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Weitere aktuelle Meldungen zur Geflügelpest finden Sie hier.

27.02.2017

Erlösanteil von Landwirten an Lebensmitteln beträgt durchschnittlich weniger als ein Viertel

Obgleich die Preise für Lebensmittel in den vergangenen Jahren gestiegen sind, erhält der Landwirt immer weniger für seine Erzeugnisse. Laut Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) betrug der Anteil des Landwirts im Jahr 2015 durchschnittlich 22,2 Cent je bezahltem Euro. Zum Vergleich: Anfang der 70er Jahre erhielt der Landwirt noch 48 %. Allerdings variiert der Anteil auch je nach Art des Lebensmittels. Hingegen die Erlöse bei Fleisch- und Fleischwaren in 2015 mit rund 18 % sehr gering ausfielen, betrugen sie bei Milch- und Milcherzeugnissen immerhin rund 38 %. Am geringsten fällt der Anteil des Landwirts an Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnissen aus. Er wird lediglich mit 5 % ausgewiesen.
RLV


Weitere Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein

Auch in der vergangenen Woche ist das hoch pathogene Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N8 bei verschiedenen Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Es kann also keine Entwarnung bezüglich der Geflügelpestsituation gegeben werden. So wurde das hochpathogene aviäre Influenzavirus (HPAIV) des Subtyps H5N8 bei einem Greifvogel aus dem Kreis Plön, vier Möwen aus der Hansestadt Lübeck sowie einem Silberreiher, einer Wildgans und zwei Graureihern aus verschiedenen Teilen des Kreises Herzogtum Lauenburg nachgewiesen. Zudem wurde noch ein H5-Virus bei einer Graugans aus der Stadt Neumünster sowie einem Schwan aus dem Kreis Steinburg gefunden. Die genaue Virustypisierung am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ist noch nicht abgeschlossen. Insgesamt wurden damit seit Beginn des Seuchenzuges im vergangenen Herbst 146 Nachweise bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein geführt. Bundesweit wurde das Virus mittlerweile bei mehr als 900 Wildvögeln und in 75 Vogelhaltungen nachgewiesen.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein


Erneut Geflügelpestverdacht im Landkreis Cloppenburg

Im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg besteht in einem Puten haltenden Betrieb der Verdacht auf die Aviäre Influenza. Wie der Landkreis mitteilt, wurde in einem Betrieb mit 13.000 Putenhennen und 18.000 Putenküken in einem bereits bestehenden Geflügelpestsperrbezirk ein Virus vom Typ H5 nachgewiesen. Die endgültige Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) steht noch aus. Aufgrund der allgemeinen Risikolage in Deutschland, des klinischen Geschehens im Bestand und des Verdachts auf das hoch pathogene Virus vom Typ H5N8, wurde die Tötung aller Tiere des Bestandes angeordnet. Um den Betrieb werden Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei bzw. zehn Kilometern eingerichtet. Im Sperrbezirk befinden sich 21 Geflügel haltende Betriebe mit rund 460.000 Tieren. Im Beobachtungsgebiet sind es sogar 315 Betriebe mit 3,3 Millionen Tieren.
Landkreis Cloppenburg


24.02.2017

Zusammenhang zwischen Toxoplasma gondii und Schizophrenie nicht nachweisbar

Gibt es einen Zuammenhang zwischen einer frühen Infektion mit dem häufig bei Katzen vorkommenden Parasiten Toxoplasma gondii und dem Krankheitsbild Schizophrenie? Dieser Frage gingen jetzt britische Wissenschaftler des University College London in einer Studie nach, in der sie die Daten von mehr als 11.000 Kindern und Jugendlichen in Großbritannien analysierten. Es konnte jedoch kein klarer Zusammenahng zwischen Katzenhaltung während der Schwangerschaft oder der Kindheit und dem Krankheitsbild Schizophrenie ausgemacht werden. Allerdings sollten Schwangere wegen anderer Gesundheitsgefahren weiterhin eine Infektion mit dem Erreger vermeiden, der durch Kontakt zu Katzenkot übertragen werden kann.
Spektrum.de


EU erkennt Schleswig-Holstein als "BHV1-frei" an

Schleswig-Holstein hat von der EU den offiziellen Status "BHV1-frei" erhalten. Das Land hat nach erfolgreicher Sanierung der Rinderbestände vom Bovinen Herpesvirus Typ1 (BHV1) Ende vergangenen Jahres erreicht, dass alle Milch- und Mutterkuhbetriebe frei von BHV1-Reagenten sind. Dieses ist laut BHV1-Verordnung die Voraussetzung, um den Antrag bei der EU stellen zu können. "Die Anerkennung durch die EU stellt einen wichtigen Schritt für die Rinderhalter in Schleswig-Holstein dar", so Minister Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen). Der Status "BHV1-frei" bringt Handelserleichterungen mit sich. Diese treten nach der formalen Anerkennung durch einen EU-Durchführungsbeschluss und die Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft, womit in Kürze gerechnet wird. Es sind jedoch auch nachdem der Status "BHV1-frei" offiziell erreicht ist, weitere Anstrengungen nötig, um die Wiedereinschleppung des Virus zu verhindern. So müssen auch in BHV1-freien Regionen regelmäßige Bestandsuntersuchungen durchgeführt werden.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein


Wie hoch dürfen Hundesteuern sein?

Wie hoch dürfen Hundesteuern eigentlich sein? Dies ist nicht einheitlich geregelt und die Tierschutzorganisation TASSO e.V. sieht hier Willkür am Werk und bezieht sich dabei auch auf ein aktuelles Urteil aus Rheinland-Pfalz. Dort hatte ein Hundehalter geklagt, weil er für die Haltung seines Staffordshire Bullterriers 1.000 Euro statt der üblichen 60 Euro zahlen musste. Das Oberverwaltungsgericht hat die Höhe der Hundesteuer hier für rechtens erklärt, obgleich der Steuersatz für die Haltung gefährlicher Hunde um das 16-fache gegenüber dem Normalsatz erhöht war. Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Jahr 2014 eine Hundesteuer von 2.000 Euro dagegen für nicht rechtens erklärt. Diese Summe entsprach dem 26-fachen gegenüber dem normalen Satz. Das Gericht urteilte damals, dass die Steuer erdrosselnde Wirkung habe und einzig darauf angelegt sei, die Haltung von Kampfhunden unmöglich zu machen. Offen blieb jedoch, wann diese Erdosselungsgrenze erreicht ist. Aus der Formulierung des Urteils liess sich zumindest kein allgemeinverbindlicher Betrag oder Prozentsatz ableiten. TASSO kritisiert grundsätzlich die erhöhte Hundesteuer für sogenannte Kampfhunde, da wissenschaftlich erwiesen sei, dass die Gefährlichkeit eines Hundes nicht anhand seiner Rassezugehörigkeit bestimmt werden könne. TASSO lehnt die Hundesteuer als Luxussteuer jedoch generell ab, da Hunde kein Luxusgut mehr seien und sich ihr gesellschaftlicher Stellenwert verändert und vergrößert habe. Deshalb sei die Steuer veraltet und unsozial.
TASSO e.V.


H5N8 weiter auf dem Vormarsch - Erster Nachweis in Spanien

Der hoch pathogene Erreger der Aviären Influenza befindet sich weiter auf dem Vormarsch. Er wurde nunerstmals auch in Spanien nachgewiesen. Wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt, wurde der Erreger in einem Enten haltenden Betrieb in Katalonien in der Nähe zur französischen Grenze diagnostiziert. In dem Betrieb wurden 17.800 Enten gehalten, die alle getötet werden mussten.
OIE


23.02.2017

Zeckenschutz ist das ganze Jahr notwendig

Im bevorstehenden Frühjahr ist die Gefahr eines Zeckenbefalls von Hund und Katze besonders groß. Darauf weist der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) hin. Bei steigenden Temperaturen werden Zecken immer aktiver und machen sich auf die Suche nach der ersten Blutmahlzeit des Jahres. Dabei ist der eigentliche Zeckenstich nicht gefährlich. Die Gefahr für die Tiere entsteht durch die Übertragung von teilweise lebensbedrohlichen Krankheiten wie der Borreliose oder der Babesiose. Auch wenn Hunde nur selten an der FSME erkranken, kann diese doch ebenfalls von der Zecke auf den Hund übertragen werden. Deshalb sollten Hunde und Katzen mit entsprechenden zeckenabwehrenden oder abtötenden Produkten lückenlos geschützt werden. Der BfT rät, ausschließlich Produkte zu verwenden, die für die zu behandelnde Tierart auch zugelassen sind.
ots


Bundesregierung bringt Regelungen zum Schutz der Artenvielfalt vor invasiven Arten auf den Weg

Die EU hatte per Verordnung Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung von 37 invasiven, gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten beschlossen. Das Bundeskabinett hat ein entsprechendes Durchführungsgesetz zur Überführung der Verordnung in nationales Recht beschlossen. Hintergrund der Verordnung ist, dass die absichtliche Einfuhr und das unbeabsichtigte Einschleppen von Arten in Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes große Gefahren für die biologische Vielfalt in sich bergen. In Deutschland treten mindestens 24 der von der EU in der Verordnung genannten Arten wild lebend auf. Einige Arten wie der Waschbär sind bereits weit verbreitet. Für solche weit verbreiteten invasiven Arten muss Deutschland laut EU-Verordnung geeignete Managementmaßnahmen ergreifen. Diese Managementmaßnahmen sollen laut dem neuen Gesetz Aufgabe der Länder sein. Zudem muss ein Aktionsplan erstellt werden, mit dem die Einschleppung und Ausbreitung invasiver Arten verhindert werden soll. Dieser Aktionsplan soll durch den Bund erstellt werden.
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit


Österreich will Tierhandel im Internet untersagen

Das österreichische Gesundheitsministerium will bei der Novelle des Tierschutzgesetzes auch den Online-Handel mit Tieren untersagen. Wie "kurier.at" berichtet, wurde eine Präzisierung des entsprechenden Paragraphen vorgenommen. Auch bisher ist in Österreich der Handel mit Tieren auf öffentlichen Plätzen untersagt. Allerdings war der Online-Handel im Gesetz nicht explizit genannt, so dass Online-Anbieter argumentierten, dass der Online-Handel möglich ist. Im Gesetzentwurf wird ganz klar auch das "Feilbieten" von Tieren im Internet untersagt. Einzige Ausnahme soll sein, dass Halter ihre Tiere weitervermitteln dürfen, falls sie sie nicht mehr halten können. Hier wird es allerdings schwierig zu unterscheiden, welche Halter ihre Tiere wirklich aus Not abgeben wollen oder ob es sich um verdeckten illegalen Tierhandel handelt. Erste Anbieter haben bereits angekündigt, dann komplett den Online-Handel mit Tieren einzustellen, da ihnen diese Unterscheidung kaum möglich ist.
kurier.at


22.02.2017

Zahl der Nutztierhalter in Bayern weiter rückläufig

In Bayern ist zum Stichtag 3. November 2016 eine Viehbestandserhebung durchgeführt worden. Demnach wurden zu diesem Zeitpunkt insgesamt 3.349.700 Schweine in 5.400 Schweine haltenden Betriebe im Freistaat gehalten. Erfasst wurden nur Betriebe, die mindestens 50 Schweine oder 10 Zuchtsauen hielten. Vergleicht man die Zahlen mit dem Vorjahr, ergibt sich ein Zuwachs beim Schweinebestand von 2,2 Prozent (+73.200 Tiere), aber eine Abnahme bei der Anzahl der Betriebe, die Schweine hielten von 1,5 Prozent. Außerdem teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit, dass die Zahl der Schafe in Bayern um 1,8 Prozent auf 266.600 Tiere im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Die Zahl der Schafhaltungsbetriebe ging sogar auf 2.100 zurück. Dies entspricht einem Rückgang von rund 7,4 Prozent.
Bayerisches Landesamt für Statistik


Rewe Group zahlt weiter Preis für Freilandeier aus

Die REWE Group hat sich hinter die deutschen Geflügelhalter gestellt, in dem sie den Betrieben den Preis für Freilandeier weiter zahlt, obgleich die Tiere wegen der seit länger als drei Monate geltenden Stallpflicht nicht mehr ins Freie dürfen. Damit handelt es sich also eigentlich nicht mehr um Eier aus Freilandhaltung, sondern nur noch um solche aus Bodenhaltung. Diese Eier ergänzen nun als Alternativartikel "Bodenhaltung mit Wintergartenauslauf" das bisherige Sortiment bei REWE und PENNY, gab die Unternehmensgruppe bekannt. Mit der Übergangslösung bietet die REWE Group ihren Lieferanten eine Möglichkeit zur Vermarktung der betroffenen Produkte und verhindert dadurch finanzielle Einbußen.
Rewe Group


Weitere Geflügelpestfälle in Hessen

In Hessen ist das hoch pathogene Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N8 bei 14 weiteren Wildvögeln nachgewiesen worden, wie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilt. Betroffen waren ein Höckerschwan, ein Silberreiher, ein Graureiher sowie mehrere Kanadagänse, Mäusebussarde und Graugänse in fünf verschiedenen Landkreisen. Damit sind mittlerweile 30 Fälle der Geflügelpest in Hessen bestätigt worden. 29 Fälle traten bei Wildvögeln und ein Fall bei einem Rosapelikan in einem Zoo auf. Das Hessische Landeslabor (LHL) hat seit Anfang November 2016 mehr als 2.900 Proben von Vögeln auf das Virus vom Typ H5N8 untersucht.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


21.02.2017

Kaninchen müssen ausreichend vor Infektionen geschützt werden

Neben Hunden und Katzen gehören Kaninchen zu den beliebtesten Heimtieren. Damit die Tiere gesund bleiben, ist einiges zu bedenken. Dazu gehört auch der Schutz vor Infektionskrankheiten. Zu den Erkrankungen, gegen die geimpft werden kann, gehören unter anderem die Myxomatose und die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), die in den letzten Jahren auch durch das Auftreten eines neuen Virustyp (RHDV-2) bekannt geworden ist. Beide Viruserkrankungen können allenfalls symptomatisch behandelt werden. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) empfiehlt daher die Impfung von Kaninchen gegen diese Erkrankungen. Neben der Gesundheitsvorsorge durch Impfungen muss aber auch Fütterung besondere Beachtung geschenkt werden. Die Basis der Futterration von Kaninchen ist Heu, wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) berichtet. Auch Grünfutter, rohes Gemüse und Obst können angeboten werden. Hier sollten allerdings nur kleine Portionen gefüttert werden.
BfT
StIKo Vet


Einsatz von Cephalosporinen und Fluorchinolonen in der Humanmedizin weiter hoch

Aus dem vierten Bericht über die Entwicklung des Antibiotikaverbrauchs und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen in der Human- und Veterinärmedizin GERMAP in Deutschland geht hervor, dass der Anteil der Antibiotika mit breitem Wirkungsspektrum am Gesamtverbrauch in der Humanmedizin sehr hoch ist. Vor allem Cephalosporine und Fluorchinolone wurden weiterhin sehr häufig eingesetzt, betont der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT). In Bezug auf die Veterinärmedizin fällt auf, dass die Gesamtmenge der eingesetzten Antibiotika über die Jahre kontinuierlich abgenommen hat. Die in GERMAP einfließenden Daten zur Antibiotikaresistenz und zum Verbrauch von Antibiotika stammen aus unterschiedlichen Monitoring-Programmen sowie Einzelprojekten.
BfT
GERMAP 2015


Frankreich meldete seit Mitte Januar keine Fälle der Blauzungenkrankheit an die OIE

Seit dem Herbst 2015 ist das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) in Frankreich aktiv. Nachdem seit dieser Zeit eine Vielzahl von Fällen gemeldet wurde, scheint sich die Situation in Frankreich aktuell etwas beruhigt zu haben. Letztmals haben die französischen Behörden in ihrem regelmäßigen Bericht vom 16. Januar 2017 Fälle der Erkrankung an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet.
OIE


Wärmeliebende Arten werden durch Klimawandel angelockt

Wissenschaftler haben unter Leitung der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung umfangreiche Daten zur Entwicklung von verschiedenen Arten ausgewertet. Basis für ihre Auswertung war die Tatsache, dass sich die jährliche Durchschnittstemperatur in Deutschland seit 1980 alle zehn Jahre um 0,3 Grad erhöht hat. Dies hört sich erstmal undramatisch an, hat aber auf die Arten deutliche Auswirkungen. So konnten die Forscher feststellen, dass seit 1980 der Bestand wärmeliebender Arten in Deutschland deutlich zugenommen hat. Besonders betrifft dies wärmeliebende Vögel, Schmetterlinge, Bodenorganismen und Flechten. Und im Gegenzug nahmen auch die Populationsgrößen kälteliebender Arten, die an Land leben, ab. Und auch in Fließgewässern und im Meer konnten Indizien dafür gefunden werden, dass die Bestände wärmeliebender Meeresfische zunehmen. Die Studie belegt laut den Autoren, dass die Temperaturveränderungen direkt das Wohl von Arten beeinflussen. Es ist sogar ein wichtigerer Grund als der Landnutzungswandel. Dieser hat zwar auch eine Bedeutung, wirke aber nur lokal. Die Temperaturänderungen wirken dagegen faktisch überall.
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung


Epilepsie-Gen beim Rhodesian Ridgeback entdeckt

Wissenschaftler der Medizinischen Kleintierklinik der Ludwigs-Maximilians-Universität München ist es gelungen, ein Gen zu identifizieren, das für eine Form der Epilepsie beim Rhodesian Ridgeback verantwortlich ist. Diese Erkrankung ist bei dieser Hunderasse recht weit verbreitet. Denn bis zu zwei Prozent der Tiere leiden an einer bestimmten Form der Epilepsie, die oftmals bereits bei heranwachsenden Tieren mit unerklärlichem Muskelzucken beginnt. Dem Münchner Forscherteam ist es gemeinsam mit Kollegen aus Finnland und Kanada gelungen, eine genetische Ursache für diese Epilepsieform beim Ridgeback zu identifizieren. Das betroffene Gen weist einen Defekt auf und ist offenbar in die Modulation des Neurotransmitters Acetylcholin involviert. Dieses Gen wird autosomal-rezessiv vererbt. Dies bedeutet, dass ein Teil des Wurfes auf jeden Fall mit der Krankheit belastet ist, wenn beide Elterntiere den Gendefekt tragen. Vermeiden ließe sich dies, wenn beide Elterntiere vor der Verpaarung auf den Gendefekt untersucht werden. Trägt nur ein Elternteil den Gendefekt, werden die Nachkommen nicht erkranken. Die Erkenntnisse dieses Fundes gehen aber über die Veterinärmedizin hinaus. Denn da das Gen eine Entsprechung im menschlichen Erbgut hat, könnte das Gen auch beim Menschen für Epilepsien verantwortlich sein. Da auch die Symptomatik einer bestimmten Epilepsieform beim Menschen der des Rhodesian Ridgeback entspricht, halten die Forscher dies für möglich und wollen weitere Untersuchungen durchführen.
idw


20.02.2017

Zufriedene Teilnehmer und strahlende Gewinner in Baden-Baden

Die Baden-Badener Fortbildungstage besitzen eine lange Tradition und fanden vom 16. bis 18. Februar 2017 im Kongresshaus Baden-Baden statt. Allerdings hat sich seit 1989 und vor allem in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Dr. Martin Schäfer als neuem Programmdirektor und der tatkräftigen Unterstützung seines Teams viel getan. Besonders jedoch in diesem Jahr! So wurden in festlicher Atmosphäre im Rahmen des Gesellschaftsabends auf der Rennbahn in Iffezheim erstmals der Deutsche Preis für Tiermedizin (DPTM) in 5 Kategorien verliehen. In der Kategorie Bester Praxisauftritt siegte die Tierarztpraxis Dr. Eva Röhrig (Weinstadt). Silber gewannen die Tierarztpraxis Dr. med. vet. Jonigkeit (Engelskrichen) und die Kleintierpraxis Privatdozent Dr. Thomas Göbel (Berlin). In der Kategorie Bestes Praxisteam gewann das Team der Tierärztlichen Fachpraxis Am Klinkerberg, gefolgt vom Team der Tierklinik Lüsche. Auf den 3. Platz kam das Team der Tierärzte - Bokius Ewert Steinhauser. Außerdem wurde der DPTM in der Kategorie Bester Unternehmensservice und Beste Kampagne verliehen. Der Preis für den Besten Unternehmensservice ging an Boehringer Ingelheim Vetmedica, gefolgt von Firma Albrechtund der MSD Tiergesundheit. Den Preis der besten Kampagne gewann die Firma Elanco mit Osurnia. Silber erhielt die Kampagne Vidalta der MSD Tiergesundheit und Bronze ging an V-Pet von der IDT Tiergesundheit. Der Preis des Besten Messestandes wurde direkt von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort gewählt. Die meisten Stimmen erhielt hier der Stand der Firma Hills, gefolgt vom Stand der Firma Zoetis und Selectavet. Außerdem wurde noch ein Sonderpreis für die positive öffentlichkeitswirksame Darstellung des tierärztlichen Berufsstandes vergeben. Hier wurde das TV-Format „Hautnah – die Tierklinik“ der Tierklinik Lüneburg, des Senders VOX und der Produktionsfirma Fandango ausgezeichnet. Im Anschluss an diese kurzweilige Preisverleihung, die bei Praktikern wie Industriemitarbeitern gleichermaßen gut ankam, heizte den Anwesenden eine super Liveband ein, die den Saal bis zum Ende der Veranstaltung zum Kochen brachte. Aber auch in Sachen Programmgestaltung, Vortrags- und Seminarqualität hat sich auf dem BBF einiges zum Positiven gewendet, was vor allem von den jüngeren Kolleginnen und Kollegen gut angenommen wird. Entsprechend voll waren die Vortragsräume.


Weiterer Entenbestand in Brandenburg von Geflügelpest betroffen

Im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland ist am Freitag erneut die Geflügelpest in einem Entenbestand nachgewiesen worden. Wie das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz (MdJEV) mitteilte, müssen die rund 16.000 Enten des Bestandes getötet werden. Erst einen Tag zuvor hatte das Ministerium einen weiteren Fall in einem Entenmastbestand in diesem Landkreis bestätigt. In diesem Bestand waren rund 15.000 Mastenten betroffen.
MdJEV Brandenburg


Ressortforschung des Bundeslandwirtschaftsministerium positiv bewertet

Der Wissenschaftsrat hat der Ressortforschung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein positives Zeugnis ausgestellt, wie das Ministerium berichtet. Demnach wird der Forschung eine hohe bis sehr hohe wissenschaftliche Qualität und eine bedeutende wissenschaftliche und gesellschaftliche Relevanz beigemessen. Evaluiert wurde der Zeitraum 2012 bis Oktober 2015. Die Institute hätten sich demnach als unverzichtbare Akteure im Wissenschaftssystem etabliert und würden auch Bereiche abdecken, die sonst eher schwach vertreten wären. Da die Institute auf Beständigkeit ausgelegt sind, könnten besonders gut langfristig angelegte Aufgaben übernommen werden und eine hohe Kontinuität in der Aufgabenwahrnehmung sei vorweisbar. Die Institute würden nicht nur Politikberatung leisten, sondern auch oftmals unverzichtbare Datensammlungen und Informationsplattformen für die Fachwelt zur Verfügung stellen.
BMEL


17.02.2017

BTK begrüßt Urteil zur Hummerhaltung

Die Bundestierärztekammer (BTK) hat ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Berlin zur Haltung von Hummern und anderen Krebstieren begrüßt. Das Gericht hatte in dem Urteil die Leidensfähigkeit von wirbellosen Tieren wie Krebsen grundsätzlich anerkannt und den Schutz vor vermeidbaren Schmerzen, Leiden oder Schäden eingefordert, wie es das Tierschutzgesetz vorsieht. "Indem vom Gericht anerkannt wurde, dass auch Krebstiere grundsätzlich leidensfähig sind, wurde eine Lanze gebrochen für Lebewesen, die nicht unmittelbar im Fokus des öffentlichen Interesses stehen. Das Urteil ist zwar im Detail nur teilweise befriedigend, doch es stärkt der Vollzugsbehörde, dem Veterinäramt, den Rücken, um sich in der nächsten Instanz für einen tierschutzgerechten Umgang mit diesen Tieren einzusetzen", lobt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer. Das Verfahren hatte sich an Auflagen entzündet, die das Veterinäramt Berlin Spandau einem Lebensmittelgroßmarkt bereits vor vier Jahren gemacht hatte. Das Amt hatte damals verschiedene tierschutzrechtliche Maßnahmen zur artgerechten Haltung von lebenden Hummern und anderen Krebstieren gemacht, gegen die der Großmarkt erfolglos Widerspruch eingelegt hatte. Danach war der Großmarkt vor das Verwaltungsgericht gezogen. Das Verwaltungsgericht Berlin hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit die Berufung gegen das Urteil zugelassen. Vor dem Oberverwaltungsgericht muss jetzt geklärt werden, ob und in welchem Umfang die art- und verhaltensgerechte Haltung für Hummer einzufordern ist. Dabei muss auch geklärt werden, ob der Verkauf von lebenden Hummern aus Nordamerika insgesamt verboten werden sollte. Das Veterinäramt Spandau hatte dieses Verbot angeregt. Diese Frage war allerdings nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht.
BTK


16.02.2017

Wiederkäuer jetzt gegen die Blauzungenkrankheit impfen!

In Frankreich, Italien und in einigen Balkanstaaten grassiert seit Monaten die anzeigepflichtige Blauzungenkrankheit vom Serotyp 4 und/oder 8. Deshalb hat nun das Landesuntersuchungsamt (LUA) an die rheinland-pfälzischen Tierhalter appelliert, ihre Rinder, Schafe und Ziegen noch vor dem Frühjahr gegen das Virus impfen zu lassen. Denn die Tiere benötigten nach der Impfung sechs bis sieben Wochen, bis sie eine zuverlässige Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Die Überträgerinsekten sind dagegen bereits ab einer Temperatur von 10 Grad aktiv. In Rheinland-Pfalz ist ein Impfstoff gegen die Serotypen 4 und 8 zugelassen. Ungeimpfte Tiere können schwer erkranken, Schafe sogar sterben. In jedem Fall leiden die Tiere und eine Infektion geht immer mit einer Leistungsminderung einher.
LUA


BfR sucht Experten zum Schutz von Versuchstieren

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sucht Experten zum Thema Schutz von Versuchstieren. Das BfR nimmt die Aufgabe des „Nationalen Ausschusses zum Schutz von für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tieren“ - kurz Nationaler Ausschuss Tierschutzgesetz (TierSchG) - für die Bundesrepublik Deutschland wahr. Dieser soll Behörden und Tierschutzausschüsse von Forschungseinrichtungen wissenschaftlich begründet und unabhängig beraten. Letzen Endes soll damit erreicht werden, dass das Tierversuchsrecht bundesweit einheitlich ausgelegt und angewendet wird. Für einen Expertenpool, der dem Institut schnellen Zugang zu Fachwissen ermöglichen soll, werden jetzt entsprechende Experten gesucht. Diese Fachleute sollen ihr Fachwissen ehrenamtlich zur Verfügung stellen und können aus den Bereichen Naturwissenschaft, Veterinärmedizin, Humanmedizin, Rechtswissenschaft, Tierhausleitung und Tierpflege stammen. Interessierte Personen können sich noch bis Ende April 2017 beim BfR bewerben.
BfR


Hoffnung auf wirksamen Malaria-Impfstoff wächst

Wissenschaftler der Universität Tübingen haben einen Impfstoff gegen Malaria getestet und dabei einen Impfschutz von bis zu 100 Prozent erreicht. Sollten sich diese Ergebnisse in weiteren Untersuchungen und Tests bestätigen, würde dies die Hoffnung darauf, dass endlich ein Impfstoff gegen Malaria zur Verfügung stehen könnte, deutlich stärken. Denn laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind allein im Jahr 2015 rund 214 Millionen Menschen an der Malaria erkrankt. Bereits seit rund 100 Jahren wird hier nach einem wirksamen Impfstoff geforscht. Für den neuen Impfstoff verwendeten die Wissenschaftler einen nicht abgeschwächten Erreger, der zusammen mit dem Malariamedikament Chloroquin verabreicht wurde. Dabei machten sie sich einen Effekt des Immunsystems zunutze. Denn der Erreger gelangt zunächst in die Leber und vermehrt sich dort. Der Mensch erkrankt aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Chloroquin wirkt jedoch nicht in der Leber, verhindert aber die Vermehrung des Erregers in den übrigen Organen. Dort kann das menschliche Immunsystem bereits reagieren und einen Immunschutz gegen den Erreger aufbauen. Zum Ausbruch der Erkrankung kommt es erst, wenn der Erreger die Leber verlässt. Dort wird er dann von Chloroquin abgetötet. In ihrer Studie wurden insgesamt 67 Personen geimpft. Die besten Ergebnisse zeigten sich bei den Probanden, die dreimal im Abstand von jeweils vier Wochen geimpft wurden. Diese neun Probanden zeigten anschließend einen 100-prozentigen Impfschutz.
Universität Tübingen


Nährstoffversorgung der Pferdeweiden nicht optimal

Die Versorgung der Pferdeweiden mit Kalk ist deutlich verbesserungswürdig, wie aus einer Analyse des LUFA NRW, einem Labor der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, hervorgeht. Das Labor hat knapp 10.000 Bodenanalysen von Pferdeweiden ausgewertet. Demnach sind nur 25 Prozent aller Pferdeweiden optimal mit Kalk versorgt. Ein mangelhafter Kalkgehalt der Böden wirkt sich negativ auf das Wachstum und den Mineralstoffgehalt der Gräser aus. Gemessen wird der Kalkgehalt über den pH-Wert. Die Zielwerte bei Kalk werden bei Sandböden mit 4,8 bis 5,2 und bei Lehmböden mit 5,7 bis 6,1 angegeben. Aber auch der Kaliumgehalt ist oftmals nicht im optimalen Bereich. Hier sind nur rund 50 Prozent der Pferdeweiden entsprechend dem Bedarf versorgt. Mehr zum Weidemanagement erfahren Pferdehalter ab Mitte April im eLearning-Kurs Weidemanagement unter www.tierhalter-wissen.de.
LUFA NRW


15.02.2017

App soll Landwirt über kranke Kühe informieren

Wissenschaftler der Universität Bonn wollen im Rahmen eines vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojektes eine App entwickeln, die automatisch meldet, wenn eine kranke Milchkuh ein auffälliges Verhalten zeigt, so dass der Landwirt trotz steigender Herdengröße den Überblick über den Gesundheitsstatus seiner Tiere behält. Geleitet wird das Projekt von Dr. Ute Müller vom Institut für Tierwissenschaften. Die App wird dabei mit Daten gefüttert, die mittels Sensoren übermittelt werden. Das Projekt trägt den Namen PaRADIgMa (PRedictive App DaIry Management) und wird in den nächsten drei Jahren mit rund 900.000 Euro gefördert.
Universität Bonn


Steigende Temperaturen erhöhen die Paarungslust bei Katzen - vorher an Kastration denken

Die Temperaturen werden milder, die Sonne gewinnt an Kraft und der Frühling steht vor der Tür. Das merken auch die Katzen und beginnen mit den Vorbereitungen auf ihre Paarungszeit. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten appelliert daher an alle verantwortungsvollen Katzenhalter, nur kastrierte Tiere vor die Tür zu lassen, um das Katzenelend nicht noch zu vergrößern. Denn nur kastrierte Katzen tragen nicht zur Vermehrung der Streunerkatzen bei. Aus diesem Grund besteht auch eine gesetzliche Kastrationspflicht, von der lediglich Tiere ausgenommen sind, die für eine kontrollierte Zucht eingesetzt werden sollen. Zudem rät Vier Pfoten dazu, seine Katze unbedingt registrieren zu lassen.
Vier Pfoten Österreich


Backhaus fordert zentralen Krisenstab aufgrund der Lockerung der Stallpflicht

Einige Bundesländer haben sich entgegen der jüngsten Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts für die teilweise Aufhebung der Stallpflicht entschieden. Dazu gehören Hessen und Niedersachsen. Der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, sieht diese Entscheidung mit großer Sorge und hat das Bundeslandwirtschaftsministerium um die Einberufung des zentralen Krisenstabes zum Thema Stallpflicht gebeten. „Für Tierhalter ist dies sicherlich eine gute Nachricht, mir persönlich bereitet sie große Bauchschmerzen. Wie sollen wir ein Virus solchen Ausmaßes – das ganz offensichtlich keine Ländergrenzen kennt – in Schach halten, wenn die tierseuchenrechtlichen Vorsichtsmaßnahmen in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt werden. Im Kampf gegen die Vogelgrippe bundesweit einheitlich vorzugehen, wurde bereits Anfang des Jahres auf der ACK in Berlin von den Ländern einstimmig beschlossen. Vor dem Hintergrund, dass noch immer Geflügelpest-Fälle aus allen Ecken der Republik bekannt werden, halte ich dieses Vorgehen weiterhin für dringend geboten“, so Backhaus.Für Mecklenburg-Vorpommern ist ein geschlossenes Vorgehen mit Blick auf die zu erwartende bundesweit höchste Wildvogelkonzentration im Rahmen des Vogelzugs von ganz besonderer Bedeutung. „Es ist wichtig, diese Periode abzuwarten und die Lage nicht zu verschlimmern, in dem man so kurz vor dem Ziel einknickt. Der Frühling steht vor der Tür und verspricht mit seinen milderen Temperaturen eine Verbesserung der Lage“, so Backhaus abschließend.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV


FLI sieht weiter hohes Eintragsrisiko von H5N8 in Geflügelbestände

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat als nationales Referenzlabor die Risikoeinschätzung zur Geflügelpest aktualisiert und sieht weiterhin ein hohes Risiko für den Eintrag des Erregers vom Typ H5N8 in Nutzgefügelhaltungen und Vogelbestände in zoologischen Einrichtungen. Das FLI verweist dabei darauf, dass das Virus mittlerweile in 26 europäischen Staaten nachgewiesen wurde und täglich weitere Meldungen über Funde aus verschiedenen Teilen Europas hinzukämen. Zudem hätten die Fälle in Deutschland bei Wildvögeln und die Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln ein nie zuvor gekanntes Ausmaß angenommen. Sollte es anhaltenden Frost geben, ist zudem mit einer weiteren Dynamik der Bewegungen von Wildvögeln zu rechnen. Denn viele Wasservogelarten sind Kälteflüchter die eisfreie Gewässer aufsuchen. Bei weiterem Frost kann es zu einer weiteren Ausbreitung des Infektionsgeschehens bei Wildvögeln im Binnenland und in Südeuropa kommen. Das FLI räumt dem Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einer Infektion mit dem Virus vom Typ H5N8 weiterhin oberste Priorität ein. Dabei sieht das FLI die Errichtung einer physikalischen und funktionalen Barriere zwischen den Wildvogelhabitaten und den Geflügelhaltungen als besonders wichtig an. Auch wenn einige Bundesländer mittlerweile die Stallhaltungspflicht gelockert haben, sieht das FLI in der Aufstallung einen Weg zur Minimierung des Risikos, dass es zu direktem oder indirektem Kontakt zwischen Wildvögeln und Geflügel kommt. Auch muss unbedingt verhindert werden, dass das Virus durch z.B. verunreinigtes Futter, Einstreu oder Gegenstände wie Schuhe oder Schubkarren in die Betriebe gelangt. Zudem muss die Verschleppung des Erregers zwischen Geflügelhaltungen vermieden werden. Dafür müssen strenge Biosicherheitsmaßnahmen getroffen und eingehalten werden. Dazu gehört auch die konsequente Reinigung und Desinfektion von Geräten und Fahrzeugen sowie die Schadnagerbekämpfung und die Personenkontrolle.
FLI


200.000 Junghennen in NRW wegen Geflügelpestverdacht vorsorglich getötet

In Nordrhein-Westfalen werden in insgesamt drei Betrieben rund 200.000 Junghennen getötet, nachdem im Kreis Paderborn in einem Betrieb der Verdacht auf den Erreger der Geflügelpest vom Typ H5N8 festgestellt wurde. Der betroffene Betrieb hielt rund 110.000 Junghennen. Nachdem am Montag erste Schnelltests einen Verdacht erbracht hatten, teilte das Chemische Veterinär- und Untersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe (CVUA-OWL) mit, dass ein Erreger vom Typ H5 vorliegt. Die weitere Typisierung und endgültige Bestätigung erfolgt nun durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Dieses Ergebnis wird für Mittwochnachmittag erwartet. Neben dem Ausbruchsbetrieb wurden auch Tötungen in Kontaktbetrieben angeordnet. Davon sind drei Betriebe im Paderborner Kreisgebiet mit insgesamt 48.000 Junghennen sowie ein weiterer Kontaktbetrieb im Kreis Gütersloh mit 42.000 Junghennen betroffen, so dass insgesamt rund 200.000 Stück Geflügel getötet werden müssen.
Kreis Paderborn


14.02.2017

Runder Tisch zur Lage der Tierheime

Im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am Montag die zweite Sitzung des Runden Tisches Tierheime unter Leitung von Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth stattgefunden. Ziel des Runden Tisches ist es, mögliche Lösungsansätze für die schwierige Lage vieler Tierheime zu finden. Dazu tauschten sich Vertreter des Bundesministeriums, der zuständigen Länderministerien, der kommunalen Spitzenverbände, von Tierschutzvereinen sowie der im Bundestag vertretenen Fraktionen aus. Ein Diskussionspunkt war, wie man es hinbekommt, dass Tiere möglichst nicht unüberlegt angeschafft werden und anschließend in Tierheimen landen. Das BMEL verweist darauf, dass im Rahmen der Initiative Tierwohl bereits die Internet-Plattform "Haustier-Berater.de" gestartet wurde. Auf der Webseite werden die Haltungsbedürfnisse von mehr als 120 Haustieren, die häufig gehalten werden, vorgestellt. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betonte, dass die Entscheidung für ein Haustier gut überlegt werden müsse, da es Zeit und auch Geld koste. Mit den Tipps auf dem Portal wolle man Spontankäufe von Tieren, die dann allzu oft im Tierheim leiden, verhindern.
BMEL
Haustier-Berater.de


Schweinebestand in Nordrhein-Westfalen auf 7,23 Millionen Tiere gestiegen

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der dort gehaltenen Schweine auf 7,23 Millionen Tiere gestiegen. Diese wurden am Stichtag 3. November 2016 in 7.380 Betrieben gehalten, wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilte. Gegenüber Mai 2016 ist dies ein Anstieg des Bestands um 0,9 Prozent. Dies ist vor allem der gestiegenen Anzahl Mastschweine zu verdanken, die um 6,9 Prozent auf 3,56 Millionen Tiere geklettert ist. Rückläufig war dagegen die Zahl der Jungschweine (-9,4 Prozent) und die der Ferkel (-1,5 Prozent).Die Zahl der Schweine haltenden Betriebe ist von Mai bis Anfang November 2016 um 80 Betriebe gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 1,1 Prozent.
Information und Technik Nordrhein-Westfalen


13.02.2017

Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf dauerhafte Rückkehr des Wolfes vor

In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern hat sich der Wolf bereits erfolgreich wieder angesiedelt. Bisher ist demWolf dies in Nordrhein-Westfalen noch nicht gelungen. Es wurden nur einzelne Tiere, die das Land durchlaufen haben, gesichtet. Das Land bereitet sich aber auf die dauerhafte Rückkehr des streng geschützten Raubtieres vor. Zunächst war der "Handlungsleitfaden für das Auftauchen einzelner Wölfe" veröffentlicht und ein Netz von Wolfsberatern aufgebaut worden. Aktuell hat das zuständige Umweltministerium die "Förderrichtlinie Wolf" vorgelegt, wie der Landesbetrieb Wald und Holz mitteilt. Diese Richtlinie beinhaltet zwei wichtige Bereiche. Einerseits können Schaf- und Ziegenhalter sowie Betreiber von Wildgehegen zukünftig Entschädigungen für Tierrisse durch Wölfe erhalten. Andererseits können auch Fördermittel für den Schutz der Herden vor Übergriffen durch Wölfe beantragt werden. Dabei profitieren auch Hobbyhalter von der neuen Regelung, da sie gewerblichen Tierhaltern gleichgestellt werden.
Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen


Bundesrat trifft Entschließung zum Tierwohl

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am vergangenen Freitag die von Bremen und Niedersachsen eingebrachte Entschließung zum Tierwohl und zur zügigen Umsetzung von Konzepten für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung angenommen. Demnach sieht der Bundesrat die Notwendigkeit, die Nutztierhaltung in Deutschland in Verantwortung gegenüber den Tieren und unter den veränderten gesellschaftlichen Erwartungen an Tierschutz und Tierhaltung zukunftsfähig zu gestalten. Als nächstes ist die Bundesregierung am Zug, die aufgefordert wird, die Vorschläge des Kompetenzkreises Tierwohl und des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik zeitnah rechtsverbindlich umzusetzen.
Deutscher Bundesrat


Keine Geflügelpest-Entwarnung in Schleswig-Holstein

Bezüglich der Geflügelpest kann in Schleswig-Holstein aktuell keine Entwarnung gegeben werden. Darauf wies das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Ende vergangener Woche hin. Demnach wurde das hoch pathogene Virus der Aviären Influenza vom Typ H5N8 zuletzt bei zwei Schwänen und einer Möwe im Kreis Herzogtum Lauenburg nachgewiesen. Zudem wurde in dem Landkreis ein Virus vom Typ H5 bei einem Mäusebussard festgestellt. Die endgültige Typisierung am Friedrich-Loeffler-Institut steht noch aus. Seit Jahresanfang wurden damit Geflügelpesterreger bei 13 Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen. In Deutschland wurden seit Beginn des Seuchenzuges im November 2016 mehr als 720 Fälle bei Wildvögeln gefunden. Zudem wurden Geflügelpestviren in 66 Geflügelhaltungen nachgewiesen. Das Ministerium hält es deshalb für notwendig, dass die Schutzmaßnahmen wie z.B. die landesweite Stallpflicht, weiter in Kraft bleiben.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein


10.02.2017

Forschungsprojekt 'MulTiVis' soll Tierwohl messbar machen

Wie lässt sich Tierwohl messen? Dieser Frage geht das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Forschungsprojekt "MulTiVis" nach. Das Projekt "Multivariate Bewertung des Tierwohls durch integrative Datenerfassung und Validierung von Tierwohl-Indikatoren in Schweinebeständen" soll Tierwohl-Indikatoren entwickelt und daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet. In einem ersten Schritt werden in 200 Betrieben, die Schweine halten, und in 10 Schlachthöfen bestehende Tierwohl-Indikatoren ausgewertet und neue Indikatoren entwickelt. Dazu werden beispielsweise biologische und ökonomische Daten der Betriebe ermittelt, der Tierwohl-Status an lebenden Tieren bestimmt und Daten zu Organbefunden auf den Schlachthöfen herangezogen. Die ermittelten Daten werden aufbereitet und statistisch ausgewertet. Abschließend folgt der Praxistest der abgeleiteten Indikatoren in den teilnehmenden Betrieben. "Tierwohl-Indikatoren können die Tierhaltung und die Erzeugung von Lebensmitteln wie Fleisch oder Milch transparenter machen. Sie können beispielsweise bei den Eigenkontrollen der Betriebe oder bei der Zertifizierung von Lebensmitteln mit einem Tierwohl-Label genutzt werden", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, Dr. Maria Flachsbarth. Sie überreichte am 9. Februar 2017 den Projektpartnern den Zuwendungsbescheid in Höhe von 700.000 Euro für das Verbundvorhaben.
BMEL


Hendricks zieht Bauernregeln-Kampagne zurück und entschuldigt sich

Nach heftiger und anhaltender Kritik aus Landwirtschaft und Politik hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks nun nachgegeben und die umstrittene Kampagne "Neue Bauernregeln" gestoppt. Sie entschuldigte sich inzwischen in einem Interview in der Rheinischen Post bei den Landwirten, die sich vielfach persönlich angegriffen und diffamiert fühlten. Es tue ihr leid, so die Ministerin. Sie habe die Landwirte nicht in ihrer Berufsehre verletzen wollen. Fortan möchte Hendricks nach eigenen Worten den Dialog mit den Landwirten suchen, um zu einvernehmlichen Lösungen bei Diskrepanzen zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu kommen. Für diesen „Dialog“ soll u.a. bald eine neue Website online gehen.
Tagesschau.de


Modell zur Elimination der Bovinen Tuberkulose

Die Bovine Tuberkulose ist in vielen Ländern noch ein Problem. Nicht nur die Tiere können sich mit dem Bakterium infizieren, auch der Mensch kann sich anstecken. Ein Problem dabei stellt auch die Übertragung multiresistenter Erreger vom Tier auf den Mensch dar. So stammen in Marokko fast 18 Prozent der multiresistenten Tuberkulose-Erreger beim Menschen vom Rind. Die Elimination der Bovinen Tuberkulose hat deshalb auch einen großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Forscher der Universität Basel haben gemeinsam mit marokkanischen Kollegen ein Modell entwickelt, wie die Bovine Tuberkulose in Marokko getilgt werden könnte. Das wichtigste dabei ist der Anteil der Rinder, der auf den Erreger getestet wird. Werden alle Rinder getestet, kann in einem Zeitraum von zwölf Jahren erreicht werden, dass weniger als eines von Tausend Rindern neu mit dem Tuberkulose-Erreger infiziert wird. Werden nur 20 Prozent der Rinder getestet, würde es dagegen rund 75 Jahre dauern. Dabei entstehen Kosten von etwa 1,5 Milliarden Euro, wenn mindestens 40 Prozent der Tiere getestet werden. Die Forscher verweisen darauf, dass ein effektives Kontrollprogramm aber auch von technischen und personellen Ressourcen der Veterinärbehörden, die für die Tests und Schlachtungen der Tiere verantwortlich sind, abhängt.
Science Daily


Geflügelpest in Putenbetrieb in Niederbayern

Im bayerischen Landkreis Straubing-Bogen ist der hoch pathogene Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N8 in einem Putenbetrieb festgestellt worden. In dem Betrieb wurden rund 10.000 Tiere gehalten, die nun getötet werden müssen. Zudem wurden Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei bzw. zehn Kilometern eingerichtet. Im Sperrbezirk befinden sich rund 50 Geflügelhaltungen mit ungefähr 100.000 Stück Geflügel. Im Beobachtungsgebiet sind ca. 300 Geflügelhaltungen mit 180.000 Stück Geflügel vorhanden.
Landkreis Straubing-Bogen


Hessen lockert in einigen Regionen die Aufstallungspflicht

In Hessen soll die seit drei Monaten herrschende Stallpflicht für Geflügel teilweise aufgehoben werden. Ein entsprechender Erlass des Umweltministeriums ging am Donnerstag an die Regierungspräsidien. Jedoch soll Geflügel in 11 von 26 Landkreisen und kreisfreien Städten sowie in Risikogebieten weiter aufgestallt bleiben. "Eine neue Risikoeinschätzung hat uns nun veranlasst, die Aufstallungspflicht zu lockern. Mit dem Erlass ermöglichen wir insgesamt 15 Landkreisen und kreisfreien Städten, die Aufstallung aufzuheben. Dort gilt sie dann nur noch in den Risikogebieten. Ich hoffe sehr, dass alle Landkreise dieser Empfehlung folgen werden," erklärte Ministerin Priska Hinz. Im Laufe der kommenden Woche können Geflügelhalter mit der Umsetzung rechnen. Durch die Lockerung der Stallpflicht sind 11.700 private und gewerbliche Geflügelbestände mit etwa 1,1 Millionen Tieren entlastet. Für 11.800 Bestände mit etwa 2,7 Millionen Tieren bleibt die Stallpflicht erhalten.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


09.02.2017

DBV fordert sofortigen Stopp der Bauernregeln

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat den sofortigen Stopp der umstrittenen Reim-Kampagne "Bauernregeln" des Bundesumweltministeriums gefordert. Die Kampagne diffamiere und verschwende öffentliche Gelder, so die Begründung. Der Anspruch auf seriöse Regierungsarbeit gebietet das sofortige Aussetzen der Kampagne. „Ministerien müssen in ihrer Kommunikation anderen Ansprüchen genügen als Aktivisten oder Nichtregierungsorganisationen“, betont DBV-Präsident Joachim Rukwied. "Es ist inakzeptabel, wenn Bundesministerien ganze Berufsgruppen pauschal diffamieren oder ausgrenzen.“
DBV


In Rheinland-Pfalz startet Wildkatzen-Forschungsprojekt

Wildkatzen stehen in der Ranzzeit auf den Geruch von Baldrian. Das machen sich Wissenschaftler der Deutschen Wildtier Stiftung jetzt für ein Forschungsprojekt zunutze. Sie verwenden Baldrian, um die bedrohten Wildkatzen anzulocken und sie mit einem Senderhalsband zu markieren. Ziel ist es, neue Erkenntnisse über den Einfluss des Menschen in den Lebensräumen der Wildkatze, die in naturnahen Wäldern leben, zu gewinnen.Dazu sollen bis zu 36 Tiere aus drei Untersuchungsregionen in Rheinland–Pfalz mit einem GPS-Sender versehen werden. Dadurch sollen Daten zu ihrem Aufenthaltsort erhoben werden können. Mit Hilfe von Haaren wollen die Wissenschaftler zudem mehr Informationen über die Stressbelastung der Tiere sammeln. Hierfür werden die Haare der Tiere genutzt, die mit Hilfe nach Baldrian duftender Lockstöcke gewonnen werden, an denen sich die Tiere reiben.
idw
Deutsche Wildtierstiftung


08.02.2017

Live-Webinar für Pferdezüchter mit Professor Dr. Axel Wehrend - jetzt anmelden

Am 9. Februar 2017 findet um 18.30 Uhr ein Live-Webinar für Pferdezüchter mit dem Fortpflanzungsexperten Prof. Dr. Axel Wehrend von der Universität Gießen zum Thema Erkrankungen der neugeborenen Fohlens rechtzeitig erkennen statt. Denn Fohlen sind in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt recht anfällig für Infektionen. Daher ist es besonders wichtig, dass das neugeborene Fohlen optimal versorgt wird. Dazu gehört es, nach der Geburt die Aufnahme von ausreichend Kolostrum (Biestmilch) zu überwachen, den Nabel zu desinfizieren und ggf. Abweichungen vom Normalverhalten zu entdecken. Die Teilnahme an der Fortbildung ist dank der freundlichen Unterstützung der MSD Tiergesundheit kostenfrei. Im Anschluss an das Live-Webinar wird die entsprechende Aufzeichnung zur Verfügung stehen. Durch das anschließende Beantworten einiger Fragen haben Züchter die Möglichkeit, ein Teilnehmerzertifikat zu erhalten und ihre Teilnahme als Fortbildungsmaßnahme bei ihrem Zuchtverband geltend zu machen.
Programm & Anmeldung


Forscher lassen Antikörper gegen Ebola von Pferden herstellen

Einem internationalen Forscherteam ist es gelungen, eine wirksame und kostengünstige Behandlungsmethode gegen Ebola zu entwickeln. Die dazu notwendigen Antikörper lassen sie von Pferden produzieren. Dies könnte auch in Entwicklungsländern vor Ort passieren. Da das Verfahren kostengünstig ist, könnten zudem eine Menge Menschen behandelt werden.
pte


Heimtiere beeinflussen die Gesundheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt positiv

Heimtiere können einen großen Einfluss auf die kindliche Entwicklung haben und die sozialen Fähigkeiten und das seelische Wohlbefinden von Kindern verbessern. Eine neue Studie der Universität Cambridge zeigte jetzt, dass für Kinder die Beziehung zu ihrem Heimtier sogar bedeutsamer ist als die zu den Geschwistern. "Wir wollten wissen, wie stark ausgeprägt Beziehungen zu Heimtieren im Vergleich zu anderen familiären Bindungen sind. Dadurch könnten wir letztendlich auch herausfinden, inwieweit Tiere zu einer gesunden kindlichen Entwicklung beitragen," erklärte Matt Cassells, der Leiter der Studie.Für die Studie befragten die Forscher Kinder im Alter von zwölf Jahren aus 77 Familien mit einem oder mehreren Heimtieren jeglicher Art und mehr als einem Kind im Haushalt. Die Kinder berichteten über starke Beziehungen zu ihren Heimtieren im Vergleich zu den Beziehungen zu ihren Geschwistern. Hundebesitzer wiesen dabei ein geringeres Ausmaß an Konflikten und eine größere Zufriedenheit auf, als dies bei anderen Heimtieren der Fall war. Jungen und Mädchen sind zwar gleichermaßen zufrieden mit ihren Heimtieren, aber Mädchen berichteten über mehr Intimität, Freundschaft und Konflikte mit ihrem Heimtier als Jungen. "Immer mehr Daten deuten darauf hin, dass Heimtiere einen positiven Einfluss auf die Gesundheit von Menschen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben", so WALTHAM-Forscherin Nancy Gee, Co-Autorin der Studie. "Die soziale Unterstützung, die Heranwachsende von ihren Heimtieren erhalten, könnte dem psychischen Wohlbefinden im weiteren Verlauf des Lebens durchaus förderlich sein."
ots
Originalartikel


Baden-Württemberg schreibt Tierschutzpreis 2017 aus

Baden-Württemberg hat den Tierschutzpreis des Landes für das Jahr 2017 ausgeschrieben. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. In diesem Jahr wurde das Preisgeld auf 7.500 Euro erhöht. Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) verwies darauf, dass mit dem Preis herausragende und nachhaltige Leistungen der Bürgerinnen und Bürger im Bereich des Tierschutzes gewürdigt werden sollen. Die öffentliche Würdigung engagierter Tierschützerinnen und Tierschützer sollte auch für andere Motivation und Anreiz sein, sich auf diesem Gebiet zu engagieren. Vorschläge für den Preis, der auch geteilt werden kann, können noch bis zum 15. Mai beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz eingereicht werden. Diese sollten aus den Bereichen besonders tiergerechte Haltung von Tieren, ehrenamtliches Engagement beim Schutz von Tieren, Öffentlichkeitsarbeit im Tierschutz, tierschutzgerechte Ausbildung oder Beschäftigung von Tieren sowie besonders schützenswertes Engagement im pädagogischen Bereich stammen.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Molkereien zahlten im Dezember 2016 durchschnittlich 32,09 Cent pro Kilogramm Milch

Im Dezember 2016 haben die führenden europäischen Molkereien einen durchschnittlichen Milchpreis von 32,09 ct/kg gezahlt. Dies entspricht einer Preissteigerung zu Gunsten des Landwirts von 1,23 ct/kg gegenüber dem Monat November 2016 und sogar um 2,91 ct/kg gegenüber dem Dezember 2015. Allerdings schwanken die Erzeugerpreise von Molkerei zu Molkerei. Mit am besten bezahlte demnach seine Milchbauern Friesland Campina, während Kerry Agribusiness mit den geringsten Erzeugerpreis pro kg bezahlte.
topagrar


Langjähriger Tierschutzbundpräsident Wolfgang Apel gestorben

Der langjährige Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, ist im Alter von 65 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Apel war von 1993 bis 2011 Präsident des Deutschen Tierschutzbundes und wurde nach Ende seiner Amtszeit zum Ehrenpräsidenten gekürt. Schon bevor Apel dem Deutschen Tierschutzbund vorstand, war er langjährig im Tierschutz aktiv. So war er seit 1978 ehrenamtlicher Vorsitzender des Bremer Tierschutzvereins. 1980 wurde er zum Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes berufen. Von 1983 bis 1985 war er dort als Bundesschatzmeister tätig. Aber auch über den Verband hinaus hatte Apel Funktionen übernommen. So war er von 1987 bis 2011 Mitglied der Tierschutzkommission beim Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und lange Jahre Vorsitzender des Vereins NEULAND, der sich für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung einsetzt. Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den Funktionen, die Apel im Laufe seiner Tätigkeit bekleidete.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Geflügelpest in brandenburgischem Putenbetrieb

Im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland ist die Aviäre Influenza mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Wie das Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz mitteilt, wurden in dem Betrieb rund 22.000 Puten gehalten, die getötet und unschädlich beseitigt werden müssen. In dem Betrieb waren zunächst erhöhte Tierverluste aufgefallen. Weitere Untersuchungen durch das Landeslabor Berlin-Brandenburg erbrachten den Verdacht auf Geflügelpest, der vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt wurde. Neben der Tötung der Tiere werden um den Ausbruchsbetrieb herum Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet mit einem Radius von drei bzw. zehn Kilometern eingerichtet.
inisterium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz Brandenburg


07.02.2017

Live-Webinar mit Prof. Axel Wehrend zur Erstversorgung und Erkrankungen neugeborener Fohlen

Am Mittwoch, 8. Februar 2017, findet von 18.00 - 19.00 Uhr das Live-Webinar für Tierärztinnen und Tierärzte zum Thema Erstversorgung und Erkrankungen neugeborener Fohlen mit Prof. Dr. Axel Wehrend statt. Das Webinar ist Teil der eLearning-Reihe Reproduktionsmedizin Pferd und kleine Wiederkäuer / Neuweltkameliden, die aus einem 3-teiligen eLearning-Kurs sowie 2 Live-Webinaren besteht. Tierärztinnen und Tierärzte haben die Möglichkeit, entweder die ganze eLearning-Reihe zu einer gegenüber der Summe der Einzelpreise vergünstigten Teilnahmegebühr zu buchen, oder aber jeden Teil der Reihe separat zu belegen. Das 2. Live-Webinar zum Thema Geburt und Geburtshilfe bei Schaf, Ziege und Neuweltkamelidenfindet am Dienstag, 21. Februar 2017 von 18.00 - 19.00 Uhr statt. Sollten Sie zu diesen Terminen jedoch nicht können, steht Ihnen anschließend die Aufzeichnung des Webinars zur Verfügung.
Anmeldung & Programm


Sachsen-Anhalt plant freiwilliges Verbot der Schlachtung hochträchtiger Rinder

Die Fachverbände in Sachsen-Anhalt sind sich einig, die Schlachtung hochträchtiger Rinder künftig vermeiden zu wollen. Sollte eine bundeseinheitliche Regelung durch Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt weiter auf sich warten lassen, soll es in naher Zukunft eine freiwillige Landesregelung geben. Das ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern der Bauernverbände, der Tierärzteschaft sowie der kommunalen Spitzenverbände des Landes am 2. Februar 2017 in Magdeburg. Denn laut einer Abfrage bei den Veterinärbehörden von Sachsen-Anhalt wurden in den Jahren 2015 und 2016 trotz Kritik weiter hochtragende Rinder zur Schlachtung abgegeben.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt


Gewerbliche Fleischerzeugung in Deutschland auf neuem Rekordniveau

Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Deutschland haben 2016 so viel Fleisch erzeugt wie noch nie. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Fleischproduktion gegenüber dem Vorjahr in 2016 nochmals um 0,1 % bzw. 4.500 Tonnen auf insgesamt 8,25 Millionen Tonnen zu. Das ist ein neuer Rekordwert in der Gesamterzeugung. Das größte Plus gegenüber dem Vorjahr konnte beim Putenfleisch mit eimem Plus von 4,8 % bzw. 22.200 Tonnen erreicht werden, hingegen die Zahl der geschlachteten Schweine mit knapp 59,3 Millionen sich gegenüber dem Vorjahr um 0,1 % oder 63.400 Tiere reduzierte. Die Anzahl von gewerblich geschlachteten Rindern erhöhte sich gegenüber dem Jahr 2015 um 0,5 % bzw. 16.400 Tiere auf 3,6 Millionen Rinder. Auch beim Geflügelfleisch konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 1,53 Millionen Tonnen ein Anstieg um 0,3 % oder 4.900 Tonnen erzielt werden.
Destatis


Freilandeier werden wegen Geflügelpest knapp

In Deutschland gilt in weiten Teilen auf Grund der Geflügelpest eine Stallpflicht für Geflügel. Dies hat aber auch Auswirkungen auf die zu kennzeichnende Produktionsform. So sehen die EU-Vermarktungsnormen vor, dass Eier aus Freilandhaltungsbetrieben nach zwölf Wochen Stallpflicht als Eier aus Bodenhaltung gekennzeichnet werden müssen. Dies stellt die Produktionsbetriebe allerdings auch vor die Herausforderung, dass die eigentlich vorhandenen Verpackungen nicht mehr genutzt werden können. Denn auf diesen ist die Freilandhaltung zumeist vorgekennzeichnet. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und der im ZDG organisierte Bundesverband Deutsches Ei (BDE) haben deshalb gemeinsam mit dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) eine praktikable Lösung gefunden, die die Weiternutzung der Verpackungen ermöglichen soll. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium hat die Rechtskonformität der Lösung bereits bestätigt. Demnach werden die Eier aus diesen Betrieben mit der Nummer "2" für Bodenhaltung statt bisher "1" für Freilandhaltung gekennzeichnet. Zudem muss die bisherige Verpackung, die auf die Freilandhaltung hinweist, weitergenutzt werden, wenn auf einem Zusatzetikett die Bodenhaltung klar deklariert wurde. "Wir haben eine einheitliche und praktikable Lösung gefunden. Nur so haben die Freilandbetriebe die nötige Planungs- und Vermarktungssicherheit. Jetzt liegt es am Handel, diesen Lösungsvorschlag ohne Preisabschläge zu akzeptieren", setzt ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke auf die Solidarität des Lebensmitteleinzelhandels mit den unverschuldet in diese schwierige Situation geratenen Legehennenhaltern.
ots


Fleckvieh wird immer beliebter

Weltweit ist die schwarz-weiße Holstein-Kuh die am weitesten verbreitete Milchkuh. Ihre Beliebtheit gründet auf ihrer hohen Milchleistung. Aber das kräftige und robuste Fleckvieh macht der Schwarz-Bunten zunehmend Konkurrenz, insbesondere, da sie ihrer Kollegin aus dem Norden auch in Sachen Milchleistung nicht mehr viel nachsteht, dafür aber eine Zweinutzungskuh ist. Das bedeutet, sie kann sowohl für die Milchproduktion eingesetzt werden, macht aber auch als Schlachttier eine gute Figur mit genügend Fleischansatz. Allerdings gibt das Fleckvieh etwa 1.000 Liter weniger Milch als die Schwarz-Bunte.
Proplanta


06.02.2017

Europäische Tierhalter-Sachkunde und klare Regeln für den Exoten-Import gefordert

Die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) e. V. hat eine europäische Tierhalter-Sachkunde und klare Regeln für den Exoten-Import gefordert. Denn in Europa ist die Haltung von exotischen Heimtieren weit verbreitet. Doch versuchen sogenannte Tierschützer und Lobbyisten, die Exotenhaltung durch als Haltungsverbote getarnte „Positivlisten“ zu verbieten. Daher spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) e. V. im Austausch mit den politischen Parteien für die Einführung eines europaweit einheitlichen Systems zum Nachweis der Sachkunde für die Haltung sogenannter gefährlicher Tiere und bestimmter geschützter Arten aus. Ein Sachkundenachweis ist einfach umsetzbar und geeignet, um eine weitere Qualitätsverbesserung in der Haltung zu erreichen. „Wir brauchen keine Verbote, sondern eine europaweit einheitliche Tierhalter-Sachkunde mit klaren Qualitätskriterien. Das Thema muss endlich auf gesamteuropäischer Ebene angegangen werden, um den mittlerweile völlig unübersichtlichen Regelungswust in den einzelnen Mitgliedstaaten und den nachgeordneten Ebenen zu überwinden und damit auch dauerhaft Rechtssicherheit für die Halter zu schaffen“, so Dr. Markus Monzel, Biologe und Präsident der DGHT. Die DGHT fordert darüber hinaus eine klare Tierschutz-Richtlinie, die auch den Aspekt der Heimtierhaltung umfasst und dabei hohe Qualitätsstandards stellt, aber für jeden verantwortungsbewussten Halter erfüllbare Rahmenbedingungen setzt. Doch soll ein nachhaltiger Import aus Gründen des Artenschutzes weiterhin möglich bleiben. Mit CITES steht eine internationale Regelung zum Wildtierhandel zur Verfügung. Darüber hinaus sind Richtwerte für den Wildtierhandel wünschenswert, damit eine Qualitätssicherung und -kontrolle für den Import sogenannter exotischer Arten gewährleistet werden kann. Eine denkbare Quotenregelung für einzelne Arten muss sich dabei an wissenschaftlichen Maßstäben zum Erhaltungszustand der Populationen in den Herkunftsgebieten orientieren. In den Augen der DGHT unterstützen diejenigen die Ausrottung von Arten und der unkontrollierten Zerstörung ihrer Lebensräume, die sich für simple Import- und Haltungsverbote von Amphibien und Reptilien anstelle einer kontrollierten Einfuhr aussprechen.
DGHT


Brütereien in Niedersachsen droht Verfahren wegen Kükentötungen

In den vergangenen Wochen wurden in Niedersachsen fast 560.000 gesunde Putenküken getötet, die auf Grund der Geflügelpest nicht mehr vermarktet werden konnten. Den betroffenen Brütereien droht nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Demnach hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium die Landkreise Cloppenburg und Oldenburg angewiesen, eine entsprechende Überprüfung durchzuführen. Hintergrund ist, dass die Brütereien die Tiere auf Grund von Exportbeschränkungen nach dem Ausbruch der Geflügelpest in der Nähe der Betriebe nicht mehr ausliefern konnten. Laut einer Sprecherin eines betroffenen Betriebes gibt es schlicht keine Möglichkeit, Tiere in so großer Zahl kurzfristig in anderen Ställen in Deutschland aufzuziehen. Deshalb wurden die Tiere getötet. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Bündnis 90 / Die Grünen) bezweifelt, dass diese Begründung zum Töten der Tiere einen vernünftigen Grund darstellt, wie er nach dem Tierschutzgesetz vorliegen muss. Mittlerweile ist das Töten der Küken beendet worden. Es wurde ein Weg gefunden, Küken trotz der Restriktionen durch die Geflügelpest auszuliefern.
Neue Osnabrücker Zeitung


Seehundjäger sind eigentlich Seehundmanager

In Schleswig-Holstein sind rund 40 Personen als Seehundjäger aktiv. Aber eigentlich ist die Bezeichnung nicht korrekt, denn sie jagen die Tiere nicht. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen) bezeichnet die Personen deshalb eher als Seehundmanager. Diese sind für das Management der Seehunde, die seit 1974 nicht mehr gejagt werden dürfen, in Schleswig-Holstein von besonderer Bedeutung. "Sie kümmern sich mit hohem Engagement und großer Kompetenz um gestrandete, verletzte oder kranke Seehunde. Ohne sie würde das Seehundmanagement im Land nicht funktionieren", sagte Habeck. Die Seehundjäger werden von Tierärzten, Wissenschaftlern und anderen Fachleuten der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Seehundstation Friedrichskoog und der Nationalparkverwaltung regelmäßig geschult. Gefundene Seehunde, die Aussicht haben, später in der freien Natur zu überleben, werden von den Seehundjägern in die Seehundstation Friedrichskoog gebracht. Es ist die einzige autorisierte Aufnahmestelle für verlassen, erkrankt oder geschwächt aufgefundene Seehunde in Schleswig-Holstein. Insgesamt ist es um den Bestand der Seehunde im Wattenmeer gut bestellt. 2015 sollen im gesamten Wattenmeer fast 39.000 Tiere vorhanden gewesen sein.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein


03.02.2017

Leitnotierung für Schweinefleisch um 5 Cent gesunken

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) hat am Donnerstag ihre Leitnotierung für Schweinefleisch um 5 Cent auf 1,52 Euro/kg Schlachtgewicht gesenkt. Begründet wird der Schritt mit den schlechten Erlösmöglichkeiten am Fleischmarkt. Die Nachfrage am Fleischmarkt entspricht aktuell nicht den Erwartungen. Es wird jedoch mit einer ansteigenden Nachfrage gerechnet, sobald die Temperaturen steigen und die Grillsaison eröffnet wird. Außerdem nimmt erfahrungsgemäß auch der Absatz durch die Chinesen nach dem Neujahrsfest wieder deutlich zu.
Raiffeisen.com


Neuer Totimpfstoff gegen Tollwut und Staupe entwickelt

Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Thomas Jefferson University haben einen wirksamen Inaktivat-Impfstoff gegen die Staupe entwickelt. Ein weiteres Plus: der neue Impfstoff schützt darüber hinaus auch gegen die Tollwut. Aufgebaut ist der Impfstoff aus zwei rekombinanten, inaktivierten Tollwutviren sowie einem Tollwut-Glykoprotein und je einem von zwei Glykoproteinen des Staupeerregers. Die Immunantwort wird durch die verwendeten Glykoproteine induziert. In Experimenten mit Frettchen stellten die Forscher zunächst fest, dass eine einzelne Impfung ausreicht, um schützende Antikörpertiter gegen Tollwut zu erzeugen. Vor Staupe waren nur Tiere geschützt, die mit einem Mix aus inaktivierten Tollwutviren mit je einem der Staupe-Glykoproteine geimpft worden waren. Der Mix-Impfstoff enthielt somit das Tollwutvirus-Glykoprotein und beide Staupevirus-Glykoproteine. Die Forscher schließen daraus, dass nur die Immunantwort gegen beide Staupevirus-Glykoproteine zum Schutz vor Staupe führt. "Unser Tollwutvirus-basierter bivalenter Impfstoff ist eine vielversprechende Plattform für die Entwicklung von Impfstoffen gegen Morbilliviren" erläutert Prof. Dr. Veronika von Messling, Leiterin der Abteilung Veterinärmedizin am PEI die Forschungsergebnisse.
PEI


Hendricks verärgert Landwirte mit neuen Bauernregeln

Das Bundesumweltministerium (BMUB) veröffentlicht ab heute verschiedene "neue Bauernregeln", die die Menschen gegenüber ihrer Umwelt und wie es scheint auch der Landwirtschaft sensibilisieren sollen. So heißt es fortan auf Plakaten, Ansichtskarten, im Web und auf den Social Media Kanälen beispielsweise: „Gibt`s nur Mais auf weiter Flur, fehlt vom Hamster jede Spur“. Und: „Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein.“ Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will mit der Kampagne "Gut zur Umwelt. Gesund für alle“für eine naturverträgliche Landwirtschaft werben. Außerdem setzt sie sich für eine Reform der europäischen Agrarförderung ein. „Wir wissen, dass die intensive Landwirtschaft die Belastungsgrenzen von Böden und Natur viel zu oft überschreitet. Das wollen die meisten Bürger nicht. Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie naturverträglich ist und Artenvielfalt, Klimaschutz und die Gesundheit der Menschen mit berücksichtigt", so Hendricks. Die ersten Bauernverbände reagierten auf die Kampagne verärgert und verurteilen die Aktion als persönlichen und geschmacklosen Angriff auf die Landwirte.
BMUB
Die neuen Bauernregeln ansehen


02.02.2017

Kälberfütterung von Milch mit Antibiotikarückständen kann zu vermehrten Resistenzen führen

Die Fütterung von Kälbern mit Milch, die Antibiotikarückstände enthält, führt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einer Ausscheidung von resistenten Bakterien durch die Kälber. Dies geht aus einem wissenschaftlichen Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor. Milch von Kühen, die mit Antibiotika behandelt werden, darf aufgrund von Wartezeiten nicht in die Lebensmittelkette gelangen. Die Verfütterung an Kälber ist aber nicht untersagt. Werden Kälber mit solcher Milch gefüttert, scheiden sie dann mit höherer Wahrscheinlichkeit resistente Bakterien über die Fäkalien aus. Als mögliche Optionen, wie dies verhindert werden kann, führt die EFSA verschiedene Maßnahmen auf. Dazu gehören u.a. das komplette Verbot der Verfütterung solcher Milch an Kälber oder auch das Verbot der Verfütterung von Milch von Kühen, die mit für den Mensch besonders bedeutsamen Antibiotika behandelt wurden. Aber auch andere Maßnahmen kommen in Frage. Dazu gehört z.B. die Behandlung solcher Milch, so dass die noch vorhandenen Antibiotika zerstört werden. Dazu könnten Enzyme eingesetzt werden.
EFSA


Europäisches Forschungsnetzwerk sucht nach Alternativen zur Ferkelkastration

Die Universität Hohenheim koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Forschung nach Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration, dss von der EU mit fast einer halben Million Euro gefördert wird. In dem Netzwerk wollen Forschungseinrichtungen, Industrie, Verbände und NGOs aus 21 europäischen Ländern gemeinsam nach maßgeschneiderten Lösungen für die einzelnen Länder suchen. Hintergrund für die Einrichtung des Netzwerks ist u.a. das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland ab 2018. Aber auch die EU will nach Alternativen zu dieser Methode suchen. Allerdings variieren sowohl das Problembewusstsein als auch der Stand der Forschung in den verschiedenen Ländern sehr stark. Besonders in Deutschland ist der Druck auf die Forschung durch das bevorstehende Verbot sehr groß, da die Ebermast auf Grund der möglichen Geruchsentwicklung nicht die optimale Lösung darstellt. Laut Prof. Dr. Ulrike Weiler vom Fachgebiet Verhaltensphysiologie von Nutztieren stehen zwar mehrere Alternativen zur betäubungslosen Kastration zur Verfügung. Allerdings bereiten alle diese Lösungen noch Probleme, die gelöst werden müssen. Die Kastration unter Narkose z.B. ist einerseits mit hohen Kosten verbunden. Andererseits haben Untersuchungen ergeben, dass bei Gasnarkosen nur bei rund 80 Prozent der Tiere ordentliche Betäubung vorliegt. Positiv von der Wirkung und den Kosten sieht Prof. Weiler die Immunkastration, die auch als Impfung bezeichnet wird. Hier ist laut Weiler v.a. die Verbraucherakzeptanz ein Problem. Natürlich ist auch die Ebermast möglich. Hier ist v.a. der Ebergeruch, den das Fleisch annehmen kann, ein Problem. Zudem sind unkastrierte Eber recht aggressiv und es kommt u.a. zu Rangkämpfen. In dem Netzwerk will man nicht eine EU-weit einheitliche Standardmethode suchen. Stattdessen sollen nationale Lösungen gesucht werden, die auch von den jeweiligen Traditionen und Konsumentengewohnheiten abhängig sind.
Universität Hohenheim


Geflügelpest in Putenbestand in Sachsen

Im Landkreis Nordsachsen ist die Geflügelpest vom Typ H5N8 in einem Putenbestand ausgebrochen. Wie das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz mitteilt, liegt der betroffene Betrieb in einem Sperrbezirk, der eingerichtet worden war, nachdem Mitte Januar 2017 bei einer Reiherente der Erreger nachgewiesen worden war. Noch am 27. Januar wurden in dem Betrieb Proben genommen, deren Untersuchung auf das Virus negativ verlief. Am 30. Januar veränderte sich dann die Situation im Betrieb. Erneut durchgeführte Untersuchungen erbrachten dann doch den Verdacht auf Geflügelpest. In dem Betrieb wurden insgesamt rund 6.500 Puten gehalten.
Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz


01.02.2017

Bisher größter Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern von Geflügelpest betroffen

In Mecklenburg-Pommern ist der 15. Fall der Aviären Influenza mit dem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 in einem Nutzgeflügelbestand vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) offiziell bestätigt worden, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilt. Es handelt sich auch um den bislang dramatischsten Fall in Mecklenburg-Vorpommern, denn der Betrieb ist mit rund 106.000 gehaltenen Legehennen sehr groß. Alle Tiere des Betriebes müssen getötet werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Nach Angaben des Ministeriums haben die Tötungen bereits begonnen. Danach wird der Stall gereinigt sowie desinfiziert und der Betrieb für einige Zeit stillgelegt.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Bundeszentrum für Ernährung beginnt mit der Arbeit

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) hat am 1. Februar 2017 als Teil der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Bonn seine Arbeit aufgenommen. Es wird die Aktivitäten zur Ernährungsbildung und ‑kommunikation in einem einzigen Kommunikationszentrum zusammenfassen und auch die Arbeit des aid infodienstes weiterführen. Leiten wird die neue Einrichtung Dr. Margareta Büning-Fesel.
BLE
BZfE


Über 100.000 Legehennen in Mecklenburg-Vorpommern von Geflügelpest betroffen

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern ist die Aviäre Influenza mit dem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 offiziell bestätigt worden. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mitteilt, hielt der Betrieb rund 106.000 Legehennen, die nun aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung alle getötet werden müssen. Im Landkreis werden rund drei Millionen Stück Geflügel gehandelt. Es handelt sich um den insgesamt 15. Ausbruch der Geflügelpest in einem Nutztierbestand in Mecklenburg-Vorpommern und um den bislang folgenschwersten im aktuellen Seuchengeschehen. In den 15 Fällen sind auch Fälle in Zoos mit eingerechnet.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Flexirente wirkt sich auch auf Mitglieder der Versorgungswerke aus

Am 1. Januar 2017 ist das im Oktober 2016 vom Bundestag beschlossene Gesetz zur "Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben" in Kraft getreten. Das Gesetz hat flexibles Arbeiten bis zur Regelaltersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung zum Ziel. Zudem soll es dies fördern. Es hat aber auch Auswirkungen auf im Versorgungswerk versicherte Tierärztinnen und Tierärzte. Welche, lesen Sie in der beigefügten pdf des Versorgungswerks der Landestierärztekammer Hessens.
LTK Hessen


31.01.2017

Geflügelpest im Landkreis Regensburg - Halter hat gegen Stallpflicht verstoßen

Am Wochenende war im bayerischen Landkreis Regensburg die Geflügelpest mit einem hoch pathogenen Erreger vom Typ H5N8 nachgewiesen worden. Mittlerweile wurde ein Bußgeldverfahren gegen den Tierhalter eingeleitet, da er offenbar gegen die Stallpflicht verstoßen hat. Wie der Landkreis mitteilt, wurden die Enten, Gänse und Schwäne des Hobbyhalters nicht im Stall gehalten. Dadurch kam es mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Übertragung des Virus durch Kontakt mit infizierten Wildvögeln. Grundsätzlich kann ein Verstoß gegen das Aufstallungsgebot mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 30.000 Euro geahndet werden. Ein Bescheid wird jedoch erst ergehen, wenn klar ist, welches Ausmaß die Verbreitung des Virus genommen hat.
Landkreis Regensburg


30.01.2017

Grüne Woche erneut Publikumsmagnet mit rund 400.000 Besuchern

Die Internationale Grüne Woche Berlin 2017 hat rund 400.000 Messe- und Kongressbesucher angelockt. Das konsumfreudige Publikum gab in den 10 Tagen in den Messehallen am Funkturm rund 48 Millionen Euro aus. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH sagte: „Das Qualitätsniveau der Grünen Woche hat mit der diesjährigen Veranstaltung eine neue Dimension erreicht. Der agrarpolitische Dialog mit über 80 Landwirtschaftsministern aus allen Kontinenten, der globale Austausch mit den Spitzenvertretern des nationalen und internationalen Agribusiness‘ sowie die erlebnis-orientierten Präsentationen im Ausstellungsbereich waren die Gütekriterien der 82. Grünen Woche. Und diese Faktoren machen die Grüne Woche zu dem, was sie heute ist: die weltweit bedeutendste Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.“ Dieses Jahr standen jedoch auch die Neuausrichtung der Nutztierhaltung in Deutschland sowie die Diskussionen um das Tierwohl und die Sicherheit der Nahrungsmittel im Fokus der Messe.
IGW


Zukunftsfähige Nutztierhaltung ist Thema im Bundesrat

Der Agrarausschuss der Länderkammer hat sich laut Informationen von topagrar in der vergangenen Woche für Konzepte für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung ausgesprochen. Darüber wird nun voraussichtlich der Bundesrat bei seiner Sitzung am 10. Februar 2017 abstimmen. In der Entschließung wird der Bund aufgefordert, die Vorschläge des „Kompetenzkreises Tierwohl“ als auch das Beiratsgutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ nun zeitnah umzusetzen. Auch der Deutsche Bauernverband hat sich für Veränderungen in der Landwirtschaft ausgesprochen und die Bereitschaft der Bauern dafür signalisiert. Zu den genannten Veränderungen gehört eine zukunftsfähige Nutztierhaltung, die höhere Tierwohlstandards im Markt umsetzt. Elementare Voraussetzung dafür sei die Verbesserung der Tiergesundheit. Mit Monitoringsystemen wurden bereits Erfolge bei der Verringerung des Einsatzes von Antibiotika erzielt. Jetzt gelte es, dies fortzusetzen. Eine Möglichkeit könnte die Integrierte Tierärztliche Bestandsbetreuung sein. Dies war auch Thema auf der Podiumsdiskussion des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) am vergangenen Donnerstag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.
topagrar
DBV
bpt-Podiumsdiskussion


BMEL überreicht Zuwendungsbescheid für die Zucht eines Zweinutzungshuhns

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat am Freitag im Rahmen der Grünen Woche in Berlin drei Forschungsprojekte ausgezeichnet und die Zuwendungsbescheide für die Projektförderung überreicht. Insgesamt beträgt die Forschungsförderung 4,5 Millionen Euro. Eines der geförderten Projekte hat die Züchtung eines Zweinutzungshuhns zum Ziel, das sich sowohl durch eine ausreichende Legeleistung als auch durch einen guten Fleischansatz auszeichnet. "Mehr Tierwohl in unserer Nutztierhaltung, gerade in der Haltung von Legehennen und Masthähnchen, ist ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen. Die Nutzung von Zweinutzungsrassen in der ökologischen Hühnerzucht verspricht eine nachhaltige und gleichzeitig tiergerechte Haltung", sagte Schmidt, als er den Projektnehmern den Zuwendungsbescheid über rund 1,3 Millionen Euro überreichte. Einen Zuwendungsbescheid über 2,4 Millionen Euro erhielt außerdem ein Projekt zur Gewinnung von Naturkautschuk aus Löwenzahn. Denn die Nachfrage nach Naturkautschuk steigt weltweit, während die Ressourcen begrenzt sind. Synthetische Alternativen erreichen bisher nicht die Eigenschaften des Originals. Es gilt also, nach alternativen Quellen für Naturkautschuk zu suchen. Vielversprechend ist der Russische Löwenzahn. Ebenfalls gefördert wird das Ziel, mikrobiologisch einwandfreie Salatmischungen zu produzieren und dabei gleichzeitig Wasser zu sparen. Dazu wird eine innovative Methode zur hygienischen Aufbereitung des Prozesswassers für Schnittsalate entwickelt: Das aufbereitete, mikrobiologisch und lebensmittelrechtlich unbedenkliche Wasser wird in den Waschprozess rückgeführt und trägt damit zu einer erhöhten mikrobiologischen Sicherheit bei. Gleichzeitig wird der Wasserverbrauch insgesamt deutlich reduziert. Das BMEL verfügt über einen Forschungsetat von jährlich rund 775 Millionen Euro - der viertgrößte aller Bundesministerien.
BMEL


Weitere Geflügelpestfälle in Bayern und Brandenburg

In Bayern und Brandenburg sind über das Wochenende weitere Fälle der Geflügelpest mit dem hoch pathogen Virus vom Typ H5N8 amtlich festgestellt worden. Im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland ist ein Entenmastbetrieb betroffen, in dem am 25. Januar 2017 vermehrte Tierverluste aufgetreten waren. Weitere Untersuchungen ergaben dann den Verdacht, der durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt wurde. Der Betrieb hielt rund 27.000 Tiere. Im bayerischen Landkreis Regensburg wurde der Erreger in einer Hobbytierhaltung mit insgesamt 34 Vögeln festgestellt. Sowohl in Bayern als auch in Brandenburg wurde die Einrichtung von Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet sowie die Tötung der Tiere veranlasst.
Landkreis Märkisch-Oderland