München, 25. August 2026 – Auf dem 36. European Veterinary Dermatology Congress (EVDC), der gemeinsam von der European Society of Veterinary Dermatology (ESVD) und dem European College of Veterinary Dermatology (ECVD) veranstaltet wird, präsentiert MSD Tiergesundheit, ein Geschäftsbereich von Merck & Co., Inc., Rahway, N.J., USA (NYSE: MRK), neue globale Studiendaten zu allergischen Hauterkrankungen bei Hunden. Die Ergebnisse geben Einblick in die Herausforderungen bei der Diagnose der zugrunde liegenden Ursachen sowie bei der Behandlung dieser Erkrankungen. Laut der Studie Pet Owner and Vet Perspectives on Canine Pruritus: A Global Survey leiden weltweit 27 % der von Tierärzten betreuten Hunde unter Juckreiz oder einer allergischen Hauterkrankung. Etwa zwei von fünf Hunden mit Hauterkrankungen, die in Tierarztpraxen vorgestellt werden, erhalten erstmals eine entsprechende Diagnose.

Der EVDC findet vom 27. bis 29. August 2026 in Lille, Frankreich, statt. MSD Tiergesundheit veranstaltet in diesem Rahmen zwei wissenschaftliche Symposien: „The Science Behind Managing Canine Pruritus: What Matters Most to Vets and Pet Owners?“ Donnerstag, 27. August, 12:45 bis 13:45 Uhr sowie „Advancing Dermatology Care: Innovation for Canine Atopic and Allergic Dermatitis“ Freitag, 28. August, ebenfalls von 12:45 bis 13:45 Uhr. Hier das vollständige Kongressprogramm: https://www.esvd-ecvdcongress.com/programme.

Allergische Hauterkrankungen bei Hunden belasten sowohl Hundebesitzer als auch Tierärzte erheblich. Weltweit berichten 31 % der Hundebesitzer von spürbaren negativen Auswirkungen auf ihre eigene Lebensqualität. Darüber hinaus geben 39 % der Besitzer von Hunden mit Juckreiz an, dass die Erkrankung die Lebensqualität ihres Hundes deutlich beeinträchtigt. Neun von zehn Hundebesitzern, die wegen Juckreiz oder starkem Kratzen eine Tierarztpraxis aufgesucht haben, haben die Beschwerden ihres Hundes dort aktiv angesprochen. Für 60 % war dies sogar der Hauptgrund für den Termin. Die Studie zeigt zudem, dass sowohl Hundebesitzer als auch Tierärzte Schwierigkeiten haben, eine wirksame Behandlung zu finden: Im vergangenen Jahr wechselten weltweit 29 % der Hundebesitzer und 41 % der Tierärzte die Therapie zur Behandlung allergischer Hauterkrankungen
 
„Wir wollen die Herausforderungen im Zusammenhang mit allergischen Hauterkrankungen besser verstehen. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen den Bedarf an Innovationen, die Schnelligkeit, gezielte Wirksamkeit, Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit miteinander verbinden. Bei MSD Tiergesundheit setzen wir uns dafür ein, dermatologische Lösungen weiterzuentwickeln, die den Bedürfnissen von Tierärzten sowie Tierhaltern gerecht werden. Der EVDC bietet eine wichtige Plattform, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu teilen und die Weiterentwicklung der veterinärdermatologischen Versorgung bei Hunden voranzutreiben.“ so Pedro Silva, Senior Vice President MSD Animal Health.
 
Linda Horspool, Director Scientific Marketing Affairs, MSD Tiergesundheit, ergänzt: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sowohl Tierärzte als auch Tierhalter die Kommunikation über die Diagnose der zugrunde liegenden Ursache allergischer Hauterkrankungen und die Wahl geeigneter Behandlungspläne häufig als herausfordernd empfinden. Gleichzeitig verfolgen beide Seiten dasselbe Ziel: eine Lösung zu finden, die wirksam und sicher ist und schnell wirkt.“
Die Ergebnisse der Befragung von 1.710 Hundebesitzern und 1.413 Tierärzten in 11 Ländern (bei Hundebesitzern in acht Ländern) zeigen deutliche Unterschiede in den Präferenzen, Prioritäten und Beweggründen bei der Behandlung allergischer Hauterkrankungen bei Hunden. Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass Hundebesitzer und Tierärzte ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Lebensqualität betroffener Hunde zu verbessern. Allerdings bestehen weiterhin Kommunikationslücken hinsichtlich der zugrunde liegenden Ursachen allergischer Hauterkrankungen, des zu erwartenden Krankheitsverlaufs, der gewählten Therapie sowie des Einflusses der Therapietreue auf den Behandlungserfolg.



Wichtige Ergebnisse mit neuen Erkenntnissen:

  • Besitzer sowie Tierärzte wünschen sich Behandlungen, die schnell wirken, sicher und einfach anzuwenden sind. Bei der Auswahl juckreizlindernder Behandlungen bewerten Hundebesitzer weltweit die Wirksamkeit gegen Juckreiz als wichtigste Eigenschaft, gefolgt vom Sicherheitsprofil und gezielter Juckreizlinderung. Tierärzte weltweit bewerteten Wirksamkeit und schnellen Wirkeintritt als wichtigste Eigenschaften.
  • Ältere Therapieoptionen werden trotz Bedenken hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit weiterhin häufig eingesetzt. Im vergangenen Jahr gaben weltweit 27 % der Hundebesitzer an, Antihistaminika zur Behandlung allergischer Hauterkrankungen bei Hunden eingesetzt zu haben, während 19 % den Einsatz von Kortikosteroiden berichteten. Im Vergleich dazu gaben jeweils 11 % der Hundebesitzer an, JAK-Inhibitoren bzw. monoklonale Antikörper eingesetzt zu haben
  • Die Entscheidung für eine neue Therapie wird vor allem von Praktikabilität und Vertrauen bestimmt. Hundebesitzer gaben an, eine Behandlung insbesondere dann zu beginnen, wenn sie von ihrem Tierarzt empfohlen wird (32 %), einfacher zu verabreichen oder anzuwenden ist (32 %) oder als sicherer für ihren Hund wahrgenommen wird (31 %). Tierärzte nannten als wichtigste Gründe eine höhere Wirksamkeit (48 %), eine innovative Therapie, die das verfügbare Behandlungsspektrum erweitert (36 %), einen gezielteren Therapieansatz (32 %), einen schnelleren Wirkungseintritt (27 %) sowie eine bessere Compliance der Tierhalter (26 %).
  • Die Kosten bleiben eine zentrale Herausforderung bei der Behandlung. 46 % der Tierärzte weltweit nannten kostengünstigere Behandlungsoptionen als größten Bedarf bei der Behandlung von Juckreiz bei Hunden.
  • Für jüngere Hunde besteht eine Behandlungslücke. Rund jeder zehnte Tierarzt sieht einen ungedeckten Behandlungsbedarf für Hunde ab einem Alter von sechs Monaten. 13 % der Hunde mit allergischen Hauterkrankungen, die weltweit in Tierarztpraxen vorgestellt wurden, waren zwischen sechs und elf Monate alt. Für diese Hunde kommen nicht alle verfügbaren Therapieoptionen infrage. Für einen JAK-Inhibitor, der für Hunde ab 12 Monaten zugelassen ist, ist dies zu jung.
  • Bei der Kommunikation zwischen Tierärzten und Tierhaltern gibt es Verbesserungspotenzial. Qualitative Interviews mit 60 Tierärzten und 25 Hundebesitzern in fünf Ländern zeigen, dass allergische Hauterkrankungen aufgrund ihres chronischen und oft wechselhaften Verlaufs eine besondere Herausforderung darstellen. Tierärzte berichten, dass viele Tierhalter die Erkrankung und die Wirkweise der Therapie nicht vollständig verstehen, was sich auf die Compliance auswirken kann. Gleichzeitig geben Hundebesitzer an, Behandlungen aus Kostengründen teilweise hinauszuzögern oder zu strecken und nicht immer ausreichend Informationen zur Therapie zu erhalten.


Weitere Informationen sowie Informationsmaterialien für Tierärzte und Tierhalter stehen hier zur Verfügung.

Studienmethodik

Diese quantitative Studie basiert auf einer Online-Befragung, die von einem Marktforschungsinstitut unter Einhaltung internationaler Marktforschungsstandards und Verhaltensrichtlinien durchgeführt wurde. Befragt wurden 1.413 Kleintierärzte aus elf Ländern (USA, Kanada, Australien, Japan, Brasilien, Mexiko, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland, Spanien und Polen) sowie 1.710 Hundebesitzer aus acht Ländern (USA, Kanada, Australien, Mexiko, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland und Spanien).
 
Teilnahmeberechtigt waren Hundebesitzer ab 18 Jahren, die ein bis vier Hunde halten und allein oder gemeinsam über die Gesundheitsversorgung ihres Hundes entscheiden. Voraussetzung war, dass mindestens einer ihrer Hunde in den vergangenen zwölf Monaten Anzeichen einer atopischen bzw. allergischen Dermatitis gezeigt hatte oder deswegen behandelt worden war, unabhängig davon, ob bereits eine Diagnose vorlag. Um Verzerrungen zu vermeiden, wurden Personen ausgeschlossen, die für Unternehmen der Tiergesundheitsbranche oder der Marktforschung tätig sind. Die Befragung wurde so angelegt, dass sie hinsichtlich Region, Geschlecht, Alter und Haushaltseinkommen möglichst repräsentativ ist. Die Teilnahme dauerte durchschnittlich 24 Minuten und erfolgte zwischen dem 20. Februar und dem 16. April 2025. Die Teilnehmer wurden zu Erkrankung, Diagnose und Auswirkungen der Hauterkrankung ihres Hundes befragt. Darüber hinaus wurden Informationen zur Anwendung von Therapien, zur Behandlungshäufigkeit sowie zur Wahrnehmung verschiedener Therapieoptionen erhoben. Außerdem wurden die Beweggründe für die Wahl einer Behandlung, die Merkmale einer idealen Therapie sowie die Einschätzung eines möglichen neuen Produktkonzepts für allergische Hauterkrankungen abgefragt. Hatten Teilnehmer mehrere Hunde, sollten sie sich auf den Hund konzentrieren, der in den vergangenen zwölf Monaten Anzeichen einer atopischen bzw. allergischen Dermatitis gezeigt hatte oder deswegen behandelt worden war.
 
Teilnahmeberechtigt für die Tierarztbefragung waren vollzeitbeschäftigte Tierärzte, die regelmäßig Hunde mit Juckreiz, einschließlich Fällen von atopischer Dermatitis, behandeln. Sie mussten seit mindestens zwei und höchstens 40 Jahren praktizieren und in ihrer Praxis allein oder gemeinsam über die Empfehlung bzw. Verschreibung von Produkten entscheiden. Auch hier wurde auf eine repräsentative Verteilung hinsichtlich Alter, Geschlecht sowie Praxismerkmalen wie Standort, Größe und Eigentumsform geachtet. Ausgeschlossen wurden Tierärzte, die für Wettbewerber tätig sind oder Beratungsfunktionen für Unternehmen der Tiergesundheits-, Pharma- oder Marktforschungsbranche ausüben. Die Befragung fand zwischen dem 4. November 2024 und dem 13. Januar 2025 statt. Die Teilnahme dauerte durchschnittlich 38 Minuten.
 
Die Teilnehmer beantworteten Fragen zur Häufigkeit allergischer Hauterkrankungen bei ihren Hundepatienten, zu ihren Therapieansätzen, zur Wahrnehmung verschiedener Behandlungsoptionen sowie zu den wichtigsten Faktoren bei der Therapieauswahl. Darüber hinaus wurden sie um ihre Einschätzung zu einem möglichen neuen Produktkonzept für allergische Hauterkrankungen gebeten. Alle Antworten wurden anonymisiert ausgewertet. Freitextantworten wurden thematisch zusammengefasst.
 
Fazit
 
Allergische Hauterkrankungen bei Hunden sind nach wie vor weit verbreitet und stellen sowohl Tierhalter als auch Tierärzte vor Herausforderungen. Mit dieser Studie möchte MSD Tiergesundheit den fachlichen Austausch zur Dermatologie bei Hunden weiter voranbringen und Einblicke in zukünftige Therapieansätze mit Tierärzten und Dermatologie-Spezialisten teilen, die am EVDC 2026 teilnehmen

Über MSD Tiergesundheit

MSD, in den USA und Kanada bekannt als Merck & Co., Inc., mit Sitz in Rahway, NJ, USA, ist ein führendes globales Gesundheitsunternehmen. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Leben retten und verbessern durch die Ergebnisse von Spitzenforschung und Wissenschaft auf der ganzen Welt. Seit mehr als einem Jahrhundert sind wir führend in der Forschung und entwickeln Medikamente, Impfstoffe und innovative Gesundheitslösungen für die weltweit schwerwiegendsten Krankheiten. MSD Tiergesundheit, ein Geschäftsbereich von Merck & Co., ist das globale Tiergesundheitsgeschäft von MSD. MSD Tiergesundheit bietet eines der größten Portfolios an Tierarzneimitteln, Impfstoffen, Gesundheitslösungen für Tierärzte, Landwirte, Tierhalter, Erzeuger und Regierungen sowie eine umfangreiche Palette von digital vernetzter Technologie zur Identifizierung, Rückverfolgbarkeit und Überwachung. MSD Tiergesundheit hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gesundheit, das Wohlbefindens und die Leistungsfähigkeit von Tieren und den Menschen, die sich um sie kümmern, zu verbessern oder zu erhalten. Das Unternehmen investiert intensiv in Forschung und Entwicklung sowie in eine moderne, globale Lieferkette. MSD Tiergesundheit ist in mehr als 50 Ländern vertreten. Die Produkte sind in rund 150 Märkten weltweit erhältlich. In Deutschland hat die Unternehmensgruppe ihren Hauptsitz in München. Weitere Informationen finden Sie auf der Website oder auf LinkedIn.

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