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11.07.2019
In den Sommermonaten haben auch Flöhe Hochsaison. Besonders Hunde und Katzen müssen jetzt vor den Blutsaugern geschützt werden. Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) empfiehlt einen ganzjährigen Flohschutz, um den Tieren die unangenehmen Folgen eines Flohbefalls zu ersparen. Flohbisse gehen mit häufig starkem Juckreiz einher, der tagelang anhalten und zu einer Bildung von Quaddeln, Bläschen und Knötchen führen kann. Nur wenige Flöhe im Fell des Vierbeiners reichen aus, um zudem eine Flohspeichel- Allergie-Dermatitis (FAD) auszulösen. Weiterhin können Flöhe den Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) oder den Erreger der Katzenkratzkrankheit (Bartonella henselae) übertragen. Für den Flohschutz sind zahlreiche Tierarzneimittel zugelassen. Zu beachten ist jedoch, dass die Anwendungshinweise genau befolgt werden: Katzen vertragen bestimmte Wirkstoffe, die in Flohmitteln für Hunde enthalten sind, nicht. Unsachgemäße Anwendungen können zu schweren Vergiftungserscheinungen führen, die schlimmstenfalls tödlich enden. Der BfT rät, dass sich Tierhalter vom Tierarzt beraten lassen.
Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
08.07.2019
Ein tschechisches Forscherteam hat untersucht, welche Tiere bei Menschen die größten Ängste und den größten Ekel hervorrufen. Dazu führten sie eine Umfrage durch, bei der die rund 2.000 Probanden angeben mussten, wie groß Ekel und Angst gegenüber einer bestimmten Tierart sind. Erwartungsgemäß riefen am meisten Angst Spinnen und Giftschlangen hervor. Aber auch Kakerlaken, ungiftige Schlangen, Läuse und Bandwürmer jagten vielen Befragten Angst ein. Ein eher unerwartetes Ergebnis war, dass auch Stiere zu den Tierarten gehören, vor denen viele Menschen Angst haben - nicht unbegründet. Ekel hingegen erzeugen vor allem Kakerlaken, Läuse, Maden, Fadenwürmer, Spinnen und Bandwürmer. Ein interessantes Ergebnis ergab die Befragung in Bezug auf Angst vor Hund und Katze. Während die Wissenschaftler davon ausgingen, dass besonders Menschen, die in ihrer Vergangenheit schon einmal negative Erfahrungen mit diesen Tieren gemacht haben, größere Angstgefühle angeben würden, zeigte sich jedoch, dass Menschen, die nie gebissen oder gekratzt wurden, oder nur sehr leichte Verletzungen davontrugen, eher Angst vor Hunden oder Katzen zu haben, als schwerer traumatisierte Personen.
British Journal of Psychology
08.07.2019
Wie aktuelle Marktzahlen belegen, haben Haustiere in Deutschland einen hohen Stellenwert, und ihre Halter sind bereit, in die Gesundheit ihrer Vierbeiner zu investieren. So waren etwa die Hälfte der in 2018 verkauften Tierarzneimittel für die Therapie oder den prophylaktischen Schutz von Haustieren bestimmt. Denn eine gute Gesundheitsvorsorge trägt stark dazu bei, dass Tiere älter werden, teilte der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) mit. Zudem sind in den vergangenen Jahren von der Tiergesundheitsindustrie viele neue Behandlungsmöglichkeiten für häufig auftretende Erkrankungen entwickelt worden. So können inzwischen viele Stoffwechselerkrankungen wie etwa Diabetes, Schilddrüsen-, Nieren- oder Herzerkrankungen erfolgreich behandelt werden. Aber auch die Diagnostik konnte deutlich verbessert werden, ebenso wie die Früherkennung. Der BfT appellierte gleichzeit an die Tierhalter, diesen hohen Gesundheitsstatus zu erhalten, in dem Impfregime, Parasitenprevention und Vorsorgeuntersuchungen beibehalten werden.
BfT
05.07.2019
Bei Myvetlearn.de sind zum 1. Juli 2019 zwei neue eLearning-Kurse für Tierärztinnen und Tierärzte gestartet. Der eine wird im Rahmen der Praxisreihe Kleintiere angeboten und behandelt das Management des Milbenbefalls bei Hund und Katze. Referentin ist Dr. Stefanie Peters. Der zweite neu angelaufene eLearning-Kurs befasst sich mit der Labordiagnostik beim Pferd. Lernen Sie als praktizierende/r Tierärztin/Tierarzt mehr über die Grundlagen des roten und weißen Blutbildes sowie über die Interpretation von Abweichungen von den Referenzwerten und was sich dahinter verbergen kann. Bereits am 1. Juni 2019 angelaufen ist die eLearning-Reihe Operationen beim Kleintier mit Prof. Dr. Stephan Neumann, der Ihnen hier seine OP-Techniken erläutert und Tipps gibt. Im 1. Modul geht es um die Kastration des Rüden und das Beheben der Perinealhernie. Bis zum Jahresende werden noch weitere 5 Module gestartet, in denen die OP-Technik im Vordergund steht und Sie diese per Video Schritt für Schritt verfolgen und erlernen können. Diese und weitere Kursangebote für Tierärztinnen und Tierärzte finden Sie unter Myvetlearn.de
Myvetlearn.de
02.07.2019
Die stark anwachsende Zahl der (verwilderten) Hauskatzen in den meisten Regionen Australiens ist dort auch für den massiven Rückgang der Säugetiere verantwortlich. Mehr als 800 Millionen Tiere werden pro Jahr schätzungsweise von Katzen getötet, mehr als die Hälfte davon seien einheimische Säuger, so eine Studie eines Forscherteams der Charles Darwin University. Bei den Berechnungen wurde auf verschiedene Studien zum Beutespektrum sowie zu den Überresten verspeister Tiere im Kot australischer Katzen zurückgegriffen. Die erhaltenen Zahlen setzten die Wissenschaftler in Relation zur Zahl der aus Europa eingewanderten Katzen. So beziffern die Forscher allein die täglich von Katzen getöteten Vögel auf eine Million. Die Zahl der täglich zur Beute werdenden Reptilien geben sie mit etwa zwei Millionen Tieren an. Zum Schutz der einheimischen Tiere will die Regierung Australiens in den nächsten Jahren bis zu zwei Millionen Katzen erlegen, beispielsweise durch den Einsatz neu konstruierter katzenspezifischer Selbstschussanlagen.
Spektrum
01.07.2019
Auf Grund von zunehmenden Haltungsproblemen benötigen immer mehr Tiere die Unterstützung von Tierschutzvereinen. Allein der Tierschutzverein Pinneberg musste im vergangenen Jahr in mehr als 250 Fällen helfen, wie das Pinneberger Tageblatt mitteilt. Im laufenden Jahr werden es noch mehr Einsätze sein. Die Zahl der festgestellten Haltungsprobleme nehme laut Aussage des Tierschutzvereins zu. Da gelte für die Haltung von Wildtieren in Privatwohnungen, den Umgang mit Katzen, Hunden, Vögeln, aber auch Pferden. Mehr Unterstützung wünscht sich der Tierschutzverein von der Stadt Pinneberg vor allem bei der Kastration von wildlebenden Katzen. Hierzu zählt auch die Kennzeichnung bereits kastrierter Tiere. „Bei einem Kater sieht man es, aber bei einer Katze kann man nach kurzer Zeit nicht mehr feststellen, dass sie kastriert wurde“, erklärte Peter Dorendorf, Pressesprecher des Tierschutzvereins Pinneberg und Tierschutzbeauftragter. Es habe Fälle gegeben, bei denen Katzen ein zweites Mal aufgeschnitten wurden, Ärzte dann aber feststellten, dass der Eingriff bereits erfolgt war. Dies hätte durch das Kennzeichen der Tiere verhindert werden könne. Leider weigere sich die Stadt jedoch, die Kosten für das Chippen der Tiere zu tragen. Doch auch Gutes hat der Tierschützer zu vermelden, denn Dank des "Klinkenputzens" des Vereins sind sagenhaft viele Futterspenden im vergangenen Jahr zusammengekommen.
SHZ
01.07.2019
Die Europäische Wildkatze ist nach 100 Jahren wieder in den Wäldern Sachsens heimisch geworden, nachdem das Tier noch bis vor 8 Jahren als ausgerottet galt. Das berichtet der MDR. Im sächsischen Vogtland, im Leipziger Auwald und in der Dübener Heide haben sich nun wieder einzelne Tiere angesiedelt. Zum Schutz der scheuen Tiere wollen der Staatsbetrieb Sachsenforst und der BUND Sachsen zusammenarbeiten. „Mit der Entwicklung arten- und strukturreicher Mischwälder durch den Waldumbau fördern wir in Sachsen auch die Lebensbedingungen der Wildkatze", sagte der Landesforstpräsident und Sachsenforst-Geschäftsführer Utz Hempfling. „Einen erfolgreichen Schutz von gefährdeten Arten wie der Wildkatze schaffen wir am effektivsten gemeinsam“, ergänzte Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen. Beide Seiten planen gemeinsame Kontrollen und Maßnahmen, um Lebensräume für Wildkatzen zu gestalten, wie beispielsweise die Pflege von Waldwiesen. Zudem sollen kleine Waldbestandteile wie Baumstümpfe und Wurzelteller stehen bleiben. Auch wird die Holzernte während der Hauptaufzuchtzeit der Tiere von März bis Juni eingeschränkt werden.
MDR
28.06.2019
Kurz vor den Sommerferien grassiert in Deutschland schon das Urlaubsfieber. Nicht wenige Urlauber freunden sich während ihrer Reise ins Ausland mit einem Straßenhund an und möchten diesen am Urlaubsende nicht seinem Schicksal überlassen, sondern ihn mit nach Hause nehmen. Doch bevor ein Hund aus dem Urlaubsland mit nach Hause genommen werden darf, muss einiges beachtet werden. Der erste Schritt besteht darin, herauszufinden, ob das Tier wirklich keinen Halter vor Ort hat. Nicht jeder freilaufende Hund ist auch gleichzeitig herrenlos. Dann folgt der Besuch eines ortsansässigen Tierarztes, denn laut EU-Regelung benötigen alle Hunde, Katzen und Frettchen, die über die Grenze gebracht werden sollen, einen Heimtierausweis. Falls das Tier keine Kennzeichnung hat, muss es gechipped werden. Zudem wird der Tierarzt den Gesundheitszustand prüfen. Des weiteren muss der Hund gegen Tollwut geimpft sein – diese muss mindestens 21 Tage vor dem Transport erfolgt sein. Soll das Tier aus einem nicht gelisteten Land außerhalb der EU eingeführt werden, benötigt das Tier einen Tollwutantikörpertest aus einem von der EU zugelassenen Labor. Vom Bluttest, der frühestens 30 Tage nach der Tollwutimpfung erfolgen darf, bis zur Ausreise muss eine Wartefrist von drei Monaten eingehalten werden. Der ganze Vorgang dauert demnach mindestens vier Monate. Ein generelles Einfuhrverbot in Länder der EU besteht zudem für bestimmte, als gefährlich eingestufte Hunderassen. Sofern der Urlaub beendet ist, bevor alle notwendigen Schritte erledigt wurden, kann ein Tierschutzverein gegen eine Schutzgebühr am Urlaubsort unterstützen. Zu beachten ist demnach jedoch, dass ein Hund im Urlaubsland ein anderes, viel freieres Leben gewohnt ist. Daher raten Experten dazu, Tierschutzprojekte vor Ort zu unterstützen.
Nordbayern.de