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22.08.2019

ASP: VIER PFOTEN ruft zur Vorsicht auf

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN mahnt wegen des Voranschreitens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu erhöhter Aufmerksamkeit. Nicht nur in Asien, wo bereits über 5 Millionen Schweine der Tierseuche zum Opfer gefallen sind, auch in Europa breitet sich die ASP immer mehr aus. Sollte die hoch ansteckende Tierseuche auch in Deutschland ausbrechen, müssten viele Schweine getötet werden. Zur Minimierung des Verbreitungsrisikos bittet VIER PFOTEN daher Reisende, keine Schweinefleischprodukte aus Ländern mit nach Hause zu bringen und sich vor einer Auslandsreise über den Tierseuchenstatus im Urlaubsland zu informieren. So wird außerdem darauf hingewiesen, dass Schweinefleisch enthaltende Lebensmittel unzugänglich für Tiere aufbewahrt und keine Grillreste oder anderes Fleisch an Tiere verfüttert werden sollten. „Der Erreger kann sich in roher Wurst oder Aufschnitt über Monate halten. Ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot kann in einer Katastrophe enden. Kommt ein Wild- oder Hausschwein mit kontaminierten Lebensmitteln in Kontakt, wird es sich anstecken und Artgenossen infizieren. In den Großbetrieben der Intensivtierhaltung werden tausende Tiere auf engstem Raum gehalten; in einem solchen Umfeld kann sich die Krankheit wie ein Flächenbrand ausbreiten. Im Ausbruchsfall müssen immer alle Schweine des betroffenen Betriebes getötet werden. Das Seuchengesetz erlaubt darüber hinaus auch weitere Tötungen in einem größeren Radius. Dies könnte auch gesunde Tiere betreffen. Das ist aus Tierschutzsicht inakzeptabel!“, so VIER PFOTEN in einer Erklärung.
VIER PFOTEN


Verordnungshäufigkeit von Antibiotika rückläufig

Immer weniger niedergelassene Ärzte verordnen systemische Antibiotika. Das zeigt die Versorgungsatlas-Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), die die Verordnungshäufigkeit von Antibiotika für gesetzlich Versicherte in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2018 untersucht hat. Demnach wurden im Jahr 2018 noch 446 Verordnungen pro 1.000 Versicherte ausgestellt, was einen Rückgang von 21 Prozent im Vergleich zu 2010 (562 Verordnungen) bedeutet. Der stärkste Rückgang konnte bei Neugeborenen und Säuglingen bis ein Jahr (- 49%) und bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren ( - 41%) beobachtet werden. Laut Dr. Jörg Bätzing, dem Leiter des Forscherteams, könnten die zahlreichen bundesweiten Initiativen zur Stärkung eines angemessenen Antibiotikaeinsatzes (bekannt unter der englischsprachigen Bezeichnung „Antibiotic Stewartship“) in Deutschland ein Grund für den Rückgang sein. Zudem konnte in nahezu allen KV-Bereichen und für die überwiegende Zahl der eingesetzten Wirkstoffgruppen ein deutlich rückläufiger Verbrauchstrend vermerkt werden. Starke Unterschiede in den Verordnungsraten unterstreichen die Bedeutung regional zugeschnittener Programme der KV-Bereiche zur Förderung eines rationalen Antibiotikaeinsatzes.
Versorgungsatlas


Verstöße gegen Leinenpflicht in Berlin selten geahndet

Seit dem 1. Januar dieses Jahres gilt Leinenpflicht für Hunde in Berlin. Doch nur in wenigen Fällen wurden Hundehalter, die ihre Hunde frei laufen ließen, bisher zur Kasse gebeten, wie der Tagesspiegel (TAZ) am gestrigen Mittwoch berichtete. Seit Beginn des Jahres wurden insgesamt 33 Anzeigen gestellt, zwölf Mal wurde ein Bußgeld verhängt. Das geht aus einer Senatsantwort auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Sven Rissmann hervor. Hunde, die bereits vor dem Inkrafttreten des Berliner Hundegesetzes aus dem Jahre 2016 gehalten wurden, betrifft die neue Verordnung nicht. Das gilt für rund 80.000 der insgesamt knapp 110.000 in Berlin gemeldeten Hunde. Nach Ablegen einer Sachkundeprüfung, auch Hundeführerschein genannt, dürfen Hundebesitzer den eigenen Hund auch in der Berliner Öffentlichkeit, mit Ausnahme von Parks, ohne Leine führen. Bis Ende Juli haben 145 Hundehalter diese Prüfung erfolgreich absolviert.
TAZ
Abgeordnetenhaus von Berlin


21.08.2019

Badeverbot wegen Blaualgen auch für Hunde wichtig

In Deutschland werden in immer mehr Seen Blaualgen nachgewiesen. Dies zieht meist ein Badeverbot nach sich, das auch Hundehalter unbedingt beachten sollten. Denn Blaualgen können der Gesundheit schaden, auch der von Hunden, und unter Umständen sogar zum Tod führen. So offenbar geschehen bei drei Hunden in Schwaben, die zuvor am Mandichosee im Landkreis Aichach-Friedberg spazieren waren. Aktuell laufen weitere Untersuchungen der Todesursache, aber der Mandichosee in Merching ist vorläufig gesperrt.
Antenne.de


Weniger Schweine und schweinehaltende Betriebe in Bayern

Die vom Landesamt für Statistik durchgeführte Erhebung über die Schweinebestände hat ergeben, dass die Zahl der schweinehaltenden Betriebe in Bayern zum Stichtag 3. Mai 2019 um rund 4.600 gesunken ist. Dies ist ein Rückgang von 7% im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig verringerte sich auch die Zahl der in Bayern gehaltenen Schweine um 4% auf 3.108.700 Tiere. Der Bestandsdurchschnitt lag im Freistaat bei 674 Schweinen pro Betrieb. Damit ist der Bestandsdurchschnitt seit Mai 2018 von 653 auf 674 Tiere pro Betrieb angestiegen.
Bayerisches Landesamt für Statistik


Neuer Wirkstoff gegen Tuberkulose zugelassen

Ein mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelter Wirkstoff hat eine Zulassung zur Behandlung von extrem resistenter Tuberkulose erhalten. Die Zulassung wurde von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA für den Wirkstoff Pretomanid erteilt, der von der gemeinnützigen Organisation TB Alliance entwickelt wurde. Bundesministerin Anja Karliczek (CDU) sieht darin einen wichtigen Schritt im Kampf gegen diese immer noch sehr bedeutsame Infektionskrankheit. Jedes Jahr erkranken weltweit noch mehr als 10 Millionen Menschen an der bakteriellen Infektion. Für rund 1,4 Millionen endet eine Infektion letal. Ein großes Problem bei der Behandlung ist der hohe Anteil resistenter Bakterien, gegen die die herkömmlichen Wirkstoffe nicht mehr helfen. Zudem treten 98 Prozent der Neuinfektionen in Entwicklungs- und Schwelllenländern auf, was die Attraktivität zur Neuentwicklung von Wirkstoffen für die Industrie stark einschränkt. Deshalb hatte die Bundesregierung seit 2016 die TB Alliance mit rund 20 Millionen bei der Entwicklung neuer Therapien unterstützt. Zur Behandlung werden neben dem neuen Wirkstoff zwei weitere Wirkstoffe eingesetzt. Mit dieser Kombinationstherapie ist die Heilungsrate in Studien von 35 auf über 90 Prozent angestiegen. Zudem kann das bisherige Therapieschema von 18 auf sechs Monate verkürzt werden.
idw


FLI aktualisiert Infos zu Schmallenberg

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat einen aktualisierten Steckbrief zum Schmallenberg-Virus veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. Darin geht das FLI auf die empfänglichen Arten, das Verbreitungsgebiet, den Erreger, die Übertragungswege, auf Klinik und Diagnostik, mögliche Differentialdiagnosen sowie die Bekämpfungsmöglichkeiten ein. Das Virus wurde erstmals im Jahr 2011 in Nordwestdeutschland festgestellt, von wo aus es sich bundesweit und über einige Teile Europas ausbreitete. Empfänglich für das Virus sind neben Rindern, Schafen und Zeigen auch Alpakas, Bisons und verschiedene Wildtiere. Für den Menschen stellt das Virus keine Gefahr dar. Das FLI rechnet auch künftig periodisch mit Neuausbrüchen. Während eine Infektion mit dem Virus bei adulten Schafen und Ziegen keine Symptome beobachtet werden, zeigen adulte Rinder für einen Zeitraum von wenigen Tagen Symptome wie hohes Fieber von bis zu 41 Grad Celsius, wässrigen Durchfall und temporär deutlich absinkende Milchleistung. Erfolgt die Infektion zudem während der Trächtigkeit, kommt es zu Missbildungen der Frucht, deren Schweregrad vom Trächtigkeitsstadium abhängt. Missbildungen treten auch bei Schafen und Ziegen auf.
FLI


20.08.2019

NRW will Nutztierhaltung nachhaltig verbessern

Das Landwirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen hat einen Prozess für eine nachhaltige Verbesserung der Nutztierhaltung initiiert und erarbeitet derzeit eine Nutztierstrategie. Daher besucht die Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser aktuell verschiedene Nutztierbetriebe, um sich vor Ort exemplarisch über Anregungen für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung zu informieren. „Eine zukunftsfähige Nutztierhaltung muss allen Interessen gerecht werden: Dem Tierwohl, dem Umweltschutz, den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher und nicht zuletzt der ökonomischen Überlebensfähigkeit der Tierhalterinnen und Tierhalter", sagte Heinen-Esser. „Nordrhein-Westfalen soll bei der Gestaltung einer zukunftsfähigen Tierhaltung zu einer Modellregion werden. Unser Leitbild berücksichtigt gesellschaftliche Anforderungen nach mehr Tierwohl und nach Transparenz in der Lebensmittelkette ebenso wie Umweltfaktoren. Es gilt dabei, den Betrieben ein angemessenes Einkommen und sozialverträgliche Arbeitsverhältnisse zu sichern“, so die Ministerin weiter.Ein erster Schwerpunkt der Strategie ist die Zukunft der Schweinehaltung. Nach und nach soll der Prozess auf andere Nutztierarten ausgeweitet werden. Zum Start ihrer Sommertour besuchte Ursula Heinen-Esser am gestrigen Montag die Lehr- und Forschungsstation Frankenforst der Universität Bonn. Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann besuchte den Schweinemastbetrieb Pötterhof in Brüggen. „Eine tier- und umweltgerechte Schweinehaltung ist nicht nur das Ziel der Landesregierung, sondern auch der Tierhalterinnen und Tierhalter. Fehlende Planungssicherheit und ungünstige Rahmenbedingungen hemmen die positive Fortentwicklung. Mit unserer Nutztierstrategie wollen wir zukunftsfähige Tierhaltung ermöglichen und dazu auch die erforderlichen ökonomischen Rahmenbedingungen entwickeln“, betonte die Ministerin. Zudem arbeitet das Landwirtschaftsministerium an einem Informationssystem, welches vorhandene Daten aus der Überwachung sowie Informationen zu Schlachtbefunden zusammenführen und als Frühwarnsystem zur Verbesserung der Tiergesundheit dienen soll.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW


Leipniz-Institut verrät Geheimnisse der Ostsee

Am 22. August 2019 findet am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde der nächste Warnemünder Abend statt. An diesem Tag informiert die Diplombiologin Ines Martin, Kuratorin für Krebse und Botanik am Deutschen Meeresmuseum Stralsund, in einem Vortrag, wie sich die Ostseetierwelt seit der letzten Eiszeit gewandelt hat und gibt spannende Einblicke in die Ursachen des Wandels sowie in die potenziellen Konflikte von Mensch und Umwelt. Die Biologin wird zudem über tierische „Neubürger“, die in den letzten Jahren in der Ostsee heimisch geworden sind, berichten. Menschliche Aktivitäten wie beispielsweise der Schiffsverkehr haben dazu geführt, dass mehr als 140 neue, nicht heimische Arten in die erdgeschichtlich junge Ostsee gelangen konnten. Aktuell sorgt der Klimawandel dafür, dass sich diese invasiven Arten aus wärmeren Gewässern in der eigentlich kalt-gemäßigten Ostsee ansiedeln können. Diese Arten üben teilweise großen Druck auf das sensible Ökosystem der Ostsee aus. Die Veranstaltung findet ab 18.30 Uhr im großen Saal des IOW, Seestraße 15, statt. Der Eintritt ist frei.
IO Warnemünde


19.08.2019

57 Milliarden Fadenwürmer pro Erdbewohner

Nach einer Bestandsaufnahme von verschiedenen Vertretern der auch Nematoden genannten Fadenwürmer haben WissenschaftlerInnen in einer internationalen Studie unter der Leitung der ETH Zürich insgesamt 6759 Bodenproben aus allen Regionen und von allen Kontinenten der Erde unter dem Mikroskop untersucht, analysiert und hochgerechnet. Demnach kommen auf jeden Menschen etwa 57 Milliarden Fadenwürmer, wie Wissenschaft.de zu berichten weiß. „Nematoden übernehmen wichtige Funktionen für den Nährstoffkreislauf im Boden und damit für das Pflanzenwachstum und die Bodenfruchtbarkeit. Dennoch lagen bisher der zahlenmäßigen Verbreitung dieser Bodenlebewesen auf unserer Erde nur grobe Schätzungen zugrunde“, erklärt Karin Hohberg vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz, die an der Studie mitgewirkt hat. „Obwohl wir wussten, dass Nematoden in sehr hoher Anzahl auftreten – oft mehr als eine Million pro Quadratmeter Boden in unseren Breiten – sind die Ergebnisse verblüffend“, berichtet die Görlitzer Wissenschaftlerin weiter. Die gesamte Biomasse der winzigen Bodenbewohner entspricht damit etwa 300 Millionen Tonnen, was die Fadenwürmer zu Giganten im Kohlenstoffkreislauf der Erde und damit vermutlich auch zu Global Playern im Rahmen des Klimawandels macht, so die Forscher. Besonders in den tauenden Permafrostböden des Nordens könnten die winzigen Tierchen eine ausgesprochen entscheidende Rolle spielen. „Da Nematoden und auch alle anderen Bodentiere bei höheren Temperaturen aktiver sind, setzen sie mit zunehmender Wärme in diesen Regionen möglicherweise auch immer mehr Kohlenstoff frei, der dann in der Form des Treibhausgases Kohlendioxid wiederum erneut zu einem Temperaturanstieg führen kann“, sagt Hohberg. „Unsere Studie soll dabei helfen, die Rolle der Bodenorganismen im globalen Stoffkreislauf besser zu verstehen und so unter anderem auch die Auswirkungen im und auf den Klimawandel besser einzuschätzen“, erklärt Hohberg abschließend.
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung


BVL warnt vor gefälschten Tierarzneimitteln

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt aus aktuellem Anlass vor gefälschten Tierarzneimitteln. Nachdem bisher Fälschungen von Tierarzneimitteln im Gegensatz zu Humanarzneimitteln sehr selten vorkamen, komme es jetzt auch bei Tierarzneimitteln gelegentlich zu Meldungen über gefälschte Artikel. Grundsätzlich ist es nicht einfach, eine Fälschung zu erkennen, denn sie sehen dem Originalpräparat oft täuschend ähnlich, können aber z.B. weniger Wirkstoff enthalten als das Originalpräparat. Hellhörig sollte man werden, wenn die Verpackung oder das Arzneimittel anders aussehen als gewohnt. Dabei kann es sich um eine abweichende Sprache, Aufkleber oder auch den Verkauf des Produktes ohne Umverpackung handeln. Erscheint die Ware verdächtig oder die Internetadresse dubios, sollte man vom Kauf Abstand nehmen. Das BVL verweist zudem darauf, dass verscheibungspflichtige Tierarzneimittel nicht ohne ein vom Tierarzt ausgestelltes Rezept über das Internet gekauft werden dürfen. Das BVL empfiehlt, Tierarzneimittel direkt beim behandelnden Tierarzt, in der Apotheke oder einer zertifizierten Online-Apotheke zu kaufen, um sich vor dem Erwerb von Fälschungen zu schützen.
BVL


DAFA: Verlagerung der Tierhaltung ins Ausland verhindern

Die Deutsche Agrarforschungsallianz (DAFA) hat ihren Zwischenbericht des vor sieben Jahren eingerichteten Fachforums Nutztiere vorgelegt. Hier vertritt die DAFA die Meinung, dass hohe Tierwohlstandards in Deutschland nicht dazu führen müssen, dass sich die Nutztierhaltung in Länder verlagert, in denen ein niedrigeres Niveau beim Tierwohl gilt. Dafür muss gegeben sein, dass die Politik sich das Ziel setzt, die Nutztierhaltung auch weiterzuentwickeln, wie Agrarheute berichtet. Hierfür seien laut DAFA neben der Formulierung einer geschärften nationalen Nutztierstrategie die Konkretisierung von Zielformulierungen wie mehr Platz oder Außenklima sowie die Entwicklung von genehmigungs- und wettbewerbsfähigen Haltungsverfahren notwendig. Ein höheres Niveau beim Tierwohl könnte beispielsweise mittels einer Tierwohlprämie erreicht werden, denn die Mehrheit der Deutschen wünscht sich laut Erkenntnissen der beteiligten WissenschaftlerInnen höhere Tierwohlstandards, jedoch sei die Bereitschaft, mehr Geld dafür auszugeben, noch nicht hoch genug. Die Wissenschaftler sehen daher die Politiker in der Pflicht und fordern konkrete Antworten, beispielsweise auf die Frage, ob anspruchsvolle Tierwohlziele nur in einem hochpreisigen Nischensegment oder in der gesamten Breite des Agrarsektors realisiert werden sollen.
DAFA
Agrarheute


Mehr Kuhgesundheit durch trockene Einstreu

Für die Gesundheit von Kühen ist ein Liegebereich, der möglichst trocken ist, besonders wichtig, Denn hier halten sich die Tiere bis zu 14 Stunden täglich auf. Eine trockene Einstreu, die einen Trockensubstanz-Gehalt von mehr als 75% aufweist, bedeutet auch eine längere Liegezeit, wie das Elite- Magazin berichtet. Denn die Kühe liegen seltener, wenn die Einstreu feucht oder gar nass ist. Zudem verringern sich die Liegezeiten der Kühe, je dünner die Einstreu ist. Klauenerkrankungen können durch einen komfortablen Liegebereich deutlich gesenkt werden. Die Produktivität wiederum wird gesteigert.
Elite-Magazin


16.08.2019

Blitzumfrage zur Fleischsteuer-Debatte

Politiker verschiedener Parteien haben erneut eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für Fleisch von bislang 7 auf 19 Prozent ins Spiel gebracht. Dies soll einen Beitrag zu Klimaschutz und Tierwohl leisten. Aber kann eine Anhebung der Mehrwertsteuer wirklich für positive Effekte sorgen? Darüber wird dieser Tage in Deutschland viel gestritten und emotional diskutiert. Während u.a. der Deutsche Bauernverband (DBV) eine solche nicht-zweckgebundene Fleischsteuer für zu kurz gedacht hält, errechnete die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) anhand von Zahlen der Bundesregierung den jährlichen Fleischumsatz und skizzierte einmal zwei unterschiedliche Szenarien, die sich aus der Einführung der Fleischsteuer ergeben könnten. Dabei wird von einem Rückgang der Fleischnachfrage durch die Steuererhöhung von vier und elf Prozent ausgegangen. Für den Staat bedeuten beide Fälle eine Mehreinnahme von 2,1 bzw. 2,5 Milliarden Euro. Dadurch könnten ein Großteil der Kosten für eine vollständige Realisierung eines hohen Tierwohl-Niveaus gedeckt werden. Zudem habe die sinkende Nachfrage auch einen klimaförderlichen Effekt. Der Berechnung wurde zugrunde gelegt, dass jeder Haushalt in Deutschland durchschnittlich pro Jahr 586 Euro für Fleisch und Fleischwaren ausgibt. Bei 39 Millionen Haushalten sind das aktuell knapp 23,4 Milliarden Euro. Aber, die Mehreinnahmen sind weder zweckgebunden, noch würde sich Billig-Fleisch dadurch merklich verteuern. Stattdessen würden sich vor allem ohnehin schon teurere Premium-Produkte wie Bio-Fleisch durch den umsatzgebunden Steuersatz nochmal spürbar verteuern. Vetion.de hat eine Blitzumfrage zu diesem Thema geschaltet, um herauszufinden, wie Sie darüber denken. Nehmen Sie jetzt teil!
Zur Blitzumfrage bei Vetion.de


Künftig zwei Ohrmarken für Schafe und Ziegen in der Schweiz

Vom 1. Januar 2020 an müssen Schafe und Ziegen in der Schweiz bei einem Standortwechsel (z.B. bei einem Verkauf) mit zwei Ohrmarken gekennzeichnet werden. Das berichtet das Magazin Schweizer Bauer unter Berufung auf das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW). Tiere, die ab 2020 zur Welt kommen, erhalten entsprechend eine Doppelohrmarke. Für Schafe und Ziegen, die vorher geboren wurden, kann ab sofort eine zweite Ohrmarke zur Nachmarkierung bei der Tierverkehrsdatenbank (TVD) bestellt werden. Die zweite Ohrmarke soll gewährleisten, dass die Identität eines Tiers auch dann festgestellt werden kann, wenn eine Ohrmarke verloren gegangen ist. Für Schafe ist das Einbringen eines Chips in eine der Ohrmarken verpflichtend, bei Ziegen ist dies freiwillig. Zudem sind alle Schaf- und Ziegenhalter ab dem 1. Januar 2020 verpflichtet, sämtliche Geburten, Zu- und Abgänge, Ein- und Ausfuhren sowie den Tod von Schafen und Ziegen an die Tierverkehrsdatenbank (TVD) zu melden. Auf der Internetseite www.schafeziegen.ch werden die korrekte Kennzeichnung der Tiere, die TVD-Meldungen und Fragen zu Spezialfällen beschrieben.
Schweizer Bauer
Schafe & Ziegen.ch


Bundesnaturschutzgesetz soll auch Nutztiere schützen

Durch das neue Bundesnaturschutzgesetz soll Rechtssicherheit bei der Entnahme von Problemwölfen geschaffen werden. Um drohende „ernste landwirtschaftliche Schäden“ durch Nutztierrisse abwenden zu können, sollten künftig „erforderlichenfalls auch mehrere Tiere eines Rudels oder auch ein ganzes Wolfsrudel entnommen werden können.“ Außerdem soll so die Weidetierhaltung in Wolfgebieten auch künftig ermöglicht werden. Die Weidetierhaltung müsse laut Bundesregierung auch dort sichergestellt bleiben, wo durch die Zuwanderung des Wolfs vermehrt Zielkonflikte aufträten. Dies geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.
Deutscher Bundestag


Nachtschichtarbeit für Krebserkrankungen verantwortlich

Offenbar besteht nach Meinung von Gesundheitsexperten ein Zusammenhang zwischen nächtlicher Schichtarbeit und Krebserkrankungen. Nachdem bereits vor zwölf Jahren ein möglicher Zusammenhang festgestellt worden war, hat ein international besetztes Gremium aus 27 Wissenschaftlern nun im Juni 2019 bestätigt, dass Nachtschichtarbeit als wahrscheinlich krebserregend eingestuft werden muss. Diese Schlussfolgerung zogen die Forscher aus zahlreichen neuen Studien, die sich mit diesem Thema befasst hatten.„Es war eine in weiten Teilen durchaus kontrovers geführte Diskussion der wissenschaftlichen Daten zum Thema. Einige neuere Studien fanden keinen Zusammenhang zwischen Nachtschichtarbeit und Krebs, andere wiederum zeigten überzeugend Risiken auf. Und die Einordnung der biologischen Befunde ist teils hoch kompliziert“, erklärt Prof. Dr. Hajo Zeeb, Leiter der Abteilung Prävention und Evaluation am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS. „Es gibt eine relativ deutliche Assoziation zwischen Nachtarbeit und malignen Tumoren der Brust, der Prostata und des Darms. Allerdings lassen sich, bedingt durch die Studiendesigns, andere Erklärungen nicht vollkommen ausschließen – darum mussten wir uns den Entscheidungskriterien der IARC gemäß für die Gruppe 2A 'wahrscheinlich krebserregend' entscheiden“, so Zeeb. Für die Neubewertung des Thema kamen 27 Wissenschaftler aus 16 Ländern im französischen Lyon zusammen und analysierten gemeinsam die komplette verfügbare Literatur. Dabei bewerteten sie die Stärke der Evidenz für die Kanzerogenität des zu beurteilenden Faktors auf Basis der von der IARC vorgegebenen Kriterien.
BIPS


Zahl der Schweine in Russland weiter gestiegen

Russland stockt seine Schweinebestände immer weiter auf. Auch in diesem Jahr wird die Zahl der in Russland gehaltenen Schweine vermutlich um weitere 5% wachsen. Bereits im ersten Halbjahr 2019 betrug die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr 5,7 %. Im Jahr 2018 wurden in Russland insgesamt 4,1 Mio. Tonnen Schweinefleisch produziert.
topagrar.de


15.08.2019

CDU Niedersachsen setzt sich für Verbot des Schächtens ein

In Niedersachsen soll das betäubungslose Schächten von Tieren verboten werden. Das hat sich die CDU Niedersachsen zum Ziel gemacht. In diesem Jahr wurde wieder eine Ausnahme-genehmigung für Muslime erteilt, rund 200 Tiere im Rahmen des muslimischen Opferfestes vom 11. bis 14. August 2019 schächten zu dürfen. Bei diesem Prozess bluten die Tiere ohne vorherige Betäubung bei vollem Bewusstsein aus.Jedoch ist in Deutschland das Schlachten von Tieren ohne Betäubung laut Tierschutzgesetz verboten. Bei der Halal-Schlachtung, bei der zwar islamische Regeln Beachtung finden, wird das Tier jedoch vorher betäubt. Die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag fordert ein vollständiges Verbot des Schächtens.
Weser Kurier


Salmonellen in Hunde-Kauartikeln

Kauartikel für Hunde sind beliebt. Allerdings können sie Salmonellen enthalten, wie aus Untersuchungen der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hervorgeht. In den Jahren 2014 bis 2018 wurden im Rahmen von Futtermittelkontrollen insgesamt 423 Kauspielzeuge für Hunde untersucht. In 53 dieser Proben konnten Salmonellen nachgewiesen werden. Deshalb rät die AGES grundsätzlich zur Vorsicht im Umgang mit diesen Artikeln, denn sie stellen ein Infektionsrisiko sowohl für das Tier als auch für den Menschen dar. Besonders gefährdet sind Kleinkinder und ältere sowie immungeschwächte Personen. Bei der AGES geht man davon aus, dass die gesetzlichen Hygienekriterien im Rahmen der Herstellung und des Transportes nicht immer eingehalten werden. Darauf weist auch hin, dass Produkte einzelner Hersteller häufiger kontaminiert waren. Das AGES verweist deshalb auf grundlegende Regeln, die im Umgang mit Tieren zu bedenken sind und mit denen das Infektionsrisiko gemindert wird. Dazu gehört, dass nach jedem Kontakt die Hände gewaschen werden. Außerdem sollte das Tier nicht über das Gesicht oder offene Wunden lecken. Kauspielzeug, das vom Hund nicht aufgefressen wurde, sollte zudem weggeräumt werden.
AGES


Afrikanische Schweinepest erstmals in Myanmar

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) befindet sich auch in Asien weiter auf dem Vormarsch und wurde erstmals in Myanmar nachgewiesen. Das Virus wurde nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in einem Schweine haltenden Betrieb mit insgesamt 65 Tieren nachgewiesen. Der Betrieb befindet sich im Osten des Landes im Grenzgebiet zu China. Die ASP ist nicht nur in China, sondern auch in Vietnam und Laos aktiv. Laos grenzt ebenfalls an Myanmar.
OIE


1. Fleckfieber-Erkrankung durch Hyalomma-Zecke

Offenbar ist es erstmals in Deutschland dazu gekommen, dass durch die erst seit kurzem hier vorkommende Hyalomma-Zecke ein Mensch mit Fleckfieber infiziert wurde. Dies berichtet die Universität Hohenheim, an der man gemeinsam mit dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr den Nachweis des Erregers geführt hat. Bei der betroffenen Person handelt es sich um einen Pferdebesitzer. Dies hält man nicht für einen Zufall, denn die Gattung Hyalomma saugt vor allem an großen Säugetiere. Der Besitzer wurde Ende Juli von einer Zecke gestochen. Nach wenigen Tagen kam es zu einer schweren Erkrankung. Es wurde der Verdacht auf Zecken-Fleckfieber geäußert, das durch den Erreger Rickettsia aeschlimannii verursacht wurde. Bei der Untersuchung der Zecke konnte der Erreger nachgewiesen werden. Eine daraufhin erfolgte antibiotische Behandlung des Patienten führte zu einer schnellen Besserung der Symptome. Aktuell wird dieser Fall noch als Verdachtsfall behandelt, da der Nachweis des Erregers am Patienten noch nicht erfolgt ist. Die Uni Hohenheim weist darauf hin, dass die Zahl der in Deutschland gefundenen Hyalomma-Zecken in diesem Jahr mit 50 Stück bereits die Gesamtzahl der im gesamten Jahr 2018 gefundenen Parasiten überschreitet. 2018 wurden insgesamt 35 Exemplare gefunden. Zudem ist der Zecke mittlerweile auch die Überwinterung in Deutschland gelungen.
Universität Hohenheim


14.08.2019

EU mahnt zum Zusammenhalt bei der ASP-Bekämpfung

Nachdem es in Bulgarien Widerstand gegen das präventive Töten von Hausschweinen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gegeben hat, mahnte die EU-Kommission zur Besonnenheit. Nur durch eine Zusammenarbeit auf allen Ebenen der Gesellschaft könne der Kampf gegen die hoch ansteckende Tierseuche erfolgreich sein, erklärte eine Sprecherin der EU-Kommission in der vergangenen Woche. Zudem müsse dringend das öffentliche Bewusstsein für die Seuche gesteigert werden. Im Osten des Landes blockieren seit Tagen Landwirte und andere Anwohner eine wichtige regionale Landstraße. Sie protestieren damit gegen die angeordnete Tötung von Hausschweinen in ausgewiesenen Restriktionsgebieten. Andere versteckten ihre Schweine vor den Behörden, um die Tötung ihrer Tiere zu verhindern.
Proplanta


Interesse an Tiermedizin-Studienplätzen leicht gesunken

Die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber auf Studienplätze der Tiermedizin in Deutschland ist zum Wintersemester 2019/20 auf weiterhin hohem Niveau leicht gesunken. Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber sank gegenüber dem Wintersemester 2018/19 um fünf Prozent auf 4.029. Auch für die anderen medizinischen Studiengänge Human- und Zahnmedizin sank die Nachfrage um vier bzw. fünf Prozent. In allen medizinischen Studiengängen bewarben sich überwiegend Frauen. In der Tiermedizin betrug der Frauenanteil an den Bewerberinnen und Bewerbern 85 Prozent. In Human- und Zahnmedizin waren es es jeweils gut zwei Drittel.
hochschulstart.de


Jedes Rind hat Anrecht auf einen Liegeplatz

Das Verwaltungsgericht Münster hat in einem Beschluss festgestellt, dass bei der Haltung von Rindern ein Tier-Liegeplatz-Verhältnis von mindestens 1:1 gewährleistet werden muss. Im Mai 2019 hatte der Kreis Borken angeordnet, dass ein Landwirt mit sofortiger Wirkung die Zahl der in seinem Stall gehaltenen Rinder der Zahl der Liegeboxen anpassen muss. Die Behörde forderte, dass pro Tier eine Liegebox vorhanden ist. Daraufhin hatte der Landwirt einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht mit der Begründung gestellt, dass es keine gesetzliche Bestimmung gebe, die dieses Tier-Liegeboxen-Verhältnis vorschreibe. Das Gericht folgte der Auffassung des Landwirtes allerdings nicht und lehnte den Eilantrag ab. Das Gericht verwies auf das Tierschutzgesetz in Verbindung mit der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, woraus sich unmittelbar ergebe, dass pro Rind im Laufstall auchmindestens eine Liegebox vorhanden sein müsse. Das Gericht verwies darauf, dass es nicht möglich sei, Einzelheiten einer artgerechten Tierhaltung für jede Tierart im Gesetz festzulegen. Der Gesetzgeber legt stattdessen die allgemeinen Anforderungen in einer Generalklausel fest. Demnach hat derjenige, der ein Tier hält oder betreut, das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend zu ernähren, pflegen und unterzubringen. Bezogen auf die hier betroffene Tierart Rind stellt das Gericht fest, dass Rinder mindestens 50 Prozent der Tageszeit im Liegen verbringen. Daraus folgert das Gericht, dass jedem Tier mindestens eine Liegebox jederzeit zur Verfügung stehen muss, um gesundheitliche Beeinträchtigungen durch eine verkürzte Liegezeit oder Ruhen auf harten Untergründen zu verhindern. Da die Tiere insbesondere nachts alle gleichzeitig ruhen, ist ein Teilen der Liegeplätze nicht möglich.
Verwaltungsgericht Münster


Aufbau der ersten Genbank für Honigbienen

Wissenschaftler legen in Deutschland erstmals eine Genbank der häufig gezüchteten Kärntner Honigbiene an. Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilt, handelt es sich dabei um ein Gemeinschaftsprojekt des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf sowie des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen. Die Institute werden Proben von mehr als 300 Bienenvölkern im In- und nahegelegenen Ausland sammeln und anschließend in flüssigem Stickstoff tiefgefrieren. Es wäre überhaupt das erste Mal, dass in Europa eine solche Genreserve für Honigbienen aufgebaut wird. Mit der Sicherung des Genmaterials soll dazu beigetragen werden, die Generosion der Honigbienen einzudämmen. Die Arbeit an derGenbank soll bis zum Ende des Jahres 2021 beendet sein. "Wir wollen mit dem Aufbau dieser lebendigen Reserve die dauerhafte Voraussetzung zur Einlagerung weiterer Honigbienen-Genetik zentral in der Deutschen Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere am Friedrich-Loeffler-Institut schaffen. Das könnte als Vorbild für ähnliche Initiativen EU- ja weltweit dienen, da manche, an extreme Klimabedingungen angepasste Bienenrassen, in vielen Ländern bereits durch Importe stark gefährdet sind", so Professor Dr. Kaspar Bienefeld, Leiter des Länderinstituts für Bienenkunde Hohen Neuendorf.
BLE


13.08.2019

Möglichkeiten der Schmerzausschaltung bei der Ferkelkastration im Vergleich

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat im Rahmen eines Modell- und Demonstrations-vorhabens zwei Projekte bewilligt, die sich mit den verschiedenen Möglichkeiten der Ferkelkastration unter Betäubung auseinandergesetzt haben. Die Ergebnisse zur Schmerzausschaltung mittels lokaler Betäubung mit Procain, der Inhalationsnarkose mit Isofluran sowie die Injektionsnarkose mit Ketamin bzw. Azaperon werden im September auf vier gemeinsamen Informationsveranstaltungen der Landwirtschaftskammer NRW und des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen vorgestellt. Die Analyse und Bewertung dieser Verfahren erfolgte sowohl aus arbeitswirtschaftlicher und ökonomischer Sicht als auch hinsichtlich der Effizienz der Betäubung, des Tierschutzes, der Wundheilung, der Hygiene und des Managementes. Die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen inkl. Mittagessen sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich bis 30. August 2019.
Veranstaltung & Anmeldung


BTK empfiehlt Tierkrankenversicherung

Die Bundestierärztekammer (BTK) empfiehlt Besitzern von Kleintieren den Abschluss einer Krankenversicherung für ihr Tier und gibt Hinweise darauf, was die Police umfassen sollte. BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann verweist darauf, dass er in der eigenen Praxis bereits des öfteren unangenehme Gespräche mit Tierhaltern führen musste, die von den bevorstehenden Kosten für die Operation eines Tieres völlig überrascht wurden. Die BTK sieht bei einer Krankenversicherung den Vorteil, dass unvorhersehbare Ereignisse wie ein Unfall oder eine langwierige Erkrankung, die die Halter vor große finanzielle Herausforderungen stellen können, abgedeckt und somit die Versorgung des Tieres gesichert ist. Allerdings sollte man sich vor dem Abschluss einer Versicherung Zeit nehmen und und die stark variierenden Leistungsumfänge prüfen. Tierärzte können hier bei der Auswahl unterstützen. Einige Dinge sollten nach Ansicht der BTK im Versicherungsumfang enthalten sein. Dazu gehört die freie Wahl des Tierarztes, die Therapiefreiheit des Tierarztes und die Durchführung von Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen und Gesundheitschecks. Auch sollten Operationen und deren Nachsorge abgedeckt sein. damit auch Notfälle entsprechend versorgt werden können, sollte die Kostenübernahme bis zum dreifachen Satz der Gebührenordnung für Tierärzte reichen. Auch sollte transparent erkennbar sein, welche Leistungen vom Versicherungsumfang ausgeschlossen werden.
Bundestierärztekammer e.V.


ASP in Serbien bestätigt

Das Vorkommen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Serbien wurde von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) offiziell bestätigt, nachdem in der vergangenen Woche bereits verschiedene Medien über einen möglichen Ausbruch berichtet hatten. Der Nachweis erfolgte in vier kleineren Schweinehaltungen im zentralen Bereich des Balkanstaates. Insgesamt waren in diesem Bereich 64 Betriebe betroffen. Zwei Tiere waren an der Erkrankung verstorben. Die übrigen Tiere wurden getötet und unschädlich beseitigt.
OIE


US-Regierung lockert Artenschutz

In den USA wird der Artenschutz gelockert. Erstmals beim Schutz der Arten sollen zukünftig auch die wirtschaftlichen Kosten beim Schutz der jeweiligen Spezies eine Rolle spielen. In den USA stehen aktuell rund 1.600 Arten unter dem Schutz des "Endangered Spezies Act", der 1973 vom damaligen Präsidenten Richard Nixon unterzeichnet worden war. Das Gesetz gilt unter Experten als wichtige Hilfe zum Schutz von Arten wie z.B. dem Weißkopfseeadler, wie tagesschau.de berichtet. Im Rahmen der jetzt durchgeführten Änderungen am Gesetz wurde ein Passus gestrichen, der untersagte, dass wirtschaftliche Aspekte keinen Einfluss bei der Einstufung als bedrohte Art haben dürfen. Zudem sollen gefährdete Tier- und Pflanzenarten nicht mehr unmittelbar denselben Schutz erhalten wie bedrohte Arten. Während Umweltschützer die Änderungen scharf kritisieren und befürchten, dass einige Arten weiter an den Rand des Aussterbens gedrängt werden könnten, verteidigt US-Innenminister David Bernhardt das Gesetz. Damit sollten mehr Mittel für die Arten bereitgestellt werden, bei denen damit der beste Schutz erreicht werden könnte.
tagesschau.de


12.08.2019

Studie zu tierethischen Positionen

An der Universität Göttingen wurde erstmals eine repräsentative Studie zu den tierethischen Positionen der deutschen Bevölkerung erstellt. Aus diesen Positionen leiten sich dann verschiedene Konsumweisen tierischer Lebensmittel ab. Die Wissenschaftler konnten aus den Befragungen von rund 1.000 Bürgerinnen und Bürgern fünf Gruppen mit verschiedenen Werteprofilen ermitteln. Ein Viertel der Befragten unterscheidet bei ethischen Fragestellungen nicht zwischen Heim- und Nutztier. Mitglieder dieser Gruppe ernähren sich dann auch signifikant häufiger vegetarisch als die Mitglieder anderer Gruppen. Drei weitere Gruppen vertreten ebenfalls tierwohlorientierte Positionen. Die Gruppen unterscheiden dabei aber zwischen Haus- und Nutztieren. Hier werden den Nutztieren weniger Rechte zugesprochen als den Heimtieren. Hier ernähren sich deutlich weniger Menschen vegetarisch. Mitglieder der fünften Gruppe, die insgesamt nur einen sehr kleinen Anteil der Befragten ausmacht, lehnen alle tierethischen Positionen ab. Die Autoren weisen darauf hin, dass es aus verschiedenen Gründen als notwendig gilt, den Konsum tierischer Lebensmittel zu reduzieren. "Dafür ist ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen tierethischen Positionen als zentraler Motivation für eine nachhaltige Ernährung und dem tatsächlichen Ernährungsverhalten wichtig,“ so Prof. Joachim Spiller.
Georgh-August-Universität Göttingen


Neues Papillomavirus bei Pferden in Australien

Wissenschaftler der University of Sydney haben ein neues Papillomavirus aus dem Samen eines neuseeländischen Zuchthengstes entdeckt. Bisher waren bereits 13 unterschiedliche Papillomaviren des Pferdes nachgewiesen worden, die u.a. mit klassischen Papillomen oder auch Genitalpapillomen in Verbindung gebracht werden konnten. Das Virus wurde bei einem Zuchthengst isoliert, der eine Läsion am Genital aufwies. Der Hengst hatte im vergangenen Jahr Schwierigkeiten bei der Bedeckung von Stuten. Untersuchungen zeigten dann eine Läsion, die Ähnlichkeit zu einem Papillom aufwiesen. Nachdem ein Tumor als Ursache ausgeschlossen worden war, wurden Urin- und Samenproben genommen und eingehender untersucht. Da es nicht möglich war, eine Probe von der Läsion zu nehmen, kann nicht mit absoluter Sicherheit gesagt werden, ob das neue Virus, das Equus caballus papillomavirus 9 (EcPV9) getauft wurde, für die Läsionen verantwortlich ist. Allerdings weist das Virus große Ähnlichkeit zu einem bereits bekannten Papillomvirus auf, das für einen Tumor beim Pferd verantwortlich gemacht werden konnte.
horsetalk.co.nz
Viruses


09.08.2019

Pflicht zur Kastration von Katzenfreigängern dringend notwendig

Das Landwirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat den am vergangenen Donnerstag begangenen Weltkatzentag zum Anlass genommen, auf die dringend erforderliche Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Katzenfreigängern hinzuweisen. Dies sei der einzige Weg, die Zahl der freilebenden Katzen zu verringern und das Katzenleid zu beenden. Eine hohe Zahl von Straßenkatzen führt dazu, dass sich Krankheiten sehr schnell ausbreiten, da die Tiere weder geimpft noch entwurmt werden. Zahlreiche freilebende Katzen sind bereits seit ihrer Geburt mit Krankheitserregern infiziert und verenden häufig qualvoll. Landkreise und kreisfreie Städte des Landes haben durch die 2015 veröffentlichte die Katzenschutzgebiets-Ermächtigungslandes-Verordnung M-V die Möglichkeit, in betroffenen Gebieten gegenüber Katzenhaltern zwangsweise Kennzeichnungs-, Registrierungs- und Kastrationpflichten durchzusetzen. In Rostock und Schwaan wurden inzwischen Katzenschutzordnungen erlassen, die alle Katzenhalter zur Kastration ihrer Katzen, mit Ausnahme von Wohnungskatzen, verpflichten. Zudem fördert das Land bereits seit 2016 Kastrationsmaßnahmen, die durch den Deutschen Tierschutzbund durchgeführt werden.
Mecklenburg-Vorpommern


Mecklenburg-Vorpommern fördert Tierheime mit 300.000 Euro

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert im laufenden Jahr 14 Tierschutzvereine mit weiteren 300.000 Euro. Die Gelder sollen den Tierheimen des Landes für Neu- und Umbauten dienen. Bis Ende Juni waren 18 Anträge eingegangen. Unter Einbeziehung des Tierschutzbeirates wurde über die einzelnen Bewilligungen entschieden. Minister Dr. Till Backhaus setzt auf diesem Weg sein Engagement für die Arbeit der Tierheime, die einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz vor Ort leisten, fort. Die geförderten Projekte reichen vom Einbau einer Tür mit Katzenklappe im Werte von 1.300 Euro bis hin zum Neubau eines Katzen- und Kleintierhauses, für den der Tierschutzverein Wismar und Umgebung rund 122.000 Euro bewilligt bekam. In den Jahren 2018 und 2019 ist damit die Erhöhung der zunächst geplanten 100.000 Euro auf 300.000 Euro für jedes dieser beiden Jahre erreicht worden. Die Tierheimförderung und das Katzenkastrationsprojekt sind Teil des im Koalitionsvertrag vereinbarten Tierschutzkonzeptes der Landesregierung.
Land Mecklenburg-Vorpommern


Tag der Offenen Tür im Berliner Tierheim

Das europaweit größte Tierheim im Berliner Bezirk Lichtenberg öffnet am kommenden Sonntag, den 11. August seine Türen und lädt alle Tierfreunde zu einem bunten Programm ein. Die Besucher erwarten von 11-18 Uhr Tiervorführungen wie das „Pitbull-Ballett“ und ,eine Agility-Vorführung, Mitmach-Aktionen, Marktstände, Tierheimführungen und vieles mehr. Zur Anreise mit dem ÖPNV wird geraten. Kostenlose Shuttlebusse fahren im Dauerpendelverkehr. Da nicht nur zur Urlaubszeit viele ausgesetzte Tiere in der Einrichtung ein neues Zuhause finden, freut sich die Einrichtung immer über Spenden in Form von Geld, Sachleistungen oder Patenschaften.
Tierheim Berlin


Vier Pfoten unterstützt Fleischsteuer

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten sieht in der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Fleisch einen wichtigen Baustein, mit dem die Agrarwende vorangetrieben werden könnte. Dies sagte Rüdiger Jürgensen von Vier Pfoten in einer Stellungnahme des Verbandes zu der Reaktion von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Diskussion um eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf Fleisch von 7 auf 19 Prozent. Klöckner hatte sich ablehnend zu einer solchen Steuererhöhung geäußert und stattdessen auf das Tierwohlkennzeichen verwiesen. Zudem könne ihrer Ansicht nach das Geld zur Verbesserung des Tierwohls auch aus Schwerpunktsetzungen kommen. Wie diese aussehen sollen, konkretisierte die Ministerin nicht. Jürgensen wirft der Ministerin vor, sich hinter Floskeln zu verstecken. Sie solle stattdessen den Vorschlag unterstützen. Er hält es zudem für angemessen und vertretbar, dass auf Fleisch derselbe Mehrwertsteuersatz erhoben würde, wie auf Apfelsaft. Statt konkrete Maßnahmen für einen umfassenden Kurswechsel in der Nutztierhaltung zu ergreifen, halte die Ministerin an dem Tierwohlkennzeichen, das Jürgensen als Marketing-Projekt bezeichnet, fest.
Vier Pfoten
BMEL


Rückgang der Artenvielfalt schneller als bisher vermutet

Ein Forscherteam unter der Mitwirkung der Universität Hamburg hat herausgefunden, dass die Artenvielfalt viel schneller als zunächst angenommen zurückgeht. Die Lage sei viel ernster und das Ausmaß viel größer als bisher befürchtet, so Prof. Jan Christian Habel von der Universität Salzburg, einer der Hauptautoren der Studie. In ihren Untersuchungen haben die WissenschaftlerInnen Prognosen für 33 artenreiche und gleichzeitig besonders bedrohte Gebiete weltweit, sogenannte „Hotspots“, erstellt. „Alle Hotspots zusammen entsprechen nur 2,5 Prozent der Erdoberfläche, beherbergen aber über 50 Prozent aller Pflanzen- und Wirbeltierarten der Erde“, erläutert Livia Rasche vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) an der Universität Hamburg. „Unsere Studie zeigt für die kommenden 30 Jahre, dass die Folgen der Ausbreitung landwirtschaftlicher Fläche gravierend sind, weil sie die natürlichen Lebensräume unmittelbar zerstören“, so die Wissenschaftlerin weiter. Besonders gefährdet seien Gebiete, in denen die Bevölkerung rasant wachse wie bestimmte Regionen auf den Philippinen, den Karibischen Inseln, Madagaskar, im tropischen Afrika und im Amazonas-Regenwald, wo besonders viele Pflanzenarten heimisch sind. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass gerade jene Hotspots besonders unter Druck stehen, in denen ohnehin nur noch wenig intakte Pflanzenwelt vorhanden ist. „In mindestens neun Hotspots sind alle der nur dort vorkommenden Arten vom Aussterben bedroht“, so Rasche. Die WissenschaftlerInnen sehen die Regierungen in der Pflicht, sich für ein nachhaltiges Landmanagement zu verpflichten.
Universität Hamburg


08.08.2019

Fleischproduktion um 2,6 Prozent gesunken

Im 1. Halbjahr 2019 ist die Fleischproduktion in Deutschland gegenüber dem 1. Halbjahr 2018 um 2,6 Prozent gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) produzierten die Schlachthöfe 3,9 Millionen Tonnen Fleisch. Den größten Teil daran wies das Schweinefleisch aus. Hier wurden 2,6 Millionen Tonnen produziert, was einem Rückgang um 3,7 Prozent entspricht. Die erzeugte Rindfleischmenge stieg dagegen leicht um 0,7 Prozent auf gut 543.000 Tonnen. Auch bei der Geflügelfleischproduktion kam es zu einem leichten Rückgang. Dieser betrug 0,7 Prozent auf noch knapp 787.000 Tonnen.
destatis


Geflügelwirtschaft gegen pauschale Fleischsteuer

In der Diskussion um die Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für Fleisch hat sich der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) gegen eine solche pauschale Fleischsteuer ausgesprochen. "Mehr Tierwohl über eine pauschale ,Fleischsteuer' erreichen zu wollen, ist der falsche Weg und funktioniert nicht. Das Einzige, was man erreichte, wäre eine noch stärkere Wettbewerbsverzerrung zulasten heimischer Erzeuger. Denn eine prozentuale Besteuerung lässt den absoluten Preisunterschied zwischen ausländischer Billigware und dem nach hohen deutschen Standards erzeugten Fleisch noch weiter ansteigen. Und zielgerichtet ist eine ,Fleischsteuer für mehr Tierwohl' ohnehin nicht, da die Mehrwertsteuer keine Zweckbindung zulässt. Daher kann der richtige Weg für mehr Tierwohl nur eine Tierwohlprämie sein. Dafür aber brauchen wir keinen Schnellschuss mitten im Sommerloch, sondern einen sorgfältig ausgearbeiteten Gesellschaftsvertrag mit dem Konsens aller Beteiligten aus Landwirtschaft, NGOs und Politik. Im Rahmen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung erarbeiten Fachleute aktuell Vorschläge zur Finanzierung von mehr Tierwohl. Diese Vorschläge sollten wir abwarten," erklärte ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sieht eine solche Besteuerung ebenfalls kritisch. Er sieht alleine bereits ein Problem darin, die Steuereinnahmen auch abzuschöpfen, um dann für mehr Tierwohl verwendet zu werden. Eine Zweckbindung der Steuereinnahmen würde dem bisherigen Grundprinzip widersprechen.
ots
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Ältester indirekter Virennachweis geführt

Wissenschaftlern ist es gelungen, bei einem eidechsenähnlichen Tier, das vor 289 Millionen Jahren lebte, einen indirekten Virennachweis zu führen. Das Forscherteam vom Museum für Naturkunde in Berlin, der Charité Berlin sowie der University of Toronto (Kanada) konnte eine Knochenstoffwechselkrankheit in den zwei erhaltenen Schwanzwirbeln des Tieres nachweisen. Diese Krankheit ähnelt der Paget-Krankheit, die auch beim Menschen vorkommt. Bei der Untersuchung der Knochen, die in einer Höhle in Oklahoma (USA) gefunden wurden, zeigte sich ein durch abnormalen Abbau sehr dünn gewordener Knochen an einigen Stellen, während an anderen Stellen ein exzessives Knochenwachstum zu Verdickungen geführt hatte. Inwieweit die Erkrankung auf andere Knochen des Skeletts übergriffen hatte, kann nicht nachgewiesen werden, da nur zwei Wirbel erhalten geblieben sind. Das Krankheitsbild ähnelt auf jeden Fall der Paget-Krankheit. Für die Entstehung der Erkrankung sind sowohl genetische Faktoren als auch masernähnliche Viren verantwortlich. Deshalb sehen die Forscher diese Entdeckung als einen indirekten Virennachweis an.
idw


Weltkatzentag: 5 Gründe für ein Leben mit Katze

Heute wird weltweit der Tag der Katze gefeiert. Diesen Tag hat der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e. V. (ZZF) zum Anlass genommen, die fünf besten Gründe für ein Leben mit dem Lieblingshaustier der Deutschen aufzuzeichnen. Als ersten Grund führt der ZZF an, dass Katzen durch ihre Ausgeglichenheit und ausstrahlende Ruhe einen positiven Effekt haben können und uns Menschen so helfen, gesund zu bleiben. Zudem haben die Samtpfoten einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern. „Gerade Kinder lernen im täglichen Zusammensein mit einer Katze, Verantwortung zu übernehmen und sich in die Bedürfnisse des Tieres einzufühlen“, betont Norbert Holthenrich, ZZF-Präsident und Zoofachhändler. Wenn Katzen dem Menschen vertrauen, helfen sie außerdem bei Einsamkeit. „Gerade für alleinstehende oder alte Menschen spielt der Kontakt zum Tier und dessen Zuneigung eine wichtige Rolle in ihrem Leben“, weiß Norbert Holthenrich. Katzen zeigen deutlich und häufig, dass sie gestreichelt werden oder spielen möchten. „Streicheleinheiten für die Katze sind wohltuende Streicheleinheiten für die eigene Seele“, weiß Holthenrich. Der fünfte Grund, eine Katze als Haustier zu halten, ist die Willens- und Charakterstärke der Tiere. „Katzen haben ihren eigenen Kopf und verfolgen ihre Ziele beharrlich; dabei sind sie sehr selbstständig und vom Menschen unabhängig“, erklärt der ZZF-Präsident abschließend.
ZZF


07.08.2019

Bauernverband gegen erhöhten Mehrwertsteuersatz auf Fleisch

In der von SPD und Grünen angestoßenen Debatte um eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes auf Fleisch, hat sich der Deutsche Bauernverband (DBV) gegen diese Maßnahme ausgesprochen. Aktuell gilt für Fleisch der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent. Ins Spiel gebracht wurde eine Anhebung auf 19 Prozent. Während Grüne und SPD dies positiv bewerten, wird die Anhebung von anderen Parteien kritisch gesehen. Ziel sollte es sein, die zusätzlich eingenommenen Steuermittel für mehr Tierwohl zu investieren. Der DBV spricht sich gegen diese Steuererhöhung aus. Bernhard Krüsken, Generalsekretär des DBV verweist darauf, dass nicht der Fiskus sondern die Landwirte Mittel zur Weiterentwicklung der Tierhaltung benötigen würden. Zudem sei weder dem Tierwohl noch dem Klimaschutz gedient, wenn die deutschen Landwirte weiter in mehr Tierwohl investieren würden, der Markt sich aber preisgünstig aus anderen EU-Ländern mit niedrigeren Tierwohlstandards versorgen würde. Zudem würde eine Fleischsteuer aktuell ins Leere laufen, da es für Neu- und Umbauten von Ställen derzeit faktisch eine Blockade im Bau- und Genehmigungsrecht gebe.
DBV


ASP erreicht Moldawien

Auch in Moldawien ist die Afrikanische Schweinepest (ASP) jetzt erstmals bei Hausschweinen nachgewiesen worden. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) berichtet, ist ein kleiner Betrieb betroffen, in dem nur ein Schwein gehalten wurde. Im Mai wurde die Erkrankung erstmals bei Wildschweinen in Moldawien nachgewiesen. Das Land ist umgeben von Rumänien und der Ukraine. In beiden Nachbarländern ist die ASP ebenfalls aktiv.
OIE


Tierschutzbund stellt Leitmotto zum Welttierschutztag vor

Der Deutsche Tierschutzbund hat das Leitmotto für den diesjährigen Welttierschutztag vorgestellt. Es lautet "Lieblingstier- Tierheimtier". Mit diesem Motto will der Tierschutzbund gemeinsam mit seinen 740 Mitgliedsvereinen darauf hinweisen, dass die Übernahme eines Tieres aus einem Tierheim nicht nur bedeutet, einem Tier in Not zu helfen, sondern auch einen einzigartigen Freund zu finden. Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder wünscht sich, dass jeder, der ein Tier halten möchte, zunächst in den Tierheimen nachschaut. Dort werden jedes Jahr rund 370.000 Tiere - darunter 150.000 Katzen, 75.000 Hunde und 50.000 Kleinsäuger - aufgenommen. Schröder möchte den Welttierschutztag, der am 4. Oktober begangen wird, auch zum Anlass nehmen, um auf die tolle Arbeit hinzuweisen, die in den Tierheimen und Auffangstationen, die vielfach an ihre räumlichen und finanziellen Kapazitäten stoßen, geleistet wird. Hier fordert der Tierschutzbund die dringend notwendige Unterstützung der Tierheime durch die Kommunen und setzt sich für einen Investitionstopf ein, mit dem z.B. dringend notwendige Renovierungen in Angriff genommen werden können.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


06.08.2019

Verschiebung der ASP-Fälle hin zu Hausschweinen

In Europa ist es zu einer Verschiebung des Anteils der Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hin zu Hausschweinen gekommen. Dies berichtet das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im aktuellen Radar Bulletin. Waren im Januar noch 719 Fälle bei Wildschweinen und 33 bei Hausschweinen nachgewiesen worden, waren es im Juli 253 bei Wild- und 342 bei Hausschweinen. Besonders betroffen bei den Hausschweinen ist zuletzt Rumänien gewesen, wo im Juli 295 Fälle nachgewiesen wurden. Bei den Wildschweinen hat es zuletzt einige positive Entwicklungen gegeben. Wurden in Belgien im Februar noch 195 Fälle bei Wildschweinen registriert, so sind im Juli nur noch zwei Fälle nachgewiesen worden. Als besonders wichtig wird nach wie vor die Verschleppung des Virus über kontaminierte Fleisch- und Wurstwaren eingeschätzt. Dies wird auch durch ein Beispiel aus Nordirland untermauert. Dort wurde im Juli in illegal aus Asien importierten Wurstwaren DNA des ASP-Virus nachgewiesen.
Radar Bulletin


Haustiere als Begleiter für Senioren

Den Lebensabend zusammen mit einem Haustier zu verbringen, das wünschen sich viele ältere Menschen. Doch welche Tiere dafür am besten geeignet sind, hat mit der jeweiligen Situation und den Ansprüchen zu tun, weiß die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) zu berichten. Astrid Behr, Sprecherin des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte, gibt zu bedenken, dass Wohnungskatzen nicht nur „super zum Spielen oder Schmusen“ seien, sondern auch eine intensive Betreuung benötigen, da diese sonst dick und träge werden. Zudem können Katzen auch ein hohes Alter erlangen. Hunde sorgen besonders dafür, dass Senioren gezwungen sind, rauszugehen, was gleichzeitig auch die sozialen Kontakte fördert. „Die Kommunikation wird gefördert, man kommt schnell mit anderen Hundehaltern ins Gespräch", erklärt Behr. Zudem können Hunde den Stresspegel und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die tägliche Bewegung draußen reicht aus, um körperlich wie geistig fit zu bleiben und länger selbstständig in den eigenen vier Wänden wohnen zu können. Bei der Wahl des Hundes sollte bedacht werden, dass Welpen noch erzogen werden müssen und nicht so gemütlich und ruhig wie Hundesenioren sind. „Wichtig ist, dass man sich selbst richtig einschätzt", so Behr weiter. Experten raten, auf jeden Fall zu regeln, wer sich im Krankheitsfall, im Urlaub oder falls das Laufen mit der Zeit schwerfällt, um das Tier kümmern kann. Zudem sind finanzielle Rücklagen für den Tierarztbesuch und Futter notwendig. Wer besonders weit planen will, kann eine Haustier-Betreuungsvollmacht ausstellen. Wer noch unsicher im Umgang mit Haustieren ist, kann die Hilfe verschiedener Organisationen in Anspruch nehmen, die Hunde bewusst an ältere Menschen vermitteln. Dafür übernehmen sie die Kosten, etwa von Medikamenten. Sie regeln die Betreuung des Hundes im Krankheitsfall oder im Urlaub. Sollte das Herrchen oder Frauchen sterben, fällt der Hund wieder an die Organisation zurück.
NOZ


FU Berlin sucht Katzen und Hunde als Blutspender

Auch Hunde und Katzen benötigen in einzelnen Fällen Bluttransfusionen, wie der "Mannheimer Morgen" mitteilt. Nicht nur nach Unfällen können diese notwendig sein, um einen hohen Blutverlust auszugleichen, auch bei Immunerkrankungen und Gerinnungsstörungen kann eine Bluttransfusion helfen, weiß Barbara Kohn, Tierärztin und Universitätsprofessorin an der Freien Universität Berlin (FU), die vor mehr als zwanzig Jahren eine eigene Blutbank für Hunde und Katzen ins Leben gerufen hat. Hier erhalten mehr als 300 Hunde und 180 Katzen pro Jahr eine Bluttransfusion. Spender auf Pfötchen seien immer gesucht, so Kohn, die die Idee einer Blutbank aus den USA mitbrachte. Katzen benötigen eine kleine Narkose zur Blutabnahme „Mehr als zweimal im Jahr lassen wir Katzen aber nicht spenden“, betont die Tierärztin. Für die Blutspende seien Freigänger allerdings nicht geeignet, da diese mehr Risiken für Infektionskrankheiten in sich tragen. Pro Kilo Gewicht werden den Spendern maximal sieben Milliliter Blut abgenommen. Bei Hunden ist der Prozess leichter - bei eher gutmütigen Tieren sei keine Betäubung notwendig. Bei Hunden gibt es über zwölf Blutgruppen. „Die Erwartungshaltung an die Tiermedizin ist enorm gewachsen“, berichtet Achim Gruber vom FU-Institut für Tierpathologie. „Tierhalter erwarten von Tierärzten heute, was sie aus der Humanmedizin kennen.“ Das gelte auch für Bluttransfusionen. „Städter lassen das aber eher machen als ein Landwirt mit Hofhund“, berichtet Kohn. „Es kommt auch darauf an, ob ein Tier ein Familienmitglied ist. Dann haben Halter einen engeren Bezug.“
Mannheinmer Morgen


05.08.2019

109 Tuberkulose-Infektionen im Landkreis Karlsruhe

In Baden-Württemberg sind vier Schüler einer Grundschule in Bad Schönborn an Tuberkulose erkrankt. Insgesamt haben sich bislang 109 Menschen mit den Tuberkulose-Bakterien infiziert. Die erste Erkrankung wurde bereits vor den Pfingstferien diagnostiziert, aufgrund dessen dann weitere Untersuchungen an der Schule sowie an Kontaktschulen stattfanden.
Landkreis Karlsruhe


Trockenheit bereitet Thüringens Schäfern Probleme bei der Futterversorgung

Seit Jahren schon kämpfen die Schäfer in Thüringen um ihre Existenz, da sich die Schafhaltung kaum noch rentiert. Hinzu kommt jetzt noch die anhaltende Trockenheit, die die Futterversorgung der Tiere besonders im Winter ernsthaft gefährdet. „Im Moment ist noch Futter da bei den meisten Betrieben, aber es wächst ja nichts mehr nach“, sagte Jens-Uwe Otto, Vorsitzender des Landesverbands Thüringer Schafzüchter. Schon im letzten Jahr führte die Dürre dazu, dass kaum Futtervorräte angelegt werden konnten, wie die Süddeutsche Zeitung zu berichten weiß. Seit diesem Jahr bekommen Schäfer, die mit ihren Tieren Landschaftspflege leisten, eine sogenannte Schaf-Ziegen-Prämie in Höhe von 25 Euro für Mutterschafe. Diese Prämie wurde bereits von über 350 Betrieben in Thüringen beantragt. Rund 1,2 Millionen Euro werden demnach im Herbst ausgezahlt. „Unsere kostbaren Trocken- und Steppenrasenflächen können überhaupt nur durch Schafbeweidung in einem guten Zustand erhalten werden“, erklärte Umweltministerin Anja Siegesmund im Rahmen des Thüringer Schäfertags am vergangenen Samstag. Momentan gibt es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums noch 220 Schafhalter im Haupt- und Nebenerwerb, die etwa 85.000 Mutterschafe halten. „Der Großteil der Betriebe lebt von der Substanz und hat wirtschaftliche Nöte", sagte Otto abschließend. Gerade einmal fünf Schäfer haben dem Ministerium zufolge dieses Jahr ihre Ausbildung in Thüringen beendet.
Süddeutsche Zeitung


Klöckner will gegen Qualzuchten bei Hunden vorgehen

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will gegen Qualzuchten bei Hunden vorgehen, wie sie der Redaktion der "Rheinischen Post" mitteilte. Klöckner sagte demnach, dass Tierärzte von vielen Tieren mit gesundheitlichen Beschwerden berichten würden, die von Qualzuchtmerkmalen verursacht würden. „Das lässt darauf schließen, dass viele Züchter gegen das Verbot verstoßen“, sagte die Ministerin. Klöckner will als Maßnahme die Ausstellung solcher Tiere verbieten und damit den Anreiz für solche Züchtungen nehmen. Sie bezeichnete es als absurd, dass solche Tiere auch noch prämiert würden. Ministerin Klöckner greift damit u.a. auch eine Kampagne der Bundestierärztekammer (BTK) auf, die als einen aktuellen Schwerpunkt den Kampf gegen Qualzuchten setzt. Bei diesen Zuchten handelt es sich u.a. um brachycephale Rassen, wie den Mops. Hier ist dann die Schnauze so stark verkürzt, dass es zu Atemproblemen kommen kann.
Rheinische Post
BTK-Informationen zu Qualzuchten


Rettung von Jungvögeln häufig unnötig

Eine Flut von scheinbar in Not geratenen Jungvögeln bereitet den Tierheimen und Auffangstationen momentan große Sorgen. Daher rät der Deutsche Tierschutzbund Tierfreunden, Jungvögel nur in absoluten Notfällen aufzunehmen. „Sehr junge Vögel, die kaum oder gar keine Federn haben und hilflos am Boden liegen, sind meist aus dem elterlichen Nest gefallen. Um sie dorthin zurückzusetzen, darf man die Tiere auch berühren – die Altvögel stören sich nicht am menschlichen Geruch“, erklärt James Brückner, Leiter des Artenschutzreferats beim Deutschen Tierschutzbund. „Nur wenn die Vögelchen verletzt sind oder es nicht möglich ist, sie zurückzusetzen, sollte man das Tier in Obhut nehmen und schnellstmöglich in fachkundige Hände übergeben bzw. einem Tierarzt vorstellen.“ Denn in einigen Einrichtungen musste die Aufnahme neuer Tiere wegen fehlender Kapazitäten bereits gestoppt werden. Sollte ein Jungvogel sich doch in einer Notfallsituation befinden, reiche für die vorübergehende Unterbringung ein Pappkarton, der mit einem Handtuch ausgelegt und idealerweise im Haus untergestellt wird, da die Tiere häufig unterkühlt sind. Dem Tier sollte Waser angeboten werden, welches aber wegen der Erstickungsgefahr keinesfalls direkt in den Rachen geträufelt werden sollte.
Deutscher Tierschutzbund


02.08.2019

Pferdefleischskandal: Hauptverantwortlicher in Spanien festgenommen

Am vergangenen Dienstag ist der spanischen Polizei die Festnahme des Hauptverantwortlichen im sogenannten Pferdefleischskandal geglückt, wie der Nachrichtensender n-tv mitgeteilt hat. Der niederländische Fleischhändler, der vor sechs Jahren über 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch verkauft hatte, gilt als Hauptdrahtzieher und war bereits im April von einem französischen Gericht in Abwesenheit zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der Niederländer wurde inzwischen dem zuständigen Richter am Madrider Staatsgerichtshof vorgeführt.
n-tv


Europäisches Meldesystem soll Tierschutz bei Tiertransporten verbessern

Eine Datenbank zur Unterstützung von Behörden und Veterinären bei der Echtzeitüberwachung von Tiertransporten ist momentan in Berlin in Arbeit. Das bisher genutzte europäische Meldesystem „Traces“ enthält diese Funktion noch nicht, wie Topagrar berichtet. Jedoch müsste dieses System lediglich um weitere Funktionen ergänzt werden, so die Bundesregierung. Über die mögliche Schaffung neuer Rechtsgrundlagen müsse die EU-Kommission noch entscheiden. Die gerade in der Weiterentwicklung befindliche Form des Meldesystems „Traces NT“ soll zudem den Austausch von Informationen und Dokumenten beim innergemeinschaftlichen Handel und der Einfuhr unterstützen. Deutschland sei bereits an die EU-Kommission herangetreten und habe diese aufgefordert, den Tierschutz beim Transport von Tieren stärker zu beachten und dazu die EU-Tierschutz-Transportverordnung zu überarbeiten, heißt es in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur digitalen Tiertransportkontrolle.
Topagrar


Europäisches Bündnis setzt sich für die Rettung von Bienen und Bauern ein

Zahlreiche europäische Organisationen haben sich mit dem Ziel, Bienen und Bauern zu retten, zu einem Bündnis formiert. Am vergangenen Dienstag wurde nun die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Save bees and farmers - Bienen und Bauern retten!" bei der EU-Kommission eingereicht. Die Initiative, die sich aus verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren aus ganz Europa zusammensetzt, fordert unter anderem den Ausstieg aus dem Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide bis 2035, die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme in landwirtschaftlich genutzten Gebieten sowie die Unterstützung der Landwirte bei der Umstellung. Denn aus wissenschaftlicher Sicht sind umfassende und dringende Maßnahmen notwendig, um den drohenden Kollaps der Ökosysteme zu umgehen. „Die zunehmend mangelnde, einseitige und pestizidbelastete Nahrungsgrundlage bestäubender Insekten bedroht Imkerinnen und Imker existenziell. Neben Bienen leiden ausgerechnet die vielfältigen bäuerlichen Betriebe unter der industriell ausgerichteten EU-Agrarpolitik. Bienensterben und Höfesterben haben dieselbe Ursache. Bienen und Bauern brauchen einen ambitionierten, aber realistischen Systemwandel, der nur mit einem konsequenten Ausstieg aus der Nutzung synthetischer Pestizide möglich ist", erklärte Imkermeister und Vorstandsmitglied der Aurelia Stiftung Thomas Radetzki. Der Europäische Kommission in Brüssel wird die Initiative innerhalb der nächsten zwei Monate prüfen. Sobald sie die Registrierung bestätigt, will das Bündnis innerhalb eines Jahres eine Million Unterschriften in Europa sammeln.
Aurelia-Stiftung


01.08.2019

Zecken: Projekt NorthTick soll Wissenslücken schließen

Nachdem immer mehr Menschen und Tiere entlang der Nordsee nach Zeckenstichen erkranken, werden ab September die Kompetenzen der Anrainerstaaten mit dem Kooperationsprojekt NorthTick gebündelt. Mit diesem Projekt, an dem von deutscher Seite das Institut für Parasitologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) beteiligt ist, soll ein besserer Schutz vor den Blutsaugern und den von ihnen übertragenen Krankheitserregern für Mensch und Tier erreicht werden. Neben der Zusammenarbeit und dem Informationsfluss zwischen akademischen Einrichtungen, nationalen und regionalen Gesundheitsbehörden, Nichtregierungsorganisationen, Patientenorganisationen, Industrie und politischen Entscheidern, sollen Werkzeuge zur Information der Bevölkerung entwickelt sowie Wissenslücken oder andere Schwachstellen geschlossen werden. Professorin Dr. Christina Strube, Leiterin des Instituts für Parasitologie der TiHo, erklärt: „Wir benötigen eine effiziente Risikoeinschätzung und effektive Prophylaxemaßnahmen sowie optimale Tests, um Krankheitserreger, die durch Zecken übertragen werden können, noch schneller oder präziser nachzuweisen. Und wir brauchen ein optimales Management für durch Zecken übertragene Erkrankungen. Dies wollen wir in diesem transnationalen Kompetenznetzwerk gemeinsam erreichen. Indem wir Daten und Informationen aus den verschiedenen Disziplinen austauschen und bündeln, können wir im Sinne des One-Health-Konzeptes bestmöglich zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier beitragen. Da wir die einzigen tiermedizinischen Partner dieses Netzwerkes sind, werden wir federführend Informationen zur Tiergesundheit und sinnvollen Vorsorgemaßnahmen aufbereiten.“ Das Vorhaben läuft dreieinhalb Jahre und wird mit einem Budget von 5,7 Millionen Euro vom Interreg Nordseeprogramm, einem EU-Programm für transnationale Zusammenarbeit, gefördert.
TiHo


Groß-Razzia in Kempten wegen Verdachts der Tierquälerei - auch gegen Tierärzte wird ermittelt

Ein großer Milchviehbetrieb im Allgäu steht unter dem Verdacht, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen und Tiere gequält zu haben. Eine 30-köpfige Sonderkommission der Polizei Kempten ermittelt und führte am Mittwoch eine Groß-Razzia mit 160 Beamten auf dem Hof in Bad Grönenbach durch. Durchsucht wurden auch Wohnungen sowie Tierarztpraxen. Es waren elf Staatsanwälte und vier Tierärzte des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei den Durchsuchungen der insgesamt 21 Objekte vor Ort.Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, stehen neun Personen, sechs vom Hof und drei Tierärzte, unter Verdacht. Außerdem mussten 12 Tiere des Betriebes aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes getötet werden. Bei etwa der Hälfte der 2.850 Tiere des Betriebs habe es zudem Auffälligkeiten gegeben.
Bayerischer Rundfunk


Katzen- und Hundebisse nicht unterschätzen

Hunde und Katzen sind aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Auch wenn das Verhältnis zwischen Menschen und seinen Haustieren meistens harmonisch ist, beißen Hund und Katze doch auch mal zu. Gerade die spitzen Zähne einer Katze können dabei tief in Gewebe, Gelenke und Knochen eindringen. Da sich die Bisswunden schnell entzünden und im ungünstigen Fällen zu einer Blutvergiftung führen können, sollten die Wunden umgehend gereinigt, desinfiziert und anschließend steril abgedeckt werden. Im Falle eines Tierbisses sind verschiedene Salben und Lösungen auf Jodbasis zur Desinfektion geeignet. Mit Jod können viele relevante Keime bekämpft werden.
Presseportal


Österreich: Weniger Tiere für Tierversuche verwendet

In Österreich sind erstmals seit dem Jahr 2012 weniger Tiere für Tierversuche verwendet worden. Das meldete der Verein gegen Tierfabriken (VGT) in der vergangenen Woche. Demnach wurden in 2018 etwa 26.000 Tiere weniger als im Vorjahr für Versuche verwendet. Der Anteil an verwendeten Mäusen lag bei knapp 200.000, von denen gut 85.000 genetisch verändert wurden. Während bei den meisten Tierarten ein Rückgang zum Vorjahr verzeichnet werden konnte, ist die Zahl der für Tierversuche verwendeten Fische angewachsen (plus 7.514). Als einen besonderen Erfolg wertet der VGT den Rückgang von für Pyrogentests eingesetzten Kaninchen. Pyrogentests werden zur Überprüfung von Medikamenten und anderen Stoffen eingesetzt, um das Vorhandensein von fiebererregenden Bestandteilen auszuschließen. Die Zahl der Versuchstiere sank in diesem Bereich von 9.000 auf 2.000. Entsprechende Alternativen gäbe es bereits seit mehreren Jahren, so der VGT.
VGT


Pferde können selbst komplexe Schlösser entriegeln

Eine kürzlich veröffentlichte Studie eines internationalen Forscherteams um Prof. Dr. Konstanze Krüger von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) offenbart verblüffende Fähigkeiten von Pferden: die Tiere können selbständig Tür- und Torverschlüsse öffnen. Auch komplexere Schlösser wie Karabiner können Pferde entriegeln. Diese Fähigkeit bringen sich die Tiere selber bei, so die Ergebnisse der Studie, die im Journal Plos One plubliziert wurde. Für ihre Untersuchungen haben die WissenschaftlerInnen Pferdebesitzer aus zahlreichen Ländern befragt und auf YouTube veröffentlichte Videos gesammelt, in denen Pferde diverse Schlösser öffnen bzw. Gestänge an Gattern wegräumen. Die Zahlen sprechen für sich. 513 Pferde öffneten reguläre Türen auf Angeln, 49 Pferde Schiebetüren und 33 versperrte Türöffnungen oder Zauntore. Hierfür öffneten 260 Pferde horizontale und 155 vertikale Balken. 43 Pferde öffneten Drehverschlüsse, 42 Türgriffe, 34 Elektrozaungriffe, 40 Karabiner und zwei Tiere öffneten Schlösser mit Schlüsseln. Diese erstaunlichen Fähigkeiten scheinen die Pferde selbständig erlernt zu haben. Möglicherweise haben die Tiere Menschen beim Öffnen der Türen und Tore beobachtet. In erster Linie haben die Pferde die Verriegelungen geöffnet, um zu entkommen, doch einige wollten sich einfach nur Zugriff zu Stallkumpanen oder Futter verschaffen.
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen


31.07.2019

Eierproduktion in Deutschland im vergangenen Jahr gestiegen

Die Eierproduktion in Deutschland ist im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Dies meldet das der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zugeordnete Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL). Demnach wurden in Deutschland insgesamt 12,3 Milliarden Eier erzeugt. Insgesamt wurden 19,5 Milliarden Eier in Deutschland verbraucht. Damit konnte der Bedarf zu 72 Prozent aus inländischer Produktion gedeckt werden. Aus Bodenhaltung stammten 7,8 Milliarden Eier, aus Freilandhaltung 2,3 Milliarden und aus Biohaltung 1,4 Milliarden Eier. Dies bedeutet einen Zuwachs von 442 Millionen Eiern aus Freiland- und Biohaltung gegenüber 2017. Zu bedenken ist dabei aber, dass im Jahr 2017 auf Grund der Geflügelpest teilweise Stallpflicht bestand und die Produktion der Eier aus diesen Haltungsformen niedriger war. Die meisten importierten Eier kamen aus den Niederlanden und Polen, wobei der Import aus Polen um 28 Prozent zurückging. Dafür war die Auslistung polnischer Eier aus Käfighaltung im Handel verantwortlich.
BLE


ASP führt zu Einbruch des Schweinebestands in China

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) könnte dazu führen, dass sich der Schweinebestand in China, dem Land mit dem weltweit größten Schweinebestand, bis zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Dies geht aus einer Studie der niederländischen Rabobank hervor. Die Schweinefleischproduktion dürfte in diesem Jahr um rund ein Viertel zurückgehen. Der Rückgang der Produktion dürfte geringer ausfallen als der Rückgang der Bestände, da bereits im ersten Halbjahr eine sehr hohe Zahl an Tieren geschlachtet worden war. Für das kommende Jahr wird ein weiterer Produktionsrückgang um 10 bis 15 Prozent erwartet.
Reuters.com


Krankenhäuser entscheidend für Verbreitung extrem resistenter Keime

Die entscheidende Rolle bei der Verbreitung extrem resistenter Bakterien spielen offenbar Krankenhäuser, wie aus einer Studie unter Beteiligung des Uniklinikums Freiburg hervorgeht. Die Forscher hatten dafür die 2.000 Bakterien der Spezies Kelbsiella pneumoniae sequenziert. „Die genetischen Unterschiede zwischen extrem resistenten Isolaten nahmen zu, je größer die Entfernung zwischen den Krankenhäusern war“, sagt Prof. Dr. Hajo Grundmann, Leiter des Instituts für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg und Letztautor der Studie. Die Mehrzahl der ähnlichsten Isolate stammt von Patienten, die innerhalb des Beobachtungszeitraums im selben Krankenhaus behandelt wurden. Eine Verbreitung der Erreger über Ländergrenzen war extrem selten. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass sich extrem resistente Bakterien vor allem innerhalb einzelner Krankenhäuser und bei der Verlegung von Patienten zwischen naheliegenden Krankenhäusern verbreiten. Die Forscher schlussfolgern auch, dass Übertragungen in der Allgemeinbevölkerung, aus der Umwelt, der Landwirtschaft und über Lebensmittel nur eine geringe Rolle spielen. Grundmann plädiert für die Verbesserung der Krankenhaushygiene und ist davon überzeugt, dass man so die Verbreitung nicht nur verzögern, sondern sogar erfolgreich kontrollieren könne.
Uniklinikum Freiburg


Mensch-Tier-Hybride in Japan gestattet

Nachdem die japanische Regierung die Regeln für die Schaffung von Mensch-Tier-Hybriden gelockert hat, will ein Forscher der Universität Tokio dies nutzen und entsprechende Versuche durchführen. Dabei werden letztlich pluripotente Stammzellen des Menschen in Embryos von Tieren eingesetzt. Bisher waren solche Versuche in Japan nur bis zum 14. Tag der Embryonalentwicklung erlaubt. Hiromitsu Nakauchi will mit Genehmigung der Behörden über diesen Zeitraum hinausgehen. Zunächst will er Experimente an Mäusen und Ratten durchführen und dabei die Embryonalentwicklung bis zum 15. bzw. 16. Tag wachsen lassen. Später sollen dann solche Versuche an Schweinen bis zum 70. Tag der Embryonalentwicklung durchgeführt werden. Ziel ist es, letztendlich Organe in den Tieren zu entwickeln, die gegebenenfalls für eine Transplantation am Menschen geeignet wären.
Nature.com


30.07.2019

Hämorrhagische Septikämie der Rinder in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg ist erstmals die durch Bakterien verursachte Hämorrhagische Septikämie des Rindes, die auch Wild- oder Rinderseuche genannt wird, nachgewiesen worden. Die Erkrankung ist vor allem aus Afrika und Asien bekannt und wird durch Pasteurella multocida Kapseltyp B verursacht. Im Jahr 2015 erhielt der Erreger weltweite Aufmerksamkeit, als es in Kasachstan zu einem Massensterben von Saiga-Antilopen kam. In Deutschland wurde der Erreger erstmals 2010 in Brandenburg und Sachsen-Anhalt nachgewiesen. In der Folge wurde er auch in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und zuletzt in Bayern beschrieben. In Baden-Württemberg erfolgte der Nachweis jetzt bei verendeten Tieren aus drei landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Nordschwarzwald, die im CVUA Stuttgart untersucht wurden. Die Tiere waren jeweils am Abend noch bei gutem Allgemeinbefinden. Am nächsten Morgen erschienen sie geschwächt. Die Sektionen der Tiere ergaben jeweils ein identisches Bild. Weiterführende Untersuchungen erbrachten dann den Nachweis des Erregers. Untersuchungen am Friedrich-Loeffler-Institut und im Landeslabor Berlin-Brandenburg bestätigten die Stuttgarter Ergebnisse. Für erkrankte Tiere kommt meist jede Hilfe zu spät. Da Wildtiere als wichtiges Reservoir für Weiderinder angesehen werden, ist besonders darauf zu achten, dass Wild möglichst keinen Zugang zu den Tränken auf den Rinderweiden erhält. Auch sollten Wildfütterungsplätze nicht in der Nähe von Rinderweiden eingerichtet werden.
CVUA Stuttgart


Struktur des Tollwutvirus weiter entschlüsselt

Wissenschaftlern der Vetmeduni Vienna ist es gelungen, die Struktur des Tollwutvirus weiter zu entschlüsseln. Obwohl die Tollwut bei uns getilgt ist, stellt sie weltweit immer noch ein großes Problem dar und wird für rund 55.000 Todesfälle beim Menschen jedes Jahr verantwortlich gemacht. Deshalb wird weiter an der Aufschlüsselung der Struktur des Virus gearbeitet. Dabei ist es den Wiener Forschern gelungen, die Struktur des Ribonukleinproteins (RNP) des Virus aufzuklären. Diese Struktur ist neben einer Membran, in die Oberflächenglykoproteine eingebettet sind, ein Bestandteil des Virus. Demnach entspricht die Struktur des RNP einer rechts-händigen Helix. Die Struktur ähnelt der des Virus der vesikulären Stomatitis (VSV). Allerdings entstehen die Verbindungen der benachbarten Helix-Windungen bei den beiden Viren durch unterschiedliche Proteine. Die Darstellung gelang den Forschern unter Verwendung der Kryoelektronentomographie, einem bildgebenden Verfahren zur dreidimensionalen Darstellung feinster biologischer Strukturen.
Vetmeduni Vienna


Zahl der Tiger in Indien deutlich gestiegen

Für die Erhaltung des Tigers in Indien gibt es neue Hoffnung, denn die Zahl der wild lebenden Tiere ist dort in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Nach einem Bericht des WWF gibt es momentan fast 3.000 wild lebende Tiger in Indien. Im Jahr 2015 waren es noch gut 2.200 Tiere. Kathrin Samson, Tiger-Expertin beim WWF sieht damit bestätigt, dass die Maßnahmen, die Umweltschutzorganisationen, die Politik, Wissenschaftler und besonders die Bevölkerung vor Ort getroffen haben, erfolgreich sind. Indien ist das Land, in dem mit Abstand am meisten Tiger in freier Wildbahn leben. Nachdem bereits in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts erste Maßnahmen ergriffen worden waren, um die Tiere zu schützen, musste man zu Beginn des Jahrtausends feststellen, dass viele Schutzgebiete leer gewildert waren. Die danach durchgeführte Intensivierung der Schutzmaßnahmen hat zum jetzigen Erfolg geführt. Samson betont, dass man gerade am Beispiel Indien erkennen könne, wie wichtig der politische Wille zum Erhalt einer Art sei. Hier arbeitet der WWF eng mit den Regierungen der Tigerländer zusammen. Dabei sind auch die Strafverfolgung bei Wilderei oder verbotenem Tigerhandel besonders wichtig. Und Samson verweist auch darauf, dass die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung unbedingt erfolgen müsse, denn diese Menschen sind es, die mit den Großkatzen zusammenleben müssen.
WWF


29.07.2019

EU will Landwirte wegen Trockenheit unterstützen

Die EU-Kommission hat angekündigt die von der Dürre betroffenen Landwirte mit verschiedenen Maßnahmen zu unterstützen. Dies kündigte EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan in der vergangenen Woche an. Dazu gehören höhere Vorschusszahlungen und die Freigabe bestimmter Flächen, die sonst zur Ökologisierung dienen, zur Futterproduktion. So sollen bereits 70 Prozent der Agrar-Direktzahlungen und 85 Prozent der Zahlungen für die ländliche Entwicklung ab Mitte Oktober zur Verfügung stehen. "Diese andauernden klimatischen Bedingungen sind für unsere Landwirte Anlass zu Sorge. Die Kommission steht in engem Kontakt mit den Mitgliedstaaten und bewertet die Lage vor Ort. Wie immer stehen wir bereit, den von der Dürre betroffenen Landwirten zu helfen," so Hogan.
EU-Kommission


ASP erreicht die Slowakei

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in der vergangenen Woche erstmals in der Slowakei nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Zuvor war die Erkrankung dort weder bei Haus- noch bei Wildschweinen aufgetreten. Betroffen ist ein kleiner Betrieb in dem nur vier Schweine gehalten wurden, die alle getötet wurden, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Der Betrieb liegt im Osten der Slowakei in unmittelbarer Nähe zur Grenze zu Ungarn.
OIE


Koi Herpes Virus erstmals in Norwegen und der Slowakei nachgewiesen

Sowohl in Norwegen wie auch in der Slowakei ist das Koi Herpes Virus (KHV) erstmals nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. In Norwegen konnte man nachweisen, dass die betroffenen Fische importiert worden waren. Man geht davon aus, dass keiner der Fische an einen anderen Besitzer gelangt ist und hofft, dass die Erkrankung so begrenzt bleibt. In der Slowakei ist dagegen die Herkunft des Virus noch unklar.
Promedmail


Bayern rät zur Impfung gegen FSME

Angesichts in diesem Jahr beim Menschen bereits gestiegener Fälle rät Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml zur Impfung gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In diesem Jahr wurden in Bayern bis zum 22. Juli bereits 95 Fälle der Erkrankung beim Menschen nachgewiesen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 23 Fälle weniger. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung für Personen, die in Risikogebieten mit Zecken in Kontakt kommen könnten. In Bayern ist die Erkrankung grundsätzlich auf dem Vormarsch. Nachdem im Jahr 2001 eine Meldepflicht für die FSME eingeführt wurde, ist die Zahl der FSME-Risikogebiete in Bayern kontinuierlich gewachsen. Aktuell werden 91 von 96 bayerischer kreisfreien Städten und Landkreisen als Risikogebiete geführt. Die Erkrankung kann grundsätzlich auch auf den Hund übertragen werden. Deshalb sollten Hundebesitzer die Zeckenprophylaxe in Risikogebieten besonders ernst nehmen, um ihre Tiere vor dieser und anderen durch Zecken übertragenen Erkankungen zu schützen.
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.
www.zecken-und-flohfrei.de


26.07.2019

Antibiotikaabgabe in der Tiermedizin weiter zurückgegangen

Auch im vergangenen Jahr ist die in Deutschland in der Tiermedizin abgegebene Menge an Antibiotika weiter leicht gesunken. In 2018 wurden insgesamt noch 722 Tonnen Antibiotika abgegeben. Dies entspricht einem Rückgang um 1,5 Prozent gegenüber 2017. Gegenüber der ersten Erhebung im Jahr 2011 ist die Abgabe um mehr als die Hälfte zurückgegangen, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt. Damals wurden noch 1.706 Tonnen abgegeben. Als besonders erfreulich wird bewertet, dass im vergangenen Jahr erstmals weniger Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation als 2011 abgegeben wurden. Im vergangenen Jahr sind bei diesen Wirkstoffklassen, die als besonders wichtig für die Therapie beim Menschen gewertet werden, die Verbräuche stark zurückgegangen. Die Abgabe von Fluorchinolonen sank um 2,2 auf noch 9,9 Tonnen. Die Abgabe von Fluorchinolonen der 3. und 4. Generation sank um eine bzw. 0,6 Tonnen auf 1,3 bzw. 0,5 Tonnen. An der Spitze der abgegebenen Antibiotika stehen die Penicilline mit 271 Tonnen, gefolgt von den Tetrazyklinen mit 178 Tonnen. Betrachtet man die Abgabe regional, so ist im Bereich der Postleitzahlen, die mit 49 beginnen, mit rund 300 Tonnen insgesamt die größte Antibiotikamenge abgegeben worden. Dies ist der Bereich im nordwestlichen Niedersachsen um Cloppenburg, eine Region mit einer extrem hohen Tierdichte.
BVL


Hyalomma-Zecke auch in den Niederlanden nachgewiesen

Nachdem die ursprünglich aus subtropischen Ländern stammende Hyalomma-Zecke im vergangenen Jahr erstmals in Deutschland nachgewiesen wurde, ist sie jetzt auch in den Niederlanden erstmals aufgetaucht. Nachgewiesen wurde sie in der Provinz Drenthe. In Deutschland wurde die Zecke auch in diesem Jahr bereits gefunden, und es wird vermutet, dass sie es geschafft hat, in Deutschland zu überwintern. Die Hyalomma-Zecken können bis zu zwei Zentimeter und damit deutlich größer werden, als die hier vorkommenden Arten wie der Holzbock werden. Zudem sind diese Zecken aktive Jäger und warten nicht, bis ein Wirt vorbeikommt.
DutchNews.nl


Trichinenfund bei Wildschwein in Brandenburg

Im brandenburgischen Landkreis Oberhavel ist bei einem Anfang Juli erlegten Wildschwein ein positiver Trichinenbefund erhoben worden. Wie das Veterinäramt des Landkreises mitteilt, wurden bereits im vergangenen Jahr Trichinen bei drei erlegten Wildschweinen nachgewiesen. Und auch im Mai diesen Jahres wurde der Parasit bei einem Wildschwein gefunden. Dieses Tier wurde im Landkreis Oberhavel untersucht, stammt aber aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Trichinen können auch für den Menschen bei einer Infektion eine Lebensgefahr bedeuten. Bei Trichinen handelt es sich um Fadenwürmer, die in der Skelettmuskulatur von Säugetieren, Vögeln und Reptilien leben können. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt ausschließlich durch den Verzehr von rohem oder nicht genügend durcherhitztem Fleisch. Auch über Produkte wie Rohwurst oder Rohschinken kann die Infektion erfolgen. Das Veterinäramt weist auf die Notwendigkeit der Trichinenuntersuchung bei Hausschweinen, Schwarzwild und auch anderen Wildtieren hin.
Landkreis Oberhavel


Großbritannien untersagt Wildtierhaltung im Zirkus

Das britische Parlament hat die Haltung von Wildtieren im Zirkus in England untersagt, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten berichtet. Dieses Haltungsverbot tritt bereits zu Beginn des kommenden Jahres in Kraft. Schottland hat ein solches Verbot bereits beschlossen und für Wales laufen ebenfalls entsprechende Planungen. Vier Pfoten freut sich über die Entscheidung und kritisiert gleichzeitig, dass in Deutschland ein solches Verbot noch nicht in Kraft ist. Die Haltung von Wildtieren in Zirkussen sei bereits in 28 europäischen Ländern verboten worden. Die Tierschutzorgansiation fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) auf, zeitnah ein entsprechendes Verbot in Deutschland zu erwirken. Entsprechende Vorschläge lägen bereits seit mehreren Jahren auf dem Tisch.
Vier Pfoten


25.07.2019

Hitzewelle bedeutet Risiken auch für Heimtiere

Die aktuelle Hitzewelle bedeutet auch für unsere Haustiere ein Risiko, weshalb vorgesorgt werden muss. Darauf weist der Deutsche Tierschutzbund hin. Grundsätzlich sollte man die Tiere bei den hohen Temperaturen immer gut im Blick haben, da auch unsere Tiere einen Hitzeschlag erleiden können. Ein Problem vieler Tierarten ist, dass sie anders als der Mensch nicht schwitzen und z.B. den Temperaturausgleich nur über Wasseraufnahme und Hecheln herstellen können. Deshalb brauchen Tiere jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser und immer auch ein schattiges Plätzchen. Zudem sollten größere Anstrengungen vermieden werden. So sollte das Gassigehen mit Hunden auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Hunde freuen sich auch über Abkühlung in einem Pool. Bei Kaninchen und Meerschweinchen, die im Außengehege gehalten werden, muss sichergestellt werden, dass sich ein Großteil des Geheges über den gesamten Tag im Schatten befindet. Zusätzlich kann man durch kühle Steinplatten oder feuchte aufgehängte Tücher für Abkühlung sorgen. Und wie immer darf der Hinweis nicht fehlen, dass Tiere niemals im Auto alleine gelassen werden dürfen, denn hier kann die Temperatur schnell auf über 50 Grad ansteigen. Sollte der Verdacht auf eine Überhitzung des Tieres bestehen, ist schnelles Handeln gefragt. Anzeichen dafür können starkes Hecheln und Unruhe sein. Dann können feuchte Tücher, die um die Gliedmaßen gewickelt werden, eine erste Abkühlung bringen. Bei Verdacht auf einen Hitzeschlag muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Baden-Württemberg untersagt Tiertransporte bei mehr als 30 Grad

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauck (CDU) hat angeordnet, dass bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad Celsius vorerst keine Tiertransporte mehr abgefertigt werden dürfen. Hauck begründete diesen Schritt damit, dass Tiertransporte bei mehr als 30 Gard nicht den rechtlichen Vorgaben entsprechen würden. Es sei davon auszugehen, dass bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad der Toleranzbereich im Inneren des Fahrzeuges ohne Kühlung nicht mehr eingehalten werden könne. Deshalb hat der Minister eine entsprechende Weisung an die zuständigen Behörden herausgegeben. Das Ministerium verweist zudem auf die entsprechenden EU-Vorschriften, die in Deutschland unmittelbar umzusetzen sind. Demnach müssen im Inneren eines Transportmittels für Tiere unabhängig von der Außentemperatur und davon, ob das Fahrzeug steht oder in Bewegung ist, Temperaturen zwischen 5 und 30 Grad Celsius gewährleistet werden.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Absatz von Fleischersatzprodukten gestiegen

Im ersten Halbjahr 2019 ist der Absatz von Fleischersatzprodukten gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozent gestiegen. Dies berichtet das MDR-Magazin "Umschau" unter Berufung auf Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Damit hat der Absatz fast wieder den Spitzenwert des 1. Halbjahres 2016 erreicht. Damals waren verschiedene Anbieter auf den Markt getreten. Nach einer Steigerung des Absatzes brach dieser dann wieder ein. Als Grund dafür wird vermutet, dass die Produkte oftmals den Erwartungen nicht entsprechen konnten. Der jetzige Anstieg begann auch erst im zweiten Quartal. Bis dahin schien der Markt weiterhin zu schrumpfen. Dann führte der Discounter Lidl eine Aktion mit der Marke Beyond Meat durch, die im Juni noch einmal wiederholt wurde. Helmut Hübsch von der GfK vermutet, dass auch die Fridays for Future Aktivitäten bei dem jetzigen Anstieg eine Rolle gespielt haben könnten, dass die Diskussion um Fleischersatz wieder aufgeflackert ist. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 12.500 Tonnen an Fleischersatzprodukten abgesetzt.
ots


24.07.2019

Tierschutz bei der Urlaubsplanung gefragt

Am 8. August ist Weltkatzentag. Aus diesem Anlass weist der Deutsche Jagdverband auf das Schicksal der etwa zwei Millionen herrenlosen Streunerkatzen in Deutschland hin, Tendenz steigend. Dies liegt an der sehr hohen Fortpflanzungsrate, weiß die Berliner Tierärztin Dr. Anna Maria Ewert. Verantwortungsvolle Tierhalter sollten ihre Katzen und Kater daher kastrieren, sie durch einen Chip kennzeichnen und registrieren lassen. Sollte die Hauskatze dann einmal nicht nach Hause kommen und irgendwo anders aufgegriffen werden, kann der Besitzer gefunden werden. Außerdem können solche Tiere nicht mehr ausgesetzt werden, wie dies zur Ferienzeit immer noch jedes Jahr mit tausenden Tiere geschieht. Das betrifft neben Katzen auch Hunde, Heimtiere und exotische Tierarten. Deshalb ruft der Deutsche Jagdverband zu mehr Tierschutz bei der Urlaubsplanung auf. Ein Tier auszusetzen ist nicht nur grausam und verantwortungslos, sondern stellt auch einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar.
DJV


Landkreis Cloppenburg beklagt zunehmende Tierschutzverstöße und wachsenden Personalmangel

Im Landkreis Cloppenburg haben Amtstierärzte eine Zunahme von Tierschutzverstößen bei der Anlieferung von Schweinen und Rindern an Schlachtbetriebe festgestellt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 138 Verfahren deswegen eingeleitet, da die Tiere nicht transportfähig waren. 30 davon sind der Staatsanwaltschaft als Straftat zur Ahndung angetragen worden, die übrigen wurden als Ordnungswidrigkeit verfolgt. Aus diesem Grund mahnte der Landkreis erneut einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren an und kündigte an, künftig die Kontrollen weiter zu intensivieren und Verstöße konsequent zu ahnden. Aber auch die Schlachthofbetreiber, ihre Mitarbeiter und Tierschutzbeauftragten hätten die Pflicht, auf Tierschutzverstöße zu achten und diese anzumahnen. Der Landkreis Cloppenburg hat außerdem das Problem, dass der Bedarf an tierärztlichem Fachpersonal mit steigenden Schlachtzahlen steigt, die Zahl der geeigneten Bewerber jedoch deutlich unter dem aktuellen Bedarf liegt. Speziell im Hinblick auf den bevorstehenden demographischen Wandel wird die Herausforderung, eine ausreichende Anzahl an Amtstierärzten zu generieren, nochmal schwieriger.
topagrar.de
Jahrespressebericht Landkreis Cloppenburg


Klimawandel erfolgt schneller als Tierwelt sich anpassen kann

Grundsätzlich reagieren Tiere mit entsprechendenAnpassungsreaktionen auch auf den stattfindenden Klimawandel. Allerdings erfolgt er aktuell so schnell, dass die Tiere mit der Anpassung nicht nachkommen können. Dies geht aus einer internationalen Studie von 64 Forschern hervor, an der auch das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) beteiligt war. Die Forscher haben insgesamt mehr als 10.000 veröffentlichte Studien ausgewertet und besorgniserregende Ergebnisse erhalten. Im Allgemeinen sind die Anpassungsreaktionen oft unzureichend, um die Folgen des rasanten Temperaturanstiegs zu bewältigen. Auch gehen sie manchmal sogar in die verkehrte Richtung. Die Forscher haben sich bei ihren Studien auf Vögel konzentriert, da für andere Tiergruppen nur wenig Datenmaterial vorhanden ist. Co-Autor Steven Beissinger (University of California in Berkeley) sagt: „Dies deutet darauf hin, dass Tierarten durchaus in der Lage sind, sich an Umweltveränderungen anzupassen. Solange sie sich schnell genug verändern, um den Klimawandel zu bewältigen, könnten sie daher in ihrem Lebensraum bleiben, auch wenn dieser sich erwärmt.“ Der Senior-Autor Alexandre Courtiol (Leibniz-IZW) fügt jedoch hinzu: „Das Entscheidende ist die Geschwindigkeit der Anpassungen, und unsere Auswertung legt offen, dass selbst Tierarten, die sich an die veränderte Umwelt anpassen, dies nicht schnell genug tun, um ihr Überleben zu garantieren.“ Co-Autor Thomas Reed (University College Cork, Irland) erklärt: „Diese Schlussfolgerungen wurden ermöglicht, indem wir die beobachtete Reaktion auf den Klimawandel mit derjenigen verglichen, die zu erwarten wäre, wenn eine Population in der Lage wäre, ihre Eigenschaften in idealer Weise an den Klimawandel anzupassen.“ Als besonders besorgniserregend wird gesehen, dass die analysierten Daten sich überwiegend auf häufige Arten wie z.B. die Elster und die Kohlmeise konzentrierten. Von diesen ist bekannt, dass sie mit dem Klimawandel vergleichsweise noch gut umgehen können. „Vergleichbare Anpassungen bei seltenen oder gefährdeten Arten müssen noch analysiert werden. Wir befürchten, dass die Prognosen zum Überleben für solche Arten, die für den Naturschutz von Belang sind, noch pessimistischer sein werden“, schließt Stephanie Kramer-Schadt (Leiterin der Abteilung für Ökologische Dynamiken des IZW).
IZW Berlin


Petition fordert Tiere nicht mehr als Sachen zu behandeln

Aktuell werden in einer Online-Petition Stimmen dafür gesammelt, dass Tiere vom Gesetzgeber künftig nicht mehr wie Sachen behandelt werden. Initiiert wurde die Petition von dem Pferdezüchter Arend Kamphorst, der durch die Reform des Schuldrechts im Bürgerlichen Gesetzbuch die Pferdehändler in Existenznot sieht. Tiere werden demnach wie Dinge behandelt. Damit gilt eine 24-monatige Gewährleistung und für die ersten sechs Monate nach dem Verkauf die Beweislastumkehr, nach der der Verkäufer die Mängelfreiheit des Tieres nachweisen muss. Hier besteht grundsätzlich kein Unterschied zwischen dem Kauf eines Pferdes oder beispielsweise eines Rasenmähers. Kamphorst befürchtet, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann ein Züchter eine Mängelrüge bezüglich eines verkauften Tieres erhält und den Preis reduzieren oder das Tier gar zurücknehmen muss. Aktuell würden die Tiere bei Ankaufsuntersuchungen mehr oder weniger "kaputt geschrieben". Kamphorst fordert, dass man zur bis 2002 geltenden Regelung für den Pferdekauf zurückkehrt. Hier musste der Verkäufer 14 Tage für bestimmte als Hauptmangel bezeichnete Krankheiten haften. Sollte es nicht gelingen, zu einer solchen Regelung zurückzukehren, befürchtet Kamphorst den schleichenden Tod der Pferdezucht in Deutschland und geht davon aus, dass die Zuchtverbände und großen Pferdekliniken mit in diesen Abwärtsstrudel geraten würden. Pferde sind keine Sachen und sollten deshalb auch rechtlich als Lebewesen behandelt werden.
Open Petition


ASP erstmals in großem Betrieb in Bulgarien

Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Bulgarien bisher nur in kleineren Betrieben nachgewiesen worden war, ist jetzt offenbar erstmals ein Großbetrieb betroffen. Demnach wurde das Virus in einem Großbetrieb mit mehr als 17.000 Schweinen zu Beginn der Woche nachgewiesen. Entsprechende Restriktionszonen um den Betrieb, der in der Nähe zur rumänischen Grenze liegt, wurden eingerichtet. Dort ist die ASP auch im Grenzgebiet zu Rumänien sowohl bei Wild- als auch bei Hausschweinen äußerst aktiv.
Promedmail


23.07.2019

RHDV-2 in Washington State, USA

Aus dem Bundesstaat Washington in den USA ist das Rabbit Hemorrhagic Disease Virus vom Typ 2 (RHDV-2) bei einem Hauskaninchen aus der San Juan County gemeldet worden. Entsprechende Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Viruskrankheit zu verhindern, wurden ergriffen, wie das zuständige Ministerium mitteilte.
OIE


Hitzewelle: Irland setzt Tiertransporte aus

Eine neue Hitzewelle überrollt Europa. Das irische Landwirtschaftsministerium hat daher beschlossen, die Ausfuhr von lebenden Tieren vorübergehend zu verbieten, berichtet Schweizerbauer. Bereits am vergangenen Samstag ist das Verbot in Kraft getreten, wie das Nachrichtenportal AgriLand mitgeteilt hat. „In Anbetracht der Prognosen für eine weitere starke Hitzewelle ist der Straßentransport von lebenden Wiederkäuern nach und durch Kontinentaleuropa ab dem 20. Juli 2019 bis auf Weiteres verboten“, lautete die Mitteilung des Ministeriums. Bereits im Juni waren Tiertransporte wegen der heißen Temperaturen verboten worden. Grundsätzlich hat die irische Regierung den Transport von lebenden Tieren auf der Straße nach Nordafrika, Griechenland, in die Türkei, nach Bulgarien und nach Kroatien im Juli und August untersagt.
Schweizerbauer
AgriLand


Startschuss zum Verbundprojekt zu Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration gefallen

Im Rahmen eines Verbundprojekts, an dem unter anderem das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) beteiligt sind, werden in den kommenden Wochen „Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration“ untersucht. Die erste Phase startet am FBN, an dem die lokale Betäubung ohne Injektion, untersucht wird. Insbesondere wie sich die Schmerzausschaltung in dem Zeitraum von 48 Stunden nach dem Eingriff darstellt, soll untersucht werden. In einer zweiten Phase soll dann die praktische Umsetzung und ökonomische Bewertung verschiedener Verfahren erfolgen. Bis zum Ende der betäubungslosen Ferkelkastration in knapp 18 Monaten soll Ferkelerzeugern eine praxistaugliche Alternative vorliegen. „Führt das Projekt zum Erfolg, besteht die Herausforderung darin, innerhalb kurzer Zeit ein praxistaugliches Konzept für die Betriebe zu erarbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


Tiere vor Sommerhitze schützen

In dieser Woche soll es fast überall in Deutschland eine neue Hitzewelle geben. In diesem Fall haben Halter von Heimtieren einiges zu beachten, damit ihre Tiere die heißen Tage gut überstehen. Besonders wichtig ist, dass die Tiere ausreichend frisches Wasser zur Verfügung haben, weiß die Tierschutz Umbudstelle Wien. Dabei muss bedacht werden, dass sich der Wasserbedarf an heißen Tagen deutlich erhöht. Zudem kann ein umgeworfener Wassernapf die Tiere bei Temperaturen über 30 Grad in Lebensgefahr bringen, wenn sie über Stunden ohne Wasser auskommen müssen. Daher ist es ratsam, die Zahl der Wassernäpfe sicherheitshalber zu erhöhen. Bei Frischfutter ist zu bedenken, dass dieses bei sommerlichen Temperaturen schnell verderben kann. Weiterhin müssen den Tieren ausreichend Schattenplätze zur Verfügung stehen. Heimtieren, die in Freilandgehegen gehalten werden, freuen sich über kühle Steinplatten oder feuchte Tücher, die über das Gehege gehängt werden. Viele Vögel lieben eine sanfte Dusche aus der Sprühflasche. Die Flasche bitte mit handwarmem Wasser befüllen, damit der ausströmende Sprühnebel für die Tiere nicht unangenehm kalt ist. Außerdem dürfen Vögel nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, weshalb Plätze am Fenster oder auf dem Balkon tabu sind! Ebenso sollten die Tiere vor Zugluft geschützt werden.
Tierschutz Umbudstelle Wien


Bei Jagdreisen ins Ausland Regeln zur ASP-Prophylaxe beachten

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) weist darauf hin, dass bei Jagdreisen in das Ausland einige Regeln eingehalten werden müssen, um das Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu minimieren. Dies gilt besonders für Reisen nach Osteuropa und Belgien, wo die ASP aktiv ist. Grundsätzlich muss man sich über die ASP-Situation im Reiseland vorab informieren. Das Virus der Seuche kann auch über kontaminierte Kleidung, Gegenstände und Fahrzeuge verbracht werden. Deshalb müssen diese vor der Rückreise gereinigt und gegebenenfalls desinfiziert werden. Die Verbringung von Jagdtropäen ist sogar in einer entsprechenden EU-Verordnung geregelt. Diese dürfen nur nach gründlicher Reinigung, Trocknung, Desinfektion und in allseitig umschlossenen Verpackungen zur Vermeidung einer Rekontamination mitgebracht werden. Zusätzlich ist eine Bestätigung der zuständigen Veterinärbehörde aus der von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Region erforderlich. „Wenn dies nicht gewährleistet ist, kann keine Einfuhr von Jagdtrophäen erfolgen“, betonte Hauk. Das innergemeinschaftliche Verbringen von frischem Wildschweinfleisch sowie daraus hergestellten Erzeugnissen ohne ausreichende Erhitzung aus Restriktionsgebieten ist grundsätzlich untersagt.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Ab September werden in Teterow keine Schweine mehr geschlachtet

Am gestrigen Montag hat Danish Crown verkündet, dass ab September 2019 keine Schweineschlachtungen mehr im Schlachthof Teterow/Mecklenburg-Vorpommern stattfinden werden. Die Entscheidung sei aus Gründen der Standortsicherung gefallen, wie Topagrar zu berichten weiß. „Wir haben sehr gezielt daran gearbeitet, sowohl die Produktion als auch die Vermarktung von Schweinefleisch aus unserem Betrieb in Teterow zu entwickeln. Hierzu wurden in den letzten Wochen, gemeinsam mit einem starken, regionalen Partner, Aktivitäten unternommen, um die Vermarktung von Schweinehälften zu verbessern. Jedoch müssen wir nun erkennen, dass unsere wirtschaftlichen Bedingungen gegen eine Fortsetzung der Schweineschlachtung sprechen. Aus diesem Grund wurde die Entscheidung getroffen, die Schweineschlachtung Ende August 2019 einzustellen", erklärt Kay Rohloff, Geschäftsführer in Teterow, die Entscheidung. Erst vor 2 Jahren waren 2,5 Millionen Euro in den Schlachthof investiert und 60 Mitarbeiter eingestellt worden. Für Schweinehalter in Mecklenburg-Vorpommern bedeutet das nun, dass ihre Tiere in weit entfernte Schlachthöfe gebracht werden müssen. Die nächstgelegene Großschlachterei liegt im 140 Kilometer entfernten Perleberg in Brandenburg. Aber auch die noch weiter weg liegenden Städte Stettin, Weißenfels und Altenburg kämen infrage.
Topagrar


Neuseeland will Treibhausgase für Nutztierhalter bepreisen

Um das Ziel, bis zum Jahre 2050 klimaneutral zu sein, zu erreichen, wird Neuseeland auch die Unterstützung des landwirtschaftlichen Sektors benötigen, wie Agrarheute berichtet. Denn fast die Hälfte aller Treibhausgase des Landes werden in diesem Bereich produziert. So sollen Halter von Nutztieren und Düngemittelhersteller ab 2025 für Verschmutzungsrechte zahlen. Darauf haben sich Regierung und Vertreter des Agrarsektors geeinigt. Jedoch werden zunächst nur in etwa 5 Prozent der gesamten Treibhausgasabgaben in Rechnung gestellt. So kämen ab 2025 umgerechnet Kosten in Höhe von 0,6 Eurocent je Kilogramm erzeugtem Rindfleisch bzw. Milchfeststoff auf die Rinderhalter zu. Schafhalter müssen ab diesem Zeitpunkt weniger als 1 Eurocent/Kilo zahlen. Mit diesen Geldern sollen Landwirte für Klimausgleichsmaßnahmen wie Baumpflanzungen entschädigt werden. Molkereien und Schlachthofbetreiber sollen bereits vor 2025 für Treibhausgasemissionen zahlen. Zur Zeit arbeiten Regierung und der nationale Bauernverband noch an der endgültigen Preisgestaltung sowie an einem Aktionsplan zur Senkung landwirtschaftlicher Emissionen.
Agrarheute