kampf gegen multiresistente Erreger erforscht und zur Marktreife entwickelt werden. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. Vertreter der Leibniz-Gemeinschaft, der Universität Jena, verschiedener Leibniz-Institute aber auch Partner der BMBF-geförderten Initiativen „InfectoGnostics Forschungscampus Jena“ und „InfectControl 2020“.
Leibniz-Institutes für Photonische Technologien e.V. (IPHT)


14.11.2017

BHV1 in Niedersachsen

Im Rheiderland in Niedersachsen sind wegen des Nachweises des Bovinen Herpesvirus alle Rinder zweier Betriebe getötet worden, bis auf ein paar Tiere, die fernab in einem weiteren Stall untergebracht waren. Insgesamt mussten 255 Tiere wegen der Infektion mit dem Virus euthanasiert oder geschlachtet werden. Das berichtet die Ems-Zeitung. Außerdem wurde der Betrieb gesperrt und intensiv gereinigt und desinfiziert. Zudem werden derzeit auch die Tiere eines weiteren Betriebes in der ostfriesischen Region untersucht.
Ems Zeitung


Ergebnisse einer Studie der ECDC zu Nutztier-assoziierten MRSA

Die European Centers for Disease Control and Prevention wollten erfahren, inwieweit beim Menschen nachgewiesene Methicillin-resistente Staphylokokken (MRSA) vom Nutztier stammen. Dazu sind im Jahr 2013 bei den Mitgliedsstaaten entsprechende Untersuchungsergebnisse abgefragt worden. Am Ende wurden die Ergebnisse von fast 14.000 Untersuchungen ausgewertet, in denen die Stämme entsprechend typisiert worden sind. Insgesamt wurden in 17 von den 19 Ländern, in denen diese Untersuchungen durchgeführt wurden, solche mit Nutztieren assoziierten MRSA (LA-MRSA) nachgewiesen. Allerdings waren nur 3,9 Prozent der typisierten Stämme, die beim Menschen nachgewiesen worden waren, auch die gesuchten MRSA.
ECDC


Großbritannien führt Videoüberwachung in englischen Schlachthöfen ein

Ab 2018 wird in England auf Schlachthöfen eine verpflichtende Videoüberwachung eingeführt. Dies teilte das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mit. Die entsprechende Gesetzgebung soll zu Beginn des kommenden Jahres aufgestellt werden und dann im Frühling 2018 in Kraft treten. Es soll eine Übergangsperiode von sechs Monaten geben, innerhalb derer die Schlachtbetriebe die Vorgaben umsetzen müssen. Die Entscheidung der Einführung der Überwachung erfolgte nach einer Konsultation zu diesem Thema. Das Ministerium betonte, dass von den über 4.000 Antworten mehr als 99 Prozent den Plänen positiv gegenüber stünden. Auch die Rückmeldungen aus der Industrie und von Tierschutzorganisationen waren überwiegend positiv. Mit der Videoüberwachung von Schlachthöfen sollen mögliche Tierschutzverstöße dort dokumentiert und abgestellt werden. Zudem soll die Transparenz für die Verbraucher und somit deren Vertrauen verbessert werden. Sowohl Vertreter der Tierschutzorganisation RSPCA als auch der British Veterinary Association (BSA) und der Food Standards Agency (FSA) begrüßten die Entscheidung und erhoffen sich von der Videoüberwachung Fortschritte im Bereich Tierschutz an den britischen Schlachthöfen.
DEFRA


Antibiotikaeinsatz in der Schweiz seit 2008 fast halbiert

Der Antbiotikaeinsatz in der Landwirtschaft hat sich seit 2008 fast halbiert, wie der Schweizer Bauernverband (SBV) und die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) in einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten. Die Verbände weisen anlässlich der World Antibiotics Awareness Week (WAAW) darauf hin, dass diese Halbierung in den letzten zehn Jahren u.a. dank Förderung der Gesundheit, Optimierung der Haltung, alternativer Behandlungsmethoden, einer höheren Sensibilität gegenüber dem Thema und neuen Projekten gelungen ist. Da die Resistenzproblematik nicht gelöst ist, versprechen die beiden Verbände, dieses Thema weiter mit Priorität zu behandeln. Allerdings fordern sie auch, dass die Humanmedizin mitziehen muss. Denn die Landwirtschaft kann nicht die Probleme lösen, die in Arztpraxen und Krankenhäusern im Bereich der Humanmedizin verursacht werden. Hier seien die Humanmediziner selbst in der Verantwortung, diese zu lösen. In der Schweiz wurde in der Landwirtschaft bereits 1999 mit ersten Schritten zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes begonnen. Diese Maßnahme war das Verbot der Verfütterung von Antibiotika als Leistungsförderer. Weitere Maßnahmen haben dann von 2008 bis 2016 zu einem Rückgang der eingesetzten Antibiotikamenge um 45 Prozent geführt. Alleine von 2015 zu 2016 betrug der Rückgang neun Prozent. Im Jahr 2016 traten dann weitere Regelungen in Kraft. Seitdem dürfen sogenannte kritische Antibiotika nicht mehr auf Vorrat an Landwirte abgegeben werden. Demzufolge ist der Einsatz solcher Wirkstoffe auch um ein Viertel gesunken. Allerdings ist man sich in den Verbänden auch bewusst, dass eine alleinige Reduktion der eingesetzten Antibiotikamenge das Problem der Resistenzen nicht lösen wird. Ein wichtiger Maßnahmenschwerpunkt ist hingegen die Krankeitsprophylaxe. Hierzu haben die Schweizer Schweinehalter z.B. im Jahr 2016 die "Plus-Gesundheitsprogramme" gestartet. Durch die Dokumentation mit elektronischen Behandlungsjournalen werden Vergleiche mit anderen Betrieben ermöglicht.
SBV


13.11.2017

Dr. Friedrich Röcken erhält in Berlin die Richard-Völker-Medaille

Tierarzt Dr. Friedrich Röcken ist auf dem DVG-Congress in Berlin am 10. November 2017 mit der Richard-Völker-Medaille für sein Lebenswerk und sein großes Engagement in der Chirurgie, der Wissenschaft und anderen wichtigen Themen rund um die Veterinärmedizin ausgezeichnet worden. Dr. Röcken hat seinerzeit in Wien und Berlin studiert und anschließend in Berlin promoviert und sich zum Fachtierarzt ausbilden lassen. 1996 wurde er zudem Diplomate des Europäischen College für Veterinärchirurgie (Dipl ECVS). Inzwischen betreibt er eine eigene Fachpraxis für Kleintiere und Kleintierchirurgie in Schleswig. Seit 2003 ist er zudem Leiter der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin, Fachgruppe in der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DGK-DVG) sowie seit 2007 Kongresspräsident des jährlich stattfindenden DVG Congresses. Zur nächsten Wiederwahl steht er jedoch nicht mehr zur Verfügung.
Bilder der Verleihung auf Vetmagazin.de


Mehr Sensibilität für die Honigbiene notwendig

Angesichts des dramatischen Insektenschwundes in Deutschland fordert Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) mehr Sensibilität für die Honigbiene. Zudem müssten Landwirte und Imker besser zusammenarbeiten. So müssten Imker den örtlichen Landwirten die genauen Standorte ihrer Völker mitteilen und Landwirte sollten die notwendigen Pflanzenschutzmaßnahmen außerhalb der Flugzeiten der Bienen durchführen. „Sowohl der Schutz der Bienen als auch die Ertrags- und Qualitätssicherung der Kulturen sind wichtig“, stellte der Minister auf der 29. Vertreterversammlung des Landesverbandes der Imker MV in Güstrow klar. Backhaus stellte auch noch einmal die Bedeutung der Bienen als Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen heraus. So sei die heimische Flora zu 80 Prozent auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Drei Viertel dieser Bestäuber sind Bienen. Unsere moderne Kulturlandschaft stellt die Bienen vor Probleme, denn nach der Obst- und Rapsblüte fehlen den Bienen besonders im Spätsommer Nahrungsquellen. Auch der Anbau von Senf als Zwischenfrucht irritiere die Bienen, auch deshalb, da der daraus gewonnene Honig nicht für die Überwinterung im Bienenstock geeignet ist. Backhaus stellte zudem die Bemühungen des Landes bei der Unterstützung der Imker heraus. So würden jährlich 176.000 für Imkerschulungen, Medikamente für Bienenvölker, Bienenzuchtprogramme, Honiganalysen und Bienenlehr- und Schaugärten bereitgestellt. Zudem werde das Bienenzuchtzentrum Bantin jährlich mit 200.000 Euro unterstützt. Seit Ende 2016 besitzt die Tierseuchenkasse zudem einen Bienengesundheitsdienst.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Europäischer Tierärzteverband bezieht Stellung zu WHO-Antibiotikaleitlinien

Der Europäische Tierärzteverband FVE hat Stellung zu den in der letzten Woche veröffentlichen Antibiotika-Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO bezogen. FVE-Präsident Dr. Rafael Laguens betonte, dass rationaler und verantwortungsvoller Einsatz von Antibiotika seit Jahren ein wichtiges strategisches Ziel des FVE darstellt. Allerdings weist Laguens auch auf Unterschiede zwischen den Positionen der WHO und der FVE hin, auch wenn die FVE-Positionen und die WHO-Leitlinie in eine ähnliche Richtung gingen. Laut Laguens ist die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes nicht das vorrangige Ziel der FVE. Stattdessen verfolge man das Ziel, dass Mensch und Tier vor der Entstehung und der Ausbreitung resistenter Keime geschützt werden und gleichzeitig ausreichend wirksame Mittel zur Behandlung bakterieller Infektionen zur Verfügung stehen. Auch weist Laguens darauf hin, dass die WHO-Leitlinie aus globaler Perspektive erstellt wurde. In Europa seien bereits viele Maßnahmen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes umgesetzt worden. Als Beispiel wird hier das auch von der WHO geforderte Verbot des Einsatzes von Antibiotika als Wachstumsförderer genannt. Besorgt zeigt sich die FVO über die Forderung der WHO über die Einschränkung des Einsatzes weiterer Wirkstoffe bei Tieren, da dieser Einsatz oftmals die einzige Behandlungsoption darstelle. Auch darüber, dass neue Antibiotika sowie neue Wirkstoffklassen Tieren vorenthalten werden sollen, trifft nicht auf die Zustimmung der FVE, da auch für Tiere dringend neue Antibiotika benötigt würden.
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.


10.11.2017

Aktualisierte West-Nile-Fieber-Karten der ECDC

Die European Centers for Disease Control and Prevention (ECDC) veröffentlichen regelmäßig aktualisierte Karten über die West-Nile-Fieber-Nachweise in Europa. Dabei werden nicht nur die humanen sondern auch die Fälle bei Pferden dokumentiert und die neuen Fälle bei Mensch und Tier in gemeinsamen Karten aufbereitet. So kann man sich schnell einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen. In diesem Jahr konzentrieren sich die Fälle beim Menschen besonders auf Rumänien, Griechenland und Italien. Aber auch aus Österreich und Frankreich wurden bereits Fälle gemeldet.
ECDC


Praxisbewährte Ansätze müssen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest ausgetauscht werden

Die Sachverständigen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) haben in einem wissenschaftlichen Bericht festgestellt, dass der Austausch praxisbewährter Ansätze entscheidend zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist. Zu diesen Ansätzen gehören sowohl die Methoden zur Früherkennung als auch rigorose Sofortmaßnahmen. Die EFSA-Sachverständigen unterstützen die betroffenen baltischen Länder und Polen bei der Auswertung der bis September 2017 erhobenen epidemiologischen Daten. Die Sachverständigen kamen auch zu dem Schluss, dass der Mensch bei der Ausbreitung der Tierseuche in eine entscheidende Rolle tritt. Dies kann z.B. die Entsorgung infizierter Jagdabfälle in Wildschweinhabitaten sein. Der wissenschaftliche Bericht der Sachverständigen steht auf den Internetseiten der EFSA zum Download zur Verfügung.
EFSA


Umsiedlung von Wildeseln per Helikopter

Am 24. Oktober wurden neun Asiatische Wildesel, auch Kulane genannt, mit dem weltgrößten Helikopter Mi-26 aus einem Nationalpark im Südwesten Kasachstans nach Zentralkasachstan geflogen. Damit ist dort diese Tierart erstmals seit mehr als 100 Jahren wieder ansässig. Nachdem sich die neun Kulane (Equus hemionus kulan) in dem Gehege am Rande des staatlichen Naturreservats Altyn Dala eingewöhnt haben, sollen sie im Frühjahr nächsten Jahres in die Weiten der Steppe freigelassen werden. Dieses vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA) koordinierte Wiederansiedlungsprojekt hat zum Ziel, eine große Zahl an Pflanzenfressern an das Steppenökosystem zurückzugeben, denn in den letzten zwei Jahrhunderten ist die Population der Afrikanischen Wildesel dramatisch zurückgegangen und umfasst nur noch circa drei Prozent ihrer ursprünglichen Größe. Der Projektleiter dieser Initiative, Steffen Zuther, ist mit dem Verlauf des Tests zufrieden: „Unser Ansatz, die Tiere in einen Pferch zu treiben und sie so zu fangen, hat gut funktioniert. Auch der Transport mit dem gigantischen Helikopter stellte kein Problem dar. Die Tiere wurden medikamentös ruhig gestellt und reisten einzeln in speziell dafür angefertigten Boxen.“
idw-online


09.11.2017

20 Folgen Tierarztgeschichten im SWR Fernsehen ab 13. November

Das SWR Fernsehen startet am 13. November 2017, immer montags bis freitags jeweils um 13:30 Uhr, die neue Doku-Serie "Tierarztgeschichten". Insgesamt werden 20 Folgen ausgestrahlt, in denen Tierärzte jeder Fachrichtung im Südwesten bei ihrer täglichen Arbeit mit der Kamera begleitet werden. Das tierärztliche Fallspektrum reicht von der Erstimpfung beim Welpen, über Operationen bei verschiedenen Tierarten bis hin zur Zahnkorrektur beim Esel. Mit dabei ist der fliegende Tierarzt Dr. Steffen Kappelmann aus Sachsenheim sowie Tierärztin Isabelle Reißmann aus Trier, die ihre Patienten direkt mit einem Tierrettungswagen besucht und vor Ort behandelt. "Tierarztgeschichten" schaut den Behandelnden über die Schulter, wenn sie ihren Patienten zur Genesung verhelfen oder deren Besitzer betreuen, die in Sorge um ihr Haustier Halt brauchen.
ots


FLI aktualisiert Risikobewertung zur Geflügelpest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems hat eine aktualisierte Risikobewertung zum Auftreten der Geflügelpest in Deutschland vorgelegt. Das FLI verweist darauf, dass das hochpathogene Virus vom Typ H5N8 seit dem ersten Auftreten vor rund einem Jahr in Europa nie gänzlich verschwunden war. In Deutschland wurde es zuletzt in Niedersachsen im Oktober bei einer erlegten Wildente nachgewiesen. Dies deutet in Verbindung mit Virusnachweisen in der Schweiz, in Bulgarien und in Italien darauf hin, dass das Virus fortdauernd in der Wildvogelpopulation Europas zirkuliert. Aktuell gibt es einige Umstände, die Infektionen begünstigen können. Dies ist einmal die feuchte und kalte Witterung. Zudem begünstigt die Konzentration von Wildvögeln im Rahmen des Herbstzuges das Entstehen von Infektketten. Das FLI hält es demnach für wahrscheinlich, dass das Virus von Wildvögeln in Hausgeflügelbestände in Deutschland eingetragen wird. Dabei spielt allerdings das jeweilige Gebiet eine Rolle. Dies ist eine Änderung gegenüber der letzten Risikobewertung, als dieses Risiko noch als gering bis mäßig bewertet wurde.
FLI


Schweizer Tierärzte befürworten Antibiotikadatenbank für Veterinär- und Humanmedizin

Die Schweiz plant die Einrichtung einer Antibiotikadatenbank bzw. eines Informationssystems für die Veterinärmedizin (IS ABV). Dieses Vorhaben wird von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) grundsätzlich begrüsst, gleichzeitig fürchtet sie jedoch auch den großen Aufwand für die Praxen, der damit einhergehen dürfte. Denn ab 2019 sollen alle antibiotischen Behandlungen von Tieren in einer Antibiotikadatenbank erfasst werden. Die Datenbank biete zwar die Chance, Problembereiche genauer zu definieren und entsprechend Massnahmen zu ergreifen, der Aufwand für die Erfassung der Daten müsse jedoch möglichst gering gehalten werden. Der Nutzen der Datenbank müsse zudem im Verhältnis zum Aufwand stehen, heisst es weiter. Die Datenbank mache nur Sinn, wenn sie Aussagen zu Resistenzen ermögliche und wenn die Humanmedizin ein analoges System garantiere. In der vorgeschlagenen Verordnung fehlt dieser Aspekt. Die GST fordert zudem die Einrichtung einer analogen Datenbank, welche den Antibiotikaeinsatz beim Menschen erfasst, denn die gesamte Antibiotikamenge im Veterinärbereich konnte in der Schweiz seit 2008 um 40% reduziert werden. In der Humanmedizin stieg und steigt der Verbrauch dagegen an.
GST


Italien verbietet Wildtierhaltung in Zirkussen

Das italienische Parlament hat am Mittwoch ein Verbot von Tieren in Zirkussen und Wanderausstellungen beschlossen. Dieses Verbot wird ab März 2018 per Verordnung umzusetzen sein. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten begrüßt diesen Beschluss, kritisiert aber gleichzeitig die deutsche Bundesregierung, die sich bislang nicht zu einem solchen Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen durchringen konnte. Italien ist das 24. europäische Land, das ein solches Verbot oder zumindest Einschränkungen für die Mitführung von Wildtieren im Zirkus auf den Weg bringt.
Vier Pfoten


08.11.2017

World Dog Show beginnt in Leipzig

Am heutigen Mittwoch beginnt auf der Leipziger Messe die weltweit größte Hundeschau. Mehr als 31.000 Hunde sind für die German Winner Show am Mittwoch sowie die World Dog Show vom 9. bis 12. November angemeldet. Damit ist es die größte Hundeausstellung in der Geschichte des Weltverbandes FCI, ausgerichtet vom Verband des Deutschen Hundewesens (VDH), der nach der Absage Ecuadors recht kurzfristig als Veranstalter eingesprungen ist. Die 31.000 angemeldeten Hunde teilen sich auf 280 Hunderassen aus 73 Ländern auf, aber nicht alle kämpfen um den Titel des World Winners, sondern nehmen am einem der vielen Sportwettbewerbe teil. So finden u.a. die Dog Dancing-Weltmeisterschaft, die Europameisterschaft im Dog Diving sowie die Deutsche Meisterschaft Agility und ein internationales Agility-Turnier satt. Aber auch Polizei-, Jagd- und Hütehunde präsentieren auf der Messe ihre Fähigkeiten.
World Dog Show


Bürsten und Leinöl unterstützt Katzen beim Fellwechsel

Der bevorstehende Winter sorgt bei vielen Tieren auch für einen Fellwechsel. So auch bei Katzen. Wie Katzenhalter ihr Tier dabei unterstützen können, verrät der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). So sollte die Katze jeden Tag gebürstet werden. Das entfernt die bereits losen Haare und fördert die Durchblutung der Haut, was wiederum gut für den Hautstoffwechsel ist. Zudem kann Haut und Fell der Katze dabei genau in Augenschein genommen werden hinsichtlich Parasitenbefall, Verletzungen oder knotigen Neubildungen. Da die Katze in der Phase des Fellwechsels besonders viele Haare verschluckt, bilden sich besonders viele, große Haarbällchen im Magen. „Diese würgt sie zwar aus, aber Lein- oder Fischöl erleichtern ihr das Herauswürgen der Bällchen“, sagt Dr. Helga Hofmann, Buchautorin und Katzenexpertin. „Etwa ein halber Teelöffel pro Tag ins Futter reicht aus."
IVH


H5N8 im Nordwesten Italiens in zwei Geflügelbetrieben nachgewiesen

In der Nähe der italienischen Stadt Asti, die im Nordwesten des Landes liegt, ist das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Typ H5N8 in zwei benachbarten Geflügelbetrieben nachgewiesen worden. Nun müssen rund 50.000 Legehennen getötet werden. Es wurden alle Maßnahmen entsprechend des Tierscheuchenschutzes ergriffen, die Betriebe gesperrt und ein Sperr- sowie Beobachtungsgebiet eingerichtet.
Raiffeisen.com


Tierschutzorganisationen legen Prioritätenliste für mehr Tierschutz in Milchviehhaltung

Fünf Tierschutzorganisationen haben in einem Positionspapier Prioritäten festgelegt, die dazu beitragen sollen, das Tierschutzniveau in der Milchviehhaltung zu erhöhen. Insgesamt umfasst das Papier von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, dem Bundesverband Tierschutz, dem Bund gegen Missbrauch der Tiere, PROVIEH und VIER PFOTEN neun Punkte. Dazu gehört der ausnahmslose Verzicht auf die Anbindehaltung. Auch sollte die Enthornung nur unter effektiver Betäubung und Schmerzausschaltung stattfinden. Zudem sollten tierschutzrelevante Befunde vom Schlachthof an den Tierhalter zurückgemeldet werden und die Schlachtung trächtiger Rinder sollte nicht stattfinden. Auch auf die Punkte Tier-Fressplatzverhältnis, Klauenpflege und Zuchtschwerpunkte wird eingegangen. Mit der Prioritätenliste soll dem Lebensmitteleinzelhandel, den Milchkuhbetrieben, den Molkereien und anderen Unternehmen eine Orientierung gegeben werden, wie mehr Tierschutz in der Milchviehhaltung erreicht werden kann.
Provieh e.V.


Baden-Württemberg startet Schülerwettbewerb zum Tierschutz

In Baden-Württemberg ist in der vergangenen Woche der Startschuss für einen Schülerwettbewerb zum Tierschutz gefallen. Das Projekt mit dem Titel "Tierschutz‚ Schülerinnen und Schüler" findet unter der Schirmherrschaft von Landwirtschaftsminister Peter Hauck und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann statt. Mit dem Landeswettbewerb soll das Engagement der Schülerinnen und Schüler zum Tierschutz in den Mittelpunkt gestellt werden, so Minister Hauck, der auch auf die Bedeutung, die Tiere im Leben vieler Menschen spielen, hinwies. Die Schüler werden ermutigt darüber nachzudenken, wie guter Tierschutz ihrer Meinung nach aussehen könnte. Bewerbungen können noch bis zum 30. April 2018 eingereicht werden. Dabei werden in zwei Gruppen jeweils fünf Preise vergeben. Eine Gruppe ist für die Klassen 4 bis 6 und die zweite Gruppe für die Klassen 7 bis 10 vorgesehen.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 auf französischem Festland

Bisher war auf dem französischem Festland das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) aktiv. Das Virus vom Serotyp 4 (BTV-4) grassiert hingegenbereits seit Ende 2016 auf Korsika. Aktuell wurde das Virus auch in einem Betrieb auf dem französischen Festland nachgewiesen. Betroffen ist ein Rinder haltender Betrieb im Departement Haute-Savoie, das an die Schweiz grenzt, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt.
OIE


07.11.2017

Bedeutung der Darmflora im Pansen wird untersucht

An der Universität Hohenheim wurde ein neues Forschungsprojekt zur Untersuchung der Bedeutung der Darmflora im Pansen der Kuh gestartet, das von der DFG mit insgesamt 450.000 Euro gefördert wird. Eine bedeutende Leistung der Kuh ist es, aus ausschließlich rein pflanzlicher Nahrung Eiweiß zu gewinnen. Welche Bedeutung bestimmte Bakterien dabei haben, soll in dem Forschungsprojekt untersucht werden. Im besonderen Interesse der Forscher steht dabei das Bakterium Prevotella spp. . Denn es macht rund 40 Prozent der Bakterien im Pansen aus. Die Forscher vermuten, dass es eine wichtige Rolle bei der Nahrungsverwertung spielt. Dem Bakterium sollen in einem Fresstest verschiedene Stoffe angeboten werden. Es soll überprüft werden, welcher dieser Stoffe Prevotella abbaut und letztendlich in Proteine umwandelt. Dies hört sich grundsätzlich einfach an. Allerdings ist der Versuchsaufbau dann doch etwas komplizierter, da die Forscher das Bakterium im Pansensaft belassen wollen, um so zu berücksichtigen, welchen Einfluss die anderen Bestandteile des Pansensaftes besitzen. „Wir greifen uns ein Detail aus der Verwertungskette im Rindermagen heraus, vergrößern und untersuchen es und fügen die gewonnenen Informationen wieder in das Gesamtbild ein“, so Jun.-Prof. Dr. Jana Seifert.
idw


Handlungsempfehlungen für Hobbyhalter zum Schutz vor der Geflügelpest

In Schleswig-Holstein hält man auch für diesen Winter weitere Fälle der aviären Influenza für möglich, auch wenn seit rund einem halben Jahr in Schleswig-Holstein kein Fall mehr nachgewiesen wurde. Deshalb müsse man gewappnet bleiben. Größere Geflügelbetriebe müssen strenge Biosicherheitsmaßnahmen einhalten. Zudem findet ein ständiges Monitoring von Hausgeflügel auf die Tierseuche statt. Im Jahr 2017 ist vorgesehen, mindestens 400 Proben zu nehmen. Daneben wurde das Wildvogelmonitoring intensiviert. Das Monitoring findet unabhängig vom konkreten Seuchengeschehen ab. Staatssekretärin Anke Erdmann verweist darauf, dass auch kleine Betriebe und Hobbyhaltungen mit verschiedenen Mitteln einer Infektion vorbeugen und so ihre Tiere schützen können. Dazu gehört, dass die Tiere nur mit Leitungswasser versorgt werden und die Tränken für Wildvögel nicht zugänglich sind. Auch müssen Futter, Einstreu und die im Stall benötigten Geräte geschützt vor Wildvögeln gelagert werden. Sofern neue Tiere in die Haltung verbracht werden, sollten diese für einige Tage einer Quarantäne unterliegen, sofern dies in einem kleinen Betrieb möglich ist. Zu den Hygienemaßnahmen, die durchgeführt werden sollten, gehören das Tragen von spezieller Kleidung nur für den Stall, die dann regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen wird. Erdmann zeigte Verständnis dafür, dass die lange Stallhaltungspflicht für Geflügel während des letzten Seuchenzuges für Halter und Tiere belastend war. Die Staatssekretärin betonte aber auch den Sinn der Maßnahme, den Schutz der Tiere vor einer Infektion. Auch bei Gültigkeit einer Stallpflicht gebe es die Möglichkeit, die Tiere so zu halten, dass die Tiere frische Luft bekommen und Beschäftigungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das Ministerium hat die Handlungsempfehlungen für kleine Geflügelhaltungen und Hobbyhalter in einem Merkblatt zusammengefasst, das zum Download zur Verfügung steht.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


Einhaltung der Winterstarre ist entscheidend für ein langes und gesundes Leben von Reptilien

Reptilien haben ganz spezielle Ansprüche an eine artgerechte Haltung. Dazu gehört auch die Einhaltung der Winterstarre. Wird diese nicht richtig durchgeführt oder ausgelassen, kann das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Tiere haben. Auf dieses und weitere Reptilienthemen wird Kevin Renfert von der Klinik für Vögel und Reptilien der Universität Leipzig auf dem 9. Leipziger Tierärztekongress am 20. Januar 2018 eingehen. Denn die Winterstarre ist entscheidend für ein langes und gesundes Leben der Reptilien, wobei zwischen der kalten und der warmen Hibernation unterschieden wird. Bei der kalten Überwinterung werden Reptilien wie beispielsweise europäische Landschildkröten, Höckerschildkröten oder viele Strumpfbandnatterarten zwischen 5°C und 8°C gehalten. Reptilien wie zum Beispiel Kornnattern, Bartagamen oder Peninsula-Schmuckschildkröten benötigen eine warme Überwinterung zwischen 12°C und maximal 20°C. „Bei beiden Formen sollten die Tiere idealerweise vier bis sechs Wochen vor der eigentlichen Winterstarre beim Tierarzt vorgestellt werden, um sie auf ihre Hibernationstauglichkeit zu prüfen“, so Renfert. Besonders wichtig sei dabei die parasitologische Untersuchung. Vier Wochen vor Beginn der Winterstarre sollte die Tageslichtlänge reduziert und etwa drei Wochen zuvor die Fütterung eingestellt werden. Tierärzten rät er, sich bei der Erstvorstellung eines Reptils die Zeit für eine ausführliche Haltungsanamnese zu nehmen. Dazu zählen auch Informationen zur Winterstarre.
Leipziger Tierärztekongress


Blauzungenkrankheit in der Schweiz

In der Schweiz wurden im Oktober zwei Fälle der Blauzungenkrankheit beim Rind nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Nachgewiesen wurde in beiden Betrieben ein Virus vom Serotyp 8 (BTV-8), das auch in Frankreich und dort auch in der Nähe zur deutschen und schweizerischen Grenze aktiv ist. Die Blauzungenkrankheit wurde davor zuletzt im Jahr 2010 in der Schweiz nachgewiesen. Beide Fälle traten nahe zur französischen Grenze auf.
OIE


06.11.2017

Gewinner des DOGS AWARD 2018 stehen fest - Prof. Fischer Persönlichkeit des Jahres 2018

Europas größtes Hundemagazin DOGS zeichnet jedes Jahr mit dem DOGS AWARD das Engagement einzelner Personen und Vierbeiner aus, aber auch hundefreundliche Betriebe. Der DOGS AWARD wird 2018 in fünf Kategorien verliehen. Darunter auch die Kategorie "ältester Hund Deutschlands". Gewonnen hat die 18-jährige Border-Collie-Mischlingsdame Kira aus Homburg an der Saar. Sie ist der älteste Hund, der DOGS per Leserzuschriften gemeldet wurde. Der Award für den "hundefreundlichsten Betrieb" ging nach Stuttgart an den Kosmos Verlag. Zur "Persönlichkeit des Jahres" wurde Professor Martin S. Fischer von der Universität Jena gewählt und der "Held des Jahres" ist der Dackel-Pudel-Mix Merlin, der als Besuchshund zweimal die Woche gute Laune in eine Wohngruppe für geistig und körperlich eingeschränkte Menschen bringt und für Abwechslung in einer Pflegeeinrichtung in Essen sorgt. Zur "Hundefreundlichsten Initiative" wurde die "Dog Care Clinic" von Marina Möbius in Sri Lanka gewählt, die die zahlreichen Straßenhunde des Landes impft, kastriert, versorgt und ihnen über ein Re-Home-Programm ein neues Zuhause gibt.
DOGS


Neue Fälle von ASP in der Ukraine und Moldavien

Sowohl in der Ukraine als auch in Moldavien gibt es neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen. Das meldet die Weltorganisation für Tiergesundheit OIE. Während in der Ukraine ein Betrieb mit mehr als 160 Schweinen betroffen war, handelt es sich bei der betroffenen Haltung in Moldavien um eine private Schweinehaltung mit 15 Tieren. Alle Tiere wurden getötet, die Betriebe gesperrt und ein Sperr- und Beobachtungsgebiet eingerichtet.
OIE
OIE


Mehr Campylobacter-Erkrankungen durch Geflügelfleisch

Die Zahl der gemeldeten Campylobacter-Erkrankungen sind in den letzten 15 Jahren gestiegen. Im Jahre 2016 wurden knapp 74.000 Fälle gemeldet. Damit war dies bundesweit die häufigste bakterielle meldepflichtige Krankheit. Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) gehen jedoch von einer rund zehnfach höheren Dunkelziffer aus. Verantwortlich dafür seien laut einer aktuellen Veröffentlichung des RKI im aktuellen Bulletin, das Essen außer Haus und das Verwenden von fertig abgepacktem Hähnchenfleisch im Haushalt. Durch ausreichendes Erhitzen des Geflügelfleisches könnte fast ein Drittel der Erkrankungen vermieden werden. Außerdem sei eine strikte Küchenhygiene wichtig, da Keime von rohem Fleisch bei Benutzung von gleichen Schneidebrettern beispielsweise auf Salat übergehen können. Außerdem seien auch Rohmilch, Hackfleisch und Mettwurst eine potentielle Ansteckungsquelle. Campylobacter sind Bakterien aus dem Darmtrakt von Tieren (Enterobakterien), die beim Schlachten auf das Fleisch geraten können.
RKI


Mindestens 140 tote Robben am Baikalsee angeschwemmt

In Sibirien wurden mindestens 140 Baikalrobben tot aufgefunden. Mehr als 110 der angeschwemmten Tiere waren trächtig. Den Behörden nach waren unter den toten Tieren ausschließlich erwachsene und kräftige Robben. Obwohl offensichtlich weder Viren noch Parasiten für das Massensterben verantwortlich sind, besteht laut Experten die Möglichkeit einer Epidemie. Bereits 1987 sind in Sibirien um die 7.500 Robben dieser Art an einer Staupeerkrankung verendet.
Zeit online


03.11.2017

Mecklenburg-Vorpommern stellt Präventivmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest vor

Am Dienstag, dem 07. November 2017, um 11.00 Uhr hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern eine Pressekonferenz zum Thema Präventivmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Schwerin einberufen.Der Minister wird dort über Maßnahmen zur Reduzierung der Schwarzwildbestände informieren und erste Arbeitsergebnisse der mit diesem Thema befassten Taskforce vorstellen.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV


Schleswig-Holstein will Tierseuchenbekämpfung stärken

Schleswig-Holstein will im kommenden Jahr die finanzielle Ausstattung des Landeslabors verbessern und somit die Bekämpfung von Tierseuchen und den gesundheitlichen Verbraucherschutz stärken. Insgesamt sollen im Jahr 2018 rund 800.000 Euro mehr an Mitteln für das Landeslabor bereitgestellt werden. Damit soll zusätzliches Personal für die Tierseuchendiagnostik sowie die Aufklärung von Lebensmittelbetrug eingestellt werden. Dies wurde im Rahmen der Vorstellung des Jahresberichtes 2016 bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr war das Landeslabor besonders bei der Untersuchung von Proben auf die Geflügelpest stark gefordert. Im Zeitraum von November 2016 bis April 2017 wurden mehr als 10.00 Proben auf die Aviäre Influenza untersucht. Um dieses hohe Untersuchungsaufkommen überhaupt bewältigen zu können, mussten die Mitarbeiter in der zuständigen Abteilung durch Mitarbeiter aus anderen Abteilungen unterstützt werden. Die Verbesserung im Bereich der Tierseuchendiagnostik erfolgt auch deshalb, weil die Geflügelpest weiterhin ein aktuelles Thema darstellt und weil mit einem Eintrag der Afrikanischen Schweinepest gerechnet werden muss. Zudem wurde bei der Vorstellung des Berichtes auf die Erfolge bei der Antibiotikareduzierung hingewiesen. 2016 lagen lediglich 16 Prozent der Nutzungsarten in Tierhaltungen mit Kälbern, Rindern, Ferkeln, Mastschweinen oder Masthühnern und Mastputen im Land über der Bundeskennzahl 2, wohingegen der Bundesdurchschnitt laut Gesetz immer 25 Prozent der Nutzungsarten beträgt.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein


Blauzungenkrankheit in Frankreich weiter ein großes Problem

Die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) stellt in Frankreich weiterhin ein großes Problem dar. Die französischen Behörden haben für den Oktober über 100 neue Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Alle gemeldeten Fälle traten auf dem Festland in Frankreich auf. Ein Fall wurde in unmittelbarer Nähe zur deutschen und schweizerischen Grenze nachgewiesen. Involviert waren in die gemeldeten Ausbrüche mehr als 16.000 Rinder. Andere empfängliche Tierarten waren nicht betroffen.
OIE


Neue Orang-Utan-Art auf Sumatra beschrieben

Wissenschaftler der Universität Zürich haben eine dritte Orang-Utan-Art beschrieben. Bisher waren weltweit nur zwei Orang-Utan-Arten bekannt - der Borneo- und der Sumatra-Orang-Utan. Die Schweizer Forscher haben nun abergemeinsam mit einem internationalen Team die noch rund 800 Tiere, die in den Hochwäldern im Norden Sumatras leben, als eigene Art beschrieben, der sie den Namen Tapanuli-Orang-Utan gaben. Diese Population wurde erst im Jahr 1997 bei Feldstudien entdeckt. Erste Hinweise, dass es sich um eine eigenständige Art handeln könnte, lieferte die Untersuchung eines Skeletts im Jahr 2013. Gewisse Merkmale der Zähne und des Schädels sind beim Tapanuli-Orang-Utan einzigartig. Diese Ergebnisse passten auch zu durchgeführten Genomsequenzierungen. Die Untersuchungen zur Populationsgeschichte ergaben, dass die Population für mindestens 10.000 bis 20.000 Jahre isoliert von allen anderen Orang-Utans auf Sumatra gelebt hat. Nach der Entdeckung und Beschreibung der neuen Art gilt es jetzt, umgehend Schutzmaßnahmen für die noch rund 800 Exemplare aufzustellen. Der Tapanuli-Orang-Utan gilt bereits als am meisten bedrohte Menschenaffenart überhaupt. U.a. wird sein Lebensraum durch die Ausweitung der Landwirtschaft und der damit einhergehenden Brandrodung für neue Palmölplantagen und auch durch den Bau eines hydroelektrischen Damms bedroht.
Universität Zürich


02.11.2017

Überprüfung der Maßnahmen gegen Federpicken auf Praxistauglichkeit

Das Forschungsprojekt „Risikoorientiertes Herdenmanagement (RoHm)“ hat zum Ziel, die Empfehlungen für die Praxis zu überprüfen, wie Federpicken bei Legehennen mit ungekürzten Schnäbeln verhindert werden kann. An dem Projekt sind die Hochschule Osnabrück, die Tierärztliche Hochschule Hannover, der Niedersächsische Geflügelwirtschaft Landesverband e.V. und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen beteiligt. Finanziert wird es mit rund 780.000 Euro vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Während der zweijährigen Projektlaufzeit werden insgesamt 30 Hühnerherden von den beiden beteiligten Hochschulen in der Aufzucht und der Legeperiode untersucht. Die Ergebnisse werden anschließend auf Workshops und in Webinaren Geflügelhaltern und Beratern vorgestellt.
LWK Niedersachsen


Nur noch fünf Pelztierfarmen in Deutschland

Die Zahl der in Deutschland betriebenen Pelztierhaltungen ist auf nur noch fünf gesunken. Dies berichtet die Tierschutzorganisation Vier Pfoten unter Berufung auf den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Demnach ist die mit 40.000 Tieren bislang größte Pelztierhaltung in Deutschland nach jahrelangem Rechtsstreit und einem geschlossenen Vergleich nicht mehr in Betrieb. Die Tierschutzorganisation fordert die umgehende Schließung der verbliebenen fünf Pelztierhaltungen. Die aktuell geltende Rechtslage gibt den Haltern noch eine Übergangsfrist von fünf Jahren, bis sie entweder die geltenden gesetzlichen Vorgaben erfüllen oder den Betrieb einstellen müssen.
Vier Pfoten


Indikatoren sollen EU-Ländern bei Reduzierung der Antibiotikaresistenzen helfen

Drei Europäische Institutionen haben in einem wissenschaftlichen Gutachten Indikatoren aufgestellt, die den Mitgliedsstaaten helfen sollen, die Fortschritte bei der Reduzierung des Antibiotikaverbrauchs und der Antibiotikaresistenzen zu bewerten. Die Indikatoren wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Ersuchen der EU-Kommission entwickelt. Die entwickelten Indikatoren beziehen sich dabei sowohl auf die Human- als auch auf die Veterinärmedizin. Sie sollen den Antibiotikaverbrauch und die Antibiotikaresistenzen im ambulanten Bereich, in Krankenhäusern sowie bei lebensmittelliefernden Tieren widerspiegeln und basieren auf in bereits bestehenden Monitoring-Netzwerken erhobenen Daten. Als Beispiel für einen Indikator zur Bewertung antimikrobieller Resistenz im Bereich der Veterinärmedizin wird der Anteil von E. coli bei lebenden Tieren, die gegen verschiedene Antibiotika resistent oder auch sensibel sind, genannt. Für den Bereich der Humanmedizin wird u.a. der Anteil von MRSA genannt. Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, begrüßte die vorgeschlagenen Indikatoren und verwies darauf, dass man ohne diese nicht in der Lage sei, die Fortschritte bei der Bewältigung der ernstzunehmenden Gesundheitsbedrohung durch Antibiotikaresistenzen zu bewerten.
EFSA


01.11.2017

Tschechien setzt Scharfschützen bei der Bejagung von Wildschweinen ein

Tschechien setzt im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) rund um die Stadt Zlin jetzt auch Scharfschützen der Polizei ein. Ihre Aufgabe ist die gezielte Bejagung von Wildschweinen im Südosten des Landes. 38 Wildschweine seien dort bereits von Scharfschützen erlegt worden. Dadurch soll die weitere Ausbreitung und die Eintragung des Virus in die Hausschweinepopulation verhindert werden. Insgesamt sind 16 Beamte im Einsatz, der voraussichtlich noch bis Ende Januar kommenden Jahres andauern soll. Um ihre Effektivität zu steigern, verwenden die Scharfschützen Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras. Die ASP ist erstmals im Juni 2017 in Tschechien ausgebrochen.
Proplanta


Altwürttemberger Pferd ist Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2018

Alljährlich ernennt die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) die "Gefährdete Nutztierrasse des Jahres". Für das Jahr 2018 wurde das Altwürttemberger Pferd ernannt. Dies berichtet die Messe Berlin, denn die Tiere werden auch im Rahmen der Internationalen Grünen Woche vom 19. bis 28. Januar 2018 präsentiert. Die Altwürttemberger zeichnen sich besonders durch ihre Vielseitigkeit aus. Früher wurden die Tiere in der Woche als Arbeitstiere, u.a. vor den Pflug gespannt. Am Wochenende wurden sie dann geritten oder als Kutschpferd genutzt. Die Zahl der Tiere sank dann jedoch mit der zunehmenden Technisierung in der Landwirtschaft drastsich ab. Aktuell umfasst der Bestand der urprünglichen Zuchtrichtung nur noch 45 Stuten und zehn Hengste, die von 24 Haltern betreut werden.
Internationale Grüne Woche
Informationen der GEH zum Altwürttemberger Pferd
Verein zur Erhaltung des Altwürttemberger Pferdes


30.10.2017

Impfung gegen Blauzungenkrankheit bleibt aktuell

Auch jetzt bleibt die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aktuell. Darauf weist das Landesuntersuchungsamt (LUA) Rheinland-Pfalz hin. Angesichts von Fällen der Erkrankung in Frankreich nahe der deutschen Grenze sowie in Norditalien sollten auch jetzt noch Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden. Denn die Insekten, die das Virus übertragen, sind auch noch bei Temeparturen von zehn Grad aktiv. Zudem dauert es sechs bis sieben Wochen, bis nach der Impfung der volle Immunschutz gegen das Virus ausgebildet ist. Deshalb sollten die Tiere möglichst schnell noch geimpft werden, damit sie so bald wie möglich gegen die Blauzungenkrankheit geschützt sind. Die Impfung gegen die Viren der Serotypen 4 und 8 ist freiwillig. Die Kosten tragen die Tierhalter selbst. Da es sich aber um eine anzeigepflichtige Tierseuche handelt, sollte man einen Impfschutz bei den eigenen Tieren anstreben, um die Folgen eines Seuchenausbruchs so gering wie möglich zu halten.
LUA Rheinland-Pfalz


Niedersachsen führt Routineuntersuchung auf Paratuberkulose bei Milchkühen ein

Mit einer am 1. November in Kraft tretenden Verordnung geht Niedersachsen einen neuen Weg und führt eine routinemäßige Untersuchung von Milchrindern auf die Paratuberkulose ein. Die Paratuberkulose wird durch das Mycobacterium avium spp. paratuberculosis (MAP) verursacht und führt zu einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung. Die Infektion erfolgt meist im Kälberalter. Mit der Verordnung und der Einführung der Untersuchung geht Niedersachsen bundesweit voran. Für die Untersuchungen sollen die Proben genutzt werden, die für die Untersuchung auf BHV1 sowieso genommen werden müssen. Untersucht werden müssen alle über 24 Monate alten Zuchtrinder. Ausgenommen von der Untersuchungspflicht sind nur die Zuchtrinder von Mutterkuhbeständen. Die Untersuchung kann über Einzel- oder Bestandsmilchproben erfolgen. Einzelproben müssen einmal jährlich, Bestandsmilchproben alle drei bis neun Monate untersucht werden. Wenn die Bestandsprobe ein fragliches oder positives Ergebnis aufweist, sind alle über 24 Monate alten Zuchtrinder des Bestandes innerhalb von zwei Monaten anhand von Einzelproben zu untersuchen. Die Kosten für die Probennahme und die Laboruntersuchungen sollen von der niedersächsischen Tierseuchenkasse übernommen werden.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Ungewöhnlich hohe Zahl toter Robben an Mecklenburg-Vorpommerns Küsten

In diesem Jahr sind bisher bereits 33 tote Kegelrobben an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns gefunden worden. Das Deutsche Meeresmuseum ist seit 50 Jahren für die Bergung und Untersuchung der Totfunde von Meeressäugern in Mecklenburg-Vorpommern zuständig und teilt mit, dass dies die höchste Zahl toter Kegelrobben in einem Jahr ist, die bisher verzeichnet wurde. Grundsätzlich erobern Kegelrobben sich die deutschen Ostseegewässer erst langsam wieder zurück, nachdem ihre Zahl im vergangenen Jahrhundert massiv gesunken war. Im Gebiet des Greifswalder Boddens halten sie sich jetzt gerne wieder auf. Und dort wurde auch eine auffällige Häufung von Totfunden im letzten Monat registriert. Die Ursache für die gehäuften Todesfälle sind noch nicht bekannt. Um diese herauszufinden, werden die Tiere aktuell intensiv pathologisch untersucht. Dabei wird auch untersucht, ob die Tiere Verletzungen erlegen sind, die durch menschliche Einflüsse entstanden sind.
Deutsches Meeresmuseum


27.10.2017

Die BTK begrüßt den neuen Röntgenleitfaden der GPM

Der neue, von der Gesellschaft für Pferdemedizin e.V. (GPM) veröffentlichte Röntgenleitfaden sieht als wichtige Neuerung für Tierärzte und Pferdebesitzer unter anderem die Abschaffung der Röntgenklassen vor. Dies wird von der Bundestierärztekammer (BTK) begrüßt. Die Kaufuntersuchung eines Pferdes beinhaltet neben der klinischen auch immer eine röntgenologische Untersuchung. Die bisher geltenden, einem Schulnotensystem ähnlichen Röntgenklassen, führten jedoch häufig dazu, dass der Röntgenbefund höher bewertet wurde als der klinische Befund. Durch deren Abschaffung erlangt die klinische Untersuchung durch den Tierarzt jetzt eine größere Bedeutung. Denn unter anderem sind nach dem Röntgenleitfaden 2018 nun 18 statt vorher 14 Standardaufnahmen vorgesehen. Risikobefunde sollen außerdem detailliert vom untersuchenden Tierarzt beschrieben werden. Für den Verkäufer ist die neue Regelung ebenfalls von Vorteil, denn er hat im Streitfall den Nachweis zu bringen, dass ein bestimmter Mangel zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht vorhanden war.
BTK


Wiederholungsimpfungen vom Ergebnis der serologischen Untersuchung abhängig machen

Bei grundimmunisierten, erwachsenen Tieren können die Wiederholungsimpfungen vom Ergebnis der serologischen Untersuchung abhängig gemacht werden, empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinär (StIKo Vet). Damit folgt die Kommission weiter ihrem Grundsatz: „Mehr Tiere impfen, das einzelne Tier (nur) so oft wie nötig!“ Mit Hilfe von serologischen Untersuchungsmethoden können die Antikörperspiegel gegen canines Staupe- (CDV), Parvo- (CPV) und Hepatitisvirus (CAV) auch schon in der Praxis gemessen werden. Bereits zu Beginn der achtziger Jahre gab es Hinweise darauf, dass protektive Antikörperantworten gegen bestimmte impfpräventable, virale Krankheiten bei Hund und Katze sehr langlebig sind und für die genannten Krankheiten eine klare Korrelation zwischen neutralisierenden Antikörperspiegeln und dem Schutz vor einerklinischen Erkrankung besteht. Bei gut grundimmunisierten Hunden lässt sich teilweise noch 9 Jahre nach der Impfung ein als schützend anzusehender Antikörperspiegel gegen CDV, CPV und CAV nachweisen, bei Katzen bis zu 7,5 Jahre nach Immunisierung gegen feline Panleukopenie. Gegen Bakterien oder Protozoen, wie z.B. Leptospiren oder Leishmanien, ist der Immunschutz dagegen deutlich kurzlebiger und korreliert auch deutlich schlechter mit dem Antikörperspiegel. Für diese Komponenten ist daher eine regelmäßige, jährliche Wiederholungsimpfung unerlässlich, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten.
StIKo Vet


Bestand an Hühnervögeln in Brandenburg um mehr als 20 Prozent gewachsen

Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung zum Stichtag 1. März 2016 sind in Brandenburg 8,6 Millionen Hühner gehalten worden. Das entspricht laut dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg einer Bestandserhöhung von knapp 1,6 Millionen Hühner (+23 Prozent) gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010. Den größten Bestand wiesen die Masthühner auf. Hier wurden 2016 gut 4,5 Millionen Tiere aufgezogen. Das waren fast 900.000 mehr als im Jahr 2010. Die Zahl der Legehennen stieg um gut 600.000 Tiere auf etwa 3,5 MillionenStück. DerBestand an Junghennen stieg um 100.000 auf knapp 600.000 Tiere an.
Amt für Statistik Berlin - Brandenburg


26.10.2017

Erneut keine Entscheidung im Glyphosatstreit

Erneut ist es im Streit um das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat zu keiner Abstimmung im Ständigen Ausschuss für pflanzliche Futter- und Lebensmittel (SCOPAFF) der EU gekommen. Zwar waren die EU-Agrarminister zu Diskussion und Abstimmung zusammengekommen, abgestimmt wurde schlussendlich jedoch nicht. Die Kommission hat die Standpunkte der verschiedenen Delegationen der Mitgliedstaaten zur Kenntnis genommen und wird diese jetzt analysieren. Dann soll ein neuer Termin für eine Abstimmung festgelegt werden, da die Zulassung von Glyphosat am 31. Dezember 2017 ausläuft. Bis dahin muss eine Entscheidung über eine mögliche Verlängerung getroffen worden sein. Zuletzt hatte sich die EU-Kommission für eine Zwischenlösung stark gemacht, nach der das Pflanzenschutzmittel zunächst nur für weitere fünf oder sieben und nicht für weitere zehn Jahre zugelassen werden sollte. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein und sich negativ auf die Insekten-, vor allem auf die Bienenpopulation auszuwirken.
EU-Kommission


ZDG veröffentlicht Checkliste zur Risikominimierung eines weiteren Geflügelpesteintrags

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) hat zur Vermeidung eines weiteren Geflügelpesteintrags eine Checkliste für geflügelhaltende Betriebe verfasst und allen Mitgliedern zur Verfügung gestellt. In dieser wurden die wichtigen Punkte zur Biosicherheit, Betriebs- und Stallmanagement, Einstreu, Hygieneschleuse und Kadaverbeseitigung aufgeführt. "Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit vor der Vogelgrippe“, sagt der Präsident des ZDG, Friedrich-Otto Ripke. „Umso wichtiger ist es, dass wir alle konsequent und diszipliniert bleiben und bei jedem Mitarbeiter vor jedem Betreten eines Stalles immer wieder aufs Neue das Bewusstsein für mögliche Risiken schärfen." Die laminierte, in zehn weiteren Sprachen verfasste Liste zum Aufhängen im Stallvorraum kann unter 030 2883110 oder per Mail an info@zdg-online.de bestellt werden.
ZDG


Tierärztliche Untersuchung auf Demenz beim Hund

Die kognitive Dysfunktion (CDS) ist vor allem bei alten Hunden, ähnlich wie bei alten Menschen die Demenz, weit verbreitet. Mehr als 20 Prozent der Hunde, die älter als neun Jahre sind, und 68 Prozent der Hunde im Alter von mehr als 15 Jahren sind davon betroffen. CDS zu erkennen, ist für den Halter jedoch nicht einfach. Sie kommt schleichend und äußert sich in vielen unterschiedlichen Symptomen, die zunächst nicht eindeutig zuzuordnen sind. Erkrankte Hunde wirken beispielsweise orientierungslos und lassen die gewohnte Lebhaftigkeit vermissen. Sie leiden an Schlafstörungen, lernen schlechter, sind ängstlich, manchmal sogar aggressiv. Vielfach ist ein demenzkranker Hund nicht mehr zuverlässig stubenrein. Um die Diagnose stellen zu können, führt der Tierarzt eine gründliche Anamnese durch. Die Beobachtungen des Tierhalters sind dabei von großer Bedeutung. Anschließend erfolgen unterschiedliche Untersuchungen, um organische Erkrankungen an Augen, Ohren, dem Herzen usw. ausschließen zu können, die ebenfalls zu Orientierungslosigkeit und Müdigkeit führen können. Sollte sich die Diagnose der CDS bestätigen, können Medikamente helfen, das weitere Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern und die Symptome abzumildern. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich, weiß der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT).
ots
BfT


Rückblick auf das ZZF-Symposium 2017 Hundeernährung heute

Zum 22. ZZF-Symposium 2017 "Hundeernährung heute"reisten 120 Teilnehmer am 21. und 22. Oktober 2017 nach Kassel, um über eine bedarfsgerechte Hundeernährung, den Hundefuttermarkt und korrekte Deklaration zu diskutieren. Aber auch die immer mehr im Trend liegende fleischlose Hundeernährung war Thema in Kassel. Die Teilnehmer waren neben Zoofachhändlern auch Tierärzte und andere Experten der Heimtierbranche. ZZF-Präsident Holthenrich sprach in seinem Grußwort von „wahren Glaubenskriegen“ unter Hundebesitzern bei der Frage nach bedarfsgerechter Ernährung der Vierbeiner. Es gelte jedoch, für jedes Tier die individuell beste Lösung beim Füttern zu finden: „Die im ZZF zusammengeschlossenen Zoofachhändler, Tierärzte und auch viele Heimtierpfleger leisten hierzu durch ihre tägliche, fachkundige Beratung einen wichtigen Beitrag“, sagte Holthenrich. In der Diskussion um den Hundefuttermarkt war man der Meinung, es liegen Chancen für den Fachhandel im Bereich bedarfsgerechter Fütterung. Zusammen mit Tierärzten könne man seine Beratungskompetenz weiter stärken, Services im Multichannel-Bereich ausbauen, die Sortimentspolitik noch stärker diversifizieren und Nischen nutzen.
zzf


25.10.2017

Tierschützer sprechen sich erneut gegen die Lokalanästhesie als Alternative zur betäubungslosen Kastration aus

Sechs Tierschutzorganisationen warnen vor einem falschen Weg bei der Wahl der Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration. Aus Tierschutzgründen lehnen sie den von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt und der Fleischwirtschaft vorgeschlagenen "4. Weg" ab. In diesem Fall soll die Kastration unter Lokalanästhesie weiter durch den Landwirt durchgeführt werden dürfen. Die örtliche Betäubung sei keine Lösung im Sinne der Tiere. Das Ziel sollte sein, möglichst ohne Eingriffe am Tier auszukommen, so die Sicht der Tierschutzorganisationen. Wenn ein grausames Verfahren wie die betäubungslose Kastration der Ferkel endlich abgeschafft wird, dürfe dieses nicht durch eine andere schmerzhafte Prozedur ersetzt werden, so die Forderung der Tierschützer. In diesem Punkt besteht Einigkeit mit der Bundestierärztekammer, den Tierärzten für verantwortbare Landwirtschaft und der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Denn eine unfachmännisch angewendete Lokalanästhesie verursacht dem Tier erhebliche Schmerzen und kann unter Umständen sogar zum Tod führen. Zudem sind Stress und Belastung durch die notwendige mehrfache Injektion des Wirkstoffs hoch, der außerdem nicht immer zu einer ausreichenden Schmerzfreiheit beim Schwein führt.
ots


Tierschutzpreis Baden-Württemberg an fünf Institutionen verliehen

Baden-Württemberg hat dem Tierschutz in den vergangenen Jahren einen immer größeren Stellenwert eingeräumt und einen Tierschutzpreis ins Leben gerufen, durch den das Land Tierhalter und Einzelpersonen auszeichnet, die sich durch ihren Einsatz für eine besonders tiergerechte Haltung von Tieren oder eine beispielhafte ehrenamtliche Tätigkeit um den Tierschutz in Baden-Württemberg verdient gemacht haben. Am Montag, 23. Oktober 2017, ist nun der baden-württembergische Tierschutzpreis 2017 verliehen worden. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. „Die diesjährige Auswahl zeigt, wie vielfältig das Engagement für den Tierschutz in unserem Land ist. Von der Arbeit in Tierschutzvereinen, über besonders engagierte Einzelpersonen bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben. Die Preisträger repräsentieren eine bunte Mischung aus allen Bereichen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. In diesem Jahr teilen sich den Preis eine private Notstation für Meerschweinchen, ein Geflügelhof, die Katzenhilfe Ehingen, der Tierschutzverein Reutlingen und ein landwirtschaftlicher Betrieb, der sich vornehmlich für den Erhalt des Ringelschwanzes beim Schwein einsetzt.
MLR BW


EU-Kommission setzt sich für kürzere Weiterzulassung von Glyphosat ein

Die EU-Kommission hat sich im Streit um die Weiterzulassung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat auf einen neuen Kompromiss geeinigt. Anstelle die bestehende Zulassung um weitere 10 Jahre zu verlängern, soll sie vorerst nur 5 bis 7 weitere Jahre bestehen. Ob die EU-Mitgliedstaaten jedoch mit diesem Kompromiss einverstanden sind, wird die Abstimmung am heutigen Mittwoch zeigen. Dieser Schritt käme dann jedoch auch der Forderung des Europaparlaments nach, das ein schrittweises Verbot von Glyphosat bis 2022 fordert. Bis dahin soll das Insektizid nur unter strengen Auflagen eingesetzt werden dürfen.
FAZ


Abschied von den Baden-Badener-Fortbildungstagen - Enke Verlag kooperiert mit der Deutschen Vet Köln

Der Enke Verlag wird ab 2018 neuer Bildungs- und Medienpartner der Deutschen Vet Köln, die vom 20. bis 21. April 2018 in Köln stattfinden wird. Dafür nimmt der Verlag Abschied von den traditionell seit 1989 organisierten Baden-Badener-Fortbildungstagen. Der internationale Kongressorganisator CloserStill Media integriert die Fortbildungstage des zur Thieme Gruppe gehörenden Enke Verlags in seinen Kongress. Enke wird als Medien- und Bildungspartner der Deutschen Vet weiterhin die inhaltliche Ausgestaltung einzelner Veranstaltungsangebote übernehmen. „Als CloserStill 2017 die Deutsche Vet in Deutschland gestartet hat, haben wir gesehen, dass wir sehr vergleichbare Konzepte vertreten“, erklärt Dr. Martin Schäfer, Programmbereichsleiter Veterinärmedizin bei der Thieme Gruppe. „Daher war es für uns naheliegend zu prüfen, inwieweit gemeinsam Synergien genutzt werden könnten. Diese werden wir mit der jetzt vereinbarten Partnerschaft umsetzen“, so Schäfer weiter. „Wir wollen hochqualifizierte, zielgruppengerechte Inhalte bei unserem Kongress transportieren“, betont Rob Chapman, Managing Director der CloserStill Vet Group. „Die Zusammenarbeit mit Enke schafft dafür aufgrund des dort vorhandenen exzellenten Netzwerks sowie den hochwertigen Angeboten und Inhalten die ideale Voraussetzung.“ Die Zukunft des im letzten Jahr ins Leben gerufenen Deutschen Preis für Tiermedizin steht jedoch noch nicht fest.
Thieme https://www.thieme.de/de/tiermedizin/enke-magazin-1235.htmerlag
CloserStill Media


WHO-Studie nimmt Fleischproduktion in Schutz

Eine neue Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) stiftet mit der Aussage Verwirrung, dass für die Fleischproduktion weit weniger Getreide benötigt wird als bisher angenommen. Demnach würden im Durchschnitt 3 kg Getreide zur Herstellung von 1 kg Fleisch auf globaler Ebene benötigt, im Einzelnen 2,8 kg bei Wiederkäuern und 3,2 kg bei den Nutztieren ohne Wiederkäuermägen. Der Anteil an der globalen Getreideernte beträgt zudem nur 13 %. Der Rest zu Tierfutter verarbeitete Getreidebestandteile sei ohnehin nicht für die Produktion von Lebensmitteln geeignet. Darüber hinaus könnten Wiederkäuer zu einem großen Teil Grünfutter verwerten, das auf Flächen wachse, die sich nicht für eine andere landwirtschaftliche Nutzung eigneten. Zudem sichere die Viehhaltung in vielen Ländern das Einkommen für mehr als 500 Millionen Menschen.
topagrar.de


24.10.2017

Pyrazin bekämpft Keime auf Bruteierschalen auf natürlichem Wege

Es ist gegenwärtig gängige Praxis, Bruteier in Großbrütereien einer toxischen Formaldehydbehandlung zu unterziehen, um sie von Krankheitserregern zu befreien. Nun haben Wissenschaftler der TU Graz eine natürliche Methode der Keimbekämpfung auf Bruteierschalen entwickelt. Dazu nutzen sie von Mikroorganismen hergestelltes Pyrazin und tragen es in Reinform auf die Eierschale auf. Dadurch werden bis zu 99,6 Prozent der Keime abgetötet.
Universität Graz


Steckbriefe zur Nutztierhaltung in Deutschland veröffentlicht

Das Thünen-Institut hat aktuelle Zahlen und Fakten rund um die Haltung von Schweinen, Rindern und Geflügel sowie zur Fleischproduktion in Deutschland veröffentlicht. Die übersichtlichen Kurzdarstellungen stehen auf der Instituts-Webseite zum Download zur Verfügung. Eine jährliche Aktualisierung der Steckbriefe ist vorgesehen. Während es mit der Schweine- und Geflügelfleischproduktion in den vergangenen Jahren deutlich nach oben ging, stagnierte die Rindfleischproduktion. Der Fleischverbrauch blieb in Deutschland in den letzten Jahren relativ konstant und lag bei etwas mehr als 7 Mio. Tonnen pro Jahr. Die Schlachtmenge ist beim Schweinefleisch in den letzten 20 Jahren von 3,6 Mio. Tonnen auf 5,6 Mio. Tonnen gestiegen. Der Pro-Kopf-Verbrauch ging in diesem Zeitraum in Deutschland allerdings um rund 8 % zurück, obgleich Schweinefleisch die in Deutschland mit Abstand am meisten verzehrte Fleischart bleibt. Außerdem geben die Steckbriefe Auskunft über die regionale Verteilung und die Betriebsstrukturen.
Thünen-Institut


Risiko eines erneuten Geflügelpestausbruchs nimmt zu - infizierter Wildvogel in Niedersachsen gefunden

Jetzt bei dem nasskalten Wetter und durch den Vogelzug Richtung Süden steigt in Deutschland die Gefahr eines erneuten Ausbruchs der Geflügelpest. Bereits im August 2017 ist das Virus H5N8 erneut bei Wildvögeln in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden, nun in Niedersachsen. Zudem mussten gerade mehr als 800.000 Stück Geflügel wegen der Infektion mit dem Virus in Italien gekeult werden. Zudem traten Fälle in Frankreich und der Schweiz auf. Deshalb ist es um so wichtiger, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Erst im vergangenen November hatte es einen großen Ausbruch der Geflügelpest vom gleichen Typ in Deutschland und Europa gegeben. Allein in Deutschland ist das Virus von November 2016 bis Mai 2017 bei 1150 Wildvögeln und in 107 Nutzgeflügelhaltungen nachgewiesen worden.
Tag24