Hostamox® LA 150 mg/ml
Pharmazeutika

Bezeichnung des Tierarzneimittels
Hostamox LA 150 mg/ml Injektionssuspension für Rinder, Schweine und Schafe
Zusammensetzung
1 ml der Injektionssuspension enthält:
Wirkstoff(e):
Amoxicillin 150,00 mg
(entspricht Amoxicillin-Trihydrat 172,18 mg)
Weißliche Injektionssuspension
Zieltierart(en)
Rind, Schwein, Schaf
Anwendungsgebiet(e)
Behandlung von folgenden durch grampositive und/oder gramnegative Amoxicillin-empfindliche Keime hervorgerufene Krankheiten:
Infektionen der Lunge und der Atemwege,
Infektionen des Verdauungstraktes bei Schweinen und Schafen
Infektionen im Urogenitalbereich,
Infektionen des Gehörganges,
Allgemeininfektionen und septikämische Erkrankungen,
bakterielle Sekundärinfektionen infolge von Viruserkrankungen,
Haut- und Wundinfektionen,
Abszesse,
Phlegmone,
Entzündungen der Klaue (Panaritium),
Gelenk- und Nabelinfektionen bei Kälbern und bei Schweinen, akute Mastitis mit Störung des Allgemeinbefindens bei Rindern, MMA-Syndrom der Sauen, Rotlauf
Gegenanzeigen
Nicht intravenös anwenden.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Penicilline und Cephalosporine oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Vorliegen von Beta-Laktamase-bildenden Erregern.
Nicht anwenden bei schweren Nierenfunktionsstörungen mit Anurie und Oligurie.
Nicht anwenden bei Kaninchen, Meerschweinchen, Hamstern und anderen Kleinnagern.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte unter Berücksichtigung eines Antibiogramms erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung zu vermeiden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Hinsichtlich der antibakteriellen Wirkung besteht ein potentieller Antagonismus von Penicillinen und Chemotherapeutika mit rasch einsetzender bakteriostatischer Wirkung während Aminoglykoside synergistisch wirken.
Überdosierung:
Nach Überdosierung können zentralnervöse Erregungserscheinungen und Krämpfe auftreten. Das Tierarzneimittel ist sofort abzusetzen und es ist entsprechend symptomatisch zu behandeln (Gabe von Barbituraten).
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Gegenüber Sulfonamiden, Schwermetallionen und Oxidationsmitteln bestehen galenische Inkompatibilitäten.
Nebenwirkungen
Rind, Schwein, Schaf
| Selten (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tiere): | Reizung an der Injektionsstelle |
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden) | Allergische Hautreaktion1, Anaphylaxie1 |
1 Bei Auftreten einer allergischen Reaktion muss das Tierarzneimittel sofort abgesetzt werden.
Gegenmaßnahmen, die im Fall einer allergischen Reaktion zu ergreifen sind:
Bei Anaphylaxie: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide i.v.
Bei allergischen Hautreaktionen: Antihistaminika und/oder Glukokortikoide.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Intramuskuläre Anwendung.
Flasche vor Gebrauch gut schütteln.
Das Tierarzneimittel sollte mit einer sterilen und trockenen Spritze und Kanüle entnommen werden, um die Hydrolyse des Amoxicillins zu vermeiden.
Die therapeutische Dosis beträgt bei Rind, Schwein und Schaf 15 mg Amoxicillin bzw. 0,1 ml des Tierarzneimittels je kg Körpergewicht.
Aufgrund der gewebereizenden Eigenschaften des Tierarzneimittels sollten größere Injektionsvolumina auf mehrere Injektionsstellen verteilt werden. Ein maximales Injektionsvolumen von 20 ml pro Injektionsstelle sollte nicht überschritten werden.
Empfohlenes Maximalvolumen je Injektionsstelle:
20 ml bei Rindern
5 ml bei Schweinen
4 ml bei Schafen
Rind und Kalb: Infektionen der Lunge und der Atemwege:
Einmalige intramuskuläre Anwendung, die Behandlung kann erforderlichenfalls nach 48 Stunden wiederholt werden.
Rind, Kalb, Schwein und Schaf: übrige Indikationen:
3 mal im Abstand von 24 Stunden.
Intramuskuläre Anwendung beim Schwein vorzugsweise in die seitliche Halsmuskulatur, beim Rind in die Ellenbogen- (Anconeus-) Muskulatur, beim Schaf in die Hinterschenkelmuskulatur applizieren.
Sollte nach 3 Behandlungstagen keine deutliche Besserung des Krankheitszustandes eingetreten sein, ist eine Überprüfung der Diagnose und ggf. eine Therapieumstellung durchzuführen.
Nach Abklingen der Krankheitserscheinungen sollte noch mindestens 2 Tage weiter verabreicht werden.
Die Injektionsflasche kann maximal 30-mal durchstochen werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“
Wartezeit
Rind
essbare Gewebe: 32 Tage
Milch: 5 Tage
Schwein
essbare Gewebe: 12 Tage
Schaf
essbare Gewebe: 21 Tage
Nicht bei Schafen anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist.
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 4 Wochen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Einstufung von Tierarzneimitteln
Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflichtig unterliegt.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.-Nr. 400039.00.00
Packungsgrößen:
100 ml und 250 ml Durchstechflasche aus Klarglas Typ I oder II mit Brombutyl-Gummistopfen und einer Aluminium-Kappe verschlossen und in einem Karton verpackt.
100 ml und 250 ml Polyethylenterephthalat (PET)-Flaschen mit Typ-I-Chlorbutyl-Gummistopfen und Flip-off-Schnappdeckeln und in einem Karton verpackt.
Möglicherweise befinden sich nicht alle Packungsgrößen im Handel
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
01/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).