Plötzlich steht Dein alter Hund wackelig auf den Beinen oder kippt sogar um? Du hast den Eindruck, bei Deinem alten Hund werden die Hinterbeine schwach? Dahinter können verschiedene Ursachen stecken. Glücklicherweise lösen nur selten ernsthafte Erkrankungen das schlechte Gangbild Deines Vierbeiners aus. Oft ist es einfach nur eine altersbedingte Erscheinung. Mit kleinen Veränderungen in Eurem gemeinsamen Zuhause, seniorengerechtem Futter und gezielten Bewegungen machst Du es Deinem Hund leichter, mit den typischen Altersbeschwerden im Bewegungsablauf zurechtzukommen.

Erfahre mehr darüber, warum Dein alter Hund sich nicht mehr richtig auf den Beinen halten kann. Wir erklären mögliche Ursachen und haben Tipps für geeignete Übungen, die Du mit Deinem Hund selbst absolvieren kannst.

  • Warum sind alte Hunde oft wackelig auf den Beinen?
  • Muskelabbau bei alten Hunden
  • Mit ausreichend Bewegung der Muskelschwäche bei Deinem alten Hund entgegenwirken
  • So kannst Du mit Übungen den Muskelaufbau bei Deinem alten Hund fördern
    ○ Einfache Übungen zum Muskelaufbau bei Deinem alten Hund
    ○ Spaß und Prävention beim Hundesport
    ○ Der richtige Zeitpunkt für den Start von Bewegungsübungen
    ○ Was Du unbedingt beachten solltest, bevor Du mit Deinem alten Hund loslegst
  • Eine altersgerechte Umgebung für Deinen Vierbeiner
  • Durchblutung – ein wichtiges Thema insbesondere bei alten Hunden

Warum sind alte Hunde oft wackelig auf den Beinen?

Dein alter Hund knickt vorne oder hinten weg? Und Dein alter Hund kippt manchmal sogar um? Dann solltest Du zunächst nicht gleich in Panik verfallen, denn oft sind das ganz normale Alterserscheinungen. Wie bei Menschen setzt auch bei Hunden ein Alterungsprozess ein, der sich auch auf Muskulatur und Knochenstruktur auswirkt. Kurz gesagt: Auch der kräftigste Hund bleibt nicht ewig fit wie ein Welpe! 

Im Alter verschleißen bei Deinem Vierbeiner langsam die Gelenke. Dazu kommt es unter anderem zu Durchblutungsstörungen und zum Muskelabbau bei Deinem alten Hund. Auch Regenerationsphasen dauern jetzt nach Anstrengungen wesentlich länger. So kippt Dein alter Hund zur Seite weg oder steht nicht sicher auf seinen vier Pfoten. Dass auch der Bewegungsdrang mit dem Älterwerden naturgemäß immer mehr nachlässt, befördert die Muskelschwäche bei alten Hunden zusätzlich. Hast Du einen Hundesenioren zuhause, liegt die Ursache für die wackeligen Beine also tatsächlich oft im Alter. Dann kannst Du mit kleinen, sehr einfachen Veränderungen einiges tun, um Deinen alten Hund zu fördern und fit zu halten.

Allerdings solltest Du es auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, wenn Dein alter Hund wackelig auf den Beinen ist. Suche auf jeden Fall tiermedizinischen Rat, denn es können auch neurologische Erkrankungen dahinterstecken, die meist gut mit Medikamenten behandelbar sind. Dazu gehören unter anderem Schädigungen von:

  • Rückenmark (Degenerative Myelopathie),
  • Gehirn (Demenz) oder
  • Nervenbahnen.

Auch altersbedingte Erkrankungen kommen als Auslöser infrage, wenn Dir bei Deinem alten Hund die Hinterbeine schwach vorkommen oder er vorne wegknickt. Hier hilft neben medikamentöser Behandlung manchmal ein operativer Eingriff. Zu diesen Erkrankungen gehören unter anderem:

  • Arthrose,
  • Hüftdysplasie,
  • Bandscheibenvorfall,
  • Epilepsie und
  • das geriatrische Vestibularsyndrom.

Kann beim Tierarztbesuch eine ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden? Dann unterstütze Deinen Hundesenioren dabei, sich regelmäßig zu bewegen! Damit wirkst Du einem Muskelabbau bei deinem alten Hund am besten entgegen.

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Wenn die Muskulatur langsam schwächer wird – Muskelabbau bei alten Hunden

Erste Anzeichen dafür, dass der Muskelabbau bei Deinem alten Hund so langsam einsetzt, kannst Du beim Gassi-Gehen feststellen: Die Ausdauer Deines Vierbeiners lässt spürbar nach und er fordert unterwegs Pausen ein, bei denen er sich setzt oder sogar hinlegt. Wenn Dein alter Hund wackelig auf den Beinen steht und es in der Tierarztpraxis keine Diagnose zu einer Erkrankung gibt, hat der Muskelschwund bereits eingesetzt.

Als Ursache für Muskelschwäche bei alten Hunden gelten zwei wesentliche Faktoren:

  • Die altersbedingt schwerfälligeren Stoffwechselprozesse führen dazu, dass sich Muskeln langsamer auf- und schneller abbauen.  
  • Mit dem Älterwerden lässt bei Hunden der Bewegungsdrang nach. So beansprucht Dein Vierbeiner seine Muskulatur weniger.

Sowohl den Stoffwechselprozess als auch den Bewegungsdrang Deines alten Hundes kannst Du jedoch positiv beeinflussen und damit den Muskelabbau bei Deinem alten Hund hinauszögern:

  • Achte auf eine seniorengerechte Ernährung, die für die Muskeln wichtige Makronährstoffe wie Eiweiß und Kohlenhydrate in einem ausgewogenen Verhältnis enthält.
  • Sorge für eine gute Grundfitness Deines Hundes und baue herausfordernde Bewegungsabläufe in Deine täglichen Spaziergänge ein. Physiotherapeutische Unterstützung kann Dir dabei helfen, individuell geeignete Übungen zu erlernen, die den Muskelaufbau bei Deinem alten Hund stärken.

Ist Dein Hund nicht nur wackelig auf den Beinen, sondern zeigt auch Anzeichen von Alterszittern? Erfahre in unserem Blogartikel mehr darüber, welche Ursachen hinter dem Zittern bei alten Hunden steckt und wie Du Deinem Vierbeiner helfen kannst.

Mit ausreichend Bewegung der Muskelschwäche bei Deinem alten Hund entgegenwirken

Liegt Dein Hunde-Senior lieber träge im Körbchen, als seinem Ball nachzujagen oder auf eine Gassi-Runde zu gehen? Das ist zwar typisch für betagte Vierbeiner, aber gut für seinen Bewegungsapparat ist es nicht! Um unter anderem auch den nicht aufzuhaltenden Muskelabbau bei alten Hunden hinauszuzögern, ist ausreichend Bewegung überaus wichtig. Ist Dein alter Hund wackelig auf den Beinen, kannst Du mit gezieltem und vor allem regelmäßigem Training viel erreichen. 

Nutze aus, dass Dein alter Hund es liebt, wenn Du Dich mit ihm beschäftigst! Verstecke zum Beispiel sein Lieblingsspielzeug und lasse Deinen alten Hund apportieren. Oder wähle beim Gassi-Gehen Wege, die bergauf und bergab führen, sodass die Muskulatur stärker belastet wird als auf ebenen Wegen. Überfordere aber die Ausdauer Deines Hundes nicht mit zu langen Strecken, sondern gehe lieber öfter – und dafür kürzer – raus als früher. Denn Frust sollte bei Deinem Hund auf keinen Fall entstehen.

Alternativ bieten auch physiotherapeutische Praxen sinnvolle Trainingsprogramme an, die den Muskelaufbau bei Deinem alten Hund mit speziellen Übungen unterstützen. Viele davon kannst Du später selbst zuhause weiterführen. Auch Wasser- und Unterwasser-Laufband-Training können helfen, den Muskelabbau bei Deinem alten Hund hinauszuzögern.

Nicht falsch schonen, sondern richtig auslasten!

Ein hohes Alter äußert sich neben einem geringeren Bewegungsdrang meist auch mit nachlassendem Hör- und Sehvermögen. Jetzt gilt es aber, deinen Hund trotzdem nicht zu unterfordern. Hilfreiche Tipps zur gezielten Schulung der motorischen und sensorischen Fähigkeiten für deinen Hund, die zudem großen Spaß bringen, findest du im Video.