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Hakenwürmer

Hakenwurmei, Quelle: Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie, München

Ein Befall mit Hakenwürmern (Ancylostoma tubaeforme) kommt in Deutschland zwar seltener vor, ist jedoch aufgrund des zoonotischen Potenzials schnellstmöglichst zu behandeln. Eine Untersuchung in Brandenburg ergab eine Befallsrate von 17 Prozent (Schuster et al. 1997). Barutzki (2003) fand bei Endoparasiten-positiven Katzen jedoch lediglich einen Anteil von 0,3 Prozent, die mit Ancylostoma befallen waren. Noch seltener sind Infektionen in Deutschland mit Uncinaria stenocephala. Diese Hakenwurmart wird in der Regel aus dem Mittelmeerraum mit eingeschleppt.
Bei Welpen ist generell mit einer höheren Befallsrate zu rechnen.

Infektionswege
Die Infektion erfolgt entweder oral oder perkutan über die Haut. Nach oraler Infektion siedeln sich die Parasiten direkt im Darm an, nach perkutaner Infektion ist eine Körperwanderung vorgeschaltet. Eine galaktogene Infektion über die Muttermilch ist bei Katzen bislang nicht bekannt. Es wird vermutet, dass Nagetiere als paratenische Wirte eine Rolle spielen.

Klinische Symptome
Klinische Symptome treten in Abhängigkeit von der Befallsstärke, vom Alter und vom Ernährungszustand sowie von der Abwehrlage des Immunsystems auf. Auf Grund von Larvenwanderungen kann es zu Schäden in Leber und Lunge mit Husten kommen. Bei Laboruntersuchungen fällt dann eine erhöhter Enzymaktivität auf. Außerdem kann häufiges Erbrechen, breiiger, zum Teil blutiger Durchfall, Abmagerung, Blutarmut sowie struppiges, glanzloses Fell beobachtet werden.