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19.06.2018

Internationale Zusammenarbeit will Tollwut beim Menschen auf Null reduzieren

Bis 2030 soll es keine Tollwutfälle beim Menschen mehr geben. Unter dem Motto "Zero by 30" setzt man hier insbesondere darauf, die Tollwut beim Hund zu bekämpfen. Dies ist der Schlüssel für die Erfüllung des Ziels, denn rund 99 Prozent aller Tollwutfälle beim Menschen beruhen drauf, dass das Virus vom Hund auf den Menschen übertragen wurde. Mit 50 Millionen Dollar soll hier bis 2030 daran gearbeitet werden, dass dieses Ziel erreicht wird. Dies haben die in der "United Against Rabies Collaboration" zusammengeschlossen Organisationen mitgeteilt. Bei den Organisationen handelt es sich um die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) sowie die Globale Allianz zur Tollwut-Kontrolle (GARC). Die vier Partner haben hierzu einen strategischen Plan veröffentlicht. Die Initiative wurde bereits im Jahr 2015 ins Leben gerufen und eine erste Zusammenfassung des Plans wurde bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht. Ein Kernpunkt des Plans ist die Ausweitung der Impfung von Hunden gegen die Erkrankung. Zudem sollen der Bevölkerung das Wissen über die von Hunden übertragene Tollwut näher gebracht und so die Aufmerksamkeit erhöht werden. Auch sollen Richtlinie für die Tollwut-Überwachung geschaffen und das Monitoring ausgedehnt werden.
OIE


Tierarzneimittelrückstände in der EU weiter auf niedrigem Niveau

Die Monitoring-Daten für eine Reihe von Tierarzneimitteln, nicht zugelassenen Stoffen und Kontaminanten, die bei Tieren und in Lebensmitteln tierischen Ursprungs im Jahr 2016 nachgewiesen wurden, deuten darauf hin, dass die bestehenden Vorgaben in hohem Maße eingehalten werden, wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mitteilt. Hierzu wurden gezielt Stichproben genommen. Der Anteil nicht konformer Proben lag mit 0,31 Prozent im Bereich der vergangenen neun Jahre. Für nichtsteroidale Entzündungshemmer und Antibiotika wurde 2016 jeweils die höchste bzw. niedrigste Zahl nicht konformer Proben im Vergleich zu den Vorjahren gemeldet. Insgesamt bezieht sich die Auswertung auf die Untersuchung von mehr als 700.000 Proben im Jahr 2016 in 27 EU-Mitgliedsstaaten.
EFSA


BVD-Virämiker sind immer noch ein Thema

Dank der Anstrengungen zur Bekämpfung der BVD ist die Zahl der Erkrankungsfälle in den letzten Jahren deutlich gesunken. Allerdings bleibt das Thema weiterhin aktuell, wie das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf (STUA) mitteilt. So wurde in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr ein Anstieg der persistent mit dem BVD-Virus infizierten Tiere beobachtet. Nachdem es im Jahr 2016 noch 5 Tiere waren, waren es im Jahr 2017 30 Tiere. Allerdings stammten davon 20 Tiere alleine aus einem Betrieb. 2016 waren fünf und 2017 insgesamt sechs Betriebe betroffen. Eine Besonderheit war auch, dass bei einem verendeten Mastbullen die Mucosal Disease (MD) nachgewiesen werden konnte. Es handelt sich um den ersten klinischen Fall der MD seit 2011. Allerdings war dieses Tiere nicht in Baden-Württemberg geboren worden. Das Tier war aus Frankreich importiert und nicht auf BVD untersucht worden. Dies verdeutlicht nach Ansicht des STUA, dass die flächenhafte Untersuchung der Ohrstanzen auf BVD-Virus weiterhin aufrecht zu erhalten ist. Denn diese Untersuchung stellt sicher, dass die persistent infizierten Tiere frühzeitig erkannt werden. Zudem wird empfohlen, dass alle aus dem Ausland zugekauften Rinder möglichst zeitnah auf BVD untersucht werden. Dies betrifft besonders Tiere aus Ländern wie Frankreich oder Belgien, in denen die BVD nicht oder nur auf freiwilliger Basis bekämpft wird.
STUA Aulendorf


18.06.2018

EIA bei mehreren Pferden in Texas nachgewiesen

Die Equine infektiöse Anämie (EIA) ist am vergangenen Mittwoch bei fünf Pferden in drei verschiedenen texanischen Bezirken festgestellt worden. Drei der infizierten Tiere wurden euthanasiert, die beiden Pferde im Kaufman County befinden sich momentan noch in Quarantäne. Bereits am 8. März 2018 hatte die Texas Animal Health Commission (TAHC) einen Fall von EIA in Bastrop County bestätigt. Seitdem wurde das Virus bei zwei weiteren Pferden nachgewiesen. Die Tiere wurden umgehend euthanasiert, das umliegende Gelände steht weiter unter Quarantäne.
EquiManagement


BHV1 im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg

Im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg ist in einem Milchviehbestand das Bovine Herpesvirus vom Typ 1 (BHV1) nachgewiesen worden. In dem betroffenen Betrieb werden rund 260 Rinder gehalten. Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises zieht in Abstimmung mit den Landesbehörden auch eine Schlachtung aller Tiere des Bestandes in Erwägung. Im Kreis Heinsberg war die Tierseuche im Dezember vergangenen Jahres in einem Bestand sowie im Frühjahr 2018 in zwei weiteren Beständen nachgewiesen worden. Die Tiere aus diesen Betrieben mussten geschlachtet werden. Deutschland gilt aktuell als frei von BHV1, auch wenn immer wieder vereinzelt Fälle auftreten.
Kreis Heinsberg


Mecklenburg-Vorpommern: Investitionsmittel für Tierheime ausgeschöpft

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Investitionsmittel des Landes für Tierheime für das Jahr 2018 ausgeschöpft. Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, hat am Wochenende Förderbescheide in einer Gesamthöhe von 185.000 Euro an elf Tierschutzvereine übergeben. Zusammen mit sieben weiteren geförderten Vorhaben wurde damit die im Haushalt vorgesehene Summe von 300.000 Euro für Investitionen in Tierheime ausgeschöpft. Backhaus bedankte sich bei den Tierheimen und ihren Mitarbeitern, die durch Pflege und Aufnahme von Fundtieren einen unschätzbaren Beitrag zum Tierschutz vor Ort leisten. Backhaus will sich weiter für eine bessere finanzielle Ausstattung der Tierheime einsetzen. Er kritisierte aber auch, dass sich die Gemeinden nach wie vor nicht am erforderlichen Eigenanteil der Vereine beteiligen würden, obwohl sie auf die Tierheime angewiesen seien. Zudem wies der Minister auf das Projekt zur Kastration freilaufender Katzen hin, das in diesem Jahr mit 30.000 Euro gefördert wird und zu weniger Tierleid beitragen soll.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Zahl der Schweine in NRW rückläufig

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der gehaltenen Schwein im Zeitraum zwischen November 2017 und Mai 2018 um 2,2 Prozent gesunken. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen hervor, wie "Information und Technik Nordrhein-Westfalen" mitteilt. Demnach wurden am Stichtag 3. Mai 2018 noch 7,12 Millionen Schweine in Nordrhein-Westfalen gehalten. Im November waren es noch 7,28 Millionen Tiere. Auch die Zahl der Schweine haltenden Betriebe ist um 2,3 Prozent auf noch rund 7.100 gesunken. Hierbei wurden nur Betriebe berücksichtigt, die mindestens 50 Schweine bzw. zehn Zuchtsauen hielten. Während die Zahl der Mastschweine um 3,3 Prozent sank, stieg die Zahl der gehaltenen Zuchtsauen um 0,5 Prozent an.
Information und Technik Nordrhein-Westfalen


15.06.2018

Antarktisches Eis schmilzt dramatisch

Das anarktische Eis schmilzt dramatisch schnell. Vergleicht man die geschmolzenen Mengen von 2012 und 2017, ist ein Anstieg um knapp das Dreifache zu erkennen. Das fand ein internationales Forscherteam um Andrew Shepherd von der University of Leeds heraus. Für den Zeitraum 2012 bis 2017 errechneten die Forscher einen jährlichen Verlust von 28 Milliarden Tonnen Eis für den ostantarktischen Eisschild. Insgesamt ließ das schmelzende Eis der Antarktis den weltweiten Meeresspiegel zwischen 1992 und 2017 um 7,6 Millimeter steigen. Damit trägt die Antarktis gegenwärtig zu einem höheren Anstieg des Meeresspiegels bei als je zuvor in den letzten 25 Jahren. Würde sämtliches Eis in der Antarktis verschwinden, hätte das einen Anstieg des globalen Meeresspiegels um 58 Meter zur Folge. An der Untersuchung beteiligten sich 84 Wissenschaftler von 44 internationalen Organisationen. Sie führten 24 satellitengestützte Eismasseschätzungen zusammen, um den Eisverlust zu kalkulieren und zwar mit drei verschiedenen Messmethoden.
Nature.com


BfT - Impfungen sind Gesundheitsstandard

Impfungen gehören heutzutage zum Gesundheitsstandard bei Tieren, und die Bedeutung von vorbeugenden Tiergesundheitsstrategien wächst, wie der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) berichtet. Dies wird auch durch die Zulassungszahlen derEuropäischen Arzneimittel Agentur (EMA) dokumentiert. Im Jahr 2017 wurden dort insgesamt 18 Tierarzneimittel neu zugelassen. Bei zehn dieser Tierarzneimittel handelte es sich um Impfstoffe. Dabei sind im vergangenen Jahr neue Impfstoffe für alle relevanten Nutztier-Segmente auf den Markt gekommen. Besonders stark vertreten waren dabei Impfstoffe für Schweine. Hier wurden Impfstoffe gegen PCV 2, Influenzaviren vom Typ H1N1 und auch die Ödemkrankheit beim Schwein neu zugelassen. Im Bereich der Rinder und Schafe sind weitere Impftsoffe gegen die Blauzungenkrankheit auf den Markt gekommen. Auch die Umsätze mit Impfstoffen spiegeln die Bedeutung von vorbeugenden Tiergesundheitsstrategien wider. Mittlerweile werden rund sechs Milliarden Euro an Umsätzen mit Impfstoffen generiert, die rund ein Drittel des Marktes der Tierarzneimittel ausmachen. Dafür sind allerdings auch hohe Investitionen auf Seiten der Hersteller notwendig. Acht Prozent des Jahresumsatzes fließen bei den deutschen Unternehmen im Schnitt in Forschung und Entwicklung. Bis ein Produkt zur Marktreife gelangt, dauert es bis zu elf Jahren. Ein Problem sieht der BfT bei der Akzeptanz des Einsatzes von Tierarzneimitteln bei Nutztieren, während sie bei Hobbytieren sehr hoch ist. Im Nutztierbereich ist das Bewusstsein dafür, dass auch diese Tiere Arzneimittel benötigen, um gesund zu bleiben, nur wenig ausgeprägt. Hier überwiegen Vorbehalte gegenüber dem Arzneimitteleinsatz. Deshalb sieht der BfT in der Krankheitsvorbeuge mittels Impfung ein wichtiges Argument in der gesellschaftlichen Diskussion.
BfT e.V.


Afrikanische Schweinepest erreicht Rumänien

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist im Juni 2018erstmals in Rumänien nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Die Erkrankung wurde mittlerweile in zehn Hinterhofhaltungen sowie bei drei Wildschweinen diagnostiziert. Der Nachweis erfolgte in einem eng begrenzten Gebiet im Osten des Landes in unmittelbarer Nähe zur ukrainischen Grenze, wo das Virus schon länger aktiv ist. Auch Moldavien, wo das Virus ebenfalls bereits nachgewiesen wurde, ist nicht weit entfernt.
OIE


14.06.2018

Volksbegehren gegen Massentierhaltung in der Schweiz

In der Schweiz soll es einen Volksentscheid gegen die Massentierhaltung geben. Um dies zu realisieren, müssen Tierschutz-, Tierrechts- und Umweltorganisationen bis 12. Dezember 2019 die notwendigen 100.000 Unterschriften beigebracht haben. Das Volksbegehren soll auch derTendenz zu immer größeren Betrieben, Hochleistungszüchtungen und Produktionsmaximierung entgegenwirken. Erreicht werden sollen diese Ziele über eine Änderung von Artikel 80a der Bundesverfassung. Dadurch soll der Bund die Würde des Tieres in der landwirtschaftlichen Tierhaltung schützen. Die Tierwürde umfasse wiederum den Anspruch, nicht in Massentierhaltung zu leben.
Schweizerbauer.ch


Klimawandel könnte für dramatische Schwankungen bei Ernteerträgen sorgen

Wissenschaftler der University of Washington (USA) und der Stanford University (USA) erwarten, dass der Klimawandel erheblich Schwankungen bei den Ernteerträgen zur Folge haben wird. Grundsätzlich gehen sie davon aus, dass die Erträge aufgrund der steigenden Temperaturen sinken werden. Die schwankenden Erträge könnten auch zu Preisexplosionen führen. Heute ist es z.B. für Mais sehr unwahrscheinlich, dass es gleichzeitig zu schlechten Ernten bei den weltweit vier größten Exporteuren USA, Brasilien, Argentinien und Ukraine kommt. Steigen die Temperaturen, ändert sich dies allerdings. Bereits bei einer Steigerung von zwei Grad, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit auf sieben Prozent. Steigen die Temperaturen um vier Grad, wächst die Wahrscheinlichkeit auf 86 Prozent. Die Forscher weisen darauf hin, dass die Ernten bei steigenden Temperaturen alleine bereits dadurch in Gefahr sind, dass die Pflanzen mehr Wasser benötigen. Und dies hat letztlich wiederum zur Folge, dass sich selbst bei optimistischen Annahmen für den Klimawandel, die Schwankungsbreite bei den Maiserträgen in den USA bis zur Mitte des Jahrhunderts verdoppelt.
pte


Einfachere Mitmachmöglichkeiten beim Mückenatlas

Das Citizen Science-Projekt mueckenatlas.com präsentiert sich zu Beginn der Mückenhochsaison nicht nur in einem neuen Qutfit. Daneben bietet die Seite auch einen leichteren Zugang zum Mitmachen. Wie das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mitteilt, wurden Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie ein neu produzierter Film eingestellt. Hier werden Tipps für die Mückenjagd gegeben und Hintergründe des Forschungsprojektes erläutert. Zudem kann man auf der "Karte der Sammler" nicht nur sehen, wo Mücken gesammelt wurden. Zu erkennen ist auch, welche Mücken wo in Deutschland gefunden wurden. Im Rahmen des Mückenatlas istdie Bevölkerung dazu aufgerufen, Stechmücken zu fangen und zur Identifizierung an das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. in Brandenburg oder den Kooperationspartner FLI in Greifswald zu senden. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über Stechmücken aufzuklären und die Datenlage zur Verbreitung der verschiedenen Arten kontinuierlich zu verfeinern. Mittlerweile hat es seit Beginn des Projektes im Jahr 2012 rund 20.000 Einsendungen mit über 100.000 Stechmücken gegeben.
FLI
www.mueckenatlas.com


13.06.2018

Experten rechnen mit deutlich wachsender Milchproduktion und stabilen Preisen

Bis 2030 wird die weltweite Milchproduktion um 35 Prozent zunehmen. Die Preise sollen allerdings stabil bleiben, sagen Experten des internationalen Expertennetzwerks IFCN voraus. Die IFCN Langzeitprognose für den Weltmilchmarkt geht von einem Bevölkerungswachstum von 1,2 Milliarden Verbrauchern und -verglichen mit 2017- von einem um 16 Prozent steigenden Pro-Kopf-Verbrauch aus. Dies wird dem steigenden Bedarf entsprechend einen Anstieg der Milchproduktion auf 1.168 Mio. t bis zum Jahr 2030 zur Folge haben. Der Weltmarktpreis für Kuhmilch soll dann durchschnittlich 34,8 Euro je 100 kg Milch betragen. Das 2017 erreichte Niveau würde damit um 15,5 Prozent übertroffen. Trotz des erwarteten Produktionsanstiegs rechnen die Experten mit weniger, dafür aber mit größeren Milchviehbetrieben. Desweiteren gehen sie von einer Steigerung der Milchleistung aus.
IFCN


Schweizer Jura freut sich über anwachsende Steinadlerpopulation

Im Schweizer Jura ist der Steinadler zurück und es besteht sogar Hoffnung auf Junge im Kanton Neuenburg. Ein Paar hat auf dem Gebiet der Gemeinde Val-de-Travers einen Horst gebaut. Das teilte das Naturhistorische Museum von La Chaux-de-Fonds mit. Sie finden dort dank der Murmeltierkolonien ein gutes Nahrungsangebot. Der Steinadler galt im Kanton Neuenburg seit Ende des 18. Jahrhunderts als ausgestorben. Weitere Steinadlerpaare finden sich in den Kantonen Bern und Solothurn. Insgesamt wird die Zahl der in denSchweizer Alpen lebenden Steinadlerpaare auf 320 bis 340 geschätzt.
Schweizerbauer.ch


Fipronil-Eier in sechs Bundesländern im Handel

Der neue Fipronil-Skandal scheint sich auszuweiten. In Deutschland sind die mit dem Insektizid belasteten Eier aus den Niederlanden bereits in sechs Bundesländern in den Handel geraten. Betroffen sind Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Hier sollen insgesamt rund 73.000 belastete Eier in den Verkauf gelangt sein. Der Rückruf der Eier ist eingeleitet worden. Die belasteten Eier stammen aus einem Bio-Legehennenbetrieb und wurden in einer Packstelle im Landkreis Vechta beprobt. Die festgestellten Werte liegen bei 0,014; 0,019 und 0,007 mg/kg Fipronil. Der zulässige Höchstgehalt nach der EU-Verordnung Nr. 396/2005 liegt bei 0,005mg/kg.
topagrar.de


12.06.2018

Bund soll Weideprämie für Schaf- und Ziegenhaltung einführen

Die Bundesregierung soll bald möglichst eine Weideprämie für Schaf- und Ziegenhalter einführen. Dies beschlossen die Umweltminister der Bundesländer auf ihrer Konferenz vergangene Woche in Bremen. Damit soll auf den besorgniserregenden Rückgang der Schaf- und Ziegenbestände reagiert werden. Die Schaf- und Ziegenhaltung hat für Dauergrünland eine hohe Bedeutung. Im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) kann eine solche Prämie eingeführt und die Weidehaltung somit unterstützt werden.
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen


EU startet öffentliche Konsultation für Fangquoten 2019

Die EU-Kommission hat einen öffentlichen Konsultationsprozess zu den Fischfangquoten für das Jahr 2019 begonnen. Dabei werden die Mitgliedsstaaten, die Fischwirtschaft, Nichtregierungsorganisationen und auch interessierte Bürger befragt. Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU (GFP) ist es, die Überfischung weiter zu reduzieren. Der zuständige EU-Kommissar Karmenu Vella sagte dazu: "Die Wiederherstellung der Gesundheit unserer Meere und Ozeane ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, und die EU muss weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen. Die lobenswerten Bemühungen unserer Fischer in den letzten zehn Jahren beginnen sich auszuzahlen: Viele unserer Fischbestände, wenn auch bei weitem nicht alle, erreichen wieder ein nachhaltiges Niveau. 2019 wird ein entscheidendes Jahr für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele sein." Während in den nördlichen und westlichen Gewässern in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte bei der Bewirtschaftung der Fischereiressourcen erzielt wurden, bleibt die Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Nutzung im Mittelmeer und im Schwarzen Meer weiter eine Herausforderung.
EU-Kommission


11.06.2018

Abstimmung über Titelmotiv des Veti-Kalenders 2018/2019 endet bald

Der Veti-Kalender ist der Taschenkalender für das Tiermedizinstudium. Er wurde vor mehr als 10 Jahren als täglicher Studienbegleiter, Ratgeber und Nachschlagewerk für das Studium der Veterinärmedizin entwickelt. Er erscheint jedes Jahr zum Studiumsbeginnt im Wintersemester Anfang Oktober und gilt dann für zwei Semester. Der Veti-Kalender 2018/2019 steht inzwischen wieder kurz vor der Drucklegung, um ab Mitte August im Vetion.de-Shop und im Fachbuchhandel erhältlich zu sein. Heute, am 11. Juni 2018, endet die Abstimmung über das Titelmotiv der neuen Auflage. Bis dahin können Sie noch abstimmen!
Hier geht's zur Abstimmung


Futtermittelhersteller steigt in Tierklinikkette ein

Der Konzern Mars, zu dem u.a. Futtermittelmarken wie Royal Canin und auch Whiskas oder Pedigree gehören, übernimmt die Tierklinik-Kette AniCura. AniCura betriebt in sieben europäischen Ländern rund 200 Tierkliniken und Tierarztpraxen mit rund 4.000 Mitarbeitern. Für Mars stellt diese Investition den Einstieg in den Markt für Tierarztpraxen in Europa dar. In Nordamerika wurde dieser Schritt bereits im Jahr 2007 vollzogen. Damals wurde die Klinikkette Banfield Pet Hospital übernommen, die mittlerweile in den USA und Puerto Rico mehr als 975 Kliniken und Praxen betreibt und mehr als 3.000 Tierärztinnen und Tierärzte beschäftigt.
AniCura


Klöckner fordert Maßnahmen gegen ASP von allen EU-Mitgliedsstaaten

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat in einem Gespräch mit Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, gefordert, dass alle EU-Mitgliedsländer zur Bekämpfung und Vorbeuge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beitragen müssen. Darin war sich die beiden einig. Die ASP könnte den Bauern existenzielle Schäden zufügen, was unbedingt vermieden werden müsse. Klöckner verwies darauf, dass das Bundeskabinett erst vergangene Woche Gesetzesänderungen vorgenommen hat, um die ASP-Vorbeugung und -Bekämpfung zu verbessern. Weiterhin tauschten sich Ministerin und EU-Kommissar über den Tierschutz bei Tiertransporten aus. Klöckner stellte klar, dass Lebendtiertransporte in Drittländer grundsätzlich abzulehnen sind, wenn ihr Ziel ausschließlich Mast oder Schlachtung ist. Zudem könne laut Klöckner die EU-Kommission viel unternehmen, um die Mitgliedsstaaten bei der Frage des Tierschutzes bei Tiertransporten zu unterstützen. So könne die EU sich für eine Harmonisierung der Transportstandards auf internationaler Ebene einsetzen und für ein EU-weites Netz von Versorgungsstationen entlang der Transportstrecken sorgen.
BMEL


08.06.2018

Hobbyhalter müssen Hühner und Puten gegen Newcastle Disease impfen

Besitzer von Hühnern oder Puten müssen alle ihre Tiere gegen die anzeigepflichtige Newcastle Disease (ND) regelmäßig impfen lassen. Dafür stehen Lebend- und Inaktivatimpfstoffe zur Verfügung. Die Lebendimpfstoffe werden über das Trinkwasser, Augentropfen oder als Aerosolspray verabreicht. Sie haben nur eine begrenzte Wirksamkeitsdauer und sind entsprechend der Herstellerangaben wiederholt zu applizieren. Injizierbare Inaktivatimpfstoffe werden als Wiederholungsimpfung nach Erstimmunisierung mit einem Lebendimpfstoff verabreicht. Tierimpfstoffe dürfen generell nur an gewerbs- oder berufsmäßige Tierhalter abgegeben werden. Entsprechend muss die Impfung von Rasse- und Hobbygeflügel gegen die Newcastle-Krankheit vom Tierarzt durchgeführt werden. Die Impfstoffe werden jedoch für den kommerziellen Geflügelbereich produziert und sind daher nur als Einheiten mit 500 oder 1.000 Dosen verfügbar. Die Grundimmunisierung der Küken finden im Alter von 2-3 Wochen erstmals mit einem Lebendimpfstoff statt. Es folgt eine weitere Immunisierung zwischen Lebenswoche 9 und12 und zwischen Lebenswoche 14 und 16 dann abschließend mit einem Inaktivatimpfstoff.Die Wiederholungsimpfung erfolgt dann jährlich mit einem Inaktivatimpfstoff. Bei unbekanntem Impfstatus sind die Tiere einmalig mit einem Lebendimpfstoff und im Abstand von vier bis sechs Wochen mit einem Inaktivatimpfstoff zu immunisieren. Der Tierhalter hat gemäß Gefügelpest-Verordnung Aufzeichnungen über die Impfung gegen ND zu führen.
StIKo Vet


Interzoo auch in 2018 gut besucht

Auch in 2018 war die Interzoo in Nürnberg wieder ein voller Erfolg. Laut Angaben des Veranstalters besuchten 38.656 Fachbesucher aus 126 Ländern die Messe und informierten sich über die neuesten Nahrungs- und Pflegemittel, Zubehörartikel und Dienstleistungen für Heimtiere. Die Anzahl der Aussteller ist gegenüber 2018 um zehn Prozent gestiegen. Insgesamt präsentierten sich in diesem Jahr 1.989 Aussteller. „Die Interzoo hat ihre Stellung als Weltleitmesse behauptet und ist noch professioneller und internationaler geworden“, sagte Hans-Jochen Büngener, Vorsitzender des Interzoo Messeausschusses nach Messeschluss. „Viele Aussteller berichten, dass die Interzoo mit der neuen Tagefolge in diesem Jahr anders, aber äußerst erfolgreich war.“
Interzoo


Wahrnehmung der Tierhaltung durch Verbraucher analysiert

Wissenschaftler unter Beteiligung der Georg-August-Universität Göttingen haben analysiert, wie Verbraucher die Tierhaltung wahrnehmen. Dazu haben sie rund 1.000 Personen online befragt. Dabei wurden den Teilnehmern Bilder verschiedener Haltungsformen vorgelegt, die sie dann beurteilen mussten. Bilder von üblichen, konventionellen Ställen von Personen ohne landwirtschaftlichen Bezug wurden dabei sehr negativ bewertet. Noch schlechter schnitten Ställe ab, in denen die Bewegungsmöglichkeiten der Tiere eingeschränkt waren. Sobald ein Zugang zum Außenbereich erkennbar ist, verbessert sich die Wahrnehmung. „Wir waren überrascht davon, wie schlecht die reine Stallhaltung bewertet wurde“, sagt Dr. Gesa Busch von der Universität Bozen, Hauptautorin der Studie. Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass die wahrgenommene Natürlichkeit eines Stalles als Schlüsselreiz für dessen Bewertung herangezogen wird. Doch nicht alle Tiere können draußen gehalten werden, da das Land begrenzt ist und die Tiere Emissionen verursachen. „Hybridstrategien wie zum Beispiel Außenklimaställe mit Zugang zu Laufhöfen oder Joggingweiden, wie es sie in der Milchviehhaltung bereits gibt, könnten einen Kompromiss darstellen, der für die Tiere besser ist und von der Gesellschaft akzeptiert wird“, so Prof. Dr. Achim Spiller von der Universität Göttingen.
Universität Göttingen


Haustierbetreuung in der Reisezeit muss vorbereitet werden

Der Sommer hat Deutschland aktuell fest im Griff und auch die Reisezeit in den Sommerferien steht bevor. Soll das Haustier nicht mit in den Urlaub fahren, ist die Betreuung des Tieres im Vorfeld gut zu planen, rät der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) und stellt verschiedene Möglichkeiten vor. Zunächst kann das Tier natürlich in den eigenen vier Wänden verbleiben. Dabei kann die Betreuung sowohl durch Freunde und Bekannte als auch durch einen professionellen Tiersitter erfolgen. Der ZZF rät hier, unbedingt schriftlich zu vereinbaren, welches die Bestandteile der Betreuung sind. Daneben können Hunde und Katzen natürlich auch in einer Tierpension untergebracht werden. Hier rät der ZZF dazu, sich den verpflichtenden Sachkundenachweis nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes vorlegen zu lassen, um sicher zu gehen, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Auch hier gilt, dass unbedingt eine schriftliche Betreuungsvereinbarung unterzeichnet werden sollte. Auch für Kleinsäuger und Aquarientiere kommt die Betreuung durch Tiersitter in Frage. Daneben kann man sich auch nach einer Pflegestelle erkundigen. Hier können der Zoofachhandel und auch die Tierarztpraxis eventuell Tipps geben. Der ZZF weist zudem darauf hin, dass es strafbar ist, ein Tier auszusetzen oder in den Urlaub zu fahren, ohne eine Tierbetreuung organisiert zu haben. „Es gibt in unserem Land so viele Möglichkeiten für eine Urlaubsbetreuung, dass niemand sein Tier aussetzen muss“, zeigt sich ZZF-Präsident Norbert Holthenrich darüber verständnislos und appelliert an alle Tierhalter: „Nutzen Sie die vielfältigen Betreuungsangebote für Ihr tierisches Familienmitglied, und setzen Sie nicht sein Leben aufs Spiel.“
ZZF e.V.


07.06.2018

Seehundzählungen im Wattenmeer gestartet

Auch in diesem Jahr werden wieder Flüge durchgeführt, um die im Wattenmeer vorhandenen Seehunde zu zählen und die Bestandsentwicklung im Auge zu behalten, wie das LAVES Niedersachsen mitteilt. Die Zählungen beginnen am 7. Juni. Insgesamt hat das LAVES fünf Termine mit 15 Flügen organisiert. Der letzte Termin ist für den 20. August geplant. Die Seehundpopulation im niedersächsischen Wattenmeer hat sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden mit fast 10.000 Tieren so viele Seehunde registriert wie nie zuvor. Dabei konnte auch eine Erkrankung mit einem Influenzavirus vom Typ H10N7 den Beständen nicht ernsthaft etwas anhaben.
LAVES Niedersachsen


Bundesregierung beschließt Gesetzesänderungen zur besseren Abwehr der ASP

Das Bundeskabinett hat auf seiner Sitzung am Mittwoch einige Änderungen von Tiergesundheitsgesetz und Bundesjagdgesetz beschlossen, um so die Prävention und Intervention im Falle eines Ausbruches der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verbessern. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte dazu: "Ziel ist es, im Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest, schnell Maßnahmen ergreifen zu können, um eine Verbreitung zu verhindern. Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine, also Wild- und Hausschweine, betrifft und für sie tödlich sein kann. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland. Es besteht allerdings nach wie vor die Gefahr, dass die Krankheit nach Deutschland eingeschleppt wird." Das Tiergesundheitsgesetz wird dahingehend verändert, dass es möglich wird, im Falle eines Ausbruchs Maßnahmen zur Absperrung eines Gebietes durchzuführen. Auch soll dann die Beschränkung von Personen- und Fahrzeugverkehr ermöglicht werden. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, die Nutzung bestimmter landwirtschaftlicher Flächen zu untersagen, um Wildschweine von dort nicht zu vertreiben. Auch kann eine verstärkte Suche nach verendeten Wildschweinen angeordnet werden. Die Änderungen am Bundesjagdgesetz sollen es den Ländern ermöglichen, die Jagd aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung auch innerhalb der Setz- und Brutzeiten zuzulassen.
BMEL


Mehr als die Hälfte aller Hunde und Katzen sind nicht registriert

54 Prozent aller Hunde und Katzen sind aktuell nicht registriert. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die im Auftrag des Deutschen Tierschutzbundes erstellt wurde. Leider wurde dabei nicht nach Hunden und Katzen differenziert. Trotzdem zeigt das Ergebnis ein Problem auf, dass besonders dann aktuell wird, wenn die Tiere abhanden kommen. Nicht markierte und in einem Haustierregister registrierte Tiere sind nur schwer durch einen Finder an den eigentlichen Besitzer rückvermittelbar. Der Deutsche Tierschutzbund appelliert deshalb an die Tierhalter, ihre Hunde und Katzen zu registrieren. Damit würde auch den Tierheimen die Arbeit erleichtert und vielfach könne sogar der Aufenthalt im Tierheim generell vermieden werden, wenn es möglich ist, die Besitzer zu ermitteln.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


06.06.2018

Saisonaler Rückgang der Blauzungenfälle in Frankreich

Wie im Jahr 2017 wird auch in diesem Jahr ein Rückgang der Fälle der Blauzungenkrankheit in Frankreich beobachtet. Dies teilt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im aktuellen Radar Bulletin mit. Diese seit Januar sinkenden Zahlen veranlassen das FLI dazu, ein mittleres Risiko für einen Eintrag des Virus nach Deutschland anzunehmen. Dies bedeutet aber auch, dass weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit angezeigt ist, die besonders den grenzüberschreitenden Tierverkehr betrifft. Insgesamt ist die Blauzungenkrankheit mit verschiedenen Virustypen neben Frankreich auch in Italien und Griechenland im Mai aktiv gewesen.
Radar Bulletin Mai 2018


Tuberkulose: Klinische Erprobung eines neu entwickelten Medikaments startet

Ein in Deutschland entwickeltes Antibiotikum gegen die Tuberkulose ist in die klinische Testphase übernommen worden, wie das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) mitteilt. Es handelt sich um das überhaupt erste Antibiotikum gegen die Tuberkulose, das in Deutschland entwickelt wurde. Das Projekt wird von Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Instituts (HKI) in Jena geleitet. Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Konsortium InfectControl 2020 unterstützen einen Großteil der Studien. Besonders auch für die Tuberkulose ist die Problematik der Resistenzen von großer Bedeutung. Aktuell müssen mehrere Wirkstoffe gleichzeitig eingesetzt werden, um die Erkrankung beim Menschen zu behandeln. Der neue Wirkstoff BTZ043 gehört zu einer neuen Wirkstoffklasse - den Benzothiazinonen. Er bindet irreversibel an ein Enzym, das zum Aufbau der Bakterienzellwand benötigt wird. Dadurch entstehen Löcher in den Wänden der Bakterienzellen und letztlich "laufen die Zellen aus". Der Ansatzpunkt richtet sich gezielt gegen die Tuberkuloseerreger, so dass andere Bakterien nicht beeinträchtigt werden. In den anlaufenden klinischen Studien soll sichergestellt werden, dass der Wirkstoff im Körper aufgenommen und gut vertragen wird. Zunächst wird mit einer sehr geringen Dosis begonnen. Bei den nächsten Probanden sollen die Dosierungen dann Schritt für Schritt erhöht werden.
idw


ESCCAP informiert über Parasitenprophylaxe auf Reisen

Die Veterinärparasitologieorganisation ESCCAP hat Informationen darüber zusammengestellt, welche Parasiten zu beachten sind und wie die optimale Prophylaxe bei Reisen mit Tieren aussehen sollte. Dabei stehen vier Parasitengruppen im Zentrum des Interesses. Zunächst sind es die Flöhe, die in Europa ganzjährig aktiv sind. Auch ist ein geeigneter Zeckenschutz von größter Bedeutung, da diese blutsaugenden Insekten Infektionskrankheiten wie z.B. die Borreliose oder die Babesiose übertragen können. Grundsätzlich ist das Risiko hier von Region zu Region unterschiedlich. Allerdings gibt es kein Land, in dem keine Zecken leben, die nicht als potenzielle Krankheitsüberträger in Betracht kommen. Auch Stechmücken können Krankheitserrger übertragen. Hier sind besonders die im Mittelmeerraum vorkommenden Schmetterlingsmücken von Interesse, die die Leishmaniose auf Hunde übertragen können. Und dann müssen noch Magen-Darm-Würmer berücksichtigt werden, vor denen Haustiere möglichst geschützt werden sollten. Grundsätzlich sollte der Schutz vor den Parasiten rechtzeitig vor der Reise eingeleitet werden. Beratung erhält man hierzu beim Tierarzt. Daneben hält ESCCAP einen Reisetest bereit. Hier kann man über die Auswahl des Reiselandes mehr über die dort vorhandenen Risiken und die notwendigen Prophylaxemaßnahmen erfahren.
ESCCAP


05.06.2018

REWE nimmt Weide- und Frischmilch mit Tierschutzlabel in die Regale

REWE bietet ab September 2018 unter der Eigenmarke REWE Beste Wahl Weide- und Frischmilch mit dem Tierschutzlabel an. Die Frischmilch in der Halbliter-Packung wird durch den Deutschen Tierschutzbund (DTB) zertifiziert. Neben dem Label "Für Mehr Tierschutz" trägt die Weidemilch zusätzlich das "Pro Weideland"-Siegel. Nach dessen Kriterien müssen die Kühe unter anderem mindestens 120 Tage im Jahr täglich mindestens sechs Stunden auf der Weide verbringen. Beide Labels stehen für höhere Tierwohl-Standards. Dies sind u.a. das Verbot der Anbindehaltung, das Enthornen ohne lokale Betäubung und Schmerzmittelgabe sowie das Schlachten trächtiger Kühe. Für Verbraucher wird es zudem leichter, tiergerechter erzeugte Produkte zu erkennen und dies durch den Kauf solcher Produkte zu unterstützen.
REWE Group


Tumordiagnostik und -behandlung mit IgE beim Hund erfolgreich

Immunglobulin E (IgE) kann bei Hunden effektiv zur Tumordiagnostik und -behandlung eingesetzt werden. IgE sind Antikörper, deren Aufgabe das Abwehren körperfremder gefährlicher Stoffe ist. Häufig führen sie jedoch auch zu Allergien. Das haben sich ForscherInnen der Vetmeduni Vienna und der MedUni Wien in Kooperation mit internationalen WissenschafterInnen nun zu Nutzen gemacht. Sie entwickelten ein „Hunde-IgE“, das sich direkt gegen den EGFR-Wachstumsfaktor von Krebs-Tumoren richtet. Das zentrale Ergebnis: Bei in-vitro-Studien wurde der Tumor in über 60 Prozent der Fälle vom IgE-Antikörper vernichtet. „Wir konnten in einem Hund als ‚Modellpatienten‘ zeigen, dass Tumoren, die den EGFR-Wachstumsfaktor besitzen, von Immunglobulin E gekillt werden können, und das unabhängig von der Hunderasse“, erklärt Studienleiterin Erika Jensen-Jarolim vom Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien. Das EGFR beim Hund stimmt zudem zu 92 Prozent mit jenem beim Menschen überein. Die IgE-Antikörper bilden demnach eine „Brücke“ zwischen dem EGFR auf Tumorzellen und den Entzündungszellen und und setzen so Tumornekrosefaktoren frei. Dadurch wird die Bekämpfung des Tumors durch das Immunsystem eingeleitet. In einer anschließenden Studie mit Hundepatienten sollen die Resultate in einer internationalen Kooperation bestätigt werden.
Vetmeduni Vienna


EU-Kommission schlägt Maßnahmen zum Schutz bestäubender Insekten vor

Das zunehmende Insektensterben, insbesondere der Bestäuber, hat die EU-Kommission dazu veranlasst, Maßnahmen zum Schutz dieser Insekten vorzuschlagen. Insgesamt ist jede zehnte Insektenart, die Pflanzen bestäubt, vom Aussterben bedroht. Ein Drittel der Bienen- und Schmetterlingsarten sind auf dem Rückzug. EU-Umweltkommissar Karmenu Vella verweist darauf, dass bestäubende Insekten einen sehr guten Indikator für die Gesundheit eines Ökosystems darstellen würden. Geht es diesen Arten nicht gut, könne man sicher sein, dass die Biodiversität insgesamt in Gefahr ist. Landwirtschaftskommissar Phil Hogan verwies auf die Bedeutung der bestäubenden Insekten für die Landwirtschaft und den Pflanzenbau. Grundsätzlich herrscht Einigkeit, dass der Schwund bestäubender Insekten gestoppt werden muss. Deshalb wurden Maßnahmen vorgeschlagen, die auf drei Säulen beruhen. Einerseits soll untersucht werden, warum die bestäubenden Insekten verschwinden und welche Konsequenzen dies hat. Hier soll ein Monitoring-Prozess u.a. Daten über den aktuellen Stand und die Entwicklung der Insektenpopulationen liefern. Zudem sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Ursachen zu bekämpfen. Dazu sollen Aktionspläne für die Habitate der am stärksten bedrohten Arten entwickelt werden. Und schließlich sollen die Bürger zur Mithilfe bewogen und grundsätzlich für dieses Thema sensibilisiert werden.
EU-Kommission


Verbändebündnis legt Aktionsplan Wolf vor

Rechtzeitig vor der Umweltministerkonferenz, die vom 6. bis 8. Juni 2018 in Bremen stattfindet, hat ein Bündnis aus 18 Verbänden einen Aktionsplan Wolf vorgelegt. Die Verbände fordern darin von den Umweltministern von Bund und Ländern, dass der Schutz des Menschen Priorität vor der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland haben müsse. Zudem müsse die Weidetierhaltung in Deutschland flächendeckend möglich bleiben. Auch will man nicht länger hinnehmen, dass die Wolfbestände bewusst kleingerechnet werden. Die Verbände gehen davon aus, dass aktuell mehr als 1.000 Wölfe in Deutschland leben, zudem wachse die Population jedes Jahr um etwa 30 Prozent. Die Verbände fordern, dass ähnlich wie bei der Nahme von Dopingproben, eine sogenannte B-Probe genommen wird, wenn der Verdacht besteht, dass ein Wolf für Risse von Weidetieren verantwortlich ist. Da die Genauigkeit der bisherigen genetischen Analysen häufig angezweifelt wird, könnte diese Probe dann von einem unabhängigen Labor untersucht werden. Grundsätzlich sollte die Beweislast umgekehrt werden. So sollte zukünftig grundsätzlich eine Entschädigung gezahlt werden, wenn ein Wolfsriss nicht ausgeschlossen werden kann. Die Verbände sehen zwar grundsätzlich die große Bedeutung der Herdenschutzmaßnahmen zum Schutz vor Wolfsrissen. Es gebe allerdings auch Grenzen, denn eine kleinparzellierte Einzäunung aller Weideflächen in Deutschland sei weder naturschutzfachlich verantwortbar und wirtschaftlich darstellbar noch gesellschaftlich akzeptiert. Auch sollte die Basis für die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen die Einzäunung sein, die zur Verhinderung des Ausbruchs von Weidetieren in der jeweiligen Region notwendig ist. Die Verbände gehen davon aus, dass zukünftig auch die Entnahme von Wölfen zu einem vernünftigen Umgang mit den Tieren gehören wird. Es wird darauf verwiesen, dass in Frankreich und Schweden bereits heute auf Basis des europäischen Naturschutzrechts regulierend in die Wolfsbestände eingegriffen werde. Zu den Verbänden, die diesen Aktionsplan unterstützen, gehören u.a. der Bundesverband Deutscher Berufsjäger, der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter, der Bundesverband Rind und Schwein, der Deutsche Bauernverband, dieDeutsche Landwirtschafts-Gesellschaft, der Deutsche Jagdverband und die Deutsche Reiterliche Vereinigung.
ots


04.06.2018

Monitoring-Saison für West-Nile-Virus hat begonnen

Die Monitoring-Saison 2018 hat am 1. Juni 2018 begonnen, wie das European Centre for Diseaese Prevention and Control (ECDC) mitteilt. Jeden Freitag werden ab sofort Daten über neue Fälle bei Menschen und Pferden in der EU, im Europäischen Wirtschaftsraum und benachbarten Ländern veröffentlicht. Dabei werden nicht nur bekanntgegeben. Karten sollen helfen, einen Überblick über die Verbreitung des Virus zu gewinnen. Bisher hat es in diesem Jahr noch keine Fälle gegeben. Im Jahr 2017 wurden während der Übertragungssaison in der EU 204 Fälle beim Menschen und 127 Fälle bei Pferden festgestellt.
ECDC


Bewerbungen um Deutschen Tierschutzpreis noch bis Ende Juni möglich

Noch bis Ende Juni 2018 können Bewerbungen für den Deutschen Tierschutzpreis eingereicht werden, der vom Deutschen Tierschutzbund bereits zum 14. Mal vergeben wird. Partner des Verbandes sind dabei die Zeitschriften FUNK UHR und Super TV sowie Whiskas und Pedigree. Noch bis zum 29. Juni 2918 können Einzelpersonen sowie Vereine und andere Initiativen sich bewerben. Mit dem Preis sollen Menschen ausgezeichnet werden, die sich mit viel Herzblut für Tiere und Tierschutzprojekte engagieren. Die Verleihung des Preises findet Anfang Oktober in Berlin statt. Die ersten drei Plätze sind insgesamt mit 6.000 Euro dotiert, mit denen die Arbeit der Preisträger unterstützt werden soll. In diesem Jahr wird zudem ein tierschützerisches Lebenswerk mit 1.000 Euro prämiert. „Viele Menschen sind mit Herz und Seele Tierschützer. Sie opfern Zeit oder auch Geld, um Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Sei es, dass sie kranke oder verwaiste Wildtiere in Auffangstationen aufpäppeln, das örtliche Tierheim tatkräftig unterstützen oder sich gegen den Missbrauch von Tieren einsetzen. Mit dem Deutschen Tierschutzpreis wollen wir diese besonders engagierten Menschen ehren und gleichzeitig den Tieren helfen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Niedersachsen fordert Nachbesserungen an Vorschlägen zur Gemeinsamen Agrarpolitik

Nachdem die Vorschläge zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2020 vorliegen, hat Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) gründliche Nachbesserungen gefordert. Aus ihrer Sicht enttäuschen die Vorschläge, dadurch, dass die Landwirte einerseits weniger Geld erhalten sollen und andererseits höherere Auflagen erfüllen müssen. Zudem wird die Bürokratie noch weiter ausgeweitet. Nach ersten Berechnungen würde dies für die niedersächsischen Landwirte bedeuten, dass die Direktzahlungen um vier Prozent sinken würden. Die niedersächsischen Fördermittel für den ländlichen Raum wären sogar um 15 Prozent geringer. Auch die Vorschläge für eine verpflichtende Kürzung der Direktzahlungen oberhalb von 60.000 Euro je Empfänger und einer Kappung der Zahlungen ab 100.000 Euro hält die Ministerin für nicht sinnvoll. Anderen Vorschlägen kann die Ministerin durchaus auch positive Aspekte abgewinnen. So hält sie die Möglichkeit, dass die Mitgliedsländer künftig deutlich mehr Gestaltungsspielraum erhalten sollen, für grundsätzlich positiv. Wenn die Staaten nationale Strategiepläne vorlegen, sollen sie die konkreten Fördermaßnahmen auch weitgehend frei ausgestalten können. Dies begrüßte die Ministerin grundsätzlich. Sie verweist aber auch darauf, dass der von Deutschland aufzustellende Strategieplan den einzelnen Bundesländern dann diese Freiheiten auch ermöglichen müsse.
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Wolf erstmals im bayerischen Landkreis Donau-Ries nachgewiesen

Im bayerischen Landkreis Donau-Ries ist erstmals ein Wolf nachgewiesen worden, wie das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilt. Der Wolf war bereits im April von einer Wildkamera aufgenommen worden. Auswertungen der Bilder ergaben, dass es sich um einen Wolf handele. Über den Verbleib des Tieres ist nichts bekannt. Das LFU weist darauf hin, dass jederzeit einzelne Wölfe nach Bayern durch- oder zuwandern könnten. Die Tiere könnten dabei sowohl aus dem Nordosten Deutschlands als auch aus dem Alpenraum stammen. Standorttreue Wölfe gibt es in Bayern im Veldensteiner Forst, im Nationalpark Bayerischer Wald und auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
LfU Bayern


01.06.2018

Newcastle-Krankheit in Luxemburg

In der vergangenen Woche ist in einer Hobbygeflügelhaltung im Westen Luxemburgs die Newcastle-Krankheit ausgebrochen. Die Tiere wurden daraufhin alle gekeult, um eine weitere Ausbreitung der hochansteckenden Viruskrankheit zu verhindern. Untersuchungen zu Folge stammen die erkrankten Tiere aus dem Ausland. Bei der Newscastle-Krankheit handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche, gegen die Hühner in Deutschland und Europa prophylaktisch geimpft werden müssen.
Agrarheute.com


Neuseeländische Regierung lässt 150.000 Rinder keulen

Im Kampf gegen das Bakterium Mycoplasma (M.) bovis lässt die neuseeländische Regierung mehr als 150.000 Rinder keulen. Mit dieser drastischen Maßnahme soll der Krankheitserreger gemerzt werden, obgleich das noch kein Land zuvor erreicht hat. Der Plan zur Ausrottung erstreckt sich über 10 Jahre und soll etwa 700 Mio. US-Dollar kosten. M. bovis verursacht hohe wirtschaftliche Verluste durch Pneumonien, Mastitis, Arthritis und andere klinische Symptome, die zu einer Leistungseinbuße führen. Neben Norwegen war Neuseeland bis vor kurzem eines von nur zwei Ländern weltweit, wo M. bovis bislang nicht vorkam. Der Erreger wurde in 2017 erstmals in Neuseeland festgestellt. Bislang gelten 37 Betriebe als infiziert. 260 weitere stehen unter Beobachtung.
topagrar.de


Population von Berggorillas ist gestiegen

Im Bereich des Artenschutzes gibt es auch manchmal gute Nachrichten. Die Zahl der freilebenden Berggorillas im Virunga-Vulkan-Gebiet in Afrika hat sich in den letzten drei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Dies geht aus einem Zensus hervor, den Ruanda, Uganda und die Demokratische Republik Kongo gemeinsam mit Naturschutzorganisationen und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie inLeipzig durchgeführt haben. Demnach leben in dem Gebiet aktuell 5604 Berggorillas. Dazu kommen noch rund 400 Tiere einer anderen Population im Bwindi Impenetrable National Park in Uganda. Damit leben weltweit mehr als 1.000 Berggorillas in freier Wildbahn. "Die Population der Berggorillas im Virunga-Vulkan-Gebiet hat sich in den letzten drei Jahrzehnten trotz intensiver Gefährdung durch Wilderei, Habitatverschlechterung und Bürgerkrieg mehr als verdoppelt”, sagt Martha Robbins,Wissenschaftlerin und Gorilla-Expertinam Max-Planck-Institut. Der Anstieg ist auch ein Beispiel dafür, dass sich die harte Arbeit der Regierungen und insbesondere auch der Parkmitarbeiter vor Ort auszahlen.
Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie


31.05.2018

Bienensterben wird hauptsächlich durch Krankheitserreger verursacht

Anwachsende Bienenschäden machen Experten zunehmend Sorgen. Daher wurden in der Vergangenheit auch die Ursachen der Bienenschäden genauer untersucht. Die Ergebnisse finden sich im Jahresbericht der Untersuchungsstelle für Bienenvergiftungen am bundeseigenen Julius-Kühn-Institut (JKI). Rund 20 Prozent der Bienenschäden gehen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurück. Deutlich mehr Tiere sterben aufgrund eines Befalls mit Krankheitserregern. Aber auch vorsätzliche Vergiftung der Bienen mit Bioziden wurden festgestellt. Die Zahlen gehen auf 71 vom JKI biologisch und chemisch untersuchte Schadensfälle im Jahr 2017 zurück. „Solange die Landwirte ihre Arbeit gut machen, geht Bienenschutz und Pflanzenschutz zusammen“, sagte Nadine Kunz von der Untersuchungsstelle auf der Ackerbautagung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) am Mittwoch in Berlin. Bei der Untersuchungsstelle des JKI können Imker bei einem Verdacht auf Pflanzenschutzmittelvergiftungen tote Bienen kostenfrei untersuchen lassen. Eine ATF-anerkannte E-Learning-Reihe im Bereich Bienenkrankheiten finden TierärztInnen unter Myvetlearn.de.
JKI
E-Learning-Reihe Bienen für TierärztInnen


Zeckenarten auf dem Vormarsch

In den USA breitet sich eine Zeckenart aus, die erst im vergangenen erstmals in New Jersey entdeckt worden war. Es handelt sich um Haemaphysalis longicornis, die sogenannte Longhorn-Zecke, die ursprünglich in Asien und u.a. auch in Australien, Neuseeland und Hawai vorkam. Das Landwirtschaftsministerium des US-Staates West Virgina bestätigte, dass die Zecke aktuell erstmals in zwei landwirtschaftlichen Betrieben nachgewiesen wurde. Diese Zecke bedeutet eine weitere Infektionsgefahr für Mensch und Tier, da sie wie viele Zeckenarten Erreger übertragen kann.
West Virginia Department of Agriculture


Aquakulturerzeugung im vergangenen Jahr deutlich gewachsen

Die Erzeugung in den deutschen Aquakulturbetrieben ist im Jahr 2017 deutlich um 11,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2016 gestiegen. Demnach produzierten die rund 2.700 Betriebe in Deutschland im vergangenen Jahr rund 36.200 Tonnen Fische, Muscheln und andere Produkte. Diese Steigerung der Produktion beruhte in erster Linie auf einer Zunahme der Muschelproduktion, die um 28,9 Prozent auf 16.900 Tonnen anstieg. Die Produktion von Fischen blieb dagegen mit 19.200 Tonnen stabil.
destatis


Vorwürfe wegen Tierschutzverstößen gegen brandenburgischen Legehennenhaltungsbetrieb

Die Tierschutzorganisation Animal Equity wirft einem großen Legehennenbetrieb im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße massive Tierschutzverstöße vor und legt Videos vor, die in dem Betrieb aufgenommen sein sollen. Bei dem Betrieb handelt es sich um die Ehlego Landhof GmbH, die an dem Standort rund eine Million Legehennen hält. Die Aufnahmen, die vor rund zwei Monaten entstanden sein sollen, zeigen Legehennen in Bodenhaltung. Dabei sind auch tote und stark verdreckte sowie weitgehend federlose Tiere zu sehen. Nach Recherchen von "Spiegel Online" wurden die Anlagen nach dem Verbot der Käfighaltung mit rund 38 Millionen Euro auf Bodenhaltung umgestellt. Dies hat das Land Brandenburg mit 7,5 Millionen Euro gefördert. Sowohl der Betrieb als auch das zuständige Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße weisen die Vorwürfe zurück. Das Veterinäramt verweist darauf, dass die veröffentlichten Vorwürfe weder bei den durchgeführten Regelkontrollen noch bei der am Mittwoch durchgeführten Vor-Ort-Kontrolle nachvollzogen werden konnten. Auftretende Probleme in dem Betrieb würden konstruktiv und fachlich fundiert gemeinsam mit den Verantwortlichen des Betriebes und dem betreuenden Tierarzt beraten. Die Anforderungen des Tierschutzgesetzes und der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung würden im genannten Betrieb eingehalten.
Spiegel Online
Landkreis Spree-Neiße


30.05.2018

FLI-Förderkreis zeichnet Nachwuchswissenschaftler aus

Der Förderkreis des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat auch in diesem Jahr wieder Nachwuchswissenschaftlern seinen Förderpreis angedeihen lassen. Ausgezeichnet wurden fünf hervorragende Doktor- und eine Masterarbeit. Neben der Abschlussarbeit veröffentlichten die Preisträger mindestens einen Artikel in einem international anerkannten Fachmagazin. Die Fachinstitute des FLI schlagen die Absolventen vor und aus diesem Kreis wählt das Präsidium des Fördervereins dann die Preisträger aus. Der Preis ist mit der Loeffler-Medaille sowie 500 Euro Preisgeld dotiert. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein breites Spektrum an Themen ausgezeichnet. Dieses reichte von Arbeiten zur Futterverwertung bei Schweinen bis zur Rolle von Oberflächengylkoproteinen von Influenzaviren beim Geflügel.
FLI


Rituelle Schlachtungen nur in zugelassenen Betrieben schränkt Religionsfreiheit nicht ein

Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat entschieden, dass es rechtens ist, die rituelle Schlachtung nur in zugelassenen Schlachthöfen zu erlauben. Dies würde die Religionsfreiheit nicht einschränken. Hintergrund ist ein in Belgien anhängiges Gerichtsverfahren. Das belgische Gericht hatte in diesem Zusammenhang das EuGH angerufen. In der Flämischen Region Belgiens hatte der Gesetzgeber bis 2014 jedes Jahr im Rahmen des islamischen Opferfestes jeweils neben den zugelassenen Schlachtstätten auch noch temporäre Schlachtstätten ernannt, in denen dann die rituelle Schlachtung möglich war. Damit sollte dem in dieser Zeit hohen Schlachtaufkommen Rechnung getragen werden. Ab 2015 hatte die Regierung diese Praxis unter Verweis auf die geltenden EU-Bestimmungen eingestellt. Mehrere Verbände hatten dagegen Klage erhoben. Der EuGH sieht in der Verpflichtung, rituelle Schlachtungen nur in zugelassenen Schlachtstätten durchführen zu lassen, keine Einschränkung der Religionsfreiheit, da dies die Vornahme der Schlachtungen lediglich organisiere und Vorgaben technischer Natur mache. Der Gerichtshof stellt im Ergebnis fest, dass seine Prüfung nichts ergeben hat, was dieGültigkeit von der Verordnung im Hinblick auf die durch die Charta garantierteReligionsfreiheit beeinträchtigen könnte.
EuGH


29.05.2018

Rheinland-pfälzische Tierseuchenbilanz 2017

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken und Dr. Stefan Brent, Präsident des Landesuntersuchungsamtes (LUA), haben die Tierseuchenbilanz des Landes für das Jahr 2017 vorgestellt. Dabei war das Geschehen zu Beginn des vergangenen Jahres noch von der in Deutschland grassierenden Geflügelpest dominiert. Im Jahresverlauf wechselte der Fokus auf die Prävention der Afrikanischen Schweinepest, die in Osteuropa weiter auf dem Vormarsch ist. Hierbei wird darauf verwiesen, dass seit Februar die Beprobung von tot aufgefundenem Schwarzwild mit 50 Euro honoriert wird, wenn Jäger ein solches Tier zur Untersuchung einschicken. Wurden im Jahr 2017 insgesamt 304 Proben am LUA auf die ASP untersucht, so waren es in diesem Jahr bereits 290 Proben, so dass hier mit deutlich mehr Untersuchungen auf das Gesamtjahr gerechnet werden kann. Aber auch altbekannte Tierseuchen stehen weiter im Blickpunkt. So wurde im Jahr 2017 die Aujeszkysche Krankheit bei drei Jagdhunden festgestellt. Diese Fälle zeigen, dass die Krankheit weiterhin aktuell ist und die Hausschweinebestände auch hiervor geschützt werden müssen. In Rheinland-Pfalz sind im Durchschnitt 2,6 Prozent der Wildschweine mit dem Virus infiziert, so dass eine Übertragung auf Hausschweine, bei denen das Virus zuletzt 2003 diagnostiziert wurde, jederzeit möglich ist. Insgesamt wurden am LUA im Jahr 2017 mehr als 286.000 Proben von Nutz-, Wild-, Zoo- und Heimtieren untersucht. "Die Untersuchungen sind ein zentraler Beitrag zum Gesundheitsschutz von Mensch und Tier, vor allem, um eine mögliche Übertragung von Tierkrankheiten auf den Menschen zu vermeiden", erklärte LUA-Präsident Dr. Stefan Bent. "Rheinland-Pfalz war im vergangenen Jahr von acht der insgesamt 54 staatlich bekämpften anzeigepflichtigen Tierseuchen betroffen - vier bei Rindern, zwei bei Fischen und jeweils eine bei Wildvögeln und Hausgeflügel. Zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen gehören auch die Geflügelpest und das Rinderherpesvirus. Zudem hat das LUA 16 meldepflichtige Tierkrankheiten diagnostiziert, darunter auch Salmonellen beim Hund. "Insgesamt war die Tierseuchensituation im Jahr 2017 etwas angespannter als in den Jahren zuvor. Die gute Nachricht: Der Großteil dieser Tierkrankheiten ist für den Menschen ungefährlich, so auch das Rinderherpesvirus oder die Aujeszkysche Krankheit", führten Höfken und Bent an.
LUA Rheinland-Pfalz


Monitoring auf Usutu-Virus in Schleswig-Holstein gestartet

In Schleswig-Holstein wurde ein Monitoring auf das Usutu-Virus bei Amseln gestartet, wie das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung mitteilt. Das Usutu-Virus stammt ursprünglich aus Afrika und wird hauptsächlich von Stechmücken übertragen. Viele Wildvögel sind Hauptwirte des Virus. Viele der Arten erkranken nicht im Rahmen einer Infektion. Allerdings gibt es auch empfängliche Arten wie die Amsel, bei denen es zu Krankheitsanzeichen und auch vielen Todesfällen kommt. In Deutschland wurde das Virus erstmals im Jahr 2010 nachgewiesen und auch in Schleswig-Holstein wurde es mittlerweile diagnostiziert. Um mehr über die Verbreitung des Virus bei Amseln zu erfahren, hat man in Schleswig-Holstein dazu ein Monitoring ins Leben gerufen. Bürgerinnen und Bürger können frisch verendete Amseln beim zuständigen Veterinäramt abgeben. Dieses leitet die Tiere zur Untersuchung ans Landeslabor weiter. Die Tiere sollten eingepackt und die Verpackung mit Fundort und -datum versehen werden. Grundsätzlich sollten die toten Tiere nicht mit bloßen Händen angefasst werden.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein


28.05.2018

Geflügelpest in Schweden

In Schweden wurde ein niedrig pathogenes Virus der aviären Influenza vom Typ H5 nachgewiesen, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mitteilt. Der Nachweis erfolgte in einer Anlage, in der Fasane aufgezogen werden. Die Tiere zeigten keine Krankheitsanzeichen. Der Nachweis des Virus erfolgte im Rahmen des schwedischen Überwachungsprogramms auf Geflügelpest. Die 8.600 Tiere des Bestandes müssen laut der geltenden Bestimmungen getötet werden, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern.
OIE


Bayern warnt vor FSME- und Borreliose-Übertragung durch Zecken

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat drauf hingewiesen, dass das Risiko der Übertragung von FSME und Borreliose durch Zecken auch in diesem Jahr hoch bleibt. In diesem Jahr wurden in Bayern bereits 10 FSME-Fälle und 473 Fälle der Borreliose beim Menschen nachgewiesen. Beide Erkrankungen sind nicht nur für den Menschen, sondern u.a. auch für Hunde ein Problem. Deshalb sollten Tierbesitzer diese Warnung des Ministeriums ernst nehmen und Zeckenprophylaxe bei ihren Tieren betreiben.


Hasenpest im Landkreis Würzburg

Die meldepflichtige Hasenpest ist erstmals seit 2014 wieder im bayerischen Landkreis Würzburg nachgewiesen worden. Der Erreger wurde bei verendet aufgefundenen Feldhasen im Gebiet der Gemeinde Estenfeld identifiziert. Die meldepflichtige Erkrankung ist nicht nur für das Tier von Bedeutung. Sie kann auch auf den Menschen übertragen werden. Deshalb sollten verendet aufgefundene Wildtiere,insbesondere Feldhasen und Kaninchen, nicht ungeschützt angefasst werden. Besonders gefährdet sind Jäger, die die erlegten Tiere weiter bearbeiten. Dies sollte ebenfalls unbedingt nur unter Einhaltung der notwendigen Hygienemaßnahmen erfolgen.
Landkreis Würzburg


Bundesregierung sieht Molkereien bei der Bewältigung niedriger Milchpreise in der Pflicht

Die Bundesregierung sieht die Molkereien in der Pflicht, Phasen niedriger Milchpreise besser zu bewältigen. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke zur Regulierung des Milchmarktes hervor. Der Milchmarkt ist insgesamt seit Ende der Milchmengenregulierung starken Preisschwankungen unterlegen. Die Bundesregierung betont, dass das Risikomanagement zugunsten der Milcherzeuger weiter ausgebaut werden müsse und die Milcherzeugung noch stärker als bisher an einer "Qualitätsführerschaft" und der Aufnahmefähigkeit des Marktes ausgerichtet werden solle. Auch müssten die Preissignale des Marktes schneller an die Milcherzeuger weitergegeben werden. Die Bundesregierung lehnt die Einführung von Quoten und auch von Höchst- und Mindestpreisen ab.
Deutscher Bundestag


25.05.2018

Tierärztekammer Österreich feiert ihr 70-jähriges Gründungsjubiläum

Anlässlich ihres 70-jährigen Jubiläums hat die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) am heutigen Freitag (25.5.2018) eine Festveranstaltung im Parkhotel Schönbrunn veranstaltet. Es kamen rund 150 Gäste aus dem In- und Ausland sowie VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Bildung, NGOs sowie des Berufsstandes. In seiner Ansprache blickte ÖTK-Präsident Mag. Kurt Frühwirth sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft des Tierarztberufes. Die Tierärzteschaft sei heute mehr denn je mit einem strukturellen Wandel konfrontiert. "Immer weniger Tierärztinnen und Tierärzte arbeiten als Selbstständige, die Teilzeitarbeit und der Frauenanteil haben stark zugenommen. Diese Eigenschaften kennzeichnen die neue Generation im Tierärzteberuf. Diesem Umstand müssen wir als Kammer vermehrt Rechnung tragen. Wir müssen neue Angebote für selbstständige und angestellte Tierärztinnen und Tierärzte schaffen und uns noch intensiver mit Themen wie Vereinbarkeit von Freizeit, Familie und Beruf befassen“, so Frühwirth.
ÖTK


Transportvorschriften von Tierarzneimitteln in der Schweiz bedrohen Existenzen von Tierarztpraxen

Die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) fordert praktikable Bedingungen für den Vertrieb von Tierarzneimitteln. Denn die Gleichstellung von Tier- mit Humanarzneimitteln bedrohe die Existenz kleiner Tierarztpraxen in Randregionen. Mit der Anerkennung einer EU-Leitlinie für eine gute Vertriebspraxis (GDP) für Humanarzneimittel, wurden in der Schweiz, anders als in der EU, auch die gleichen Regelungen für Veterinärarzneimittel eingeführt. So sind Tierarzneimittel seit Anfang des Jahres temperaturkontrolliert zu versenden, auch solche, die bei 15-25°C gelagert werden müssen. Die GST kritisiert dies in ihrer aktuellen Stellungnahme zur Totalrevision der Arzneimittel- Bewilligungsverordnung. Die Tierärzteschaft ist bestrebt, für Tierarzneimittel eine hohe Qualität von der Bestellung bis zur Anwendung sicherzustellen. Sie verlangt jedoch gleich wie in der EU eine auf die Veterinärbranche zugeschnittene Lösung. Denn die neue Logistik verteuert die Produkte im Inland, da die Medikamente nicht mehr mit der Post verschickt werden dürfen, sondern jetzt ein Kurier beauftragt werden muss. Zudem werden die Pakete nur gegen Unterschrift abgegeben. Somit muss den ganzen Tag eine Person in der Praxis anwesend sein, um die Lieferungen entgegenzunehmen. Ansonsten nimmt der Kurier die Ware wieder mit – die Folge sind fehlende Medikamente und höhere Kosten. Für kleinere Praxen ist dies existenzbedrohend.
GST


Biodiversitätsverlust schreitet in Deutschland weiter voran

Bislang konnte der anhaltende Verlust der biologischen Vielfalt trotz vielfacher Bemühungen noch nicht gestoppt werden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.Zusätzliche Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen sind ebenso notwendig wie eine verbesserte Politikintegration in den für die Biodiversität zentralen Politikfeldern, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen. Bereits seit zehn Jahren wird in Deutschland die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) umgesetzt, bislang konnten aber auch die hier vorgegebenen Ziele nicht erreicht werden. Nächstes Zieldatum ist 2020, doch die Meldungen aus Wissenschaft und Praxis sind düster, so die Kritik der Grünen. So sei die Situation im Bereich Artenvielfalt so dramatisch wie nie, egal in welchem Bereich, das Artensterben schreite rasant voran. Das betrifft Insekten, Vögel aber auch Pflanzen. Allein die Zahl der Brutpaare in landwirtschaftlichen Gebieten ist zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen Tiere zurückgegangen. Besonders gestört scheinen die Ökosysteme in Flüssen und Bächen zu sein, und zwar in 93 Prozent der deutschen Fließgewässer. Lediglich etwa sieben Prozent befinden sich in einem guten ökologischen Zustand, nur 0,1 Prozent in einem sehr guten.
topagrar.de
swr


Angusrinder in Hessen positiv auf BHV1 getestet

In zwei hessischen Betrieben im Landkreis Waldeck-Frankenberg und in Hersfeld-Rotenburg sind zwölf Angus-Rinder auf das hochansteckende Bovine Herpesvirus 1 (BHV1) positiv getestet worden. Die bislang symptomfreien Tiere werden umgehend geschlachtet. Der restliche Bestand der beiden Betriebe, der bei diesem ersten Test negativ getestet wurde, wird nun in wöchentlichen Untersuchungen überprüft. Gleiches gilt auch für Betriebe in der direkten Umgebung. Flächendeckend werden die vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen intensiviert. Das Landwirtschaftsministerium weist alle rinderhaltenden Betriebe ausdrücklich darauf hin, die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten, damit eine Einschleppung in den eigenen Betrieb verhindert werden kann. Dazu gehören Schutzkleidung, sowie regelmäßige Desinfektion und Reinigung von Geräten.
Hessisches Umweltministerium


24.05.2018

Nierenerkrankungen sind sehr häufige Todesursache bei Tiersenioren

Schwere Erkrankungen sind nicht immer anhand von eindeutigen Symptomen zu erkennen. Manche verlaufen zunächst unauffällig, schreiten aber langsam und unaufhaltsam voran. Je eher eine Erkrankung jedoch erkannt und behandelt werden kann, desto langsamer ist meist der Prozess. Die chronische Nierenerkrankung bei Hund und Katze (CNE) ist solch eine schleichend auftretende und vom Tierhalter oftmals unterschätzte Krankheit. Typisch für betroffene Tiere ist, dass sie mehr trinken, mehr Harn absetzen und mit weniger Appetit fressen. Übelkeit, Gewichtsverlust und Müdigkeit sind ebenfalls häufig zu beobachten. Im weiteren Verlauf wird dann auch oftmals das Fell stumpf. Diese Symptome treten jedoch nicht zwingend bei allen erkrankten Tieren und auch nicht immer gleichzeitig auf. Das erklärt, warum beim Halter nicht sofort alle Alarmglocken läuten, was sie aber sollten, denn die sichtbaren Symptome zeigen sich erst, wenn die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Die CNE ist die häufigste Todesursache bei Hunden und Katzen im Seniorenalter. Da verschiedene Therapiemöglichkeiten den Krankheitsverlauf jedoch verzögern und abmildern können, sind die Vorsorgeuntersuchungen beim älteren Tier extrem wichtig. Die CNE kann zuverlässig über eine Blutuntersuchung diagnostiziert werden.
Bundesverband für Tiergesundheit


Ausschalten von bakteriellen Effektorproteinen kann Antibiotikatherapie unterstützen

Steigende Resistenzen machen die Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten zunehmend schwerer. Ein neuer, vielversprechender Ansatz, mikrobielle Infektionen unter Kontrolle zu bringen, besteht darin, die Schäden in den Zellen und Geweben lokal zu begrenzen. Dazu müssen die von den Bakterien ausgeschütteten Toxine gezielt ausgehebelt werden. Dies ist dem Forscherteam von Prof. Ivan Dikic, Direktor des Instituts für Biochemie II an der Goethe-Universität Frankfurt, nun am Beispiel von Legionellen gelungen. Die Wissenschaftler konnten bakterielle Effektorproteine gezielt mit rational entwickelten Wirkstoffen ausschalten. "Das Konzept ist noch relativ neu, erregt aber unter Wissenschaftlern immer mehr Aufmerksamkeit", erklärt Dikic. Er geht davon aus, dass dieser Mechanismus nicht nur von Legionellen genutzt wird, weshalb auch von anderen Bakterien verursachte Infektionen auf diesem Wege bekämpft werden könnten.
Goethe-Universität Frankfurt


Pferde müssen regelmäßig strategisch entwurmt werden

Auf den Weiden ist jetzt die Hochzeit der Parasiten. Millionen infektiöser Larven besiedeln das Gras und können von den Pferden und anderen Weidetieren aufgenommen werden. Daher ist eine strategische Entwurmung der Tiere sinnvoll. Für Pferdeweiden gilt speziell, das tägliche Absammeln der Pferdeäppel ist die wichtigste Maßnahme, den Infektionsdruck gering zu halten. Denn die von den Wurmweibchen im Darm des Pferdes ausgeschiedenen Wurmeier gelangen über den Kot auf die Wiese. Dort schlüpfen in wenigen Tagen Larven, die dann wiederum von den Pferden mit dem Gras gefressen werden und sich im Darm zu neuen Würmern entwickeln. Bevor sie dort ankommen, machen sie nicht selten noch eine für das Pferd schädliche Körperwanderung durch, wobei sie auch vor inneren Organen nicht Halt machen. Zusätzlich sollten gezielt Wurmkuren eingesetzt werden. Denn wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bis zu ein Drittel der Pferdebestände mit Bandwürmern befallen ist. Sie lassen sich jedoch im Kot besonders schlecht nachweisen. Untersuchungen zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Kotuntersuchungen falsch-negativ sind. Auch im Rahmen der Kotuntersuchungen bei der sogenannten selektiven Entwurmung passiert das immer wieder. Deswegem sollte jedes Pferd mindestens einmal, besser zweimal im Jahr gegen Bandwürmer behandelt werden. Auch tragende Stuten sollten unbedingt in das Wurmmanagement einbezogen werden. Die Mehrzahl der heute erhältlichen Entwurmungspräparate kann auch während der Trächtigkeit eingesetzt werden. Denn werden nicht zuletzt die Fohlen in einem sauberen und hygienischen Umfeld geboren, kann man die erste Entwurmung relativ lange, d.h. einige Wochen, aufschieben. Unmittelbar nach der Geburt ist der Zwergfadenwurm der erste Problemparasit des jungen Pferdes. Das Fohlen kann sich mit den infektionsfähigen Larven dieses Wurms aus der Einstreu oder häufiger direkt über die Stutenmilch anstecken. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, tragende Stuten so kurz wie möglich vor der Geburt noch einmal zu behandeln. Das Fohlen wird so in eine parasitenarme Umgebung hinein geboren und kann sich auch nicht über die Muttermilch anstecken. Die erste Behandlung ist dann gegen Ende der vierten Lebenswoche empfehlenswert. Während die Gefahr durch Zwergfadenwürmer (mit zum Teil starkem Durchfall während der ersten Lebensmonate) allmählich abnimmt, steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für einen Spulwurmbefall. Vor allem während des ersten Weidesommers muss eine Masseninfektion mit Spulwürmern unbedingt verhindert werden. Bandwürmer sind bei Fohlen im Allgemeinen erst ab dem dritten bis vierten Lebensmonat bedeutsam. In welchen Abständen Fohlen und junge Pferde dann im Weiteren behandelt werden müssen, hängt stark von den hygienischen Verhältnissen (Entmistung, Weidegröße, Besatzdichte) ab. Auch die verwendeten Produkte sind von Bedeutung und sollten mit dem Tierarzt besprochen werden. Für Fohlen und junge Pferde bis zum Ende des vierten Lebensjahres ist die selektive Entwurmung nicht geeignet. Das Risiko einer Fehldiagnose aus der Kotuntersuchung ist zu groß, und die Folgen wären gerade für wachsende Pferde dramatisch. Mehr zur Entwurmung von Pferden und einem optimalen Weidemanagement lernen Sie auch im eLearning-Kurs Weidemanagement in der Pferdehaltung (inkl. Entwurmung und Giftpflanzen) auf Myvetlearn.de.
BfT
Myvetlearn.de


23.05.2018

Umweltverschmutzung verursacht auch bei Wildtieren zunehmend Tumore

Die zunehmende Beeinflussung der Umwelt durch den Menschen ist auch für immer mehr Tumorerkrankungen bei Wildtieren verantwortlich. Das fanden Forscher der Arizona State University heraus. Sie machen die Verunreinigung von Flüssen und Gewässern, die Strahlung von Kernkraftwerken sowie den Plastikmüll dafür verantwortlich. "Krebs bei wilden Tieren ist bisher nahezu unerforscht. Die Faktoren, die sich negativ auf den menschlichen Körper auswirken, haben sehr wohl auch Einfluss auf wilde Tiere", sagt Forscher Mathieu Giraudeau. Wie beim Menschen könne sich Lichtverschmutzung auf den Hormonhaushalt der Tiere auswirken. Auch weggeworfenes Essen, das Tieren über Umwege zukommt, habe Einfluss auf die Zellen. Zudem könnten bekanntermaßen auch Fettleibigkeit und Nährstoffmangel Krebs verursachen. Wildtiere kommen inzwischen immer häufiger in Kontakt mit diesen Nahrungsquellen. Bei Vögeln, die in der Nähe von Hauptstraßen und Städten ihre Nester haben, sind zudem die selben hormonellen Veränderungen wie bei Menschen vorgefunden worden, die unter Lichtverschmutzung litten. Diese begünstigen wiederum die Entstehung von Krebs.
pte


Mechanismus verstärkt Wirksamkeit von Antibiotikum

Die Zahl der Antibiotikaresistenzen ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen und führt immer häufiger zu einem Behandlungsengpass. Dies gilt vor allem für Infektionskrankheiten wie die Tuberkulose (TB), da es nur wenige Wirkstoffe gegen diese Erkrankungen gibt. Wissenschaftlern der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg ist es jetzt gelungen, die Wirksamkeit eines gängigen TB-Wirkstoffs zu verstärken und gleichzeitig die Resistenz dagegen zu reduzieren. Die Tuberkulose-Bakterien wehren sich gegen die Antibiotika, indem sie die Substanzen aus ihrem Zellinneren abpumpen, bevor diese ihre Wirkung entfalten können. "Wenn man diesen Pumpmechanismus innerhalb der Bakterien blockiert oder zumindest behindert, lässt sich die Wirksamkeit gängiger Medikamente womöglich verbessern", so Prof. Dr. Andreas Hilgeroth vom Institut für Pharmazie der MLU. Sie entwickelten eine passende neue chemische Verbindung und kombinierten sie mit gängigen Tuberkulose-Antibiotika. Speziell mit dem Antibiotikum Isoniazid konnten so sehr gute Ergebnisse erzielt und der Pumpmechanismus in den Bakterien blockiert werden.
idw-online


Deutsches Tierwohllabel soll zum EU-weiten Vorbild werden

Das deutsche Landwirtschaftsministerium arbeitet derzeit an der Entwicklung eines staatlichen Tierwohllabels für Fleisch- und Wurstwaren. Dieses sollte nach Möglichkeit die Weichen stellen für ein zentrales, EU-weites Label. So zumindest der Wunsch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Sie arbeite auf eine europaweite Kennzeichnung hin, weil es nur dann in der EU einen einheitlichen Standard und ein Plus an Tierwohl gebe. Gleichzeitig äußerte sie sich überzeugt, dass die Verbraucher solch ein Label auch honorieren würden. "Tierhalter, die mitmachen bei den höheren Tierwohlstandards, können damit werben – und bekommen außerdem noch Fördermittel."
Berliner Morgenpost


22.05.2018

Besonderes Blut-Screening zum Tag des Hundes

Das Labor Laboklin unterstützt den Tag des Hundes, der zum Ziel hat, die Bedürfnisse des Hundes ins Bewusstsein zu rufen. Und ein wichtiger Baustein für ein langes, gesundes Hundeleben ist unbestritten eine gute Vorsorge. Daher hat Laboklin zu einem geringen Preis ein Blut-Profil zusammengestellt, welches Screeningparameter und T4 beinhaltet. Die Aktion gilt für dieses spezielle Screening und den Entnahmezeitpunkt 9. oder 11.06.18 sowie Eintreffen im Labor bis zum 12.06.2018.
Laboklin


Eindämmung von Mycoplasma bovis in Neuseeland nicht erfolgreich

Die Infektion mit Mycoplasma bovis, dem Erreger von M Mastitiden, Fruchtbarkeitsstörungen und Aborten sowie Lungenerkrankungen und Gelenksentzündungen bei Rindern, breitet sich in Neuseeland trotz der bislang ergriffenen Maßnahmen immer weiter aus. Zum Teil wird das nicht funktionierende System zur Rückverfolgung von Rinderbewegungen (NAIT) für die Ausbreitung des Erregers verantwortlich gemacht. Bei immer mehr Tieren an immer mehr Orten wird die Infektion nachgewiesen. So wurden erst in der vergangenen Woche wurden infizierte Tiere auf einem Milchviehbetrieb in der Region Waikato auf der Nordinsel nachgewiesen. Zuvor war ein erster Fall in North Cantabury auf der Südinsel diagnostiziert geworden. In beiden Regionen werden besonders viele Milchrinder gehalten. Inzwischen ist die Infektion bei Tieren im Land aus insgesamt 44 Betrieben nachgewiesen worden, der erste Nachweis war im Juli 2017. Aktuell stehen 300 weitere Betriebe unter Beobachtung. Wie das neuseeländische Landwirtschaftsministerium mitteilte, sollen nun etwa 22.000 Rinder aus infizierten Herden bis Ende Mai getötet werden. Ob jedoch eine komplette Tilgung des Erregers aus den Beständen weiterhin angestrebt werden sollte, oder ob nicht besser das Management der Krankheit mit gewissen Leistungseinbußen anvisiert werden sollte, wird derzeit aufgrund der hohen Zahl zu keulender Tiere diskutiert.
topagrar.de


Gewerbliche Schlachtungen im 1. Quartal 2018 gestiegen

Die Fleischproduktion in deutschen Schlacht- und Zerlegebetrieben lag im ersten Quartal 2018 über dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von vorläufigen Daten bekannt gab, ist die Produktion der gewerblichen Fleischerzeugung um 36.600 t oder 1,8 % auf 2,06 Mio t gestiegen. Betrachtet man die Erzeugung nach Tierarten, ist die Erzeugung von Schaffleisch gegenüber dem ersten Jahresviertel 2017 um ein Drittel auf rund 5.500 t angewachsen. Aber auch die Rindfleischerzeugung hat demnach um 0,3 % auf 282 600 t zugelegt. Am stärksten zugenommen hat jedoch die Geflügelfleischproduktion. Sie stieg um 24.300 t oder 6,5 % auf 397.700 t an. Moderat zugelegt hat auch die Schweinefleischerzeugung um 0,6 % auf fast 1,38 Mio t mehr als im Vorjahreszeitraum.
Destatis.de