EXSPOT® 1 ml 715 mg / 2 ml 1430 mg Lösung zum Auftropfen für Hunde

Antiparasitikum

Hund

Lösung zum Auftragen auf die Haut für Hunde

Verpackung des Tierarzneimittels EXSPOT® Pharmazeutika von MSD Animal Health mit klar gestaltetem Design, Produktname, Anwendungsbereich und Herstellerlogo auf der Vorderseite.

Auf unserer Produkt-Webseite finden Sie weitere Informationen zu Exspot®.

Bezeichnung des Tierarzneimittels

EXSPOT® 1 ml 715 mg / 2 ml 1430 mg Lösung zum Auftropfen für Hunde

Zusammensetzung

1 ml/2 ml Lösung enthält:

Wirkstoff(e):
Permethrin 715 mg/ Permethrin 1430 mg

Sonstige Bestandteile, deren Kenntnis für eine zweckgemäße Verabreichung des Mittels erforderlich ist:
1-Methoxypropan-2-ol ad 1 ml / 1-Methoxypropan-2-ol ad 2 ml

Zieltierart(en)

Hund

NICHT bei Katzen anwenden!

Icon mit durchgestrichener Katze

Anwendungsgebiet(e)

Zur Bekämpfung (Repellenz/Prävention und Behandlung) von Flöhen (Ctenocephalides canis, Ctenocephalides felis), und Zecken (Rhipicephalus sanguineus, Ixodes ricinus) des Hundes.
Zur Bekämpfung (Anti-Feeding-Effekt und Abtötung) von Schmetterlingsmücken (Phlebotomus perniciosus).

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Katzen.
Nicht anwenden bei unter 3 Monate alten Hunden.
Nicht anwenden bei kranken oder rekonvaleszenten Tieren.
Hunde mit Hautläsionen, besonders im Rückenbereich, sind von der Behandlung auszuschließen.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise
Keine.
 
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
 In einzelnen Fällen können zu starke Druckanwendung und damit verbundene Hautschädigung beim Aufbringen des Pipetteninhaltes zu erhöhten lokalen Entzündungsreaktionen führen.
Sollten solche Reaktionen auftreten, wird ein Abwaschen und Baden des Hundes mit einem milden Reinigungsshampoo empfohlen.
 
Gefährlich für Fische und Krustentiere. Aquarien, Fischbecken u.ä. nicht mit dem Tierarzneimittel in Berührung bringen.
 
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Übermäßiger Hautkontakt beim Umgang mit dem Produkt oder bei der Anwendung ist zu vermeiden, evtl. Schutzhandschuhe tragen.
Hände nach Gebrauch waschen.
Falls das Tierarzneimittel versehentlich in die Augen gelangt ist, diese gründlich mit Wasser ausspülen.
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.
 
Trächtigkeit und Laktation:
Kann in jedem Stadium der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Überdosierung:
Das Tierarzneimittel darf auf keinen Fall, auch nicht in geringer Menge, bei Katzen angewendet werden. Katzen können die im Tierarzneimittel enthaltene Menge an Permethrin nicht verstoffwechseln. Um einen versehentlichen Kontakt mit dem Tierarzneimittel zu verhindern, sind behandelte Hunde von Katzen fernzuhalten, bis die Applikationsstelle getrocknet ist. Es ist sicherzustellen, dass Katzen behandelte Hunde nicht an der Applikationsstelle ablecken.
Lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen können die Folge sein, die mit Symptomen wie starken Muskelkrämpfen und Bewegungsstörungen einhergehen und zum Tod der Katze führen können.
Als erste Maßnahme sollte ein Abwaschen und Baden der Katze mit einem milden Reinigungsshampoo oder Geschirrspülmittel erfolgen. Anschließend sollte der Patient sofort einem Tierarzt vorgestellt werden.
 
Überdosierung oder Vergiftung (Symptome, Notfallmaßnahmen, Gegenmittel):
Bei Vergiftungssymptomen (Speicheln, Tremor, Krampfanfälle) sind die Vitalfunktionen zu stabilisieren, z. B. durch Elektrolytinfusionen. Bei zentralnervösen Reaktionen kann der Einsatz von Atropin (gegen Speicheln) und Diazepam (bei Muskelkrämpfen und Zittern) oder Phenobarbital (bei wiederholt auftretenden Krampfanfällen) angezeigt sein. Eine Besserung tritt meist 24-36 Stunden nach der Behandlung ein.

Nebenwirkungen

Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Juckreiz an der Applikationsstelle1, Rötung der Applikationsstelle1, Entzündung an der Applikationsstelle1, Haarausfall an der Applikationsstelle1; Überempfindlichkeitsreaktion der Haut1
Appetitlosigkeit1, Lethargie1;
Erbrechen1, Diarrhoe (Durchfall)1, Hypersalivation (Speicheln)1;
Erregung1;
neurologische Symptome (z.B. Ataxie (schwankender Gang)1, Zuckungen1, Parese (Lähmungserscheinungen)1)

1 Diese Reaktionen sind vorübergehend und klingen meist ohne Behandlung nach einigen Stunden wieder ab. Bleiben diese Symptome bestehen, ist ein Tierarzt aufzusuchen (siehe “Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel)).

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit.
Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieses Textes oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E‑Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

Dosierung für jede Zieltierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Auftropfen.

Hunde unter 15 kg KGW1 ml zwischen die Schulterblätter
Hunde über 15 kg KGW1 ml zwischen die Schulterblätter
und 1 ml auf den Schwanzwurzelbereich

Hinweise für die richtige Anwendung

Einen Aluminiumbeutel öffnen und die Pipette entnehmen.
 
Das Fell auseinander teilen und die zu applizierende Menge direkt auf die Haut zwischen den Schulterblättern bzw. im Schwanzwurzelbereich auftragen.
Hunde sind am Tage der Behandlung von Teichen und Gewässern fernzuhalten. Hunde, die mehrfach heftigen Regenfällen ausgesetzt oder oft im Wasser waren, sollten erneut behandelt werden. Die erneute Applikation des Produktes ist dann nach 7 Tagen möglich.
Eine einmalige Behandlung schützt bis zu 4 Wochen vor erneutem Floh- und Zeckenbefall.
Der Anti-Feeding-Effekt und die insektizide Wirkung gegen Schmetterlingsmücken (Phlebotomus perniciosus)hält für mindestens 2 Wochen an.
Um Reinfestationen mit Flöhen und Zecken zu vermeiden, sollten das Lager der Tiere und die direkte Umgebung mit geeigneten Mitteln behandelt werden.
 
Schritt 1: Das Tier sollte für eine einfache Handhabung stehen. Mit einer Hand die Pipette aufrecht, aber nicht in Richtung des Gesichts halten. Mit der anderen Hand die Spitze durch Hin- und Herbiegen abbrechen.

Illustration der Vorbereitung einer Spot-on-Pipette und das Scheiteln des Tierfells für die Anwendung.

Schritt 2: Das Fell auf dem Rücken des Hundes im Bereich zwischen den Schulterblättern scheiteln, bis die Haut sichtbar wird und die Pipettenspitze auf die Haut setzen.

Schritt 3:. (kleine Hunde) Die Pipette kräftig ausdrücken, um den gesamten Inhalt der Pipette auf die Haut aufzutragen

Schwarz-weiße Illustration eines kleinen Hundes, der eine Spot-on-Behandlung im Nacken erhält.

Schritt 3: (große Hunde) Bei größeren Hunden sollte der gesamte Inhalt der Pipette(n) gleichmäßig an 2 unterschiedlichen Stellen entlang der Rückenlinie von der Schulter bis zur Schwanzwurzel aufgetragen werden.

Wartezeiten

nicht zutreffend

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
 
Nicht über 25 °C lagern.
Trocken lagern.
 
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Karton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
 
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Permethrin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Permethrinhaltige Produkte sind toxisch für Bienen.
 
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das nicht der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

26617.00.00
 
Packungsgrößen
Faltschachtel mit 1 x 1 ml, 2 x 1 ml, 3 x 1 ml, 4 x 1 ml bzw. 6 x 1 ml einzeln in einem Sachet eingeschweißten Pipetten.
Faltschachtel mit 1 x 2 ml, 2 x 2 ml, 3 x 2 ml, 4 x 2 ml bzw. 6 x 2 ml einzeln in einem Sachet eingeschweißten Pipetten.
 
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung

06/2026
 
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Apothekenpflichtig

Vermerk „Zur Behandlung von Tieren“

Nur zur Behandlung von Tieren.
 
NICHT bei Katzen anwenden!