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15.02.2019

Einstreuhaltung wird als tierschutzgerechter angesehen

Etwa 1000 Studienteilnehmer haben für eine Untersuchung der Universitäten Bozen und Göttingen Fotos bewertet, auf denen glücklich oder traurig aussehende Schweine in unterschiedlichen Haltungssystemen, mal auf Stroh, mal auf Spatenböden, zu sehen waren. Dabei hatte die Art des Stalls mehr Einfluss auf die Bewertung als die Abbildung des Schweins selbst. „Die Haltung von Schweinen in heute üblichen Ställen, in denen die Tiere auf einem Betonboden mit Spalten zum Abfließen der Gülle leben, wird als sehr problematisch wahrgenommen“, sagt der leitende Autor Prof. Dr. Achim Spiller vom Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen. „Der Strohstall wird im Vergleich als deutlich natürlicher und tiergerechter bewertet. Daran ändert auch der traurige oder fröhliche Ausdruck des im Stall stehenden Schweins nichts.“ Die Studienergebnisse geben Aufschluss darüber, wie Verbraucher und Verbraucherinnen Tierhaltungssysteme bewertet. Dabei ist es zweitrangig, ob das Schwein glücklich oder traurig wirkt.
Uni Göttingen


EU-Kommission soll Tiertransportbedingungen verbessern

Die bestehenden EU-Richtlinien zu Tiertransporten in den einzelnen Mitgliedsstaaten müssen besser umgesetzt und kontrolliert werden. Insbesondere müssen die Behandlung der Tiere während des Transports, die Transportdauer und die Transporte in Drittländer verbessert werden. Das hat das EU-Parlament gegenüber der EU-Kommission am vergangenen Donnerstag (14.2.2019) formuliert. „Die Abstimmung der EU-Parlamentarier ist ein unglaublich wichtiges Signal für den Tierschutz“, sagt Andreas Manz, VIER PFOTEN Experte für EU-Nutztierpolitik in Brüssel. „Im Wesentlichen sind darin unsere langjährigen Forderungen enthalten. Konkret sind das eine Begrenzung der Transportzeit, mehr unangekündigte Kontrollen und schärfere Sanktionen bei Verstößen.“ Weiterhin fordert VIER PFOTEN die dringend notwendige Überarbeitung der EU-Tiertransportverordnung. „Wenn Millionen von Tieren jährlich völlig unnötig quer durch Europa lebend transportiert werden und dabei auf engsten Raum Angst und Stress, Hunger und Durst sowie extreme Temperaturen erleiden müssen, dann ist das absolut unverständlich. Die EU-Bürger sehen das seit langem so. Nun hat es auch das EU-Parlament erkannt – der Ball liegt also jetzt bei der EU-Kommission“, so Manz abschließend.
EU-Parlament
Vier Pfoten Österreich


Klimawandel wirkt sich auch auf Erdmännchenpopulation aus

Mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Erdmännchen haben sich Wissenschaftler der Universitäten Zürich und Cambridge in ihrer Studie befasst. Dafür wurden zwischen 1997 und 2016 monatlich genaue Daten über saisonale Niederschläge und Temperaturen sowie über Wachstum, Überleben und Fortpflanzung der Erdmännchen erhoben, die von dem Forscherteam verknüpft worden sind. Diese Verknüpfungen dienten als Grundlage für ein Modell, welches einen Blick in die Zukunft wirft. Die Auswertungen zeigen, dass Erdmännchen sich in 50 Jahren weniger fortpflanzen und eine geringere Überlebenschance haben, wenn die Temperaturen im Sommer weiter steigen und die Niederschläge schwanken. Denn diese Faktoren haben Einfluss auf das Wachstum und die Körpermasse der Tiere. Dieser Zustand würde den Erdmännchen-Bestand bedrohen, da meist ein dominantes Weibchen für den größten Teil des Nachwuchses sorgt, der von Helferinnen aufgezogen wird. 
Ein wärmerer Winter würde wiederum zu einer Gewichtszunahme der Tiere und zu einer höheren Fortpflanzungsrate führen und damit keine Bedrohung für den Bestand sein. Professor Tim Clutton-Brock von der University of Cambridge und Gründer des Kalahari Meerkat Project erklärt: "Unsere Arbeit unterstreicht die Bedeutung langfristiger Studien, die sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken. Nur wenn solche Daten vorliegen, ist es möglich, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Tierpopulationen zu bewerten und die dafür verantwortlichen ökologischen Mechanismen zu verstehen." Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Science“ veröffenlicht.
Uni Zürich


BLV informiert Schaf- und Ziegenhalter über Tierverkehrsdatenbank und Moderhinke

Ab dem kommenden Jahr müssen Halter von Ziegen und Schafen in der Schweiz ihre Tiere bei der Tierverkehrsdatenbank (TVD) melden. Mit der lückenlosen Erfassung der Schafe und Ziegen soll die Lebensmittelsicherheit verbessert und Tierseuchen bekämpft werden. Besonders die Moderhinke steht hier im Fokus. Zur Meldepflicht und zur Moderhinke, aber auch dem richtigen Umgang mit Weidezäunen, hat das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) nun auf seiner Internetseite Informationsmaterial für die Halter bereitgestellt.
BLV


Immer weniger Milchbauern in der Schweiz

Die Zahl der Milchproduzenten in der Schweiz nimmt kontinuierlich ab, sie ist in den vergangenen acht Jahren um mehr als 6000 Bauern auf unter 20.000 gesunken. Im Vergleich zu 2017 ist dies ein Rückgang um 3,2 Prozent, wie TSM Treuhand mitteilt. Besonders auffällig ist der Rückgang bei Betrieben mit einer Milchproduktion von bis zu 300‘000 kg pro Jahr. Diese sank auf 17.060. Dagegen stieg die Zahl der Betriebe mit einer jährlichen Menge von über 300'000 Kilo Milch auf 2508 an. In 2018 gab es 67 Großbetriebe mit einer Produktionsmenge von mehr als einer Million Kilo. Das waren 14 mehr als 2017.
TSM Treuhand


14.02.2019

BVD in der Schweiz fast ausgerottet

Der Schweiz ist es mit großen Aufwand und gezielten Maßnahmen gelungen, die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) nahezu auszurotten. Jetzt gilt es, die letzten PI-Tiere auszumerzen und Neuinfektionen zu verhindern. Um den bereits weit fortgeschrittenen Kampf gegen die Viruserkrankung wirklich und nachhaltig zu gewinnen, müssen Tierhalter und Tierärzte wachsam bleiben, mahnt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz. Im Jahr 2018 wurden insgesamt noch 180 BVD-Fälle registriert. Das sind rund 30% weniger Fälle als im Vorjahr (258). Aktuell sind schweizweit 55 Betriebe aufgrund eines BVD-Verdachts oder BVD-Falles gesperrt. Weitere 239 Betriebe haben einzelne trächtige Tiere im Bestand, die aufgrund von BVD vorsorglich gesperrt sind. Über die gesamte Schweiz gesehen sind 99.2% der Betriebe BVD-frei.
BLV


Initiative sammelt Unterschriften für Volksentscheid gegen Massentierhaltung in der Schweiz

Die Massentierhaltung stößt nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz auf zunehmende Ablehnung. Die Organisation Sentience Politics hat in der Schweiz eine Initiative gegen Massentierhaltung ins Leben gerufen, die versucht, einen Volksentscheid darüber im Land zu erzwingen. Dazu muss die Organisation bis zum 31.12.2019 100.000 Unterschriften stimmberechtigter Bürgerinnen und Bürger gesammelt haben. Wie Sentience Politics bekannt gab, haben rund 50.000 die Forderung breits unterschrieben. In Deutschland hat die Volksinitiative „Brandenburg stoppt Massentierhaltung“ der damaligen brandenburgischen Landesregierung Ende 2014 ebenfalls eine Unterschriftensammlung für ein entsprechendes Volksbegehren vorgelegt. Damals waren 80.000 Unterschriften notwendig, knapp 104.000 wurden überreicht.
Massentierhaltung.ch


Schleswig-Holstein verstärkt Maßnahmen beim Wolfsmanagement

Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein will den Herdenschutz von Weidetieren verbessern und das Wolfsmanagement ausbauen. Dazu soll mehr Personal bereitgestellt und außerdem Organisationsaufgaben an externe Dienstleister abgegeben werden.In Gebieten, in denen sich Wölfe angesiedelt haben, sollen zudem große oder besonders gefährdete schafhaltende Betriebe zukünftig bei der Anschaffung von Zäunen oder Herdenschutzhunden finanziell unterstützt werden. „Es ist weiterhin richtig, dass auch dem streng geschützten Wolf klare Grenzen gesetzt werden“, erklärte Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Mit den Maßnahmen will das Land verhindern, dass sich weitere Wölfe zu sogenannten "Problemwölfen" entwickeln. „Neben den bisher zur Verfügung gestellten Herdenschutzpaketen soll daher nun an bestimmten Präventionsschwerpunkten in dauerhafte Herdenschutzzäune investiert werden. Das kann aber nicht auf einen Schlag umgesetzt werden, sondern wird schrittweise geschehen“, so der Minister weiter.Kommt es in Deich- und Deichvorlandbereichen zu einem Riss, können die Tierhalter auch in Zukunft Entschädigungen erhalten – auch wenn sie die Tiere nicht wolfssicher eingezäunt haben. Diese Regionen sind von der neuen Regelung ausgeschlossen. Weiterhin können Schafhalter mobile und temporäre Herdenschutzpakete als kostenfreie Leihgabe erhalten. Diese können auch weiterhin Ausgleichszahlungen beantragen, wenn Herdenschutzvorkehrungen lang- oder kurzfristiger Art beantragt oder umgesetzt wurden. Ein Antrag auf Präventionsförderung kann ab sofortan wolfspraevention@melund.landsh.de gestellt werden.
Landesregierung Schleswig-Holstein


Massives Insektensterben bedroht Ökosysteme

Nach der Auswertung von 73 Studien zum weltweiten Insektensterben sehen die teilnehmenden Forscher in erster Linie die Ausweitung der intensiven Landwirtschaft als Ursache. Weiterhin machen sie Umweltbelastungen durch chemischen Pflanzenschutz, Düngemittel, aber auch Parasiten und Krankheitserreger für den massiven Rückgang der Insekten verantwortlich. Sie prognostizieren ein Aussterben von bis zu 40 Prozent aller Insektenarten. Dies hätte für die Ökosysteme einschneidende Konsequenzen. "Wenn der Verlust von Insektenarten nicht gestoppt werden kann, wird dies katastrophale Folgen sowohl für die Ökosysteme als auch für das Überleben der Menschheit haben", sagte der Hauptautor der Studie Francisco Sánchez-Bayo von der University of Sydney. "Die Welt müsse die Art und Weise ändern, in der sie Nahrungsmittel produziert", so der Wissenschaftler weiter.Auch Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, macht sich weiterhin für eine Sensibilität für alle wildlebenden Insekten und die Honigbiene stark. Bereits im April vergangenen Jahres hat der Minister die Insektenschutzstrategie „Mehr Respekt vor dem Insekt“ ins Leben gerufen und seitdem in einigen Projekten den Schutz der Insekten ausdrücklich in die Landnutzung integriert. Mecklenburg-Vorpommern hat unterdessen als erstes Land in Deutschland ein Finanzierungsinstrument geschaffen, welches es auch Privatpersonen ermöglicht, die Anlage bzw. Pflege von Streuobstwiesen zu finanzieren. „Der Wert der Bienen für den Erhalt der Artenvielfalt und das Überleben der Menschheit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Honigbienen und vor allem die Wildbienen und Hummeln übernehmen rund 80 Prozent der Bestäubung der Nutz- und Wildpflanzen, zum Beispiel von Obstbäumen und Gemüse sowie Feldfrüchten wie Raps oder Bohnen. Damit sind wir Menschen mit unserem Nahrungsmittelbedarf abhängig davon, dass die Bienen und die wildlebenden Insekten ihre Lebensgrundlagen behalten“, betont Mecklenburgs Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Auch in Bayern steht der Schutz der Insekten weit oben im Ranking auf der Sorgenliste: mehr als eine Million Bürger des Landes haben das Volksbegehren Artenvielfalt unterschrieben, wodurch sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits in der kommenden Woche gezwungen sieht, nach Kompromissmöglichkeiten zu suchen.
Regierung MV
Agrarheute
Agrarheute


BHV-1 in drei Betrieben in NRW

Im nordrhein-westfälischen Landkreis Borken ist das Bovine Herpesvirus vom Typ 1 (BHV1) in drei Rinder haltenden Betrieben nachgewiesen worden. Wie der Landkreis mitteilte, erfolgte der Nachweis im Rahmen von routinemäßigen Laboruntersuchungen. Insgesamt mussten mehr als 300 Tiere getötet werden. Alleine in einem der drei Betriebe mussten 276 Rinder geschlachtet werden. Da dort mehr als 70 Prozent der Tiere infiziert waren, musste der gesamte Bestand getötet werden. Bei der Infektion mit BHV1 handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Deshalb mussten weitere Maßnahmen zur Verhinderung einer möglichen Ausbreitung eingeleitet werden. Zudem gilt Deutschland nach jahrelangen Tilgungsprogrammen seit Mitte 2017 als frei von der Erkrankung.
Kreis Borken


RHDV-2 Ausbruch in Großbritannien

Im britischen Ashton-under-Lyne östlich von Manchester sind mehrere Kaninchen an einer Infektion mit dem Rabbit Haemorrhagic Disease Virus vom Typ 2 (RHDV-2) verendet. Tierärzte rufen Tierhalter dringend zu einer entsprechenden Impfung gegen die Krankheit auf. Denn diese ist hoch ansteckend und kann sich unter günstigen Bedingungen innerhalb kurzer Zeit im ganzen Land ausbreiten. Nicht selten kommt es zu einem perakuten Verlauf. Hier tritt scheinbar ohne vorherige Symptome der Tod ein. Die Virusübertragung kann direkt von Tier zu Tier oder durch kontaminierte Gegenstände oder Futter erfolgen.
Vet times
Mehr Informationen über Kaninchenerkrankungen


13.02.2019

Exporte von Rindern ins Ausland nehmen kontinuierlich zu - EU-Parlament steht vor Entscheidung

Die Zahl der Kälber, die aus Deutschland ins Ausland exportiert werden, steigt immer weiter an. So ist die Zahl der exportierten Kälber in 2018 im Vergleich zu 2017 um drei Prozent gestiegen. Abnehmer Nr. 1 sind mit einem Anteil von gut 60 Prozent aller deutschen Rinderausfuhren die Niederlande, die hauptsächlich schwarzbunte, männliche Nutzkälber für die Kälbermast einkaufen. Aber auch die Exporte nach Belgien, Frankreich und Marokko haben zugenommen. Weniger Rinder wurden hingegen in Richtung Türkei und Polen exportiert. Grundsätzlich steigt die Anzahl der ausgeführten Zucht- und Nutzrinder seit 2013 kontinuierlich. Allein im Zeitraum 2013-2018 ist ihre Zahl um 25 Prozent angestiegen. An morgigen Donnerstag (14.2.2019) soll das Europaparlament über die Zukunft der inzwischen aus Tierschutzgründen sehr umstrittenen Tiertransporte abstimmen.
AMI
Süddeutsche Zeitung
Greenpeace


Auf Hinweise für illegalen Welpenhandel achten

Der illegale Welpenhandel ist trotz vieler Bemühungen den Handel einzuschränken, ein immer stärker werdendes Problem. Viele dieser "Wühltisch-Welpen", die mehrheitlich im Ausland "produziert" werden, sind schwach, nicht geimpft oder gar krank. Zudem werden sie in der Regel viel zu früh von der Mutter getrennt. Vor allem im Internet boomt der Handel mit diesen Tieren. Bei Käufen über Kleinanzeigenportale sei besondere Vorsicht geboten, warnt Dirk Rojahn, der Leiter des Dortmunder Tierheims. So sollte unbedingt auf vollständige Papiere geachtet werden. Das bedeutet, es muss ein EU-Heimtierausweis, ein amtliches Gesundheitszertifikat aus dem Herkunftsland, der Impfpass mit gültiger Tollwutimpfung von einem deutschen Tierarzt sowie ein Mikrochip vorhanden sein.Auf keinen Fall sollten die Welpen an dubiosen Orten wie Autobahnrasthöfen oder Parkplätzen gekauft werden. Stattdessen sollten die Käufer darauf bestehen, auch die Mutter und den Aufzuchtsort zu sehen. Zudem sollte auf Krankheitsanzeichen wie Schwäche, Apathie, Augen- und Nasenausfluss, Husten und Lahmheiten geachtet werden.Ebenfalls ein Alarmsignal ist ein günstiger Preis. Rassewelpen für ein paar Hundert Euro gibt es nicht seriös, warnt Rojahn.
Dortmund24
BMEL


Neue Steckbriefe des FLI zu Bornaviren

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat aktualisierte Steckbriefe zum Bunthörnchen-Bornavirus 1 (VSBV-1) und zum "klassischen" Borna Disease Virus 1 (BoDV -1)veröffentlicht. Während das BoDV-1 bereits seit langem bekannt ist, wurde das VSBV-1 erst vor einigen Jahren bei Hörnchenhaltungen in Deutschland, den Niederlanden und Kroatien nachgewiesen. Wie das Virus in die europäischen Haltungen kam und wie es vom Tier auf den Menschen übertragen wird, ist bisher unbekannt. Über die Verbreitung des Virus bei Wildtieren ist bisher ebenfalls nicht viel bekannt. Das BoDV-1 ist dagegen ein "alter" Bekannter und kommt in Feldspitzmaus-Populationen in Teilen Deutschlands, Österreichs,der Schweiz und in Liechtenstein vor. Da Fehlwirte wie Pferd, Schaf oder Menschdas Virus selbst nicht weiterverbreiten, treten Infektions- und Krankheitsfälle auchbei ihnen fast ausschließlich innerhalb dieser Gebiete auf. Berichte über eineweltweite Verbreitung des Virus beim Menschen und anderen Arten sind nachheutigem Wissen das Resultat fehlerhafter Laborergebnisse.
FLI


Videoüberwachung zur Verbesserung des Tierschutzes in niedersächsischen Schlachthöfen

In den niedersächsischen Schlachthöfen soll eine Videoüberwachung eingeführt werden, mit der insbesondere der Tierschutz verbessert werden soll. Eine entsprechende Vereinbarung haben Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU), Vertreterinnen und Vertreter der Fleischwirtschafts- und Handelsverbände und der kommunalen Veterinärbehörden unterzeichnet. Diese freiwillige Vereinbarung soll gelten, bis es zu einer gesetzlichen Regelung kommt. Die Kameras sollen in besonders tierschutzrelevanten Bereichen installiert werden. Die Aufnahmen sollen den Behörden für amtliche Überwachungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Die Verbände verpflichten sich, die Schlachtbetriebe bei dem Aufbau der Überwachungssysteme zu unterstützen.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Verschluckte Fremdkörper können zu einem lebendsbedrohenden Problem werden

Verschluckte Fremdkörper können für Hunde und Katzen zu einem lebensbedrohenden Gesundheitsproblem werden. Daher sollten Tierhalter, die ihr Tier beim Verschlucken eines Fremdkörpers beobachten, unbedingt sofort einen Tierarzt aufsuchen, rät der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH). Denn es besteht die Gefahr eines Darmverschlusses. Scharfe Gegenstände wie Knochensplitter können zudem die Speiseröhre oder die Darmwände verletzen. Anhaltspunkte für einen verschluckten Fremdkörper können auch Appetitlosigkeit, Erbrechen, Würgen und Bauchschmerzen sowie im Falle eines Darmverschlusses ausbleibender Kotabsatz sein.
IVH


12.02.2019

Israels Kühe haben weltweit die größte Milchleistung

Die weltweit höchste Milchleistung mit rund 13,2 Tonnen pro Jahr wird von israelischen Kühen erbracht. Die Landwirte haben dafür eine einfache Erklärung: "Unsere Küh sind glücklich." Es dürfte aber auch an der Fütterung und den Haltungsbedingungen liegen. In Israel werden die Tiere ganzjährig im kühlen Stall gehalten und rund um das Jahr mit Kraftfutter versorgt. Der Raufutteranteil beträgt durchschnittlich etwa 30 Prozent. Aber auch die Züchtung dürfte für den Erfolg der Milchviehhaltung in dem sehr heißen und trockenen Land entscheidend verantwortlich sein. Die israelische Milchkuh geht auf eine Kreuzung aus einer viel Milch gebenden niederländischen Kuh und der syrischen Damaskus-Kuh zurück, damit die Tiere mit dem heißen Klima umgehen können. Aktuell werden in Israel etwa 120.000 Kühe der Rasse Holstein-Friesian-Israeli gehalten.
Schweizerbauer.ch


Immer mehr Verbraucher kaufen Bioprodukte

Biolebensmittel werden bei den Deutschen immer beliebter, wie das Ökobarometer 2018 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigt. Demnach haben mehr als drei Viertel aller telefonisch befragten Verbraucherinnen und Verbraucher angegeben, dass sie derzeit Bioprodukte kaufen. Knapp 30 Prozent werden zukünftig "häufig" zu Biolebensmitteln greifen. Für 95 Prozent der Befragten ist die artgerechte Tierhaltung ausschlaggebend für den Kauf von Biolebensmitteln, aber auch die Regionalität der Produkte spielt eine große Rolle. Weitere Gründe für den Biokauf sind die geringere Schadstoffbelastung und der Schutz der Umwelt. Ferner werden die Vermeidung von Pflanzenschutzmittelrückständen sowie die Einhaltung von Sozialstandards und die optimale Frische als Gründe genannt. Die meisten Biokäufe finden im Supermarkt statt, aber das Einkaufen auf Wochenmärken, in Bäckereien und beim Metzger erfreut sich immer mehr Beliebtheit, während die Anteile der Discounter stagnieren. Onlinekäufe verdoppelten sich hingegen im Vergleich zum Vorjahr.
BMEL


Mehr als 50 neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Belgien bei Wildschweinen

Alleine für den Zeitraum vom 31. Januar bis 7. Februar 2019 haben die belgischen Behörden 52 neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet. Alle Fälle traten nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in der Provinz Luxemburg auf. Es wurden nur Fälle bei Wildschweinen gemeldet. Hausschweine waren nicht betroffen. Die ASP wurde erstmalig in Belgien im September vergangenen Jahres nachgewiesen. Seitdem wurde das Virus bei mehr als 300 Wildschweinen nachgewiesen.
OIE


EU-Kommission bemängelt Auslauf von Elterntieren in Öko-Hühnerzuchten

Während die EU-Kommission hinsichtlich quälender Tiertransporte ins Ausland und in Drittländer bislang untätig bleibt, strebt sie jedoch offenbar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland an. Der Grund: in Öko-Hühnerhaltung stünden den Elterntieren, die ausschließlich Bruteier produzieren, kein ausreichender Auslauf zur Verfügung bzw. dieser sei überdacht. Dies sei nicht zulässig. Eine finale Entscheidung, ob ein solches Vertragsverletzungsverfahren eingereicht werde, wird für März erwartet.
topagrar.de


11.02.2019

Massenhaftes Seevogelsterben vor den Küsten der Niederlande und vor Borkum

An den Stränden der niederländischen Küste sowie auf Borkum machen Spaziergänger gerade grausige Entdeckungen. Es wurden in den vergangenen Tagen tausende tote Trottellummen angeschwemmt. Ursächlich wird das Vogelsterben mit der Havarie des Frachters "MSC Zoe" in Zusammenhang gebracht. Dabei waren knapp 350 der transportierten Container von Bord gespült worden und auf den Meeresboden gesunken. Deren Inhalt wurde teilweise an die Küsten gespült, darunter auch auch Plastikbeutel, in denen giftige Peroxide transportiert wurden. Ersten Untersuchungen zufolge wiesen die toten Vögel schwere Magen-Darm-Schäden auf. Ob ein Zusammenhang zwischen der Havarie und dem Massensterben der Seevögel jedoch wissenschaftlich bewiesen werden kann, muss abgewartet werden. Erste Ergebnisse werden für März erwartet.
NDR


EU-Parlament für Verkürzung der Tiertransportzeiten

Das EU-Parlament will in dieser Woche eine Entschließung verabschieden, in der eine möglichst weitgehende Verkürzung der Transportzeiten von Tieren gefordert wird. Die Entschließung folgt auf verschiedene Medienberichte, in denen über die Misshandlung von Tieren beim Transport berichtet wurde. Die Abgeordneten wollen fordern, dass die bestehenden EU-Vorschriften zum Schutz transportierter Tiere besser durchgesetzt werden und gegen Personen, die dagegen verstoßen, harte Strafen verhängt werden. Eine Maßnahme zur Verkürzung der Transportzeiten sieht das Parlament darin, dass Tiere zur Schlachtung möglichst zum nächstgelegenen Schlachthof gebracht werden.
EU-Parlament


Gemeinsame Tierseuchenübung mit Dänemark zu ASP-Ausbruch

Ende Januar fand eine gemeinsame Übung deutscher Behörden mit Dänemark statt, bei der ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) simuliert wurde. Koordiniert wurde die Übung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es beteiligten sich in Schleswig-Holstein das Umweltministerium sowie die Landkreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. Dabei wurde ein Ausbruch der ASP in einem Hausschweinbestand auf der dänischen Seite der Grenze simuliert. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Überprüfung der Kommunikationswege der beteiligten Behörden beider Länder. Auf Bundesebene wurde in Kooperation mit der zentralen Ebene in Dänemark ein grenzübergreifendes Beobachtungsgebiet abgestimmt und kartographisch dargestellt.Die im Rahmen der Übung gewonnenen Erkenntnisse werden in die weiteren Vorbereitungen auf einen möglichen ASP-Ausbruch einbezogen.
BMEL


08.02.2019

Forscher diagnostizieren Knochenkrebs bei Schildkröte aus der Trias-Zeit

Bei ihren gemeinsamen Forschungen an einer Schildkröte aus der Trias-Zeit haben Paläontologen und Mediziner aus Deutschland, Kanada und den USA unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin eine Krebserkrankung festgestellt. “Untersuchungen der äußeren Morphologie sowie mikro-CT Aufnahmen des erkrankten Knochens ergaben, dass das Tier unter Knochenkrebs gelitten hat”, erklärt Yara Haridy vom Museum für Naturkunde Berlin und Leiterin dieser Studie. „Dies ist einer der ältesten Fälle von Krebs im Fossilbericht, und sein ältestes bekanntes Auftreten bei Amnioten überhaupt, also der Gruppe von Tieren, zu denen die Reptilien, Vögel und Säugetiere gehören”, sagt Florian Witzmann, Mitautor und Haridys Kollege am Museum für Naturkunde in Berlin.Dieser Fund bei dieser weltweit ältesten bekannten Schildkröte sei besonders bedeutend, denn bösartige Tumore seien eher rar in der Paläopathologie, einer Wissenschaft, die sich mit Krankheiten und Fehlbildungen bei Lebewesen der Vorzeit beschäftigt. Entdeckt wurde die Krebserkrankung, als das Team an einem isolierten Oberschenkelknochen der Urschildkröte arbeitete, das einen auffälligen, zunächst rätselhaften Auswuchs aufwies, welches später als sogenanntes periosteales Osteosarkom diagnostiziert werden konnte, einer bestimmten Form von bösartigem Knochenkrebs, die es auch beim Menschen gibt. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Krebs nicht auf den modernen Menschen beschränkt ist. Stattdessen reicht die Anfälligkeit für diese Krankheit weit zurück in der evolutionären Geschichte der Wirbeltiere, hunderte von Millionen Jahren vor der Entstehung des Menschen“, folgert Yara Haridy.
idw


Mecklenburg-Vorpommern will für einen ASP-Ausbruch gerüstet sein

Das Land Mecklenburg-Vorpommern bereitet sich intensiv auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Derzeit proben Mitarbeiter der Landesforstanstalt den Aufbau eines 50 Kilometer langen Elektrozauns, der bereits Ende 2018 beschafft worden war. „Sollte die ASP hierzulande festgestellt werden, sind wir handlungsfähig“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Durch die Errichtung eines Zaunes haben wir im Falle des Ausbruchs der ASP bei Wildschweinen die Möglichkeit, ein sogenanntes Kerngebiet abzusperren. Die Barriere soll kranke Wildschweine daran hindern, das abgegrenzte Gebiet zu verlassen und auf diesem Wege weitere Wild- oder Hausschweine zu infizieren. Gleichzeitig soll verhindert werden, dass gesunde Wildschweine einwandern und sich anstecken. Tschechien ist es als bisher einzigem europäischem Mitgliedsstaat auf diese Weise gelungen, die Seuche auf ein definiertes Gebiet zu beschränken und den Ausbruch der ASP erfolgreich zu bekämpfen“, erläuterte der Minister weiter. Die Reduzierung des Schwarzwildbestandes geht auch erfolgreich voran: im vergangenen Jahr erhöhte sich die Zahl der abgeschossenen Wildschweine um 41 Prozent auf fast 86.000 Tiere. Die Jäger werden für jedes erlegte Tier mit 25 Euro entschädigt. Zudem zahlt das Land eine Aufwandsentschädigung in der gleichen Höhe für den Fund und die Beprobung eines kranken oder verendeten Stückes Schwarzwild. Im letzten Jahr sind insgesamt 141 Proben zur Untersuchung eingesendet worden. Auch dies sei eine wichtige Maßnahme zur Früherkennung der Seuche, so der Minister. Zu den weiteren Maßnahmen der Vorbereitung zählen finanzielle Förderungen zur Errichtung und Sanierung von Wildsammelstellen, die fachliche Abstimmung der zuständigen Behörden, Fortbildungen für Jäger und Landwirte sowie die kontinuierliche Aufklärung der Öffentlichkeit.
Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern


Bundesverband Rind und Schwein empfiehlt Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) empfiehlt den Haltern von Rindern die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit. Der Verband folgt damit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut. Die Empfehlung bezieht sich auf den seit Dezember vergangenen Jahres in Deutschland aktiven Erreger vom Serotyp 8 (BTV-8) sowie den Erreger vom Serotyp 4 (BTV-4). Der BRS schließt sich dieser Auffassung an und verweist darauf, dass bei einer entsprechenden Impfdecke sogar die Tilgung des Erregers im Rahmen des Möglichen ist. Der BRS verweist zudem darauf, dass die Impfung die Tierhalter vor wirtschaftlichen Einbußen schützen kann.
BRS


07.02.2019

Tierärzte fordern Gemeindezuschuss für Sicherung des tierärztlichen Notdienstes

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich gibt es Probleme mit dem tierärztlichen Notdienst. Dies verdeutlicht der Fall einer Schwergeburt einer Kuh in Kainach bei Voitsberg. Da am Wochenende keine tierärztliche Hilfe zu bekommen war, musste schließlich auch die Mutterkuh notgeschlachtet werden. „Hier müssen rasch die notwendigen gesetzlichen Vorgaben geschaffen werden. Man stelle sich nur vor, dass an einem Wochenende oder feiertags die Rindergrippe ausbricht und kein Tierarzt verfügbar ist. Das wäre für einen Betrieb existenzbedrohend“, so der Appell des Bürgermeisters Viktor Schriebl. „Auf der einen Seite wird von Landwirten gefordert, dass sie sich an den Tierschutz halten, auf der anderen Seite ist aber die veterinärmedizinische Versorgung nicht gesichert“, kritisiert er. Es ist unverständlich, warum nicht auch Tierärzte eine finanzielle Unterstützung durch die Gemeinden bekämen, wie das beispielsweise in der Humanmedizin der Fall ist, um die notdienstliche Versorgung aufrecht zu erhalten. Nicht zuletzt durch die Änderung des Arbeitszeitgesetzes sei das zusätzlich benötigte Personal nicht mehr zu finanzieren. Die Auswirkungen des fehlenden Notdienstes und ein zunehmender Landtierarztmangel sind inzwischen auch in vielen ländlichen Regionen Deutschlands deutlich zu spüren.
Kleine Zeitung
Lesen Sie auch: Landtierarztmangel - hier ist auch der Staat gefragt


Fleischproduktion in Deutschland 2018 rückläufig

Im Jahr 2018 sind in Deutschland 1,5 Prozent oder 5,3 Millionen Tonnen weniger Fleisch durch gewerbliche Schlachtunternehmen erzeugt worden als im Vorjahr. Insgesamt wurden 8,0 Millionen Tonnen erzeugt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilt. Bei der Aufschlüsselung nach Tierart ist zu erkennen, dass vor allem die Schweinefleischerzeugung im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent geringer ausgefallen ist. Betrachtet man die Zahl der Schlachttiere, sank die Zahl sogar um 3,0 Prozent auf 56,6 Millionen geschlachtete Tiere. Bei den Rindern ist die Schlachtmenge um 2,4 % auf 1,1 Millionen Tonnen Rindfleisch zurückgegangen. Die Zahl der gewerblich geschlachteten Rinder sank gegenüber dem Jahr 2017 um 3,1 % auf 3,4 Millionen Tiere. Lediglich bei der Geflügelfleischproduktion ist auch im Jahr 2018 ein Anstieg zu vermerken. Die Schlachtmenge stiegt um 3,7 % auf insgesamt 1,6 Millionen Tonnen. Es wurde 5,3 % mehr Jungmasthühnerfleisch erzeugt. Auch die Erzeugung von Enten- (+2,3 %) und Truthahnfleisch (+0,4 %) erhöhte sich.
Destatis


Beschäftigungsmaterial von Schweinen muss verschiedene Kriterien erfüllen

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) informiert auf seiner Webseite, wie Schweine durch ausreichend Ablenkung vom Schwanzbeißen abgehalten werden können. Das Beschäftigungsmaterial muss mehrere Kriterien erfüllen. Es muss gesundheitlich unbedenklich, kaubar, essbar, veränderbar und untersuchbar sein. In der EU-Richtlinie 2008/120/EG, in der die Mindestanforderungen an die Schweinehaltung definiert sind, werden als geeignete Beispiele Materialien wie Stroh, Heu, Holz, Sägemehl, Pilzkompost, Torf oder deren Mischungen aufgeführt. Auch Seile aus Naturfasern und aufgehängte Weichholzstücke oder Presslinge aus Stroh erfüllen die geforderten Kriterien. Aber auch Strohraufen und Presswürfel aus Stroh oder Mineralstoffen eignen sich demnach gut, damit die Tiere ausreichend beschäftigt sind und sich nicht über die Schwänze ihrer Artgenossen hermachen. Außer dem Anbieten von Beschäftigungsmaterial müssen aber auch die Haltungsbedingungen in Bezug auf Futter, Wasser, Liegefläche, Licht und Stallklima optimiert werden, um Schwanzbeißen und anderen Verhaltensstörungen wirksam vorzubeugen.
LANUV


Brandenburg erlaubt Saufänge als alternative Jagdmethode für Wildschweine

Zum Schutz gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erlaubt Brandenburgs oberste Jagdbehörde nun nach Antragstellung auch den Einsatz von sogenannten Sauenfallen. Bisher wurden 43 solcher Anträge gestellt, 39 davon wurden bereits bewilligt. Mit ihnen ist es möglich, tierschutzgerecht auch die Muttertiere mit ihrem Nachwuchs zu entnehmen. Bei den Saufängen handelt es sich praktisch um runde Gehege, in denen die Tiere gefangen werden. Interessierte Jäger können sich hierzu vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde schulen lassen. Seit Januar 2018 zahlt das Land Brandenburg den Jägern eine Aufwandsentschädigung für die Probennahme bei tot aufgefundenen Wildschweinen in Höhe von 30 Euro. 50 Euro bekommt der Jäger für jedes erlegte Wildschwein.
Land Brandenburg
Mehr über Saufänge


Erneut ASP bei Hausschweinen in Rumänien

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) hat einen weiteren Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Hausschweinen in Rumänien gemeldet. Demnach sind Hausschweine einer kleinen Privathaltung betroffen. Alle Schweine dieser Haltung werden getötet und es wurde eine Sperrzone sowie Beobachtungsgebiet eingerichtet.
OIE


Wildzäune schützen nicht vor der Afrikanischen Schweinepest

In Europa geht die Angst vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest und den damit verbundenen herben Verlusten für die Landwirtschaft um. Dänemark und Frankreich bauen einen Schutzzaun zu den Nachbarländern, um die Einschleppung der Seuche zu verhindern. Diese Maßnahme wird vom zuständigen EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis allerdings als „wirkungslos“ und „ineffizient“ eingeschätzt. Stattdessen sollten die Wildschweinebestände durch eine wohldurchdachte Jagdstrategie unter Kontrolle gehalten werden. Außerdem käme es stark auf die Biosicherheitsmaßnahmen der Länder an. So müssten Quarantänezonen eingerichtet und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden. Außerdem müssten Reisende durch Aufklärungsmaßnahmen über die Einschleppungsgefahr durch Schweinefleisch sensiblisiert werden. Wichtig sei zudem eine enge Kooperation der einzelnen Länder sowie eine Vorbereitung auf den „Worst-Case“. In Belgien breitet sich das Virus unterdessen immer weiter in der Wildschweinepopulation aus. Inzwischen ist das Virus bei 405 Wildschweinen nachgewiesen worden. Auch in Polen werden immer wieder infizierte Wildschweine gefunden.
Fleischwirtschaft


06.02.2019

Kriterien des geplanten staatlichen Tierwohllabels als unzureichend kritisiert

Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz unterstützt grundsätzlich die Einführung eines staatlichen Tierwohllabels. Damit dieses jedoch auch für den Verbraucher eine hohe Aussagekraft besitzt, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, die bislang bei der Planung von Seiten der Bundesregierung nicht berücksichtigt werden, wie beispielsweise die Einführung der Stufe 4 für Produkte aus ökologischer Haltung. Generell sei es zudem bedauerlich, dass die Länder nicht in die Entwicklung der Kriterien einbezogen wurden, obwohl die erste Initiative für eine Tierwohlkennzeichnung von den Ländern ausgegangen sei. „Die Bundesländer haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, ein Tierwohllabel mit einer vierten Stufe für Produkte aus ökologischer Haltung zu schaffen, dies wird von der Bundesregierung ignoriert“, so Hinz weiter. Die Kriterien der Einstiegsstufe seien aus Sicht des Tierwohls außerdem viel zu schwach. Die erste Label-Stufe sieht für Schweine zu wenig Platz vor, Schwänze zu kupieren sowie das Abschleifen der Eckzähne sei weiter erlaubt, obwohl dies nach Vorgaben der EU bereits seit 2008 die absolute Ausnahme sein soll. Mittlerweile haben große Einzelhandelsunternehmen wie Edeka, Lidl, Netto, Penny und Aldi das Bundeslandwirtschaftsministerium überholt. Anlässlich der Vorstellung der Kriterien der staatlichen Tierwohlkennzeichnung für Schweine kritisierte Hinz auch die beabsichtigten Prämienzahlungen an Landwirte, die die Einstiegsstufe einhalten, obwohl diese im Sinne des Tierwohls völlig unzureichend ist. „Stattdessen sollten Betriebe gefördert werden, die ein besonders hohes Niveau einer artgerechten Tierhaltung umsetzen – wie zum Beispiel im Ökolandbau“, kritisierte Hinz.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Erneut Fall von H9N2 beim Menschen in China

In Zentralchina ist erneut eine Infektion eines Menschen mit dem aviären Influenzavirus vom Typ H9N2 diagnostiziert worden. Diesmal war ein 9-jähriger Junge aus der Provinze Hunan betroffen. Insgesamt ist dies bereits der 7. Fall einer solchen Infektion mit diesem Virus in China. Experten befürchten weitere Fälle. Das Virus wird durch Kontakt zu infiziertem Geflügel oder durch kontaminierte Geräte übertragen. Von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung wird aktuell nicht ausgegangen. Bislang verursacht das Virus beim Menschen auch nur milde klinische Symptome.
Outbreaknews today


Knapp sieben Prozent der Fläche in Deutschland wird ökologisch bewirtschaftet

6,8 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland wurde im Jahr 2017 für eine ökologische Bewirtschaftung genutzt. Damit lag Deutschland nur knapp unter dem europäischen Durchschnitt, den das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) mit sieben Prozent bezifferte. Zwischen 2012 und 2017 hat die ökologisch genutzte Fläche in der EU um 25 Prozent zugenommen und beläuft sich auf insgesamt 12,6 Millionen Hektar. Die drei Länder mit dem höchsten Anteil an Bio-Landbau in der EU sind Österreich (23,4 Prozent), Estland (19,6 Prozent) und Schweden (19,2 Prozent). Das Schlusslicht bildet Malta mit 0,4 Prozent. In der Nutztierhaltung pflegt die Ökolandwirtschaft noch ein Nischendasein - nur gut 4,3 Millionen von insgesamt 88,4 Millionen gezählten Rindern wurden ökologisch gehalten.
Eurostat
Eurostat


Transport von Tierkörpern zur Sektion in Gießen neu geregelt

Mit der Neuausschreibung der Tierkörperbeseitigung in Hessen ist auch ein neues Transportsystem geschaffen worden. Dieses ermöglicht seit Januar 2019 einen zeitnahen, seuchenhygienisch nicht zu beanstandenden und zusätzlich für die Tierhalter in Hessen kostenneutralen Transport von Tierkörpern zur Sektion am Standort Gießen des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor (LHL). Mit dem neuen Transportsystem hat die Landwirtschaft in Hessen ein Instrument zur Verfügung, um Krankheits- und Verlustgeschehen im Betrieb sicher und schnell abzuklären. Auch die Früherkennung von möglichen Tierseuchen wird dadurch entscheidend verbessert. Eine möglichst zeitnahe Anlieferung nach dem Tod des Tieres ist wesentlich für eine erfolgreiche Diagnostik. Der überwiegende Teil der Untersuchungskosten von Rindern, Schweinen, Schafen und Ziegen wird von der Hessischen Tierseuchenkasse (HTSK) übernommen. Anträge und Formulare hierfür finden sich auf der jeweiligen Homepage der HTSK und des LHL.
Landesbetrieb Hessisches Landeslabor


05.02.2019

Seesternepopulation in Nordamerika stark gefährdet

Einer der größten Seesterne der Welt ist stark gefährdet. Amerikanische Forscher sehen im Klimawandel und einer im Jahr 2013 aufgetretenen Seesternseuche die Gründe für den extremen Rückgang des Sonnenblumen-Seesterns. "Früher reichlich vorhanden in den küstennahen Gewässern, werden Sonnenblumen-Seesterne heute vor der kalifornischen Küste gar nicht mehr und vor Alaska nur noch selten gefunden", erläuterte Drew Harvell von der Cornell University (Ithaca/USA), die zusammen mit weiteren Forschern Daten zum Vorkommen der seltenen Meeresbewohner von der kalifornischen Küste bis nach British Columbia gesammelt und ausgewertet hat. Selbst in tiefen Gewässern war der Seestern kaum zu finden. Nach den Auswertungen vermuten die Wissenschaftler, dass die Erwärmung der Ozeane die Ausbreitung der Seesternseuche begünstigt. Durch den starken Rückgang der Seesternebestände können sich Seeigelpopulationen besser entfalten, was die Seetangwälder und die Artenvielfalt bedroht.
UC Davis


Italiens Alpenregionen legen Maßnahmenplan gegen Bären und Wölfe vor

Nach erneuten Angriffen von Bären und Wölfe haben die Vertreter der italienischen Alpenregionen der Zentralregierung in Rom einen Managementplan vorgelegt, der gemeinsame Maßnahmen zum Schutz vor den Raubtieren vorsieht. Die Angriffe, die auch in Regionen mit Touristen stattfanden, führten zur Beeinträchtigung der Bewirtschaftung und zu nachhaltigen Schäden in der Landschaft. Die im Plan aufgeführten Maßnahmen seien notwendig, um die Menschen in den betroffenen Gebieten zu schützen. Die Verantwortung für die Umsetzung unter Einhaltung der europäischen Vorschriften, wollen die Antragsteller selber übernehmen, doch erwarten sie Rückendeckung von der Regierung in Rom.
Topagrar


Kuhtoilette soll Ammoniakentwicklung verhindern

Eine innovative Kuhtoilette soll die Ammoniakemission im Kuhstall reduzieren. Bereits seit über zwei Jahren arbeitet die niederländische Firma Hanskamp an der Entwicklung der sogenannten CowToilet. Durch das separate Auffangen des Urins der Kühe kommt es nicht zum Kontakt mit dem Festmist und verhindert so die Ammoniakentwicklung, was auch zur Verbesserung des Stallklimas und der Klauengesundheit führt. Der Besuch der Toilette sei freiwillig und wird mit der Verabreichung ihrer täglichen Kraftfuttergabe kombiniert. Für den Landwirt ergeben sich auch finanzielle Vorteile aus der CowToilet, denn neben Kosteneinsparungen bei der Mistbeseitigung kann reiner Urin zum Beispiel als hochwertiger Grundstoff für Präzisionsdüngung genutzt werden.
Hanskamp


Zwei Pferde im Raum München wegen EHV-1 euthanasiert

Im Raum München mussten zwei Pferde wegen einer Infektionen mit dem Equinen Herpesvirus vom Typ 1 (EHV-1) euthanasiert werden. Das teilte Prof. Dr. Lutz S. Goehring von der Klinik für Pferde der Ludwig-Maximilians-Universität München mit. Die beiden Fälle sind unabhängig voneinander in zwei Pferdehaltungen mit vornehmlich Warmblütern aufgetreten. In jeder Haltung zeigten mehrere Tiere klinische Symptome wie Fieber und Ataxie. Beide Betriebe stehen nun unter Quarantäne.
Promedmail


Sommer 2018: Bayerns Wälder zeigen Schäden

Die Waldzustandserhebung 2018 zeigt, dass aufgrund des extremen Sommers und der großen Trockenheit im vergangenen Jahr rund 25 Prozent aller Bäume in Bayern Schäden davongetragen haben. Zudem konnte festgestellt werden, dass die Bäume im Durchschnitt 21,3 Prozent ihrer Blätter und Nadeln verloren und bedeutend stärker Früchte ausgebildet haben. Das deutet auf Umweltstress hin, wie das Bayerische Staatsministerium fürErnährung, Landwirtschaft und Forsten in dem am vergangenen Montag veröffentlichten Waldzustandsbericht bekannt gab. Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) fordert daher stabile und widerstandsfähige Mischwälder, damit das Risiko von Witterungseinflüssen, Stürmen oder Insektenbefall minimalisiert werden kann. 


10.000 Hektar mehr Mischwald jährlich sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber die Klimakatstrophe könne nur durch ein forst- und umweltpolitisches Gesamtkonzept verhindert werden.Für die Erhebung haben Experten mehr als 11.500 Bäume untersucht.
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten


BSE-Fall in Polen

In Polen wurde zum ersten Mal seit 2013 wieder ein BSE-Fall bei einem Rind nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Betroffen war ein Rind aus Niederschlesien. Es handelte sich um einen sogenannten atypischen BSE-Fall. Diese Fälle treten spontan auf und haben keinen Zusammenhang z.B. mit der Verfütterung von mit BSE kontaminierten Material. Deshalb hat der Nachweis dieses Falles auch keinerlei Auswirkungen auf den BSE-Status Polens. In Deutschland wurde ein Fall der atypischen BSE zuletzt im Jahr 2014 nachgewiesen.
OIE
BMEL


04.02.2019

Gemeinsame Fischereipolitik der EU sorgt für Erholung einiger Fischbestände im Nordostatlantik

Die nordostatlantischen Fischbestände haben sich in den vergangenen 18 Jahren gut erholt. Darauf weist eine aktuelle Studie hin, die jetzt in der Fachzeitschrift Frontiers in Ecology and the Environment erschienen ist. Gründe für die Erholung seien unter anderem die Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) der Europäischen Union und dass die Politik im Allgemeinen den wissenschaftlichen Vorgaben für eine nachhaltigere Nutzung strikter gefolgt ist. So hat die EU viele Fangquoten gesenkt, was eine rasche Erholung einiger dieser Bestände zur Folge hatte. Es gibt laut der Studie aber noch immer Bestände, die zu stark befischt und damit nicht nachhaltig genutzt werden. Die beiden Autoren der Studie, Fabian Zimmermann vom Institut für Meeresforschung in Norwegen und Karl-Michael vom Thünen-Institut für Seefischerei in Bremerhaven, erklärten, dass neben dem politischen Engagement auch Umweltbedingungen die Entwicklung der Fischbestände begünstigt haben. „Man kann zum Beispiel erkennen, dass nördliche Bestände, wie in der Barentssee oder um Island, von der Klimaerwärmung tendenziell profitieren, während Bestände in Nord- und Ostsee mit den steigenden Temperaturen zu kämpfen haben“, so Werner.Die Studie belegt, dass die verbesserte Fischereipolitik eine nachhaltigere Nutzung der nordostatlantischen Fischbestände in Gang gesetzt hat, jedoch diese Verbesserungen nur dann langfristig anhalten, wenn die Bemühungen auch weiterhin nicht nachlassen. Meeresressourcen müssen nachhaltig und mit Weitsicht genutzt werden, damit das Ziel der GFP auch wirklich erreicht wird.
IDW


Schwedische Wissenschaftler untersuchen Übertragung der Vogelgrippe durch Zugvögel

Vor mehr als 13 Jahren begann das hochansteckende Aviäre Influenzavirus, sich in der ganzen Welt auszubreiten. Seitdem beschäftigen sich Forscher mit der Frage, wie sich das Virus so schnell verbreiten konnte. Die beiden Wissenschaftler Jonas Waldenström und Mariëlle van Toor von der schwedischen Linnaeus Universität werden zusammen mit Forschern in Bangladesch die Rolle von wilden Wasservögeln im Zusammenhang mit der Übertragung der Krankheit untersuchen. Für ihre Untersuchungen werden die Forscher Wildenten mit einem GPS-Sender versehen, der wie ein Rucksack an deren Brust befestigt wird und der Daten mit hoher Genauigkeit zu ihrem Aufenthaltsort übermittelt. Der mit Solarzellen versehene Sender erlaubt den Wissenschaftlern, die Bewegungen der Vögel in Realzeit aufzuzeichnen. Mit den gesammelten Daten soll ein genaues Bild von der Überwinterung der Tiere in Bangladesch bis hin zu ihren Brutplätzen in der russischen Taiga oder Tundra entstehen. Zwei Fragen wollen die Wissenschaftler so beantworten. Wie findet die Übertragung zwischen domestizierten und wilden Enten statt und wie können Zugvögel über lange Distanzen neue Virusstämme nach Bangladesch eintragen? Für das Projekt hat der Schwedische Forschungsrat über 330.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Linnaeus Universität


Kasachstan: IAMO-Studie untersucht Potenzial von nicht genutzten Flächen

Forscher des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) haben in einer neu veröffentlichten Studie die räumliche Verteilung und Intensität der Beweidung in Kasachstan untersucht. Die riesigen, nicht ungenutzten Graslandschaften in dem weltgrößten Binnenland, in dem die Viehzucht der größte Bestandteil der Landwirtschaft ist, wurden von den Forschern im Hinblick auf noch auszuschöpfende Potenziale beurteilt. Die Ergebnisse dieser Studie können für die intensive Bewertung der Bedingungen in ähnlichen ländlichen Regionen verwendet werden. Denn riesige, aber nicht genutzte Flächen könnten in Zukunft wichtig sein für die Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit tierischen Produkten. Die Studie wurde in der Online Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.
IDW


Hinweise zum Impfen gegen die Blauzungenkrankheit

Erfreulicherweise haben die Impfaktivitäten gegen die Blauzungenkrankheit (BTV) in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. In diesem Zusammenhang berichtet Baden-Württemberg, dass im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung leider auch immer mehr BTV-Nachweise festgestellt werden, denen nachweislich oder vermutet Kontaminationen der Blutproben mit Impfstoff zugrunde liegen. Problematisch seien insbesondere Konstellationen, bei denen zunächst BTV-Impfungen im Bestand und anschließend Blutprobenentnahmen bei zu verbringenden Tieren durchgeführt werden. Eine Verschleppung des Impfstoffes über den Hautkontakt mit Impfstoffresten und damit des Impfvirus in die Blutproben sei aber auch durch Verbringungstiere, in der Regel Kälber, möglich, die nicht selbst geimpft wurden. Der Nachweis von BTV mittels PCR ist ein hochsensitives Verfahren, das auch kleinste Spuren des Blauzungenvirus feststellen kann. Impfvirus kann dabei nicht von Feldvirus unterschieden werden. Um falsch positive Nachweise zu vermeiden,sollten Impfung und Probenahme nach Möglichkeit nicht am selben Tag durchgeführt werden. Zudem ist immer zuerst die Probenahme und dann erst die Impfung vorzunehmen. Bei der Impfung sollten Handschuhe getragen werden und es ist auf die Einhaltung der Hygienevorschriften zu achten. Im Falle von positiven/reaktiven BTV-Befunden in Beständen, in denen am selben Tag geimpft worden ist, sollte das zuständige Veterinäramt sowie das Untersuchungsamt informiert werden. Die Abklärung von BTV-Nachweisen, die auf eine Kontamination der Blutproben mit Impfstoff hindeuten, erfolgt mittels Nachproben der betroffenen Tiere im Abstand von etwa sieben Tagen nach der ersten Probenahme. Darauf weist die Landestierärztekasse Hessen in seinem Newsletter hin.


01.02.2019

MSD schreibt Preis der Tiergesundheit aus

Die MSD Tiergesundheit hat den Preis der Tiergesundheit für mehr Tierwohl und nachhaltige Gesundheitskonzepte auf Rinder- und Milchviehbetrieben ausgeschrieben. Insgesamt winken den siegenden Betrieben zweckgebundene Preisgelder in Höhe von 60.000  Euro. Gesucht werden seit heute (1.2.2019) Betriebe, die mit der Einführung von neuen Vorsorgekonzepten bzw. optimierten Haltungsbedingungen nachweislich einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis und Tierwohl geleistet haben. Dies könnten zum Beispiel Impfmaßnahmen in Verbindung mit der Optimierung von Fütterung oder Lüftung oder aber neue Hygienekonzepte sein. Einsendeschluss ist der 1. Mai 2019. Eine Jury entscheidet dann über die drei erfolgreichsten Lösungen.
www.preisdertiergesundheit.com


Natürliche Mittel gegen Parasiten häufig wirkungslos und riskant

Viele Hunde- und Katzenhalter wollen Flöhe und Zecken bei ihren Tieren lieber auf "natürliche Weise" mit Teebaumöl, ätherischen Ölen oder Bernsteinketten als mit medizinisch geprüften und zugelassenen Arzneimitteln bekämpfen. 



Allerdings sind solch "natürliche Mittel" zur Parasitenbekämpfung häufig nicht nur unwirksam, sondern bergen zudem noch ein Gesundheitsrisiko für die Tiere, teilt ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) mit. So kann beispielsweise eine zu hohe Dosierung von Teebaumöl bei Hunden und Katzen zu schweren Vergiftungen führen. Durch das Beimischen von Knoblauch und Zwiebeln unter das Futter kann es zu Vergiftungen und einer Zerstörung desBlutfarbstoffs Hämoglobin kommen. Die Folge kann eine Blutarmut sein. Nur wirkungslos und vom Geruch für das Tier unangenehm sind ätherische Öle. Für Ultraschall-Halsbänder und Bernsteinketten konnte bisher keine wissenschaftlich bewiesene Wirkung dargelegt werden. Da Flöhe und Zecken auf die Haustiere gefährliche Krankheiten übertragen können, ist der Einsatz eines nachweislich wirksamen Parasitenschutzes ratsam.
ESCCAP


Bayerische Landkreise verweigern Genehmigung für Langzeittiertransporte in Drittländer

Die Veterinärämter der bayerischen Landkreise Landshut, Passau und Freyung-Grafenau haben Transporte von Tieren in weit entfernte Drittländer untersagt und verweigern die entsprechenden Vorzeugnisse. Die Genehmigungsverweigerung wird mit der Plausibilitätsprüfung nach Artikel 14 begründet, wonach es sich bei dem Transport um Tierquälerei handeln könnte. Denn nach Artikel 14 kann im "Rechtsstaat kein Amtsträger rechtswirksam verpflichtet werden (...), etwas Strafbares zu tun." Das berichtet topagrar. Oberregierungsrätin Judith Wunder (Landkreis Freyung-Grafenau) erklärte gegenüber der Presse: „Bis eine klare Handlungsanweisung durch das Ministerium vorliegt, werden auch durch das Veterinäramt des Landkreises Freyung-Grafenau keine entsprechenden Vorzeugnisse für den grenzüberschreitenden Langzeittransport von Lebendtieren mehr ausgestellt."
topagrar.de


Problemwolf im Kreis Pinneberg darf abgeschossen werden

Der Wolf mit der Kennung "GW 924m", der für mehrere Schafsrisse im Kreis Pinneberg verantwortlich ist, ist zum Abschuss freigegeben. Das hat Schleswig-Holsteins Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) am gestrigen Donnerstag beschlossen. Das besagte Tier, das sich seit Juni letzten Jahres in der Region aufhält, hatte auch Zäune überwunden, die als wolfssicher gelten. „Diese Aufgabe ist doppelt schwer – weder schön, noch einfach“, sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht zu dem Beschluss, der auch mit Klagen gegen den Abschuss rechnet.
Schleswig-Holstein


31.01.2019

Mehr als 3 Millionen Euro Entschädigungszahlungen wegen BHV1

Im Jahr 2017 sind in Nordrhein-Westfalen in knapp 40 Betrieben Infektionen mit dem anzeigepflichtigen Tierseuchenerreger Bovines Herpesvirus 1 (BHV1) festgestellt worden. Die Tierseuchenkasse musste für mehr als 5.000 Rinder Entschädigungen von insgesamt rund 3,3 Millionen Euro zahlen. Den betroffenen Betrieben entstanden jedoch dennoch deutliche wirtschaftliche Verluste.
Agrarheute.com


Unternehmen denken über Auktion für europäische Milchprodukte nach

Die beiden Unternehmen European Energy Exchange (EEX) und Global Dairy Trade (GDT) wollen sich zusammenschließen und einen Auktionsmechanismus für europäische Milchprodukte in Europa aufbauen. Die Konsultationsphase zur Gründung eines Joint Ventures sei bereits abgeschlossen und die Initiative zwischen EEX und GDT habe auf dem Markt großes Interesse hervorgerufen. Es wird erwartet, dass die endgültige Entscheidung der beiden Partner Mitte des Jahres fällt.
topagrar.de


Mitllerweile 37 Fälle der Blauzungenkrankheit in Deutschland

Bis zum 30. Januar sind in Deutschland seit dem ersten Auftreten im Dezember 2018 insgesamt 37 Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden. Wie aus dem TierSeuchenInformationsSystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Instituts hervorgeht, handelt es sich dabei ausnahmslos um Nachweise des Virus vom Serotyp 8 (BTV-8). Nur ein Fall wurde im Dezember 2018 nachgewiesen werden. Alle anderen Fälle traten im Januar 2019 auf. Betroffen sind weiterhin die Bundesländer Baden-Württemberg mit 30, Rheinland-Pfalz mit sechs und das Saarland mit einem Fall. Bisher wurde das Virus ausnahmslos bei Rindern nachgewiesen.
TSIS


Kaufland: Würmer und Insekten als Snacks neu im Sortiment

Seit dieser Woche bietet die Lebensmittelkette Kaufland Snacks an, die aus Insekten hergestellt sind. Vorerst sind Grillen und Insekten-Proteinriegel sowie Buffalo- und Mehlwürmer in den Regalen zu finden. Zur Erhaltung der Nährstoffe wurden letztere bei niedrigen Temperaturen verarbeitet. Bald werden zudem Nudeln, Müsli sowie Würmer und Riegel in weiteren Geschmackrichtungen verfügbar sein. Insekten dienen in vielen Regionen der Welt bereits jetzt als wichtige tierische Proteinquelle. Außerdem liefern die Tiere viele Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und Mikronährstoffe wie Kupfer, Eisen und Magnesium. Würmer und Insekten benötigen zudem weniger Platz, Wasser und Futter als Nutztiere wie Hühner, Rinder und Schweine.
Presseportal


30.01.2019

Hyalomma-Zecke in Schleswig-Holstein gefunden

Erstmals ist in Schleswig-Holstein eine Hyalomma-Zecke gefunden worden. Diese gefährliche Zeckenart kommt sonst nur in Südeuropa, Asien und Afrika vor. Charakteristisch für diese Art sind die gestreiften Beine. Die Hyalomma-Zecke ist Überträger verschiedener Krankheitserreger, u.a. des gefährlichen Krim-Kongo-Virus.Eine Pferdehalterin hatte die vollgesogene Zecke im Schweif ihres Pferdes in Bokelholm im Kreis Rendsburg entdeckt und sie aufgrund der gestreiften Beine an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin geschickt. Dort wurde sie als Hyalomma-Zecke identifiziert. Im vergangenen Sommer ist die Hyalomma erstmals in Deutschland aufgetaucht. Vermutlich kommt sie mit den Zugvögeln nach Deutschland. Ein Gentest ergab, dass die in Bokelholm gefundene Zecke vermutlich aus dem Iran stammt.
NDR


Neuer Fall von Klassischer Schweinepest in Japan

In Japan ist ein weiterer Fall von Klassischer Schweinepest (KSP) aufgetreten. Nach Angaben der Verwaltung der zentraljapanischen Provinz Gifu mussten deswegen diesmal rund 1.600 Schweine in einem Zuchtbetrieb der Stadt Kakamigahara gekeult werden. Nachdem im September 2018 der erste KSP-Fall in Japan seit 1992 festgestellt worden war, sind in der Provinz Gifu bereits mehrere Ausbrüche gemeldet worden. Mehrere tausend Schweine wurden seitdem getötet. Der Ausbruch der KSP bedroht unter anderem das am kommenden Freitag in Kraft tretende Freihandelsabkommen mit der EU. Ein Export von Schweinen nach Europa wäre in diesem Fall nicht möglich.
Greenpeace


Veranstalter des Niedersächsischen Tierärztetages ziehen positive Bilanz

In Hannover haben vom 24. bis 26. Januar 2019 mehr als 2.300 Fach- und Branchenteilnehmer den Niedersächsischen Tierärztetag besucht. Die Veranstalter Tierärztekammer Niedersachsen, bpt Landesverband Niedersachsen/Bremen e.V. und der VbT Niedersachsen e.V. verbuchten damit ein Wachstum von rund 50 Prozent gegenüber 2015. Die hohe Resonanz zeigt: Die Akteure in der Tiermedizin wollen getreu dem Kongressmotto „gemeinsam in die Zukunft“ voran gehen, erklärten die Veranstalter. Auch Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Tierärztekammer Niedersachsen sowie der Bundestierärztekammer, zieht ein positives Fazit: „Ob im Auditorium, beim wissenschaftlichem Diskurs oder im Vier-Augen-Gespräch über eigene Herangehensweisen – beim Niedersächsischen Tierärztetag 2019 gab es Raum und Gelegenheit, die vielen Facetten der Tiermedizin zu betrachten. Ich freue mich sehr, dass die Teilnehmerzahlen und das Engagement vor Ort belegen, wie sehr unseren Kolleginnen und Kollegen der Beruf am Herzen liegt.“ Als Neuheit wurde das moderne Wissenschaftskommunikationformat Science-Slam eingeführt. Dabei handelt es sich um ein wissenschaftliches Kurzvortragsturnier, bei dem Wissenschaftler ihre Forschungsthemen innerhalb einer vorgegebenen Zeit vor Publikum präsentieren. Anschließend erfolgt die Bewertung durch das Publikum. Bewertet wird neben dem wissenschaftlichen Inhalt auch die Verständlichkeit und der Unterhaltungswert des Vortrags. Gewonnen hat Doktorandin Sanatana Soilemetzidou vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. An der begleitenden Industrieausstellung nahmen mehr als 90 Ausstellerfirmen teil.
Niedersächsischer Tierärztetag


StIKo Vet empfiehlt Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) weist in einer aktualisierten Stellungnahme zur Blauzungenkrankheit auf die anhaltende Notwendigkeit hin, Rinder, Schafe und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit zu impfen. Anlass für die Aktualisierung war der Ausbruch der Blauzungenkrankheit Ende vergangenen Jahres in Baden-Württemberg. Hier wurde der Serotyp BTV-8 nachgewiesen. Mittlerweile sind neben Baden-Württemberg auch Rheinland-Pfalz und das Saarland betroffen. Die Durchführung der Impfung gilt dabei nicht nur dem Schutz noch nicht betroffener Bestände. Die Impfung hilft auch, Handelserschwernisse zu vermeiden. Denn innerhalb des Restriktionsgebietes, das jeweils im Umkreis von 150 Kilometer um den Ausbruchsort eingerichtet werden muss, sind Tierbewegungen nureingeschränkt möglich. Tiere dürfen die Restriktionszonen nur verlassen, wenn sie gegen den in der Region vorkommenden Serotyp geimpft sind. Die StiKo Vet hatte bereits im Jahr 2016 die flächendeckende Impfung in Deutschland gegen die Blauzungenkrankheit empfohlen. In Baden-Württemberg wurde daraufhin ein freiwilliges Impfprogramm aufgelegt, bei dem die Landwirte finanziell vom Land unterstützt wurden. So konnte erreicht werden, dass dort ein Viertel der Rinder und rund ein Achtel der Schafe gegen BTV-8 geimpft wurden. Die StIko Vet geht davon aus, dass es mittelfristig auch zum Eintrag von BTV-4 nach Deutschland kommt. Deshalb sollte die Impfung gegen die Serotypen 4 und 8 erfolgen. Dies ist allerdings nicht ganz einfach, da die verfügbaren Impfstoffe bereits weitestgehend vergriffen sind.
StIKo Vet


Bayern unterstützt Neubau einer Reptilienauffangstation

Das Bayerische Umweltministerium fördert den Neubau der Reptilienauffangstation bei München mit 765.000 Euro. Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hat am Dienstag die Auffangstation besucht und den Förderscheck an den Verein übergeben. Glauber betonte: "Die Reptilienauffangstation leistet einen wertvollen und deutschlandweit einmaligen Beitrag bei der Unterbringung und Pflege von Reptilien und anderen exotischen Tieren. Die Reptilienauffangstation ist ein wichtiger Partner für den Tierschutz. Ihr Fortbestehen ist uns ein Herzensanliegen. Die Arbeit des Vereins ist unverzichtbar – auch für die Sicherheits- und Veterinärbehörden. Mit über drei Millionen Euro hat der Freistaat in den vergangenen Jahren den laufenden Betrieb der Station unterstützt. Klar ist: Die Räumlichkeiten in München reichen nicht mehr aus. Wir brauchen eine neue, auf die große Zahl und auf die speziellen Bedürfnisse der Tiere zugeschnittene Auffangstation. Diesen Neubau werden wir finanziell kräftig unterstützen. Allein für den Grundstückskauf und die Planungen stellt das Umweltministerium 765.000 Euro bereit. Zudem erhält der Verein weiterhin Zuschüsse für den laufenden Betrieb in Höhe von derzeit 340.000 Euro pro Jahr. Im Jahr 2001 wurde der Verein "Auffangstation für Reptilien München e.V." gegründet. Hervorgegangen ist die Auffangstation aus dem Institut für Zoologie der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Reptilienauffangstation


Nordrhein-Westfalen schließt Rahmenvertrag für den Fall eines ASP-Ausbruchs

Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit einem privaten Dienstleister einen Rahmenvertrag geschlossen, der im Falle des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) umgehend vor Ort wichtige Arbeiten durchführt. Damit sollen die Kommunen im Falle eines Ausbruchs bestmöglich unterstützt werden. Die Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH (WSVG) soll dann u.a. die Absperrung einer Kernzone oder die Suche nach verendeten Wildschweinen übernehmen. Nicht übernehmen wird das Unternehmen dagegen die Entnahme von Wildschweinen. Gegründet wurde die WSVG vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, dem Rheinischen Landwirtschaftsverband, der Landwirtschaftskammer NRW, dem Landesjagverband NRW sowie den Raiffeisengenossenschaften. "Mit dem Vertrag betreten wir Neuland. Weder in Deutschland noch in der EU kennen wir eine vergleichbare Struktur. Damit schaffen wir für ganz Nordrhein-Westfalen eine schlagkräftige, effektive und landesweit einheitliche Institution zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest", sagte Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann. Neben der Vorsorge für den Fall eines Ausbruchs besitzt aber die Verhinderung eines Ausbruchs weiterhin höchste Priorität. Deshalb übernimmt das Land auch im Jahr 2019 die Kosten für die Trichinen-Untersuchung bei erlegten Wildschweinen, um so die Hürden für eine intensive Bejagung weiter abzubauen.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen


29.01.2019

Mastitisbehandlung mit Milchsäurebakterien machen Antibiotika überflüssig

Wissenschaftler der TiHo Hannover haben unter Leitung von Prof. Dr. Volker Krömker von der Hochschule Hannover, Abteilung Bioverfahrenstechnik, einen innovativen Behandlungsansatz von Mastitis ohne Antibiotika erfolgreich getestet. Sie verdrängten dabei mit einem Mix aus Milchsäurebakterien durch „gute“ Bakterien die „schlechten“. „Mit dieser Alternative ließe sich zukünftig die Zahl notwendiger Antibiotika-Behandlungen reduzieren und die Gefahr verringern, dass Antibiotika in die Umwelt gelangen und sich dort Keime bilden, die auf diese Wirkstoffe nicht mehr anschlagen“, sagt der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Alexander Bonde. Die DBU hat das Projekt mit rund 280.000 Euro gefördert. „Wir haben zunächst im Labor Milchsäurebakterienstämme isoliert und ihre hemmende Wirkung auf die Krankheitserreger getestet“, beschreibt Krömker das Vorgehen. „Wir untersuchten auch, wie sich die Stämme an Hautzellen des Zitzenkanals und des Euters anlagern und ob sie einen Biofilm bilden.“ Dies sei für das Verdrängen der krankmachenden Keime eine zentrale Eigenschaft gewesen. „Unsere Tests haben gezeigt, dass an Mastitis erkrankte Kühe durch eine derartige innovative Milchsäurebakterien-Behandlung gleichermaßen gesund werden wie durch die herkömmliche antibiotische Methode“, so Krömker. Nun seien weitere Untersuchungen und eine größere klinische Studie erforderlich, um die Wirksamkeitsdaten auf eine breitere Basis zu stellen und zum Beispiel mögliche Lager- und Anwendungsformen zu prüfen. Die Wissenschaftler streben gemeinsam mit der Dr.-Windmann-Pharma-Gesellschaft (Ihrhove) die Entwicklung eines Therapeutikums bis zur Marktreife an.
DBU


Bayern stockt Landwirtschaftsbudget um 100 Millionen Euro auf

Der Freistaat Bayern stellt für die Jahre 2019 und 2020 jeweils mehr als 1,5 Milliarden Euro für die Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung. Dies sind laut Mitteilung der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber rund 100 Millionen Euro mehr als im vergangenen Doppelhaushalt und entspricht einer Steigerung um rund drei Prozent. „Damit setzen wir ein deutliches und starkes Signal für eine umweltschonende und nachhaltige Landwirtschaft, aber auch für mehr Tierwohl in Bayerns Ställen“, sagte Kaniber. Allein für die Einzelbetriebliche Investitionsförderung mit der Initiative „Tierwohlzukunftsställe“ gibt es 30 Millionen Euro zusätzlich. Zehn Millionen Euro mehr fließen in die Agrarumweltmaßnahmen, um die Angebote im Bereich Biodiversität weiter auszubauen. Die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete wird um insgesamt acht Millionen Euro erhöht.
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten


Studie zeigt: Primaten können intelligent tauschen

Italienische Forscher haben in einer Untersuchung herausgefunden, dass Haubenkapuziner, eine zu den Kapuzineraffen gehörende Primatenart, in der Lage sind, ökonomisch zu agieren. Den Tieren wurden in einem Test farbige Kunststoffmünzen und Metallringe (Token) überreicht, die als Tauschwährung gedacht waren. Bei den Token handelte es sich um bereits bekannte wie auch neue Gegenstände, die in Interaktion mit einem Betreuer eine Belohnung in Form eines Snacks erbrachten. Zusätzlich wurden sowohl bereits in früheren Tests verwendete wertlose sowie neue und deshalb noch unbekannte wertlose Token eingesetzt. Die Affen haben als erstes die Token gewählt, die in Nahrung umtauscht werden konnten. "Wir konnten feststellen, dass die in Südamerika vorkommenden Äffchen die Bedeutung der wertvollen Token unabhängig von ihrem bisherigen Einsatz sofort erkannten", erläutert Projektleiterin Elsa Addessi.Bei einem zweiten Test konnten die Affen Snacks gegen höherwertige Token tauschen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Tiere zur Durchführung von für sie günstigen Tauschaktionen fähig waren. "Die Tatsache, dass auf den sofortigen Verzehr von Nahrung in Erwartung einer höherwertigen Belohnung verzichtet wird, setzt eine von Intelligenz gesteuerte Selbstkontrolle voraus", so Addessi. Einzelheiten dieser Untersuchung wurden in der internationalen Fachzeitschrift "Animal Cognition" veröffentlicht.
Pressetext


Britische Wissenschaftler züchten gripperesistente Hühner

Durch eine Veränderung der DNA, dem sogenannten Genome Editing, sollen Hühner vollständig resistent gegen Grippe sein. Dies teilte die Virologin Prof. Wendy Barclay vom Imperial College London der Nachrichtenagentur Reuters in der vergangenen Woche mit. Die Forscherin hatte bereits vor gut zwei Jahren ein Gen zur Kodierung eines Proteins entdeckt, das für sämtliche Grippeviren die Grundlage zur Infektion des Wirts bildet. In Labortests entwickelte Zellen ohne das Gen seien vollkommen unanfällig für entsprechende Viren gewesen.  So sollen diese genomeditierten Hühner als Puffer zwischen Wildvögeln und Menschen agieren, um Pandemien zu verhindern. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Tiere ausgebrütet werden.
Schweizerbauer


Afrikanische Schweinepest: Dänische Naturbehörde startet Bau des Grenzzaunes

Dänemark hat mit dem Bau des 70 Kilometer langen Grenzzaunes entlang der dänisch-deutschen Grenz begonnen. Das zehn Millionen teure Projekt soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden, wie der NDR berichtet. Damit will sich das Land gegen den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wappnen. Kritisiert wird an dem Vorhaben u.a., dass der Zaun wegen der vielen Unterbrechungen an. Wegen und Straßen keine wirkungsvollen Schutz biete. Zudem sieht das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Gefahr einer Einschleppung der Tierseuche weniger beim Wildschwein als beim Menschen, der u.a. kontaminierte Wurstwaren wegwerfen könnte. Momentan lägen die stark infizierten Gebiete auch weit entfernt in Osteuropa. Aufgrund des Zaunes sind Tierschützer in Sorge, dass Wölfe, Otter und Goldschakale in ihrem natürlichen Lebensraum gestört werden könnten.
NDR


28.01.2019

Aujeszky im Landkreis Northeim

Bei einem Wildschwein im Landkreis Northeim ist erstmals die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen worden. Da diese Viruskrankheit auch auf Hausschweine übertragbar ist, sind die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. Zudem sollten Jäger, die selbst Schweinehalter sind, besondere Vorsicht walten lassen. Zudem kann das Virus auch auf Hunde und Katzen übertragen werden. Bei diesen Tierarten verläuft eine Infektion immer tödlich! Die Tiere können sich durch die Aufnahme von Blut oder rohem Fleisch infizierter Schweine anstecken. „Zum Schutz vor einer Infektion mit dem Erreger der Aujeszkyschen Krankheit sollten Hunde und Katzen daher nur mit vollständig durchgekochtem Fleisch von Haus- und Wildschweinen gefüttert werden“, so Dr. Siegfried Orban, Leiter des Fachbereichs Lebensmittelüberwachung und Veterinärwesen beim Landkreis Northeim. Mögliche Kontakte mit Wildschweinen sollten verhindert werden. Hunde sind daher in Wald und Feld sicherheitshalber an der Leine zu führen.
Landkreis Northeim


bpt stellt Forderungen an die Politik in den Fokus des diesjährigen bpt-Neujahrsempfangs

Jedes Jahr findet traditionell einen Tag vor Beginn der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin der bpt-Neujahrsempfang statt. In diesem Jahr war der Gastgeber die österreichische Botschaft in Berlin. Geladen waren neben der zehnköpfigen Delegation der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK) rund 100 weitere Gäste aus Bundestag, Bundes- und Landesregierungen, Wissenschaft, Verbänden, Wirtschaft, Presse und Tierärzteschaft. bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder nahm den Empfang zum Anlass, auf aktuelle berufspolitische Themen einzugehen. Er forderte die Politik auf, sich endlich um die tierärztliche Versorgung auf dem Lande, im Notdienst und im Notfall zu kümmern, um dem um sich greifenden Flächenbrand entgegenzuwirken. Notwendig seien klare Signale und schnelle Lösungen, z. B. durch eine Anpassung der Gebührenordnung (Notdienstgebühr ontop) und die Flexibilisierung beim Arbeitszeitgesetz. Eine effektive ASP-Bekämpfung funktioniere ganz sicherlich nicht, wenn angestellte Tierärztinnen und Tierärzte bei punktgenauer Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes nach maximal 10 Stunden nach Hause gehen müssten, so der bpt-Präsident. Moder stellte klar, dass seiner Meinung nach das Arbeitszeitgesetz nicht über dem Tierseuchengesetz, dem Tierschutzgesetz oder den Heilberufsgesetzen stehen darf. Hier müsse die Politik nachjustieren.Diese Themen standen auch auf der Podiumsdiskussion auf der Grünen Woche am 24. Januar 2019 im Fokus. Als Gastredner war der renommierte Berliner Politikberater Prof. Dr. Karl Jurka eingeladen, der in seinem Vortrag „Wohin steuert Europa?“ auf den Brexit und seine Folgen für die Tierarztbranche einging. Problem sei, so Jurka, dass viele Politiker u. a. in Großbritannien das noch nicht begriffen hätten. Ein harter Brexit würde z. B. dazu führen, dass ein Großteil der in der britischen Schlachttier- und Fleischuntersuchung beschäftigten EU-Tierärzte Ende März 2019 ihren Aufenthaltsstatus verlieren. Auch würde Großbritannien über Nacht seinen Tierseuchenstatus verlieren, was dazu führt, dass Tiere (auch Heimtiere!) nicht mehr in andere EU-Länder verbracht werden könnten. Angesichts einer einheitlichen Haltung der EU-27 gehe er auch nicht davon aus, dass es zu Nachverhandlungen des Brexit-Vertrages kommt. Seine Prognose: Letztendlich wird die Verschiebung der Frist für den EU-Austritt Großbritanniens die einzige Lösung sein.
bpt
bpt-Posiumsdiskussion auf der IGW


Grüne Woche lockte mehr als 400.000 Besucher an

Wie im Jahr 2018 konnte auch in diesem Jahr die Besuchermarke von 400.000 bei der Grünen Woche in Berlin, die am Sonntag zu Ende ging, geknackt werden. Darunter waren rund 85.000 Fachbesucher aus 75 Ländern. Kauffreudig zeigte sich auch das Publikum, das rund 51 Millionen Euro an den Messeständen ausgab. Insgesamt beteiligten sich mit 1.750 so viele Aussteller wie nie zuvor an der Messe. Diese stammten aus 61 Ländern. Besonders erfreut zeigte sich Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, darüber, dass eine noch nie dagewesene Präsenz der Bundespolitik erreicht wurde. Allen voran werden hier Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner genannt.
Grüne Woche


Rheinland-pfälzische Nutztierärzte fordern Pflichtimpfung gegen Blauzungenkrankheit

40 rheinland-pfälzische Nutztierärzte haben gefordert, eine verpflichtende, flächendeckende Impfung aller für das Virus der Blauzungenkrankheit empfänglichen Nutztierbestände einzuführen. Darauf haben sich die Tierärzte anlässlich einer tierärztlichen Versammlung zum weiteren Vorgehen bezgl. der Erkrankung geeinigt, wie die Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz mitteilt. Aus fachlicher Sicht wird eine Tierseuchenbekämpfung in der jetzigen Form mit mangelnder Beihilfe der Landesregierung und der Tierseuchenkasse bei der Seuchenbekämpfung von der Nutztierärzteschaft nicht befürwortet und kann auch im Hinblick auf die noch drohenden Tierseuchen so nicht mitgetragen werden. Die Forderung wird u.a. damit begründet, dass laut Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) die Bekämpfung nur mittels flächendeckender Impfung funktioniere. Dabei wird auf die letzte entsprechend erfolgreiche Bekämpfung vor rund zehn Jahren verwiesen, die zu einer Freiheit der Bestände bis Ende 2018 geführt habe. Außerdem liegen aktuell sowohl die Verantwortung für die Impfung als auch die wirtschaftlichen Schäden alleine beim Landwirt. Und es wird auf die möglichen Handelshemmnisse hingewiesen, die entstehen können, wenn der Erreger nicht vollständig getilgt werden kann.
Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz


25.01.2019

bpt veranstaltet Podiumsdiskussion zum Landtierarztmangel auf Grüner Woche

In Deutschland werden trotz voll ausgelasteter Studienmöglichkeiten die TierärztInnen knapp. Der Tierärztemangel macht sich vor allem in strukturschwachen Regionen bemerkbar. Der Bundesverband der praktizierenden Tierärzte (bpt) spricht von einem Landtierärztemangel, der unterschiedliche Ursachen hat. Über diese Ursachen und Lösungsmöglichkeiten diskutierten Dr. Holger Vogel (Präsident Bundesverband beamteter Tierärzte, BbT), Dr. Uwe Tiedemann (Präsident der Bundestierärztekammer, BTK), Dr. Henriette Mackensen (Abteilungsleiterin Heimtiere Deutscher Tierschutzbund), Eberhard Hartelt (Präsindent des Bauern- und Winzerverbands, BWV) und Dr. Siegfried Moder (Präsident des bpt) im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin am 24. Januar 2019 auf Einladung des bpt auf dem Erlebnisbauernhof. Thema der Podiumsdiskussion: Landtierarztmangel – was ist jetzt zu tun? Moderiert wurde die Diskussionsveranstaltung von Jörg Held (wir- sind-tierarzt).Mehr über die Veranstaltung lesen Sie in unserem Inside-Beitrag.
bpt
Inside: Landtierarztmangel - hier ist auch der Staat gefragt


HelpingVets 2019: Bis zum 24. Mai bewerben!

HelpingVets, die Auszeichnung von besonderen Tierschutzprojekten, geht in die nächste Runde. Heel Veterinär schreibt den Preis in diesem Jahr bereits zum 7. Mal aus. Auch in 2019 werden drei Tierschutzorganisationen für ihren gemeinnützigen Einsatz belohnt – es winken jeweils 2000 Euro für die Preisträger. Bewerben können sich Personen, Vereine oder Organisationen in Deutschland mit einem gemeinnützigen Tierschutzprojekt, das sich durch Nachhaltigkeit, Vorbildwirkung und soziales Engagement für Mensch und Tier auszeichnet.Bis zum 24. Mai 2019 sollte die Bewerbung mit einer aussagekräftigen Projektbeschreibung eingegangen sein. Die Preisverleihung wird am 11. Juli 2019 auf Schloss Neuweier in der Nähe von Baden-Baden stattfinden.
Heel Veterinär


Hypertonie bei älteren Katzen kann auf schwerwiegende Krankheiten hinweisen

Bei älteren Katzen ab einem Alter von etwa sieben Jahren sollte unbedingtregelmäßig der Blutdruck gemessen werden. Denn ein hoher Blutdruck kann ein Warnsignal dafür sein, dass die Katze unter einer Niereninsuffizienz, einer Schilddrüsen-Überfunktion oderDiabetes mellitus leidet. Im Normalfall kann der Blutdruck im Rahmen eines Tierarztbesuchs ohne Probleme und absolut schmerzfrei für den Patienten gemessen werden. Ein zu hoher Blutdruck (Hypertonie), der häufig bei älteren Katzen festgestellt wird, kann zu Nierenschäden führen, belastet das Herz und erhöht das Risiko, dass Blutgefäße geschädigt werden und es zu Blutungen kommt. Auch ein plötzliches Erblinden ist eine häufige Folge einer anhaltenden Hypertonie. Zudem werden neurologische Symptome wie Desorientierung, Krampfanfälle oder Gleichgewichtsstörungen bei 15 bis 46 Prozent der betroffenen Tiere beschrieben. Wird eine Hypertonie rechtzeitig erkannt, gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten. Der behandelnde Tierarzt wird dann blutdrucksenkende Mittel verschreiben. Neben der Messung des Blutdrucks ist auch ein regelmäßiges Screening der Nieren- und Schilddrüsenfunktion bei älteren Katzen die beste Vorsorge, rät der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT).
BfT


Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet Hof Eselsmühle aus

Am gestrigen Donnerstag ist der Hof Eselsmühle aus dem hessischen Lohra mit dem diesjährigen Bundespreis für vorbildliche Tierhaltung ausgezeichnet worden. Die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz übergab den Preis auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. „Hof Eselsmühle ist ein Vorbild für eine tierwohlgerechte Haltung und eine nachhaltige Landwirtschaft. Im Jahr 2016 haben wir dem Betrieb bereits den Hessischen Staatsehrenpreis verliehen. Auch den Bundespreis hat sich die Familie mehr als verdient“, erklärte die Ministerin. „Betriebe wie Hof Eselsmühle wollen wir in Hessen in ihrer Arbeit stärken. Deshalb haben wir im gerade vereinbarten Koalitionsvertrag die finanzielle Unterstützung von Öko-Betrieben noch einmal untermauert. Landwirtschaftliche Betriebe, die auf Öko umstellen, erhalten erhöhte Flächenprämien sowie umfassende wirtschaftliche und agrarische Beratung. Unser Ziel ist es, die Ökoanbaufläche bis 2025 auf 25 Prozent zu steigern“, ergänzte Hinz.Der Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau zeichnet jedes Jahr Betriebe aus, die mit wegweisenden Konzepten besonders erfolgreich ökologisch wirtschaften.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Hof Eselsmühle


ZDG gibt neue Broschüre zur Putenhaltung in Deutschland heraus

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche hat die Deutsche Geflügelwirtschaft die neue Broschüre "Putenhaltung in Deutschland" vorgestellt. Auf 16 Seiten werden die Verbraucher mit authentischen Bildern aus dem Stall, wichtigen Fakten zur Haltung von Puten und Antworten auf kritische Verbraucherthemen anschaulich über die verschiedenen Elemente der aktuellen Putenhaltung in Deutschland informiert. "Wir möchten, dass jeder Verbraucher die deutsche Putenhaltung und unsere tägliche Arbeit als Halter mit den Tieren kennenlernt - mit authentischen Einblicken in den Stall, zahlreichen Informationen und auch überraschenden Fakten!", erklärt Thomas Storck, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Putenerzeuger e. V. (VDP) und Vizepräsident des Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG). Die Broschüre kann in gedruckter Form in der gemeinsamen Geschäftsstelle der deutschen Geflügelwirtschaft bestellt werden.
Presseportal


24.01.2019

Mutterkuh Schweiz gibt Studie zur Produktion von nachhaltigem Rindfleisch in Auftrag

Der Frage der Nachhaltigkeit von Rindfleisch geht zurzeit eine Studie nach, die Mutterkuh Schweiz in Auftrag gegeben hat. Hier soll mit den sogenannten SMART Tools (Sustainability Monitoring and Assessment RouTine), die bereits in vielen Produktbereichen erfolgreich angewendet wurden, herausgefunden werden, wie nachhaltig Rindfleisch in der Schweiz produziert wird und wo die Stärken und Verbesserungspotenziale liegen. Der Verein der Mutterkuhhalter und Fleischrinderzüchter in der Schweiz möchte damit der fehlenden Beachtung von nachhaltiger Rindfleischproduktion entgegenwirken. Die Ergebnisse der Studie sollen im Frühjahr 2019 vorliegen.
Mutterkuh Schweiz


Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung: Backhaus mahnt Bundesregierung

Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hat die Bundesregierung ermahnt, den Entwurf einer überarbeiteten Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) vorzulegen. Die länderoffene Arbeitsgruppe „Haltung von Sauen in Kastenständen“ hatte bereits vor einiger Zeit ihre Ergebnisse und ein erarbeitetes Eckpunktepapier unter Mitarbeit Mecklenburg-Vorpommerns vorgelegt. Der Minister fordert Rechtssicherheit für Landwirte, indem die Anforderungen an die Kastenstände für Sauen während der Besamung und des Abferkelns bundeseinheitlich festlegt werden. Backhaus wies zudem darauf hin, dass sein Land für eine deutlich kürzere Nutzungsdauer des Kastenstandes sei. „Wir sprechen hier von maximal acht Tagen im Deckbereich und von maximal fünf Tagen im Abferkelbereich“, so Backhaus.Tierschützer fordern den kompletten Verzicht auf Kastenstände. Politik und Schweinehalter jedoch lehnen dies unter dem Gesichtspunkt des Schutzes von Sauen und Ferkel und des Arbeitsschutzes ab.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Agrarministerin Otte-Kinast fordert Kameraüberwachung in Schlachthöfen

Nachdem im vergangenen Jahr Missstände an Schlachthöfen in Niedersachsen aufgedeckt wurden, führt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) seit knapp drei Monaten unangekündigte Kontrollen durch. Dabei wurden in 14 Schlachtbetrieben teils schwere Tierverstöße, unter anderem auch bei der Betäubung, nachgewiesen. "Die Probleme reichten von fehlender Dokumentation und interner Kontrolle bis hin zu schwereren technischen Verstößen und Mängel im Tierschutz", sagte Natascha Manski, die Pressesprecherin des ML. „Wir brauchen einen Neustart in unseren Schlachthöfen – das haben die jüngsten Vorfälle gezeigt“, äußerte sich Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). „Derzeit bereitet mein Haus außerdem eine Bundesratsinitiative vor mit dem Ziel einer verbindlichen Kameraüberwachung in Schlachtbetrieben“, so die Politikerin weiter.Um die Überwachung der Schlachthöfe weiterentwickeln und Schwachstellen so schnell wie möglich beseitigen, habenVertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), des LAVES, des NLT, des Niedersächsischen Städtetages (NST) und Experten aus kommunalen Veterinärämtern eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe gegründet, die bereits am gestrigen Mittwoch zu ihrer ersten Sitzung zusammengekommen ist.  
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Agrarheute


Erderwärmung lässt Krill wandern

Ein Forscherteam vom britischen Plymouth Marine Laboratory hat in einer Studie belegt, dass der Krill, die Hauptnahrung für zahlreiche Meerestiere, Richtung antarktische Halbinsel in kühlere Gewässer wandert. Grund dafür ist die Erwärmung der Ozeane. Die höchste Konzentration der Krebstierchen liege jetzt 440 Kilometer weiter südlich als noch vor 90 Jahren, schreiben die Forscher um Angus Atkinson. Krill-Expertin Bettina Meyer vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, die nicht an der Untersuchung beteiligt war, sagte zu den Studienergebnissen: „Das ist ein Alarmzustand, da die Studie belegt, dass die Verschiebung durch den Klimawandel verursacht wurde. Die Antarktis ist einer der unberührtesten Flecken, die wir haben. Es ist sehr bedenklich, zu sehen, wie sich dort der Klimawandel bemerkbar macht." Die ausgewerteten Daten stammen aus dem Krillbase-Projekt, welches die Fangwerte des Krills eines Gebietes zwischen der Insel Südgeorgien, die 1400 Kilometer vor Argentinien liegt, bis zur Westantarktischen Halbinsel von 1926 bis 2016 dokumentiert hat. Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass der ganz überwiegende Teil der Verlagerung seit den 70er-Jahren geschehen ist. Als Problem dieser Verlagerung der Krebstierchen sehen sie, dass diese schon aus geografischen Gründen in eine immer kleinere Fläche wandern. Letztendlich werde ein weiterer Rückzug in den Süden irgendwann durch den antarktischen Kontinent gestoppt.Die Krillfischerei schließen die Forscher als Grund für die veränderte Dichte des Krill aus. Die Studie wurde im Fachjournal „Nature Climate Change“ veröffentlicht.
n-tv


23.01.2019

bpt und Tierschutzbund wünschen sich breitere Einbindung in die Erarbeitung einer nationalen Nutztierstrategie

In einem gemeinsamen Schreiben haben die Präsidenten des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) und des Deutschen Tierschutzbundes, Dr. Siegfried Moder und Thomas Schröder, am Dienstag an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert, zu einem Dialogprozess zur Erarbeitung einer nationalen Nutztierstrategie einzuladen. In die geplante Entwicklung müssten relevante Stakeholder aus allen gesellschaftlichen Bereichen eingebunden werden. Denn eine Nutztierstrategie, die ausschließlich in einem intern-ministerialen Prozess erarbeitet würde, könnte nach Auffassung von Moder und Schröder nie das Vertrauen und damit die Verlässlichkeit entwickeln, die es braucht. Grundsätzlich stehen bpt und Tierschutzbund hinter den Plänen der Bundesregierung, eine nationale Nutztierstrategie zu entwickeln. Für das Gelingen und die Akzeptanz sei es jedoch unablässig, den gesellschaftlichen Anspruch an mehr Tierschutz sowie die Ansprüche des Verbraucherschutzes und den Wunsch nach Planungssicherheit auf der landwirtschaftlichen Seite zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzuführen. Auch mit Blick u.a. auf das vom Bundeslandwirtschaftsministerium aktuell zu erarbeitende staatliche Tierwohlkennzeichen als ein Instrument einer Nutztierstrategie, aber auch wegen anderer dringlicher ordnungsrechtlicher Fragen halten Moder und Schröder es für zeitlich drängend, diesen Dialog zu beginnen und die relevanten Verbände an einen Tisch zu bringen.
bpt


Gefahr-Geräusche sollen Wildschweine vergrämen

Wildschweine können mit Hilfe einer akustischen Methode von den Feldern ferngehalten werden. Dazu haben Forscher der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) den sogenannten „Wildschweinschreck“ entwickelt. Dies ist ein Gerät, das Alarm- und Warnrufe sowie Geräusche produziert, die von den Wildschweinen mit Gefahr verbunden werden. Die Lautsprecher werden einfach um das Feld herum aufgestellt und die Geräusche in zufälligen Lautkombinationen in unterschiedlich langen Zeitintervallen und Lautstärken abgespielt. Um die Batterien zu schonen, aktiviert sich das Gerät nur bei Dunkelheit. Einziger Nachteil: Nicht nur die Wildschweine hören die Geräusche, weshalb das Gerät mindestens 1,5 Kilomneter vom nächsten Haus/Hof entfernt stehen muss. Fraglich wird auch sein, wie lange die intelligenten Wildschweine benötigen, um diesen Bluff zu durchschauen?
ZHAW


Aachen meldet Amerikanische Bienenfaulbrut

In der Stadt Aachen ist bei einem Bienenstock im Stadtteil Haaren die Amerikanische Bienenfaulbrut nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich um eine hochansteckende bakterielle Infektionskrankheit, die der Anzeigepflicht unterliegt. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich und der Honig kann ohne jede Einschränkung verzehrt werden. Um gesunde Bienenbestände zu schützen, hat das Veterinäramt der Städteregion Aachen einen Sperrbezirk im Radius von einem Kilometer um den Ausbruchsort eingerichtet. Innerhalb dieses Bezirkes müssen Bienenhalter bestimmte Vorkehrungen treffen und sich bis spätestens zum 04. Februar 2019 beim Veterinäramt melden. Dort werden die Bienenhaltungen ordnungsgemäß registriert und die Bienenstöcke untersucht. Eine Karte des Sperrbezirks und die Allgemeinverfügung sind auf der Internetseite des städteregionalen Veterinäramtes veröffentlicht. Eine Infektion mit dem Erreger der Amerikanischen Bienenfaulbrut führt zum Absterben großer Anteile der Bienenbrut eines Volkes. Das hat zur Folge, dass die Zahl der Bienen immer geringer wird und das Volk schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern. Mehr Informationen über diese und weitere wichtige Bienenerkrankungen bietet Tierärztinnen und Tierärzten die Online-Fortbildung Grundkurs Bienen von Myvetlearn.de
Städte Region Aachen
Online-Fortbildung Bienen für Tierärzte


Zahl der FSME-Fälle gestiegen - vor allem Baden-Württemberg und Bayern betroffen

Die Zahl der Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sind im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen. Demnach wurden 2018 deutschlandweit 576 Fälle gezählt. Davon wurden 85 Prozent der Fälle aus Baden-Württemberg und Bayern gemeldet. In Baden-Württemberg wurden 268 Patienten gezählt, in Bayern 222. In beiden Bundesländern ist die Zahl der Neuerkrankungen somit im Jahr 2018 angestiegen. Die Behörde und die Krankenkassen raten den Bürgern daher dringend, sich durch eine Impfung vor der möglicherweise tödlichen Infektionskrankheit schützen zu lassen. Das FSME-Virus wird durch den Gemeinen Holzbock übertragen.
Proplanta
RKI Publikationen FSME


Zahl der Milchkuhhaltungen in Bayern deutlich rückläufig

In Bayern ist die Zahl der milchkuhhaltenden Betriebe in allen Regierungsbezirken zurückgegangen. Am meisten Betriebe gaben in Unterfranken die Milchkuhhaltung auf, nämlich 7,6 Prozent. Das geht aus einer Meldung des Bayerischen Landesamtes für Statistik hervor, die sich auf den Stichtag 3. November 2018 bezieht. Zu diesem Zeitpunkt wurden in Bayern insgesamt 44.493 Rinderhaltungen mit einem Rinderbestand von rund 3,1 Millionen Tieren ermittelt. Dies entspricht bei den Haltungen einem Rückgang von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den größten Rückgang gibt es hier bei den Milchkuhhaltungen (-4,9 Prozent). Im Durchschnitt hielten Milchkuhhalter in Bayern mehr als 40 Tiere. Die größten Bestände gibt es in Mittelfranken mit durchschnittlich 45 Kühen, die kleinsten in Niederbayern (36 Tiere).
Bayerisches Landesamt für Statistik


Entnahme eines Wolfes in Schleswig-Holstein wahrscheinlich

In Schleswig-Holstein wird vermutlich die Genehmigung zur Entnahme eines Wolfes erteilt, wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mitteilt. Genetische Untersuchungen ergaben, dass der Wolf in mindestens sechs Fällen im Kreis Pinneberg den ordnungsgemäßen Schutzzaun überwunden und Schafe gerissen hat. In zwei weiteren Fällen stehen die Untersuchungsergebnisse noch aus. Dem Ministerium liegt mittlerweile der Antrag auf die Entnahme des Tieres vor. „Wir gehen davon aus, dass wir den Antrag genehmigen können, derzeit prüfen wir letzte Fragen. Zudem stehen wir mit der Landesjägerschaft bei der Suche nach geeigneten Jägerinnen und Jägern für diese schwierige Aufgabe in enger Abstimmung. Die Landesjägerschaft hat uns zugesagt bis Ende dieser Woche eine Rückmeldung zu geben, ob sie geeignete Jäger benennen kann“, so Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


Restriktionsgebiet zur Blauzungenkrankheit ausgeweitet

Nachdem in Rheinland-Pfalz weitere Fälle der Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden sind, musste in Hessen das Restriktionsgebiet erweitert werden, wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilte. Demnach umfasst dieses Gebiet mittlerweile mehr als die Hälfte der Flächedes Bundeslandes Hessen. Das Restriktionsgebiet wird in einem Umkreis von 150 Kilometern um jeden Ausbruch der Erkrankung eingerichtet. Nach dem Tierseucheninformationssystem TSIS, das vom Friedrich-Loeffler-Institut betrieben wird, wurden am 18. Januar 2019 vier neue Fälle der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz gemeldet. Betroffen sind die Landkreise Bad Kreuznach, Kaiserslautern und Südpfalz. Seit dem 12. Dezember 2018 wurden inzwischen mehr als 30 Fälle der von Stechmücken übertragenen Viruskrankheit in Deutschland nachgewiesen. Mit 24 Nachweisen lag der Schwerpunkt bisher in Baden-Württemberg. In Rheinland-Pfalz gibt es bisher sechs und im Saarland einen Fall.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
TSIS


Varroamilbe zerstört Fettkörper der Bienen

Ein US-Amerikanisches Forscherteam von der Universität Maryland hat jetzt mehr über den gefürchteten Parasiten der Honigbiene, die Varroamilbe, herausgefunden. Demnach ernähren sich die Milben gar nicht, wie bislang angenommen, hauptsächlich von der Hämolymphe der Biene. "Der Fettkörper ist absolut überlebenswichtig für die Honigbiene", sagte Samuel Ramsey. Es hat bei Bienen eine ähnliche Funktionen wie die Leber von Säugetieren. Im Falle einer Schädigung des Fettkörpers, sinken die Abwehrkräfte der Biene.Die Forscher hoffen, dass ihre Erkenntnisse zur Bekämpfung der Milbe beitragen können, denn das Ergebnis eröffne ganz neue Möglichkeiten, Behandlungen zu finden und die Milbenpopulation zu kontrollieren. Weitere wichtige Informationen über die Varroamilbe sowie weitere bedeutende Erkrankungen der Biene stehen Tierärztinnen und Tierärzte im eLearning-Kurs zur verfügung, der ab 10.2.2019 wieder buchbar ist unter Myvetlearn.de.
PNAS
Myvetlearn.de


22.01.2019

BTK setzt sich auf Pressekonferenz gegen Qualzucht bei Nutztieren ein

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat die Bundestierärztekammer (BTK) am Dienstag eine Pressekonferenz zum Thema Qualzucht bei Nutztieren abgehalten. Den Medienvertretern stellte sich der Präsident der BTK, Dr. Uwe Tiedemann, der das Anliegen und die Bedeutung dieses Themas erklärte. Anlass ist nicht zuletzt auch, dass sich die Arbeitsgruppe Qualzucht bei Nutztieren der BTK am 30. Januar 2019 konstituiert, nachdem die Arbeitsgruppe Kleintiere bereits seit 2015 erfolgreich arbeitet. Auf dem Podium saß weiterhin die Präsidentin der Tierärztekammer Berlin, Dr. Heidemarie Ratsch. Sie berichtete den Anwesenden über die bislang gegen Qualzucht in Berlin geleistete Arbeit. Dazu gehörten Fortbildungsveranstaltungen für Tierärzte, die Aufklärung von Züchtern, potentiellen Käufern und Tierhaltern sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgte u.a. im November in Form einer Plakataktion "Umdenken-Tierzuliebe" in Berlin. Diese Aktion sollte zum Umdenken in der Heimtierzucht anregen. Aber Qualzuchten gibt es eben nicht nur bei Heimtieren oder Reptilien, sondern auch bei Nutztieren. Hier ist es meist die Züchtung auf Hochleistung, die zu Leiden, Schmerzen oder Schäden bei den Nutztieren führt und damit gegen § 11b Tierschutzgesetz verstößt. Prof. Dr. Holger Martens von der FU Berlin hielt hierzu einen eindrucksvollen Vortrag über die Zusammenhänge einer hohen Milchleistung und sogenannten Produktionskrankheiten, insbesondere Klauenproblemen. Er stellte fest, dass drei Viertel der Tiere während einer Laktation erkranken, die Hälfte von ihnen sogar wiederholt, so dass die Erkrankungsrate bei 1,5 pro Tier und Laktation liegt. "Wenn nur 50 Prozent der Tiere krank sind, ist das nicht mehr zu akzeptieren", so Martens. Nicht selten würden Tiere bereits nach der ersten Laktation aus der Produktion genommen. Dies sei sowohl aus Tierschutz- als auch aus ökonomischer Sicht eine Katastrophe. Martens: "So können wir mit den Tieren nicht umgehen!" Prof. Dr. Thomas Richter, Vorsitzender des BTK-Ausschusses Tierschutz, schloss sich der Meinung seines Kollegen an und berichtete über die zuchtbedingten Probleme in der Schweineproduktion. Hier liegt das Problem vor allem bei einer zu großen Wurfgröße, so dass die Ferkel nicht ausreichend mit Milch versorgt würden, was zu Wachstums- und Verhaltensproblemen führt, die auch durch gutes Management nicht ausgeglichen werden können. Abschließend wurde ein Umdenken in der Tierzucht sowie eine Zuchtselektion für mehr Tiergesundheit und mehr Tierwohl gefordert.
BTK


Mit kaltem Plasma gegen multiresistente Keime

Forscher der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover testen gemeinsam mit Partnern der terraplasma GmbH und des Robert-Koch-Instituts, inwieweit sich kaltes Plasma zur Bekämpfung von Keimen auf Edelstahloberflächen eignet. Dies könnte eine Möglichkeit darstellen, auch multiresistente Keime in Krankenhäusern besser zu bekämpfen. Die Forscher behandeln bei diesem Verfahren Oberflächen mit dem kalten Plasma. Bei kaltem Plasma handelt es ich um ein Gas, das geladene Teilchen enthält. Nach einer Behandlung der Oberfläche von fünf Minuten konnte eine Reduzierung der Keimzahl um bis zu 85 Prozent erreicht werden. Dabei zeigte sich, dass Keime mit einer dicken Zellwand und einer kleinen Zelloberfläche widerstandsfähiger gegen dieses Verfahren waren. Um die Bedingungen möglichst realistisch darzustellen, wurden die Keime in einer Versuchsreihe mit Eiweißen versetzt, wodurch die Wirksamkeit des Plasmas beeinträchtigt wurde. Plasma entsteht, wenn einem Gas ausreichend Energie zugeführt wird – beispielsweise über ein elektrisches Feld. Dabei bilden sich geladene Teilchen, die mit den Zellmembranen und dem Erbgut von Bakterien reagieren und sie so zerstören können. Ziel der Wissenschaftler ist die Erstellung eines Behandlungsprotokolls, bei dem die Bakterienzahlen unter die Nachweisgrenze gedrückt werden.
TiHo Hannover


Schottische Regierung will Kamerapflicht in Schlachthöfen einführen

Als weitere Bedingung bei der Tierwohlsicherung will die schottische Landwirtschaftsministerin Mairi Gougeon noch in diesem Jahr die Kamerapflicht in schottischen Schlachthöfen per Gesetz regeln. Schon jetzt sind 95% der Schlachthöfe in Schottland mit Kameras ausgestattet, doch gibt es bisher noch keinen einheitlichen Standard. „Wir setzen uns dafür ein, allen Tieren im Schlachthof höchste Tierschutz-Standards sicher zu stellen“, betonte Gouegeon. Wie der Nachrichtendienst Agra-Europe mitteilt, stehen die Schotten diesen Plänen positiv gegenüber. Während Kameras in englischen Schlachthöfden bereits seit dem vergangenen Jahr verpflichtend sind, ist die Kameraüberwachung in Schottland bislang noch freiwillig.
Agrarheute.com


Expertin erklärt, wann Hundebesitzer für ihre Tiere haften

Im März vergangenen Jahres wurde ein 65jähriger Radfahrer durch zwei freilaufende Hunde zu Fall gebracht und starb zwei Tage nach dem Unfall. Die beiden Halter stehen nun vor Gericht. Ines Pfeiffer, Spezialistin für Hunderecht, erklärt, wann Besitzer auch strafrechtlich für ihr Tier haften. Dieses sei beispielsweise der Fall, wenn eine Person durch das Tier zu Schaden kommt. „In Betracht kommen als mögliche Straftatbestände eine gefährliche oder fahrlässige Körperverletzung, sehr selten eine fahrlässige Tötung“, sagt Pfeiffer.Bei Sachbeschädigung hingegen sieht das deutsche Gesetz keine Strafbarkeit vor. „Wenn Tiere Sachen schädigen, kann dem Tieraufseher zumindest keine Fahrlässigkeitstat vorgeworfen werden“, sagt die Anwältin. „Denn das Strafgesetzbuch sieht keine Bestrafung für eine fahrlässige Sachbeschädigung vor.“ Da auch Tiere nach deutschem Gesetz als Sachen eingestuft werden, liegt selbst bei fahrlässigem Handeln keine Strafbarkeit vor. Die Expertin erläutert auch, dass eine fahrlässige Körperverletzung wie Hundebisse eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren nach sich ziehen könnte, wenn der Vorfall vorhersehbar gewesen war. Ob eine Strafe verhängt wird, wird immer im Einzelfall entschieden.„Ein Hund muss nicht grundsätzlich angeleint werden, um einer strafrechtlichen Haftung zu entgehen“ , so Pfeiffer weiter. Ein Halter müsse das Tier lediglich unter Kontrolle haben, es darf nicht unbeaufsichtigt herumlaufen.
Hannoversche Allgemeine


Europäische Union passt Beihilferegeln bei Wolfsrissen an

Am vergangenen Freitag hat die Europäische Union den Beschluss gefasst, das EU-Beihilferecht anzupassen. Demnach können Landwirte einen durch Wolfsangriffe erlittenen Schaden zu 100 Prozent von den Bundesländern erstattet bekommen, statt bisher zu 80 Prozent. „Wir wissen um die Bedrohung, die Wolfsrudel für Tierhalter in einigen Regionen Deutschlands bedeuten, und wollen dies in unseren Bestimmungen zur Förderung des ländlichen Raums berücksichtigen“, erklärte EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Die EU will zudem die Errichtung von besonderen Schutzzäunen und die Anschaffung von Spezialhunden zur Abwehr von Wolfsrudeln mit Subventionen unterstützen und bestätigte auch, dass der Schutz des Wolfes bestehen bleibe. Die Bundesländer müssen sich wappnen, denn für die 26 500 Kilometer benötigten Sicherheitszäune werden rund 16,5 Millionen Euro veranschlagt, weiterhin werden 17 150 Schutzhunde benötigt. Allein für die Anschaffung eines Herdenschutzhundes kostet etwa 4000 Euro. Hinzu kommen Ausgleichszahlungen für gerissene Tiere.
NWZ


21.01.2019

Vortrag über Elefantensprache

Die Wiener Verhaltensforscherin Dr. Angela Stöger-Horwath wird an der TiHo Hannover einen Vortrag über die Sprache der Elefanten halten. Die Expertin für Elefantenkommunikation forscht seit vielen Jahren an einem akustischen Frühwarnsystem, welches dazu dienen soll, potenzielle Konflikte zwischen den Menschen und den Dickhäutern in Afrika zu vermeiden. Dieses System basiert auf der Kommunikation der Elefanten per Infraschall. Der Vortrag ist öffentlich und findet am 7. Februar um 17 Uhr im Hörsaal des Instituts für Pathologie an der TiHo Hannover statt.
TiHo


Genänderung macht Arbeiterbienen fruchtbar

Eine kleine Mutation im Erbgut der südafrikanischen Kapbiene lässt die sozial organisierten Tiere zu kämpferischen Parasiten werden. Die Mutation führt dazu, dass die eigentlich unfruchtbaren Arbeiterbienen selber mit der Eiablage beginnen und andere Völker bekämpfen. "Das Phänomen, dass Arbeiterbienen voll entwickelte Eierstöcke haben und ihren eigenen Nachwuchs aus unbefruchteten Eiern produzieren können, kommt hin und wieder vor und wird Parthenogenese, oder auch Jungfernzeugung, genannt", erklärt der Biologe Dr. Eckart Stolle von der Universität Halle-Wittenberg (MLU), der zusammen mit einem internationalen Forscherteam das Geheimnis gelüftet hat. Anders als bei normalen Honigbienen schlüpfen bei Kapbienen aus den unbefruchteten Eiern aber Weibchen - nicht wie normalerweise Drohnen. Dieses Phänomen ist als Thelytokie bekannt. Normalerweise ist die Königin als Einzige für den Nachwuchs des gesamten Volks zuständig. Aus ihren unbefruchteten Eiern entwickeln sich die männlichen Drohnen und aus den befruchteten die weiblichen Bienen. Neue Königinnen werden erst dann herangezogen, wenn sich das Volk teilt, die bisherige Königin gestorben ist oder sie aus Altersgründen nicht mehr in der Lage ist, für neue Nachkommen zu sorgen. Bei der südafrikanischen Kapbiene ist das anders. Einige ihrer Arbeiterbienen sind dazu in der Lage, aus unbefruchteten Eizellen weibliche Nachkommen zu zeugen. Nachdem die Tiere ihr eigenes Volk großgezogen haben, beginnen die falschen Königinnen damit, fremde, aber nahverwandte Bienenvölker anzugreifen und deren Stock letztlich zu übernehmen.
MLU


Staupe bei Fuchs im Kreis Mettmann

Im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann wurde die Staupe bei einem tot aufgefunden Fuchs nachgewiesen, wie der Landkreis mitteilt. Das Veterinäramt des Kreises nimmt dies zum Anlass, alle Hundebesitzer zur Vorsicht zu mahnen. Hundebesitzer sollten ihren Hund unbedingt gegen die Viruserkrankung impfen, rät Amtstierarzt Dr. Paul Hagelschuer. Denn die Erkrankung verläuft bei ungeimpften Tieren oftmals tödlich. Zum Glück ist das Virus für den Menschen ungefährlich. Allerdings sind auch andere Fleischfresser wie der Fuchs, der Waschbär, der Marder oder der Wolf für die Staupe empfänglich, so dass bei Aufenthalt mit dem Hund im Wald ein Impfschutz unerlässlich ist. Hagelschuer: "Wer sein Tier regelmäßig impfen lässt, schützt es und wirkt auch damit der Verbreitung des Virus entgegen." Die Staupe gehört zu den Impfungen, gegen die jeder Hund nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) unbedingt geimpft werden sollte.
Kreis Mettmann
StIKo Vet


18.01.2019

Zebrastreifen schützen vor Pferdebremsen

Vor ein paar Jahren sind sogenannte Zebra-Fliegendecken in Deutschland bei Pferdehaltern der letzte Schrei gewesen. Nun hat eine wissenschaftliche Studie den tatsächlichen Nutzen bei der Abwehr von Pferdebremsen bewiesen. In einem Feldversuch in Ungarn konnten sie zeigen, dass die Attraktivität eines dunkelbraunen menschlichen Körpermodells für Pferdefliegen deutlich abnimmt, wenn es mit weißen Streifen bemalt wird. Das unbemalte braune Menschenmodell war für Bremsen 10 mal attraktiver als das weiß gestreifte braune Modell. Zudem wurde noch ein beigefarbenes Modell ohne Streifen zur Kontrolle eingesetzt. Dieses zog zweimal mehr Bremsen an als das braune gestreifte Modell.
The Royale Society


Hitzewelle in Australien führt zu millionenfachem Fischsterben und attackierenden Fledermäusen

In Australien herrscht bereits seit Wochen eine große Hitzewelle und anhaltende Trockenheit, die zu einem millionenfachen Fischsterben geführt hat. Die australischen Behörden wollen nun Luft in Flüsse pumpen, um den Sauerstoffgehalt des Wassers zu erhöhen und die noch lebenden Fische zu retten. Betroffen ist vor allem das Murray-Darling-Becken im Südosten Australiens. Es ist das größte Flusssystem des Kontinents. Im südlichen Australien herrschen seit Jahresende örtlich Temperaturen von knapp 50 Grad. Die andauernde Hitze hat auch zu vermehrten Fledermausangriffen auf Menschen geführt. Behörden warnten vor weiteren Beiß- und Kratzattacken der gestressten Tiere.
Deutschlandfunk
Tagesschau


Mögliche Folgen des Brexits im Fokus der Amtschefkonferenz

Bei ihrem diesjährigen Zusammenkommen im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin diskutierten die Staatssekretäre der Agrarressorts der Länder primär über die Konsequenzen des bevorstehenden Brexits, der nicht nur bei der Heringsfischerei, sondern auch in Teilen der landwirtschaftlichen Produktion zu größeren Einbußen führen könnte. Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald forderte: „Ich erwarte nun, dass sich die Bundesregierung weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzt, die negativen Folgen für die Landwirte, die Fischer, die Holzindustrie oder auch die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland auf ein möglichst geringes Maß zu reduzieren.“ Neben der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) als das wichtigste umwelt- und klimaschutzpolitische Instrument der Europäischen Union bildeten auch die Patentierbarkeit von Pflanzen und Tieren aus herkömmlicher Züchtung, Kastenstände bei der Sauenhaltung, der Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg, das weitere Vorgehen bei der Ferkelkastration, die nächsten Schritte beim Tierwohllabel, der Umgang mit Schäden durch Extremwetterereignisse in der Forstwirtschaft sowie die Förderung des Herdenschutzes im Konfliktfeld zwischen Wolf und Weidetierhaltung die Grundlagen für die Gespräche. „Wir können mit den Ergebnissen insgesamt sehr zufrieden sein. Die diesjährige Amtschefkonferenz war ein konstruktiver Auftakt für ein arbeitsreiches Jahr, in denen wichtige Entscheidungen anstehen und getroffen werden müssen“, sagte Buchwald abschließend.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft unterstützt Behörden bei Seuchenbekämpfung

In Wildtierbeständen können sich Tierseuchen besonders rasch ausbreiten und die Ausbreitung ist kaum kontrollierbar. Zudem steigt dadurch die Gefahr, dass die Tierseuche auch auf Nutztierbestände übergreift. Dies gilt aktuell vor allem für die Afrikanische Schweinepest (ASP), die in vielen Ländern in der Wildschweinepopulation bereits weit verbreitet ist. Um so wichtiger ist eine schnelle und effektive Bekämpfung, die den Kreisordnungsbehörden unterliegt. Um deren effiziente Handlungsmöglichkeiten zu unterstützen, hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) zusammen mit anderen Organisationen aus der Landwirtschaft sowie dem Landesjagdverband NRW im vergangenen November die Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft (WSVG) gegründet. Sie hat zum Ziel, die zuständigen Behörden bei der Erfüllung dieser Verpflichtung zu unterstützen. Im Rahmen eines Vergabeverfahrens hat die WSVG nun den Zuschlag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz erhalten, diese Aufgaben offiziell zu übernehmen.
BRS


17.01.2019

Frei verfügbare Unterrichtsmaterialien für Tiermedizin und Landwirtschaft über das Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt unterstützt die tiermedizinische und landwirtschaftliche Ausbildung mit frei verfügbaren Lehrmaterialien. So können sich sowohl Lehrende als auch Lernende ab sofort über das vor einem Jahr entstandene Internetportal des Umweltbundesamtes mit Unterrichtsmaterialien, Broschüren und weiterem Lehrmaterial zu Tierarzneimitteln und Umwelt kostenlos versorgen. Die vielfältigen Materialien stehen auf der Internetseite des Umweltbundesamtes zum Download bereit.
Umweltbundesamt


Aktionsbündnis Forum Natur für Wolfsjagd nach skandinavischem Vorbild

Meinungen von Experten zufolge könnte die Wolfspopulation in Deutschland bis Ende 2021 auf mehr als 2.000 Tiere anwachsen. Um vorprogrammierten Konflikten entgegenzuwirken, haben sich die Verbände des Aktionsbündnisses Forum Natur (AFN) anlässlich der Amtschefkonferenz der Agrarministerien daher für eine Bejagung nach skandinavischem Vorbild ausgesprochen und ein neues Konzept für das Wolfsmanagement vorgelegt. Basis für den Schutzjagdansatz ist neben einem vorab festgelegten Akzeptanzbestand eine wildökologische Raumplanung, die in drei Kategorien eingeteilt werden soll: Wolfsschutzareale sind Gebiete, in denen sich der Wolf unbeeinflusst entwickeln kann, während Wolfsrudel in Wolfsmanagementarealen grundsätzlich toleriert, in ihren Beständen aber reduziert werden. In der 3. Kategorie, den Wolfsausschlussarealen wie urbanen Gebieten oder in Regionen mit Weidetierhaltung, sollen territoriale Wolfsrudel nicht toleriert werden. Besonders die Länder Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen fordern Änderungen im Managementkonzept von Wölfen.
Presseportal


Blauzungenkrankheit auch im Saarland

Nachdem die Blauzungenkrankheit auch im Saarland und in Rheinland-Pfalz nachgewiesen wurde, musste auch das Sperrgebiet mit einem Radius von 150 Kilometern um jeden Ausbruchsbetrieb erweitert werden. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Tierseucheninformationssystem TSIS mitteilt, ist die Krankheit im Saarland am 14. Januar im Saar-Pfalz-Kreis nachgewiesen worden. Bis zum 16.01. wurden in Deutschland 19 Nachweise der Blauzungenkrankheit geführt. 16 erfolgten in Baden-Württemberg, zwei in Rheinland-Pfalz und einer im Saarland. In allen Fällen wurde das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) nachgewiesen. Wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilt, haben diese neuen Nachweise auch Auswirkungen auf die Restriktionszone, die erweitert werden musste. Damit weitet sich das bereits bestehende Sperrgebiet auch auf die hessischen Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Offenbach sowie die kreisfreien Städte Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden aus. Die vier südhessischen Landkreise Bergstraße, Odenwaldkreis, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie die Stadt Darmstadt lagen bereits, in Folge des am 12. Dezember 2018 in einem Rinderbetrieb im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg festgestellten Ausbruchs der Blauzungenkrankheit, im eingerichteten Sperrgebiet.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
TSIS


Tierwohl: Hessens Agrarstaatssekretärin Tappeser kritisiert Bundesregierung

Zum Auftakt der traditionellen Amtschefkonferenz im Rahmen der Internationalen Grünen Woche äußerte sich die hessische Agrarstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser sehr kritisch gegenüber der Bundesregierung: „Erfolgreich ist die Bundesregierung beim Thema Tierwohl und Tierschutz in der Landwirtschaft nur beim Verzögern. Das Vorgehen bei diesem gesellschaftlich so wichtigen Thema ist einfach nur blamabel.“ Tappeser kritisierte die erneute Verschiebung des freiwilligen Tierwohl-Labels um weitere zwei Jahre. Da bisher lediglich der zeitliche Ablauf bei der Einführung des staatlichen Tierwohllabels festgelegt wurde, der Inhalt jedoch noch diskutiert werden müsse, könne die Unterstützung der Tierhalter nicht frühzeitig in die Wege geleitet werden. „Auch bei fast allen anderen Tierschutzthemen bleibt es nur bei Zurückhaltungen, Ankündigungen oder Absichtserklärungen“, sagte Staatssekretärin Tappeser im Hinblick auf die notwendige Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zur Neuregelung der Sauenhaltung, der Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration und die weiterhin zulässige Anbindehaltung von Rindern. „Wenn der Bund die nötige Entwicklung nicht anstößt, dann müssen die Länder selbst aktiv werden. In Hessen haben wir dies getan. Mit dem Runden Tisch Tierwohl wurden freiwillige aber verbindliche Übereinkünfte zwischen allen Beteiligten getroffen, die Tierhalter dazu verpflichten, Schmerzen und Leiden von Nutztieren zu reduzieren. Beratungskonzepte und -angebote unterstützen zum Beispiel beim Verzicht auf das Schnabelkürzen von Legehennen und der Reduktion von Antibiotika in der Behandlung von Eutererkrankungen“, ergänzte die Staatssekretärin. Mit Entscheidungen zur Beendigung der Anbindehaltung und des Tötens männlicher Küken werde Hessen auch zukünftig in Sachen Tierwohl vorangehen. „Ebenfalls werden wir uns in Zukunft stark machen für ein Verbot langer Transporte von Schlachttieren in Drittländer“, so Tappeser abschließend.
Land Hessen


LMU weiht Zentrum für Tiermobilität ein

Am heutigen Donnerstag wird an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Beisein von Pressevertretern das Zentrum für Tiermobilität eingeweiht. Dieses Tierphysiotherapiezentrum ist Teil der Medizinischen Kleintierklinik und wird von der Chirurgischen und Gynäkologischen Kleintierklinik unterstützt. Anhand praktischer Beispiele wird demonstriert, wie Hunde und Katzen, die unter Beeinträchtigungen ihrer Fitness und Beweglichkeit leiden, zukünftig im Zentrum für Tiermobilität Hilfe erhalten.