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16.08.2017

Streunerhunde von Tschernobyl werden geimpft und kastriert

Mehr als 30 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine leben heute hunderte Streunerhunde in der Sperrzone. Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN und der amerikanische NGO Clean Futures Fund (CFF) bemühen sich, diese vergessenen Hunde medizinisch zu versorgen. Ziel ist es, bis zu 120 Tiere gegen Tollwut zu impfen und zu kastrieren. Dadurch soll zum einen das Populationswachstum eingedämmt sowie die Arbeiter des Kernkraftwerks vor Tollwut geschützt werden. "Mit der Impfung der Hunde schützen wir also auch die 3.500 Arbeiter des Kraftwerks, die mit den Tieren in Kontakt kommen und sich um sie kümmern", erläutert Julie Sanders, Leiterin des Bereichs Heimtiere bei VIER PFOTEN. Im Vorfeld des Projektstarts wurde umfassende Recherchen angestellt und Studien herangezogen, um das Sicherheitsrisiko des Teams vor Ort zu minimieren.
Vier-Pfoten.at


Viele Viren älter als bislang angenommen

Kenntnisse über die evolutionäre Entwicklung von Viren über Raum und Zeit sind bei der Untersuchung von Epidemien von zentraler Bedeutung. Mit Hilfe einer neuen Methode können Berner Populationsgenetiker das Alter und den Zeitraum der Ausbreitung von Viren nun viel zuverlässiger als bisher bestimmen. Demnach liegt die Entstehungsgeschichte von zwei RNA Virusarten viel länger zurück als bislang angenommen. Denn die sehr hohen Mutationsraten dieser Viren führen dazu, dass sich RNA Viren genetisch rasch verändern und anpassen können. Bei Epidemien kann anhand der Zahl genetischer Unterschiede zwischen Virusproben der Zeitpunkt der ersten Infektion geschätzt werden. Diese genetische Bestimmungsmethode wird auch verwendet, um das Entstehen einer Virusart in ihrem tierischen Wirt zu datieren. Weil RNA Viren keine fossilen Rückstände hinterlassen, bleiben Altersschätzungen mit dieser Methode leider meist sehr vage und stehen häufig auch im Widerspruch zu biogeographischen Gegebenheiten wie zum Beispiel einer Verbreitung über mehrere Kontinente. Das Team um die Berner Forscher kombinierte nun für seine Berechnungen Informationen zur geographischen Herkunft von Virusproben mit genetischen Daten. Für die Studie wurden zwei Hantaviren untersucht. Die Forscher konnten mit der neuen Methode zeigen, dass die Verbreitung in europäischen Nagern bereits vor mindestens 3700, beziehungsweise 2500 Jahren stattgefunden hat. „Diese Viren sind somit zehn bis hundertmal älter als bisher angenommen“, erklärt Moritz Saxenhofer vom Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern. Es sei entscheidend, die evolutionäre Vergangenheit von sich rasch entwickelnden Krankheitserregern zu kennen, um ihre Biologie zu verstehen und somit künftigen Epidemien vorbeugen oder sie bekämpfen zu können.
Universität Bern


Exporte von lebenden Schweinen aus Deutschland weiter gesunken

Nachdem im Jahr 2016 rund eine Million Schweine und Ferkel weniger als im Jahr zuvor aus Deutschland ausgeführt wurden, nahmen auch im ersten Halbjahr 2017 die Lebendausfuhren von Schweinen aus Deutschland ab. Von Januar bis Juni 2017 wurden rund ein Prozent weniger Tiere exportiert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die meisten exportierten Schweine gehen auch in diesem Jahr nach Rumänien. Hierher gelangen etwa ein Fünftel aller exportierten deutschen Schweine. Bereits 2016 ist der Export von lebenden Schweinen aus Deutschland um rund eine Millionen Tiere zurückgegangen, wie topagrar unter Berufung auf die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft meldet.
topagrar.de


Erneut Nachweis der Schädlichkeit von Neonicotinoiden für Bestäuber nachgewiesen

Hummeln scheinen recht empfindlich auf ihre Umweltbedingungen zu reagieren. So fanden Wissenschaftler heraus, dass sich ein kurzer Winterschlaf negativ auf ihre Fortpflanzung auswirkt, da die Tiere danach kaum Eier legten. Aber auch der Kontakt mit dem Neonicotinoid Thiamethoxam hat negative Folgen für die Fortpflanzung der Hummelkönigin. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass mit Thiamethoxam belastete Königinnen früher Eier legten als Hummeln der unbelasteten Kontrollgruppe. Außerdem legten 26 Prozent weniger Königinnen Eier ab. Dies erklären die Wissenschaftler damit, dass manche Arten aufgrund von Stress oder Feinden früher mit der Fortpflanzung beginnen als unter normalen Umständen. Darüber hinaus verkürzen Neonicoide die Lebensspanne und Fruchtbarkeit männlicher Honigbienen deutlich. Andere Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass Neonicotinoide nicht nur den Fortpflanzungserfolg von Bienen und Hummeln beeinträchtigen können, sondern auch ihre Überwinterungsfähigkeit.
Royal Holloway University of London


15.08.2017

Umfrage zur Bedarfsermittlung von Schulungsmaßnahmen im Bereich Umweltwirkungen von Tierarzneimitteln

In der Vergangenheit ist der Einsatz von Tierarztneimitteln bei Nutztieren und ihr Eintrag in die Umwelt immer häufiger in den Fokus geraten. Dabei spielen nicht nur die Wirkstoffe selbst, sondern auch ihre Stoffwechselprodukte sowie deren Halbwertszeiten eine Rolle. Zudem kommt im Zusammenhang mit dem Einsatz von Antibiotika auch noch die zunehmende Resistenzproblematik hinzu. Im Rahmen einer Masterarbeit an der Friedrich- Wilhelms-Universität Bonn soll nun mit Hilfe einer Online-Umfrage der Bedarf für Schulungsmaßnahmen im Bereich Umweltwirkungen von Tierarzneimitteln ermittelt werden. Die Umfrage dauert ca. 10 Minuten und richtet sich an TierärztInnen und an in der Landwirtschaft tätige Personen. Alle Daten werden anonym behandelt und ausschließlich für die Auswertung einer wissenschaftlichen Arbeit verwendet.
Zur Umfrage


Schweizer Supermarkt will mit Insektenprodukten neue Trends setzen

Ein Burger mit Mehlwürmern ist nicht jedermanns Geschmack, er soll aber ab 21. August 2017 in der Schweiz als Spezialität erhältlich sein. Außerdem will die Supermarktkette Coop Hackbällchen mit Mehlwurmanteil auf Kichererbsenbasis anbieten. Das Unternehmen möchte damit neue Wege gehen und außerdem das hohe kulinarische sowie Nachhaltigkeitspotenzial von Insekten nutzen. Dazu hat es lange um die Zulassung von Insekten als Lebensmittel gekämpft. Mit Erfolg. Seit dem 1. Mai 2017 dürfen in der Schweiz Grillen, Wanderheuschrecken und Mehlwürmer zum Verzehr verkauft werden. In Deutschland sind Insekten in Nahrungsmitteln weiterhin verboten, obgleich die Welternährungsorganisation sich seit langem für die Nutzung von Insekten als Eiweißquelle stark macht.
Blick.ch


FLI veröffentlicht Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs der ASP

Vor dem Hintergrund der nach wie vor steigenden Fallzahlen Afrikanischer Schweinepest (ASP) im Baltikum und Polen sowie den Meldungen aus der Tschechischen Republik und Rumänien hat das FLI Empfehlungen für Maßnahmen im Falle eines Ausbruchs bei Wildschweinen in Deutschland erstellt und auf der Webseite veröffentlicht. Nach der Einrichtung eines gefährdeten Bezirks und einer Pufferzone gilt es, in beiden geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Verbreitung der Tierseuche möglichst zu verhindern. Dies schließt auch Biosicherheitsmaßnahmen bei der Jagdausübung ein.Außerdem gehört die Einrichtung von Sammelstellen für die Entsorgung von Tierkörpern sowie Reinigungs- und Desinfektionsmöglichkeiten dazu. Es ist Leinenzwang zu verhängen und Hausschweine in Freilandhaltung sind sofort aufzustallen. Zudem darf kein Gras, Heu oderStroh aus dem gefährdeten Gebiet in einen Hausschweinebestand verbracht werden.
FLI


14.08.2017

EIA in Baden-Württemberg - zwei Pferde betroffen

Im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg ist bei zwei Pferden das Virus der Equinen infektiösen Anämie (EIA), die hierzulande auch als Ansteckende Blutarmut der Einhufer bekannt ist, nachgewiesen worden. Wie der Landkreis Konstanz am 11.08.2017 mitteilte, handelt es sich um zwei Pferde von einem Hof in Engen-Anselfingen. Ein Sperrbezirk wurde eingerichtet, die Pferde müssen getötet werden. In Deutschland wurde das Virus, das durch Stechmücken übertragen wird, damit seit Juni diesen Jahres bereits bei 16 Pferden aus zehn Ställen in sechs Bundesländern nachgewiesen.
Landkreis Konstanz


MSD Tiergesundheit übernimmt neuen Produktionsbetrieb in Österreich

Die MSD Tiergesundheit, in den USA und Kanada bekannt als Merck Animal Health, hat einen neuen Produktionsbetrieb in Österreich übernommen. Wie das Unternehmen am 7. August 2017 bekannt gab, befindet sich der Betrieb in Krems an der Donau. Damit soll die bereits hohe globale Impfstoff-Produktionskapazität erweitert werden. MSD Tiergesundheit beabsichtigt die sofortige Adaptierung des Betriebes und wird in den kommenden Jahren produzieren können.
Business Wire


West-Nil-Virus in Griechenland weiter auf dem Vormarsch

In Griechenland wurden in diesem Jahr bereits 20 Fälle von Infektionen mit dem West-Nil-Virus beim Menschen nachgewiesen. Dies berichtet novinite.com unter Berufung auf die griechischen Gesundheitsbehörden. Da bis Anfang Juli erst ein Fall offiziell bestätigt worden war, müssen seitdem die neuen Fälle identifiziert worden sein. Alle Fälle sind auf dem Peloponnes nachgewiesen worden. Auch bei Pferden ist das Virus auf dem Peloponnes aktiv. Dort wurden Anfang August sieben Nachweise bei Pferden über die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet.
novinite.com
OIE


11.08.2017

Circovirus vom Typ 3 offenbar auch in Dänemark verbreitet

Offenbar grassiert das "neue" porcine Circovirus vom Typ 3 (PCV3) auch in dänischen Schweinebeständen. Zu diesem Ergebnis kommen das DTU Veterinärinstitut und das dänische Forschungszentrum Seges in einer gemeinsamen Untersuchung. Demnach konnten die Forscher das Virus in archivierten Proben von dänischen Mastschweinen und Sauen nachweisen. Klinisch erkennbare Probleme seien in Dänemark im Gegensatz zu den USA, wo das Virus bereits Hautveränderungen (PDNS), Fruchtbarkeitsstörungen (Aborte, Mumien), Atemwegserkrankungen und Kümmern bei Schweinen hervorgerufen hat, jedoch bislang nicht aufgetreten. Außer in den USA ist der Erreger auch in China bereits als Krankheitsverursacher identifiziert worden.
topagrar.de
Mehr über PCV3


EU-Kommission will Koordinierung zwischen Mitgliedsstaaten nach Fipronil-Fall verbessern

Die EU-Kommission will nach dem Fipronil-Skandal die Koordinierung zwischen den Mitgliedsstaaten verbessern. Allerdings weist die EU-Kommission auch daraufhin, dass momentan nicht der Moment sei, ein Schwarzer-Peter-Spiel anzufangen. Momentan sei es notwendig, koordiniert und transparent zu handeln. Die Kommission verweist zudem darauf, dass man im aktuellen Fipronil-Fall am 20. Juli von den belgischen Behörden über das Schnellwarnsystem RASFF informiert wurde und verweist darauf, dass es im dezentralen System der EU an den Mitgliedsstaaten sei, Untersuchungen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Über RASFF wird sichergestellt, dass alle Mitglieder gleichzeitig informiert werden und entsprechend handeln können. Das System gibt es bereits seit 1979 und wird seitdem laufend weiterentwickelt. Die EU-Kommission betonte zudem, dass sich das System bewährt habe. Jedes Jahr gebe es einige hundert Warnmeldungen. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hat in den letzten Tagen mit den Landwirtschaftsministern Belgiens, Deutschlands und der Niederlande darüber gesprochen, wie die Transparenz, Koordinierung und die Zusammenarbeit unter den Mitgliedsländern verbessert werden können. Dazu sei man auch bereit, gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten auf politischer Ebene im EU-Rat zu diskutieren und entsprechende Lehren aus dem Fipronil-Skandal zu ziehen.
EU-Kommission


10.08.2017

"Kedi - Von Katzen und Menschen" läuft heute in den deutschen Kinos an

Heute läuft in den Kinos in Deutschland der faszinierende Dokumentarfilm "Kedi - Von Katzen und Menschen" von Ceyda Toruns an. Der Film handelt von den Straßenkatzen Istanbuls, die sich inzwischen so sehr in das Stadtbild eingepasst haben, dass nur noch wenigen ihr Leid auffällt. Dennoch engagieren sich auch in den aktuell schwierigen Zeiten ganz besondere Menschen für sie. Dies sowie den Alltag von sieben Straßenkatzen hat Ceyda Toruns in stimmungsvollen Bildern mit der Kamera eingefangen. In wunderschönen, berührenden Bildern erhält der Zuschauer Einblicke in das Leben dieser gleichsam anmutigen wie rätselhaften Tiere und ihr außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen. Durchaus sehenswert, nicht nur für Katzenfans.
Filmtrailor und Kritiken


EU-Kommission hatte offenbar bereits Anfang Juli Kenntnis über Fipronil-Belastung

Die belgische Lebensmittelsicherheitsbehörde FASNK hat die EU-Kommission bereits am 6. Juli 2017 über die Belastung der Eier mit Fipronil informiert. Das geht aus einem Bericht der Behörde hervor. Die EU-Kommission informierte die übrigen Mitgliedsstaaten aber erst am 20. Juli über die Verunreinigung der Lebensmittel, wie bei Proplanta zu lesen ist.
Proplanta


Afrikanische Schweinepest auch in Polen weiterhin aktiv

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bleibt auch in Polen weiterhin ein Problem. Die polnischen Behörde haben auch in dieser Woche wieder Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Dabei sind neben Wildschweinen auch kleinere landwirtschaftliche Betriebe mit bis zu knapp 140 Tieren betroffen. Alle Fälle traten im Osten Polens in der Nähe zur ukrainischen und weissrussischen Grenze auf. Besonders betroffen ist die Woiwodschaft Lublin.
OIE


Streit zwischen Belgien und Niederlanden im Fipronil-Skandal

Im aktuellen Fipronil-Skandal gibt es aktuell einen Streit darum, wer wann bereits was wusste. Belgien wirft den Niederlanden vor, bereits im November 2016 über Fipronil-Verunreinigungen von Eiern informiert gewesen zu sein. Die niederländische Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) weist diese Vorwürfe zurück. Man habe zwar einen anonymen Hinweis erhalten, dass Fipronil bei der Reinigung von Ställen eingesetzt worden war. Es gab aber keine Hinweise auf ein akutes Risiko für die Lebensmittelsicherheit oder darauf, dass sich Fipronil in Eiern befunden haben könnte. Insgesamt wird die Situation immer unklarer, denn auch die EU-Kommission wusste offenbar früher Bescheid, als bisher bekannt war. Zunächst hatte eine Sprecherin der EU-Kommission angegeben, dass man nicht vor dem 20. Juli von den Fipronil-Verunreinigungen in Belgien gewusst habe. Allerdings hatte die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit bereits am 6. Juli eine offizielle Anfrage zur Zusammenarbeit mit den niederländischen Justizbehörden gestellt und dazu eine Plattform der EU-Kommission genutzt. Richtig ist allerdings, dass die belgischen Behörden erst am 20. Juli eine Risikomeldung über mit Fipronil verunreinigte Eier in das Schnellwarnsystem der EU eingetragen hatte. Offenbar ist die Fipronil-Verunreinigung nur durch Zufall entdeckt worden. Denn die belgischen Behörden haben über die Berichte aus den Niederlanden offenbar nur über direkte Kontakte in die Niederlande erfahren. Einen offiziellen Bericht der Niederlande gab es nicht.
Tagesschau.de


09.08.2017

Im Winter geborene Fohlen sind kleiner als im Sommer geborene

Dass die Jahreszeiten Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben, ist für viele Tiere bekannt. Forscher der Vetmeduni Vienna haben erstmals untersucht, inwieweit sich dies auf im Sommer bzw. im Winter geborene Fohlen auswirkt. Sie konnten klar feststellen, dass im Winter geborene Fohlen kleiner waren als die Fohlen, die im Sommer geboren wurden. Außerdem konnten die Winterfohlen diesen Rückstand auch innerhalb von zwölf Wochen nach der Geburt nicht aufholen. In den letzten Wochen vor der Geburt machen die Pferdeföten den größten Entwicklungsschub durch. Deshalb lag der Schluss nahe, dass die Stoffwechselumstellung der Stute in den kalten Monaten auch Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus hat. Die Forscher teilten deshalb 27 Stuten und ihre Fohlen anhand des Geburtszeitpunktes in drei Gruppen ein. Eine Gruppe hatte einen Geburtstermin von Anfang Februar bis Anfang März, eine März bis Anfang April und die dritte von April bis Anfang Mai. Von allen Fohlen wurden Parameter wie Gewicht und verschiedene Größenmerkmale erfasst. Anhand der erhobenen Größenmerkmale konnte eindeutig gezeigt werden, dass die im Februar geborenen Tiere kleiner waren als die Tiere der dritten Gruppe. Interessanterweise gab es keinen Einfluss auf das Geburtsgewicht. Dies deutet darauf hin, dass die Versorgung der Föten trotz kleinerer Plazenta ausreichend ist. Keine Auswirkungen hatte die Anzahl der Geburten, die eine Stute bereits erlebt hatte. Der Effekt war bei allen Tieren nachweisbar unabhängig von der Anzahl der Geburten vorhanden.
Vetmeduni Vienna


Vogtlandkreis erhält neues Tierseuchenkrisenzentrum

Der sächsische Vogtlandkreis kann mit finanzieller Unterstützung des Landes ein neues Tierseuchenkrisenzentrum sowie ein neues Labor zur Trichinenuntersuchung einrichten. Dafür stellt das Land gut 800.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Staatssekretärin Andrea Fischer aus dem Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz erklärte, das aktuelle Seuchengeschehen zeige, dass dem Vogtlandkreis auch in Zukunft eine wichtige Rolle zukomme, für die er dann gerüstet sei. Die Fördermittel stammen aus dem Programm "Brücken in die Zukunft", das im Jahr 2015 aufgelegt wurde. Mit diesem Programm, das rund 800 Millionen Euro umfasst, soll die Infrastruktur von Städten, Gemeinden und Landkreisen weiter verbessert werden.
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


Niedersachsen fordert europaweites Verbot von Fipronil

Die niedersächsischen Minister für Umwelt, Stefan Wenzel, und Landwirtschaft, Christian Meyer, fordern ein europaweites Verbot von Fipronil. Die beiden Politiker von Bündnis 90 / Die Grünen wollen, dass dieses Verbot für alle Anwendungsmöglichkeiten gilt. Die Minister begründen ihre Forderung damit, dass der Einsatz des Insektizids von der EU für einige Bereiche bereits untersagt wurde. Grundsätzlich ist die Anwendung von Fipronil bei lebensmittelliefernden Tieren ohnehin untersagt. Zudem sei das Mittel auch mit für das Bienensterben in Europa verantwortlich. Landwirtschaftsminister Meyer gab zudem einen Überblick über den aktuellen Stand in Niedersachsen. Demnach wurde das mit Fipronil verunreinigte Desinfektionsmittel in vier niedersächsischen Legehennenbetrieben eingesetzt. Man geht davon aus, dass von den 130.000 Hennen der Betriebe rund 16 Millionen mit Fipronil belastete Eier erzeugt wurden, die entweder verkauft oder zurückgerufen wurden.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Bund und Länder planen Überwachungsplan zu Fipronil

Der Bund und die Bundesländer planen einen bundesweit einheitlichen Überwachungsplan zur Untersuchung von Fipronil in Ei-Verarbeitungsprodukten und eihaltigen Tiefkühlprodukten. Mecklenburg-Vorpommern will sich an diesem Plan beteiligen, wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mitteilt. Momentan laufen die zur Umsetzung des Planes erforderlichen Abstimmungen. In Mecklenburg-Vorpommern werden im zuständigen Landesamt momentan die speziellen Untersuchungsanforderungen für verarbeitete Produkte angepasst. Die Probenanforderungen werden nach der Abstimmung zwischen Bund und Ländern formuliert.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


08.08.2017

Hinter Berliner Eichhörnchenvirus steckt eine neue Pockenvirusart

Seit mehreren Jahren werden im Raum Berlin immer wieder junge Rote Eichhörnchen mit schweren Entzündungen an Händen, Füßen und Ohren gefunden. Bislang war die Ursache der Erkrankung unklar, doch nun haben Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Hilfe des Elektronenmikroskops ein bisher unbekanntes Pockenvirus diagnostiziert. Molekulargenetische Untersuchungen zeigten, dass es sich dabei um eine neue Art aus der Familie der Pockenviren handelt. Es verursacht die tiefgreifenden Hautentzündungen, die durch Besiedlung von Bakterien und Hefen noch verkompliziert werden. Todesfälle sind keine Seltenheit.
IZW


Erneut fast 100.000 Puten von Geflügelpest in Italien betroffen

Der hoch pathogene Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N8 ist in Norditalien weiterhin aktiv. Die italienischen Behörden haben drei weitere Fälle der Erkrankung an die Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet. Betroffen sind drei Mastputenhaltungen in der Lombardei mit zusammen fast 100.000 Tieren, die alle getötet werden müssen, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern. Die drei betroffenen Betriebe liegen alle in der Gemeinde Medole.
OIE


Blauzungenvirus auf Korsika weiter aktiv

Nicht nur das französische Festland ist von der Blauzungenkrankheit betroffen. Auch auf der Insel Korsika ist die Krankheit aktiv, allerdings handelt es sich hier um einen anderen Virustyp. Während auf dem Festland BTV-8 im Umlauf ist, ist auf Korsika BTV-4 aktiv. Dieser Virustyp ist auch in Italien aktiv. Aktuell haben die französischen Behörden zwölf neue Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet. Betroffen sind sowohl Schafe als auch Rinder.
OIE


07.08.2017

FAO-Lebensmittelpreisindex weiter gestiegen

Der FAO-Lebensmittelpreisindex ist im Juli 2017 erneut angestiegen. Die Steigerung betrug 3,9 Punkte oder 2,3% gegenüber dem Vormonat. Angebotsengpässe und Wechselkursschwankungen hätten dieses Preisplus laut Angaben der Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) bei den meisten Getreidearten, Milch und Zucker verursacht. Der FAO-Milchpreisindex lag im Juli 2017 3,6% über dem Wert vom Juni beziehungsweise 74,3 Punkte oder 52,2% über dem Vorjahresniveau. Trotz der jüngsten Zunahme liegt der Index immer noch 21% unter dem Höchststand vom Februar 2014, teilte die FAO mit. Der FAO-Fleischpreisindex war im Juli verglichen mit dem Vormonat nahezu unverändert, er lag jedoch 8,2% über dem Wert des Vorjahres.
aiz info


Am 8. August ist Weltkatzentag

Am 8. August 2017 ist Weltkatzentag. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) spendet daher 1.000 Euro an den Verein Straßenkatzen Frankfurt e.V. zur Kastration verwilderter Katzen. Damit soll das Leid dieser Tiere künftig verringert und die Population begrenzt werden. Zudem weist der ZZF erneut darauf hin, dass der dem ZZF angeschlossene Zoofachhandel auf die Präsentation und den Verkauf von Katzen verzichtet.
ZZF


Belgische Behörden wussten bereits seit Anfang Juni von Fipronil in Eiern

Die belgischen Behörden haben offenbar bereits seit Anfang Juni 2017 von den mit Fipronil belasteten Eiern gewusst. Demnach meldet zu diesem Zeitpunkt ein Geflügelzuchtbetrieb die Verunreinigung an die belgische Agentur für Sicherheit der Lebensmittelkette (FAVV). Diese gab die Informationen an die zuständige Staatsanwaltschaft weiter. Tests ergaben, dass die Fipronil-Belastung unter dem Grenzwert liegt. Deshalb wurden keine Betriebe gesperrt, Eier aus dem Handel genommen oder die Öffentlichkeit informiert. Auch an das Frühwarnsystem der EU wurde die Fipronil-Belastung nicht gemeldet. Mittlerweile sollen in Belgien mindestens 57 landwirtschaftliche Betriebe betroffen sein. Auch in vier Betrieben in Niedersachsen sind "Fipronil-Eier" produziert worden. Ursache für die Verunreinigung ist die Verwendung von mit Fipronil belasteten Reinigungsmitteln.
heute.de


Tschechien baut Zaun zur Eindämmung der Schweinepest

Die tschechischen Behörden haben in der vergangenen Woche mit dem Bau eines Zauns um das von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffene Gebiet begonnen. Wie Proplanta berichtet, soll mit dem rund 70 Zentimeter hohen Elektrozaun verhindert werden, dass Wildschweine das betroffene Gebiet verlassen. Dieses ist rund 40 Quadratkilometer groß. Zudem wurde die Jagd auf Wildschweine in diesem Gebiet eingestellt, um die Tiere nicht daraus zu vertreiben und die Krankheit so weiter zu verbreiten. Dagegen wurde die Jagd in den umliegenden Gebieten verstärkt. Zudem wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass die Wildschweine das Gebiet verlassen. So sollen Landwirte bestimmte Flächen nicht abernten, um den Wildschweinen ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung zu stellen.
Proplanta


04.08.2017

Bewegungsgapparat von Bakterien als Ansatzpunkt von neuen Medikamenten

Die Zunahme an Antibiotikaresistenzen führt dazu, dass vielfach nach neuen Ansatzpunkten zur Behandlung bakterieller Infektionen gesucht wird. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben sich hierbei auf gramnegative Bakterien und besonders auf Salmonellen konzentriert. Da viele dieser Bakterien Organellen wie Flagellen ausbilden, sieht man hier einen Ansatzpunkt. Denn die Flagellen werden von den Zellen zur Fortbewegung benötigt. Ohne diese können sie sich nicht zu Nahrungsquellen bewegen und auch nicht in Zellen eindringen. Die Forscher haben dabei ein Protein entdeckt, das für die Ausbildung der Flagellen verantwortlich ist. Wurde dieses Protein ausgeschaltet, konnten die Bakterien keine Flagellen mehr bilden und sich entsprechend nicht mehr fortbewegen. Die Forscher haben diesen Mechanismus der Flagellenbildung am Beispiel von Salmonella enterica eingehend untersucht. Bei der Untersuchung mit Fluoreszenzfarbstoffen bemerkten sie, dass das Protein FliO nicht dauerhaft an der Flagellenverankerung an der Bakterienzelle sitzt. Es wandert offenbar nur zur Initiierung der Flagellenbildung an die Zellmembran und bewegt sich ansonsten frei in der Zelle. In einem Experiment wurde das Gen für das Protein dann ausgeschaltet und die Bakterien konnten keine Flagellen mehr ausbilden. Die Forscher gehen davon aus, dass FliO als eine Art Organisator bei der Flagellenbildung arbeitet. Deshalb sehen die Forscher hier einen möglichen Ansatzpunkt zur Entwicklung neuer antibakterieller Stoffe. Dies gilt zumindest für gramnegative Bakterien wie z.B. E. coli, Salmonellen oder auch Yersinien, die solche Flagellen ausbilden.
HZI


Fipronil in vier niedersächsischen Legehennenbetrieben nachgewiesen

Am Donnerstag teilte das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit, dass das Insektizid Fipronil in vier niedersächsischen Legehennenbetrieben nachgewiesen worden ist. Damit hat sich die Situation grundlegend verändert und es handelt sich nicht mehr "nur" um importierte Eier, die mit dem Insektizid belastet sind. Die Betriebe wurden nach einem Anfangsverdacht bereits gesperrt. In drei der betroffenen niedersächsischen Betriebe wurde Fipronil in Eiern nachgewiesen. Bei dem vierten Betrieb handelte es sich um einen Junghennenbestand. Bei den Tieren wurde Fipronil innerhalb des Gefieders festgestellt.*Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90 / Die Grünen) lobte besonders einen der betroffenen Legehennenhalter. Dieser hatte sich umgehend bei den zuständigen Behörden gemeldet, nachdem bekannt geworden war, dass das Mittel Dega16 mit Fipronil belastet war und dieses Mittel auch auf seinem Betrieb angewendet wurde. Das Mittel wird eigentlich auf Basis ätherischer Öle produziert und ist für die Anwendung im Stall zugelassen. Meyer teilte mit, dass vieles darauf hindeute, dass kriminelle Energie im Spiel sei und die Landwirt völlig unbescholten in diese missliche Situation geraten sind. Meyer kündigte zudem an, die Kontrollen weiter zu verschärfen.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


ALDI verkauft zunächst keine Eier mehr

Auf Grund der mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eieraffäre hat ALDI einen harten Schnitt vorgenommen und nimmt vorerst alle Eier aus dem Sortiment. Dies betrifft sowohl ALDI Nord als auch ALDI Süd. Es handelt sich nach Unternehmensangaben um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Ab sofort dürfen nur noch Eier an ALDI geliefert werden, für die ein negativer Fipronilnachweis aus einer amtlichen Probennahme oder von einem akkreditierten Labor vorliegt. Mittlerweile sind zwölf Bundesländer von dem Skandal betroffen, wie Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) mitteilte. Schmidt glaubt, dass die Situation unter Kontrolle sei, auch wenn noch keine Entwarnung gegeben werden könne.
ALDI Süd
Infos des BMEL


03.08.2017

West-Nil bei Pferden in Griechenland

In Griechenland ist das West-Nile-Virus in sieben Pferdehaltungen nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Es handelt sich um das erste Mal seit Ende 2014, dass das Virus wieder bei Pferden in Griechenland nachgewiesen wurde. Alle betroffenen Betriebe liegen eng beieinander auf dem Peloponnes. Bei allen Tieren handelte es sich um subklinische Infektionen. Kein Tier zeigte offenbar Krankheitserscheinungen. Das West-Nile-Virus ist in Griechenland in diesem Jahr bis Ende Juli bereits bei fünf Personen nachgewiesen worden. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen.
OIE


Atypischer Milzbranderreger - eine unterschätzte Gefahr für Wildtiere in den Tropen

Der atypische Milzbranderreger Bacillus cereus biovar anthracis stellt in den den Tropen eine Gefahr dar und könnte langfristig sogar die Schimpansenpopulation im Tai-Nationalpark an derElfenbeinküste bedrohen. Dies teilt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mit, das gemeinsam mit deutschen, britischen und Forschungseinrichtungen der Elfenbeinküste über den Erreger geforscht haben. Üblicherweise wird Milzbrand durch den Erreger Bacillus anthracis verursacht. Erst im Jahr 2004 wurde der neue Erreger als Verursacher des Milzbrandes nachgewiesen. Er wurde damals bei toten Schimpansen im Tai-Nationalpark an der Elfenbeinküste diagnostiziert. Weitere Untersuchungen zeigten, dass er auch für den Tod von Schimpansen, Gorillas und Elefanten in Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik verantwortlich ist. In aktuellen Untersuchungen sollte die Verbreitung des Erregers abgeklärt werden. Dafür wurden Knochen und Gewebeproben von Säugetieren, die in den letzten 28 Jahren im Tai-Nationalpark verendet waren, untersucht. Zudem wurde der Mageninhalt von Aasfliegen untersucht. Das Ergebnis ist beeindruckend und zeigt das Risiko auf, das von dem Erreger ausgeht. Denn fast 40 Prozent der untersuchten Tiere sind an dem Erreger verstorben. Bei den Schimpansen war es sogar mehr als die Hälfte der Tiere. Deshalb wird dem Erreger das Potenzial zugeschrieben, zum Aussterben der Schimpansen im Nationalpark beizutragen. Bisher sind keine menschlichen Infektionen mit dem Erreger bekannt. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Erreger auch für den Menschen ein Risiko darstellt. Hierzu werden aktuell weitere Untersuchungen durchgeführt.
RKI


Epidemie bei Pferden auf Island aufgeklärt

Island hat es geschafft, von vielen Infektionskrankheiten bei Pferden verschont zu bleiben. Der Hauptgrund dafür ist ein bereits seit 1882 bestehendes Importverbot für Pferde. Trotzdem war es im Jahr 2010 zu einer Epidemie bei Pferden gekommen, deren Ursache erst jetzt unter Mithilfe des britischen Animal Health Trust (AHT) aufgeklärt werden konnte. Die Epidemie hatte damals nicht nur Pferde erfasst, sondern war auch bei Hunden, Katzen und Menschen nachgewiesen worden. Im Verdacht stand das Bakterium Streptococcus equi. ssp zooepidemicus. Die Forscher konnten mittels DNA-Sequenzierung jetzt nachweisen, dass das Bakterium vermutlich die Ursache der Epidemie war. Denn sie konnten einen Stamm des Bakteriums, der ST209 genannt wurde, sowohl bei Pferden als auch bei einer betroffenen Person nachweisen. Anhand epidemiologischer Untersuchungen geht man mittlerweile auch davon aus, dass die Infektion zunächst in einem Rehazentrum für Pferde ausgebrochen ist. Interessanterweise konnte der entsprechende Bakterienstamm auch bei einem erkrankten Pferd in Schweden und bei einem finnischen Pferdetrainer, der an einem Abszess litt, nachgewiesen werden. Deshalb stellt sich noch die Frage, wie der Stamm nach Island gelangt sein könnte. Da der Erreger außerhalb eines Pferdes rund eine Woche überleben kann, könnte er über kontaminiertes Equipment nach Island gelangt sein.
Animal Health Trust


02.08.2017

Zahl der Tierschutzverstöße nimmt zu - meist steckt Unwissenheit dahinter

Die hessischen Veterinärämter haben deutlich mehr Strafverfahren eingeleitet. So wurden 2016 66 Verstöße von den Behörden zur Anzeige gebracht und 327 Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Im Jahr zuvor waren es nur 47 Verfahren sowie ähnlich viele Ordnungswidrigkeiten. Hinter den meisten Verstößen stecke jedoch Unkenntnis und keine Absicht. Teilweise sei aber auch einsetzende Finanznot Schuld. In dem Falle könnten sich die Halter die Versorgung des Tieres nicht mehr leisten. Dennoch geben sie das Tier nicht ab. Hinzu käme, dass auch die Bürger sensibler gegenüber Tierschutzverstößen geworden sind und entsprechend häufiger die Behörden bei Verstößen informieren.
Proplanta


Aktionswoche „Check meinen Chip“ vom 11. bis 15. September 2017

Der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) startet vom 11. bis 15. September 2017 die bundesweite Aktionswoche „Check meinen Chip“ in Kooperation mit Tasso und dem Deutschen Haustierregister. Jeder Hunde- oder Katzenbesitzer kann in dieser Zeit eine Tierarztpraxis aufsuchen, um die Funktionsfähigkeit des Mikrochips bei seinem Tier checken und gleichzeitig überprüfen zu lassen, ob die registrierten Kontaktdaten noch aktuell sind. Ist das Tier noch nicht mit einem Chip gekennzeichnet, besteht die Gelegenheit, das nachzuholen und die Daten von Tier und Besitzer gleich vor Ort registrieren zu lassen. Grund für die Aktion ist, dass immer noch viel zu wenige Tiere gekennzeichnet und noch weniger gechippte Tiere registriert werden. Dies ist um so unverständlicher, da diese einfachen Maßnahmen sicherstellen, dass ein entlaufenes Tier schnell wieder an seinen Besitzer zurückvermittelt werden kann. Häufig stimmen aber auch bei einem gechippten und registrierten Tier die Daten nicht mehr, sodass eine Rückführung ebenfalls nicht möglich ist und auch das gekennzeichnete Tier bestenfalls im Tierheim landet. Die Aktionswoche „Check meinen Chip“ findet künftig immer in der zweiten Septemberwoche statt!
bpt


Nach Zeckenbiss auf Symptome von Borreliose achten

Vom Frühjahr bis zum Spätherbst, teilweise sogar während milder Winter, sind Zecken aktiv. Sie sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern können auch Krankheitserreger auf den Menschen oder Tiere übertragen, wie z.B. Borrelien und das Frühsommer-Meningoenzephalitis Virus (FSME). Borrelien sind Bakterien, die hierzulande vom Gemeinen Holzbock übertragen werden und die Lyme-Borreliose verursachen können. Sie ist die häufigste durch Zecken auf den Menschen übertragene Erkrankung in Europa. In Deutschland erkranken nach Schätzungen jährlich mehrere zehntausend Menschen, warnt das LAVES. Zwar ist nicht jede Zecke Übertrräger dieser Krankheitserreger, doch beträgt das Risiko je nach Region zwischen fünf und 35 Prozent. Eine Infektion mit Borrelien kann nach Angaben des Robert-Koch-Instituts nur bei drei bis sechs Prozent von einem Zeckenbiss betroffenen Personen, der Ausbruch einer Erkrankung bei lediglich 0,3 bis 1,4 Prozent festgestellt werden. Ein Hinweis auf eine Borrelieninfektion kann eine einige Tage bis Wochen nach der Infektion auftretende charakteristische Hautrötung sein, die um den Zeckenbiss auftritt und sich ringförmig ausbreitet, die so genannte Wanderröte. Sie tritt in ungefähr 70 Prozent der Fälle auf. Weiterhin können grippeähnliche Symptome wie Schweißausbrüche, Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten. Unbehandelt kann es einige Wochen bis Monate später zu Entzündungen der Nerven und der Hirnhaut kommen. In einigen Fällen treten dann Lähmungen beispielsweise der Gesichtsmuskeln auf. Selten kann es auch zu Entzündungen des Herzens und Störungen des Herzrhythmus kommen. Typisch sind auch starke, brennende Schmerzen, häufig um die ursprüngliche Bissstelle der Zecke herum.Aber auch Monate bis Jahre nach der Infektion können als Folge einer Borrelien-Infektion noch Fälle von chronischer oder schubweise verlaufender Gelenkentzündung auftreten. Einzelne Stadien können spontan ausheilen oder aber übersprungen werden. Manchmal treten auch jahrelang überhaupt keine Beschwerden auf. Gerade bei unspezifischen Beschwerden im ersten Stadium, wie den grippeähnlichen Symptomen, kann eine eindeutige Diagnose schwierig sein. Durch den Zeckenbiss können auch Tiere infiziert werden. Bei Hund, Pferd, Rind und Schaf führen die Infektionen teilweise zu schweren Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen wie beim Menschen. Bei Pferden sind vermehrt Erkrankungen des Auges beschrieben worden.
LAVES


Zahl der in den Handel gelangten Fipronil-Eier größer als angenommen

In Nordrhein-Westfalen sind zwei weitere Chargen mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier in den Handel gelangt. Bei einer weiteren Eier-Packstation im Kreis Borken wurden Eier von zwei niederländischen Betrieben ermittelt. Die Stempelaufdrucke der neu hinzugekommenen Betriebe lauten: 0-NL 4392501 und 0-NL 4385501. Die erforderlichen Rückrufmaßnahmen wurden unverzüglich eingeleitet. Die genauen Legedaten und die Anzahl der in den Handel gelangten Eier werden derzeit noch ermittelt. Die Überwachungsbehörden in den Niederlanden haben ebenfalls weitere mit Fipronil belastete Eier identifiziert. Es handelt sich hierbei um Eier, die in den Niederlanden in den Verkauf gelangt sind. Die niederländischen Behörden empfehlen, Eier mit dem Stempelaufdruck X-NL-40155XX nicht zu verzehren.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen


Jagd und Handel mit Schuppentieren boomt

Schuppentiere sind die am häufigsten illegal gehandelten Säugetiere der Welt. Zwischen 1970 und 2014 ist die illegale Jagd und der Handel mit Tieren aus Zentralafrika um 150 Prozent gestiegen. Der Preis für die am stärksten nachgefragte Art, das Riesenschuppentier, ist trotz hohem Schutzstatus um das 5,8-fache angestiegen. Afrikanische Schuppentiere werden in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet sowohl zur Nahrungsversorgung als auch im Rahmen traditioneller Medizin genutzt. Das hat ein internationales Wissenschaftlerteam unter der Leitung der Universität Sussex und unter Beteiligung der Universität Göttingen herausgefunden. Die auch von Naturschutzorganisationen gesammelten empirischen Daten zeigen, dass bis zu 2,7 Millionen Schuppentiere jährlich aus den Wäldern Kameruns, der Zentralafrikanischen Republik, Äquatorial-Guineas, Gabuns, der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Kongo verschwinden. Das Wissenschaftlerteam nutzte für ihre Erhebung Daten von 113 Regionen in 14 afrikanischen Ländern.
Universität Göttingen


01.08.2017

Rückruf von Eiern wegen Fipronil in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen

Es bahnt sich ein neuer Lebensmittelskandal an. Diesmal geht es um den Nachweis des Insektizids Fipronil in Eiern. Zuerst wurden entsprechend belastete Eier in Nordrhein-Westfalen gefunden. Nun hat auch Niedersachsen einen Rückruf deswegen gestartet, denn der Verzehr ist laut Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vor allem für Kinder schädlich. Bei den belasteten Eiern handelt es sich um Ware aus Belgien und den Niederlanden. Betroffen sind in Nidersachsen rund 1,3 Millionen Eier, die über eine Packstelle in Nordrhein-Westfalen auch nach Niedersachsen gelangt seien. Die entsprechenden Chargen der Eier tragen nach Angaben des niedersächsischen Ministeriums die Stempelaufdrucke 1-NL 4128604 oder 1-NL 4286001 sowie die Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 14. August 2017 und 16. August 2017. In Nordrhein-Westfalen hatte das Landwirtschaftsministerium bereits am Sonntag den Rückruf der betroffenen Eier veröffentlicht.
Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
BfR


Geflügelpest in mehreren Betrieben in Italien

In mehreren Betrieben in Norditalien wurde die Geflügelpest festgestellt, wie die Weltorganisation (OIE) für Tiergesundheit mitteilt. Betroffen sind zwei Putenmastbetriebe in Venetien mit mehr als 12.000 bzw. mehr als 17.000 Tieren. In der Lombardei sind zwei Legehennenhaltungen betroffen. Hier wurden in einem Betrieb rund 123.000 und in einem Betrieb rund 460.000 Legehennen gehalten, die alle getötet werden mussten.
OIE


Hilfsmittel der BTK zur GOT-Erhöhung

Die Bundestierärztekammer (BTK) hat Informationsmaterial bereitgestellt, um Tierhaltern die Änderungen der Tierärztegebührenordnung (GOT) zu erläutern. Diese beiden Informationsblätter stehen auf den Internetseiten der BTK zum Download zur Verfügung. Es handelt sich einerseits um einen Flyer mit Erläuterungen zur Notwendigkeit der Erhöhung, der ausgedruckt und mit Praxisstempel versehen an die Tierhalter abgegeben werden kann. Andererseits ist ein Merkblatt für Tierhalter entwickelt worden, in dem auch beispielhaft gezeigt wird, aus welchen Positionen sich der Preis für verschiedene Behandlungen zusammensetzen kann.
BTK


31.07.2017

GOT-Änderung ist in Kraft getreten

Die Änderung der Tierärztegebührenordnung (GOT) ist in der vergangenen Woche in Kraft getreten. Mit der Verkündung der GOT im Bundesanzeiger am 26. Juli ist die Änderung offiziell am darauf folgenden Tag in Kraft getreten und die Abrechnung tierärztlicher Leistungen muss nach den neuen Gebührensätzen erfolgen. Kernstück der Änderung ist die Anhebung der Gebühren um 12 Prozent. Dies wird von tierärztlichen Organisationen grundsätzlich als zu niedrig betrachtet, da diese Erhöhung nach neun Jahren nicht einmal die Steigerung der Inflation abdecke. Auch die Gebühren für die tierärztliche Bestandsbetreuung wurden angehoben. Hier erfolgte eine Anhebung der Sätze um 30 Prozent.
Bundesanzeiger


15 Jahre Tierschutz als Staatsziel

Seit dem 1. August 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz festgehalten. Der Deutsche Tierschutzbund erinnert an diese Änderung des Grundgesetzes und zieht eine Bilanz. Der Tierschutzbund kritisiert, dass noch immer wirksame Folgeregelungen und Strategien fehlen würden, mit denen u.a. eine tiergerechte Landwirtschaft und die tierversuchsfreie Forschung verwirklicht werden könnten. Auch würden noch immer geeignete Maßnahmen zum Erhalt der Tierheime fehlen. „Die Kluft zwischen Verfassungsanspruch und der Tierschutzrealität ist auch heute noch, 15 Jahre nach Inkrafttreten des Staatsziels Tierschutz, eklatant“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Der Tierschutzbund will, dass das Staatsziel Tierschutz endlich in der Realität umgesetzt wird und hat deshalb die Bundestagswahl in diesem Jahr zur Tierschutzwahl ausgerufen und eine entsprechende Kampagne gestartet.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


28.07.2017

QS führt vermehrt unangekündigte Kontrollen durch

Die QS wird in den kommenden Monaten verstärkt zusätzliche Stichprobenaudits im gesamten QS-System durchführen. Das bedeutet, dass die nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Betriebe unangekündigt geprüft werden. Ein Teil der Betriebe werde jedoch auch risikoorientiert ausgewählt. Das bedeutet, es werden verstärkt Betriebe kontrolliert, bei denen es bereits in der Vergangenheit Beanstandungen gab. Die Ergebnisse der letzten Jahre zeigen jedoch, dass die Unternehmen im QS-System in den zusätzlichen Kontrollen ebenso überzeugend abschneiden wie in den regulären Audits. Für die Zuverlässigkeit und Stabilität des gesamten Systems seien sie aber unverzichtbar.
QS-System


NABU erneut Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) ist nach wie vor Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband. Dies geht aus dem NABU-Jahresbericht 2016 hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Demnach ist die Zahl der Mitglieder und Förderer im vergangenen Jahr auf mehr als 620.000 angewachsen. Zudem fiel 2016 die Entwicklung der Gesamt-Einnahmen mit 44,6 Millionen Euro (Vorjahr: 38 Millionen Euro) positiv aus. Den Großteil machten mit fast 60 Prozent Mitgliedsbeiträge und Spenden aus. Rückblickend auf vier Jahre Große Koalition und im Hinblick auf die Bundestagswahl im September 2017, stellte der NABU der schwarz-roten Bundesregierung eine durchwachsene Öko-Bilanz aus. Besonderes Versagen sieht der NABU in der Agrarpolitik. "Vögel und Insekten verschwinden, das Höfesterben geht voran, genauso wie die Belastung der Böden und des Grundwassers mit Nitrat zunimmt. Die Überdüngung hat Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren der EU eingebracht, die entsprechende gesetzliche Regelung kam viel zu spät und greift zu kurz", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt unternehme nichts gegen die ökologische Katastrophe des Artenschwunds. Stattdessen verteidige er das aktuelle System der EU-Förderung. Landwirte, die konkrete Umweltleistungen erbringen, sollen stattdessen mehr Geld erhalten, so die alternative Forderung Tschimpkes.
NABU
NABU-Jahresbericht 2016


Aktuelles Merkblatt zum Koi-Herpesvirus

Das Koi-Herpesvirus (KHV) hat in den letzten Jahren auch in Deutschland z.T. massive Verluste sowohl bei Koi- und Nutzkarpfenbeständen als auch in Wildkarpfenpopulationen verursacht. Das STUA Aulendorf in Baden-Württemberg hat deshalb ein aktuelles Merkblatt online zur Verfügung gestellt. Darin wird zunächst über den Erreger und die Verbreitungswege des Erregers aufgeklärt. Zentrales Anliegen des Merkblattes ist es, Maßnahmen zum Schutz vor Einschleppung und weiterer Verbreitung des Virus vorzustellen und Tierhalter für die Problematik zu sensibilisieren. Die wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor der Erkrankung sind dabei u.a., dass der Zukauf von Tieren nur aus kontrollierten Beständen erfolgt, Nutzkarpfen nicht mit Kois gemeinsam gehalten werden und das Wasser aus Koihaltungen nicht in freie Gewässer eingeleitet wird.
STUA Aulendorf


Bundeslandwirtschaftsministerium startet Aufklärungskampagne zur Afrikanischen Schweinepest

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) wird in der kommenden Woche in elf Bundesländern eine Aufklärungskampagne zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) starten. Die Kampagne wird an Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen durchgeführt. Dort werden Warnplakate, die über die ASP informieren, aufgehängt. Reisende werden insbesondere aufgefordert, Speisereste nicht achtlos wegzuwerfen. Diese sollten nur in verschlossenen Müllbehältnissen entsorgt werden. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) rief alle Bürger dazu auf, sich mit der ASP vertraut zu machen. Jeder sollte durch vorsorgendes Verhalten seinen Teil dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung der ASP zu verhindern.
BMEL


Schweinebrucellose in Brandenburg

Im brandenburgischen Landkreis Oberspreewald-Lausitz wurde die Schweinebrucellose festgestellt. Wie der Landkreis mitteilte, erfolgte der Nachweis bereits Ende Juni. Der gesamte Schweinebestand musste vorsorglich getötet werden, um eine weitere Ausbreitung der anzeigepflichtigen Erkrankung zu verhindern. In dem Betrieb wurde Brucella suis Biovar 2 nachgewiesen. Dieser Erreger ist v.a. für Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen ansteckend. Für den Menschen besitzt er die geringste Virulenz. Alle Tierhaltungen, die direkt oder indirekt Kontakt mit dem Ausbruchsbetrieb hatten, wurden vom Veterinäramt gesperrt.
Landkreis Oberspreewald-Lausitz


27.07.2017

Bauernverband verteidigt notwendigen Einsatz von Antibiotika bei erkrankten Tieren

Trotz bester hygienischer Haltungsbedingungen kommt es dennoch immer wieder vor, dass Krankheiten bei Tieren und in Tierbeständen auftreten. Antibiotika kommen zur Behandlung der Tiere jedoch nur dann zum Einsatz, nachdem ein Tierarzt eine entsprechende Diagnose gestellt und die Therapie empfohlen hat. Rechtliche Vorgaben stellen beim Einsatz von Antibiotika bei Nutztieren eine lückenlose Dokumentation der Anwendung bis hin zum Einzeltier sicher. Zudem sind nach jeder Antibiotikagabe Wartezeiten zwischen Verabreichung bis zum möglichen Schlachten der Tiere ganz klar vorgeschrieben, erläutert der Landesbauernverband Brandenburg e.V. auf seiner Webseite. Bauernpräsident Henrik Wendorff: „Die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung ist eine der komplexesten Aufgaben die vor uns stehen. Wir haben bereits gute Erfolge erzielt, die reichen jedoch noch nicht aus. Die Einsatzstrategie von Antibiotika in der Tier- und Humanmedizin muss hierbei gemeinsam betrachtet werden.“ In aktuellen Diskussionen werde zum Teil jedoch versucht, die Tierhaltung in ein schlechtes Licht zu rücken.
Landesbauernverband Brandenburg e.V.


Info-Flyer der BTK zur Ansteckenden Blutarmut der Einhufer

Angesichts der aktuellen Häufung von Fällen der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer (EIA) weist die Bundestierärztekammer (BTK) auf ihren Info-Flyer zur EIA für Pferdehalter und Stallbetreiber hin. Die sporadisch immer wieder auftretende Erkrankung gehört zu den am meisten gefürchteten Pferdekrankheiten, nicht zu letzt deswegen, da alle positiv getesteten Pferde ausnahmslose aus Seuchenschutzgründen getötet werden müssen. Deshalb hat der Ausschuss für Pferde der Bundestierärztekammer eine Informationsbroschüre erarbeitet, die sich an*Pferdehalter und Stallbetreiber wendet. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass nicht nur Pferde sondern auch andere Einhufer wie Ponys, Esel, Maultiere, Maulesel und Zebras für das Virus empfänglich sind. Das Faltblatt steht online zum Download zur Verfügung oder kann bei der Geschäftsstelle der BTK angefordert werden.
BTK


ASP in Polen und Tschechien weiter auf dem Vormarsch

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hat neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sowohl aus Polen als auch der Tschechischen Republik gemeldet. In der Tschechischen Republik sind mittlerweile 62 Fälle registriertworden. Alle Fälle traten dort bislang bei Wildschweinen in der Umgebung der Stadt Zlín auf. Aus Polen wurden aktuell 13 neue Fälle bei Wildschweinen sowie fünf Fälle aus kleineren Schweinehaltungen gemeldet. Alle Fälle traten im Osten Polens auf.
OIE


Geflügelproduktion in Österreich ohne gentechnisch verändertes Futter

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht es als großen Erfolg an, dass seit dem 1. Juli 2017 in Österreich alle heimischen Geflügelprodukte gentechnikfrei sind. Seit diesem Zeitpunkt verzichten auch die letzten Putenproduzenten auf gentechnisch verändertes Soja als Futter. Bereits seit 2010 wird die kontrolliert gentechnikfreie Fütterung in Österreich in der Milcherzeugung und der Eierproduktion umgesetzt. Seit 2012 wird darauf auch in der Hähnchenfleischproduktion verzichtet. Durch diese letzte Umstellung bei den Putenmästern werden fortan jährlich 3.000 Tonnen weniger gentechnisch verändertes Soja nach Österreich importiert. Allerdings verweist Greenpeace auch darauf, dass im Bereich der Schweine- und Rindermast noch erhebliche Mengen an gentechnisch verändertem Soja verfüttert werden. Es sollen rund 300.000 Tonnen jährlich sein.
Greenpeace Österreich


26.07.2017

Hauptverhandlung gegen Landwirt wegen versuchten Mordes von Amtstierarzt in Stade begonnen

In Stade hat am Montag vor dem Landgericht der Prozess gegen einen Landwirt aus Osterbruch-Norderende (Landkreis Cuxhaven) begonnen. Der 56-jährige Mann wird des versuchten Mordes angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, am 1. Februar auf seinem Hof auf einen Amtstierarzt geschossen und ihn dadurch lebensgefährlich verletzt zu haben. Der Tierarzt und Leiter des Kreisveterinäramts war mit Polizisten auf den Hof gekommen, um die Tiere des Mannes wegen wiederholten Verstößen gegen das Tierschutzgesetz zu beschlagnahmen. Außerdem muss sich der Landwirt wegen unerlaubten Waffenbesitzes verantworten. Das Urteil wird im September erwartet.
Landgericht Stade


Rheinland-Pfalz bittet um Einhaltung der Schutzmaßnahmen vor der Afrikanischen Schweinepest

Die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Ulrike Höfken, hat wie ihre Kollegen aus anderen Bundesländern zuvor, vor einer Einschleppung des Virus der hoch ansteckenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) gewarnt. Sie forderte Urlauber, LKW-Fahrer und Jäger aus Osteuropa und Russland auf, kein Schweinefleisch, keine Wurstwaren, zum Beispiel in Form von Wurstbroten, und keine Jagdtrophäen nach Deutschland mitzubringen. Denn das Virus überlebt sowohl in gekühltem, als auch in gefrorenem, gepökeltem und geräuchertem Fleisch oder in Wurst bis zu 400 Tage. „In Deutschland ist die verheerende Tierseuche bisher zum Glück noch nicht aufgetreten. Experten schätzten das Risiko einer Einschleppung jedoch als hoch ein“, sagte Höfken. Bei einem Ausbruch der ASP in einem deutschen Schweinebestand müssten umgehend alle Tiere des Betriebes getötet werden. Außerdem würden Restriktionszonen eingerichtet werden; diese wären mit erheblichen Handelssperren für Schweine und Schweinefleischprodukte verbunden. Impfstoffe zum Schutz von Haus- oder Wildschweinen existieren nicht. Daher forderte Höfken auch die Schweinehalter in Deutschland auf, auf die Biosicherheit in ihren Ställen zu achten und jeden direkten oder indirekten Kontakt von Hausschweinen zu Wildschweinen zu unterbinden. Zudem dürften keine Speisereste oder Küchenabfälle an Schweine verfüttert werden.
Umweltministerium Rheinland-Pfalz


25.07.2017

Indien auf dem Weg zum größten Milcherzeuger der Welt

Die weltweite Milcherzeugung im Jahr 2016 wird auf etwa 977,4 Mio t Milch ansteigen. Dies prognostizieren OECD und FAO, wie topagrar.de berichtet. Der Anstieg wird demnach vor allem durch eine deutlich gesteigerte Produktion in den Entwicklungsländern um bis zu 34 % auf 547,6 Mio t getragen werden. Es wird geschätzt, dass Indien 2026 insgesamt 227,8 Mio t Milch einschließlich Büffelmilch produzieren könnte. Dies entsprächen dann 23 % der globalen Produktion. Damit wäre Indien der weltweit größte Milcherzeuger. Bereits im laufenden Jahr könnte Indien die Europäische Union vom Spitzenplatz der größten Milcherzeuger verdrängen.
topagrar.de


Unterschriftenübergabe für Pferdekutschenverbot in Berlin

Am heutigen Dienstag werden Senator Dr. Dirk Behrendt und die für Tierschutz zuständige Staatssekretärin Margit Gottstein gegen 11.00 Uhr die rund 80.000 gesammelten Unterschriften für ein Pferdekutschenverbot in Berlin entgegennehmen. Auch im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag hat man sich bereits auf ein Pferdekutschenverbot in der Berliner Innenstadt geeinigt.
Berlin.de


Erstmals Ansteckende Bluatarmut der Einhufer in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurde erstmals die Ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine Infektiöse Anämie, EIA) amtlich festgestellt. Wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mitteilte, ist ein Tier aus einem Betrieb im Kreis Pinneberg betroffen. Die Untersuchungen in diesem Betrieb sowie in 19 weiteren Betrieben in Schleswig-Holstein erfolgten, nachdem im Juni 2017 in Hamburg die Seuche amtlich festgestellt worden war. Der Betrieb im Kreis Pinneberg galt hier als Kontaktbetrieb. Das betroffene Tier muss entsprechend der rechtlichen Regelungen eingeschläfert werden. Bei einem zweiten Tier liegt ein nicht eindeutiger Untersuchungsbefund vor. Dieses Pferd wird in zwei bis drei Wochen erneut untersucht. In allen anderen Betrieben konnte bisher glücklicherweise kein weiteres positives Untersuchungsergebnis ermittelt werden.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


24.07.2017

Schmidt fordert Bestandskontrolle für Wölfe

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat eine Abschussquote für Wölfe angesprochen. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte er: "Wir kommen an den Punkt, wo wir im Rahmen der Bestandskontrolle über eine begrenzte Abschussfreigabe für Wölfe reden müssen“. Von Seiten der Tierschützer wird dieser Vorschlag strikt abgelehnt. Von Landwirten und Bauernverbänden, die inzwischen in der ganzen Republik Verluste bei ihren Weidetieren hinnehmen müssen, wird der Vorschlag hingegen größtenteils begrüßt. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass Schmidt mit seiner Forderung Erfolg hat, denn der Wolf steht laut EU-Recht auf der Liste der besonders zu schützenden Arten. „Die Forderung von Agrarminister Schmidt kann man unter dem Stichwort Wahlkampfgetöse abhaken. Er spielt mit uralten Ängsten vorm bösen Wolf," so ein Sprecher von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD).
Der Tagesspiegel


Prof. Cordula Poulsen Nautrup verstorben

Die Ludwigs-Maximilians-Universität München hat bekannt gegeben, dass Prof. Dr. Cordula Poulsen Nautrup am 20.07.2017 unerwartet im Alter von nur 60 Jahren verstorben ist. Prof. Poulsen Nautrup war als Professorin am Lehrstuhl für Anatomie, Histologie und Embryologie tätig. Frau Poulsen Nautrup dürfte nicht nur den Tierärzten und Tierärztinnen, die in München studiert haben, bekannt sein. Ihre Arbeitsschwerpunkte lagen in der modernen Ultraschalldiagnostik bei Hund und Katze. Über die Arbeiten und Veröffentlichungen in diesem Bereich dürfte sie auch einer Vielzahl von Tierärzten außerhalb der LMU bekannt sein.
LMU München


Geflügelpest in Italien noch aktiv

In Italien ist die Geflügelpest mit dem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 noch immer aktiv. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurden in der vergangenen Woche zwei Fälle aus der Lombardei gemeldet. Einmal wurde der Erreger in einer kleinen Haltung mit nur drei Tieren festgestellt. Der zweite Fall war deutlich dramatischer. Der Erreger wurde in einem Putenmastbestand mit mehr als 20.000 Tieren nachgewiesen, die alle getötet werden mussten, um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern.
OIE


Antibiotikaresistenzen - In Bayern soll Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin ausgebaut werden

Im Jahr 2014 wurde in Bayern die "Arbeitsgemeinschaft Resistente Erreger in der Veterinärmedizin" (ARE-Vet) gegründet. Die Vereinigung setzt sich zusammen aus Mitgliedern aus Institutionen wie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie der LMU München. Auch tierärztliche Verbände wie der bpt oder die Landestierärztekammer sind beteiligt. Die Mitglieder trafen sich in der vergangenen Woche zu einer zweitägigen Klausurtagung. Dabei wurden einige konkrete Pläne für die Zukunft festgelegt und auch eine positive Bilanz der Arbeit der letzten Jahre gezogen. So will die ARE-Vet verstärkt an die Öffentlichkeit treten. Dazu sollen multimediale Informationsmaterialien entwickelt werden und man will sich mit eigenen Aktionen am Antibiotic Awareness Day beteiligen, der alljährlich am 18. November begangen wird. Zudem habe sich der enge Schulterschluss mit dem humanmedizinischen Gremium der Landesarbeitsgemeinschaft Resistente Erreger (LARE) bewährt und soll im kommenden Jahr mit einer gemeinsamen Klausurtagung weiter ausgebaut werden. Bezüglich der Arbeit seit der Gründung vor drei Jahren zog man eine positive Bilanz. So wurden verschiedene Informationsveranstaltungen durchgeführt und Schulungsunterlagen für verschiedene Zielgruppen erstellt.
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
European Antibiotic Awareness Day


21.07.2017

Der Milchmarkt braucht mengenwirksame Instrumente

Das MEG Milch Board hat seine Forderungen nach einer vertragsgebundenen Milchvermarktung erneuert. Die Kernforderungen beziehen sich auf die in Verträgen festzuschreibende Menge, Qualität, Vertragslaufzeit und den Preis der zu liefernden Milch. Der Milchmarkt brauche um zu funktionieren, mengenwirksame Instrumente. Nur eine bedarfs- und damit marktgerechte Produktion kann Krisen verhindern oder zumindest abmildern, heißt es auch in dem vom MEG in Auftrag gegebenen "Marktreview Milch". Anhand aktueller Marktdaten geht diese Studie der Frage nach, wie das besondere Ausmaß des Preisverfalls in Deutschland und die Preisverschiebungen in der EU erklärt werden können.
MEG


Antibiotische Wachstumsförderer führen zu deutlich mehr multiresistenten Erregern

Hühner in Indien weisen eine große Zahl an Antibiotikaresistenzen auf. Diese sind vor allem auf den Einsatz von antibiotischen Wachstumsförderern zurückzuführen. Das fanden Forscher des Center for Disease Dynamics, Economics & Policy (CDDEP) bei Untersuchungen von Lege- und Masthühnern aus dem Bundesstaat Punjab heraus. Dazu wurden Proben von 530 Tiere in 18 Geflügelfarmen gesammelt und ausgewertet. In Indien werden ebenso wie in vielen anderen Ländern der Welt, u.a. der USA, weiterhin Antibiotika als sogenannte Wachstumsförderer eingesetzt. IhrEinsatz wird laut Experten wegen der steigenden Nachfrage weltweit sogar eher zu- als abnehmen. Studien sagen voraus, dass der Einsatz von Antibiotika in der Lebensmittelerzeugung bei Tieren bis 2030 weltweit um 67 Prozent zunehmen wird. Dabei zeigen die aktuellen Untersuchungen, dass die Proben aus solchen Betrieben drei Mal so häufig multiresistente Erreger aufwiesen wie Proben aus Betrieben, die keine Antibiotika zur Wachstumsförderung einsetzten.
CDDEP
pte


Biomarker für Mitralklappenendokardiose beim Hund entdeckt

Forschern der Tuft University (Massachusetts, USA) ist es erstmals gelungen, Biomarker für eine Herzerkrankung beim Hund nachzuweisen, die sich in extrazellulären Einschlüssen befinden. Die Marker befinden sich in sogenannten Exosomen und sind im Blut nachweisbar. Sie stehen im Zusammenhang mit der Mitralklappenendokardiose sowie kongestivem Herzversagen. Es handelt sich dabei um sogenannte Ex-miRNA, die sich in den Exosomen befindet. Die Expression und Zusammensetzung dieser Partikel ändert sich offenbar im Verlaufe der Erkrankung. Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, könnte die Weiterentwicklung der Untersuchung dieser Partikel evtl. zukünftig beim Monitoring der Patienten mit einer Mitralklappenendometriose helfen. Mitralklappenendometriose ist die häufigste erworbene Herzerkrankung beim Hund. Im Alter von über 13 Jahren leiden rund drei Viertel aller Tiere an der Erkankung.
Tufts University


Import von Eiweißfuttermitteln ist zwingend erforderlich

Der Import von Eiweißfuttermitteln wird nach Ansicht des Deutschen Verbandes Tiernahrung e.V. (DVT) auch in Zukunft zwingend erforderlich bleiben. Ohne diesen Import könne laut DVT-Geschäftsführer Hermann-Josef Baaken die Versorgung für die tierische Veredelung nicht sichergestellt werden. Der Verband reagiert damit auf eine jüngst verabschiedete europäische Soja-Deklaration, die auf Initiative Deutschlands und Ungarns zustande gekommen war. Der DVT hält zwar den Ausbau der Produktion von Soja und weiteren Leguminosen in Europa sowie eine verbesserte Eigenversorgung für erstrebenswert. Allerdings verweist der DVT auch auf die von der EU-Kommission erstellte Proteinbilanz. Demnach wurde der Bedarf an Sojaschrot von 31,2 Millionen Tonnen im Jahr 2015/16 nur zu 1,5 Millionen Tonnen aus der EU gedeckt.
DVT


Österreichisches Tierschutzgesetz soll vom Verfassungsgerichtshof überprüft werden

Die in Österreich in Kraft getretene Novelle des Tierschutzgesetzes steht zu Teilen stark in der Kritik. Einer der größten Kritikpunkte besteht darin, dass durch die Novelle des Gesetzes besonders kleinen Tierschutzvereinen die Vermittlung von Tieren untersagt wird. Eigentlich sollte mit den neuen Regelungen der illegale Welpenhandel bekämpft werden. Besonders betroffen sind nun aber auch kleine Tierschutzvereine. Der Wiener Tierschutzverein (WTV) will eine rechtliche Überprüfung des Tierschutzgesetzes erreichen. Dazu wurde eine juristische Stellungnahme an den Österreichischen Verfassungsgerichtshof (VfGH) übergeben. WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic hält das Gesetz in vielen Punkten für verfassungswidrig.
ots


20.07.2017

BSE-Fall bei Schlachtrind in den USA

In Perry County in den USA im Bundesstaat Alabamaist bei einer elf Jahre alten Schlachtkuh im Juli die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) nachgewiesen worden. Die Kuh wurde im Rahmen des BSE-Monitorings untersucht. Die Untersuchung ergab auch in diesem Fall einen atypischen BSE-Fall vom L-Typ. In den USA sind in den vergangenen 20 Jahren, in denen das BSE-Monitoring durchgeführt wurde, lediglich vier BSE-Fälle identifiziert worden. Bei allen handelte es sich um atypische Fälle.
OIE


Neospora caninum als relevanter Aborterreger bei Rindern in Nordwürttemberg identifiziert

Der Parasit Neospora (N.)caninum zählt weltweit zu den bedeutenden Aborterregern bei Rindern. Bisher war jedoch unbekannt, welche Bedeutung er im Regierungsbezirk Stuttgart in Baden-Württemberg besitzt. Deshalb hat dasChemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart Untersuchungen in Betrieben durchgeführt, in denen es zu Fehlgeburten gekommen war. Dazu wurden dort in den letzten sieben Jahren Blutproben genommen und auf Antikörper gegen N. caninum untersucht. Insgesamt wurden mehr als 10.000 Blutproben aus 689 Betrieben untersucht. Es zeigte sich, dass elf Prozent der untersuchten Blutproben Antikörper gegen den Einzeller aufwiesen. Insgesamt waren 40 Prozent der Betriebe betroffen. Auch wenn z. T. nur einzelne Tiere betroffen waren, weisen nach Ansicht der Untersucher die Ergebnisse daraufhin, dass N. caninum auch in Nordwürttemberg einen bedeutenden Erreger darstellt. Das CVUA rät daher zur Untersuchung auf Antikörper gegen N. caninum beim Zukauf von Zuchttieren sowie bei ungeklärten Fehlgeburten. Bei N. caninum handelt es sich um einen einzelligen Parasiten, der innerhalb einer Rinderherde besonders von einer infizierten Kuh auf das ungeborene Kalb weitergegeben wird. Eine wichtige Rolle im Lebenszyklus des Erregers spielt der Hund, der sich über rohes Rindfleisch infiziertund den Erreger dann mit dem Kot wieder ausscheidet. Die Infektion von Rindern kann dann über infiziertes Futter oder Wasser erfolgen.
CVUA Stuttgart


Ansteckende Blutarmut in Spanien und Mazedonien

Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer (Equine infektiöse Anämie, EIA) ist aktuell offenbar nicht nur in Deutschland aktiv. Gerade haben Spanien und Mazedonien aktuelle Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Dabei war die Erkrankung in beiden Ländern lange Zeit nicht nachgewiesen worden. Während in Mazedonien der letzte Nachweis 2004 erfolgte, liegt er in Spanien sogar 34 Jahre zurück.
OIE


19.07.2017

Hasenpest im Kreis Mayen Koblenz festgestellt

Im Kreis Mayen Koblenz in Rheinland-Pfalz ist der Hasenpest-Erreger nachgewiesen worden. Daher warnt das Landesuntersuchungsamt vor dem Kontakt mit toten oder verhaltensauffälligen Tieren. Jäger, Landwirte und Landschaftsgärtner aber auch Spaziergänger sollten bei verhaltensauffälligen Hasen oder Kaninchen vorsichtig sein und die Tiere keinesfalls anfassen. Denn der Mensch kann sich durch direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder mit Ausscheidungen, Blut und Organen infizierter Jagd- und Wildtiere anstecken.
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz


Hunde wurden nur einmal domestiziert

Eine Forschergruppe, an der auch die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz beteiligt war, geht davon aus, dass alle heutigen Hunde einen gemeinsamen Ursprung haben und aus nur einem Domestikationsprozess hervorgegangen sind. Die Forscher widersprechen damit einer These, die Wissenschaftler aus Großbritannien im vergangenen Jahr aufgestellt hatten. Diese hatten nach der Untersuchung des Genoms eines 5.000 Jahre alten Hundes aus Irland postuliert, dass es zwei Domestikationsprozesse gegeben hat. Die aktuellen Ergebnisse basieren auf der Untersuchung zweier prähistorischer Hunde aus Deutschland. Bei diesen Hunden wurde festgestellt, dass die beiden Tiere den europäischen Hunden sehr ähnlich sind. Darin eingeschlossen sind auch die heute gehaltenen Rassehunde. "Dies legt nahe, dass es zu keiner massiven neolithischen Verdrängung auf demselben Kontinent gekommen ist und dass es wahrscheinlich nur einen einzigen Domestikationsprozess für die Hunde gab, die wir im Fundmaterial der Steinzeit finden und die wir auch heute sehen und mit denen wir zusammenleben," erklärt Dr. Krishna R. Veeramah, Assistant Professor für Ökologie und Evolution an der Stony Brook University (USA). Veeramah weist aber auch darauf, dass der genaue geographische Ursprung der Domestikation, die vor 20.000 bis 40.000 Jahren erfolgte, noch unklar ist, die weitere Genomsequenzierung hier aber künftig Aufschluss bringen wird.
Johannes Gutenberg-Universität Mainz


Ernährungsindustrie mit mehr als 170 Milliarden Euro Umsatz

Die Deutsche Ernährungsindustrie hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 171,3 Milliarden Euro erzielt. Dies geht aus den Zahlen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) hervor. Davon wurden 114,6 Milliarden Euro im Inland und 56,7 Milliarden Euro im Ausland - zum größten Teil innerhalb der EU - erzielt. Gegenüber dem Jahr 2015 sind die Umsätze um 1,6 Prozent gestiegen. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass im Jahr 2015 die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent gesunken waren. Im Jahr 2016 bot die Ernährungsindustrie in 5.940 Betrieben gut 580.000 Beschäftigten ein Auskommen. Damit ist die Ernährungsindustrie der drittgrößte Arbeitgeber innerhalb der deutschen Industrie. Betrachtet man die Umsatzanteile verschiedener Produktgruppen, stehen die tierischen Erzeugnisse an der Spitze. Fast ein Viertel der Umsätze entfielen auf Fleisch und Fleischprodukte. Mit 13,2 Prozent der Umsätze landeten Milch und Milchprodukte auf Rang 2.
BVE


18.07.2017

bpt stellt Musterarbeitsvertrag für angestellte Tierärzte bereit

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) hat einen Musterarbeitsvertrag für angestellte Tierärzte in Tierarztpraxen entwickelt. Umfragen hatten ergeben, dass sowohl bei vielen Arbeitgebern als auch bei vielen Arbeitnehmern wenig Wissen über die gesetzlichen Bestimmungen vorhanden ist. Daraus resultieren oftmals Probleme bei Arbeitszeiterfassung und Vergütung. Deshalb hat der bpt-Arbeitskreis "Angestellte Tierärzte" einen neuen Musterarbeitsvertrag entwickelt. Dieser enthält bereits einige Erläuterungen zur Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen. Der bpt stellt den Musterarbeitsvertrag allen Tierärzten und nicht nur den Mitgliedern des bpt zur Verfügung, da man die Aufklärung aller Tierärzte über die gesetzlichen Bestimmungen für besonders wichtig erachtet.
bpt


Ökolandbau in Deutschland weiter auf Wachstumskurs

Auch im vergangenen Jahr ist der Ökolandbau in Deutschland weiter gewachsen. Dies geht aus den von der Bundesanstalt für Landwirtschaft veröffentlichten Strukturdaten zum ökologischen Landbau 2016 hervor. Im vergangenen Jahr wurden Biolebensmittel auf rund 1,25 Millionen Hektar angebaut. Dies entspricht einem Zuwachs von 14,9 Prozent gegenüber 2015. Dies sind 7,5 Prozent der in Deutschland landwirtschaftlich genutzten Fläche. Auch die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe ist weiter gewachsen. Mit 27.132 waren es 2016 9,6 Prozent mehr als noch 2015. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will das Wachstum des Ökolandbaus auch weiterhin unterstützen und strebt an, dass Biolebensmittel auf 20 Prozent der landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche angebaut werden.
BMEL