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23.02.2018

Das Przewalski-Pferd ist verwildertes Hauspferd

Bisher ging man davon aus, dass das Przewalski-Pferd das letzte Wildpferd überhaupt ist. Diese Ansicht muss nach Untersuchungen unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nun wohl revidiert werden. Demnach begann die Domestikation der Pferde mit dem Przewalski-Pferd. Später verwilderten dann einige dieser ursprünglich domestizierten Tiere wieder und bildeten den Stamm aller heute noch lebenden Przewalski-Pferde. Als Haustiere wurden die Przewalski-Pferde gleichzeitig von einer zweiten noch vorhandenen Pferderasse ersetzt. Die Forscher fanden anhand von Genomvergleichen heraus, dass die ursprünglichen Przewalski-Pferde domestiziert wurden. Die Ahnen unserer aktuellen Hauspferderassen wurden erst 2000 Jahre nach den Przewalski-Pferden domestiziert. Daraus schließen die Forscher, dass es sich beim heutigen Przewalski-Pferd um sekundär verwilderte Haustiere handelt. Ähnliches gilt auch für das Europäische Mufflon.
idw


EU-Parlament will Tierversuche für Kosmetik weltweit verbieten

Der Umweltausschuss des EU-Parlamentes hat sich dafür ausgesprochen, dass Tierversuche für Kosmetika weltweit verboten werden, wie Ärzte gegen Tierversuche e.V. berichtet. In der EU ist bereits seit 2013 ein Verkaufsverbot von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und -inhaltsstoffen in Kraft. Dies gilt allerdings nur, wenn die Stoffe ausschließlich in Kosmetika verwendet werden. Viele Stoffe werden allerdings auch in Pharmazeutika oder Lebensmittel angewendet, so dass das Verbot hier nicht gilt. Zudem lassen noch 80 Prozent der Länder weltweit Tierversuche für Kosmetika zu. Der Ausschuss des Parlaments befürchtet, dass die Hersteller das in der EU geltende Verbot umgehen, was leicht möglich ist. Deshalb fordern die Mitglieder ein weltweites Verbot solcher Tierversuche. Deshalb werden EU und Mitgliedsstaaten aufgefordert, auf eine entsprechende Resolution der Vereinten Nationen hinzuwirken. „Das Verbot auf EU-Ebene betrifft zwar nur einen winzig kleinen Teil der Tierversuche, dennoch ist es als wichtiger Motor für die Entwicklung und Etablierung tierversuchsfreier Testverfahren zu sehen und zudem das erste Mal, dass zumindest ein Bereich der Tierversuche auf EU-Ebene konkret verboten wurde“, kommentiert Dr. med vet. Gaby Neumann, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Ärzte gegen Tierversuche. „Ein weltweites Verbot voranzutreiben, ist der folgerichtige Schritt.“
Ärzte gegen Tierversuche


21.02.2018

Jetzt werden Zecken langsam wieder aktiv

Ab einer Temperatur von sieben Grad Celsius werden Zecken wieder aktiv und und legen sich auf die Lauer, um bei einem warmblütigen Wirt Blut zu saugen und anschließend Eier abzulegen. Beliebte Wirtstiere sind Hunde und Katzen, auf die sie, ebenso wie auf den Menschen, gefährliche Krankheitserreger übertragen können. Daher sollte rechtzeitig an einen wirksamen Schutz der Tiere gedacht werden. Dies sind zum einen die Bakterien Borrelien und zum anderen die Parasiten Babesien sowie das Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Von den zahlreichen Zeckenarten sind es in unseren Breiten vor allem zwei, die für Hunde- und Katzenhalter eine Rolle spielen: der Gemeine Holzbock und die Auwaldzecke. Die Braune Hundezecke ist im Mittelmeerraum beheimatet und kommt als Freilandzecke in unseren Breiten bislang nicht vor. Nach jedem Spaziergang sollte man auf Zeckensuche beim Tier gehen, rät der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT). Sicherer ist es, sein Tier über die gesamte Zeckensaison mit einem dafür zugelassenen Tierarzneimittel vorbeugend vor Zecken zu schützen. Inzwischen steht eine Vielzahl von Präparaten in den unterschiedlichsten Darreichungsformen zur Verfügung. Wird ein Tier dennoch von einer Zecke gestochen, sollte man die Stelle genau beobachten. Rötet sich die Einstichstelle, wird heiß oder schwillt an, ist der Besuch beim Tierarzt ratsam.
BfT


Dr. Sabine Schüller (BfT) im Interview

Die Novellierung der europäischen Tierarzneimittelgesetzgebung ist in einer entscheidenden Phase. Lange wurde darüber beraten, wie Tierarzneimittel besser verfügbar, der administrative Aufwand geringer, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und der europäische Binnenmarkt harmonisiert werden kann. Die endgültigen Anforderungen der neuen EU-Verordnung werden nun von EU-Parlament, -Rat und -Kommission festgelegt. AnimalhealthEurope und die nationalen Verbände haben sich im Vorfeld des Prozesses an Abgeordnete und die Repräsentanten der Mitgliedstaaten in Brüssel gewandt, um wesentliche Aspekte aus Sicht der Industrie hervorzuheben. Im Mittelpunkt stehen die Förderung von Innovationen sowie wissenschaftsbasierte und verhältnismäßige Rechtsvorschriften. Gleichzeitig wird eine gute Verfügbarkeit eines breiten Spektrums an Tierarzneimitteln in der gesamten Europäischen Union angestrebt, erklärte Dr. Sabine Schüller, Geschäftsführerin des Bundesverbandes für Tiergesundheit e. V. (BfT) in einem Interview gegenüber Blickpunkt. Darüber hinaus liegt es im Interesse der Industrie, den bürokratischen Verwaltungsaufwand im Rahmen der Zulassung zu verringern. Auch das Ziel, die Gefahr von Antibiotika-Resistenzen zu minimieren, wird von der Industrie unterstützt. Ebenso halten wir die Entkoppelung der Vorschriften für Human- und Tierarzneimittel für einen richtigen Schritt. Verbesserungsbedarf sieht Schüller bei den Verfahrensabläufen rund um die Zulassung von Tierarzneimitteln, beim Schutz der technischen Dokumentation und bei der Pharmakovigilanz.
Zum Blickpunkt-Interview


20.02.2018

Krisensitzung zur ASP in Berlin

Der noch als geschäftsführender Bundeslandwirtschaftsminister tätige Christian Schmidt (CSU) hat aufgrund der aktuellen Bedrohung für Deutschland durch die Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu einem nationalen Krisengipfel aufgerufen. Daran werden am 26. Februar 2018 in Berlin die Landwirtschaftsminister der Länder sowie Vertreter von verschiedenen Verbänden teilnehmen.
Proplanta


Wieder mehr Schafe in Nordrhein-Westfalen und Bayern

Schafe werden trotz zunehmender Probleme mit Wölfen wieder beliebter. So stieg die Zahl der Schafe in Nordrhein-Westfalen binnen eines Jahres um vier Prozent auf 138.900 Anfang November 2017 an. Dies gab Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes bekannt. Dabei machten weibliche Schafe zur Zucht mit 97.300 Tieren und rund 70 Prozent den größten Anteil am gesamten Schafbestand aus. Mit 37.200 Tieren waren 26,8 Prozent der Schafe Lämmer und Jungschafe unter einem Jahr. Die Zahl der Schafböcke lag bei 2800 Tieren. Laut den Ergebnissen der Viehbestanderhebung ist auch die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens 20 Schafen von 1.120 auf 1.160 gestiegen. Aber nicht nur in Nordrhein-Westfalen setzen die Landwirte wieder mehr auf Schafe. Auch in Bayern ist die Zahl der Schafe zum Stichtag 3. November 2017 um knapp ein Prozent auf 268.400 Schafe gestiegen. Die Zahl der schafhaltenden Betriebe erhöhte sich um etwa vier Prozent auf rund 2.200 Betriebe, wie das Bayerische Landesamt für Statistik bekannt gab. Bei den weiblichen Zuchttieren ist hier eine Zunahme um 1,8 Prozent zu verzeichnen. Dies entspricht einem Zuwachs von 3.400 auf 187.800 Tiere.
Information und Technik Nordrhein-Westfalen
Bayerisches Landesamt für Statistik


Keine weiteren BHV1-Fälle in Schleswig-Holstein

Nachdem Anfang Februar das Bovine Herpesvirus vom Typ 1 (BHV1) auf vier Betrieben in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden war, sind mittlerweile die Beprobungen und Untersuchungen der umliegenden Stallungen abgeschlossen. Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen) zeigte sich erleichtert, dass das Virus bei diesen Untersuchungen nicht nachgewiesen werden konnte. Insgesamt sind rund 1.800 Rinder in die Ausbrüche, die in den Landkreisen Rendsburg-Eckernförde und Stormarn stattfanden, involviert. Rund die Hälfte der betroffenen Rinder ist mittlerweile geschlachtet worden. Aufgrund der aktuellen Nachweise von BHV1-Reagenten in Schleswig-Holstein hat das Landwirtschaftsministerium die Kontrolluntersuchungen intensiviert: Derzeit werden Betriebe mit einem erhöhten Risiko für eine BHV1-Infektion über die regulär stattfindenden Kontrolluntersuchungen hinaus engmaschiger überwacht. Auch diese Untersuchungen verliefen bislang mit einem negativen Ergebnis. Seit 2017 ist Deutschland offiziell frei von BHV1. Durch vereinzelte Nachweise wie jetzt, ist der Status der BHV1-Freiheit nicht gefährdet.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


Impfung führt zu deutlichem Rückgang der Lumpy Skin Disease auf dem Balkan

Der Ausbruch der Lumpy Skin Disease auf dem Balkan ist ein gutes Beispiel, wie mit Impfungen die Krankheit deutlich reduziert werden kann. Dies geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor. Die Ausbruchszahlen konnten von 2016 zu 2017 in der Balkanregion um 95 Prozent reduziert werden. Damit stellt die Impfung der Rinder den wirksamsten Weg zur Eindämmung der Krankheit dar. In absoluten Zahlen sank die Zahl der Ausbrühe von 7.483 im Jahr 2016 auf nur noch 385 im vergangenen Jahr. Im vergangenen Jahr ereigneten sich fast alle Fälle in Gebieten Albaniens, in denen das Impfprogramm noch nicht abgeschlossen war. In den anderen Gebieten wie Griechenland oder der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien traten dagegen nur zwei bzw. vier Fälle auf. Alessandro Broglia, Veterinärmediziner bei der EFSA, warnt jedoch: "Auch wenn die Zahl der Ausbrüche deutlich zurückgegangen ist, heißt das nicht, dass die Krankheit in der Region bereits getilgt ist, weshalb wir auch weiterhin wachsam bleiben müssen." Auch die Risikofaktoren für die Erkrankung wurden im Bericht der EFSA bewertet. Demnach ist einer der Faktoren für die Ausbreitung der Erkrankung die zahlenmäßige Zunahme von Insekten, die die Krankheit übertragen können, bedingt durch ein Ansteigen der Temperaturen. Außerdem kamen die Sachverständigen zu dem Schluss, dass das Infektionsrisiko bei Nutztieren mit Zugang zu Freiflächen in Griechenland sechsmal höher ist als bei solchen Tieren, die keinen Zugang zu Freiflächen besitzen. Auch hier spielen dann die Insekten wieder eine Rolle, da die Tiere diesen auf den Freiflächen stärker ausgesetzt sind.
EFSA


19.02.2018

Angriffe auf Veterinärbeamte in Italien keine Seltenheit

Italienische Landwirte scheinen derzeit nicht gut auf Amtstierärzte zu sprechen zu sein. Wie die Gewerkschaftsorganisation der Veterinäre im öffentlichen Dienst (SIVeMP) und der Verband der Tierärzte (FNOVI) mitteilten, sind in Italien wieder Amtstierärzte im Dienst von Tierhaltern angegriffen worden. Diesmal waren die Veterinäre bei einer Tuberkulosebekämpfung auf einer Büffelfarm in Kampanien im Einsatz, wie Schweizerbauer.ch berichtet. Demnach sind Vorfälle dieser Art in Italien in der Vergangenheit keine Seltenheit.
Schweizerbauer.ch


Bauernbund Brandenburg kritisiert staatliche BHV1-Bekämpfung

Nachdem wegen vereinzelter Nachweise von Infektionen mit dem bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1) bei Rindern in Mecklenbrug-Vorpommern rund 1.700 Kühe getötet worden sind, hat der Bauernbund Brandenburg mit Unverständnis reagiert. "Der Erreger an sich ist völlig ungefährlich, beeinträchtigt weder die Qualität der Milch noch des Fleisches und kommt bei stressfreier Haltung ohnehin nicht zum Ausbruch", sagte Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung, selber Rinderhalter aus Lennewitz in der Prignitz. Es sei höchste Zeit, die von der staatlichen Veterinärbürokratie geforderte BHV1-Freiheit aller Rinderbestände kritisch zu hinterfragen. "Seit Jahren kostet die zwangsweise Bekämpfung dieser relativ unbedeutenden Krankheit uns Bauern Zeit und Geld. Und wenn irgendwo doch mal ein Erreger festgestellt wird, macht der Staat die züchterische Arbeit von Generationen an einem Tag kaputt. Das ist unverhältnismäßig."
Bauernbund Brandenburg


TVT: Tierschutz gilt auch für Wildschweine

Angesichts der aktuellen Diskussion zur Reduzierung der Wildschweinebestände auf Grund der Sorge eines Eintrags der Afrikanischen Schweinepest hat die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) hierzu aus Tierschutzsicht Stellung bezogen. Die TVT stellt grundsätzlich fest, dass der Tierschutz auch für Wildschweine gilt und bei der Tötung von Tieren grundsätzlich möglichst schonend vorgegangen werden muss. Dies fordert nicht nur das Tierschutz- sondern auch das Jagdrecht. Etwaige Schmerzen, Schäden oder Leiden müssten auch bei anderen als den bejagten Tieren möglichst vermieden werden. Dies gelte insbesondere auch für die Frischlinge, die auf das Muttertier angewiesen sind. Deshalb wird die Aufhebung der Schonzeit für Bachen mit Frischlingen aus Tierschutzsicht abgelehnt. Aber noch ein weiterer Grund spreche gegen die Aufhebung der Schonfrist. Denn Frischlinge ohne führende Bache würden oft weite Strecken zurücklegen, was zu einer Virusverbreitung beitragen könnte. Auch spricht sich die TVT gegen die Vergiftung von Wild oder eine medikamentelle Fruchtbarkeitskontrolle aus. Diese Maßnahmen seien verboten und müssten es auch bleiben, da von derartigen Maßnahmen Schmerzen, Leiden und Schäden für die Zieltierart, insbesondere aber auch für viele andere Tierarten ausgehen, die ebenfalls die Köder fressen. Die TVT zieht als Fazit ihrer Ausführungen, dass bei der Wildschweinejagd alle tangierenden Rechtsvorschriften eingehalten werden müssen und die ASP nicht als Ausrede dafür herhalten darf, dass Gebote des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit missachtet werden.
Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.


16.02.2018

REWE setzt auf Early Feeding von Masthähnchen bereits im Brutschrank

Beim "Early Feeding" erhalten die frisch geschlüpften Mastküken sofort Zugang zu Wasser, Nahrung und Licht. In klassischen Brutschränken sind dagegen einzelne Tiere bis zu 36 Stunden unversorgt, mit der Folge, dass die früh geschlüpften Küken durch Dehydrierung bis zu zehn Prozent des Schlupfgewichtes verlieren und an Vitalität und Robustheit einbüßen. Die REWE Group setzt daher das "Early Feeding" Verfahren ab 2018 standardmäßig ein, um seine Masthähnchen besser zu versorgen und den Stress für die Tiere nach der Geburt zu reduzieren. Dadurch möchte das Unternehmen die Vitalität der Tiere verbessern und die Verlustraten reduzieren. "Eine Haltung nach den Bedürfnissen der Tiere fängt bereits bei der Aufzucht bzw. im Brutschrank an. Wir freuen uns, dass wir für die Lieferkette der REWE Group Eigenmarken-Hähnchen das in Deutschland bisher noch wenig genutzte Early Feeding-Verfahren implementieren können. Damit erreichen wir signifikante Verbesserungen für Tierwohl und Tiergesundheit", erklärt Dr. Ludger Breloh von der REWE Group.
REWE Group


Biomimetik kann neue Ansätze zur Verbesserung der menschlichen Gesundheit schaffen

Im Tierreich brachte die Evolution durch bestimmte Veränderungen des Erbgutes eine große Anpassungsvielfalt an verschiedene Umweltfaktoren hervor. Viele Tierarten haben erstaunliche Mechanismen entwickelt, die sie vor Krankheiten oder ihre Zellen etwa vor Alterung und oxidativem Stress in Extremsituationen schützen können. Es ist daher naheliegend, diese Mechanismen an anderen Arten zu studieren und gewonnene Erkenntnisse für neue Strategien etwa in der Humanmedizin zu adaptieren. Genau damit beschäftigt sich die Biomimetik. Das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie hat nun einen ersten Überblick gegeben, welche tierischen Mechanismen bei der Entwicklung neuer Therapieansätze für diese weltweit zunehmende Krankheit helfen könnten. Dies zeigt das Beispiel der chronischen Nierenkrankheit, deren Häufigkeit weltweit zunimmt, und zwar bei Mensch und Katze. Sowohl Haus-, als auch Wildkatzen leiden häufig unter chronischer Nierenkrankheit. "Eine mögliche Ursache kann der hohe Fleischkonsum und die dadurch resultierende Veränderung der Darmbakterien sein“, erklärt Johanna Painer vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinische Universität Wien. "Studien an Katzenartigen könnten Informationen über Zusammenhänge zwischen rotem Fleischkonsum, den im Darm vorkommenden Mikroorganismen und Nierenerkrankungen liefern."
idw-online


Schlachthof in Baden-Württemberg nach Tierschutzverstößen geschlossen

Der baden-württembergische Main-Tauber-Kreis hat den Schlachthof in Tauberbischofsheim geschlossen, nachdem sowohl die Fastfooodkette McDonald's als auch Tierschützer Strafanzeige gestellt hatten. Wie der SWR berichtet, hatte das zuständige Veterinäramt das vorgelegte Material geprüft und Anlass zu sofortigem Handeln gesehen. In dem Schlachthof wurden täglich bis zu 200 Rinder geschlachtet. Rund 30 Prozent des Fleisches bezog die Fastfoodkette. Tierschützer des Vereins "Soko Tierschutz" hatten mit versteckter Kameras Videos gedreht, bei denen u.a. erkennbar ist, dass Tiere nicht korrekt betäubt wurden. Auch sollen Mitarbeiter die Rinder mit Knüppeln und Elektroschockgeräten traktiert haben. Mittlerweile gehen die Vorwürfe aber offenbar über den Schlachthofbetreiber hinaus. Auch gegen Mitarbeiter des Veterinäramtes soll Anzeige erstattet worden sein, da sie bei solch nicht tierschutzkonformen Schlachtungen anwesend gewesen sein sollen ohne eingegriffen zu haben.Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauck (CDU) hat angekündigt, dass auch die Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Veterinäramtes eingehend untersucht werden. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, müssten eventuell disziplinarische Maßnahmen ergriffen werden.
SWR


SmartCow - Neuland in der europäischen Forschungskooperation

Mit der Bewilligung des Gemeinschaftsprojektes SmartCow wird in Europa im Bereich der Agrarwissenschaften in der Forschungskooperation Neuland betreten. An dem Projekt sind Institute der Spitzenforschung aus sieben europäischen Ländern beteiligt. Federführend koordiniert wird das Projekt, an dem das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) beteiligt ist, in Frankreich. Insgesamt wird das Projekt über die nächsten vier Jahre mit fünf Millionen Euro gefördert. Das neue an diesem Projekt ist, dass die elf teilnehmenden Forschungseinrichtungen Naturwissenschaftlern aus allen europäischen Ländern sowie Wirtschaftspartnern ihre experimentelle Infrastruktur sowie ihr Know-How zur Verfügung stellen. „Topstandorte der Agrarforschung öffnen sich mit ihrer exzellenten Ausstattung für die internationale Wissenschaft. Die Auslastung der hochspezialisierten Infrastruktur wird verbessert und der Wissenstransfer optimiert. Das ist der Ansatz des neuen Modells der Forschungsförderung und für unser Institut ist es ein großer Erfolg, als ein starker europäischer Partner in diesem neuen Kompetenznetzwerk zu agieren“, betonte der Vorstand des Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN), Prof. Klaus Wimmers. Mit den beteiligten Einrichtungen werden aktuell alle physiologisch relevanten Themen zur Vielfalt von Rinderrassen und Produktionssystemen abgedeckt. Im Rahmen von SmartCow spielen hauptsächlich wissenschaftliche und technische Fragestellungen in der Tierernährung zur Nährstoffverwertung und Emissionsmessung, in der Genetik zur Verbesserung der Ressourceneffizienz sowie in der Ethologie zur automatischen Aufzeichnung von Verhaltensmerkmalen eine Rolle. Für Forschungsaufenthalte am FBN stehen im Rahmen des Projektes bis 2020 180.000 Euro zur Verfügung. Bewerben können sich Forscher über ein gemeinsames Koordinierungsbüro des Projektes.
idw


15.02.2018

Liebe-Dein-Haustier-Tag am 20. Februar

In 44 Prozent der Haushalte in Deutschland leben Menschen mit Heimtieren zusammen. Besonders bei Kindern und damit in Familien und bei älteren Menschen spielen Heimtiere eine wichtige Rolle. Daher wird am 20. Februar 2018 wieder der „Liebe-Dein-Haustier“-Tag begangen. „Bei einer geglückten Mensch-Tier-Beziehung werden Heimtiere generationsübergreifend als Gefährte und verlässlicher Trostspender wahrgenommen“, verdeutlicht Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF). Hinzu komme die bedingungslose Zuneigung und stressreduzierende Wirkung, die Menschen dank ihrer Heimtiere erfahren. „Unsere Tiere zaubern uns nicht selten ein Lächeln auf die Lippen“, schmunzelt Norbert Holthenrich. Zudem sagt die „Prognosestudie zur Heimtierhaltung in Deutschland bis zum Jahr 2025“ voraus, dass das Interesse an einem Zusammenleben mit Heimtieren auch in zehn Jahren stabil sein wird. Noch beliebter als bisher werden dann Katzen, Hunde und Zierfische sein.
ZZF


WILD-Bericht 2016 erschienen - Populationen von Waschbär und Marderhund stark angewachsen

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat den WILD-Bericht 2016 für das Wildtierinformationssystem der Länder Deutschlands (WILD) vorgelegt. Dieser enthält die ausgewertete Jagdstatistik für verschiedene Raubwildarten. Aus dem WILD-Bericht 2016 geht klar hervor, dass invasive Arten wie Waschbär und Marderhund in Deutschland optimale Lebensbedingungen vorfinden und sich stark vermehrt haben. Dies geht auch aus dem 10-Jahres-Vergleich hervor. Betrachtet man den Waschbären, hat sich die Zahl der zur Strecke gekommenen Waschbären pro 100 Hektar Jagdfläche innerhalb von zehn Jahren um teilweise mehr als das 10-fache erhöht. Insgesamt umfasste die Strecke im Jagdjahr 2015/16 knapp 130.000 Waschbären. Beim Marderhund wurden im Vergleich zum Vorjahr 2015/16 mit 28.000 Tieren rund 16 Prozent mehr Tiere erlegt. Der WILD-Bericht 2016 enthält weiterhin Daten zur Entwicklung der (Jagd)Statistik von Feldhasen, Fuchs, Dachs, Mink, Iltis sowie Stein- und Baummarder. Ergänzt wird der Bericht durch Gastbeiträge von Wissenschaftlern, die Einblicke in aktuelle Projekte und Forschungsthemen geben. Neben der Verbreitung des Goldschakals in Deutschland und Europa, wird das Projekt Fellwechsel vorgestellt, welches eine nachhaltige Nutzung von Bälgen ermöglicht. Der 44-seitige WILD-Bericht 2016 ist mit zahlreichen Karten und Grafiken illustriert. Die Online-Version kann auf der Webseite des DJV heruntergeladen werden.
DJV
WILD-Bericht 2016


14.02.2018

PED in den Niederlanden bereits endemisch

Die Zahl der Fälle von Porciner Epidemic Diarrhoea (PED) nimmt bei Schweinen in den Niederlanden zu. Der erste Nachweis der ansteckenden Erkrankung fand am 8. November 2017 in den Niederlanden statt. Seitdem wurden acht PED-Ausbrüche diagnostiziert. Insgesamt seien seither sogar 58 Betriebe in 2017 vom niederländischen Tiergesundheitsdienst positiv auf PED getestet worden. Daher kann bereits von einem endemischen Vorkommen der PED gesprochen werden.
Agrarheute.com


Bio in Bayern weiter auf Wachstumskurs

In Bayern hält der Trend zum Biolandbau weiter an, wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) im Vorfeld der internationalen Fachmesse BIOFACH mitteilte. Demnach ist die Zahl der nach Biokriterien wirtschaftenden Betriebe in Bayern im vergangenen Jahr um zehn und die bewirtschaftete Fläche um acht Prozent gewachsen. Damit bewirtschaften aktuell 9.200 landwirtschaftliche Betriebe mehr als 300.000 Hektar nach Biokriterien. Brunner geht davon aus, dass in diesem Jahr sogar noch die Marke von 10.000 Betrieben geknackt wird. Im vergangenen Jahr haben besonders Ackerbaubetriebe ihre Wirtschaftsweise umgestellt. Dies liegt an einer gestiegenen Nachfrage nach Biogetreide durch die zuvor erfolgte Umstellungswelle bei Milchviehbetrieben.
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten


Neue Möglichkeit zur schnelleren Resistenztestung entwickelt

Mikrobiologen der Universität Münster haben eine neue Methode zur schnelleren Testung von Antibiotikaresistenzen entwickelt. Das Forscherteam um Privatdozent Dr. Evgeny A. Idelevich und Prof. Karsten Becker stützt sich dabei auf die MALDI-TOF-Massenspektrometrie, die sie weiterentwickelt haben. Durch dieWeiterentwicklung kann die Empfindlichkeit des Erregers auf mehrere antibiotische Wirkstoffe gleichzeitig untersucht werden. Auch das sonst übliche Anzüchten der Keime für ein Antibiogramm, das mindestens einen Tag in Anspruch nimmt, entfällt bei der Methode aus Münster. Damit erhoffen sich die Forscher eine schnellere Testung als bisher, was die Auswahl des richtigen Antibiotikums für die Therapie beschleunigt und gleichzeitig hilft, Resistenzen zu mindern. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „Wir hoffen, unsere Methode schon in den nächsten zwei bis drei Jahren fit für die Labore dieser Welt zu haben“, so Becker. Dafür arbeiten die Forscher mit einem Bremer Medizintechnikunternehmen zusammen.
idw - Informationsdienst Wissenschaft
Antibiotikaminimierung im Stall


13.02.2018

Wissenschaftler schlagen Alarm: Insektensterben ernster als gedacht

Die Lage für die heimischen Insekten ist einer neuen Studie zu Folge noch ernster als gedacht. Mitarbeiter vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut (SDEI) Müncheberg konnten zeigen, dass nicht nur solche Insekten, die einen ganz bestimmten Lebensraum benötigen, bedroht sind, sondern auch recht profane Arten (Generalisten), die keine speziellen Ansprüche an ihren Lebensraum stellen, aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft massiv gefährdet sind. Die Studie zeigt, dass Insekten auf den Austausch zwischen verschiedenen Populationen angewiesen sind, denn weitverbreitete Arten verfügen über einen merklich vielfältigeren innerartlichen Genpool als Arten, die sich auf einen speziellen Lebensraum angepasst hätten. Daher ist die zunehmende Verinselung ihrer Lebensräume ihr Tod, da sie dadurch vermutlich auch ihre Anpassungsfähigkeit an veränderte Umweltbedingungen verlieren.
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung


Weidehaltung für Hochleistungskühe nur bedingt geeignet

Immer weniger Milchkühe sehen im Sommer die Weide. Der Trend geht eher in Richtung ganzjähriger Stallhaltung. Dies habe vor allem wirtschaftliche Beweggründe, erklärte der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje auf dem Grünlandtag der Kammer in Wittmund. Denn das Ziel sei eine hohe Milchleistung der Tiere, weshalb die Weidehaltung für Hochleistungstiere nur bedingt in Frage komme. Wolle man Milch von Weiderindern, dann müsse dies Politik und Gesellschaft unterstützen, so Schwetjes Forderung. Er selbst würde einen solchen Schritt sehr begrüßen.
Landwirtschaftskammer Niedersachsen


Brasilianisches Gericht verbietet Schlachtierexporte per Schiff

Auch in Brasilien scheint der Tierschutz an Bedeutung zu gewinnen. So hatte das Bundesgericht in São Paulo entschieden, den Transport von Exporttieren per Schiff per einstweiliger Verfügung zu verbieten. Demnach wurde die Ausfuhr lebender Tiere zur Schlachtung aus Brasilien verboten, bis sich das Bestimmungsland verpflichte, mit dem brasilianischen Rechtssystem vereinbare Schlachtpraktiken zu übernehmen. Diese müssen zudem nachprüfbar sein. Allerdings scheinen in Brasilien noch nicht alle Richter den Mut zu haben, gegen den Widerstand der Bauernverbände und der Agrarlobby zu mehr Tierschutz zu stehen, denn die Entscheidung des Bundesgerichts wurde durch ein Berufungsgericht am 5. Februar 2018 ausgesetzt. Gegen den Export lebender Schlachttiere per Schiff hatte eine Tierschutzorganisation aufgrund der dort vorherrschenden miserablen Bedingungen geklagt.
Schweizerbauer.ch


Bundeseinheitliches Wolfsmanagement gefordert

In den Unionsparteien formiert sich der Wunsch nach bundeseinheitlichen Regelungen zum Wolfsmanagement. Sie verabschiedeten dazu ein entsprechendes Thesenpapier. Hierin fordern sie sowohl eine Weiterentwicklung des Schutzes von Weidetieren als auch der staatlichen Unterstützung von Tierhaltern, und zwar nicht nur durch die Länder, sondern auch durch den Bund. Zudem soll künftig eine zentrale Einheit zur Vergrämung und der Entnahme von Wölfen befugt sein.
MDR


Bienenwölfe kennen kein Resistenzproblem

In der Human- und Veterinärmedizin wird aktuell auf Grund der zunehmenden Resistenzproblematik fieberhaft nach neuen Antibiotika und nach Alternativen gesucht. Bienenwölfe scheinen dieses Problem nicht zu kennen. Bei Bienenwölfen handelt es sich um Grabwespen, die bereits seit rund 68 Millionen Jahren ihren Nachwuchs mit einem chemischen Cocktail aus rund 45 Substanzen vor Schimmelpilzen schützen. Wie Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena herausgefunden haben, ist dieser Antibiotika-Cocktail in der gesamten Zeit äußerst stabil geblieben. Die Bienenwölfe produzieren die Antibiotika nicht selbst. Die Weibchen züchten in ihren Antennen Bakterien der Gattung Streptomyces, die sie ihrem Nachwuchs mit in die Brutzellen geben. Diese Bakterien produzieren dann die Stoffe, die den Nachwuchs vor den Schimmelpilzen schützen. Alle untersuchten Bienenwolf-Arten nutzten sehr ähnliche Gemische aus Antibiotika von nur zwei Grundstrukturen, Streptochlorin und Piericidin. „Wir hatten eigentlich erwartet, dass einige Bienenwolfsymbionten im Laufe der Evolution neue Antibiotika in ihr Arsenal aufgenommen haben, die ihren Wirten helfen, sich gegen neue oder resistente Schimmelpilze zu verteidigen“, meint Tobias Engl von der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz, der Erstautor der Studie. Die ursprüngliche Zusammensetzung des Antibiotika-Gemisches war aber wohl so effektiv, dass sich in allen untersuchten Arten nur wenig daran geändert hat. Der breite Schutz des Antibiotika-Cocktails beruht vermutlich auf der großen Anzahl von Substanzen.
idw


12.02.2018

Glyphosat-Sonderausschuss nimmt Ende März seine Arbeit auf

Der Glyphosat-Sonderausschuss, der ab März 2018 seine Arbeit aufnehmen soll, ist beschlossen und wird aus 30 Vollmitgliedern bestehen, vier davon sind deutsche Europaabgeordnete. Dies sind die SPD-Agrarexpertin Maria Noichl, der CDU-Europaabgeordnete Norbert Lins, Ulrike Müller von der Freien Wählergruppe in der liberalen Fraktionsgemeinschaft ALDE sowie der ostdeutsche ECR-Abgeordnete Arne Gericke von der Fraktion der Europäischen Konservativen (ECR). Der Sonderausschuss soll bis Jahresende einen Bericht erstellen, in dem er Empfehlungen zum Genehmigungsverfahren für Pestizide erarbeitet. Außerdem soll der Ausschuss die bereits erfolgte Wiederzulassung von Glyphosat für weitere fünf Jahre durch den Schildbürgerstreich von Christian Schmidt (CSU), geschäftsführender Landwirtschaftsminister, untersuchen und die Gutachten über die Unbedenklichkeit überprüfen.
topagrar.de


Schlachtungen in Österreich rückläufig

In Österreich ist im Jahr 2017 die Zahl der geschlachteten Tiere in fast allen beobachteten Tierkategorien zurückgegangen. Wie Statistik Austria berichtet, ist nur die Zahl der geschlachteten Ziegen angestiegen. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der geschlachteten Ziegen um mehr als elf Prozent auf 8.120 Tiere. Die Zahl der geschlachteten Schweine sank um 1,4 Prozent auf noch gut 5,1 Millionen Tiere. Auch die Zahl der geschlachteten Rinder und Kälber sank im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr 2016. Während die Zahl der geschlachteten Rinder leicht um 0,7 Prozent auf rund 620.000 Tiere sank, ging die Zahl der geschlachteten Kälber um 6,2 Prozent auf gut 56.000 Tiere zurück.
Statistik Ausrtria


H5N6 erstmals in Irland nachgewiesen

Der hoch pathogene Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N6 ist erstmals in Irland nachgewiesen worden, wie das irische Landwirtschaftsministerium mitteilt. Betroffen ist ein am 31. Januar im County Tipperary tot aufgefundener Wildvogel. Der Erreger war zuletzt gehäuft bei Wildvögeln in England nachgewiesen worden. Das britische Landwirtschaftsministerium hatte deshalb ganz England zur Schutzzone erklärt. In Irland wird man die Situation weiterhin beobachten und besonders das Monitoring weiter ausbauen, um weitere Fälle und eine mögliche Ausbreitung des Erregers frühzeitig zu erkennen. Die Geflügelhalter werden zudem aufgefordert, die Biosicherheitsmaßnahmen lückenlos einzuhalten, um zu verhindern, dass das Virus in ihre Bestände gelangt.
Landwirtschaftsministerium Irland


09.02.2018

Live-Webinar Klinische Fallbesprechungen Labordiagnostik Katze mit Professor S. Neumann

Bei Myvetlearn.de findet am 15. Februar 2018 von 19.00 bis 21.00 Uhr das Live-Webinar mit Professor Dr. Stephan Neumann von der Universität Göttingen zum Thema Klinische Labordiagnostik bei der Katze statt. Prof. Neumann bespricht hier mehrere klinische Fälle interaktiv mit den Teilnehmern und bindet diese in die Diagnosefindung ein. Dadurch wird fast die Realität im Praxisalltag nachgestellt. Das Webinar ist Teil einer Online-Fortbildungsreihe, die außerdem aus einem fünfstündigen eLearning-Kurs sowie einem zweiten Webinar besteht, das am 25. Januar 2018 stattfand und aufgezeichnet wurde. Die Aufzeichnung sowie das eLearning steht Tierärztinnen und Tierärzten nun ebenfalls unter Myvetlearn.de zur Verfügung. Der eLearning-Kurs befasst sich mit den Erkrankungen der Verdauungsorgane und der Niere bei Hund und Katze mit dem Schwerpunkt Labordiagnostik, da diese insbesondere für die Diagnose wichtige Informationen liefern kann. Es ist wichtig, hier Details voneinander abgrenzen zu können, um die richtigen Schlussfolgerungen für Diagnostik und Therapie zu ziehen. Welche Aussagen haben veränderte Blutparameter, welche Rückschlüsse kann ich daraus ziehen, wie kann ich meinen Verdacht weiter abklären? Auf diese Fragen geht Prof. Neumann anhand von Hämatologie und Blutgerinnungsstörungen ein. Andere Fortbildungsteile befassen sich mit Labor und Herz, Labor und Orthopädie, Labor in der Notfallmedizin und der Labordiagnostik von Infektionskrankheiten. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, entweder die gesamte Fortbildungsreihe zu buchen oder auch jedes Modul separat.
Programm & Anmeldung unter Myvetlearn.de


Baden-Württemberg Spitzenreiter bei Versuchstieren

Der Deutsche Tierschutzbund hatte sich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Zahlen der Versuchstiere für 2016 aufgeschlüsselt nach Bundesländern zukommen lassen. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass insgesamt in Baden-Württemberg am meisten Versuchstiere eingesetzt wurden. Es waren gut 480.000 Tiere. Danach folgten Nordrhein-Westfalen sowie Bayern mit 470.000 bzw. 387.000 Tieren, die in Versuchen eingesetzt wurden. Rechnet man dies in einen "Pro-Kopf-Verbrauch" bezogen auf die Bevölkerung um, wurden die meisten Tiere in Hamburg und Berlin in Tierversuchen eingesetzt. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2016 mehr als 2,5 Millionen Tiere in Versuchen eingesetzt.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Forschung zur Lebensmittelsicherheit in der EU sollte besser gefördert werden

Die öffentliche Hand sollte mehr Geld in die Lebensmittelsicherheitsforschung investieren. Dies haben die nationalen Lebensmittelsicherheitsbehörden aller 28 EU-Mitgliedsstaaten gefordert. Auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat sich dieser Forderung angeschlossen. Die Behörden haben sich zudem verpflichtet, die europäische Forschung in diesem Bereich durch den Ausbau von Partnerschaften und Schulungen sowie eine Reihe weiterer Maßnahmen zu unterstützen. Der Beirat, der die EFSA in wissenschaftlichen Fragen strategisch berät, betonte auch die Vorteile eines verstärkten Austauschs zwischen Geldgebern, EU-Behörden und nationalen Partnern auf dem Gebiet der Lebensmittelsicherheitsforschung. Im Vorfeld erklärte der Geschäftsführende Direktor der EFSA, Bernhard Url: "Es gilt, zwingende Argumente für mehr öffentliche Mittel im Bereich der Lebensmittelsicherheitsforschung vorzubringen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Forschung und Innovation in den Mitgliedstaaten letztlich in die Risikobewertungen einfließen, die wir auf EU-Ebene durchführen und die als Grundlage für die Gesundheitspolitik in Europa dienen."
EFSA


08.02.2018

Prof. Dr. Michael Lierz wird Mitglied des Präsidiums der Justus-Liebig-Universität Gießen

Prof. Dr. Michael Lierz wird künftig als Vizepräsident für Wissenschaftliche Infrastruktur das Präsidium der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) verstärken. Lierz wird damit Nachfolger von Prof. Dr. Peter Winker, der das Amt seit sechs Jahren bekleidet. Lierz tritt sein Amt am 1. April 2018 an; seine Amtszeit beträgt drei Jahre. Er wird im Präsidium die strategische Verantwortung für die wissenschaftliche Nutzung der Infrastruktureinrichtungen der JLU übernehmen. Dazu zählen etwa die großen Serviceeinrichtungen wie das Hochschulrechenzentrum und die Universitätsbibliothek sowie fachspezifische wissenschaftliche Infrastrukturen wie zum Beispiel wissenschaftliche Werkstätten und Gewächshäuser. JLU-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee gratulierte dem designierten Vizepräsidenten sehr herzlich und betonte: "Wir freuen uns darüber, nach vielen Jahren wieder einen Veterinärmediziner in den Reihen des Präsidiums begrüßen zu dürfen. Prof. Lierz ist ein renommierter Forscher aus einem Fachbereich, der das lebenswissenschaftliche Profil der Universität Gießen entscheidend prägt. Seine Perspektive wird die Hochschulleitung sicher bereichern." Lierz ist 46 Jahre alt und seit nunmehr neun Jahren Professor für Krankheiten der Vögel und Hygiene der Geflügelhaltung sowie Direktor der Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische der JLU. Er studierte an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und forschte anschließend zunächst an der Freien Universität Berlin, bevor er für einige Jahre als Leitender Direktor des Abu Dhabi Falcon Research Hospital in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig war. Nach seiner Rückkehr war er wissenschaftlicher Assistent an der FU Berlin, wo er sich im Jahr 2009 habilitierte, bevor er dem Ruf an die JLU folgte.
LTK Hessen


Landesgesundheitsamt relativiert Funde von multiresistenten Keimen in Gewässern

Nach dem Fund von multiresistenten Bakterien in verschiedenen Gewässern in Niedersachsen, hat das Landesgesundheitsamt die Funde relativiert. Es sei völlig normal, dass in der Umwelt auch Resistenzgene vorkämen. Daraus ergibt sich für gesunde Menschen mit gesunder Hautbarriere auch kein Gesundheitsrisiko. Gefährdet seien vor allem stark immungeschwächte Menschen. Auch die Hauptverantwortung für die Nutztierhaltung wies man zurück. So sei der Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung in Niedersachsen seit 2011 um mehr als die Hälfte reduziert worden.
Proplanta


Bauernverband zeigt sich erfreut über Koalitionsvertrag

Zum Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD zeigt sich der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, zuversichtlich: „Die Koalitionsvereinbarung ist eine Arbeitsgrundlage für die neue Bundesregierung. Wir hoffen, dass diese Koalition jetzt auch tatsächlich zustande kommt. Denn mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen in Brüssel brauchen wir dringend eine stabile und handlungsfähige Regierung.“ Auch die Entscheidung, das Landwirtschaftsministerium in die Hände der konservativen CDU zu legen, dürfte dem Bauernverband gefallen. Bislang wurden jedoch die Gerüchte um den Posten des Ministers bzw. der Ministerin nicht bestätigt. Zuvor hieß es, Spitzenkandidatin sei die 45-jährige Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz. Doch die Kanzlerin werde erst in den nächsten Tagen über das Personal entscheiden.
DBV
Proplanta


Hessischer Tierschutzforschungspreis 2018 ausgeschrieben

Auch in diesem Jahr hat Hessen den Hessischen Tierschutzforschungspreis ausgeschrieben. Mit dem Preis soll besonders die Forschung gewürdigt werden, die zu einer Verringerung der für Tierversuche benötigten Tiere führt. "Die Hessische Landesregierung setzt sich schon seit langem dafür ein, dass Tierversuche langfristig durch andere Verfahren ersetzt werden können. Daher schreiben wir alle zwei Jahre den Tierschutzforschungspreis aus", erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90 / Die Grünen). Der Preis ist mit insgesamt 14.000 Euro dotiert und wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten vergeben, die einen richtungweisenden Beitrag zur Vermeidung oder Verminderung von Tierversuchen und ähnlichen Eingriffen und Behandlungen in Forschung, Lehre oder bei der Herstellung biomedizinischer Produkte wie beispielsweise Impfstoffen und Antikörpern leisten. Auch Arbeiten, die zu einer Verminderung des Leidens oder von Schmerzen der verwendeten Tiere führen, werden berücksichtigt. Bewerbungen können bis zum 1. Juni 2018 eingereicht werden. Die notwendigen Unterlagen für die Teilnahme können bei der Hessischen Tierschutzbeauftragten angefordert werden.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


07.02.2018

ASP-Fälle bei Wildschweine in Polen in die Höhe geschnellt

In Polen ist die Zahl der bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) auf 1.222 gestiegen. Bei Wildschweinen sind allein im Zeitraum 22. bis 28. Januar 2018 104 neue Ausbrüche festgestellt worden. Seit Jahresbeginn wurde die Infektion bereits bei 318 Wildschweinen in Polen nachgewiesen. Die meisten Fälle traten Behördenangaben zu Folge im Südosten Polens auf.
Agrarheute.com


Fleischerzeugung im vergangenen Jahr rückläufig

Die Fleischerzeugung aus gewerblicher Schlachtung in Deutschland ist im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (destatis) mitteilte, sank die Erzeugung um 167.000 auf noch 8,11 Millionen Tonnen. Im Jahr 2016 waren noch 8,28 Millionen Tonnen produziert worden. Dabei verringerte sich die Zahl der geschlachteten Schweine um 2,6 Prozent auf 57,9 Millionen Schweine. Hier beruhte die Abnahme besonders auf dem Rückgang der Schlachtung von importierten Schweinen. Diese sank um 18 Prozent, während die Zahl der geschlachteten Schweine, die aus Deutschland stammten, um 1,3 Prozent sank. Die Schweinefleischerzeugung ging um 2,3 Prozent auf 5,45 Millionen Tonnen zurück. Auch die Rindfleischproduktion verringerte sich um 2,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2016 auf nur noch 1,12 Millionen Tonnen. Hier sank die Zahl der geschlachteten Rinder um 3,1 Prozent. Besonders stark ging die Zahl geschlachteter Kühe zurück, die sich um 7,0 Prozent verringerte. Auch die Geflügelfleischproduktion nahm gegenüber 2016 insgesamt um 0,8 Prozent auf noch 1,514 Millionen Tonnen ab. Dabei gab es allerdings Unterschiede bei den einzelnen Tierarten. Während die Produktion von Hühnerfleisch um 1,3 Prozent anstieg, sank die von Putenfleisch um 3,7 Prozent. Besonders stark nahm die Produktion von Entenfleisch ab, nämlich um 12,7 Prozent.
destatis


CDU erhält Landwirtschaftsministerium

Nachdem sich CDU, CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt haben, stellt sich noch die Frage, wer welches Ministerium erhält. Wie verschiedene Medien berichten, wird die CSU in dieser Legislaturperiode nicht das Landwirtschaftsministerium besetzen. Dieses Ministerium soll von der Schwesternpartei CDU geführt werden, die damit erstmals seit 1998 wieder die Zuständigkeit für dieses Ressort übernehmen würde. Als mögliche CDU-Landwirtschaftsministerin wird u.a. Julia Klöckner gehandelt. Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende war bereits unter Ilse Aigner als Parlamentarische Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium tätig. Obwohl sich die Parteien jetzt geeinigt haben, ist noch offen, ob die Regierung tatsächlich zustande kommt, da u.a. die Parteimitglieder der SPD dem Koalitionsvertrag in einer Abstimmung noch zustimmen müssen.
top agrar
tagesschau.de


Touchscreenspiele können Demenz bei alten Hunden vorbeugen

Touchscreenspiele stellen bei alten Hunden ein willkommenes Hirntraining dar, vergleichbar mit „Sudoku“ für Menschen. Das fanden KognitionsbiologInnen des Messerli Forschungsinstituts der Vetmeduni Vienna heraus.In einer Studie zeigten sie, dass Computerspiele eine zielführende Alternative sind, um durch regelmäßiges Hirntraining und damit lebenslanges Lernen positive Emotionen zu wecken und dem im Alter einsetzenden geistigen Abbau sowie Demenz vorzubeugen. Im Trainingslabor sprachen alte Hunde positiv auf kognitives Training mit Lernspielen am Touchscreen an. Einfache Denkaufgaben am Computer, verbunden mit einem Belohnungssystem, könnten Hunde ohne großes körperliches Training trotzdem bis ins hohe Alter geistig fit halten. „Ähnlich wie bei Menschen sinkt auch bei Hunden im Alter die Produktion des Botenstoffs Dopamin, mit der etwa abnehmendes Erinnerungsvermögen einhergeht. Diesem natürlichen, geistigen Abbau kann man aber mit gezieltem Training vor allem der kognitiven Fähigkeiten entgegenwirken. Bei den Tieren ist vor allem die Aussicht auf Belohnungen ein wesentlicher Faktor für die Motivation etwas Neues oder Herausforderndes zu tun. Regelmäßiges Hirntraining rüttelt nicht nur uns, sondern auch Hunde im Alter quasi wach und macht sie etwa wieder aufmerksamer für Kommandos", sagt Ludwig Huber von der Vetmeduni Vienna. Nun muss die im Labor erfolgreich getestete Methode nur noch im gewohnten Umfeld des Hundes umgesetzt werden können. Dazu erhoffen sich die Wissenschaftler die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern.
Vetmeduni Vienna


Rund 71 Prozent der heimischen Nutztierrassen gefährdet

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat zum fünften Mal die Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen veröffentlicht. Aktuell sind 55 der 77 einheimischen Nutztierrassen der Arten Pferd, Rind, Schwein, Schaf und Ziege als gefährdet eingestuft. Am stärksten betroffen ist das Dominikaner Huhn. Hingegen haben sich durch wirksame Fördermaßnahmen die Bestände des Pinzgauer Rindes und des Merinolangwollschafes leicht erholt. Auf die Population der Skudde hatten die Fördermaßnahmen hingegen keinen positiven Einfluss. Bei den Schweinerassen war die Anzahl im Herdbuch eingetragener Zuchttiere auch insgesamt rückläufig. Eine zunehmend erfolgreiche Regionalvermarktung führte beim Bunten Bentheimer Schwein und den Sattelschweinen jedoch zu einem leichten Bestandsanstieg. Die Einschätzung der Gefährdung der Nutztierrassen wird in mehrjährigen Abständen in der Roten Liste der BLE widergespiegelt. Grundlage hierfür sind die von der BLE erhobenen Bestandszahlen aller in Deutschland gezüchteten Nutztierrassen. Basierend auf diesen Zahlen erfolgt die Einstufung der einzelnen Nutztierrassen in eine von vier Gefährdungskategorien.
BLE


06.02.2018

Landwirte in Sachsen wegen Milchpreisentwicklung besorgt - Handel und Verbraucher müssen Verantwortung übernehmen

Der Milchpreis befindet sich aktuell wieder auf Talfahrt. Als Ursachen dafür sieht der Sächsische Landesbauernverband (SLB) die Kaufzurückhaltung bei Butter und das anhaltende Nachfragetief bei Magermilchpulver und betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge. „Aufgrund dieser Marktsituation ist eine rentable Milcherzeugung nicht mehr möglich und die Liquidität unserer Betriebe gefährdet“, zitiert topagrar den SLB-Präsident Vogel. Der Milchpreis sank seit Silvester bis Anfang Februar um 20 %. Die Preispolitik des Handels gefährde die Existenz der Landwirte und führe die Diskussion um mehr Tierwohl ad absurdum, da den Landwirten für Investitionen schlichtweg des Geld. „Es kann nicht sein, mit immer mehr Auflagen und Forderungen unsere Milchviehhaltung zu belegen und gleichzeitig der „Geiz-ist-geil“-Mentalität des Handels freien Lauf zu lassen. Wie kann diese Gesellschaft immer mehr Tierwohl wollen und an der Ladentheke sich dem Preis dafür verweigern? Diesen Widerspruch hat die künftige Bundesregierung zu lösen. Ich fordere deshalb endlich eine gesellschaftliche Diskussion darüber“, so Vogel am Rande der Winterschulung der Interessengemeinschaft der Erzeugerzusammenschlüsse in Sachsen.
topagrar.de


Lebendtiertransporte in Drittländer sind aus Sicht der EU-Kommission nicht zu beanstanden

Die EU-Kommission bescheinigt den Langstreckentransporten aus Deutschland entgegen aktueller Aussagen von Tierschutzorganisationen eine ordnungsgemäße Planung und Durchführung. Den Tieren blieben unnötige Schmerzen, Leiden und Verletzungen erspart. Bei dieser Aussage bezieht sich die EU-Kommission auf ein Vor-Ort-Audit zu Langstreckentransporten aus dem Jahr 2017. Dabei wurden Langstreckentransporte aus Deutschland in Nicht-EU-Staaten im Zeitraum von Januar 2015 bis April 2017 überprüft, wie der Bundesverband Rind und Schwein in einer Pressemitteilung mitteilt. Dieser Pressemitteilung vorausgegangen sind Aufnahmen von Tierschützern von Lebendtiertransporten aus Deutschland und der EU in Drittländer wie die Türkei, Agypten und den Libanon. Dieser zeigten zum Teil grauenhafte Verstöße gegen den Tierschutz, der laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs bis zum Zielort nach EU-Standards gewährleistet sein muss. Doch die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Rind und Schwein Dr. Bianca Lind erklärte dazu jetzt in einer Pressemitteilung des Verbandes: „Das Thema der Langstreckentransporte ist brandaktuell. Bei objektiver Betrachtung der Langstreckentransporte aus Deutschland zeigt sich, dass die deutschen Unternehmen sich an die bestehenden Vorschriften halten. Gemeinsam mit den deutschen Behörden steht der Schutz der Tiere beim Transport im Mittelpunkt. Durch eine Fernsehreportage im Herbst 2017 wurden sowohl die Landwirte als auch die Verbraucher mit emotionalen Bildern zu Langstreckentransporten verunsichert.“Als verbesserungsbedürftig stuft die EU-Kommission die erstellten Notfallpläne der Transportunternehmer ein. Kommt es bei Grenzkontrollen zu unvorhergesehenen Verzögerungen, kann häufig nicht für eine ausreichende Bereitstellung von Futter, Wasser und Einstreu gesorgt werden. Im Bericht werden die deutschen Behörden von der EU-Kommission aufgefordert, Lösungsvorschläge zu unterbreiten und umzusetzen.
PM des Bundesverbands Rind und Schwein
Mehr über die Reportage


Neobiota weiter auf dem Vormarsch

Weltweit nimmt die Ausbreitung nicht-einheimischer Tier- und Pflanzenarten (Neobiota) rasant zu. In den Jahren 2000 bis 2005 hat weltweit die Zahl an Nachweisen einen neuen Höchststand erreicht, die Tendenz ist weiter steigend. Obgleich die Europäische Union als Gegenmaßnahme eine Liste der 49 aggressivsten Neobiota und ihre Bekämpfungsmaßnahmen erstellt hat, fand ein internationales Forschungsteam von der Universität Wien und vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum nun heraus, dass bis zu 16 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten das Potential haben, vom Menschen in andere Gebiete verschleppt zu werden, wo sie erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt bergen. Das geringste Potential haben dabei Weichtiere wie Schnecken und Muscheln, das größte besitzen Säugetiere. Außerdem konnten sie nachweisen, dass jede vierte neu beobachtete Spezies erstmals außerhalb ihres Heimatgebietes registriert wurde. Aufgrund des globalen Handels haben immer mehr Arten überhaupt die Gelegenheit, in neue Gebiete eingeschleppt zu werden.
idw


Gute Vitamin A-Versorgung der Kühe könnte gegen Kuhmilchallergie hilfreich sein

Eine gute Versorgung der Milchkühe mit Vitamin A könnte helfen, die echte Kuhmilchallergie zu verhindern. Dies geht aus einer interdisziplinären Arbeit hervor, die in Österreich unter Beteiligung der Vetmeduni Vienna durchgeführt wurde. Bei der echten Kuhmilchallergie reagiert der Körper auf das Milchprotein beta-Lactoglobulin. Gegen diese kann der Körper eine Immunreaktion auslösen. Diese Reaktion wird allerdings nicht mehr ausgelöst, wenn das Protein mit Retinsäure, einem Stoffwechselprodukt des Vitamin A, aufgeladen ist. Dann hat das Protein keine allergene Wirkung mehr. Wichtig ist deshalb, dass Vitamin A bereits ausreichend in der Ration der Milchkühe vorhanden ist. Dies kann z.B. durch einen hohen Grünfutteranteil in der Ration erreicht werden. Theoretisch wäre es auch möglich, diesen Effekt zu erzielen, indem der Milch später entsprechendes Vitamin zugesetzt wird. Allerdings weisen die Forscher darauf hin, dass die künstliche Ergänzung der Nahrung mit Vitamin A eventuell nicht die gleiche Wirkung hat wie natürliche Wirkstoffe. Dies könnte eine inadäquate Beladung des Milchproteins zur Folge haben.
Vetmeduni Vienna


05.02.2018

Roggenfütterung senkt Salmonellenbelastung und reduziert Ebergeruch bei Schweinen

Das Projekt „Tiergerechte Schweinefütterung und die Bedeutung von ballaststoffreichem Getreide“ konnte in einer Feldstudie zum Roggeneinsatz (40% Roggenanteil in der Rationsgestaltung) in der Schweinemast zeigen, dass die roggenreiche Fütterung die Salmonellenbelastung senkt und den durch Skatol induzierten „Ebergeruch“ verringert.Die Salmonellenbelastung verringerte sich bei elf von 16 Betrieben. Insgesamt waren die Salmonellenbefunde um 35 Prozent geringer. Dies unterstützt die Hypothese, dass die forcierte Butyratproduktion einen positiven Effekt auf die Darmgesundheit hat und einer Salmonellen-Invasion vorbeugt. In der Feldstudie konnte zudem eine deutliche Reduktion der Befundraten für Ebergeruch bis hin zur vollständigen Vermeidung festgestellt werden. Der Ebergeruch ging in acht von neun Betrieben auf einen prozentuellen Anteil von Null zurück. Dabei erhöhte sich das Leistungsspektrum bei einer täglichen Zunahme von mehr als 800 g bei gleichzeitig gutem Fleischmaß von durchschnittlich 65 mm bei einem Speckmaß von 13 mm. Sehr positiv war auch die Halbierung der Tierverluste im Vergleich zur Vorlaufphase.
Raiffeisen.com


BHV1-Ausbruch in Schleswig-Holstein

Auf einem Rinder haltenden Betrieb im schleswig-holsteinischen Landkreis Rendsburg-Eckernförde wurde das Bovine Herpesvirus vom Typ 1 (BHV1) festgestellt. Wie das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mitteilt, wurden im betroffenen Betrieb Milch- und Mastrinder gehalten. Insgesamt wurden dort 660 Tiere gehalten. Alle Tiere, bei denen eine Infektion festgestellt wurde, müssen getötet werden. Zudem wurden in einem weiteren Betrieb im Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie in zwei Betrieben im Kreis Stormarn ebenfalls BHV1-Reagenten festgestellt. Teile dieser Bestände müssen geschlachtet werden. Insgesamt sind rund 1800 Tiere betroffen. Die betroffenen Landwirte werden entschädigt. "Die Situation ist für die Landwirte bedrückend, weil sie zum großen Teil ihre Bestände verlieren. Die Lage im Land ist aber stabil. Wir sind seit März 2017 offiziell BHV1-frei, inzwischen gilt das für ganz Deutschland. Dieser Status ist auch nicht gefährdet, selbst wenn es – wie es in anderen Bundesländern auch der Fall ist – noch zu vereinzelten Ausbrüchen kommt", sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen)
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


Landkreis Fulda verzichtet auf Gebühren bei Wildschweinuntersuchungen

Der hessische Landkreis Fulda (Hessen) hat beschlossen, bis zum Jahresende auf die Gebühr für die Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen zu verzichten. Hintergrund für die Entscheidung ist der Preisverfall bei Wildschweinefleisch. Durch die verstärkte Bejagung, die wegen der Sorge vor der Afrikanischen Schweinepest noch forciert wurde, wird befürchtet, dass der Preis sogar noch weiter absinkt. Dies wird auch durch die Entscheidung des Landes Hessen, die Schonzeit für Wildschweine in diesem Jahr komplett auszusetzen, noch weiter befördert, wie Osthessen News berichtet. Üblicherweise beträgt die Gebühr für die Trichinenuntersuchung 2,87 Euro je untersuchtem Tier über 20 Kilogramm Körpergewicht.
Osthessen News


02.02.2018

154 Mio. Euro für die Bekämpfung von Tierseuchen, Zoonosen und Pflanzenschädlingen bereitgestellt

Der Bundesrat hat sich am heutigen Freitag klar für mehr Engagement in der Umwelt-, Klima- und Tierschutzpolitik in der EU ausgespochen. Die EU-Kommission stellt im Jahr 2018 rund 154 Mio. Euro für die Bekämpfung von Tierseuchen sowie von Zoonosen und Pflanzenschädlingen zur Verfügung. 141 Mio. Euro werden für 134 genehmigte Programme zur Tilgung, Bekämpfung und Überwachung von Rindertuberkulose, Tollwut, Rinderbrucellose, Afrikanische Schweinepest und Hautkrankheiten bereitgestellt, weitere knapp 13 Mio. Euro stehen für 46 Programme zur Untersuchung von Pflanzenschädlingen zur Verfügung.
topagrar.de


Lidl führt Haltungskennzeichnung von Frischfleisch für mehr Tierwohl ein

Der Discounter Lidl Deutschland macht der Politik vor, wie Haltungskennzeichnung von Frischfleisch geht und führt damit mehr Transparenz für die Verbraucher ein. Dadurch wird eine bewusste Kaufentscheidung für mehr Tierwohl ermöglicht. Start der Haltungskennzeichnung von Frischfleisch der Eigenmarken ist April 2018. Das 4-Stufen-Modell ist leicht verständlich und vermittelt dem Kunden auf einen Blick, nach welchen Kriterien das Tier gehalten wurde: Stallhaltung, Stallhaltung Plus, Auslauf oder Bio. "Unser Ziel ist es, dass sich langfristig das Haltungs- und Tierwohlniveau in der gesamten Branche hebt und Lidl das komplette Eigenmarkensortiment im Bereich Frischfleisch auf mindestens Stufe 2 'Stallhaltung Plus' umstellt", erklärt Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland. Wichtig ist Lidl dabei, dass alle Akteure der Lieferkette mitgenommen werden und insbesondere Landwirte unterstützt werden, sukzessive den Standard in Sachen Tiergesundheit und Tierwohl zu steigern.Lidl setzt auf den Effekt, dass Verbraucher dadurch verstärkt Produkte aus tiergerechterer Haltung kaufen und durch die steigende Nachfrage das Frischfleischangebot aus tierwohlgerechteren Haltungsformen ausgebaut werden kann. "Wir wollen, dass sich 'Stallhaltung Plus' als Lidl-Mindeststandard etabliert, parallel ergänzen wir fortlaufend unser Bio-Sortiment und arbeiten mit dem Deutschen Tierschutzbund weiter am Label 'Für Mehr Tierschutz'. Unseres Erachtens ist das ein realistisches Ziel. Wir hoffen, dass die gesamte Lieferkette mitzieht", erklärt Bock weiter. Ohne Tiergesundheit jedoch kein Tierwohl - weshalb Lidl fortan einen größeren Fokus auf die Tiergesundheit legen wird. Angedacht ist die Einführung eines Tiergesundheitsindex, um zielgerichtet und effektiv die bestehenden Probleme anzugehen.
Lidl Haltungskonpass


Brandenburger Tierschutzplan verabschiedet

Der Brandenburger Landtag hat am Donnerstag entschieden, dass der Brandenburger Tierschutzplan, der nach einer Bürgerinitiative ins Leben gerufen worden war, umgesetzt und fortentwickelt werden soll. Dazu soll die Landesregierung bis Ende des Jahres eine Umsetzungskonzept vorlegen. Darin soll konkretisiert werden, welche Maßnahmen durch wen und mit welchen Ressourcen umgesetzt werden sollen. Auch soll festgelegt werden, in welchem zeitlichen Ablauf der Tierschutzplan evaluiert wird. Unterdessen informierte Landwirtschaftsminister Vogelsänger im Landtag über den Stand der Umsetzung. Der Plan enthält insgesamt mehr als 130 Einzelmaßnahmen. Zunächst wurde geklärt, in die Zuständigkeit welcher Ministerien die einzelnen Maßnahmen fallen. "Eine abschließende Bewertung aller Maßnahmen liegt, rund einen Monat nach der Übergabe des Plans, noch nicht vor. Dennoch sehen wir schon jetzt einige Schwerpunkte, die wir bearbeiten wollen," so Vogelsänger. Im Rahmen der Agrarinvestitionsförderung wird die Richtlinie hinsichtlich tierschutzgerechter Projektkriterien weiter entwickelt. Für die organisatorische und finanzielle Begleitung des Tierschutzplans beantragt das Agrarministerium beim Landtag Mittel im Doppelhaushalt 2019/2020. Zusätzliche Mitarbeiter sollen sich zukünftig mit der wissenschaftlichen und praxiswirksamen Umsetzung von Maßnahmen des Tierschutzplans befassen.
Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg
Landtag Brandenburg


Mittel für Katzenkastration in Niedersachsen bereits aufgebraucht

Erst Mitte Januar hatte das Land Niedersachsen gemeinsam mit Tierschutzverbänden und der Tierärzteschaft eine Aktion zur Kastration wild lebender Katzen ins Leben gerufen. Eigentlich sollte die Aktion bis Mitte März andauern. Allerdings ist das für die Aktion bereitgestellte Geld bereits aufgebraucht, wie NORD24.de berichtet. Demnach wurden im Rahmen der Aktion bereits rund 1.500 Katzen und 1.000 Kater kastriert. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) überlegt unterdessen, ob weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden können, um die erfolgreiche Aktion zu verlängern.
NORD24


01.02.2018

Bundeseinheitliche Kennzeichnung und Registrierung von Hund und Katze gefordert

Die Experten des Netzwerks "Kennzeichnung und Registrierung (K&R)" haben die Einführung einer bundesweit einheitlichen Registrierungsflicht für Hunde und Katzen gefordert. Eine solche Regelung würde erhebliche Verbesserungen in den Bereichen Tiergesundheit, Tierschutz, Rechtssicherheit und Vollzug, Verbraucherschutz, öffentliche Gesundheit und Wirtschaftlichkeit mit sich bringen. Ein wichtiger Aspekt wäre, dass durch die Rückverfolgbarkeit auch der illegale Welpenhandel eingedämmt werden könnte. Obwohl in Tierarztpraxen bereits heute viele Tiere gekennzeichnet und registriert werden, sind Tierärzte und Tierärztinnen immer wieder mit nicht gekennzeichneten Tieren konfrontiert, berichtet Dr. Petra Sindern vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt). Behandlungskosten müssen dann von den Kommunen übernommen werden. Diese öffentlichen Kosten könnten eingespart werden, wenn Tierärzte alle Tiere direkt kennzeichnen und registrieren müssten, so dass die Rückverfolgung eines Tieres gewährleistet ist. „Mit einer bundeseinheitlichen Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen könnten wir Vieles auf einmal erreichen“, sagt Dr. Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des Netzwerks „K&R“. „Jetzt ist es an der künftigen Bundesregierung, unsere Forderung und den erarbeiteten Vorschlag zur Umsetzung zu überdenken und am Ende auch umzusetzen.“
bpt e.V.
Netzwerk K & R


Zweiter Wolf in Baden-Württemberg nachgewiesen

In Baden-Württemberg ist die Anwesenheit eines zweiten Wolfes nachgewiesen worden, wie das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft mitteilt. Der Nachweis erfolgte bei Sersheim im Landkreis Ludwigsburg. Dort war am 14. Januar eine Ziege gerissen worden. Genetische Untersuchungen, die am Senckenberg-Institut durchgeführt wurden, haben gezeigt, dass die Ziege von einem Wolf gerissen wurde. Dieser Wolf stammt aus der sogenannten Alpenpopulation und ist nicht identisch mit dem Wolf, der zuletzt im Nordchwarzwald nachgewiesen worden war.
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg


Risiko für Eintrag der Blauzungenkrankheit bleibt hoch

Das Risiko, dass die Blauzungenkrankheit nach Deutschland eingeschleppt wird, bleibt weiter hoch, wie aus dem aktuellen Radar-Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. In Frankreich wurden im vergangenen Jahr alleine mehr als 1.700 Fälle mit dem Virus vom Serotyp 8 nachgewiesen (BTV-8). Aber in Südfrankreich treten seit November 2017 auch Fälle von BTV-4 auf. Zunächst war die Ausrottung der Tierseuche in der betroffenen Region angestrebt worden. Nachdem dies gescheitert ist, wurden zu Jahresbeginn die betroffenen Departements als gemeinsame Restriktionszone für BTV-4 und BTV-8 eingerichtet. Neben Frankreich sind aber auch andere Länder Europas von der Blauzungenkrankheit betroffen. In Italien ist BTV-4 weiterhin aktiv. Ende vergangenen Jahres wurde aus Italien aber auch der erste Fall von BTV-3 in Europa überhaupt gemeldet. Der Nachweis erfolgte auf Sizilien. Auf dem europäischen Festland wurde BTV-3 bisher noch nicht nachgewiesen.
Radar Bulletin des FLI


31.01.2018

Zahl der exportierten Rinder weiter gestiegen

Im Jahr 2017 sind wieder mehr lebende Rinder aus Deutschland exportiert worden. Gleichzeitig wächst jedoch der Widerstand gegen Lebendtiertransporte, zumindest in Drittländer wie die Türkei, Marokko, Algerien und Ägypten, da Tierschützer vermehrt auf die grausamen Transport- und Schlachtbedingungen in diesen Ländern aufmerksam gemacht haben. Dennoch nahm die Zahl der exportierten Rinder im Jahr 2017 verglichen mit dem Vorjahr wieder um 2 Prozent auf rund 873.000 Rinder zu. Seit 2007 ist die Zahl der exportierten Rinder aus Deutschland sogar um 50 Prozent angewachsen, wie topagrar unter Berufung auf die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft berichtet. Die meisten der Rinder werden in die Niederlande gebracht, aber auch nach Belgien, Frankreich und in Nicht-EU-Länder wie Algerien, Marokko und die Türkei. Ob die aus Deutschland in ein anderes EU-Land exportierten Rinder dann dort bleiben, oder weiter verkauft werden, z.B. in ein Nicht-EU-Land, bleibt offen.
topagrar.de
Erschütternde Bilder über Lebendtiertransporte in Drittländer


Tuberkulose-Verdacht in Österreich

Im österreichischen Bundesland Vorarlberg wurden fünf Rinderbetriebe wegen des Verdachtes auf eine Tuberkulose-Infektion gesperrt. In einem Betrieb im Montafon war ein Schnelltest positiv ausgefallen. Dieser wurde bis zum Vorliegen weiterer Untersuchungsergebnisse, was mindestens acht Wochen dauern wird, gesperrt. In einem weiteren Betrieb war die Untersuchung eines Tieres nach einer diagnostischen Tötung zwar negativ. Allerdings bleibt der Betrieb gesperrt bis zum Abschluss der Nachuntersuchung des Bestandes. Bei zwei weiteren Betrieben war ebenfalls eine diagnostische Tötung je eines Tieres notwendig, allerdings wird hier erst nächste Woche ein erster Zwischenbefund erwartet. Bei drei der gesperrten Betriebe handelt es sich um Aufzuchtbetriebe bzw. Mutterkuhhalter, in einem Fall ist ein Milchviehbetrieb betroffen. Ein weiterer Betrieb in Dornbirn wurde ebenfalls nach einem Verdachtsfall gesperrt. Das Land Vorarlberg weist daraufhin, dass die Rotwilduntersuchungen auf Tuberkulose weitestgehend abgeschlossen wurden und die Fallzahlen glücklicherweise rückläufig sind. Im vergangenen Jahr war noch eine Ausweitung des betroffenen Gebietes befürchtet worden.
Vorarlberg


bpt warnt vor Auswirkungen der TÄHAV-Änderung

Am 2. Februar entscheidet der Bundesrat über die Änderungen der Tierärztlichen Hausapotheke (TÄHAV). Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) nimmt dies zum Anlass, noch einmal vor den Folgen der Änderungen zu warnen.Die Novelle sieht vor, dass beim Einsatz wichtiger Antibiotika künftig Antibiogramme angefertigt werden müssen. Grundsätzlich unterstützt der bpt dies, da mittels Antibiogrammen die Wirksamkeit von Antibiotika festgestellt werden kann. Allerdings verweist der bpt hier darauf, dass die Minimierung des Einsatzes von Antibiotika, die mit dieser Regelung weiter gefördert werden soll, bereits in vollem Gange ist. So habe sich die Abgabemenge von Antibiotika an Tierärzte von 2011 bis 2016 bereits halbiert. Mit der Antibiogrammpflicht sieht der bpt vor allem steigende Kosten auf die Tierhalter zukommen. Ein weiteres Problem sind rechtlich ungeklärte Fragen im TÄHAV-Entwurf. "Das ist der Politik wohlbekannt. Doch statt die Beschlussfassung zu vertagen, bis alles Hand und Fuß hat, soll die unausgereifte Verordnung jetzt durch den Bundesrat gepeitscht werden. Das ist nicht nachvollziehbar", kritisiert bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder. Der bpt hat den Ministerpräsidenten der Bundesländer deshalb vorgeschlagen, die Entscheidung über die Verordnung am besten bis April 2019 zu vertagen, so dass noch einmal in Ruhe und wissenschaftlich-fundiert über die Änderungen beraten werden kann.
bpt e.V.


30.01.2018

Mettenleiter: Biosicherheitsmaßnahmen sind das A und O im Kampf gegen die ASP

Die deutschen Schweinehalter beobachten die Ausbreitung der afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen und Tschechien mit großer Sorge. Zur aktuellen Gefahrensituation erklärte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI), Prof. Thomas Mettenleiter, in einem Interview gegenüber agrarheute.com, dass sich die Gefahreneinschätzung des FLI seit Ende des vergangenen Jahres nicht verändert habe. Daher muss auch in Deutschland weiterhin jederzeit mit einem Ausbruch der hoch ansteckenden Tierseuche gerechnet werden. Die Verbreitung des Virus sei nicht vorhersehbar und in der Vergangenheit waren mehrere räumliche Sprünge zu beobachten, die vor allem entlang der Hauptverkehrswege lagen. Das zeige einmal mehr, welche bedeutende Rolle der Mensch und seine Aufklärung bei der Verbreitung der ASP spiele. Neben der intensiveren Bejagung der Wildschweine müsse vor allem die strikte Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen von den Landwirten im Fokus der Präventionsmaßnahmen stehen. Nur mit strengster Hygiene ließen sich Hausschweinebestände schützen.
Agrarheute.com


Ausstieg aus Kükentötungen noch in diesem Jahr

Der Ausstieg aus den Massentötungen männlicher Küken im Rahmen der Legehennenhaltung könnte noch in diesem Jahr beginnen. Dies kündigte Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG), in einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" an. Man befinde sich mit zwei unterschiedlichen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei in der Endphase der Erprobung und hofft, dass bis Jahresende die ersten Maschinen im Einsatz sind. Allerdings warnt Ripke auch davor, zu erwarten, dass damit sofort große Erfolge zu erzielen sind. Man müsse den Brütereien ausreichend Zeit zur Umsetzung einräumen. Momentan werden in Deutschland im Rahmen der Legehennenaufzucht jährlich rund 50 Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlupf getötet. Die Aufzucht dieser männlichen Küken lohnt sich aus wirtschaftlichen Aspekten nicht.
Neue Osnabrücker Zeitung


29.01.2018

Labrador wieder beliebteste Hunderasse

Der Labrador ist der beliebteste Hund der CHECK24-Kunden. Im vergangenen Jahr schlossen 10,8 Prozent der Verbraucher über das Vergleichsportal eine Hundehaftpflichtversicherung für diese Hunderasse ab. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Französische Bulldogge (6,2 Prozent) und der Chihuahua (4,9 Prozent). Bei der Auswertung der abgeschlossenen Hundehaftpflichtversicherungen im vergangenen Jahr fiel auf, dass Männer häufiger als Frauen größere Hunderassen wie beispielsweise den Golden Retriever und den Deutschen Schäferhund versicherten, während Frauen Versicherungen mehr für kleine Rassen wie Chihuahua, Mops und Havaneser abschlossen.
ots


Niederländer reduzieren Zahl der Kühe für reduzierten Phosphatausstoß

Milchviehalter in den Niederlanden haben zu wenig Kühe an das Identifikations- und Registrierungssystem (I & R) für landwirtschaftliche Nutztiere gemeldet, um finanzielle Nachteile im Zuge des nationalen Branchenprogramms zur Senkung des Phosphatausstoßes zu vermeiden. Betriebe, die zu geringe Zahlen gemeldet hatten, wurden inzwischen gesperrt. Das gab die niederländische Behörde für Lebensmittelsicherheit (NVWA) bekannt. So war der Anteil von Mehrlingsgeburten im vergangenen Jahr in vielen Betrieben auffällig hoch. Außerdem wurden Kühe aus Deutschland, Dänemark und Tschechien eingeführt und dann in Holland als Färse verbucht. Denn im Rahmen des vereinbarten Bestandsabbaus zur Senkung des Phosphatausstoßes in der Landwirtschaft gilt eine Kuh als eine Großvieheinheit (GVE), während eine Färse unterdessen nur mit 0,51 GVE gebucht wird. Die neu geborenen Kälber von abkalbenden Färsen wurden daher als Zwillinge oder Mehrlinge von bereits als Milchkühe gemeldeten Tieren registriert und die ehemaligen Färsen wurden weiterhin als Färse und nicht als Milchkuh gebucht.
Agrarheute.com


FSME in Bayern auf dem Vormarsch

In Bayern sind 2017 deutlich mehr Menschen als in den beiden Vorjahren an der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Samstag mit. Gleichzeitig sprach sie sich für die Durchführung einer Schutzimpfung gegen FSME aus. "Experten empfehlen die FSME-Impfung für jeden Menschen in Bayern, der sich in Risikogebieten oft in der Natur aufhält. Die Impfung gegen FSME ist sehr gut verträglich und wird im Freistaat von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen." Allein im Jahr 2017 wurden 229 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) registriert. Das sind so viele FSME-Erkrankungen wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Im Jahr 2016 waren es 159 FSME-Fälle in Bayern, im Jahr 2015 wurden 128 Fälle registriert. Auch hat die Zahl der FSME-gefährdeten Regionen in Bayern zugenommen. Aktuell sind bereits 83 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten FSME-Risikogebiet.
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege


Hessen ist auf Ausbruch der ASP gut vorbereitet

Angesichts dessen, dass sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) aktuell in Tschechien und Polen weiter ausbreitet, hat Hessen seine Vorsorgemaßnahmen verstärkt, einen Ausbruch dieser gefährlichen Tierkrankheit möglichst zu verhindern. „Wir haben schon seit längerem zielgruppengenaue Maßnahmen zur Vorbeugung, Früherkennung und Aufklärung eingeleitet. Auch für den Ernstfall sind wir gewappnet und stellen Personal, Gerät und Geld zur Verfügung“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. Weiterhin seien Spitzengespräche geplant, bei denen alle beteiligten relevanten Akteure informiert, sensibilisiert und vorbereitet werden. "Denn im schlimmsten Fall sollen alle Abläufe reibungslos funktionieren“, ergänzte Hinz. Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinpest in Hessen kann trotz vorbeugender Maßnahmen nicht ausgeschlossen werden. Das Virus kann von Wildschwein zu Wildschwein übertragen werden, jedoch ist diese Infektionskette deutlich langsamer, als in den Fällen in denen der Mensch das Virus unbewusst verschleppt und damit verbreitet. Zum Beispiel kann die Krankheit über Lebensmittel übertragen werden, die an Autobahnraststätten weggeworfen und von Wildschweinen gefressen werden. Aus diesem Grund sind bundesweit bereits entsprechende Hinweisschilder an den Raststätten angebracht, Essensreste für Wildschweine unzugänglich zu entsorgen. „Sollte es doch zu einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest kommen, ist es sehr wichtig diesen frühestmöglich zu erkennen. Darum wird das Land eine Prämie von 30 Euro bezahlen, wenn Proben bei tot aufgefundenen Wildschweinen genommen und an das Hessische Landeslabor geschickt werden“, betonte Hinz. „Diese Proben sind ein entscheidender Faktor, damit wir das weitere Vorgehen festlegen können“, sagte Hinz. Um eine zusätzliche Reduktion der Wildschweinpopulation in Hessen zu erzielen, wird das Umweltministerium für 2018 die Schonzeit für Keiler und Bachen, die keine Jungtiere führen, aufheben, so dass diese auch nach dem 31. Januar weiter bejagt werden können. Außerdem sei es von enormer Wichtigkeit, dass Schweine haltende Betriebe die Biohygienemaßnahmen strikt umsetzen und einhalten. In Hessen werden rund 660.000 Schweine auf gut 5.800 Betrieben gehalten.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Auch Hobbyhalter müssen Tierzahlen melden

Wie jedes Jahr müssen auch 2018 in Nordrhein-Westfalen die Tierzahlen an die zuständige Tierseuchenkasse gemeldet werden. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Deadline für die Meldung ist der 31. Januar. Melden müssen die Tierzahlen Halter von Pferden, Schweinen, Schafen, Ziegen, Gehegewild, Geflügel und Bienen. Diese Meldepflicht gilt nicht nur für Landwirte, sondern auch für Hobbyhalter und gewerbliche Tierhalter. Um die Meldung zu vereinfachen, hat die Tierseuchenkasse ein Online-Portal zur Tierzahlmeldung geschaffen. Von der Meldung befreit sind Rinderhalter, da die Tierseuchenkasse hier auf eine zentrale Datenbank zurückgreifen kann.
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen


Zahlen zur weltweiten Tierhaltung

Das Deutsche Statistische Bundesamt (destatis) hat einige interessante Zahlen zur weltweiten Tierhaltung in einer Broschüre zusammengefasst und veröffentlicht. Aus diesen Zahlen geht hervor, dass die Tierhaltung weltweit weiter auf dem Vormarsch ist. Dies wird durch den Dichteindex angezeigt, der die Vieheinheiten je Hektar anzeigt. Betrug dieser 1990 noch 0,31, stieg er bis zum Jahr 2014 auf 0,37. Insgesamt ist die tierische Erzeugung weltweit von 1990 bis 2014 deutlich angestiegen. Besonderes Wachstum erfuhr dabei die Produktion von Schweine- und Hühnerfleisch. Hier betrug die Steigerung 65 Prozent bei Schweinefleisch und sogar 183 Prozent bei Hühnerfleisch. Die Produktion von Rind- und Schaffleisch stieg dagegen moderat um 22 bzw. 27 Prozent an. Bei den Fleischexporteuren war die USA im Jahr 2016 mit einem Exportwert von 14,7 Milliarden Dollar führend. Deutschland stand hier mit 8,5 Milliarden Dollar an vierter Stelle. Der größte Fleischimporteur war China mit einem Wert von 10,3 Milliarden Dollar. Auch hier rangierte Deutschland mit 6,9 Milliarden Dollar an vierter Stelle.
destatis


26.01.2018

Tierärztliche Verbände diskutieren auf der Grünen Woche

Am Donnerstag, 25.1.2018, hat im Rahmen der Grünen Woche in Berlin die von den fünf tierärztlichen Verbände Bundestierärztekammer (BTK), Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT), Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG), Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) und Bundesverband Praktizierender Tierärzte organisierte Podiumsdiskussion "Tierärztliche Plattform Tierschutz“ stattgefunden. Diskussionsteilnehmer waren Dr. Martin Hartmann (BTK-Vizepräsident), Dr. Arno Piontkowski (BbT-Vizepräsident), Dr. Siegfried Moder (bpt-Präsident), Prof. Dr. Dr. Michael Erhard (Vorstandsmitglied der DVG) und Dr. Andreas Franzky (stellvertr. Vorsitzender der TVT). Im Fokus der Diskussion stand die öffentliche Debatte über das sich verändernde Mensch-Tier-Verhältnis und der Versuch, die Debatte stärker zu versachlichen und wissenschaftliche Fakten einzubeziehen. Moderiert wurde die etwa einstündige Debatte von Jörg Held. Anschließend ging der Austausch beim Empfang am bpt-Stand munter weiter. Allerdings drehten sich hier viele Gespräche um die bevorstehende und von vielen gefürchtete Novellierung der Tierärztlichen Hausapothekenverordnung (TÄHAV), die vielen TierärztInnen sowie tierärztlichen Verbänden ein Dorn im Auge ist. Unter anderem wegen der darin vorgeschriebenen Dokumentationspflicht der Wirktage für One-Shot/Long-Acting-Antibiotika. Damit sollen TierärztInnen künftig verpflichtet werden, die Wirktage nach einer One-Shot-Behandlung anzugeben, obgleich hierzu weder die Hersteller noch die Zulassungsbehörden Angaben machen wollen. TierärztInnen sollen sich aber fortan ohne wissenschaftlich belastbare Fakten festlegen, anderenfalls droht ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit. Weitere Ärgernisse aus tierärztlicher Sicht ist die Abschaffung von Mengenrabatten für Antibiotika. Hier hat die Erfahrung aus anderen Ländern ergeben, dass es anschließend zu einer deutlich höheren Schwarzmarktaktivität mit all ihren negativen Folgen gekommen ist. Zudem hat das sogenannte „Rabattgutachten“, das im Auftrag der Bundesregierung erstellt worden ist, ergeben, dass es keinen Einfluß von Rabatten auf die Menge der verordneten Antibiotika gibt. Weiterhin sollen Reserveantibiotika für den alleinigen Einsatz beim Menschen definiert werden. Allerdings stimmt nur ein in der TÄHAV-Novelle genannter antibiotischer Wirkstoff mit der aktuellen WHO-Liste überein. Schon der normale Sachverstand sollte den verantwortlichen Ministern aufzeigen, dass eine Nachbesserung oder besser noch ein Vertagen der Entscheidung auf 2019, nach dem die EU-Tierarzneimittelregelungen verabschiedet wurden, hier unzweifelhaft am sinnvollsten wäre. Nationale Alleingänge sowie Hau-Ruck-Alleingänge wie zuletzt von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) im Glyphosatstreit demonstriert, bringen weder die Tierärzte, noch die Landwirte oder die Tiergesundheit noch den Kampf gegen zunehmende Resistenzen sinnvoll voran.
bpt
BfT


Ganz England ist Geflügelpest-Beobachtungsgebiet

Das Landwirtschaftsministerium Großbritanniens hat in der vergangenen Woche ganz England zum Geflügelpest-Beobachtungsgebiet erklärt. Diese Verschärfung der Maßnahmen erfolgte, nachdem das hoch pathogene Virus vom Typ H5N6 bei verschiedenen Wildvögeln nachgewiesen worden war. Mit dieser Maßnahme soll dazu beigetragen werden, die weitere Verbreitung des Virus und insbesondere den Eintrag des Virus in Nutzgeflügelbestände zu verhindern. Alle Tierhalter müssen ab sofort bestimmte Biosicherheitsmaßnamen einhalten. Dazu gehört, dass Bereiche, in denen Nutzgeflügel gehalten werden, für Wildvögel unattraktiv gestaltet werden. Zudem muss verhindert werden, dass Wildvögel Zugang zu Futter und Wasser in Haltungsanlagen bekommen können. Auch müssen die Tierbewegungen minimiert und Stiefel müssen desinfiziert werden. Für Halter, die mehr als 500 Stück Geflügel halten, gelten zudem weitere Maßnahmen. So muss z.B. der Zutritt nicht-autorisierter Personen unterbunden werden.
DEFRA