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12.12.2018

Hessischer Tierschutz-Schulpreis ausgeschrieben

Auch für das Jahr 2019 wird der mit 7.000 Euro dotierte Tierschutz-Schulpreis der hessischen Landesregierung ausgeschrieben. Der Preis wird seit 2009 alle zwei Jahre ausgeschrieben. Klassen und Arbeitsgruppen können Projekte einreichen, die sich überzeugend und ausdrucksstark Fragestellungen zum Tierschutz sowie dem Verhältnis von Mensch und Tier widmen. „Mit dem Tierschutzpreis für Schulen wollen wir das Engagement hessischer Schülerinnen und Schüler für Tiere würdigen“, erklärten Umweltministerin Priska Hinz und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz in Wiesbaden. Ministerin Hinz betonte, dass sie es für wichtig halte, dem Thema Tierschutz in den Schulen mehr Aufmerksamkeit zu widmen, denn gerade im Umgang mit Tieren könnten Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, Verantwortung für andere zu übernehmen. Für den Wettbewerb soll das „Verhältnis von Mensch zu Tier ausdrucksstark behandelt werden“, heißt es in der Ausschreibung. Die künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten sowie die Themen sind frei wählbar. Auch praktische Projekte sind möglich. Als mögliche Themen sind Tiere in der Landwirtschaft, Tierversuche und Versuchstiere, Wildtiere in Menschenhand, Heimtiere, etc. beispielhaft zu nennen. Arbeiten zu Naturschutz- und / oder Biodiversitätsthemen (z. B. Imkerei, Amphibienschutz, Krötenwanderung, globaler Wildtierschutz) sind hier jedoch ausdrücklich nicht gemeint.
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Brieftaubenwesen wird kein immaterielles Kulturerbe

Die zuständige Kommission der UNESCO hat entschieden, dass das Brieftaubenwesen nicht in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wird. Während man sich beim Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V. überrascht über die Begründung der UNESCO zeigte, war man beim Deutschen Tierschutzbund erleichtert über die Ablehnung. Der Zuchtverband verwies darauf, dass die Ablehnung u.a. damit begründet wurde, dass in der Bewerbung gesellschaftliche Kontroversen um Tierhaltung und -nutzung nicht thematisiert wurden. Allerdings war dies nach Ansicht des Verbandes bei den Bewerbungskriterien auch gar nicht erfragt worden. Zudem verweist man darauf, dass das Brieftaubenwesen dem Deutschen Tierschutzgesetz folge und sich darüber hinaus noch selbst höchste Tierschutzstandards auferlege. Lea Schmitz, Pressesprecherin des Deutschen Tierschutzbundes, kommentierte die Entscheidung folgendermaßen: „Wir sind erleichtert, dass die Deutsche UNESCO-Kommission den Tierschutz bei ihrer Entscheidung berücksichtigt hat und unserem Appell gefolgt ist. Tiere, die für Wettkämpfe an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden, Verluste von hunderttausenden Brieftauben bei eben diesen Wettflügen, verirrte Brieftauben, die in den Tierheimen landen und vom Züchter oder Halter nicht mehr gewollt werden, weil ihre Leistung nicht gut genug war. All dies spricht im Grunde für sich. Eine Anerkennung als immaterielles Kulturerbe, das zudem gepflegt, erhalten und gefördert werden soll, hätte den Tierschutzgedanken mit Füßen getreten.“
Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e.V.


Weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Belgien

In Belgien sind auch Ende November und Anfang Dezember einige Fälle der Afrikanischen Schweniepest (ASP) aufgetreten. Die belgischen Behörden haben für den Zeitraum vom 29. November bis 5. Dezember insgesamt 20 neue Fälle an die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) gemeldet. In allen Fällen waren Wildscheine betroffen. Sämtliche Fälle traten in der Provinz Luxemburg auf.
OIE


Bundestierärztekammer warnt vor Gefahren in der Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder freuen sich die Menschen auf die Advents- und Weihnachtszeit. Für Haustiere bringt diese Zeit allerdings einige besondere Gefahren mit sich, auf welche die Bundestierärztekammer (BTK) die Aufmerksamkeit der Tierhalter lenken will. BTK-Präsident Dr. Uwe Tiedemann, der auch Kleintierpraktiker ist, weiß, wovon er redet, denn er musste im Laufe seines Berufslebens bereits einige "Festtagsopfer" behandeln. Gefahren bringen sowohl Lebensmittel als auch die weihnachtliche Dekoration mit sich. Die Reste des Gänsebratens z.B. sind für Haustiere gänzlich ungeeignet. Einerseits ist das Fleisch zu fett und für Tiere zu stark gewürzt und andererseits kann es zu Verletzungen durch die gegarten Geflügelknochen kommen. Und wie jedes Jahr muss auch dieses Jahr der Hinweis erfolgen, dass Schokolade für Tiere giftig ist, da sie Theobromin enthält. Je dunkler die Schokolade ist, desto höher ist der Theobromingehalt. Auch die Dekoration kann für Tiere ein Risiko darstellen. Statt leicht splitternder Glaskugeln sollten deshalb lieber unempfindlichere Kunststoffkugeln eingesetzt werden. „Besonders gefährlich ist Lametta, denn es kann beim Verschlucken zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen", mahnt der BTK-Präsident. Und auch einige Pflanzen sind für Tiere giftig. So enthält der beliebte Weihnachtsstern Euphorbin. „Bei Hautkontakt kommt es zu Reizungen, beim Verschlucken durch Hunde oder Katzen zur Vergiftung mit Symptomen wie Magen-Darm-Beschwerden, Krämpfen, blutigem Durchfall, Lähmungen, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen", erklärt Tiedemann. Auch die Stechpalme, die Christrose und der Mistelzweig enthalten Giftstoffe.
Bundestierärztekammer e.V.


11.12.2018

Tierschutzorganisationen fordern Verbesserungsmaßnahmen der Tiergesundheit bei Nutztieren 
 

Zentrales Thema beim morgigen Zusammenkommen von Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner und Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomieverbände wird die geplante staatliche Tierwohlkennzeichnung sein. Doch Tierschutzorganisationen ersuchen die Ministerin, wirksame flächendeckende Maßnahmen für mehr Tierwohl zu ergreifen, damit die vorherrschenden katastrophalen Zustände in der Nutztierhaltung ein Ende haben. Doch lässt eine Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE eher befürchten, dass der Bund noch nicht einmal die ersten Schritte in Richtung wirkungsvollen gesundheitlichen Nutztierschutz gehen will. Zum Erreichen des Staatszieles Tierschutz müssen laut Greenpeace, foodwatch und VIER PFOTEN ausreichend Tierschutz-Kontrollen in den tierhaltenden Betrieben und auf Schlachthöfen als auch regelmäßige Schulungen für Tierhalter und Mitarbeiter am Schlachthof stattfinden.
Vier Pfoten


Dänemark geht gegen Tötung von unerwünschten Bullenkälbern vor

Da sich die Mast von männlichen Jerseykälbern wirtschaftlich nicht lohnt, werden in Dänemark etwa 23.000 Tiere kurz nach ihrer Geburt getötet. Geringere Zuwachsraten und ein niedrigeres Endgewicht der Bullenkälber lassen dänische Rinderhalter zu diesen Maßnahmen greifen. Doch der Vorsitzende des Dachverbandes der dänischen Land- und Ernährungswirtschaft (L&F), Martin Merrild, kritisierte kürzlich diese Praxis gegenüber der Zeitung Jyllands-Posten. Da auch die Rinderhalter selbst auf diese Maßnahmen verzichten möchten, wurde nun zwischen dem Dachverband und den dänischen Molkereien schriftlich vereinbart, dass mit Beginn des nächsten Jahres „die systematische Tötung“ von Kälbern in Biobetrieben untersagt ist. Für konventionell gehaltene Kälber, die den weitaus größeren Anteil ausmachen, wird zur Zeit eine ähnliche Selbstverpflichtung ausgearbeitet, die auch bereits im kommenden Jahr wirksam werden soll.
Schweizerbauer


Spendenaktion rettet landwirtschaftlichen Betrieb

Es klingt ein wenig wie ein Sommermärchen. In Wirklichkeit ist es eine tragische Geschichte mit Happy End. Im Sommer 2018 ist in einem Rinder-haltenden Betrieb in Baden-Württemberg Botulismus aufgetreten. Die 54 Tiere verendeten oder wurden getötet. Der wirtschaftliche Schaden für die Landwirtsfamilie: 72.000 Euro. Die Famile stand vor dem Nichts, denn die Tierseuchenkasse kam lediglich für 15.000 Euro auf, da Botulismus keine Tierseuche ist. Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Martina Braun, rief daraufhin zu einer Spendenaktion auf, wodurch der Betrieb der Famile gerettet werden konnte. In nur drei Wochen kamen rund 94.000 Euro zusammen. Inzwischen hält die Familie wieder 41 Milchrinder.
Südkurier
Weihnachtsgeschichte schreiben


Hundeführerschein statt Rasselisten gefordert

Ariane Désirée Kari, stellvertretende Landesbeauftragte für Tierschutz Baden-Württemberg, hat für die Einführung eines Hundeführerscheins und die Abschaffung der Rasselisten plädiert. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema „Mehr Sicherheit für Kinder durch sachkundigen Umgang mit Hunden“ auf der Heimtiermesse in Stuttgart kam man zu dem Schluss, dass ein verpflichtender Hundeführerschein notwendig sei, um Hundeunfälle bei Kindern zu reduzieren. „Ein verpflichtender Hundeführerschein würde einerseits zu einer artgerechteren Hundehaltung und andererseits aufgrund besserer Einschätzung des Hundeverhaltens zur Gefahrenvermeidung beitragen“, betonte Ariane Désirée Kari.
Landesbeauftragte für Tierschutz Baden-Württemberg


Nandus breiten sich in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter aus

Die Zahl der Nandus im Biosphärenreservats Schaalsee-Elbe in Mecklenburg-Vorpommern ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen, was den Landwirten Sorgen bereitet. Die Zahl der Tiere stieg auf 566 Stück an, wie die Herbstzählung ergab. Da die Tiere erhebliche Schäden auf Raps- und Getreideflächen anrichten, sind die Landwirte in Sorge. Vergrämungsversuche hatten bislang keinen Erfolg. Deswegen hat das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe auch in diesem Jahr einen Antrag des Kreisbauernverbandes auf eine Manipulation der Gelege genehmigt. Insgesamt wurden 190 Eier manipuliert. So wurden frisch gelegte Eier angebohrt und mit Paraffin überzogen, so dass es nicht zum Schlupf kommt. Nandus stammen ursprünglich aus Südamerika. Die Population in Mecklenburg-Vorpommern wird auf Tiere zurückgeführt, die zwischen 1999 und 2001 aus einem unzureichend gesicherten Freigehege in Schleswig-Holstein entkommen waren.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Schleswig-Holstein intensiviert Anstrengungen zum Schutz bedrohter Wiesen- und Küstenvogelarten

Schleswig-Holsteins Regierung kündigte anlässlich der Vorstellung des Jahresberichtes zur biologischen Vielfalt modernere Technik, mehr Schutz bedrohter Wiesen- und Küstenvogelarten sowie Insekten und weniger Pestizide an. Damit will sich das Land für die Artenvielfalt im Norden einsetzen. Diese anspruchsvolle Aufgabe sei jedoch nur zu schaffen, wenn alle Beteiligten aus Naturschutz, Landwirtschaft und der Jagd gemeinsam an einem Strang ziehen würden, so Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Zum Schutz der Vögel hat das Land gemeinsam mit dem Jagdverband und weiteren Naturschutzverbänden ein neues Konzept entwickelt, um sie vor Fressfeinden wie Füchsen, Mardern oder Waschbären zu schützen. Es sieht vor, diesen "Beutegreifern" (auch "Prädatoren" genannt) den Zugang zu den Nestern der Vögel zu erschweren. Darüber hinaus werden Beutegreifer in den betreffenden Schutzgebieten verstärkt bejagt.
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung


10.12.2018

Tierhaltung bedeutet Verantwortung

Ein Heimtier braucht viel Zeit und Ansprache, verursacht Kosten und Arbeit. Daher rät das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) der Schweiz dringend davon ab, Tiere als Weihnachtsgeschenke zu nutzen, da die Anschaffung eines Tieres eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung sein muss. Stattdessen sollten sich unter dem Weihnachtsbaum besser ein Tierratgeber, Zubehör wie Leine, Körbchen und Gehege oder auch ein Gutschein, zum Beispiel gekoppelt mit einem Plüschtier, befinden. Geschenke also, die sich mit der Anschaffung eines Haustieres befassen. Vor der Anschaffung sollte unbedingt geklärt werden, ob das Tier als neues Familienmitglied geeignet ist und in die Lebensituation sowie die Wohnsituation passt. Zudem sollte sich der potentielle Tierhalter im Klaren sein über die Aufgaben und Pflichten, die er mit der Anschaffung eines Haustieres übernimmt und wie die Lebenserwartung des Tieres aussieht, um auch eine langfristige Planung zu berücksichtigen. Zudem müssen die entstehenden Kosten berücksichtigt werden, und zwar auch, was das gegebenenfalls im Krankheitsfall bedeutet.
BLV


FDP will regelmäßige Kontrollen von Nutztierhaltungsbetrieben

Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat bemängelt, dass es bisher keine bundesweit einheitlichen Regelungen für die Kontrolle von Nutztierhaltungsbetrieben gibt. Die Fraktion fordert daher die Bundesregierung auf, das Tierschutzgesetz dahingehend zu ändern, dass Kontrollen alle drei Jahre stattfinden müssen. Zudem sollen mit den Bundesländern Vereinbarungen über Art und Umfang getroffen werden. Um dies durchführen zu können, soll der Bund die Ausstattung der zuständigen Behörden mit ausreichend Personal mit bis zu 140 Millionen fördern. Die FDP legt aber auch Wert darauf, dass den Tierhaltern keine zusätzlichen Kosten auferlegt werden.
Deutscher Bundestag


Afrikanische Schweinepest in China mittlerweile in 21 Provinzen nachgewiesen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde in China mittlerweile in 21 Provinzen nachgewiesen, wie die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in einem Situationsupdate mitteilt. Seit dem 3. August mussten in China auf Grund der ASP mittlerweile mehr als 630.000 Schweine getötet werden. Die chinesische Regierung hat mittlerweile weitere Maßnahmen getroffen, die in Kraft getreten sind und verhindern sollen, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet. So bestehen Transportbeschränkungen für Schweine, wenn in einer Provinz mehr als zwei Städte von der Seuche betroffen sind. Zudem wurden neue Regelungen für den Transport von Schweinen eingeführt. So müssen Transportfahrzeuge mittlerweile mit GPS ausgestattet sein, um den Standort und die Route der Fahrzeuge nachverfolgen zu können. Ein weiteres Problem besteht darin, dass immer wieder mit dem Virus verseuchte Schweinefleischprodukte in das Ausland verbracht werden. Jüngst wurde dies auf Taiwan nachgewiesen. Da dies öfter geschieht, besteht der Verdacht, dass die Seuche weiter verbreitet ist, als bisher bekannt ist.
FAO


07.12.2018

Subtropische Zeckenart erstmals in Österreich nachgewiesen

In Österreich wurde erstmals die subtropische Zeckenart Hyalomna marginatum nachgewiesen, wie die Veterinärmedizinische Universität Wien mitteilt. Diese Zeckenart ist hauptsächlich im Mittelmeerraum, Asien und Nordafrika angesiedelt und kann u.a. das Krim-Kongo-Fieber übertragen. Larven und Nymphen wurden bereits bisher im Frühjahr von Zugvögeln aus Nordafrika in unsere Breiten verbracht. Allerdings stand diesen bisher hier das Klima im Wege. Eine Weiterentwicklung fand nicht statt. In diesem Jahr wurde bereits aus Deutschland über das Auffinden geschlechtsreifer Zecken dieser Art berichtet, und jetzt konnte auch in Österreich erstmals eine geschlechtsreife Zecke nachgewiesen werden. Grund dafür, dass sich die Stadien hier weiter entwickeln können, dürfte der sehr warme Sommer diesen Jahres sein. Auch das West-Nil-Fieber kann von dieser Zeckenart übertragen werden. Möglicherweise gelingt es den robusteren adulten Tieren jetzt auch, den Winter in unseren Breiten zu überstehen und sich hier dauerhaft zu etablieren. Dies muss allerdings noch abgewartet werden.
Vetmeduni Vienna


Schleswig-Holstein beruft Tierschutzbeauftragte

Zur Stärkung des Tierschutzes hat Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht eine Tierschutzbeauftragte berufen. Die erste Tierschutzbeauftragte des Landes heißt Katharina Erdmann. Sie ist erste Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Schleswig-Holstein und Mitglied im Tierschutzbeirat des Landes Schleswig-Holstein. Sie leitet gemeinsam mit ihrem Ehemann das Wildtier- und Artenschutzzentrum in Klein Offenseth-Sparrieshoop im Kreis Pinneberg. "Tierschutz hat schon jetzt eine sehr hohe Priorität bei uns. Das zeigt sich unter anderem darin, dass wir neben dem Runden Tisch, Tierschutz in der Nutztierhaltung und dem Tierschutzbeirat bereits seit vier Jahren mit Professor Edgar Schallenberger einen Vertrauensmann für Tierschutz in der Landwirtschaft im Land haben. Ich freue mich daher sehr, dass wir nun zusätzlich zu den bereits bestehenden Instrumenten eine eigenständige, ehrenamtliche Instanz geschaffen haben, die sich verstärkt auch für die Tierschutzaspekte außerhalb der landwirtschaftlichen Tierhaltung einsetzt", sagte Albrecht.
Schleswig-Holstein.de


Klöckner: Mehr Tierwohl nicht zum Nulltarif

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat nach einem Treffen mit Vertretern aus Gastronomie und Einzelhandel zum Tierwohlkennzeichen klargestellt, dass es mehr Tierschutz nicht zum Nulltarif geben kann. Die Leistung der Landwirte für höhere Standards müsse entsprechend honoriert werden, wobei letztlich der Verbraucher die Wahl habe. Klöckner zog nach dem Treffen mit den Vertretern eine grundsätzlich positive Bilanz undstellte fest, dass alle Teilnehmer deutlich gemacht haben, dass das Tierwohlkennzeichen ein wichtiger Beitrag zu mehr Tierwohl in Deutschland darstellt. "Deshalb möchte ich mich ausdrücklich für das konstruktive Gespräch bedanken. Ich begrüße es sehr, dass die Branche ihre Unterstützung erneut zum Ausdruck gebracht hat. Damit wird ein klares Signal gesetzt: Mit dem dreistufigen staatlichen Tierwohlkennzeichen schaffen wir für die Landwirte Perspektiven und sorgen für Transparenz bei den Verbrauchern. Dabei ist es wichtig, dass alle Kriterien in den Fokus genommen werden: Von der Geburt über Aufzucht, Mast, Transport und Schlachtung, die nicht nur die Haltungssysteme, sondern auch das Management und das Tier selbst berücksichtigen," so die Ministerin.
BMEL


Behörden müssen für untergebrachte Tiere zahlen

Das Tierheim Schwebheim hatte in einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Würzburg auf Kostenerstattung für vom Landratsamt Schweinfurt untergebrachte Hundewelpen gefordert. Die Welpen stammten aus illegalem Welpenhandel und waren auf Anordnung des Landratsamtes im Tierheim untergebracht worden. Allerdings hatte sich die Behörde geweigert, die Kosten zu übernehmen, woraufhin das Tierheim vor Gericht zog und grundsätzlich Recht bekam, wie der Deutsche Tierschutzbund berichtet. Das Landratsamt wurde verurteilt, 60 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 28.000 Euro zu übernehmen. Beim Deutschen Tierschutzbund freut man sich grundsätzlich über dieses Urteil, da es klarstellt, dass das Tierheim als Verwaltungshelfer im Auftrag des Amtes nicht auf den Kosten sitzen bleibt. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, versteht allerdings nicht, warum nur 60 Prozent der Kosten übernommen werden sollen und will die für den Januar erwartete Urteilsbegründung abwarten. Sollten zweckgebundene Spenden in Abzug gebracht worden sein, stellte Schröder klar, dass er dies für falsch halte da behördliche Aufgaben nicht durch Spenden finanziert werden dürften.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


06.12.2018

ASP-Risiko bleibt hoch

Das Risiko, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Deutschland eingeschleppt wird, bleibt auch weiterhin hoch, wie aus dem aktuellen Radar Bulletin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hervorgeht. Demnach wurden im Zeitraum 1. bis 26. November in der EU insgesamt 253 ASP-Fälle bei Wildschweinen mit 425 betroffenen Wildschweinen registriert. Auch in Belgien wurden wieder 16 Fälle nachgewiesen. Die meisten Fälle wurden mit 120 in Polen festgestellt. Fälle bei Hausschweinen wurden im Berichtszeitraum in der EU nur in Rumänien nachgewiesen. Insbesondere durch das nur 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernte Seuchengeschehen in Belgien bleibt die Gefahr der Einschleppung des Virus nach Deutschland groß. Dringend warnt das FLI davor, aus von der ASP betroffenen Gebieten Schweine- oder Wildschweinefleisch bzw. Fleischerzeugnissen mitzunehmen. Auch nach Jagdreisen in die betroffenen Gebiete sind besondere Hygienemaßnahmen notwendig. Um den Eintrag der Erkrankung nach Deutschland möglichst frühzeitig zu erkennen, werden Jäger aufgefordert, das vermehrte Auffinden toter Wildschweine an die zuständigen Behörden zu melden und entsprechende Proben zur Untersuchung einzusenden.
Radar Bulletin des FLI


Erforschung des Pilzbefalls des Feuersalamanders in Hessen

In den Niederlanden und in Belgien hat der vermutlich aus Asien eingeschleppte Pilz Batrachochytrium salamandrivorans die Bestände des Feuersalamanders in den letzten Jahren stark dezimiert. Und auch in Nordrhein-Westfalen ist der Pilz mittlerweile aktiv. In Deutschland gilt das waldreiche Hessen mit seinen vielen naturnahen Bachläufen als eines der Hauptverbreitungsgebiete von Feuersalamandern in Deutschland. Deshalb soll ab dem Jahr 2019 untersucht werden, inwieweit das Tier auch in Hessen betroffen ist. Dazu werden Untersuchungen an der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt, an der auch die Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische unter Leitung von Prof. Dr. Michael Lierz beteiligt ist. Die Untersuchungen werden mit Mitteln in Höhe von 75.000 Euro aus dem Hessischen Biodiversitäts-Forschungsfonds durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gefördert.
JLU Gießen


Angst vor dem Wolf in dünn besiedelten Regionen größer

Je dünner besiedelt eine Region ist, desto eher wird der Wolf als persönliche Gefahr wahrgenommen. Dies geht aus einer repräsentativen Meinungsumfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Civey in Deutschland im Auftrag von t-online.de durchgeführt hat. In sehr dünn besiedelten Regionen fühlen sich rund 26 Prozent der Befragten durch die wachsende Zahl frei lebender Wölfe persönlich bedroht, während es in hoch und sehr hoch besiedelten Gebieten nur rund 14 Prozent waren. Auch die bevorzugte Partei hat deutliche Auswirkungen auf das Bedrohungsgefühl. Von den AfD-Anhängern fühlten sich mehr als 33 Prozent bedroht, während es bei den Grünen-Anhängern nur 4,6 Prozent waren.
t-online.de


05.12.2018

Silo-Anstrich als PCB-Quelle bestätigt

Neue Untersuchungsergebnisse bestätigen, dass die Verunreinigung von Futtermitteln aus einem nordrhein-westfälischen Mischwerk mit PCBs durch die Wandbeschichtung eines Futtersilos verursacht wurde. Dies ergab eine Überprüfung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und ein Vergleich der Analyse-Ergebnisse von Futtermitteln, Lebensmitteln und dem Farbanstrich der Silos. Das gefundene sogenannte "Kongeneren-Muster" ist charakteristisch für eine PCB-Kontamination und lässt sich in diesem Fall von der Quelle der Verunreinigung über die Futtermittel bis hin zu den Lebensmitteln verfolgen. Die PCB-Belastung rührt mit hoher Wahrscheinlichkeit vom dem alten Innenanstrich der Silo-Zellen her, der aus den 1960er Jahren stammt. Aufgrund der Toxizität ist die Verwendung von PCB seit Ende der 1980er Jahre verboten. Die zuständige Ministerin Ursula Heinen-Esser erklärte, dass es jetzt um die vollständige Aufklärung des Geschehens gehe. Unter anderem müsse geklärt werden, ob das Unternehmen seinen Eigenkontrollpflichten in vollem Umfang nachgekommen ist. In Nordrhein-Westfalen unterliegen momentan noch 44 landwirtschaftliche Betriebe behördlichen Maßnahmen, weil sie entsprechend verunreinigte Futtermittel erhalten hatten. Zudem waren auch Betriebe in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen beliefert worden.
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen


Berufsgenossenschaft bietet Online-Tool zur Gefährdungsbeurteilung in der Tiermedizin

Im Jahr 2017 hatte die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) unter Inhabern tierärztlicher Praxen und Kliniken eine Umfrage zur Gefährdungsbeurteilung durchgeführt. Im Ergebnis hatten sich viele Teilnehmer praktikablere Arbeitshilfen für die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung gewünscht. Die BGW hat diesem Wunsch Rechnung getragen und ein entsprechendes Online-Tool geschaffen, das speziell für die Tiermedizin zugeschnitten wurde. Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Steuerungsinstrument für den betrieblichen Arbeitsschutz. Das neue Online-Instrument der BGW hilft dabei als Leitfaden und Planungstool. "Es führt die Nutzerinnen und Nutzer vom Erfassen der verschiedenen Arbeitsbereiche und Tätigkeiten im Betrieb über das Ermitteln und Beurteilen der dortigen Gefährdungen bis zum Festlegen von Schutzmaßnahmen", erklärt Sigrid Küfner, die die Entwicklung des Instruments bei der BGW geleitet hat. "Anschließend unterstützt es beim Umsetzen der Maßnahmen sowie bei der Dokumentation und Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung." Das Instrument passt sich an alle online-fähigen Geräte an. Damit kann es sowohl auf dem Desktop-PC als auch mobil – etwa beim Rundgang durch den Betrieb – genutzt werden. Nach einer Registrierung steht das Online-Tool zur Verfügung.
BGW


Klauenbad führt zu Kupfervergiftungen bei Schafen

Kupferhaltige Klauenbäder stellen ein Risiko für eine Kupfervergiftung bei Schafen dar. Dies geht aus einem Bericht über einen aktuellen Fall des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes (CVUA) Stuttgart hervor. Hier waren tote Schafe zur Untersuchung eingereicht worden. Insgesamt waren 10 von rund 100 Schafen verendet. Einen Tag vor ihrem Tod war ein Klauenbad mit einem kupferhaltigen Präparat vorgenommen worden. Die Wanne enthielt neben dem Mittel auch Stroh. Vermutet wird, dass die Schafe das Kupfer über kontaminiertes Stroh aufgenommen haben, das sie beim Durchlaufen des Bades gefressen haben.
CVUA Stuttgart


Wien: Tierärztekammer unterstützt verpflichtenden Sachkundenachweis

Ab dem 1. Juli 2019 ändert sich in Wien das Tierhaltergesetz und bringt einige Änderungen mit sich. Dazu gehört ein verpflichtender Sachkundenachweis für alle künftigen Hundebesitzer. Hierfür muss ein entsprechendes Zertifikat erworben und den zuständigen Stellen vorgelegt werden. Die Österreichische Tierärztekammer begrüßt dies. Die Tierärzte werden bereits ab Januar 2019 entsprechende Kurse anbieten. Das ÖTK-Hundezertifikat stellt diesen qualifizierten Sachkundekurs dar und wird nur von speziell ausgebildeten Tierärzten angeboten. Die Tierärztekammer begrüßt grundsätzlich alle Bemühungen für eine Vereinheitlichung der Ausbildung. Allerdings beklagt man, dass die Regelungen in den Bundesländern einem Flickenteppich gleichen. Dabei gibt es in Wien den verpflichteten Hundeführerschein. In anderen Bundesländern gibt es gar keine Anforderungen an die Ausbildung. "Die Kriterien und Regelungen der Bundesländer sind dabei so unterschiedlich, dass sie kaum verglichen werden können – eine Vereinheitlichung wäre wünschenswert", so Dr. Erik Schmid, Fachtierarzt für Tierhaltung und Tierschutz und Mitinitiator des Sachkundenachweises.


04.12.2018

EU-Kurzbericht 2017 zu TSE-Erkrankungen veröffentlicht

Die EFSA hat ihren dritten EU-Kurzbericht zur Überwachung von Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) in der Europäischen Union veröffentlicht. Außer den Daten aus den EU-Mitgliedstaaten wurden auch die Daten aus Island, Norwegen und der Schweiz für 2017 hier miteinbezogen. Demnach wurden im Jahr 2017 in diesen Ländern insgesamt 1.312.714 Rinder auf die Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE) getestet, jedoch kein einziger Fall der klassischen BSE identifiziert. Lediglich sechs Fälle von atypischer BSE wurden festgestellt. TSE kommen bei Schafen und Ziegen als Scrapie vor. Hier wurden im vergangenen Jahr 933 Fälle bei Schafen und 567 bei Ziegen in den Ländern der EU gemeldet. Außerdem wurden 3.585 Hirschartige getestet, jedoch wurde kein Fall von Chronic Wasting Disease (CWD) in der EU registriert. Elf Fälle der CWD sind bei Hirschartigen in Norwegen aufgetreten.
EFSA


Veterinärmedizinische Fakultät Leipzig erneut erfolgreich akkreditiert

Die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig ist erneut durch die European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) akkreditiert worden. Der Akkreditierungsprozess fand vom 15. bis 19. Oktober 2018 statt. Zuvor hatte die Fakultät diesen Prozess bereits in den Jahren 1998 und 2008 erfolgreich absolviert. Fortan wird die Akkreditierung in einem siebenjährigen Rhythmus durchgeführt. Die Evaluierung durch die EAEVE folgt strikten Vorgaben für die Visitation selbst sowie für einen zuvor einzureichenden self evaluation report (SER). Dieser umfasst 75 Seiten mit Fragen zu insgesamt zwölf Kapiteln, die beantwortet werden mussten. Außerdem inspizierte das Visitationsteam alle Einrichtungen der Fakultät und führte Interviews mit den Mitarbeitern sowie den Studierenden und Absolventen der Fakultät.
Freundeskreis Tiermedizin der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig e.V.


Chemikalien im Eisbärenblut steigen weiter an

Entgegen den Erwartungen sind die Konzentrationen chlorierter und fluorierter Substanzen im Eisbärenblut weiter angestiegen. Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor, bei der Eisbärenpopulationen aus der Hudson Bay und aus der Beaufortsee im Nordpolarmeer untersucht werden. Man hatte eventuell einen Rückgang der polychlorierten Biphenyle (PCBs) im Blut der Tiere erwartet, da deren Produktion in den 1980er Jahren weltweit verboten wurde. Allerdings sind diese Substanzen extrem langlebig und lassen sich weiterhin fast überall auf der Welt nachweisen. Daneben entdeckten die Wissenschaftler verschiedene perfluorierte Alkylsulfonsäuren (PFSAs), darunter perfluorierte Alkylethersulfate. Trotz gesundheitlicher Bedenken werden PFSAs zum Teil immer noch industriell genutzt. Besonders bei den langkettigen PFASs hat man negative Auswirkungen auf Reproduktion und Entwicklung festgestellt. Anhand von früheren Proben konnten die Wissenschaftler seit 1984 immer höhere PFSA-Konzentrationen im Eisbärenserum nachweisen. Besonders betroffen waren die Eisbären aus der Beaufortsee. Diese leben näher an den großen Industrieregionen Chinas, die nach wie vor PFSAs im großen Maßstab in die Umwelt freisetzen, wie immer wieder berichtet wurde.
idw


Impfung gegen Blauzungenkrankheit wird in Baden-Württemberg weiter unterstützt

Auch im kommenden Jahr unterstützten das Land Baden-Württemberg und die Tierseuchenkasse die freiwillige Impfung gegen die Blauzungenkrankheit finanziell. Darauf weist das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) hin. Minister Peter Hauck erinnerte daran, dass auch für das kommende Jahr die Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen dringend empfohlen werde. Neben Ausbrüchen in Frankreich und Italien in diesem Jahr ist es seit September 2018 zu mehreren Ausbrüchen in der Westschweiz gekommen. "Das Risiko der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nach Baden-Württemberg ist somit weiterhin hoch. Durch eine Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit können die Tiere wirksam dagegen geschützt und ein Seuchengeschehen mit seinen nachteiligen Auswirkungen auf die Tiergesundheit sowie den Handel mit Tieren und tierischen Erzeugnissen verhindert werden", betonte der Minister. Dabei sollten die Tiere gegen die Viren vom Serotyp 4 und 8 geimpft werden. In diesem Jahr wurden rund 240.000 Rinder, Schafe und Ziegen in Baden-Württemberg geimpft. Die Landwirte sollten die Zahl der zu impfenden Tiere rechtzeitig ihrem bestandsbetreuenden Tierarzt mitteilen. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Impfung mit jeweils 50 Cent pro Rind und 40 Cent pro Schaf bzw. Ziege. Dazu kommt noch die Unterstützung durch die Tierseuchenkasse, die sich mit 50 Cent je Rind und 0,25 Cent pro Schaf beteiligt.
MLR Baden-Württemberg


Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Da sich das Weihnachtsfest nähert, nimmt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen dies zum Anlass, darauf hinzuweisen, dass Tiere keine geeigneten Weihnachtsgeschenke darstellen. Das LANUV gibt zu bedenken, dass der Beschenkte dazu verpflichtet wird, sich das ganze Tierleben lang um den neuen Mitbewohner zu kümmern. Dazu gehört neben der Fütterung je nach Tierart verschiedene Aufgaben. Auch müssen die laufenden und weiteren Kosten übernommen werden. Deshalb sollten Tiere niemals als Überraschung verschenkt werden. Die Entscheidung für ein Haustier kann immer nur in Absprache mit dem neuen Halter getroffen werden. Zudem muss eine Entscheidung für ein Tier immer gut vorbereitet werden. Die Bedürfnisse und die entstehenden Kosten eines Tieres müssen mit den eigenen Möglichkeiten und Wünschen abgeglichen werden. Und auch die Lebenszeit eines Tieres muss berücksichtigt werden. Hat man ein Tier erst einmal, wird man es nicht mehr so einfach los. Häufig werden auch Tiere ausgesetzt. Dies ist einerseits aus Tierschutzgründen nicht akzeptabel und stellt andererseits eine Straftat dar, die nach dem Tierschutzgesetz mit bis zu 25.000 Euro Strafe geahndet werden kann.
LANUV Nordrhein-Westfalen


03.12.2018

Hitze hatte 2018 keine Auswirkung auf die Milchleistung

Die Milchleistung der Milchrinder in Deutschland hat nicht unter den heißen Temperaturen in diesem Sommer gelitten, denn die durchschnittliche Milchleistung ist im Kontrolljahr 2017/18 gegenüber dem Vorjahr um 302 kg oder 3,5 % auf 8.843 kg angestiegen. Im Milchkontrolljahr 2017/2018, das Ende September 2018 endete, überschritten erstmals alle Bundesländer die durchschnittliche Milchleistung von 8.000 kg. Am meisten Milch gaben die Kühe in Sachsen-Anhalt mit einer Jahresmilchmenge von durchschnittlich 9.832 kg, gefolgt von Sachsen mit 9.794 kg. In Bayern und Baden-Württemberg belief sich die mittlere Milchmenge je Tier dagegen nur auf 8.015 kg beziehungsweise 8.060 kg. Sie bildeten die Schlusslichter. Obgleich die Hitze sich nicht negativ auf die Milchleistung ausgewirkt hat, wurde doch eine höhere Zellzahl in den heißen Sommermonaten registriert. Sie stieg im Vorjahresvergleich im Mittel um 6.000 auf 241.000 Zellen/ml Milch an. Zudem gab es im Kontrolljahr 2017/18 eine höhere Zahl von Milchproben mit mehr als 400.000 Zellen/ml. Das gab der Deutsche Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ) bekannt.
DLG


Milcherzeugerpreis fällt erstmals wieder unter 30-Cent-Marke

Nachdem der Kieler Rohstoffwert für Milch im November erneut gefallen ist, fiel er erstmals wieder seit März 2018 unter die 30-Cent-Marke. Nach Angaben des Kieler Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) lag der Erzeugerpreis für ein Kilogramm Standardmilch ab Hof mit 4,0% Fett und 3,4% Eiweiß zuletzt bei 29,7 Cent. Im Vergleich zum Oktober verringerte sich der Milchpreis damit um 1,7 Cent/kg oder 5,4 Prozent.
Schweizerbauer.ch


ASP-Ausbruch in Tschechien getilgt

Nachdem es in der Tschechischen Republik seit mehr als sechs Monaten keine neuen Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gegeben hat, wurde der Ausbruch der gefürchteten Tierseuche für beendet erklärt. In Tschechien war der erste Fall am 21. Juni 2017 und der letzte am 19. April 2018 gemeldet worden. Währenddessen wurde das Virus bei 230 Wildschweinen nachgewiesen. Alle Fälle waren auf das ausgewiesene, 89 km² große Hochrisikogebiet beschränkt.
Agrarheute.com


Union legt Positionspapier zum Umgang mit Wölfen vor

Die Unionsfraktion hat ein Positionspapier in den Bundestag eingebracht, wodurch der Wolf ins Jagdrecht überführt werden soll. Dies müsse insbesondere für Tiere gelten, die Menschen und Nutztieren zu nahe kommen und gefährden. Solche Tiere sowie verhaltensauffällige müssten vergrämt oder entnommen werden dürfen. Zudem müsse es einen nationalen Wolfsmanagementplan geben, der auch die Kontrolle der Bestandsgrößen beinhalte sowie zwischen Wolfsschutz- und Wolfsmanagementgebieten unterscheidet. Zum Erhalt der gesellschaftlichen Akzeptanz sollte es auch „wolfsfreie Zonen“ geben, die nachgehalten werden.
CDU/CSU


Hilfestellung zum Parasitenmanagement

Am Johann Heinrich von Thünen-Institut hat man einen Entscheidungsbaum entwickelt, der Haltern von Wiederkäuern eine Hilfestellung bei der Bekämpfung von Endoparasiten sein soll. Ziel des Entscheidungsbaumes ist es letztlich, den Einsatz von Antiparasitika zu minimieren. Der Entscheidungsbaum steht für erstsömmrige Jungrinder in intensiven Milchviehbetrieben, für die Mutterkuhhaltung und für die intensive Schaf- und Ziegenhaltung zur Verfügung. Dabei wird auch auf das Weidemanagement und die Entwicklungszyklen der verschiedenen Endoparasiten eingegangen.
www.weide-parasiten.de/
interaktives Praxis- Diagnostik-Tool Endoparasiten


Aktueller Situationsbericht der EFSA zur Afrikanischen Schweinepest

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen aktuellen Bbericht zur epidemiologischen Situation zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) veröffentlicht. Sachverständige bewerten in diesem Bericht die Maßnahmen, die getroffen werden können, wenn die Krankheit erstmals in einem zuvor nicht betroffenen Gebiet nachgewiesen wird und das von anderen betroffenen Gebieten weit entfernt liegt. Zuletzt war dies in Belgien der Fall. Es wurde ein Simulationsmodell erstellt, auf dessen Basis die Sachverständigen zu dem Schluss kamen, dass die Früherkennung gemeinsam mit Maßnahmen wie der schnellen Entfernung von Fallwild und intensiver Bejagung die Wahrscheinlichkeit der Ausrottung der Tierseuche erhöhe. Dabei konnten auch saisonale Spitzen nachgewiesen werden. Für Wildschweine sind dies Sommer und Winter, für Hausschweine dagegen nur der Sommer. Die Sachverständigen der EFSA raten zu mehr Forschung, um die Ursachen für die Einschleppung der ASP in Schweinehaltungsbetriebe zu verstehen und herauszufinden, wie diese verhindert werden kann.
EFSA


30.11.2018

Bundestag stimmt für Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration

Im Bundestag ist am Donnerstag eine Änderung des Tierschutzgesetzes und die Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration bis zum 31.12.2020 beschlossen worden. CDU, CSU, SPD und AFD stimmten für eine entsprechende Verlängerung. Nun muss noch der Bundesrat zustimmen. Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert ebenso wie andere Tierschutzorganisationen diese Entscheidung scharf und sieht sich daraus negative Nachwirkungen auf weitere anstehende Themen wie das Tierwohllabel, die Kastenstandsfrage und auch die Kükentötung ergeben.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Mecklenburgs Landwirtschaftsminister wirbt für eine erträgliche Landwirtschaft

Bei einem Treffen mit dem Präsidium des Landesbauernverbandes hat derLandwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, die Notwendigkeit einer erträglichen Landwirtschaft im doppelten Wortsinn deutlich gemacht:„Landwirtschaft soll zum einen genug Ertrag bringen, um den Landwirten und ihren Angestellten ein auskömmliches Leben zu ermöglichen. Sie muss aber auch erträglich für unsere natürlichen Ressourcen sein – eben nachhaltig.“ Der Minister sieht die Zukunft im integrierten Pflanzenbau mit deutlich breiteren Fruchtfolgen. Zudem müssten biologische Pflanzenschutzmittel und mechanische Verfahren häufiger den Vorrang vor chemischem Pflanzenschutz haben. „Außerdem müssen wir die Effizienz von Düngemitteln erhöhen, um auch hier zu einer deutlichen Reduktion zu kommen, ohne aber die Erträge zu gefährden. Dazu müssen wir verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren“, so Backhaus weiter.Der Minister äußerte zudem seine Bedenken hinsichtlich der langfristig noch nicht ausreichenden Erfolge bei den Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen. Damit die Menschen auch in 50 Jahren noch in einer intakten Umwelt mit genügend Nahrung leben können, würden diese nicht ausreichen. Außerdem betonte Backhaus die Notwendigkeit, Strategien gegen Dürre- und Nässeperioden, wie sie beispielsweise in diesem Jahr vorkamen, zu entwickeln. Bis kurz vor Ende der Antragsfrist am heutigen Freitag wurden bereits 450 Anträge gestellt.
Regierung Mecklenburg-Vorpommern


29.11.2018

Düngen verursacht Schmetterlingssterben

Das Düngen von Pflanzen lässt Schmetterlinge sterben, da die aktuellen Düngeraten in der Landwirtschaft den physiologischen Toleranzbereich der meisten Schmetterlingsarten gegenüber der Stickstoffkonzentrationen in den Wirtspflanzen überschreiten. Somit trägt die Düngung direkt zum flächendeckenden Rückgang vieler Schmetterlingsarten bei. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Universitäten Osnabrück, Bayreuth und Potsdam.
Universität Osnabrück


Wassererwärmung und Versäuerung der Meere bedroht Fischbestände massiv

Wenn das 1,5°C Ziel des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht wird, bedeutet es das Aus für den Nachwuchs wichtiger Fischarten im Nordatlantik. Denn dann wird es wärmeempfindlichen Fischarten wie dem Kabeljau und dem Polardorsch zu warm und er ist gezwungen, in den Hohen Norden abzuwandern. Betroffen wären davon nicht nur die Kabeljaufischer in Norwegen, Island oder Russland, sondern auch arktische Robben, Seevögel und Wale, für die der Polardorsch eine essentielle Nahrungsquelle darstellt. Zu diesen Schlüssen kommen Wissenschaftler des Alfred Wegener Instituts aufgrund einer Studie. Aber der Ausstoß vom Treibhausgas Kohlendioxid führt außer zu einer Erwärmung auch zu einer Versäuerung der Ozeane, denn je mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt, desto mehr Kohlendioxid löst sich im Meer. Kohlendioxid verbindet sich mit Wasser zur Kohlensäure, die bei ihrem Zerfall dann das Meer versauert. Dies führt ebenso wie die Erwärmung zu einem Absterben der Embryonen.
Alfred Wegener Institut


Internationaler Ansatz zur Bekämpfung der ASP notwendig

Sowohl Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus als auch EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis sind grundsätzlich für eine internationale Bekämpfungsstrategie der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Backhaus stellte diese Forderung im Rahmen einer auswärtigen Kabinettssitzung der Landesregierung in Brüssel auf. Nach dem Ausbruch der ASP in Belgien sieht Backhgaus Deutschland von der ASP eingekesselt. Der EU-Kommissar kündigte eine Konferenz der EU-Landwirtschaftsminister noch kurz vor Weihnachten an. Da die Ausbreitung der ASP menschengemacht sei, sieht Andriukaitis die Aufklärung als eine der wichtigsten Maßnahmen an. Hier müssten aber nicht nur die Landwirtschaftsbehörden eingebunden werden. Auch die zuständigen Behörden für Transport, Verkehr, Inneres und Grenzkontrollen müssten in die Diskussionen einbezogen werden. Ebenso wichtig seien Aufklärungs- und Informationskampagnen sowie effektive Wildschwein-Management-, Forst- und Jagd-Strategien. Zusätzlich seien Biosicherheitsmaßnahmen und effektivere Grenzkontrollen nötig. Auch wolle man ein Überwachungssystem einführen. In Gesprächen sei der Kommissar mit Moldawien, Russland, der Ukraine und auch mit China zu einem globalen Ansatz, um die ASP einzudämmen. Auch versuche man seitens der Kommission mit den genannten Ländern eine gemeinsame Forschung für einen Impfstoff entschieden voranzutreiben.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern


Wildschweinpopulation im belgischen Wallonien soll halbiert werden

Die Wildschweinpopulation im belgischen Wallonien soll als eine Reaktion auf den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) drastisch reduziert werden. Der Wallonische Landwirtschaftsminister Rene Collin plant eine Halbierung innerhalb der nächsten zwei Jahre. Zudem soll in dieser Jagdsaison die Jagdstrecke außerhalb der von der ASP betroffenen Gebiete bereits um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. In der betroffenen Zone soll die Population der Wildschweine komplett eliminiert werden. Bis zum 28. November ist die ASP in Belgien nach Angaben der zuständigen Behörde bei insgesamt 184 Wildschweinen nachgewiesen worden.
Promedmail


Wildtiere mit Künstlicher Intelligenz besser und schneller erkennen

Wissenschaftlern der University of Wyoming (USA) ist es gelungen, mit einer automatischen Methode die Erkennung von Wildtieren erheblich zu verbessern. Sie haben dazu in den USA und Kanada ein neues Computersystem getestet, bei dem die Künstliche Intelligenz mit Methoden des maschinellen Lernens verknüpft wurde. Damit konnte die Auswertung besser und schneller erfolgen, als das dem Menschen je möglich sein könnte. Insgesamt wurden 375.000 Bilder mit einer Durchsatzrate von 2.000 Bildern pro Minute ausgewertet. Die erreichte Trefferquote war mit 97,6 Prozent so hoch wie nie zuvor. Die Wissenschaftler hatten zunächst einen Probelauf in Afrika durchgeführt. Damals waren mehr als drei Millionen Bilder ausgewertet worden und es konnte bereits eine Trefferquote von 96,6 erreicht werden. Danach wurde das System auf ein größeres Projekt in Nordamerika angewandt. "Das ist sicher nicht nur die schnellste, sondern auch die genaueste Art der Kontrolle für Wildtierbestände, die es zur Zeit gibt", betonen die UW-Experten. Auch bei einem unabhängigen Test mit einem kleineren Datensatz von 5.900 Bildern von Elchen, Rindern, Hirschen und Wildschweinen in Kanada konnte das KI-System eine Genauigkeit von 81,8 Prozent erzielen. Bald soll diese Technologie über eine freie Programmiersprache auch kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.
pte


28.11.2018

Meta-Analyse verdeutlicht Wirksamkeit von BVD-Bekämpfungsmaßnahmen

Die Bovine Virus Diarrhoe (BVD), verursacht durch das BVD-Virus (BVDV), ist eine weltweit verbreitete und gefährliche Rinderkrankheit, die einen tödlichen Ausgang nehmen kann. Doch das müsste nicht sein, wie eine aktuelle Studie der Vetmeduni Vienna zeigt. Mit dem richtigen Einsatz der zur Verfügung stehenden Maßnahmen sind große Erfolge im Kampf gegen das Rindervirus BVDV bis hin zur Ausrottung der Krankheit möglich, so die Wissenschaftler der Vetmeduni. Zu diesem Schluss kamen sie durch eine kürzlich veröffentlichte Meta-Analyse bestehender Studien, in der sie die räumliche und zeitliche Verteilung der weltweiten BVDV-Krankheitshäufigkeit, der Risikofaktoren sowie der Effekte von Impfungen und Ausrottungsprogrammen analysiert hatten. So zeigten sich große Unterschiede in der Häufigkeit des Auftretens von BVD, sowohl innerhalb als auch zwischen den untersuchten UN-Regionen. Laut der ersten zur Prävalenz von BVDV-Infektionen in der globalen Rinderpopulation durchgeführten Meta-Analyse liegt die Ursache für die unterschiedliche Krankheitshäufigkeit von BVD vor allem am unterschiedlichen Einsatz von Kontroll- und Eradikationsprogrammen (einschließlich Impfungen). So weisen Länder, die Bekämpfungsprogramme eingeführt haben, im Vergleich zu Ländern ohne derartige Maßnahmen, eine im Durchschnitt 1,5-fach niedrigere BVD-Krankheitshäufigkeit auf Tier- und Herdenebene auf. Diese Maßnahmen sind teilweise sogar so erfolgreich, dass Länder wie Schweden, Finnland und Norwegen das BVDV vollständig ausgerottet haben. Die vorliegende Studie der Vetmeduni Vienna unterstreicht auch die Notwendigkeit international vergleichbarer epidemiologischer Studien zur Information von politischen EntscheidungsträgerInnen.
Vetmeduni Vienna


Mit Bakterien-Vesikeln gegen Infektionskrankheiten

Weltweit wird aufgrund der zunehmenden Antibiotika-Resistenzen nach neuen Therapien gegen Infektionskrankheiten gesucht. Dabei sind Wissenschaftler im Saarland auf Bakterien-Vesikel des Bodenkeimes Cystobacter velatus aufmerksam geworden. Am Saarbrücker Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) wurden diese Vesikel genauer untersucht. Diese werden vom Bakterium durch Ausstülpung der Membran freigesetzt und enthalten den antibiotisch wirksamen Stoff Cystobactamid. In Versuchen konnten die Forscher nachweisen, dass die Behandlung von Zellkulturen menschlicher Zellen keinen toxischen Effekt auf die menschlichen Zellen hat. Zudem konnten sie zeigen, dass Cystobactamid die Fähigkeit besitzt, E. coli abzutöten. Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass sie bisher in sehr einfachen Systemen gearbeitet haben. Zukünftig wollen sie die Versuche in komplexeren Systemen durchführen, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.
idw


Runder Tisch zur Ferkelkastration bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner

Am Dienstag hat bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ein Runder Tisch zur betäubungslosen Ferkelkastration in Berlin stattgefunden. Daran nahmen neben Vertretern der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD Vertreter aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel, Tierärzten sowie der Wissenschaft teil. Klöckner lobte den konstruktiven Austausch. "Deutlich wurde, dass wesentliche Branchenvertreter aller Stufen der Lebensmittelkette die rechtskonformen Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration unterstützen. Das ist ein entscheidendes Ergebnis, um die nächsten zwei Jahre zielgerichtet für die Umstellung auf tierschutzgerechte Verfahren zu nutzen," so die Ministerin. Klöckner stellte zudem klar, dass es eine weitere Verlängerung der Erlaubnis zur betäubungslosen Ferkelkastration über 2020 hinaus mit ihr nicht geben werde. Das Ministerium werde geeignete Rahmenbedingungen entwickeln, damit die Alternativmethoden ab 2021 in die Praxis umgesetzt werden könnten. Dazu gehört der zeitnahe Erlass einer Verordnung, der Landwirten mit nachgewiesener Sachkunde die Durchführung der Isoflurannarkose ermöglicht, die Weiterentwicklung praxistauglicher Alternativen oder auch die Aufklärung der Verbraucher. Klöckner wies zudem darauf hin, dass der viel diskutierte 4. Weg, der dieFerkelkastration unter Lokalanästhesie ermöglicht, nach derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnissen nicht den Anforderungen des Tierschutzes gerecht wird.
BMEL


27.11.2018

EU-Rat stimmt Tierarzneimittel-Paket zu

Der Rat der Europäischen Union hat heute das Tierarzneimittel-Paket mit zwei neuen Verordnungen zu den Bereichen Tierarzneimittel und Herstellung, Inverkehrbringen und Verwendung von Arzneifuttermitteln sowie Änderungen an den geltenden Vorschriften zur Festlegung von Verfahren für die Genehmigung und Überwachung von Human- und Tierarzneimitteln und zur Errichtung einer Europäischen Arzneimittel-Agentur angenommen. Die Verordnungen sollen den bestehenden Rechtsrahmen für Tierarzneimittel und Arzneifuttermittel durch eine Anpassung an die Besonderheiten des Bereichs Tiergesundheit aktualisieren. Mit dem Paket sollen weiterhin der Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier, des Wohlbefindens der Tiere, der Lebensmittelsicherheit und der Umwelt gewährleistet werden; darüber hinaus wird insbesondere angestrebt, die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln in der EU zu steigern, die Funktionsweise des EU-Marktes zu verbessern, den Verwaltungsaufwand zu verringern und Innovation zu fördern. Zudem ist das Paket ein wichtiger Meilenstein bei der Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen, da der Einsatz antimikrobieller Wirkstoffe bei Tieren besser geregelt wird. U.a. wird die Anwendung bei Tieren, die noch nicht krank sind, aber krank werden könnten, weiter eingeschränkt. Dies gilt sowohl für die Prophylaxe als auch für die Metaphylaxe. Außerdem bleiben bestimmte wichtige antimikrobielle Stoffe der Behandlung bestimmter Infektionen bei Menschen vorbehalten. Der Rat und das Europäische Parlament müssen die angenommenen Verordnungen jetzt noch unterzeichnen. Die unterzeichneten Texte werden anschließend im EU-Amtsblatt veröffentlicht und 20 Tage später in Kraft treten. Allerdings werden die neuen Vorschriften erst ab Ende 2021 vollständig zum Tragen kommen.
EU-Rat


TiHo feiert in diesem Jahr mehrere Jubiläen

Die Tierärztliche Hochschule Hannover feiert in diesem Jahr mehrere Jubiläen. Dazu gehört die Gründung vor 240 Jahren. 1778 wurde sie auf Weisung von Georg III., König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover, als Roßarzney-Schule gegründet. Die beiden weiteren Jubiläen sind jüngeren Datums. Vor 20 Jahren führte die TiHo als erste Universität in Deutschland den PhD ein und vor 15 Jahren wurde die TiHo in die Trägerschaft einer Stiftung des öffentlichen Rechts überführt. "Die TiHo schaut in diesem Jahr stolz auf 240 Jahre Geschichte zurück. Sie darf vor allem stolz darauf sein, wie weit sie in diesen 240 Jahren gekommen ist und was sie in dieser Zeit zur Innovationsfähigkeit unseres Landes beigetragen hat. Seit ihrer Gründung 1778 hat sich die TiHo stetig weiterentwickelt und ist heute eine international renommierte Universität mit exzellenten tierärztlichen Wissenschaften. Als älteste noch heute eigenständig bestehende veterinärmedizinische Bildungsstätte Deutschlands nimmt sie bundesweit eine Ausnahmestellung ein. Die zukunftsorientierte Haltung der TiHo belegt sich insbesondere durch innovative Entwicklungen in der Lehre", so Björn Thümler, der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur.
TiHo Hannover


Sachverständige mehrheitlich für Fristverlängerung bei Ferkelkastration

Die Mehrheit der Sachverständigen hat sich in einer öffentlichen Anhörung des Landwirtschaftsausschusses des Bundestages für eine Fristverlängerung für die betäubungslose Ferkelkastration ausgesprochen. Allerdings kritisierten die Experten auch die zu späte Vorlage des entsprechenden Gesetzentwurfs, wodurch die Ferkelzüchter zu lange im Ungewissen gelassen wurden. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, die betäubungslose Ferkelkastration weitere zwei Jahre bis Ende 2020 zu erlauben. Andreas Palzer vom Bundesverband praktiziernder Tierärzte e.V. (bpt) befürwortet eine Verlängerung und fordert, in der gewonnenen Zeit die bestehenden Alternativmethoden in die Praxis zu überführen. Für die Tierärzte sei eine rechtskonforme und praktikable Umsetzung des Ausstiegs am wichtigsten. Der Bundesverband Rind und Schwein ist ebenfalls für eine Verlängerung. Dort herrscht die Meinung vor, dass in den letzten Jahren nicht genügend Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration entwickelt wurden. Michael Marahrens vom Institut für Tierschutz des FLI machte darauf aufmerksam, dass alle zur Verfügung stehenden Alternativmethoden nicht zugelassen seien oder die dafür notwendigen Geräte noch einer technischen Anpassung bedürfen. Marahrens warb aus tierschutzfachlicher Sicht für die Immunokastration, die Impfung gegen den Ebergeruch. Der für das rechtliche Thema verantwortlich zeichnende Sachverständige Jens Bülte von der Universität Mannheim sieht die Verlängerung dagegen kritisch. Er führte aus, dass der Gesetzentwurf einen gravierenden Eingriff in das Verfassungsrechtsgut Tierschutz darstelle. Er hält die Verlängerung um zwei Jahre für nicht vertretbar, da die Anführung wirtschaftlicher Gründe als Grund nicht ausreiche.
Deutscher Bundestag


26.11.2018

Hundekot in Wien relativ wenig mit Parasiten belastet

Der Hundekot in Wien ist sowohl im Vergleich zu ländlichen Regionen als auch zu anderen europäischen Metropolen relativ wenig mit Endoparasiten belastet. Dies geht aus einer Studie hervor, die an der Vetmeduni Vienna durchgeführt wurde. Die Forscher hatten im gesamten Wiener Stadtgebiet rund 1.000 anonyme Hundekotproben aus 55 Hundezonen aller 23 Wiener Bezirke genommen. Die Proben wurden dabei sowohl vom Boden als auch aus Mülleimern entnommen. Zum Vergleich für einen stadtnahen sowie einen ländlichen Raum wurden ebenfalls Proben in Mödling und Wolkersdorf gewonnen. Dabei zeigten die Wiener Kotproben im Vergleich zu Studien aus anderen europäischen Metropolen ein vergleichsweises geringes Vorkommen vonParasiten auf. Der Kot von Hunden im ländlichen Raum war dagegen signifikant höher mit Endoparasiten belastet als der in Wien. Und selbst bei der Art der Proben gab es Unterschiede. So war der Kot von Hunden, der in Mülleimern entsorgt worden war, geringer belastet, als der vom Boden aufgesammelte Kot. Zudem konnte gezeigt werden, dass eine hohe Hundedichte hier in keinem Zusammenhang mit einem höheren Endoparasitenbefall stand.
Vetmeduni Vienna


Schweizer lehnen Förderung der Haltung behornter Kühe ab

In der Schweiz ist die sogenannte "Hornkuh-Initiative" gescheitert. Diese hatte zum Ziel, dass Landwirte, die behornte Rinder halten, finanziell unterstützt werden. Allerdings lehnten fast 55 Prozent der teilnehmenden Bürger die Initiative, die von einem Landwirt gestartet worden war, ab. Dieser sah Hörner bei Rindern als wichtigen Bestandteil der Tiere an. Da in der Schweiz nur noch rund zehn Prozent der Rinder Hörner tragen, hatte er die Initiative gestartet, um das Halten behornter Tiere für die Landwirte wieder attraktiver zu machen. Neben den Teilnehmern sprach sich auch die Regierung gegen die Initiative aus, für die doie Kosten jährlich mit rund 13 Millionen Schweizer Franken veranschlagt worden sind.
tagesschau.de


23.11.2018

Baden-württembergischer Tierschutzbeirat will Konkretisierung des Qualzuchtverbotes

Das Thema Qualzucht gehörte neben den Regelungen zu Fundtieren zu einem der Themen, die der Landesbeirat für Baden-Württemberg auf seiner letzten Sitzung behandelt hat. So wurde in Baden-Württemberg zum Thema Qualzucht bereits im Jahr 2003 eine Bundesratsinitiative gestartet, um verbindliche und für die Behörden vor Ort vollziehbare rechtliche Vorschriften zu verbotenen Zuchtlinien auf den Weg zu bringen. Die Bundesregierung hat den entsprechenden Beschluss des Bundesrates allerdings bis heute nicht umgesetz!t Auch angekündigte Leitlinien liegen bis heute nicht vor. Im Jahr 2013 ist es jedoch zu einer Änderung des Tierschutzgesetzes gekommen, in das Änderungen zu sogenannten Qualzuchten aufgenommen mit dem Ziel, mehr Rechtssicherheit für die Anwendung des Qualzuchtverbotes zu schaffen. Da allerdings bis heute die entsprechenden Ausführungen fehlen, fordert der Tierschutzbeirat, die Initiative von 2003 wieder aufzunehmen, um mittels einer Rechtsverordnung das Qualzuchtverbot zu konkretisieren. Im Bereich der Fundtiere geht es nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus diesem Jahr um die Gefahr, dass Tierheime auf den Kosten für abgegebene Tiere sitzen bleiben könnten. Auch für Bürger und Tierärzte besteht hier eine Unsicherheit. Deshalb wird gefordert, das Bürgerliche Gesetzbuch so zu ändern, dass die Anforderungen des Tierschutzes für Fundtiere berücksichtigt werden.
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg


Nur artgerechte Weihnachtsgeschenke für Haustiere

Weihnachten nähert sich und viele Tierbesitzer möchten auch ihren Haustieren ein Geschenk zukommen lassen. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, nur artgerechte Geschenke auszuwählen. Darauf weist der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) hin und gibt gleichzeitig einige Tipps, welche Geschenke für welche Tiere in Frage kommen könnten. Hier steht u.a. eine breite Palette an Spielzeugen zur Verfügung. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Materialien für die Tiere geeignet sind. Spielzeuge aus Naturmaterialien sind hier zumeist unbedenklich. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass die Spielzeuge nicht zersplittern können. Auch eine neue Schlafstelle, eine Kuscheldecke oder Winterkleidung können als Geschenke in Frage kommen. Ein absolutes Tabu dagegen ist, dass die Tiere etwas vom Weihnachtsessen ihrer Besitzer erhalten. Gegen spezielle Leckerlis für die Tiere ist jedoch in Maßen nichts einzuwenden. Diese müssen allerdings in die Ration mit eingerechnet werden.
ZZF e.V.


22.11.2018

Dänemarks Schweinebestand wächst weiter

Im Gegensatz zu deutschen Landwirten setzen die dänischen auf die Schweinehaltung. Bereits zum 2. Mal in Folge ist der Schweinebestand in Dänemark gestiegen. Das ergab eine Viehzählung zum Stichtag 1. Oktober. Gegenüber der Viehzählung in 2017 ist der Bestand um 2,3 Prozent auf insgesamt 12,99 Millionen Schweine gestiegen. Der Zuwachs betrifft dabei Ferkel, Schlachtschweine und Zuchtsauen. Damit baut Dänemark seine Bedeutung als Exporteur von Schweinen aus.
AMI


Tarnkappe von MRSA-Keimen entdeckt

Es ist ein Durchbruch bei der Entschlüsselung multiresistenter Krankheitskeime gelungen. So konnten jetzt Forscherinnen und Forschern der Universität Tübingen und des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) die Struktur und Funktion eines bislang unbekannten Proteins aufklären, mit dessen Hilfe sich Erreger wie beispielsweise Methicillin resistente Staphylococcus aureus-Stämme (MRSA) gegenüber dem menschlichen Immunsystem wie mit einer Tarnkappe schützen. Wie sie im Fachmagazin Nature schreiben, haben viele MRSA-Keime ein bislang unbekanntes Protein erworben, mit dem sie sich vor dem Immunsystem des Wirtes tarnen konnten. Die Wissenschaftler haben das Protein TarP (kurz für teichoic acid ribitol P) getauft. "TarP verändert das Muster von Zuckermolekülen auf der Erregeroberfläche auf eine bislang unbekannte Weise“, erklärte Professor Andreas Peschel vom Interfakultären Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin der Universität Tübingen. Dies führt dazu, dass das Immunsystem keine Antikörper gegen das wichtigste MRSA-Antigen, die Teichonsäure, bilden kann. Damit ist es im Kampf gegen die Erreger nutzlos. Die Forscher gehen davon aus, dass die bakterielle Tarnkappe das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen den Krankheitserregern und sogenannten Phagen ist. Gelingt es bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe TarP zu blockieren, so können die MRSA-Keime wieder vom Immunsystem erkannt und bekämpft werden. „Die nun vorliegenden Ergebnisse werden uns helfen, bessere Therapien und Impfstoffe gegen die Erreger zu entwickeln,“ so Peschel.
Universität Tübingen


21.11.2018

Österreich: Nationalrat stimmt morgen über Gesetzesänderung zum Welpenverkauf ab

Die Regierungsparteien Österreichs haben einen Antrag für ein Verbot des Verkaufs von Welpen im Zoofachhandel gestellt, der am 22.11.2018 im Nationalrat zur Abstimmung kommen wird. Sollte es zu einem Beschluss kommen, wird das Halten und Ausstellen von Hunden und Katzen zu Verkaufszwecken in Zoofachgeschäften und anderen gewerblichen Einrichtungen, in denen Tiere angeboten werden, laut § 31 Abs. 5 des Österreichischen Tierschutzgesetzes untersagt. Die sehr offene Formulierung des Paragraphen geht der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN allerdings nicht weit genug. Diese Gesetzesänderung ließe weiterhin den Verkauf „durch die Hintertür“ zu, auch würde damit die Ausstellung der Tiere etwa zu Werbe-, Pflege- oder Vermittlungszwecken nicht klar verboten, so die Kritik der Tierschützer. „Was untersagt werden soll, ist ja lediglich der Verkauf IN, nicht aber ÜBER Zoofachhandlungen“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Der Verkauf von Welpen per se wird nicht verboten, sondern nur das Halten und Ausstellen zum Zwecke des Verkaufs. Zoofachhandlungen können also theoretisch auch Tiere außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten unterbringen und den Verkauf weiterhin über das Geschäft abwickeln.“ VIER PFOTEN fordert daher ein Verbot ohne Schlupflöcher, z.B. auch über Pflegestellen.
OTS


Bundesregierung offen für Tiergesundheitsdatenbank

Die Bundesregierung hat sich offen für die Einführung einer von der Bundestierärztekammer (BTK) geforderten Tiergesundheitsdatenbank gezeigt. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor. Vorher sieht die Bundesregierung allerdings noch einigen Klärungsbedarf. Zunächst müsse geklärt werden, welchem Ziel die Datenbank dienen soll und welche Daten erhoben werden sollen. Auch datenschutzrechtliche Fragen müssten berücksichtigt werden. Der Bund könne erst dann eine Rechtsgrundlage schaffen, wenn die Fragen geklärt seien. Die BTK hatte bereits im vergangenen Jahr in einem Positionspapier die Anforderungen an eine solche Datenbank konkretisiert und erneuert die Forderung nach einer Einführung seitdem regelmäßig.
Deutscher Bundestag
Positionspapier der Bundestierärztekammer


Erneut Verdacht auf Tierschutzverstöße an niedersächsischem Schlachthof

Erneut wurde der Verdacht auf Verstöße gegen den Tierschutz in einem niedersächsischen Schlachthof erhoben. Der betroffene Schlachthof liegt in Laatzen, das direkt an die Landeshauptstadt Hannover angrenzt. Wie das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilte, wurde man vom Deutschen Tierschutzbüro über den Verdacht informiert. Dieses will auf dem Schlachthof mit versteckten Kameras das Treiben von Schweinen mit unzulässigen elektrischen Treibhilfen dokumentiert haben. Dem Ministerium wurden drei Minuten Videomaterial übermittelt, die diese Vorwürfe belegen sollen. Zudem soll das Tierschutzbüro eine entsprechende Strafanzeige gestellt haben. Das Ministerium hat zudem die Anzeige des Tierschutzbüros zusätzlich an die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die dort ansässige Zentralstelle für Landwirtschaftsstrafsachen weitergeleitet. Zuletzt wurde im niedersächsischen Oldenburg ein Schlachthof vom Betreiber geschlossen. Dort wurde die Misshandlung von Rindern beanstandet.
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen


20.11.2018

Fernseh-Tipp: Dokumentation über Tiertransporte im In- und Ausland - heute um 21:00 Uhr im ZDF

Vor einem Jahr berichtete Manfred Karremann in der ZDF-Sendung 37° über Tierexporte aus der EU in Drittstaaten. Sein Film "Geheimsache Tiertransporte" erschütterte bis ins Mark und hat eine Welle der Empörung ausgelöst. In den politischen Parteien der deutschen Regierung ist diese Welle inzwischen wieder abgeebbt. SPD, CDU und CSU ergeben sich dem Druck der Exportlobby und verabschieden sich vom Tierschutz. Heute, 20.11.2018, legt Karremann um 21:00 Uhr in Frontal 21 im ZDF nach mit neuen Recherchen.
Frontal 21 heute Abend
Bereits gesendete Doku am 21.11.2017


Aktuelle Untersuchungsergebnisse zu PCBs in Nordrhein-Westfalen

Das Landesamt für Natur, Umwelt, und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat aktuelle Untersuchungsergebnisse zu den Untersuchungen auf PCBs veröffentlicht. Insgesamt wurden 36 Mastgeflügel-Proben untersucht. 23 dieser Proben waren mit nicht-dioxin-ähnlichen Polychlorierten Biphenylen (ndl-PCB) belastet. Die Proben stammten aus vier Betrieben aus den Landkreisen Gütersloh und Paderborn. Von den untersuchten 16 Hühnereier-Proben waren 13 positiv auf ndl-PCBs. Diese Proben stammten aus einem Betrieb aus dem Kreis Gütersloh sowie aus einem betrieb aus dem Kreis Herford. Die belasteten Eier und Masthähnchen wurden aus dem Verkehr gezogen. Die Betriebe bleiben zunächst gesperrt. Die Tiere eines Masthähnchen-Betriebs im Kreisgebiet von Münster, der ebenfalls kontaminiertes Futter erhalten hatte, wurden negativ getestet. Eine Freigabe erfolgt in Absprache mit der zuständigen Kreisordnungsbehörde und abhängig von den Befunden bei der Schlachtung. Auch Eier-Proben aus je einem Betrieb in den Kreisen Borken und Minden-Lübbecke waren ohne Grenzwert-Überschreitungen. Nach Austausch des Futters und gründlicher Reinigung der Anlagen werden die Lebensmittel tierischen Ursprungs dieser Betriebe von den jeweiligen Kreisordnungsbehörden wieder zum Verzehr freigegeben.
LANUV Nordrhein-Westfalen


Merkblatt zu Ektoparasiten beim Geflügel

Ektoparasiten können beim Geflügel als harmlose Lästlinge auftreten, aber auch zu hohen Verlusten im Bestand führen. Das Staatliche Tierärztlichen Untersuchungsamt (STUA) Aulendorf hat in einem Merkblatt Informationen zu einigen in der täglichen Routinediagnostik wichtigen Parasiten in einem Merkblatt zusammengestellt. Man erhält dabei u.a. Hinweise, wie betroffenen Tieren geholfen werden kann. Behandelt werden die Rote Vogelmilbe, Federlinge, Hühnerflöhe und Kalkbeinmilben. Das Merkblatt steht zum Download zur Verfügung.
STUA Aulendorf
MSD - Fokusthema zur Roten Vogelmilbe


Neues Graduiertenkolleg für angehende Virenforscher an der TiHo

An der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) wird ein neues von der DFG gefördertes Graduiertenkolleg zur Erforschung von Viren eingerichtet. In dem Kolleg, das in die Graduiertenschule der TiHo (Hannover Graduate School for Veterinary Pathobiology, Neuroinfectiology, and Translational Medicine, HGNI) eingegliedert wird, können von April 2019 bis September 2023 28 Doktorandinnen und Doktoranden Viruserkrankungen aus verschiedenen Blickwinkeln erforschen. Die Förderung für den Zeitraum beträgt zunächst fünf Millionen Euro. Das Kolleg trägt den Titel "VIPER: Virusdetektion, Pathogenese und Intervention". Der Sprecher des Graduiertenkollegs, Professor Dr. Wolfgang Baumgärtner, erklärt: "Zum Lehrkonzept gehören unter anderem Blockseminare, in denen die Studierenden umfangreiches theoretisches Wissen rund um zoonotische Virusinfektionen erlernen. In verschiedenen Forschungsgruppen vertiefen sie in internen und externen Praktika ihr Wissen, setzen es in die Praxis um und arbeiten mit verschiedenen Untersuchungsmethoden." Ziel des Graduiertenkollegs VIPER ist es, eine neue Generation von Virusforschern auszubilden, die mit dem erforderlichen Wissen und den nötigen wissenschaftlichen Methoden ausgestattet sind, um neuen und wiederauftretenden Virusinfektionen auf den Grund zu gehen.
TiHo Hannover


Malaria-Fälle steigen wieder an

Nachdem die Malaria-Fälle in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken waren, steigen sie aktuell wieder an, wie aus dem aktuellen Malaria-Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht. Von 2010 wurden weltweit noch 239 Millionen Malaria-Fälle registriert. Vom Jahr 2106 bis zum Jahr 2017 stieg die Zahl der Fälle wieder an von 217 auf 219 Millionen Fälle. Am schwersten betroffen von der Erkrankung ist weiterhin Afrika, wo mehr als 90 Prozent aller weltweit verzeichneten Fällen aufgetreten sind. Rückläufig ist aber weiterhin die Zahl der durch Malaria verursachten Todesfälle. Starben im Jahr 2010 noch mehr als 600.000 Menschen an der Erkrankung, waren es im Jahr 2017 435.000 Menschen.
WHO


19.11.2018

China: Keine Wiederaufnahme des Handels mit Tigerknochen und Nashornhorn

Die chinesische Regierung wird nun doch nicht den Handel mit Tigerknochen und Nashornhorn legalisieren. Erst Ende Oktober hatte China beschlossen, diesen zur Anwendung in Krankenhäusern und für den privaten Gebrauch wieder zuzulassen, nachdem der Handel in den vergangenen 25 Jahren verboten war. „Die Entscheidung der chinesischen Regierung kann für den Schutz von Tiger und Nashorn gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, begrüßte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland, die Entscheidung. „Ein gelockerter Handel mit Produkten von in Gefangenschaft lebenden Tieren hätte fatale Folgen auch für die wildlebenden Populationen gehabt. Es steht hier nicht weniger als das Überleben ganzer Arten auf dem Spiel.“ Er kündigte weiterhin an: „Der WWF wird sich daher dafür einsetzen, dass die nun vorerst auf Eis gelegte Lockerung des Handelsverbots vollständig abgesagt wird.“
WWF


PCB-Höchstgehalt bei Eiern aus dem Landkreis Osnabrück überschritten

Im niedersächsischen Landkreis Osnabrück wurden in drei landwirtschaftlichen Betrieben Eier gefunden, bei denen der zulässige Höchstwert an nicht-dioxinähnlichen (ndl)-PCB überschritten wurde. Die Betriebe wiesen 150, 350 bzw. 376 Legehennenplätze auf. Die Eier sind nicht in den Handel gelangt. Sie wurden von den Erzeugern ausschließlich direkt an Verbraucher abgegeben. Die Tiere wurden vermutlich mit Futter eines nordrhein-westfälischen Futtermittel-Herstellers gefüttert, das mit den ndl-PCBs kontaminiert war. Hiervon sind insgesamt rund 290 Tonnen nach Niedersachsen geliefert worden. Insgesamt waren davon in Niedersachsen 29 Betriebe betroffen. Neun Betriebe konnten auf Grund negativer Untersuchungen wieder freigegeben werden.
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen


Afrikanische Schweinepest mittlerweile in 18 Provinzen Chinas

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist mittlerweile bei Hausschweinen in 18 Provinzen Chinas nachgewiesen worden. Zuletzt wurde das Virus in der südwestlichen Provinz Sichuan nachgewiesen. Zudem wurde das Virus in der vergangenen Woche erstmals bei einem Wildschwein in China nachgewiesen. Hier ist die Provinz Jilin betroffen, die an Nordkorea grenzt. In China mussten seit dem ersten Auftreten der ASP im August diesen Jahres bereits rund 500.000 Schweine getötet werden, um die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Promedmail
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16.11.2018

41 Tierhalter in Nordrhein-Westfalen von verunreinigten Futtermitteln betroffen

In Nordrhein-Westfalen sind 41 Tierhalter von der aktuellen Problematik von mit nicht-dioxinähnlichen PCBs verunreinigten Futtermitteln betroffen. Nach Angaben des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) handelt es sich um geflügelhaltende Betriebe, die mit kontaminiertem Futter beliefert worden sind. Die Betriebe bleiben zunächst gesperrt. Zu der Verunreinigung bei einem nordrhein-westfälischen Futtermittelhersteller war es durch Lackabsplitterungen in Lagerbehältern des Herstellers gekommen. Das Landeskontrollzentrum für Lebensmittel und Futtermittel des LANUV führt weitere Untersuchungen weiter. Durch die Kreisordnungsbehörden wurden bereits Proben von Eiern, Fleisch und Futter genommen. Das LANUV entnimmt aktuell zehn weitere Futtermittelproben, die noch analysiert werden müssen. Aufgrund erster Ergebnisse wurden bereits größere Mengen Futtermittel und Schlachttierkörper unschädlich beseitigt. Eine akute gesundheitliche Gefahr besteht nicht.
LANUV Nordrhein-Westfalen


Mit Antikörpern gegen Ebola

Am Wistar Institute (USA) hat man Antikörper entwickelt, mit denen es in vorklinischen Tests gelang, das Ebola-Virus auszumerzen. Es handelt sich dabei um sogenannte DNA-kodierte monoklonale Antikörper (DMAbs), die synthetisch hergestellt wurden. Im Versuch mit Mäusen konnte gezeigt werden, dass die behandelten Tiere Abwehrmechanismen gegen das Ebola-Virus entwickelten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es mit ihrem System möglich ist, Antikörper von Menschen, die gegen das Virus immun geworden sind, einzusammeln, zu vermehren und dadurch mit Ebola infizierte Patienten zu behandeln. Eine solche Behandlungsmöglichkeit könnte helfen, eine Epidemie zu unterbinden.
pte


15.11.2018

Tierschutzbund kritisiert mangelhafte Umsetzung des Koalitionsvertrages

Der Deutsche Tierschutzbund hat seine Kritik am Gesetzentwurf zur Verlängerung der Übergangsfrist bis zur Abschaffung der betäubungslosen Ferkelkastration erneuert und von der Bundesregierung gefordert, die im Koalitionsvertrag enthaltenen Tierschutzpunkte umzusetzen. Wenn man schon das Tierschutzgesetz öffne, um die betäubungslose Ferkelkastration zwei Jahre länger zu ermöglichen, sollte man zumindest die Chance wahrnehmen und im Koalitionsvertrag vereinbarte Punkte umsetzen. So weist der Tierschutzbund darauf hin, dass in dem Entwurf weder das Schließen der Lücken in den Haltungsnormen im Tierschutzrecht noch ein bundeseinheitliches Prüf- und Zulassungsverfahren für Tierhaltungssysteme oder der Ausstieg an nicht-kurativen Eingriffen an Tieren zu finden ist. „Der Gesetzentwurf von CDU/CSU und SPD sieht mit der Verlängerung der unbetäubten Ferkelkastration lediglich eine Verschlechterung des Tierschutzgesetzes vor. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Verbesserungen im Tierschutz werden im vorliegenden Gesetzentwurf vollständig ausgespart. Für eine Koalition, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Deutschland solle beim Tierschutz eine Spitzenposition einnehmen, ist das nicht nur schlicht blamabel. Es verstößt gegen das Staatsziel Tierschutz und macht die eigene Koalitionsvereinbarung zur Makulatur“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Deutscher Tierschutzbund e.V.


Oldenburger Schlachthof geschlossen

Der Rinderschlachthof in der Stadt Oldenburg, auf dem der Verdacht von Tierschutzverstößen besteht, wurde vom Betreiber zunächst geschlossen. Dies teilte die Stadt Oldenburg mit und verwies zudem darauf, dass mittlerweile ein Teil des zur Verfügung gestellten Videomaterials gesichtet wurde. Darauf sind offenbar auch drei städtische Amtstierärzte zu erkennen. Die Stadt will die Mitarbeiter umgehend zu dem Sachverhalt befragen und weist aber auch darauf hin, dass durch das Videomaterial nicht zweifelsfrei geklärt werden könne, ob Verstöße gegen das Tierschutzrecht vorliegen.
Oldenburg (Niedersachsen)


Futtermitteln mit zuviel nicht dioxinähnlichen PCB

Das Land Nordrhein-Westfalen hat dem Land Niedersachsen mitgeteilt, dass bei Geflügelfett von Masthähnchen eines nordrhein-westfälischen Geflügelhofes eine Überschreitung des Höchstgehaltes für nicht dioxinähnliche PCBs nachgewiesen wurde. Als Ursache dafür wurde verunreinigtes Futter ausgemacht. Hier war es in zwei Verladezellen des Futtermittelherstellers zu partiellen Lackabsplitterungen gekommen. In den Futtermitteln wurden Überschreitungen der Höchstwerte um das 10-fache nachgewiesen. Durch Ermittlungen der Behörden in NRW und Niedersachsen konnte festgestellt werden, dass Einzellieferungen möglicherweise kontaminierter Futtermittel auch an Betriebe in Niedersachsen erfolgten. Insgesamt sind 290 Tonnen möglicherweise ndl-PCB-kontaminierter Futtermittel nach Niedersachsen geliefert worden. Derzeit betroffen durch Futtermittellieferungen sind insgesamt neun niedersächsische Betriebe in den Landkreisen Osnabrück (5 Betriebe), Nienburg (2 Betriebe) und Grafschaft-Bentheim (2 Betriebe). Bei den Betrieben handelt es sich um Hähnchenmast-, Legehennen- und Putenmastbetriebe. Die Betriebe wurden unmittelbar seitens der Futtermittelüberwachung des LAVES informiert. Die amtliche Überprüfung ergab, dass die an niedersächsische Betriebe gelieferten Futtermittel aus den verdächtigen Chargen bereits vollständig verfüttert wurden. Die Betriebe wurden durch die zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden in Abstimmung mit dem ML gesperrt. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass bei Puten aus einem Betrieb die zulässigen Höchstwerte überschritten wurden.
Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW


14.11.2018

Tularämie erstmals in Liechtenstein nachgewiesen

Die auch Hasenpest genannte Tularämie ist erstmals in Liechtenstein nachgewiesen worden, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) berichtet. Die Erkrankung wird durch das Bakterium Francisella tularensis ausgelöst und ist auf den Menschen übertragbar. Daher wird beim Umgang mit toten Hasen zu besonderer Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere auch für Jäger. Die Tularämie wird auch in Deutschland immer wieder vereinzelt nachgewiesen.
OIE


umdenken-tierzuliebe - Landestierärztekammer Berlin sensibilisiert Berlin für das Thema Qualzucht

Neben der Bundestierärztekammer setzt sich auch die Landestierärztekammer Berlin gegen Qualzuchten ein. Am 14.11.2018 findet dazu eine Pressekonferenz statt und abends berichtet der Rundfunk Berlin Brandenburg darüber. Beide Aktionen sind Teil der Initiative „umdenken-tierzuliebe“, die vom 13. - 22.11.2018 in Berlin stattfinden wird. Dann wird überall in der Stadt mit Großplakaten und Flyern auf das Problem Qualzucht hingewiesen, da sich viele Tierhalter und Tierfreunde des Problems und des damit einhergehenden Leids gar nicht bewusst sind. Die Kampagne soll sie für das Leiden extrem überzüchteter Heimtiere sensibilisieren. Flyer, Postkarten und Aufkleber, um sie an öffentlichen Orten oder in der Praxis auszulegen, gibt es bei der LTK Berlin.
LTK Berlin


TiHo Hannover informiert auf der EuroTier über Projekte zum Tierschutz in der Nutztierhaltung

Die Stiftung Die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) präsentiert auf der EuroTier in Hannover Projekte zum Tierschutz in der Nutztierhaltung.Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Abteilung Fischkrankheiten und Fischhaltung, der Klinik für Rinder, der Außenstelle für Epidemiologie und dem Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie stellen in Halle 26 am Stand A20 drei verschiedene Themen vor. Zum einen geht es um die tierschutzgerechte Betäubung und Tötung von Fischen, zum anderen um die Gesunderhaltung und das Wohlbefinden von Schweinebeständen mit demSchwerpunkt Tränkwasserhygiene. Das dritte Schwerpunktthema auf der EuroTier ist die Probennahme zur Beurteilung der Tiergesundheit. Am TiHo-Stand auf der EuroTier beantworten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Abteilung dazu Fragen und verteilen Infomaterialien.
TiHo Hannover


IPVS und ESPHM im Juni 2022 zu Gast in Leipzig

Die Leipziger Messe gewinnt zusammen mit der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig die Ausschreibung für die gemeinsame Veranstaltung aus International Pig Veterinary Society Congress (IPVS) und European Symposium of Porcine Health Management (ESPHM) für 2022. Beide Veranstaltungen sind die international renommiertesten Kongresse für Schweineveterinärmedizin und finden vom 21. bis 24. Juni 2022 im Congress Center Leipzig statt. Der IPVS wird durch die International Pig Veterinary Society initiiert und findet alle zwei Jahre wechselnd in Amerika, Asien und Europa statt. Das ESPHM wird durch das European College of Porcine Health Management und die European Association of Porcine Health Management veranstaltet und wird jährlich in Europa organisiert. "Ich bin schon seit einigen Jahren Programmverantwortlicher des Themenschwerpunktes 'Schwein' beim Leipziger Tierärztekongress und freue mich darauf, die gute Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe nun auch beim IPVS/ESPHM fortzusetzen“, erklärt der Fachtierarzt für Schweine, Prof. Johannes Kauffold, der die Kongressorganisation von Seiten der Leipziger Universität leitet und für beide Veranstaltungen die Kongresspräsidentschaft übernehmen wird. Der Leipziger Tierärztekongress war unter anderem auch ausschlaggebend für die Bewerbung, denn hier wurde 2016 bei geselligem Beisammensein die Idee dazu geboren. Der Geschäftsführer der Leipziger Messe Martin Buhl-Wagner zeigt sich hocherfreut: "Mit dem IPVS/ESPHM richten wir die nunmehr dritte Veranstaltung im tiermedizinischen Bereich aus. Das hebt nicht nur Leipzig als idealen Standort für internationale Messen und Kongresse hervor, sondern vor allem unsere Kompetenz als Veranstalter in diesem Themenfeld." Der Hybrid aus IPVS/ESPHM sei eine einzigartige Gelegenheit und ein großartiges Forum für den globalen wissenschaftlichen Austausch auf dem Feld der Schweineveterinärmedizin. Der Gedanke, Experten aus aller Welt hier in Deutschland begrüßen zu dürfen, um Erfahrungen über die Grenzen der Länder und Kontinente hinweg auszutauschen, begeistere und motiviere. Insgesamt werden zu der gemeinsamen Veranstaltung mehr als 3.000 Veterinärmediziner im Congress Center Leipzig erwartet. Begleitend zum Kongress ist eine Industrieausstellung geplant.
Leipziger Messe
IPVS


13.11.2018

Regierung fördert Wiederansiedlung des Störs mit 6,9 Millionen Euro

Auf der Elbinsel in Geesthacht soll ein Zentrum für die wissenschaftliche Begleitung der Wiederansiedlung des Europäischen Störs gebaut werden. Dieses Vorhaben wird vom Bund mit Fördermitteln in Höhe von 6,9 Millionen Euro finanziert. Unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) entsteht hier eine neue Anlage für die Elterntierhaltung und Aufzucht des in Deutschland seit 1968 ausgestorbenen Süßwasserfisches. Die Wiederansiedelung des Störs als charismatische Schirmart für Binnengewässer in Deutschland und Europa ist ein wichtiges Ziel der nationalen und EU-weiten Biodiversitätsstrategie. Mit den Bundesmitteln sollen der Bau eines Labors und einer Leichtbauhalle, in der die Fischhaltung untergebracht wird, finanziert werden. Um der Öffentlichkeit Themen der Fließgewässerökologie am Beispiel der Wiederansiedlung des Störs in der Elbe zu nahezubringen und für Groß und Klein erlebbar zu machen, ist außerdem ein Informationszentrum geplant. „Das ist ein gewaltiges Programm zur Wiederansiedlung des Störs. Das ist eine nationale Aufgabe, die dringend eine finanzielle Unterstützung des Bundes gebraucht hat. Denn die Zeit drängt. Die Kapazitäten am Standort des IGB in Berlin reichen nicht mehr aus, um die Aufzucht der Störe massiv zu erweitern“, erläutert der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann, der sich sehr für die Bereitstellung der Mittel eingesetzt hat.
idw


Pharmaindustrie rechnet mit 18 neuen Antibiotika bis 2020

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) rechnet damit, dass bis zum Jahr 2020 in Deutschland 18 neue Antibiotika zugelassen werden, die zum Teil auch gegen resistente Keime wirksam sind. Die rund 33.000 Menschen, die in Europa jedes Jahr an Infektionen mit multiresistenten Keimen sterben, sieht man beim BPI als einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. Als Maßnahmen sieht man beim BPI einerseits die Erforschung neuer antibiotischer Wirkprinzipien und die Vermeidung des falschen Einsatzes von Antibiotika. Aber auch auf der Weiterentwicklung bekannter Wirkstoffe und dem Ausschöpfen sämtlicher Therapiemöglichkeiten müsse ein Fokus gesetzt werden. Der BPI hat hierzu in einem Positionspapier aktuelle Probleme beleuchtet und auch notwendige Maßnahmen aufgezeigt.
BPI


FLI aktualisiert Steckbriefe zu verschiedenen Bornaviren

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat aktualisierte Fassungen der Steckbriefe zum "Klassischen" Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) sowie zum Bunthörnchen Bornavirus 1 (VSBV-1) veröffentlicht. Die Steckbriefe stehen auf den Internetseiten des FLI zum Download zur Verfügung. Beide Erkrankungen werden als Zoonose eingestuft. Während das VSBV-1 bei den betroffenen Tieren keine Erkrankung auslöst, kann es beim Menschen zu einer tödlich verlaufenden Erkrankung führen. Während das BoDV-1 bei Pferden schon seit langem als Krankheitserreger bekannt ist, war man sich lange unsicher, ob es auch beim Menschen zu Erkrankungen führen kann. Mittlerweile ist man sich allerdings sicher, dass dies geschehen kann.
FLI


Geflügelwirtschaft sieht Tierhaltungsstandort Deutschland gefährdet

Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), sieht den Tierhaltungsstandort Deutschland in Gefahr und fordert eine aktive Zukunftssicherung. Diese mahnenden Worte an Politik, Handel und Verbraucher nannte Ripke im Rahmen der Mitgliederversammlung des Verbandes. Insbesondere sieht er überzogene Anforderungen im Konflikt von Tier- und Umweltschutz und bemängelt zudem fehlende Unterstützung der Politik beim Thema Export. Durch eine Nutztierstrategie mit Augenmaß müsse auch die zukünftige Produktion von Eiern und Geflügelfleisch in Deutschland sichergestellt werden. "Die deutsche Geflügelhaltung ist fortschrittlich und innovativ. Wir arbeiten nachhaltig und tierwohlorientiert. Wir versorgen die Menschen mit beliebten, gesunden und hochwertigen Lebensmitteln. Und das wollen wir auch in Zukunft tun!", forderte Ripke. Er stellte vor den Mitgliedern zudem klar, dass die Politik nicht nur für den nationalen Tierwohlfortschritt, sondern auch dafür Verantwortung trage, die nachhaltige, tierwohlorientierte Erzeugung in Deutschland zu sichern. Ein Beispiel für die konkrete Gefährdung der Tierhaltung in Deutschland stellt die Novelle der TA Luft dar. Diese stelle in ihrer jetzigen Fassung eine echte Existenzbedrohung für Arbeitsplätze, Familien und die Geflügelhaltung insgesamt dar. Hier sieht man sogar einen Widerspruch zum Tierwohl. Denn weitere Verschärfungen im Emissionsrecht würden die Offenställe nicht mehr ermöglichen und auch das staatliche Tierwohllabel mit den entsprechenden Tierwohlstufen sieht man dann in der Realisierung als gefährdet an.
ots


Belgisches Virus der ASP nahe verwandt mit osteuopäischen Stämmen

Das in Belgien isolierte Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist am nahesten verwandt mit Stämmen, die zuvor in Osteuropa isoliert wurden. Wie belgische Forscher in einem Artikel in "Emerging Infectious Diseases" berichten, gehört es zum Genotyp II und ist am dichtesten verwandt mit Stämmen, die zuvor in der Ukraine, Weißrussland, Estland und im europäischen Teil Russlands identifiziert worden waren. Die Forscher hatten phylogenetische Analysen des Virus durchgeführt. Das Virus der ASP wurde in Belgien zuerst Mitte September nachgewiesen. Mittlerweile wurde das Virus bei mehr als 160 Wildschweinen in Belgien nachgewiesen.
Emerging Infectious Diseases