7 Management- und Fütterungstipps für die Ferkelaufzucht – Basics für einen gesunden Darm

  1. Bieten Sie eine Woche vor dem Absetztermin das Absetzfutter zusammen mit dem Prestarter an. Achtung:  nichts ist ein besseres Nährmedium für Keime als eine verschmutzte Anfütterungs-Milchschale.

  2. Bei bekannten Probleme mit Absetzdurchfall impfen Sie Ihre Ferkel nicht am Absetztag. 

  3. Bieten Sie gut erreichbares und schmackhaftes Futter und Wasser an. Achtung: Stellen Sie die Breiautomaten nicht zu stramm ein. Kleine Ferkel müssen sich erst an die Technik gewöhnen.

  4. Sorgen Sie in den ersten Tagen nach dem Absetzen evtl. für ein Tier-Fressplatz-Verhältnis von 1 : 1; ggf. zusätzliche Futterschalen/Längstrog aufstellen. Dies entspricht dem gemeinsamen Säugen an der Mutter und die Ferkel gehen dadurch schneller an das Futter.

  5. Finden Sie in den ersten Tagen die sogenannten „Futterverweigerer“ (Kennzeichen: eingefallene Flanken, gesträubte Haare, tief liegende Augen).

  6. Versetzen Sie die Futterverweigerer in eine separate Bucht und bringen Sie sie dort mit zusätzlichem Flüssigfutter, Prestarter und frischem Wasser zum Fressen.

  7. Beobachten Sie in den ersten Tagen nach dem Absetzen den Kot der Tiere, um bei zu dünnem Kot ggf. zu reagieren. Es muss nicht immer gleich antibiotisch sein, manchmal reicht auch die zusätzliche Gabe von Rohfaser, z.B. Luzernegrünmehl, oder organischen Säuren.

7 Management- und Hygienetipps für die Ferkelaufzucht – Basics für einen gesunden Darm

  1. Stallen Sie Ihre Ferkel nur in gereinigte und desinfizierte Abteile ein. 

  2. Reinigen Sie Ihren Stall mit einem fettlösenden Schaumreiniger. Gülle immer ablassen und ggf. zusätzliche Fliegenbekämpfung.

  3. Verwendung Sie geeignete Desinfektionsmittel (DVG-Listung) und achten Sie auf ausreichende Konzentration und Einwirkzeit des Desinfektionsmittels.

  4. Einstalltemperatur 30°C. Achtung: auch der Boden soll warm sein. Je Flatdeckwoche – 1°C. Keine Zugluft, keine Undichtigkeiten im Stall, z.B. durch Wanddurchbrüche, Gülleschieber etc..

  5. Prüfen Sie die Wasserversorgung vor(!) dem Aufstallen Ihrer Tiere; altes Wasser aus der Leerstehzeit ablaufen lassen.

  6. Reinigen Sie die Wasserleitungen regelmäßig mit geeigneten Mitteln lassen Sie die Wasserqualität mindestens einmal im Jahr untersuchen.

  7. Führen Sie regelmäßige Schadnager-Bekämpfungen im und um den Stall durch und dokumentieren Sie diese.

7 Management- und Hygienetipps für die Schweinemast – Basics für einen gesunden Darm

  1. Lassen Sie Ihre Futterkomponenten regelmäßig auf Inhaltsstoffe untersuchen. Getreideuntersuchung mindestens einmal jährlich nach der Ernte auf Futterinhaltsstoffe und Mycotoxine.

  2. Kontrollieren Sie die Kotkonsistenz der Mastschweine regelmäßig, um ggf. darauf zu reagieren, z.B. durch zusätzliche Rohfaser.

  3. Die frisch eingestallten Mastferkel sollten immer mit dem gleichen Futter starten, mit dem sie im Flatdeck aufgehört haben.

  4. Füttern Sie möglichst viele Phasen (mind. drei Phasen), um die Tiere immer  bedarfsgerecht zu versorgen und um Ihr Düngekonto zu entlasten.

  5. Einsatz von Fütterungssäuren und Probiotika zur Stabilisierung des Magen-Darmtaktes. Dokumentieren Sie den Futterverbrauch und die Futterverwertung der eingestallten Tiere.

  6. Achten Sie regelmäßig auf den Vermahlungsgrad Ihres Futters (nicht zu grob aber auch nicht zu fein).

  7. Regelmäßige Überprüfung der Futterstruktur, z.B. mit Schüttelsieb.

7 Management- und Hygienetipps für die Schweinemast

  1. Stallen Sie Ihre Mastferkel nur in gereinigte und desinfizierte Abteile ein.

  2. Reinigen Sie Ihren Stall mit fettlösendem Schaumreiniger vor. Gülle immer ablassen und ggf. zusätzliche Fliegenbekämpfung.

  3. Verwenden Sie geeignete Desinfektionsmittel (DVG-Listung) und achten Sie auf ausreichende Konzentration und Einwirkzeit des Desinfektionsmittels.

  4. Achten Sie beim Aufstallen Ihrer Mastferkel auf eine ausreichende Raumtemperatur (ca. 28°C). Achtung: auch der Boden soll warm sein.

  5. Prüfen Sie die Wasserversorgung vor(!) dem Aufstallen Ihrer Tiere, lassen Sie altes Wasser aus der Leerstehzeit ablaufen und reinigen Sie Wasserleitungen sowie Flüssigfütterungsanlagen regelmäßig mit geeigneten Mitteln; lassen Sie auch die Wasserqualität mindestens einmal im Jahr überprüfen.

  6. Führen Sie regelmäßige Schadnager-Bekämpfungen im und um den Stall durch und dokumentieren Sie diese.

  7. Führen Sie regelmäßige Schadnager-Bekämpfungen im und um den Stall durch und dokumentieren Sie diese.