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18.04.2019

Purina schreibt Stipendium aus

Das Tiernahrungsunternehmen Purina fördert Forschungsarbeiten zum Thema Mensch-Tier-Beziehung mit bis zu 30.000 US-Dollar pro Bewerbung. Mit dem Nestlé Purina Human-Animal Bond Stipendium möchte das Unternehmen Arbeiten von Wissenschaftlern an Universitäten, in Stiftungen, Wohltätigkeitsorganisationen oder Nichtregierungsorganisationen (NGO) über die Beziehung zwischen Mensch und Hund oder Katze finanziell unterstützen. Die Bewerbungen in englischer Sprache müssen bis zum 15. Mai 2019 eingereicht werden.
Purina


Kükenschreddern: erneute Verschiebung des Verbots erntet Kritik

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat für nächstes Jahr ein Verbot des Kükenschredderns angekündigt. Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert die erneute Verschiebung, war doch ein Ende des Kükenschredderns bis Herbst 2019 vertraglich festgelegt. Die Tierschutzexperten der SPD begrüßen die Ankündigung der Ministerin zwar, fordern jedoch die Festlegung eines konkreten Zeitpunktes. Klöckner betonte, dass das Verbot einsetze, sobald die Methode der Geschlechtsbestimmung im Hühnerei allgemein zur Verfügung stehe. Bei diesem Verfahren werden nur weibliche Küken als künftige Legehennen ausgebrütet. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes, sieht die Methode der Geschlechtsbestimmung im Ei jedoch nur als eine technische Lösung und fordert eine Umstellung auf Zweinutzungshühner, bei der auch die Hähne für die Fleischproduktion aufgezogen werden.
N-TV


Mecklenburg-Vorpommern: Feldhasenpopulation seit fünf Jahren stabil

In Mecklenburg-Vorpommern lebt eine stabile und gesunde Hasenpopulation. Eine kürzlich durchgeführte Zählung der Feldhasen in Mecklenburg-Vorpommern hat ergeben, dass auf 100 Hektar Land fünf bis sechs Hasen kommen. „Die Spanne reicht dabei je nach Lebensraumbedingungen von ein bis 23 Tiere je 100 Hektar“, erklärte Umweltminister Dr. Till Backhaus. Die Hasenpopulation in Mecklenburg-Vorpommern hat sich aber auch als gesund erwiesen: in den vergangenen fünf Jahren wurden kaum Tierseuchen gemeldet. Zuletzt in 2014 wurde ein Fall der Tularämie angezeigt. Hausbestände von Kaninchen sollten dennoch gegen hoch ansteckende und akut verlaufende Krankheiten wie die Chinaseuche (RHD) und Myxomatose geimpft werden. „Zur Verbesserung der Überlebenschancen der Feldhasen und anderen Niederwildarten in unserem Bundesland können Landwirte, Jäger und Naturschützer aktiv beitragen, indem Maßnahmen, wie die Biotopverbesserung und eine konsequente Raubwildbejagung, durchgeführt werden“, sagte Backhaus. Denn gerade eine gesunde Hasenpopulation seien ein Indikator für die Vielfalt und Naturnähe einer Kulturlandschaft.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


Hessen hat Verbot von Lebendtiertransporten in Nicht-EU-Staaten verlängert

Aufgrund fehlender, grundsätzlicher Genehmigungsvoraussetzungen und bundeseinheitlicher Regelungen von Tiertransporten in Drittländer hat Hessen seinen Erlass eines Verbots langer Tiertransporte in 17 Nicht-EU-Staaten verlängert. „Solange uns keine Unterlagen vorliegen, mit denen geprüft werden kann, ob die gesetzlichen Mindestanforderungen bei Tiertransporten eingehalten werden, sind wir gezwungen, selbst zu handeln“, bekräftigte die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz. „Mit dem Anschlusserlass haben wir einen sicheren Kriterienkatalog zur Überprüfung der Genehmigungsfähigkeit von langen Tiertransporten festgelegt. Die Kriterien richten sich nach bereits bestehenden Vorgaben der Europäischen Union (EU) zum Tierschutz. Demnach müssen die Mitgliedstaaten unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft und Verkehr den Erfordernissen des Tierwohls in vollem Umfang Rechnung tragen.“ „Letzte Woche hat die Agrarministerkonferenz beschlossen, die Grenzabfertigung durch Einrichtung entsprechender Abfertigungsspuren zu beschleunigen und Bußgeldlücken zu schließen, wenn es zu rechtlichen Verstößen bei den Transportzeiten und der Transportfähigkeit kommt. Unser Ziel muss sein, den Transport von lebenden Tieren über mehrere Tausend Kilometer auf ein Minimum zu reduzieren."
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


17.04.2019

Verantwortliche des Pferdefleischskandals zu Haftstrafen verurteilt

Nachdem vor sechs Jahren einer der größten europäischen Lebensmittel-Skandale aufgedeckt wurde, als bekannt wurde, dass eine organisierte Gruppe von Männern tonnenweise Pferdefleisch als reines Rindfleisch gehandelt hatte, sind jetzt vier Männer verurteilt worden. Ein Pariser Gericht sprach den als Chef des betrügerischen Unternehmens überführten, holländischen Händler und den ehemaligen Chef eines französischen Fleischverarbeitungsunternehmes schuldig und verurteilte die beiden Männer zu zwei Jahren bzw. sechs Monaten Haft. Die beiden anderen Angeklagten erhielten eine Bewährungsstrafe. Der europaweite Fleischskandal wurde 2013 aufgedeckt, als in Irland als reines Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr gedacht war, entdeckt wurde.
N-TV


16.04.2019

Mehrzahl der LandwirtInnen möchtenKurswechsel in der Agrarpolitik

Im Rahmen einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „forsa“ wurden 301 Landwirtinnen und Landwirten in Deutschland zur deutschen und europäischen Agrarpolitik befragt. Mit der vom NABU in Auftrag gegebenen Umfrage sollte ermittelt werden, wie es mit der Zufriedenheit der Landwirtinnen und Landwirte in Bezug auf die Agrarpolitik der EU aussieht, wie sich die landwirtschaftliche Förderung finanziell gestalten sollte und welche Fördersysteme innerhalb der gemeinsamen EU-Agrarpolitik dabei bevorzugt werden. Die Umfrageergebnisse spiegeln eine große Unzufriedenheit mit dem Agrarkurs der EU wider. Mehr als 90 Prozent aller Befragten haben sich für eine bessere finanzielle Unterstützung von tierfreundlicher Viehhaltung ausgesprochen, 87 Prozent würden bei angemessener Förderung mehr für den Naturschutz tun und 83 Prozent der Landwirte wollen mit hohen Umweltstandards produzieren. Lediglich knapp 40 Prozent der Befragten sprechen sich für gleichbleibende pauschale Flächenprämien bei niedrigen Natur- und Tierschutzauflagen aus. Mehr als 65 Prozent der befragten LandwirtInnen sind mit der Arbeit von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) unzufrieden. Für den NABU ist das Ergebnis der Umfrage die Bestätigung für die Forderung nach einem grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik. Die landwirtschaftlichen Betriebe wollen eine EU-Agrarpolitik, die Naturverträglichkeit belohnt und in den Wandel hin zu fairen Preisen investiert. Dafür müsse Klöckner aber die entsprechendenFörderungen erhöhen bzw. das Fördersystem verändern.
NABU


bpt-Präsident Dr. Moder weiterhin im Vorstand des BFB

Dr. Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt), wurde erneut in den Vorstand des Bundesverbandes Freier Berufe (BFB) gewählt. Der BFB wählte sowohl Präsidium als auch Vorstand für die kommenden zwei Jahre in der vergangenen Woche neu. Präsident des BFB bleibt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, der auch Präsidiumsmitglied des Deutschen Anwaltvereins ist. Der BFB wählte in der vergangenen Woche nicht nur die Führungsgremien. Zudem wurde auch die Gründung des Verbandes vor mittlerweile 70 Jahren mit einem Festakt begangen.
BFB


Hund-Wolfs-Hybrid in Thüringen geschossen

Im thüringischen Ohrdruf wurde am Wochenende ein Hund-Wolfs-Hybrid geschossen, wie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz mitteilt. Dieses Tier stammt aus dem Wurf einer Ohrdrufer Wölfin aus dem Jahr 2017. Dieses Tier hatte sich mit einem Hund gepaart und sechs Hund-Wolfs-Hybride zur Welt gebracht. Damit wären jetzt vier der sechst Hybride getötet worden. Über den Verbleib der letzten beiden Tiere ist nichts bekannt. Das tote Tier soll am Berliner Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung weiter untersucht werden.
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz


AbsolventInnen für Online-Umfrage über die Vorbereitung auf den Beruf Tierarzt gesucht

Berufsverbände, Bildungsstätten und Studierende diskutieren aktuell über die bestehende Verordnung zur Approbation von Tierärztinnen und Tierärzten (TAppV) und eine eventuell notwendige Änderung bzw. Anpassung. Die veterinärmedizinischen Bildungsstätten in Berlin, München, Hannover, Gießen und Leipzig führen daher eine Online-Befragung von AbsolventInnen durch. Erfragt werden unter anderem, ob das Veterinärmedizin-Studium in Deutschland ausreichend auf den Einstieg in den Tierarzt-Beruf vorbereitet. Die Beantwortung der Fragen dauert ungefähr 20 Minuten, kann aber unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortgeführt werden. Zur Erstellung eines breiten Meinungsbildes bitten die Lehrdekane der Bildungsstätten um eine rege Teilnahme.
Zur Umfrage bei der FU Berlin


15.04.2019

Datenbank zu Tiertransport-Routen soll Tierschutz verbessern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich sehr positiv zur Entscheidung der Agrarministerkonferenz (AMK), eine Datenbank für Tiertransport-Routen in Drittstaaten einrichten zu wollen, geäußert. Klöckner verwies darauf, dass die Zuständigkeit für die Genehmigung solcher Transporte alleine bei den Bundesländern liege, da von Brüssel oder Berlin aus nicht kontrolliert werden könne, ob die Transportbedingungen den Tierschutzanforderungen entsprechend und ob die Transportpläne realistisch sind. "Es ist daher wichtig, dass sich die Länder untereinander abstimmen und einheitlich vorgehen. Die Datenbank, die wir nun gemeinsam entwickeln wollen, soll dabei helfen. Die Länder können hier Informationen über Transportrouten teilen, die auch Grundlage für die Veterinäre vor Ort sind. Die Entscheidungsfindung für die Genehmigung oder Nichtgenehmigung werden wir so grundsätzlich verbessern, die zuständigen Behörden unterstützen und mehr Rechtssicherheit für die handelnden Akteure schaffen," so die Ministerin. Zudem verwies Klöckner auf Nachholbedarf bei anderen Tierschutzkontrollen auf Länderebene. In vielen Bundesländern sei die Personal- und Kontrolldichte zu gering. Diese zu verbessern sei notwendig, um schwarzen Schafen unter den Tierhaltern das Handwerk zu legen.
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft


Umweltminister Backhaus wirbt für eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wolf

In der Bundesratssitzung der vergangenen Woche hat Dr. Till Backhaus, Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, für eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Wolf geworben und sich eindringlich für die Gesetzesinitiative zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes ausgesprochen. In diesem Gesetz ist festgelegt worden, dass die zuständigen Behörden für Naturschutz und Landschaftspflege zur Abwendung erheblicher landwirtschaftlicher Schäden auch im Falle streng geschützter Arten wie dem Wolf Ausnahmen vom Tötungsverbot zulassen können. „Mein Vorstoß bedeutet, den Begriff „erheblicher Schaden“ durch den Begriff „ernster Schaden“ zu ersetzen. Es soll damit insbesondere klargestellt werden, dass eine Existenzgefährdung des betroffenen Betriebes oder der jeweiligen Person nicht Voraussetzung einer Entnahme eines Wolfes aus der Population ist“, erläuterte der Minister. In Regionen, in denen der Wolf seine natürliche Scheu vor dem Menschen verloren hat, soll eine Entnahme vereinfacht werden. Zudem möchte Backhaus bei den Weidetierhaltern mehr Akzeptanz für den Wolf erzeugen und hat für einen Entschließungsantrag geworben, der den Nutztierhaltern in Wolfsmanagement-Gebieten zusätzliche Fördersummen in Aussicht stellt, um die außerordentlichen Belastungen der Weidetierhaltung durch die Ausbreitung des Wolfes spürbar zu minimieren, so der Umweltminister.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


BRS sieht Mängel bei der neunen Haltungskennzeichnung

Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) kritisiert die neue Tierhaltungskennzeichnung des Lebensmitteleinzelhandels (LEH), da dieses Kennzeichnungssystem weder die Herkunft noch die Aufzucht der Tiere einbezieht. Lediglich der letzte Lebensabschnitt fließt in die Kennzeichnung mit ein. Zudem weist die LEH-Tierhaltungskennzeichnung keine eigenen Kriterien auf, sondern sortiert bereits bestehende Label in verschiedene Kennzeichnungsstufen ein. Der BRS befürchtet zudem, dass die Verbraucher die staatliche Tierwohlkennzeichnung nicht von der LEH-Haltungskennzeichnung unterscheiden können.
BRS


Nachts laufende Mähroboter stellen Gefahr für Igel dar

Immer mehr Gartenbesitzer verwenden Mähroboter für die Pflege ihres Rasens. Dr. Till Backhaus, Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, warnt jedoch, dass die Roboter nach Anbruch der Dämmerung nachtaktive Kleintiere wie beispielsweise Igel gefährden können, da diese nicht als Hindernis erkannt werden. Da die Mähroboter nahezu geräuschlos arbeiten, erkennen Igel diese nicht rechtzeitig als Gefahr und kugeln sich bei Berührung mit den Geräten ein. Die Tiere können dabei schwer verletzt, mitunter getötet werden. Daher ruft der Minister die Gartenbesitzer auf, die Mähroboter nur tagsüber mähen zu lassen, um die in Deutschland besonders geschützten Tiere nicht zu gefährden.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


12.04.2019

Bienen- und Insektensterben im Dialog der Fachleute

Der Frühling kommt und überall in den Gärten, Wiesen und Parks sollte es summen. Stattdessen sterben immer mehr Bienen und andere Insekten. Um auf das Insektensterben aufmerksamzu machen, haben Masterstudenten des Studiengangs Landwirtschaft und Umwelt der Technischen Hochschule Bingen eine Bienen-Tagung organisiert. Dazu trafen sich am 11. April 2019 mehr als 120 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis, um zu diesem Thema in Dialog zu treten. Ebenfalls um Bienen, ihre Lebensweise sowie ihre Erkrankungen geht es in dem eLearning-Grundkurs Bienen für Tierärztinnen und Tierärzte auf Myvetlearn.de. Dieser Kurs ist auch zur Weiterbildung für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Bienen / den Fachtierarzt für Bienen geeignet.
TH Bingen
Grundkurs Bienen bei Myvetlearn.de


Demo gegen Tiertransporte ins EU-Ausland bei Agrarministerkonferenz in Landau

Am heutigen Freitag findet in Landau in der Pfalz die Agrarministerkonferenz (AMK) statt. Mehrere Tierschutzorganisationen nehmen dies zum Anlass, um gegen Lebendtiertransporte aus Mitgliedsländern der EU ins EU-Ausland zu protestieren. Mit Plakatwänden fordern sie ein Verbot solcher Transporte, bei dem jedes Jahr hunderte Tiere qualvoll ums Leben kommen. Denn auf diesen teilweise mehr als 6.000 Kilometer langen Transporten sind die Tiere eng zusammengepfercht und über mehrere Tage bis Wochen Stress, Hitze, Kälte, Hunger und Durst ausgeliefert. Häufig dauert das Passieren der EU-Außengrenze mehrere Tage. Im Hochsommer steigen die Temperaturen in den Transporten auf 40°C und mehr, meist kann der Fahrer währenddessen die Wasserversorgung der Tiere nicht gewährleisten. Die Tierschützer fordern die Agrarminister auf, sich umgehend bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner für ein Verbot von Langstreckentransporten lebender Tiere ins EU-Ausland einzusetzen. Diese Forderung wird von der Bundestierärztekammer (BTK) und anderen tierärztlichen Organisationen unterstützt.
Deutscher Tierschutzbund
BTK


Kaninchen fressen bevorzugt endemische Pflanzen

Inseln tragen wegen der vielen nur dort heimischen Arten überproportional zur globalen Biodiversität bei. Auf Teneriffa sind viele heimische Pflanzenarten jedoch vom Aussterben bedroht, da sie sehr beliebt sind bei eingewanderten Pflanzenfressern. Der Grund: sie verfügen nicht über Mechanismen, sich gegen Fraßfeinde zu wehren, da sie aus einer Zeit stammen, wo es dort noch keine Fraßfeinde gab. Ein internationales Forschungsteam der Frankfurter Goethe-Universität konnte jetzt belegen, dass endemische Arten stärker von Kaninchen gefressen werden als nicht-endemische. Zwei Drittel aller endemischen Arten auf Teneriffa sind demnach von Fraßschäden betroffen. Zum Schutz der endemischen Pflanzen sollte die Kaninchenpopulation auf der Insel stark eingedämmt werden.
Goethe-Universität


NABU sucht bundesweit Vogelfreunde für Vogelzählung

Bereits zum 15. Mal ruft der NABU bundesweit die Stunde der Gartenvögel aus. Zwischen dem 10. und dem 12. Mai 2019 werden große und kleine Vogelfreunde im ganzen Bundesgebiet gebeten, jeweils für eine beliebig zu wählende Stunde, Vögel in Gärten und Parks zu zählen und zu melden. „Wir wollen wissen: Stemmen sich unsere Gartenvögel weiter gegen den Abwärtstrend der Vogelbestände in der offenen Landschaft?", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Seit 1980 ist mehr als jeder zweite Feldvogel in der EU verschwunden. Bei den Vögeln, die in Gärten und Parks vorkommen, sah es zumindest bisher deutlich besser aus." Jedoch bereiten den Experten Vogelarten wie Mauersegler und Mehlschwalben große Sorgen. „Diese finden durch das Insektensterben immer weniger Nahrung und durch Gebäudesanierungen auch immer weniger Wohnraum", wie NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann zu berichten weiß. Für die kleinen Teilnehmer hat die NAJU (Naturschutzjugend) die "Schulstunde der Gartenvögel" (6. bis 10. Mai 2019) ins Leben gerufen. Teilnehmende Gruppen und Klassen können dafür Zählkarten, ein "Vogelbüchlein für die Hosentasche" für jedes Kind und ein NAJU-Poster mit den am häufigsten vorkommenden Vogelarten erhalten.
NABU
NAJU


QS meldet erneut Rückgang der eingesetzten Antibiotikamengen bei Schweinen und Geflügel

Aus den aktuellen Auswertungen des QS-Antibiotikamonitorings geht ein deutlicher Rückgang von Antibiotika in Schweine- und Geflügelhaltungen hervor. Verglichen mit dem Vorjahr sank die eingesetzte Antibiotikamenge allgemein. Gleichzeitig ging auch die Menge der eingesetzten Reserveantibiotika bei diesen Nutztieren erkennbar zurück, wie QS mitteilt. Die seit 2016 von der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung erfassten Daten zur Tiergesundheit strafen zudem die Aussage Lügen, dass die Tiergesundheit unter dem Rückgang der Antibiotikaanwendungen leide.
QS


11.04.2019

Wildtierverbote für Zirkusse nach Gerichtsurteil aufgehoben

Zirkusse dürfen in ihren Shows wieder Wlldtiere auftreten lassen, denn der Verband Deutscher Circusunternehmen (VdCU) hat erfolgreich gegen Wildtierverbote für Zirkusse geklagt. Dies hat Ralf Huppertz, Sprecher und zweiter Vorsitzender des VdCU, gegenüber dem MDR-Magazin "Umschau" verkündet. Das Urteil gilt auch für Regionen, die ein Verbot von Wildtieren im Zirkus ausgesprochen hatten. Das galt für sieben Städte in Mitteldeutschland, so die Tierschutzorganisation PETA. In der Zwischenzeit lassen jedoch Chemnitz, Altenburg und Leipzig ein Auftreten der Wildtiere im Zirkus wieder zu. Nur noch in Erfurt, Annaberg-Buchholz und Arnstadt ist den Informationen des MDR-Magazins zufolge das Wildtierverbot aktiv. PETA sagte der „Umschau“, dass es nicht leicht sei, den Status der kommunalen Wildtierverbote zu überprüfen. Huppertz sieht seine Branche in der Pflicht: „Die Tierschutzorganisation PETA hat sehr viel Wind gegen Zirkusse gemacht. Die Zirkusbetreiber haben ihre eigene Aufklärungsarbeit vernachlässigt.“ 
MDR


Einladung: Backhaus berichtet über Frühjahrszählung der Nandus in Mecklenburg-Vorpommern

Am kommenden Montag (15.4.2019) lädt der Landwirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, Medienvertreter nach Schlagsdorf ein, um über den aktuellen Stand der Nandu-Population zu berichten. Die Journalisten haben dann auch die Möglichkeit, die inzwischen als heimisch angesehenen und geschützten Tiere in freier Wildbahn zu beobachten.Die Veranstaltung findet um 13 Uhr statt.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


Insekten statt Soja und Fischmehl im Futter für Schweine- und Hühner

Forschern der Hochschule Bremerhaven, der Universitäten Göttingen und Erlangen sowie der Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik zufolge können Insekten eine geeignete Eiweißquelle im Futter für Schweine, Hühner und Fische sein. In den meisten Fällen dient Soja als Proteinquelle im Futter. Dafür wurden allein im Jahr 2017 2,7 Millionen Tonnen Sojaschrot importiert. In Brasilien, einem der Herkunftsländer des Sojas, werden für den Anbau wertvolle Lebensräume zerstört. Bedenklich ist auch ein weiterer Eiweißlieferant: Fischmehl ist einerseits teuer, andererseits fördert die Beimischung auch die Überfischung der Ozeane. „Wenn wir Soja und Fischmehl ersetzen wollen, brauchen wir Massen an Insekten. Das ist die Schwierigkeit“, beschreibt Sebastian Demtröder von der Hochschule Bremerhaven, das Vorhaben der Forscher. Die Insekten müssen in riesigen Mengen produziert, blanchiert, getrocknet und gemahlen ins Futter gemischt werden. „Wenn aus nicht proteinhaltigem pflanzlichen Material Proteine hergestellt werden, ist das ein sinnvoller Kreislauf“, sagt Matthias Meissner vom WWF. Allerdings sei der Energiebedarf bei der Insektenzüchtung recht hoch.Für die Trocknung der Insekten haben die Wissenschaftler schon fünf Methoden getestet. Die Gefriertrocknung sei zwar die teuerste Methode, jedoch erzielte diese bisher die besten Ergebnisse.
Proplanta


Mehr Fördergelder für zukünftige Bio-Bauern in Mecklenburg-Vorpommern - Frist für Neuanträge endet am 15. Mai

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt für den ökologischen Landbau in der aktuellen Förderperiode 30 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Geldern soll eine ökologische Wirtschaftsweise gefördert werden. Für die Umstellung auf den Ökolandbau können bisher konventionell arbeitende Landwirte noch bis zum 15. Mai 2019 Neuanträge stellen. Erweiterungs- und Ersetzungsanträge sind bis zum 31. Oktober 2019 einzureichen. Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus erklärt: „Damit setzen wir ein klares Signal! Der Ökolandbau ist wichtig für unser Land, die Umwelt und den Verbraucher. Jeder fünfte Betrieb in unserem Land wirtschaftet schon ökologisch. Eine gute Entwicklung, die fortgesetzt werden sollte.“ Im vergangenen Jahr haben die Verbraucher 5,5 Prozent mehr Geld für Biolebensmittel ausgegeben.Bis zum Ende des Jahres 2018 waren in Mecklenburg-Vorpommern 1.204 Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft entsprechend der EU-Ökoverordnung zertifiziert, davon 939 landwirtschaftliche Unternehmen.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


10.04.2019

Widerstandsfähige Kälber durch optimale Versorgung von Beginn an

Das E-Magazin Hoftierarzt hat in seiner letzten Ausgabe einen Artikel zum Thema „Woran sterben unsere Kälber“ veröffentlicht. Demnach sind Durchfälle und Lungenentzündungen die Hauptursachen für Kälbersterblichkeit in Milchviehbetrieben. Neue Studien in Ost- und Nordostdeutschland fanden im Mittel bei 12 Prozent der neugeborenen Kälber Durchfälle und bei 17,5 Prozent Atemwegserkrankungen. Die Ursachen für die meist infektiös bedingten Erkrankungen liegen sowohl in einer ungenügenden Hygiene als auch in Fehlern beim Betriebsmanagement sowie in einem schlechten Start ins Kälberleben. Durch das Stärken der Kälber-Resilienz durch verbesserte Startbedingungen und mehr Hygiene lassen sich viele Erkrankungen verhindern.
Hoftierarzt.de
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Tiergestützte Therapien beeinflussen Sozialverhalten von Patienten mit Schädel-Hirn-Trauma positiv

Die soziale Kompetenz von Patienten mit Hirnverletzungen kann durch eine tiergestützte Therapie verbessert werden. Das zeigt eine Wirksamkeitsstudie von Psychologinnen und Psychologen der Universität Basel. Denn häufig zeigen Patienten mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma Störungen im Sozialverhalten. Sie beziehen beispielsweise ihre Gesprächspartner seltener in Konversationen ein, zeigen eine verminderte emotionale Empathie und haben Schwierigkeiten, ihre Gefühle zu äußern. Der Kontakt mit einem Therapietier regt die Neugier und die Motivation der Patienten an. In der Studie zeigten die Patienten in Anwesenheit eines Tieres ein aktiveres soziales Verhalten als während einer konventionellen Therapiesitzung. Sie äußerten beinahe doppelt so viele positive Emotionen und kommunizierten häufiger verbal wie auch nonverbal. Keinen Effekt hatte die tiergestützte Therapie auf negative Emotionen wie Wut oder Ärger. War während der Therapie ein Tier dabei, schätzten sich die Patienten auch als zufriedener und ihre Motivation als höher ein, sich aktiv an der Therapie zu beteiligen; dies deckte sich mit den Einschätzungen der Therapeuten.
Universität Basel


Fleischverzehr in Deutschland liegt bei etwa 60 kg pro Person und Jahr

Im Jahr 2018 lag der Verzehr von Fleisch pro Kopf und Jahr in Deutschland bei durchschnittlich 60,2 Kilogramm. Somit ist er gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Seit 2011 mit einem Pro-Kopf-Verzehr von knapp 63 Kilogramm pro Person ging der Fleischverzehr jedes Jahr leicht zurück. Am beliebtesten bei den Deutschen ist nach wie vor Schweinefleisch mit einem Anteil von knapp 60 Prozent am Fleischverzehr. Jedoch steigt der Anteil an Geflügelfleisch kontinuierlich. Aber auch Schaf- und Ziegenfleisch wird immer mehr konsumiert.
topagrar.de
AMI


Herzwurmbefall bei einem importierten Hund

Am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart ist der seltene Fall einer Herzwurmerkrankung in Deutschland nachgewiesen worden. Betroffen ist ein aus Griechenland importierter Hund, der kurz nach der Einreise erkrankte und innerhalb von zwei Tagen verstarb. In der Sektion am CVUA in Stuttgart wurden dann 15 Würmer mit einer Länge von bis zu 20 Zentimetern in der rechten Herzkammer sichtbar. Das CVUA weist darauf hin, dass die Erkrankung in Deutschland nicht vorkommt. Wenn sie hier nachgewiesen wird, handelt es sich zumeist um importierte Tiere. Allerdings birgt der Klimawandel das Risiko, dass sich der Wurm Dirofilaria immitis auch weiter nach Norden ausbreitet. Der beste Schutz für unsere heimischen Hund ist es daher, die Tiere nicht mit in den Urlaub in Risikogebiete mitzunehmen. Sollte der Hund doch mitgenommen werden, sollten vorab mit dem Tierarzt die notwendigen Prophylaxemaßnahmen besprochen werden.
CVUA Stuttgart


Kennzahlen zur Antibiotika-Therapiehäufigkeit veröffentlicht

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Kennzahlen zur Therapiehäufigkeit mit Antibiotika bei Masttieren für das zweite Halbjahr 2018 veröffentlicht. Dabei hat es unterschiedliche Entwicklungen gegeben. Bei Mastkälbern bis zum Alter von acht Monaten ist die Kennzahl 2 deutlich von 2,363 auf 3,147 gestiegen. Auch bei Masthühnern haben sich die Kennzahlen erhöht. Hier stieg die Kennzahl 1 von 18,633 auf 19,745 und die Kennzahl 2 von 30,493 auf 31,277. Bei Mastputen blieben die Kennzahlen dagegen nahezu unverändert. Bei Ferkeln bis 30 Kilogramm Körpergewicht und bei Mastschweinen über 30 Kilogramm Körpergewicht sanken die Kennzahlen sogar leicht ab. Liegen Betriebe über der Kennzahl 1 bzw. der Kennzahl 2, hat dies unterschiedliche Konsequenzen. Liegt der Betrieb über dem Median aller Betriebe (also über Kennzahl 1), muss der Tierhalter zusammen mit seinem Tierarzt die Ursachen dafür ermitteln und ggf. Maßnahmen ergreifen, die zur Reduzierung der Antibiotikaanwendung führen. Sofern der Betrieb mit seiner betriebsindividuellen Kennzahl über dem dritten Quartil (der Kennzahl 2) liegt, muss der Tierhalter innerhalb von vier Monaten nach Veröffentlichung der bundesweiten Kennzahlen zu den Therapiehäufigkeiten im Bundesanzeiger einen schriftlichen Maßnahmenplan zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes erarbeiten und diesen der zuständigen Überwachungsbehörde vorlegen.
BVL
VetMAB- Portal zur Antibiotikaminimierung im Stall


Nestlé beteiligt sich an Tierklinik-Kette

Der Lebensmittelhersteller Nestlé hat sich über seinen Futtermittelhersteller Nestlé Purina an der Tierklinik-Kette Independent Vetcare GroupInternational (IVC Group) beteiligt. Wie das Unternehmen mitteilte, habe man im Rahmen einer Kooperation eine Minderheitenbeteiligung erworben. Mit der Beteiligung will das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Tierärzten und Tiergesundheitsexperten weiter stärken, um die Entwicklung von Futter und weiteren Dienstleistungen für Haustiere zu verbessern. Die IVC Group ist Europas größte Tierklinik-Kette mit mehr als 1.100 Praxen und Kliniken. In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist die Kette unter dem Namen Evidensia aktiv.
IVC Group
Nestle


09.04.2019

StIKo Vet empfiehlt Impfung gegen das West-Nil-Virus bei Pferden in bestimmten Regionen

Seit August 2018 sind auch in Deutschland mehrfach Infektionen mit dem West-Nil-Virus (WNV) nachgewiesen worden. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) nun die Impfung von Pferden in bereits betroffenen Regionen. Noch bevor die nächste Mückensaison startet, sollte die Grundimmunisierung abgeschlossen sein, da das Virus von blutsaugenden Stechmücken übertragen wird. Je nachdem, wie sich die Infektionskrankheit ausbreitet, wird die WNV-Impfung von Pferden in ganz Deutschland angestrebt. Auch wenn die Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Pferd häufig symptomlos verläuft, kommt es bei etwa acht Prozent der infizierten Tiere zu teilweise schweren neurologischen Symptomen. Bei 30-50 Prozent dieser Pferde mit Symptomen führt die WNV-Infektion zum Tod. Tiere, die überleben, leiden fortan an unheilbaren Ausfallerscheinungen.
BfT


Agrarminister der Länder fordern ein Verbot von Lebendtiertransporten in Drittländer

Die Agrarminister der Länder setzen sich für ein Verbot von Nutztiertransporten in Drittländer ein. Sie schlagen das Sammeln von Fakten zu den Transportbedingungen und den Schlachtpraktiken in einer Datenbank vor. Denn da erfahrungsgemäß Drittländer häufig gegen die von Deutschland auferlegten Transport- und Schlachtbedingungen der Tiere verstoßen, könnten Lebendtiertransporte in diese Länder untersagt werden. Sie forderten Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, sich für ein solches Vorgehen stark zu machen. "Es ist an Julia Klöckner, die Handlungsfähigkeit des Bundes in Bezug auf die Einhaltung sämtlicher Tierschutzbestimmungen bei Tiertransporten in sogenannte Drittstaaten unter Beweis zu stellen", sagte Schleswig-Holsteins Agrarminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. Schließlich hätten die Agrarminister bereits im April 2018 einstimmig beschlossen, dass der Bund ausreichende Tierschutzkontrollen in Drittländern gewährleisten müsse. Die Agrarminister schlagen in ihrer Vorlage für die Agrarministerkonferenz am Mittwoch in Rheinland-Pfalz ein ganzes Bündel weiterer Maßnahmen vor, um das Ziel eines Lebendtiertransportverbots zu erreichen.
Proplanta


Erste Katze in Österreich mit Thelazia callipaeda infiziert

Bei einer Katze in Österreich wurde erstmals eine Infektion mit dem "orientalischen Augenwurm" (Thelazia callipaeda) festgestellt. Das haben Wissenschaftler der Vetmeduni Wien nun berichtet. Das Tier war vorher nicht im Ausland, was die Forscher als Beweis nehmen, dass der ursprünglich im Fernen Osten vorkommende Parasit inzwischen auch in Europa heimisch geworden ist. Fruchtfliegen übertragen den Fadenwurm und befallen den Bindehautsack und die damit verbundenen Augengewebe von Haus- und Wildtieren, aber auch von Menschen. Eine Infektion kann zu leichten bis schweren Augenerkrankungen führen. Die Forscher befürchten eine Zunahme der Erkrankungen bei Menschen, aber auch bei Tieren.Mitautor Georg Duscher, Stv. Leiter des Institutes für Parasitologie der Vetmeduni Vienna, betont: „Aufgrund der vorliegenden Daten ist ein verstärktes Bewusstsein bei MedizinerInnen und VeterinärmedizerInnen unerlässlich, um weitere Infektionen bei Tieren und Menschen zu verhindern. Aktuelle Vergleichsdaten aus Spanien geben außerdem zur Vermutung Anlass, dass in den kommenden Jahren eine Ausweitung auf neue Gebiete in Österreich und eine deutliche Zunahme an Erkrankungen zu erwarten ist.“ Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Parasit über Reisen mit Haustieren, illegalem Handel mit Haustieren oder den Import und Export von streunenden Hunden aus Osteuropa nach Österreich gekommen ist. Dazu Adnan Hodžic vom Institut für Parasitologie der Vetmeduni Vienna: „Die Übertragung durch Wildtiere ist ein plausibles Szenario, das die Einführung des Augenwurms in Österreich erklären könnte. Zukünftige Studien sollten sich daher auf Wildtiere konzentrieren, um deren Rolle in der Ökoepidemiologie dieses Zoonose-Parasiten zu bewerten.“
Vetmeduni Wien


Mittelfranken: Staupevirus bei drei Füchsen nachgewiesen

Im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim im bayerischen Mittelfranken wurde bei drei tot aufgefundenen Füchsen das Staupevirus nachgewiesen. Das bestätigte das zuständige Landratsamt in der vergangenen Woche. Bereits vor einigen Wochen war das Virus auch im Landkreis Ansbach bei Füchsen diagnostiziert worden. Während von dem Staupevirus für den Menschen keine Gefahr ausgeht, kann eine Infektion bei Hunden zu schweren Erkrankungen, bis hin zum Tod, führen. Durch direkten Kontakt mit einem infizierten Tier kann der Erreger übertragen werden. „Infektionsgefahr besteht auch für Hunde, die im Rahmen der Jagd regelmäßig Kontakt zu Füchsen aufnehmen. Hunde, die bei Spaziergängen im Wald angeleint sind und keinen Kontakt zu Kadavern oder Wildtieren aufnehmen können, sind kaum gefährdet", erklärt die Veterinärverwaltung im Landratsamt. Da es keine wirksame Therapie bei einer akuten Infektion mit dem Staupe-Erreger gibt, wird eine Impfung bereits im Welpenalter (möglich schon ab 8 Wochen) dringend empfohlen.
Nordbayern.de


Mehr als 50 Fälle der Blauzungenkrankheit

In Deutschland sind seit Dezember mehr als 50 Fälle der Blauzungenkrankheit bei Rindern nachgewiesen worden, wie aus dem aktuellen Radar Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Neben Baden-Württemberg waren auch Rheinland-Pfalz mit fünf und das Saarland mit drei Fällen betroffen. Zudem ist Ende März die Blauzungenkrankheit auch in Belgien nachgewiesen worden. Dort wurde wie auch in das Deutschland das Virus vom Serotyp 8 (BTV-8) festgestellt. Das FLI verweist darauf, dass momentan in Nordeuropa vermutlich kein Virus zirkuliert, da die als Überträger dienenden Gnitzen bisher nicht aktiv sind. Das FLI berichtet zudem von Auffälligkeiten aus Frankreich. Dort werden seit Mitte Dezember Kälber gemeldet, die innerhalb wenigerTage erblinden, sterben oder lebensschwach geboren wurden. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist seit Januar noch stark angestiegen. Untersuchungen von mehr als 400 Blutproben konnten das Schmallenbergvirus ausschließen. In 94 Prozent der untersuchten Proben konnte dagegen mittels PCR BTV-8 nachgewiesen werden.
Radar Bulletin 03 / 2019


Ausbleibende Niederschläge: Mecklenburg-Vorpommern drohen erste Waldbrände

Gerade erst hat das Frühjahr begonnen und schon wieder sind Wälder in Gefahr: Waldbrände drohen im Landkreis Vorpommern-Greifswald wegen des frühsommerlichen Wetters und der ausbleibenden Niederschläge. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern hat für die Region die Gefahrenstufe 4 ausgerufen. In einigen anderen Gebieten in Mecklenburg-Vorpommern gilt auch bereits die Gefahrenstufe 2. Auch fallende Temperaturen werden die Waldbrandgefahr nicht mindern können.„In den Wäldern gilt unabhängig von der Gefahrenstufe immer ein Rauch- und Feuerverbot. Die Bürgerinnen und Bürger rufe ich ausdrücklich zu allergrößter Vorsicht und Wachsamkeit auf. Sensible Areale sollten nicht befahren oder betreten werden, potenzielle Brandherde oder kleine Feuer sind sofort zu melden!“, betonte Minister Dr. Till Backhaus.Auch die Bevölkerung in Berlin und Brandenburg muss sich auf weitere Wetterextreme wie Hitze, Dürre und extreme Regenfälle einstellen, wie rbb|24 berichtet. Das Nachrichtenportal hat Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Landesamtes für Umwelt in Brandenburg (LfU) ausgewertet und zeigt, dass die extremen Wetterlagen noch weiter zunehmen könnten. In dieser Region ist die durchschnittliche Jahrestemperatur schon um ein Grad gestiegen. Sinnvolle Maßnahmen für den Klimaschutz sind dringend notwendig, um den Klimawandel zu stoppen.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern
rbb|24


08.04.2019

Trauriger Rekord in 2019: Schon 1100 tote Delfine an französischer Atlantikküste

Seit Januar diesen Jahres wurden an der französischen Atlantikküste bereits mehr als 1100 tote, stark verstümmelte Delfine entdeckt. Das haben Wissenschaftler des Observatoire Pelagis in La Rochelle berichtet. Experten sorgen sich um den europäischen Bestand der Meeressäuger, denn die Dunkelziffer der getöteten Tiere könnte zehnmal höher sein. Niemals seien so viele tote Delphine in solch kurzer Zeit angeschwemmt worden, äußerte sich Willy Daubin von der Universität La Rochelle. In den ersten drei Monaten 2019 wurde damit bereits die Zahl der toten Delfine im gesamten letzten Jahr erreicht. Autopsien der Delfine zeigten, dass die Tiere schwer verletzt waren. Die Verletzungen stammen laut der Naturschutzorganisation Sea Shepherd von Fangnetzen, die Trawlerflotten jeweils zwischen zwei Schiffen spannen. In diesen bleiben die Delfine hängen und ertrinken. Beim Versuch, aus dem Netz zu entkommen, fügen die Tiere sich dann die schweren Verletzungen zu. Zum Verscheuchen der Delfine müssen die Fangschiffe per Gesetz eigentlich akustische Warnsignale aussenden, doch das werde häufig umgangen, da auf diesem Weg auch Fische verscheucht würden. Die Naturschutzorganisation fordert daher strengere Regelungen und Kontrollen der Fischerei.
Observatoire Pelagis
Spektrum


Neue Fälle von ASP in China

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in China immer weiter aus. Seit dem ersten Ausbruch am 3.8.2018 haben die Behörden insgesamt 118 ASP-Ausbrüche in 28 Regionen festgestellt. Rund eine Million Schweine wurden bereits gekeult, um ein weiteres Ausbreiten der Tierseuche zu verhindern. Außer aus China werden auch weiterhin ASP-Fälle aus Vietnam und Kambodscha gemeldet.
FAO


Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft rückläufig

Die Menge an Treibhausgasemissionen ist im Jahr 2018 aufgrund gesunkener Tierzahlen geringer ausgefallen als vom Umweltbundesamt zuvor vorhergesagt. So sind die Emissionen um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das entspricht einer Reduktion um 41 Millionen Tonnen. Dies ist der Verringerung des Schweinebestandes um rund 4 Prozent und des Rinderbestandes um rund 3 Prozent zu verdanken.
Umweltbundesamt


05.04.2019

Crashkurs für Landwirte: BTK protestiert gegen Verordnungsentwurf des BMEL

Den „Entwurf einer Verordnung zur Durchführung der Narkose mit Isofluran bei der Ferkelkastration durch sachkundige Personen" (FerkNarkSachkV) des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der besagt, dass Landwirte die Durchführung einer Anästhesie mit Isofluran innerhalb eines sechsstündigen Crashkurses erlernen sollen, wird von der Bundestierärztekammer (BTK) entschieden abgelehnt. Eine in der vergangenen Woche verabschiedete Erklärung der Delegiertenversammlung kritisiert die Pläne des BMEL, da TierärztInnen die für die Narkose der Tiere notwendige Sachkunde in einem langjährigen Studium erwerben und Tierhaltern auf diesem Weg das Wissen nicht vermittelt werden kann. Der Entwurf verstößt damit gegen das Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz, da damit Schmerzen, Leiden und der Tod von Ferkeln in Kauf genommen werden. „Auch das Erkennen und Behandeln von Narkosezwischenfällen wie Atemdepression oder Herz-Kreislauf-Stillstand erfordern tierärztlichen Sachverstand", erklärt BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann. Nicht ohne Grund sei in Deutschland die Durchführung von Narkosen bei Wirbeltieren Tierärzten vorbehalten (§ 5 Tierschutzgesetz).
BTK


Erstmals Leishmaniose in Großbritannien von Hund zu Hund übertragen

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Erreger der Leishmaniose von Hund zu Hund übertragen wird. In unseren Breiten erfolgt die Infektion aber zumeist im Urlaub, wo die Hunde dann am Mittelmeer von Sandmücken gestochen werden und diese den Parasiten auf den Hund übertragen. Tierärzte aus Großbritannien berichten aktuell im Veterinary Record von einem Hund, der Großbritannien nie verlassen hatte und so nicht von einer Sandmücke, die in Großbritannien nicht vorkommt, gestochen werden konnte. Die Autoren sehen hier als wahrscheinlichste Infektionsquelle die Übertragung von Hund zu Hund an, da in dem Haushalt zuvor ein Hund gelebt hat, der an der Leishmaniose erkrankt war und schließlich eingeschläfert werden musste. Dies wäre der erste Hund, der in Großbritannien an der Leishmaniose erkrankt ist, ohne zuvor eines der bekannten Risikogebiete aufgesucht zu haben. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass bei zunehmendem Reiseverkehr auch die Zahl Leishmaniose-positiver Hunde in Großbritannien ansteigt und das Infektionsrisiko steigt. Zudem wurde ein zweiter Fall beobachtet. Hier war der Hund ebenfalls nicht in einem Risikogebiet gewesen und lebte zudem nicht in einem Haushalt mit einem infizierten Tier zusammen. Die Autoren verweisen allerdings darauf, dass die Besitzer den Sommer 2018 ohne das Tier in Spanien verbracht haben und hier die Ursache für die Infektion zu suchen sei.
ScienceDaily


Geflügelpest in Bulgarien

Nachdem im März bereits die Geflügelpest in Bulgarien nachgewiesen worden war, wurde dort aktuell ein zweiter Fall festgestellt. Wie der erste Fall wurde auch der der aktuelle Fall im Verwaltungsbezirk nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. In beiden Fällen wurde ein hoch pathogenes Virus vom Typ H5 diagnostiziert. Aktuell wurden in dem betroffenen Betrieb rund 1.400 Stück Geflügel gehalten, die alle getötet wurden, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.
OIE


04.04.2019

Zu viel Gerede - Tierschutzbund kündigt Teilnahme am Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung auf

Am vergangenen Montag haben sich erstmals die Mitglieder des neuen Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung in Bonn getroffen. Unter Leitung von Ex-Bundesagrarminister Jochen Borchert haben Experten aus Politik, Wissenschaft, Praxis, Wirtschaft sowie Verbänden über Punkte der sogenannten Nutztierstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums beraten.„Ziel unserer Nutztierstrategie ist es, Ställe der Zukunft zu entwickeln. Ein Mehr an Tierwohl unter Berücksichtigung des Umweltschutz wollen wir so zusammenbringen, dass auch die wirtschaftliche Grundlage der Landwirte gesichert ist, ebenso wie eine gute Versorgung der Verbraucher", sagte dazu Bundesagrarministerin Julia Klöckner. Sie warb dafür, miteinander zu reden, aufeinander zu zu gehen und offen zu sein für sachliche Informationen. Dies alles seien wichtige Bausteine, dass die Nutztierhaltung in der Mitte der Gesellschaft akzeptiert wird. "Unsere Tierhaltung zukunftsfähig aufzustellen und dabei das Verständnis zwischen Landwirten und der Gesellschaft zu verbessern, dabei wird mich unser Kompetenznetzwerk unterstützen.“ Allerdings hat der Tierschutzbund bereits nach der ersten Sitzung des Netzwerkes seine Teilnahme aufgekündigt, da dort nur beraten würde. Der Verband vermisse die Ausarbeitung verbindlicher Ziele für mehr Tierwohl in der Landwirtschaft. Zudem halte man Jochen Borchert nicht für einen Vorsitzenden, der einen Wandel wirklich wolle. Die nächste Sitzung des Kompetenznetzwerkes ist für Juli anberaumt.
topagrar.de


BHV1 im Landkreis Dithmarschen

Im Kreis Dithmarschen sind Rinder eines Mastbetriebes mit 500 Tieren positiv auf eine Infektion mit dem BHV1-Virus getestet worden.Das teilte das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) am 2. April 2019 mit. Der Bestand wurde im Rahmen einer Stichprobenuntersuchung getestet. Dabei wurden bei 56 untersuchten Tieren Antikörper gegen das BHV1- Virus nachgewiesen. Klinische Symptome zeigte keines der Tiere. Inzwischen wurden auch alle übrigen Tiere des Bestands beprobt, ebenso wie Tiere von Kontaktbetrieben. Die Ergebnisse stehen jedoch noch aus. Aus dem betroffenen Betrieb wurden keine Rinder in andere Bestände in Schleswig-Holstein verbracht. Der betroffene Bestand bleibt gesperrt. BHV1 gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Deutschland gilt seit Juni 2017 als offiziell frei von BHV1. Dieser Freiheitsstatus ist durch vereinzelte Nachweise in Deutschland nicht gefährdet.
MELUND


VIER PFOTEN: Empfehlungen für einen sicheren Alltag mit dem Hund

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN hat das neue Hundehaltergesetz in Österreich sowie sich häufende Meldungen über Hundebisse zum Anlass genommen, Hundehalter über einen gefahrenfreien Alltag mit ihrem Vierbeiner zu informieren. Für den sicheren Umgang mit Hunden hat die Tierschutzorganisation zusammen mit der tierschutzqualifizierten Hundetrainerin und Verhaltensbiologin Ursula Aigner einfache, aber hilfreiche Tipps zusammengefasst und veröffentlicht. Zunächst sollte das Tier an den Maulkorb, der für Listenhunde in Wien Pflicht ist, gewöhnt werden, damit der Hund grundsätzlich entspannt durch öffentliche Regionen geführt werden kann. Beim Gassigehen sollte der Hundehalter vorausschauend sein und eventuellen Stresssituationen für seinen Hund zuvorkommen, indem dieser beispielsweise zur Vermeidung einer unangenehmen, stressigen Begegnung mit einem anderen Hund die Straßenseite wechselt. Auch klassische Konfliktsituationen wie ein Aufeinandertreffen der Hunde mit Radfahrern, Joggern usw. können durch rechtzeitiges Ausweichen umgangen werden. Die Tierschützer empfehlen außerdem, dass Hundebesitzer lernen, die Bedürfnisse der eigenen Tiere zu erkennen und bestimmte Verhaltensweisen zu verstehen. „Ein Hund kommuniziert ständig über seine Körpersprache. Wenn ich das Ausdrucksverhalten des Hundes lesen kann, erkenne ich auch, wann er Stress hat. Das sind zuerst 'leise' Beschwichtigungssignale wie Kopf-Wegdrehen, Über-die-Lippen-Lecken, Ausweichen-Versuche bis hin zum Erstarren. Wenn wir diese Signale überhören, dann kommen erst die 'lauten' Signale wie Knurren, Lefzen hochziehen und letztendlich Schnappen oder gar Beißen. Wichtig ist zu wissen: Ich kann laute Signale verhindern, indem ich schon auf die leisen höre“, erklärt Ursula Aigner. 
Vier Pfoten


Deutlich mehr Besucher in deutschen Zoos

Für die deutschen Zoos war 2018 trotz des langen und heißen Sommers ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) meldet ein Besucherwachstum von mehr als sechs Prozent im Vergleich zu 2017. Demnach konnten knapp 35 Millionen Besucher im vergangenen Jahr gezählt werden. "Für uns ist dieses Resultat erneut die Bestätigung, dass die Menschen großes Interesse an unserer Arbeit in den verschiedenen Bereichen haben und sie deswegen gern unterstützen", erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des VdZ. "Zoos sind heute allein durch die weltweite Gefährdung der Artenvielfalt wichtiger als jemals zuvor - und die breite Masse der Bevölkerung befürwortet, dass es sie gibt", so Homes abschließend.
Verband der Zoologischen Gärten


Tierschutz bei der Schlachtung soll weiterentwickelt werden

Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages spricht sich für eine Weiterentwicklung des Tierschutzes aus. Mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, AfD und FDP wurde eine Beschlussvorlage an den Bundestag verabschiedet. Dieser soll nun eine entsprechende Petition an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft überweisen. Speziell geht es um die Prüfung von Argon und Helium als Alternativen zur Betäubung der Tiere mit Kohlendioxid. Diese Methoden sind aktuell noch nicht praxisreif. Hintergrund ist, dass ein Petent den Einsatz dieser Gase gefordert hatte, da die Betäubung mit Kohlendioxid zu einem qualvollen Tod der Tiere führen könne. Mögliche Alternativen würden in der Schlachtung aus Kostengründen oftmals nicht eingesetzt. Der Petitionsausschuss verweist darauf, dass es problematisch sei, dass bei der Betäubung mit Kohlendioxid nicht umgehend der Tod eintrete. Allerdings wird auch auf Hinweise der Bundesregierung verwiesen. Diese erklärte, dass häufig Missverständnisse hinsichtlich der Wirkung von Kohlendioxid bestünden. Aber auch auf die Vorteile wird hingewiesen, da bei dieser Betäubung die Tiere im Gegensatz zur Elektrobetäubung bis zur Schlachtung in der Gruppe bleiben könnten.
Deutscher Bundestag


03.04.2019

Leibniz-Institut sucht Teilnehmer für Fledermauszählung in Berlin

Für ein bürgerwissenschaftliches Forschungsprojekt über Fledermäuse in Berlin sucht das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) interessierte TeilnehmerInnen. Das Institut möchte mit Hilfe von Fledermausdetektoren untersuchen, welche Fledermausarten in welchen Regionen Berlins ansässig sind. Da das menschliche Ohr die Ultraschallrufe der nachtaktiven Flugtiere nicht hören kann, werden die Geräusche der Fledermäuse mit den Detektoren aufgezeichnet und anschließend von den Wissenschaftlern des Instituts ausgewertet. Die Teilnehmer sollen innerhalb von zwei Wochen zweimal eine festgelegte Route in Berlin mit dem Fledermausdetektor abgehen und danach die aufgenommenen Fledermausrufe auf einer Internetplattform hochladen. Das sogenannte Citizen Science-Projekt soll zum einen den ForscherInnen helfen, Daten und Informationen zu gewinnen. Den TeilnehmerInnen werden auf diesem Weg aber auch Kenntnisse über Fledermäuse und die wissenschaftliche Arbeitsweise vermittelt. Interessierte Berliner Bürger können sich bis zum 28. April 2019 für die Teilnahme an dem Bürgerprojekt auf der Internetseite www.fledermausforscher-berlin.de bewerben. Das Projekt ist auf 60 Teilnehmer begrenzt.
Fledermausforscher Berlin
idw


Abiturienten erhalten Unterstützung bei der Berufswahl

Die Abiturzeit in diesem Jahr neigt sich wieder dem Ende zu. Viele Schulabgänger befassen sich dann auch mit der Wahl ihres zukünftigen Berufes. Der Ideenfächer von studieren.de informiert auf 480 Seiten über 20.000 Studienmöglichkeiten allein in Deutschland. Studienberaterin Ulrike Hartmann erläutert: „Die Studien- und Berufswahl ist für viele längst nicht so einfach, wie es wünschenswert wäre. Die Vorstellungen über die eigene Zukunft, Fachrichtung und Möglichkeiten sind oft zu unklar." Der Ideenfächer ist ein gemeinschaftliches Projekt mit 70 Universitäten und Hochschulen aus ganz Deutschland und unterstützt beim Orientierungs- und Entscheidungsprozess. Lehrkräfte und StudienberaterInnen erhalten den Ideenfächer für die Beratung, Seminare oder Workshops zur Studienorientierung kostenfrei. Über das Studium der Veterinärmedizin und die verschiedenen Berufsprofile informiert u.a. die Webseite beruftierarzt,de des Dessauer-Zukunftskreises. Hier können Abiturienten u.a. mit Hilfe einer Checkliste schnell herausfinden, ob ein Studium der Veterinärmedizin in Frage kommt. Weitere Informationen über Arbeitsgebiete von TierärztInnen stellte die Webseite www.vets-up.info bereit.
Studieren.de
Beruftierarzt.de
Vets-up.info


Palmenflughunde tragen zum Erhalt der Artenvielfalt afrikanischer Wälder bei

Flughunde tragen durch die von ihnen bei ihrem nächtlichen Flug verbreiteten Samen zur Erhaltung der Biodiversität von Wäldern bei. Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell haben zusammen mit weiteren Wissenschaftlern aus Schweden und Ghana nun sowohl den wirtschaftlichen als auch den ökologischen Vorteil durch die Palmenflughunde berechnet. Die verbreiteten Samen der Langstreckenflieger könnten jährlich allein in Ghana 800 Hektar Wald entstehen lassen. Eine einzige Kolonie von Palmenflughunden, die sich von Nektar und vielen verschiedenen Früchten ernähren, verteilt jede Nacht auf ihren Flügen über 300.000 Samen über große Entfernungen. Den Forschern zufolge ist nur auf diesem Weg das Gedeihen von gesunden Waldgebieten möglich. Selbst in gerodeten Regionen können so wieder Bäume wachsen. „Die Palmenflughunde verbreiten unter anderem schnell wachsende Bäume, die als Pionierarten die richtige Umgebung für das Ansiedeln und Wachsen weiterer Baumarten schaffen“, erklärt Dina Dechmann vom Max-Planck-Institut. Die Wissenschaftler haben berechnet, dass durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit und das gewachsene Holz ein Gewinn in Höhe von 700.000 Euro entstehen würde. Viele afrikanische Gemeinden könnten davon profitieren. Der Bestand der Flughunde geht jedoch immer weiter zurück, da die Tiere wegen ihres Fleisches gejagt werden. Aber auch die Abholzung großer Bäume, die die Tiere als Schlafplätze benötigen, bedroht die Bestände. „Das ist ein unglaublicher Verlust, denn die Palmenflughunde helfen mit beim Erhalt der Wälder in Afrika. Die Bevölkerung muss deshalb dringend über die Bedeutung der Palmenflughunde informiert werden“, so Dechmann weiter.
Max-Planck-Institut


Befristung für die Verbringungsregelungen in Hinblick auf die Blauzungenkrankheit wird verlängert

Das Hessische Umweltministerium (HMUKLV) hat mitgeteilt, dass die Befristung für die erleichterten Verbringungsregelungen in Hinblick auf die Blauzungenkrankheit bis zum 30. April 2019 verlängert wird. Nach Ostern wird dann das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Risikobewertung aktualisieren, wie die Landestierärztekammer Hessen berichtet. In dieser ist dann die Beurteilung des Risikos der Verschleppung des Blauzungenviirus vom Serotyp 8 (BTV8) unter besonderer Berücksichtigung des Gnitzenaufkommens und intrauteriner BTV8-Infektionen enthalten. Wie das HMUKLV mitteilte, werden zukünftige Regelungen von dieser Risikobewertung abhängen. Für Kälber, die aus Hessen über eine Sammelstelle in Niedersachsen in die Niederlande verbracht werden sollen, müssen auf der Sammelstelle die im Memorandum geforderten Gesundheitsbescheinigungen ausgestellt werden. Die Kälber müssen dafür von der vollständig ausgefüllten Tierhaltererklärung begleitet werden. Andernfalls ist ein Verbringen in die Niederlande über eine Sammelstelle in Niedersachsen nicht möglich. Die Untersuchungen auf BTV8 sind seit dem 01. April 2019 für den Landwirt wieder kostenpflichtig. Kostenfrei für den Einsender sind weiterhin Untersuchungen im Falle des Verdachts auf Blauzungenkrankheit sowie die Monitoring-Untersuchungen.
Landestierärztekammer Hessen


Europäische Experten diskutieren über Vereinbarkeit von Tierwohl und Umwelt in der Nutztierhaltung

Am heutigen Mittwoch (3.4.2019) treffen sich Experten aus ganz Europa, um über eine landwirtschaftliche Nutztierhaltung zu diskutieren, die sowohl dem Tierwohl als auch der Umwelt und den Verbrauchern gerecht wird. Ziel dieser im Bonner Universitätsforum stattfindenden Tagung ist die Erhaltung der Landschaft Europas, der Umwelt und Biodiversität sowie des kulturellen Erbes und der Traditionen. Im Fokus steht der Veranstaltung steht die Schweinehaltung sowie Verbesserungsmöglichkeiten.
idw


02.04.2019

Ostendorff fordert Neuaufmachung der Düngeverordnung

Strohhaltungs- und Öko-Betriebe sollen nach Ansicht der Bundesregierung für Festmist und die Düngung auf Hangflächen mehr Abgaben zahlen. Friedrich Ostendorff (Bündnis90/Die Grünen), Sprecher für Agrarpolitik, erklärt dazu: „Hier wird der Bock zum Gärtner gemacht. Diese Vorschläge sind vollkommen absurd. Sie belasten gerade die Betriebe, die umweltgerecht und extensiv wirtschaften, allen voran die Strohhaltungs- und Öko-Betriebe. Gleichzeitig sollen die eigentlichen Verursacher für die Misere entlastet werden.“ Großschweinehaltungen, die eine große Menge an Gülle produzieren, sollten eher zur Verantwortung gezogen werden, da diese schließlich auch Verursacher der Nitratfrachten seien, so Ostendorff weiter. Der Agrarpolitiker kritisiert das Ministerium dafür, dass es noch keine verlässlich abgestimmte Düngeverordnung auf den Weg gebracht habe. „Die Düngeverordnung muss jetzt komplett neu aufgemacht und endlich fachlich richtig und neu formuliert werden. Wir brauchen eine einfache Hoftorbilanz, die Eingänge und Ausgänge erfasst. Die Betriebe mit erheblichen Bilanzüberschüssen müssen sich erheblich verändern, um ihre Nährstofffrachten zu reduzieren“, fordert der Politiker.
Bündnis90/Die Grünen


Hitzewellen beeinflussen Fortpflanzung von Delfinen

Wissenschaftler der Universität Zürich (UZH) sind in einer Studie den Auswirkungen des Klimawandels auf Delfinbestände in Westaustralien auf den Grund gegangen. Dazu analysierten sie Langzeitmessungen von hunderten Tieren zwischen 2007 und 2017. Die Studienergebnisse zeigen, dass Hitzewellen und die damit ansteigenden Temperaturen im Meer auf die Fortpflanzumg der Meeressäuger starke Auswirkungen haben, denn Delfinweibchen bringen weniger Kälber zur Welt. Dieses Phänomen hält auch noch nach 2017 an. „Das Ausmaß des negativen Einflusses der Hitzewelle hat uns überrascht", so Sonja Wild, ehemalige Doktorandin an der Universität Leeds und Erstautorin der Studie. „Äußerst ungewöhnlich ist insbesondere, dass sich der Fortpflanzungserfolg der Weibchen selbst nach sechs Jahren noch nicht normalisiert hatte.“ Welche Faktoren letztendlich für die geringere Fortpflanzungsrate verantwortlich sind, wurde nicht untersucht. Denkbare Erklärungen wären die Vernachlässigung der Kälber, eine erhöhte Neugeborensterblichkeit oder eine Verzögerung der Geschlechtsreife durch die Hitzewellen. Zudem fanden die ForscherInnen auch heraus, dass Delfine, die mit Hilfe von Schwämmen ihre Nahrung in tieferen Gewässern finden, nicht so stark betroffen sind. „Wir gehen jedoch davon aus, dass diese plötzlichen Klimaereignisse auf lange Sicht sogar bei Tiergruppen, die sich neuen Umweltbedingungen normalerweise relativ gut anpassen, äußerst negative Auswirkungen haben können“, erklärte Wild weiter. „Marine Hitzewellen werden aufgrund des Klimawandels in Zukunft gehäuft auftreten», klärt Studienleiter Michael Krützen, Professor am Anthropologischen Institut der UZH, auf. „Dies ist nicht nur problematisch für die langfristige Perspektive von Delfinpopulationen, sondern für die gesamten Ökosysteme des Meeres.“ 


UZH


TV-Tipp für Donnerstag: Wissenschaft befasst sich mit den Rechten der Tiere

Am kommenden Donnerstag (4. April) zeigt 3sat zunächst um 20.15 Uhr die Dokumentation „Rechte der Tiere“, die Tierwohl und artgerechte Haltung und deren sich ständig ändernde Definition beleuchtet. Der Film von Klaus Neumann-Ege und Hendrick Löbbert befasst sich mit der Frage, wie sich Tierschutz mit den wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie vereinbaren lässt. In der anschließenden Sendung „scobel“ diskutiert Gastgeber Gerd Scobel mit dem Verhaltensbiologen Kurt Kotrschal, dem Veterinärmediziner und Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V." Michael Marahrens und Saskia Stucki, Juristin mit dem Forschungsschwerpunkt Tierrecht und Tierschutz, über das deutsche Tierschutzgesetz, das neue Tierwohllabel und die eventuelle Notwendigkeit globaler Gesetze.
3sat


Netzwerkprojekt soll Schäfereien in Brandenburg ankurbeln

Schäfereien in Brandenburg werden immer weniger. Zwischen 2008 und 2017 hat sich die Zahl fast halbiert. Ein Grund dafür ist unter anderem der Preiskampf mit dem neuseeländischen Fleischmarkt, Einnahmen aus Schafswolle sind verschwindend gering. Zudem wollen immer weniger Jugendliche den Beruf des Schäfers erlernen. Um die noch verbliebenen Schäfereien zu unterstützen, hat die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) das Netzwerkprojekt „Schäfer schützen“ ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt sollen SchäferInnen zusammen mit Akteuren des Naturschutzes und der Landschaftspflege Ideen und Lösungen für die notwendigen Herausforderungen der Schafhaltung entwickeln, um den Beruf der SchäferIinnen wieder attraktiv zu machen.„Es braucht Schafherden, um vor allem sensible Standorte beweiden zu können. Diese sind erst über die Jahrhunderte durch die Beweidung mit Schafen entstanden und zählen heute zu den artenreichsten Lebensräumen Europas. Ein Ausbleiben der Beweidung führt zwangsläufig zu einem Rückgang der Artenvielfalt“, erklärt Ann-Kristin von Saurma, Netzwerkkoordinatorin des vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) geförderten Projekts.
idw


01.04.2019

Klöckner bezeichnet Haltungskennzeichnung im Handel als unzureichend

Seit dem heutigen Montag (1. April) werden Frischfleisch und deren Produkte in den führenden Supermarktketten einheitlich gekennzeichnet. Wie rbb berichtet, sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) diese Kennzeichnung lediglich als ein „Sortiersystem“, das nur als ein kleiner Schritt in Richtung staatliches Tierwohlkennzeichen, das seitens der Ministerin angestrebt wird, anzusehen ist. Der Verbraucher könne anhand der Kennzeichnung des Handels nicht erkennen, wie es um das Wohl des Tieres in seiner gesamten Lebenszeit bestellt war. „Der Handel hat nur einsortiert, was es schon gibt. Deshalb sind die Kriterien auch etwas übersichtlich. Die beziehen sich nur auf den Stall. Das staatliche Tierwohlkennzeichen, das ich anstrebe, das ist dagegen viel umfassender.“
Presseportal


Brexit könnte Einfluss auf Zuchtprogramme europäischer Zoos haben

Der anstehende Brexit könnte für europäische Zoos und deren Zuchtprogramme weitreichende Konsequenzen haben. Nach Meinung von Experten könnte der für die Zucht wichtige Austausch zwischen den Zoos zur Vermeidung von Inzucht und den damit verbundenen genetischen Defekten zumindest mit Großbritannien erst einmal nicht stattfinden. Grund dafür seien noch unklare Regeln für den Tiertransport, berichtet "Südtirol News" .„Der Brexit ist eine sehr schlechte Nachricht für das Erhaltungszuchtprogamm in den Zoos. Denn jedes einzelne Tier, das in dem Programm ist, hat seinen genetischen Wert. Aber auch die Anzahl der Tiere ist wichtig. Man muss die richtige Anzahl haben, damit die Population langfristig zukunftsfähig bleibt”, äußerte sich Kurator Sander Hofman vom Zoo Antwerpen, der sich um die Zucht der vom Aussterben bedrohten Okapis kümmert. 13 von zurzeit noch 73 in europäischen Zoos ansässigen Okapis leben in britischen Zoos. Der Genpool würde sich ohne den Austausch mit den Tieren aus Großbritannien bedenklich verringern.Momentan versuchen Zoos, noch vor dem Eintritt des Brexits Tiere auszutauschen, solange die EU-Regeln auch für Großbritannien noch gelten.
Südtirolnews


Niedersächsische ELER-Prämien für tiergerechte Schweinehaltung: Bewerbungsfrist bis 15. Mai

Das Land Niedersachsen fördert auch im laufenden Jahr wieder besonders tiergerechte Haltungsverfahren von Nutztieren. Noch bis zum 15. Mai können sich Landwirtinnen und Landwirte für die ELER-Prämien für tiergerechte Schweinehaltung bewerben. Die Förderung in Höhe von mindestens acht Millionen Euro soll einen zusätzlichen Anreiz zur freiwilligen und vorzeitigen Umsetzung der „Niedersächsischen Nutztierhaltungsstrategie / Tierschutzplan 4.0“ bieten. „Mit der Prämie wollen wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bei der Tierhaltung ein Mehr an Aufwand und Kosten abdecken müssen, finanziell unterstützen. Ich bin zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr das Interesse groß ist“, so Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.Im Bereich der sogenannten „Ringelschwanzprämie“ für Mastschweine, der „Sauen-“ sowie der „Ferkelprämie“ werden die Teilnehmer zusätzlich durch eine praxisbezogene Beratung begleitet. Eine unabhängige Bewertung der Maßnahmen erfolgt durch das Thünen-Institut des Bundes.Auf den Internetseiten der Landwirtschaftskammer (LWK) und beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) finden die BewerberInnen weitere Informationen und die Antragsformulare.
ML Niedersachsen


29.03.2019

bpt feiert 100-jähriges Bestehen in Frankfurt

Am vergangenen Mittwoch hat der Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt) sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Eingeladen waren neben rund 300 nationalen und internationalen Gästen aus Tierärzteschaft, Politik und Wirtschaft auch Pressevertreter. Der Festakt sowie der Empfang, zu dem Persönlichkeiten wie Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Hessens Landwirtschaftsministerin Priska Hinz eingeladen waren, fand im historischen Kaisersaal des Frankfurter Römers statt. Dort wurden die Gäste vom bpt-Präsidenten Dr. Diegfried Moder und vom Bürgermeister der Stadt Frankfurt, Uwe Becker, begrüßt. In den Festreden wurde das Engagement des Verbandes gewürdigt und aktuelle Herausforderungen angesprochen. Ein Höhepunkt der Feier war der Rückblick auf 100 Jahre tierärztliche Tätigkeit von Schauspieler und Kabarettist Michael Quast.
bpt


Haltungsform von Frischfleisch wird ab 1. April einheitlich gekennzeichnet

Ab dem kommenden Montag (1. April) werden die führenden Supermarktketten in Deutschland einheitlich die „Haltungsform“ von Frischfleisch kennzeichnen, was einen weiteren Schritt zu mehr Tierfreundlichkeit in der Nutztierhaltung bedeutet. Die Vierstufen-Kennzeichnung bietet Verbrauchern und Verbraucherinnen mehr Transparenz über die Haltung der Tiere, so Ina Müller-Arnke, Nutztierexpertin bei VIER PFOTEN. Die Tierschutzorganisation fordert eine verpflichtende Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte und sieht die Bundesregierung in der Pflicht, diese gesetzlich festzulegen. Müller-Arnke sieht noch zu viele Baustellen in dem Kennzeichnungskonzept. So sieht die Stufe 2 nur 10 % mehr Platz für Schweine vor, was ungefähr einer DIN-A-4-Seite gleichkommt. Zudem werden die Tiere in den Stufen 1 und 2 in dunklen Betonbuchten über ihren eigenen Exkrementen und ohne Zugang zu frischer Luft gehalten. Stufe 3 bietet den Tieren zumindest frische Luft und Tageslicht, Stufe 4 zusätzlich einen Auslauf im Freien. Jedoch ist in allen vier Stufen noch das Kupieren der Ringelschwänze von Schweinen und der Schnäbel von Puten erlaubt. „VIER PFOTEN steht bereit, den Lebensmitteleinzelhandel bei der Ausarbeitung seiner Kriterien zu unterstützen. Viel wichtiger ist jedoch die Einführung einer gesetzlich verpflichtenden Haltungskennzeichnung für alle tierischen Produkte. Die Bundesregierung ist in der Verantwortung, den Tierschutz voranzutreiben. Tiergerechte Haltungsformen müssen staatlich gefördert werden. Außerdem muss sich der Mehraufwand auch im Produktpreis niederschlagen. Die Tierhalterinnen und Tierhalter dürfen nicht auf den Mehrkosten sitzen bleiben. Es ist Aufgabe der Politik, die Weichen für mehr Tierschutz zu stellen und dafür zu sorgen, dass sich tiergerechte Haltungsformen in der Praxis verbreiten“, so Müller-Arnke weiter.
Vier Pfoten


NRW erhöht Förderungen für Herdenschutzmaßnahmen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in Wolfsgebieten erhöht. Bisher war es möglich, dass bis zu 80 Prozent der Kosten für solche Maßnahmen gefördert wurden. Ab sofort wurde die Förderung auf 100 Prozent aufgestockt, nachdem die EU hierfür Anfang des Jahres die entsprechenden Möglichkeiten geschaffen hatte. Zusätzlich können jetzt auch Herdenschutzmaßnahmen in den Pufferzonen, die die Wolfsgebiete umgeben, zu 100 Prozent gefördert werden, wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz mitteilt. Das Ministerium verweist zudem darauf, dass es laut bundesweiter Untersuchungen keinen 100prozentigen Schutz gegen Wolfsübergriffe gebe. Funktionierende Elektrozäune würden die Zahl erfolgreicher Übergriffe aber erheblich senken.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen


Blauzungenkrankheit in Belgien

In Belgien ist erstmals seit 2008 wieder die Blauzungenkrankheit nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Der erste Fall wurde bereits Mitte Februar in der Provinz Luxemburg in einem Rinder haltenden Betrieb nachgewiesen. Im März wurde das Virus dann in drei weiteren Rinder haltenden Betrieben ebenfalls in der Provinz Luxemburg festgestellt. In allen Fällen wurde das Virus Serotyp 8 (BTV-8) diagnostiziert. Dieser Serotyp ist aktuell auch für die Fälle in diesem Jahr in Süddeutschland verantwortlich.
OIE


Auch die letzte deutsche Pelztierfarm stellt Betrieb ein

Mit der Schließung des Betriebes im nordrhein-westfälischen Rahden wurde nun auch die letzte deutsche Pelztierfarm geschlossen. In den Käfigen der Farm befinden sich keine Nerze mehr. Damit ist die Pelzindustrie auch in Deutschland Geschichte. „Wir hoffen sehr, dass die leeren Käfige das endgültige Aus für die Pelzindustrie in Deutschland bedeuten“, erklärte Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN. „Offiziell ist die Nerzfarm zwar noch nicht abgemeldet, aber es erscheint unwahrscheinlich, dass noch einmal Zuchttiere eingesetzt werden. Ein Umbau der Farm nach den ab 2022 geltenden Mindestvorgaben dürfte aus ökonomischen Gründen ausgeschlossen sein.“ Verboten sei die kommerzielle Zucht und Tötung von Nerzen, Füchsen und anderen Pelztieren in Deutschland zwar nicht, jedoch hatte die Bundesregierung vor knapp zwei Jahren hohe Auflagen für die Haltung der Tiere festgelegt. Die Tierschutzorganisation fordert jedoch weiterhin ein offizielles gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung in Deutschland und ein europaweites Handels- und Importverbot für Felle und Pelzprodukte.
Vier Pfoten


28.03.2019

Erstmals sexuell übertragene Infektion in Wildvogelpopulation experimentell bestätigt

Forschern ist erstmals die Bestätigung gelungen, dass sexuell übertragbare Krankheiten auch bei Wildvogelpopulationen möglich sind. Dies fanden Wiisenschaftler der Vetmeduni Vienna gemeinsam mit Kollegen aus Frankreich heraus. Der Nachweis erfolgte hierbei experimentell. Der Nachweis erfolgte bei einer Dreizehenmöwen-Population. Bei den Männchen wurde der Samenfluss mit einem einfachen Ringaufsatz an der Kloake blockiert. Ohne diesen „Keuschheitsgürtel“ infizierten sich Weibchen mit einem neu entdeckten bakteriellen Erreger, mussten in Folge viel mehr in die Fortpflanzung investieren und hatten einen geringeren Reproduktionserfolg als „geschützte“ Tiere. Für den Versuch wurden 70 Pärchen zufällig ausgewählt. 33 der gefangenen Männchen erhielten diesen "Keuschheitsgürtel". Die übrigen Männchen wurden mit einem Kontrollaufsatz ausgestattet. Nach der ersten Eiablage wurden die Aufsätze entfernt und die Probenabnahme bei allen Tieren wiederholt. „Der einfache Plastikring um die Kloake der Männchen der experimentellen Gruppe, der von uns schon in einer vorangegangenen Studie entwickelt und getestet wurde, wirkt im Prinzip wie ein die Samenabgabe blockierender Keuschheitsgürtel. Mit den vor und nach dieser Maßnahme entnommenen Proben der mikrobiellen Kloakenfauna ergibt sich dann bei der Analyse im Vergleich mit der Kontrollgruppe im besten Fall ein Ausschlussprinzip“, erklärt Richard Wagner. „Pathogene Bakterienstämme, die man nach der Paarung in beiden Geschlechtern der Kontrollgruppe findet, in der experimentellen Gruppe jedoch nur bei den Männchen, deuten auf eine sexuelle Übertragung hin. Wenn also die Männchen die Stämme X, Y sowie Z und die Weibchen nur Z zeigen, dann konnten wir bei den weiblichen Tieren den Verlust von Z bei der Paarung mit blockiertem Samenfluss bestätigen. Das bedeutet, dass Stamm Z auf ein Weibchen über das Ejakulat übertragen wird und dass ihn diese ohne weitere Besamung aber wieder loswerden können. Damit kann eine Übertragung dieses Pathogens über andere Wege, etwa bei Paarungsritualen wie gegenseitigem Füttern oder über das gemeinsame Nest ausgeschlossen werden.“
Vetmeduni Vienna


ASP und fallende Preise zwingen viele Schweinebauern in China zum Aufgeben

Auch in China sorgt die Afrikanische Schweinepest (ASP) für Unruhen: die Ausbreitung der Tierseuche, neben Umweltauflagen und niedrigen Preisen, hat den chinesischen Schweinebestand stark verringert. Zahlreiche Schweine haltende Betriebe mussten ihre Produktion einstellen, im Februar diesen Jahres wurden laut Pekinger Landwirtschaftsministerium 16,6 Prozent weniger Betriebe gezählt als vor einem Jahr, die Zahl der Sauenhaltungen fiel sogar um gut 19 Prozent. Im Vergleich zu Januar 2019 waren das 5 Prozent. Auszugehen sei in 2019 von einem weiteren Einbruch der chinesischen Schweinefleischproduktion, der Einfuhrbedarf trotz nachlassender Nachfrage der heimischen Verbraucher werde deutlich steigen, so Expertenmeinungen. Zur Vorbeugung von eventuellen Engpässen bei der Versorgung hat die chinesische Regierung mit einem zweiten Programm zum Aufkauf von Schweinefleisch von 50'000 t für die staatliche Reserve begonnen.
Schweinebauer


Earth Hour 2019: weltweite Aktion für den Klimaschutz

Am kommenden Samstag (30.3.) werden um 20.30 Uhr wieder weltweit an tausenden Orten die Lichter für eine ganze Stunde ausgehen. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Gebäude bleiben dann für diese Zeit unbeleuchtet. Die Earth Hour – die Stunde der Erde – soll ein Zeichen setzen gegen die Erderhitzung, die ein Grund für das weltweite Artensterben ist, setzen und ein größeres Bewusstsein für den Klimaschutz schaffen. Auf der Internetseite können Sie sehen, ob auch Ihre Stadt/ Gemeinde an der Aktion teilnimmt, aber auch jeder Einzelne kann sich beteiligen. Einfach für eine Stunde das Licht im eigenen Zuhause ausschalten!
Earth Hour


27.03.2019

Viele Missstände in der Tierhaltung bestehen seit der Bundestagswahl unverändert fort

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ist jetzt ein Jahr im Amt. Während Klöckner selbst bislang recht zufrieden mit ihrer Arbeit ist, fällt die Bilanz des Bündnis für Tierschutzpolitik schlecht aus. Trotz großer Versprechungen habe sich an vielen Missständen in der Tierhaltung so gut wie nichts geändert, heißt es in einer Presseerklärung des Bündnisses. Klöckner stelle wirtschaftliche Interessen über das Staatsziel Tierschutz. "Sei es bei der betäubungslosen Kastration von Ferkeln, bei Tiertransporten in Drittländer oder durch niedrige Standards in der Tierhaltung – die Bundesministerin sorgt dafür, dass Verantwortliche weiter routinemäßig gegen Tierschutzvorgaben verstoßen und dies auch noch wirtschaftlich begründen dürfen", fasst Konstantinos Tsilimekis, Geschäftsleiter der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, die Kritik zusammen. Um die Missstände in der Tierhaltung zu verringern, benötige Deutschland eine mutige und mitfühlende Ministerin, die eine Vision entwickelt und den dringenden Umbau der Tierhaltung konsequent angehe.
Bündnis für Tierschutz


Bei Krähen entscheidet die Gefiederfarbe die Partnerwahl

Raben- und Nebelkrähen unterscheiden sich genetisch kaum voneinander. Daher können sie auch gemeinsame Nachkommen haben. Aber trotzdem bleiben die Populationen getrennt. Wie Evolutionsbiologen der Ludwig-Maximilians-Universität München jetzt herausfanden, liegt dies daran, dass die Farbe bei der Partnerwahl eine Rolle spielt. Die Vögel wählen möglichst gleichfarbige Partner aus.
LMU München


Lumpy Skin Disease auf dem Balkan erfolgreich eingedämmt

Laut eines aktuellen Berichtes der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) konnte der Ausbruch der Lumpy Skin Disease (LSD) auf dem Balkan erfolgreich eingedämmt werden. Die Erkrankung war Ende 2015 über die Türkei nach Griechenland gelangt. Im Jahr gab es dann Ausbrüche in Griechenland, Bulgarien, Nordmazedonien, Serbien, Kosovo, Albanien und Montenegro. Bereits 2016 wurde ein Notimpfprogramm durchgeführt und im vergangenen Jahr wurden in der Region 2,5 Millionen Rinder, was 70 Prozent der dortigen Population entspricht, gegen das Virus geimpft. Die eingeführten Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Zahl der Ausbrüche bereits von 2016 zu 2017 von fast 7.500 auf nur noch 385 gesunken war. Im Jahr 2018 konnte dann kein Fall mehr nachgewiesen werden. In Ländern wie Russland, der Türkei und Georgien trat die Erkrankung dagegen auch im vergangenen Jahr auf. Da dadurch die Gefahr einer Wiedereinschleppung besteht, wird empfohlen, das Impfprogramm auch in diesem Jahr aufrecht zu erhalten.
EFSA


Gespräch zu tierärztlichen Notdiensten im Bundesarbeitsministerium

Auf Grund der sich zuspitzenden Situation im Bereich des tierärztlichen Notdienstes war bereits im Februar eine Delegation des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte zu Besuch im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Hintergrund ist, dass immer mehr Tierkliniken ihre Zulassungen zurückgeben, da sie bei regelkonformer Beachtung des deutschen Arbeitszeitgesetzes die Anforderungen des Nacht- und Wochenenddienstes kaum noch wirstschaftlich leisten können. Deshalb besteht große Sorge, dass massive Versorgungslücken entstehen. Um hier mögliche Lösungen auszuloten, war der bpt in das BMAS gefahren. Obwohl man im Ministerium die Sorgen der Tierärzteschaft ernst nahm, war man nicht bereit, über Änderungen am Arbeitszeitgesetz nachzudenken. Stattdessen verwies man auf die Nutzung bestehender Möglichkeiten wie die Stärkung der freien Mitarbeit und die sogenannten Kollektivverträge. Beide Hinweise werden beim bpt kritisch gesehen. So verweist man u.a. darauf, dass Modelle der freien Mitarbeit regelmäßig unter dem Verdacht der Scheinselbstständigkeit stehen. Hier liegen dem bpt aktuell kritische Fälle vor. Auch wenn man im Ministerium keine aktuellen Hilfestellungen leisten kann, zog der bpt ein positives Fazit des Treffens. Der Handlungsdruck aus der Tierarztbranche sei ernsthaft zur Kenntnis genommen worden und auch das Spannungsfeld zwischen unzureichenden Liquidierungsmöglichkeiten im Notdienst (Grenzen der GOT) wurde erkannt.
bpt e.V.


Neuer Staupe-Stamm erstmals in Nordamerika nachgewiesen

In Nordamerika ist erstmals der Stamm des Staupe-Virus vom Typ Asia-1 nachgewiesen worden. Dieser Stamm kam in Nordamerika bisher nicht vor, wie die Cornell University (USA) berichtet. Nachgewiesen wurde der Stamm bei einem jungen Hund, der im Herbst vergangenen Jahres aus Südkorea nach Kanada importiert worden war. Der Hund stammt offenbar aus einer Gruppe von Tieren, die von Tierschützern von einem koreanischen Fleischmarkt gerettet worden waren. Hunde die gegen die Staupe geimpft sind, sollten auch gegen diesen Virusstamm immun sein. Allerdings kann es zu einem Problem kommen, wenn das Virus auf ungeschützte Populationen wild lebender Fleischfresser trifft. Der betroffene Hund entwickelte zwei Wochen nach der Ankunft in Kanada Symptome einer Erkältung. Das Tier wurde einige Zeit später eingeschläfert.
Cornell University


26.03.2019

Fernseh-Tipp: Afrikanische Schweinepest in Europa am Dienstagabend bei Arte

Am heutigen Dienstagabend um 19.40 Uhr strahlt der Fernsehsender Arte eine Reportage über die Afrikanische Schweinepest (ASP) aus.Welche sinnvollen Maßnahmen werden in den einzelnen Ländern zum Schutz vor der ASP ergriffen und welche Bedrohung geht von der Tierseuche für die Schweine in Europa aus? Diesen Fragen gehen die polnische Veterinärinspektorin Malgorzata Bruczynska und Angela Dinter vom Fachverband für Nutztiere nach. In Polen, wo die ASP bereits seit 2017 grassiert, versuchen Militär und Behörden gemeinsam, die Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Die Schweinehalter haben dennoch große Angst um ihre Schweine. Dies gilt auch für die Landwirte in Deutschland, obgleich die Viruskrankheit hier noch nicht nachgewiesen werden konnte. Dennoch hat sich der Deutsche Bauernverband für den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweinepopulation ausgesprochen. Angela Dinter besucht für ihre Reportage Freilandbauern und einem Großmäster an der deutsch-polnischen Grenze, um sich selbst ein Bild über die Situation zu machen.
Arte


Kenntnisse über Notfallmaßnahmen bei Hund und Katze können Leben retten

Wie verhält man sich bei tierischen Notfällen? Wie muss gehandelt werden, wenn ein Tier -ein fremdes oder das eigene- bei einem Verkehrsunfall verletzt wurden? Dr. Peter Kellner, Inhaber einer Kleintierpraxis in Einbeck, hat in einem Benefiz-Vortrag „Erste Hilfe für den Hund“ anschaulich Notfallmaßnahmen, Erstversorgung und Verbandsanlegung vorgestellt. So konnten die vielen Interessierten selbst einen Verband anlegen. Aber auch die Maßnahmen bei einem Verkehrsunfall wurden erklärt, wie die Unfallstelle abgesichert, das verletzte Tier beruhigt und aus der Gefahrenzone gebracht werden muss. Dr. Kellner empfahl, bei jedem Ausflug mit dem Hund für den Notfall, der jederzeit eintreten kann, immer eine elastische Binden, Mülltupfer zur Wundabdeckung, Wattestückchen zum Abpolstern sowie Wasser abweisende, selber haftende Kunststoffbinden mit sich zu führen.Auch das Katzenteam Einbeck und das Einbecker Spendenteam konnten sich freuen – die Einnahmen aus diesem Abend gingen je zur Hälfte an sie. In den Online-Kursen „Erste Hilfe beim Hund“ und „Erste Hilfe bei der Katze“ auf www.tierhalter-wissen.de lernen Sie, wie Sie sich bei einem Notfall richtig verhalten und dadurch möglicherweise das Leben Ihres Tieres retten können.
Einbecker Morgenpost
tierhalter-wissen.de/Hund
tierhalter-wissen.de/Katze


ASP in Polen weiterhin sehr aktiv

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Polen weiterhin sehr aktiv und breitet sich auch weiter aus. Allein in der ersten Märzwoche wurden knapp 100 neue Seuchenfälle bei Wildschweinen festgestellt. Seit Jahresanfang wurden rund 600 ASP-Fälle registriert. Glücklicherweise gab es im laufenden Jahr noch keine Ausbrüche in Hausschweinebeständen. Das Risiko ist jedoch nach wie vor sehr hoch.
Schweizerbauer.ch


Niederländische Tierhalter sind bei Investitionen in neue Ställe zurückhaltend

Niederländische Schweine- und Geflügelhalter stehen neuen Stallbauten zurückhaltend gegenüber. Dies geht aus einer Befragung von etwa 3.200 Schweine- und Geflügelhaltern im vergangenen Jahr durch das Marktforschungsunternehmen AgriDirect hervor. Der Anteil der Betriebe mit Stallneubauplänen sank bei den Schweinebetrieben von 15,9% im Jahr 2017 auf 14,4% in 2018. Bei den Geflügelbetrieben hatten noch 13,2% Stallneubaupläne, in 2017 betrug der Anteil 14,3%. Diese Entwicklung könnte die zunehmende Verunsicherung der Tierhalter sowie gedämpfte Zukunftsaussichten widerspiegeln.
Schweizerbauer.ch
AgriDirect


Australien lässt Schnelltest für Blauzungenvirus zu

In Australien ist ein neuer Schnelltest für Infektionen mit dem Blauzungenvirus bei Wiederkäuern zugelassen worden. Mit Hilfe des Tests können Infektionen festgestellt und Virenstämme bestimmt werden und das alles in nur wenigen Stunden. Bislang waren nur PCR-Tests zugelassen, die mehrere Wochen für das Ergebnis benötigten und hohe Kosten pro Tier verursachten. Landwirtschaftsminister David Littleproud nannte den Test einen großen Vorteil für die Industrie und die Landwirte sowie für den internationalen Marktzugang. Darüber hinaus werde der Test auch das Monitoring der Tierseuche in Australien verbessern. Bisher wurden in Australien nur im Norden und in Teilen Ostaustraliens Stämme des Blauzungenvirus nachgewiesen, darunter jedoch kein pathogener Stamm.
Agrarheute.com


Verbessertes Tierwohl in der Geflügelhaltung durch das Zweinutzungshuhn

Nach dreieinhalb Jahren experimenteller und feldnaher Forschung konnten die teilnehmenden WissenschaftlerInnen ihr Projekt am gestrigen Montag vorstellen: das sogenannte Zweinutzungshuhn, eine neu strukturierte Geflügelhaltung, bei der die Hennen zur Eigewinnung und die Hähne zur Mast genommen werden, ohne unterschiedliche Hühnerlinien einzusetzen. Die Forschungsergebnisse können sich durchaus sehen lassen: im Vergleich mit konventionellen Hennen legte das Zweinutzungshuhn zwar durchschnittlich 50 Eier weniger und die Hähne benötigten die doppelte Zeit, um das Mastgewicht konventioneller Masthähne zu erreichen, jedoch konnte beobachtet werden, dass die Tiere sehr viel ruhiger waren und durch den geringeren Stress ein fast intaktes Federkleid behielten. Besonders in Hinsicht auf das Gumborovirus zeigte sich eine viel geringere Infektanfälligkeit bei den Zweinutzungshühnern. Hähne benötigen im Vergleich zu konventionell gehaltenen Tieren weniger Eiweiß, hier reicht ein eiweißreduziertes und daher kostengünstigeres Futter aus. Die Hennen können mit einem faserstoffreichen, nährstoffreduzierten Futter gefüttert werden. Dies ist zum einen kostengünstiger als konventionelles Futter und zum anderen ist die Legeleistung besser. Mit dem kostengünstigeren Futter können niedrigere Erträge bzw. die Kosten für eine längere Mastzeit aufgefangen werden. Mit diesem ganzheitlichen Konzept „Integhof“ wird durch Stressreduzierung und Leistungsentschleunigung das Tierwohl verbessert, auch kann das Töten der männlichen Küken der Legehennenlinien auf diesem Weg vermieden werden.
idw


25.03.2019

Landesbauernverband warnt vor Gefahren durch Hundekot und Abfälle auf Feldern

Der Landesbauernverband (LBV) bittet eindringlich darum, dass keinerlei Abfälle auf landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen entsorgt und die Flächen gerade jetzt im beginnenden Frühjahr auch nicht betreten werden. Besonders die Hinterlassenschaften von Hunden können das Erntegut verschmutzen und die Gesundheit von Menschen und Weidetieren gefährden. Besonders anfällig sind trächtige Rinder. Verunreinigtes Futter könnte Fehlgeburten auslösen, weggeworfene Dosen oder Flaschen die Tiere auf der Weide verletzen oder vergiften. Diese Art von Müll, aber auch liegengelassenes Hundespielzeug, können zudem die Maschinen der Bauern stark beschädigen. Daher bittet der LBV um Rücksichtnahme.
LBV


US-Landwirtschaftsministerium intensiviert Maßnahmen zum Schutz vor Eintrag der ASP

Um einen Eintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in die Vereinigten Staaten weiterhin zu vermeiden, versorgt das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) internationale Reisende mit aktualisierten Tipps für ihre Reise. So wird darauf hingewisen, dass das ASP-Virus auch auf Kleidung, Schuhen und Händen anheften und somit in das Land eingebracht werden kann. Unterstaatssekretär Greg Ibach bittet Reisende eindringlich, alle landwirtschaftlichen Reisesouvernirs und tierischen Produkte in ihrem Gepäck anzumelden. Ein Nichtbeachten werde streng bestraft. Das USDA und  die U.S. Customs and Border Protection (Zoll- und Grenzkontrollbehörde) arbeiten vermehrt mit Spürhunden, auch wird das Durchleuchten des Gepäcks intensiviert. Reisenden wird zudem nahegelegt, frühestens fünf Tage nach ihrer Rückkehr wieder Schweine haltende Betriebe, Märkte, Zoos oder Zirkusse zu besuchen.
USDA


Schleswig-Holstein: Landwirtschaftsminister Albrecht stellt unbefristeten Erlass zu Tiertransporten vor

In einem unbefristeten Erlass fordert Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht von der Bundesregierung die Verbesserung der Bedingungen und Kontrolle bei Tiertransporten aus Deutschland und der EU, etwa bei Umladestationen und Schlachthöfen in den Ziel-Drittländern. Zudem enthält der Erlass, der auf der kommenden Agrarministerkonferenz der Länder eingebracht wird, Maßnahmen auf Landesebene bei Tiertransporten in Drittländer, unter anderem nach Ägypten, Algerien, Marokko, Tunesien und in die Türkei. Da besonders hier erhebliche Tierschutzverstöße zu erwarten seien, sollen Transporte in diese Länder nur unter bestimmten Anforderungen genehmigt werden dürfen, zum Beispiel, wenn ein Fahrtenbuch bis zum Bestimmungsort geführt wurde, eine Kontrollmöglichkeit während der Beförderung sichergestellt ist und der Zugangs zu elektronischen Daten umfassend gewährt wird. „Mit diesen detaillierten Anweisungen geben wir den Kreisveterinärinnen und -veterinären die nötige Sicherheit bei der Entscheidung über die Genehmigung von Tiertransporten und der Erteilung von Vorlaufattesten", sagte der Minister. "Der Schutz von Tieren hat für die Landesregierung Schleswig-Holstein auch und gerade bei Transporten in die benannten Drittstaaten einen herausgehobenen Stellenwert. Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, die Einhaltung der geltenden Bestimmungen des Tierschutzes sowie der Anforderungen an entsprechende Tiertransporten zu garantieren. Transporte dürfen nicht genehmigt werden, wenn diese Anforderungen nicht nachgewiesen werden oder gar konkrete Hinweise auf tierquälerische Bedingungen vorliegen“, so Albrecht weiter.
Landesregierung Schleswig-Holstein


Neue Trittschallplatte erkennt erste Anzeichen von Klauenerkrankungen

Eine neuentwickelte Trittschallplatte soll frühzeitig Klauenerkrankungen erkennen. Das Frühwarnsystem, das bereits erste Anzeichen einer Erkrankung bei Milchkühen durch den akustischen kranken Fußabdruck erkennt, wurde gemeinsam von Forschern des Leibniz-Institutes für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) und Elektronik-Spezialisten der Rostocker argus electronic GmbH entwickelt. Krankhafte Auftritte der Tiere können über Beschleunigungssensoren und die mathematische Bewertung erkannt werden. Auf diesem Weg kann eine Lahmheit frühzeitig diagnostiziert, Schritte für eine Behandlung dann rechtzeitig eingeleitet werden. Gerade für Betriebe mit 200 und mehr Milchkühen wäre dieses Warnsystem von großer Bedeutung, da bisher der Landwirt die Klauengesundheit nur durch die visuelle Lahmheitsbeurteilung kontrollieren konnte, eine andere geeignete Methode stand nicht zur Verfügung. Zudem können so hohe Kosten vermieden werden, wird doch eine Lahmheit mit 150 Euro pro Tier beziffert. „Angesichts dieser Entwicklungen gehen wir davon aus, dass der Bedarf an zuverlässigen automatischen Tier-Monitoring-Systemen nicht nur in Deutschland, sondern auch international stark steigen wird“, erläuterte Projektleiter Dr. Peter-Christian Schön vom FBN-Institut für Verhaltensphysiologie. Die Trittschallplatte ist patentrechtlich geschützt und soll auf der weltweit führenden Fachmesse für Tierhaltung, der EuroTier in Hannover, im nächsten Jahr erstmals der Nutztierbranche vorgestellt werden. 
idw


Umfrage für Tierärzte zur Möglichkeit der Tariferhöhung für TFAs

Die AG TFA des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (BpT), die Arbeitsgemeinschaft zur Anerkennung der Fort- und Weiterbildungsstunden, die sich aus 3 Tierärzten und 3 Tiermedizinischen Fachangestellten zusammensetzt, bittet Klinik- und Praxisinhaber um Teilnahme an einer Umfrage. Aktuell könnte laut Tarifvertrag für Tiermedizinische Fachangestellte der Tarif um 10% in der Tarifgruppe II bzw. um 20% in der Tarifgruppe III erhöht werden, wenn die TFAs eine bestimmte Anzahl von Fortbildungsstunden mit vorheriger Zustimmung des Arbeitgebers erarbeitet haben. Die Umfrage soll Klarheit bringen, inwiefern diese Möglichkeit bekannt ist.
BpT


22.03.2019

Landestierärztekammer Hessen begrüßt Exportstopp von Nutztieren

Die Landestierärztekammer Hessen (LTK) unterstützt ausdrücklich, das vom zuständigen Ministerium ausgesprochene Exportverbot für lebende, landwirtschaftlich genutzte Tiere in insgesamt 14 Länder. Das Hessische Ministerium für Umweltschutz, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) hat die Veterinärämter angewiesen, solche Exporte in Länder wie z.B. Syrien, den Libanon oder Ägypten nicht zu genehmigen. Das Verbot ist vorerst bis Mitte April 2019 befristet und basiert darauf, dass in diesen Ländern die tierschutzrechtlichen Mindeststandards nicht gewährleistet sind. Dr. Ingo Stammberger, Präsident der LTK Hessen, sagte dazu: "Ein Transport von lebenden Tieren in Drittländer bedeutet für die transportierten Tiere aufgrund der großen Entfernungen lange Transportzeiten, Stress und damit sehr häufig auch Leiden. Durch fehlende Kontroll- und Versorgungsstellen sind die Tiere Hitze und Durst ausgesetzt; fehlende Infrastruktur in Kriegs- und Krisengebieten führt zu tagelangen Wartezeiten an Grenzübergängen." In Zeiten, in denen das Züchten von Tieren ebenso gut über Export von Sperma oder Embryonen erfolgen und Fleisch auch gekühlt transportiert werden könne, statt lebende Tiere zu exportieren, seien lange Transporte in Drittstaaten unter Tierschutzgesichtspunkten weder erforderlich noch ethisch vertretbar. Der LTK-Präsident sprach sich für ein generelles Transportverbot lebender Nutztiere in Drittländer aus.
LTK Hessen


Schweine haltende Betriebe können Tierwohlprämie beantragen

Schweine haltende Landwirte in Niedersachsen können noch bis zum 15. Mai 2019 Prämien für besonders tiergerechte Haltung von Schweinen beantragen. Förderwürdig sind beispielsweise intakte Ringelschwänze. Die Prämie kann in Niedersachsen bereits seit 2015 beantragt werden. Die Bewertung der Maßnahmen übernimmt das Thünen-Institut des Bundes. Entsprechende Antragsformulare und weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten der Landwirtschaftskammer (LWK) und beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Umfrage zu Bienenverlusten startet in Kürze

In Kürze wird das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen die jährliche Umfrage zu den Völkerverlusten starten, wie der Deutsche Imkerbund e.V. berichtet. Auch anhand der Ergebnisse der Umfrage wird detailliert beurteilt werden können, wie die Bienenvölker in Deutschland den Winter 2018/19 überstanden haben. Eine Prognose deutete darauf hin, dass die Sterblichkeit etwas über dem langjährigen Mittel liegen könnte. Diese Prognose erstellte das Mayener Bieneninstitut auf der Basis von Umfragen und Meldungen aus dem Herbst 2018. Damals hatten sich mehr als 10.000 Imkereien mit mehr als 140.000 Völkern beteiligt. Im Spätsommer/Herbst waren hier bereits 3,5 Prozent der Völker eingegangen. Dies deutete auf eine Wintersterblichkeit von 13 bis 17 Prozent hin. Sollte sich dies in der Umfrage bestätigen, würden dies bedeuten, dass bis zu 155.000 von insgesamt 915.000 in Deutschland gemeldeten Völkern den Winter nicht überstanden haben. Dabei könne es natürlich regionale Unterschiede geben. Dass im Winter Bienenvölker sterben, ist nicht ungewöhnlich. Besonders in den letzten Jahrzehnten lag die Sterberate oftmals über dem "Normalmaß" von rund zehn Prozent. Bereits seit 2004 beschäftigen sich in Deutschland Forscher in neun Bieneninstituten mit der Frage nach den Hintergründen für diese Zunahme der Sterblichkeit. Wichtig für den Überwinterungserfolg ist dabei auch besonders der Zustand der Bienen im Verlauf des Jahres. Zum Beispiel ist der Befallsgrad der Völker mit dem Parasiten Varroamilbe entscheidend. Ein fehlendes und abwechslungsreiches Nahrungsangebot, besonders im Spätsommer bis zum Herbst, Einflüsse durch chemischen Pflanzenschutz sowie veränderte klimatische Bedingungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
ots


Luxemburg errichtet ASP-Schutzzaun an der Grenze zu Belgien

Die Gefahr einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist längst nicht gebannt. Im Gegenteil, es werden immer mehr Infektionen bei WIldschweinen nachgewiesen und immer mehr Regionen sind betroffen. Entsprechend steigt die Angst bei den Landwirten und Politikern in den Ländern, die bislang noch nicht betroffen sind. Zum Schutz vor einer Einschleppung setzen immer mehr Länder auf einen Schutzzaun entlang der Grenze. Nach Polen und Dänemark baut nun auch Luxemburg einen solchen Schutzzaun. Dieser soll in den kommenden Tagen südlich von Steinfort an einem acht Kilometer langen Abschnitt an der Grenze zu Belgien errichtet werden. Der Nutzen solcher Zäune wird von vielen Experten jedoch bezweifelt, da sich das Virus vor allem durch den Menschen ausbreite. Hier seien Tiertransporte, Jagdreisen und infizierte Lebensmittel zu nennen.
Proplanta


Kükenschreddern soll in der Schweiz verboten werden

Die Schweiz will das Schreddern von Küken verbieten. Das fordert der Nationalrat, obgleich diese Praxis in der Schweiz kaum noch angewendet wird. Stattdessen werden die männlichen Nachfahren von Legehennen mit CO2 getötet. Jetzt muss der Verbotsforderung, die als Petition der Veganen Gesellschaft Schweiz eingebracht wurde, noch der Ständerat zustimmen. Gelingt dies, muss die Tierschutzverordnung geändert werden. Denn das Schreddern eines lebenden Tieres stehe nicht im Einklang mit Artikel 1 des Tierschutzgesetzes, hieß es.
Schweizer Nationalrat


bpt feiert 100-jähriges Jubiläum

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) wird 100 Jahre alt. Das feiert der bpt gemeinsam mit rund 300 nationalen und internationalen Gästen aus Tierärzteschaft, Politik und Wirtschaft sowie Pressevertretern am 27. März 2019 in Frankfurt. Dann werden Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker sowie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die hessische Umweltministerin Priska Hinz die Gäste begrüßen und das Engagement des Verbandes würdigen sowie aktuelle Herausforderungen ansprechen. Außerdem wird es einen Rückblick auf 100 Jahre tierärztliche Tätigkeit geben von Schauspieler und Kabarettist Michael Quast alias Prof. Dr. J. Ruffus. Er referiert zum Thema „Von der Oeconomia ruralis zum Kompetenzkreis Tierwohl - Tierärztliche Praxis im Wandel der Zeiten". Denn seit der Gründung des Verbandes vor 100 Jahren hat sich der Tierarztberuf gewaltig verändert. Von der männerdominierten, inhabergeführten Allround-Praxis hin zu einem feminisierten Berufsstand, mit Spezialisten in größeren Praxiseinheiten und immer mehr Tierärztinnen und Tierärzten im Angestelltenverhältnis. Maximale Lebensmittelsicherheit und ein hohes Maß an Tiergesundheit sind die größten Errungenschaften dieser Zeitspanne. Und ganz im Gegensatz zu früher, gelten Kleintier- und Nutztiermedizin heute als Wachstumsmärkte mit Zukunftspotenzial. Aufgabe des größten Berufsverbandes Europas, der als Interessenvertretung der praktizierenden Tierärzte die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen seiner mehr als 8.000 Mitglieder vertritt, ist es, diese Entwicklungen im Dialog mit Politik und Gesellschaft mit zu gestalten.
bpt


21.03.2019

Lidl führt Mehrwegnetz zum Kauf von Obst und Gemüse ein

Der Lebensmitteldiscounter Lidl macht den ersten Schritt in Richtung Einsparen von Einwegplastik und führt im Sommer 2019 deutschlandweit "Dein Vitaminnetz" als ressourcenschonende Alternative zum so genannten Knotenbeutel ein. Dieses wiederverwendbare Mehrwegnetz dient dem Verpacken von losem Obst und Gemüse. Das "Vitaminnetz" ist aus reißfestem und lebensmittelechtem Polyester gefertigt, das gut recycelbar ist. Es ist langlebig und waschbar bei 30 Grad, wodurch es mehrfach für den Einkauf genutzt werden kann. Das Netz fasst rund sieben Liter und trägt bis zu fünf Kilogramm Obst und Gemüse. Verbraucher können es ab Sommer 2019 im Zweierpack für 49 Cent in der Obst- und Gemüseabteilung aller deutschlandweit rund 3.200 Filialen erwerben.
ots


Bundesweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht gefordert

Die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nimmt den Internationalen Tag der Kriminalitätsopfer am 22. März zum Anlass, eine bundesweit einheitliche Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde in Deutschland zu erlassen. Damit soll der illegale Welpenhandel eingedämmt werden, der zu großem Tierleid führt. "Die Welpen werden viel zu früh ihren Müttern entrissen und ohne medizinische Versorgung aus Osteuropa nach Deutschland gebracht. Über Online-Portale werden die oft schwerkranken und traumatisierten Hundebabys dann verkauft. Für die ahnungslosen Interessenten ist es schwer, im Internet unseriöse Verkäufer von seriösen zu unterscheiden. Nur, wenn alle Heimtiere verpflichtend gekennzeichnet und registriert werden, kann man nachvollziehen, woher die Tiere kommen und so den Markt sicherer machen“, sagt Birgitt Thiesmann, Expertin für Welpenhandel bei VIER PFOTEN.Gleichzeitig ruft die Organisation Personen, die mit dubiosen Welpenhändlern in Kontakt gekommen sind und verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich über die Seite www.stoppuppytraders.org bei VIER PFOTEN zu melden.
Vier Pfoten.de
Mehr Informationen zur Kennzeichnungspflicht
Mehr Informationen zum illegalen Welpenhandel


Praktika begeistern die TierärztInnen von morgen!

Die Initiative vets4vieh.de hat gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus der Veterinärmedizin im vergangenen Jahr insgesamt 6 einwöchige Schnupperpraktika in der Groß- und Nutztierpraxis vergeben. Diese Praktika sollen dazu beitragen, den tierärztlichen Nachwuchs mit keinem oder nur einem geringen Interesse an der Groß- und Nutztierprais bereits frühzeitig an dieses Tätigkeitsgebiet heranzuführen, da Untersuchungen eine gewisse "Prägung" des Interesses in diesem Stadium ergeben haben. Dass gute Praktika in der Tat für Begeisterung sorgen können, zeigen die Berichte zu den absolvierten Schnupperpraktika eindrucksvoll. So auch der heute veröffentlichte Praktikumsbericht von Lara Maas, die ihr Praktikum in der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Büren absolviert hat und viel Spaß sowie zahlreiche Erfolgserlebnisse hatte. Grundsätzlich sind Praktika sehr gut geeignet, um die zukünftigen TierärztInnen auf seine Praxis/Klinik aufmerksam zu machen und bereits eine Bindung zu potentiellen jungen Arbeitnehmern aufzubauen. Nutzen Sie die Möglichkeit und stellen Sie Ihre Praxis/Klinik im Veti-Kalender, dem Taschenkalender für Studierende der Veterinärmedizin und für junge Tierärzte, vor. Mehr Informationen zu den Werbemöglichkeiten im Veti-Kalender finden Sie unter www.Myvetikalender.de
Schnupperpraktika und Praktikumsberichte von vets4vieh.de
Werbemöglichkeiten im Veti-Kalender


ZDG fordert mehr Transparenz bei Geflügelvermarktung

Der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG), Friedrich-Otto Ripke, wird am 1. April 2019 an einer konstituierenden Sitzung des Kompetenznetzwerkes Nutztierhaltung auf Einladung von Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) teilnehmen. Hier wird der ZDG-Präsident seine Forderung nach der Einbeziehung aller Vermarktungswege von Geflügelfleisch untermauern, denn fern des Lebensmitteleinzelhandels herrscht beim Außer-Haus-Verkauf wie beispielsweise in Kantinen, Restaurants und Imbissen noch eine sehr starke Intransparenz in Hinblick auf Erzeugungsstandards. "Wir brauchen beim Außer-Haus-Verzehr eine Herkunfts- wie auch Haltungsformkennzeichnung analog zu den im Lebensmitteleinzelhandel praktizierten Systemen", fordert Ripke. Weiterhin stärkt Ripke seine Forderung nach der Verabschiedung einer EU-Putenhaltungsrichtlinie unter deutscher Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2020. Denn auch die EU-Hennenhaltungsrichtlinie und die EU-Richtlinie zur Masthühnerhaltung wurden seinerzeit unter deutscher Ratspräsidentschaft verabschiedet. "Wir wünschen uns aus dem Kompetenzkreis Nutztierhaltung eine klare Botschaft, Bundesministerin Klöckner zu unterstützen, im Rahmen ihrer Ratspräsidentschaft in Brüssel eine EU-Richtlinie zur Putenhaltung auf den Weg zu bringen", beschreibt Ripke das Votum des ZDG-Präsidiums.
Presseportal


FSME-Erkrankungen erreichen auch in Österreich neuen Höchststand

Im Jahr 2018 sind allein in Österreich 154 FSME-Fälle registriert worden. Eine so hohe Fallzahl gab es seit über 20 Jahren nicht. Mehr als die Hälfte der Betroffenen litt oder leidet noch immer unter schweren neurologischen Verlaufsformen. Daher sei eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis sowie die regelmäßige Auffrischung der Impfung wichtiger denn je. Außerdem ist die Bevölkerung aufgerufen, große Zecken mit "gestreiften" Beinen abzufotografieren oder in einem verschließbaren Plastikgefäß an die Veterinärmedizinische Universität Wien zu schicken, um weitere Forschungen zu ermöglichen.Diese tropische Riesenzecke kommt erst seit 2018 in Österreich und Deutschland vor und kann schwere Krankheiten wie das Krim-Kongo-hämorrhagische Fieber und das Zeckenfleckfieber übertragen.
ots


In Pflanzen erzeugter Impfstoff gegen die Geflügelpest soll künftig Massenkeulungen verhindern

Bei einem Ausbruch der aviären Influenza müssen laut Tierseuchengesetz alle Tiere des betroffenen Bestandes getötet werden. Damit soll eine weitere Ausbreitung der Tierseuche verhindert werden. Möglicherweise könnten in Zukunft schnell erzeugbare und kostengünstige Impfstoffe eine Alternative darstellen. Ein Forscherteam des Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben und des Institute of Biotechnology (IBT) in Hanoi haben gemeinsam eine Methode zur Produktion solch eines Impfstoffs in Pflanzen entwickelt. Im Rahmen eines neuen Projektes soll jetzt an der schnellen und kostengünstigen Erzeugung des Impfstoffs gearbeitet werden, denn die Einführung einer kostengünstigen und zuverlässigen Vakzinierung als Prophylaxe oder als Notfallimpfung wird als sinnvolles Werkzeug bei der Bekämpfung der Geflügelpest betrachtet.
Else Kröner-Fresenius-Stiftung


20.03.2019

Tierschutzpreis des Landes Rheinland-Pfalz verliehen

Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90 / Die Grünen) hat am vergangenen Dienstag den Tierschutzpreis von Rheinland-Pfalz 2018 an insgesamt fünf Preisträgerinnen aus drei Kategorien vergeben. Ausgezeichnet wurde Doris Efferz, die seit rund 20 Jahren im Katzenschutz tätig ist. Sie engagiert sich dabei für herrenlose, ausgesetzte und aus sonstigen Gründen notleidende Katzen. In der Kategorie "Beruflicher Umgang mit Tieren" wurden gleich drei Amtstierärztinnen ausgezeichnet, die im Fachbereich Tierschutz des Referats 91 der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis tätig sind. Ihr Aufgabengebiet umfasst die Überwachung tierschutzrechtlicher Vorschriften im Landkreis Rhein-Pfalz-Kreis sowie in den kreisfreien Städten Ludwigshafen, Frankenthal und Speyer. „Als Amtstierärztinnen treffen die Preisträgerinnen auf Hunde, Katzen, Vögel, kleine Heimsäuger, aber auch Pferde und hobbymäßig gehaltene Minischweine, Schafe, Ziegen und Geflügel sowie exotische Tiere wie Reptilien und Wildtiere“, sagte Umweltministerin Höfken bei der Überreichung der Urkunden. „Es gibt auch Vorstellungen von verschiedenen Zirkusbetrieben, die intensives amtstierärztliches Handeln erfordern.“ Auch die Wegnahme von Tieren gehört fast zum täglichen Brot der Amtstierärztinnen. In den vergangenen vier Jahren haben sie mehr als 1.000 Tierschutzkontrollen im Jahr durchgeführt. „Im Vergleich dazu waren es 2012 noch 764 und im Jahr 2006 immerhin 542 Tierschutzkontrollen. Das ist eine enorme Arbeitsbelastung und eine sehr hohe Verantwortung“, so Höfken. Ein weiterer Preis wurde in der Kategorie "Jugendtierschutz" an Michaela Schuster vom Tierschutzverein Mainz und Umgebung e.V. für das „Hundediplom junior“ vergeben. Das Hundediplom wurde vom Mainzer Tierschutzverein erstmals 2017 im Rahmen der Mainzer Ferienkarte, damals noch als Hundeführerschein junior, für Kinder im Alter vom elf bis 16 Jahren an sechs Terminen in den Sommerferien angeboten. Schuster hat das Projekt begleitet und war wesentlich an der Umsetzung beteiligt. Der Tierschutzpreis des Landes wurde 2018 bereits zum 25. Mal ausgeschrieben.
Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz


1. ASP-Fall in Moldawien im Jahr 2019

Moldawien hat den 1. Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in diesem Jahr an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. Der Nachweis erfolgte in einer Kleinsthaltung. Im vergangenen Jahr waren aus Moldawien 38 Fälle der ASP gemeldet worden. Dabei waren sowohl Haus- als auch Wildschweine betroffen. Aktuell grassiert die ASP auch in Rumänien und der Ukraine, die Moldawien umgeben.
OIE


Weitere BHV1-Fälle im Kreis Borken

Nachdem im Februar 2019 das BHV1-Virus in vier Rinderhaltungen im nordrhein-westfälischen Kreis Borken nachgewiesen worden war, vermeldet der Kreis aktuell weitere positive Befunde. Nach den ersten Nachweisen wurden im nördlichen Teil des Kreises Umfelduntersuchungen durchgeführt, die positive Ergebnisse in drei großen Rindermastbetrieben mit z.T. mehreren Standorten erbrachten. Da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind, ist noch nicht abschließend geklärt, wie viele Tiere mit dem Rinderherpesvirus infiziert sind. Auch die aktuellen Befunde führen zu weiteren Untersuchungen, bei denen herausgefunden werden soll, ob Kontaktbetriebe betroffen sind. Außerdem werden dieRinder haltenden Betriebe im Umkreis von drei Kilometern um die betroffenen Betriebe untersucht.
Kreis Borken


Steigende Preise für Schlachtschweine in der gesamten EU

Die Preise für Schlachtschweine sind in der letzten Woche EU-weit gestiegen. So hat die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihre Leitnotierung auf 1,43 Euro/kg Schlachtgewicht heraufgesetzt, was einer Erhöhung von 3 Cent gleichkommt. Das rückläufige Schlachtschweineangebot und die starke Nachfrage waren die Gründe für die Erhöhung. So haben nicht nur in Deutschland die Kaufanfragen und die Schweinefleischverkäufe nach China angezogen, auch in Dänemark basiert laut Aussagen des dänischen Fleischkonzerns Danish Crown der Preisanstieg auf ein saisonal rückläufiges Schweineangebot und die besseren Exportmöglichkeiten für EU-Schweinefleisch. Der Konzern erhöhte den eigenen Ankaufspreis für Schlachtschweine um umgerechnet 2,7 Cent/kg SG. Auch in Frankreich, Belgien, Österreich und Spanien wurde die Leitnotierung erhöht. Die EU-Kommission gab an, dass die Preise für Schlachtschweine schon in der ersten Märzwoche gestiegen sind: Tiere der Handelsklasse E wurden im Mittel der Mitgliedstaaten mit 137,85 Euro/100 kg abgerechnet; das waren 0,66 Euro oder 0,5 % mehr als in der Vorwoche. Das vergleichbare Vorjahresniveau wurde jedoch noch recht deutlich verfehlt, nämlich um 10,67 Euro/100 kg oder 7,2 %.
VEZG
Proplanta