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Nachweis und Therapie

Nachweis
Der Tierarzt oder ein Untersuchungslabor kann eine Infektion mit Giardien anhand einer Kotprobe mit Hilfe spezieller Anreicherungsverfahren oder mittels Kopro-Antigen-Nachweis feststellen.

Therapie
Mittel der Wahl ist die Therapie mit Fenbendazol. Infizierte Hunde können mit Fenbendazol in einer Dosierung von 50 mg/kg Körpergewicht an 3 aufeinander folgenden Tagen behandelt werden. Aufgrund des hohen Risikos der Reinfektion wird eine Wiederholungsbehandlung nach 2 Wochen empfohlen. Derzeit gibt es ein Präparat mit dem Wirkstoff Fenbendazol, das für die Behandlung der Giardiose beim Hund zugelassen ist.

Katzen sprechen generell weniger gut auf eine Giardiose-Behandlung im Vergleich zum Hund an. Die Gründe hierfür sind unbekannt. Für die Giardienbehandlung der Katze gibt es keine zugelassenen Präparate. Fenbendazol ist in einer Dosierung von 50 mg/kg Körpergewicht/Tag aber wirksam. Bezüglich der Behandlungsdauer werden jedoch in der Literatur unterschiedliche Angaben gemacht, die von einer 3tägigen (Rand 2006) bis 5tägigen Therapie (Boch und Supperer, 2006; Greene 2006) reichen. Da die Rezidivrate aufgrund von Reinfektionen sehr hoch ist, werden in der Literatur generell Wiederholungsbehandlungen nach ca. 2 Wochen empfohlen. Erfahrungswerte zeigen jedoch, dass bei der Katze oft ein kürzeres Wiederholungsbehandlungsintervall notwendig ist, wie beispielsweise eine dreitägige Pause zwischen zwei 5tägigen Behandlungen. Fundierte wissenschaftliche Untersuchungen hierzu liegen jedoch nicht vor.

Bislang wurden bei der Behandlung mit Fenbendazol keine Nebenwirkungen beobachtet. Dagegen werden bei Behandlungen mit Metronidazol häufig Nebenwirkungen beobachtet werden. Außerdem ist Metronidazol nicht für die Behandlung von Giardiosen bei Hund und Katze zugelassen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie von ihrem Tierarzt.

Auf Grund des hohen Infektionsrisikos und dem zoonotischen Potenzial für den Menschen, sollten Hunde und Katzen bei Giardien-Verdacht auf diesen Erreger untersucht und bei positivem Befund behandelt werden. Es gibt derzeit nur ein Präparat mit dem Wirkstoff Fenbendazol, das zur Behandlung von Giardien beim Hund zugelassen ist. Die dreitägige Behandlung der Giardien erfasst zeitgleich auch alle relevanten Rundwürmer sowie die am häufigsten vorkommenden Bandwürmer (Taenien).
Ein Impfstoff mit einer genügend großen Wirksamkeit zum Schutz vor einer Giardien-Infektion steht bislang nicht zur Verfügung (Lehman und Lehman 2004).