Afrikanische Schweinpest (ASP)

September 2020

Seit Anfang September wurden in Brandenburg Wildschweine gefunden, welche mit der Afrikanischen Schweinpest (ASP) infiziert waren. Ein großräumiges Seuchengebiet wurde eingerichtet. Die ergriffenen Maßnahmen sollen die weitere Ausbreitung verhindern.

Warum betrifft dies die gesamte deutsche Schweinebranche?

Deutschland hat einen Selbstversorgungsgrad bei Schweinefleisch von 120% und ist somit stark vom Export abhängig. Viele außereuropäische Länder haben bereits Importstopps für deutsches Schweinefleisch erlassen, u.a. der größte Abnehmer China. Dies hat enorme wirtschaftliche Auswirkungen auf die gesamte Branche.

Was ist die ASP und wie wird sie übertragen?

Die ASP ist eine ansteckende Viruserkrankung, die Haus- und Wildschweine befällt. (Der Mensch kann sich nicht infizieren oder erkranken.) Die Übertragung erfolgt direkt von Tier zu Tier über Blut/Sekrete/Exkrete; aber vor allem indirekt durch den Menschen, beispielsweise über kontaminierte Kleidung, Arbeitsmaterial, Futtermittel oder Speisereste.

Wie kann der Landwirt seinen Schweinebestand schützen?

Derzeit gibt es weder die Möglichkeit der Behandlung im Fall von ASP noch einen Impfstoff. Für Landwirte ist es deshalb äußerst wichtig, die betriebliche Biosicherheit sorgfältig einzuhalten. Dies liegt in ihrer Verantwortung und bietet immer noch den besten Schutz vor dem Eintrag des Erregers in Nutztierbestände. Hierzu dient die Schweinehaltungshygieneverordnung als gesetzliche Grundlage. Die ASP Risikoampel ist hierbei eine nützliche Hilfe, s.u.. Die betreuenden Haustierärzte und die Schweinegesundheitsdienste sowie die Veterinärbehörden unterstützen bei Fragen in diesen Bereichen.

Weiterführende Links:

Aktuelle Informationen zur Seuchenlage finden Sie beim Friedrich-Löffler-Institut (Nationales Referenzlabor für ASP)

Die ASP Risikoampel finden Sie bei der Universität Vechta

Informationen und Hygienepläne für Landwirte finden Sie beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft