
Hundehalter unterschätzen Zecken und Flöhe massiv: 85% der Tierärzte sehen ganzjähriges Risiko – aber nur 17% der Haustierhalter
München, 09. Juni 2026 – Die Wahrnehmung klafft stark auseinander: Während 85 % der Tierärztinnen und Tierärzte Zecken und Flöhe als ganzjähriges Risiko einstufen, teilen nur 17 % der Haustierhalter diese Einschätzung3 – entsprechend ist der Schutz vieler Hunde und Katzen unzureichend.
Mildere Temperaturen im Zuge von Klima- und Umweltveränderungen haben dazu beigetragen, dass Zecken über längere Zeiträume aktiv bleiben und sich in weiteren Regionen verbreiten.2 Gleichzeitig weisen Erkenntnisse des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) darauf hin, dass der Klimawandel sich artspezifisch und regional unterschiedlich auf die Tiere auswirken kann, zum Beispiel auf Vorkommen, Verbreitung, Populationsgröße, Aktivität, Möglichkeiten der Überwinterung und auch auf die Fähigkeiten, Infektionen zu übertragen.4
Neue Daten von MSD Tiergesundheit zeigen zudem, dass tiermedizinisches Fachpersonal und Haustierhalter Parasitenrisiken unterschiedlich wahrnehmen: Die große Mehrheit der Fachleute stuft Zecken und Flöhe als ganzjähriges Risiko ein. Viele Hunde- und Katzenhalter verbinden Parasiten dagegen weiterhin vor allem mit den Sommermonaten.3 Obwohl 74 % der Haustierhalter Floh- und Zeckenschutz als wichtigen Bestandteil der Tiergesundheit ansehen, erhält bislang nur etwa jedes achte Haustier ganzjährigen Schutz.3
Tierärztinnen und Tierärzte beobachten, dass Haustiere dadurch potenziell Risiken ausgesetzt sein können, auf die viele Besitzer nicht vorbereitet sind. Für viele Haustierhalter bleibt schwer einzuschätzen, wann und wo Parasiten tatsächlich aktiv sind. Risiken entstehen nicht nur in Waldgebieten oder hohem Gras, sondern auch im Alltag, etwa in städtischen Gebieten, in Parks, Gärten oder im direkten Wohnumfeld.5 Bereits ab etwa 4 °C können Zecken aktiv werden. Flöhe wiederum können sich in Innenräumen das ganze Jahr über vermehren.5,6 Ein ganzjähriger Schutz kann dazu beitragen, Risiken zu reduzieren.
„Für viele Haustierhalter ist es schwer einzuschätzen, wann und wo ein Risiko besteht. Entscheidend ist ein bewusster Umgang mit Parasitenrisiken über das ganze Jahr hinweg“, so Experte für tierische Parasiten, Prof. Domenico Otranto (Universität Bari). „Parasitenrisiken verändern sich ständig und hängen unter anderem von Temperatur, Umgebung und Haltung des Tieres ab. Maßgeblich ist, dass die Halter gemeinsam mit ihrer Tierarztpraxis eine Vorsorge wählen, die zum individuellen Risiko des Tieres passt und verantwortungsvoll eingesetzt wird.“

„Für viele Haustierhalter ist es schwer einzuschätzen, wann und wo ein Risiko besteht. Entscheidend ist ein bewusster Umgang mit Parasitenrisiken über das ganze Jahr hinweg“, so Experte für tierische Parasiten, Prof. Domenico Otranto (Universität Bari). „Parasitenrisiken verändern sich ständig und hängen unter anderem von Temperatur, Umgebung und Haltung des Tieres ab. Maßgeblich ist, dass die Halter gemeinsam mit ihrer Tierarztpraxis eine Vorsorge wählen, die zum individuellen Risiko des Tieres passt und verantwortungsvoll eingesetzt wird.“
Zecken und Flöhe: Oft unsichtbares Risiko für Tier und Mensch
Zecken und Flöhe können nicht nur Haustiere belasten, sondern schwerwiegende Krankheiten auch auf Menschen übertragen, wie Lyme-Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis
(FSME) oder Anaplasmose. Flöhe können Hautreaktionen auslösen und Krankheitserreger verbreiten, die Tiere und Menschen betreffen können.5 Dabei stuft mehr als die Hälfte der Hunde- und Katzenhalter in Deutschland (56 %) floh- und zeckenübertragene Erkrankungen als potenzielle Gefahr für ihre Haustiere ein. Mit Blick auf die eigene Familie äußern 64 % dieselbe Sorge.3

„Zu verstehen, dass Risiken nicht immer sichtbar sind, ist entscheidend“, so Pedro Silva, Senior Vice President, MSD Animal Health EURAM. „Unser Ziel ist es, Haustierhalter mit klaren, wissenschaftlich fundierten Informationen zu unterstützen und Orientierung beim ganzjährigen Schutz ihrer Tiere und Familien zu geben.“
Die tierärztliche Praxis spielt bei Fragen rund um Zecken- und Flohschutz eine wichtige Rolle. Die große Mehrheit gibt an, dass Zecken- und Flohschutz fester Bestandteil von Routineuntersuchungen sind und sich Tierhalter bei der Vorsorge an tierärztlichen Empfehlungen orientieren.3 Hunde- und Katzenhalter sollten sich daher tierärztlich beraten lassen und Schutzmaßnahmen regelmäßig anwenden, um Tiere und Familie ganzjährig zu schützen.
Welche Vorsorge sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Gesundheitszustand, Alltag und individuellen Risiko des jeweiligen Tieres ab. Von Lösungen mit bis zu einjähriger Wirkdauer bis hin zu monatlichen Anwendungen stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, darunter Injektion, Kautabletten, Halsbänder sowie Spot-on-Präparate. Gemeinsam mit der Tierarztpraxis lässt sich ein Schutz finden, der zum Alltag und Risiko des jeweiligen Tieres passt.
Weiterführende Informationen auf MyPet.com.
TIPPS ZUM SCHUTZ VOR ZECKEN UND FLÖHEN VON PROF. OTRANTO
- Ein kurzer Check von Kopf bis Pfote: Nach Spaziergängen lohnt sich ein Blick auf Ohren, Pfoten, Bauch und Halsbereich.
- Nur 5% der Flöhe sind auf dem Hund: Die Entwicklungsstadien befinden sich in Decken, Teppichen, Schlafplätzen und Polstermöbeln. Daher: regelmäßig reinigen.
- Zecken und Flöhe treten das ganze Jahr auf: Auch außerhalb der warmen Monate lohnt es sich, aufmerksam zu bleiben.
- Jeder Hund bringt andere Voraussetzungen mit: Alltag und Lebensstil spielen bei der Vorsorge eine wichtige Rolle.
- Was gut passt, hängt immer auch vom Hund ab: Tierärztliche Empfehlungen helfen, Schutz und individuelle Bedürfnisse des Haustiers besser aufeinander abzustimmen.
Über MSD Tiergesundheit
MSD, in den USA und Kanada bekannt als Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA, ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Leben retten und verbessern durch die Ergebnisse von Spitzenforschung und Wissenschaft auf der ganzen Welt. Seit mehr als einem Jahrhundert sind wir führend in der Forschung und entwickeln Medikamente, Impfstoffe und innovative Gesundheitslösungen für die weltweit schwerwiegendsten Krankheiten. MSD Tiergesundheit, ein Geschäftsbereich von Merck & Co., Inc., Rahway, NJ, USA, ist das globale Tiergesundheitsgeschäft von MSD. MSD Tiergesundheit bietet eines der größten Portfolios an Tierarzneimitteln, Impfstoffen, Gesundheitslösungen für Tierärzte, Landwirte, Tierhalter, Erzeuger und Regierungen sowie eine umfangreiche Palette von digital vernetzter Technologie zur Identifizierung, Rückverfolgbarkeit und Überwachung. MSD Tiergesundheit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit, das Wohlbefindens und die Leistungsfähigkeit von Tieren und den Menschen, die sich um sie kümmern, zu verbessern oder zu erhalten. Das Unternehmen investiert intensiv in Forschung und Entwicklung sowie in eine moderne, globale Lieferkette. MSD Tiergesundheit ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Die Produkte sind in rund 150 Märkten weltweit erhältlich. In Österreich hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in Wien. Weitere Informationen finden Sie auf der Website oder auf LinkedIn.
Pressekontakt
Tonja Graßmann
Intervet Deutschland GmbH
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Mobil: +49 173 526 1158
tonja.grassmann@msd.de
Bilder frei zur Verwendung im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung unter Angabe © MSD Tiergesundheit
Quellen
- Probst et al. Winter activity of questing ticks (Ixodes ricinus and Dermacentor reticulatus) in Germany – Evidence from quasi-natural tick plots, field studies and a tick submission study. Ticks and Tick-borne Diseases. Volume 14, Issue 6, November 2023, 10222.
- Voyiatzaki C, et al. Climate Changes Exacerbate the Spread of Ixodes ricinus and the Occurrence of Lyme Borreliosis and Tick-Borne Encephalitis in Europe-How Climate Models Are Used as a Risk Assessment Approach for Tick-Borne Diseases. Int J Environ Res Public Health. 2022;19(11)
- MSD Animal Health. The Pet Owner & Vet Perspectives on Parasite Treatment and Prevention: A Global Survey. 2025.
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUKN) – „Infektionserreger“
https://www.bundesumweltministerium.de/themen/gesundheit/gesundheit-im-klimawandel/infektionserreger. Abgerufen im Mai 2026. - Iannino F, et al. Fleas of dog and cat: species, biology and flea-borne diseases. Vet Ital. 2017;53(4):277-288.
- Gethmann J, et al. Research paper on abiotic factors and their influence on Ixodes ricinus activity-observations over a two-year period at several tick collection sites in Germany. Parasitol Res. 2020;119(5):1455-1466