SUIGONAN® 80740 I.E./ml

Impfstoff

Schwein

Suigonan® 80/40 I.E./ml Veterinärprodukt von MSD Animal Health

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Suigonan80 / 40 I.E./ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Schweine 

Zusammensetzung

Jeder ml des rekonstituierten Produktes enthält:  
 
Wirkstoffe: 
 
Pferdeserum-Gonadotropin für Tiere (PMSG) 80 I.E.  
Choriongonadotropin (HCG)                      40 I.E.  
 
Lyophilisat: Weißes bis cremefarbenes Pulver. 
Lösungsmittel: Klare, farblose Lösung. 

Anwendungsgebiet(e)

Brunstinduktion nach dem Absetzen der Ferkel, auch bei länger bestehender Brunstlosigkeit; Steigerung der Wurfgröße; Feststellung der Trächtigkeit; Brunstinduktion und –synchronisation bei präpuberalen Jungsauen.

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei 
– Sauen während der Rausche und in der 1. Hälfte des Zyklus wegen der Gefahr der Ausbildung von Ovarialzysten. 
– Azyklie infolge follikulärer Zysten und genetischer oder haltungsbedingter Mängel, Pyometra. 

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: 
Keine. 
 
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender: 
Vorsicht bei der Handhabung des Tierarzneimittels, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden; bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. 
Das Tierarzneimittel kann eine leichte Hautreizung verursachen. Vermeiden Sie Hautkontakt und tragen Sie Schutzhandschuhe. Nach versehentlichem Hautkontakt unverzüglich mit reichlich Wasser abspülen. 
 
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Gonadotropinen sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Nach Handhabung des Tierarzneimittels Hände waschen. 
 
Trächtigkeit: 
Keine Angaben. 
 
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: 
Wechselwirkungen bestehen zwischen Pferdeserum-Gonadotropin (PMSG) und weiteren Gonadotropinen wie z. B. Gn-RH und Prostaglandinen. 
 
Überdosierung: 
Keine Angaben. 
 
Wesentliche Inkompatibilitäten: 
Infolge der Proteinstruktur der Wirkstoffe kann das Vermischen mit anderen Arzneimitteln oder mit Lösungen zu einem Wirksamkeitsabfall bzw. –verlust führen. 
 
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme des Lösungsmittels oder anderer Bestandteile, die zur gleichzeitigen Verwendung mit dem Tierarzneimittel in der Packung enthalten sind. 
 

Nebenwirkungen

Schwein (Zuchtsau):

Sehr selten 
(< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): 
Anaphylaxie (anaphylaktischer Schock)1 

1 Maßnahmen: Epinephrin (Adrenalin) und Glukokortikoide. 
 
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden. Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite. 

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Subkutane Anwendung. 
 
Sauen und Jungsauen erhalten 5 ml (= 1 Dosis, das entspricht 400 I.E. PMSG und 200 I.E. HCG/Tier) einmalig subkutan (am Ohrgrund) injiziert. 
Die 25 ml Injektionslösung dient der Behandlung von 5 Sauen bzw. Jungsauen. 
 
1. Zur Behandlung der Brunstlosigkeit erhalten die Sauen 5 ml (= 1 Dosis) des Tierarzneimittels subkutan injiziert. Folgende Zeitpunkte nach Ablauf einer mindestens 4-wöchigen Säugezeit eignen sich für eine Behandlung besonders: 
a: am Tage des Absetzens oder bis 2 Tage danach 
b: am 8. – 11. Tag nach dem Absetzen 
c: gut 3 Wochen (24. – 26. Tag) nach dem Absetzen. 
Die Rausche ist zwischen dem 4. und 7. Tag nach der Behandlung zu erwarten. 
 
2. Zur Steigerung der Wurfgröße bei Sauen mit kleinen Würfen werden den zu behandelnden Tieren am 1. oder 2. Tag nach dem Absetzen nach einer mindestens 4-wöchigen Säugezeit 5 ml (= 1 Dosis) des Tierarzneimittels injiziert. 
Die Rausche ist zwischen dem 4. und 7. Tag nach der Behandlung zu erwarten. 
 
3. Zur Feststellung der Trächtigkeit werden den Tieren am 16. oder 17. Tag nach der Belegung bzw. Besamung 5 ml (= 1 Dosis) des Tierarzneimittels subkutan injiziert. Nichttragende Sauen reagieren zwischen dem 20. und 23. Tag nach der Belegung bzw. Besamung mit deutlichem Rauschen und zeigen den Duldungsreflex bzw. nehmen den Eber an. Diese Tiere können erneut belegt werden. 
Tragende Sauen – auch im späteren Trächtigkeitsstadium bis zum 80. Trächtigkeitstag – reagieren nicht, d. h. sie zeigen keine Rausche. Ganz vereinzelt zeigen Tiere schwache Rauschesymptome (Rötung und Schwellung der Vulva, schwachen Schleimausfluss) der Stehreflex ist jedoch nicht vorhanden; der Eber wird nicht angenommen. 
 
4. Zur Brunstinduktion und Synchronisation bei präpuberalen Jungsauen eignen sich weibliche Tiere im Alter von 5,5 – 6,5 Monaten (Ø 180 Tage alt) und einem Körpergewicht von ca. 75 – 95 kg. Günstige Reaktionen werden in Beständen erhalten, bei denen mit ca. 6 – 6,5 Monaten etwa 5 % der Tiere geschlechtsreif sind. Alle nicht geschlechtsreifen Tiere erhalten 5 ml (= 1 Dosis) des Tierarzneimittels subkutan injiziert. 3 – 5 Tage nach der Injektion kommen die behandelten Tiere in eine synchrone Rausche. 
Da die Rauschesymptome bei diesen Jungsauen häufig nur schwach ausgeprägt sind, können auch Jungsauen am 4. und 5. Tag nach der Injektion mit gewissem Erfolg besamt werden, die keinen Stehreflex zeigen. Die natürliche Belegung durch den Eber ist nicht durchführbar. 
Werden diese Jungsauen aus betriebstechnischen Gründen nicht sofort besamt, so können sie nach 3 Wochen bei der nächsten Rausche, die auch noch weitgehend synchron auftritt, besamt werden. 

Hinweise für die richtige Anwendung

Der Inhalt einer Durchstechflasche mit 400 I.E. PMSG und 200 I.E. HCG ist durch vollständiges Überführen der 5 ml Lösungsmittel zu lösen.  
Bei der Handelsform mit 2000 I.E. PMSG und 1000 I.E. HCG wird das Lyophilisat im Originalbehältnis mit einem Teil des Lösungsmittels gelöst und anschließend mit dem restlichen Lösungsmittel in der Lösungsmittelflasche gemischt.  
Die Injektionslösung ist unmittelbar vor Gebrauch frisch herzustellen. Kein anderes Lösungsmittel außer dem mitgelieferten verwenden!

Wartezeit

Essbare Gewebe: Null Tage

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. 
 
Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C). 
Haltbarkeit nach Rekonstitution: 24 Stunden. 
 
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.  
 
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen 

Zul.-Nr. 129.00.00 
 
Packungsgrößen: 
1 Umkarton mit 5 bzw. 25 Durchstechflaschen zu je 400 I.E. PMSG und 200 I.E. HCG und  
5 bzw. 25 x 5 ml wässriges Lösungsmittel. 
1 Umkarton mit 1 Durchstechflasche mit 2000 I.E. PMSG und 1000 I.E. HCG und 25 ml Lösungsmittel. 
 
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht. 

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage 

03/2024 
 
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Verschreibungspflichtig